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Badisches Sagen-Buch II

Der Hirsch zu Wertheim

1 Min. Lesezeit· Bernhard Baader, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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Im vorigen Jahrhundert geschah es, daß sich ein Hirsch zum alten Bergschloß in Wertheim verirrte. Fürst Karl Thomas ersah ihn aus seiner Hofhaltung im Thale, und streckte ihn, als er eben über einen Rebstock sprang, durch einen Schuß aus dem obersten Stockwerk zu Boden. Wegen dieses gelungenen Schusses gab der Fürst seiner Dienerschaft ein Fest, wobei der Hirsch verzehrt wurde; auch ließ er auf dem Platze, wo derselbe gefallen, das Standbild eines Hirsches, der über einen traubenvollen Weinstock setzt, errichten. Dieses steht noch heute; der Graben heißt davon der Hirschgraben und dessen Thor das Hirschthor.

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Quelle zitieren

Der Hirsch zu Wertheim, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 349, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Der Hirsch zu Wertheim, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/der-hirsch-zu-wertheim/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-349-der-hirsch-zu-wertheim