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Badisches Sagen-Buch II

Das Crucifix von Wittenweier

1 Min. Lesezeit· Unbekannt, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

01

Nachdem die Bewohner des Dorfes Wittenweier zum Lutherthum übergetreten waren, schafften sie von ihrem Kirchhofe das steinerne Crucifix weg, fanden es jedoch am nächsten Morgen wieder am selben Platze aufgerichtet. Noch zweimal thaten sie es hinweg, allein es kehrte jedesmal in der Nacht dahin zurück, während die Wachen, die man auf dem Gottesacker aufgestellt hatte, in unbezwingbarem Schlafe lagen. Hierauf warfen die Wittenweierer das Kreuz in dem Rhein, und aus dem kam es nie wieder heraus. Seitdem aber riß der Rhein, der vorher dort ganz friedlich floß, das dießseitige Ufer stückweise weg, so daß Wittenweier schon dreimal mußte zurückgebaut werden.

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Quelle zitieren

Das Crucifix von Wittenweier, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 3, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Das Crucifix von Wittenweier, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/das-crucifix-von-wittenweier/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-003-das-crucifix-von-wittenweier