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SIMON GRUNAU’S PREUSSISCHE CHRONIK. Im Auftrage des Vereins für die Geschichte der Provinz Preussen herausgegeben von Dr. M. Perlbach. Band I. Tractat I— XIV. “ LEIPZIG, VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT. 1876.
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Die PREUSSISCHEN GESCHICHTSCHREIBER des XVI. UND XVII. JAHRHUNDERTS. Herausgegeben von dem Verein für die Geschichte der Provinz Preussen. Band I. Simon Grunau’s preussische Chronik herausgegeben von Dr. M. Perlbach. Band I. LEIPZIG, VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT. 1876.
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Inhalts-Verzeichniss, Einleitung. 8. 1—%. 81. Eine vorrhede der vorklaerung und der ent- schuldigung 'in dis buch. 8.1. — 82.8.2. — $ 3. Bezeigung des sohreibers dieser kegenwertigen eronicken. 8. 4. — 84.8.5. — 85. 8,7. — 5 6. Summarium. 8. 9. — $ 7. Eine sunderliche frage und wufllösung umb guttis gewissens willen vieler menschyn. 8. 11, — & 8, Ein vorklerung dieser bewegunge. 8. 16. — 9 9 Ein einrede. 8.%. — $ 10. Scohlissung der rede. 8. 4. — $ 11. Namen der fürstenthümb im lande zu Preussen in der weise, wie es otwan die brüder Deutsches hauses hatten. 8. 26. Traetat E. Von der gelegenheit und egenschafft des landes zu Preussen und mit welchem foloke und lande is grentzett noch hewte im er umb und umb. 8. 81-54. Cap. I. $ 1. Von gelegenheit des landes von Preussen. 8. 3. — $ 2. Von den grentzen. 8. 81. — $ 8. Vonn der lufft in Preussen und irer influentia, 8. 82. — $ 4. Vonn der euserlichen gestält der menschen in Preussen. 8. 88. — $ 5. Vonn guttem getrencke. 3. 88. — Cap. II. & 1. Von der brette und lenge des landes. 8. 34 — $ 2. Von wassernn, 8. 385. — $ 8. Von den namen der fürstenthümern, ihrer stette und slosser und scheidungk. 8. 86 — Sudovia, Nadrowia, Scalawonis, 8. 36. — Barthonis. 8, 87, — Galindis, Warmia. 8. 38. — Nathangia. 8. 39, — Sambia, Pogezamia. S. 40. — Pomezania. 8. 41. — Culmins 8, 42. — Micholowia, Pomerellie. 8. 44. — Cap. Hl. 8 1. Von namen und geslechte der fischen in Preussen. 8.45. — 82. Von den welden. B, 46. — Cap. IV. $ 1. Von was kanffmanschafft und handell sich die Preussen irneren, 8. 47. — $ 2. Von den ertzen, die man im Preussenlande findet und nütz. 8.48, — 8 3. Wirde der müntze. 8.48. — $ 4 Vonn dem bornstein und seinem ursprungk. 8. 49. — Cap. V. $ 1 Vonn dem gebrauch des bornateines. 8, 60, — $ 2. Vonn der ertzenei vom bornstein gemacht. 8.51. — $ 3. Vonn der peude einnemen am strande, 8. 62. — $ 4. Wie man zum irstenn fanndt den birnstein und in nantten carade und wie er gleich gold geacht wart. 8, 58. Be Traetat TI. Wie Prensserlanndt ist gefundenn wurdenn aus vorwissenn etlicher menner, die do wulten wissen, ob auch in septima colimate loite wo- netenn, und man fant das lant itzunt Preussenn, do aber is hett keinenn besundernn namenn, und is mit der zeit# ein konigreich wardt, und von seiner geistligkeit, 8. 65-86. “Cap. $ 1. Von bottschafften lande umb kunst zu wissen, und wie *
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Inhalts-Verzeichniss. mann sie suchte und fandt. 8. 65. — 8& 2. Wie Dywonysz irzelt, was er hab erfaren und gesehenn in seiner wandrung von seinen landen. 8. 56. — $ 8. Antwort auff eronicke Enee Silvii und Erasmi Sterne, Preussen anlangende, S. 58. — Cap. Il. $ 1. Von dem folck Gothi, wie sie musten Lombardiam reimenn. Acta domini 500. 8. 59. — 8 2. Acta anno domini 514. Wie die Gotthi in Cimbriam qwomen und das folck in Ulmiganesm vor in flihen muste. 8.69 — $ 3. Acta anno domini 521. Wie Ulmigants ein konigkreich wirds mul ein andern namenn hette. 8. 62. — Cap. Hl. 8 1. Acta anno 523. Von der Brutenischen satzunge, von ihrer götthe und ee, wie sie undereinander leben sollen in friede, 8. 63. — 8 2. Vonn gewonheit, trunckenheit und zwei- tzacht undir enander. 8. 65. — 83. Acks anni 550. Wie man ein okeitk hette zuitt den Masones umb den zins, 8. 6%. — Cap, IV. $ 1. Acta anni 579. Wie man Hrattenism teilte in 12 furstenthumb, die fursten woren Witouder kinder. 8. 68, — Cap. V. & 1. Von dem feltbanair und wopin des konigs Witowadi, 8, 77, — $ 2, Vonn der gelegenheit der eichenn, ion welchin do worenn die götthe. 8. 78, -— 8.3. Acta aung 50. Wie Widowuto nnd Bruteno der kirwsito sich aelbir appherten iren götthin zu löbe. S. 78, — $ 4. Actaanni 1113, Wy dy Masau mit Poleun ein landt wardt, nnd sie bestritten Preussonn. 9. 80, — $ 5. Wie sich die Masurenn und die Proussen zugleich suff Polen rüsten zum kriege. 8, J. %6. Wie man aber die Preussen uberzogk und sie gehorsam machtenn den Polenn. 8. 82. — Cap. Vi. $ 1. Wie man durch weiga der predigung vormeiute die Preussen zu zemen. S. 83. — 8 2, Wig die Preussen slugenn und wurdenn wieder geslogen. 8. 84. — $ 3. Von einer schem- lichena vorreterey der Preusgen auf die Polenn zu tottir, 8. 86. . Traetmnt III, Vonn dem irtumb, vona dem ungloben, von den abgottin, von namen dis landis, derer die etwan is lande nu Preussen gengnt ge- wonet haben, und was sie umb ihrer götte willen gethon haben, 8. 97—108. Cap. 81, Wie der konigk Widowuto die seinenn anrette und sie zu enigkeit vormantenn. 8. 87. — $ 2. Vonn weise der wonungk und namgebungk des stellen gie. 8. 88. — 5 8. Von ihrem irtumb und _ seltzam wan noch heutt in tagk, 8. 89, — Cap. ii 5 1 Was iss asy, und man spricht, die Preussen waidlen. 8. 90. — 8 3. Von underscheit der aprochen in Prousrenarlande 8 92, — $ 3. Vonn ampte der dorffwaidler und waidelinnenn, S, 94. — Cap. Il. Vonn dem namen der Preuschen abgättir vor der zeit der bekehrungk, 8. 94. — Cap. IV. 6 1. Vom ge- horsam und ehre des kirwaidenn und seiner irwelungk. 8. 96. — 8 2. Vonn dem grobenn, vornemen der von Brudenia, dex iren vor erbeit aber noch- . gelassen. 8, 97, - $ 3. Wie sich dis folgk mit den sterbenden und todten begraben hilten, 8. 98. — Cap. V. $ 1. Wie sie sunderliehe monirungk hetten in krieges rechten, 3. 99. — 8 2. Wie die Brudeny nix weing musten halten in ihren höfen. 8. 100, — $ 3. Wie man die Brudenier Bruten nente umb ihrer ussinnigkeit willen, 8. 101, — Cap. VL Wie die Bruteni adiz Brutten wurden ubirstritten. 8. 102, Traetat IV. Vonn der wutungk der Brudenen abir Bruten inn hlutvorgissungk, itzundt mit iren nogworn nmbs glaubens willen, itzundt wpder sich ausz
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Inhalte-Verzeichnise. kasiter ansinnigkmit Malben, und wie die Brudenen abir Bruten von den Polen bestritten wurden.. i 8. 104—121. Cap. I. % 1. Vonn einer gemeinen herfart der Brudenen abir Bruten auf die newer christen. 8. 104. — $ 2. Wie is werlich irkant wart, und die Braten woren menschin ane vornunfit. 8. 105. — $ 3. Was sie thettin nmbse namen willen, und man sie Braten hies, 8. 106. — Cap. Il. & 1. Urssach vielleicht and die Preussen mit den Polen zum jomer qwomen. 8. 108. — 8 2, Wie sanct Olbrecbt in Prenssen qwam und von seinen martiren und ende. 8. 109. — 5 3. Wie S. Olbrechtt ansz Preussen in Polen qwam noch seinen worten gelobeth. 8. 111. — Cap. Hi. $ 1. Wie die Polenn Pomeran und Preussenn vorterbten. S. 113. — $ 2. Wie sich die Pomesn unnd Preussen thettin rechin an den Pelen. S 113. — & 3, Wie die Polenn Pomern und Preussenn vorhertenn sich rechende an inn. 8 11d& — Gap. IV. $ 1. Acta sant anno domini millesimg ducentesimo. Wie ger verretterlichenn Bwantopolsus der furst von Pomerna kenn geinenn erbherrenn. 8. 116. — 8 2. Wie Lesakv aeines brudernn sonn in die Masau zum fursetenn satzte und im halff, 8. 117. — 8 3. Wy man eyn donacio machte, und Preussen moehte gewonnen werden, S. 118. — Cap. V. $ 1. Wie Swantopoleus geinen herren irstach umb Cssschuben willen, 8. 119, — $ 2. Wie Swantopole den Nackel einnam und sckickte sich auf Polen zou zcihen. 8. 119, — $& 3. Wy dy Preussen yren solt manten von Conredo dem fursten yn der Masau. 8. 120. Eractmt V. Vom ureprunge der brüder, die do creutze tragen an irem habit unter welchen seint die brüder Deutzsches hausses, von welchen dis buch ist geschriben. 8, 122-170. Cap. I. Von mancherley orden, dy an iren kleydern ader habit creutze tragen. S. 122. — Cap. Il. $ 1. Wie der Deutzsche orden entsprossen sey. 8, 126. — & 2. Wy sy gen Jherusalem qnomen bey des hauss sante Marie ad casım flii. 9. 128. — $ 3. Wy dy aspitler vorschrift erlangten, das sy ein orden möchten stiften 8.129. — Cap. Ill. $ 1. Wie der orden gesatzt wart und intitelirt wart. 8. 130. — $ 2. Der inhalt der bestatigung des Deutsschen oxdens oder hausses. 8, 181. — 8 3. Von eym rescript vom bebste uber dissen orden. 8. 132. — Cap. IV. $ 1. Wie ay prelaten und efGcialon satzten. 3.138, — 9 2. Exemplum von der liebe gottis yn dissem hosmeister Hoinrice. B. 134. — $ B. Von seiner ersten satzung im capitel. 8.134. — 64. Wy er eyn eruster man war gen die seinen. 8. 136. — Cap. V. $ 3. Von heiligen brudem; von eym, mit dem das bilde Christi zetie. 8. 186. — $ 2, Von der bekerunge eines ubermuttigen mannes, S. 186. — $ 3. Von oym sunderlichen zitter entzeunt yn liebe gottes. 8. 187. — Cap. Vi. $ 1. Vom dem orwelen des andern hoemeister, 8, 187. — 5 2. Exemplum von grosser gedult yn krangheyten zeu haben. S. 188. — 83, Von eym barmhertzigen bruder yn seyner zceit zcu Jherusalem, 8.139. — Cap. Vik 9 1. Vom erwelen des dritten homeisters und seym regiment. 8. 140. — $ 2. Wy disser man bekart wart wunderlich im gesichte. 8. 141, - $ 3. Von eym besessenen starcken manne ym orden. 8.141. — 84, Von messe hoeren ein sxemplum. 8. 142. — LCep. VII. $ 1. Vom erwelen des virden homeisters und seim regiment. 8, 142. — % 2. Von grosser barmhertzigkeit gottis exemplum, 8. 143, — $ 3. Von Li 2
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Inhaltse-Verzeichniss. eym teuffelischen tantzen. 8. 144. — Cap. IX. Wy der orden das haus tzu Ackers vorlos.. 8. 145. — Cap. X. $ 1. Wy der orden Deutsches hausses bey grosse gnade quam. 9, 146. — $ 2. Von dissem keyser und ‘seiner zweitracht mit dem bobste. 8. 146. — $ 8. Von der begnadung des ordens vom keiser und vom bobste, 8, 147. — Cap. Xl. 8 ti. Von eym neuen hosmeister und seym capittel. 8. 148. — $ 9. Wy der orden yn dy 26 iar tzweno general hette von disser seisma halben, 8. 148. — $ 3. Wy do lautet der prologus ader vorrede ym regel. 8. 150. .— $ 4. Wie disse regel in drey stuck geteilt wirt. 8. 152. — Cap. Xil. $ 1. Von dem ersten hauptstuck dises regels. 8.158. — & 2. Wy dy bruder mogen haben yn der gemein. 8. 1538, — $ 3. Wiewol dy bruder frey sein sollen, ay gleichwol zecht werden andern. 8. 154 — 5 4 In welchen heusern man hospitalia haben sal vor krancke leutt. 8. 154. — 8 5. Wy man dy krancken ent- pfangen sal yn spytal. 8. 154. — $ 6. Wy man der krancken warten sal ym spytal. 8. 155. — 8 7. Wy man bitter umbschicken sol almosz zcu nemen. 8. 155. — Cap. Xlll. $ 1. Das dritte hauptstucke ist vom dinste gottis. 8. 156. — $ 2. Wy offte sy sich berichten sollen. 8. 156. — % 3. Wie man beten sal vor dy lebende und toden. 8 157. — $ 4. Von der oleydung der bruder ym orden. 8. 157. — $ 5. Von dem bescheren der bruder ym orden. 8. 168. — $ 6. Von essen der bruder yn dissem orden. 8. 158, — $ 7. Von almos geben yın orden. 8. 159, — $ 8. Vom fasten der bruder. S. 160. — 8 9. Von der collacio der bruder. 8 160. — & 10. Vom silencio ader schweigen der bruder. 8. 160. — $ 11. Vom schlaffhausse der bruder. 8. 161. — $ 12. Von briffe senden und entpfangen. 8. 161. — $ 13. Vom nemen und geben der bruder, 8. 161. — $ 14. Von den schlossel und beschlissen 8. 162. — Cap. XIV. $ 1. Von den dingen, die do hören zcur ritterschaft. 8. 162. — $ 2. Von dem wiltjagen der itterbruder 8; 162. — 3 3. Von den krancken brudern. 8. 168. — 84. Von den alten bradern ym orden. 8, 168. — $ 5. Von bruderlicher lieb unter- einander. 8. 163. — $ 6: Vom vorsamlen der bruder yn einen rat 8. 164, — 8 7. Von dem auszeiehen der bruder, wy es ist. B. 164. — $& 8, Von dem vorsuchjar ym orden. 8. 166. — $ 9. Von knaben aufnemen. 8. 165. — 8 10. Von frauen auffnemen. 8. 1656. — $ 11. Von den halbbruder ym orden. 8. 166. — 8 12. Von den, dy dem orden dynen umb gottis ader umb solt willen. S. 166. — $13. Von der sorgfeldigkeit des generalmeisters ym orden. 8. 167. — 8 14 Von bruderliche warnunge ym orden. 8, 167. — 815. Von der straffung der brüder ym orden. 8. 167. — $ 16. Von bestendigkeit aller disser dinge. 9. 168, — $% 17. Dya seyn die statuta Deutzsches ordens. S. 168. Traetat VI. Wie der orden Deutzsches hansses das lant von Preussen hat erlanget, und wy herzeog Conradus aus der Masau es yn vorschreib und vortestament. 8. 171—198. Cap. I. 8 1. Von fursichtigkeit des farstens Conradi yn der Masau. 8. 171. — 8 2, Wie den schwertbrudern Dobirn wart gegeben. 8. 172. — "838. Wy Conradus der furst mit den seinen ein tagk hielt. 8. 172° — Cap. Il. $ 1. Rede und antwort der Masuren yn dissem handel. 8. 178. — $ 2 Wy is mit dissem rote beschlossen wart von den Masuren. 8. 174. — $ 8. Wie der furst vorwillete zcu den brudern mit underscheit. $,. 175. —
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Inhalts-Veerzeichniss. Cap. ii. $ 1. Von der annemung dyses ozueygens. 8.176. — $ 2. Wy man brüder zcum fürsten sante. S. 176. — $ 3. Wy dy bruder geschlagen wurden. 8. 177. — Cap. IV. $ 1. Wy Preussen vorgeben und vorschriben wart den bradern. 8. 179. — 8 2, Wy disse vorgebung bestat wart vom bebste Gregorio nono. 8. 180. — 8 3. Wy der Hermanus von der Saltza volck gen Preussen sante. 8. 181. — Cap. V. $ 1. Von eym neuen general und seiner ordenirung. 8, 182. — $ 2. Wy disser Conradus yn den orden quam in der busse. S. 188. — 3% 3. Von eym mörtlichen zcorne. S. 184. — &4. Von sunderlichen guttigkeit gen seine feinde dyses fursten. S. 185. — Gap. VI. $ 1, Von den ersten streitten der bruder ym lande auf die Preussen, S. 186. — $ 2. Exemplum vom gebet frommer leut auff erden. 8. 187%. — 83. Von eym loblichen gezceugnis uber dy bruder ym orden. 8. 188, — $ 4 Von oym besondern Romischen rechte yn zeum besten gewant. S 189. — Cap. Vil. $ 1. Von eym greslichen sterben und antwort eines kirwayden umb dys sterben. $, 190. — 8 2. Wy dy b. Jdissen miss- glauben wolten dempffen und quemen zcu eym ernst. 8. 191. — 8 3. Wy man den Deuteschen brudern vil namen gab umb ires ernstes willen. 8. 192. Traetnt VER. Wy der babst oyn creutzfart gab den Polen, und hern und fürsten 200gen umb gottis willen und gewonnen Preussen und nach vorschreybung befulen sy es den brüdern Deutzsches hausses, und babst Inpooeneius investiret sy dorauff. 8. 194—212, Cap. I. 6 1. Wy dy fursten aus Polen Preussen gewonnen. S, 194, — 62. Wy sich dy bruder nach dysem ym lande hilten, 8. 195. — % 3. Wy der orden Leifflant erlangete und sy den orden. S. 197. — Cap. I. & 1. Wy dy bruder wurden gefreyet von der teylung des landes. 8.198. — 52. Wie die donaoio bestat wart vom babst Innocencio IV, S. 199, — 83. Wie sy sohlosser und stete bauten im lande. 8. 19. — Cap. Il. 8 1. Vom andern lantmeister yn Preussen. 8. 201. — 8 2. Wy ey das sehlos Balga gewonnen und os starck baueten. 9. 202. — $ 8. Von den grausamen Tatern und ires..zankunft. S. 203. — Cap. IV. $ 1. Wy ay dy christen angriffen und vorterbeten. 3. 204. — $ 2, Wy dy Tater Breslau vorstörten und doch vorhindert worden. 8. 205. -- $ 3. Was jomers ey yn Ungern stifften mit yrer wuttung. S. 207. — Cap. V. 5 1. Wy der bose geist auch mit den’seinen wunderzosichen thut. S. 208. — 8 2. Wie dy frauen worden gepflogt und auch erhort. 8. 209. — 3 3. Wy dy Jobsnniter von Pomerellen vortrieben worden im 8. iare irer einwonuug. 8. 210. — $ 4 Von Swantopole fursten zeu Pomern und den seynen. 8. 211. Traetat VDI. Wy dy bekarten Preussen abfillen vom glauben und des ordens dinste, wen die bruder hilden yn nit dy ordinationea des kerren legaten Wilhelmi ‚8. 219-283. Cap. I. 3 1. Von dem ersten abfallen der Preussen. 8. 218. — 82. Wy der legat yn Preussen quam und er mit Swantopolco freunt wart. 3. 214. — 8 3,.Vom schaden, den dy Preussen mit irem anlager theten. 8. 2156. — Cap-ll. 3 1. Von dem andern abfallen, und werte auch 3 iar 5..216..— & 2 .Wy,man zcum andermal das oreutz pxredigete. 8. 317. — 8:3, Von den schaden, den sy den Pomern theten. 5. 217. —
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Inhalts-Verzeichniss. Cap. II. $ 1. Wy Bant Barbare haupt yn Preussen quam. 8,919. — 82. Wy Sedensa gefreyst wart vom gefengnys. 8. 220. — 9 B. Wy man Sartowitz störmbte und nit gewinnen mochte. 8. 221. — Cap. IV. 8 1. Wy sich der farst Swantopole thet rechen. 8. 222. — 8& 2. Wy er anderswo auch einbrach mit kraft. 9 228. — $ 8. Wy er ein ander schlon auf dy bruder gewan. 8. 334. — Cap. V. 8 1. Wy hern und fursten zcum andern mal Preussen gewonnm. 8. 26. — &32. Wy dys schlon geschag von beyden teylen. 8. 286. — $ 8. Von seer be- hertzten mennern. Von Bwantopolei vorterbunge. 8. 927. — Cap. Vi. $ 1. Wy dy mit dem creutze stritten mit den Preussen. 8. 228, — $ 2. Wy der konyng bey disse andacht quam yn Preüssen zen zeyhen. 8. 229. — 8 8. Wy dy bruder das lant mechtig baueten umb sicherheit. 8. 230. — Cap. Vil. 8 1. Von der dritten und grausammesten abefallunge. 8. 281. — 8 2. Was hie vor grausam morden umben geschagk. S. 232, — 83, Von dem schaden thun Heinrici Montnygo. 9. 288. — $ 4. Von eym auffloff yn dissem belegen under den Preussen. 8. 234. — Cap. VIll. 8 }. Von dem cleglichen morden der Elbinger. 8. 386. — $ 2. Wy man Fischau, Pusilge und Marienwerder gewan. 8. 237. — $ 3. Wy dy Preussen geschlagen worden von der bruder volek. $. 239, — Oap. IN. & 1. Wy ey dy stat Brunosberg vorbranten mit allem voloke. 8. 239. — 8 2. Wy got vor die bruder atreit widder dy Preussen. 8.1: — $3 Wy dy Preussen Konsberg mit kraft stormeten. 8. 242. — Cap. X. $ 1. Von dem schlon auff Pokarwis nu Crookeyn genant. S. 243. — 8 2. Von einem grausamen schlon der bräder und der Preussen. 8. 244. — 8 3. Wy dy heuptleutt des Preussen getöt worden. 8. 246. — Oap. Mı. 8 1. Wy man aber Preussen gantz gehorsam machte. 9. 247. — 8 2. Von der wolthat des marggraffen Heinriei von Meichsen. S. 248. -- $ 8. Von den streitten Ottonis des farsten von Brumswig. 8.49. — Cap. All. $ 1. Wy man Preussen gantz und gar gehorsam machte. 8. 2651. — 8 2. Ven eym neuen lantmeister und seiner bekehrung. 8. 251. — 3 8. Wy der legat vil eachen vorrichte. 8. 252: — Gap. Xi. $ 1. Von eym neuen homeister im orden und seym regiment. 8. 24. — 8 2. Von dem streitte auf Ceuerlaut und vortysen. 8, 254. — 88. Von dem edlen und sellgen manne bruder Zcamiteyn. 8. 256. — Oap. XIV. $1. Von der vierde abfallange der Preussen zeum teyle. 8. 267. — 8 2. Von der ander ursach der ab- fallunge. 8. 258. — $3. Wy sie schlagen und geschlagen wonlen. 8, 259. — $ 4. Wy man dy Sumen zcum gehörssm brachte. 8. 360. — Gap. XV. $ 1. Von eym unbestendigen homeister. 8. 261. — $ 2. Wy er satzte das gebet zcu halden im lande von den pristern. 8, 262, — 8 3. Wy dy Sa- dauer und Scalawonier abefielenn, S. 268. — Cap. XVI. $ 1. Vom 6. Imt- meister yn Preussen und seinem regiment. S. 264. — 8 2. Wy dy unge trauen Sudaur gestillet und vorterbt worden. 8. 266. — 8 3. Von eym getrosten manne yn der ezeit seines gefongknis. 8. 267. — $ 4. Von dem onde des Sudawischon landes und vorterben. 8. 268. Gap. XVll. 8 1. Von detn ende Swantopolei und von seinen kindern. 8, 268. — 8 2. Wy Mast- winus gefangen wart von Wratuslao, S: 270. — & 3. Wy Wratuslaus gefangen wart. 8, 971. — 8 4. Was na weiter umb disser sachen willen geschag. 8, 371. — 8 5. Vom ende und tesiamıent Mastwini dos fursten.
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Inhalts-Verzeichniss. & 8. Wy.der Deatzsohe orden bey Pomern quam und behilt os. Cap. Xval. $ 1. Von eym boswiohsten konynge ya Samayten. nn disser konyg vom glauben abfyel uhd schaden thet. Wy Myndoro mit den seinen erschlagen wart. 8. 278. — . Wy der Deutsche orden das haus zen Venedige und Nespolis vorloren hot. 3. 27% — 8%. Von eym lantmeister uber Preussen und seym ende. 8. 280. — $ 8. Wy Meneko ein ende nam von herlichem streitten, 8. 281. — & 4. Miracnlum. S. 283, Traotat IX. Von den bischthambern und iren fundationibus vom bobste ge- satzt durch seinen legaten, von allen olostern und gelstlieheit uberall ym land zou Proussen. j 8. 284-440. a3 | u ww wo (4) Cap. ı. $ 1. Wy Wilheimus der legat yns lant gusm und fundirte dy 4 bisehtumb. 8, 284. — 8 2. 8. 288. -- Cap. I. Von den hauptern Ayssos bisthumbs, dy do frey sein gewesen. 8. 289 — Cap. Il. Von den namen der hern bischoffe zou Colmenzee. 3. 290. — Cap. IV. Von den bischoffen, die do musten das creutz tragen. S. 298. — Gap. V. $1. Von don bisschoffen die widder wertlich weren. 8. 297. — 8 2. Vom jomer, den ker doctor .Flickendeutzsch anriehte uff monche, 8, 308. — $ 3. Wy sich dy Thorner hilten yn der czeit der Lutterey, und man fant, wo is mit yn begraben lagk. S. 304. (8.) Von dem andern bisthumb yn Preussen. Cap. I. 8.308. — Cap. N. ‘Vom dem.ieben und ende der heiligen frauen und oleusneryn Dorothee. 8. 350. — Cap. I. 81. Von den namen der herren bischoflen, die do gebrauchten irer pririlegia. 9, 313. — 82. Wie die kirche von Pomesan ist yn den Deutzselien orden komen und eingefurt. 8, 317. — Cap. W.. & 1. Von den horn bischoffen, die den Deutzschen orden hielten. 8. 317. — 5 2. Von eym gutten beichtvater. 5. 316. — 8 3. 8. 319, — $ 4. Von paur tauffe und paur kreseme. 8. 321. — 85. 8. 322. — 9 6. Von.eym seer lesterliohen coneilio und seiner stataten auff Konspergk. 8. 38 — 8 7. Von sunderlichem nieuen ablas yn diseem bisthumbe. 8. 825. — 8& 8. Vom einer seer vordamlichen an- dacht, an der Lattreyen. S. 329. — $ 9. Ein alt nar wirt nit olugk. 8. 330. — $ 10. Collacio mit bilden. 8. 380. — $ 11. Von eym geltsuch- tigen ofüciel und seiner togunt. 9. 330. — $ 12. Von eiker ewangelischen wirtschaft zou Salefelt. 3. 388. — $ 13. Yon dem löbliohem testament dieses nambisscheffe Gerardi. 8. 838. — 8 14, Von erleudhtung des Lu- ttaräschen varstandes ym-geiste, 9. 884. — $ 15. Von eym unehristlichen ‚neu jät armen lontten gegeben. S. 335. — 816. Wie or ein synodum mit seinen pristern hilt und seiner ordinasion. 8. 887. —'.8 17... Wy disser "bischoff dy ebtyanne von Trebaytz yn der Schlesie acum weibe nam nach seinem ewangelio. 8. 338, © Von dem Jritten bischtlumb yn Preussen. Cop. \. 8 1. 8. 340. -- $ 3. Von seiner geistligkeit und clerisia mescke. 3. 841. — $ 3. Vom .den Thonges hern. S. 341. — $ 4 Mouche dlosten. 3. 342. — Gap. I. $.1. Vom den namen der herren bischoffen, dy.man boy yrem reohten lies. 9, 343. — $ 2. Von oym handel amb ge- zoehtigbeit ‚willen 3. 349, — & 3. Von der sunde :und bnase der von
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Inhslts-Verzeichniss. Braansbergk. 8, 351, — $ 4. Wie der gardian ‚von der Naubosg zcum Elbinge ein weib nam S. 364. — & 5. Wy dy kleinen stete mit behen- digkeit Lutters worden gemacht. S. 366. — % 6, Was nbels aus dem geytz der thumhern quam von der Frauenborgk, S. 367. — 87. Von dem pfarrer auff Marienhurgk. 8, 368. — $ 8. Der dritte thumberr. 8,368. — & 9. Von der pfar zeum Elbinge, 8. 868. — $ 10. Wie man meynete sich zeuvorbessern. 8. 369. — $ 11. Von Bernhardiner monchen. 8. 370. — 8 12. Von den artickeln. S. 370. — $ 13. Wie dio Elbingischen Lutte- risten ir eloster wolten sturmen und parteyen. 8. 370. — $ 14, Von volak anffaemen der pfaffen und knechtischer bezcalunge. S. 372. — $ 15. Von 'ungewisser freuntschaft eyns predigers mit seinem woltheter. 8, 374. — $ 16. Wie man sache auchte zcu den schwartzen monchen zcum Elbjnge, das man eie vortribe. 3. 375. — $ 17. Eyn andem. 83. 376. — 8 18. Von eym ewangelischen: studio im iar 1524 zcum Elbynge. 8. 377. — 8.19. Ga- gagack. 8.378. — 8%. Vom kake und creutze. 8. 379. — 8 21. War eygen- nutz macht, 8. 379. — $ 22. Von einer sunderlichen christmessen zcu . Tolkemitten 1525. 8. 379. — $ 28. Vorblendung S. 380. — $ 24. Wy yn keinem wege den Luttranischen ketsern zcu vortrawen stunt, yo meho gut sy erlangten, yo Bong sie wurden. 8. 381. — $ 25.. Nusquam fides tute. 8. 383, (D.) Von dem vierdon bisthumb yn Preussen. Cap. I. 8 1. 8. 385. — 8.2. Von der geistligkeit yn dissem bisah- thumb. 8. 386 — Cap. !l. Von den namen der hern hissohoffe, dy yrer mechtigk woren. 8. 390. — Cap. ill, $ 1. Von den hern, die des Deutz- schen ordens woren. 8. 391. -- 3 2. Was das gebet dens laudem thun kan. 8. 397. - Cap. IV. $ 1. Von eym sermon, von dem man sagte, 8 Augustinus hette yn nicht so gut gemacht. 8. 402. — $ 2. Von eynem andern sermon von dissem bischoffe pasche 1524. S. 405. — 83. Was der - bisschof von Samlant guts handelte mit den seynen zcu pfingesten. 8, 408. — $ 4. Von ‚loblicher andacht der creutzhern yn der Lutterey mit den yren. 8. 411. — $ 5. Von eym besundern auffrur yn Konsbergk 152%. 8. 413. — 8 6. Wie dy Konsberger iren prediger vorjagten, der yn die Lutterey geprediget hotte 1 jar langk. 8. 414. — 8 7. Wy Kongsbergk und das geantze lant underın orden yn der ketzeney Lutteri bestat wart. 8. 416. — & 8, Bisschoff nam ein weib, 8, 416. — $ 9. Narraverunt. 8. 418. (E.) Von dem funften bisthumb yn Preusson. Cap. I. 5 1. 8. 419. — $.2. Von der geistligkeit yn dissem lande. 8. 420. — 5 8. Von dem closter Oliva genant. 8. 421. — % 4. Von dem Alnetar Polplyn genant. 8. 422. — $ 5. Von der Carthaus Marienparadeis genant in Pomerellen nu Preussen. 8, 428. — $ 6. Von der volkommenen setzung der grentzen der bisachthumbe yn Preussen S. 425. — Cap. I. & 1. Wie sich [der] bisschoff von der Coya uber Dantska hielt mit seiner pristerschaft in der zoeit der Luttereye 8. 427. — $ 2. Vom Carmelitean :mönche. 8. 428. — $ 8. Vonn eim ernst umb der Lutterei willen. 8, 428. — 54. Wie mann die Karthaus berobethe und die mönche Homit peinigte. S. 430. — 85. Vonn einer vorretterliehen neidtstifftung der Lutteristem zu Dantzka. 8. 481. — 66. Wy man noch diesenn die swartzena mönche suchte zu jagenn. 6. 438. — 87. Vonn dem Dantzkerschin Finckenblogk unnd 'seyner pre-
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Inhalts-Verzeichniss. diget 1524. 8. 434. — $ 8. Wy Amandus der Konigsperger apostell Preussen roimete. 6. 436. — 3 9. Vonn Lutherischer jungfrauschafft 8. 437. - $ 10. Wie Denntsks widerumb qwam in Römischin gehorsam unad richte auff alle gestortzte geistligkeit. 8, 438. Trastet X, Yon dem kriegen der bruder mit den Soalawoner, mit valdhen sie quamen in ewige feindschafft mit den Bamsiten und Littawen, von irem glück, unglülek. 8. 440—412. Cep..!. Von fromen brodern, die da sein gewesen in Breussen im aubeginne. 8. 440. — Cap. H. $ 1. Wie Scalawenis von den bradern ver- stert wart. 8. 445. — & 2, Von eim landtmeister in Preussen and seinem ande. 8. 447. — Cap. Mi. $ 1. Von den erschrecklichon nnd langen kriegen der Samaiten. S. 448. — $ 2. Von einer ordinacio in lannde zu kriegen. 8.449. — & 3. Von getrosten mentschen in sonderlichem schlaen. 8. 450. — Cap. IV. $ 1. Von disem vilgedashten furssten Bonislaus 9. 451. — 82. Wie die. bruder ein land in Samaiten verderbten. .8. 453. — % 3. Von eim schlagen der brudar unnd der Samaiten S. 454. — Cap. V. $ 1. Von dem jamer, der da war in Lifflannt. 8. 455. — $ 2. Wie die sach verricht wart in böse freuntschaftt, 8. 457. — 8 8. Von einer starcken resen auf Samayten von den b. 8. 458. — Cap. VI. $ 1. Wie des Witteno ir konig thet rechen. 8. 460. — 3 2. Von einer wiertschaft unnd ires nutsen. 8. 461. — $ 3. Von eim briefie bebstlicher heiligkeit. 8. 462 — ap. Vi. 9 1. Von eim homeister, der zwier erwölt war. 8. 464. -- $ 2. Von einer behende schalckheitt der Littaw. 8. 464. — 5 3. Wio das letzte lannd in Samayten verdasdt war. S. 466. — Cap. VL. 5 1. Wie \ Primislaus der konig von Pomerellen erschlagen wart. 8. 468. — 5 2. Von eim capitel unnd seiner satzung vor des landes nutz. 8. 469. — $:3. Von eim anseligen romor auff Nathangen. 8. 471. Traetat XL. Vom stannde des’ lanundes, ais es die herrn homeister haben re- giort in eiguer person mit iren amptleut, alsz grosakompter, mar- schalck, spitaler, trappier, tröseler, pfleger, voigte, und = dan all ir namen im orden sein. 473—548. Cap. .-$ 1. Wie die homeister Preussen selber Seren haben. 8..478.°— 4:2 Von einer gemeinen wilkor der bruder, des adela und der burger in den stetten alle. 8. 474. — Cap. Il. $ 1. Von sonderlicher gnade gottes ein sondern beweis, 3.479. — $ 2. Von eim andern strassen rober im Thoringenland 8. 479. — $ 3. Von eim ritterlieken und men- lichen schlaen der brader. S. 481. — $ 4. Von eim erschrocklichen un- gewitter im lanndt. 8. 482. -- Cap. M. % 1. Von einer nenen reformacion im orden Teatsches hanses 8. 483 — $ 2. Ordiüscion, S. 484. — 4 3. Wie der orden bey Pomerellen quam und von ozeisen S. 484. — & 4. Die erste azisa. 8. 485. — 8 5. Wie Samaiten und Litauen ver- brannt ist wordenn. 8. 185. — $ 6. Wie aber herrn und furssten quamen in Preussen. 3. 487. — Cap, IV. % 1. Von eim grossen morden unnd blutvergiessen. 8. 488. — #2 Wie Samlanı verterbt war under diser zeit, 8..489. — 63. Von einer zumal behenden verrettereien.. S. 490. — Cap: V. $ 1. Von Carolo dem homeister und seiner electio. 8, 491. — : & 2: Petzispfening. 8. 492. — $3. Weisesgung. 8 493. — $& 4. Corpus "Chriski..8. 408. — $ 5. Wie Christmimel gebsut wart das schlos. S. 493.
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Inhaits-Verzeichaiss, — 8 6. Wie der teuffel einen in den arss böss. 8 494. — $ 7. Wie die bruder seor gut volek verloren in Littauen, S. 495. — $8. Schiffe. 8. 496. — 89. Wie vi edie und gebome hörtn todt bliben in Samaiten. S. 497. — Cap. VI. $ 1. Wie der homaister aus Teutschen landen hilßßs begerte, und sie im -auokı quam. 3. 499. — $ 9. Wie man Samaiten gewan: and Littaw auch wolt besitzen. 8. 500. — 88. Herfart. 8. wı. — 84. Ein hulff von Marien gethan irem divnner. 8. 602. — 9 5. Einfall. S. 503. — Cap. Vi. & 1. Von dem jamer der von Liffland zu: Rige, und wie der hemeister zum babiste citirt wart. 8. 503: — $ 2. Wis die. brader Teut- sches ordens in Lifflaudt und in Preussen angeclayt [wurden]. 8. 505. — $ 3 Antwurt dos homeisters auff dise anelagen! S. 506. — $ 4. Wie man sich in diser sach beriet über ein sententz. S. 507. — 38. Wie der orden in Preussen wart angeolagt vom ertzbischoff von Gnisa aus Polen. 8. 508. — 86, Petterspfonig. 3. 509. — $ 7. Was mal: ussöi Pomerdllen willen handelte mit einander 9. 510. — 88. Wie man in Preussen und die Marke vil umb Pommerellen willen, und so verterbten. 8. 511. — 89. Von der grausamigheit des homeisters uber die statt Daatzke. 83. 512. — % 10. Von der Schwetza. S. 51% -- & 11. Von eim sonderlichen gotever- gessor und seiner straff: 8. 513, — $ 12. Wie der konig von Polen begerte der orenung vom babste und diss ciagte. 8. Bid. — $ 13. Von grosser vernmessenheit und eristlicher antwurt. 3. 515. — Cap. VIN. & 1. Von einer listigen buberey der burger von Rigs auff die Bruder Tentsches hauses. 8. 516. - $ 2. Wie Riga beiegert ist worden, gestormet und ge- wonnen west, 8. 518. — Gap. IM % 1. Wie die b. in: Preussen volok erlangten und in Littew zogen. 8. 520. — #3. Wie: die Littaw in Preussen quamen und schaden thetten mit brandt. 8. 521. — % 3. Von eim fromen bruder und seiner offenbarung. 8. 52. — Gap. X $ 1. Wie ein new heer quam in Preussen aus Teutschom landen. 8, 522 <-. 49. Von eim unoristlichen werck und seiner bass. 8. 528 — 43. Von gar be- hertzten mennern mit irem handel. 8. 524. — Cap. Xl. $ 1. Vom bruder - Wernero von Orsellen, wie er homeister wart, S. 525. — % 2. Von einem ernsten gemeralcapitei, do den b, ire verderbung gelesen wärt. S. 526. — & 3 Vaticinium. 8, Brigittae. S. 586 — % 4. Ein ordinacion ter monche, voreus der betler didemm genant,. wie areh die mit der ‚zeit erhalten sollen, 8.31. — 3% 5. Von: einer ssor nutsen ordinsoion, wie sieh- die. bruder wender einander nennen sollen. S. 329 — $ 6. Von der ordinatio götlichs amachts und sonst auch von andesm me. 8, 531. — 6.7, Wie der ho- meister Wernerus in unguns® qeäm der Teutsehen farssten im reiche, 8. 532. — Cap. Xll. 5 1. Was Godeminus der konig ron Littsu thet auf die hmder in Preussen. 8, 533. — 5 23. Wie die ediynge im Lifftand die ®amayten in Liflandt farten sich rechende. 8. 534. — 3 & Wie sich die Masawischen fursstea auch scheloklich hielten, 8. 136 — 5 4. Wie sich die b. in Preussen gıben auf stotiw zu bawen und schlessen zu befestigen. 8, 886. -- $ 5. Vom letzten oapitel Werneri und seiner ordination. S. 537. — Cap. MU. $ 1. Wie-die Masaw dusch böser aristen-.einfiern vertörbet wart. 9. 597. — $ 3. Von loblicker fiawenlist im Aisem: immer 'S. 538. — 53. Wie man ‘in: nacheilte und sie «sschlug und. im han, was sie hatten, 8..539:-— Gep-XW. 6 1. Von .eim .emschrecklichen gesichte und
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Inhalte-Verzeichniss. seiner bedeuttang. 8 539. — & 2. Von wem und warumb der homeister Werner erstoohen wardt. 8. 540. — $ 3. Von einer geweltigen herfart und von einer newen peyn. 8. 548. — $ 4. Von der manheit b. Woerneri des homeisters vor seim onde. 3. 544. — $ 5. Gnade one barmhertzigkeit. S, 546. — $ 6. Wie die bruder mit listigkeit die Premssen vom übrigem biertrincken bringen wolten, 8. 547. Traetat XII. Wie die breder mit den Polen sein gekomen zu unuberwint- licher mortlicher feintschafft bisz auf heutigen tag, und wiert nymmer- mer vorricht. 8. 549-610. Cap. ı. 8 1. Wie ein fursst homeister wart und von seinem regi- ment. 8. 549. — 8 2. Von einer gotlichen amosidion in disem capitel 8. 550. — Cap. I. $ 1. Wie einer geschendet wart unnd von Marien ge- tröst wart. 8. 551. — 8 2 Von straffe über ungehorsame bruder in der zeitt. 8.553. — 83 Von einer ernsten straffe eines bössen richters. 8. 554. — Cap. IR 8 1. Von dem unseligen and verdamplichen ursprung der feintschafft zwischen den Polen und den b. in Preussen und der iren. 8. 555. — 829 Wie mat Polen einnam von Jen bruder. 8. 557. — 4 3. Wie Vineencius seine verrettsrey bewoisete an den b. 8. 558. — 8 4. Wie könig Loeteta seinem sone Casimire die sache beful mit Polen. 8.559 — 8 5. Wie sich die b. gen den Polen gediemuttiget haben. 8. 560. — 8 6. Von der ander ursachen der vorgenanten ewigen feindt- schafft. 8. 563. — 8 T. Von der dritten nresch der ewigen feintschafft. 8. 564. — Cap. W. 8 1. Wie der homeister sieh mit volck versamelte und gedacht sich zu rechen. 9. 565. — 9 2. Wie sich die konige von Polen wind von Littaw auch verbunden vor einen man su eten. 8. WEB. — 5 3 Wie die Polen aber in Preussen quamen und schaden tetten ge- mıgsam, 8. 567. — $ 4. Von dem feltsohlagen vor Brysk® und seinem . ende. 8. 568 -- Cap: VW. 9 1. Was da neidische hertsen konnen er- dencken, unnd von den buchsen. 8. 570. — 8 2. ‚Was böse mentschen eim mögen than, 56 man sie nit straffte. S, 571. — 8 3. Wie die Littaw in die Maroke fielen und mordten mit anderm schaden, 8. 571. — 8 4. Wie der homeister Luderes die ‚Stolppe gewann. 8. 579. — Cap. V. $ 1. Wie Teoderieus der her von Aldeborg homeister wart. 8, 574. — 8 2%. Von ur- sprang der gilden ir Preussen. 8. 574 — % 3. Wie sie muntze schlugen in ande in irem namen. 8. 573. — % 4. Von einer vermessenheit teuffel zu bannen in Besessnen. 9. 576. — Cap. Vil. $ 1. Wie der homeister Polen einnam und es baute und besass. 8. 577. — $2. Wie sich die Polen wolten rechen umb dises einnemens. 8. 578 — 8 3. Von einer warnung von Marten irem diener gethan. 8. 579. — & 4 Von einor totten frawen und begraben, und wart doch anderstwa wider lebendig gefunden. S. 580. — Cap Vi. 8 1. Wie voick in Preussen qaam umb Marien willen, und sie sogen in Yittew. 8. 581. — 82. Wie sie mit den von Liff- lenndt auff Samayten zogen und von irem glucke. 8. 582. — % 3. Wie ein bruder den andern erionste durch sein gebet vom tede. 8. 583. — u. IK. 8 1. Wie die brader ir ungliok celagten uud sie sich tetten rechen. 8. 58. — 82. Wie die b. auss etlichen stetten in Polen vertriben wurden, 8. 585. — & 3. Wie Mathiss der bischof? von der Coya den orden byen drey jar ug: 5.586. — $ £. Wie dise. sach ver-
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Inhalts-Verzeichniss. richt wart and.der homeister starb, 8. 587. — Cap. X. $ 1. Von eim newen konig von Littew und seiner handlung. S. 588, — $ 2. Wie die Littswer tributerii wurdon dem homeister 8. 589. — $ 3. Von eim zartlichen " korbern auff Konsberg. S. 589, — Cap. Xl. 8 1. Wie Ludolphus Konig homeister -war von seinem ende. 8, 59%. — % 2. Wie man handelto umb die abtrettung willen der gutter in Polen von den brudern. 8, 591. — $ 3. Wie hern und furssten zu hanff quamen und sich verschriben loch. 8. 592. — :$ 4. Von eim unssttigen wucherer nnd seinem handel. 8. 593. -— Cap. Xi. S 1. Von dem wie Dantzka gebaut wart mit seiner kirchen. S. 595. — $2. Wie got einen fant, der dem todt entlauffen wolte. S. 596. — 838. Wie man sprechen sol, sö man hört sagen von eim geiste ader sihet. 8. 596. — $ 4. Wie sich konig Casimirus II noch grossem schaden nemen diemutigte und sich verzoch, zu dem or recht hette vor andern. 8. 597.— 55. Von zeichen des metteschenckens unnd seiner nattur. $. 599. — 6. Wie ein Jude einen vischer lernete, und er reich wurde, 9. 600. — Cap. Xill. $ 1. Wie der konig auss Ungern, aus Engellandt, aus Den- marck ire furssten und herrn in Preussen schickten. 8. 601. — $ 2. Was man tett in (liser zeit im regiment 8. 602. — $ 3, Von eim ergernus, das ein moneh auff den andern predigte. S. 608. -- Cap. XIV. $ 1. Wie da wart erwölt zum homeister Heinrich Duzemer und seinem, kriegen. 5. 604. — $ 2. Von seyner muntze. S. 605. — $ 3. Wie Samlant vor- terbt war in guttem zusehen S, 605. — $ 4. Von eim ernsten schlahen in Littaw von Marien. 8. 606. — $ 5. Von eim langen sterben und von eim gulden jare. 8. 609 — 8 6. Oliva, S. 609. Traotat XIIE. Von der magnificeneis, glucke, mechtigem reichtumb, ver- nunftigen mennern unnd irer weisheit propheceyen und mechtigem übernemen der streitte. 8. 611—685. Cap. I. $ 1. Wie got ein vernunftigen man homeister wardt. S. 611. — $2. Wie er die stette in Preussen und burger begnadete zu sonder- lichen freuden. 5'613 — $ 3. Wie er seine b. zum stadio hielt und zu observarig ires ordens. S. 613. — $ d. Wie er die oonvent 'aussatzte in Preussen auff den schlosser. 8, 615. — -Cap. il. $ 1. Wie er stette bau- wette und die gebauten mit handlung und narung versorgte. 9. 616. — $ 2. Von eim auffrierigen Domnigk zu Dantzka 3.617. — $ 3. Von einer sonderlichen atraffung ;ottes über Preusserland. S. 618 — Cap. IM. $ 1. Wie Kinstoto der konig von Littau der b. feindt von in gefangen wart, und wie er entquam, 8. 620. — $ 2. Wie der homeister ein herfart auff Littaw machte und zog. S. 621. — $ 3. Von einer unseligen zeit und von straffung gottes übers land. 8. 623. — $& 4. Von reichen dieben und darnach in armnt fallen. 8. 624.— Cap. IV. $ 1. Von unbesorgtem einfall in kriegsweise in Preussen. 8. 625. — $ 2. Wie der homeister Gotswerder baute in den überzog der Littawen 8. 626. — $ 3 Von dem Rudawischen feldtschlagen auf Samland. 8. 627. — Cap. V 5 1. Wie ein mechtiges volck in Preussen quam die b zu rechen an Kynstoto dem konige. 5. 628. — 82. Wie die b. Littew überfallen und es mechtig beschodigten. S, 629. — & 3, Von eim zuchtigen Iusthaus under bosem leben.. 8. 631. — 4 4. Von eigensyunigheit des homeistera und seiner b. 8, 632. — Cap. Vi. -$ 1. Wie der. kayser sich vermeinte ein ansprach zu haben aufs Mi-
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Inhalts-Verzeichnise. + chelerfandt- in Preussen gelegen. 8. 633. —$ 2. Wie die Samayten und Littaw in disem zwitracht tetten. 8. 634. — $ 3. Wie Samayten gewonnen wart von den bradern. 8. 685. — $ 4. Von eim loblichen gezeugknus uber woltedige menner, 8. 696. — Cap. Vil. $ 1. Von eim gotlichen beweiss uber die b. von Preussen in zue ehrn. 8, 637. — 82. Von gatter und boser zeit mit der bruder orden. B, 638. — 3 8. Wie disk wolten reohen die b und kamen zu grosser sehmaheit, 8, 689. — 84. Wie die b. fride von Kynstoto begerten und es gar ächwerlich erlangeten, 8, 640. — % 5. Von einer offenbarung von gotte uber die b. in Preussen. 8. 641. — Cap. VM. $ 1. Wie Conradas Zolner homaister wart, und von vilen matterien und gerchichten unnder im. 8. 641. — 8 2. Wie diser homeister das lant von Prenssen unnd arm leut mit trewen meintte. 3.642, — 89. : Wie gott einen straffte, der da pflag vil mal den tenffel nennen. 8. 644. — Cap. IX. $ 1. Wie Kynstoto seins brudern kinder wolt umb ir landt bringen unnd sie verderbt. 8. 644. — $ 2. Wie Witoldo wart ange- nomen unnd getaufft und im lannd und leitt vertraut wart. 9. 646. — % 8. Wie Kinstoto ein ende nam zu seinem verdampnus, 8. 647. — $ 4. Wie Schwitrigaylo regirte, damit er ermordt wart. 8. 617. — Cap. X. 81. Wie Witolto zu eim fursten in Littaw ward aufgenomen und wie es den bradem ergieng. 8. 649, — $ 2. Wie Jagieldo und Witoltas ‚mit einander handelten. S, 650. — 8 3. Wie Witolto sein kinder wurden getöttet, und wie er entran mit mechtigem schaden. 8. 652. — Cap. X. 8 1. Von geschiehten und geschefften in Preussen, sonderlich von theurungen. 8, 653. — 8 2. Wie ein semelbrott zum stein ist worden. 8.654. — $ 3 Wie ein olosterbrott zum steine wart eim Jacobsbruder. 8. 655. -- & 4. Wie zu mittag das ave Maria leitten ist auff kommen. 8. 656. — % 5. Von eim fursstiichen monche und seiner arbeit. 8. 656. — Cap. Xi. $ 1. Wie ins reich von Polen frombde hern wurden gesatzt und von irer regierung. 8, 69. — $ 2. Wie Ludwious ein anndern aussatzte, und er mochte konig sein. 8. 860. — 8% 3. Wie Ludoviens seine tochter Hedwig den Polen gab zus einer konigin. 8, 661. — $ 4. Wie Jagello der forst von Littaw die konigin und das reich erlanngt mit gonnst. S. 662. — 5 5, Wie Jagello getanfft war mit seinen brudern. 8. 663. — Cap. Xill. $ 1. Von der forchte der b in Preussen, die sie’ hetten in disen ge- schichten. 8. 665. — 8 2. Wie sie Samayten wider einnamen mit gewalt und besatztenn. 8. 666. — 8% 3, Von eim paurn grentzen und ein furssten fiengen im zog. 8. 667. — Cap. XIV. $ 1. Von eim monche und seiner reutterey umb der gatter willen seins clösters.‘ 8. 668. — $ 2, Wie sie umb die gutter in Behmen quamen, die des Teutschen ordens waren, 8. 6689. — 3 8. Von eim uncristlichen morden eins schulmeisters in der kirche. S. 671. — Cap. XV. $ 1. Von eim sehr eigenwilligen homeisters, der von gott unnd von der priesterschafft wenig hielt. 8.671. — 82. Wie Witoltus die Samayten bekerte unnd kirchen baute. S. 673. — 8 3, Wie es quam, und der homeister so ein bösser christ war, S: 674 — Cap. XVI. 8 1. Wie man ein tisch der ehrung anrichte, damit man volck ins landt brechte auff Littaw. 8. 676. — 8 2. Von den fasttagen, feirtag und kirchgieng, speissung des volckes. 8. 677. — $ 3. Wie die erung zugieng mit irem essen uf die zeit. 8.679. — 8% 4. Wie sie zu irem uüglucke
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. Inhalte-Vorzeichuiss. zit mechtiger wuettunge aufl Witoltum sogen. S. 680. -— Cap. XV. 8 1. Wie man mit den Polen under disem handelte, damit man ursach hette. S. 682. — 82. Wie man gelt versamelto auf die kostung des tischas der erung. 8. 683. —. 8.8., Von eim ritter, der da wolt ebrung haben und ‚och mit schande must heim. 8. 684. Traciet XIV. Von dem gryrime der b. anff die exon wonn Polen, mit welcher gie ein streit hetten uf dem Tannenberg, und die Polen gewonnen den streit, 8. 686-755. Cap. !. 51. Von eim gar zuchtigen unnd jungkferlichan homeister 8. 686. — 8 2. Wie ein legat ins land quam umd verkort etliche sachenn. 8. 687. — $ 3 Wie der homeister gar einer grossen saoken Yorquam. 8. 688. — Cap. U. 5 1. Von atraff boser leutte und des almechtigen gottes im land. 8, 689.— $ 2. Von eim verrettersohen bischof in Lifflandt. 8. 690. — $ 3. Wie der homeister anffs land Dobyram golt gelihen hatt. 8. 69. — 84 Wie die b. Gotlandt gewonnen, von grossem ablas und von strafle gottes uber aie. S, 69%. — Eng. Hl. $ 1. Wie farssten ins land quamen Witoltum zu verterbenn, und wie der homeister verachtet wart. 8. 694. — 6 2. Bathschlak wieder Samayten und ohristliche antwortt des homeisters, 8. 695. — 8 3. Wie die b. wider bey Bamsiten quamen anud es besataten. 3. 696. — 5 4. Wie der fromme homeister narren antwurt mit schimpf unnd ernst. 8. 697. — $ 5. Wie die newstetto zu Torn, zum Elbing auss neide vergonut wurden zu bawen. 8. 68. — Cap. IV. 51. Wie die Preussen zogen zu dem guadenreichen jar gen Rom. S. 700. — 8.2. Vom vielen und ersahrecklichen eignen und angelegten feuren. 9, 701. — 8 3. Von einem kirchendiebe unnd seiner offenbarung. S. 702. — $ 4. Von wasserrecht unnd seiner stifftung vom Iaade in ge- meine, 8. 708. — $ 5. Von den wrakers. 8. 703, — Gap. V. $ 1. Wie die Preussen von gezeugnus der Dantskor einen lose man vor. den konig von Denmarck erreten und einsatzten. 8. 7%. — 852, Wie der homeister gantz zu im lesste die Newe Marcke. 8. 706. — $ 8. Was meidische mentschen erdencken mogen in argem. 8, 7897. — $ 4. Wie die b. in Preussen den tressel widerumb £ulleten. 8, 707. — Cap. Vh $ 1. Wie vile Semaytische bauren cristen wurden und wie sie wider abfaelen und scha- den tetten. S. 708. — $2. Was die b. umb dissar abfallung willen tetten. 8. 708. — $ 3. Wie es der babst durch den kayser und kenig verrichte umb einen tributt. S. 709. — Cap. Vik $ 1. Wie die Polen Dobrin wider lossten vom homeister umb berast gelt. 8. 710. — $ 2. Von eim monch- schen furssten S. 71L — 83. Von eim eapitel und gameiner versam- lung des landes unnd seiner ordinacion. .8, 712, — $ 4. Von böser und gutter zeit auff arme leutt, 8. 7144. — Cap. ViH. & 1. Von reichen und stoltzen baurn in Preussen und von ihrer übermautt. 8, 716. — $ 2. Von 'eim monch, der da must eyr legen 8.717. — 83, Wie dieselbigen "paueren ein Jacobsbruder gantz brieten, 8. 718. — 84. Wie sie ein kesselbiesser in ein pferdt bundenn, 8. 719. — & 5. Von lesterung gottes und der seinen von disen paurn gescheen, 8, 720. — Cap. IX. $ 1. Von "Ulrieoo dem homeister und seiner regierung, seines atreites und tote 8. 721. — 82. Von eim comet, und wie auch narren waren, annd zu- kunfftig ding mogen gesagen. 8, 723. — $ 3. Wie diser narre dea totten
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Inhalts-Verzeichniss. pfarrer wolte henngen 8. 724. — 8 4. Wie diser narre ein jungen monnch kasteiete mit schlegen. S 725. — $ 5. Was vor jamer diser narre unwons stiffte auff Preussen. 8. 726. — Cap. X. $ 1. Wie die b. herfart machten auff ire feind in Samaiten und auff Dobryn. S. 727. — $ 2. Wie man volck versamelte von beden tailen auff ein schlaen. 8. 728. — 83. Wie msn zu dem fride handelten unnd doch kein teil woltte 8. 729. — $ 4. Wie man vorschmeheten Witoltum in seinen brieffen. 8. 70 — Cap. X. $ 1. Vom handel der b, und irer underthan in Samayten. 8, 732. — $ 2. Wie man zu velde zoch von beden parthoyen. S 733. — $ 3. Wie sich der homeister verrette unnd feindtschafft erlangte, S. 734. — Cap. XI. 8 1. Wie sich die Polen mit den b. schlugen und die Polen gewonnen das veldtschlaen mit macht. 8, 735. — $ 2. Wie der homeister b. Ulrich von Jungingen erstochen wart 8. 736 — $ 3 Von schaden und schmaheit der Polenn aufl die Preussen S. 737. — Cap. Xlll. $ 1. Wie der konig mit seinem volck vor Marienburg zog aber zu spatte. 3. 738. — $ 2. Wie der konig ron Polen das lant von Prenssen bedraute mit solchen schrifften. S. 740. — 83. Wie sich das lannd hielt in disem schreiben in eylen, 8. 741. — Cap. XIV. $ 1. Wie der konig von Polen das landt zu Preussen begnate, die weil er vor Marienburg lag. S. 743. — $ 2. Wie den Preussen diss privilegium wart genomen und auch wider geben von Casimiro. 8.745. — $ 3. Wie sich die Preussen liessenn merckenn in gunst der Polen. 8. 746. — Cap XV. $ 1. Wie den b. recht gelont wart und iren verrettern auff dem schlos Stum. 5 746. — $ 2. Von verretterei und sonderlich gottes straff über verrether. S. 747. — $ 3. Wie Maria einen buchsenmeister phlagete unnd verdambtte. 8. 748. — Cap. XVi. $ 1. Wie den b. rettung quam von gutten freunden, die Polen aber waren weck. Ss, 749. — 8 2, Wie auch volck ausz Teutschen landen quam unnd sterben mitbrechte. 8. 750. — $ 3. Von besonderer manheit und ursprung der von Baysen im land, S. 751. — Cap. Xvll. $ 1. Von zween b. in libe und andacht zu einannder ire gericht. 8. 752. — $ 2. Von anndern zween, die sich beschwuren mit einnander. 8. 752. — 8 3. Wie das schlos Crist- borg mueste wiest werden und noch ist, 8. 758, — 84. Wie sich Wladislaw Jagelio mit Sigismundo dem konig vertrag. 8. 754.
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SIMON GRUNAU'S PREUSSISCHE CHRONIK. mrannne ann Im Auftrage des Vereins für die Geschichte der Provinz Preussen herausgegeben Dr. M. Perlbach. LEIPZIG, VERLAG VON DUNCKER & HUMBLOT. 1875.
