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Zeitschrift für deutsches Alterthum. Fünfzehnter Band (Neue Folge, Dritter Band)

Lorengel

Originalfassung · 1872 · Moriz Haupt; Wilhelm Scherer; Elias von Steinmeyer

71 Min. Lesezeit· Moriz Haupt; Wilhelm Scherer; Elias von Steinmeyer

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

Lokale OCR mit geprüften Werkgrenzen, getrenntem Apparat und gezielten Stichproben. Erkennungsfehler können verbleiben. Arbeitsfassung aus lokaler OCR mit gezielten Korrekturen. Werkgrenzen, Strophenfolge und Seitenübergänge geprüft; keine vollständige Gegenlesung. Einzelne Erkennungsfehler bleiben möglich. Der historische Editionsapparat ist nicht Bestandteil dieses Lesetexts. Die Wiener Überlieferung weist bereits in dieser Ausgabe Lücken auf: Strophen 15–21 sowie nach 86,7 bis vor 112,6. Diese fehlenden Blätter werden nicht ergänzt. Vollständig lesbar ist der in der historischen Ausgabe erhaltene Wiener Haupttext; zusätzliche Münchner Varianten stehen im ausgeschiedenen Apparat. Der gesamte Textzeuge ist nicht als vollständig kollationiert ausgewiesen; Umfang und offene Lesarten bleiben dokumentiert.

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Lorengel

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Ich tu euch abenteur bekant wie künig Etzel zoch aus Heun in cristenlant. grosz wunder solt ir hie vernemen schone was wunders da ein glock erwarb, dar umb ein edler graf in einem kampfe starb. grosz ungemach kam von der glocken done, dar von küng Artus ser erschrack und manig ritter here, der dan in Frankenreich erhal und allem folk cleglichen in die oren schal. ritter und knecht die stunden freuden lere.

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Fürbasz mügt ir wol nemen war. ein edle lantgrefin kam für den künig dar, mit ir wol hundert ritter oder mere als man noch wol geschriben fint. von Aldenburg der edlen herzoginne kint die kam gen Frankenreich in hoher ere. bei künig Artus das geschach in hohem lob und preise. da hort man den von Eschenbach und Joram man auch bei den frauen sitzen sach. Clingsor sprach ‘singet fürbasz, meister weise’.

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Wan got erlöset wen er wil. fürwar seiner genaden der ist also vil. hört was got wunders tet mit einer schellen, die was gemacht mit listen clug, die Isilie an eim paternoster trug. vor künig Artus hort man sie laut hellen. der aller dinge hat gewalt der schuf ir helles clingen. wol hundert rast hort man den dosz. sant Brandanus der schreib dar von vil wunder grosz. vernemet mich so wil ich fürbasz singen.

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Es sasz ein herzog in Prafant dem waren undertenig pürg und weite lant. den gund der tot mit seinen kreften zwingen, er kam in an den fürsten her. mit seiner ritterschaft kund er sich nit erwer, mit reichem schatz mocht er auch nie gedingen. der herzog het ein tochter fein die was noch unberaten. das gund er al den seinen clagn “ach got dasz ich sie nit versach bei meinen tagn’. sie sprach “fater, es reuet euch zu spate'.

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Der edel herzog aus Prafant der het ein ritter der was Friderich genant von Dunramunt als ich euch hie bedeute. der fürst an seinem ende lag, graf Friderich nach seinem tod des landes pflag. sein her befal im lant und auch die leute, er sprach ‘du edler Friderich, nu bis dar zu behende, lasz dir mein kint befolen sein, du werder helt, erzeig an ir die treue dein.’ so rett der fürst vor seinem letsten ende.

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Da sprach der ritter hochgeporn ‘solt ich dar umb verdienen aller fürsten zorn so musz mein manheit durch die lant hin streichen. er sei graf oder dinestman mit ritterlichem streit tar ich si wol bestan, si müssen allsant meinem zorn entweichen. auch wilich sein ein schirmeschilt der keuschen junckfrau reine. durch iren willen leid ich not, mit meinem schwert so hau ich tiefe wunden rot. gnediger her, in treuen ich das meine.’

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Da sprach der herzog tugentleich ‘du tust mit dein geperden als her Ditereich dem nie kein helt auf erden mocht geleichen. vil wunders man noch von im seit, in stürmen und in streiten sei er nie verzeil, durch reine frauen facht er ritterleichen. ich pit dich, lieber diener mein, lasz deine treu anschauen. kein wandel ich nie an dir fant. alls das ich han befil ich dir, leut unde lant. pit got für mich und unser libe frauen.

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Der edel fürste lobesam der tet als ie den weisen fürsten wol an zam. er nam sein tochter bei ir weissen hende, er sach si permiglichen an, er sprach ‘mein kint, al deiner treuen ich dich man seit ich musz von dir hin aus dem ellende. ich wil dir einen falken lan, den halt in deiner hute gar fleissig weil er hat das lebn. dar mit macht du wol preis erwerben, merk mich ebn. auch pit für mich Maria die vil gute.

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Ein schell er an dem peine treit, die ist gemacht von clarem gold, du schöne meit. die halt alzeit in deiner hut aleine. die schell solt du auch bei dir tragn wan du zu kirchen gest und wilt dein sünd erclagn. und pit für mich got und sein muter reine, ruf an das heilig kreutz so her dar an got ward gemessen, und man in seiner wunden rot dasz er uns fristen well vor ewiglicher not und seines zornes gen uns well vergessen.’

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Die meit in grossem leide was. ir tugent was durchkleret als ein spigelglas. si was geporn ein edle herzoginne. ir muter die was vor verfarn. der tot wolt iren fater da nit lenger sparn. graf Friderich warb umb ir edle minne. die juncfrau sprach ‘merk Friderich, du retst mir an mein ere. als Lucifer treib übermut durch hoffart viel er aus dem tron in helle glut.’ so rett die herzogin mit grosser schwere.

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Fürbasz wil ich euch machen kunt, hört, wie der selb graf Friderich von Dunramunt der edlen maget leides vil erdachte. er sprach si an da umb die e. das tet der hochgepornen herzogin gar we. für den römischen keiser er das brachte. da gunt die edel maget gut nach hohem preise ringen. der keiser fürsten vil besant . dasz man der herzogin ein urteil tet bekant, ob man ir mocht im reich ein kempfer dingen.

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In Prafant und in Engellant, in beiden landen si da keinen kempfer fant der sichs mit Friderich torst unterwinden. die maget het ein dinestman als man noch sagt, der was geheissen Sondelban. er sprach ‘bei got mügt ir genad wol finden, den rufet, edle iuncfrau, an und auch sein muter reine, und mant got seiner wunden rot dasz er euch helfen well aus diser grossen not, wan er euch wol gehelfen mag aleine.

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Die iuncfrau in das münster trat, andechtiglich si got umb einen kempfer pat. si sprach “hilf mir, du himelischer herre, durch dein heilige namen drei, kum mir zu hilf und mach mich meiner sorgen frei. ein schwacher graf der spricht mir an mein ere. ich wolt kiesen lieber den tot e ich den grafen neme. er ist ein ungetreuer man, mit seinem adel er mir nit geleichen kan, wan er sein gleich an mich gar wol bekeme.’

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Da si got also tief ermant gar pald got hort ir pet und ir sein hilfe sant, erparmt sich über dise meit zu stunden. selbs laute sich die glocke gar. DL vor leid so rauft die maget aus ir gelbes har. sie sprach ‘erlös mich, her, durch dein fünf wunden.’ ein Fitter ir got aus erwelt der für si kempfen solde. ein grosse clag si da an fing, vil heisser zeher da aus iren augen ging. da clang auch laut die schell von clarem golde.

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Überlieferungslücke: Ein Blatt fehlt: Strophen 15–21.

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Si dinten got tag unde nacht, gar lobelich ward der gots dinst von in vollbracht. si gingen für den gral in hohen eren. die edlen musten pesen tragn zu pusz. da horet man ein jemerliches clagn. der glocken don tet in all freud verkeren. “hilf uns, Maria, reine meit, tu unser nit vergessen, erfreu uns schir, du maget her, des pit wir dich durch deines lihen kindes er. der glocken don hat uns schwerlich besessen.’

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Nu hört wie es dar nach erging, ein helt hiesz Key, wie es der selbig da an fing. der was ein stum und pot got wird und ere. sein andacht da die glocken zwang die im erschrockenlich in seinen oren clang. er ward reden und sprach ‘folgt meiner lere. her Parzefal der hat ein kint, ein keusche maget reine. Isilia ist si genant. ir tugent und ir wirdikeit ist weit erkant, got hört ir pet für uns all gar gemeine.

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Durch got solt ir mit mir hin gan zu Zedlamar, das edel tirlein woll wir han und wollen das got zu eim opfer bringen. das tirlein schuf die gotes kraft, mit gnad und heilikeit so ist das tir behaft. das opfer wir so mag uns wol gelingen. das tir auf rotem golde stat, tu ich euch fürbasz kunde. das tir kein ander narung hat, es speist der schmak der von dem claren golde gat und der atem aus seiner muter munde.'

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Nu höret fürbasz abenteur. ir clag nam schir ein end, got tet in hilf und steur. nu hört was da her Key fürbasz gedachte. er sprach ‘nu folget mir zuhant. die edlen all kleid man in einen fleydigant, als in Joram von Tellenbrunn her brachte.’ das kleit ob aller wirde schwebt als ich euch wil bedeuten. dar inn ward got gar tief gemant dasz er sein gotlich hilf und gnad in gab und sant. - da nam gar schir ein end der glocken leuten.

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Die künigin sprach zu der frist ‘her Key, ich wen dasz gotes engel in dir ist und hat den pösen geist von dir gezwungen. was du hast in deim sinn erdacht hast du mit gotes kraft vor uns zu worten bracht. von dir wirt noch gesaget und gesungen. der engel hat den pösen geist mit kraft von dir getriben, grosz wunder ist an dir geschehn. kein wort hort nie kein mensch vor von dir ie gejehn. die gnade gots ist ganz in dir bekliben.”

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Küng Artus und die fürsten sein traten gar züchtiglich hin für die künigein und fragten si was Keye het gesprochen. die küngin tugentlichen sprach ‘her künig, merkt das grosse wunder das geschach. Kei was ein stum, sein red hat für gebrochen.’ der künig lisz vil reiche wat da an die kinder messen. si wurden ziret lobeleich, si dinten all dem grales engel in dem reich. des wil ir got auch nimmer mer vergessen.

