In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.
Als man zählt 1498 Jahr Hat hier gelebt, glaubt fürwahr, Ein Wundermann, Romeyas genannt,
Im ganzen Land gar wohl bekannt. Nachdem er ritterliche Thaten vollbracht, Sein Stärke ihn verführet hat, Fing an seine Obrigkeit zu schelten, Dessen mußt er im Thurn entgelten. Broch wunderlich mit List daraus Und floh in Sanct Johanniser Haus, Allda noch ein Balken zu finden, Welchen Romeyas dahin tragen konnte; Wagt sich hernach über d’Mauern n’aus Belagert Kusenbeeg, das feste Haus, Das er in wenig Zeit eingenommen, Daher wiederum Gnad bekommen, Daß im Spital bis an das Grab Die Herren-Pfrund ihm geben ward, Endigt also in Ruh sein Leben. Gott woll’ uns allen den Frieden geben!