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Vorbemerkung. Mit dem im Jahre 1874 erschienenen fünften Bande der Scriptores rerum Prussicarum ist die Sammlung der mittelalterlichen Schriftsteller zur Geschichte der Provinz Preussen abgeschlossen. In handlichem Format liegen die kritisch gereinigten Texte, von reichlichen Anmerkungen begleitet, vor und bilden ein sicheres Fundament für die Geschichtschreibung nicht nur der Provinzialgeschichte. In den zwei Jahrhunderten der Ordensherrschaft — denn das erste kommt leider für die preussische Historiographie nur als Object, nicht productiv in Betracht — finden wir in allen Kreisen des Ordenslandes Interesse für geschichtliche Aufzeichnung. Zur Zeit. der Blüte des Ordensstaates wird von der Landesherrschaft eine gleichsam officielle, nicht immer tendenzlose Arbeit veranlasst, die durch eine deutsche Uebersetzung in Laienkreisen bereitwillig Eingang findet. Neben ihr gehen im 14. Jahrhundert die Jahrbücher der Klöster, im 15. gesellen sich zu den Ordenschroniken die der Städte, so dass alle Parteien des nach kurzer Blüte auseinanderfallenden Gemeinwesens für die Aufzeichnung des Geschehenen gleichmässig Sorge tragen. Am Ausgang der Ordensherrschaft, an der Schwelle der neuen Zeit, die
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u sich für Preussen auch äusserlich durch den Wechsel der Herrschaft kennzeichnet, wird nun dieses chronikalische Material wenigstens in seinen hauptsächlichsten Vertretern zu einem umfangreichen Werke zusammengefasst und ver- arbeitet in der preussischen Chronik des Simon Grunau. Von der Sammlung der preussischen Geschichtsquellen blieb dieselbe ausgeschlossen, da es zunächst darauf ankam die wahre, ursprüngliche Tradition zugänglich zu machen, dann erst konnte an die abgeleiteten Quellen gedacht werden. War zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Preussen das Bedürfniss nach einer einheitlichen Durchdringung des überlieferten geschichtlichen Stoffes vorhanden, so konnte die Arbeit in keine schlechteren Hände gelegt werden, als in die Simon Grunau’s. Die Zeit, in der er sich dieser Arbeit unterzog, die hochmeisterlichen Jahre Albrechts von Brandenburg, war wenig dazu angethan leidenschaftslos das Vergangene zu würdigen. Im ÖOrdensland wie im pol- nischen Preussen war die Erregung der Gemüther seit Albrechts Regierung immer höher gestiegen, die Spannung zwischen König und Orden immer grösser geworden. Auch einem unbefangenen Geiste wäre es damals schwer gewor- den, unparteiisch die Vergangenheit zur Darstellung zu bringen: der Geschichtschreiber des Ordens konnte nicht ohne Bitterkeit die Ereignisse des vorigen Jahrhunderts betrachten, der Westpreusse sah bereits in den Anfängen der Ordensherrschaft ein Gewebe von Lügen und Hinter- list. Die Zeit war vorüber, da man gläubig in die Fuss- tapfen der Vorfahren trat und sich begnügte die Worte derselben zu wiederholen: das Jahrhundert des Humanis- mus verlangte selbständige Durchdringung des überlieferten
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II Stoffes, einheitliche Färbung und Eleganz der Sprache. Auch war für die locale Geschichtschreibung das Wieder- aufleben der classischen Literatur nicht immer von Nutzen, gerade das 16. Jahrhundert liebt es die vaterländische Geschichte mit dem Alterthum in Verbindung zu bringen, versucht etymologische Anknüpfungen oder treibt ein leeres Spiel mit Gleichklängen. Vielfach schadet auch das Stre- ben nach rhetorischem Schmuck der Rede der Treue der Ueberlieferung. So leiden alle die grossen Compilationen der provinziellen Geschichtschreibung, die wir am Aus- gange des Mittelalters entstehen sehen, an mannigfachen Gebrechen: vielfach muss auch die Geschichte der Ver- gangenheit den Tendenzen der Gegenwart dienen, zumal in den Ländern des Ostens, die erst vor Kurzem zu natio- nalem Bewusstsein erwacht, im Gegensatz gegen die Vor- herrschaft der Deutschen an dem Ausbau ihres Staates arbeiteten. Ein hervorragendes Beispiel dieser humani- stischen Geschichtschreibung bietet der Pole Dlugoss, des- sen grosse Zusammenfassung der gesammten polnischen Geschichte gerade zur Zeit Grunau’s in einem Auszuge dem Druck übergeben wurde. Mehrfache Momente ver- einigten sich so, um zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Auffassung der früheren Jahrhunderte zu ersehweren: ge- lehrte Spielereien, Streben nach Formgewandtheit, Partei- leidenschaft der Zeit, die sich nicht scheute zu Fälschun- gen ihre Zuflucht zu nehmen. Unbekümmert trug man Hass und Liebe, welche das heutige Geschlecht bewegten, in die graue Vorzeit hinein, und suchte nationale und, nach Beginn der Kirchentrennung, religiöse Motive für die Tha- ten der Ahnen. In der Wahl der Mittel ist man nicht spröde, reichen die vorhandenen Quellen nicht aus, so
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IV fingirt man neue: ein Trithemius mit seinem Hunibald, ein Rüxner mit seinen Adelsproben aus den Tagen Heinrich I. stehen nicht vereinzelt. Alle diese Fehler seiner Zeit trägt Grunau in dem höchsten Maasse, dabei fehlt ihm der Vorzug der sprach- lichen Eleganz. Der Dominicanermönch, der Preussen terminirend durchzog, mit den untersten Schichten der Bevölkerung in Berührung kam und auf der Landstrasse die Neuigkeiten des Tages einsammelte, hatte keine Ge- legenheit an hohen Vorlagen seine Sprache zu bilden. In der Redeweise des Volkes, der man einen gewissen Reiz nicht absprechen kann, trägt er seine Geschichten ver. Reiche Quellen stehen ihm zu Gebot, Peter von Dusburg, die ältere Hochmeisterchronik, Johann von Posilge, die ältere Chronik von Oliva, die 'Thorner Annalen, Plastwigs ermländische Chronik, dazu eine nicht unbeträchtliche Zahl von Urkunden, endlich die Druckwerke seiner Tage, der Auszug aus Dlugoss (Matthias von Miechov), die Commen- tarien des Aeneas Sylvius und Erasmus Stella’s wunder- liche Urgeschichte Preussens; aber welchen Gebrauch hat er von ihnen gemacht! Es ist ihm geradezu unmöglich eine Quelle wortgetreu zu benutzen, er erweitert jede An- gabe, fälscht die Namen, ignorirt die Zeitrechnung, ergänzt Lücken seiner Quellen nach eigenem Ermessen, und er- findet mit einer beispiellosen Keckheit Zahlen und Daten, die keine andere Begründung haben, als seine wuchernde Phantasie. Wo seine Hülfsmittel nicht ausreichen, ist er sofort mit einer Ergänzung aus eigener Machtvollkommen- heit bei der Hand. Ein Theil seiner Entstellungen ist seiner tendenziösen Vorliebe für Polen entsprungen: vom Beginn der preussischen Geschichte an ist ihm Polen der
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V rechtmässige Herr seines Heimathlandes, der Orden ein frevelnder Usurpator, auf dessen Haupt er alle nur er- denklichen Schandthaten zu wälzen bestrebt ist. Sein poli- tischer Hass gegen den Orden kennt keine Grenzen und wird nur von seinem religiösen Fanatismus gegen die neue Lehre übertroffen: so treiben ihn politische und reli- giöse Interessen ins polnische Lager, obwohl er sich seiner deutschen Abkunft wohl bewusst ist und es an Seitenhieben auf polnische Unordnung nicht fehlen lässt. Wie sehr auch Simon Grunau, der Dominicanermönch aus Tolkemit, von jedem humanistischen Hauch unberührt geblieben ist, darin gleicht er dem gelehrten Abt von Sponheim, dass auch ihm die vorhandenen Quellen nicht genügten, dass auch er seine Träumereien durch erfundene Gewährsmänner zu stützen sucht: so schafft er sich das fabelhafte Tagebuch des Diwonis, so die Chronik des Bischofs Christian, die erst Töppens kritischem Eifer er- legen sind. Ueberall will Grunau genauer unterrichtet sein, als seine Quellen, überall weiss er besser Bescheid, als diejenigen, denen er seine Berichte verdankt. Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Schriftsteller auch nicht den geringsten Glauben verdient, wenn er allein eine un- verbürgte Nachricht überliefert. Nur da kann er in Be- tracht kommen, wo wir seine Angaben mit denen seiner Gewährsmänner vergleichen können; da aber stellt sich fast durchgehends heraus, dass er seine Vorlagen missverstan- den oder absichtlich entstellt hat. Es wäre ein verfehltes Beginnen, aus ihm auf verlorene Quellen zu fahnden, ob- wohl nicht geleugnet werden kann, dass manche Nachricht, die noch Töppen nicht erklären konnte, heute durch die Auffindung neuer Quellen ihren Beleg erhalten hat, meist
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vI aber so, dass die Form der Grunau’schen Ueberlieferung als verkehrt erkannt ist. Zu bewundern bleibt die grosse Anzahl von Quellen, die er zusammenbrachte, unter deren sich vielleicht auch heute noch eine oder die andere un- serer Kenntniss entziehen mag, aber bei seiner Art sie zu benutzen bleibt sie vorläufig für uns werthlos. Es bedarf nach dieser Charakterisirung des Autors, die sich im wesentlichen an Töppens eingehende Würdi- gung in seiner Geschichte der preussischen Historiographie auschliesst, in der That einer Rechtfertigung, weshalb der Verein für die Geschichte der Provinz Preussen diesen monströsen Geschichtsfälscher aus seinem wohlverdienten Staube hervorzieht. Leider ist Grunau’s Thätigkeit nicht ohne sehr verderbliche Folgen geblieben. Seine grosse Compilation ist noch im 16. Jahrhundert Hauptquelle für durchaus ehrliche Geschichtschreiber geworden, Lucas David und Caspar Hennenberger. Vorzüglich durch des Letzteren Erklärung der preussischen Landtafel haben Gru- nau’s Fictionen Eingang in die Geschichtschreibung ge- funden. Hartknoch in seinem Alt- und Neu-Preussen äussert zwar bedenkliche Zweifel an seiner Autorität, aber völlig mit ihm gebrochen hat erst Voigt, ohne doch zu ver- hüten, dass sich aus abgeleiteten Quellen Grunau’s Fabeln in seine Darstellung einschlichen. Dem kritischen Zer- setzungsprocess hat ihn Töppen unterworfen, aber nichts- destoweniger hat er bis auf den heutigen Tag noch nicht alle Anhänger verloren, die mit Verwerfung des augenfällig Falschen das Mögliche und nicht sofort zu Widerlegende zu halten suchen. Es giebt kein besseres Mittel, alle diejeni- gen zu bekehren, die der Darstellung Grunau’s für die ältere Zeit bis zu seinen Tagen einen Quellenwerth zu-
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vo schreiben, als die vollständige Bekanntmachung des Autors. Jetzt kann sich Jeder durch den Augenschein überzeugen, wie Grunau in den Partieen, die wir controliren können, seine Quellen gebraucht oder besser gemissbraucht hat, und mit dieser Möglichkeit wird hoffentlich die Neigung ver- schwinden, wo er sich dieser Controle entzieht, ein histo- risches Factum aus der Hülle der Entstellungen heraus- schälen zu wollen. Anders freilich muss sich die Beur- theilung für die Zeitgeschichte Grunau’s gestalten. Hier ist er kulturgeschichtlich von bedeutendem Interesse. Wir können an ihm den Grad der Aufregung, die sich in den Tagen der Reformation der Gemüther in Preussen be- mächtigt hatte, ermessen. Auch dringt nicht leicht eine Stimme aus den unteren Schichten der Gesellschaft, denen Grunau nach Bildung und Anschauungsweise angehörte, an unser Ohr. Nur darf man auch in dieser Periode keinen Augenblick ausser Acht lassen, dass der Zeitspiegel, den uns der glaubenstreue Predigermönch vorhält, die Bilder entschieden verzerrt reflectit. Auch hier ist er nur mit Hülfe anderer Aufzeichnungen zu benutzen. Zum Schluss dieser Vorbemerkung, die nach Vollen- dung des Ganzen durch eine kritische Einleitung ersetzt werden soll, mag noch eine Bemerkung über die beige- fügten Noten des Herausgebers ihren Platz finden. Die- selben enthalten fast ausschliesslich nur Quellennachweise, wo sie möglich waren, ein sachlicher Commentar hätte den Umfang des redelustigen Grunau verdoppelt. Die bewährte Metliode, abgeleitete Stellen durch kleineren Druck zu kennzeichnen, konnte bei einem Autor nicht Platz greifen, dem es völlig an dem Gefühl für wahrheitsgetreue Ueber- lieferung gebricht.. In den Anmerkungen ist versucht,
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vVIH kurz die Entstellungen Grunau’s von seiner Quelle anzu- geben. Diese kurze Charakterisirung wird hoffentlich dazu beitragen, einer Benutzung als Quelle bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts vorzubeugen: denn was in diesen Par- tieen an Grunau brauchbar ist, finden wir in den Original- quellen, was wir aber nicht quellenmässig belegen können, ist auch nicht für die Geschichte zu verwerthen.
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(ronika und beschreibung allerlüstlichenn, nützlichsten und waren historien des namkundigenn landes zu Prewssen, seines findens °, glaubens, grawsamigheit unnd christwerdung, seiner regenten ursprung, Deutsches ordens vortreibung, begnadung, widersetzung ’, straffung, vorterbung des landes, von christ geburt bis auff heit zu wissen, wie eim menschen muglich ‘ ist anno 1526. Amen Amen‘, ‘ * nen Und is dis buch mit bringet , wie zu zeiten grob Deutsch gesatzt ist und zu zeitten zu vil unde zu zeiten zu wenig der: worter und der buchstaben, so ist dis die sache, wen die exemplaria etlich Lateinisch, etliche Deutsch woren, in welchen meine gedancken woren, mit welchen ich is vorsehen habe, domit ich is unvorstendig, grob, zu kortz und zu lang, zu vil und zu wenig gesatz habe, ein iglicher leser aber mag es im eben machen. Auch die worheit der historien bleibe, ich hab es io so hin corrigiret im ubersehen. $ ı. Eine vorrhede der vorklaerung und der entschuldigung. in" dis buch. Domit idermeniglich moge! wissen in einem* kortzen beslos den richten! grundt der sachen gescheen mit den Preuszen und den tegenten Deutsches hauses, von welchen dis buch handelt, so ist es za wissen und zu mercken also. Von anbegin die bruder Deutsches A= Königsberger Ilandschrift 1550 a. A’= Dresdener Handschrift G 35. C == Danziger Handschrift LE fol. 11. a) C feindes. b) fehlt C. c) A moglich. A) fehlt C, e) C ist. f) C bringent. 8) fehlt A A’. 4 Cis. i)A mogen yne. k. b. wissen. k) A einer. 1) A’ rechten C richtigen. 1
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*fol.1b. 2 ordens sein gewesen gemeines adels als Sachsen, Meisen, Duringen, Hessen und Reinströmer, und diese güttige menner nach der influentz der planeten sein, und diesse is mit iren untherthan gelimpflich hilden, wo es not thet, sie den ernst und guttigkeit beweisten. So qwamen in den orden und? zu den amptern menner grosses adels, als Voitlender, Francken, Schwaben, Baier und Österreicher, die von der influentz hochgetragende> sein, wen ein clein hertz in grosem adil wil me“ gefurcht wen geliebet sein. Diese mit ernste sich in die sachen der Preussen und der Polen stalten und adeliche worte noch magnificentia den iren goben, welche ire underthan nicht kunden vorsteken und sie is in! auszlegten zu hoffertt unnd uber- mut unnd wnrden grimmig auff si. In eim sulohen wurden sie confirmiret zu der zeit, als in Preussen der grose adel alle ampte vieles geldes hette und der gemeine adel kirchen knechte, daz woren creutzbruder, genantt wurden, welchs in auch vordros und die Preussen gleich als widerspendigk machten dem gewaltigen regiment des grosen adils und sie zum Preusischen bunde getrewlich ratt goben, domit sie auch zu ammacht quemen, dowider de? grose adil mit dem gemeinen adel underlag. Darumb so ist dis von mir ein er- farendes, wen der und wu der gemein adel regirtt hott, do ist is geer gutt* gewesen und wo der grose adel hatt regirtt, ist muhe und arbeit gewesen, und ich halde es dovor, wie die schriefft sagt, gott den demutigen gnade vorleihett und den hochtragenden widdrig ist. Mit diesem wil ich gleich wol nimandes‘ geschendett haben, sundir die historien und die geschichte der personen mich ein sulehs lernen. 82. Vier ding sein, dovon sich berumen die nationes der menschen, von welchen man auch beschreibt cronicas den zukonftigen zu eim exemplar in iren hendelen ®, die sie fuhren auff erden, durch welche " sie mogen wissen ir betrupnis widerzustehen adir zu entgehen. Das erste ist vom rechten glauben ken! einen warhaftigen gott, in welchem stucke die Juden als Hebreer die ersten und loeblichsten sein, wen von anbegin der glaube ink einen waren gott in ihrem geschlechte geblieben ist, umb des willen sie mechtig vil gelidden haben, sundir sie allewege nit durch ihre krafft, sundir durch gott sein irlost a) in A übergeschrieben. b) C hochtragendt. c) G mehr. d)C Ins. e) fehlt A. f) A nimandı C niemandes,. g) A bandlen. h) A welch C welchen. 1) Q in. k) A und ausgestr.
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3 wurden; von diesen. stucken* ist die gantze biblia vol und da mag man is lesen. Von diesem. stuck mogen sich die Preussen nicht berumen, wen sie sein wirdiger der abgötte gewesen, als Potrympo, Patollo, Perkuno ’, Worszkaito ‘, Iswambrato@ und Curcho‘) und sie in’ nach irer abgötte egen bekentnis nicht haben kundt helffen. Das ander stuck groserf weisheit, als zu irfinden die wirgligkeit der creaturen, die man mit ogen besiehet und sust die mensch- lichen sitten von kunstlicher lernung mitzuteilen, und von diesem sich berumen mugen die Grecken, wen® von in ist entsprossen dy weisheit und die® lernung der sitten, die eim menschen moglich sein zu finden, umb der willen aus vielen landen iunge gesellen zu in qwomen und ire susse weisheit lernnten, von diesen sein alle bucher vol !, die man in den schulen practiciret in den 7 freien kunsten. Von diesem sich auch nicht durffien berumen die Preussen, wen die ersten Preussen ein unbestendig volck wor und kleine underscheit in den sitten zwischen den kinderen und den duttenden leuten under * in" Ag das von in wardt gefunden loblich, und wen sie begingen die feste ihrer abgötte, zu welchen festen is qwomen die aus dem lande sn Canueren, Sameiten, Littaw, Masaw und Caschuben unnd denne ir kyrwait, das ist ir bobst, vorzelt in ihr herkommen, dy streitte ihrer* *ol.2a. herren, welche sie gewonnen hetten durch gunst ihrer gnedigen goetten und das folck so lehrneten und anhilt[en] auf streit. Das dritte stuck ist won underbrechung lant und lewt mit gewalt und anhaldung zum glauben ires irtumbs. In diesem werden gelobet, so is auch zu loben stet, die Assirier, Macedonier und die Römer, wen sie haben verderbt alle lande und in egen gemacht die ganze werlt und wurden von jugent auff dorzu gezogen in sulchem, und iunge knaben alle tage musten gehen in das haus certaminis, in welchem woren gemolet die Römer, die do was gethon hetten vor einem gemeinen nutz der Rö- mer, von welchem sie gleich entzundtt wurden auff krig. In sulchem die Preussen im teil sich berumen, und sie haben vorterbt landt und let, nit und sie dy wolden besitzen voreigen die anstossende lande, sy der hoffart nicht achteten !, sundir das nicht wulden wirdigen ire heiligen götte und nicht ehren iren kirwayt, dorumb sie stritten. Das vierde stuck ist, wie viel lande mit streite, mit sinne und behendigkeit sich haben entlediget von boser herschaft und irer tyran- nischen weisen, wie den die Hebreer mit den iren gethon haben, die a) C diesem stucke. b) C Perkauno. c) C Worszkaytto. d) O Iswambratto. e) A en C Ihn. N} A grose C grosze. g) C den. h) fehlt C. 1) fehlt A. k) Codd. und, 1) C achtende. 1) Ueber diese Götternamen siche unten zu Tractat III cap. 3. ı*
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*fol. 14a. 4 Greken dergleichen, die Romer viel mol und gemeinlich alle christliche konigreiche, wie ia cronice lernen. In diesem die Preussen auch sein, wen sal ein landt sagen von ubermuttigkeit und wutung, so mag is Preussenlandt sagen, von weiche alle in diesem buch gehandelt wirt und wie sie die mit gote gedemutiget haben und ire tyrannen sein knechte geworden, wie gesagt wirdt werden. 8 3. Bezeigung* des schreibens dieser kegenwertigen Cronicken? ‘). Dem vilhochloblichsten herren und irlauchsten fursten N.?) ko- nige zu Polen etc. und naturlichsten erbherren zu Preussen, den ehr- wirdigsten in gott veter und bischoffe, den grosmechtigen herren und woywoden, den gestrengen, erenvesten, wolltuchtigen, namhafftigen und wollweisen mit iren wirdigen und gotgelobigen underthan des landes zu Preussen ich bruder Symon Grunaw von Tolckemitte ein monch predicatorum entpit meinen demutigen dinst in Christo unserem hei- lande. Mir als einem® vorgessenen manne von vielen namhafftigen . kan ich wol gedencken, und is fur ein messigkeit auff mich wirdt ge- achtet, so ich meines psalters wartete und mich mit werltlichen * sachen auffmerckung nicht bekommertte, wen sie mich von der bane der geistlichen bescholigkeit mochten treiben. Ja, allerliebsten herren, lot im also sein. Ich thues aber nicht auff ein solch ende, dan vor mich hab ich die schriefit, die mich mit ernst vormanett, und ich mir sal lossen befolen meinen nehesten, noch zu volgen 8. Paulo, damit die warheit an den tag qweme, er sich nicht alleine bekommertte mit welt- lichen sachen (Rom. XIII), sundirn auch mit fleischlichen, aber erbarn sachen (IT Corinth. VII) und doch nit vorhindertt von seiner beschai- ligkait (Philip. I). Demnach, nicht und ich mich 8. Paulo will vor- gleichen, sundir is mochten abegestalt werden zweilofftigkeit, dan ich hab etwan angesehen und gehortt fluchin, stechin, hawen und morden a) In allen drei Handschriften steht dieser Abschnitt am Schluss der Einleitung; aber am Ende doaselben ist bemerkt: daramb von den Preusischen historien viele schreiben consequentia Istius gucra ante folio X0 continun Dahinter Mappa Prussiae Wir haben diesen $ daher an der entsprechenden Stelle ein- geschaltet. b) A Christi. c) C von einem. d) AO wertlichen A“ weltlichen. 1) Das Vorbild dieser „bezeigung‘ lieferte (Grunau wahrscheinlich Dusburg’s kurze Vorrede, Ss. r. Pr. I 21. 2) Statt der in Urkunden gebräuchlichen 2 Punkte für den ausgelassenen Namen ; König von Polen war 1526 Sigismund I.
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5 von den Preussen* unnder frembder nacion von wegen der vorkleynung "fol. 15a. irer ehren *. 8o hab ich mir abegebrochin des tages eine stunde und die gelihen bucher und register durchlesen und den kern der worheit doraas genomen und in dis buch gesatz und meinen nehesten und bradern dis gedenck mit ewirm willen gemein zu machen. Ich bit, und sich auch nimant erger an dem, und itzunt binnen 100 ioren mehr handels von Preussen gemercket ist, den vor in sovil 100 ioren, und dis ist kein wunder, dan sint dem, und die ketzerei Johannis Hass in Preussen sich wurtzelte und sich itzundt durch Luther nun hatt ausgebreittett, sein wir Preussen wirbelsichtig gewurden und so mit einer unvorschempten stirnen uns nicht schemen zu thuen, das unser forfarn sich schemeten zu gedencken. Ich mit fleis hab ge- merckt auff die Lutterannischen historien, wen die ketzerei Luttheri bot die Preussen gebrocht rechtlich umb privilegia, ehre und gutte, wnd sorge, der teuffel horet nicht auff, sundir er mit der zeit ein ander und der gleichin ketzerey erwecken wirdt, und diese Preussen nimen Preussen wirtt machen. Domit die zukunfftigen mogen ir ungluck 'orkin wissen, ich in diese zur warnung habe gesatz ©. 8.4. Von* den Preussischen historien viele schreibenn und *fol. 2a. sie in den hauptsachen ubereinkomen,. idoch der eine meh? geschicht beschreibet, wen der ander. So hab ich irer gefunden wol 6°, die sich nennen Jaroslaus, ein thumbprobst zu Plotzaw'), und er der ist, und hat gemacht ein buch von den Preussen und nennet es liber originis et furiarum gentis indomite Brutorum in sanguinem Christia- tum, and er als ir nogwer war, iren stant beschreibt bis auff ihre unsinnigkeit. Dominus Christianus, bischoff von Preussen, ein buch von in schreibt, und dis hebet sich so an: liber filiorum Belial cum suis superstitionibas Bruticae factionis ineipit cum moesticia eordis. In diesem buche er viel saget von den historien Jaroslai und me addirt von den geschichten. Bruder Peter von Dusborg?) ein a) in A folgt hier unterstrichen: und doch mit unworholt do auszenommen und In dis bach ge- “atzt; in C fehlt dies; in A’ wie in A. b) fehltC, c) Hier folgt die p. 4. n. a erwähnte Notiz. d) A nicht ausge- “richen, darüber von späterer Hand meh, A’ nicht, C mehr. e) A VII ausgestrichen, darüber 6, A’ u. C 6. 1) Dass die Nachrichten über Jaroslaus' und Christian’s Chroniken von Grumau erfunden sind, hat Toeppen in seiner „Geschichte der preuss, Historiograpkie‘‘ S. 178 ff. ®) Dass Grunmu die Chronik Dusburg's in der That benutzt hat, geh’ aus seinem Werke zur Genüge hervor.
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6 *fol.2b. bruder* Deutsches hauses und dieser schreibet ein buch von seim orden, von seiner stifftunge, von seinem zu und abnemen *, von seinen personen, und wie sie Preussen irlanget haben, von den brudern, die etwas redliches im orden gehandelt haben; und dis hebt sich an also: frater Petrus de Dusborg ordinis sanctae Mariae domus Theutonicae. Je- rosolomitanae, arcium professor, reverendissimo fratri domino magistro generali ordinis professionis mee Wernero de Orzelen veritatem um salute dieit!),. Aus diesem buch ist genomen des ordens register, welchs man hot in der kentzlei bei dem homeister?), sundir die dis register haben lossen ausschreiben, is gar noch eren sinne haben lossen setzen, und vil historien aus haben gelassen, die sie anfochten, und vil lossen setzen, dy ich andirs wo nicht gefunden habe, die ich darumb habe lossen anstehen. 80 hat auch magister Alexius® von Nize- witz, pharrer zu Thorn, ein buch gemacht und dis hebet sich also an: liber antiquitatum vitae et mortis gentis Brutenorum aut Brudenorum iam vero Prussiorum cum insercione novarum prövinoisrem®), und dieser hebet an, wie ig lys Petrus Dusenborg bis auff den homeister Wynricum Knypprode, und dieser Alexius wardt erstochen von eime hoffdiener, darumb das er gesagt hot, die seligen fursten mit der creutzfart haben og‘ arme schebelisten®) hochtragende! gemacht in Preussen, und sie ihrem blutte gar wenig dangekbar sein, wen sie meinen den boitel der Preussen. Johannes Lindenblat°) ein officialis auff Risenborg* schreib ein buch vom homeister Weinrich bis auf den homeister Conradt von Erlichawsen, und diesen ich seer lobe, wen er gar vleissig alle iar gemercket hat, und die historien des haders 2) C abnomung. db) Alexinus A. c)A’C auch, ausz Leo 169. d) A noch durchstrichen, 4’ tragende C nur tragende; Leo p. 169 hat hoch tragende. 0) A Risenberg A’C Risenbarg. 1) Die Vorrede Dusburg’s beginnt: Honorabili viro et in Christo devoto fratri Wernero de Orsele magistro hospitalis sancte Marie domus Theutonicorum Jerosolomitani frater Petrus de Dusburgk ejusdem sacre professionis sacerdos obedienciam debitam cum salute. Ss. r. Pr. I 21. 2) Damis scheint Grunau die ältere Hochmeisterchronik zu meinen, 3) Eine derartige Quelle ist nicht vorhanden: ob Gr. diesen Namen für die TRorner Annalen, von denen sich eimge Spuren bei ihm finden, erdichtet kat, wird sich kaum entscheiden lassen, 4) Dieses bisher wnerklärte Wort ist vielleicht von scapulum abzuleiten: scapu- liste, schebeliste Skapulierträger, Pfafen. Gemeint sind die Ordensbrüder. Vollbrecht im, Erl, Preuss. 11 396 und Bolz in seiner Abschrift suchen vergebens eine Erklärung. 5) Den Namen Lindenblatt hat Grunau erfunden: der Chronist hiess Johann von Posüge: seine und seiner Fortsetzer Chronik reicht von 1360-1419, also nicht bis Conrad v. Erlichshausen (seit 1441). Vgl. Se. r. Pr. HI 8 n. 1.
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7 und der zweitracht eigentlich" setzet, wen er bei allen sachen war. Dis buch hebet sich an in Deutsch: alhie hebet sich an die beschrei- bung des langen iamers der von Preussen‘). Eneas Silvius, nit in dem tractat, der do stehet hindene in cronica effigiata”), in welchem er schreibet von ansagen der, die do nix haben umb Preussen gewust, adir so sie es gewust haben, sie dach ym auff ihre seite gesagt haben, sundir es is ein buchlein, das nennet er liber vitae Brutenicae sei- feet de miseria und ist gedrugt, welchs handelt von den sachen, die do vor dem keiser Friderico zugehandelt woren, darumb die* Preussen mit hulff der Polen ire ubermutigen herren zu knechte gemacht haben durch ein angesagten und gefurten krieg 12 iar lang?). Diese bucher alle mit andern me hab ich gesehen und gelesen im iar 1517 und sie mir gute herren mit’ geteilet haben, aus welchenn alle ding in diesem buche geschrieben genomen sein, alle ding, mein ich, aus welchen man was nemen mag, zum exeinpel etlich dinge, als wen der homeister geelit ist worden, und wie lange der arzt zu im ginge, und wen man fil wilt gefangen hott, und solchs vil hab ich nicht wullen. schreiben, wen is bedewt nix zu der sachen, von welcher ich sinne habe zu schreiben. 85. Vonn der gewalt vortreibung, die do haben gethon die Preussen, sindt alle bucher vol instrumenta, fridebrive und sust viel memoralig, die findet man im lande und nimandtt weniger dovon hatt, wen die Deutschen bruder, wen ir handel so war, und sie sich beflissen, domit is nimandt wissen solde. Sint diesem ich auch ein mensch mit vor- aunftt bin gewesen und das Preusserlandt zu gutter mıose wol besehen und seine historien wol irfaren, und so vil es styhet zu offenbaren ein frembden, mir is mitgeteilet ist und so geschrieben habe, das ich aber etwas mag sagen von den herren in Preussen, von den, mein ich, die gewalt haben uben vor recht, und ich is gesehen habe. Quam ein armer man und klagte seine not, und so er solche worte nicht furte, wie sein herr gern horte, man het in wy ein vorretir angriffen und in ins gefencknis gesatz, wen er hette gemorret wider seine herren, solt a) C Neissig durchgestrichen, eig. verbessert. b) in A übergeschrielen. 1, Auch diesen Anfang hat Gr. erfunden, vgl. Ss. r. Pr. Ill 79, 2) Chronik mit Abbildungen, 3) Dass mis dieser Schrift des Aencas Sylvius Buch de Prutlienorun erbte gemeint sei, hat Ilirsch Ss. r. Pr. IV 214 dargethun. *ol. 3a.
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*fol.3b. 8 er auszkomen, die beste montze must hervor. Von solcher gewalt zu sagen, ist mein meinung. So sag ich auch, und ich aus den briven und andern handeln in rechten og die rechte meinung und aussproch gesatz habe, wen ein iglich wort zu setzen in briven historienleser ein vordris ist und nit ein lust macht, und darumb soviell, und ich mag, wil ich meiden ubrige rede in diesem buche, wen is ein buch der underweisung ist. Ich bitte umb mein unschuldt in der beschreibung der iarzal Christi, und imandt mich wolt in dem straffen, die historie wer in dem iar nicht, sundir im andern iar geschehen, auff das antwort ich, und ich geb es so zu und besorge michs auch in solehem. Man findet wol trefflieher sachen, in welchen die iarzal Christi gesetz ist unrecht, in dem einen buch so, im andern anders. Czu diesem mich haben ge- brocht etliche bucher, wen sie woren mit der zal der zipphern* ge- schrieben und so woren etliche ausgelescht* und widergeschrieben, so hab ich doch allerwege dem meister gevolget. Item zu zeitten hab ich anch ein historia gantz geschrieben in ihrem anheben, zu zeitten in irem mittell, in irem ende, wie sie sich gefuget hott noch dem sinne, wie wol die sache lang ist angestanden mit ihrem austrage. Man sal wissen, wie sich in diesem buch? die bruder Deutsches ordens nennen, wente zu der zeit, do sie woneten im heiligen lande, sie sich selber bruder nanten Deutsches hauses, do sie aber die konige von Littauen uberstritten, sie nantten sich kreutzherren, sie aber ausz ungunst ire diener und underthan umb irer wittung willen nantten kreutziger der menschen. Dis zu meiden, als sie fursten der geburt zu homeister hetten, sy wolten genant sein Deutsche herren und in solcher herligkeit sie worden wie notturftige menschen durch krig. So sal ein iederman wissen, mein hertz “ist, und ich nicht gedencke durch meine schrieffte imants zu lestern adir koniglicher matt. von Polen und seiner wollgebornen herren, auch dem loblichen orden Deutsches hauses wolde zu nohende sein, das gebe got nit, sundir sie umbefleckt von mir mit unworheit sollen bleiben. Wiewoll ich im sinne habe der Preussen handel zu beschreiben, so kompt is doch, und ich zu zeiten des koniges von Polen, der Masurer, der Litthauer, der Podo- lier, der Reussen, der Samaiten, der Cawer, der Leifflender, der Sweden, der Gottlender, der Pomerern und sust andere lande werde gedencken und dis darumb furwar, die historia hat sich mit den Preussen angehaben, adir sie in dem mittel sein, adir sie haben dovon ein ende und ursach, adir sie komen mit im zum handel. So ist auch a) A ausgestrichen tippberon, verbess. ziffern. A’ zieffern. O ziffer. b) A: wen ru der zeit wie ich in diesem bache d. dr.’ d. o. meine: am Rande wie sich in diesem buche. A’ hat beider im Text. Die recip- Lesart in C.
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9 sit meine meinung und ich welde sagen vom gautzen Deutschen orden, sundir ag so viel, und is die Preussen antrit, is were den sache umb ielerung der historien ich weiter griffe mit worten, domit man die worheit irkennen mechte. Die ursach, die mich hat bewegt zu schreiben ist dy, und der eine das und der ander dis sagt von den Preussen und die bucher von den historien sein gantz heimlich, der sint man vil eronieken vorbrantte, wen etliche in Preussen irer vorfarn handel sich schemeten, dorumb etliche bucher vormauret woren und in kurtzen ioren gefunden sein und sie mir zu der hant quomen!); das denne die Preussen mogen wissen ir herkomen und gedrengnis, ich is habe beschrieben, wie die bucher is ausweisen und die worheit is, noch der weise, wie alle oronicken ‚war sein. Wiewoll* zu zeiten ein ding sehr nutzlich ist, so is* aber nicht eine weise hett, es wirdt von vielen vor- achtet; domit aber die undirweisung in diesem buche mogen vor- nemlich und ordentlich sein, so wirdt dis buch haben seine tractat, und ein iglich tractat seine capittell und ein iglich capittel seine para- graphos mit den historien. $ 6. Summarlum. Der irst traotat sagt von gelegenheit und eigenschafft des landes zu Preussen mit seiner influentia des himels. Secundus" sagt, wie das lant zu Preussen gefunden ist worden von den, die ausz Scandia getrieben wurden von den Goettir, und welch ein leben sie gefurt haben, und von irem konige und seiner gesatzten farsten im lande. Tertius von dem irtumb des globens und den namen irer ab- gött mit irer geistligkeit und von irer sprachen der Preussen. Quartus sagt von der grausamheit und streitten und blutver- rissang menschliches bluts, umb des willen man sie Bruten hies, die etwan Bruteni genant waren. Quintus sagt, wie der Deutsche orden entsprungen sey- im heiligen lande zu Jherusalem von menner aus Bremen und Lubeke. Sextus sagt, wie der Deutsche orden bei das lant von Preussen komen ist, wies in vorschrieben ist worden. a) A Ist. A’C cs. b) In G römische Zahlzeichen, 1) Diese Anspielung auf bisher verborgene Quellen ist von Gr. ganz aus der Luft gegriffen: sie soll sich vermuthlich auf seine falelhafte Chronik Bischof Christian’s beziehen, *ful. 4a.
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“fol. 4b. 10 Septimus sagt, wie dureh ein: oreutzfart Preussen der Romischen kirchen zu gutte ist gewonnen und die bruder doruff investiret sein. Oetavus sagt von den ursachen, und die Preussen abefillen zu 6 mol von dem glauben und gehorsam der bruder. Nonus sagt von den® bistumb und kirchen und kloster und alle geistligkeit im lande zu Preussen und iren regenten. Decimus sagt von dem abefallen der Scalawonier und von den streiten mit° inen, von welchen man kwam zu schweren krigen mit © den Samaiten und Litthauern. Undecimus sagt von dem lande zu Preussen, wie is gestanden hot, do is die homeister in egener person regiret haben. Duodecimus sagt von dem ursprunge des ewigen kriges und zweitracht der bruder und iren lehenherren der Polen. Terciusdecimus sagt vom lande, wie is ist gestanden in seiner bluenden magnificentia und reichtumb. Quartusdecimus sagt von der wutung der bruder auff die Polen, yn welchen sy das halbe konigreich einnomen. Quintus decimus sagt, wie die bruder gleich wie unsinnig woren, dorumb und sie den streit auff dem Tannenberge widder die Polen verloren hetten, und wie sie sich rochen an den Polen und Preussen. Sextus decimus sagt, wie die bruder und das lant zu Preussen in ewige findtschafft quomen und noch sein. Decimus septimus sagt, wie sich die Preussen entsatzten widder die ungerechtigkeit* der bruder und wolten ire sachen klagen dem bapste Calixto III irem erbherren, sundir sie es in vorboten bei leib und gutt, und sie sich irgoben in beschirmung des koniges von Polen bis in austragung der sachen. Decimus octavus sagt, wie in dieser sachen war ein krig 12 iar lang und die bruder vorloren das gantze lant und der konig Kazimirus in widdergab halb Preussen, dovor sie im dienen sollen, in welchem im dienten b. Ludwich von Erlichausen, b. Heinrich Richten- berg, b. Merteu Trugses und b. Johann vom Tiffen, alle homeister, und b. Heinrich Reuss von Plaw homeister. Decimus nonus sagt, wie marggraff Fridrich von Meichsen diesen gehorsam brach und sich dowider satzte. Vigesimus sagt, wie der homeister marggraff Olbrecht von Ansbach den konig vorschmehete und sich auff Polen und Preussen schickte zu vorderben und zu Krigen. Vigesimus primus sagt von dem unbarmheıtzigen krige, den a) eine A. b) dem A. c) mit — mit in A am Rande nachgatragen.
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1 die bruder und der -homeister nanten den: AungBankns alir reit- terkrig. Vigesimus secundus sagt klerlich von allen stucken und ursach, wie das schone lant von Preussen vordirbet und alle tage abe- nimpt in seinem handel‘). 8 7. Eine sunderliche frage und auflösung umb guttis gewisssens willen vieler menschyn?). Etwan ym lande Brudenya, itzumdt Preussen genant, woneten grausame mensehen blat zu vorgiessen der leut. Dieses volkes erbher berumete sich Maso ein furst, wy er is were, das volk aber in Preussen im und den seinen is nie wolden gestendig sein, sint dem ir landt ein konigreich war nooh art der zeit, darumb: wen ander underthan irem herren Masoni* zins und urkunde brochten, die Preussen mit heeres krafft und im sein landt vorderbten mit brandt also zwingende, und er ınuste ihren abgötten oppher thun und iren kyrwaiten ere geben, wen sie meinten, die Preussen solten nimandis dienen, den ihren gottinnen und den kyrwaiten umb ihrer grosen heiligkeit willen. Do aber mit der zeit Maso kinder 'oristen worden, sie in gott getrauten und stritten mit den Preussen. Zu zeiten die herren von Masonisb geschlecht gewonnen, zu zeiten die Preussen und als die Polen in groser zweträcht lebeten, die Preussen Maso landt gantz vor- derbten bis auff Plotzka und etliche stete me. Conradus ein erbe Masonis im lande Masaw itzundt genant wolt* diesem ein vorkommen machen, er nam aus Leifflandt die schwerdt- bruder und in gab Dobrin das laat, si solten Preussen bestreiten, sündir sie würden irschlagen. Dornoeh vom: rothe des bischofts von Preussen Christiano er schickte in ken Rom und lis Hermanno von der Saltza, homeister Deutsches ordens, 'autragen, wult er sich underwinden des landes zu Preussen und streitten wider die wutenden Preussen, er wolt im zu einer herberge ein furstenthumb Chelm genant [geben] ® und wolt in hellffien mit krieges volcke zu Preussen und so sie ganta Preussen hetten, nach irkentnis der herren si solten Preussen mit im a) AA’ Masdvi. b) AA’ Masovis. c) fchlt AC, A‘ ergänst eimmkunen. 1) S. d. Einleitung. Tractat 22 ist in der vorliegenden Redaction 24 geworden, 32 und 23 sind als Fortsetzung hinzugekommen, 2) Da diese Einleitung nur ein Auszug aus dem weiter unten ausführlich Er- zählten ist, so verweisen wir in Bezug auf die. Erklärung des Einzelnen dorthin, *fol. 5a.
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"fol. 5b. 12 teilen und Chelmo gantz roymen, si solten auch ir tage nicht wider die erben der Polen thuen und in streitten wider die ungleubigen noch vormogen hellffen.. Dis antragen quam vor den bobst Gregorium IX und er hat es gebilygett adir gelobet und auch so bestat, und der ho- meister nam is an. Seine bruder quomen und in hertzogk Conradus baute ein slos Fogilgesang genant uff das landt zu Preussen und auff sein landt umb zuflucht willen und von dem* sie stritten mit den Preussen, abir sie nix gewonnen. So wardt bewegt der bobst Innocentius IIII und auff bitte des fursten Conradi und der bruder Deutsches hauses, und er gab ein oreutzfart uber Preussen mit der underscheit, was man wurde mit. der creutzfart gewinnen, das solt sein ein güt der Romischen kirchen, und wem sie es befelen würde, der solde is besitzen umb ein ierlichen tribut zu geben der Romischen kirchen. So komen zu haüf alle fursten aus Polen, von den Deutschen ag do woren hertzog Heinrich von Lignitz, sandt Hedwigin son, und Swan- topolo der furst von Pommern und mit eim andechtigen streite sie gewonnen Preussen ind eim feltschlon. Die fürstenn geiobten den Preussen, die sich gefangen goben, sy ag solten Auffnemen die tauffe, man würde sie halten ag noch dem rechte der Polnischen paüer. Von solchem die Preussen sich irgoben den brudern das gantze landt, wen die fursten hetten gesagt, wie sie der pobist do yn seine stelle gesatz hatt, und dy Preussen nomen sy auff und vile lissen sich teuffen, und regirten sehr woll. So starb hertzogk Conradtt und den brudern beschit ane willen seiner erben Cheimerlandt und in irlis die teilung von Preussen, und dis wart bestat vom pobste Innocentio IIII und der homeister Conradus von Doringen? doruber investirt wardt umb ein tribut. So huben an die bruder mechtig zu bauen, zu® welchem sie die Preussen mechtig beschwerten mit schatzung und in nomen ir recht und* broohen die zusagen von den fursten ‘, darumb die Preussen un- geduldig worden und darauff retten, im korren man sie® ubel ausrichte. Is quam, und bruder Walradüst Wunderlich die elsten Preussen wol 50 zu gaste lut und sie alle vorbrandte mit der herberge, und dis die Preussen rochen und viellen vom gehorsam der bruder, sie ir- slahende, ire slosser brechende, idoch zum letzten die bruder ge- wornen. Jacobus ein legat quam vom Alexandro IIII dem bobste und er a) A den. b) A im. c) auch C, fehlt In A C hat für ag stetna auch. d) Dornigen AC. e} in (". f) zusagung der fursten CO. g) s. m. A. h) Volradus C.
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13, den Preussen und den brüdern artickel der einigkeit satze, umb welcher brechung willen die bruder zu ewigem sehaden quormmen. Idoch: die brıder nomen uberhant und vortilgten alle Preussen ire ungehorsame und die slimesten sie fürten in besünder dorffer und sie untuchtig machten in allen handlen zu redlichen sachen, und heut so sein. Do- mitt sie aber getraw pawer und burger hetten, sie vormochten herren und fursten, und sie in schickten ire Deutsehe leute, mit welchen sie Preussen bauten® und besatzten, mit diesen sie furter und mit andern gesten mechtige streitte auff den konigk von Polen unde im einnomen sein halb konigreich. Dis wardt dem bobist geclaget, und er gebot dem orden zu reumen Polen und vor den schaden zu geben eine summa geldis. Diese sie nicht goben unnd vorsamleten volck aus frenıbden landen und krigten auf! Polen. Diesen kriegesleuten sie nicht hetten gelt zugeben, sondern so in die dorffer vorsatzen, und also der adel ins landt quam. Die Polenn woltten rechen ihren schaden und hilten ein feltslon mit dem orden, und die Polen gewonnen auff dem Tannenberge. Dis woltenn rechen die bruder und mechtig gros gelt von Preussen dem laude vorsamelten und io me sie arme leute schetzsten, io me sie wolten, und doch ermer würden, und die Polen mechtig vornichten und do widder die Preussen tag bei tag frede begerten, und man wulde sie nicht irhoren. Die bruder quomen in zwetracht underenander und dem ho- meister ungehorsam woren ’, der bomeister wolt im frindtschafft machen, er vorgunt dem lande, und sie ein bundt machten, die ritterbanck ge- nent, und das hilte diese ritterbanck, bestate der homeister und der keiser dornoch, idoch mit eim schedlichen underscheit. Die brüder theten vil umb der‘ ‘bang willen und das landt wolt sie nit reumen, die bruder dem lande droiten! und sie zum keiser luden, der keiser hefül den Preussen den brudern gehorsam zu sein, dorauff die Preussen sprachen, si köndtens nicht thun, wen viel mal in ihren* sachen die zu klagen man sie mit gewalt vorhindert hette, und zogen so° weg in ir landt mit ihrer protestation, wie recht ist. Im lande die Preussen komen zu haüffe und bedachten ir zu- kunfftiges vorterbnis, wen sie wusten, wie man den adel todten wolte und stette umbhauen wolte, sie beritten sich und entsagten dem ho- meister und den seinen seiner gewalt ubunge wider zu stehen, sagten im auff alle lehengutter und eidtschafft. Sie zogen zum konige von Polen, namen in auff zum beschutz- herren, sondern der konig wolte des gewissen spilen, und domit er a) b. Pr. C. b) wurden Ü. c) A des. d) dremetten Ü. e) also C. *ol.6a.
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"fol. 6b. 14 seim. namen mochte’ ein gestalt machen, se wolde ehr, sie solden seiner krone sehwaren, wen die krone von Polen het ein anspruche zum lande, das theiten sie auch. Nu ist von in beiden lang gekriget, und die Preussen mit dem .konige gewonnen, und der konig gab den brudern sex furstentaumb,. vor welche sie im dienen solten und im schweren. ea So ist nu ein’bekumernis ob nu dieser obgenanten sachen willen auch billich die Preussen untrew vorreter” sollen geacht werden. Es mochte imandt sprechen: ia. 1. Den was von viel leuten und in vielen landen wirdt geret, ist es nicht alles wor, so mus io nicht alles irlogen sein. Nu wirdt in allen landen von vielen . menschen geret, wie die Preussen vorreter ihrer herren sein, wen der? reim lautet: ; Ein Poll ein. dieb, ein Preuss seinen herren vorrit. 2. Wer do bricht seinen willigen eidt, den er hot geschwozen seinem herren, der ist ein vorreter. Nu haben die Preussen wieder ihren ge- swornen eidt ‚gethan,. den sie dem homeister geleistet, dorumb etc. 3. Wer do entzeith seinen gehorsam im der zeit, do die feinde seinen herren beschedigen wollen, der ist ein vorreter. Nu seint die Preussen zu den Polen gefallen, der bruder feinde, do sich die Polen an den brüdern rechen® wolten, darumb! ete. 4. Wer do offenbart, wie man mag bekomen die gütter seines herren, domit sie komen in frembde hende, ist ein vorretir, und die Preussen haben dis geton mit den slos- sera ihrer herren, und dorumb sie sein vorreter wie Absolon der son David. 5. Wer do entblosat vorborgene personen, domit sie werden gefangen, ist ein vorretir, und die Preussen haben entplost, uud man hat gefangen? Jie person des ordens, und dorumb sie wie Jüdas sein. 6. Wer do ofienbaret den heimlichen ratt seines herren im geteilet ", ist ein vorretir, die Preussen haben den Polen geoffenbaret, wie sie die bruder in kriges weise wolten uberzien und darumb etc. ?7. Wer do nit stehet dem rechte und sich mit gewalt bemannet wider seinen herren, widerzustehen seinem orteil, ist ein vorreter; dis haben die Preussen getan, darumb ete. 8. Wer do bewegt eine gemeine zum aufflauff* wider seinen herren, ist ein ‘vorreter, dis hat der adeli und die rett; der stette gethan in Preussen und das gemeine volck zuk be- weget, darumb eto. Dawider ist aller recht erlöben, das man gewalt, die schaden bringt, mit gewalt mag vortreiben zu nutz und fromen, und also ubelteter schwechen von nutz wegen der gemeinen, den wer seine a) m. s.n. C. b) v. in A am Rande nachgotragen. c) A iste. d) A den. ce) A rechenen, A’ rächen, C rechnen. f) und d. C, g) A entpfangen. h) C mitgeteilet. !) A er aber, verbessert ade). Ar: wohl umb mit den rest (!) k) darzu C,
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15 zusage bricht, dem mag man auch billich brechen, was man im ge- sworen hat, so haben geton die Preussen. $ 8. Ein vorklerung dieser bewegunge. Man sol wissen, wie alle ding, so geschehen sein mit den brüdern Deutsches ordens in Preussen, sein gescheen von der straff und vor- hengung gottis uber sie von wegen ires unordentliches lebens, homüt, ungerechtigkeit, verachtung christlicher setzüng und das sie mehr auff menschen dan auff got vortraüten. Die stucke werden also beweret. 1. Züm ersten von* dieser straffe schreibet die h. konigin von Sweden Brigitta im 2. buch ihrer offenbarüng am 19. cap.: der guten binen art sollen haben die geistlichen menner, die mein kreutz (spricht Christus) tragen, welche ich gesatz habe in die ende der christenheit vor sie zu streitten, sonder itz streitten sie wider mich, in dem, und achten die seelen der untherthanen nicht. Sie haben mit den leich- namen irer unterthanen kein mitleiden, sie benemen ihnen die züge- sagte freiheit, sie underweisen sie nicht im glauben, sie berafben sie der h. sacrament und schicken die untherthanen mit grosserm be- träbnis und vordampnis zur hellen, den wan sie bliben weren in ihrem alten irthumb. Sie thun ihre streitt? allein darumb, das sie mogen aäsbreiten ihren namen und gerüchte mit hoffart und doneben mehren ihren geitz und herligkeit, darumb wirdt uber sie komen die zeit, in welcher* ire zene innen sollen zubrochen werden, ihre rechte handt sol in vorlemet? werden, ir rechter fus sol innen vorsnitten werden, und sie sollen hincken und sollen also leben, domit sie sich sollen er- kennen‘). So dis den gott wider sie vorbin gesagt hott, und die Preussen in dem gottes willen geton haben, so haben sie in dem nicht ubel geton, wen was gott will, das ist gantz billich, und darumb Augusti- a) A vor. d) theten sie yhre streitte A ausgestr. c) weicherer AC. d) A vorlemnet. 1) Revelationes 8. Brigitte Nürnberg 1521. lib. II. c. 19. (om Ende): Dico tibi mune, quod tales apes deberent esse illi eruciferi, quos in illis finibus terra- ram Christianarum posui. Sed iam ipsi pugnant contra me, nam de animabns son carant, non compatiuntur corporibus conversorum ad fidem catholicam et ad me de errore. Opprimunt enim eos laboribus, privant libertatibus, in fide non instruunt eos, sacramentis privant et eum maiori dolore mittunt eos ad infernum, quam si starent in suo assueto paganismo. Nec etiam pugment, nisi ut dilatent superbiam suam et augeant cupiditatem suam. Ideo veniet eis tempus, quo con- fringentur dentos eorum, manus dextera mutilabitur et subnervabitnr dextor pes eorum, ut vivant et se ipsos cognoscant.
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*fol.7a. 16 nus uber das buch Josüae, welchs seine worte im geistlichen rechte 23q ce dominus: mit nichte sündiget her, der von? gottis willen ein krig furet oder ein andern das seine entfrembdett vor seine arbeit, wie den die kinder von Israel theten den von Egipthen, und wie Jo- roboam thete Roboam, dem konige von Jerusalem, den Roboam umb* graüsomheit und umb ungereehtigkeit willen kegen seine untherthane, domit er gedemüttiget würde, vorlor® die zehen geschlechte aus gottis vorhengnis. Es mocht aber imandt sprechen, dis ist kein gleichnis, den got befül dis innen mundtlich, das ist den Preussen nicht ge- scheen, darümb haben sie ubel geten. Höre, es sein so gar viele stucke geoffeubaret von gotte auch allein durch den h. geist, auch dürch sündige menschen, die man offentlichen helt vor ein ding wie eg gott. gebotten hette mit seinem ımünde, als von Caipha, der do sprach, es were von nötten, das eine mensch stürbe, domit die gantze gemeine nicht vordürbe, und solcher stucke viel, und so‘ in solcher weise mag ich sprechen, is den Preussen von got eingegeben ihrer herren hoffart zu stillen; solch eingebüng seint keinem recht unterworfen 20q ? due sunt et in c. licet. Das ist so viel gesagt, und keines rechts auspruch dorinnen dorfiten irsuchen. Das aber die Preussen aus gottis vor- hengnis und willen die brüder vortrieben haben, das mag man aus der geschichte abnemen: bei den steten woren mechtige slösser, die gantz wol vorsorgett waren auff viel iore, und ein igliches das wenigeste hette? voraus erlitten den konig von Polen 3 ior davor liegen in * kriegesweise, die liessen die herren wuste liegen, aus forchte vorliffen die inwendig 4 wochen, das sie die Preussen alle einnemen und zu- brochen, hette es gott nicht wollen haben, so hettens die Preussen nimmer konnen enden. Derhalben zu achten ‘, das es ein straffe von gott war uber die brüder. So sal man weitter wissen, wie die brüder vormochten herren und fursten in Deutschen landen, und sie vorgonten iren unterthon, und sie mochten in Preussen zihen, mit welchen die brüder ihre stette be- satzten und goben in freiheit und privilegia, wie ander stette in Deut- scher nation haben, und mit diesen, die gutwillig woren, die brüder manchen harten streit fürten, die auch eim konige zu schwer weren gewesen, wie es das iar 1410 in welchem noch entsagüng die brüder mit Wladislao Jaglo dem konige von Polen und mit Alexandro Wi- totido auff dem Tannenberge ein streit hettens und die brüder* ver- loren, in welchem bliben 20tausent man aus allen stetten, dorfern, lengüttern ', und also die stette wuste wurden; so war ein brüder a) A aus übergeschrieben, von aus C, A’ aus. b) C vorlorer X. c) AC «nl. A) A heiten. e) A im. N U erachten. g) zu ergänzen etwa, erweist. Ih) A brüdern. 1) und C.
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17 homeister, dieser domit er widder® fülle stette hette, wen er mit seinen brüdern gleich wie entsatz woren von zoren, und sie sich wolden rechen an den Polen, er nam die auslender, die auff ihren slossern gedinet hetten, und in nicht lon gegeben hetten ®, er yn edle“ frauen, iungfrauen, burgerinne, scholtzinne? freihete® an iren solt wider die gewonheit des landes zu* Preussen, wen von anbegin eine witwe nyt nam einen arderen man, so sie mit dem irsten kinder hette gehabt, und welche fraw den man nichte wolte nemen, den ir die bruder freihetten ', die solte aus dem gütte gehen, und von solchen is quam, wie von der bräder gesinde etlich edel, etlich erbar, etliche kuchenknechte, etliche märsteller, etliche ieger, etliche stubenroüch, etliche hündeknechte weren und sie, wie gesagt ist, quomen in grose gütter und würden rottherren, si goben rot und thot dorzu, und man arme leute beschetzte umb mechtig gelt, domit ınan kriges volck auffneme; als aber der ge- meine man nix mehr hette, man greiff die rottherren an und suchte sache zu ihrem gütte und- nam es innen. Die bruder in den heueser irer knechten sich bekant machten und quomen, wen sie nit doheim waren. Und dis und ander homüt mit ubriger gewalt, so in die bruder thetten, wolten sie dem bobist klagen, das wart innen bei dem halse vorbotten; mit der zeit klagten sie es dem homeister, der vorgunt in ein bündt zu machen und gericht? zu sitzen, in welchem solche gewalt solte gestrafft werden, und dis von im und vom keiser bestatt wardt. Wider dis woren alle kompthores, die appellirten zum bobiste, der schiokte einen legaten, welcher den bündt vortilgete und bei dem banne vorbott. Die stette und der adel so bei den brüdern erzogen waren und wusten ire macht und eigenschafft, wolten diesem nicht gestendig sein und appellirten auch zum bobiste. Dorwider woren die brider und sprachen: wir werden nicht ee ein gehorsam landt' haben, wir lassen den" ungefehr 300 mahn uber die klinge springen, und sie liessen machen richtswerdte und sprochen, mit diesen wollen wir lonen den unsern, die uns vorgedinet haben, und sie in grose gütter gesatz, itzundter sein sie wieder uns. Noch diesem dreuen! würde ir viell bei nachtzeitten aüffgehaben in den edien höffen und dürch den todt vorloren, die andern auff und zum konige von Polen in den dinst. Do- vor fünden die brüder ein rat und lüdden die vom adell mit den bür- gern zum keiser. Des landes bothen wurden zum irsten gefangen, auch etliche erslagen aüff dem wege. Zum anderen, do sie vor den keiser quamen, wardt das landt unrecht gesprochen. (So wolten die Preussen seines urteils nicht stehen, den er hat nicht acht gehabt auff a) wideramb C. db) h. fehlt C, c) AC edlen. d) AC wiederholen Iungfrauen noch einmal. ©) freiheten AC. f) A freiheiten. g) ein g. C. hb) da ehe C. I) C lermen. "fol. Tb.
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*fol. 8a. 18 die klage, die sie getan wieder die bruder, und sie protestirten wie recht, wolte man ihre sache nicht orteilen, sie wolten orteil leiden und so es nicht thun wolde, appellirten sie auff den, der gewalt und unrecht mit gewalt und recht künde.) Von welchem* sie heim, den brudern sie entsagten, brochen ire slösser und machten sie zu diener der Polen. Diese ire knechte haben dis geton in ıneinung, das die herren gestrafft wurden umb ir übelthat. .Derhalben sein sie nicht zu schenden, den got spricht: las nicht leben den ubeltheter. So sie es aber aus neit geton hetten und sich zurechnen, so were es vortumlich, den niemandt sol sich selbst rechen . Das aber alle dingk von got ist uber die brüder, das neme man abe aus ihren geschefiten, wen itzundt 65 iar lang, itzündt mit dem keiser, itzündt mit dem concilio sich getrost haben und die ihren, wen in iren handeln wurden sie yn das landt mit frieden zusprechen, und habenn umb diswillen gelt vorzeret, so mit erungen den fursten, so mit vorrechtung zu Rom, so mit den bot- schafften v, domit es so vil ist, und wen sie es zu hauffe hetten ge- halten, is were so viell, das sie mit dem gelde hetten Preussen dem konige mogen gründtlich bezalen, sonder, sie wolten kriegen, sie hetten domit gehalten 100000 man ior und tag. Und wie sie es angriffen und alles, was sie theten, war gantz umbsonst, wen gleicherweise wie in Christo alle propheceien musten erfullet werden, also auch mit den brudernn in Preussen; wolt got, das sie sich irkenneten, dieweil sie noch ein furstlich auskomen haben, domit umb pochens und sterckung der büiberei dasselbige nit vorloren me, was sie itzundt aus gnode der herren besitzen. Antwort. Auff die 1. angetragenden stucke, dürch welche imandt meinete zu beweren, das die Preussen ubeltheter weren in ihrem handel der vortreibung der bruder Deutsches hauses umb ihres homuts willen. Auff das 1. was von‘ vielen landen? wirdt gesagt mus zum teill war sein. Antwort: Ist das geruchte und geschrey aus- komen von redtlichen und vornunfftigen leuten, so mochte etwas daran sein, aber die, so die Preussen beruchtiget° haben, sein leichtfertige leut, als die das gut der Preussen vorslemmet haben, welchs, do die bruder in Preussen in groser not ihres ordens stolen und in sandten; hetten sie ihre gut im lande behalten, es were zu der stimperey mit dem homeister nicht komen. Noch dem aber gar viel seindt, die von den guttern der Preussen schon geton haben, dieselbigen, weil in nun ein fettmaul abgehett, schelten sie die Preussen wie menner kleines ge- wissens vor vorreter. a) rechnen C. db) OÖ hotschafftern. c) Cod. hette. d) In A zweimal. e) berichtiget A.
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19 Vom reim aber. Es ist war und ein bub hot in gemacht: auff etliche Deutsche lande, denen zu hon also läutende: Ein* Österreicher ist ein weibe streicher, Ein Bayer ist ein schwein maier, Ein Vojttlender ist ein frauenschender, Ein Meissener* ist ein gleissener, . Ein Schwab ist ein schwetzer, ein Behem ist ein ketzer, Ein wnbeschnittener Sachse ist wie ein iunger ochse, Ein Siesier ein gemiedter kuhleffel, ein Pomerenoker” ein guttwilliger ehepuchell, Ein Poll von natur ein dieb, ein Preusse seinen herren vorrit. Soltn® nun solche schalkspruche war sein, sag mir, welch lut- therbub mochte von frommen mannen nicht ein reim machen, und sie von solchen lottern berichtiget werden. Auff das 2, wie die Preussen haben gebrochen ihren gesworen eidt den brudern, die ihre herren woren. Antwortt. Den brudern von anbegin, als innen vom bobist Innocentio IIII das landt Preussen wardt bevolen, wart in geboten, das sie dem lande solten halten alle zusage, und dorumb ein iglicher homeister, wen er im lis sweren, sprach er wider: ich wil euch beschirmen und hanthaben in allen eurn rechten under alten zusagen, so werlich mir gott hellffee und sein heiliger ‘. Sint dem dan die bruder nit vorrettlich haben ge- handelt, in dem das sie ihren eidt gebrochen haben *, konnen die Preussen auch keine vorretter sein; nemlich solte eidt brechen ein stuck der verreterey sein, so were die gantze pristerschafft Romischer kirchen und gemeinliglich" die gantze kristenheit vörreter, wen sie gar viel mol brechen yhren gesworen eidt, todtlich sundigen und sein doch nicht vorreter. Aufis 3., wer do entzeucht seine hülffe seinem herren in der zeit, so in etliche beschedigen wollen seine feinde, wie die Polen den *fol. 8b. Preussen geton haben. Antwortt. Die Polen sein der bruder feinde, . dorümb das innen die bruder nicht geben vor ihren schaden, was der bobist irkandt hatte, und der babst und ire legaten, solten die Preussen den brudern haben geholffen wider die Polen in unrechter sache und so die bruder gesterckt in ihrem ubermut* auff sich selben? Das darffen und sal nimandt thun, wie alle rechte lehren. Auffs 4. Wer seines herren gutter offenbarett, das sie in der feinde hende komen etc. Antwortt. Man hot den Preussen nie a) A Meichser, b) C Pomereniker. c) A soltu A’Ü solten, d) A werdeich A’ wahr. e) A hellffen, f Rier scheint ein Wort zu fehlen, vielleicht geist. 3%) in dem — haben fehlt C. Li) gemeiniglich Ü. 9% *fol.9a.
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*fol.9 b. 20 wolt® vortrauen des ordens gütter, sondern ein hundt war dowider an- genemer, wen sie, sindt dem und man nit me gelt het zu geben. Wen dis wor ein spruch in Deutschen landen, so einer noch einem dinge stundt mit ungestumigkeit, dem antwortt man also: und sol dir angst noch dem sein, wie eim creutzherren in Preussen noch gelde, doch soltu es nicht haben. Das aber die Preussen der bruder stette goben den Polen, das haben sie geton jure repressaliorum ®, dovon ist ff. de in integrum restituo. lege scio, wen man durch keinen weg er- kante, und sich die bruder kunden demutigen, den durch diese weise, und dis wirdt irleubet C. de appella: lege si quis ff. ad 1. Cornel. de sicca ©. 1. furem und sonst an vielen orten. Auffs 5. Wie man hott gefangen die personen des ordens und sie eingesatz vor ubeltheter. Antwortt: Wor ist, das man sie ge- fangen hot, aber niemandtt getötiet, so doch die Preussen iren abge- sagten feinden mochten so wehe thun, als sie kunden, den die Preussen suchten der bruder tot nicht, sondern beflissen sich, das man ire hoffart stilte, die sie wider got trieben, und dis mag sein ar. ex. in Clemen. de homici. und 23 q. 3 $ item ab aliquo. Aüuffs 6. Von der offenbarung der heimlichen rötte der bruder, wie sie Polen® wolten uberzihen. Antwortt. Von anbegin hilten die bruder ire sache so heimlich, das es vorswigen wardt: wie die auff- erstehung Christi, wen sie durch brieffe selber in Deutschen lande kunt machten, domit sie geacht mochten sein. So frage ich, ob die Preussen in dem ubel getan hetten, so sie die Polen, iren nachgwer, hetten in dem gewarnet, so die Preussen wol wüsten und die bruder zu innen sich! nötigten. Eines weis ich, und in christlichem glauben kein knecht schüldig ist zu hellffen seinem herren in solchen sachen, die er ubet kegen seinen nehesten in homut und ungerechtigkeit. 'Daz dis® ist, erfehret man heute, wie alle rechte stroffen strausreuberey, 80 wol in dem knechte als in dem herren, wo nıan sie irgreifft. Also furstlich die auch mit eim gesalbeten-konige in ein krieg gingen. Aufi* das siebende von dem, das die Preussen nicht sein ge- standen, das ist, und sie nicht haben gehalden den sententz vom legaten gesprochen und auch vom keiser, das sie solten die ritterbanck, das ist das gemeine gerichte der beweltigten" ubeltheter, lossen faren und sich der vorzeihen. Antwortt. Der legat thet in dieser sachen wider recht, den die bruder in dieser sachen nie hetten bäpstliche mit- lunge begert, so sie vor den keiser die Preussen geladen hetten, so denne umb einer sachen niemandt darff zugleich leiden zweierlei gericht. a) C wollen. b) A represallorum. c) A scicca. d) ists C. e) die Polen C. f) s. 2. i. CO. g) dar fehlt A. h) AC beweltigen.
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21 Die Preussen zum ersten allegirten, wie sie geladen weren vor den keiser, der in ihr recht bestat hett, und vor dem sie gestehen wulden, wider seinen sententz sie appellirten, so den appelliren solchen leuten nicht vorboten ist, in dem sie unschuldig sein. So war es auch nicht rodt *, und die Preussen ir privilegium vom homeister geticht, bestatt und vom keiser bewertt solten® lassen faren, so die rechte sprechen: der eim° unsinnigen ein schwerdt in die handt thut, thut der unsiunige mit dem swerdt ein leitt, er darffs nimandt klagen, wen? dem der im dos swertt hot geben und dieser* sal dem beschedigten den schaden auffrichten . Dis wusten die Preussen, hetten sie ire privilegias ge- reimet, die bruder hetten unleidlich gewalt‘ geubet uber sie und nie- mandt gescheuet®. Item so die bruder viellen sententz der kirchen nicht gestendig woren gewest ihre tage, in dem gott strofft und ehr die Preussen erlauffte, und sie den einen sententz nicht kunden halten, wen gleich vor gleich ist gottes recht. Anfis 8. Von der bewegung der gemeinen, auff und auff- lauffs®, den die rette in den stetten gemacht haben wider die bruder. Antwortt. Wer do macht aüffrur wider den, der do will wircken das einem gemeinen nutz wider sein recht ist, der wirdt ein solcher billig genant. Wer aber rott gibt wider den, der ein tyrann und witt- rich ist eins gemeinen nutzes, dieser stehet zu löben. Man höre: die bräder zu der zeit woren under einander so parteisch, das einer mit dem andernn nicht essen noch trincken wolte, einer schalt den andern vor einen vorreter. Die dem homeister beistandt thetten, so die in die kirchen komen, gingen die ander heraus, als for offentlichen vorretern. Die kompthores vorschwuren sich wider den homeister, und so er imandts wurde wellen abesetzen von seinem ampt, sie wulten stehen vor* einen man. In dem ein kompthor umb worte! willen auff den anderen reett, in brandte und schaden thette, so’ den ein sulch jamer wieder einen gemeinen nutz war. Die Preussen, die des rottes der stette woren, so sie von armen leitten gefrogt wurden, wie sie ihren iamer stillen solten, sie sprachen, wen es gots wille were, das man solche parteische munche reformirte, so were es gutt, und wie man das h. grab gewinnen, wen so parteisch woren die bruder, domit ni- mant den ketzern widerstandt thun wolde®, als sie aus Bemen in Preussen mechtig herten und vorbrandten. In vorgangenen tagen: sie vormessen sich den konig von Polen mit 70000 man niderzulegen, itzundt in ihrer zweitracht wulden sie 8000 ketzer nicht widerstehen, ®) A nott, darüber rodt. b) Cod. solte. c) A ein. d—d) in A am Rande. e)Adlı. NA arbeit ausgestr., darüber gewalt. g) geschendt A, daran verbessert gescheuet. h) A auffslauffs. 1) A borte (?) %) Cod, wolden. *fol.10a.