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Da was vil edler fürsten kint geziret lobelich recht als die engel sint die got selber mit eren hat gespeiset. si wolten in das münster gan. her Parzefal der edel hiesz si stille stan, er sprach ‘ir wert noch anders underweiset. man sol uns vor ein ampt vollbring ein prister in dem sale, so kumt geflogn ein taub so rein und bringt ein reine oblat auf den altarstein. so ge wir in das münster mit dem grale.’

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Her Parzefal ins münster trat mit dreien fürsten kinden die er mit im pat. die paten alle got aus herzen grunde ‘der ewig got der uns erschuf der woll erhören gnediglich den unsern ruf.’ da kam ein taub von himel zu der stunde, si bracht ein brief. den nam zuhant ein keusche maget reine. als bald die meit den brief an sach gar tugentlich di süsz da zu in allen sprach “hört, grosse wunder find ich hie aleine.

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Den brif sent uns die gotes kraft. nu tret her zu, her küng, mit aller ritterschaft, vernemt mein red. mir ward nie mer so leide. nu merkt von wan uns kumt der schal, dar umb das ganz küngreich betrübt ist über al. das leit wend uns got und sein muter beide. got hat uns her gesant den brief von himel zu den stunden.’ den brief nam selber in die hant die künigin, brach in auf vor in allen sant. sie sprach ‘her küng, hört, den brief hab ich funden.

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Ein edle fürstin weit erkant S die leit grosz not, ein herzogin dort in Prafant, vernemt die clag der edlen herzoginne. ein graf, der ist ir dinestman, der irem fater lange zeit was undertan, der spricht si an, des sein betrübt ir sinne. er spricht si an wol umb die e dort vor dem keiser reiche. ir lant hat er bezwungen gar pis auf zwen held, die dienen noch der maget clar. dort in Prafant fint man nit sein geleiche.

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Vor dem römischen keiser zart hat man ein urteil tan der magt ven hoher art. ein kempfer musz si han die erentreiche der disen grafen tür bestan. in allem land si keinen kempfer finden kan, si weisz kein helt der dem grafen geleiche. des ist ir herz umbfangen ser mit jamer und mit leide. der soltu, her, ein kempfer gebn, den pesten helt aus disem reich, das merket ebn, auf disen tag musz er von hinnen scheiden.

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Das wil haben der ewig got. dar nach richt euch, her küng, dasz man ir helf aus not. tut ir des nit so würd uns freud gar teure. das merkt, ir fürsten all geleich, den pesten ritter welt aus euch in disem reich. das hellt uns für des grales schrift geheure. wann das geschicht so nimt ein end des wilden dondres schalle der uns kumt von der glocken dosz.’ der don gar grausamlich auf gen den lüften schosz, in Prafant lauten sich die glocken alle.

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Und da die herschaft das vernam dar nach der tag mit seinem lichten glaste kam. ein ritter sprach ‘merkt künig, edler herre, ir solt auswelen einen man, den pesten an dem hof so ir in müget han. dar zu zwingt uns der glocken don vil sere.’ der fremden mer freut sich da fast manch stolzer ritter milde. iglicher sprach ‘das ist uns ebn, dar zu sei wir bereit nach preis und er zu strebn.’ sie sprachen ir gepet vor gotes pilde.

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Des grales schrift man in da seit, wie dasz in Prafant wer ein hochgeporne meit, von hoher purt ein edle herzoginne, die het ein graf, irs fater- man, gar kempflich umb die e schwerlich gesprochen an. ‘der send wir einen kempfer zu gewinne, den pesten ritter den wir han bei unsern hosten eiden, pei uns den aller pesten degn. wann das geschicht so ist der glocken don gelegn. auf disen tag musz er von hinnen scheiden.’

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Da sprach küng Artus wandels frei ‘verleih mir got dasz ich ir kempfer selber sei. mit schild und sper kan ich nach preise ringen. ich han die kraft wol zu dem sper, mit meiner ritterschaft ich das gar wol bewer. mit gotes hilf mag ich es wol volbringen. zu hochgelopter ritterschaft ist mir der leip gelenke. kum ich gen Prafant in das lant von meiner kraft würt im sein schilt und helm zutrant. auf dise reis kein helt für mich gedenke.’

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Da sprach her Parzefal der degn ‘mein hat der grales engel noch pis her gepflegn wo ich ie was in stürmen und in streiten. was schild ie ward gen mir getragn dar under alle held wurden von mir erschlagn. des get mein lop durch manig reich so weiten. dort über mer in heidenschaft hab ich vil streits gepauet und auch in der Persider lant. auf ritterschaf man da nit mein geleich mer fant. ich pitt euch dasz ir mir des kampfs getrauet.'

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Her Paldewein ein fürst so weis der sprach ‘ich han erfochten mangen hohen preis. des fert mein herz in freud und hoher milde: keins streits auf erd mich nie verdrosz. von meinem schwert das feur auf gen den luften schosz dasz man mich gleichet einem leben wilde. - auch ist mir vil zu handen kumn die grossen stürm so herte, mit streit ich mangen helt bezwang. das schuf mein kraft dasz mir in stürmen wol gelang, in manchem sturm hat mich mein hant ernerte.’

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Lewan ein junger ritter sprach ‘mir tut gar we der. herzoginne ungemach.’ der fürst wand vor dem küng dar umb sein hende “ich pitt euch, edler künig reich, schickt mich da hin zu hilf der maget minigleich, so nimt ir grosse not gar schir ein ende. tut es durch aller ritter er und aller frauen güte. ich wil da hin auf dise fart, von mir so würt der graf dort lenger nit gespart. ich tröst der edlen fürstin ir gemüte.'

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Da sprach Iban der küne helt ‘mir tut gar ant dasz man mich nit hat ausderwelt. sol ich nit dar, vil senfter wolt ich sterben, die reis wil ich nit lassen sein. ich hilf ir wol aus not der edlen herzogein. darumb helft mir all umb ein urlaup werben. ich machet mangen satel plosz zu Turnau in der auen . da ich ein künig selbs erschlug, da in sein ros auch tot zu seiner burg ein trug. den klaget ser die ritter und die frauen.’

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Da sprach der herzog Mügelein ‘her künig, rüst mich auf die fart, mag es gesein. des pitt ich all herren an disem ringe dasz si mir gönnen diser fart. für not so ward kein ritter nie so wol bewart. den grafen ich mit meiner hant dort zwinge. ich han bewert mein ritterschaft dort an dem küng Ortanne, da ich vil harter stürme pflag, da manger ritter tot von meinen henden lag. man furt si tot von mir die werden manne.’

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Her Gabin sprach ‘was hulf mich dan dasz man in Spangerlant mich gleicht eim leben schan- da mich die küngin selbs zu streit gund pitten ? mit zweien risen ich da facht gar ritterlich zwen tag und auch ein ganze nacht. im lant het, vor niemant mit in gestriten. den ein ich da zu tode schlug, dem andern tife wünden.’ da sprach der edel fürst so zart “ich pitt euch, her, dasz ir mich schicket auf die fart, ich schlag den grafen tot in kurzen stunden.

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Her Walman sprach ‘ich bin gar alt: doch weisz ich bei euch kein so kün und auch so palt (euer keiner denk dasz ich in ark das meine) gen dem ich wolt mit streit verzagen. >; das merkt, ir herren, keinem wolt ich nicht vertragen an dem iungen Lorengel hie alleine. der legt eins mals sein harnasch an in ritterlichem schalle, da manig helt aus freiem mut sprang zu dem zil als noch manch werder ritter tut: er sprang zwelf schuch weit für die plossen alle.

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Mein munt im hohes lobes gicht, doch taug er vor der jugent zu dem kampfe nicht. man darf wol guter held zu solcher ferte. nu schickt mich dar mit meiner wer. oo ich han zwelf jar gestriten vor dem keiser her dasz ich das felt behilt alein und werte. ich pitt euch, edler künig reich, dasz ir das wolt bedenken. die warheit ich euch allen sag: ein gutes wafen ich an meiner seiten trag, das kan ich wol durch herte helme schwenken.’

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Her Wenzel dem tet ant und zorn dasz man in nit het zu eim kempfer auserkorn. er sprach ‘das tut mein er und manheit krenken. ich wil da hin und pin bereit. wer es dem küng und allen seinen recken leit, auf dise reis darf niemant für mich denken.’ ein iuncfrau in da straft und sprach ‘eur zorn möcht uns verliesen grosz er und unser wirdikeit, uns hat des grales schrift auch hie fürwar geseit, küng Artus der sol selbs ein kempfer kiesen.’

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Ein edler fürste hiesz Joram, der rett als einem künen degen wol an zam. der gleichet mit manheit wol dem Pernere. gewapnet auf sein ros er sasz, gar hoher ritterschefte er sich da vermasz und paret freischlich sam ein wilder pere, liesz im ein gürtel tragen dar, den pand er umb sein seiten’ der gab im sterk und mannes kraft, dar zu kund er gar wol mit werder ritterschaft. sein herz ie topt nach stürmen und nach streiten.

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Der iung Lorengel kam auch dar, mit im fürsten und herren gar ein grosse schar, da si funden frauen und meget reine. da in sein schwester ane sach gar tugentlich si da zu irem bruder sprach ‘owe der not’ und ward gar heisse weine. man fragt die maget tugentlich was ir geschehen were. si sprach ‘mich reut und jamert ser, sol ich mein edlen pruder sehen nimmermer. der sol der kempfer sein. owe der schwere.’

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Sein muter, Parzefales weip, di sprach ‘traut sun, bewar dir got dein jungen leip.’ si umbefing den helt mit iren armen. vil liplich er geküsset wart an seinen rosenfarben munt, der het kein part. ir grosses leit gund man und weip erparmen. Lorengel dem ein ende gab, sein mut was im geringe. er ruft seim kamrer zu im dar. die fürsten namen sein mit ganzem fleisse war. sein ros und harnasch hiesz er im her bringe.

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Man bracht im zeuges wol die wal. da wapnet in selber sein fater Parzefal. sein herz vor leid als ie kein zunder prante. man bracht im schilt und helme gut. das tet ein stolzer degen, der was hochgemut, der hiesz Neithart und was aus Ungerlante. sein ros was stolz, an massen gut, das man im da nach furte, sein kraft und sterk in nie betrog. es was so schnell dasz sein mut in die lüfte flog und doch die erd mit seinen füssen rurte.

