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Badisches Sagen-Buch II

Der Reitersprung

1 Min. Lesezeit· Unbekannt, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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Unweit des Klosters Allerheiligen rauscht die Lierbach in einem schauerlichen Abgrunde über gewaltige Felsen und Steinblöcke. Den Neugierigen, der an den Rand der Klippen tritt und in die jähe Tiefe hinabschaut, faßt plötzlicher Schwindel. Ein einziger Fehltritt – und unvermeidlicher Tod wäre das Loos. Bis hierher verfolgten im dreißigjährigen Kriege einige Oesterreichische Reiter einen Schwedischen. Da der tapfere Flüchtling hier keinen Ausweg mehr sah und eher Alles versuchen wollte, als sich gefangen geben, trieb er rasch sein Pferd zu einem gewaltigen Sprung über den breiten, grausigen Abgrund. Allein dem bereits erschöpften Thiere fehlte die nöthige Kraft; es sprang zu kurz, und Roß und Reiter zerschellten an den Klippen der Tiefe.

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Quelle zitieren

Der Reitersprung, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 24, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Der Reitersprung, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/der-reitersprung/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-024-der-reitersprung