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*fol. 10b. 22 wen sie vorhingen es, das man das landt so tribnlirte. Spricht imandt: kein knecht mag entsagen seinem herren, die Preussen sein knechte der bruder gewesen und dorumb haben sie mit gote nicht kunt entsagen *. Anttwortt: Es seindt zweierley knechtschafft oder dinstbarkeitt, eine wirdt genant dispotica, das sein municipia'), welche die man im krige nimpt und sie bei dem leben behelt und diese sein gantz eigen, also das alles was sie irwerben, ist ihrer herren. Solche knechte sollen die christen hewt nicht haben, so die knechte wollen christen sein, und umb solchen dinste sein die Preussen nicht. Der ander dinst wirdt genant politica, in welchem dinst der knecht seinem herren dinet umb ein genantes, in welchem der herre dem knechte pflichtig ist zu halden alles, was recht ist. In diesem dinste, so der herre meret, und sein ® knecht nicht helt seinen dinst, er mag den straffen und urloben, so aber dem knechte nichtt wirdt gehalten das recht und zusage seines herren, er mag vermanen seinen herren, will er in nicht horen, er mag es klagen der obrigkeit, hilfft dis alles nicht, er mag seinen dinst auffsagen und der herre sol im vorgünnen‘ sein veterlichs zu nütz zu bringen, woltt aber ein herre aus homütt den knecht beschedigen, unıb dis willen der knecht magk sich entsetzen, wie er kan, zu welcher zeit er sein knecht nieme" ist, und sie beide zu gleiche seindt dem rechte underworffen. So haben gethon die Preussen mit ihren® brudern. Der Preussen herre ist die Römische kirche, wen‘ es ist ein landt gewonnen durch die creutzfertt. Von diesen stucken allen sagen* die historien dieses buchs klerlich beschrieben von denen, die zu der zeit bey und ob dein handels ınit gewesen. Fragt imandts: was sol man halten vom!" könige zu Polen, den der hatte einen frede mit dem homeister gemacht und das sacrament geteilet mit im genomen von beiden teilen. Uber das hatt er gleichwoll sich mit den Preussen wider die bruder vordiniget. Antwortt. Dis ist also gescheen. Noch dem tode des koniges von Poleu Wladislao d. Jagolo, der Preussen auff dem Tannenberge mit einem! offeutlichen angesagten streitte gewan von den brudern, Wladislaus sein sohn wartt konigk. Dieser wardt nberbetten, er solte frede machen mit den bruderen, dis thett er, und mit in* grenzte, in welchem jar er konig wardt in Hungern. So wardt, nach im Casimirus sein bruder konig. Von diesem man auch ein frede begerte, sundir er wolt in nie zusagen, es were den sache, die a) A kundo sagen, Ü konnen entsagen. b) Ü der aungestr. sein verbessert. c) U ia vorgnügen A vorgünen. d) Ü nimme. c) den ausgestr. ihren übergeschr. C. f) den C. g) C hendelen. h) von dem C. i) A eine (l. eime?). k) A u. C ihm. 1, Verwechselung von municipia mit mancipia, Der Irrikum beruht wohl nicht nur auf den Handschriften.
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23 bruder hilten die sententz, die sie vorlorem hetten- vor den richtern der eristenheit. Von diesen: die bruder und der konig sich bedachten, under dem kwaın der krig zwischen in’. Von dem? und sie das sa- erament genomen haben, ists nix doran, allein soviel, und die ihren, die die bruder wollen beschönen, ein behelff in lügen nemen und slohs vor innen reden. j 39. Ein einrede,. Spricht imandt: so dich dunckt, wie die Preussen wieder die bruder erbarlich gehandelt haben, wie geengstigte leutte, die me dem laden, den der vernunflt sein underwurffen, sag mir, was sol ich von den Preussen halten, und sie im kriege der Francken wider den ho- meister Albertum so gutt ordnisch woren in den stetten des koniges, voraus die im bistumb Heilspergk. Etliche fillen abe vom konige, et- liche fillen abe zum homeister. Dis bekenne ich, sondern man sehe die sache recht an. Des koniges stette in Preussen waren nit wider iren herren den konig und stundem dem orden auch nicht bey, sondern es jomerte sie, das die Polen also jemerlich iren homut trieben und alles vorbrandten, auch alles gutt mit den schönsten kindern in Polen schickten, schonten nimandts, es war des koniges man odir ein ander der stette gutter, dennoch so halff is nicht, wen gleicher weise als mit im die Thatter und Türcken thun und ımorden und brennen und weg führen, so thetten sie auch mit den Preussen. Dorumb* die Polen, die ein sulchs ubeten, die Preussen hettens dem homeister woll gegunt, das er sie hette geschlagen. Das sie in aber fur einen herren hetten begert, das war nit. Die stette, die im vom bischoff zufillen, woren vorlossen von den iren, sie horten von der grausamheit der Polen, sie sich fürchten, sie wusten, und der homeister hett mechtig geschos; do- vor war in leide, so viel lange jar musten sie ihrem herren zeisen umb friedes willen, und sie kanden ir stette nicht vorgraben, so irwelten sie den homeister, domit sie unvorderbet blieben, und dieser sie auch betrug, beschirmete sie nit, und noch etlichem berouben von im qwomen sie in die hende der Polen mit kleiner gnade. Etliche bürger sprachen: ea ist mir gleichs‘ so viel, wer mein her ist, ich mus dem einen gleich s0 wol! mein sweis und blut geben, als dem andern. So waren viel, die stunden dem orden bey wit worten, denn sie wusten nicht die gerechtigkeit des koniges zum lande zu Preussen, und also viell wortte a) C ein. b) AC den. c) C gleich. d) viel ia A ausgestr, wol verbessert. *fol. 11a.
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*fol.11b. 24 führten sie im wanckellmätte‘ und® sie hetten woll gern was° dor- umb geton®, welehe worte auch vor die heuptleuthe des heeres qwomen, das sie sich besorgten vor einen aufflauff. Sollten diese stucke einen vornunfftigen? und beherzten man nicht wanckelmutig machen ? Ich geb es zu erkennen, so ander lande umb kleiner stucke willen sein unbestendig* gefünden, und doch deshalb nichtt vor‘ vorreter geacht werden von® imandts. Idoch* ich wil etliche mit diesem nit ent- schüldigen: ein landt gantz gewonen wirdt ane vorreterey }. Nu frage ich, welche woren die ehrlichsten menner bey dem leiden Jhesu, Judas, der Christ den herren auszbott zu kauffen, oder die burger zu Jherusalem, die im auff sein antragen gelt goben, odir die, so Christum marterten? Immer die, so in! marterten, waren die unschuldigsten, wen sie waren heiden, und sie irkanten nicht Christum, hatten derhalben am wenigsten sunde, wie Christus selber zu Pilato spricht. Die burger goben ir gelt, den von ansagen irer obrigkeit meinten sie, wo Christus wurde umbegebrocht, wurden sie im glucke blihen *. Judas aber vorderte gelt umb Christum aus neidt und geitz. So thetten der bruder soldener mit dem homeister; hetten die Preussen in wollt’ haben, die soldener, do sie das schlos vorkaufften, dorüff der homeister war, sie hetten in auch vorkaufft, sondern die Preussen woren kluger, den der bruder soldener, und wolltens nicht angehn. Der bruder soldener woren auszlender ingesandt von herren und* fursten aus Deutschen landen, und die werden nicht vorreter“ geschulden, wen sie meinten, sie mochten dem ihren nachkomen, wie sie kunden. Also sein die Preussen auch nicht vorreter, den sie irem abgesagten feinde thetten, was sie vormochten, und er wiederumb. $ 10. Schlissung der rede. Ich gebs eim vornunfftigem manne zu irkennen, wie sich die Preussen von beiden teillen sollten gehalten haben in iren nötten die gantze zeit. Do bruder Albrecht marggraff etc. homeister war, sein teill muste viell moll mercklich viell gelt geben, und man gab in vor, das kein krieg solte werden, den der keiser und alle churfursten wurden dorumme handelen *, domit die Polen musten Preussen reumen, und dorumb bedorffte man nur° gelt zu diesem handel, und also vorsicherte 2) O in wanckelmute. b—b) in A am rechten Rande nachgetragen. c) was geru C. d) vor- nunfften A. 6) A umbestendig. f) fehlt A, für v. g. geworden Ü. g) A vor. h—h) in A am Rande. i) Christum C. x) A wurde sie in gl. bl. C wurden s, im gl. bleyben. 1) wollen Ü. m) C fur vorreter. n) A halten ausgestr, dann handelen. 0) n. febit C.
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25 man mit solchem handel sie und nam doch dieweil von innen ir gelt, was sie hetten. Item in diesem geben vorbott man in mit des koniges vollck zu handelen, und wo man arme leutte fandt, die ir ware furten: ins ko- niges landt, so war es gnade, so man in allein das gutt nam, das ex furthe, und nicht dorzu noch? grose busse geben muste. Ire zinse, zeise und ander gelt muste gleichwol gefallen unde gegeben werden. Item sie musten heerwagen schicken, harnisch, pferde, buxen, spise und hellebardten, dem gelde und schatzung ane schaden, und wen sie fragten, worumb sie sich solten auff krig schicken, weil sie-vom ho- meister die zusage hetten, das der keiser dem orden würde Preussen geben, wardt geantwortt: der keiser hatts® dem homeister zugesagt, aber die Polen hetten in uberkaufft, und furchten sich, er wirde seinem° worte widerkomen, und sie wolten krigen auff die Polen. Item man kriegte; die vor hetten gelt geben, die musten ane soltt wider die Polen. Wie schentlich dieselbigen umbkamen, ist wol wis- sentlich, idoch arme lente! musten gehorsam sein. Item man legte in knechte in die hewser, welche gewaltig trieben unflat und deube®, ist ungleublich. Wen man in solt gab, vorspilten‘ sie in, essen und trincken must man in gnug und uberflüssig schicken. thettens die wirtten® nit, so zog man in an fur einen vorreter, den er wer königsch und güntte dem orden nicht das volleke. Item man alug eine seer falsche muntze und war* so beslossen, wurden die burger die nit nemen, die knechte soltten die stette des ordens plundern. Wie nu diese muntze des ordens landt vorderbet hatt, ist unaussprechlich, wen das die burger vor 6 gl. genomen hetten, im vorbitten sor is sie goben umb 4 denaria. Und man machte friede, gleichwoll musten sie zeis und zol geben und mit niemandt handelen. Die untter dem konige hetten jo nicht nott umb geldes willen, wen der konig hilt in alles volck' in seinem solde, allein was die von Dantzke thetten, und dis umb irer festigung und vorgrabung willen. Dennoch gleichwoll liessen sie nicht die reuter aus den stetten ziehen, thetten in mechtig we, und in auch ..war vorbotten mit des ordens vollck zu handelen, das sie mechtig beschwerte und unmutig machte. Item sie hetten auch vollck bei in, und diese meinten sie nit mit treuen, dan viel wurden befunden, das sie den mantel auff beiden schuldtera trugen. So komen die Polnischen kriegsleutte, vortraueten nimandes; wen die Preussen gerne weren ausgezogen, so wolten die Polen nit, den sie besorgten sich vor verreterey, und dieweil schuff a) feblt C. b) A hast. c) C seyne. d) A armen leuten. e) A elser (?) ausgestr., deube darlider. N so versp. C. g) C wirttin. h) fehlt C, io es, I) alle das v. C. *fol. 12a.
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*fol. 12b. 26 der homeister seinen willen. Solt man auch die Polen in den stetten lassen und ire knechte ausschicken, besorgte man sich vorm uberfal der Polen, wie sies auch beslossen hatten. Dieweil sie unchristlich gewalt ubeten und doch ihren solt erlangten, dennoch noınen sie gleich- woll den burgern mit gewalt, und wen sie eine ‚stadt einnomen, und die heuptleute sich vorschrieben, dis hallff nit, die Polen achteten ® die arme leute weniger den hunde, und niemandt war des seinen mechtigk. Aus dem kam es, wie etliche stette under dem homeister sich goben® und wiewol in auch gewalt von den knechten geschach, idoch trösten sie sich, wen sie kunden io mit in reden. Nu neme man zu hertzen, wie mogen thun arme leutte in solchen angsten. 8 11. Namen der fürstenthümb im lande zu Preussen in der weise, wie es etwan die brüder Deutsches hauses hatten. Samlandtt, Sudawerlandt, Scalawonierlaudt, Nadrauerlandt, Na- thangen, Galinden, Ermelandt, Hockerlandt, Pomezanen, Culmerlandt'), Undir-Littauerlandt, Michelauerlandt, Dobrinlant, Pomerellen, Gott- landt, Samaiten, die Newemarckte. Namen der kompthoreien. Landtkompther vom Alteı- hausze, der kompther von Thorn, von Straszburg ®, von Reden °, von Graudentz, von der Schwetza, von der Mewa, von Sluchaw, *von Dantzke, vom Elbinge, von Hollandt, von Kristburgk, von Österrode, von Orteilspergk ‘, von Reyne, von Rangnit, von Licke, von Labiaw?), von der Mümmel, von Brandenburgk, von Konigsberg, von der Balga, von Papaw. Die andern auff den slossern waren voit und pfleger, dor- noch# es der homeister wolt nennen. Namen der unseligen kirwaytenn im teile: Bruteno, Brudeno", Thywaito 1', Deniges*“, Berausto. Maceo ', Meruno, Go- russo”, Thywaito II°, Napayles I°, Tolleyno ?, Thywaito III, Mer- a) © achten. b) U armer leute. c) den h. ®. ergaben (!. d)A Straszberek. e) A Roeden v. fehlt ©. 2) C Ortelspurgk. g) A dornochs. h) Bei Henuenberger (s. Einleitung) Brudono. Die orsteu 3 Namen stehen in A senkrecht unter einander, C hat dies übersehen und sic daher unter die übrigen ge- bracht, wodurch die Reihenfolge verändert wird. |) fchlt CH. k) Leo 5 Deynges. }) H Marco. m) Go- zadeso A. n) H Thywajto I, in © folgt hier Bradono. 0) AU Napellcs H Napeyles. p) L. Tallayno H Telleyoo. NH Th 1) Grunau lässt die Landschaft Barthen aus: die 7 letzten Namen gehören nicht zu Preussen, Gr. zühlt sie nur deshalb auf, weil ste zeitweise mit dem Ordenslande ver- bunden wuren, 2) Labiau war nur 1288 Sitz eines Comthurs, Voigt N, C. 89.
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4 27 gonno *. Carkoins®, Napayles II, Jaygellö, Narwasso, Gindewo 4, Austomo *, Molleino ', Tayto ®, Romiois, Darsgaito ", Mangalo, Bulloisor, Postwo I, Marango, Lawailes, Torroto ', Nerges *, Vibrotos ', Barbaido, Barrando ”, Jargallo ", Tippes °, Leiso, Carkoyo, Pomoloys °, Postwo IT, Napeyles III, Thirsgaito, Nadrosso, Baytonos ?, 'Tormeyso, Kyrbaido *, Alleps'), und diesem sagten die götte, er solt christen werden, wen sie kunden in nicht hellffen vor den brudern. Namen der fürsten und könige, mit welchen die Preussen durch ire herschafft bis in den todt gekrigt hetten ', von Littaw und Samaitenn. Myndowo, Tranyoto, 'Frymoto, Witteno, Putwero, Godemino, Or-' wanno, Nortomanto, Algardo, Keinstotto, Jaglo, Woytotto, Witoldo, alle herren und konige zu Samaiten und Littauen. Von der Masaw: Bonislaus, Janusius, Semovitus, Myeszko, Conradus VII Johannes VI2). Von Pomeren: Swantopvleus, Mastwinus, Przimislaus, Henricus?). Namen der landtkompther zu Preussen adir landtmeister, ehe dan der homeister selber kam‘): Bruder Herman Balk, bruder Poppo von Osterna, Dittrich von Bernheim, Heinrich von der Weidaw, Gertt von Cleven, Hartman von Groinbach, Gert von Hirtzberg, Helmerich von Rottbleieren, Ludwich von Baldisheim, Dittrich von Galwalten, Conradt von Tyrenberg“ der alte, Bartholdus von Northausen, Heinrich von Chönberg ', Conrad von Tyrenberg’ der junge“, Meinicko von Quedenvort, Ludwich von Schin- bein, Helwigius von Goltbach, Conradus von Zake, Heinricus von Plotzaw. und dieser wardt groszkompther. a, CH Nergenno. b) CH Cardhiwaito. Conis. €) AU Napeite, H Napryles. d) H Grudewo, er Austovo L- f) J. Mollayno. g) H Taydo. hi 1, Daragoyto. u) H Torreto. k)T. Narges. N 1, Vilnote: w H Barcando. n) I. Jargello. 0) }. Pomeloy«. H Boytonar. 4; I, Kyrbeido r) A hatt, C lietl. ») A Tivergk. t) C Chronberg u; C jangere. 1) Ale diese Namen entbehren jeder historischen Begründmg. 2, Du von diesen Fürsten noch weiter unten die Rede ist, werden an den be- treffenden Stellen die Quellen, aus denen sie (fr. entlehnt, nachgewiesen werden. 3) Wen Gr. unter dem Fürsten Henriens von Pommern meint, ist nicht ersichtlich. 4) Das Landmeisterverzeichniss stamm! aus Dusb. II c. 11—I1I c, 295. Doch int en Gr. durch einen Landmeister eigener Erfindung (Gart von Clere), einen Ordens«- marschull (Dietrich vom Bernheim, Voigt Namencoder d. D, O0. 8. 7} und zwei Culmer Landcomthure, Berthold von Nordhausen und Heinrich (st. Hermann) von Schönberg (eb. 5. 16 vermehrt. Sodann yehärt Gerhard von Hirzderg vor Hartmud (nicht Hartmann) ma (rrumbach, ]lelmerich führt bei Dusb. keinen Zunemen, urkufdlich heisst er Helmerich von Wirzburg (Altpr. Monaisschr. IX 467), Dietrich von Gattersleben (st. (Gahociten), Ledeig von Schippen (st. Schinbein\: statt der Leiden Landeomthure waren Conrad von Feschtwangen und Mangold zu nennen, i i
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*fol. 13a. *fol.13b. | 28 Namen" der herren und homeister im Deutschen orden'): bruder* Heinrich I von Walpoda, Otto von Cerppin, Herman I Bartt, Herman II vou der Salza, Conradt I von Döringen, Ludwich I von Qweden, Gottfridus von Hoenloch, Poppo von Osterna, Hanno von Sangenhausen, Hartmann von Eldrungen, Borchardt von Swanden, Conradt von Fuchtwangen ®, Heinrich Gottfriedt von Hoenloch, Sif- fridus von Fuchtwangen’, und dieser qwam mit wonung in Preussen auff Marienburgk, Carolus von Trier, Werner von Orszelen, Luderus © furst von Braunsweigk, Dittrich von Altenborgk, Ludolphus Köning, Heinrich III Thuzemer, Weinrich von Kniprode, Conradus® III von Zölner, Conradus IV von Wallenrodt, Conradus V von Jungingen, Ulrieus von Jungingen, Heinrich Reus IV von Plaw®), Michael Kochmeister, Paulus von Rusdorff, Conradus VI von Erlichausen, Ludovicus® von Erlichausen, Heinrich V Reus‘ von Plaw, Heinrich VI von Richtenbergk, Martinus Truchses, Joannes von Tieffen, Friedericus furst von Meichsen &, Al- bertus furst von Anspach und dieser war der letste homeister in Preussen !t. Namen* der fürsten und könige zu Polen?): Lech I, Czech, Lech II, Vanda, Lesteka I, Lesteka II, Lesteka III, Pompilius I, Pompilius II, Pyast, Crackus, Semovitus I, Lesteka IV, Zymomislaus I, Myeztlaus I, Zymomislaus II, Boleslaus Chabri. I rex, Myeztlaus II rex, Casimirus I rex, Boleslaus superbus II rex, Wladislaus I dux, Hermannus dux, Myeczslaus III dux, Boleslaus Czry- wousky III dux, Wladislaus II dux, Boleslaus Crispus IV dux, Boleslaus pudicus V dux, Myeszko dux, Lastenogus dux, Heinricus cum barba dux, Casimirus II dux, Wladislaus III, is a Joanne XXII fuit dotatus corona, Przimislaus, Wentzeslaus J, Wentzeslaus II, Casimirus III, a) Dieser Abschnitt in A zweimal, das erste Mal durchstrichen. b) C Feuchtwangen. c) A Juderus d) Carolus ©. c) am Rande in A von anderer Hand, f) in A übergeschr. g) C Meissen. h) in A. folgt hier: Ericus furst von Braunsweig (ebenso A“), dann von anderer Hand (wie n. e.): (ist nicht hoem. gowesen, sondern ein bruder des ordens zur zeit Alberti des marggraf) C hat davon nichts. 1) Dus Hochmeisterverzeichniss stammt aus dem in der Chronik Johann von Po- süge's, Ss. r. Pr. III 388—97. Gr. schiebt nur 2 enfundene Hochmeister, Ludwig von Queden und Gotfried von Hohenlohe (zweimal), ein, über beide s. unten zum 5. Tr. und 10. Tr. 2) Heinrich von Plauen führte nicht den Beinamen Reuss, da er aus der älteren Linie des Hauses Plauen war, Vgl. Vossberg, Gesch. d. pr. Münz, u, Sieg. 134. 8) Das Verzeichlliiss der polnischen Könige ist aus der polnischen Chronik des Matthias von Miechow (Krakau 1521) entlehnt, in weicher die einzelnen Fürsten abge- bildet sind, Gr. hat mehrfach Fehler in der Reihenfolge: so gehört Crackus hinter J,wech I, Wladislaus Hermann ist eine Person, u, a, m,
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P4) Sigismundus I*), Ludovicus, Wilhelmus®), Wladislaus ‘Jagello V, Wladislaus VI, Casimirus IV, Johannes Albertus, Alexander, Sigis- mundus II, Sigismundus Augustus III. Namen der herzoge in Preussen, als nun der orden ausgetilget war: Albertus furst von Anspach. Namen der herren bischoff im bischtump zu Culmezee in Preussen): Cristianus monachus ex Oliva, Johannes monachus praedicatorum, Heydenricus monachus praedicatorum, Fridericus, Wernerus, Heinricus, Otto, Jacobus, Wigboldus, Johannes II monachus, Rainerius, Martinus, Nicolaus I, Johannes II, Arnoldus, Johannes III, Vincentius, Bartho- lomeus, Stephanus, Nicolaus Il, Johannes IV, und dieser grose muhe und arbeit hette, domit die ketzerei Lutheri gestillet wurde. Namen der herren bischoffe im bistumb zu Pomezan in Preussen: Arnestus monachus praedicatorum, Albertus, Heinricus, Christia- aus, Lutho, Rudolphus, Bartoldus, Nicolaus I, Johannes I, Johan- nes II, Gerardus I, Johannes III, Caspar, Nicolaus II, Vincentius, Jo- hannes IV, Jobus, Achilles Cardinalis, Gerardus II, und dieser wardt nie priester, sundir vor und vor sein volck in die Lutterei furte und auch mit gewalt. Namen der bischoff im bischtumb* Warmis in Preussen von Heilspergk genantt: Anshelmus monachus minorum, Heinricus I, Ebirhardus, Jor- danis, Heinricus II, Henemannus, Fridericus, Hermannus, Johannes I, Johannes II, Heinricus III, Heinricus IV.,* Johannes III, Franciscus, äeness Silvius cardinalis, Paulus Legendorff, Vincentius, Albertus Opporoffsky, Nicolaus, Lucas, Fabianus, Mauricius, und dieser werlich mit grosem vleisse die ketzerei wolt stillen, sundir? er war den apo- staten allzu guttigk und is wardt io was ausgericht b. Namen der herren‘ bischoffe ym bischtumb zu Sambia yn Preussen. Heinricus I, Christianus, Siffridus, Johannes I, Jacobus, Bar- tholomeus, Theodoricus I, Heinricus II, Heinricus III, Heinricus IV, a) fehlt ©. b) fehlt O. c) A herre Ö ern. 1) Siegismund, der Schwiegersohn Ludwig’s von Ungarn und Polen. 2) Wilhelm von Oesterreich, der Bräutigam der Hedwig. 3) Da Grunau im 9. Tr. ausführlich von den Bischöfen handelt, verweisen wir hinsichtlich der Berichtigung seiner mehrfach fehlerhaften Listen dorthin. “fol. 14a.
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80 Heinrieus V, Michaöl®, Nicolaus I, Theodoricus II, Johannes II Paulus, Nicolaus II, Juntherus, Jeorgius’, und dis wardt der irste bischoff sint Christi geburt °, der im ein eaweib throien lis und er sein gantz bischtumb in die Luttherey furte und alle priester. weiber nomen 4. a) C' Michel. b) C Georgius. e) in Ü am Rande: leng, teufel, leug, von derselben Hand. d) Hier -fulet in A u. Ü der Abschnitt: Bezeigung des schreibens etc, $ 3 oben $. 4.
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Der* irst tractat sagtt von der gelegenheit und egenschafft *tcı. 14». des landes zu Preussen und mit welchem folcke und lande is grontzett noch .hewte im tage umb und umb, Capitel I. 8 1. Von gelegenheit des landes von Preussen. Preusser: landt von anbegin ein fruchtbar, ein reiches», ein lustiges landt von allem dem, das den menschen irnebren mag, sundir itzundt durch gottis pfloge und wuttung bosser leut ist balt ein bösz landt geworden. Van anbegin sein mechtige streitte und lange kriege in diesem lande gewesen und auch grose irschreckliche: sterben, von welchen das landt ist vorgangen, domit itzundt schwerlich der dritte teil geacht wirdt von dem, die* do etwan gutter besatz haben. Dis "fol. 15a. landt leit im norden, das ist noch dem abende im zeichen eanoro, noch dem almanach zu rechenen im heuptte. Es ist extra septimum elima sub elevatione poli aquilonaris gradu 55, diem longiorem habet, cum 801 moratur in tropico caneri, 17 horarum et 10 minutarum et tunc nox.(!) habet 6 horarum et 50 minuta[rum] , sed cum sol fuerit in tropioo capricorni, tunc dies licet 6 horas et 50 minutas, nox vero 17 horas, 10 minutas, 8 2. Von den grentzen. Dis landt mit seinen grentzen im auffgange der sonnen aber wol zu der lincken handt hott an sich stossen Leifflandt, aber bas nach der rechten handt noch dem ozirkel Kauerlandt, noch bas im selbigen eirkel Samaiten, noch bas wol auff die rechte handt noch mittage a) A Preusnor. b) in A am Rande. c) A Irschreckliches. d) miaute Uod,
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*fol.15b 32 Littauen das konigreich, zwischen welchen landen sein’ grosse wasser zu 28 meilen breit und welde zu 15 meilen bredt. Das wasser heist das Kurische ha&b, der walt heist Grauden. Im mittentag stost doran das landt Masaw genant, dorzwischen in ettlichen enden seint® flisser- grentzen, zu zeiten grose sehe, zu zeiten auch heide, welde mit auff- geschotten bergen. Im abendt hott es das landt Dobrin, bas noch zu dem czirckel zu der rechten handt Coya dos landt, das nu Polensch ist, dozwischen sein die mechtigen flisser die Drebantz und Weisla. In der virden seiten zwischen dem obende und dem morgen stöst Cas- schuben und Pomeren an, sundir zu folgen dem czirckel, so ist gantz bis an Liefflandt das gesaltzene wasser, die see genant, abir das sant- meer, wente es mit vielen sand gehett. Cswischen Caschüben aber und Pomern unnd Preussen ist das flis Bro und das flis Lauve‘) genant. % R 8 3. Vonn der lufft in Preussen und Irer influentia.: Die lufft in Preussen ist mittelmessig, nicht zu lange und grose hitze und dergleichen auch nit zu lange und. zu grosse kelde, sundir von: beiden teilen gantz von natur leidlich *, noch egenschafft der natur des nordenwindes. Die menschen weren langes lebens und wenig kranekheitt erlidden, wen das obrige essenn und trincken thett, voraus in Preussen dis von trunckenheit kompt und sich die menschen, die sich auff trincken* geben, einen steten dorst haban, und kompt io me sie trinoken, io me sie trincken begeren, und die nicht trincken mogen, sie lecken offt ein geweit saltz, domit sie einem gutten gesellen ein stoff bier mit einem trunck bescheiden thun. In welchem und von welchem is kompt die trunckenheit ernoch, unnd so is den gleich wie stet! ist. 80 kompt in vil kranckheit darausz, ettlichen schwere fieber, etlichen pleurisin, etlichen catarrum salsum, etlichen die schnuppe, et- lichen das husten, etlichen das grimmen und solcher unzelichen kranck- heit viel, und kompt, wie under 10 krancken nit einer von arznei ge- sundt wirdt, und kompt aus dieser ursach: wen so einer ein wenig auszgehett von der kranckheitt, ein ander fuhret in in° sein haus und trinckt im eines zu, und der kranck von ehren wegen thutt im ein gleichs, und der vil, und her gehet‘ wider heim, kompt her mit dem a) A davor ist. b} A davor eis. c) Ü naturlich. d) stetg C. c) feblt A. f) kompt (. one 1) Die Leba in Pommern.
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33 leben dovon, gott hatt im gehollffen, bleibt her, die seinen sprechin, der artzt und apotecker haben in getöt, dovon alle doctores der ertze- nei und aptecker* keine gnode haben. 8 4. Vonn der euserlichen gestait der menschen in Preussen. Im lande zu Preussen ist das volck beqwemer gröse, nicht zu vorsprochener, schonende menschlicher stercke, gutter vornunfft, vol- kommenen lebens, die ausgenomen, die sich so ubirschütten, und die sein dorfftig gar saett, und solche man ee reucht, dan das man sie siehett. 8 5. Vonn guttem getrencke. Der tranck in Preussen ist wein'!), etwan umb Thorn, Chulm, umb’ Schwetza unnd Nawborg?) gewaxin ist, sundir mit der zeit er erfror; so bringet man itzundt ausz vielen landen wein und schenckt Jr gnug im lande umb eine beqweme gelt, idoch in einer stadt besser dan in der andern gebitte, dornoch sie in teuer zu Dantzk oder zu Thorn annemen. Von diesem schencken wil ich sagen: Reinisch wein den stoff 8 s2.?), anderswu 4 scot, Bastartt 12 sz., anderswu 1 firdung, Malvasia 8 sc., anderswu '/), mark, Romenia, dos ist 3 quartir Reinisch wein und 1 quartir Bastartt, den stoff 4 sc., anderszwu 12 sz., Cla- rett 16 sc. den stoff, anderswu trinkt man in mit dem Ungrischen wein zu lande in Preussen* gefurt den stoff zu 'Thorn 12 sz., andirswu 16 sz., Crosener wein uberal 2 sc., Gubener wein uberal 6 sz., Boy- thauer‘) wein zu Dantzke drei sz., der stoff andirswu 4 sz. a) u. 2. fehlt C. db) C und. c) A trink, 1) Ueber den Weinbau in Preussen hat Prowe aus dem ältesten Thorner Schöppen- buch Mittheilungen im 18. Jahresbericht des Copernicus- Vereins zu Thorn 1872 S. 6, 7 gemacht, 2) Neuenburg a. d. Weichsel, 3) Zum Verständniss dieser Angaben erinnere man sich, dass 1 WVierdung (der 4, Theil der Mark) == 6 Scot, 1 Scot = 21, Schilling war. Vossberg, Gesch. d. pr. M.u S. 79. 4) D, i. Bütauer, aus Bütau in Hinterpommern, *fol. 168.
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34 Vonn methe. So hatt man auch methe, den brewen sie selber, den besten sie schencken 2 sc. den stoff, den geringsten 3 sz., und dornoch der honig theuer ist. Aus Littaw man auch mete bringet, der beste heist Tronig ®, den stoff umb 6 sz., den andern umb 4 sz. Alten und gantz alten methe haben die herren auff den slös- sern und heissen in den alten keiser. Und wu man methe schengt, do hengt ein creuz. So hat man och weisenbir ausz Polen vom Brom- bergk, den stoff umb 1 sz. Gerstenbir. Der gemeine tranck in Preussen ist gerstenbir und do sich gemeinlich alle von nehren am meisten‘ teile und ist sehr underlegen mit? der guttheit. Die besten im sommer ist Dantzker bir und Elbingisch, im winter sein sie alle gutt, wer sie gerne trincket, und wie alle bir einen sunderlichen namen haben, werdt ich auch sagen im nochvolgen'). Capitel II. $ 1. Von der brette und lenge des landes. Das landt zu Preussen ist ein clein landt, sunder ein woldurch- bawts landt, vol starcker slosser unnd stette, und wie ich denne auch balde gedencken werde, und hatt in sich 12 furstenthumb, und ein iglich furstenthumb ein fischreich wasser schedett vom anderan. An- gesehen, wie iezundt Pomerellen auch keen Preussen gehortt vom kauffe und nit vom rechtte der natur, so ist Preussen nit alwege gleichlang und auch nichtt gleich bredt, sondern es gehen lange örter der lande in mechtige wasser und wiltnisz. Inı lengsten ist Preussen 58 meilen lang von Thorn bis ken der Memel, von Thorn aber noch * der andern ecke 41 meilen lang ist, die brette ist sehr ungleich, in etlichen enden ists 28, inn etlichen 18 meilen, in etlichen 16 meilen, in ettlichen 12 meilen langk. Dis meine ich alleine vom erdtreich, die grosen wasser ausgenomen, der bredte ich nie hab kundt erfaren. Die grossen wasser sein das sandtmeher, in Preussen genantt die sehe, item das frische hap, etwan Crono genantt?) in der zeit des unglau- a) A teheuer. db) C Troning. c) C meinsten. d) C an. e)C gen. 1) Tractat XV c. 22 84. 2) Den Namen ÜErono entlehnte Gr. aus dem 1. Buch des Erasmus Stella de Borussiae antiquitatibus, in welchem derselbe den Fluss Chronns erwähnt, Ss. r. Pr. IV 287,
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35 bens, item das Kemerische haep, sehr ein gross wasser.* Dis und *fol.16b. wie viel es kegen Preussen gehortt, hab ich nie kunt erfahren. Item {0 mechtige sehe, die zu Angerburgk durch eine schleise flissen, und wie bredt die sein, hab ich auch nie kundt irfaren, und ligen alle in = Preussen und in seinen grentzen und gebrauchungen. 8 2. Von wassernn. So seindt in Preussen sehe und mit fleis berechnet zwei tausent sieben und dreisig, der kleinste jo vier hubenxhelt und der gröste 7 meilen lang, aber nicht uber 4 pflugkgewende breidt. So seindt auch 11 strome, die ein furstenthumb vom anderen scheiden, als die Weisel, der Noit, der Elbingk, die Weseca ®, die Passarge, die’ Alna, der Pregel, die Ossa, die Dröbenitz, die Licka, die Lawe, und wie iglichs landt von lande scheidet, volget hernach. $ 3. Von den namen der fürstenthümern, ihrer stette und siosser und scheidungk. Die bruder Deutsches hauses umb stetter anfechtungen willen, so von den Samaiten, so von den Littauen, so von den Masuren und so von den Polen musten vorgraben und vormauern durch ihre an- geben oder durch armer gefangener leut von Littauen und Samaiten arbeit. Und von ihrem ersten anheben, wie alt sie sein, so wil ich dis gesagt haben, und weis nicht, ob b. Petrus von Dusberg® und Jo- hannes der official von Risenburg 4, von denen ich dis habe), ob sie meinen das der ersien setzungen der stette und slosser, aber ob sie meinen das erste iar der maurung und vorgrabung. Dorumb magk dis ein iglicher vornemen, wie ehr wil. Es ist auch bei den Juden so gewest, und ein könig hott gebauett, das ist, er his ein hauffen menschen sich do sassen und gab innen stadtrecht und auch den namen. Noch imme lange zeitt sie irst gemauertt wardt und ist von solchem alter, a) am AC. b) AA’U Wesera. Die Weske bei Pr. Holland ist gemeint. c) C Duseburg. d) A Rösenbergk. 1) Wie sorgfältig Grunau diese seine Quellen benutzte, ersieht mun aus einer Vergleichung seiner Angaben mit den wahren Gründungsjahren, wie sie Toeppen in seiner Geographie ermittelt hat, Die wenigsten Zahlen stimmen überein, se
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*f0l.17a. 36 untter den welt beschrieben zweilustigkeit. — Dis seindt die namen der furstenthumer mit ihren: gemauerten flecken und slossern. Sudovia. Sudauerlandt? ist etwan gewesen ein kostlich landt von vielen volcke, sonder es ist heute ein grausame wuste und am meisten‘ ein lautter gesumpff und sein nit mee von diesem furstenthumb den 7 dorffer umb Laubiawschen gebit, wen dis landt die Deutschen bruder selber vorstorten,* domit sie nimme abefillen, idoch von den leuten, die is mit in hielten, die nomen und sie satzten under die Samen an den strantt des mehres'), die anderen mit allen dörffern vorbranten und irmorttenn die bruder. Das® furstenthumb scheidet von Samlandt ein gesumppe aber ein fauler langer see, von Nadrowien ein flis Labo genant. Umb dis laut ist die Preusche grentze das Keurisch haeb ', ein mechtig wasser?). Nadrowia. Nadrauerlandt ist heut auch am meistens teile wuste umb der vorgenantten ursachen, nemlich und so weit, als is an dos Koyrische haeb grentzett, wen do pflogen die Samaiten am nesten mit ihrem willen des winters einen durchgang zu haben auff die b., wie den von diesen beiden landen gesagt wirdt werden. Dis landt wirdt gescheiden vom lande Selawonia durch ein wasser Nara genant, vom lande Na- thangen durch den Pregel das wasser, von Littau durch geqwebbe, und seint noch dorinne arme dörffer, do fischer inne wonen. In diesem lande hott auch vorzeiten inne gelegen ein Rickoyott?), dos ist ein stelle der geistlichkeit nach ihrem unglauben ym ihrtumb. Scalawonia. Scalawonierlandt ist auch am meistens vorderbett von den, dar- umb und durch sie qwomen die Littau in Preussen, und is auch von den Littauen offte vorbrandt wordt. Dis landt schit von Littauen ein teil das" fls Memmel und ein teil® das flis Kocky, von Barttlandt a) A ausgestr. grentzen fleckon. b) A Sandauerlandt. c) CG meinsten. d) CO Labiawisches. e) A des. f) C haep. g) C meinsten. h-—h) in A am Rande, 1) Dusburg II c. 217. 2%) Es ist klar, dass Grunau von Sudauen, der süd- östlichsten Landschaft, keine deutliche Vorstellung hatte, da er es an das kurische Haf verlegt, 3) So nennt Grunau Dusburg’s Komowe, Dusb. III c. 5,
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37 die 70 see, von Nattangen ein® gesumppe, in welchem lande ligen diese slösser und stette mit namen also: Czesten eine feste gebaut im ior Christi 1285'). Rangnitta ein slos gebauet im ior 1353). Tilza ein slos gebaut im iore 1289°) Narbekitten eine feste gebauett im ior 1481) Rein ein slos gebauett im iore 127065). Lickaw ein slos gebaut im iore® 1276 alii 1273: 9). Wonszdorff eine feste gebaut im iore 13917). Salaw ein schlos gebautt im iare 139%). Labiaw ein slos gebautt im iare 1258°). Dringesfortt eine stadt gebautt im iar 143'9). Angerborck eine feste gebauet im iore 1412"), Tapiow ein schlos gebauett im iore 1265% '?). *Wintborgk ein slos gebaut im iare 1409'3). Cristenwerder ein slos gebautt 125314). Bayern ein slos gebautt im iare 1299'). Barthonia. Barterlandi grentzet mit Littau und Massuren und is scheiden von Littauen ein teil von den 70 seen und ein teil die wiltnisz, von Galindienlant is schedet ein langer see, und hett in sich diese slösser : Nordenborg ein slos gebautt im ior 1305‘). Johannesborgk ein slos gebautt: im ior 1268”). a) A eine. db) fehlt in C. c) nur in C, in A fehlt die Zahl. d) A LXXV ausgestr. 1) Sehsten, zuerst 1371 erwähnt, Töppen, Geogr. 205. 2) 1289 erbaut. Geogr. 220. Grunau scheint die Zahlen für Ragnit und Tilsit verwechselt zu haben, 3) Tilsit, 1407|8, Geogr. 220, 4) Norkitten, c. 1376. Geogr. 216. 5) Rhein 1377 erbaut. Geogr. 205. 6) Lyck 1398. Geogr. 206. 7) Wonsdorf, als preussische Burg schon 1256 von Dusburg III c. 74 erwähnt. 8) Salau 1376. Geogr. 219. 9) Labiau, als preussischer Ort Labegowe bereits 1258 in der Theilungsurkunde von Samlınd er- wäkat, Cod. Pruss. In. 116., als Ordensburg erst c. 1277. Geogr. 219. 10) Dreng- het, erst in der Müte des 15. Jahrhunderts als Stadt erwähnt. Geogr. 209, 11) An- gebwg 1335 zuerst erbaut. Geogr. 217, 12) Diese Angabe stinmt wit den Annal. Thoran. Sa. r. Pr. HI 61. 13) Windenburg 1360 erbaut. Geogr. 219, 14) Da- mit scheint Grunau entweder Christmemel (erbaut 1313. Dusb. III c. 315) oder Gottes- verder (erb. 1369, Geogr. 221) zu meinen, 15) Die Baierburg wird 1337 errichtet. Geogr. 3221. Grimau giebt Schalauen eine viel zu grosse ‚Ausdehnung, zu dem er den gonzen südöstlichen Theil von Nadrauen rechnet. 16) Nordenburg 1365 erwähnt, Geogr. 217. IT) Johannisburg (in Galinden) 1345 gegründet. Geogr. 206. *fol.17b,
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38 Jorgensburgk ein slos gebaut im jore 1259*). Insterborgk ein slos gebautt? im jare 1360°). Ritterswerder ein slos im jore 1296°). Barthenstein’ ein stadt gebaut im jare 1220). Barten ein slos gebautt im jare 1219°). Luneburch eine stat gebatt im jore 1231°). Galindia. Galinderlandt scheidet von der Masau ein hedewaldt und von Ermelandt auch eine hede, und hott in sich diese slösser und stette: Ortelsburgk ein slos gebaut im jare 1266”). Rastenburg ein stadt gebautt im jare 1329®). Neidenborg eine stadt und slos gebautt im Jarg 1238°). Passenheim eine stadt gebautt im jore 138819), Preuscheulaw stadt und slos gebaut im jore 133611). Letzen ein schlos gebaut im jore 1348° 12), Lucenborgk eine stadt gebaütt im jore 13491°), Warmia. Ist Ermelandt genantt und wirdt gescheiden von? Pomezania durch einen see, in eim teile durch einen flis Passarge genant, im andern teil von Pogiezania und vil kleine flisser von Nathangia und hot* in sich diese stette und slosser mit namen genantt: a) fehlt in C. db) Dieser Abschnitt in A am Rande. c) in A XXXVI ausgestr. d) fehlt in A. e) h. fehlt C. 1) Georyenburg an der Inster 1351 erwähnt Geogr. 216. Gr. verwechselt es mit Georgenburg in (Carsovien (Littauen), das nach Dusb. II c. 88. 1259 errichtet wurde. 2) Insterburg 1337 erbaut Geogr. 216, beide in Nadrauen. 3) Ritterswerder bei Alt-Kowno in Lättauen 1391. Geogr. 222. 4) 1326 gegründet Geogr. 204. 5) 1377 befestigt Geogr. 209. 6) Lewenburg 1326 gegr. Geogr. 204. Bei den 3 letzten Zahlen ist statt 12.. wohl 13.. zu lesen. 7) 1360 zuerst erwähnt Geogr. 194. 8) Rastenburg (in Barthen) 1345. Geogr. 205. 9) Erhät 1381 seine Handfest Gegr. 156. 10) 1385. Geogr. 194. 11) Verwechselung mit Deutsch-Eylau (in Pomesanien), 1305 gegr. Geogr. 186. Preussisch-Eylau in Natangen: dan Gründwngs- jahr ist unbekannt, «doch scheint Grunau’s Angabe ungefähr zu stimmen. Geogr. 204. ”. 915. 12) Lötzen als Burg unter Dietrich von Altenburg erwähnt Geugr. 209. 13) Stadt Lötzen (Lötzendurg), bedeutend jünger als die Burg, Geogr. 209.
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39 Resil ein stadt und slos gebaut im iare 1336'). Seborg ein slos gebautt wardt im® jorer 1348 ®). Bischoffstein eine stadt gebautt im jore 1325°). Wartenborgk ein stat gebaut im jore 1325%:. *Allenstein statt und slos gebautt im jor 13679). Melsag statt und slos gebauett im jor 1326°) Heilspergk statt und slos gebautt, wie sie ist itzundt, 1320). Wormedit statt und slos gebautt° im jore 1316®). Gutstadt ein stadt gebaut® ist wurden im jore: 1318®). Nathanggia. Nathangerlandt wirdt abgegrentzet von Bartlandt durch die Alla das flis, von Pogesania durch Passerge das flis, und ist sehr ein schones landt, und dis sein sein slosser und stette: Welaw eine statt gebauet im iare 125619). Girdauen ein statt und slos 1312''). Czinten eine stadt gebauet 13131). Creutzborgk statt und slos 1301'°). Heiligenbeil ein stadt gebauett im jore 1301'*). Fridlandt ein stadt gebautt im jare 1312*°). Schippenpil ein stadt gebautt im jore 13194 '6), Dompnau ein stadt gebautt im jare 140017). Brandenburgk ein slos gebauet zum irsten im jar 1257°®). Balga ein slos gebautt vom orden im jare 1239*®). a) fehlt C. b) A XXXVIII ausgestr. c) fehlt C. d) Dieser Abschnitt fehlt ©. 1) Rössel, die Burg schon 1254 erwähnt (Cod. Warm. I. n. 31), die Stadt wird 1337 gegründet. Geogr. 197. 2) Ueber die Erbauung der Burg Seburg ist sichts überliefert, die Stadt erhielt ihre Handfeste 1338. Geogr. 198. 3) Erst am Ende des Jahrhunderts gegründet. Geogr. 198. 4) Gründungsjahr vor 1354. Geogr. 197, 5) Die Stadt 1353 erbaut. Geogr. 199. 6) Erhält schon 1312 seine Jlandfeste. Geogr. 199. 7) 1308 gegründet. Geogr. 196. 8) Zur selben Zeit wie Heilsberg ge- gründet. Geogr. 197. 9) Die Hanıdlfeste ist von 1330. Geogr. 197. 10) Die Heidenburg Weklau wird 1255 eingenommen, die Stadt erst 1335 gegründet. Geogr. 215.216, 11) Vor 1315 wird dus Schloss, vor 1395 die Stadt Gerdauen yegründet, Geoyr. 216. 217., es lag jedoch im Bartherlande, 12) Zinthen 1325/26 zuerst erwähnt Altpr. Monats- schrift X 80. 81. 13) Die Burg wird 1253 gegründet, die Ilandfeste der Stadt datirı von 1315. Geogr. 208. 14) Erst 1352 nachweisbar. Geogr. 203. 15) Die Handfeste ist von 1324. Geogr. 209. 16) Die Handfeste von 1351. Geogr. 204. 17) Ueber die Gründuny nichts bekannt. Geogr. 208. 18) Brundenburg wird 1367 gebaut, die Angabe von Balga ist richtig Dusb. III c. 19 u. 127. *fol. 18a
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*fol.18b. 40 Sambia. Samlandt wirdt gescheiden von Nathangen durch das flis Pregel genant, und dis seindt seine stette und slosser also genant ®: Konigspergk 3 stette als die Altestadt, der Löbenicht gebautt im jare 1256). Der Kneiphoff gebautt im jare 1380?). Das slos dor uber gebautt im jar 1255°). Fischausen gebaut im iar 1269*). Logstetten gebautt im jare 1233®), Memelborg gebautt im jare 1239*). Dis sein gemeinlich slosser mit der pfarkirchen voreinet, domit der pfarkirchthorm und die pfarkirchen die grösten und starcksten ge- beide sein, alle tiff mit treugen graben und wallen vorsorget, und wurden in 4 jaren alles gebautt als 1271?), itzundt ag ein pauer in etlichen wonen, wen is sein nun richthöffe gemeinlich: *Cirmau ein slos, Bobeten ein slos, Thirenbergk ein slos, Rudau ein slos, Labtau ein slos, Powunden ein slos, Neuhausen ein slos, Schacken ein slos, Rossitten ein slos, Coymen ein slus, Wargen ein slos, Cremitten ein slos, Waldau ein slos, Gaylegarb®) ein slos. Pogezamia. Dos Hockerlandt noch dem fursten Hoggo, Pogezania noch seiner tochtir wirdt genant. Dis schedet von Natangenn das flis Pas- sarge und dis auch von Ermelandt, von Pomezan das flis Melbingk, der see Drausen und das flis Weseca und hott diese stett und slosser mit namen genant also: Braunsbergk stadt und slos gebautt 1279 °. zum andern mole gebaut uff ein ander stat 1297). Frauenbergk aber Warmia der thumb 129710) Tolekemitta eine stadt gebaut 13651!). a) a.g. fehtt C. db) auch 0. c) A XCVI aumgestr. 1) Die Altstadt zwischen 1256 und 63, der Liöbenicht erst gegen 1300 ge- gründet. Geogr. 213 u. 214. 2) 1327. Geogr. 214. 3) Stimm Dusb Ill ce, 71. 4) Schon 1268 erbaut. Geogr. 218. 5) 1270, Geogr, 215. 6) 1253 gegründe. Geogr. 223. 7) Beruht wohl auf Dasb. IH c. 108--111: die Zahl stimmt ungefähr. 8) Galtgarben. 9) Die Verlegung Braunsbergs erfolgte 1279. Geogr. 196: erwähnt wird die Stadt schon 1251. 10) 1284 erwähnt eb. 11) Tolkemit erhielt schon vom Jrandmeister Ludwig von Schippen (co. 1300) städtische Rechte. Cod. Warm. Il n. 166.
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4 Mölhausen ein stadt gebautt 1365®). 'Elbingk statt und slos, das slos 1231, die statt gebautt wartt im jare 1236?). Pomezania. Pomezanerlandt scheidet die Wisla, der Melbing, der Drausen- see, die Ossa, die Drebantz, die Weseca von anderen landen, und hott diese stette und slosser in ym also genantt: Scarpaw ein hoff gebautt 1400°) und dieser gab dem homeister fisch genug auff Marienborg, wen is weren do graben mit eiseren E stangen underschossen, in? welchen kamern is woren allerley fische ®. Von diesem fischmeister und* waldther® die aus dem werder kaufften al ir holtz, zu diesem gehörte Nieloswalt, das werder mit seiner pfar und dorffern. Neuenteich ein stadt gebautt 1329*). Marienburgk statt und slos gebautt das slos 1280, die stadt vor kretzem woren 1302°). Sthum stadt und slos gebaut 1278°). Cristburgk statt und slos gebautt 1232”). *Preuschemarckt ein slos gebautt 1258®). "fol. 19a. Salfelt ein stadt gebauett im® joreb 1329). Morungk stadt und slos gebautt im» jare® 132810), Hollandt stadt und slos gebautt im jare 12904), Libestadt ein stadt gebaut im» jare® 1329"). s— as) fehlt in C. db) fehlt in C. 1) In den zwanziger Jahren des 14. Jahrh. gegründet, Geogr. 194. 2) Burg und Stadt Elbing sind 1237 gegründet. Dusb. III c. 16. 3) Schon 1313 wird ein Fischmeister von Scharpau erwähnt Chron. Oliv. Ss. r. Pr. I 713. 4) Schon 1316 erhält Neuteich seine Handfeste. Geogr. 228. 5) Stadt und Burg sind vor 1276 gegründet. Geogr. 227. 6) Stukm, die Stadt, ist viel jünger. Geogr. 228. T) Die Burg Christburg ist 1247 erbaut, Geogr. 182, die Stadt wird bereits 1271 von den heidnischen Preussen zerstört. Dusb. III c. 143. 8) 7312 zuerst erwähnt. Geogr. 183. 9) Die Handfeste von Salfeld datirt von 1315. Geogr. 183. 10) 1327 gegründet. Dusb. append. c. 2. 11) Die Burg Paziok (Pr. Holland) wird bereits 1267 erwähnt, Elbinger Com- tkweibuch, die Stadt erhält ihre Handfeste 1297. Geogr. 193. 12) Liebstadt wird schon 1315 erwähnt, Geogr. 193.
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42 Osterrode stadt und slos gebaut im® jore® 1302 !). Risenborgk stadt und slos gebautt im jare 1270% 2). Marienwerder ein stadt und slos gebaut im jor 1239®). Garzen ein statt gebaut im jare 1311). Deutzeilaw statt und slos gebautt im jor 1328° ®). Libemöle ein stadt gebaut im jor 1337°). Hogenstein ein stadt gebautt im jore 1337”). Schombergk ein slos gebautt im jare 1301®). Rosenbergk eine statt gebaut im jore 1319®), Dlenborgek ein statt gebautt im jore 130510). Neidenbergk statt und slos gebauet im jore 12991). Soldau statt und alos gebaut im jore 1306?). Culmina. Culmerlandt wirdt gescheiden von Polen durch das flis Wisla, von Pomerellen auch die Wisla, von Pomezanis durch das flis Ossa, vom lande Michlaw und Döbrin durch das flis Drebantz, und dis seint seine stette und slosser: Wentzelaw ein slos gebaut ..... a): Althaus ein schlos gebautt im jore 1208° !*). a) fehlt in C. b) In A XZXXIX ausgestr. c) in A XXXVIII ausgestr. 4) die Zahl fehlt. oe) damı bemerkt C am Rande: ignoro. 1) Das Alter von Osterode ist unbekannt, ein Pfleger von Osterode wird 1333 genunnt, die Stadt erhielt ihre Freiheiten von Luther von Braunschweig. Geogr. 184.185. 2) Burg und Stadt Riesenburg erbaute 1276 (oder 1277) Albert Bischof von Pomesunien, Geogr. 178. 3) 1233 gegründet. Geogr. 178. 4) Die Handfeste von Garnsee ist 1334 ausgestellt. Geogr. 179. 6) Deutsch-Eilau bekam 1305 seine Handfeste. Geogr. 186. 6) 1335 gegründet. Geogr. 183. 7) Die Handfeste ist 1359 ausgestelli. Geogr. 186. 8) Ueber die Gründung Schönbergs ist nichts bekannt: die Geogr. 179 aufye- nommene Zahl 1301 aus Hennenberger, Erkl. d, L.andiafel 428, hat ihre Quelle in Girunau. 9) Handfeste von 1315. Geogr. 179. 10) D. i. Gügendburg 1326 angelegt. Geogr. 186. 11) Neidenburg ist bereits oben S. 38 unter Galindien erwähnt, zu 1238. 12) Die Handfeste der Stadt Soldau ist 1349 ausgestellt, das Schloss ist älter. Geogr. 186. 13) Die Burg Unislaw erscheint schon in der Urkunde von 1222 unter den dem Bischof von Preussen verliehenen zerstörten Burgen. 14) Die Burg Althaus (die erste Burg von Culm) ist 1232 gegründet. Geogr. 167,
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43 Culm zum ersten gebautt im jore 1282, zum andren mole gebaut im jore 1239, zum dritten mol gebautt im jore 1254). Graudentz stadt und slos gebautt im jore 1299?), Engelsporgk ein statt* gebautt im jore 1230). Schonezee stadt und slos gebautt im jore 1305*). Strasberg statt und slos gebautt im jore 1286°). Barthen? ein slos gebaut im jore 1346°). Neumargt eine stadt gebaut im jare 13297). Rogausen ein slos gebautt im jare 1293®). *Culmezee ein stadt gebaut im jare 1251). Thorun stadt und slos gebautt im jar 1235'9), Papau ein slog gebautt im jore 137511), Frydeckyn ein slos gebautt im jore 13311). Leippe eine stadt gebautt im jore 131918). Lessen eine stadt gebautt im jore 1328), Goluba stat und slos gebautt im jore 13008). Luben stadt und slos gebautt im jore 1201:®). Redin stadt und slos gebautt im jore 1233"), a) in C am Rande schloss verbessert. b) C Brethgen. 1) Diese Angaben stammen aus den Ihorner Annalen Ss. r. Pr. IU 59 (statt 1254 erjolgte die 2. Verlegung 1253). j 2) Die (Ordens)bug Graudenz wird 1277 zuerst erwähnt, eine polnische Burg (rudens schon 1222, ja vielleicht schon 1065, s. Altpr. Mon. XI S. 6, die Stadt erhielt ihre Handfeste 1291. Geogr. 170. 171. 8) Der erste Comthur von Engelsburg erscheint 1278. Geogr. 171. 4) Die Burg Schönsee wird, c. 1273 zuerst erwähnt, die Stadt ist 1275 gegründet, Geogr. 172. 173. 5) Die Burg Strassburg erscheint bereits im 2. Aufstande (1260-75), die ‚Stadt 1298 zum ersten Mal. Geogr. 173. 174. 6) Brathean (Breichen), zuerst 1343 nachgewiesen. Geogr. 174. Q) 1325 gegründet, Geogr. 174. 8) 1285 kommt bereits ein Comthur von Roggenhausen vor, Geogr. 172. 9) Die Angabe stammt aus den Ann. Thor. (Ss. r. Pr. III 59) und ist richtig. 10) Thorn, die älteste Burg im Cubmerlande, ist 1931 erbaut. Geogr, 166. 11) 1285 zuerst genannt, Geogr. 169. 12) D. i, Briesen, bereits 1251 erwähnt, Geogr. 177. 13) Nur eine Burg Leipe ist bekannt, die schon 1277 vorkommt, Geogr. 170. 14) Die erste Handfeste von Lessen datirt von 1298. Geogr. 168. 15) Die Burg Golub erscheint 1296, die Sudt erst 1331. Geogr. 173, 16) Zöduu wird im 2. Aufstand erwähnt, Geogr. 177. IT) Die Burg Reden.ist 1234 erbaut, die Stadt nur wenig Jünger. Geogr. 168. *fol. 19b.
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4 Birgelau ein slos gebautt im jare 1305"). Lauterbergk ein stadt gebautt im jare 1307°). Micholowia. Michellerlandt ist ein olein landt, umb welchs willen etwan gros zanck ist gewesen durch die Polen und dem* homeister von Preussen, wen der konig sprach is an, wie das seine, und der homeister besas is, wie sein wollgebautes gutt, und dorumb is wardt viel mol vorsturet umb des willen. Dis leit zwischen dem flisse Drodna®) und Drawantz und so itzundt kein slos sondern die stadt Strasberg hott. So ist do Gercky‘) eine feste, Dronitz°) eine feste, Michelau eine feste®). Pomerellia», Pomerellerlandt ist nit Preussen, sunder ein gekaufftes. landt. Zu Preussen das flise Weisla, von Pomeren, das flis Law 4, von Ca- schuben ein tott wasser, von Polen ein see und das flis Bro[schedet] ® und hatt: Lauenborch eine stadt gebautt im jore 12857). Pautzke statt und slos gebautt im jare 1378®). Dantzka stadt und slos im jare 1285, secundo 1308®). Dirsaw ein stadt gebautt im jare 120919). Stargart eine stadt gebautt 133811). Mewa stadt und slos gebautt 127218), a) fehlt C. d) Pomellis. c) A Aus. d) Labitan ausgestr., Law am Rande A. e) fehlt AC. 1) Schon im grossen Aufstand erwähnt. Geogr. 169. 2) Die Stadt Lautenburg ist erst im 15. Jahrhundert nachweisbar. Geogr. 174. 8—5) Die Namen Drodna, Gerky und Dronits lassen sich in der Gegend von ‚Strassburg nicht mehr finden. 5 6) Dorf Michelau bei Strassburg. 7) Die Handfeste von Lauenburg datirt von 1341. Geogr. 231. 8) Heinrich Dusemer (1345-51) stellte die Handfeste von Putzig aus. Geogr. 231. 9) Danzig wird bereits 997 erwähnt; 1308 ward die polnische Stadt vom Orden zerstört. Geogr. 230. 10) Dirschau erhiell 1260 seine Handfeste von Samber von Pommern. od. Pruss, I n. 132, 11) Die Stadt Stargardt ist nicht vor 1440 nachweisbar, Geogr. 232. 12) Die Burg wird 1283 errichtet, die Handfeste der Stadt datirt von 1297. Geogr. 232. Die hier erwihnte Fundirung der Kirche von Mewe 1204 ist eine Fälschung.
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Nauberg ein stadt *Tauchel stadt und slos *fol. 20 a. Schwetza stadt und slos Subitz ein slos Schonecka eine stadt Fridlandt eine stadt Mosebantz ein slos Schlochau ein stadtt und slos Calekenborg ein slos ‘ Grebin ein slos Keuschaw ein slos Nackil stadt unnd slos Musschick ein slos Hamerstein ein stadtt Mirchaw ein slos Conitz ein stadtt und ettlicher me hab ich nie kundt Lutterbergk ein slos. finden, wen sie gebaut sein worden. So seindt in diesem lande wol 8 wuste* slosser, auff welchen sich etwan die b. von honige und fischen ernerten, dy doch nu vor- startt sein, mit sonst? wolb andern 7 nehest den besten. Capitel II. 8.1. Von namen und gesiechte der fischen in Preussen. In‘ Preussen, wie gesagt ist wurden, sein uber 2000% see und vil schöner flissender wasser, weiche am meinsten berurt seindt worden in der beschreibungk der lande und fürstenthumb in Preusen, in welchin wassirn iss seindt viel geslecht der fische und noch ihrer sprache s0 genant? !): stüre’ thobiesfisch hering szmerlen laxe boetelfisch okeley carussen hechte' marzenen merschwein tobellen carpen! porben sehunde caulhöxte velas canthoi welsze wolkog lampredenn * ezandix braunfisch peisker perske ezopenn' zander! caulperskennk morchen persken! ezigenn a) C waster. b) fehlt In C. ce) fehlt in C, In AC ist die Eintheilung in Spalten genau über- itsimmend, die wir daher beibehalten. d) in A ausgestr. 3500, verbess. 2000. e) C store. f) C carpen hechte. 8) C ole. h) C zoppen. I) in A von anderer Hand. k) fehlt in C. 1) Man vergleiche zu diesem Verzeichnisse die Namen der Fische aus dem deutsch- Preussischen Vocabular des Holswüscher, Alpr, Mon. V 481. Gr.'s Liste ist reich- haltiger,
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*fol.20b. grundele* kaulpersken® gysenn ploczenn grabbenn rapenn ozcarn crebisseb marenen rothaugen‘! forenn eschen sleien gisziezend blechin hornefisch pomochil morichen dorsch doraus meerspinnen stinth ellirchen steinbotten schonen Beunaugenn bressem flundirn quappen Sonst bringt man ins landt treuge fische genant hausen, schollicken, rochen, rottscheren, bergerfisch, cablaw, borgir öOre, die hechte getreugett plateisen; so machtt man aus der pomochil mancherlei treugenfische, als flockfisch, rontfisch, ereschentchin, stog- fisch und bogkinne° von heringk. $ 2. *Von den welden. In Preussen seindt auch von natur hede welde zu 3 meilen bredt, zu 10 meilen lang me weniger, dornoch is kompt, und sonst viel büsche, die do seindt gewaxen auff vorstorte dörffer durch kriege und vorsterbung‘ der ackirleutt, in welchin ist viel wilt vonn thiren, von vogelen und auch pilosi, das sindt wilde® ımenner, die man fandt* hynder Dringefartt 1460, und werden nach Preuschem Deutsch also genant, und wie man sie teglich sihet vorogen loffen, als den welden zugehörett: wildepferde, hirsche, wülffe, hasenn, biber, taxe, wildeesel ', rehe, beren, auroxen, echhörner, wildeschweine, fuxe, mar- dern, ellendt, seidenschwenz, bürckhünner, trappen, tauben, wachtelen, oranche, cerometfogil, blofüsse, haselhünner, golthammer, buchfincken, brochfogil, ezeysken, raphunner, droselen, ambselen, nachtigal *, finken, nesselkonig, ganse ', lerchen *. a) C grandelen. b) C krebsee. cu. d) in A von anderer Hand. e) CO buckinge. f) vorsch. in A ausgestz. g) C wille. h) C üngt, I) in A unterstrichen, fehlt ©. k—k) in A von anderer Hand. 1) C ganse, ase.
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47 Capitel IV. 8 1. Von was kauffmanschafft und handell sich dis Preussen irneren. In Preussen irnehren sich 8 handtwerck und der meinste: hauffe von bir brewen reich wirdt und arm, so ehr das bir thut vorburgen den pauern. Ken und in Preussen handelen in kauffmans weise die aus Franckreich, die von Engelandt, die von Schottlandt, die aus Sachsen, die aus Leifflandt, die von Dennemargk, die aus Schweden, die auss Hollandt, die aus Cauerlandt, die aus Samaitten, die von Littauen, die auss der Masau, die aus Polen, die aus der Slesie, die aus Merherren, und sust aus vielen landern me, unnd sie bringen ins - landt golt, silber, wurtze und gulden stucke und sonst von seide allerley manirungk von blei, von czin, von kostlichen fellen, als zobiln, mardern, ulsen, canyn, hermelen, schowerg und wie sie den alle heissen mit fuxen überflüssig gewant, wein zu wasser zu lande genug, item 'wax, pech und eichenholz, do man schiffe dovon bautt genugk. Widder ware. So furen sie widder® aus Preussen wax, hoppe, fax, wedeasche, tucher mit zu farben, korne, das meiste aus Polen kompt und dis mit wagenschos und klepholtz als zu schiffe wirdt weg geschifft und gefurt uber das mehr, genant die see nach ihrer sprach. *Von fischen. Item man furt aus Preussen mancherlei fische ya fessir gesaltzen, getreuget von oele, von stüre, von laxin, von heringen, von hechtin, von rontfischen und von bressem und diese aennett man stregfüsse von der stelle, do man sie erst hott in der luft getreuget, und die Polen, die Slesier, die Lausitzer, die Behemen, die Merher und die Meixser® sy füren und haben dovon ihren nutz. Teurung in genüg habinn. Und wiewol viel folcks in Preussen handelt, so ist doch alle dingk bei menschen gedencken theuer gewurden. Wie woll die reutter die eine ursach ist, idoch die merg- liche unkost auf die schiffe gehet; ettwan, wen ein schiff aus Preussen ging und war ein schiff von 400 lesten, man furte do ynne vor 10 man hamisch, vor 30 man spisse mit ein hundert schog fussangelen, is war mechtig woll bewartt vor die finde, und ein solch geschiff? gestundt dem kauffman mit aller zubehörung 500 marck, me als weniger dor- noch is quam, itzundt an die 1400 marck ane alle neue mannir. Is sint auff solchen schiffen von gantzen schlangen, von halben schlangen °, von quartir slangen, von serpentinern, von hauptstucken so viel, domit is ungleublich ist, den dy sie nit gesehen haben. Disse gegossen von a) A meiste. db) C wiederamb. c) C Meissner. d) C schiff. e) am Rande in A, hinter ser- pentinern Im Text noch einmal. *fol. 21a.