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Er sprach ‘küng, edler herre mein, mein herz urlaup begert von euch, mag es gegein.’ er neigt dem küng, gesegnet si all gleiche, er sprach ‘got woll eur, muter, pflegn. mein edlen fater den befil ich gotes segn und all die pleiben hie in Frankenreiche.’ dar mit schid hin der degen gut nach preis und reichem solde. sein muter cleglich im nach sach, si ward kraftlos. vor allem folke das geschach. si must in faren lan als es got wolde.

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Er neigt sich gen der künigein. da sprach aus freiem mut der edel ritter fein ‘bewar euch got, ir werden ritter alle.’ er umbefing die schwester sein, er sprach ‘bewar dich got, du schönes megetein, pitt got für mich, ich far dahin mit schalle.’ da bei was manig edels weip, die weinten all geleiche umb des jungen Lorengels fart. im wunschet glück und heil manch schöne iuncfrau zart, si paten got für in andechtigleiche.

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Von dannen schied der hochgeporn, wan got selber het in zu kempfer auserkorn dasz er solt fechten für die herzoginne. sein ros was stolz und dar bei stark, es was wol wert des claren goldes hundert mark. das schenket im die edel küniginne. seinschwert das was an massen gut, gemacht mit sinnenreiche, es laucht und gab vil lichten schein. er furt gar ritterlich das reiche wapen sein. kein helt mocht in den zeiten im geleiche.

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Küng Artus und die fürsten sein gaben im das geleit dem stolzen ritter fein. der helt was kün, seins mutes unverdrossen. gar pald er nach dem zaum da greif, gar ritterlich so trat er in den stegereif. ein wilder schwan kam her gen im geflossen der furt mit im ein schif so gut, von got het er die lere. der fürst sprach zu dem diner sein ‘ker wider heim wol mit dem guten folen mein, ich far mit disem schwan wo er hin kere.’ .

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Der Lorengel was schon bereit. gar schnell der helt da in das sohif loblichen schreit. ein guten schilt furt er in seinen armen. der fater und die muter sein di liden umb den jungen fürsten schwere pein. ir beider jamer mocht got wol erparmen. auch bracht man im zwo pulgen gut mit speis und edlem weine. er sprach ‘zu got hab ich mich pflicht; durch den ich far der lest mich ungespeiset nicht.’ hin fur der fürst und auch der fogel seine.

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Ein kleines wasser in da trug pis an das mer. da leid ellend der ritter clug. hin triben in die trünnen gein den lüften. er fur bis an den fünften tag dasz der vil edel fürst gemaches nie gepflag. er sach nit mer mit reicher speise güften. der schwan fing bald ein fischlein trat, verschland es da aleine. der edel fürst sprach tugentlich ‘mein traut gefert, den fisch hast du verzert an mich, den solst du han geteilt mit mir gemeine.

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Fürbasz wil ich euch wunder sagn. der schwan stisz in das mer da wider seinen kragn nach seiner speis. merkt was ich dar mit meine. iedoch kein fisch er da nit fing, ein schöne oblat von dem himel rohe ging, die fing der fogel lauter und auch reine. er pots dem edlen fürsten dar, des lop stund hochgepreiset. die brach der helt mit seiner hant, er gab die oblat halp dem schwan die in got sant. wo ward ie mensch und fogel basz gespeiset ?

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Er danket got mit inikeit, wann gotes hilf die was im alle zeit bereit. der schwan der gab im freud und hohe wunne. der fürst sprach ‘schwan, ich danke dir der lieb und treu die du hast hie erzeigt an mir. mir ward nie basz dort ob der tafelrunne. ich wolt gern, weresgotes will, dasz du mir solst zusprechen. ob mir das gund die gotes kraft so wolt ich mit dir haben gut geselleschaft. sust musz vil freud und wort an uns geprechen.

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Got grosse wunder worcht durch in. der schwan sprach ‘her, wolt ir nu wissen wer ich bin, ich bin ein engel und sol euch geleiten. ich für euch zu einer stat zu, oa dar inn solt ir beleiben, helt, bis morgen fru. so solt ir euch fürbasz zu kampf bereiten. ich bring euch da der grafe ist, das merket hie besunder.’ da sprach der fürst hoch eren wert ‘nu hör ich alles das mein junges herz begert, wan ich erfur vor nie so grosse wunder.’

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Der schwan aus süsser stimme sang dasz es dem ritter liplich in sein oren trang. sein süsz gesank den fürsten schlafen lerte. des engels stim was lobeleich, des ward erfreut der edel fürst kün unde reich. dar mit der helt gen Antorf schnell zukerte. da stund ein purger auf dem land, der het in bald ersehen, bei im sein weip und ir genosz. si sahen wie der helt her auf dem wasser flosz. der purger sprach ‘wunder wil hie geschehen.’

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Nu höret, was dem held geschach da in der schwan hin bracht dasz er die leute sach. dar von hört fürbasz hofeliche mere. der purger was weis und clug, sein sin und mut in zu dem edlen fürsten trug, er sprach ‘seit wilkum, fürst und edler herre, ich wil euch helfen an das lant, ir edler degen reiche. nu piet mir, helt, eur werde hant. mich dunkt, ir seit ein edler küng aus heidenlant. ich sach kein wapen nie so lobeleiche.’

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Lorengel aus dem schiffe sprang. sein edler schwan sich wider auf den se hin schwang. sein scheiden bracht dem edlen fürsten schwere, er sach dem schwan gar senlich nach. der purger da zu seiner libsten frauen sprach ‘hört, frau, das sein gar wunderliche mere.’ sein schilt der fürst da selber trug, dasschwert in seiner hende. der purger zu dem herren sprach “ir edler fürst, ir habt geliten ungemach, al euren kumer ich euch wider wende.’

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Er nam des heldes gute war. sein harnasch laucht und gleisz von edlem golde clar, der was gemacht mit meisterlichen listen. der purger einen knecht hin sant dasz er bald brecht das aller kosperlichst gewant. das bracht man dem herren in kurzen fristen. der purger sprach ‘ir edler her, ir solt euch freuden nieten. gebt mir eur schwert, traut herre mein, durch aller ritter er (ir mügt wol sicher sein), des wir euch, edler her, in treuen pitten.’

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Das schwert gab im der kün weigant. da ward dem fürsten grosse er bekant. vil manig schöne frau gen im her gingen. si hetten sich geziret fast, si eilten all zu sehen den vil edlen gast. gar lobelich si da den helt enpfingen. manch schöne maget vor im stund in gold und clarer seiden, die waren hübsch und minigleich. da lebt mit in in wunn und er der fürst so reich, sein iunges herz gund allen unmut meiden.

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Der purger sprach ‘ich pit euch fast dasz ir seit heint bei mir selber wirt unde gast, ob euch das, edler fürst, nit wolt verschmahen. was ich vermag und gutes han DL das sol euch, edler her, sein willig undertan. mein armen dinst solt ir von mir enpfahen.’ der purger schuf im gut gemach mit trinken und mit essen in einem kosperlichen sal, der was gezirt mit gold und seiden über al. also was ider man zu tisch gesessen.

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Die tafeln waren schon bereit, gedeckt, vil weisses prot und speis dar auf geleit, manch schöns trinkfasz mit gold und edlem steine. der wirt des fürsten nit vergasz, legt im wider sein füsz seiden und materasz. er sasz bei in loblich der degen reine. zwen spilman traten für in dar und machten süsz gedöne. der purger het ein tochter fein die pot dem edlen fürsten selbs den claren wein; si dint zu tisch die edel maget schöne.

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Si sprach ‘her, habt kein unmut nit. in diser stat da sitzt mit haus ein edle dit, di sein all undertan der herzoginne. si tragen preis und hohen mut, auch sein si alle zeit vor schanden wol behut, die bring ich, her, für euch mit clugem sinne. die Waldemar sein si genant, geporn in disem reiche. in Prafant und in Engellant dar innen sein die edlen herren wol bekant. in disem land fint man nit irn geleiche.’

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Der purger der ging selber dar da er die edlen herren fand auch alle gar, fand si auf einem plan in reichem schalle, bei in vil manges fürsten kint, vil iunger held die rittermessig sint. die stunden auf gen disem purger alle. da kam vil manig stolzer man die im engegen gingen. vil reiche speis trug man auch mit. aus fremden landen kam in her der selbig sit. gar schon si da den Callebrant empfingen.

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Man pat in sitzen da zuhant. er sprach ‘ir edlen herren, merkt mich alle sant. ich hoff dasz uns grosz heil und selde nahen. ir solt euch rüsten all gar schon. ich bit euch all zu haus (das ir nit wollet lan), ein edlen gast den helfend mir enpfahen. sein helm leucht als ein spigelglas, gemacht zu ritterscheften, sein brün und schwert ist auserwelt, er ist von edler art der wunderküne helt. auf im so mag kein schwert auch nit geheften.’

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Her Waldemar den purger fragt ‘nu sag mir bald mer, ist der degen unverzagt ? was herren mag er sein du mir bedeute. wie ist er in das lant her kumen? oa hast du von seinem adel vor. icht mer vernumen ? wo dinen im die lant und auch die leute? fürt er mit im icht ritterschaft von dinern und von schenken ? ob mir der helt peut seinen grusz, dasz ich mich gen eim schwachen held nit neigeh musz, dasz es mir nit tu meine er bekrenken.'

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Der purger sprach ‘ich sag euch wol, er ist von hoher art, sein herz ist tugent vol. auf erd sach ich nie schöner männes pilde. was Sampson sterke ie gewan, iedoch so wolt ich liber sein als diser man. den fürsten bracht zu land ein schwan, was wilde. ich ging spaziren an das mer nach meinem trank und speise (die recht warheit wil ich euch saga): ein schöner schwan das schif selbs furt an seinem kragn, mag wol ein engel sein in fogels weise.

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Ich schuf dem held vil gut gemach. mein, meiner zeit kein gast ich lieber nie gesach. ir fint in dort in wird und reicher hute. ich weisz nit, ob der ritter her das lant behalten woll mit ritterlicher wer. ich tröst mich dises gasts in meinem mate. got hat in selbs gesendet her zu trost uns allen gleiche. ein schwan in her zu lande bracht. ich hoff, uns helf aus not der helt mit gotes macht. kein helt geparet nie so rittarkeiche.’

