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Badisches Sagen-Buch I

Die Todtenglocke

1 Min. Lesezeit· Ernst Julius Leichtlen, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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In Freiburg wüthete einst eine pestartige Krankheit so fürchterlich, und der Opfer dieser Seuche wurden täglich so Viele, daß die Todtenglocken, besonders die zu St. Nikolai in der Neuenburg, nur in kurzen Zwischenräumen schwiegen. Dies fiel den Bewohnern eines benachbarten Klosters so beschwerlich, daß sie bei dem Stadtrathe Klage darob erhuben und um Einstellung des unaufhörlichen Läutens baten. Man beschloß, zuvor die Kirchenpfleger zu hören und diese erklärten: „Sie müßten sich höchlich darob wundern, daß Herren, welche der Welt entsagt hätten, so sehr über den Klang der Todtenglocken erschrecken könnten.“

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Quelle zitieren

Die Todtenglocke, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 183, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Die Todtenglocke, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/die-todtenglocke/textzeugen/badisches-sagenbuch-i-183-die-todtenglocke