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*fol.21b. 48 koppir und ertz, etliche von eisen geschmit, haben eiseren gelöt abir kolbin, und der viel hundertt czentner mit dem kraute. Und domit der kauffmann nit vorlire, sie gebin ihre ware thewer, und ist doch woll ein* ınisterium, sie wollten gerne baldt reich werden, wen ir viell vorlysen auf der dritten reise, was sie in zweien gewunnen haben, 8 2. Von den ertzen?, die man im Preussenlande findet und nütz. In Preussen, als im furstentum das Hockerlandt genant, seint lehmberge mit steinen, in welchen man findett silber ertz, bley ertz und eiser ertz, sundir° es ist so wilde, domit is gar ein gutter meister gebrauchen kan, und is nit so viel einbrenget, wie es kostet, dorumb so seint es die Preussen vordrossen zu irbaren? 1). Vonn müntze. Aus diesem so kompt is, und sint dem die Preussen ir silber nit mogen bringen in einen gebrauch vom ertze, sie geringe muntze im lande haben, unnd das golt itzundt thuuer ist. Der Preussen eigene muntze sein pfennige, das sein rendichte hellir, sie haben schillinge, sie haben groschin, und dis ist ir eigene möntze, ich neme die aus, die der homeister falsch slahen lis im roiter aber Franckenkrige 1520, welche muntz er auch selber nicht wolt®). $ 3. *Wirde der müntze,. Die Preussche montre ist in solcher wirde, und 11 marck muntze hat 1 marck lottich silber?), so woll an pfennigen als an schillingen und groschin, 6 d. ist ein schillingk, 3 schilling seint 1 gl., 5 gl. ein pfirding, 3 f. eine marck; so gilt itzunt die marck silber 12 marck muntze, der” czentner kopphir 9 m. ungeblecht, das aber geblecht ist 14 m. montze. Das golt ist theur in diesem jore 1521: ein horengulden a) A eine. b) A ertzten. c) C aber. d) zu arbeytten C. 1) Ueber Erzgruben in Pogesanien ist nichts bekannt. 2) Ueber diese während des Arieges geprägten geringhaltigen sog. Klippen s. Vossberg S. 199 Sf. 3) Unter dem Hochmeister Albrecht wurden bereite 12—13 Mark Münze aus der Murk fein geprägt, vgl, die Tabelle bei Vossberg 210.
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49 3 firdingk, ein hundtgulden 20 scot, ein schot ist 15 pfennige, ein postulatorgulde 5 firdingk, ein? davidtsgulden 6 f., ein Reinische gulde Tf.®, ein Ungrisch gulden 10 firdingk, das sein 2'/), m., so gelten itzundt auch Polnische grosschen in Preussen, eins vor 12 d. und auch Merckische grosschen, einen vor 3 schillinge. 8 4. Vonn dem hornstein und seinem ursprungk. In Preussen, nemlich im furstenthum von® Samlandt, am meere seindt hoche weise berge von weisen sande, auff diesen gemeinlich stehen eichen, zu zeitten auch fichtenbome. Im aande fint man ein materia, die ist wech gleich wie ein tegk, den man formiret hot und wil in den ofen stossen ein. brodt zu backen, und zu zeitten dieser matery farbe ist braunlich, grolich und auch weislich. So man welde aus der erden diese materiaın nemen, s0 wirdt sie nix nütze, sondern mit der zeit so wescht sich der sandt abe und die materia treibt im gesalizenen mehre umbe unnd wirt hart wie ein stein, etlich ist lauter und klar, wie ein goltscheinende, etlich ist breuner, etlich ist vielerlei farbe und diese heist man bastirtt, so ist einer gantz weisz baldt wie kreide und dis ist der beste‘), wen man in gleich corallen vorkauft. Steinfischerey. Wie man in® aber irlanget, hat die gestalt: in der nacht man siet in im wasser leichten und umbtreiben, idoch die grosen stucke auf dem“ grundt ligen und wen do ist ein storm aus dem norden wiade, so mussen do zum strande komen alle umb- ligende pauer, und sie so nackt mit kesseren”) lauffen der unden nach, in welcher der birnstein schwimett, und so viel scheffel als einer fischet, so viel grob saltz man etwan dem pauer gab, der in samlete, und gar viel pauer irtrincken in diesem fischen und seint alle Sedausche pauer. Genyss. Von diesem bornstein der homeister in Preussen einen grosen geniss hott, wen er eine thonne umb 80 marck gibt me weniger, dormoch der stein gros und klein. ist. Mercke. Der bornstein ag allein in Preussen strendet und ist eine® materia von der sonnen im sande gewirckt; wie ich gesagt habe, bewere ich mit dem bruder Hermangast von* Arffenbergk, bornsteinherre *ol. 22a. as) A am Rande. b) von fehlt C. c) fehlt A. d) A der. e)C eip. 1) Noch heute wird der undurchsichtige blassgelbe Bernstein am höchsten geschätet, 2) D. i. Kescher. «
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50 auff Lokstetten‘), dis wolt vorsuchen* und er schreib ein brief? also im jare Christi 1332, als hertzogk Luderus von’ Braunsweigk homeister war: Ich b. Hermegast von Arfienbergk, bomesteinherre zu Logstetin, aus ein vorwitz und irfarung umb vieler rede willen habe diesen brieff vormacht in ein stucke dieser materien, die man in sandtbergin findett. von welchim unss® dunckt, und durch die krafft des gesaltzenen wassers es werde zu ein bornestein. Dis zu irfaren ich diesen clossen mit dem brieffe habe lossen einsenckyn ins meher, in der meinung und er mit der zeit auflqweme. Und dieser brief mit dem bornstein wardt gefunden im jare 1498 und noch vorhanden ist der brieff. - Capitel V. $ 1. Vonn dem gebrauch des bornsteines. Dy grose geselschaft der Fockir?) den bornstein auf dem mesten kauft und man wil sagen, und° sie in in die heidenschafft schicken, was die mit thun, kan ich nicht wissen, sundir so viel, und is sein meister und handtwercker in Preussen als zum Eibingk und zu Dantzka, zu Konigsbergk mus keiner sein, und diese kauffen den bornstein vom homeister und in drehen rontt wie haselnüsse grosser kleiner, dornoch der stein ist, und reigen die steine auff rotte schnüre, wie krentze, und so vor etlich 1000 gulden sie in Portugal fuhren, wo is dornoch hin- kompt, magk ich nit wissen, sundir man sagt, die heiden sollin is ge- brauchen zu ihrem gesmuck. Kunst. Item man sneidet aus diesem steine seer behende bilde unde sy man hott anderswie@ in groser achtungk. Ich hett im iar 1520 eine sache zu Rom vor Leoni dem X, so kunt ich nicht signg- turam einer supplication haben, dorumb ich ging ad Joannem cardi- nalem sanctorum quatuor und schanckte im ein hertze von bornstein &) vorschuchen A. b) und Ü. c) daz C. d) C anderswo. 1) Lochstedt wurde von Pflegern verwaltet, vgl. Namencodex S. 91. Wer 1333 daselbst Pfleger war, ist unbekannt. „Bernsteinherr“ war kein Titel des Ordens: die Aufsicht über den Bernsteinhandel führten die beiden Grossschäffer zu Königsberg und Marienburg. Auch den Namen Hermangast von Arfberg hat Grumau erfunden, wie wahrscheinlich die gunze Erzählung. 2) D. s. die Fugger in Augsburg.
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61 eines mannes tialben fisger langk, in welchem war ein gesnitten bilde, ein Jhesusbilde wie ein kindlein, von weisem klaren leuchtendem born- stein in goltleuchtendem bornstein und is wardt umb 2 tausendt gulden geschetz vorm bobiste zu der zeit von allen, es stundt aber in Preussen 9 pfirdingk. 8 2. Vonn der ertzenei vom bornstein gemacht. Plinius nennet in suceinum und Callistratus der artz nent in erisoleotram'). Diese sprechin birnstein klein gestossen und mit gerstenwasser getruncken benimpt strangwineam®) und bricht den rottenstein, item in gestossen mit camillenöle und pleureticum locum mit beschmert benimpt das reisen®), item bornstein gestossen mit rosen, mit welchem das haupt geschmert, benimpt den schwindel®), item clar bornstein* getragen den menschen behutt vor vorgifft im trancke, der gewermet ist. Item man nimpt leinoele und legt darein borustein und in soytt, so wirdt is gutter firnisz gemalte toffelen zu bestettigen *. So weis ich nicht, ob dis ein stein sey suceinus noch den worten Plinii und crisolestrum, wie do meinet Callistratus. Item Erasmus Stelle in seiner description setzt, wie der kenigk von Saxen jor jerlich dem keiser Neroni hett must bornstein contribuiren®), von welchen er gesmuck lis machen, als ringe, wie man denne® heute macht vorspan zu den tuchirn, domit sich die alten vorbünden. Item‘) den kindlein zu Rom aus sonderlicher gnade er vergonte in schusselein doron, aus welchem sie anan trenckett, umb vorgifft willen, wen in dieser stein vorbott. a) bestreichen G. b) C den noch. 1) Beide Autoren kennt Gr. nur aus den Antiquitates Borussiae des Ärasmus Stella, der Script. rer. Pruss. IV 290 die medicinische Verwendung des Bernsteins nach 2) Es ist wohl stranguriam zu lesen: Er. St, ]. c. urinae difficultatibus potum alligatumgne. 3) Dieses Recept hat Stella nicht, 4) cum melle ac rosaceo aurium vitiis, et si cum melle Attico teratar, oculorum caliginem removet. Er. St. 5) Er. St. 1. c. 289: a rege Germaniae Neroni dono datum, 6) Das Folgende nicht bei Stell. 4. *fol. 22b.
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*fol. 23a. 52 8 3. Vonn der peude einnemen am strande. Die bruder Deutsches ordenshauses® irkantten einen solchen nutz vom bornstein, sie in vorbotten, vor b. Anshelmum von Losenbergk, voit auf? Samlandt!), bei dem hengen an dem negesten bom, wen > von anbegin den bornstein zu lesen winter und sommer allen frey war. So hilt er knechte vom femer rechte, und disse haben dis recht, und sie mogen einen iglichen todten ane vorhorungk und froge, s0 sie seint begriffen auf der sachen. Die Preussen woren dis ungewont und sich nicht kartten an dos vorbitten und so denne viel folck seine na- rungk suchten am selbigen lande mit fischerey; wo sie in funden, sie in nomen, mit welchim so sie von den phemir wurden irgriffen, sie wurden alle irhangen. So quam is, und dieser b. Aushelm vorstarb und noch hoit in tage ein etliche zeit im jare ein gespügmis rent am strande und schreiett: o umb gott, bornstein frey, bornstein frey und solch geschrichte viel, sundir dis wirdt von dem homeister vor ein irticht ding aufgenomen unnd gelachett. Groser ernst. Und is geschag im jare 1513 der homeister Al- bertus der marggraff von Anspach brach den armen pauern abe, domit man in kein saltz gab, so thettin die arme leutte @ines und vorhilden etlich stuok bornstein und is heimlich etlichen burgern vorkaufften zu Fischausen and sie etlichin® zu: Konigsperck und dis quam wunderlich aus. Zu diesen greff der homeister und wol 5 hundert personen darunıb mit der zpit? vorderbte. Sint dem male sie nichts des tau- sendte teil haben und sie sehen sein genug im wasser schwimmende, dennoch gleichwol so man mit den hamen adir mit den kesschir zu im einlauffen, er in vorschwintt, und die b. nu selber sprechin *: gott in uns nicht gönnett. *Freiheitt. Casimirus der konigk von Polen im jare 1467 thett als ein christlicher furst, wen er weis, wie die luft und wasser der grosen fortünen mit ihren einwaxen materien als perlen mutter, corallen, magnett, bornstein und wie dan solche materia ist, den armen und reichen gleich frey ist. Darumb so gab er in gleich frey allen den, die sich in Preussen irnebren, und so kompt is, wie viel bornstein nu wirdt gelesen und vorkauft zu irem nutz, idoch ir viel lossen sieh drehen bornsteinpaternoster gros und klein, doran sie bethen. a) b. fehlt C. bh) dan C, c)u.s.ihne. C. d)m.d.z.d. C. e) sprechent C. 1) Weder unter den Ordens- noch: unter den Bischofwögten von. Samtand Gocheint ein Anselm von Losenberg. Voigt, Namencoder S. 76—79.
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53 "8 4. Wie man zum Irstenn fanndt den birnsteln und In: nantten carade und wie er gleich gold geacht wart. Vor Christi geburt als der grose Pomponius!) die finde der Romer undirbrochin hette, ir viele von diesenn sich gobin und sie-zu schiffe dass meer und meerstette beroubten. Widder diese zug aus mitt schiffen der obengenantte grose Pomponius und fandt sie in Sirier- landt und mit in streit in die dritte woche und gewan. Er fandt in diesen schiffen bei den meherröbirn gros gut von golde und silber, von seiden gewantt. So funden sie do steine gleitzende ganz durch und durch uberal wie golt und war durchscheinende. Pomponius die klugisten seines heers fragte, ob sie auch ire tage solchen stein ge- sehen hetten, sie sprochen, nein, sondern dovon sie wol gehörtt hetten, wie ein solcher stein würde genant von den ertzten suceinum, wo er aber wurde gefunden, aber worumb so genantt, sie nicht wusten. Und man fragte die gefangenen schiffleutt, wo sie einen solchen stein genomen hetten, und sie sprachen, als wir in unser roberey nindert » sicher woren, wir uns den winden irgobin und liessen die schiffe louffen, wo sie wolten. Wir qwomen vor Brittanien durch Albanien, durch Scandiariam und qwomen in ein ausflus des Hispanischen mehres, such ein meer, von den umbliegenden ländern das sandtmehr genant, und wir dis zum ende sigelten und qwomen an weise berge von sande, zu welchin wir gingen und funden do offentlich liegen ein teil im wasser, ein teil im sande diesen stein unnd er war nix geachtet von den einwonenden dieser stadt, welche leit im norden under dem zeichen tauro und ir furst Gello hys, dieser diesen stein in seinen froiden vor im burnen lis und wardt ein süsser rauch dovon. Hinder seinem lande kein meer me ist und wir fortme® nit kondten sigeln, und wir dieses eteines, so viel wir wolten, nomen und furen den weg, den wir komen waren und den stein nutzten umb rauchs willen und* seind begriffen. Pomponius durch meister lis dissen stein polliren ® und lis im machen wunderliche taffelen mit dem firmament und als er heim quam und triumphirte, er sie Jovi dem abgott opheret. Die andere.er teilte undir die Romer, und wardt geachter den goldt und man nantte nach ihrer sprache carabbe. Darnach nach etlichen jaren, als Nero keiser war und im wol war mit edlem gesteine, er schickte Gerimanicum in Brittaniam und mit anderen landen ein krigk hette und sie wieder dem Romischen reiche underthan machte), dornoch er fuhr in die gegenet, dovon die meher a) zu schiffe ©. b) C nirgent. c) C ausgestr. durch. d) fortane A. e) A durch meister wiederholt. 1) Pompejus ist gemeint. 2) Stella 1. c. 289, *fol.23b.
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b4 röber* gesagt hetten und er do auch den stein und des mechtigk viel las und Iutt in die schiffe. Item er do lis etliche menner, die ihn sollten vorsanden und auff pferde durch Ungern itzunt, do Pannonis in Welschland vorschaffen. Und es qwam, wie ınan grosen mut mit diesem treib, wie obene ist gesagt. Und die Romer me in etlicher mosse hilten vom carabe wie vom golde, und wie man is noch bewerte noch heutte in der heidenschafft die menschen iren geschmuck dovon haben, aber als die Cimbri aus Scandia dis inne wurden, sie den stein selber losen, und in vorkaufften, wer in begerte. a) A von. b) nie AC.
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“Der II. tractatt sagtt, wie Preusserlanndt ist gefundenn +»oı 93. wuırdenn aus vorwissenn etlicher menner, die do wulten wissen, ob auch in septima climate loite wonetenn, und man fant das lant itzunt Preussenn, do aber is hett keinenn besundernn namenn, und is mit der zeitt ein konigreich wardt, und von seiner geistligkeit, „un Capitel I). $ 1. Von bottschafften lande umb kunst zu wissen, und wie mann sie suchte und fandt. In dem buche, das beschreibett der erste bischoff in Preussen Christianus, welchs er namt* liber filiorum Belial cum suis superstitio- nibus Bruticae factionis, spricht, wie man» im sey von Jaroslao thum- brobste zu Plotzkad in der Masau? ein buch gelihen anno domini 110, welchs war in Reuscher® sprach geschrieben, aber mit Grekischen buchstaben von einem mit namen Diwoynis genanth, der im umbkeren antwortt zu sagen den, die in auszgeschicktt, do zu Plotzkaw war ge- storben. Dieser Diwoynis hette ahngeschrieben alle tagen reesen und gelegenheit der zeit und der lande, do ehr tag bei tag war gelegen und alles irforste von den einwonern noch vormogeun und mit fleis einschreib. In diesem .buch er schreibet also*, wie in den gezeitten *fol. Y4a. Ostsviani des keisers zu Rom, ihres gnedigens urtheilers, in der stadt Salura im reiche Britania sein gesessen astronomi und gehandelt von a) C want. b) fehlt C. c) A thumbrost. d—d) in C am Randc. e) in A am Rande, im Text Deutscher. 1) Grunau's Quellen für dieses Capitel sind nur die verwirrten Nachrichten des Erasmus Stella, verbunden mit einigen Notizen des Aenens Sylvius. Er wirft diese Nach- richten nuch Kräften durcheinander und entstellt sie noch durch eigene Zuthaten. Vol. Toeppen, Historiogr. 181. 182.
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56 ihrer kunst fragende, ob auch im siebenden und achten czirkell des himels im norden und sub cancro und capricorno mochten menschen wonen. Viel meinten *, wie kein mensch umb lange kelde und grosem sne sich domit kunden loite behellfen; etliche sprochin: uns zweifelt ? am capricorno, sundir under dem zeichen tauro wir halten, wie do menschen wonen, und sagten do die ursache ihrer sprüche. Dis zu irforen sie haben ie dreier ausgesandt in die gelegenheit der lande des norden, under welchen Dywonoys der oberste war, und auch alleine lebendig war von seiner geselschafft. Und diese qwomen durch Coma- niam, Halliciam itzund Tatterey, Roxolaniam itzundt Mosquoam .genant, durch Venedes und Allaünes itzundt Leifflandt genant, und quomen uber‘ ein gross wasser in ein landt weit und breitt, welches noch einen bestendigen namen nit hette Jigende im norden gleich im heuptt des zeichens tauri in des nordosten teill, und sie is durchgingen und allent- halben durchsogin, sie aber mit nimande kunten reden, und is sich be- gab, wie sieim lande bewinterten und auff dem sommer kranck wurden, in welchir zu in qwomen Sarmaten, das woren Wynden 4, mit diesen sie jo ein wenig retten und wurden underweiset vom lande nach begir in fragenn. $ 2. Wie Dywonysz Irzelt, was er hab erfaren und gesehenn In seiner wandrung von seinen landen. Die lande, die ich durchzogen bin in meiner botschafft, spricht Diwonis, seint grose und wuste leande widder unser lands seindt, und alles foleck do wonende ist alles ein ander folck im° leben, in den sitten, wen unser folgk. Es ist sehr unvorstendigk iu allen sachen und sich viel noch helt in der weisen, leben und sieten der Huhuri‘. So bin ich gekommen in das landt, in welchem Istula das wasser der Polawener oder Sarmaiten fleist in Creno'), das gesaltzene mehr, welch landt keinen besonderen oder standhofftigen namen hat#, wen etliche is nennens Sargaciani, Gelidani, Vacynani?), und sust andere namen me. Darnoch ein folck dorein kompt, sy das landt nennen. Dis landt hott in auffgang der sonnen wol in das norden ein sehr gros süs a) weten ausgestr.. ın. überg. A. b) C und zweifeln. c) C durch. d) Ü Wenden. e) in dem C. f) so Codd. Vielleicht barbarl zu lesen? g) In A ausgestr.: und sust andere namen dornoch ein gross flissendos. Das recip. am Rande. 1) Chronus braucht Stella Ss. r. Pr. IV 287 Dr Quelle) für den Preyel. 2) Stella |. c. 286.
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57 wasser, dergleichen auch im gantzen nerden Crono ym gesaltzen wasser dorzwischen und der wonung der menschen auch, ein gross langk wasser Hailibo noch ihrer sprach. Sust allen halben ist ein slecht landt* mit vielen flissern. Das folgk in diesem land ist seuberlich der gestalt unud von wenigk essen und trincken und mit dem reden sehr bescheiden, is hott kein haus, kein dorff, kein stadt!), sundern es wo- nett an den flissern, an welchem stehen viele salweiden?), under® wel- chen es hat ym von ror ein gezelt gemacht, do is under leitt mit den seinen; so is aber kaltt winter ist, is treugt zu hauffe von dem holtze, was es findett, und ym ein feier machett, noch welchem wermen is vorrunet sich im gezeltt und do schlefft die meiste zeitt des winters >. Sein tranck ist wasser aus den flissern und fische und hott kein brodt, sundern dorre fische sie vor brodt essen. Seine sproche, kleidungk, simpelheitt, kleider von schilffe gemacht, 3 weiber den man zu habin, ane einen besundern gott zu leben, ag den monde und sonne zu wir- digen, ist noch form unnd egenschafft der Gothen®). Wente sie wolten sich ınit einander vormischen man und weib, wo is hin kompt, is sey dobey wer do will, sie es thun und sich nit schemen und viel mol®). Idoch die frauen - umbzech werden. gebraucht und nimmer ein man ist, es ist jo die frau bey im und sie mit freundtschafft und willen zu gefallen ist, und hoben uit viell kinder, wiewol sie viel weiber haben. So qwam zu in noch gewonheit ir obirherre, den sie nantten Maso, der mich auch mit in nam. Fur diessen sie fillen auffs angesichte, stossen die heupter umb zu ehren auff die erden, und so is nix zu geben hott, is giebt im die soybarlichsten knaben, und is! ihm eine grose ehre dunckt sein, und sein gott berre, so sie in nennen, sein kindt nimpt, und bitten in alle, er wolde in jo nicht die sonne vor- halden, sunder vorschaffen, domit sie® bei zeiten qweme. Und mit solcbem tribut und erung Maso ir herre zogk in sein landt. So ich dieser gegnet an Crono dem wasser und dem flisse Istula solte ein namen gebin, 30 wol’ ichs umb meng willen der viel salweiden, umb und under welchen das folck wonett, das landt von salweiden nennen’). So viel weis ich itzundt von dem zu sagen. a) An, darüber under verb., C an under. b) in A am Rande, in C falsch bezogen: wermen des winters. c) C mit. d) A Ist, fehlt in C, e) fehlt C. f) C wolte. 1) Stella 1. c. 287. 2) Stella 1. c. 287. 3) Stella 1. c. 287, 4) Stella 1. c. 292. 5) Siella 1. c. 287. e *fol. 24b
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*fol, 25a, 58 8 3. Antwort auff oronicke Ense Siivii und Erasmi Sterne, Preussen anlangende. Aeneas Silvius in cronika effigiata!) spricht, wie etwan itzt Preussen sei genant gewesen Ulmigania?) und* dis auch wol dominus Christianus, von dem obene gesagt ist, wy man wol rechtlich nennen soldedaslandt vonsalweiden® Ulmegania, wieDywonissagt, wen® salweiden in Preussenlande der einwoner nehesten dem besten behelff ist. So seindt gekomen von auffgang der sonnen ein folck Stagnani und Maxo- bei?) und haben dis folgek in Ulmiganea ein teil irmortt und die andern dinst* knechte gemacht. Von diesen auch dominus Christianus sagtt, wie die ersten von Dywoni gefundin, sindt dem mole sie in sittenn simpel woren, wurden von etlichem geslechte, die von wegen ihrer zweitracht wurden voriagt aus ihrem vaterlande, ettliche voriagt, etliche in dinst gebrocht. So ist aber ein ander, genant Erasmus Sternn‘), und dieser schreibt den preis Deutsches ordinis, wie er durch hülfe der loblichen fursten im kaiserreich ein landt im haben gehorsam gemacht, welches® do itzundt heist Preussen, do aber his es Bructera und auch wol Brussera von vielen. Wen in Ulmiganearlant qwomen mechtige hauffen und scharen der menschin im rechten und hochen norden wonende, als die Sargaciani, Gelidani, Gillani, Alani, Vaeynney und Carioni®) und diese woneten auch in Ulmiganea, aber nit langk. Von diesem dingk? nix setzett dominus Christianus, sandir wol sprichtt, wie in Ulmiganeam abir Bructeram sein gekomen Sy- tones®) und Maxabei und diese habin gemordet, wen sie gefunden haben, und eine weile regirten. Und von den Masones und andern das landt wardt genant von etlichen Ulmiganea, von etlichen Sitonia, von vielen auch Maxabea. Und dis folck, spricht dominus Christianus, regirte eine kleine weile und sein nam wardt nicht fast bekandt ihren nogwern, und diese brochten die gewonheit ins landt, domit man heuser bauete zu wonungk der menschin und das gewendene cleider trugen. Und dis machte in ein nam, sundir die Gottische sproche und mores kundt a—a) in A am Rande. b) Ü von. c) A welche. d) in O1 (das k aus dingk dafür verlesen, ding in A unterstrichen, beinahe ausgestrichen : diese Stelle beweist die Abbingigkelt C's von A). 1) Vermuthlich die Commentarien, 1490 zuerst gedruckt (Potthast Bibliothecs 104), vgl. Ss. r. Pr. IV 243: in Pruscia, quae olim Ulmerigis dicta ost. 9) Aeneas hat die Form Ulmerigia, Stelle Hulmigeria. 3) Stella 1. c. 286. 4) Erasmus Stella. 5) Stella 1. c. 286. 6) Aen. Sylv. 8s. r. Pr. IV 232 (Gythonos‘,, Tioeppen bezieht sie Hisr, [SI auf die Sudiner Stella’s (288). a
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68 man nie vortälgen ausz dem folcke. Von deme aber dovon Erasmus Sterne schreibet zum homeister Friderico ist zu wissen, wie ich is anders gelesen hab, das Drusus, dovon er sagt das genante volck Sar- gatiani, Gelidani, Gillani, Alani, Vacynnei, Carioni'‘) und wie sie alle heissen, umb ihrer ungetrauigkeit willen und auffrur habe genomen assz Britania und Albania itzunt Engellandt, und hab sie gefurtt auf die berge Riffey?) itzundt Norwegen genandt und Hipperboni; welche lande liegen under dem zeichen capricorno im letzten ausgange de$ siebenden zeichens adir gelegenheit des nordens. Vil er auch zum andern moll wurden gesatz in Scandiam und diese mit der zeit gqwomen ausz vortreibungk in Cymbriam hoite Gottlandt genant und disse Scandiani aus Cymbria vom folcke Gothi angefochten qwomen in Ul- miganeam itzundt Preussen genant und sich do sosten und das landt noch ihrer weise do baueten und von diesen sein die noohvolgenden* historien ausz den obengenanten buchern im prologo genommen und seindt frachtbar zu wissen unsz Preussen. Capitel I, 8% 1. Von dem folck Gothl, wie sie musten Lombardiam reimenn. Acta domin! 500. Im jare Jhesu Christi noch seinem leiden, spricht dominus Chri- stienns, 500, als Justinianus keiser und Vigilius der I zu Rom bobist war, das folck Gothi genant mit ihrem konige Witthigi qwomen in Lombardiam und sie gewonnen mechtige stette und vil tausent menschin todten. Sie qwomen aus Hispanien und woren heiden des glaubens. Als sie nu gantz Lombardiam hetten, Ravennam die stadt sie mechtigk baueten und do der konigk mit seinem hoffe sas. Der bobist zu Rom und gantz Etruria und Tusera mit etlichen stettin Lombardie, als Ve- nedie, Bressa, Laudum und Cremona schrieben ken Constantinopel zu Justiniano dem keiser umib gottis willen hülff bittende, domit sie 1) Stella 1. c. 286. 288. 2) Vogl. Sielia 1. c. 286. 288, 3) Auch für dieses Capitel ist Erasmus Stella Hauptquelle, den Gr. aber überall nach eigener Erfindung ergünzt. Vogl. Toeppen 184. 185. Aus welchem Handbuch vr die historischen Namen Witiges, Justiniun, Narses, Agiluf enmahm, ist nicht nach- weisbar, "fol. 26b.
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*fol, 26 a. 60 mochten von den grausamen ınenschin den Gothir irlost werden, und er sante in Lombardien Narseten einen fursten mit 15 tausendt man und dieser qwam ken Rom und fandt do versamlett 60 tausent man, mit welchen er zogk durch Romandiolam und qwam fur Ravenna. Von stunden an Wittigis der Göthir konig mit 100 mal tausendt man aus und sich mit Narsete schlugk. So fugte is got, und die Göthir vor- loren, wen Wittigis der konig mit weib und kindt wurde gefangen und geschickt zum keiser ken Constantinopil. Die feltifluchtigen Göttir in die 15 tausent boten genade, domit sie mochten reimen Lombardiam mit ihrem weib und kindern, sie wulten mit seinem willen. zihen in frembde lande, do sie dem reiche nit wurden schaden. Narses war ein güttig man und auch sag, wie sie vorlemet waren am meisten teil, er in satzte 4 wochin, und sie solten Welschlandt reimen ane schaden. Unde sie es auch thetten, und Narses gab in zum ge- letsman Agiluffum denn graffen, und ehr sie beleite durch Bayern bis in Westphalen, und ir woren do als und als junge und alt 36 tausent personen und sie sogin, wie Westphalen gros und unbebautt war, sie baueten do eine stadt und sie noch hoit Gottingen heist, und meinten do zu bleiben, sondern man hott sie von dannen getrieben und sie geweist in Dennemarck, und® do worin inne vil wuste lande und insil. Zu dieser zeit wart in Dennemarck? Theudot ein furste, diesem vor den Götthin grauete, und als sie.zu im botschafft* hetten geschickt in bittende umb ein ort landes, inn welchem: sie mochten wonen ym umb ein tribut, er in angagte, wie in: seinem reiche ein insel were, Cymbria genant, welche insel inne hetten ein folck aus Scandia vor- iagt und is im do zu trotze sesse und in nicht fur einen herren wolten irkennen; wulten sie im ein tribut geben und wolten mit macht auff die Cimbri, das mochten sie thuen. Und die Göthir gingen das an, sunderlich und sie alleine mochten wonen, und Wisboo ir furst sich mit Theudott vorsicherte in dieser sachen yn tribut und der wonungk. 8 2. Acta anno domini 514. Wie die Gotthi in Cimbriam awomen und das foick in Ulmiganeam vor in flilhen muste. Der Göthir furst Wisboo schickte zu dem folcke Scandiani in Cimbriam bottschafften und lissen in ansagen, wie in Theudot der furst hette vorlihen das landt ihrer einwonungk, sint dem moöle sie in nit wolten irkennen vor iren herren, und die Gotthir umb ein tribut a) fehlt C. b—b) in A am Rande von anderer Hand.
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61 is hett angenomen; 50 hett sie nu Wisboo und die eltsteh ötthir zu in geschickt sie zu fragen, was sie umb dieser sachen thun woltten, ob sie mit gutte wolten Cymbriam reimen, adir ab sie im selbigen wolten wonen und in dovon zinsen, adir ab sie sich mit ihn wulten kempffen. Das folgk in Cymbria hetten zwene herren, welche sie vor konige hilten, genant Bruteno und Vidowuto'). Diese mit irem adil gingen in ein rott wie zu thuen, solten sie dinstboten sein, die ge- bome herren weren, es were in viel zu nohende, solten sie auch mit ihn kempffen, sy wusten sich vorloren, und wurden is eines, nochdem und wie in Brutteno ansaget im namen seiner almechtigen götthin, sie solten reumen Cymbriam und sie solten anderswo mechtiger den do werden. Darumb die in Cymbris machten einen contract mit den Göthir, und sie wolten reumen Cymbriam und die Göthir solten sie unbehabt lossen und ihre nochkomlingen, wo sie in andern landen wurden sein, und die Gothir dis in beschwuren und in is auch hilten. Brudeno und sein bruder Witowudo mit den ihren sossen auff flösser und qwomen durch Crono, das wassir Haillibo, in der zal 46 tansendt man und weib und funden in. Ulmiganea ein folck, das uner- faren war. Bei dissen sie slugen ire gezelt auff und bauten noch irer weise slösser und dörffer und etlich mit gewalt, etliche mit hinderlist, etlicher freundtschafft sie genossen und die Scandiani aus Cymbria wurden der yn Ulmiganea herren* und gebrauchten ihre dinste. Die Göthi qwamen in Cymbriam und is baueten und ire heuptstadt sie nantten nach ihrem fursten Wisbua und Cymbriam sie nantten Gotihr- landt. Bruteno aber und sein bruder Witoudo baueten Honeda, Peil- peillo, Nangast, Wustoppos und Gallons?) die slossir und sie fundin “fol. 26b. honigk und sie dovon miechten getrencke, sust von anbegin si ag* _ molken trunken, und die do wurden gefunden yn Ulmiganea, wurden von den Cimbri auff ihre weise zu lebin gefurt und sie von beiden teilen trunckinne und unsinnige menner wurden und sie wurden mit der zeit grausame krigesmenner. a) auch C, 1) Stella 1. c. 298. 2) Von allen diesen Namen ist nur Honeda als alte Form nachweisbar, in der translacio et miracula 8. Barbare c. 5, Ss. r. Pr. II 404 und in dem Bericht Her- mann von Salza's über die Eroberung Preussens ib. V p. 160. Die anderen Namen sid Corruptionen von Heiligenbeil, Twangste, Waistotepil und Gallindien, die bei Dann 9 vorkommen. Vogl. Toeppen 184.
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*fol. 27a. 62 $ 3. Acta anno domini 521. Wie Ulmiganea ein konigkreich wardt und ein andern namenn hette, Bruteno und Witoudo sein bruder, spricht dominus Christianus, vorsamleten alle ire klugesten mennir, aus was ursach ich nit magk gents- lich wissen, ag und man sie wolt gantz uberziehn von den Masomes umb den erins und ubrigkeit, wen die Cimbri wolten keinen herren wissen, wen die sie mit in gebrocht hatten. So wurden sie eins und sie wolten einen konigk haben und fillen auff Bruteno'). Er sprach, liebes folck, ich kan is nicht sein, wen ich mich noch dem willin unser almechtigen götthe in ihren dienst vorpflicht habe, sonder do is mein bruder Wytowudo ein behertzter man, diesen nemptt vor einen konigk und er wirdt euch biderlich regiren. So wil ich sein vor euch zu unseren götthen ein botte, wos ich von in werde hören und ich is sogen wil, und wist, vil tröstlicher ich euch sein wil in andacht vor unseren heiligen göthen, den® mit euserlichen streitten. Von diesen und anderen wortten me sy wurden is einst und do noch ihrer weisen Widowuto zum konige kroniten und der konigk mit allem folck Brutteno seinen bruder vorwilleten zu haben vor iren obirherren und nantten in erywo cyrwaito, dos ist unser herre noch gotthe, ane seinen willen sie nix thnen wolten und solten, und in hören, wie die göthe selbist, und do sie ir landt nantten Brutenia und slecht alle beslossen nimande zu dienen und zu oppherenn ag ihren götthin. Do irst Brutteno im mit seinen götthin eine sonderliche wonunge baute. Der götthin woren 3, Patollo, Patrimpo, Perkuno, die stunden in einer eichen, dy 6 elen dicke war. Diese eiche und die wonung des erywen adir kyrwaidens mit allen seinen waidolotten, das woren priester, sie nantten Rickoyto?). Vidowuto im bauete* ein schlos zwischen Crono und Hailibo und nantte is Noytto itzundt Neitenbergk und istauff der Ne- ringhe®), und regirte wol und wardt lib gehalten und hett woll 12 söne, a) A das. db) in die A. 1) Stella 1. ce. 293. 2) Die Namen Patrimpo und Perkuno sind aus keiner Quelle vor Grunau zu be- legen. Die einzigen, urkundlich vor Grunau beglaubigten altpreussischen Götlernamen sind Patollus, Natrimpe (Urkunde von 1418 Fol. C. p. 72 a im Königsberger Staatsorchir, 5. Bender in der Alıpr. Monatsschr. II 695 n.) und Curche (Urk. von 1249). Die Eiche als Wohnung der Götter beschreibt Stella 1. c. 294, den Namen Criwe entlehnte Grunau aus Dusburg II c. 5 (Ss. r. Pr. I 58): Rickoyto dagegen ist eigene Erfindung, abgeleitet von rikis Herr (s. Nesselmann, thesaurus linguae Prussicae s. v.), 3) Von diesem fabelhaften Ort ist nichte bekannt: Noyt bezeichnet sonst bei Gr. die Nogat,
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65 als Lithppffo, Saymo, Sudo, Naydro, Scalawo, Nathango, Bartho, Ga- Ipmdo Warmo, Hoggo, Pomeso, Chelmo. Von diesen wardt mit der sit das landt geteilett und ein iglich teil den namen von seinem herren irlangte, wie den gesagtt wirdt werden'). Capitel II?) $ 1. Acta anno 523. Von der Brutenischen satzunge :, von ihrer götthe und oe, wie sie undereinander Iehen sollen in friede. In diesem jore, spricht dominus Christianus, die Brutheni mit ihrem konige Witowudo und Brutteno ihrem crywen kirwaytho qwomen auf Honeda und do in vorzalte Bruteno die befelungk ihrer göthe und wie sie solten leben mit einander. Primo, unnd nimandt an des eriwen kirwaito willenn" sol anbetin götter adire von frembdis ein gott ins Jandt bringen, sundirn die obir- sten götte sollen sein Patollo, Patrumppo, Perkuno, wen die uns haben gegeben landt und leut und noch gebin werden. Secundo umb iren willen unseren criwen kirwaito bekennen vor unseren obirherren und seine nochkomling, wen sie is gönnen werden unsir gnedigsten gotthin und irwelen soine waidlotten zu Rik- koyott?). Tertio. Furcht und gehorsam wir schuldigk sein unseren heiligen gotthin und unserem criwo cyrwaito, wen sie uns noch diesem leben werden geben schone weiber, viele kinder, susse getreneke, gutte spiese, im sommer weise kleide, im winter warme röcke und werden sloffen anff grossen weichen betten und werden von gesundtheit sehr a) satzungüngen A. b) w. in AC hinter prima, c—c) in A am Rande von anderer Hand. 1) Nack Stella hatte Widwut nur 4 Söhne, Pomesanus, Galingus, Natangus, Iialamıs: er dachte bei dieser Spielerei, die sicherlich ihm seinen Ursprung verdankt, an die Eintheilung des damaligen Ordenalandes, Bisthum Pomesanien, Natangen, Galin- dien und Littauen, während Grunau an die 11 Landschaften Dusburg's (III 3 8a. I 61) ankräpfte. 2) Die Quelle für die nım folgende Gesetzgebing Widwut's und Bruteno’s war wieder Stella 1. c. 298. 3) Vgl. Dusb. IL 5 Ss. r, Pr. I 58.
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*fol,27b. 64 lachin und springen. Den bozen, den sie nit wulden ehren, sie wurden hie nemen, was sie hetten, und dort sehr quelen mit peinen!‘). 4°, Alle landt und nogwer, die ihren göttir wurden ein oppher thun, sollen gelibet werden, und mit ehrung gefordert werden. Die sie aber vorsprechin abir vorsmehen, sollen von uns mit feuer, mit koylen getödet werden und wir froinde nimme werden. - 5'. Die menner mogin 3 eeliche weyber haben, mit der under- scheidt, und die irste und obirste sal sein von dem geschlecht und geburtt, die mit uns sein yn das landt komen, die anderen mogen sein von denn gefundenen?) j 6’. Und ein man würde beladen mit krancken weibern, kindern, brudern, schwestern, gesinde und mit sich selbist, es stee zu im, und wir" irlobin, so er sie und sich selber vorburnen wurde, wen ungir der götte diener sollen nit steenen® sondern lachin?). 7. Und imandt sich selber und sein gesundes kint wirdt oppberon unseren heiligsten göttin, wir is im irlöbin und sagen, wie solche durchs feuer heilig werden, domit sie wirdigk sein mit unseren göttin zu lachin. 8°, Und ein ınan oder weib ire ee wirdt* brechin, den sol man burnen, ferre von unseren heiligsten göttin und die asche streuen auf den gemeinen wegk und seine kinder sollen untuchtigk sein zu waydelen‘). %°. Wurden die frauen ihrem manne vorsagen ihren leib in der eelichen sachin, es stehet zum manne, und er sie magk vorbornen und ihre swestern sollen sein vornichte personen, wen sie haben sie nicht gelernett den gehorsam ihrer menner und den göthin. 10%. Welcher man eine jungfrau abir eeliche frau würde auff ir rauchis zwischen die beine greiffen, es stehett zu in, und man nicht mochte burnen, wen er eim andern an sein bestes hott gefravelt. 11'°,. Welcher ein jungfrau zum irsten freiet, der soll sie haben zum weibe und nimandt andirs, würde aber der man vorhin baben 3 weiber, man soll in die hunde lossen fressen, wen er hot geunirt den standt unser götthin, die ehelich und jungfrau sein gewest. a) A wi. db) C sterben. 1) Die Vorstellung vom künftigen Leben schildert Gr. nach Dusburg III 6 (Sa. 154 und Stella 1. c. 294: auch in der Friedensurkunde von 1249, die Gr. be- kannt war, findet sich eine hierauf bezügliche Stelle, Cod. dip. Warm. I 32 (n. 19). 2) Stella 292, jedoch von Gr. specialisirt. 3) Nach Stella 293, der aber nur bemerkt, schwächliche Kinder, Krüppel und Greise sollten getödiet werden. 4) Ueber Ehebruch Stella 293.
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65 12°. Welch man wurde todten seiner gnedigsten götthin diener, uber diesen sollen haben gewalt alle froyndelinge der todten, und sie in mogen wider todten und auch lossen leben. 13%. Und imandt stelen würde, den sol man zum irsten mit rutte slon, zum andern mol mit knottelen, zum dritten mole in sollen die hunde fressen, ferre von unsirn götthin. Gott aber weis, wie man is heit, idoch die historien is werden unterrichten im nochvolgen. 8 2. Vonn gewonheit, trunckenheit und zweitracht undir enander. Vonn anbegin die Bruteni gewont woren molcken zu trincken und kese zu essen vor das beste‘). Widowuto aber honnigk fant und er den mit wasser soett?), und is wardt ein köstlicher tranck doraus, welchin in schanckte der koning und Brutteno der kyrwait, so sie bei in woren, und der tranck wart gemeine und die Brutteni truncken sich unsinnig doranne®), So wurden sie in foller weise uneinst, die do woren komen aus Cymbria, mit den, die sie gefunden hetten in Bruttenia, und qwomen vil auffrhur, wen die Cymbri wolten die an- deren zu dinstbotenn machen, wen die Cymbri dauchten sich edler sein und darümb all iren edlingen sie gobin einen namen auff eim o und dis von irer alten gewonheit; war aber imandt und der vom Wi- toudo wardt geadelt von den, die man gefunden hett, ir nam war auff ein s‘). Die Cimbri zum ersten die gefundenen mit freundtlicher weise vormochtenn und hindenoch mit slegen dorzu trieben, und sie in mechtige berge und ronde schutten und in heuser drauff baueten, wen die gefundenen? von natur stercke menner woren, me wen die ander, und doch von der teglichen arbeidt sie wurden swach in der arbeit der eewercke und dis sie brochte zu ungedult. So wulten sie is nicht thun und sie begunden auch ihren adil vorzuzihen und diesem baueten viel höffe. Do aber die Cimbri mit gewalt wolten fahren, die gefundene auff und vorbrandten die Cimbri haus unnd hoff, weib und a) A gefundene. 1) laoteque pro potu vescebantur. Stella 287. 2) Stella 293. 294. 3) Stelle 294. 4) Ueber altpreussische Personennamen siehe Pierson, Altpreussischer Namencodex in der Zeitschrift für preussische Geschichte und Landeskwds 1873. . 6
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66 *fol. 283. kindt* auff etliche 100, wen sie meinten, das wer nit irslogen und sie also nit die satzungk der götthe gebrochin hetten'). Von scharwerg. Umb dieser sachung willen und ander me Witowuto und Bruteno zu Rickoyto vor den götthin hilten einen tag und do sie bestriekte Bruteno ir crywe kyrwaito mit Widowuto irem konige, domit sie in der furcht seiner gotthe sich voreineten *. Wolten die edlingen, die do komen woren ins landt, hulff und arbeit vor sich von den gefundenen, sie solten sie mit freundtschafft vormogen und in methe geben zu trinecken und in dancken. Domit man aber mochte wissen, wer do edil were, der konigk is satze, und wer do sneller mit seinem pferde qweme zu im, der solde edil sein, und man do rante aus allen krefften, und sust viel ander weise hetten, domit ehr die thettigen menner adilte und wurden so geadilt vil der, die do im lande wurden gefunden, und diese nomen der Cymbri tochter und wardt so eine weile gutt. Diese edelinge sich ubten auff fechten und reiten, wie ander nationes thun, und die dod vor waren simpel gewest, wurdin tuckisch und vorslogin auff alle schalckheit. Ein satzungk. Do wardt is auch gesatzt im tage, so im ein man sein weib starb, man im balde ein junge vorschuff, wen er muste nicht uber nacht und tagk trauern und e im die junge gantz vorege- nett wardt, sich mit ihr vorsuchte; mocht er ihr den magkthum nemen, sie wardt im gantz zugeignett, und man vorbrandte han und hen zu lobe den gottin in diesem. Witwennrecht. Starb einer frauen der man und sie noch jung war, die ledigen gesellen mochten sie gebrauchen, bis sie ein kint hette, und dornoch wardt sie eine waidelottinne und muste bei ihrem halse keusch leben, wen sie von der gemeine wurde vorsorgtt. Vonn schreiben?). Dis kunden die gefundenen menner in Bruttenta niht begreiffen, wie man kunde schreiben aus einem anderen lande, wos man welde thuen abir was man begerte von imande, wen sie meinten, dis gehortte gott an. Die in® Brutenia woren gefunden, sogin wie die Cymbri buchir hetten und dorein schrieben und doraus losen. Ettliche meinten is weren gotte, etliche auch meinten, sie is thetten aus einem betrigen. a) Decretum am Rande in A. b) C zu. c) A im. 1) Wohl nach Dusb, III c. %: die Preussen erdrosseln einen Priester: quod tale genus martirii competeret viris sanctis, quorum sanguinem fundere non anderent. Ss. r. Pr. 1100, 2) Dusb. III ce. 5. Ss. 1 58. Hier wird dies vom deutschen Orden und den Preussen erzählt,
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67 Von kerbestocke!). Wen von anbegin die von Brutenia woren vor der zukonfft der Cymbri*, so sie was thuen- solden uber i4 tage addir wie sie ein dingk mercken wellen, sy nomen ein stogk und auff iglichenn tagk einen kerb macheten, bis sie qwomen zu ihrer rechenschafft und diesem noch heut in tagk ist der gebrauch, und mit den grobin handtwerkern als smide, botteher und wie den solche sein, von beiden teilen, sy und die mit in handelen, haben kerbstöcke and also rechin. 8 3. Acta anni 550. Wie man ein streit hette mitt den Masones umb den zins. Ich habe obene gesagt noch der beschreibungk Christiani aus ® den buchirn Diwonys>, wie Maso ein furst jor jerlich in Ulmiganeam itzundt Preussen genant qwam und von in ire seubarlichsten kinder nam an stadt des“ zinses, wen die simpelleut wusten keine andere arbeit nicht*, wen kinder ziehen. Als aber die Scandiani aus Cyınbrisa woren gekomen und Ulmiganeam zu eim konigreich gemacht hetten und im einen standthafftigen namen noch ihrem obirsten herren gebin hetten und is nantten Brutenia, sy slecht abe Masonen erbe absagten den zins zu geben und wie sie is wu anders gelernett hetten, sie sich zu weren dochten, so man in? zu wolde. Die Masones gleich wol jor jerlich manten, wen sie sagen, wie die Brutteni fich unde muntze hetten, sie wolten abir nix gebin‘ Ein furste Anthones genant und dieser lis Widewuto dem konige zu Brutenia und Bruteno seinem crywe kirwaito ansagen: sint dem mole sie viel mol hetten angesagtt den zins in zu geben und nicht gewult hetten, sie solten itzundt wissen, er wolt in holen, was vorsessen were, und solcher worte viel. Und Widowuto der konigk und seine Bruteni is annomen und sein warten auff’ den grentzen, die sie mit im neulich geschutt hetten, domit man wuste wie weit ire götthir iren dienern helffen soltten. Anthones war unirschrocken und irlangte ein mechtige hülff aus Roxolania itzundt Reuslandt genant und qwomen und sich slugen, und Anthones gewan das slon und im mechtig gutt zueigente und viel jungling gefangen wegk furte und diese bey in lerneten den schertz a) Davor in A b. ausgestrichen. b—b) in A am Rande von anderer Hand, c) der des A, dA im. es) in A am Rande von anderer Hand. 1) Dusb, II c. 5. Ss. I 56. Pr *fol. 28b.
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*ol, 29. 68 des streitis und im entliffen und sie is ihren brudern auch lehrnten, wie man streitte. Noch diesem streitvorlisen Widowuto der konigk ver- bittert wart mit den seinen und sich bedochten; so gebot Bruteno der crywe kirwaito, der gantze adil solt in einem feste sein ihrer götthe zu Rickoyoto, und sie qwamen alle. So qwam es, wie ein mechtigk gewitter war von donneron und blitzen, in welchem sie meinten, ihr gott Perkuno vom himel rette. Von diesem Bruiteno nam ym ein ursach und sagte, wie in die götthe befolen hetten, sie alle eintrechtiglich solten ziehen auff Anthones und sein volck und rechin das heilige blut irer diener, sie wolten bei ihnen sein. Und man gab in methe zu trincken genug und ein iglicher auff und die seinen nam und fillen Anthones ein und in erwurgeten mit Czienbech* dem konige von Roxolania und im an mose und folgk erschlugen und mit grosem brandt und robe sie qwomen heim. Anthones sohn Czanwig> gebrauchte vor- teil und quam zu Brutteuo und Widewuto und ihren gotthen oppherte und schwur sie vor seine gnedigste götthin zu haben und bat umb urlob und er noch seiner andacht den gotthen mocht ein oppher thun, und sie es im vorgontten. So lis er do auff eim freien velde ein weis pferdt zu todten rennen und dornoch is lis vorburnen. Von diesem is* quam, wy niemandt ein weis pferdt im lande mocht reitten, sondern man muste sie vor die götthe halten. Und wardt so friede zwischen den Bruttenen und Masones, idoch eines dem andern nicht quitt ist bis auff heittigen tagk. Capitel IV. $ 1. Acta anni 573. Wie man Brutteniam telite in 12 fursten- thumb, die fursten woren Witouden kinder‘). Als Widowutdo altt war 116 jar, Brutteno 132 jor, sie wolten die ihren vorsorgen, domit ein iglicher mocht wissen, was im anqweme von seinem vater Witoudo, wen itzundt ein etlich mol es war ein auffrur geworden umb des landes willen, wo ein iglicher von denen sonen Witoudi konigk solte sein. Diesem eine gestalt zu machen man vorsamlete allen adel ken Rickoyto, und do Bruteno in ansagte, wie ehr und sein bruder Widowuto der konig von befehl der gotthin wolten Bruteniam teilen in die rechten erben, domit kein auffruhr wurde und a) Leo Czienbach C Czwenbed. db) Leo Czangwig. 1) Das Motiv aus Stella 1. c. 294. 295.
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69 also das heilige blut vorgossen wurde. Zum ersten nam der crywe _ kyrwaito einen bock und den vor der eichen todte!) vor allir sunde willen, und dis fleisch mit anderem zu Rickoyto vor der eichen britten mit den blettirn von der eichen, in welchin stunden die gotthir und dornoch truncken poskeiles?) von metbe und is beschliffen. Im morgen fra Widowuto der konigk und Bruteno sein bruder der criwe kirwaito sossen vor deu gotthin und ruffeten zum irsten den eldisten son des koniges Widowuti Lyttpho:® und zu diesem sprochen also: Lieber son, gelobist du unseren gnedigsten goethin andacht und irem kirwaido gehorsam vor sie und deine mittbruder ire diener zu setzen leib und gutt, so sie wurden vorringert in ihrer ehre und stand- hofftigkeit? Auff dis Litpho antwortt: und ich is gelobe bei der stroffe meins gottis Perkuno, der mich todten sol durch sein feuer, so ich is nicht hilte. Do sprach Brutteno: so lege deine hende auff das heupt deines vaters und dornoch rure die eiche an deiner gewaltigen götthe. Und dis er thett und darnoch sprach Widowuto: und du solt herre sein im lande von, Boycko und Nymmo der flissende wasser®) bis an Thansoan den waltt. Und er nam is mit der zeit ein und bauete im eine feste und dy nante her noch seinem sohne Gartho‘), und dis lantt hoite heist Undir- aber Kleinlittaw, wen® von anbegin zwischen Preussen itzundt unnd Kleinlittaw® ist lautter feltt und wonungk der menschin gewesen, do itzundt grose heden und welde sein; dis darumb, wen die brader Deutsches hauses umb wegen der krigenn, die in do aus ent- stunden, is gantz vorwusteten und dennoch vil itzundt bebauet ist und die henpstadt itzundt drynne Grottna Gartz*) auff Deutsch genant wirtth. Und Gartho mit der Zeit mechtige lande gewan und wardt mechtigk und sich gantz königsch hilt und hett auch viel bayores zu söne. Zamo der ander son quam vor, und im wardt vorgestimpt, und er thett in aller weise, wie der irste. Zu diesem sprach Witoudo: und du solt herre sein ubers landt von Crono und Hailibo®) bis auff* Skara *fol. 29b. die wasser; und dieser nam es mit der zeit ein, und is wardt Samlandt von im genantt, und er baute im aufl' einen mechtigen sandtberg, der am a) am Rande in A Litao 1. b) A Lipthpo, c) am Rande in A. d) am Rande in A Samo 2. 1) birco in sacrificiis usi sunt. Stella 294. 2) Vgl. Altpr. Meonatisschr. IV 137. 189, VII 318. 594. Nesselmann, the- saurus 61 s. v. kayles. Die Bedeutung dieses altpreussischen Worter ist noch dunkel. 3) Bug und Niemen, 4) Grodno (Garten). 5) Nach Gr. das kurische und das frische Hafl.
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, 70 meisten teil geschott wart, eine feste und in nante Gayliegarwo'!). Und dieser mit den seinen hetten auch vor die andernn ein sunderliche weise zeitlich zu leben und ihren götthin andechtiger woren, den die andernn Brotteni, und sie machten auch ein sonderlichen eichwalt zu ihrer an- dacht, do sie ein hauffen slangen irnerten zu lobe ihren götthin.‘*) Und Zamo lis weniger kinder, wen andere seine gebrüder, wen er hett ag seine tage eine weib; dieser auch dem wassir Skara Pergolla?) den namen gab, darumb im sein weib dorynne irtrangk, die Pergolla hys. Sudo? der dritte son Widowudi qwam vor seinenn herrenn vatir und tbett wie seine brüder und im zuteilte der koning und kyrwaito das landt zwischen Crono, Skara, Curtorio itzunt das Koyrische haeb°); und er is zu seiner zeit einnam und ym bauete eine feste auff einem ge- _ schotten bergk und nantte yn noch seinem sone Peippylko’ und sein landt wardt noch im genant Sudauerlandt. Und dis folg von anbegin irbarlich lebeten und sich alle edlinge dauchten, darumb und sy allein mit Sudo irem herren einen mechtigen konigk nyderlegten auss Weneden, itzundt Lotthphania. Diese noch heut in tagk sie tragen sich menlich und die frauen tragen ringe in den oren von hupschin messinge, sie auch umb ihren hals und fingren und forne auff ihren brosten messene spangen und ringe tragen, und die besten kleider seindt von bloer farben und nur uber die knie, und weib und man° seint heute guttir birtrincker. Jungk und alt in einem hause komen in den krugk und brengen 1 scheffel gerstenn und 1 scheffel haber, und so die vortruncken sein, sie faren heim, und stets ein fröliches folck ist. Dis ir landt heute wuste ist bis auff 8 dorffir und ist ein gesumppe, wen die b. Deutzsches hauses hetten mechtigen anstoss und meohtigo krige von in, umb iren willen sie musten bauen Labiau und Warnikaim*) die slosser auft ihre grentzen und si stilleten. Idoch sie hilteu keinen glauben, doramb et- lich man nam und sie furte auff Samlandt und‘ sie vorteilete an das meer®) die andern man mit den dorfern vorbrandte, und also ist itzundt Samlandt? und Sudanerlandt ein folck, dennoch gleichwol die Sudauer lossen® ire gewonheit uud weisse nicht. a) am Rande Sudo 3 in A. b) Leo 6: Pesipilco. c) Codd. man und. d--A) in A am Rande. e) A losse, 1) Galtgarben im Samlande. 1*) Stella 294. 2) Der Pregel. Der Name Skara für den Pregel ist nicht bekannt; in der Mitte des 13. Jahrhunderts kommt neben Pregora noch Lipca vor. 3) Es ist schon oben berührt, dass Gr. unter Sudauen nur den sog. Sudasischen Winkel, die Nordwestecke Sumlands, versteht. 4) Warniken im Samlunde? 5) Dusb. III c. 217. Ss. I 146.
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a Nadroo* der 4. son Widowudi thett und huldegete wy sein bruder, und im wardt zugeeigent das landt do war zwischen den wassern Pre- golla oder Skara, Boyky und Curtono, und er nam is ein und im bauete ein veste genant Staymlo‘), und man sein landt nante Nadrowia, und ist auch* heut am meisten teile wuste und ein gesumppe, wen mutwillens die b. Deutsches hauses is vorwusteten und wolten nicht lassen widder bebauen, wen die Nadrowitten ubel bei in fuhren und die anderen brochten zum abefal. Dieser Nadro wardt von den Litphonischen irslagen umb des kyrwaiten willen, wen Nadro bett seines weibes bruder Brudono genant vor einen crywe kirwaito auffgenomen, wen die waydelotten ein teil sagten, wie in die götthe gerufen hetten?), dowider waren auch andere waidelotten und sie nein sprochin, sundir sie hetten genent Apeles Litpbo weibes bruder; umb dieser willen quomen die beiden b. in zangk und Nadro von Lithpho knechten in den Boyky wardt geiagt und vorsoff. Von diesem Lithfko sein tage nie mochte sein göthe zu Rickoyott beschauen, darumb er in seinem lande einen crywen sunderlich irwelten und auch seine götte wirdigethe, idoch dy nemlichsten oppher sie gleichwol durch iren crywen ken Ryckoyoto schickten, und umb dis willen so quam is auff, die in Litbphonia nantten ihren herren erywe und den zu Rickoyoto sie nantten kirwaito und sie im gleichwol allen gebür thetten, wiewol sie eine sunderliche stelle hetten, in welcher sie ihre götte wirdigten, ag das sie do nit ihre bilde hetten, welchs is machte in ein vorwingerungk. Scalawo? der funffte son Widowuti quam vor und er huldigte wie seine b., und im sein vatir und der criwe kirwaito im zuteilen das landt zwischen Pergolla, Curtono, Nyemcz und Rango°®) den® wassirn, und ist heutt ein wust landt ag walt und gesumppe am meisten °, und man nante sein landt Scalawonia, welchs die b. Deutsches ordens hauses ® vorwusteten umb irer unthertban® willen, wen durch sie die Littauer und Samaiten in Preussen viel mol quomen und die christen wegtrieben. Daramb das zu wehren sie bauten Tilze, Rangnit, Jorgenbergk die slösser und sust viel ander festen me. Die Scalawonier ist von anbegin gewesen ein unlustigk volck und ungetrew und is sich auff nixten gab, den auff viel schlaffen, in welchem alle seine seligkeit stundt, und wurden in gantzen landen ein sprichwort der unlust. Heut ist dis landt a) am Rande in A Nadrau 4. db) in A am Rande: Scalawo 5. c—c) in A am Rande. d) A hausens. e) In A am Rande verbessert untrene. 1) An welchen Ort Gr. hierbei denkt, ist nicht ersichtlich. Luc. Dav. 162 hat Staindo. 2) Das Motiv gab Dusb. III ce. 5. Ss. I 53., das Aomowe habe in Nudrauen gelegen. 3) Diesen Namen bildete Gr. aus dem der Burg Rangmit. *fol.80a.
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*fo].30b. 72 mit vielem wilpert begobt, do findet man die wilden oxen genant die aueroxen ungloblicher grose. Dis wilt 80 es wirdt geslagen aber worlicher geschossen mit eim handtbogen im meyen, so ist sein fleisch nit anders, den wie es mit knmobloch gesotten wer, wen in der wiltnisz blüet den ein kraut genant wiltlilien, von diesem es so wirdt und dis kraut es mechtigk gerne ist. Dis thir hott ein so schorffe zunge, wen es irzörnt wirdt, wo es mit der zunge hinslecht, do heut* es wegk, wos es begreifft. Do seindt auch mechtige und sunderliche grose schweine und die mechtigen hohin elendt, die man do jagt, und hall ein lust der b. Deutsches hauses von jagen und wiltpretten ist. Nattango? der 6. son Widowuti huldigethe* wie seine brüder dem vatir und dem kirweiden, und er im zueigente das lant zwischen Pergolla, Alle, Bassaro') und Halibo den wassirn und er nam es mit der zeit ein und seine wonunge er hilt auff Honeda dem slosse und is wardt im genantt Nattangia und ist heut ein kosklich landt vol slössir, stelte, edilhöffe und dörffer und ist dem Deutschen orden heute ein fruchtbar landt zum zeisen und schossen, wen is hott viel stetlein, dovon was gefelt. In dissem lande gar viel streite unde blutvorgissen sein geschehen vor andern orten der lande, wie denne gesagt wirdt werden. Nattbango hett ein son Luoygo genant, dem mit willen allir seiner bruder dem konige Widowuti und Bruteni zueigenten noch dem- tode Witoudi (?) Noyto und Crono das wasser, wen is war ein man mit den seinen, dem fischerey lieb war. Dieser auch den bornstein zum ersten fandt und in gehalten vor golt dovon schusseln und tringkgefesse ym machende. Nattangerlandt wirdt heitt genant das Hinderlandt und ist itzundt durchmischett mit Preussen der geburt und der: sproch und mit Preussen noch der geburt aber noch der sproche Deutzsch und ist sehr ein narhafftig volck, darumb is beschriegen mit reichtumb, umb weiches willen es muss viel ausstehen 4, . Barto*° der 7. son Widowuti des koniges quam vor seinen vater und kirwaiden und im huldigete in form und weise wie seine bruder, und im sein vater zueigente das landt von Allo auff yns auffgangk der sonnen bis an Licko das wasser und bis an das landt seins bruder Lythpho, und er nam is ein und mit der zeit er im baute ein feste und sie nantte noch seinen nomen‘ Bartho, und is wardt noch im genant Bartherlandt. Und dieser hett viel kinder, die man nantte kongos, und ein iglicher im bauete festen, wen sie waren auch haderhafftigk und a) O zeucht. b) am Rande in A Matango 6. c) In A übergeschr. d) am Rande in C: laus Natangie: utinam verum esset. ©) Barto 7 A am Rande. f) fehlt AC, 1) Die Passarge,
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13 sich machten viel feindtschaft in dem, und sie andern ihr fich wegk triben und sunderlich mit den erben Natangk sie uneinest woren, den sie viel schaden thettin umb Luoygon willen, dem Witoudo hett was sonderlichs zugeeignett, so sie doch so nahende dorzu weren gewesen als Natangen son, und in vorsatzten, Nathangen folck zu benemen, bis sie sich irholet hetten an ihrem schaden, und wurden so vorbitterl einer uff den andern. Dis landt heut auch ist ein schon landt, mit vielen alössern, stetten, edlen höffen und dorffern und wilpredt vil und genug und es dienet dem Deutschenn orden. Galyndo* der 8. son Widowuti quam fur seinen vater und kirwaito und huldigte wie seine b., und im gein vater zueigente das landt gelegen am fliese Allo, Laworo bis an die gesetzten grentzen Masono, und er nam is mit der zeit ein und im baute auff einem hohen bergcek eine feste und sie nante Galindo, wie noch heut in tagk Galinderberg er genant wirdt. Dis folgk* mit der zeit mechtig wux und ir mechtig viel wurden und sie mit den Masones viel streite furten, und doch die Gslinder selten gewonnen, wen ein mol die Masones adir Masuren in Gallindien vielen und is gantz vorherten sie irsloende, und wart mit dor seit me wen halb ein lautter hedewalt und noch ist in heutigen tagk'). Warmo? der 9. son Witowuti quam vor und er thett die weyse der huldigungk seiner b., und im sein vater zueigente mit dem kirwaitt das lant an der Nara und Bassaro?) den flissern, und er is mit der zeitt einam und baute im eine feste und sie nante Tolo, und sein landt man noch heute nennett Warmnia Sundir er starb noch vor seinem vater und lis seine frau Erma mit unirzogen kindern, und sie regirte das laudt sehr vornunfftiglich und lange, und das landt auch den nam von ir irlangte, und man is nante Ermelandt. Von diesen is kompt, wie noch heut in tagk dis landt zu Latein wirdt genant Warmia zu Deutsch Ermelandt und hott beut ein bischoff vor einen herren. Diese Erma, die rach an den Masuren, was sie dem Pomeso ihres mannes b. gethon hetten, als sie Pomeso fingen mit 6 sonen und der vatir entquam, und die Masüren die kinder todten,, vor welche kinder sie todte den fursten der Masonen adir Masuren Lottko mit weibern und kindern inn die 26 personen, und dis machte sie namhafftigk. Idoch mit der zeit sie wardt irmordt von irer eigenen magt, darumb und sie nit wülte, das ir son die mayt nemen solte, sint dem mole sie, die mayt, von im beschemett wardt. Disse Erma diss recht in gantz Bruteniam satzte a) Galindo 8 in A am Rande. b) Warmo 9 In A am Rande. 1) Aus Dusb, III c. 4. Ss. I 52. über die Verödung Galindiens. 2) Narzer Beck und Passarge, *fol. 31a.