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Da sprach her Waldemar der degn ‘ich und manch stolzer ritter hetten ung verwegn, Wir müsten alle weichen aus dem lande. wol auf, ir ritter und ir weip und ziret mit der pesten wat den euren Ieip. wir wollen all da hin mit Calebrande. zu dinst dem fürsten hochgeporn last tugent an euch spehen. stet im sein mut nach lob und preis, er sich gen uns erzeigt in adelares weis, das han ich vor von fürsten wol gesehen.’

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Si riten frolich durch die stat, mit in die pest gemein und auch der ganze rat. si kamen zu dem edlen fürsten gangen her Waldemar und seine kint, Dj di mit der herzogin waren betrübet sint. von schönen frauen ward er wol enpfangen. die herschaft und die frauen gut kam im zu dinst gemeine. und da si für in kamen dar (wan er in allen wol gefiel der fürst so klar) si freuten sich, ir unmut der was kleine.

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Her Waldemar den fürsten fragt ‘nu sagt uns hie, ir edler ritter unverzagt, habt ir ein edlen fürsten ie erkante? der fürst der tafelrunne pflag, dar ob kein helt mit schanden nit gesitzen mag, einer musz sein an laster und an schande. da wont ein edler fürste gut an alles wandels lere. mich dunket wol in meiner acht, euch hab eins meisters hant loblich nach im gemacht. her Parzefal nent man den ritter here.

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Er ist geporn aus Frankenreich, an künig Artus hof fint man nit sein geleich. nach dem seit ir gepildet adeleiche. dem selben edlen fürsten rein &® dem bracht ein engel einen kosperlichen stein von got her ab aus dem ewigen reiche. er hat vom stein wes er begert, helt er sich dar mit rechte. der stein der hat von got grosz kraft und wil neur sein bei hochgelopter ritterschaft und kumt auch nimermer aus dem geschlechte.

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Merkt, her, ich han mit gotes kraft wol hundert jar gepflegen werder ritterschaft. he von meiner hant leit tot manch ritter feine. nu graet mir mein har und part. ich sach den jamer und die grossen herefart, da künig Etzel zoch pis an den Reine, zoch mechtiglich in Spangerlant (das was auf in geerbet) und auch durch Frankenreich furt an. dasz si den zins nit brachten im gen Indian darumb wolt der die welt ganz han verderbet.

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Fürbasz bescheid ich euch der mer. was ich von meiner jugent han gehört bis her, sach ich auf erden nie so grosses morden als ich euch, edler fürst, hie sag. vor Cölen wert der streit wol zwen und zwenzig tag da die eilf tausent meid erschlagen worden, da niemant sicher mocht gesein vor tifen todes wunden. zu streit sich niemant da verbark. der streit was auf dem Rein in schiffen also stark und auf dem land die held in nöten stunden.’

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Her Lorengel gund fürbasz fragn, er sprach ‘vil edier Waldemar, du solt mir sagn wie mechtig zog küng Etzel in der rache?’ da sprach zu im her Waldemar “er het die cristenheit wol halp bezwungen gar, er furt von manheit zwu und zwenzig sprache. im kam Tulant her über mer mit einem her so breite: hets Parzefal nit widerwant (der furt zu hilf den hosten gral in seiner bant), er het verderbt die ganzen cristenheite.

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Hört fürbasz, edler herre mein. ein edler graf der sasz zu Kölen an dem Rein. den wolten die von Cöln ganz han bezwungen. dar durch fing sich der jamer an. er wolt in irem land sein her und haubetman. den haben si gewaltiglich verdrungen, sie schlugen im ein pruder tot und vil der ritter here. der graf das clüglich an in rach. hört, edler ber, was abenteure da geschach. er bracht ir lant und leut in grosse schwere.’

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Lorengel fraget in fürbasz ‘sag, Waldemar, war umb tet diser grafe das dasz er die stat mit rach also verderbet ?’ da sprach her Waldemar zuhant a “er wolt ein fogt zu Köln und herre sein genant, und sprach es wer mit recht auf in geerbet. erkam von den von Cölnin not, man-schwecht im sein gerichte und teten aus dem land in jagn. si wolten in auch selber haben tot geschlagn und hingen im zwelf ritter zu gesichte.

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Sein bruder bleib auch ligen tot. der graf kam über die maur aus mit angst und not, hin auf sein schlosz kam er zu fusz gegangen. dar auf fand er sein schönes weip, Di dar bei manch trüpte frau, clagten ir menner leip. mit jamer und mit leid ward er enpfangen. das lag im in seim herzen schwer, er wolt nach rachsal ringen. hört wie der graf die rache fant. er dacht an künig Etzel in der Heunen lant und wie er den auch möcht zu lande bringen.

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Er liesz im machen kosperlich wol zwei und dreissig hufeisen (nu merket mich), das was alls clares golt lauter und reine. sein ros er lisz beschlagen mit. = und wer den grafen fragt von wann im kem der sit, er schweig und trug die list in im aleine. er reit zu künig Etzel dar, der gröste her auf erde. und da er kam in Heunenlant des küngs hofschmit brach im die eisen ab zuhant und schlug im auf das edel golt so werde.

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Der edel graf so lobesam sein diener er heimlich da auf ein ende nam, er sprach ‘ir treuen diener alle sande, (wan ich euch treulich pitten wil) ob imant nach dem golde fragt und forschet vil so sprecht, ich hab sein gnug in meinem lande. ich pitt euch dasz ir wolt mein not gar treulich hie betrachten. ob euch ein eisen bricht enzwei so tut sam ir des golds nit achtet umb ein ei. was man euch fragt des sollend ir nit achten.’

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Hört, edler fürst, was da geschach. , des künges schmit die negel aus den hufen brach. die zwackten auf gar schnell des schmides knechte. das golt gar wunniglich erklang. der schmit mit seinen knechten hin gen hofe drang. di knecht sprachen, die stück wern ir mit rechte. dar umb hub sich ein schlahen grosz das manchem ward zu schwere: umb dises golt mit grossem neit si schlugen da einander tife wunden weit. für künig Etzel kamen dise mere.

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Da sprach der künig ungetauft ‘war umb han sich die schmid geschlagen und gerauft ? ein ritter sagt im das, dem was er holde. der ritter sprach ‘ich han vernumen, Du es sei ein edler graf aus fremden landen kumen, dem sein sein ros beschlagen wol mit golde.’ der künig sprach ‘wer mag er sein? was landes kumt er here?’ der ritter sprach “traut herre mein, man saget mir, er sei geporen an dem Rein und sasz zu köln. «das sein ie fremde mere.'

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Der künig nach dem grafen sant. er kam für in und kniet für in da zuhant. der graf ward von dem küng enpfangen schone. er dankt dem edlen künig reich. umb in stund ritter vil, die meinten all geleich, er wer ein engel aus dem himelthrone. sein harnasch der gab liehten schein vongold und von gesteine.

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Überlieferungslücke: Drei Blätter fehlen: nach Strophe 86, Vers 7 bis vor Strophe 112, Vers 6.

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… schriben finde. her Waldemar trat für si dar mit rittern und mit frauen. die meit empfing in tugentlich, si sprach ‘du treuer helt, du solt bescheiden mich, was sagst uns guter mer? ich tu dir trauen.’

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Er danket ir gar tugentleich. si sprachen all ‘gnedige frau, seit freuden reich.’ ‘nu merket mich’ sprach Waldemar der here ‘uns kumet gar ein liber gast, dem miltikeit, tugent und ere nie gebrast. ich trau got diser helt helf uns aus schwere.’ er sagt der fraun, der edel fürst wer dar zu lande kumen. “in bracht da her ein wilder schwan. er mag wol sein ein engel aus des himels thron. ich hoff, wir nemen sein noch guten frumen.’

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Die herzogin freut sich der mer. si sprach ‘so trau ich got, er helf mir aus der schwer, seit mir got hat den ritter her gesendet.’ ‘da sprach zu ir her Waldemar a ‘legt an eur peste wat und nemt des fürsten war. von seiner hant würd euer leit gewendet. zirt euch und all eur iuncfraun fein mit gold und auch mit seiden, all grafen, ritter unde knecht: dasz wir den helt enpfahen wol das dunkt mich recht. der helt hilft uns aus not und grossem leiden.’

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Die fürstin sprach ‘sag Waldemar, wie kam er her zu land der stolze ritter clar ?’ her Waldemar sprach zu der herzoginne ‘er kumt gar bald und ist bewart. von wann er ist das weisz ich nit und auch sein fart. empfaht in schon und pfleget cluger sinne. wir wollen im bis an das mer engegen ziehen trate und nemen war wie er her fert pis dasz er kumt zu land. got hat in euch beschert. ir edle maget, folget meinem rate.’

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Sie kamen dar in kurzer frist und zugen im engegen gar an argen list mit seitenspil, mit harpfen und mit geigen, mit pfeifen und mit lobgesang. Dj manch süsser don vor im da lobelich erclang. der hofmeister gund im hoflichen neigen. da sach man manchen roten munther leuchten aus dem golde. si hielten still da an dem mer. her Waldemar sprach ‘secht, dort kumt der ritter her, in bringt ein schwan als man in wünschen solde.

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Lorengel schir zu lande kam mit seinem edlen schwan, der fürste lobesam. her Waldemar enpfing in tugentleiche. das folk neigt sich gen im mit schall. her Lorengel sprang aus dem schif und gruszt si all. der schwan verschwant vor in allen geleiche. der helt trat gen der herzogin (nu höret fremde wunder), mit im her Waldemar der helt. die herzogin trat für den fürsten auserwelt, si vil für in auf ire knie besunder.

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Lorengel sach si liplich an, er sprach ‘du edler Waldemar, heisz si aufstan. mit treuem dinst ich nimer von ir weiche. was si begert zwar das sol sein. ich hilf ir aus der not, wil es der schepfer mein, erlös ir lant und leut und dises reiche. dar umb hat mich got her gesant ir und dem land zu troste.’ her Waldemar trat zu ir dar, er hiesz si bald aufstan und nam ir eben war. er sprach ‘gnad, frau, ir werdet schir erloste.’

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Nu höret fürbasz abenteur. ir euglein clar, ir roter munt bran als ein feur, dar aus liesz si gar vil der süssen worte. dar mit gruszt si den Fitter fein, si sprach ‘mein trost, ir solt mir gotwilkumen sein. mein leit und unmut habt ir mir zustorte.’ dar mit pot si gar tugentlich dem gast ir weisse hende. in sein genad ergab sie sich. si sprach ‘ich gib euch lant und leut und dar zu mich, das sol euch dienen bis an euer ende.’

