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Badisches Sagen-Buch II

Die kleine Fürstengruft zu Bruchsal

1 Min. Lesezeit· Unbekannt, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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Als man in Bruchsal zum Bau der Peterskirche schreiten wollte, fragte der Baumeister den Fürstbischof Schönborn, wie groß die fürstliche Gruft gemacht werden solle? Der Fürst hieß ihn nach einigen Tagen die Antwort holen, und diese lautete dann: Die Gruft solle nur für drei Särge gebaut werden; für mehr sey nicht nöthig. Zu Jedermanns Erstaunen wurde sie demnach so klein gemacht; allein sie war, wie Schönborn richtig vorhergesagt, groß genug. Unter dem Dritten seiner Nachfolger ward nämlich das bischöfliche Fürstenthum aufgehoben und da der Zweite derselben in Passau gestorben und begraben ist, reichte die Gruft gerade für drei Fürstbischöfe aus und ist jetzt auf immer geschlossen.

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Quelle zitieren

Die kleine Fürstengruft zu Bruchsal, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 204, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Die kleine Fürstengruft zu Bruchsal, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/die-kleine-fuerstengruft-zu-bruchsal/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-204-die-kleine-fuerstengruft-zu-bruchsal