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“fol. 31b. 14 mit vormilligung der göthe, welche eeliche frau irem man fluchte mit eim fluch, der do im schedlich war abir mochte sein, die muste 4 grosse stein am halse tragen umb alle dorffer, die ir genant würden, und sie mocht ihr nicht abelösen an des kirwaiten willen. Und war ein frau, die ihren man slugk, wie klein der schlagk war, dieser man schneitt die nase ab, und vorlor alle herligkeit im hause ihres mannes aus- genomen ir eebeiterecht, und so sie sagte von irem manne etwas heimliches, dardurch er qweme zu vorcleinungk seines gerichtes, die so sy jungk war, man mit rutten streich, so sie alt war und nimme zu kindern tochte, man sie brandte ferre von ihren goethen. Item welche jungkfrau wirdt ansprechen einen man abir gesellen nicht ihres bluttis umb die ee und nicht gezeugk hette, und man es hette gesehen, wie sie im zu willen wer gewesen, die solt ir tage die obirste frau nicht werden bey imande, sunder umb des zweiffels halbin, do sie gemacht hette und nicht beweist die zeichen der vorruckunge. Thorheitt. Die zeichen der benomen jungfrauschafft woren die hembde aber das leinlacken, do inne und darauf sie iren magkthum vorloren hette, wen so in der benemung des magthumbs die dirme blutende wirdt, dis blut, so is* in ihr hembde qwam adir auff das leinlacken, und sie es beweisete vor ein zeichen ihrer vorgangener jungk- frauschafft: tet sy is nit, sy wart gehalten fur eine betrigerin der gottis diener. Hoggo* der 10. son Widowuti quam for seinen vater und den kirwaito und er thett wie sein b., und im sein vater zuteilte das landt zwischen Weseka, Bassaro, Drusino') den wassern, und dieser nam es mit der zeit ein und bauete im eine feste auff einen bergk und nante sie® Tolko?), heute wirdt sie genant Schaffsbergk und man noch heut sein landt nennet Hockerlandt. Und dieser starb und lis keinen sohn ag 3 tochtir Mitam, Cadinam, Poggezanam ©. Mita! nam einen man und wonte auff der feste ihres vaters®) und hette vil kinder; Cadina° nam auch einen und sie wonte auch sonderlich auff einem berge und nante die feste noch ihrem namen“ und het. auch viel kinder. Die dritte Poggezania‘ wonte in eim eichwalde und bleib iungkfrau ir tage und war ein waydolottinne, umb welches willen sie wardt vorhalten von a) am Rande in A Hoggo 10. b)! fehlt Codd. c) Godd, Poggezana, d) am Rande in A Mita. e) am Rande In A Csndina. f) am Rande in A Pogesania. 1) Die Weiske, Passarge u. der Drausensee, 2) Abstraction von Tolkemit. 3) Daher der Name Tolke-mit! So benutzt Grmau dic Ortsnamen zu seinen Geneulogien der Urzeit. 4) Kadienen bei Elbing.
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75 ihren schwegirn und schwestern, und was sie gebott, das war gotis wort. Von diesem es quam, wie man auch ir vaterlandt Pogezamia noch beut in tagk [nennet]*, und wie man kan irkennen, sie ist ein hoynynne gewesen, wen im jare 1499 hab ich viel mol im kloster zum Eibinge, das von irer festen 4 tausendt schritt leit, ir jungkfrauborttleint) gesehen, war einer halben elen weit inwendigk und war eines gutten mannes handtsbredt und war gemacht von solchir materia und beclit noch aller weise, wie die armbroste sein, und hette vorne einen stein aber ein blech mit eim bilde gehabt 4 eckicht, fingers dicke, einer spannen langk, wie die spannen nu sein. Ausz welchim ist abe zu nemen, ist das haupt 30 gros gewesen, der gantze leichnam musz hoynisch gewesen sein. Von dieser Poggezana und irem waydelen die Preussen, die do der geburt und der sprach Preusch seindt, vil mogen sagen, wie schon, wie milte, wie guttigk sie gewest sey, und wie sie mit den göthin getantz habe, welche umb iren willen den leutten haben gebin alles, was sie begeret haben, und solchir dolheit viel. Pomeso? der 11. son Widowuti des koniges quam fur sein vater und den kirwaito und er huldigete wie seine b., und im sein vater das landt zuteilte von der Weseka, Mocra, Noyta, Istula bis an die gesetzten grentsen der Masono aber Masuren, und disser nam is ein und nie eine standhafftige feste hette, sundir wo es im auff dem besten gefiel, do wonet er under ein gezelt und hett sehr viel kinder und wie der vatir alle rysen, und seine kinder* woren alle koniges und in bauten die festen zu Bisno, Bolto, Weso, Nargoltons?) und sie hilten sich mit ihrem vater als fursten. Den Masones aber Masuren sie woren feint umb den zins, den die Masuren maneten, bis und also lange die Masuren Pomezo fingen, wie wol er in entquam. Dieser Pomezo, als er den hochtragende war, so fingk er ein iamer an mit dem furstenn von Welida, itzundt, balt ich, Pomern, umb dieser urssch. Pomezo tochtirman wonte auff der feste, die er im gebaut het noch seinem namen Quezyno®). Dieser im ein lust satzte auff jagen, und is qwam in einem winter, do die Istula mechtigk und hefflägk gefroren war, und er kompt ein herdi wildt- schwein an, und diese die flucht nomen uber die Weisel ins landt We- lid. Diesem er noch eilete und kompt dem fursten von Welida in die hende, "sie durch ihr dolmeoz frogeten umb bescheit und dis Quesyno 3) fehlt Codd. db) in A am Rande Pomezo 11. 1) D. ü ihr Barett, Mütze, 2) Woher sich Gr. diese fabelhaften Namen bildete, ist nicht ersichtlich, Für Bisno ist vielleicht Risno, Riesendurg, zu lesen, Weso erinnert an die Weeske, 3; Quedin, der pomesunische Name für Marienwerder. *fol.32 a.
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*fol. 32b. 76 spotlich gab, umb welchs willen der furst von Welida ihn erstach. Durch diesen tott wardt irzornett Pomezo und alle seine koniges und auff man bey man und fillen Welidam zuverterben, wie sies auch thettin, und der geitz und der grim sie vorplendeten, domit sie so weit ein- zogen, das die weila Istula das wasser durch wirmnde offen wardt. Als nu Pomezo mit den seinen und mit grosem gerobtem gutt wider heim- zihende an die Istula quam, in uberfelt von ungewarnter sachen der furst von Welida und nimpt im allen roob und im sein pfolck irschlugk man bei man. Pomeso yn dissem vorzagtte und gibt sich mit seinem pferde in die Istula und wil ubirschwymmen und ertringekt mit dem pferde, von welchem all sein geschlecht ensatz wurden und nit wusten, wie sie im thettin, darumb Widowuto und Brutteno der kirwaito iren götthin oppher tetyn, ire antwort begerten, ob sie in Welidam solten. Sy sproch: nein, und dis bleb 30, wen nimandt wolte widder den willen ihrer götthe. Chelmo* der 12. son Widowuti quam fur seinen vatir und den ® kirwaito und tbet seine huldigung, und im sein vater zuteilte das landt zwischen Mocra, Istula und Drewanczia, und er nam is auff und in mitler zeit baute eine feste und sie nante noch im Chelmo itzundt Althaus ge- nant und ehr auch seinem son Potto!) ein ander feste bauete und sie noch im nante, und sein landt wirdt noch heute Culmerlandt genant. Dieser Chelmo wardt mit den Sarmaten oder Polawner uneinst und er in ir landt zogk und ag das volck wegk treib und yn sein lant vor- satzte hin und heer, und dis muste so bleiben. So quam is, und die Masono oder Masuren mit diesem ein frundtschafft macheten, und der furst der Masuren im sein tochtir gab zu einem weibe, und diese in brochte in die liebe ihrer götthe, und vorsmehete seine vatirn und bru- dern götthe. Umb dis und andere sachen me Widowuto und der kyr- waito in luden ken Ryckoyot iren götthin antwort zu geben uber seine miszbrauchungk, und er quam und es vorrichte mit frevel. In diesem die Sarmaten fillen im ein im nu und im irliffen seine feste und im weiber und* kind vortilgete sy vorburnende und gebrauchten sust ihren willen, und ee dan Chelmo «uam, die waren wegk. Sein vater, sein b. is im zur straffe auslegten vor die vorsmehungk und im nix hülffen, und wardt so arm und geringe, domit ehr noch dem tode Widowati muste sich zu den Masuren geben, und sy im umb ein jerlich tributt hilffen, und er widder ausz Sarmaiten volck und gutter bolleten und seine landt besserte, und qwom so mit der zeitt, das die Masuren in dis landt a) am Rande in A Chelmo 12. b} A der. c) fehlt Codd. 1) Abstraction von Potterberg bei Cum,
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77 wucherten und sie is bestritten und» ir gantz eigen wardt, wie wol noch langer zeitt und viellen jaren, und ist heut ein wust landt, dovor kein walt hette, ist nu fuller walt und dis von vielem kriegen und itzunt dem konige von Polen dynet als eim erben und ist ein landt, do man jo uber 2 meilen gelten ane stadt, slos adir feste findet und mechtigk bebautt, wen etwan von dem seligen Conrado hertzogk in der Masan is wardt dem Deutschen Orden, als er sich vormasz die unsinnigen Bruteni aber Preussen zu bestreiten und doch in 15 joren nicht eine meile landes mochten gewinnen, wardt vorlihen zu einer herberge, und sie es anrichten mit slossirn den Preussen zu entsitzen, und hinden noch der vorgenante füst Conradus is im zum testament gab, sundir is nit vorwilleten seine erben, idoch sie hetten is inne und sie is mechtigk baueten zu entsetzen, wer do queme, und is thettin und also sie vilen anstosz umb dis landt und in diessem lande hetten, bis sie is gantz vorloren und werlich nicht aus menschin sinne, sunder aus gottis stroffe. Capitel® V. $ 1. Von dem felt bannir und wopin des konigs Witowudi . Das bannir war ein weisz tuch 5 elen langk, 3 elen brett und hett in sich gewurcht 3 bilde der gestalt wie mennir, blo waren ire eleider und woren brustbilder in solcher formen: das eine war wie ein man junger gestalt ane bardt, gekronett mit sangelen und frolich sich irbot und der gott vom getreide und hies Potrimppo, das ander war wie ein zorniger man und mittelmessigk alten sein angesicht wie feuer und gekronet mit flammen, sein bart cıaus und schwarez und sogin sich beide an noch iren geschiglichkeiten, der eine frolich wie er des andern zornigen lachete und der ander auffgeblosen in zornn. Das dritte bilde war ein alter mahn mit einem langen groen bardt und seine farbe gantz totlich, war gekronet mit einem weissen tuche wie ein mor- bant unde sag von unden auff die andern an unde his Patollo mit namen. Sust aber wu es ein schilt war, woren stetis 2 weise pferde, die in hilden zwischen in, auff dem schilde war ein .brust bilde wie ein mensch und ein angesichtt wie ein beer mit offenem munde. So woren im schilde und im* bannir buchstaben und schriffte unsz unbekant noch soleher form und weise, wie hie undene ist gemerckt und gesehen: a) in A ausgestrichen: doch in XY joren nit eine melle Iandes mochten gewinnen. b—h) in A am Rande, *fol, 33 0.
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18 Akha. Apr AhbX. jhegor- Gmb JeAax yeg.' 8 2. Vonn der gelegenheit der eichenn, inn welchin do worenn die götthe. Die grosse dicke und mechtige hohe eiche, in welcher der teuffel sein gespenst hette und die bilde der abgötte ynne woren, halt ich ausz vorplendungk des teufels, war stetis grün, winter und sommer, und war obene weit und breit so dieke von lobe, damit kein regen dardarch kunt fallen, und umb und umb woren hubsche tucbir vorgezogen ein schrit aber 3 von der eichen wol 7 elen hoch, do mocht niemandt eingehen ag der kirwaito und die obirsten waidolotten, sonder so imandes quam, sie die tuchir wegk zogen. Und die eiche war® gleich in 3 teil geteilet, in iglichem wie in eim gemachten fenster stundt ein abgott und hett vor sich sein cleinott. Die eine seite hilt das bilde Perkuno inne, wies oben ist gesagt wurden, und sein cleinott war, domit man stetis feuir hette von eichenem holtze tag und nacht, und so is von vorseumnis ausginge, is koste dem zugeeigenten waidlotten den hals, auff man brandte die oppherungk. Dy andre seite hilt ynne das bildt Potrumppi und het vor sein cleinot eine slange, und die wardt in einem grosen toppe immert mit milch von den waydolottinnen und stetis mit garwen des getreides bedeckt. Das dritte bilde Patolli hilt inne die dritten seitte, und sein cleinott war ein todten kopff vonn eim menschin, pferde und ku, und diesen zu zeiten in iren festen in eim toppe unslitt brandten zur eraugk. Umb und umb in ihren gezelten wonten die wadolotten. 8 3. Acta anno 50°. Wie Widowuto unnd Bruteno der kirwaito sich selbir oppherten iren götthin zu löbe. Im iare Christi 500 Vidowuto der koning und Bruteno der kir- wuitto von Brutenia ausz vorursachungk got wes und sie vorsamleten a) Davon 8 Zeichen auagestrichen in A. b) wol A, c) Die Zahl scheint verderbt: InC am Rande numerus non constat, 1) Es bedarf keiner Erörterung, dass die Fahne mit sammt der Inschrift nur auf (runau’s Phantasie beruht. Nach Dusburg III c. 5 kannten die Preussen die Schrift nicht, was Grunau oben 8. 66 nachschreibt.
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79 den gantzen adil und in ansagten, wie sie gefordert betten ire göthe zu ihren froiden und wirschafften, und darumb sie solten sich umb ein andern koningk umbsehen, der do were von ihrem mittel, die wirdiger ihrer gnaden götthin, und dieser bey dem ewigen zorn unsir gnedigen göttbin halde unser satzungk in der und zu der andacht unser gnedigen götthin. Und der adil kundt is nicht eines werden, und sie ein koningk hetten irwelt, und wurden auch ihre tage nicht eines, domit sie me ein koningk hetten gehabt. So trotten zu einander dy waidolotten und sie irwelten zum kirwaito einen man von ynnen Brudono, und dieser regirte seher lange und er sich hilte wie ein koningk und wardt geforchtt Von diesem das landt Brutenia wardt genant. Widowuto abir und Brutieno* der kyrwaito sein bruder do den neuen kirwaito gesegneten und kosseten und sie lissen machen ein gros feur vor Parkuno dem abgott und stunden vor dem feuer und sprochen do zu allem foleke: lieben kinder, wir euch vormanen, und ihr solt fürchten ewire götthe und wirdigen ihren kirwaitto und hortt auff von euer egensinnigkeit adir werdet vorderben in die grundt, und wir haben unser götthe vor euch gebethen, und sie euch gnedigk weren. Sie haben uns gesagt, kompt zu uns in unsir wirtschaft, und wir tkun noch euerm begeren, und das ir möget wissen, und wir euch lieben und mit trauen meinen, wir wullen unsz vor ench opphirn, domit ihr sicher möget sein ihrer hulffe und genade durch unser gegenwertigkeit, do wir sie wellen zu vormogen, und solcher worten me und vil, und geschagen da viele und manchir hande opphir. So quam ein mechtigk wetter von donnir und plitzen, ab is von natur quam odir vom teufel gemacht, gott wees, und die beiden alten vorlehten mennir Widowuto der koningk in seinem ersten geschmuck und Brutteno sein bruder kyrwaitto auch in seinen besten, abir nit der zur waydeley gehörtt war angelegtt, und sie nomen sich bei den henden und gingen so mit gesange ins feuer und vorbrandten, und die andern alle grynen vor andacht. So quam is im gantzen lande in vielen stellen, man hette ihre bilder und man sie anbethe vor götthe, den koningk sie nantten Worskaito* und den kyrwaito Iszwambrato? °), und ein iglicher noch seiner andacht in nott seines fyes einen anlieff nnd gelobete, im wer gebulffen ©. a) am Rande Wurskaito, b) im Text A nusgestr. Iszawambrotto, das aufgen. am Rande. c) Hier schliesst ia C Traetat II. 1) Wurschatten hiessen nach den im sog. „Sudauerbüchlein“ über das preussische Heidentkum aufbewahrten Nachrichten (Acta borussica II 402) die Opferpriester. In Iszwambrato steckt nach einer gütigen Mittheilung des Herrn Dr. Mannhardt in Danzig weiter nichts ale swaie brati sein bruder, *fol. 38 b.
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*fol. 843, 80 8.4. Acta anni 1ll3*. Wy dy Masau mit Polenn ein landt waridt, und sie bestritten Preussenn. Alle die tage und die Masuren ungleubige woren und die Preussen gote erende, sie waren mit den Preussen gutte nogwer und freunde und mit den andern mogenschafft entfingen, den einer dem andern sein kindt gab und war wie ein folck, die sproche ausgenomen und das die Preussen nit wulten den Masurischen herren vor iren herren bekennen, wen sie in eigne herren gesatz hetten. Disse freundtschafit werete bis auf die zeit, und Ziemomislaus der furste ausz Masau uber Polen her wardt. Disser, wiewol von anbegin die Polen uber Masan sint gewesen herren, idoch er sie nun mit sampt Preussen dem Polnischen reiche einleibete und er vorgontte etlichin monchin sancti Benedicti, und sie den Masuren, Preussen und Polen den namen Christi predigten und wurden so christen in Masau und Polen, nimandt aber in Preussen. Idoch Pomern sie gantz bekartten, und stundt so bis auff die zeit Boleslai Chabri. Dieser mit heereskrafft quam von Gnesna in Preussen und irslugk alles, was im entgegen quam in krieges weise, und nam ein das gantze landt*. Er zogk ken Rickoyott addir Romowo und die wonungk des kirwaiden mit allen waidlotten do vorbrandte'), die bilde der abgöttir Patollo, Patrimpo und Perkuno ins feuer warff und zogk so wegek. Idoch er baute das schlos Wustopolo iezundt Konigspergk genant?) und Radzin®) und do seine Polen lis. In seinen tagen er hett mühe und arbeit und er sie behiltt, denn von natur und influentia die in Preussen seint wanckelmuttige leutt mit ihrer herschafft. Damit abir er sie zum glauben Christi brechte, er in schickte S. Albertum den bischoff zum prediger, und die Preussen in erschlugen, von dem auch gesagt wirdt werden. Wiewol die Preussen den Polen musten mit un- willen dienen, so kunden sie is doch nit vorgessen, und Boleslaus in ihre heiligste wonungk des kirwaiden und seiner waidolotten vorbrandt hette und quam, wie sie viel me sie wuteten, und er ihre götthe vorbrandt hette, und qwam, wie sie vil mol sich ken die Polen satzten, so sy iren tribut gebin musten und also viel mol von Boleslao wurden ubirzogen, und er sie zemete. Sein irster einzogk in Preussen war, do er irst furst war worden, dan er suchte auszubreten den namen Jhesu, so woren die Preussen guttwilliger zu sterben umb ihrer götthe willen, den Christum a) 1 CXUI in A. 1) Miechov. 29 liegt dieser Schilderung zu Grunde, der aber nur Romove, Balga und Radzin zerstören lässt, die Götternamen nicht nennt. 2) Wustopolo scheint Gr. aus Waistotepil bei Dusburg III c. 115 entnommen zu haben, das aber nicht auf Königsberg, sondern auf Schippenbeil gedeutet werden muss. 8) Rheden im Culmer Lande, s. Miechov. 29, dei dem die Burg zerstört wird.
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81 vor einen gott zu bekennen. Wiewol Boleslaus Chabri den Preussen un- vrwindlich schaden tet, so war dis von den Preussen wenigk geacht, sonder und ehr ir götte vorbrandt hette, dis kundt nie gestillet werden, wen sie meinten, und nu sie keinen gott me hetten. Den noch der heidnischen weysen darumb, und sie vom bilde anttwort entpfiogen, ‚sie meinen, und die bilde gotte sein. Die Preussen tetin fleis und sie bausten Rickoyot aber Romewo und vorschuffen widder bilde und thettin alles wie vor, den Polen sie tribut gobin noch vielem ihrem vorderpnis alle die tage, und Boleslaus lebte, noch seime tode sie lissen sich woll manen. Umbestendigkeit. Ich rede is auff meine treu, und is den uündeutschen Preussen noch heut in tagk zumol schwer wirdt den zins zu gebin iren herren. Ich hab gesehen, und man etlich mit peitzen ge- strichen hott, und sie schwuren, und sie kein gelt hetten, und doch ire bentel im bosen hetten und lissen sich so schlon, wen sie io nicht gerne Zinsen und gelt roimen, wen sie es lieber vortrincken im biere. $ 5. Wie sich die Masurenn und die Preussen zugleich auff Polenn rüsten zum kriege. Noch dem tode Boleslai Chabri wardt koningk zu Polen Mietzlaus und dieser umb andere gescheffte mit den Preussen nie kunde zur arbeit komen und so starb; so wardt koningk noch im Cazimirus der irste. Diesem entsagte der furst von der Masau mit namen Maslaus') und wolt den Polen nit dienen, dan er warff sich* selbir auff vor ein koningk. Im fillen bey die Preussen sprechende: sollen wir io frembden dienen, &0 wolt wir me dienen den Masuren, den den Polen. Cazimirus der koningk von Polen ein folck vorsamlete und zogk auff Maslaum. Maslaus hatt auch gros folck von Masuren, von Littauen und von Preussen?), und troffen miteinander und sich schlugen mit allen krefften. So behilten die Polen das felt, wen Maslaus der irste war, der do entrante, und sein folck wardt alles nidergelegt. Maslaus rante in Preussen und im ein folck voraamlete, die weil Casimirus nam die Masau ein wie das seine, in welchem einnemen Maslaus qwam und vor Warschan®) und muste 1} Miechov. 35— 40. 2) Maslaus habens Prutenos et Jaczwingos coadiutores. Miechov. 40. 3) Grunaws Zusatz, Miechov. nennt keinen Ort, Warschau ist viel jünger und erscheint erst zu Anfang des 14. Jahrhunderts. 6 *fol. 34b.
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fol. 35a. 82 sich do mit Cazimiro slon, Maslaus aber der irste war, der do liff, and im do sein folgk aller bleb irsloegen. Maslaus kamı zu seinen getreuen Preussen und sie umb folek zum dritten mole anlangete wider die Polen, sondernn die Preussen niht doran wulten und sich beklagten des schadius von seinen wegen entpfangen und noch vielen worten die Preussen griffen Maslaum ihren herren an und in hingen an einen bom'). Casi- mirus bemante die Masau und gab in Trzywon einen graffen zum re- genten und ehr sich mit dem geweltigen hauffen rustete auff Preussen. Dy Preussen quomen diesem zuvor und sich mit den Polen voreineten und gobin ihren tribut urd friedes burge Cazimiro und sich so vom verderbnis irlosten den Polen dienende eine kleine zeit langk und fillen* abe. 8 6. Wie man aber die Preussen uberzogk und sie gehorsam machtenn den Polenn. Es wardt koningk uber Polen mit namen Boleslaus der uber- muttige genant und war dieser, der den heiligen bischoff von Crockau Stanislaum irmorte. Dieser von stunden an, und er konigk war worden, sich schickte auff Preussen sy zu vorderben. Die Preussen wasten eigen ihr vorderbnis und sie sich auch schickten und bauten von holtz das schlos Graudeck?) auff die Weissel itzundt Graudentz genant, von welchin sie auff Masau, Polen und Pomern schaden thettin, wen der Preussen woren do ein unseliger hauffe und unzeligk volck. In dem die Polen ubers flis Bro?) quomen auff Pomern und legten sich ken Grau- deck? ubir an die Weissel, also das die Preussen an der einen seiten, die Polen an der ander logen. Die Preusseu sich das trosten, und is war gros wasser und nimandt von den Polen wust uberzufinden, und woren die Preussen nochlessigk in haltungk der wachen. Der Polnische konigk war vleissigk und wogete manchen ritter, die mit pferden des nachts solden uber die Weissel* schwimmen, uberlangst sie die forten funden. Darumb die Polenn in einer nachtt allir uberzihen und im morgen fra machten ihre spitzen und uberfillen die Preussen und ir viel 1000 irstochen. a) A ille. b) A am Rande, im Tezt ausgestr. Kraudeck. 1) in altum patibulum aegerunt. Miechov. 41. . 2) Grodek Miechov. 43. Bekamntlich beruht diese frühe Erwähnung von Graudenz auf einem Irrthum des Diugoss, der dies Gradec der Chronica Polonorum, das 5ök- mische (König)grätz, auf Graudenz bezog. 3) Prutenos iuxta fluvium Ossam congregatos ad ingrediendumgue Pomera- niam paratos Miechov. 43. Gr. setzt dufür, der Localität wegen, die Brahe.
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83 Dornoch sie zogen in Preussen und holeten den vorsessenen tribut und dorobir seine soldener so vil, domit sie den koningk quittirten, und er in kein solt derfit gebin. So wurden aber eines die Preussen der Polen arme leutt und in dintten, idoch noch deın abescheiden dieses Boleslai Poler- lecdt wurde zur zeit ubel regirt, dies sich die Preussen froieten und wolten nimme tribut gebin. Capitel VI. $ 1. Wie man durch welse der predigung vormeinte die Proussen zu zemen. Als Bolesiaus Czirfonsti,k, dos ist Boleslaus mit dem kromen maul'), forst und herr in Polen war, im gantz widdrigk die Preussen woren, er wult is mit gutte schleissen und in schickte priester, als geistliche thumherren, und sie in solten predigen den namen Jhesu, und sie qwomen und etwas thetin und sy in machten ein wonung im Culmer- landt noch weise der einsidler und also umbzech sie auszzogen und den Preussen predigten. Dem kirwaiden Preussischer* abgotterei dis jomerte, und sein folck so im teil abefil von der andacht ihre götte. Er kundt aber nicht dowidder, dan mit diesem seinem voleke er kunde wenigk ansrichten, wen sie nimandt horen wolten, iduch er in vorzelte, wie der Polen meinungk nit wer der Preusen selen seligkeit, sonder sie is thetten derumb, und sie die Preussen mochten zu einigen knechten haben, und huben an, und sprach von Christo, so ein mensch auff erden wer dorfitiger zum tode gebracht, wen dieser Christus, sy in unsz auch vor einen gott yngesatzt anzubeten, und solcher worte vil. Mit solchen worten er machte, und sie die prediger irmorten heimlich, domit sie nimme von Christo horten. Vonn Dennemargk. In den gezeiten is quam, wie Abel der koningk von Dennemargkt sich bestorte, wie man yn wurde irmorden and seinen son auch, darunıb und er den son mochte retten, er beful yn eim getrauen graffen und thet in mitte alle schetzir und schickte in in Polen zu Boleslao Crryfousti und batt darneben rettungk. Boleslaus suff und zu Dantzka in schiffe sas und quam in Dennemargk, auff dem faren starb der junge koningk von? Dennemargk, und Boleslaus fandt, a) A preuschischer. b) A davor vorretterlich ausgestrichen. 1) Miechov. 64.
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*fol. 36b. & wy man Abel den koningk vorretterlich irmortt hette. Darumb ehr thett in rechin an allen seinen feinden. Do nu die. vorretter wegk woren, er rette das volck an und sy wulten in erwelen einen neuen konigk, und sie irwelten eintrechtiglich Boleslaum, sunder er in danckte und zeigte an, wie is ir fromen nicht were und fugte sie dorein, domit sie Petrum dem graffen von Skrin irwelten zum konige und Bolestaus zogk 80 noch Preussen zu?). 8 2. Wie die Preussen siugenn und wurdenn wieder gesiogen. Boleslaus mit* seinen folcke quomen in Preussen vom gesaltzenen mehre ins susse wassir itzundt das hab genant. Von stunden an Boleslaus sein folck satzte auf Samlandt do zum irsten den tribut zu mahnen, welchem folcke entgegen ranten die Preussen und ane alle ordnungk sie sich mit den Polen schlugen und ir viel umbrochten, noch welchim sie zogen fusz fur fus und funden gros gut von silber, dan es war ny vorderbet wurden, und brochte 8 wochen zu im diessem Samelandt mit berennungk der einwoner. Der andern Preussen dis jamerteund woren auffund uberfillendie Polen im morgen im schloffe, dan sie dauchten sich gantz gewisse sein und meintten auch die Preussen wehren gantz vorzagtt, in welchem uberfallen manch stolz ritter bleib von den Polen. Und dis Boleslaus sag, er mit wenigem aber guttem volcke ein ordnungk ken sie machte und sich mit in schlug. In diesen die Polen sich irmaneten und ordneten und die Preussen bis auff den letzten man nidderlegten * So kunde aber Boleslaus den nochdrugk nicht haben weiter in Preussen zu ziehen, den sein volck was im sehr vorwundet. Domoch er zogk widder mit den schiffen noch Dantzka und mit seinem kriegsvolck teilte, was sie von Samlandt gebracht hetten, und sie liessen sich heilen. Die Preussen sich froyeten, und die Polen og disz moll hetten sie nicht kundt zwingen, das sie gnad von in begert hetten, und machien gros fest dovon. Boleslaus muste es lossen gut sein, den er sonst? seine tage viele anstos und widerwillen het, das er der Preussen wol vorgas, nemlich® so sie im ag? nicht ins landt zogen, er war mit inen zufrieden, und“ sie die Preussen goben sich dorauff, und sie fester aber slossir a) A widderlegten. b) A sost. c—c) in A am Rande. d) A auch. 1) Diese sagenhafte Erzählung hat Gr. aus Miech. 77, doch mit einigen Ver- drehungen: Abel ist der Bruder und Mörder des Königs von Dänemark, den Sohn und die Wahl Peter's kat Gr. hinzugeseizt,
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85 bauten von holtze und meinten, sy wolten sich irer feinde irwehren fordan, und stundt so ein weyle?). $ 3. Von einer schemilchenn vorreterey der Preussen auf die Polenn zu tottin. Als Bolesiaus mit den crausen horen genant farst und monarcha uber Polen war* irkoren, dieser wolt es ein ende wissen mit den Prenssen, er in zum ersten viel monche und guttwilliger menner zu dieser sachen ins landt schickte, welche inen predigen solten den namen Jhesu, und sie es auch thetten. Diese monche ihren fleis thettin, sundir die Preussen satzten sie auff slitten und zum lande ausfuhrten. So war ein furst im lande nu genant das" landt? von Rugen und Pommern, dieser nam an sich die unsinnigen Preussen und zogk durch Polen das vor- derbende und benemeonde bis an die stadt Gnesna. Boleslao Crispo dis wartt kundt gethon, er vormochte den fursten Heinricum von Sandomir und Lublin, den fursten Mitzlaum aus Gros Polen, domit sie mit im in Preussen zogin, und sie qwomen?). Dis* die Preussen wol wusten und *fol. 36a. irdochten ein solche vorreterrey. Vier edie Preussen qwomen zu diesem Boleslao und mit groser andacht sie entpfingen die tauffe und im an- sagten, wie alle Preussen guttwilligk weren zu seinem gott zu gelobin, ag allein der kirwait mit: den Nadrowier und Scalawonier°) und sust wenigk ander me, die noch unvorhörtt weren von den Polen, sich so unnutze machten, und solcher worte vil, und vormossen sich das Polnisch her mit hin zu bringen. Boleslaus hett ir andacht gesehen mit den seinen in der entpfahungk der tauffe, welche sie betrugk. Und sie auff und zogen mit in und qwomen an das wasser Wesera, an welchim war gros gesumpe von auszflissungk der wasser und dobey gros strauch, in welchim sich hetten vorborgen ein etlich tausendt Preussen, und als nn die Polen im kotte und gesumppe am Drausen auffzogen noch dem Hockerlande,*) die Preussen uberfillen sie, und do die Polen am meisten hlieben und hertzogk Heinrich mit in, Boleslaus und Mitzlaus komen wegk und a) A waren. b) übergeschr. A. c) A nit. 1) Diesen Zug hat Gr. aus eigener Erfindung hinzugefügt ; Miechov. berichtet nur von dem Beistande, den die Preussen den Pommern gegen die Polen geleistet, 2) Dem Folgenden liegt Miechov. 92 und 93 zu Grunde, 3) Diese Ausnahme ist Gr.'s Zusutz. 4) Alle diese Localanguben sind Gr.'s Erfindung,
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86 vorsamleten neu volck und quomen balde widder und vorderbten uber alle mossen Preussen, und die Preussen wurden aber einest der. Polen koechte mit der underscheit, und sie mochten bleiben* im glauben ihrer götte, und man lis sie dobey.') Divisio. Boleslaus starb und lis zwene sone Lesko Albus das ist der weise, und diesem bestimpte Polen ", der ander wardt genant Casimirus?), und diesem bestimete Masau und Preussen, und dieser Casimirus hett stetes streit mit den Preussen und er gewan in abe das furstenthum itzundt Culmerlandt genant und legte fleis an, domit sie christen wurden. a) übergeschr. A. b) diese bestiimpten A: 1) Dieser: zweite Zug ist nicht aus Mischov., sondern Gr.'s Zusatz. 2) Kasimir war bekanntlich Boleslaw's IV. jüngster Bruder, Lesko Kusimir’s Sohn
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‘Der’ dritte tractat sagtt vonn dem irtumb, vonn dem ungloben, *to1. 36. von den abgottin, von namen dis landis, derer die etwan im lande nu Preussen genant gewonet haben, und was sie umb ihrer götte willen gethon haben, Capitel I 81. Wie der konigk Widowuto die seinenn anrette und sie zu enigkeit vormantenn. Wiewol die Cimbri mit dem folcke, das sie funden in Ulmiganea itz Preussen genant, einen koningk und einen kirwayden hetten, dos war einer, der in sagte den willen ihrer göttir, und hetten auch nu fursten ires koniges kinder, welche sie alle solten halten und vor- manen zu sitlichim leben, dennoch gleichwol is waren unsinnige leut, man sagte innen, wos man wulte, sie thettin, was in liebete. So hett berufft Widowuto der? konigk? alle menungk des volcks uff Nadrowien!) vor eine mechtige eche, als man sie mocht finden in drey konigreichen an der dicke, und sprach also: liebes volck, du solt wissen, und uns haben irwelet unnd dis landt unser götte sunderliche dis heylig° holtz dy eiche, in welchen sie bey dir wonen wellen und wellen irkennen dein andacht, gehorsam, opphirunge zu in und der yren, so wisse*, sie haben ausirkoren Brudene meinen bruder, der soll sein zwischen unss und den göttin ein kirwaide, welchin ich sowol als ir gehorsam soll sein, welchir dis wurde vorschmehen, dem drohen sie alles vorderbnis. Sint dem du nu ein irweltis volck bist und nu dir zusage alles gutten von deinen almechtigen götthin, so kan dich ein kirwayt nicht vor- mögen in den sachin, die nicht von gottin flissen, so haben sie die göttin eingesatz, und dein kirwait sal im zur hulffe ordenen waydelotten menner unvorruckter ehren in ihrem glauben. Mit diesem sie reden a) Hier beginnt C wieder. b) in A am Rande. c) Ah. 1) Komowe lug nach Dusburg III c. 5 in Nudrauen, *fol. S6b.
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*fol, 37a. 88 wollen und sie dir sollen ansagen ihre meinungk, und gedencke mein folck, unsir gottir sein langmuttigk in stroffungk, aber schoye und sie anheben unser vorlossenheit zu stroffen, deste schwerer seint sie zu uberbitten. Sie seindt ernst und warhafftigk, und sy eime was ansagen, is mus geschen. Sich, mein folck, du kanst nix guttis, nix gluckis, nix frölichis haben ane deine götthe. Wis, wen sie wol willen, der hott allis gutt, allis gluck, alle fröligkeit in sailigkeit. Darumb, mein folgek, nu vordan ist kein rott bey mir zu suchen, sundern bey Brudeno unserm irwelten heiligen kirwait, der nu vorbas der mundt unser götte wirdt sein, dissen wir mogen frogen in sachen, die uns erstyen; und solcher worte viel me, die er als darumb thette, wen sie auff ihn nix gobin, und woren in neide uff einander irwaxin, do mit sie wie hunde zu hauffe fillen; wen die von den Cimbri woren gefunden, woren diesen Cimbristen tot fint, und so is den nu solt ein volck sein, so wuste Widowuto wol, und innerliche feindtschafft ist des landes vorderbnis. Darumb erfant er die weise mit den götthin, domit sie eine schoye hetten vor in, und werlich er is traff. $ 2. Vonn weise der wonungk und namgebungk der stellen ste. Unnd Widowuto der konig Brudeno dem kirwait seinen gehorsam und ehre hette gethon, der kirwait gebott, man solte die nacht do- bleiben, ab im die gütte wos befelen wurden. Und qwam in der nacht ein irschrecklich wettir mit donnern und plitzen, in welchem alles volck meinttenn, und ir gott Perkuno rette mit in dem kirwaiden. Darumb im morgen die waidtlotten trugen den kirwait und in satzten auff einen grossen hauffen holtz, und sprach also: Lieben getreuen unser götte, ir habt unsz heint? aller gesehen und gehortt, wie gar irschrecklich Perkuno unser gott mit uns geret hot, so hott er mit sampt den andern unsz lossin wissen, wie wir das landt ihrer einwonungk sollen nennen. Wist’, sint dem mole euch sal regiren der kirwaido, so wellen sie, und ihr lant sal heissen Brutenia von dem namen abegezogen, der zu euch ist der munf gottis. So wisset, und euer götte nindert wen albie in dieser heiligen eichenn haben in irwelet ire wonungk und sie wellen alhie von euch besucht sein und mit euirn gobin geehrt werden, und schau, dis nicht vorgiss.* Sie wellen einen kirwaiden haben mit vielen waidlotten, die denne im reichen sollen deine gobin, so er stehin wirdt in ihrer kegenwertigkeit und dos deine inne ubirreichen 2) A henit A’ C heut. b) am Rande in A. c) h. AC,
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89 yn deinem namen. Sy wollen, und eyn stelis feuer vor in burnen sal, eines von guttem waxe sal gehalten werden, in dis nix andirs den weiroch komen sal, das ander von gantz troygem holtze, in welchem man vorburnen sal, was man den göttin gantz zueigenen wil. So wellen sie, und ir die heilige eiche, in welchim wonungk haben unser götte, sal umbzogen sein mit eim tuche, und umb und umb sollen wonen die waidlotten, welche sollen sein mennir ane frauen lebinde und wol bey joren altt. Sie auch wellen, und die wonungk des kirwaiden mit seinen waydiotten und der götte sollen heissen Rickoyott,. in welohir nix anders sal gescheen, nur was den göttin mitte ist, und fingk so anzusagin, was vor andacht sie begerten, was vor oppheringk und was vor einigkeit und was ihre grose freude und herligkeit sein würde noch diesem leben, und der wortte vil, und sie alles gelobeten und sich dornach regirtten und stiften grose andacht. 8 3. Von ihrem Irtumb und seltzam wan noch heutt In tagk ® Wie wol is teufllisch gespenst war mit ihren göttin, so hetten sie doch viel waidlotten, sowol von frauen als von mennir, die bey in woneten, domit, so dem gemeinen volcke was ungewonst widderfur, sie von diesen mochten haben underrichtungk, und qweme zu eim solchen wan, der noch in tagk bey den undeutschen Preussen ist. Etliche sein, und sie so balde im morgen die sonne sehen, sie beten sie an, wen sie macht gut getreide und ist dem menschin sehr liplich und andir dingk me. So seindt etlich weiber und die irneren in einer eichen eine slange und zu bestimpter zeitt komen und beten sy an, damit sie ihren mennern wulten krafft gebin, und die frauen von in mochten schwanger werden. Item und sie glaubten, wie das feuer gott were, wen es alle dingk vorzertte und den menschin so peingte. Item eichen böme® und hollunder strauch sie in ehren hilten, wen die götthe woneten auff in. Item die bletter von den eichen, in welchir stunden die 3 bilde der abgötter, sie bey yn trugen vor zukunfftigen schaden. Item und eim ein blotter auff der zungen auffleufft, und er glaubt ®, ehr sey schendlich belogen. Item und im ein or klinget, ist is dos rechte, er spricht, man gedenckt mein zum besten, ist is das lincke, man spricht, man belige in addir man wil im bose. Item agellester® vor den fenstern schreien, so sprechen, es seindt geste vorhanden, die man nicht gerne syet. Item und eine henne krehet, sie sprechen, die frauen a) AC am Rande: Von den gemeinen waidelotten aufm lande. b) A meint ausgestr. c) A alleister.
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*fol. 87. % nogwerinnen werden sich mit einander haddern. Item unnd einer kranck ist, kompt imandt zu im und im fragt, wie es im gehett, spricht der krancke: O ich bin sehr kranck*, so mus er das logir sterben, wu aber er sprichtt, es gehet mir, wie got mein herre wil, so kompt er auff von dem logir und wirt frisch. Item und ein frau in dem wuchen leit und sie von andern frauen besucht wirdt, und sie das kindt beschauen, sprechin sie allein, ey das ist ein schön kindt, so halten sie, is sey beruffen und so vortirbtt. Item und man ein fisch oder vich abthut und is beclaget, sie meinen, es moge nicht sterben, man beschreit es denne. Item dis fest sie halten, was man einem wunscht und das eim bestee, wo er sich nicht segnen leth *. Item wo einer zum irsten in ein stadt, dorff abir haus gehet, tritt er mit dem lincken fusse ein, 80 heit er dis davor, und is do wirt ubel gehen, wo aber mit dem rechten, es ist mit im alles glucke. Item und der vogil huhu genannt 3 nacht auff eim hause schreiet, sie halten und do mensch auszsterben. Item so man braut und breutigam zun andir legt, welches undir in zum irsten entschlefft, der stirbt auch zum irsten. Item und sie keinem storch sie lossen ein leit thun, dan sie halten is dovor, und sy andirswo menschen sein. Item von den trömen sie feste halten, und is eim widerfahre, wie in getromet hott in seiner ruhe. Item so die hünner kirren, so solten sie ein geist sehen, der do wanckett abir wil bey dem ınenschin sein. Item und einer fert abir reit, und ein fox im uber den wegk leufft, so sol im ein schade entstehen. Und sulchir stucke viel und wie unzelich sie haben gehatt von anbegin und noch habin, die der schprach und geburt undeutsche Preussen sein, den sie halten noch gantz heimlich die waidley, in welchir sie man underweist, wie sie sich halten solten. Capitel I). 8 1. Was iss soy, und man spricht, die Preussen waidien. Is wardt von anbeginne von dem irsten konige und kirwaiden irkant vor das beste, und die waidtlotten weren geteilet durch das gantz landt, und diese ein gemein volok underweisen soltten und sie in etlich zeit vorsamelen und in do sagin den willen der götthe. Wie a) C lest. 1) Dies Capitel hat Nesselmann, die Sprache der alten Preussen, Berlin 1 Einleitung IX f., abgedruckt und erläutert,
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9 aber aH6 dinge de zugangen ist, hab ich nicht gefimden, sunder wie itzund der undeutschen Preussen waidlen zugehet, ich is also gesehen habe, aber unwaenes dorzu qwam, dan sie halten is gante stille. Ich qwam in ein haus eines dorffes und fandt in der stuben viel mennir und frauen, welche in Preuschir sproche predigte ein alter pauer ir waidlott. Sie entpfingen mich ein iglicher mit seinem messer mich zu todten, s0 gebrach es ag am waidlotten, und er sprach ein wort. Den gobin gottis ich is dancke, und ich kundt ein wenigk Preusch, mit welchin ich bat umb mein leben, ich wolt thun, was sie wolten. Und sie hörten von mir ire sprache, sie wurden irfreuet und schrigen alle sta nossen rickie, nossen rickie‘), und muste ein eit schweren* im namen Perkuno des gottis, und ich is nit wult dem bischoff sogen, der ir herre war?), und ich schwur und hilffe mit waidelen. Dem weidler so: ein stul und geses gemacht hetten so hoch, domit er gar nohende an der stuben decke reichte mit seinem haupte, und so in predigte. Zum irsten er in do sagte von irem herkominen und was sie etwan gethou hetten. Dornoch er in vorzelte die 10 gebot gottis, und werlich und ich sie bis auff den tagk ny so schon hette gehörtt. Noch dem sy ein bogk nomen und in gebenedeiten und ein langes gebet ubir im thettin. Dornoch sy gingen zu ein iglicher in sonderheit und im beichten mıusten ire® missethat >, das ist, dos er gethon hette widder die lernungk des waidlotten. Noch diesem allis man den bogk helt und der waydlott im das heuptt abeheut, das blut sie fangen und is irem krancken vich geben, sy in schinden und in stucken hanen, und die frauen haben einen gluenden backofen. Das fleisch vom bocke sie auff eichen blette® legin und is so brotten. Under diesem brodten ein iglicher sich vor den waidlotten kniet , und der waidelotte? zeuhet in bey den horen und gibt im eine gutte hubsche, und ist ein absolucio. Noch alfen so steigt abe der waidlott, und sie alle zugleiche im ins haer fallen und zien, domit er mechtigk schreie, von welchim geschrei *fol. 88a. sie is halten, und jo grösser is gewest ist, jo ıne in gott sunde ver- geben hat. Noch diesem man die frauen vornimpt und sie auch lernett, wie sie im thun sal. Dornoch sie heben an zu trincken und essen und dis sie nennen kirwaiten, und mus io niemandt nuchter sondern gantz trunken heimgehen. a) sie N. b) In A am Rande. c) A’C breiter. d—d) am Rande in A. 1) Der ist unser Herr, unser Herr. 2, Es war also wohl im Bisthum Ermland.
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*fol. 88b. R $ 2. Von underscheit der sprochen in Preusseneriande. In Preussen itzundt wonen Littau, Polen, undeutsch und Deutsche inenschin. Die Littau umb Rangnit und Tilsen, wen es ist do die grentze, Polen seint zurstreit in gantzen landen. Wen den Littauen und Polen ich los faren zugedencken, sundir von den Preussen wil sagen. Von anbegin es nicht Deutsch volgk gehabt hot, sunder ein eigen spraeh, do aber die b. Deutsches hauses merckten der Preussen ungetrauigkeit, sie irlangten von loblichen fursten aus Deutschen landen folgk irer sprachin, mit welchim sie das lant besätzten, und diese haben den irthumb nicht, dovon eben gesagt ist wurden, auch® wedelen sie nicht, wie iczt gesagt ist worden *, idoch auff' heitigen tagk sie am meisten teile gut ketzerisch sein folgende dem Lutther. Domit aber imant moge begreiffen, und Preusch ein besonder sprache sey, so hab ich etliche worte gesatz b: *Preusch Deutzsch Preusch Deutzsch dewus goth angol engil maysta stadt ludysz mensch cayme® dorff camnet! pferdt elynth® ein ku songos® hundt rickie herre® nalkok holtz! wunda wasserre wydra wynth pewo bier galbo hauptt ruggis rockke rancko handt gayder gerste noye beine wayse wesze wilna rock wisge habir northe hembde geytko! brott licte lichte BAWSO tröyge gotte ein haus" pogeys trinck saycka sack walge esseth gerbaisa beichten wynig® spey grekoy sande plateys° bezall kyrkoy kirchen cragge kanne pastonygo? fasten skawra® sau keckirs’ arwes debica gros pentes* weg a—a) IinA am Rande. db) inA sind noch 6 Spalten des Yocabulars ausgestrichen, die auf der fol- genden Seite von Neuom In 4 Spalten beginnen; dies Wortverzeichniss auch bei Hartknoch, Altes und neuer Preussen pag. 05 ff., dessen Varianten wir unter MI mittheilen. c) H caymo. d) HM cluth. ©) A handt aus gestr. f) H camnel. g) H sangor. h) N. conj. maiko. i) H holen. k) geyde N. 1) H geyto. m) H. baut N. con}. botte. n) so Codd. wynis N u. I wyms. 0) Hi plawis. p) pastnigo CO paloygu H. q) H akanca. x) H kekyris. =) H peines wock,
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Preasch gemia* merga> doohti tawe mette? sur® peile‘ salme tuncka! meida* lynno gnabsem" scuto woykello *Preusch Deutsch eomatterr gefatter kyrteist slo sanday* gee weg dyrsosgyntos fromman manga hure ein richter wiltu nit eppil tickerst ny koyta® wabelcke" Unnd so ist abe zunemen, wie Preusch ein sonderliche sproche: % Deutzsch Preusch Deutzsch hausfrau meicte schlaffen jiungokfrau sale" saltz tochtir chelmo hutt vater gertis huen® ier abbas wagin keze sneko sznee messer salta kalths stro liouti® klein acker supana braut hechtt haltnıyka kindt flox muti! mutter henff schostro sehwester ezwirn labbis guth knecht aucte potter ein margk crayse brey" der arsch pawtte eier gebott skuna° swein vogil byla beil Preusch Deutsh Preusch moska leimet eyketet kom her angle nolden mangoson hurenkindt glasso glas maytter schalek merguss mayth iest er ist corpe schuch gosen ein dreck pomeleis leck warmen" roth deyen tag ymays nim saydit hut dich pirmas zum irsten bett, und der Pole im nix vorstehet, der Littau gantz wenigk. "fol. 898. a) genna N, 2*) H sall. b) fehlt H. ec) H hundt. N. lest geytis, Codd. gertis vgl. Elbing. Vorab. gertoasaz Habicht. 4) fehlt H. ©) H sus lar. f) peyle C. k) BE heide. 1) H mutte. m) gnapsem C, U gnabsen. 4) N. eukete. H eugeke. r) fehlt H. s) H saudey geehinweg CO. t) H tirters Wächter. ’) S. wabelcko. w) H warum. u) nl koyten H. e) H halt. h) H durti. I) H puncke. , a») fehlt H. 0) H ekunna Schrein. p) H comatlr.
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“fol. 89b, % 8 3. Venn ampte der dorffwaidier und waidellnnenn. Wiewol bey den kirwaiden zu Rickoyot viel waidler woren und waidlin, die alle arbeit genugk hetten in dem opphirn den gotihirn dos feuer zu halten und wie den ihre dinste woren, so woren auch sust im lande vil waidler und auch waidlinne, die den so ein fromes leben furten in keuscheit, den ein waidler muste bei pen des feuers nicht ein weib anruren, so auch die waidlinne, sie musten gantz demuttigk und musten viel bethen. Mit welchin sie es vordinten von iren göttin, und im schlaffe sie mit in redten, und lerneten dos folgek gebenedeien, und in worheit die itzige waidler, der sie wes, is auch mussen thun, die menner von dem waidler, die frauen von der waidlinnen. Diese segenen die krancken menschin, das vich, diese heissen sehen, abehsuen getreide und gras und was denne so zu thun ist, diesse auch itzundt, domit sie in unvordechtigk sein, den kindern das gebet lehren und dornebin warsagen, wer was vorloren hott, und ir teuffeley mit dem gebet ausz- richten, und leut alzo: nossen thewes cur thu es delbas sweytz gischer tho weg wardes penag munis* tholbe mystlastılbi tolpes prahes? girkade delbeszisne‘ tade symmes semmes worsunii dodi mommys an nosse igdemas mayse unde gaytkas? pames mumys nusze noszeginu cademes pametam musen prettaune kans® newede munis* lawnä padomä swal- badi munis® nomwusse loyne’ Jhesus amen. Es ist io ein gebet, man es hott viel zusatze noch ihrem irays!). Capitel I. Vona dem namen der Preuschen abgöttir vor der zeit der bekehrungk. Von anbegin die einwoner des landes zu Preussen wusten noch von gotte noch von gotthin zu sagin, sundir die sonne sie geerht haben. Do aber die Cimbri qwomen, die brochten mit ihn 3 bilde ihrer ab- gotte, den einen Patollo?) sie nanten, das ander Potrimpo, das dritte Perkuno. Diese zu wirdigen sie haben gezwungen ire nogwer und sie moste sie fur almechtige gotthe halten. Patollo der obirster abgott* der Bruteni also ettwan genant die einwoner Brudenie itzundt Preussen genant. Dieser war ein irschrock- a) N. mums. b) prabes C. c) deibeszine C. d) gaythas. e) prettaue kanck C. T) loyme C 1) Dass dies Vaterunser grösstentheils Leuisch ist, weist Kesselmam |. c. p. XVL nach, 2) Ueber die sechs Götter s. oben S. 62. n. 2. u. 79. n. 1.
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96 licher got des nachtes spuck im hause zu treiben sunderlich in dem hofen der edlinge. Voraus er unsinnigk thette, wen man des kir- waidens beful nit hilt, und qwam viel mel, wie ehr ettlich erachreekt des nachts, domit sie den todt dovon hetten. So imandt war und seinem bilde zu Rickoyott ein erungk gelobet hette, so er is night balde hilt, er mit seim schuldiger dy passio spilte, und sein opphir war alles theuer dingk. So war er auch ein got der todtin. So imandt man starb und man wolt bekarjen die oppherungk der götthin und erungen den waydtlotten, so qwam er ins gehofite des vorster- benen und spuchte die nacht, und sie wenig ader nix thettin, er qwam widder, sie musten me thun und gebin, quam er zum dritten mole, 80 muste man menschin blut opphirn. Darumb mit namen nicht lange geharret, man qwam ken Rickoiot und gab eim waidlotten* ein gobe, und dieser im schnet eine wunden in den arm, domit das blut herausliff, noch welchem man horte ein brummen in der eichen, und dis war ein zechen, und es solt vorricht sein, und qwam dornoch nimmer wider und spuchte. Potrimppo? der ander abgott der von Brudenia war, und dieser war ein gott des gluckis in streitten und sust in anderen sachin. Wen man diesem Potrimppo sust ein ehr solt thun, der waydlotte muste 3 tage fasten und auff der blosen erden schlaffen, und weiroch zum irten must man in dem feuer burnen, das mit waxe irnehrt werde, und dieser teuffel auch wolt, man solt ein kindtlein tödten zu ehre, und man is auch thette. Uber die mosze Patollo Potrimppo hetten ein wolge- fallen in menschin biute, so man is im vorgos zur ehre vor“ der eichen. Perkuno‘ war der dritt abgott, und man in anruffte umbs gewitters willen, domit sie regen hetten und schon wetter zu seiner zeit und in der donner und blix kein schaden thett, und so is qwam, und ein gewitter war im gantze lande und wo dy woren, die diesen gott anbeten, sie knitten sich nieder und schrien: dewus Perkuno abselo mus, wen sie dis vor ein festes hilten, zu der zeit des gewitters ire götthe mit dem kirwaiden und mit anderen waidlotten redte, und sie gobin is auch ausz vor ein worheit, und sie mit in geret hetten und dem folcke stetis wu was neues einsatzten zu halten. Wurschayto® abir Borsskayto war der fierdef abgot. Die 3 genanten götthe Patollo, Potrimppo, Perkuno man nindert mit oppherungk mochte ehren den zu Rickoyott, do ir bilde stundt in der eichen, diesem Borskaiten abir sie mochtenn im opphernn in allen dorffernn, wo ag ein* eiche stunt. Diesen die Bruden in selber zu a) A waldiototten. b) am Rande in A Potrimpo. c) A von. d) in A am Rande Perkuno. e) In A am Rande Wursekaito oder Borsskalto. 1) Codd. friede. *fol. 408.
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% einem gott irwelten, wen is war ihr kirwait gewesen Bruteno und er sich mit Witouito irem konige und seinen brudern selbir geopphirt umb gnade willen der gantzen gemein. Das oppher, das man im that, war ein jung fich, und dis so is zu Wurschayto aber Borszkayto qweme und is solt bitten den gott, und er den dienern sein wulte vil fich geben und is gesundt behalten. Szwaybrotto war der funffte gott, und in auch selber die Brudeni einen gott gemacht haben umb der liebe willen, wen so er ihr koning war und Witowuto genant mit seinem bruder Bruteno dem kirwaiten; sie sich lebendigk vorbrandten vor der eichen, wie den obene ‚ist gesagtt worden, mit welchem tode die Bruteni meinten, die zwene bruder hetten gottheit irlangt und sessen bey in. Diesem man auch nberall oppherte vor einer eichen und war ein gott, der in bescherte vil hunner, gense, entvogil und man im muste opphiren ein jungk sogefarckill. Curoho war der 6. gott, und diesen sie hetten von den Masuren genomen. Dieser gott war ein gott der speise von dem, das zu essen und trincken tochte. Darumb auff der stel itzundt Heiligenbeil genant sein bilt und eiche mit dem feuer war, und do man brandte gedrossen korne, wezen adir meel, honigk, milch und dergleichen. Diesem man auch vorbrandte zur ehren die ersten garben des getreides und solchir manirung vil. So ist am Hockerlande am habe ein stein genant zum heiligen stein,. auff diesem ein iglicher fischer im den irsten fisch zur ehren vorbrandie, dan er im geme irgreiff. Und ein solchs man auch andirswu thun mochte, idoch alhie war seine sonderliche stelle zu dem lobe. Capitel IV. & 1. Vom gehorsam und ehre des kirwaldenn und seiner Irwelungk. Die Bruteni nanten ihren obirsten herren, der sie regirte im nahmen irer götte kirwaido das ist gottis muntt ‘, die Masuren, die denne zu ihren götthen gezogen wurden, in nanten criwe, und so kompt is, wie offt ein wort fur das ander wirdt gesatzt, is hott aber nix auf sioh, wen es bedeut ein person. Und wardt so vorhalten, domit einer zu dem andern sprach, hostu auch unseren kirwaiden gesehen, sprach er. nein, s0 sagte der in fragte, und ich in hab gesehen, darumb bin ich heiliger, wen du. Dieser kirweydo, wen ehr zu der eiche seiner &) Codd. mutter, Leo bist. Pruss. pag. 3: os deorum. Vgl. oben S. 88. Oap. I. 4 2.
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97 göttir gehen wolte, so schreg man is aus, und alles folck zu liff, und sie in sahen, rufften, er solde sie gebenedeien, wen stets er alleine sas, und derumb ein gemein volck andirs hilt, den die götte vor und vor wit im redeten. Er hette bey im im dinste seiner götte menner und franen beide geschlechtt wittwen, und werlich gar zuchtiglichen sie lebeten, und was denne dem kirwaiden gut dauchte, er is den waidt- lotten ansagte, und sie es weitter brochten. So nu der kirwaitte sich füllete kranck und schwach, wolt er dos thua, es stundt zu in, er lis einen gutten namen* hinder sich, also er lis gebitten, man solt komen *fol.40b. ken Rickoiot zu der grosten feier, und sie quomen, und er lis im von dornenstrauch und frischem stro machin einen grosen hauffen, auff welchim mit hulffe er steigk und hot dem folcke ein langes gepredigett durch ausschreiungk der waydlotten und sie vormanete zum dinste ihrer götte, und der worte vil. So lis er sie fragen, und in is auch leidt were, und sie nit mit gantzem hertzen hetten geert ire götte, und sie srgen ja. Nu sprach er, domit is euch nit komen zur straffe, so wil ich mich heut opphirn und gehen zu unseren göttin und alwege das beste vor euch reden, und nam von dem feuer vor der eichen und zunt bei sich an und sich so verbrandte, und is wardt grose freude von neuen heiligen, wen so wardt is von den waidlotten aussgeruffen. Dis geschach nit offte und darumb war es in auch was seltzam. Balt den anderen tagk die waidtlotten in einen anderen kirwaiden irwelten, und dies do sagk und auffnam allis folck. $ 2. Vonn dem grobenn vornemen der von Brudenia, den Iren vor erbeit aber nochgelossen. Von anbegin woren die Brudeni und noch seint die undeutzschen Preussen willige almosgebir und haben gerne geherbergett die frembden'), wen sie is dovor hilten und halten, wie in die armen gott hatt ge- schiekett und darumb dem es vonn nötten, wer von im hälffe begertt, und er den namen nenne, den er bittet. Item und ich qweme in ein haus umbs almos, so mus ich den wirt und wirttinnen nennen sprechende, lieber bruder Borbadie, das ist Bartholomeus, umb die hulffe gottis hulffe mir mit dem und dem, und ehr thut is mit freuden, wen ehr helt es dovor, und gott mir hott geoffenbartt seinen namen, wo ich a) Codd. Ihm (?). 1} Dusburg IJI, c, 5. Ss. I 54,
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*fol. 41a. 98 aber in nicht nenne, er thut mir wegk und stegk vormaledeien, und ich bin zu im komen. Item zu der zeit und noch heute sal er aus- ziehen, und im ein gebrechlich mensch begegnett aber ein kranckes, im deucht, es ist im ein anweisen eines zukunfftigen unglücks, er kert umbe und segnet sich daheime auff ein neues, begegneit im em gesundir mensch, voraus ein man reittende, und grust mit* lautter und frolichir stimme, es ist im ein zeichen alles gluck und seligkeit in seinen sachen. & Schrifft. So war dis ein ursach, und man die Brutenier die Brutten nantte, wen sie kunden dos nicht begreiffen und noch heut in tagk, und ich solte hie sein und solt eim andern schreiben, der uber 10 meilen von mir ist, was ich von im begere, und so endtlich die schriefft aller vorwerffen, sundir und sie was mercken wolt, sy is mit wunderlichen zeichen anschrieben und dobey gedencken wolten, sust die alten hetten einen kerbesteckel und dorauff schnitten, wen sie auf eim tage solten beinander sein, und solchir grobin stucke viel meher';. 8 3. Wie sich dis folgk mit den sterbenden und todten begraben hilten. Ir weise* war, so ein krancker ein edelman war, unde bey im war ein waidlott, dieser in segnete und anhilt, er solt gedencken au die freuden, die do weren bey ihren götthin. Von diesem is qwam, und die andern auch beflissen, und sie waidtlotten bey ihn hetten. 4 wochen man sag die krancheit an und man ubir in waidtlotte alle tage umb seiner gesundtheit willen, wulte is nicht besser werden, man thet ein gelöbnis zu den barmhertzigen göttin, hillffen sie nicht, man gebrauchte die asche vom heiligen feuer, das vor den götthin brandte, und einem halffs, 10 nit. Dornoch mit wille aller kinder und freunden der waidtlott im® ein kossen auff den mundt legte und befuhl in den gotthin. Wer is aber eines grosen herren kindt, man is vorbrandte in der kranckheit, und im befulen, wem is dieweile dienen solte®, bis vater und mutter noch qwemen °. So woren dreierley bey in begrebnisz, gleich wie do woren dreiley standt bey in?). Der irste stant war des gemeinen volckis, und die man warff in ein iglich grube und sie a) A nicht. db) Codd. umb. c) in A zweimal. 1, Nach Dusb. III. e. 5 Sa, I 58. 2) Dusb, 1. c. unterscheidet nur die nobiles und ignobiles,
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” beschurren. Der ander war der snpanen, dos woren vom geringen adill, und diesen machte ein grube bei seinem hoffe und ozogk im sein gewandt an, in welchem er pfog fur seinen gottin zu stehen und gab im gelt mitte ein gutte zerungk, sie im sein reitpferdt, seine besten gtaunde bunden und is alles zu im legten, domit er dortte auch zu titten hette und womit zu jagen, und im ein grossen topp mit methe zu beupten satsten und so beschurren'). So is aber ein kongos dos ist ein furste war, sich vorsamleten etliche waidlotten und in vor- brandten und die asche sie in neu teppe legten und sie under ihren höfen adir festen in die berge gruben, derer man heute findet, so man it denselbigen bergin ettwas arbeit, und dornoch 4 wochen langk man bit folgk, die bei dem grabe bliben und do grynen und einem iglichen schanckten, der do vor zogk, vor die seele des verstorbenen). Capitel V. $ 1. Wie sio sunderliche monirungk hetten in krieges rechten. Jor jerlich sie fingenn einen von den, auff welche sie zihen wolten in krieges weise, und bunden in an einen bom, aber nicht an die eichen, und schossen im nohen styende in sein hertz, liff das blut wie vom zappen aüsz seinem hertzenn, so war es ein gewis zeichen, und gott wolt is haben, und sie solten auff sie ziehen in krieges weise, we aber das blut slecht abe liff, is war ein bose zeichen, und sie musten dohin nit streitten, und wie sie is thettin, sie wurden geslagen. Und in allen streitten sie das vor ein recht satzten, den irsten herren, und sie fingen, so sie nu ru hetten, sie in setzten auff sein pferdt? abir uff eines irlanget im streitte und zogen im an all sein Irieges gerett und so den man auff das pferdt bunden und dos pferdt auff 4 böme, domit is nindert hin konde reisen, und also holtz anlegten* und den man somit dem pferdt® vorbrandten ihren gottir zu eimem opphir®). Unnd die Brudenen zum irsten ag ein solch gewer gehat haben eine keyle, so langk er war mit bley fulgegossen und sust kleine a) fehlt In A. b) in A übergeschrieben. c) fehlt A. 1) Stella Ss. IV, 294, 2) Stella l. c. 294. 3) Vgl. Dusb. ID. c. 91. 8». I 101. 8 *fol.41b.
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100 knottel auch mit bley, zu 6, zu 8, dornoch und er sie umb sich kunde sticken, mit welchem er kunde gewis werffen. Do sie aber mit den Masuren sich bekant machten, sie rithen auch pferde und schossen pfeile mit macht. Itern alles was sie im kriege irlangten von boyte, die menschin sie irschlugen, das ander teilten in 4 teil, eines sie denn götthern oppherten, also die schonsten pferde, welche sie vor der eichen zu tode rantten'!), das ander teil dem kirwaiden und seinen waidtlotten zu einer enthaltungk, das 3. teil seinen freunden und gutten nogwern, das 4. teil vor sich behilt und davon wol und ful lebete. 8 2. Wie die Brudeny nix weises musten halten in ihren höfen?). Dis war von anbegin bei den Brudenen, und sie thorsten kein weis thir holten, es war wie es war in seinem geschlecht, sundir so es pfleg wo hette von andir farben, es wardt geduldett. Di aber gantz weis woren, wurden getodet, als sie sagten, von Borskaito irem gotte. Dis mit der zeit, als nu Samlandt der bruder Deutsches ordens war, horte sagin und vorzelen bruder Thammo von Garslebyn foit auf Sanılandt®), und dieser pflogk sehr gerne ein weis pferdt zu reitten; so wart im gesagt von eim Preuschen fursten Dorgo genant, der do wonte auff dem schlosse Gailekarbo®), und dieser solt noch in diesem glauben sein. So war der foit diesem Dergo gantz freundt* und wult es versuchen und nam ein weis pferdt und reet von Konigsberck ken Gailegarbo, und Dorgo nam in freundtlich auff, er sagk das weise pferdt und wolt doch nix sagin, domit man nicht gedechte, er suchte ein auszrede. Der man war frölich und schliffen die nacht, im morgen das weisse pferdt war todt. Dorgo sprach zum voyt, du bist in meinem hause zu schaden gekomen, nim meinen roitgaulen vor deinen, du bist mir alle zeit willkomen, sondern brenge nicht mete ein weis pferdt. Uber lang der voit kam wider ein weis pferdt reittende und hett dis vorgessen, das wardt im auch irwurgett vom teuffell, und in beclagt a) Codd. feindt, T,uc. Dav. 1 48 „grosse frennde“. 1) Dusb, UI. c. 5. Ss. 15 4. 2) Dieser Abschnitt beruht auf Dusb. II. c. 6 Se. I 65, aber mit vielfacher Ausschmückung. 3) Fr. Theodericus (von Liedelau) Dusb. II. c. 6. 4) in territorio Scoken Dusb.- oo.