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Er sprach ‘got dank euch, juncfrau zart. durch got und euren willen leist ich dise fart und auch zu dinste allen werden frauen.’ . er sprach zu ir gar tugentleich or ‘schöne juncfrau, ich bin her kumen in dis reich euch und dem land zu trost, das solt ir schauen. die herzogin sprach ‘edler her, merkt eben was ich meine. ich han zwen treue dinestman, die heissen Waldemar und sein euch undertan. zu aller zeit si sein ganz frum und reine.

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Dar zu grafen und freien gut die ich noch han die halten euch, her, wol in hut, sie dienen euch und mir zu allen zeiten.’ zu Waldemar die fürstin sprach oo ‘nu für den helt mit dir und schaff im gut gemach, ir solt im dien an alles widerstreiten.’ er furt in in sein herberg trat, vil herren im nach drangen, im folget nach weib unde man. si furten in ein sal den edlen fürsten schan. vor im trumeten, pfeifen laut erclungen

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Dasz es weit in der stat erhal. die herren riten im zu hofe über al. her Lorengel ward schon von in enpfangen, von mangem schönen megetein und mangem ritter, dinten all der herzogein. der Waldemar sprach ‘her, habt kein verlangen.’ der fürst sein harnasch da ab zoch, den sie von im enpfingen. sunder die frauen auserkorn si sprachen ‘got sant uns den fürsten hochgeporn.' vernemet mich, so wil ich fürbasz singen.

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Die edel fürstin aus Prafant die legt an sich geschmeid und kosperlich gewant als ie ir fater pflag zu hohen festen. das was samat und rotes golt, gar wol gezirt als noch ein fürstin haben solt. die wat was wol geziret nach dem pesten. ein mantel, was von samat gut, bracht man dem ritter clare. in het ein keiser wol an tragn. dar aus laucht manger stein mit clarem golt beschlagn. das bracht im dar ein ritterliche schare.

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Ein schöne gürtel man her trug, beschlagen wol mit rotem gold und pernlein clug, dar zwischen manig edler stein so reiche. ein gukdin halspant man im bracht als einem fürsten zam, was kosperlich gemacht. das laucht von gold und stein gar wunnigleiche. ein peck mitgold man im für trug, mit pilden wol durchhauen. dar inn lag pernlein und rubein. das schankt si da dem gast die edel herzogein. im puten er die ritter und die frauen.

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Der fürst legt an das gut gewant. die herzogin iren hofmeister zu im sant. der viel zu fusz dem fürsten erentreiche, er sprach ‘nu merkt, her degen zart, die kleinet schenket euch mein frau von hoher art, ein herzogin in Prafant lebeleiche, die alzeit hoher eren pfligt. lat euch das nit verschmahen. si wil euch gern sein undertan, ir leib und gut, lant unde leut, was si mag han. durch si solt ir die reichen schenk enpfahen.'

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Da nu die schenk also geschach, “ er danket ser der landes frauen unde sprach ‘got sei der edlen keuschen maget lone, got halt in hut ir zucht und er.’ er sprach ‘durch der juncfrauen willen kam ich her, got zal euch dise schenk in seinem trone. ich wil, juncfrau, eur diner sein, mit schild und sper thurniren. und was eim ritter zimet wol das wil ich enden gern durch euch, wo ich nu sol. in kampfes ring wil ich noch iubeliren.’

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Da sprach die fürstin hochgeporn ‘mein fater het mir einen formunt auserkorn, der het sein treu schentlich an mir gebrochen und spricht mir zu, her, umb die e vor dem römischen keiser dort, das tut mir we. ich trau got wol, es werd an im gerochen. dar zu hat er genumen mir mein land und auch mein leute. dort vor dem keiser das geschach dasz man mir und dem grafen da ein urteil sprach dasz ich ein kempfer haben sol noch heute.

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Vernemet, edler her, mein clag. ein kempfer musz ich kan auf den morgigen tag. in weiten landen kund ich keinen finden pis euch got selbs hat her gesant. mein land und leut nemt, edier her, ganz in eur hant. des tut euch hie und mein auch underwinden und helft mir armen fürstin hie kompfen durch gotes willen. des pitt ich euch durch gotes er dasz ir mir helft aus not mit ritterlicher wer: so mügt ir mir den meinen kumer stillen.

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Hört, edler fürst, vernempt mich basz. der graf der brach sein treu an mir, ich trag im hasz. an meinem fater ist er treulos worden (das keinem frumen ritter zimt, dar umb es mangen edlen herren wunder nimt).. es stet nit wol dem ritterlichen orden wann ein gut helt sein treue bricht und helt sein treu nit stete. das claget von im weib und man, all die mir ie mit dinste waren undertan, die ganz gemein und mein getreue rete.

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Da Lorengel die clag vernam da tet es we dem edlen fürsten lobesam. ir clag erparmt in ser aus herzen grunde. er sprach ‘iuncfraulein hochgeporn, seid ir mich habt zu einem kempfer auserkorn ich hilf euch treulich hie in kurzer stunde. und het er aller risen sterk und auch Sampsones krefte, wil got mit hilf mir bei gestan, so sag ich euch, es musz im an sein leben gan, ich zwing den helt mit werder ritterschefte.’

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Dar mit der clage ward geschwign. die Waldemar dem fürsten züchtiglichen nign. dar nach hiesz man die tisch gar schon bereiten. si wurden wol bedeckt all gleich. das werde hofgesind was alles freuden reich. man trug da für (und wolt nit lenger beiten) manch kosper tuch gar wol gezirt mit gold und licht gesteine, dar an manch tir entworfen schon, dar auf gewürkt manch merwunder und wilder man: es was gemachet lauter unde reine.

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Dar auf sazt man wein unde prot und vil der kosperlichen speis als man gepot. das schuf der fürstin kellner alles dare, der fürst ward leides wol ergetzt. Di vil kleinet reich wurden auf die tafeln gesetzt, dar ein schenkt man den edlen wein so clare. die tisch die wurden wol gezirt mit prot und gutem weine. zwen jüngling het her Waldemar, die puten dem edlen fürsten das wasser dar und neigten schon dem stolzen ritter feine.

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Da sprach her Waldemar der alt “ir edler degen, nemet dises wasser balt, wir wollen hie ein andre kurzweil treiben.’ die herzogin pot in grosz er mit essen und mit trinken manchem ritter her, dar bei ein jeder helt mag frölich bleiben. Lorengel paret adelich und nam das wasser palde gar züchtiglich der ritter zart. her Waldemar sprach ‘sitzt, her fürst von hoher art; ich preis eur tugent die ist manigfalde.'

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Dar mit man für den fürsten trug vil edler speis und wein, des gab man im genug. zu tisch dint im manch stolzer ritter clare und manig schönes megetein. >} nit fer von im sasz auch zu tisch die herzogein und sach den held gar adelich geparen. wann si den werden helt an sach so freut sich ir gemüte, wapn er was iunk und wol gestalt. sein tugent, er unt manheit die was manigfalt, wann er pflag mit in allen ritters güte.

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Des gleichen auch die herzogein. ir roter munt der leuchtet als der licht rubein, recht sam ein ros durch süssen tau her gleisset in irer ersten blüt so rein. I, ir zenlein waren weisz und clar als helfenbein, das ir durch iren roten munt schon weisset. ir wenglein waren licht und clar, gar adelich geziret, dar aus ein schöne röte bran. si was auch milt und erentreich die wol getan, in aller tugent ir herz iubeliret.

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Nu höret meins gesanges schal. mit schönen frauen ward besetzt der weite sal, die alle mit dem edlen fürsten assen. da pflag man hübscher kurzweil vil mit süssem singen und mit mangem seitenspil zu lob und er all den die bei im sassen. trumeten, pfeifen mangerlei vor dem fürsten erclange „zu lob und er dem ritter clar, dem edlen Lorengel. da sprach her Waldemar ‘mein her, laszt euch die zeit nit wesen lange.’

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Das wert bis man zu hofe gasz. dar nach ward wol erfreuet alles das da was. die tisch die wurden da entplösset alle. da trug man bald das wasser dar und gosz es im auf seine hend dem fürsten clar. dar nach treib man vil kurzweil da mit schalle dort vor der edlen herzogin und vor den schönen frauen. Lorengel sprach ‘ach hilfreich got, verleih uns gnad dasz ich vollend das dein gepot und ste mir bei: ich tu dir wol getrauen.’

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Dar nach die mer gar weit erhal, dasz man es kundet fürsten, herren über al die allesant da hin gen hofe kamen. der küng aus Polant kam auch dar, Di mit im ein herzog reich mit einer grossen schar, der was aus dem land Purgunden mit namen. der römisch keiser kam da hin mit grossem hofgesinde, bracht mit im mangen stolzen helt, die sahen gern den fremden ritter auserwelt. zu disem kampf kam manger muter kinde.

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Fürbasz wil ich euch machen kunt wie auch dar kam graf Friderich von Dundramunt für die herschaft in ritterlicher wete. in eines grimmen leben mut kam er hin an des keisers hof der degen gut mit seinen dienern die er bei im hete. er furt mit im vil guter held, die stolzen ritter feine, die im all waren undertan. der keiser grusset in mit süssen worten schon, er sprach ‘got dank euch, edler herre meine.’

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Die küchen wurden wol beschlagn. die herschaft in der stat an manchem ende lagn. ir herberg was bestellet lobeleiche, wein, brot und speis in allen gar. dar mit ruft ider her seim hofgesinde Jar. trumeten und pusaumen clank was reiche. der keiser da den grafen lud dasz er mit im sul$ essen der maiestat zu wirdikeit. er sprach ‘gnediger her, das ist euch unverseit, ich tu es gern und han mich des vermessen.’

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Das wasser man den herren gosz. dar mit der keiser »a32 zu tisch uud sein genosz und auch graf Friderich mit seinem rate. der keiser satzt in neben sich, er sprach zu im ‘du edler graf, bescheid du mich wie stets umb dich und deinen widertate?’ er sprach ‘gnediger keiser her, ich kans euch nit gesagen. mich dunkt und hab also vernumen wie dasz die herzogin kein kempfer künn bekumen. das tut mir zorn und wil das immer clagen.'

