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Badisches Sagen-Buch II

Der Hexenthurm in Weinheim

1 Min. Lesezeit· Zimmermann, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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Dieser Thurm, den der Grundelbach von dem Schloßberge trennt, steht ganz nahe bei dem Müllheimer Thorthurme. In jener umwölkten Zeit, wo so mancher Unschuldige, als der Zauberei verdächtigt, gefoltert und dem Scheiterhaufen übergeben wurde, hat man auch diejenigen Personen Weinheims und der Umgegend, welche der Hexerei beschuldigt wurden, in diesen Thurm gesperrt. Da jedoch damals der Glaube herrschte, daß solche Teufelsgenossen ihre Zaubermacht augenblicklich wieder bekämen, sobald sie mit bloßer Haut die Erde berührten, so hat man sie auf luftigen Bahren und Stiegen in das obere Verhörzimmer des Müllheimer Thorthurmes gebracht.

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Quelle zitieren

Der Hexenthurm in Weinheim, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 248, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Der Hexenthurm in Weinheim, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/der-hexenthurm-in-weinheim/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-248-der-hexenthurm-in-weinheim