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101 Dorgo. Do sprach der foit: Dorgo ich gelobe dis, wirdt is zum drytten mol geschehen, so wil ich glauben in deine götte, wos wiltu thun. Dorgo sich auch vorpflichte inn Christum zu gleuben, so is nicht ge- schoge. Is quam noch 13 wochen und ins orden gescheffte der voit gwam auff einem sehr weysen perde zugerethen, unnd dis’ sag Dorgo und sein gesinde. So lis er am sattel hengen mit willen der foit ein creutz und befehl mit namen, man solte das pferdt nicht abesatteln, und sie sich legten. In der mitternacht* es erhub sich ein solch ge- tummel im slosse, domit man meinte, dos gantze slos solte sein ein- gefallen. Man stundt im morgen auff und phant das pferdt frisch und lebendigk. Dorgo wolt wissen, wie es behut were, er im weiste das kreutz, so wult Dorgo vil von diesem zeichen wissen, sundir der voyt ym anttworte, dornoch und er zeit hette, und im ein monch vor- schuff, der im me sagte von Christo, und wardt also bekartt von diesem. 8.3. Wie man die Brudenier Bruten nante umb Ihrer unsinnigkelt willen. Alle die zeit und noch nicht woren komen die Cimbri aus irenn stellen voriagt ins landt Ulmiganea itzundt Preussen genant, so war das folck im lande dem herren im lande gehorsam itzundt die Masau genant, und sint dem mole is gantz unvorstendigk wor und slecht kein narungk nicht wusten nur kinder zu ınachin, ir herre die seuber- lichsten kinder von in nam zu einer urkundt der underthenigkeit. Als aber Widowuto der koning mit den seinen aus Cimbria voriagt- in Ulmiganeam itz Preussen genant qwam und er mit seinen sönen und Brudeno seinem bruder das landt festiglich inne hilten, nit allein nix wolten gebin, sundir auch wulten, und man die kinder wieder geben solte, und do ienne nicht wolten, diese in ir landt und sie selber holten. Deramb ihn iamerte ir schade und sie zogen auff die, die sich nu nantten die Brutteni, und sie zogen auff die und furten wegk, was sie begriffen. Die Brutteni auff und das volck itzundt Masuren genant in die grandt vorderbten und qwomen zu eim mechtigen feltslon, abir Andislaus ir furst wardt do erschlagen von den Bruteni, die ander gnade begertten, und der Brudenen kirwait yn gnad zusagt mit der undersoheit, und sie ihre götte anbeteten, und so das volgk itzundt Masuren genant heiden woren, sie is tetin, sie wurdenn gutte freunde, %ol.42a.
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*fol. 42b. 102 und wie ein folek. Die Brutteni lehrnten von ihren nogwern mete brauen, dy ag vor milch, molcken und wasser truncken, und sich am methe ful soffen. In welcher fullicheit wie unsinnige hunde auff freundt und findt fillen, und wor under in ein cleglich morden, von welchim is qwam, und die Masuren sie nanten Bruti, das ist menschen ane vormnunft. Dieser nam in eine gutte weile bleib auszwendigk der fulheit. Die Brudeni aber Bruti woren dem folcke itzundt Masuren genant jo so dinstlich in frindtschafft, ob sie ihre trikutarii wehren gewesen, und stundt so ein lange etliche zeit, in welcher zeit; die Bru- deni aber Bruti ir hoffweis und andirn menschlichen handel mit kauffen und vorkauffen, mit montzen und bezalen und solchs dinges vil* von den Masuren lernten, und so die Masuren zu zeitten streit hetten, ir nogwer die Bruti sie krigers machten und zogin so in fuller weise an und gluck hetten. So war der furst des voleks Masau weitsinnigk und hub vil hadirs an, und im wurden viel mol seine trunckene Bruteni adir Brudenen nidergelegt, von welchim der kirwait in gebot im namen iren göttin, und sie solten fort me do heime bleiben, und sie is thettin. Capitel VI. Wie die Bruten! adir Brutten wurden ubirstritten. Is stundt so ein weilangk, in welchin is geschag, wie der furste in der Masau einem vom grosen adil sein weib bulirte, der edelman sich ken den fursten seiner ehren bewarte und im ansagte, er muste in tötin, wo er in befunde. Der furst schlugk is in den windt, und is qwam ınit der zeit, und der edelman fant den fursten auff dem weibe, und wy es den zu den gezeiten die weise war, und die edling zum zeichen, und sie edil woren, spisse trugen, und dieser einen trugk, mit welchem er den fursten und hure zugleich durch stach und entrant in Brudeniam zum kirwaiden umb sicherheit willen. Der tode furst hette brüder und die mit grosem folcke auff unnd funden zu Rickoiot den todtslegir, von stunden an sie in nomen und vorphlooten in iren wonungen kirwait und waidlotten und sie so alle vorbrantten. Den edelman sie grausam tödtin und huben an zıı nemen und zu morder noch willen. Noch langem vorwusten die vom geschlecht Samo und Sudo auff und slugen sich mit den Masuren, endtlich die Brudenen
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103 und Bruten sie aller vorjagten und zu irem ungluck sie kunden in nicht nochvolgen, wen sie musten ein neuen kirwaiden irwelen und widder weidlotten setzen. Do sie aber nu ir dingk entscheiden hetten, sie in mechtiger zall in Masuren zogen und tetin wie die Bruten an- gehöret, und werte 11 jor langk, und die beide lande nix anders tettin, dan eins yn andern zogk und is vorhorten. Dan die Brudener aber Bruten woren tobinde geworden und sich woren rechin, und wardt doch endtlich ein friede angesatzt und friedes burgen gebin von beiden teilen. Er wardt aber so ingehalten, den die Brudenen odir Bruten kunden is nit worgessen, und man ir heiligen perschonen so getödt hetten, und die Masuren qwomen widder mit ihren opphirungen den götthin wie vor und wolten sich jo beheglich machen ken die Brudenen unnd Bruteni, und qwam, wie zwischen dem gemeinen man guttir sleis® war der freundtschafft, abir der edlingen hertzen brandten auff einander zu morden. a) schleis C.
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*fo1.43a. *Der IV, tractat sagt vonn der wutungk der Brudenen abir Bruten inn blutvorgissungk, itzundt mit iren nogwern umbs glaubens willen, itzundt under sich ausz lautter unsinnigkeit halben, und wie die Brudenen abir Bruten von den .Polen bestritten wurden ‘, Capitel Il $ 1. Vonn einer gemeinen herfart der Brudenen abir Bruten auff die neuen christen. Ich kan itzundt nichtt sagen, wie und wenne der glauben Jhesu in die Masau, in Polen quam und auff Pomern, wil man sagen, und s. Albertus, ich kan aber gut thun, wie vor seiner zukunfft in den benanten landen der glaube Jhesu war. Nu ym sey umb den ursprungk, wie im wolle, gotte sei gedanckt, und sie wurden christen. Die Brudener obir Brutten hortten sogen von einem neuen gotte und wie geweltigk er were, sie is wulten vorsuchin und sich musterten und machten 3 here, eins sie auff die Masau schickten mit der ursoch, und sie vor- smeheten der Brudenen götte, das ander auff Polen sie schickten mit der ursach, und sie auch iren finden den Masuren hetten hulffen Bruteniam zuvorderbin, das dritte sie auff Pomern schickten mit der ursach, und sie solten manen ihren vordintten solt von wegin, und sie geholffen hetten Chiribaslao dem fursten in seinem streitten auff Polen. Diese Brudenen aber Bruten in die lande qwemen und viel jomer trieben, und wie es denne kompt, und arme leut gnade boten, die Brudenen abir Bruten sprochin, ir habt einen almechtigen gott, der wirdt euch wol genade gebin, unnd solchir spott redin viel, und werlich is geschagk, und ınan hat sich an die Bruten gemacht und zugleich man hat sie uberstritten, domit wenigk zu hause qwomen, und do villen a) In C folgt hier: weil disses nicht sunderlich nutzlichs, hab ichs nuru eynen extract aus dem langen schreyben Simon Gra: gezogen. Wir geben daher die Varlanten von O für Tradat IV nicht mehr an,
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105 die Masuren ein und nomen ein das Chelmerlandt izundt Culmerlandt genant, die andir kunden nit ein nachdrugk haben. Die Brudenen abir Brutenn wenigk dieses zogs fro woren, stets undir sich gedochten, sie der christen gott entpfangen hett zum irsten, 8 2. Wie is werlich irkant wart, und die Bruten woren menschin ane vornunfft. Is war ein geslecht in Brudenia die Galindier genant, diesen waren mit vielen kindern beladen, me* wen die andir geschlechte, wen sie hilten dis fur ein göttliches, ein man solt nur ein weib haben, wer is aber sache umb vormerungk willen des geslechtis und die frau ihrem man wolt zulegen ein mayt, zwu, das hatt sie fulle macht, ag und is mit ihrem willen geschege. So war is* auch teuer, so wulden die Galindier die Masuren angreiffen, idoch die grose menge der kinder? sy was verzofft machte. Mit kurtze wie die Bruteni sie es woren einest und todten alle kinder, die zur arbeit nicht hulfflich sein kunden abir zum reesen, und sprochin, losset die farin, wir wolten wol andere machen, so die zeit andirs wirt. Dem kirwaiden und allen waidlotten ging dis nohende, und die iren einen solchen mort gethon hetten, und berufft alle elsten alle des adels ken Rickoyott anzuhoren ein befehl der götthe, und sie qwoınen, und der kirwait in do vorhilt ire miszhandlung in vielen stucken, vorausz und die Galindier ire kinder getottet hetten, die den eine edle creature weren der götthe vor andir, und die sache sehr beschwerten, von welchim alle Brudenen abir Bruten einest wurden, und man die Galindier ubirzoge und gantz vorderbte. So wolt dis der kirwait von den götthin irfrögen und in antwort sagin. Und is qwam, wie in der nacht ein mechtiges gewitter war von donnernn unde plitzen, und die Bruten meinten, der gott Per- kuno rette ınit im. Darumb im morgen sie woren alle deste andech- tiger zu horen, und der kirwait sagte, wie is die götte befolen hetten in vorgessungk ihrer missethat, sie die Gallindier alleine solten yn die Masau unde das rechin, das sie so vorsmehet wurden von in, und die goette wulten mit in sein. Und sie nomen is an und zogen, im zien an einem mittagk sie logen an einem see und sich rueten, und sie sogen eine mechtige slange ubir den see schwimmen, und sie alle auff und schrigen, gluck, gluck gott mit unsz, und zogen so ein. Und im tage der himelfart Jhesu sie uberfillen viele christen und sie alle a) we A. b) davor bruder ausgestr. A, *fo].43b,
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fol. 44, 106 todten, in welchim man, uberfil sie, und ist von allen Galindiern nicht einer wsegk komen, und die Masuren fillen in Galindiem und is wie wuste machten von folcke, und dis bleb also ungeroehin, wen die Bru- denen abir Bruten meinten, gott were is in schuldigk gewesen und hette sich so wolt rechin an in‘). $ 3. Was sie thettin umbs namen willen, und man sie Bruten hiles. Es ist ein gemein sprichtwort, wo der teuffel nit *kompt in eigener person, do schicket er seine diener hin, so geschagk auch mit den Masuren. Ein edil Masur irzornte seinen fursten, domit im der furst noeh dem lebin stundte, und der edle Masur entschlieff und quam zu den Brutenen abir Bruten auff Riekoyot vorsamlet *, domit er vorhalt bey in hette. Er sprach, wie im erbarmte ir unschult und ir unvor- schulte lesterungk, die in zuzogen die Masuren, welche doch von den Brudenen unzelige freundtschafft entpfangen hetten, unnd wer dis, wie die Masuren die Brudenen Bruten nantten, wen brutum wehr ein iglich unvornunfftigk thir, dos® man» in keinem weg nicht zemen kunde, man thet im was man wolte, und also den namen Bruten exemplifieirten, domit die Brudeni moohten vorstehen das laster von den Masuren in zugezogen, von welchim die Brudener wiewol sie grimmig wurden, idoch sie gebrauchten ein stuck von der vornunfit und schickten heimlich in die Masau, in Polen, in Pomern und lissen hören, ab man sie Bruten nennen wurden, und man fant is, wie in Pomern wenig, in Polen vil, in der Masau alle werlt sie so nanten. Von diesem die Brudenen is beslossen, ihren heiligen namen von ihrem herren kirwaiden und itzundt gott berkomende sie wulten von den christenhunden un- gesmehet habin und fragten den edlen Masuren, der in dis gesagt hette, wie zu thuen. So hub er an und sprach: es ist ein weise under dem adil, und imandt vorletzt wirdt in seinem namen abir eren, und sie a) vorsamlete A. b) in A zweimal. 1) Gr.’s Quelle ist allein Dusb. III. 0.4, der wohl nach einer altpraussischen Sage berichtet, wie die Galindier ulle neugeborenen Mädchen zu tödten befbhlen und zur Aufrechterhaltung dieses (iebots ihren Frauen die Brüste abgeschnitten hätten. Diese beschwerten sich bei einer ÖOberpriesterin, welche den Galindiern zur Busse befahl, wn- bewaffnet das Land der Christen zu verheeren, wobei sie alle den Tod fanden, Gr. Kat diese Sage nach seinem Geschmack erweitert und varüirt,
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107 halten ein sunderlich kempffen adir feltsion, ein solchs sagt den Masuren an. Die Brudenen dis thettin und nanten die stelle, wu si sich treffen wulten, und itzundt heist sie Neidborgk ein stadt von wegen der bandlungk do gescheen‘). Die Masuren merekten, wo es her qweme, und wusten wol, wurde sie den Brudenen adir Bruten nicht entgegen komen, is were umb sie gescheen. Darumb sie rufften an die Polen und vorsameleten sehr gut folck und quomen ins felt und an 8. tage S. Bartholomei sie gingen an ein kempffen, jo wol ein hundert tausendt mahn und sich do slugen, und qwam, wie die Masuren wichen, so quam den Brudenen aber Bruten frisch volck zu, dennoch glechvol sie den Masuren nicht volgeten, wen das folg wär zu hart vorwundt, und nemplich sie hetten nimandt, der sie underweiste, wen ir untter- richter war auch todt, ab sie auch mit guttem rechte mochtin noch- volgen, und also do in die fierde® wochin logen. In der zeit die Masuren brauchten gutten rat und schickten erliche bottschafft zu den Brudenen aber Bruten sprechinde: euer diener und bruder* die Masuren lassen such fragen, was sie thun sollen, domit euer zorne mochte abgewandt werden von in, der in irwagt ist ausz einem bogen hertzen, und solcher worte viel. Die Brndenen sich beritten und yn anttwort gobin, sie wulten, und sie solten ire geweltigen gotte von Brudenia wirdigen wie vor, zum andern, und sie solten benemen yn den smelichen namen Braten, welche sie in gegeben hetten. Die Masuren nomen urlob den iren dis anzusagen, und is wart in vorgunt. So qwomen auch bott- schafften zu den Brudenen ausz Polen und Pomern ein friede zu stifften. In dem die Masuren qwomen widder und irbotten sich ken die Bru- denen, wulten sie dos bilde des christenen gottes in irer eichen leiden, sie wolten yn ehre thun vor der eichenn, sust kunden sie do ken andacht nicht haben. Von wegen des namen Bruten is mochte sein, und in lose leute mochten gemein haben gemacht, und sie also viel ein spot weren komen. Nu abir die Masuren in viellen stucken irkant habin der Brudenen gestrengkeit, sy itzunt und sy fort me sprechin wurdin, das die Brudenen mennir wehren prudentiam tenentes als menner, die in ihren handtlungk vorsichtigk weislich handelten, und darumb ihre gantze gemeine billich solt Pruseia heissen als die, die von vor- sichtigkeit weislich ihre sachen wusten zu fleissen, und bewerten dis mit vielen historien, die denne die Brudenen hetten ausgericht. Von diesem die geste alle lobten, wie noch ein solcher nam nicht wer in a) friede Codd, 1) Neidenburg führt seinen Namen von dem Fluss Neide, un dem es liegt. (Nide in der Handfeste der Stadt von 1381. Voigt Cod. diplom. Pruss. III. 198, n. 150.) *fol. 44b.
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*fol. dba. 108 der gantzen welt, und der worte viel. Von diesem die Prusoientes wurden oontent und sich mit den Masurenn friedeten und in gobin ihre gefangene, und der kirwait sie benedeiete. Und die Masuren zogen heim, und mit der zeit dieser nam Pruscientes ist gewandelt worden in Prusciam zu Latein und Preussen zu Deutsch?). . Capitel Il. $ 1. Urrsach vielleicht und die Preussen mit den Polen zum jomer qwomen. An Preussen grentz itzundt ein gebitte itzundt Bromberg, auf welchen wont ein herre, der zu der zeit nicht hett sein gleichin bey der crone von Polen in guttem rot gebin und in gluckseligem streitten. Dieser herre sag an ?, wie sich die Preussen gros ubernomen ihres newen namen von der weiszheit, er sprach im lachendem mutte zu seinen gesten: lieben herren, sie mugen sich ruhmen, wie sie wulten, wy ich dis truncken folck irkenne, denne sie mit vorsichtigkeit werden umb- gehen, so mein windthundt ein reech wirdt werden, ir natur is nicht wil ertragen, und sie was weiszlich werden angreiffen und sie bestendigk doruber werden bleibenn*, und gab gutte anzeigung von irer unbesten- digkeit. So war zu der zeit ein furst zu Pomern® und Caschuben und dieser het ein vordris auf die cron von Polen und im vorsatzte sie zu beschedigen. So wust er wol, und man den Preussen baldt eingepredigt, domit sie auff Polen ein vordris stifftee Er macht sie zu freunde und sie beclagte von wegen des lestern ihres warhafftigen namens und in do ansagte, wie der herre vom Brohomberg von ihn geret het, und machte der worte viel. Von diessem die Preussen woren wuttende und auff und Culmerlandt vorderbtien und wollten ken Brombergk. Sy ınercte der herre woll, es wurd yım gelden, darumb er quam zu in yas felt und in grose ehre irbott und schanct in, was er hette, sie wulten ag nicht weitter ziehen und wulten im seine dullen wort vor- geben, und sie beritten sich und nomen in und yn auff sein pferdt bunden und also mit pferde und was er hette im felde zu lobe ihren a) A sagen. b) A davor Polen ausgestr. l) Eine ernsthafte Kritik dieser ethymoloyischen Spielerei ist wohl nicht erforderlich,
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109 göttin vorbrandten') und zogin wieder zurucke. Ab dis die ursach war aber sust etwas andirs, und itzundt die Polen in Preussen itzundt die Preussen [in Polen]* fillen, hab ich noch nicht gefunden. Es bleib bey dem, und die Polen biyben der Preussen obirherren. 8 2. Wie sanct Olbrecht In Preussen qwam und von seinen martiren und ende?). Sanct Albertus war bischoff zu Proga in Behemen und mit worten und exempeln er den wegk gottis lehrnte. So war im niemandt ungehorsamer, wen seine priester. Diese undernn vielen laster, dorauff sie sich flissen, sie nomen weiber und is mit fraffel wolten vorteidingen, wen goth hett ninder eingesatzt die keuscheit. Diesen fillen bey zum irsten der adel, dornach dos gantze landt, und qwam von diesem mit der zeit, wie kein wucher, kein ehebruch, kein todtslagk und ander stucke me sunde wurden geacht, wen die priester woren die irsten yn dieser sachin, unnd so der bischoff stroffte mit worten, man im den todt drouete, und qwam, wie er vorurlobt wart, und er solt seiner wege gehen, und 80 zogk er ken Rom und wardt ein monch in 9. Gregorien ordin®) und war do 7 iar langk. So quomen icliche botschafften zum bobiste und diese is begerten, und man Adalbertum den bischoff wider in Behemen schickte, und is aug geschag. Idoch er nam urlob und wu sie im nichtt wurden folgen, sundir in me wurden heissen wegk gehen, das er den in umbligenden landen mochte predigen den namen Christi Jhesu, und es wardt im vergunt. So zog er wider ken Proga und wardt mit ehren auffgenomen, und im qwam vor der seinen unchristlich leben, er sie* vorsamlete unnd in mit schrieffte anzeigte, wie sie ubil tetin, und solcher worte vil, idoch er nix mit auszrichte, sunder sie in hissen zien zu allen bosen geisten. So zogk a) fehlt A A’. 1) Nach Dusb. III oc. 91 wurde während des zweiten Aufstandes der Preussen ein deutscher Einzögling Ilirzhals so verbramt, hieraus entlehnte Gr. seine Schilderung, Der ganze Abschnitt beruht sonst allein auf der Gr. aus Matthias von Miechov 34 bakannien Bundesgenossenschaft der Preussen und Pommern, 2) Die Geschichte des hl. Adalbert entnahm Grunau aus der Chronik Miechovita’s S. 30, der Legenda 8. Adalberti (Lebensbeschreitung des Johannes Cinaparius, die der vita S. Stanialai von Diugoss, Cracoviae 1511, nn ist), und den Miracula 8. Adalberti, gedruckt Ss. r. Pr. u4a2 8 3) S, Alszienorden die Quellen, *fol 45h.
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*fol, 468, 110 er ken Ungern und qwam in Polen und ir vil bekartte. So wardt er mit Boleslao Chabri dem fursten von Polen bekandt, und dieser in vormochte, und er zoge in Preussen und do dem unsinnigen volcke predigte, und er es willig annam und dem fursten gelobete, er wer tot aber lebendigk, er wolt wider zu im ken Gnysen kornen, und wardt so beletet in Pomern® ken Dantzka, und fant, wie sie christen weren, und diese er vormanete zu der bestendigkeit und zog so uber die nerunge yn Preussen und qwam auff Samlandt. Im irsten eingehen wonte do ein furste abir kongos der Preussen Luxeto®) 'gemant, zu diesem ging S. Olbrecht mit zween mönchen Benedicto und Gaudentio und im ansagten, worumb sie do zu ym komen wehren, und boten ihn freundtlich, und sie mochten predigen dem unwissenden volcke den namen Jhesu. Luxeto war ein guttiger man und horte 8. Olbrecht aus und alles, was sie kunden von Christo sagin, und sprach: ich bin ein einiger man, und ich euch solt irloben widder unser götte zu predigen, wirdt mir und euch nicht bekomen, sundir sie solten bleiben, wu sie wolten, er wolt sein allerheiligsten kirwaiden schreiben, und is auch thett. Dieweil 8. Olbrecht mit seinen brudern an der see im eichwalt woneten und do sie ir messen und tagzeitten mit andacht hilten. Der kirwait lis widder entpitten Luxeto, er muste is abnemen, und die Polen wolten sie also durch ein glauben knecht machen, er solt aber nicht lossen predigen und solt den mennern ansagen, und sie Preussen reymeten, und schickten dorneben waidtlotten, die sie mit gewalt solten weg treiben, und dis alles S. Adalberto gesagt wartt, unnd er mit seuffzehnden worten yn danckte und ging also in sein herberge. Im morgen er hilt messe, so woren auch zu im do gewont etliche gebauere und diese in gesegenen wulten, in dem qwomen die waidtlotten mit eim hauffen, und hauen in in stucken und seine brüder entlieffen. So folgten sy in noch und funden Gaudencum und in irslugen, Benedietus qwam wegk. Von den pauer einer do wor und dieser los zu hauffe die stucke und wult sie begraben, se siehet er und vil ander me, und die stucke fugen sich zu einander, und der leichnam wirdt gantz und er* zogk an sein messgewant und nam das haupt vor die brust und im vorzeugk ein lichtender wulcke?), und gott furte in also zurücke den weg, den er komen war. lItzunt ist isz ein meile von Dantzke, do stundt ein feltcapelle, in welcher wie ein kaste das altar war, in welch sich der leichnam legte in ") Pomer A. 1) dominus villae Can., quidam Prutenus Miracula 1. 0. 417. der Name ist. eigenes Fabrikat. 2) Miracula Ss, II 418.
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111 angesicht des volckis, dos diesen wunderzeichen war nochgangen, und lag do 3 jar langk, und im wenigk ehre geschagk. 8 3. Wie S. Olbrechtt ausz Preussen in Polen qwam noch seinen worten gelobeth. So quam es, und ein furman aus der Masau‘) bei der capellen nacht lag, diesen sichtiglich rette an S. Olbrecht, ir solt in ken Gmysna fuhren in Polen, is wurdt im wol gelonett werden, und er is gelobte und zusagte zu thun und nam ein leichlacken und dorin den leichnama want und bandt und fur wegk. Im fahren er gedachte, wie er den leichnam $. Alberti wolte in die Masau fuhren und fur den wegk vorbey, der noch Gnysen gehett, und fur wol 4 tageresen den wegk noch der Masau zu. Auff den abendt qwam er vor ein gros dorff, in welchim woren wirtschaften. So war sein sorge, und die trunken Preussen wurden im den wagen besuchin, und nimandt wes, wos sie im thun wurden, und fandt eine hole eiche wol mannes hogk das loch babende, in welchy so® vom wagin er den leichnam legte und fur also ins dorff. In welchir nacht is quam, wie der Masur mit seiner wirinne fleischlich sundigte. Im morgen er fur vor die eiche und wollt den leichnam nemen, sunder er kunde in in keinem wege irhobin, und die Preussen in doruber ergrieffen und wulten wissen, was er domethe machte abir süchte, und er is in vorzalte, und is wardt ihrem kongos mit namen Mislayo?) angesagt, und er im lis sagen, er solte den leichnam do lassen liegenn und faren seiner wege, und er thett im also. Das geschrey quam fur Bolesiaum Chabri den herren zu Polen, and dieser schickte bottschafft auff Pomezan zu Mislao dem kongos und begerte zu wissen, wie er mit im sich mocbte voreinigen umb den leichnam S. Alberti*, unnd kurtz abe der Mislayo sprach, hastu gelt, ich hab den leichnam. Die Polen in fragten, wie viel is sein solte, er sprach, so vil nnd der leichnam wegenn kan. Und sie qwomen heim und sagten es Boleslao Chabri an, und er schickte Borzywoy mit gelde in Preussen, als im dauchte, und is gnug würde sein, und mit im ıogen viel Polen man und frauen mit freuden ihren apostell zu brengen, a) davor man ansgestr. A. 1) Prutenus quidam nobilis. Mir. S, Adalb. SS. vr. Pr. II. 413. 2) Den Namen haben die Mir, nicht. *fo].46b.
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%fo1. 470. 112 und sie qwomen und die woge anrichten, so nomen die priester den heiligen leichnam und in legten auff die woge und Borzywoy das gelt, unnd der leichnam wardt nindert bewegtt. So beriet sich Borziwoy umb me gelt zu schicken und das die weille nam wider. So trattin zu im etliche und sprochin, herre, vorsuch und thu ein vormanung und den gesten mit den gekomen und sie wulten zu hulffe komen umb gottis willen, und is geschagk, und sie woren guttwilligk. Czum irsten eine arme wittwe tratt zu unnd legte auff zwene pfennige, unnd diese uberwogenn den leichnam, unnd wie wol dem Preussen is® zorn thett, idoch hilt er sein wort unnd lis den leichnam folgen, die pfennige er mit fussen tratt, sunder die Polenn im kostlich erung thettin von gelde und in so vorsuchten freundt zu machin, unnd er nam is auff und lis sie freiden ziehen, und also sanctum Adalbertum widder entpfing Boleslaus Chabri. Capitel II. $ 1. Wie die Polenn Pomernn und Preussenn vorterbten. Ich obene gesagt habe, wie ein furst von Pommern den Polen wolt schaden thun, dorumb er im zu freinde machte die Preussen und als es im eben war, er vil in Polen und is kleglich vornichten. So war in Polen koning Wladislaus 2.‘) und dieser auff in Pomern und im tage der himelfartt Marie er traff mit dem furstenn Sluptzko?) von Pomern am flisse Rzetzen und die Polen do irslugen Sluptzkonem mit, 26 tausendt man°). So wuste der konig Wladislaus wol, und Sluptzko viel Preussenn hetten bey im, er machte Sethegium starost von Son- domir*) zum heuptman und gab im 12 tausendt man?) und befhul im zu plundernn die Preussen. Setegius* qwam ein unnd vorherte Po- mezaniam, Poggezaniam, Warmiam unnd Galindiain die furstenthumb und zogk an allen schadenn der seinenn mit mechtigem robe von menschin, von fich und von silber, domit is in selber wunder nam, und a) es d. Pr., e. ausgestr., is darübergeschr. A. . Dh Unter Wiadislaw I. Hermann erfolgte der Sieg am Flusse Rzeczen über die Pommern am 15. Aug. 1090. Miech. 55. 2) Miechov. 55 nennt keinen Anführer der Pommern, Siupcko ist der polnische Name von Siolpe. \ 3) Auch die Zahl hat Gr, zugesetzt, 4) 8. palatino Graccoviensi Miechov. 66
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118 ein solch grausam volck, wie die Pressen waren" ‚so ane alle werungk ian liessen das ire vorderbenn. Idoch sie zogin Sethegio noch und losten re gefangene, und Sethegius irlangte so vil, domit der konig den solt mit auszriehte vor beide here'). Und die Preussen woren sille, sondern die Pomernn auff und bautten die stadt Nackell auff de Pomersehe und Polnische grentze, von dannen sie zogen in Polen und mechtigen schaden thetten. Darumb Wladislaus der konig auf und belegte Nakell und muste dovor liegen die gantze faste, und die Polen frassen fleisch die: gantzo faste. Sa qwam in den osternn ein wetter und zunte in ihre gezelt an und sie alle vorbrandte. So hetten sich eine weile zuvor vorsamlett die Pomern und Preussen, in? diesem brande sie ubirfillen die Polen und schlugen, domit ir wenigk weg qwo- men. Dis leiden die Polen ihrem fleisch fressen zu schreyben?), und stundt so an mit Polen, Pomern und Preussen ®, wen Polen warenn be- kömmertt mit einem neuen konnighe zu machin, wen sie woren nicht eoncordes eine lange weile. $ 2. Wie sich die Pomern unnd Preussen thettin rechin an den Polen. Noch dem tode des furstens von Pomernn Sluptzkonis die Pom- mern worffen auff Swantobor und begertin sich zu rechin an den Polen. Dieser auch die Preussen vormochte, und sie im zuzogin sich mit im zu rechin, und sie wusten auch wol iren anstosz, den die Polen mit den Reusen hetten, und ywomen mit macht auff die Coya und do viell schaden thettin, und was sie robeten, sie is in Pomeren führten mit der zeit zu teilen und zogen widder ein auff Gnesna und uberfillen die thumbkirche und sie gantz und gar benoimen mordende, wen sie begrieffen. So war zu der zeit in‘ Gnezna ertzbischoff Sbigneus®) und dieser sich dis vorhin vorsorgte und zogk selbir umb folgk auffzu- bringen, sundir er war umb ein* tagk zu lange, idoch er in noch und *fol.47b, a) A var w. ausgestr. sagin. b-b) In A am Rande. c) Übergeschrieben A. 1) Diese Schilderung ist nur Ausschmückung der Worte Miechev. 55. percursa — Prussia nemineque copiam pugnandi opponente, omnibas ad invia et ailuas diffogientibus, spoliis onustus ad Poloniam regrediebatur. 2) Miechor. 55. : 3) Miechov. 66. 66. Gr. benutzt hier seine Quelle sehr ungenau, Der Ueberfall der Pommern erfolgte bei Spitzimir, der Erzbischof hiess Martinus, Sbigneus ist der Name des Stiefbruders Boleslaw's IIT., den Miechov. bei dieser Gelegenheit mehrfach erwähnt, 8
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*%to1. 48a. Krieges seiner Erfindung an. 114 fandt, wie sie den rob bey dem Natel teilten, und er uberfil sy und slugk sie und wundete den fursten von. Pommernn in den todt und nam inn alles, was sie genomen hetten, und zogk so heim. Swantoborus der furste starb von wunden, und sie machten einen amdirn Gnyfomirus genant'). So war dieses füursten meinungk, und er alle beiligende lande an Polen in zu feinde machte, und zugleieh ein krigk auff' sie anfingen, enndir nimandt wolt daran, unnd er wolt jo nit den Polen underthenig sein, wen sie woren uber Pomern herren. Die Preussen sich: auch beritten und zogen zu Bortzyfolae dem fursten in der Masau tınd botten in, er wolt ir beschutz herre sein kenn die Peden. .Das weit ehr nit angehen, dan er wuste wol, wie die Polen auff das mol besser recht zu den Preussen hetten, den ehr. Eorderlich im lagk im hertzen der Preussen wankelmnttigkeit, und sagts innen ab. So wurden die Preussen unsinnigk und auff und verderbten die Masau bis an Plotakse, so war do einer bischoff Simon genant?), dieser sag wol, wie im sein herre nicht helffen kundte und vorsamleten im ein folgk und den Preussen noch und findet sie an dem flisse Drewantz und sie do alle zum tode bringett und nimpt das seine und qwam heim. 8 3. Wie die Polenn Pomern und Preussenn vorhertemn sich rechende an Inn. So wardt ein neu herr in Polen unnd dieser quam auff Pommernn nit dJOtgusent man und im tage $. Laurentii?) gewann den streit und den fursten Gnyfomirum, welchin er lis spissen, und die Pomern gantz underbrach und gab in zu eim fursten* Sobislaum einen gebornen Polenn vom geslecht der, die ein greiff im schilde führen, damit ehr deste getreuer dem reiche zu Polen were, unnd er is auch wart). Unnd sein bruder Maschugius’) noch im von Pommern mit grose myphe und arbeitt durch Dantzka izundt so genant unnd uber die neringe unnd 1) Aus dem Herzog Borziwoy von Böhmen, den Miechor, 68 erwähnt, macht Gr. einen Fürsten Borizyfalaus von Masorien, Ebenso gehören alle Einzelheiten dieses 2) Miechov. 72. 3) Miochov. 68, dus Datum ist Grunau’s Zusatz, 4) Diese Angabe beruht auf einer Combination von Miechor, 100, wonach Kasimir IJ. in Pommern den Boguslaw „de domo et genere griffonum“ -einsetzze, und dem Anfang tler älteren Chronik von Oliva (Ss. r. Pr. 1 669), der erste Herzog von Ostpommern sei Subislam gewesen. b) Sein Sohn nach der Chr. Oliv. 1. c. 670.
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115 qwam ubirs tieff auff Samlandi'). Unde dis die -Preussan karten, sie woren halb todt yom irschreoken, und der kirwait quam selbir, und was die. Polen begarten, das thettin die Preussen, is kunde auch nicht % grog sein, sie alle den Polen zu willen sein wollen. Und wi ich mich lo beduncken, es war der l#hliche furst von Polen Boleslaus Cispus. Unnd er nun genug von silber und friedes burgen: hett auff- genommen, sie schwuren ira bey irem heyligsten göttin zu. dienen, und gleich wie der furst Boleslao dem Sobislao ein tribut het eingesatat nit den Pomernn zugebin, 1000 marek lottichs silbers, also den Preussen er.in einsatste 2000 marck 1öttich®). Dornoch er zogk in die Masau und. nam sie ein, dan sie war erblos gestorbenn, und dosmach nicht lange lebete. Und die Preussen woren do 80 from, wie vor, wen sie wolten den Polen nix geben, unnd qwam zur teilungk, domit, is in die herren der Masau gestimmett wardt, wan Boleslaus Crispus lis zwene söne Cazimirus der eine, und dissem® der vater gab Masau, Preussen und Coyaw; der 2. son wardt genaut Lesko Albus, und diesem quam Gross Polen, Pomern und Casschubin, und er auch mit der zeit gantz furst wartt uber gantz Polen. Cazimirus het mit den Preussen friedt zu all sein tage und starb und lis ein son Conradum genant?), von dem umb ein kleine zeit. Capitel IV. 8 1*. Acta sunt anno domini millesimo ducentesimo. Wie gar «toi. 48h. verreterlichenn Swantopolcus der füurst von Pomernn kenn seinenn erbherrenn. Im jare tausendt zweihundert Lesköo Albus der monarcha von Polen bett bestettiget noch seiner holldungk Sobislaum son zu einem fursten uber Pomern mit namen genant Swantopoleus‘) und irlis im an seinem tribut zweihundert margcek lottiches silber, domit ehr der erone von Polen desto getreier sein solte, angesehen und er auch von a) undissem A. 1) Von einem solchen Zuge wissen die Quellen nichts. 2) Die Höhe des pommerschen Tributs hat Gr. aus Miechov. 115, der sie aber erst unter Swantopolk berichtet, die des preussischen ist eigene Erfindung. 3) Kasimir war bekanntlich der jüngste Bruder Boleslaw IV., Lesko und Conrad Kasimir's Söhne vgl. oben 8. 86. Tract, II c. VI $ 5. 4) Swantopolk war Mestwin I. Sohn (Chron. Oliv, Ss. r. Pr, 1 674.), was auch Miechov, 115 richtig angiebt, 6r
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*fol. 49a. *fol.49b. 116 vater und mutter Polnisch war. Nimandt aber hott so vorretterlich an den Polen gefahren, wie er. Dieser von junger jugendt auff war ein hallose mensch, den do er wuchs, do fandt man, wie er is mit den hilt, den do woll war mit buberey, und wie er nu merckte, wie im sein väter wurde abegehen ‘darch den todt, domit er farst würde und nit Mastugius des vatirn bruder ein gut from man, Swantopolous im vorgab, und also starb. Baldtt noch dem todt seines vatern Sobis- lay er zogk auff in Polen zum Leskone Albo und im schwur und andir ding thett, was einer zu thun vorpflicht: ist, der do das lehen 'entpfehet von seinem herren, und sint dem er* ein geborner Poll: war, sie thetten im grose ere. Als Swantopoleus alt war 21 tar unnd nu furst über Pommern war, er schlugk ein kriegk mit den marggraffen von Brandenburgk an, dan sie wulten mit im grentzenn, und er satzte die grentze, domit is die Oder das flis, also auch mit dem fursten von Mekelborck, und das flis Schwine solt die grentze sein. So war zu den tagen ym einn sunderlicher furste inn Casschubenn Janusius genant. Diesem mechtigk graute fur dem Swantopolco, den er wuste wol, wie er mil Mastugio seines vatern bruder gehandelt hette, unnd denne Casschubenn mit im grentzte, er woll ımherckte, wie es gerne Swantopolcus hette. Schwantopole is auch viel moll gewegert hett, wie er is mochte bekommen, und fant diesen wegk, und er neme zur ee des fürsten tochter ausz Casschuben, dan sie war im ein einiges kindt. So legte is im ausz der furst Janussius, und er suchte sachin zu ym, so er sie im vorsagen wurde. Darumb der furst vonn Cas- schubenn is seinem lebenherren Leszkone Albo hersenn zu Polenn schreb und. batt gutten rat. Lesko aber im schrieb*, er monhte is woll thun, wen jo die frewlen nichtt erben, Casschubenn bliebe gleich- wol der krone von Polenn, und sint dem Swantopolcus ein gesworner war dem reiche vonn Polen, er würde wider seinen eidt nicht thuen unnd wurde Casschubenn nicht einemen. Janussius dis hörte, er gab im die tochter unnd nicht gar lange darnoch Janussius der furste starb, unnd Swantopoleus one alle begrüssung der Polen nam ein Casschuben das furstenthumb und is besas wie das seine!). 1) Diese Veranlassung des Zwiespaltes zwischen Swantopolk und ’Lesko findet sich in keiner Quelle und hat nur Grunau’s Pragmatismus zum Ursprung,
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117 .5 2. Wie Leszkn seines brudermn sonn in die Masau zum füurstenn satzte und im halff. Ir Es starb Cazimirus Lesskonem Albi bruder furst inn der Masku und His ein son vonn 11 jaren Conredus genant, unnd diesem Lesko gab ein beschirmer; der gar ein gestrenger und fromer man war mit, naınen Gosdrowus!), unnd dieser mit hulff der Polen gewonnen von denn Preussen Chelmerlandt, Pomezanerlandt, Hockirlandt bis ans flis genandt Possarge. Unnd die Polen wusten der Preussen unbestendigkeit, darum ‘'nis‘ bauten festen abir slossir, dovon sie gedadkten sich zu wehren, unnd die Polenn den gewonmen Preussen gantz ernst woren unnd sie vorretir schelten. Ein solchin dinst die Preussen litten 7 iar langk, und is wardt in zuviell, den sie mit Swautopoleo einvornemen hetten und im nu auff* und die slösser irloffen und die Polen irmordeh und nemen dos ihre widder ein und fallen in die Masau und sie *fol. 50a. kleglich vorterbin, sundern Gosdrowus sie mechtig slug, unnd die ander _ beim unnd sich vorsamelten wieder in die Masau zu zien. Diesem qwamen vor herren und fursten und machten einen friede mitenander. Donatio. In welcher zeit des friedes hertzogk Conradus wardt do eingefuhrt, unnd er mit grosser bethe irlangte von Alberto dem dritten ertzbischoff von Rigs in Leifflaudt die menner genantt die schwerdibrüder, wen diese woren geistliche ritterbrüder unnd sie hetten Leifflandt gewonnen von den ungleubigen, und diese bruder qwomen noch Conraden beger 30 in der zal?), unnd* in Conradus und ihrem, orden zn ewigen tagen* zueignete dos landt Dobrion und thett in mechtige hülffe, und sie zogen ausz und gewonnen die lande der Preussen von der Weissel au bis an den Drausenn unnd sie irbauten widder die zubrochenen slössir. Weiter Conradus stiffte ein bischtumb ins Chelmerlandt unnd 100 schone dorffer dorzu gab unnd lis weihen ein monch aus der Oliva Cisterciensis ordinis mit namen Chri- stianus genant®). Diese mit hulffe der mönche, die mit den Preussen kundtin redin, den Preussen predigten unnd tetin etwas. Christianus wart genant bischoff von Preussen. So wollten die schwerdtbrüder auff unnd die ander laude auch gewonnen unnd qwomen mit sp wenigem a—a) in A am Rande. 1) 2. i, Cristinus palatinus heres in Gosdzowo de domo et familia Goszdovitarum Miech. 115. . . .. cuius strenuitate Pruteni, Lithuani .... sub iugum coacti. Darauf beruht die siebenjährige Unterwerfung Preussens. 2) 15 nach Dusb. II co. 4. 85. 1 95. 3) Chron. Oliv. Ss. 1 676. Grunau scheint die a Schenkung von 1222 gekannt zu haben, Miechov. erwähnt sie nicht,
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*fol. 60b. 118 volcke, ünd die Preüssen uberfäffen sie ukd irächlugtn'aMd auff einem hauffen auff der stellen itzundt Creutsbofgk gehant; so woren ag 5 schwertbruder auff Dobrin geblieben und diesen? sohreb der ertzbischoff von Riga, und sie solten dem farsten uberantworien Dobrin und seine vorschreibungk und im danncken unnd solten heim komen, und sie also thettin und zogen wegk. $ 3. Wy man eyn donacie machte, und Preussen mochte gewonnen werden. So woren nu fursten und herren, die diesem Cohrado schrieben, er solte die bruder Deutsches hauses auffnemen und solt in helffin wie den andern, sy würdt hülffe vom Römischen reiche haben, darumb und sie Deutsche weren. Conradus die seinen darumb? frogten, und sie is alle lobeten, so wardt irwelt* Christianus der bischoff von Preussen, und er zum bobste zoge und in umb rot fragte, wer is sein wille, er wolt was bey dem orden thun. Der bobist mu wol wuste, wy is rittermessige menner wehren, angesehen wie die Deutzschen fursten Conradum ynn ein solchen vorinnert hetten, er sichs vorhoffe, und sie wurden is auch nit lossen, sundir dem orden helffen und is lobete. So wurdt dis an den homeister von der Saltza getragin und im befolen vom bobist, er imandes von den brüdern in die Masau zum fursten schicken unnd mit im selbir ansagen, was seine meinung wer. Und dis geschag und wert 3 jar langk, das auff reesen entlich er inen° zuteilte zu freier herberge Culmerlandt itzundt so genant, und was sie von Preussen s0 gewonnen, solt mit ihm geteilet werden'). Herren und fursten gebin zuirkennen, so sie aber Preussen hetten, so solten sie roimen Culmerlandt ihrem herren Con- rado, mit andir underscheit, do von andirswu gedacht wirdt werden. Und diese gebungk, vorlenung und vorschreibungk ist gescheen in angehör Agaphiae des fürsten Conraden gemahel und Boleslao, Cazimiro, Semovito seiner sönen, Gunthero bischoff zu Plotzka, Michaele za Vladisla bischoff, Christiano bischoffe der Preussen, und Paooslao graven zu Dirsaw. Wie aber alle dinge weitter sich irlouffin habin, wert ich nu vortan gedencken; und diese donacio ist gescheen im jare 1226?). a) diesem A. b) A. zweimal. c) in A. übergeschr. d) A ausgesir. einer, am Rande freier. 1) Miechov. 125. 126, 2) Dusb. 1I c. 5 Ss, I 86.
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119: '‘ Gapitel V. $.1. Wie Swantopolcus seinen herren irstach umb Casschuben willen. Is nam zu hertain Lesko Albus der monareha von Polen mit. ssinem zotte, wie Swantoppleus der erone von Polen vorhilt Casschubin und in nieht mit eim worte ein grus doxrumb thett. Sie wurden is einest und -oylärten yn auff ein tagfart in ein dorf genant Gauzavoi von Smons der siat eine halbe meile ligende, mit der underscheit, würdt er nit zu in komen, so musten sie zu im komen. Unnd Swan- topolcus lis in sagin, und er wolt komen, sie solten sich schicken, Se war zu der zeit in einem auffrhur Swautopole mit dem narggraffen vox Brandenburgk, mit diesem er sich entschitte!) und nam 100 manner, de zur sachin tochtin, und woren alle, den do dauchte, sie thettin: den. Polen, was sie kondten, sie heiten is umb sie wol vordinet, unnd zogenn zou* * der tagefart: der Polen aber nit den rechten weg, sunder andesswo und gantz heimlich. So. quam er am .abende yn den walt vor dem dorffe und horte nu von seinem vorkuntschafter, das dy rethe: von Poleü, ym bade waren, und wuste anders nit, den Lesko der furst mit yn. Und Swantepolc quam und berante dy batstube und erstach, wen er ergreiff. In dissem Lesko der furste auff und wil entrinnen, sunder es wirt Swantepolc gesagt, und or eylete im nach und fant yun sm dorffe Marzezinkova?) und erstach yn do mit seiner eigen hant, und was er ergref, nam er und quam gar mit eym kostlichen robe widder yn sein Pomerlant. Dy Polen befillen mit solchen grossen ge- schefiten, damit sy dis zcu rechen vorgossen bis auff heuttigen tag yn zcu spotte. won $ 2. Wie Swantopoic den Nackel einnam und schickte sich auf Polen zcu zcihen. Swantopoleus het seins vatern bruder son, der war furst zu. Pusnaw, des Sobisleus Swantopoles vater het ein bruder Mytzlaus genant und dysser ein son Przemislaus genant und er war furst zu Posnaw®), So hette Przemislaus ynne den Nackel, welche stat gebaut 3) Hier beginht die zweite Hand. des Cod. A. (fol. 5I--1621. 1) Zusatz Grunau's, ebenso wie die Zahl der Begleiter, sonst nach Aiechav 117. 2) Marcrinkowo Miech. 117, 8) Die Schwester Swantopolk's, Hedwig, wur dir Mutter Priemyslaw I. und Boleslaw’s von Gross-Polen, vgl. Sa. r. Pr. I 796. : *fol. 5la.
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*fol.61b. 120 hetten dy Pomorn, sunder dy,Polen gawonnen sy, Nachel quam an den fursten von Poznaw. Den Nackel het Swantopolc gerne gehat, sunder er kunde mit nichte do bey kommen. Da hüt sich aber Przemyalaus nit vor, weil Przemislaus mit Swantopolc zweyer brüder kinder waren, derhalben sich zcum Swantopolc guttes vorsag. Dy weyse, wy es wart eingenommen, war so: man hette wagene ausgericht, gleich wolt ınan korne holen 22, zewischen den hochen korpen sossen gewepente menner, und dy wagen waren bedackt, das man nichst sag, und'sy quomen bey dem zeuschlissen, und es itzundt war fynster worden, und sy ruleten bys umb mitternacht, und Swantopole quam mit voloke, und dy seinen hetten itzunt ein thor geoffent und Iyssen yn ein, und man tromete auff, und stunden ym orden. Dy burger aus den heusern, sunder als sy sahen, das sy ubermannet waren, troten sy zeuricke. Und war nu lichter tagk worden, Swantopole Iys aussehreien, wolte ymant leib und gut behalten, der moeht her fur tretten und schweren, und die burger trotten alle zou und teten huldung. Przemisiaus der furst von Poznaw clagte es dem monarchen von Polen Boleslao Padico genant, der war Leskonis son, den Swantopolo erstachen het, disser sprach, helffet mir zcum ersten dy Reusen stillen, dornach :hilff ich den vorreter, mörder und dib Swantopolc vorterben. Aber disser Boleslaus Pudicus* hette alle seine tage muhe und arbeit und kunde nye dorzcu kommen, das er seinen vater het kunt rechen, und der furst Swantopolo also dy stat behilt!). & 3. Wy dy Preussen yren solt manten von Conrado dem fursten yn der Masau. Nach dem tode Leskonis Albi wart monarcha Boleslaus Pudicus seyn son. Dissem hilten dy bisschoff yn Polen das heupt und dy stat Crockau, der adel aber war ym sust widderig und hilten es mit Conrado dem fursten yn der Masau, und disser wolt monarcha sein, und erhub sich also ein steter krieg 10 jar langk zwisschen yn beyden, in welchem krige gebrauchte Conradus der Preussen zeu kriges volck und wenig mit yn gewan, dan dy Behmen?) stunden Boleslao bey und 1) Als Quelle scheint Mischov. 149. 160. zu Grunde zu Biegen, wo jedoch von der eigenthümlichen Art des Ueberfalles nichts zu finden ist. Diese ist eine der gewöhnlichen Ausschmückungen Grunaus. Der Vorgang gehört erst ins Jahr 1255. 2) Miechov. 197 erwähnt ungarische Hülfstruppen.
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121 war ein solcher kriegk, das man nit brante, man lies dy pauern* sehen, mehen und sust ir arbeit thun, sunder zcu 3 mol hilt man feltschlon ym jare, und dy Preussen gemeinlich underlogen, idoch Conradus mit yn gros freunt war, dorumb lissen sy yn nit. Entlich war ein felt- schlon am see Clodawa!) und war auch das letzte, und do bliben alle Preussen an der ezal 16 tausent, und man machte fride zwischen den fursten ag allein. So bat Conradus umb volck dy Preussen, er wolt sich rechen an dem ertzbischoffe von Gnysen. Dy Preussen forderten seit von 10 jaren und: ire vorlorie mian,. und dy Masuren goben den Preussen scheltwort, das sy allwege vorretterlich ;gefaren hetten an irem hexren, und soleher wort vill. So war der furst Conradus so hart auff Brandyotam den ertzbisschoff von Gnysen®) vorneydet und nam 8tausent man und ruckte zcum bischof Brandyotam und belegerte yn auf einer festen ein lange zceit als 16 wochen, in welcher zceit quomen dy Deutzschen bruder gesant von dem homeister Hermanno von der Saltza auffzcunemen Culmerlandt, wy es hestimmet war. Und sy woren auff Plotzka bey Agaphia der furstinnen und warten des furstens. In welchir zceit quomen dy Preussen. mit macht als robende an yren solt bis an Plotzka. So wurden dy brüder Deutzsches ordens angeruffen, und sy solten das annehmen und sich mit den Preussen schlon, und sy teten es und worden ein teil seer gewundet, idoch worden dy Preussen also geschwecht, das sy widder heym zcogen. Conradus der furste horte, wie yn die Preussen umb solt maneten unde vortorben ym dy Masau, er machte mit Brandiota dem ertz(*)bischoffe von Gnysen eynen fride und czogk mit dem volcke nach Plotzka und wolte dy seinen retten, sunder er befant, das dy Preussen weg waren, und fant dy brüder do, nach welchen er geschrieben hette, und er hilte yn seine zusage®). Von dissem volget nu weither ein sunderlicher tractatt. 2) A am Rande, ausgeair. Preussen. ]) Miech. 138 berichtet die Eroberung eines Lugers in ora Rudawe. 2) Prandotha war Bischof von Krakau. Miech. 138. 3) Gruwnau verbindet hier zwei der Zeit nach getrennte Ereignisse, die Fehde des Herzogs Conrad von Masovien gegen den Bischof von Krakau, 1243 (Miechov. 138) und die erste Gesandtschaft des deutschen Ordens nach Polen, 1228 (nach Dusburg IE c. 5. 8s, I 36 1226). *fol. 52a.
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“ol. 52. "Der: V. traotat sagt vom ursprunge der brüder, die de ereutze tragen an irem habit, unter welohen seint die brüder Deutzsches hausses, von welchen dis buch ist geschriben. Capitel I Von mancherley orden, dy an iren kleydern ader hahit “ ereutze tragen. Der erste stiffter der kreutzhern ist gewesen Christus der herre, disser hot gestift ein orden, welcher so wirdigk ist, do von seine apostolen® alle heilig sein, und disser orden ist in allen bobsten, cardinalen, bisschoffen der christlichen kirchen °, und sy sollen tragen ein zceichen grosses glaubens und hitzlicher liebe, ein gulden creutz, wen all yr ampt ist ein volkommenheit, und wer mehr von dissem orden wissen wil, der lese Augustinum de Anckona im buche de ecelesisstica potestate!) und der gleichen Humbertum de statihus ecclesie. AB Der ander ist, dy sich? itzunt nennen dy heiligen geistbruder, und ir patron ist der heilige Quiriacus, disser war etwan Judas, der do fant das creutze Jhesu. Von dissem list man, wie ym der bose geist kein ruhe lies, so wart ers zeu rote, das er stets yn seiner hant ein erentz trugk, und so der böse geist qwam, weyset ers ym und vor- treib yn?). In dissem orden woren etwan gar ritterliche menner und dy° loebliche streitte widder dy heiden ym gelobten‘ lande teten, a) Eior beginat Handschrift D. (Königsberger Staatsarchiv Nr. 8). b) AD apostaten, A’ apostel. c) in D 2wmal. d)s. fehlt D. e) in A am Rande, n. fehlt D. f) gebottenn D. 1) Augustini de Ancona, Summa de ecclesiastica potestate, gedruckt s. 1. et a, 1473 s. 1, 1475 Coloniae, 1479 Romae, 1487 Venetiir. Hain Reperiorium n. 958. V. ä 2) vgl. dia Legende des Al, (iriarus in der Historia Lombardiea 48 (de in- ventione 8, crucis),
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123 sonder Saladinue der soldan von Egipto erschlug sy yn einem mechtigen streitte, und bliben ir gar wenigk. 80 wart Innoceneius III im conoilio Isterano zou Rom, der vorneute sy und gab yn das spitall zeu saut $piritus zcu Rom de Saxia genant'), und itzunt* seint sy stätionarii md vorkouffen ire gnade briffe umb 6 gl. Ir kreutz ist weis, eins fingers breit, einer spannen lang mit 2 thwer strichelen, einer kurtzer won der ander, ein* finger breit. Der dritte orden?) ist genant wurden der tempelorden ader dy tempelhern. Dysse woren also auffkommen: als Gotfridus das heilige lant gewan, so war under ym ein edelman Johannes de Pagnaciis genant. Disser wonte stets mit urlobe des koniges Gotfridi ‘bey. dem trapel Salomonis zoun Jherusalem, und wen do qwomen pilgrem, dy do die heiligen stellen wolten besuchen, die furt er mit seinem diner siher umb und beschützte sy. Mit der zceit quomen viele zcu yn und sy ınachten eine vorsamlung, und der tempel wart yn befolen, und woren menner keusches lebens. So wart Gelasius bobst und disser wegen des® ansehen ires lebens, wan er war ein legat gewesen ym heiligen lande, nnd von gezceugnis der hern im concilio zeu Larecha hot er sy gesatzt yn einen orden und inen gegeben einen braunen mantel mit einem roten kreutze, einer halben elen lang und spannen breit. BEtlich waren ritter und streittende vil guts theten, etliche woren prister und sy betende gar fleissig woren. Den werltlichen © br&dern worden vortrauet stete und schlosser, und sy den gar erber- lichen vorstunden, umb welchs willen erlangeten sy vom konige titulum der ritterschaft und sy worden belenet mit grossen 'guttern. Do aber Saladinus uberhant nam, dan die christen pilgrym keinen frid und vortrag hielten, machte er sich auff und erschlugk alles, was do war zcu Ptolomayda von christen, von welchen quomen wenig weg zcu wasser, und quomen also dy tempelhern und dy Deutzschen brüder in Welsche lant. Thimon?’ der hochmeister der tempelhern wart mit grossen güttern mit den seinen begobet, von denn Frautzosen, wen dy Frantzosen gemeiniglich" im heiligen lande gestritten hetten und sy grosse bequemigkeit von yn gehabet hetten. Umd geschag, wen ein a) c. fehlt A. b) das?AD. c) AD wertlichen. d) am Rande in A, fehlt D. ce) gemeinlich A. 1) Die Spialbrüder vom Heiligengeist zu Suria in Rom schlossen sich nicht an anen Rilterorden an, sondern sind aus einem Hospital zu Montpellier hervorgegangen; Innocenz III. bestätigte sie 1198 und 1204, also nickt auf dem Lateranconeil, Hurter Gesch. Innoc, III. Bd. 4. S. 224 u. 225. 2) Aus welcher Quelle Gr. die zum yrossen Theil verwirrte Geschichte der älteren Ritterorden entnahm, ist nicht ersichtlich, *fol. 52b.
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*fol. 53a, 124 herre starb und yn nit ein ewig testament machte, man zewörfelte an seiner heiligkeit® und seligkeit, und also wuchs yn das gutt und dar- neben der mut, und worden gantz uhermuttigk, und..man fant wie etlichg preceptores 3 prister ires ordens umb einen hant goben: Ir reichtum, ir ubermut, ir unordentlich leben machte, das konig Philippas von Franckreich den bobst; Clementem V erbat, das er sy vortilgete und vormaledeyte. Etliche* brante man und man sprach, wy etliche un- christliche handelung von yn gethan hetten bekant, auch storben vil aus ynen und sprochen neyn, und viele doctores sprechen, wie sie umb neydes willen vorterbt woren. Tre gutter solt man wenden in gottes ere, sunder der konyngk war so from und nam sy zeu ym. Der 4. orden mit dem creutz sein genant Johanniter und wonen yn der namhaftigen insel Rodys und nomen ein ursprungk also. Als Saladinus dy christen vortreib, so quomen ir vil zcu hauffen und wol- ten sigeln yn der christen lant und quomen von vorsetaung des windes gen Rodys, in welcher wonte ein furst. Disser nam sy fruntlich auff, und ey hulffen ym widder seine finde, umb welches willen beschit er yn im testament sein lant Rodys, und uber Hellespontum vil gutter resen theten yn der Turcken lant, umb welche willen erlangeten sy ® titulum der ritterschaft, und heut vil guts thun vor dy christen widder die Turcken, und sy haben hunde, dy sein besser im streitte, wen etliche menner, und wo sy under 100 christen ein Turcken finden, den er- beissen sy. Und ir creutz ist weis auff eym schwartzen mantel, einer hant lang und so breyt, und eyn leye sie‘ regiret. Der 5. orden ist nymme und seint gewest dy schwertbrüder, und der erste bischoff yn Lifflant hat sy gestifft, und Albextus der dritte ertzbischoff yn Leifflant sante sy dem fursten Conrado von der Masan, domit bezcwungen sy ym dy Preussen, gleich wie sy ym Leiflant hetten bezowungen, und der furst gab yn das lant Dobirn eigen, von welchem bestritten sy das Culmerlant, das dy Preussen dem fursten hetten abgewonnen. Sunder im jar 11971) hettin dy Preussen ein mechtig schlon mit ym und erschlagen sy alle bis auff 5, und sy sagten auff dy belehnung und zcogen durch Sachssen widder zeu yren brudern yn Leifflant. Ir cleyt ist gewesen ein weis mantel, dorauff 3 rote von gewande schwerter?) wy ein creutz, und disse nomen mit der zceit an sich das creutze und orden Deutsches hauses, von vorwilligung des babstes Gregorii IX und woren also ausgelescht vom ersten orden. a) herligkeit D. b) erlangete, s. feht D. c) so D. 1) Vielleicht verschrieben für 1217 oder 1227, s. ober Tr. IV. c. IV 82.8. 117. 2) Dusb. 1I c. 4: cum albo pallio, rubro gladio et stella.
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125 Der 6. orden ist der spitler von Jherusalem Deutzsches hausses und disse nomen zu Ackers ein ursprungk, sunder vorlegtyn das hospital zeu Jherusalem in unser liben frauen kirch genant Sancte Marie ad casum, das ist die stelle do Maria stunt und sag‘ Christum unsern hern under dem creutze stortzen, da her haben sy den namen, und ir oleyt ist ein weis man(*)tel und darauff ein schwartz creutze, von welchen dis buch sagt, wy sy gehandelt haben yn Preussen und wenig wy anders wu. Der 7. orden ist der Anthoniter brüder und disseb sein prister und geweltige questionarii, uy gehen abusive wy werltlich‘ priester und tragen signuum thau. Der 8. orden seint dy Brigittiner gestifft von der seligen konigyn Brigitta von Schweden, sy tragen auff eim groen mantel ein rot crentze, mitten hat es ein gewant weis wie ein hostia; und disser wirt genant ordo preposterus, wen dy mater regirt den pater, und ein ungelarte begina ein geweiten prister. Der 9. orden sein prister und nennen sich canoniei S. Bonifaeii und seint von den, dy von der ketzerey sich bekarten, und man gab yn ein geistligkeit, und sy tragen von rotem gewande einen stern und darauff ein creutz, und ir ist viel in der Slesie und haben hospitalia. Der 10. orden sein auch prister und sy tragen ein oreutze wie die obgesayten, sunder vor das creutze haben sy in der stelle des sternes wie ein sohifflein, die sein auch yn der Schlesie zeum Reichenbach. Der 11. orden ist Sant Georgen gestifft vom keiser Marimiliano und sein werltliche? prister und sy tragen einen weissen scapular* und darauff ein rot kreutze so lang, als der scapnlar ist, und sy haben dy pfarre zu der Newenstadt yn Osterreieh und haben grosse privilegia. Der 12. orden woren dy sackbrüder, wen sy von sackleynwat ' kleider trugen mit eym strang gegort und trugen ein ereutz von holtz ya irer hant, und wen man sy fragte cuius ordinis, so sprachen sy: n08 ferimus crucem, wen sie wären alle ungelarte pauer, iren precep- toren ausgenommen, wen disser war ein leyneweber. Disse qwomen gen Preussen im jare 1507 und machten eine grosse religio, und sy wolten durch Lättauen gem heilige lande, und dy Sameyten sahen sy or vorspeer an und ir wol 9 bey Theweypyeynen ersöften under dem eyse; ab sy auch yndert wu sein, kan ich nit wissen mit warheit zu sagen. Zur; Der 13. orden ist genant sant Peters orden von Mediolan des heiligen mertlers ordens predigermonch, wen yn bobst Innocencius IV a) sagte D. db) d. fehlt D. c) A wertlich, D weltlich. d) wertliche AD. e) scapeler D. f} AMD leymit, Leo 889: linels vestibus uterentur. *01.68b.