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Dar bei sasz manger fürste gut. da dienet in zu tisch manch ritter hochgemut. man trug in für gar kosperliche speise, man schenkt in ein den claren wein. I man schickt ein poten für den keiser und die sein und zu graf Friderich dem ritter weise. der pot sagt wie der herzogin ein kempfer kumen were, für not ein auserwelter degn, des herz wer ganzer manheit vol und gar erwegn. die herren horten all gern dise mere.

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Da man zu hof die red vernam, da sprach der keiser zu dem grafen lobesam ‘sag, Friderich, wer ist der ritter feine? ist er von adel hochgeporn dasz in die herzogin zu kampf hat auserkorn ? was landes herren mag diser helt seine? aus welchem reich er kumen sei das wolt wir wissen gerne. da sprach der grafe tugenthaft ‘her keiser, ich weisz nicht von seiner ritterschaft, von wann er kumt aus fremden landen ferne.’

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Zu hof hub sich ein grosser schal. dar mit het man zu hof da gassen über al. die tisch die wurden allesant’enplösset, das wasser satzt man auf die tisch. oa das nam manch edler fürst, es was noch kalt und fisch dar nach ward das wasser bald hin geflösset. der graf sprach ‘edler keiser gut, den helt wil ich besehen. ist er ein Fitter auserwelt, zu nöten auserkorn (das selb mir wol gefelt) so sol im wird und er von mix geschehen.’

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Da sprach. der edel keiser her ja “ich sech den helt gar gern. nu sag uns von im mer, von welchem adel diser helt sei kumen.’ der graf sant hin gar schnell und trat zwelf pukel gut, sam ers kund finden in der stat, mit gutem wein dem gast zu er und frumen, wann er was milt und erentreich, sein gleich lebt nit auf erde. het er die ein sach nit getan . kein laster ich von im sust me vernumen han. sein treu brach er mit laster und geferde.

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Graf Friderich erzeigen wolt sein milt und gütikeit. manch ritter was im holt. er kam selbs zu her Lorengel gegangen, niit im kam manig stolzer helt. sein wein und schenk was also lobelich bestelt. von Waldemar ward er gar schon empfangen und auch die andern ritter all die mit dem grafen gingen. er dankt in allen tugentleich. nu höret wie von Dundramunt graf Fridereich den edlen gast er und die sein enpfingen.

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‘Seit mir gotwilkum, herre mein. nu saget mir, was landes herren ir mügt sein. das west ich gern ob es euch nit verdrüsse. dasz ich möcht euer wirdikeit enpieten zucht und er dar zu wer ich bereit.’ so sprach der graf zu im mit worten süsse. her Lorengel dankt tugentleich dem held an alls geferde, er sprach ‘got dank euch, ritter fein, und Maria, wollen all zeit eur pfleger sein.’ der graf sach gern sein adelich geperde.

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Also ir beider grusz erging da in graf Friderich gar lobelich enpfing. fürbasz hört von in hofeliche mere. die schenk man für den fürsten trug. oo die rufet aus ein edler ritter kün und clug. er sprach ‘ir hochgeporner fürst und herre, das schenket euch ein werder helt, ein her in disem lande, der ist graf Fridereich genant von Dundramunt, für not ein wunderkün weigant. nemt das für gut, des pitt wir euch all sande.’

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Lorengel dankt im tugentleich der schenk die im zu eren tet graf Fridereich. er tet im wider er und referenze. da schankt man in den claren wein. des grafen diener einer was ein ritter fein, er gund hoflich dem fürsten das credenzen. er pot dem fürsten dar den wein und neigt im züchtigleichen. her Lorengel trank und fing an. der ritter da enpfing das von dem fürsten schan und pots seim herren grafen Fridereichen.

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Man schankt den wein und den reinfal. das hofgesind trank alles in dem weiten sal. da was vil freud und wunn gar manigfalde. der wirtschaft pflag die herzogein. graf Friderich sprach zu dem gast ‘traut herre mein, habt guten mut dasz sein got selber walde und laszt euch sein die weil nit lank: uns kumt vil fremder geste. da wert ir hören abenteur was ider helt ie tet in stürmen ungeheur.’ iglicher sagt das pest das er dann weste.

239
240

Da sprach der alte Waldemar ‘nu hört, ir herren, nemet meiner rede war. ich hab getan vil mangen sturm so herte da ich gar manchen helm zubrach. ja, her, durch werder frauen willen das geschach. durch die so reit ich manig wilds geferte. recht als ein ritter billich sol hab ich gefürt mein leben. ich sucht die stürme manigfalt. ir edler fürst, so bin’ ich nu der jar zu alt dasz ich nit mer nach preis und er mag streben.

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Das pringt mir leit und schwere pein. . mir tut gar we das ungemach der herzogein dasz si manch zeit kein kempfer nie mocht finden wie weit si hilf sucht durch die lant, on pis euch got selber uns zu hilf hat her gesant. dasz ir euch, her, des kampfs solt underwinden des freu ich mich; der ewig got wol euch vor im behüte.’ der graf sach streng den ritter an, .in möüet die red die Waldemar da het getan :" dasz im da ganz verschwand sein mild und güte.

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244

Da sprach der graf aus grossem neit “ich han mein tag getan vil mangen herten streit dasz man mich lobt in allen landen weite. welcher sich wider ‚mich ie setzt der ward von meiner hant bis in den tod geletzt. wo ich mit helden noch ie kam zu streite (die ich allsant alein bezwang, erschlug si ritterleiche) kein helt mir nie gesiget an. ich wil in gern anschauen der mich tür bestan mit kampf hie für die herzogin so reiche.’

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Lorengel sprach der hochgeporn ‘graf Friderich, solt ich verdinen euren zorn so bin ich doch durch disen kampf her kumen zu hilf der edlen herzogein. ich sag euch wol dasz ich wil hie ir kempfer sein mit schild und sper. ir nemt sein keinen frumen. ich kempf mit euch als ich vor han vil mangen man bestanden. etlicher taucht sich kün als ir die all ir ende namen gar in streit von mir: das han ich wol bewert in mangen landen.’

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Da nu die red von in geschach her Waldemar im pret zwen held dort spilen sach, zwen junge ritter, waren lobeleiche. das pretspil er in beiden nam und trug es hin als einem weisen ritter zam und legt es für den grafen Fridereiche. der grafsprach ‘her, indisem pret woll wir hie kursweil treiben’ (der graf dar mit den fürsten ert): ‘welcher e dreu gewinn dem sei der sig beschert. so würt sein lop gebreist vom man und weiben.’

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Lorengel sprach ‘das tu ich gern, der dreier spil im pret wil ich auch wel gewern. nu spilen wir des kurzen, merkt mich eben.’ graf Fridrich sprach ‘her, das sol sein: welcher die minsten augen werf, traut herre mein, der sol die ersten gab gar pillich geben.’ und da der wurf von in geschach her Lorengel der reine gewan die spil all dreu zuhant. das tet graf Friderich in seinem herzen ant. der fürst sprach zu dem grafen da aleine

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‘Nu nemt der abenteur hie war. ich hab euch die dreu spil hie angewunnen gar mit meisterschaft.’ der graf begund sich rimpfen. dar mit die sonn barg iren schein. graf Friderich nam urlaup von dem ritter fein mit worten schnell. vergangen was sein schimpfen. dar mit so schied der helt hin dan der manchen preis bejaget, mit im sein ritter und sein knecht, kam an des keisers hof, sein sach die was nit schlecht. er was betrüpt und was doch unverzaget.

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Sein herz leid heimlich ungemach. der keiser in enpfing und zu dem grafen sprach ‘du edler graf, sag uns hie offenleiche wie dir gefalle diser helt und den die herzogin zu trost hat auserwelt. wie ist er von person der erentreiche? sag, wie der man hab ein gestalt durch all dein güt und tugent. der graf da zu dem keiser sprach ‘so ritterlichen helt ich vor nie mer gesach, doch taug er zu dem kampf nit wol vor jugent.

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Mir hat gelobt der ritter fein er woll der edlen herzoginne kempfer sein, mit schild und sper nach preise ringen. gar ritterlich stet sein geperd. her, ich gelaub dasz sein geleich nit leb auf erd.’ dar mit tet man da für die herren bringen vil edler speis, wein unde prot tet man zu tische tragen. dar nach vil manig kün weigant zu tisch da sassen mit dem keiser alle sant." nach tisch die herren irer rug da pflagen.

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Ir sollet mich vernemen basz. der edel Lorengel in hohen freuden sasz, er sach vor im vil eluger abenteure. grosz er det man dem fürsten gut mit edler speis und wein. der helt was wol gemut. sein hilf die kam dem ganzen land zu steure. her Waldemar sprach ‘edler her, nu last euch nit verlangen.’ da man das abentmal volbracht vil hübscher kurzweil man da vor dem fürsten macht. die herzogin kam selbs zu im gegangen.

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Si gruszt in tugentlich und schon ‘sagt uns, ir edler fürst, wann ir wolt schlafen gan, so sol man euch zu eurem pette weisen da ir wol seit an sorge gar. CD wann ir, her, wolt so nemt zu euch her Waldemar, der dint euch gern der alt frum ritter greisen. der sol euch, her, gar wol bewarn wann ir mügt nimer sitzen.’ er sprach ‘ir edle herzogin, gebt uns urlaup. an mein gemach stet mir mein sin.’ der fürst schied da von ir mit clugen witzen.

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Mit im ging da her Waldemar. er furt den fürsten in ein kemenaten dar die was gezirt mit gold und mit gesteine, dar in gemalt manch cluges pild o von glanzer farb, vil manges tirlein zam und wild. da stund ein pett von gold und seiden reine. die herzogin ging selbs mit im und furt in bei der hende zu einem pett, was wol gezirt, mit edlem samet schon verdeckt und gemosirt. die fürstin schied von im an missewende.

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Sie neigt dem held gar adeleich. auch neigt sich schon gen ir der edel fürst so reich. da lag der helt bis an den lichten morgen, pis dasz der lichte tag her brach. die kamrer kamen bald zu im in sein gemach, ritter und knecht Jinten im unverborgen. der edel fürst legt an sein kleit und trat hin in den sale da er fand inn die herzogein. si stund gen im bald auf, umbfing den ritter fein. er dankt ir schon der ritter von dem grale.

