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Badisches Sagen-Buch I

Heinrich am Grieß

1 Min. Lesezeit· Ernst Julius Leichtlen, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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Anno Domini 1293 do was ein Burger zuo Costanz, der was eines guoten Geschlechts, der hieß Heinrich am Grieß, der fieng sich selbst, und beschloß sich in sin eigen Hus; das Hus heißt das Gmal-Hus am obern Markt, und der schluog sin Wib und Kind und all sin Gsind us dem Hus, und er thät das darumb, dann sin Wib wollt ihn nit lassen noch vergunnen, das Hus zu verkofen, dann er hat es ihr zuvor versetzt, und beleib (blieb) also im Hus einig (allein), daß er darus nie kam in zweien Jahren und zechen (zehn) Wochen, und war (wurde) ihm in das Hus zu essen bracht, so aß er, und wenn man ihm nüntz (nichts) bracht, so irret er (that er wie verwirrt) und aß nüntz. Und hernach, do ihm von dem Wib erloubt war, das Hus zu verkofen, do gieng er herus und verkoft es und gab das Hus um 30 Mark Silbers (etwa 700 fl. nach heutigem Werthe) und dasselbig verthät er gänzlich in zwei Jahren, und gieng darnach herumb und bettlet.

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Quelle zitieren

Heinrich am Grieß, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 17, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Heinrich am Grieß, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/heinrich-am-griess/textzeugen/badisches-sagenbuch-i-017-heinrich-am-griess