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*fol. 54a. 126 het gemacht zeu aym ketzersuchpr: uber das. lant; gen Mediolan, und dy ketzer®, dy sich willig bekarten, gab er ein geistlighen orden, und sy tragen ein kreutze auff eim grohen mantel, dy lenge vom kreutze ist weis, dy brete rot, aber der. strichel yn der brete ala ein finger breit. *Der 14. orden ist der mönche, dy sich nennen dy Wilhelmer, von irem ursprungk hab ich nye kunt findan etwas, ag das sy ein zot creutz sollen tragen. Der 15. orden mit dem creutz woren ritter menner und ey haben umb des glaubens Jhesu mit Karoloe Magno in Saxen und. West- phalen gestritten. Sy trugen weise mentel darauff grune kreutze von gewaude. Der 16, orden mit eym creutze ist yn Hispanien genant Cala- trawa ordo, und sy haben weib und kint und sy.mussen nyınmer mit dem Turcken fride machen, sunder vor und vor mit ym streitten. Disge tragen weisse knyementel und hinden und vorne ein rot creutze von gewande. Der 17. orden ist in Mauritania und heist ordo Alacantarensis, und disse leben keusch, sy streitten auch mit den Turcken, idach uber 4 wochen mogen sy nit mit ime fride> halten, und sy tragen ein schwartzen knymantel mit eym bloen kreutze vor irer brust einer spannen langk. Der 18. orden ist genant Montesanensis, und diese sein in Cordube und sy streitten vor und fur auff die Türcken und mögen aus und einzoien, wen es yn gelust, und sy tragen einen weissen knyrock und hinden und vorne von rotem gewande Sant Andres oreutze und ay sein streitbare menner nad tröstlich den christen. Von allen los ich abe und wil ag vom Deutzschen orden schreiben. Capitel II $ 1. Wie der Deutzsche orden entsprossen sey.‘) im jare 1188 als Balduinus konig zcu Jerusalem war, do hetten Ay heiden nach inne dy mechtige stat etwan Piolomayda 'do: aber Ankers genant, aus welcher stat man den christen mechtigen schaden thet, darumb schreib man umb hulffe in christene lande, und hern und a) in D am Rande. b) fr. m. 1. D. 1) Die Quellen Grunau's für die Ordensgründung waren Dusburg I c. 1. und der Prolog der Ordensstatuten, beide schmückt er nach seiner Weise aus,
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127 fürsten, die do umb 'gettis willen stritten, sich erelageten, wie yn:: ir volek seer abginge, und dy heiden zcu Ackers.yn schaden teten zen Iande und zcua wasser. Darumb dy aus Lombardien ausriehten 60 ga- ieddn wit 50 tausent man, under welchen woren etzlieke pilgrem aus Saren von Bremen, von Lubeke und sust aus andern stetten, in der zeal 5 hundert, und disse hetien ein mechtig sehifi, ein krackb auf ire sprache genant, das ist ein schiff, des gleichen grosser auff das wasser nit kompt. Disse alle quomen gluckseligk vor Ackers am tage Ascensionis und belegten die stat Ackers und logen do vor stets sy stormende ein iar und 7 monat und sy gewonnen pyitterlich im iar 1190 am tage S. Antoni.!) .Disses heeres hauptman war ein rittermessiger man Scoldo de Angleria genant. In der zceit des belegens der stat von wegen stetigliches stormens und von wegen wie die christen der lufft do ungewont woren, ir gar vil krangk worden, sy logen do*, niemandt achte ir und manch stoltz man *fol.54b. do vorschmachte. So‘ woren under eim gezcelt 19 menner, sy sossen und gedachten immer der krancken, so sprach einer: ir hern, wir haben kein nott, was wirt im jungsten gerichte zeu uns Christus sprechen, ich bin kranck gewesen, und jr habet mich nicht ‘ersucht. Noch solchen worten ging man schlaffen, im.morgen woren do 8 menner, 5 von Bremen, 3 von Lubeke’), dy berilten sich, das sy mochten urlob haben, domit alle ding vordinstlich wer, sy wolten dy krancken warten, bey dissem gleichwol, 80 es not were, mitte auff die heiden auszcögen. So war zcu der zceit do herzcogk Heinrich von Schwaben, der felt hauptman des gantzen christen heeres, und Johannes der pa- trircha von Jherusalem, wen sy do die stat mechtig wolden sturmen. Vor disse quomen dy 8 erber und dis den hern vorlegten und begerten urlob den krancken zcu dynen. Noch kurtzem berotten der herren gaben sy yn urlaub und yn eym solchen lobeten, sterekten und yn forderung und hulff zeu sagten. Von stunden an ein burger von Lu- beck ein mechtig sigel von eym schiffe gab, von welchem sy ein gezcelt machten und dy krancken darunder furten, der eine vorbant sie, der wusch sie, und in ein iglicher mit, grossem fleisse etwas bey den krancken tete. In solcher zceit im iar 1190 wart dy stat Ackers gewonnen und sy wart befolen den tempelhern. Disse goben ein a) yn fehlt D. b) so Codd. Dusburg I 1. kocka, ce) sie D. 1) Nicht am 17. Januar (St. Antonstag) 1190, sondern am 12, Juk 1191 fiel Accon, s. Strehlke Tabulae ordinis theuton. p. 28, 2) Diese. Zahlen und Deien beruhen mer auf Grunau's FON seine Quelle war Dusb. I, ce, 1. R
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*fol. 558, 128 kirche vor dy kraßoken Saneti Nicolai .eiwan von den christen gebaut. So goben die hern gelt, umb welchs die .spitler, die man itzunt so nante, einen garten bey der kirehen kofften und machten bequemigkeit vor dy kranoken und sy hulfen yrer vill mit gottis .hulffe auff, hera und fursten goben yn® yr alınoss, domit sy sich und dy krancken enthilden, und Heinrich Wolbod spittelmmeister war.t) 8 2. Wy sy gen Jherusalem quomen bey das hauss sante “ {Marler ad casum Mil. Balduinus der koningk von Jherusalem horte von dissem sagen, wy dy Deutzschen pylgrim eine solche barmhertzigkeit mit den krancken gethan hetten, er lys vor. sich fordern Heinrich Wolbod den spittel- meister der selbigen vorsamlung und gab im dy kirche sancte Marie ad casum filii, das ist dy stelle, do Maria sag Christum den herren stortzen under dem creutze, in welcher kirchen vil hern und ritter- messige .menner Deutzscher nacion kranck logen, und Heinrich nam sy an und dinten yn mit seinen® gesellen und im kortzen dy krancken uffholffen, von welchen* ouch vil mit der zceit zeu u zcogen, als dy do vorlemet waren im streitten, und wurden inwendig im jare 35 per- sonen yn irer samlung und alle gar ein geistlich leben fureten und waren. den heyden, den juden, den abgefallenen christen und den pylgrim ein spigel der frömmigkeit. Ire gutter waren nichst meh, wen ein garte, yn welchen sie legumina vor dy krancken baueten. Sunder teglich santen sy etzliche personen zcu den herren, und sie ir almoss den krancken mitfeilten; es war kein herre. nicht, starb her aber zeogk nach christenlanden, er lies yn pferde, gewer, gelt und geldes wert zeum testament, welche dinge alle vorkaufiten sy und wanten es zcu irer und der krancken nutz. Heinrich Walbod het zcu Ackers und zcu Jherusalem eyn priorem, er war der oberste meister und reit abe und zeu, und so es not war, zcogk er mit etlichen von denn seinen auff dy heyden yns felt und streit, und hetten seer gluck yn yren anschlegen. a) fehlt D. b) fehlt Codd, vgi. weiter unten. c) A am Rande. 1) Nach Dusb, I c. 2. Die Spitalbrüder erhalten einen Garten, eine Kirche und ein Haus bei dem St, Nicolausthor in Accon,
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129 8 3. Wy dy spitler vorschrift erlangten, das sy ein orden möchten stifften. Heinrich Walbod mit seinen compans hilt ein rot, sint dem mol nichst wer bewert, das nit mit der gebenedeyung der heiligen Romischen kirchen geschit, so wolten sy vormögen hern und fursten, das sy vor sy schriben zeum bobste, das er yn wold geben ein orden, eyn titel, das kleit und ein regel, wen sy wolten 'vortmehr ym gehorsam und reynigkeit leben, und statuten. Dis brochten sie vor den koningk und seine herren, und sy schriben alle dy werltlichen® zeum keiser Heinrico V'), sunder man fant yn tot, und zcum bobst Innocencio III die geistlichen, und disser starb och. Idoch erhorten sie doch ire nachkomlinge. Zcum ersten schriben ire meinung alle, die in der vor- samlunge der spitler, wy sy leben wolden und was sy yn der christenheit thun wollen, und wer sy weren. Auff solche meinung die fürsten auch schriben mit namen: Johannes?) patriarcha von Jherusalem. Geraldus?) ertzbischoff von Ackers?). Conradus ertzbischoff von Mentz. Conradus bischoff von Wirtzburgk. Wolgerius bischoff von Passaw. Gerardolphus bischoff von Halberstat. Petrus‘) bischoff von Zeeitz. Faustinus®) bischoff von Nasareth. Johannes bischoff von Cyrena®). Petrus*) bischoff von Cesarea. Clemens‘) bischoff zcu Betlehem. . *Ferdinandus®) bischoff Tyris. *fol. 5b. Bruder Gondosalvus*) meister des ordens sancti Johannis. Bruder Helinandus*) meister der tempelhern. Balduinus®) der her konigk von Jherusalem. Gandolphus’) furst von Tiberias. Hugo furst von Joppe®). Raynoldus furst von Sydonia. Cymmarus?) furst von Cesarea. Job?°) furst von Hybelina. a) wertlichen D. 1} Henrico VI. Dusb, I c, 1, Ss. 1 27. 2) Diesen Namen hat Gr. zugeseizt, 3) episcop. Dusb. Ic 1. 4) Zusatz Grunau's. 5) Namen und Sitz von Grunan. 6) Henricus Dusb. 7) Radulphus D. 8) Hugo frater suus D. 9) Cymmarıs Anben auch die Handschriften D’s., Eimar ist zu lesen. 10) Johannes D, 9
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; 130 Friderich furst von Sachsen!). Heynrich furst am Reyn. Ferrandus furst von Calabria. Almyger furst von Brunswygk?). Friderich furst in Osterreich. Hugo°) furst in Brabant. Herman furst von Baden‘). Ludwich furst von Meran®). Laurencius graff von Virraden®), Anshelmus und Ludwich fursten von Doringen?). Johannes*®) furst von Meichsen. Dittrich?) furst von Brandeborgk. Ernestus voygt von Landisbergk®). Leupolt®) von Galenbergk feltmarschalgk. Disse ire briffe und botschafft durch Johannem patriarchen von Jerusalem und durch Johannem und Fridericum fursten yn Schwaben schickten zcu dem erwelten keyser Heinrico VI und zcu Celestino II dem bobste und trugen es an mitt aller erbargkeit, wy es yn befolen war, im jar 1191 am tag des heiligen sant Thomas des apostels.. Der neue keiser thet auch sein fleys umb vorschrift der fursten, und dy boten kunden nit genugk sagen das lob der Deutzschen spitler von irer geistligkeit, barmherzeigkeit, gedult und strengigkeit allen den, dy es wolten hören, und der bobst sich wit seym consistorio auch wol 5 wochen langk bedachten. Capitel II. 8 1. Wie der orden gesatzt wart und Intitelirt wart'°). Celestinus II der bobst nach guttem betrachten mit den seinen beruffte er ein consistorium tzu Rom 16. tag‘ Februarii und sprach a) in A am Rande. 1) Swevie D. 2) “us Henricus palatinus comes’ Reni et dux de Brunswich macht Gr. drei Fürsten, 8) Henricus D. 4) palatinus comes Saxonie et lantgravius Thuringie D. 5) Von Gr, zugesetzt. 6, Theodericus D. 7) Albertus D. 8) Con- radus marchio de L. D. 9) Henricus D. 10) Diess Paragraph und die im fol- genden beigebrachte Bulle beruhen nur auf Dush. I c. 1 Erzählung von der Bestätigung des neuen Ordens durch Coelestin II],
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131 also: dem almechtigen zu lobe, Marien der alwegen jungkfrauen zeu ehren, auch nutz dem gemeinen stande der christenheit, angesehen das gezoeugnisez der andechtigen und erlauchten menner, welche leib und gutt setzen auff beschirmunge des götlichen glaubens Jhesu, neme wir auff und loben das leben der Deutzschen spitler in der kirchen Sanete Marie zcu Hierusalem und setzen sy in die soharen der geistlichen orden Romischer kir(*)chen und beschirmung, in welchem sy dan vordan gote werden halten reinigkeit, iren obersten gehorsam mit willigem armut, durch welche und ander fromigkeit volget dem ubertretter peyn, dem halter freude in der gebenedeyung. Ir titel sal sein Deutzsohes hausses vom spitel zcu Jherusalem unser. liben frauen, ir kleit sal sein ein schwartz rock mit eyme weyse velum, auff welchem sal sein ein schwartz kreutze, und eyne ronde schwartze kugell auff irem heupte noch geistligkeit. Ir regel sal sein des heiligen Augustini mit ordenirungen und statuten, nach dissem und des geistlichen rechtes lautte czu einer volkommenheit von yn doraus genommen, und synt sy spitler sein, teylen wir yn zcu alle privilegia des ordens sancti Johannis, und weil sy ritterschafft treiben, geben wir yn dy begnadung des ordens des tempels und.sageri yn weither gnade zcu umb irer frommigkeit willen, als wir getrauen, so sie volgen werden irem titell, das ist dem spitall Marien, und so sy werden yn schwerem creutze der busse reinigkeit mit gedult der krancken halten and liben; und vorschuff® yn zcu sicherheit dy confirmacio zeu schreiben. $ 2. Der inhalt der bestatigung des Deutzschen ordens oder hausses. Celestinus ein bischoff und ein knecht der diener gottes unserm gelibten sone Heinrico’ Walbod meister des hospitsls sancte Marie zu Jherusalem mit seinen mitkompans vorsammelt in der liebe gottis mit brüderlicher getreuigkeit den itzigen und den zeukunfitigen sagen bobstliche gebenedeyung. An das heilige consistorium Romischer kirchen, der wir unwirdigk das henpt sein, unser in got gelibten kinder, dy itzunt ym heiligen lande streitten vor dy christenheit vorterbende dy finde des kreutzes Christi, ist unde haben vorbracht ire supplicatio deinen halben, wen du ein geistlichen stant noch dem laut des heiligen ewangelü host angefangen mit etlichen mennern deiner vorwilligunge als krancken wa warten und yn noten auff dy beiden zcu streitten. In welchen du biy hieher bist: gefunden bestendigk, glaubigk und andechtig. Ein a) rorschrift D. b) Hinricho D. c) bist hieher biez D. 8 *fol. 568.
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*fol.56b. 132 solches weiter zcu ewigen gezceiten von dir und von den deinen hoffen wir und wellen, solten bestaten *, beweren und gebenedeyung geben. Dis sey wir yn zcu willen und dich mit den deyuen itzunt und nach- komeling nennen geistlichs ordens personen und setzen euch yn den stant der vollkommenheit umb deines gehorsams willen, euch bestaten den regel des heiligen Augustini mit allen statuten, die ir wert mit der tzeit noch der volkommenheit machen, und geben *euch den namen der brader Deutzsches hausses des spitals von Jerusalem des ordens Sancte Marie im namen des vaters und des sones unde des heiligen geistes amen, angesehen yn vorhoffen, wie ir mit eurn nochkomling gote und der Romischen kirchen lob und ere wert meren. Gegeben zcu Rom bey Sanct Johan Lateran ym 12. tage kalendarum Februarii im ersten jare ansers babstthumbs. 8 3. Von eym rescript vom bobste uber dissen orden. Dy confirmacio qwam gen Ackers und wart gefurt gen Jherusalem und mit einer solemnitet gelesen. Noch welchem wart auch gelesen der actns consistorii, noch dem der patriarcha Johannes sy alle elitte noch der weisse, wie obene gesagt ist. So woren dy herren bischoff scrupulosi, ob auch ein orden mochte mit gote gesatzt? werden, der uff blutvorgissen der menschen gedechte, und schriben darumb bebstlicher heiligkeit ‘ umb ein solch underweisen. Ir bekommernis wart auffgenommen und man schreib yn also, eyn solches mochte sein, so dy personen ym selbigen orden nit gedechten zcum altar zcu gehen yn haldung der messen, wen ym alten gesetz dy Machabeyer'‘) prister woren und sy teten ir opffer in fridsamen tagen, aber yn nöten schlugen sie sich mit den heiden. Angesehen das sy mit dem schwerte des geistes und mit dem harnisch des glaubens mögen nutzlich sein, man mag wol solche geistliche leut vorholen, domit sie ag gestercket würden auff dy, dy do gedencken den glauben Jhesu zu vortilgen. Noch dissem quomen sy erst in gunst, und man hilt vill von ynen, wen yn allen sachen waren sy got und dem menschen angeneme undt zogen vil zeu yn von pristern und leyen, Walen a) bestandig D. b) gusagt D. ce) herligkeit D. 1) Der Vergleich mit den Makkabäern steht schon bei Duab. 1 c, 1 nack dem Ordensprolog. j
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138 sowol als Lombarder und Deutssche menner, und dy hern kaufften yn gutter und eygens zcu erhaltung der krancken und irer besitzung. Capitel IV. 8 1. Wie sy prelaten uud officialen satzten. Dy bruder quomen zeu einander und wolten ir ammacht leutte setzen, So woren under yn* 22 leybrüder und 7 priester brüder!). Domit den alle ding eine ordenunge hette, satzten sie zeu eym general- meister der brüder Deutsches hausses des ordens sanete Marie des spitels von Jberusalem den gotforchtsamen und gestrengen man Heinrich Walbod mit dem namen der 1. und regirte yn das 10. iar?) als und als vom anheben vor der stadt Ackers bis yn sein ende und er starb und leit zcu Ackers yn Sant Nickles kirch®). In seiner satzung *machte er und ordenirte, wy dy priester seins ordens nit von eym werltlichen ® regent sollen gestrofft werden, sunder von den, der under yn von dem generalmeister yn zcu eym prior gesatzt wurde. Disser solde ire schult börenn und yn bus setzen, domit es dy vitterbruder nit mergkten, es were dan sache, das der priesterbruder mit frevel sich widder den gehor- sam setzte. Den ritterbrndern satz er einen preceptorem, und disser solle nach im haben volle macht und gewalt, die sachen zeuvorrichten. Noch im satzte er ein spittelmeister, und disser solt der krancken war nemen. Dy priester worden gar in grosser eren gehalten. So ein prister vor gingk, stunden die ritterbruder alle auff und negeten sich. Dys thet auch selber bruder Heinrich Walbod, und yn allen taggezceiten woren dy ritterbruder mit den pristern, wen sy heym waren, tag und nacht und woren sehr andechtig. Darumb gab yn got das glück vor den menachen®). a) yn fchit D. b) wertlichen AD. 1) Diese Zahlen entbehren jeder Begründung. 2) Nach dem Hochmeisterverzeichniss Johann's von Posilge Ss. r. Pr. III 388. 3) Eb. u. Dusb. Ic. 2. 4) Diese Nachrichten über Satzungen der ersten HM. beruhen uuf keiner underen Quelle als @runau’s Phantasie, *fol. 57 a.
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*f01.57b. 134 8 2. Exemplum von der liebe gottis yn dissem hoemelster Hoinrico. Von dissem Heinrich Walbod list man dys, wie er sey der geburt gewesen ein edelman auss’ dem bischthum von Breme und seer® ein schoner man. Als nu dy gemeine fart yns heilige lant war, und disser sich auch rüstete mit vielen erbern leutten, dis wolden vorhindern seine freunde und trugen im an gar eine schone und tugentsame jungkfrawe zcu der ee. Darauff sprach Heinrich Walbod: ich bedancke mich hochlich euer gonst und guttwilligkeit, in dem das ir euch beflissen habt mich einer toguntsamen jungkfrauen zeuvorsehen, der ich nit gnugsam bin, sunder wist, ich habe mir vorgesatzt und wil mit andern zeihen yns heilige lant umb Marie eren willen, darumb gebt dy jungk- frau, wem ir wolt, und harret auff mich nicht), fuget mir got ein gluckseliges heymkommen zcu, ich wil dy nehmen, dy ir mir* wert auserkysen. Ich wil aber itzunt umb die liebe Jhesu meine gutter übergeben und leib und gut vorkysen. 8 3. Von seiner ersten satzung Im capitel. Disser homeister wolt eine gutte grunt legen der andacht, domit ılie seinen mit der zceit wurden bauen feste exempel, er hielt von den goben, dy ym@ hern und fursten mitteilten, zcum teil doctores, vorbinder, apoteker und sunderliche knechte, zcum andern hilt er dy bruder yn erlicher vorsorgung° mit allem, was yn not war, zcum dritten hilt er 100 woppener aber krigesknechte, und dy zcogen mit etlichen brüdern ausz und theten den heiden schaden und worden seer hoch geacht. Aus welchem quam es*, das welch furst heym tzogk adder starb und inen nicht ein testament hinder sich lies, dem dauchte ym nichst gut gethan haben. Die bruder dy hern und fursten, welche yn guts gethan hetten, yn ire register schriben. Im jar 1195 hilt her ein capittel zeu Ackers und satzte, ein itzlicher bruder solte beten tag und nacht 200 pater noster und ave Maris, czum ersten und zcum letzsten ein a) Codd. auf. Luc, Dav. 11 152: aus. b) e. vor «D. ©) mich D. dA) sm fett D. e) vorsörgenn D. 1) Eine ähnliche Geschichte erzählt Dusb. IV c. 33 (Ss. I 199) von Sa von Thüringen. Ihr scheint Girunau diese nachgebildet zu haben.
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135 glauben‘). Item domit sy behertste menner weren, solten sy keinen bart scheren, prister ausgenommen, item sy solten auff einem strosacke sehlafen, und der satzungen vil meer, von welchen man ym regel finden wirt, und am ende disses tractates vorschriben stehen. $ 4. Wy er eyn ernster man war gen die seynen. Und als dan disser homeister fur sich war ein gerechter man, wie er? dan begerte und sein wolde, begerte er dy seynen imb in dem zeu volgen und auch so zcu® sein. Under den brüdern, die lange zceit dem krige waren nachgezcogen, war einer, dem es nohen gingk, das ehr seinen willen nit gebrauchen mocht noch alder gewonheit, dan auff den der homeister ein sunderlich auge het. Nu war disser bruder ein sunderlicher liebhaber des heiligen sant Mertens. Disser bruder vil mal den willen hett urlaub zcu nehmen aus dem orden zcu zeihen, und doch dem homeister nit dorste da von sagen. Als er ym gantz vorgesetzt hette, er wolt darvon, erschein ym sant Merten und sprach: bruederlein, erger dich nit am ernsten gemuete deines prelaten. Es ist dir gantz seligk zcu leiden, wisse, das du dich solt seligen yn dissem hausse und under diessem prelaten und anders nit. Dein prelat ist der erst im orden und hot under ym vornunfftige menner. Er ist ernst, domit beweist er °, wie man sich gen menner und kinder halten soll, er tregt so ein ernst gemutte und grunt zcum orden, es werden sein mit der zceit im ordenn, die gar genugk leichtfertigk werden sein und dadurch alles, was gebauet ist, zeubrechen werden. Darumb hab gedult, wen du wirst in kurtzen tagen sterben, und vorschwant also. Disser dem homeister alles sagte, wie ym $. Merten gesagt hette yn seiner an- fechtung?). a) A am Rande. db) übergsschrieben in A. c) A ausgastrich. sich. d) sich statt sein D. 1) Auch hierüber lauten die Bestimmungen der Ordensstatuten, deren Satzungen Or. nach Gwtdünken auf die einzelnen Hochmeister vertheilt hat, anders, Vol, Schön- huk, das Ordensbuch der Brüder vom deutschen Hause S. I4. 2, Diese Erzählung scheint Dusb. III c. 12 Ss. I 59 nachgebildet zu sein,
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*ol. 582. 136 Capitel V. $ 1. Von helligen brudern; von eym, mit dem das bilde Christl rette. Zcu seiner zceit zcogk in den orden ein bannerherre* des geschlechts von Bleyenbach, wen disser als er wart von den heyden im heiligen lande gefangen, gelobte er in dem gefengkniss yn den Deutz- schen orden zcu zeihen, der do neu war* und gantz loeblich. Got halff ym wunderlich auss, und quam nach seym gelöbniss yn den orden. So war es do eine weise ym orden, das die brueder mochten balde gehorsam thuen ader mochten ein gantz iar gehen in vorsuchung. Disser gewan in der zceit seiner vorsuchung ein vordrissen, wen er muste seinen willen nit gebrauchen, darumb gingk er® ein mall yn die kirche vor das bilde Jhesu, wie es das creutze tregt auff den bergk Calvarie, und sprach: 0’ güttiger herre Jhesu, umb° gestrengigkeit des ordens kan ich im orden nicht bleiben, und vorgib mir dis, ich wil sust mein leben in der werlt umb° deinentwillen wogen, zcihende auff die heyden. Do sprach das bilde wunderlich: wirst du nit tragen dein creutze von gewande umb meinentwillen, wisse, so stirbest du fur den heiden, und mein creutz dir nit tröstlich ist, dan ich mochte meinen willen nicht haben, do ich es trugk, es war mir strenge. Gleich wie ich meinen willen nit mocht haben, alzo must du deinen willen auch nit haben. Nach dissem quam er zcu den andern brudern und saget es, wie es ym were widderfaren, vil waren ir, dy auch ein heimlich leiden hetten, sunder durch diesen wurden sy gebessert im orden und seiner gestrengigkeit mit freuden. 8 2. Von der bekerunge eines ubermuttigen mannes. In Osterreich wonte ein ritter, seer ein hochtragender man, und einer, der wenigk an got gedachte. Disser reit auff' eine zceit in eyner ‘ stat uber dy gasse, und ym begegnete ein prister mit dem hochwirdigen sacrament Jhesu. Disser thete ym aber keine ehre. Im kortzen quam er aber geritten, und der prister ym aber mit dem sacrament begegnete, vor welchem knyete sich das pfert nidder. Dys nam der ritter zcu hertzen und sprach: der synt mein pfert got seym hern dangkbarer « ist, dan ich, so befare ich mich in kortz grosser straff. Von stunden a) fehlt D. db) übergeschrieben in A. c) in D. d) wet D. co) m D. Nin der D. ©) er überg. A.
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137 . an zcogk er mit andern ins heilige landt und fant do den Deutzschen orden, in welchen tzogk er, und war seym orden ein nutzlicher man yn allen sachen der geistligkeit. $ 3. Von eym sunderlichen ritter entzcunt yn liebe gottes. Es war ein ritter und disser zcogk umb gottis willen yns *heilige *fol. 58b. Int. Als er nu weg solde, so Iys er seine kinder vor sich kommen und küssete sy alle gar freuntlich vil moll und segnete sy mit gar freuntlichen worten und sich yn zcumal beheglich stellete. Do sprachen säne mitgesellen: was hilfft es euch, das ir dy kinder so lib habet, so ir doch weg zeihet und sy Villeicht nymmer sehet. Darauff sprach er: war ist das, das ich sy liebe, idoch so ubergebe ich sy umb der liebe gottis willen gerne, dorumb segne ich sy zcum letzten, und tzog so weg. Welcher zcu Jherusalem vom homeister Deutzsches hausses den orden an sich nam und furte gar ein gestrenge leben seine tage, Mit ym zcogk ein bannerher von Plaubern, disser war seine lebens ein vorlossner mensch. Disser thet dem bischschoffe von Mentz in den guttern seiner kirchen mechtigen schaden, umb welcher sachen willen bien ehr yn in gantzen Deutzschen landen, sunder er treib das gespötte daraus und ye mehe und mehe jomer stiffte. Got der bekarte yn umb eins andern willen also. Er wolt eym hungerigen winthunde brot geben, sander der hunt wolde es nicht nehmen, die knechte gobens ym, und er nam es von yn. Der herre vorsuchte dis vil mal und befant, das die hande das brot nit wolden essen, welchs der herre hette yn der hant gehat, sunder sie lieffen vor dem brote wie vor schlegen. Der herre erkante is, wo her es queme, und vortrug sich mit dem bischoffe umb dy schaden und tzog gen Jherusalem und quam mit der zceit yn den orden Deutzsches hausses, und bruder Heinrich Walbod der homeister yn zca eym senescallo der ausreyttende bruder machte, die do wurden yn den streit widder dy heyden gesant. Capitel VI. $ 1. Vom dem erwelen des andern hoemeister, Im iar 1200 noch loblichem begengnis des hoemeisters, den mau yn so nante von allen Deutzschen ins gemein, dıe bruder zeu Ackers a) 1. fehlt D.
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*fol, 59. . 138 giugen yn ir capittel, und der preceptor und der prior vormanten sy, sy solten got vor augen haben und solten erwelen einen generalmeister, der sy nach gote mochte regiren, und geschag, das am tag Saneti Gregorii dy brüder alle eintrechtiglichen erwelten zeum generalmeister der bruder Deutzsches hausses des ordens sancete Marie des spitals von Jherusalem den erwirdigen Iruder und löblichen man Otto von Kerpyn. Disser war der geburt von Breme ein burger und ritterliches standes und war ein alt man von 80 iaren, aber nach gar gerürig und regirte yns 6. iar* *, nymant kan genug sagen, wie gar erbarlich® er geregiret hat und wy freuntlich eym iglichen war und seer vorhalten, wen er gar guttes rottes war, und darumb zcogk er mit yns felt und dy heyden ritterlich bestreit‘). Noch vielen kostlichen satzungen, dy er seym orden gemacht hot, wart er krangk und starb zcu Ackirs und leyt yn Sant Niclis kirche begraben?). Hic* Otto generalis magister 8 die swi magisterii obtulit capitulo suo sigillum oblongum tali eircum- scriptione : sigillum officii magisterialatus domus theutonice. In se autem habebat figuram seilicet azinum, super quem sedebat ymago virginis Marie in brachiis puerum gestans, antecedente Joseph cum baculo. Quod sigillum totus ordo servavit pro sigillo maiestatis et communitatis usque ad magistrum Fridericum primum, is suo sigillo genuino usus est?). $ 2. Exemplum von grosser gedult yn krangheyten zcu haben. Zeu seiner zceit quam in den orden zcu Jerusalem ein edelman des geschlechtes der von Czymmensteyn ym Priszka, wen er- war yus a) Hier folgt in D. im Text der weiter unten mitgetheilte lateinische Abschnitt ; dersalbe steht in A fol. 53b. am untern Rande, von derselben Hand: nuch Tuc. Dav. II 161. benutst ihn. b) erbarmlich D. l) Das Jahr und den Namen von Kerpen entnuhm Grunau dem Hochmeisterver- zeichniss Johann's von Posilge, Ss. r. Pr. III 389: den Tag der Wahl, seinen Geburts- ort und sein Alter hat er eigenmächtig hinzugesetzt, 2) Nach Dusb. I co. 3. Ss. I 30, 3) Das Siegel, welches Grunau hier beschreibt, war nicht das hochmeisterliche, sondern das des Landmeisters von Preussen, abgebildet bei Vossberg, Münzen und Siegel Taf. I. nr. 5, 6, 7. Die Umschrift lautet uber a. preceptoris domus s. Marie Theuton. i.$ Pruzia. Geführte wurde dies Siegel bis 1309. Friedrich von Sachsen seizle zuerst sein Familienwappen auf das llochmeistersiegel Vossbery I, c. X. Dass Otto am S. Tuye seines Meisterthuns eine Verfügung über rin Siegel erlassen, weiss nur Grunau ellein. Endlich usır das Hochmeistersiegel nicht „oblongum“ sımdern rund, Vossberg Taf. I. nr. 1—3.
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139 heilige laut gezcogen mit dem fursten von Baden. Disser, als er dynte ‘ am hoffe des keisers Heinriei VI *, war seer stoltz und hochtragende. Und disser auff ein zceit gar einen schonen scharlach neu het angezcogen und er gehet zeu mönchen uber die gasse mit andern gesellen, so quam ein gebauersman gefaren dy gasse lang yn follem drabe, und es war koltigk auff der gassen, in welchem draben besprengeten die pferde dissem edelman seinen neuen rock, darumb erzcornet er und heuet dem pauer einen fusz abe under dem knye. Dis wart geclagt, wart doch nichts doraus, man sagte, pauern solten vor edel ham bescheiden sein. Disser quam mit andern yns heilige lant und quam mit der zceit in den Deutzschen orden, in welchem er erlangte ein bose bein, an welchem kunt er? tag nach nacht keine ruhe haben. Doch danckte er alweg gote yn seyner krangkeit und sprach: bas, lieber herre got, bas, ich hab es wol vordint an dem armen paur, und dis werte 5 iar langk. In seiner krangkeit got offenbaret ym zcu truste vill dingk, wie es faren wurde im heiligen lande mit allen christen, und er saget es vielen, sunder man wolt es nit geleuben, wen sy meynten, er rette aus gebrochener vornunfft von der krangkeit, die er hett. $ 3. Von eym barmhertzigen bruder yn seyner zceit zcu Jherusalem. Ein bruder war im hauss zcu Jerusalem und disser dinte den krancken mit grosser barmherzeigkeit. Auff eine zceit als es seer kalt war, und die krancken alle geleget und gedackt hette und wol vorsorget, kgte er sich auch auff seinen strosack und dackte sich mit seym velum. Br war kaum warm worden, so kompt vor das spitall Christus der herre wie ein seer krancker man und begerte, man solt yn aufnemen. Im wichen er auff und nimpt yn eyn und legt yn auff sein bette und dackte yn mit seym mantel zeu mit fleisse und legte sich selber auff ein bancke. Im schlaffe erschyn ym Christus und sprach: dieweil du dein eigen bett hust ubergeben und dich yn kelde host auf eine harte banck geleget *und mich yn gestalt eins armen’menschen erquicket, sage ich dir zeu meine gnade. Dis zen eym zcechen findest du ein creutz auff deym® bet ligen. Er erwachte und laufft zeum bette und findet ein bilde Jhesu am creutze, und war clar wie dy sonne, welchs er auffnam 2) A 5 ausgesir. 6 darüber, b) ee. k. D. c) einem D. *fol.59b.
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140 mit andacht und es alweg zwischen den krancken aufm bette hielt, und dys nach eine gewonheit ist in yren spitalen solche creutze aufm bette zcu halden. Capitel VIL $ 1. Vom erwelen des dritten homeisters und seym regiment. Im jare 1207 quomen alle bruder des ordens, dy do solten sein, gen Ackirs und sie haben erwelt nach guitem vormanen eintrechtiglich zcu irem generalmeister der bruder Deutsches hausses des ordens sancte Marie des spitals von Jerusalem den edlen vehsten und gestrengen man bruder Hermannum I. Barth, und ist gewesen der geburt aus dem lande zcu Holtzsten, der konygin von Dennemarck amptman czu Lubecke, und darumb nennen yn vil der geburt von Lubecke, und regirte yns dritte iar‘). Er war lange zceit preceptor gewesen zcu Jerusalem, und als dy christen Tripolis dy stat stormeten, do wart er totlich gewunt und nit lange dormnach starb er zu Jerusalem und leit do in unser liben frauen kirch begraben?). Als disser meister sterben solde, do sas bey seinem bette bruder Iwan von Mollen sein diner und sprach: erwirdiger herre, wie mags umber’ ein gestalt haben, das die christenheit mit dem blutte Jhesu gestifft® und vor etlichen iaren durch seine glidmas erubert von den heyden, sunder itzunt dy heiden uberhant nemen, und dy christen, dy eins waren glaubens gein, von yn werden erwurget und vorstöret. Ab ein solchs auch umb got zou straffen steet. Der meister sprach: bruder, schau, das du dich nicht vorsundigest, yn dem das dich lest bedüncken, got gönne unbillich‘ den heyden das heilige lant vor den christen. Dan ein! man offt leidet die unlust in seim hausse vom hunde, das er wol straffet yn seinen erzcogenen kindern. War ist das, das dy heyden vordampte leut sein, idoch ist es zcu be- sorgen °, wo dy christen fridlich :weren und das heilige lant hetten, weren sie erger wen die heiden. Forderlich got mag bas gedulden die schande der heiden, wen den ungehorsam der christen. Alles, was do a) Imer D. b) gest. fehlt D. ce) billich AD. unb. in A am Rande. d) ce. fehlt D. e) versorgen D. 1) Grunau's Quelle wur wieder dus Hochmeisterverzeichniss Johaun's von Posilge, Ss, II. 389, das uber d Jahre ungiebt. Alles Uebrige sind eigene) Zuthaten. 2) Auch von ihm sagt Dusb. III c. 4., er sei in Accon begraben.
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141 geschit, es geschit warlich billich. So glaube ich das, so die gemeine gestrofft wirt, so erfordert es meyne sunde, wen ich der groste sunder bin, und starb darnach. $ 2. Wy disser man bekart wart wunderlich im gesichte. *Dieweil disser Herman ampman zcu Lubeke was, geschag es, das zcar zceit do ein mechtiger kalter winter war, do quam ein arme wittwe mit eym kinde, dy bat umb Marien willen, er wolt ir cin kleit geben. Auff die bette wart er zcornigk und sprach: an frembden hunden und an frembden kindern vorleust man muhe, kost und arbeit, und ging so weg. Es geschag, wie die witwe in kurtzen tagen wart todt im miste gefunden. Darumb wart er in einer nacht, entzeugt vor gottis gericht und wart gefragt von Christo: wer bistuP Er antwort: ich bin Herman . Baart ein amptman der konigyn von Dennemargk zcu Lubeke. Do fragte der richter: hast du auch ye eym menschen yn todes not vorsagt eyn almos? Ehe wan er aber antwort, do {rat das erfrorne kint vor den richter® und sprach: o rechter richter, ich bin das kint, das duch seine unbarmhertzigkeit zeum tode ist kommen, und als er es nicht straffen kunde, hot man yn gegeben dem engel des straffens, und her hat yn mechtiglich gegeyselt. In welchem rufft er Sant Thomas an seinen apostel; er sprach: es ist alles vorloren, was man thut undangk- baren leutten. Idoch ruffte er Mariam an, und sy was sein bürge, so er sich’ bessern würde. In solchem erwachte er und fulte alle streymen ©. Darumb im kortzen er urlaub nam? und thet‘ rechenschaft und ist gezeogen yn das heilige lant und quam mit der zceit in den orden Marie. $ 3. Von eym besessenen starcken manne ym orden. Es war ein ritter yn Westphalen seer ein starcker man und het dach nil ein leib darnach. Disser behilt alweg in allem stechen und thorniren den dangk, und vil es sich von dissem vorwunderten. Disse Stercke hette er so bekommen. Er het eyn rinck, yn welchem war ein geist, den seine mutter darinne beschlossen hette und ym gegeben, wen *fo]. 60a. sy war eine hynne prittynne aber phitanissa, die mit den geisten umben ging. Viel von den seinen rittens ym,ier solde sich namkundig machen und solte zeien yn das heilige lant, und er thet es. So gewan er eine av.d.r. fehlt D. d) sie D. c) a. sein stemen D. d)n. oe. u. D. e) fehlt D.
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*fol. 606. 142 liebe zeum Deutzschen orden und bat umb ir kleit, und sy nomen yn auf. In der stunden aber, als sy ym den mantel uberhingen, so brach das fingerleyn, und der geist wart frey. Do vorlor er alle seine stercke, die er unwissende hatte vom geiste, uber das hette er seine tage keine gesunde stunde. $ 4. Von messe hoeren ein exemplum. Zcu Hierusalenı wart geclit ein ritter aus Sachssen, disser het das vor eine gewonheit, das er alle tage pflag eine messe zcu hören. So geschag es, das die christen mit den heiden solten ein gemein feltschlon halden, zcu welchem disser auch* gefordert wart auff bestimpten tag. Als er nu am morgen reit mit seinen knechten nach der stelle, do man treffen solde, so quam er vor eine kirchen, da laut man zcu der messen, und er steig abe und horte die messe gantz aus, vor der messen legte her den helm ab auff dy erde, under der messen horte er, wie man vill mol auff den helm schlugk, und er vorwunderte sich, was das bedeute, und meynte, es wer der bose geist, der yn wol von seiner andacht vor- stören. Nach der miesscn nam er den helm yn die hant und beschauete yn und fant, wie er vil schlege het erliden. Idach satzte er sich auf sein pfert und? reit* mit den seinen zcu streite, und funden, das dy christen gewonnen heiten. Als aber die hern zcu hauff quomen, do lobten sy dissen ritter und sprachen: dang habet, und het ir nicht gethan, wir weren heut alle erschlagen? worden. Do sagte yn der ritter dy warbeit, wy es umb yn were, und sy erkanten, wie in seiner stat der engel gottis gestritten hette, und er tzog in den Dentzschen orden gote zeu lobe. Capitel VID. 8 1. Vom erweien des virden homeisters und seim regiment. Im iar 1210 am? pfinstabendt* quomen alle bruder des ordens, dy do solten sein, ken Ackirs, und doselbst im capitel ist erwelt worden eintrechtiglich der wolweise nıan, der des ordens senescallus war, zcu eym generalmeister der bruder Deutsches hausses des ordens sancte Marie des spitals von Jerusalem gekoren noch des ordens satzung‘ und beworung a in A am Rande. b) geachl, D.
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148 brader Hermannus Il von der Saltza der geburt ein edelman aus Meissen und er regirte 10 iar mit vielen betrübnis!). Er erlangete durch“ seine wesheit* furstliche begnadung vom keiser Friderico II, item er erlangete ein haus zu Venedie, item dergleichen auch in Deutzschen landen viel heusser, wen dy hern und fursten wusten der brüder togunt, und darumb goben sy yn hensser und vorschuffen gutter nach irem aus- kommen. Disser vorlor dy heuser ym heiligen lande und entquam mit 15 brüdern gen Rom zcum bobst Honorio III im iere 1213 und war nit lang zcu Rom, do starb Honorius III der bobst. Noch im wart babst Gregorius IX und disser nam yn auff, und auch wart ym angetragen und vorschriben Preusserland, von welchem alles wirdt gesaget werden. Nach vielem reisen und grosser muhe so wirt er tactus, als er wolt zcum keiser Friderico II zcihen, und kompt ken Baraletum und stirbt do und wart von den burgern und pristern erlich begraben?). $ 2. Von grosser barmhertzigkeit gottis exemplum. *Zcu dissein Hermanno quam graff Willibert von Dempseln und David vom Ritten, den wart in sunderheit yn andern stellen yn andern tagen ein solchs offenbar, das einer von dem andern nit wuste, dan do sy ym orden woren, sagt einer dem andern. Sy hetten beyde eeliche frauen und disse waren balerynne mit iren capellanen, die ire prister woren, das wusten dy hern wol und kunten doch mit fuge nichst darımbe thun, sunder beide wollen sy ire messe nit ‚hören, idoch ge- dachten sie, wie sie die prister wolten yn offenbarlich schendung gottis setzen. Sy goben eins vor, wie sie: eylende weg solten, darumb wolten sie vor messe hören, in welcher nacht dy hern eigen wusten, das sy mit iren frauen gesundiget hetten. Die prister umb vormerckunge willen dorfften nit neyn dorzcu sprechen, sunder sy gingen mit reulichem hertzeu hyn zeur kirchen. Als dy prister vor dy kirche quomen, so sahen dy herren wie 2 bose geiste mit yn gingen, und als sy yn die kirche traten, 2 engele mit yn gingen und stunden bey yn. Inder messe, als die prister die consecrirte hostia auffhuben, haben sy gesehen Christum aa) in A am Rande, fellt D. b) 3 in A übergeschr. c) s. fehlt D. 1) Johann von Posilge Hochmeisterverzeichniss Ss. 1/1 389, er regierte 30 Jahre, 2) Nur der Tod zu Barletta ist beglaubigt, Dusb. III ©. 5. und Joh. v. Pos, Ss. 117 389. Von hier un wird Grunau’s Chronologie der nächsten Hochmeister gänzlich verwärrt, *fol. 61a
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*fo]. 61 b. 144 den hern in der hostia, und sprach: mein fride* sey mit euch, lieben priester, euch geschee nach meiner gnade und nit noch neydischem hertzen. Nach der messe ein itzlicher her seinen prister fur sich nam und sagten yn alles, was sie gedacht, gesehen und gehort hetten, von welchem die prister bekart wurden, der eine ein cartheuser, der ander ein gro monch wart. Die hern aber lissen ire weiber sitzen und nomen zu Venedie an sich den Deutzschen orden von Hermanno dem general- meister, und er wart zcumol frolich, wen er pflag zcu sprechen: hertzlich gerne wolt ich ein auge entperen, das ich hette 12 ritterbrüder yn meinem orden, dy do stritten widder dy unglaubigen dy finde christener fromigkeit?). & 3. Von eym teuffelischen tantzen. Es quam auch in seinen orden zcu seinen tagen ein ritter genant Ruprecht von Sibeneicht ’, disser war ein leichtfertiger man und hilt wenig von gote. Eynsmals ym sontage, am welchem war sant Peters und sant Pawelstag, das volck mit andacht zcur vesper gingk, so richte disser auf der gassen ein tantz an. In solchem tantzen vil menschen vorhindert wurden von der vesper. Als nu der tantz auf dem beheg- ligsten war, so wurden dissem Ruprecht, der voran sprang, seine augen geöffent und sag, wie ym viel bose geiste vorsprungen, dergleichen zwischen etzlichem par ein par bose geiste waren und sust unzcelige auder meh. Als der tantz ein ende nam, so quomen alle bose geiste und danckten ym fur die freude, dy er yn gemacht hette. Dis an billich Ruprecht zeu* hertzen und sagte von stunden dem volcke, was er ge- sehen hette, und bat umb Marien willen, sie wolten ym ein solche ergerung und ursache der sunde vorgeben, und sprach: ich habe euch geergert, ich wil euch bessern, wist, der mich vorlisen wirt, der wirt mich finden czu Venedie under dem creutze, und tzog so weg und quam zcu Venedie zcu Hermanno, als er capittel hilt, und nam an sich mit vielen erenfesten mennern den Deutzachen orden. -a) Der fr. D, b) Subenricht D. 1) Dieser letzte Ausspruch nach Dusb. 1 c. 5, 88. 1 31.
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185 Capitel IX. Wy der orden das haus tzu Ackers vorlos. Als nu hern und fursten iren eren gelobnissen gnugk hetten gethan und hetten bestritten das heilige lant, zcogen sy heym und lissen ire knechte do und zeu eigeten dy stat Ackers den tempelhern zcu. % balt dis der soltan von Egipto horte, er auff und nam stat bey stat eyn, aus welchen die christen flogen gen Ackirs, wen sy die feste war, und sich do vorsammelten 18 tausent personen christen. Die christen nemen auff einen fride mit dem soldan auff 12 wochen, und er gab yn fride und auch hilt. Die christensoldener aber brochen yn und ritten tag bey tag aus auf des soldanen volck und nomen beute. Der soldan bet den tempelmeister, er solde die seinen darzcu halden, das sy fride hilten und ym nit ein ursach geben* ubel zeu ihun. Der tempelmeister sagte es dem volcke an, sunder nymant wolt ym volgen, wen sy sprochen, sy weren darumb do dy heiden zcu schwechen. Als der soldan nu sag den ubermut der cohristen, er gebot al seym volcke auff und brocht ein untzeliges® volck vor Ackirs und stormpte, in welchem gar mechtig vill heiden blieben, wen alle graben woren voll, und der soldan trat abe und ruhete sich. In solchem dy soldener in der stat ein cleglich morden anhuben. So quam auch der soldan und stormpte. So war bruder Beleginus meister der tempelhern an einem ende der stat und wart do geschossen under den rechten arın und starb, kegen dem spital S. Nicolai uber war bruder Herman generalmeister Deutsches hausses,‘) und bey ym uber 30 bruder irschossen wurden, und trat abe. Als nu sahen die weise menner, das kein gehorsam in der stat war, bruder Herman mit 15 seins ordens pristerbruder und etlichen tempelhern und sust personen fillen in der nacht heimlich in ein schiff und quomen mit eym gutten winde durch mancherley ferligkeit gen Brundusium im konigreich zcu Neapolis, Capitel X. 31. Wy der orden Deutsches hausses bey grosse gnade quam. Kegen Rom quam bruder Herman, sunder kunde lange nit fur- konımen, wen ehe dan Gregorius IX yn besitzung *quam, hette es vil *fol. 62a. a) ezu g. D. b) unseliges D. 1) Accon ‚fiel bekanntlich 1291. 0
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146 muhe. Nemlich der keiser Friderieus I[ ym und der kirchen mechtigen schaden thet. Im iar 1216 er wart vorgelossen und brachte seine sache selber vor und begerte eine underweissunge, wie er sich vort- mehe halden solde, synt sein haus zcu Ackirs von den heiden vorsturt were. Man gab ym ein antwort, man wolde* sich bedencken, is quam, das man ein consistorium hilt, vil cardinal gaben den rot, man sol die eristenheit nit uberladen mit orden, und dis war alles die meinung, das man ym nit gut war umb des keisers willen, so sy beide Dentscher nation® waren, einer sagte dis, der ander das, wie yn dauchte. Einer war under den cardinalen Ferrandus mit namen und disser sprach: Honorius III in got vorstorben sant mich etwan ein legatum yns heilige lant, in welchem ich von dissem meister horte sagen, wie er gar ein weiser und synreicher man sey, ich hoff, so ym bebstliche heiligkeit etwas befule, er wurde es mit frucht ausrichten. Auff das wort fillen alle cardinalen und sprachen: syntdem er so weyse ist, er bekere den unsinnigen menschen den keiser Fridericum, wen er thut den christen vil schaden. Dis gefil dem bobste wol, und forderte yn und beful ym diss, worde er is wol enden, man solde ym widder zeu dinste sein. Bruder Herman sich entschuldigte, wie er kunde. Es kan anders nit gesein, sprach der babst, wiltu hulff von uns haben, befleisse dich yn dissem, und stunden auff, bruder Herman seinen ge- {rauen yn Mariam satzte und schickte sich.') 3 2. Von dissem keyser und seiner zweitracht mit dem bobste. Fridrich war geborn von Heinrico VI von einer nonnen, dy do war gewesen des koniges tochter von Sicilia, disse! nam der keiser Heinrich mit urlaub des babstes, domit Sieilia ein rechten erben hette. Fridericus wart von® Honorio III gekronet und er gelobete do die christen yın heiligen lande zcu retten. Dis hilt er aber nit und wart darumb vom babste gebannen, und Gregorius der bobst sein nachkommer ym auch dreuete, und er wolt yn absetzen. So wirt disser zcornig und quam in Welsche lant und vorsturte Medyolan mit andern steten, sunder wart mechtig geschlagen vor Barma. Er schreib balt von Mentua yn Schwaben umb mehe volck. In der zceit quam bruder Herman a) solde D. b) bei der Deutschen n. D, c) er fehlt D. d) A disser. e) fehlt AD. 1) Diese fubelhafte Erzählung beruht nur auf Dusb. I c. 5., Hermam v. Salsı sei Vermittler zwischen Honorius III, und Friedrich II. gewesen.
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147 um keyser und mit dem keiser so vil rette, domit er sich gegen dem bobste demuttigete und bat es ym abe, und der keiser auff ein neues schwar, sunder er brach den eidt schemlich, wen er gelobete, er wolde in eigener person kem heiligen lande zeihen. Idoch thet ers nit, wen er wante sich auff dem wege und fur in Sicilien. Bruder Herman ar sein marschalgk und er quam mit seym schiffe gen Rodys, und als er ıymand vornam, quam er widder gen Anckona. Als dis der bobst horte, *satzte er Fridericum abe vom keiserthumb and vormaledeyte ya, und alle seine rechte und privilegia solten nichst sein. In welchem starb er auch von seinem eigenen sone getoedt und vom bosen geiste betrogen. $ 3. Von der begnadung des ordens vom keiser und vom bobste.') Dy weil bruder Herman mit dem keiser handelte, quomen ym die briffe vom herzcog Conrat aus der Masau uber Preussen, von welchem wirt gesagt werden im negsten tractat. Als nu der keiser und der tabst freunde woren, so wolten sie auch begoben iren mitler, dorumb bestate ym der keiser die aufftragunge des landes zeu Preussen, item er gab ym die privilegia der fursten von golde, von silber under seym und seiner nochkomlinge namen, item er mochte aus golde trincken und golt tragen, er möchte mit trometter reitten, er mochte ym lassen eredentzen in solchen furstlich knye bögen, ym heere ein furstlich bannyr lassen füren, er möchte mit rotem wachse sigeln, er möchte sich selber eren, das ist, wen sy sprechen und wir sagen, er mochte in seynen montzen, briffen, sigelen den titel schreiben, wir bruder N. von gottis gnaden etc. Er gab ym einen schilt von weisser farbe, durch welchen die lenge und die twer ein creutze gehet* von schwartzer farbe, durch welch creutze mitten inne ein gulden creutze gehet, an itzlichem ende ein weisse lilie auff einem grunen zeweyge, mitten yn den creutzen einen gulden schilt, yn welchem war ein schwartzer adeler, auff dem schilde einen tornirhelm mit koniglicher eron und mit fammen, weis, rot, gruen und bloe. Dyss, und wie er mochte ein recht setzen den seinen, wart ym, vorbullirt mit eim gulden sigell.?) Sunder a) g. fehlt D. 1) Grunau scheint die bekannte kaiserliche Schenkung über Preusssn von 1226 ge- kannt zu haben, benutzt sie freilich in seiner Weise, Neben ihr hut er in diesem Paragraph Dusb. I c. 5. Ende und das ihm bekannte Hochmeisterwappen im Auge. 2) An der Urkunde von 1228 khüngt in der That die goldene Bulle, s. Voigt, Gesch. Pr. II 167. n. 1. 10% *fol. 62b.
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148 diese freyheten viele homeister nit gebraucht haben, wy nıan es den ya yren briffen findet, idoch der homeister Conradus von Walrot nante sich erst von gots gnaden, itzunt gemeinlich alle, so sy sein geborn herrn. In sunderheit mag der homeister seine bruder, so sy profitiren, zcu ritter schlon. Und gab ym der keiser ein gross stucke von dem holtz des creutzes Christi, und dys war lange zcum Elbinge auf dem schlosse,') wo es aber itzunt ist, mag ich nit wissen. Welche privi- legia der bobst alle confirmirte und bestate. Capitel XI. 8 1. Von eym neuen hoemeister und seym capittel. Im iar 1221 auff trium regum wart ein capitel zu Venedie, yn welchem woren alle bruder, ausgenommen dy, dy man yn die Masau gesant hatte, und do wart erwelt in contraversis aber meh intrusus zeu *fol. 63. eyın generalmeister der bruder Deutzsches hauses des ordens Sancte* Marie des spitals von Jerusalem einer ımit namen bruder Ludowicus I von Queden.?) Von dissem setzet nichst Petrus Duszborg in seiner eronica, wen er war nit ordenlich erwelt und er lebte nit 43 wochen nach des capitels ausgange. Ag so vill spricht Petrus: noch den: abgange des seligen bruders Hermanni von der Salza wart einer Ludwich genant eingestossen, widder dissen appelirten dy Deutzschen und dy klugesten brüder auff ein neues capitell, idach starb er im abschieden der bruder.?) In disser erwelung hielten sich dy prister- bruder parteysch und eigensinnigk, darumb wart es vortmehe vor ein recht gehalten, das man dy prister nicht zcu lies zcu der electio, und ist gehalden worden bis an die zceit, do bruder Olbrecht marggraff von Francken erwelt wart, wen dissen erwelten Job von Resenborg, bischoff Guntherus von Samelant und bruder Wylhelm von Eysenburgk, und war ein electio, wie mir gesagt ist, per compromissum, und es mag wol sein. Idoch genossen es dy gnanten electores, wie gesagt wirt werden trac. XX, und ym elende beclagten sie es uber yn. In dissem capitel zcu Venedie wart geoffenbaret die vorelerung des regels, den 1) Dusb. I co, 5. Se, 1 31, r 2) Ludwig (von Queden) war niemals Hochmeister, sondern Vicelandmeister von Preussen im März 1250, Voigt, Cod, Pruss. I n. 84. u. 88. 3) Eine solche Stelle findet sich bei Dusburg nicht,
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149 der Deutzsche orden helt, welche von den: vorigen generalmeister yn iren capiteln zcu volkommenheit der brüder gesatzt? ist wurden und do durch Gregorium IX dem bobst bestat ist worden und den brudern geboten zou halten wie recht. 8 2: Wy der orden yn dy: 26 lar tzwene general hette von disser scisma halben. Zceu wissen ist von disser scisma, das zcu der zceit der orden in Franckreich, in Engelant, in Behmen, in Welsche lant grosse gutter hetten, in welchen landen auch im orden waren menner undeutzscher proche und guttes adels, dy dem orden ire gutter zeugefugt hetten, und sy woren auch vocales. Disse und die Deutzschen vocalen, das sein die kuerbruder, die den general zeu welen haben, im capitel zeu Venedie uneinst worden, wen dy undeutzschen erwelten bruder Ludo- wieum von Queden der geburt Metzir von Metis eins mittelmessigen adels, dy Deutzschen erwelten b. Heinricum ein graffen von Hoenloch grosses vormogens von freuntschafft, aber seer ein iunger man, idach hette er weise menner bey ym und yn volgte. Disser wolt es nicht angehen, wen dy stimmen woren gleich‘, sunder er wart gesterckt von den seinen, und er wolde nit weichen den undeutzschen brudern zen trotze und hilt sich vor einen general. Die undeutzschen trotzten yn auch und wolten ym nit obediren und sich auff ein neu general capitel beriffen die sache zcu erkennen, und dis wolten yn die Deutzschen b. nit zcusagen, den sie meinten, der titel des ordens wer vom Deutzschen namen. Sy wolten auch vor sy einen haben, der sy regirte, und tzogen yn solchem ergernis von einander*. Den Deutz- schen ampt b. dis allen nit gefil, und sy schulten auff die erweler, und der gemein hauff hilt, wy sie keinen general hetten. Idoch schreib sich b. Heinrich general. Nach vielem ergernis berufften die b. ein eapitel gen Trier und quomen und vormeinten sich mit den undeutz- sehen zcu voreinigen. Sunder sy quomen nit, wen allein durch iren lantpriorem protestirten sy dis“ , synt dem mall sy nicht hetten wollen ' aufnemen ire electio ym capitel zeu Venedie, so musten sy gedencken, wy sie dem orden nit gut genugk weren, und wolten ein solches lassen erkennen den bobst und sonst? sein consistorium, und tzogen aber so von einander yn ergernis, und quam, wie noch die Deutschen b. under sich uneynst wurden und machten ein capitel und satzten dissen b. e); der AD. b) gesagt D. c) y.d. fehlt D. d)gl, fehlt D, a) in dis D. f) wolten AD. © n. Schlt A. *fol.63b. .
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150 Heinricum abe und machten Popponem zcu einem general, und disser war nit lange, und machten einen anderu. Dennoch wolt gleichwol b. Heinrich nit weichen, den er wart vorhalten auch von b. grosses adels und vom lant zeu Preussen und Leifflant fur ein hoemeister, bis also lange der bobst durch antragen der b. in Frangkreich vorschuff ein general capitell allen brudern, wes landes sy weren, man solte er- fragen, wer b. Heinrich uber das halbe teil der erweler erwelt, er solte bleiben, wer er aber? ag vom halbe teil erwelt, er aolde sein ammacht reumen, und man soll yn' nit auf das moll, sundern ein andern erwelen. Domit armen undertbanen nit zcu kortz geschege, hette er was von begnadung imants gegeben mit willen seiner mit- gebittiger, is solte feste bleiben und wie ein recht gehalten‘), und dys aus volkomner gewalt des stuls zen Rom und seines amptes, und dis muste b. Heinrich angehn. Dornach quamen dy brüder alle widder ‘ zeur einigkeit yn eym capitel und sy auch approbirten in krafft ires ordens, was dy general yn disser sciama underthanen vor begnadung gethan hetten, so is mit willen der ander amtbruder gescheen were, und man satzte° b. Heinricum von Hoenloch uff Mergenthum zcu eym lantkomptor, und er vorzceig sich auch seiner homeistereye unde schwur ane eine gemeine kure des capittels das ammacht generalatus nit antzunemen, und quam, wy er auff seine alten tage widder wart erwelt, wie gesagt wirt werden. $ 3. Wy do lautet der prologus ader vorrede ym regel. Vom Lateyn in Deutsch gewandelt laut er also:?) wir lesen ym alten gesetz, das der heilige Abraham der grosse prophet und patriarch mit eym streit erloste Loth seins brudern son durch hulffe der glöbigen a) vorstift D. b) um Rande A. c) fehlt D. d) fehlt D. ce, sagte D. 1) Aus diesem Pussus ist ersichtlich, woher Grunuu den Hochmeister Heinrich von Ilohenlohe, den seine Quellen Dusburg und Johann von Posilge nicht kennen, ani- lehnte; aus der Ilandfeste von Elbing, die dieser 1246 ausstelle. Ausserdem hat er vielleicht etwas von dem Rücktritt Gerhard’s v. Malberg, 1244, gehört und schmisder nun aus diesen beiden, in seinen übrigen Quellen nicht befindlichen Nachrichten das abenteuerliche Märchen von der streiiigen Wahl zu Venedig 1221. Dem Versuch Bender’s in der Ermländ. Zeitschr. II 208. 209, dieser Stelle einen historischen Korn abgewinnen zu wollen, kann man schwerlich beistimmen. 2) Hennig, D. Statuten des Deutschen Ordens S, 33.
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151 von dem gefenguis der heyden, do erhub sich erst ritterschaft ym rechten glauben durch den heiligen geist eingegeben zcu eym exermpel zukonfftiger dinge yn christlicher kirchen sie zcu beschirmen*, von welchem sie billich solt yn begnadung erfreuet werden. Disse ritter- schafft ist darumb erfunden und wird gehalden, das sie straffen sal dy vorachtung der unglaubigen auf das kreutze Jhesu, das sy fechten sollen ym heiligen lande, domit es den christen wurde underthenig'). Sancto Johan ist geoffenbart ym gesichte eine himmelische ritterschaft der gutten engel streittende widder die bösen, und bedeutet, wie disse ritbersohaft yn christlicher kirchen sal haben das begir dy unglaubigen, dy do gedencken auff das vorterbnis christlichen glaubens, zeu schwechen durch steten krieg. Dis ist eyne figur im Moyse und Josue, dy durch streitte schwecheten dy feinde des volekes von Israhel. Der heilig koning David von got erkorn und gesalbet disse sunderliche ritter hette, dy ag auff yn sahen, und dys ist ein antzeigen, wie disse ritter- schafft solte ein auge haben auf das haupt christlicher kirche. Man findet auch dy loeblichen streitte der Machebeyer, das sy stritten mit den heiden®), welche sy zewingen wolten, das sy theten wider dy ge- sotze des lebendigen gottes. Dy seligen Machabeyer war ire starcke hofnung zcu gotte, nomen sie uberhant zcu gottis ere, sie reinigkten befleckte stelle von den heiden und machten fride ym lande. Dissen streiten und ritterschaft hot gevolget gestrengiglich der selige orden Deutsches ordens Sancte Marie von Jerusalem ires spitals und sy ge- zeiret mit manchem glide, die do streiter sein gewesen der libe der e des neuen gesetzs, umb ires vaterlandes willen vil mal die feinde Jhesu mit der rechten hant gottis uberwonnen. Sy sein auch dy, dy ans sunderlicher milden guttigkeit yn ir spitall die krancken auffnemen umb gottis willen. Under dissen glidern auch prister sein, dy gar ein seligen stant haben, den sy ire leyebrüder in der ritterschaft bekommert vormanen und underweisen den regel und ire statuten zeu halden und sy vorsorgen mit den heiligen sacramenten. So aber die leybruder zeum streitte sollen zeihen, sollen sy dy pristerbruder vor- manen und ansagen°), wie Christus der herre am creutze widder finde hat gestritten. Welche vormanung und alle ir ding sollen sie vor- brengen yn einem senffimuttigen geiste. Synt dem aber das disser orden sich erbeut zcu einem gemeinen nutz christlicher kirchen, haben yn angesehen vil heiliger bebste mit frölichen augen, und durch hern Heinriei des keisers‘) von allen fursten ym heiligen lande streittende 1) Hennig S. 34. 2) Hennig S, 35. 8) Hemiy S. 36. 4) Hennig S. 32. *fol, 64a.
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*fol. 64b. 152 an yn geschrebene vorschrifft von Celestino ist bestat wurden, und mit vielen privilegien begnadet ist wurden und erleucht. 8 4. Wie disse regel in drey stuck geteilt wirt. Disse!) regel wirt geteilt in drey stucke, das erste stücke ist von den dingen, dorauff ein iglich geistlich orden fundirt ist, das ander ist von den spitalen, das dritte ist, was die brüder haben sollen, die in dissem orden sein wellenn. Am ersten stucke hangen 3 ander stucke, das erst, was man* bedarff zoum glöbnys, das ander, wy man ınag haben gutter yn der gemein zeu besitzen, das dritte ist von den freyheiten dyses ordens, und man leutten zou recht stehen sal, die die brüder ya anspruch® haben. Das ander stücke dieses regels wirt geteilt in 4 capitel, das erste, yn welchem hausse man spitall haben sal, das ander, wie man dy krancken aufnemen sal, das dritte, wie man der krancken warten sel, das vierde, wie ınan bitter umb almos aussenden sal. Das dritte hauptstucke ist, was die bruder halten sollen und von gottis dinst, wy offte sie sich berichten sollen, wie sie beten sollen vor die lebendigen und die toden, von den kleidern, von der scherung, von den essen, wy man almos geben sal, von dem fasten, von der collacio, vom redehause, vom silencio, wie man briffe senden und auffnemen sal, von dem vorschlissen, von den dingen, die zcum streitte horen, von den krancken brüdern, wie freuntlich die brüder leben sollen, von der ladunge der bruder zeum rate,°) von den brudern die ausreitten, von dem vorsuchiar der, dy do in den orden wellen, wie man junge knaben aufnemen sal, wie man frauen yn dinst weyse ınitten? mag zcum hause, von den, die im hause dinen umb gottis willen adder umb gelt, von der sorgkfeldigkeit des meisters umb die brüder, von brüderlicher warnunge under einander, und wie sie sich be- elagen mögen, von der brueder bues, von der stetigkeit des 'regels zou halten. 2 a) ansprung D. b) mit den D, 1) Hennig 5. 39. 2) Henmig S. 40,
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153 Capitel XII $ 1. Von dem ersten hauptstuck dises regels.') Drey ding sein, dorauf ein iglich orden fundirt wirt, welche geschriben sein in eym iglichen regel. Das erste ist das gelübde der ewigen keuscheit, das ander vorsachung eigens willens und gehorsam zu sein bis in den tot, das dritte ist glöbnis des armuts, als das nymands, der im orden wil sein, in eigenschaft lebe. Disse drey dinge machen ein menschen got gleich mit der reinigkeit an seym leibe, wit der armut yn seiner geburt, wen er do wart yn arme,tuchelein gewunden °, in welchem armut er stete bleib bis an den tot, do er nacket am creutse hingk.”) Es war auch geborsam got" seinem vater bis in den tot und er gebenedeyete dy gehorsame an ym selber, do er sprach, und Lucas bezceugt: ich bin nit gekommen zou thun meinen willen, sunder den willen gottis meines vaters, und darumb ging er nit Marien und Joseph von Jerusalem und war yn gehorsam. Disso 3 ding 'bleiben also stete als keuscheit, armut und gehorsam, domit auch kein generalmeister kein bruder mag urlob geben, das er eins von den dreyen stucken mag brechen, wen so eines gebrochen wirt, so ist alles gebrochen. 8 2. Wy dy bruder mogen haben yn der gemeln.?) Dy brüder mogen gutter besitzen umb grosser kost willen, dy man bedarff umb der leutte wille zcum spitell der krancken* und der armen, beweglich und unbeweglich yn einem gemeinen namen ires ordens und ires capitels, und synt dem mol auch grosse kost auff Titterschaft gehet, so mogen sie haben lande, acker, weingarten, mülen, schlosser, festen, pfarren, capellen, zcehende, und die dissem gleich synt,*) als an iren privilegien geschriben stat, und sy mugen auch haben man und weib zeu eigen mit ewigem rechte. a) gewindelt D. b) fehlt D. s 1) Hemig 8.40. 1. 2%) Hennig S. 41. 3) Hemig 5. 41. I. 4) Hamig 42, *fol. 658
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154 8 3. Wiewol dy bruder frey‘ saln sollen, sy gleichwol recht werden andern.‘) Sint dem ein itzlich geistlich orden von privilegien yn der kirchen sich hat zeu freyen, wen er aus werltlichem> gerichte genomen ist, so ist dis dach billich, das dy brüder disses orden in bobstlicher beschirmung stets ruhen, aus des gnade sollen sy zcu rechte stehen, so sy mit imant handel haben auff mittel personen und den schyen ‘ ires anssproches, idoch den privilegien an: schaden. 8 4. In welchen heusern man hospitalla haben sal vor krancke leutt.®) So dan disser orden meh namen hot vom spitall, dan von ritter- schafft, so welle wir, das ym obersten hausse, ader wo der general- meister mit rate seines capitels es setzen wirt, sol man ein apital halden vor arme leutte. Quem es aber, das ein gebauet spitall mit zcinsern man dem orden ufftruge, mit des provineial nach rote der eldesten bruder so lossen, ab es dunckt geroten sein. In den heusern aber des ordens, do von anbegyn nit spitalia sein, do sal man keine bauen an des generalmeisters urlaub. $ 5. Wy man dy krancken entpfangen sal yn spytal.?) So der krancke kommen ist, furet man yn auf die stelle, do er ruhen sal. Er sal zcum ersten beichten, so er es thun kan und hat ein beichtvater, und wil ers nicht thun, ıan sal yn nit uffnemen. Hot der krancke gelt bey ym, der spittelmeister sal es zcu ym nemen und is beschreiben yn ansehen zceugwirdiger leutt. Domach sal er yn vormanen, ab er von dem gelde was umb gottis willen vor seine sele setzen welde, und wie es denne ordeniret der krancke, so sal man 639 halten. So aber der krancke gesunt wurde, man sal ym sein gelt widdergeben und nichst von ym nemen.‘) a) gleich D. b) AD wertlich. c) schies (?) D. d) fehlt D. 1) Hennig 5, 42. II], 2%) Hemig S. 43 IV, 3) Hennig S. 43. V. 4) Der Schlusssatz fehlt bei Hennig S. 43 V, ebenso bei Schönhwh Ordensbuch S, II V.