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Hört fürbasz dise abenteur. der edel fürst der het bei im zwen ritter teur die sant er schnell zu grafen Fridereichen dasz er zu im kem auf der fart. das tet der graf. da sprach zu im der keiser zart “ich pit dich, edler graf gar tugentleiche, ir sollet heut mit disem gast ein sper vor uns zubrechen durch mich und durch die herzogein. das reiten solt du mit im tun, mag es gesein. tut im das kunt was er dar zu woll sprechen.’

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Da sprach der graf von Dunramunt ‘ja, edler her, das tun ich gern, mach im das kunt. es ist mein will, ich tet nie ding so gerne. mag ich, ich trenn im seinen schilt mit einem sper umb dise herzogin so milt. wer er als kün als Diterich von Perne, iedoch wil ich den helt bestan mit ritterlichem reiten. dar nach in einer kurzen wal beste ich in mit kampf, wer seiner vir zu mal. er musz mit mir hie kempfen und auch streiten.

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Und wer er noch so hochgeporn ich schlag in tot, sein iunger leip der ist verlorn, ich kempf mit im nach ritters art und rechte. so würt vollendet diser streit.’ der keiser sprach ‘ja, edler graf, es dunkt mich zeit. nu schick zu im die ritter und die knechte.’ der graf der sant im bald und schnell zwen edel ritter here. die potschaft pald geendet wart. die ritter kamen beide zu dem fürsten zart. her Waldemar der det in wird und ere.

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Sie traten für die herzogein. die edel magt enpfing gar schon die ritter fein. sie neigten ir und irem hofgesinde. si kamen für Lorengel dar. der ein der sprach ‘fürst, edler her, nu nemet war was euch enpeut graf Fridrich der geschwinde. der hat uns her zu euch gesant und lest euch dar bei grüssen. er spricht durch aller frauen er woll er mit euch zuprechen, edler her, ein sper seid frauen manchem man sein kumer püssen.

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Dar nach wil er in kurzer frist mit euch kempfen als mit recht geurteilet ist. dar zu solt ir euch, edler her, bereiten.’ her Lorengel sprach tugentleich ‘des sol er sein gewert. und gult es alle reich, ich hilf der herzogin und wil nit beiten. dar umb so bin ich kumen her das solt ir im pald sagen. ’ die ritter urlaup namen trat und sagten das dem grafen an der selben stat dasz er es ritterlich mit im wolt wagen.

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Also die potschaft nam ein ent. die edel herzogin nach einem prister sent dasz er ir solt ein ampt loblichen singen zu lob und er der trinitat. mit irem hofgesind si da zu kirchen trat. si sprach ‘mein got, lasz uns nit misselingen.’ her Lorengel der kam auch dar mit mangem ritter werden. si paten got all zu der stunt ‘ewiger got, tu uns dein gnad und hilfe kunt, erzeig uns dein barmherzikeit auf erden.’

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Das ampt sang man gar lobeleich. her Lorengel ruft an got selbs in seinem reich, des gleichen auch die edel herzoginne. die ruft got und sein muter an dasz er ir und dem held mit hilf wolt bei gestan. “hilf mir aus not, himlische keiserinne, erwirb uns, reine magt, den sig, hilf der gerechtikeite, ich pitt dich, reine maget her. hilf, süsser Jesu Crist, durch deiner marter er der an dem kreuz erlost die cristenheite.’

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Vil manig ampt man sang und las. dar bei manch edler fürst in gotes dinst da was. keiser und küng die all dar waren kumen si dinten got mit ganzem fleisz und sagten got in seinem thron er, lob und preis. manch andechtiges pet ward da vernumen. da nu das ampt was garevolbracht da gab man in den gegen. si trunken sant Johannes minn. dar nach ging idermann zu seiner herberg hin. her Lorengel liesz da nit underwegen,

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Er kam mit einer grossen schar gen hof. mit im so ging die herzogin so klar. grosz lop und preis der fürstin ward verjehen, der kellner schuf was si gepot, was zu dem tische höret, wein und auch das prot. ir gleich in miltikeit ward nie gesehen. die tisch waren gespeiset wol da die herschaft solt sitzen, als es die fürstin haben wolt. si speiset iunk und alt und gab auch reichen solt. ir hof was wol bestellt mit clugen witzen.

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Dar nach als man zu hofe gasz, man pot den herren wasser dar die weil man sasz. dar mit die tisch all wurden abgedecket. her Waldemar sprach ‘edler her, I euch pitt mit fleisz mein frau die herzogin so ser dasz ir wolt sein frölich und unerschrecket.’ her Lorengel sprach ‘das sol sein, ich freu mich diser mere, ich hilf aus not der herzogein, für si wil ich kempfen, solt es mein ende sein. mein manheit ich mit gotes hilf bewere.

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Nu reichet mir mein prünne her und meinen guten helm, mein schilt und auch mein sper und ein gut ros, ich wil den grafen strafen. auch tragt mir her mein sturmgewant DL; und wapnet mich” — so sprach der wunderkün weigant — “und bringet mir gar bald mein gutes wafen.’ der helt verwapnet sich zuhant in seinem harnasch feste. die fürstin im auf den helm pant ein guldein heftlein, dar aus laucht ein licht jachant der auf seim helm gar wunniglich hergleste.

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Die landes frau selbs wapnet in. der edel Waldemar ging in den marstal hin, er sprach ‘marsteller, merk mich, traut geselle, bereit uns hie dem edlen gast das peste ros das du in disem marstal hast, ein starkes ros das laufen müg gar schnelle. rüst das als zu dem kampf gehört und solt das wol verdecken.’ das ros ward pald gesatelt schon, der fürst was wol bereit und was verwapnet schon, kam auf den plan mit mangem guten recken.

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Die schrank die waren wol bestalt. das schuf der rat und auch der herzogiu gewalt. dar ein sprengt pald der graf mit reicher were. die mer man da zu hof vernam, wie in dem schrank dort hielt der graf so lobesam. bei im hielt manig stolzer ritter here. der römisch keiser kam auch dar, mit im ein künig reiche aus Polant und manch fürst so wert. man sach auch in dem schrank vil manig stolzes pfert. das kam für den Lorengel schnelligleiche.

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Wie es nu ging merkt hie fürbasz. ein weiter plan lag da der wol bestellet was. die schrank die wurden all gar wol besetzet, dar auf sasz guter wepner vil mit harnasch und mit wer als hört zu solchem spil. die warten dasz da niemant würd geletzet da von den rossen über al und von dem hofgesinde. die stat het man auch wol in hut, dar inn die purger hetten mangen wepner gut. vernempt fürbasz von disem kampf geschwinde.

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Her Lorengel was auch bereit. die herzogin wunst im gelück und selikeit. man bracht im ein gut ros, lief schnelligleiche. der helt pald in den satel sprank. das ros mocht in nit tragen, was im vil zu krank. doch sasz dar auf der edel fürst so reiche. da was vil ritter unde knecht die mit dem herren riten. vor im trumeten vil erklang. bei im reit Waldemar den grosse sorge zwang. das ros was im zu schwach zu kampfes siten.

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Vor im so reit ein iunger helt der furt im vor das sper dem ritter auserwelt. sie riten durch die stat mit grossem schalle. die schrank pald wurden aufgetan, die edlen fürsten wurden all dar ein gelan. trumeten und pusaumen laut erhalle. da sach man manig stolzes pfert laufen nach lob und preise. das ros Lorengels was zu schwach, es trug in kaum. manch guter ritter das wol sach. da sprach zu im ein edler ritter weise,

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— Das was der alt her Waldemar — er sprach ‘das ros ist euch zu schwach red ich fürwar.’ des antwurt im her Lorengel gar palde “nu bringt mir her in kurzer frist ein ros das mich getragen müg und pesser ist. das ros taug nit dar auf ich vor euch halde.’ die red kom pald dem keiser für der het ein ros, was stolze. kein pessers kund man finden ie. des grafen ros doch pesser was, das merket hie. - das lief so schnell als von der sen der polze.

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Des keisers ros im gleichet nicht. da man es bracht dem Lorengel was es entwicht, was im zu schwach und mocht in nit getragen. das wundert manchen werden man. graf Friderich wolt auch kein ander ros nit han dann sein gut pfert. das gund Lorengel clagen. dar umb die edel herzogin betrübet wart von herzen, si rufet an den reichen got, si sprach ‘Maria, reine meit, hilf mir aus not, erlös mich heut von jamer und von schmerzen.’

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Getröst ward da die herzogein von got. der sant Lorengel da den folen sein. der lief von einem perg her ab geschwinde. da sprach Lorengel offenbar ‘dort kumt mein ros, secht wunder, edler Waldemar.’ ‘zieht mir das her’ sprach er mit worten linde. her Waldemar eilt pald da hin da er dem ros gund nahen. das ros das was verdecket wol, gesatelt schon als es ein kempfer reiten sol. das ros stund still und liesz sich gerne fahen.

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All welt des grosse wunder nam, die herren all. dasz da das ros aleine kam das wundert manig mensch da also sere. her Waldemar der kam zuhant und zoch das ros dort her dem wunderkün weigant. dar auf sasz schnell der edel fürst so here. nu höret fürbasz abenteur als ich euch hie bedeute. grosz folk kam zu dem kampfe dar dort auf den plan und in die heuser, nemet war. an allen orten was es foller leute.

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Grosz wunder da das folk vernam. jeder man fragen gund von wann das rog her kam. niemant kund wissen wer es bracht da here. niemant west umb die rechten mer dan Lorengel alein. dem bracht man schilt und sper. er sprach ‘mein ritterschaft ich heut bewere.' die sper die masz man da zuhant, die waren scharpf und herte. von Dundramunt graf Friderich der reit die ban fast auf und ab, bewaret sich. man raumt den plan, sich hub ein schwinds geferte.

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Si ritten auf einander dar, si neigten ire sper. des nami manch ritter war. ir keiner wolt dem andern da nit weichen, si waren grimmiglich gemut. o ir beider ros di waren schnell und dar zu gut. der graf mocht dem Lorengel nit geleichen. der fürst stach da den grafen ab, 1raf in als er sein gerte dasz er must fallen auf den plan. er lag gestrecket vor dem wunderkünen man. des grafen schand und laster sich da merte.

