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Badisches Sagen-Buch II

Junker Marten und der wilde Jäger

1 Min. Lesezeit· Unbekannt, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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Vor dem Dorfe Singen geht die Schloßbrücke über die Pfinz auf die Wiesen; sie heißt so, weil dort im Thale das Schloß des Junkers Marten stand. Wo der Weg links hinein nach Königsbach geht, da war einst eine Gnadenkapelle zu unserer lieben Frauen zur Aich, die aber jetzt abgerissen ist. In dieser Kirche lag der Grabstein des Junkers Marten, worauf er in Lebensgröße ausgehauen ist. Diesen Stein ließ der Schulz von Wilferdingen in sein Dorf führen, als die Kapelle abgebrochen wurde. So wie Jener auf dem Steine steht, so erscheint er den Leuten Nachts im Bahnwald bei Singen mit Hunden auf der Jagd und macht einen großen Lärmen. Er hat Manchen schon erschreckt, und einen Mann, der ihn beleidigte, in die Pfinz geworfen.

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Quelle zitieren

Junker Marten und der wilde Jäger, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 191, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Junker Marten und der wilde Jäger, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/junker-marten-und-der-wilde-jaeger/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-191-junker-marten-und-der-wilde-jaeger