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Badisches Sagen-Buch I

Das Münster zu Freiburg

1 Min. Lesezeit· Heinrich Schreiber, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

01

Wo sich am Schwarzwald Freiburg hebt, Da ist ein Bau zu schauen, In dem der Vorwelt Größe lebt, Ein Schmuck den teutschen Gauen. Sein Haupt so stolz, so wunderkühn, Zum Lichte hoch gehoben, Wie prangt es in der Sonne Glühn, Wie prangt es sternumwoben!

02

Wie schlingt sich freudig das Gestein, Umarmen sich die Glieder! – So strahlet herrlich, hell und rein, Das teutsche Leben wieder.

03

Und strebt herauf durch Drang und Zeit, Muß himmelan sich ringen, Und schafft ein Werk der Ewigkeit, Und läßt sich nicht bezwingen.

04

Die Massen schwinden, staunend blickt Der Wanderer nach oben, Er folgt dem Meister hochentzückt, Kann nicht genug ihn loben. Das ist der teutsche Geist! So fliegt Er über Nacht und Schatten; So hat er, was ihn hemmt, besiegt, Und wirket ohn’ Ermatten. So lebt er ewig neu und jung In dem, was er geboren, Und weiß von keiner Aenderung, Und bleibet unverloren.

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Quelle zitieren

Das Münster zu Freiburg, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 170, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Das Münster zu Freiburg, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/das-muenster-zu-freiburg/textzeugen/badisches-sagenbuch-i-170-das-muenster-zu-freiburg