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Da ward erfreut die herzogein. das sach der keiser wol und manig ritter fein wie da der graf so schentlich was gefallen. das was im vor nie mer geschehn. vil manig schöne frau den fal auch het gesehn dasz der graf siglos was. sich hub ein schallen. der graf sprang wider auf zuhant in zorniglichem grimme. sein schilt fast bald der kün weigant, ging in die schrank da er den seinen kempfer fant und ruft in an mit kreftiglicher stimme

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‘Helt, euch sol widersaget sein. seid ir mit mir wolt kempfen für die herzogein des wart ich hie und ste in kampfes ringe. ich forder euch, ir werder man. für disen fal müszt ir mir euer leben lan, dar zu ich euch mit meiner hant bezwinge.’ das horten frauen unde man, die herschaft algemeine. da sprach der alte Waldemar ‘vil edler fürst, hebt euch hin an den grafen dar.’ ‘das tu ich gern’ sprach Lorengel der reine.

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Der helt von seinem ros ab trat. die edel herzogin got treulich für in pat. er trat hin in den kreisz gar ritterleichen. den schilt zuckt für sich der weigant, er fragt den gsafen bald und sprach ‘sag mir zuhant, helt, wil dein zorn noch hie nit von dir weichen ?’ der graf wolt da dem fürsten gut kein red noch antwort geben. her Lorengel fast bald sein sper, des gleich tet auch der graf. in was zu kampfe ger. der graf sprach ‘her, merkt meine wort gar eben:

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Ich sag euch, wunderküner man, wolt ir mit kampf der herzogin euch nemen an mit meinem schwert schlag ich euch tiefe wunden. dar umb sei euch hie widerseit.’ a Lorengel sprach ‘das tun ich gern, ich bin bereit.’ der graf schosz mit seim sper auf in zu stunden, schosz nach dem held in grimmikeit. der helt gund im entwenken mit einem ritterlichen trit. Lorengel zuckt sein sper und saumt sich lenger nit, er schosz es auf den grafen in den plenken

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Dem grafen durch sein guten schilt dasz es gar laut erhal da auf dem grafen milt. dar nach die held beid zu den schwerten grifen. si fachten beide ritterlich. " her Lorengel den grafen da treib hinder sich. sein schwert was gut und was gar scharf geschlifen. der graf schlug auf den fürsten dar, des weret sich der degen. in seinen schilt die schleg er fing. vil mangen harten schlag der helt von im enpfing dasz er sich schir des leibes het verwegen.

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Der fürst bewert sein ritterschaft. er schluog auf den grafen mit starker heldes kraft. die schleg hort man gar weit in allen enden, man hort es in der ganzen stat. her Lorengel den grafen macht mit schlegen mat, die gotes kraft half im sein kumer wenden. er schlug den grafen helenthaft oft nider zu der erden. auf sprang der graf mit grossem neit, er fast sein schwert. erst hub sich gar ein grosser streit. si hetten beid vil ritterlich geperden.

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Der keiser sprach ‘bei unser kron, in diser not so weich noch nie der küne man, von keinem schlag sach ich den helt nie wenken. - er ficht gar wol und ritterleich. fürwar sigt er wol an dem grafen Fridereich. nach ritterlicher kunst kan er sich lenken. der graf mag im nit lang vor stan vor seinen schlegen schwere. sein swert fast bald der kün weigant, er schlug dem grafen wunden tief durch helmes pant. das rote blut flosz von dem grafen sere.

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Manch wund im der Lorengel schriet durch prün und helm als im sein werde manheit riet. des grafen plut gund im sein harnasch röten. der graf der was erzürnet gar und schlug mit grossem zorn hin auf den fürsten dar. das half in nit, er stunt in grossen nöten. es half in nit wie kün er was, sein man het er da funden. den Lorengel versert er nie als klein als umb ein har, das müet den grafen ie. er was versert mit inancher tifen wunden.

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Lorengel auf den grafen schlug dasz er da vor im lag. des lacht der ritter clug. der graf sprach ‘edler her, nemt mich gefangen und gnadet an dem leben mir. den sig habt ir gewunnen nacli der fürstin gir.' “nein,’ sprach der fürst, ‘es ist umb dich ergangen.’ der graf sprach ‘her, durch all eur er nu lasset mich genesen.' Lorengel sprach ‘es mag nit sein, du hast dein treu gebrochen an der herzogein, dar um must du des todes eigen wesen.’

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Der graf sprach ‘edler ritter fein, durch got und alle weip frist mir das leben mein, durch die fürsten und aller ritter ere.' der helt gund wol bedenken sich, er sprach ‘hast du gepeicht das lasz, helt, wissen mich.’ der graf sprach ‘nein, ir junger ritter here.’ Lorengel sprach ‘hast ware reu und wilt dein sünd erclagen ?® er sprach ‘ja, her’ und ruft got an “ich peichtet gern mein sünd, möcht ich ein prister han.’ der fürst lisz bald nach einem prister fragen.

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Man bracht im einen prister dar. dem grafen zoch man ab sein lichten harnasch clar. er det ein ganze peicht vor dem folk allen. dar nach Lorengel pald hin sant nach dem henker dasz man in da zuhant köpfet. er must sterben, den tot het er verfallen. ‘dar umb dasz er brach seinen eit und auch sein ritlers treue, ward treulos an der herzogein und an dem land, das gilt im heut das leben sein, er musz sterben.’ der fürstin freud ward neue.

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Ein man sein er bewaren sol, das stet dem adel und der ritterschefte wol. der nachrichter kam zu den herren beden. da aus der stat schickt man in dar. und da der graf sein beicht getet da nam sein war der züchtiger, gund mit Lorengel reden. er sprach ‘schlag im das haubet ab, dem gib gar pald ein ende.’ der richter sprach ‘her, das sol sein,’ da er sein peicht getet, nam im das leben sein. secht, also starb der edel graf ellende.

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Also der graf ein ende nam. der keiser sprach ‘dank hab der fürst so lobesam, sein werde ritterschaft ich imer breise.’ si traten von den rossen gar. der keiser, künig, ander fürsten gingen dar, enpfingen schon den jungen ritter weise. her Lorengel in danket schon mit hofelichen worten. her Waldemar der kam zuhbant, dem edlen fürsten er sein lichten helm ab pant. da tet man auf die schrank an allen orten.

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Sein ros bracht man im mit gewalt. das tet her Waldemar der treue ritter alt. dar auf sasz bald Lorengel der vil here. . nu solt ir hören hie fürbasz. die herzogin auch von dem kampf heim kumen was, die sach wol wis im kampf ergangen were. sie legt an sich das rote golt und ir iuncfrauen alle. Lorengel aus dem schrank da reit da hin gen hof. man gab dem held gar gut geleit. keiser und küng reit alls mit im in schalle.

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Sie kamen all gen hof da hin dein held zu dinst. her Lorengel der danket in. wie es da nam ein end wil ich euch sagen. die edlen herren alle gar die schieden hin iglicher in sein herberg dar hin in die stat wo si zu herberg lagen. nu höret wie die herzogin Lorengel schon enplinge den iren kempfer lobeleich. si sprach ‘der euren er pfleg got von himelreich, der halt in hut euch, stolzer jungelinge.’

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Er danket ser der fürstin zart. im dint ritter und knecht, er was von hoher art. loblich gewant tet man dem held her tragen. der fürst entwapnet sich zuhant und legt an sich das aller kosperlichst gewant. den grafen horet man gar lützel clagen, da in der stat und auf dem land het inan sein bald vergessen, die herzogin in freuden was und auch ir hofgesind seins unmuts gar vergasz. des fürsten lob ward da vil hoch gemessen.

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Es wurden poten ausgesant zu fürsten und zu herren weit in fremde lant. ein grossen hof liesz man gar weil ausschreien, vir wochen gar an underlasz da man pflag ritterschaft. das pest man trank und asz. dar kam vil fürsten, grafen, ritter, freien, die kamen zu bejagen da grosz lop, preis und auch ere, zu diser hochzeit lobeleich. gar milter gab pflag da die herzogin so reich. vernemet fürbasz hofeliche mere

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Als ich euch künd in meim gesang. - in Prafant ward volbracht ein loblicher kirchgang. Jar bei was manig edler fürst so here. ein selge e ward da gemacht. ein hochwirdiger pischof dise e volbracht. : er gab si zamen beid in gotes ere. si dinten beide got mit fleisz und seiner muter werden. erst ward ir beider freude ganz. sich hub stechen, thurniren und manch schöner tanz. der helt dint got die weil er lebt auf erden.

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Da hub sich freud und kurzweil vil. man hort trumeten, pfeifen und manch seitenspil dasz es so schon erhal an mangen enden. man gab in allen speis genug, o essen und trinken jeder man nach seinem fug. als ungemach gund man dem fürsten wenden. auch tet man er der ganzen stat, den armen und den reichen. da hub man mange kurzweil an mit stechen und thurniren. manig werder man vil manig sper brachen da ritterleichen.

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Das weret wol vir wochen gar der selbig hof als uns befint die schrift fürwar da manig man pflag freude und kurzweile. also die hochzeit ende nam. dar nach iglicher man wider zu land heim kam. si namen urlaup alle fro und geile, si schieden von dem fürsten gut und von der frauen clare. die dankten beide in mit fleisz. die edlen gest sagten ere, lob und preis, sie zugen hin als dises liet hellt zware.

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Iglicher zoch heim in sein lant. hört mich nu fürbass. Lorengel der kün weigant nam ein das aller peste herzogthume. das lant regirt er loblich gar mit weisem sinne. er beschirmet manig jar sein lant, er wuchs an eren und an rume. die lant versach er also wol des lopten in die frauen. er straft die ungerechtikeit als einem frumen fürsten zimpt. weit unde preit so mochten si wol seiner macht getrauen.

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Ir fürsten gut nu merket ebn. hie mit so wolte ich euch allen beispil gebn. hüet euch dasz ir nit brechet eure eide als diser graf von Dundramunt. dem wart durch sein untreu ein schentlichs ende kunt als die histori euch hat wol bescheiden. eur grosse macht nimt bald ein end dar an solt ir gedenken. got störet, pauet und zubricht. darumb rüempt euch eur macht und eures gutes nicht so gent eur weg zu got, woll euch gnad schenken.

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Lorengel, in: Zeitschrift für deutsches Alterthum. Fünfzehnter Band (Neue Folge, Dritter Band), S. 181–226 (PDF-Seiten 190–235), 1872

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Lorengel, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/heldenepik-lorengel/textzeugen/heldenepik-lorengel-zeitschriftfrde13unkngoog-original-gmh-1