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156. $ 6. Wy man der krancken warten sal ym spytal.‘) So man den krancken nympt yn das spitall, so sal der spitler nach seiner bescheidenheit mercken, was dem krancken notturftig sey zcu seiner krangheit, welchs sal er schicken und yms geben. Im obersten hause sal sein ein artzt, noch des* rot? sollen yn allen heusern ertzte und apoteken sejn und dyss* nach vormoge des hausses. Man sal der krancken warten mit mildigkeit. Im sontage sal man in zum wenigsten lassen lesan die epistel und das ewangelium und sy mit weywasser besprengen. Essen sal man yn zcu gewonlicher zceit geben. Mit dissen allen magk man es halden noch dem willen des provincial adder komptor. In allen spitalen sal man sich befleissen, das man den krancken kein licht lasse gebrechen? ?) bey nachtes zceit. Zeu welcher zceit dy krancken des tagessterben, mag man sy bald begraben, sterben sy aber nach undergange der sonnen, man sal sy begraben yn prime zceit des morgens.®) Wir wolten auch, das man das festiglich halte, wo spitalia sein, welchem bruder es von meister befohlen wirt, oder wem gewalt doruber geben ist von ym, das derselbige mit demut und mit liebe inen vorsorge leib und sele. Welche komptores mit den krancken vorseumlich ist, sal man yn noch mannigfaldigkeit der schult und vorseumnis hertiglich bussen noch des provincial ader generalmeisters erkentnis. Dy brüder, dy den krancken dinen, sollen sein barmhertzig und demuttig, welchs sie zeum ersten geloben, so sie dissen orden annehmen und dornach ritterschafft zeu halten. 8 7. Wy man bitter umbschicken sol almosz zcu nemen.°) Sint dem mal vil uf krancken gehet, von privilegia disses ordens mag man umbschicken zcu bitten almos gutter leutte tzum 'spitall und yn vorkundigen den ablas Honorii III*) dorezu gegeben, und dy bittere sollen also geistlich leben under dem volcke, domit sich nymant an yn erger, das so das opfer gottis fur die krancken mocht vorhindert werden, wy ethwan gescheen ist Heli und seinen sonen. Disse lissen mit gewalt nemen von opfer gottis, an welchem sich viele s) in A am Rande, D rots. db) Codd, gebrauchen. Stat. gebrechen. *fol.65b. 1) Hennig S. 44. VI. 2) Hemiy S, 45. VI. 3) Hemig S. 46. VII. 4) In den Statuten VII, steht nur: des babates.
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*fol 66a. 156 ergerten des volcks von Israhel. Darumb die bittere des almos sollen nit mit frevell, sunder mit demuttigen worten das alınos erbitten. Capitel xIM. $ 1. Das dritte hauptstucke Ist vom dinste gottis.') Zeu allen horas canonicas so wol in der nacht als im tag sollen zcusampne kommen dy leybrudere so wol als dy priesterbrüder. Dy prister sollen singen und lesen, wy es yn dem orden geschriben stat, dy leybrüder, sy sein gegenwertig aber nit, sollen vor die metten sprechen 13 pater noster, vor dy andere als prime, tercie, sexte, none vor ein itzliche 7 pater noster, vor dy vesper 9 pater noster und vor dy complet 7 pater noster sprechen. Dy selbige zcal der pater noster sollen sy* auch halten vor dy gezceiten unser liben frauen. Wer es aber sach, das dye* leybruder gelart weren, mögen mit urlob ires kompters offentlich singen mit den pristern die gezceiten, und so dy gesungen habeu, der vater unser sy nit sprechen dörffen. Dy bruder aber, die mit iren ammachten bekömmert under den gezceiten, dy ımogen do aussen bleiben und auch von collacio, sust nit, in der metten, so man hot gesungen das invitatorium und den hymnus, sollen sy sitzen gehen, zcum ewangelio aber und lausgesange sollen dy gesunden bruder stehen. So man singet gloria patri, sy stehen aber sitzen adder knyhen, gesunt und kranck sollen sich neygen, bis man gesungen hot: et spiritui sanctoe. So dy bruder ym chore stehen, nymant sal sie vorstören yn yrer andacht, es sey durch welcherley weise es sey, den was sy mit dem munde reden, das sellen sy auch im hertzen mit gedancken tragen. 8 2. Wy offte ey sich berichten sollen.®) Synt dem Christus der her spricht im ewangelio: wer mein fleisch isset und mein blut trincket, der bleibet in mir und ich yn yım und sieth nymer den tod, so setze wir, das alle brüder disses ordens 7 nal a sich D. 1) Hemig S. 47. VIII. 9) Hemig S, 48. IX.
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157 im jare sollen zeu yn nemen den leichnam Jhasu, das ist im grünen donnerstage, im ostertage, im pfingstage, im tage der himmelfert Marie, im tage aller heiligen, im tage der geburt Jhesu und im tage zu lichtmessen. Auswendigk dissen tagen wil sich imant berichten, er nome urlaub darzcu. 8 3. Wie man beten sal vor dy lebende und toden.‘) Dy bruder sollen mit fleisse gedencken, das man den toden, dy itzunt yn gottis gericht sein, zcu hülffe komme und unvorzeuglich man yn bezcale, was man vor sy schuldig ist zcu thuen. Darumb setze wir, wie ein iglicher pristerbruder vor ein kegenwertigen toden thu, wie im breviario des ordens ist geschrieben, und der leybruder sal sprechen 100 paternoster, so der tode aus seym convent ist, ist aber der tode aus frembdem hausse, gleichwol do her heym hort, vor yn sollen bitten. Vor alle brüder allenthalben vorscheiden sal man sprechen teglich 15 pater noster, vor alle halbbrueder und woltheter des ordens der pristerbruder ym iar sal lesen 10 messen. Ist er aber geweyhet und uit prister, er sal beten 3 psalteria vor die toden. Dergleichen die leybruder vor alle disse sollen sprechen teglich 30 pater noster mit dem bescheide, sy mögen sy sprechen, wen sy konnen ym tage. In?) welchem hausse ein bruder stirbt, sein beste kleit sal man geben umb gottis willen und eym armen menschen dy speise und trangk 40 tage lang nach der weise, wie es wirt gegeben im refectorio, wen almos freiet vom tode und hilft aus der .pein, sust dorft man kein begengnisz im iare. & 4.* Von der cleydung der bruder ym orden.°) Dy bruder yn dissem orden mögen tragen leynen kleyder, hemde, niddercleit, hose, bette und leylachen. Dy kleider, dy sie auswendig tragen, dy sollen sein von einer geistlichen farben, ane das dy ritter- brader weise mentel tragen czu eym zceichen der ritterschaft, nemlich ire kleider nit mit frembder farbe gesundert von der bruder kleider‘). ı)soD. 1) Hemig S. 49. X, 2) Hemig S. 51. XII. 3) Hemig S. 51. XI, 4) Hemig S, 52. *fol. 66b.
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158 Wir setzen, das ein itzlicher bruder amı mantel, an der kappen, an dem wopenrook ein schwartz creutze trage, bey welchen man yn? er- kennet. Kursen, peltoze und deckelacken sollen sein von schaffen addir tzigen. Schu sollen sie tragen ane schnfire und schnebele. Dy brüder, den do sein befolen dy kleider und schu zcu geben, dy be- fleissen sich, domit die brüder ire cleyder und schu haben zcu be- quemer zceit, und das sy nit zeu lang und zceu kortz sein und wol weit auss und an zcu zciehen. Sy sollen sich lassen genugen an einem " strosack, einem hauptpfoel, eym kossen, eym leylach, unden eins und oben eins mit einer decken. Idach der generalmeister mag mit dissen dingen nach eigenschafft der personen und kelde der lande dispensiren. Dys duncket uns billich sein, welch bruder was neues aufnimpt, das er das alde widdergebe, und man es armen leutten mitteteyle. Welcher bruder mit ungestimmigkeit dornach stehet, das er schoner kleider, harnisch oder ros welle vor eym andern haben,') der mercke sich selber, wy sein gemut unerlich ist, der mit schonen kleidern eusserlich den lentten wil wolgefallen. Sint dem mol die prister yn der welt sollen zeuchtige röcke tragen, so ist es billich das, das sy im orden ire röcke vorne zeu tragen sollen, wy denne alle geistliche personen an yn tragen. $ 5. Von dem bescheren der bruder ym orden.?) Alle brüäder sollen ir har geschoren haben beyde hinden und vorne, wie geistlichen und ordenlichen leuten angehört, ane dy berte und grauen. Dy prister sollen nit eine kleine platte adir scherung haben, sunder wie es geistlichen leutten zeimet. Dach sollen sy den bart scheren umb des sacraments willen, wen sy messe mussen lesen. 8 6. Von essen der bruder yn dissem orden.?) So die bruder essen gehen, und das benedicite gesprochen wirt von den prister noch gewonheit des ordens, die leybrüder ein pater noster sollen sprechen und ave Maria und sollen nemen dy speise ein gobe gottis noch vormogen des hausses. Allen brüdern disses ordens a) sy übergeschr. in A sie in D. b) in A am Rande, 1) Hemig 8, 53. 9) Hennig 8. 53. XIII. 8) Hemig S. 54. XV,
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159 ist nachgelassen, das sy '3:tage: yn der woerlen mögen fleisch essen, am sontage, am dinstage, am donnerstage, so es czymlich ist. In den andern tagen sollen sy essen, was man vormagk*. Am freytage sollen sy essen fastelspeyse, an welchem tage der ohristagk kompt, wer es och am freitage, mögen sy fleisch essen umb freude willen des festes. Im essen sal einer auf den andern nit sehen, sunder auff seine schossel, würde eym mehe wen dem andern geben, sollen sy darumb nit zeomig sein, dan es ist villeicht eym andern nöter, wer aber nit not hot, der dancke got. Sunderlich fasten und abstinencia, die do merglich ist, welche dy gemeine nicht* hot, sol man meyden. In unsern heusern sollen 2 brüder aus einer schössel essen, dy pulmentaria ausgenomen, und ein iglicher sal haben eine sunderliche kanne, doraus er trincket. In welchem convent seint 12 brüder, der 13. der komptor ist, wen sy essen, sal man yn zcu tissche lesen, und dys sollen dy brüder mit fleis anhören, und dy weile sie essen, sollen sie schweigen. Idach so es not tete, mögen sy es heimlich mit kortzen worten den dinern sagen. In den heussern aber, do nit ein gantz convent ist, und zeu tische keine lectio haben, die sollen gleichwol undrem essen schweigen, es were denne sache, das der komptor umb der geste wille urlob gebe zcu reden. Die brüder sollen ane not nit auffstehn vom tische, und so sy ire gescheffte haben ausgericht, sollen sy widder nidder sitzen. So das essen gescheen, sollen die prister got dancken noch gewonheit, dy leybräder sollen sprechen 2 pater noster und 2 ave Maria. In allen heusern sollen dy brüder gehen mit dem gracias yn dy kirche adir sust yn eine stelle vom komptor eingesatzt. Was uber bleibt vom essen, sall man armen leutten umb gottis willen geben. 8 7. Von almos geben ym orden.‘) Es ist heilsammig 'erfunden ym rate der barmaherzoigkeit, das die bruder in allen heussern ires ordens, da sy kirchen ader capellen han, das 10. brot, das yn irem hausse gebacken wirt®, geben sy das umb gottis willen armen personen, wolten sie aber nit solchen 10. geben, sollen sy dovor 3 mal yn der wochen ein gemein almos vielen anstellen. a) n. am Rande A, b) ist D, —— 1) Hamig 5. 56. XV. “fol. 67a.
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*fol.67b. 160 8 8. Vom fasten der bruder.‘) Am nehsten sontag vor Sant Merten bis zcu weinachten, so man 7 wochen hot bis zeu ostern, den abent zeu lichtmessen, Sant Matthias abent, Sant Mertenstag, er queme denne am sontage, drey tage in der ereutzwoche, den pfingstabent, Sant Philip Jacobi, Sant Johannis ba- ptiste, Sant Petri und Pauli, Sant Jacobi, Sant Laurencii, unser frauen himmelfart, Bartholomei, Matthei, Simonis und Jude, allerheiligen abent, Sant Andres, Sant Thomas, dy quattemper des gantzen iares, alle freitage von ostern bis vor alle heiligen die bruder mogen zwir essen ?, wer es aber ein ergerniss des gemeinen volckes, der provincial mag es* abelegen. Welch abent auff ein sontag gefelt, den sal man fasten am sonnabende. 8 9. Von der collacio der bruder.?) So die brüder fasten, so sal man collacio halden, so man abir zewir ist, so sal man nit collacio halten, es wer den sache, das es der komptor gebe. Im tage so man collacio gibt, noch der vesper vor der complet sollen dy brüder ym® refectorium zcusampne kommen und sollen® mit dancke auffnemen, was man yn do gibt. So dannen under andern geistlichen personen under der collacio ein lectio geschiet und die mit schweigen wirt angehort, so wollen wir, das unsere brüder ane lectien auch stille schweigen. So dy collacio geendet ist, sal man nach dem gegeben zceichen auffstehen und mit einer processio zcur complet gehen. 8 10. Vom silencio ader schweigen der bruder.®) Dy brüder sollen ir schweigen halden von der complet bis nach prime des? andern tages, is were denne sache, das es die not ires amptes erforderte, das sy reden musten von wegen der bewarunge irer pferde, ires harnisch, und was yn befolen ist, umb welcher willen sy mit iren kmechten und ander leutten mögen reden, idoch mit kortzen worten, in der not der dyberey ader feuer und der gleichen ausge- a) wir (!) essen D. b) Ins D. co) soı D. d) das D. 1) Hemig S. 56. XVII, 2%) Hemig S, 57. XVIN, 8) Hennig 5, 59. XX.
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161 ummen. Wer kber sein schweigen bricht, der spreche ein at noster, are Maria, wen er schlaffen geht. 8 11. Vom schlaffhausse der bruder.') Dy gesunden bruder sollen alle schlaffen an einer stelle, mag es bequeme sein, is wer dan sache, das es der komptor umb sachen willen anders vorschueffe. So sy schlaffen, sollen sy gegort sein uber ire henibde und ligen yn iren niddercleyten und sollen haben hosen nach * gewonheit geistlicher leutte, und uber alle sal ein iglicher alleine ligen, es kunde den nit gesein. In der stelle, do der meiste hauffe der brueder leit, sal bornen ein liecht. $ 12. Von briffe senden ımd entpfangen.?) Wir setzen, das kein bruder briffe sende ader lese, der ym gesant irt, an des komptors urlaub, vor welchem sall man den briff lesen, der do kommen ist aber weg sal, ausgenommen die bruder, die von ammachten eingesigel haben. & 13. Vom nemen und geben der bruder.?) Alles was dy bruder mit iren henden machen von holtze, das mögen sy vorgeben und ein solchs auffnemen ane urlob und anders nichst, wirt aber imande etwas gegeben zen eigenem nutz, sal er nit behalden an des komptors urlob, in des gewalt dy gobe ist, yme ader eym andern zcu geben angesehen notturft der personen. a) nocht D. 1) Hennig S. 58. XIX. 2) Hemig 9. 59. XXI. 3) Hennig S, 60. XXN. 1
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*fo], 68a. 162 $ 14. Von den schlossel und beschligsen.') *Geistliche leute, weil sie sollen meiden alles laster der sigen- schafft, so wollen wir, das die brüder in dissem orden nit sollen haben schlossel ader schlos an kameren, an tischen, an laden, an kasten, ausgenommen die bruder, dy do ausreiten, und die ammacht- brüder umb sicherheit willen. Capitel XIV. 8 1. Von den dingen, die de hören zcur ritterschaft.?) Der sint disser orden erhaben ist vun der ritterschaft widder dy finde des kreutzes® Christi und seines glaubens, und so man denne noch gewonheit vieler lande mus wopen zcum streitten haben, so befelen wir den brudern durch disse schrift, das sy sich befleissen pferde, harnisch, knechte und gewer zeu haben, domit sie bewart sein, und man bestimme eine zceit mit rate der clugesten brüder und eine weise, wenne, wu und auff welche mau streitten soll. So aber ein schade wer zcu besorgen, so mögen die geringsten brüder ir not an- sehen und sioh weren in gottes namen. Es sal in allen ritterlichen sachen der brüder an zcömen, sateln, wopen, und wie es denne möchte genant sein, kein geschmock nach werltlicher® eitelgkeit: gefunden werden, sunder ir gewer sallen sein schlecht und feste. Het ein bruder ein pfert, harnisch oder was es denne were, und sein oberster yms neme uns(!) es eym andern gebe, er sal es ane widderrede faren lassen und in? seinen willen und vorsichtigkeit alle ding sal setzen. 8 2. Von dem wiltjagen der ritterbruder.°) Die bruder sollen nit jagt auff wilpret pflegen noch federspil haben, haben sy aber gutter yn fridsamen landen, und grosse welde sein, nachdem den® gros nutz an fellen unnd fleissche der wilden thire leit, mögen sy jeger haben und mögen mit yn reiten sy zcube- schirmen vor bösen leuten. Sy sollen aber yn solchen nit wilt suchen a) krleges!' D. db) AD wertlicher. c) eiligkeit D. d) A übergeschr. e) der D. 1) Hemig 8,60. XXIII, 2) Hemig S.61. XXIV. 8) Hensig 8,69, XXV.
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168 aber hetzen, idgch erloben wir yn ya dem iren, das,sje mögen wolffe, Iyıtzen, beren, lewen nit umb kortzweil, sunder umb nutz willen armer leutte fangen. Auch mögen sy wol vogel Schissen umb ubunge willen auff ire finde. Bl, Zu 8 3. Vom den krancken brudern.') Man sal gutten fleis haben auff krancke bräder und einen von den brüdern bestellen, der auffmercke, was dem kranoken not thut, sal ym nach vormögen des hansses und artzes vorschaffen, was er: begert, und yms mit freuntlicher weisse geben. $ 4. Von den alten brudern ym orden.?) Alte bruder und vorlemte, dy nymme stehn zcu gebrauchen, den sal man gutten willen beweysen mit der erbittunge irer notturfftigkeit, forderlich 80 sy ethwan geistlich und fromiglich haben gelebt und itsunt gedultigk aein. $ 5. Von bruderlicher lieb untereinander.‘) *Dy brüder sollen mit einander leben yn brüderlicher liebe mit eym senflten geiste, das man billich sprechen ınög, sehet, wie gut ist es, das brüder wit einander leben yn einigkeit, und nach sant Paulus lere einer dem andern vorkomme in eren. Alle ubel rede von after- koserey, von vorhalten, von fluchen, von reitzen, von kiffeln, und. von allen unnutzen dingen sollen dy brüder meiden. Nymant sal einen andern schloen ader mit dreuen ergern, werden sy unter einander zweitrechtig mit wort ader wergken, sollen sy sich undereinauder vor- sunen, do wunden? gemacht sein, das sie auch domit geheilet werden, nach erfullunge der lere Jhesu. “ a) wunder D. 1) Hmig S. 63. XXVI. 2) Hemig S, 63. XXVL, 3) Hemig S. 64. XXVIll. ur , *fol. 68b.
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164 $ 6. Vom vorsamien der bruder yn einen rat.') So der meister disses ordens ader dy an disser stat sein, wollen ein rat haben umb sachen sich zcu befragen, so den orden betreffen, ader umb vorkauffen der gütter des ordens, sollen zcueinander kommen yn ein capittel, und was das meiste teil beschleust, dem sal man volgen, wurden sy aber gleich sein im rate yn zeweyen partheyen, was der meister, ader der in seiner stellen sitzet, erkennet,. do. bey sal es bleiben, kleine sachen mögen yn den heussern selber geendet werden. Würd es aber plotzlich not thuen, so es halt were yn der zceit des schweigens, mag man yn stiller weise dy bruder beruffen, und denne mogen sie reden, idoch one mussige wort. Noch dieszem gehen sie dann schloffen und sollen ein pater nester und ave Maria ein mal sprechen. 8 7. Von dem auszciehen der bruder, wy 68 Ist.?) So dy brüder auswendig dem hausse sein ader auf ire finde zcihen durch das czeichen des creutzes, das sy an yn tragen, welchs ein bild der miltigkeit ist, sy sollen sich mit gutten exempeln be- weisen und worten, do bey man mercke, wie got yn yn* ist. So dy brüder uber nacht auf dem wege sein, so mögen sie’reden noch der complet von nutzen dingen, in der herberge sollen sie schweigen, nemlich so sy complet gesprochen haben; vorsprochne wirte und unerliche heusser sollen sie meiden. Es mag sein, das in irer herberge vor irem bette ein licht börne, domit sy nit in ein bose gerüchte fallen von frembden personen. So sie aus sein, mögen sie sich lossen genugen an dem dinste gottis, der bey yn ist, so sy aber heim kommen mögen sie aus mudigkeit die metten vorseumen und dy gantze tagezceit mit urlob, das mogen auch thun, die mit andern nutzen geschefften des hausses bekommert sein gewesen. Sie sollen auch nit aussreiten ag umb ires ader der iren nutz willen. Vorsprochene stete und rede mit berüchtigten frauen sunderlich der iungen, ir arım nemen, ir kuessen sollen sie meiden. Der kuss von der mutter ader schwester bedeut werltliche® libe. Niemant sal gemeinschaft han mit &) bei in in D. b) wertliche AD. 1) Hemig 5. 65. XXIX. 2) Hemig 5, 66. XXX.
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165 denen*, die offentlich gebannen sein ader* werden ®, ag so vil, als es *fol. 69a. die rechte erlöben. Nymant sal gefatter werden, dan durch sunderliche not des todes. $ 8. Von dem vorsuchjar ym orden.') Den ınan auffnimpt zeu disser ersamen bruderschaft, der sal ein pruffejar haben, in welchem er dy strengigkeit des ordens vorsuche und der srden yn auch mag vorsuchen. Ist es aber sache, das er es begerte, und der yn auffnimpt vorwilligte, so mag er von stunden dem orden schweren und genug thuen. So dis ist gescheen, so sal ym der komptor den geweyten mantel geben und besprenget von eym prister mit weywasser. Der mantel sal haben ein schwartz creutze, wit welchem der orden bezceichent ist. In dissem orden ist kein unter- scheidt tzischen den kleidern der novicii und der profitirten bruder, sunder ein habit sal seyn wie der ander. $ 9. Von knaben aufnemen.?) Wir wellen, das man keinen knaben sal auffnemen yn dissen orden, er sey den alt 14 jar, wurden uns aber knaben gethan von den iren yn die heusser, die sal man erzeihen yn geistligkeit, bis ay kommen in das 15. iar, und so sy es denne begern, und es dem convent gefelt, mag ınan sy kleiden. $ 10. Von frauen auffnemen.?) Wir setzen, das man kein weib yn gantze brüderschaft disses ordens aufnemen sal, wen mitsammigkeit der weiber erwegkt offt menlich® gemut. So aber frauen yn den spitalen vor dy kraucken von nöten sein, so mag man sie aufnemen init urlaub des provincial zu halbschwestern und man sol yn machen ein sunderlich haus von a) A üdergsschr. b) nemlich D. 1) Hennig S. 68. XAXl. 2; Hemig 5. 69. XXXU. 3. Hremig S. 69, AXXUT. 5
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*fol. 69b. 166 der wonung der brüder, wen wo keuscheit des geistlichen mannes, der mit frauen wonet, gehalten wirt, so ist er dach nicht sicher die leutte von ergernis abzcuhalten vor dem gemeinen volcke. $ 11. Von den halbbruder ym orden.') Domit disser orden vielen leutten nutzlich sey, so vorhenge wir dis, das man werltliche: leutte als yn der ehe gesessen ader ledig mogen aufgenommen» werden zeu halbbrueder, und dy selbigen sollen den gantzen brudern underthenigk sein an leib und gutte, und ir leben sal vortme so ersam sein, wie es billich ist. Sie sollen nit alleine meiden ofne sunde und leichtfertigkeit, sunder sie sollen auch vortmehe nit kauffen adder vorkauffen, sy sollen kleider von demuttiger farbe tragen, aber nit mit eym gantzen kreutze. Sein sy in der ehe und stirbt eins von yn, so sal ınan sein halb gut nemen ins convent, von dent andern sal der lebende‘ sich erneren, stirbt den der auch, so neme man al sein gut yn das haus, und alles, was denselben halbbrüdern halt anstirbt, das sal das. haus nehmen und convent, idach mag der provincial in allen sachen der halbbrüder gebrauchen bescheidenheit, wy es im christlich dünckt sein. $ 12*. Von den, dy dem orden dynen umb gottis ader umb solt willen.?) Es ist gleich unmöglich den mertsohen alle dingk zcu betrachten, was yn möchte entstehen, darumb den zeukunfftigen erlöbt wirt, was sy in gefugter weise gut erkennen, mögen sie setzen. Idach setze wir dis, das kein bruder sal ein knecht schlon, er dyne umb gots oder solt willen. Disse sal alleine straffen der ammachts bruder mit be- quemigkeit. So ritter den brüdern gedint hetten umb gotis willen mit? kriges gerette, stirbt er im selbigen, die brüder sollen vor yn a) AD wertliche. b) ausgen. D. c) lebendige D. d) umb D. 1) Hemig 5. 70. XXXIV. 2) Hennig 8, 71. XXXV.
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167 sprechen 30 pater noster und die speise, die man vor einen vorstorbenen bruder gibt umb gottis willen, die sal man auch vor seine sele geben T tage lang arme menschen. $ 13. Von der sorgfeldigkeit des genpraimelstere ym erden. ') In der archen der alten ee war Aarons rutte und ein emer mit himelischem brote, dis bedeut, das der meister yn dissem orden sal sein barmhertzig und sal straffen nach rechtem vordynen, und gleich als er ir aller oberster ist, sal er gedencken, das er den seinen gebe ein exempel der geistligkeit. Er sal vorschaffen” einen gemeinen fride, er sal geduldigk sein mit den unleidlichen und sal trösten die traurigen und mit allen gedult und mitleiden haben. Er sal duch eine ratte und stab haben in seiner hant, eine wachende rute nach des propheten worte, mit welcher er dy nachtwache halten» sal uber seine scheflein und von yn treibe den tötlichen schlaff und der trocheit. Mit der sal er straffen alle ubertretten und ungehorsammigkeit yn der gerechtigkeit. Einen stab veterlichen liebe sal er gegen die seinen tragen, an welcher sich dy gebrechlichen mögen stutzen und getrost werden, domit dy vorzeagten nit fallen yn dy vorzeweiffelunge. & 14. Von bruderliche warnunge ym orden.?) Wirt em bruder gewar, das ein ander bruder mit sunden rich vorwirret und ist dach heimlich, dissen sal er heimlich mit libe vor- manen, thut ers aber offentlich, er sal yn yn anhören vieler straffen, wil er aber nit hören und dy ding nit abstellen, dadurch ein gemein haus möcht befleckt werden, man sal yn ym capitel vorclagen und ym eine schwere busse aufflegen. $ 15. Von der strafung der brüder ym. orden.°) Welch bruder mit reden ader mit rügen au’ geringen stücken ubel thut, der sal im capitel dys aus freyem gemüte selber sagen a) vorstraffenn D. db) h.ffehlt D. 1) Hemig S. 71. xXXXVI. 2) Hemig S. 72. XXXVII. 3) Hennig S. 73. AXXVu. j
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fol. Wa. 168 zcur bekentnis der ubelthat, und der uberste sal ym daruber eine geringe busse geben ®, wil ers aber nit von ym selber sagen und er von andern beclagt wirt, man sal yn schwerlich bussen. Ist er aber vorstockt gefunden und gantz eigenwillig, man sal yn abesonderen vom gemeinen tische und* mit ym nit essen und gemeinschaft haben, uber das der generalmeister mag mit yın ein ernst thun, domit sich ander doran 'stossen; ‚so er nit gnade begerte. $& 16. Von bestendigkeit aller disser dinge. !) In allen dissen obengeschribenen gesetzen hat der generalmeister volle gewalt mit yn zcu dispensiren noch gelegenheit der zoeit, der lande, der heusser, der sachen und der personen, das er auch ansehe die not der geschefte und sy bedencke, was nutz und schade doraus . kommen möchte, disse drey dinge aber ausgenommen, auff welche eine igliche geistligkeit fundirt ist, als keuscheit, gehorsam und willig armuth, in welchen kein generalmeister dispensiren kan. 8 17. Dys seyn die statuta Doutzsches ordens. Welch yn viel seinen generalcapiteln gemacht sein zcu einer volkommenheit des; gantzen ordens noch gewonheit aller orden, die gemeinlich censtituciones adir statuten haben, zeu welohen sie’ vor- pflichtet sein den regel zcu halden, auf welchen sie confirmirt sein. Die statufa Deutzsches hausses sein zcumal erlich, geistlich und der vil. Ich hab sy aber aller nit? wollen setzen, ag wy man dy brüder yn den orden nimpt und wy sy gehorsam thuen.®) Der do wil in den Deutzschen orden zcihen, der sal eine weile yn dem hausse des ordens sich vorsuchen, idach nit uber 3 monat, under der ozeit der prelat im selbigen hausse hot gewalt yn yn den orden zcunemen, er sal fragen seine underthan, ab er yn gefalle vor ein bruder, sprechen sy iä,'man sal yn lassen kommen yns capitel, und er sal sprechen: liben bruder, ich bitte euch alle, ir wolt mich nemen yn euern orden ‚meine sele zeu seligen. Dorauff sal antworten der a) geben e. g. b. geben D. b).n. alle D. 1) Hennig S. 74. XXXIX, 2) Hemig S, 94—96. XXX.
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169 prelat: dy bruder sein gutwillig zcu euer. bitt, so ferne ir nit habet ein vorhindernis und wolt das geloben, das sy gelohet haben: zcum ersten ab ir och eym andern oxden habt geschworun dorynne zcu RRSIBON, der do bewert von christlicher kirchen were.‘ Zceum andern mol ob ir auch eym freulichen bilde, habt gelobet das eheliche leben sy zcu nemen, wy christlich ist. Zcum dritten ab er auch eine vorborgene krangkeit habe, dy den brudern unleidlich were. Zcum vierden ab ir imands* knecht aber eigener wert, Zcum.funfften ab ir imand pflichtig aber schuldig wert und derumb in den orden zcöget, domit ir nit bezoalen woldet. Zcum 6. ab ir eim hern gedint het, dem ir wert schuldig rechen- schaft zeu geben von euerm ammacht. Zcum 7. so ir under dissen dingen eins vorschwiget, so möcht " man euch auch austossen von unser brüderschaft. So dan er‘, der do solde auffgenommen werden, spricht, wy er yn dissen 'stücken® un- schuldig sey, so sal zeu ym sprechen der prelat des hausses: disse ding wert ir mussen halden: Das erst, das ir alle lande und gutter, die zcum orden gehören. wellet beschutzen und beschirmen bis yn den tott. Das ander, das ir den krancken umb gottis willen dinen welt so fleisslich, als werens euer eldern. *Das dritte, das ir die ammaseht, dy euch befolen werden, wolt treulich ausrichten. Das vierde, das ir dy heimligkeit des ordens, nemlich des hern homeister euch vortrauet, wolt vorhalden und schweigen. Das funfte, das ir ane urlob des homeisters nit wolt ubergebeu den orden und yn ander orden zcihen, sie weren wie sie wollen. Spricht er ia, so sal man yn fragen, ab er bald wolt dem orden schweren aber nit, es stehet zcu ym, und so er dem orden schweret, so sal es ym capittel gescheen vor allen brüdern also: Got zeu lobe, Marien zeu einer eren ich N. vorzceige mich selber und gelobe ge- horsam und keusch zcu sein an eygens: zcu leben, dis ich dir N. homeister Deutzsches hausses schwere zcu halten bis in den tot, so worlich mir helffe das kreutze Christi und sein leyden amen. Dys seint dy sachen, darumb ein bruder Deutzsches hausses sal den orden vorlisen und sal vorhungert werden. Primo so er felt yn offentliche ketzereye und dy nit wil vor- sachen nach dem laut der geistlichen rechte. a) i. ia D. am Rande, im Tezt och. b) fehlt D. c) der D. d) dieagen D. e) und e D. *fol. 70b.
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1% Secundo so er wurde ein vorreter sein seines ordens gutter yn personen oder yn privilegien.?) Tercio so er iungkfrauen oder frauen entfurete und sy zcu sunden gebrauchete, wy es were.') Quarto so er von ordens banyr und vor der personen des ho- meisters feltflüchtig wurde, domit das banyr oder der homeister ge- fangen wurde. ®) Quinto wer do in den tot einer personen 'des ordens worden trachten, is were wie im’ were.?) Sexto wer do wurde schenden mit worten, mit wercken oder nit briffen bebstliche heiligkeit ader keiserliche 'maiestat. finis. 1) Hennig 5. 110. XLV. 2) Uennig S. 112. XLWI. 3) Hemig S. 108. XLIV. Der erste und sechste Punkt, sowie der Hungeriod als Strufe sind Grunau's Zusatz,
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"Der VI. traotat sagt, wie der orden Deutasches hausses das *tol. 71a. lant von Preussen hat erlanget, und wy herzcog Üonradus aus der Masau es yn vorschreib und vortestament. Capitell. $ 1. Von fursichtigkelt des furstens Conradi yn der, Masau. In der zceit 1214 als Gregorius IX bobst war, Fridericus II aus Schwaben keyser war, in Polen kein konigk, sunder vil fursten waren, Dentzsches hausses bruder Herman von der Saltza generalmeister war, in der Masau ein loeblich furst mit namen Conradus herre war und ein frau Agaphia genant zcu der ee hette. Disse woren fursten uber dy lande Masau, Coya, Preussen und Dobryn. Disse hette vor und vor mördigkliche streitte mit den unglaubigen Preussen, wen dy grosseltern Conradi ire lande bekart hetten zcu dem glauben Jhesu, dy etwan ire gemeinschaft hetten czu” eren dy Preusschen abgötte, und die weil dis die Masuren nit thun wolten und sprachen, wy der Preussen göte temffel, weren, und allein Christus got..were, s0 beritten sch dy Preussen und yn kriges weisse sy den fursten lange zceit vor Conrado mit krige engsten. Zcu zceiten gewannen die christen, zou zeeiten die Preussen, und dy fursten yn der Masau der Preussen erb- herren? waren von geburt und vorleyung. So meynten aber dy Preussen, sy wolten keinem herren dinen und gehorsam sein, ag iren götten und umb iren willen dem kyrwaydo, der mit yn rette, und disser war ir bobst‘). Sunder sy hielten mit yren nogwer fruntlich vortragen und dinst, welche mit yn ire abgötter anbeten, von welchem obene gesagt ist. a) st. osu hat D, das. db) ubörherren D. 1) Dietas Criwe, quem colebant pro pApa. Dusb. III «, 5.
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*fol.7Lb. 1172 8 2. Wie den schwertbrudern Dobirn wart gegeben. Conrado gingen jungk abe seine elderen und ym wart vormust sein lant durch dy grimmigen Preussen. Er horte sagen, wie die schwertbrueder yn Leifflant gros gesigk hetten auf dy unglaubigen Reusen, er wart es einst mit seinenn hern und schickte botschafft zeu Alberto dem ertzbischoffe von Riga und bat umb die selbigen schwert- brüder, er wolt yn geben ein fürstenthumb Dobirn genant und mit der tzeit mehe, domit sy streitter weren fur die christen widder die unglaubigen Preussen. Von dissen schwertbrüdern hab ich obene ge- sagt trac. V ca. primo, und sy quomen. Conradus vorschreib yn Dobirn. Die schwertbrueder theten mit hulff der Masuren vil riette auff dy Preussen und gewonnen ein furstenthumb Chelm nu Colmerlant genant, in welchs satzte er ein bischoff zcu bekeren das volck. Die Preussen waren grimmigk und vorsamleten ein gros volck und schlugen sich mit* den schwertbryedern und Masuren 2 tage langk, in welchem schlon alle’ schwertbrüder bis auff 5 bliben. Darumb nit gar lange Jarnach aus bewust und gebot irer obersten sagten sy dem fursten Conrado auff seine vorschreibung und tzogen widder gen Leifflant zcu iren brüdern. Noch dissem dy Preussen ersten angriffen dy lande Conradi mit krige, sunderlich das Colmische landt, welch nu einen bischoff mit kirchen unnd pristern hett: sie vorbranten und erschlugen die menschen mechtigk, Conradus kunt hie inne nit gesteuren.*) 8 3. Wy Conradus der furst mit den seinen em tagk hielt ®. Im iar 1216 satzte herzcog Conrat einen gemeinen tag ken Myetzlawa®) allen seinen herren bischoffen, starosten, vowayden, rittern. steten, wy sie woren, zcu welchen sprach er also: Hben getrauen, euch ist wissentlich unser vorterbniss von den grimmigen Preussen, synt der zceit das unser groseltern dy iren haben gehalten zcu dem glauben Jhesu, und nymme den Preuschen abgötten solten ire opfer brengen nach voriger gewonheit. Dys zcu rechen haben sy uns vorterbt und dy unsern yn 200 vorsturte pfarrdörfer ane stete und eloster.‘) Unser a) et. h. fehit D. 1) Quelle ist Dusb. II ec. 1 u. 4. 2) Jahr und Ort sind Grunuws Zusatz; im Uebriyen beruht die dramatisch zu- gespitzte Rathsversammlung nur auf Dusb. II c. 5, 3) 250 ecolesias parrochisles Dusb. II c. 2.
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173 eldern haben sich mit yn geschlagen und wenig von yrem gewinnen erfreuet sein. 8o dach unser eigener woywoda auff Chelm inen umb einer mayt. willen das gewonnen stücke landes, das bekart zeum glauben Jhesu, oberantwortet hat. Weyter wie ich es mit yn habe® angriffen und uber sie? lossen einen bischoff weyhen, der do sitzt, und meinte sie also zcu bekeren. Es ist auch umbsust, wir haben nit gespart landt und leutte, sunder die schwertbrüder vorsehriben und sie mit grosser bete erlanget von Alberto dem ertzbischoffe von Riga und sie mit grosser tzerung in Dobirn gesatzt, und sy theten was gute. Idach wurden sie auff einen tag von den Preussen erschlagen. Sint der zoeit börnen sie mit grimmen auff uns. Dissem grimmigen zeorn widderscustehn gebt gutten‘ rot, mit yn zeu streitten ist kein rot, wen dy tgwetracht der kron von Polen macht, wie nit volck vorhanden ist. Ist es rot, das wir yn zeusagten ein tribut zcu geben umb frides willen, und wue der zcu nemen ist, dorauff bedencket euch, ich weis keinen rot mehe. Dis nomen die Polen zeu herzcen und sich beritten 3 tage langk. _ Capitel I. $ 1. Rede und antwort der Masuren yn dissem handel. Noch bestimpter zceit quomen die rete zcu einander yn anhören des furstens Conradi, der eine dis, der ander das sagte, do quam das wort auf den herren bischoff von Preussen Christianus mit namen, und disser sprach:t) Irlauchter furst, do mich furstliche guade yn vor- gangenen ia(*)ren het geschigkt kegen Rom,?) do hab ich gesehen den weisen unnd geistlichen man bruder Herman von der Sallza general- meister Deutzsches ordens. Disser hot dend babst Gregorium IX und den keyser Fridericum II durch seine weisheit zcu freunde gemacht, ?) isser nimpt mit seym orden sehr zcu, dan dy fursten yn Deutzschen landen wissen von seinen ritterlichen streitten und anderer fromigkeit, a)b.m.i,D. b) fehlt D. ce) einen g. D. d) den in A zweimal. 1) Dass Bischof Christian von Preussen dem Herzog Conrad von Masovien den Rath erikeil, den deutschen Orden nach Preussen zu berufen, eninahm Grunau der älteren Chrorik von Oliva, Ss. r. Pr. 1676 (V 596). 2) Gr. hat hier wohl die Stelle der älteren Hochmeister-Chronik (Ss. 11] 541) her Cristianus, den der babist hette czu Prusyn gesant im Auge, ” 3) Chron, Oliv. Ss. I 676, wo aber (nach Dusb.) Honorius II. steht, *fol, 72a
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%fol.72b. 174 sy yn mechtig begoben. So dunckt es mich geraten sein, synt dem da. niehst von den Preussen host, wie wol du ir herre bist, dan krig und vonterbais, du waldest yn zeusagen und vorschreiben Preusnerlant, könden sie e3 bestreitten, dorzeu weldest du yn.helfen noch vormügen, wen ich getraue zcu gotte, das durch ynen die grimmigen Preussen möchten gestillet werden.: Dys angesehen, das er mit seym orden geistliche personen sein yu gunst des habstes und des keysers und aller Deutzsohen fursten,'!) die umb iren willen das theten, sint deme sie alle edling* und Deutssch sein, das gie auch wol umb gottis willen liessen, dan uns ist unmöglich mit den Preussen ozu krigen, und inen ein tribut zeu geben ist unvorwintlich, weil dein landt arm und yon yn vorterbt ist. Disser rot gefiel yn zcum ersten wol und der furst Conradus vorschuffl, man solde sich auff ein salches bedencken bis auff morgen und ym ein antwort geben. 8 2. Wy is mit dissem rote beschlossen wart von den Masuren. Am andern tage quamen die Masuren nach besprechung zcu einander, so war dis ir aller wort, das sie lebten alles’angeben des herren bischoffes Christiani von Preussen, sunder das lant von Preussen an underscheit wegk zeugeben wer nit rot, nemblich weil bruder Herman Deutzsch were mit seinen bruedern, und der Deutzschen natur hochtragende were, daraus es kommen möchte, das die Deutzschen christen aus’Preussen stetere finde yn grosserın schadenthun auff die Polen möchten erfunden werden, dan itzunt von den unglaubigen Preussen zcu besorgen ist. Dy durch eine solche belehnunge itzunt knechte weren, möchten aus ubermut die itzigen herren zcu knechten machen, wen» sie werden sprechen, hetten dy Polen ir landt und leutt selber kunt beschirmen ‘, sy hetten es uns umb gottis willen nit gegeben. Domit es aber zeum letzsten nit erger wurde, wen zcum ersten, solt man sehen, was man thete, wen der keyser Deutzsch ist und erzcogen von der Romischen kirchen, itzunt aber so er ir dancken sol, vorwustet er sy: es möcht mit unsern nach(*)komelingen auch so faren und vielleicht erger. So wart der furst bewegt und sprach: sollen wir uns? den lossen erwör- gen von den heyden, in welchen kein forcht gottie ist, und gesohege es a) alling! D. b) und D. c——<) am Rande A. d) und D. 1) Dusb. IE c, 4.
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125 denne ja so zowisschen uns und den brüdern, wie ir euch besorget, so sein sie ja christen und worden: sich underweisen lassen, und. wurde js mitler finden. Darumb beschlist entlichen auf morgen, wie in disser sachen zeu thun ist.') 8 3. Wie der furst vorwillete zcu den bradern mit underseheit. ae Am letzsten tage quamen sy aber zcn hauffe und etlich sprachen: man solt erlangen ein creutzefart vom bobste den Masuren zeu gutte auf die Preussen und sy also gehorsam machen.?) Doranff wart geantwort, war möcht das den Masuren tröstlich sein, sint dem mal dy lande mit der oreutz- fart gewonnen der Romischen kirchen in erbschaft angehören, so wurd dach der bobst das lant zeu Preussen geben, wem er wolde, und villeicht dem Deutzschen orden vor eim andern, und dach Preussen so besessen, eg gefiele den Polen ader nit, 30 hetten sie es darozu keinen dangk nit, sunder mian solt es yn vorschreiben und darneben dem bobst yn die hant geben, das er es bewerte, das der furst Conradus yn wölle vorleyen das lant zewisschen der Weysel, der Mokra und der Drebantz genant das Chelmische* lant czu einer herbergen alle die zceit, dy sie mit den Preussen streiten würden. Noch bezewingung der Preussen solten die brueder dem fursten ader seinen erben Chelmerlant ubirantworten und das gewonnen :lant von Preussen mit ym teilen nach erkentnis gutter menner.°) Item das die Polen auch bewart mochten sein, sollen die brüder den Polen helffen, so sie von den heiden genötiget wurden, nach irem vormögen. Item sy sollen nit vorgönnenn auch selber eym erben von Polen an iren personen adder guttern schaden zub zcu fugen ader thun. Item man solde auch nymande vorhegen, der ein schaden hette gethan adder wölde thuen auff dy undersassen von Polen, und dis solte bey vorlust der belehnunge gehalten werden. Disser rot geflel den herren alle wol a) Colmische D. b) A übergeschr. 1) In diesem Paragraph erkennt man deutlich das politische Raisonnement des 16. Jahrhunderts vom polnisch-preussischen Standpunkt aus. 2) Sic quod sperarent indubitanter, quod in favorem ipsorum dominus Papa faceret passagium in subsidium dicte terre. Dusb. II o. 5, 3) Quelle für diese polnische Anschauung war Grunau Miechorv, 126. 126,
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*fol, 73a. 176 und disse vorschreibung, czueygung mit den artiekelen wart mit loeblicher botschafft gen Rom zcum Hermanno gesant.!) Capitel IU. 3 1. Von der annemung dyses czueygens. Im. iar 3218? gquam biecheff Chnistienus yon. Preussen czum bruder Hermanno von der Saltaa.nad fant yn gleich zcu Rom, ala er widder war kommen vom heiligen lande und der bischoff Christianus gibt im die furstliche zousagunge. Sy gefiel ym ja wol, sunder dy underscheit missehagete yın, idach sprach er, das er mit seinen clügesten* brüdern dovon wölle reden. In solcher zceit quam bischoff Christianus mit .dem bobste zcu reden und er underweisete yn yn allem, warumb er gen Rom wer gekommen, und wy im der furst Conradus het briffe mitgeben zcu seiner heiligkeit yn dissen sachen. Der bobst mit seinen cardinalen der christen not bewogen und erkanten des furstens gut- willigkeit yn der vorgebunge seiner? lande und dy. billigkeit der unter- scheit. Domit sie den ritterbrüdern Deutzsches ordens arbeit vor- schafften, beschiokten sie und foderten den generalmeister bruder Herman und fragten yn, wie er sich beroten hett yn der angetragenen sachen des furstens Conradi von der Masau. Er sprach: er wolt zcum fursten schicken, wolt er ym und seym orden volle vorschreibunge thun, er wolte es annehmen, so es bebstliche heiligkeit vorgönnen wolte. Ja, sprach der babst, wir geben dir und den deinen yn dissem unser gebenedeyung, dan gedenck, wirstu mit den deinen erbarlich leben und ritterlich sterben widder dy finde Christi, so wirstu unser und der gantzen christenheit gutwilligkeit erkennen, und wirt dir meh gnade geben werden.?) 8 2. Wy man brüder zcum fürsten sante. Im selben jare schickte bruder Hermannus zcum fürsten Conrado mit dem hern bischoff Christiano den ehrenvehsten man bruder Con- a) AD 12328, 18 all sed male in A am Rande von anderer Hand. In Grunau’s verkehrie Chronologie passt nur 1218, da bei Ihm Hermann von Salza schon 1291 stirbt, s. oben S,. 148. b) der D. c) AD streben, 1) Dusb, Mc. 6. 2) Nach Dusb. I ce. 6.
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177 radum von Landisbergk, bruder Ottonem von Saleyden mit 18 resigen wopenern') und befulh yn, sy solten den fursten bitten, er wolte yn bauen eine feste mit seinem volcke an das lant der Preussen, do sy ein zeuflucht zeu hetten. Sy quomen gen Plotzka, dan da war des fürsten wonung, sunder der fürst war nit doheym, idoch die fürstynne Agaphia die geste mit guttem willen auffnam?). Dy brueder fragten die fürstinne, ab sie auch wüste umb* die sache von Preussen an sy? geschriben, sie sprach, ja ich weis wol darumb, vorzeihet, mein gne- diger herr ist in nötlichen geschefften des reiches und wirt yn kortz heim kommen und euch von allen dingen vorsichern. Von dissen ge- scheften des reiches ist zcu wissen, das nach dem tode Boleslay II Czyrwousky genant 7 fürsten die kron von Polen teylten: auff Crockau war Wladislaus, auff Sandomir war Boleslans Crispus genant, auff Syradie war Boleslaus Pudieus genant, auff Lantzieia: war Myetzko, auff Gnesna Lastronogus, auff Legnitza Heinrich mit dem barte, auff Oppela Cazemirus. Disse woren widder einander, und einer -wolt vor dem andern koningk sein, und fürten mörtliche streitte. Dis erbarmte dem bobste Gregorio, und vorschuff durch anligende prelaten, das man yn Polen fride machte. Zcu welchem wart Conradus geruffen, wen Conradus mit Boleslao wol 10 jar het gekriget umb? dy monarchia zca Polen *. Kein Crockau quam der ertzbischoff von Progga Thobias genant* und disser machte es mit andern fürsten nach langem ergernis, das Wladislaus der furst von Crockau zcu einem konige wart erwelt. Disser nam zcur ehe eine furstinne von Sachsen, und sy war den Polen gefer und sy lesterte yre sitten. Darumb dy Polen auff und vortriben konig und konigyn, und war ein grösser ergernis dan vor ihe?). $ 3. Wy dy bruder geschlagen wurden. Den Preussen wart: vorspehet, wie der furst Conradus nit doheyme were. Auch wart yn kunt gethon, wy sy der furst Conradus den a) undD, b) sich D. c) A Lautzitiaa d—d) A am Rande. 1) Fratrem Conradum de Landisbergk et quendam alium ‚fratrem aui ordinis Dusb. II c. 5. Der Name Otto von Suleyden und die 18 Reisigen sind von Gr. hinzugefügt, 2) Dusb. U c. 5. 3) Gr. wirft die Söhne und Enkel Boleslaw's III. durcheinander. Bischof Tobias von Prag spielt in den Kümpfen Wenze’s II. von Böhmen um Polen am Ende des 13. Jahrhunderts eine Rolle, Miechov. 187. 18 *fol, 73b.
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*fol, 74a. 178 Deutzschen ubergeben hette, und quamen yn’ yren thum? gen Rickoyoto rot zcu nemen von irem bobste und kyrwaydo. Sie musterten sich do, und man fant, wie der furst von Samlant hett 12 tausent man, der von Sudau 16 tausent, der von Nodrowien 11 tausent, der von Scala- wonien 9 tausent, der von Nathangen 14 tausent, der von Barten 14 tausent, der von Hoglant 10 tausent, der von Galynden 4 tausent, der von Ermeland 15 tausent, der von Pomezan 20 tausent,') das Chelmerlant? am meisten" dem furstenn Conrado dinte und es wart nit “gemostert, und beschlossen weither do nach dem willen irer götte, das sie zcum ersten die Masau wolten gantz vorterben und domit den zcukunfitigen Deutzschen den weg benehmen. In solcher meynunge waren eylende aufl' 20 tausent grymmige Preussen, noch vielem börnen, morden quomen sy vor Plotzka, do die furstyn mit iren kindern war, do sich auch hin vorsammelt hetten aller adel der Masuren mit den gebauim. Die fürstinne sag ire not, sy rette den bruder Conrad an mit seiner: geselschafft, er wolt beweysen sein frommes hertz und wolt mit yrem volck auszeihen yn den streit widder dy Preussen. Dys nam er willigk an. Do machte bruder Conrad viel hauffen und gingk dy Preussen mit vornunfft an, und schlugen sich ein gantzen tagk am tage Bartholomei. Den Masuren wart ir schlon nit sauer, wen sie gingen dy Preussen an mit gutter musse. Dy Preussen sahen, wie sy allenthalben umbgeben waren und wusten nit zcu lauffen. Sy machten in zcorn und grimme wegen iren todten, der do mechtig viel logen, ein gros kreyschen und heulen und lieffen die Masuren an am obende und schlugen so geschwinde, das sy die Masuren yn dy flucht tryben. Der brader velck aber würden mit ya von den Preussen niddergeschlagen.?) Noch welchem quomen die Preussen zeu hoffe und funden irer wenigk und seer vorwunt und czogen so eilende heym. Dy furstynne aber lies suchen die cörper irer geste, und dy brudere lebeten noch, wiewol sie vorlemet woren, sie lies sy vorbinden, und worden mit der zeeit gesunt.?) Am tage crncis quam der furst Con- radus jheym und horte sagen vom streitte, er danckte got und* den a—a) in A am Rande. b) Colmerlant D. c) irem D. 1) Dnsb. III c. 8. sagt, Samland habe 4000 Reiter md 40000 Mann Fass- volk, keine der anderen Landschaflen ımter 2000 Mann aufbringen können: nach dieser Notiz hat sich Gr. seine Zahlenangaben gebildet, 2) Zu Grunde liegt Dusb. II c. 5,, aber Taogesdatum und Detail sind Zusatz. 3) Dusb. II e. 5.
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179 brüädern. Bruder Conrad sagte dem fursten an, warumb sy da weren, auff welchs der furst antwort, er wolde alles thuen, wy sy es von ym begerten. Capitel IV. %1. Wy Preussen vorgeben und vorschriben wart den brudern. Im kurtzen wurden vorsammelt alle herren ‚bischoffe und sta- rosten der Masau, Coya und Dobirn ken Plotzka, sagte* yn der furst do an, wie auf ir antragen und vorwillen dy bruder kommen weren, so sy nach des synnes weren wy vorm iare, so solten sy sich lassen hören. Dorauff sprachen sy alle ia, idoch mit voriger gedachten underscheit. So lyes man kommen die bruder in iren rat, zcu welchen sprach der furst: in namen gotis amen. Ich Conradus furst yn der Masau, Coya, Dobirn und yn Preussen gebe dem wirdigen orden Deutzsches hausses auss wolbedachtem gemutte, aus vorwilligung meiner erben und rate meynes landes Preusserland zcu eym ewigen besitzen, mit dissen underscheide, das sy das lant Chelm sollen haben zcu einer herberge alle die tage, dy sy mit den Preussen streitten, noch welchem sollen sy es frey uberantworten unsern erben, ane vorteil unde eyntrag. Item so sy das lant Preussen gewonnen, sollen sy es mit den unsern teylen, noch erkentnisz herren und fursten. Item sie sollen der cronen von Polen thuen mögliche hülffe, wo sie mit den heiden streitten. Item sie sollen auch nit mit rate ader tathe widder dy personen, die erbe sein der selbigen cronen, thuen. Item sie sollen niemant vor- hegen, die schaden thuen ader wollen thun auff Polen, und dys sol gehalden werden bey der peen der undangkbarkeit. Auff dis der furst Conradus den brudern die ‚hant gab, und sy im widder, dergleichen auch Agaphia seine furstinne, Boleslaus, Cazemirus, Semovitus ire sone theten, und in kurtz alle herren, wy sy do woren, inen in sicherheit dy hende goben, und darnach vorbriffet und vorsigelt und mit einer sup- plicatio zeum bobste wart gesant®). a) sannte D, 1) Miechov. 125, 126. 12
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180 n 2. Wy disse vorgebung bestat wart vom babste Gregorio nono. Dy bruder santen dy briffe und weysse der vorgebunge zen bruder Hermanno irem generalmeister, und er hat sy dem babste vor- gelegt, und er sy in aller weyse und forme, wie gesagt ist, confirmirte und bestate!) und er nam Preussen an wie ein gut vom? patrimnonio *0l.74b. Petri. In disser tzeit Conradus der furste yn ein schlos* bauete auf dy Weysel nach der bruder beger, das sy do ein stelle der zeuflucht hetten, an der seyten, do Preussen anstost, auff eine grosse eiche, welche etwan der Preussen ein waydeleye war, das ist, da sie pflogen zeu heiligen iren abgot Parkurcho ®, und dys schlos wart also gebaut: mau nam grosse ronen, dy man auffsatzte yn dy erden, und machten also pflancken umb und umb, so weit als vier morgens ackers woren, mitten stunt die eiche, und umb die pflancken worden tieffe graben gemacht, und hetten tzogbrucken, do man auff das schlos ging, und die bruder nanten es Vogelsangk, wen es lag ym walde, und yr körtzte gespil war, das sy die vogel ym walde, horten singen, und ist dy stelle, da heut‘ zcu tage das schlos zeu Thorn stehet?), welchs itzunt Thorn * wirt genant. Weither baute der furst ein schlos auf die Weissel vor sich, zen mehrer sicherheit der brüder an dy seyte, do das lant von Polen anstost, und nante es Nyeschova®), itzunt wirt es Dybau genant. Dys vorleigk er auch den brudern, ab sy von den Preussen wurden überfallen, das sy yn dy schiffe fillen und furen auff das schlos Ni- schova, den sie Jigen viel nach gen einander uber, und dys wart gebaut nach aller weysse wy Vogelsangk, und worden beyde bereyt 1221*). wen es war wenigk volck vorhanden von wege der kriege. In Preussen war ein mechtigk sterben, von welchem der her bischoff Chrisiianus schreibt *, das auch die Preussen gleich den wilden thyren von erschrecknis yn den welden umbliffen, und weise menner sprachen, das got dis’ sterben under die Preussen umb der brüder a) vom fehlt D. b) A‘ Parkuno: Perkuno ist wohl gemeint, nicht Curcho, ce) hit N. &) Torno D. e) schrieb D. f) gottis D. 1) Dusb. II c. 6. 2) Gr. combinirt Vogelsang und Thorn, Dusb, II ce. 10 u. He. 1, Nw das letztere wurde der Sage nach au/ der Eiche erbaut, 3) Dusb. II c. 11. 4) Nach Dusb. 1. ce. 1281.
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181 willen geschicket hette, wie er etibwan gethon hette den einwonern des landes zcu Jerusalem mit sterben umb der kinder von lIarahel willen '). 83. Wy der Hermannus von der Saltza volck gen Preussen sante. Bruder Herman von der Salza generalmeister rufte seine brüder yas capitel und vorzoelte ynen dy meinung des babstes, das er het gesatzt einen legaten Wilhelmum ethwan bischoff von Mutina, das er vorschaffen solde das creutz auff die Preussen zcu predigen lassen‘), und dis kunde so balde nit zeum ende kommen, er muste zcum ersten volek yns lant schicken. Darumb so hot er do zcu eym provincial gesatzt und preceptorem ubir Preussen den woltuchtigen bruder Herman Balck. Bruder Herman Balck nent sich yn allen seinen briffen pre- ceptor, aber in den briffen seiner nachkomlingen wirt er genant* *fol.75e. lantmeister, und von dissem werd ich sagen°). Zeu dissem sprach der meister Hermannus: liber bruder, ich hoffe, du wirst sein der ander Josue und wirst deinen brudern den weg bereitten yn yr gegeben und vorschriben lant, gleich wie er dy kinder von? Israhel* in das gelobte lant furte. Darumb hab got vor augen und thu menlich, dan got wirt mit dir sein“), und gab ym do seine ammacht leutte: bruder Ditterich von Berneheyn sein marschalck, brueder Conrat von Tutlen sein komptor, bruder Heinrich vom Berge sein hauskomptor, bruder Heinrich von Zceic sein spitler, sein lantkomptor bruder Heinrich von Doringen sant Elizabeten kemerer ethwan; so waren auch mit yn bruder Bernhart von Landisberg, bruder Berengart vom Ellenboge, bruder Otto von Querenfort, mit dissen brüdern quomen 100 reysige pferde, und woren gutte leutte aus Deutzschen landen, dy umb gottis a) am Rande in A. 1) Von dieser Pest weiss keine alte Quelle, Gr. hat sie Jem alten Testament nachgebildet. 2) Die Combination Wiühelm’s von Modena mit Hermann von Sulza beruht auf Dusb. III o. 38. 3) Grunau scheint Urkunden von Hermann Balke gesehen zu haben, vermuthlich die Gründungsurkunde des „Elbinger Dominicanerklosters, Cod. dip. Warm. In. 1, oselbst Hermann in der That preceptor heisst. 4, Diese Rede nach Dusb. II co. 11.
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182 willen mit yn quomen‘). Bruder Herman Balk lantmeister het volle gewalt 'zou ordeniren, zcu setzen mit den brudern, mit den leyen wy der general selber. Kurtz nach dem abscheiden der brüder von Vene- dige ken Preussen machte sich bruder Hermannus der generalmeister auff in Siciliam und wolt bekeren den keiser Fridericum, sunder auf dem wege starb er?). Anno 1220 der legat het 4 monche, 2 predi- catorum Ernestum und Heydenricum und 2 minorum Anshelmum und Albertum, durch disse lies er in allen landen die oreutzfart predigen mit dem ablas und gnade?), wy den, die zcum heiligen grabe zoiehen, und dis predigen und vorsamlung des volcks stunt an 4 gantre iar, in welcber zceit die brüder vom Vogelsange hetten mit den Preussen vil streyt und anrennen‘) und nomen den Preussen all ir speyse. Idoch kunden die Preussen nye Vogelsang gewinnen, wie wol sy is vil mal stormpten und do ire besten menner vorloren, und also mit solcher weyse quomen die brüder Deutzsches ordens in Preussen im jar 1220 am tage Johannis baptiste®) und harreten nach den kreutziger. Capitel V. 8 1. Ven eym neuen general und seiner ordenirung. Noch dem tode Ludowici von Queden, von dem ich oben yın V. tractat gesagt habe, quomen die brüder Deutzsches ordens yn ir capitell im jar 1222 gen Venedige, do war ir oberste haus, und sy alle erweleten nach genugksamlichen vormanen zcu einem generalmeister der bruder Deutsches hausses des ordens sanote Marie des spitals von Jerusalem den hochgeborenen fursten bruder Conradum I. lant- 1) Die vier ersten Ritter nennt Dusb. II ce. 11, doch giebt er nur das Ami Dietrich's von Bernheim an, die der andern hat Gr. hinzugeseizt. Der frühere Kämmerer der heil. Elisabeth war nach Dusb. 1. c. Conrad von Tüten. Die drei letzten Namen und die Zahl der Reisigen sind Gr’s Erfindung. 2) Das schliesst Gr. aus seinem Todesort Barletia. Dusb. I co. 5. 3) Afit diesen meint Gr. die späteren ersien Bischöfe von Preussen (Albert sol wohl der zweite Bischof von Pomesanien sein), er glaubte, sie seien als Kreusprediger MMtig gewesen. Anselm war übrigens Deutsch-Ordensbruder. 4) et ab hoc castro fore per quinque annos bella cum Prutenis quasi quotidie comiserunt. Chron. Oliv. Ss. 1 677. 5) Dieses Datum entbehrt jeder Begründung.
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183 grafen von Doringen, und hat regirt den orden 18 jer‘). In dissem capittel® wart is gehalden, das kein prister elegirte aus ursache, *fol. 75b. wie oben gesagt ist, und wart so fur &in recht gesatzt. Item do wart auch gesatzt, das man den obersten herren nennen und heyssen solde her homeister. Item man solde dy gantzen leybrüder nennen dy fitterbrüder und dy halbbrüder solt man leybrüder nennen und die prister solt man pfaffbrüder nennen, und solten nymme einen priorem haben, sunder solten dem kompthor ire schult sagen. Idach sal ein prister dem andern beichten. Die preceptores solt man also nennen, der herre lantmeister von Deutschen landen, der her lantmeister von Preussen, der her lantmeister von Österreich, der her lantmeister von Appulea, der her lautmeister von Romania und der her lantmeister des heiligen landes. Der herren itelioher mochten offieialen nennen, wie er wolde. Disser Conradus eygente dem orden zeu sant Elysa- beten monster zcu Margborgk yn Hessen und leit auch do begraben.?) Dissem und? seinem orden wart von Innocencio IV gegeben dy ander investura aus dem testament des furstens Conradi aus der Massu ge- zeogen?® uber Preussen, von welchem alles gesagt wirt werden. $ 2. Wy disser Conradus yn den orden quam in der busse. Lantgraff Ludowich lies 3 sone, Ludovicum, Fridericum und dissen Conradum, Fridericus starb ym heiligen lande von schlegen der heyden, Ludovious war ein vorloren mensch, Conradus aber war jungk und zcornigk. Man sagte yn, wie ir vater spuchte nach dem tode ym lande, darumb bot er eym eyn freyen hoff: zcu geben, wer ym kunde eine ware underweysunge von deme geben. Mit kortz ein schwartzkunstiger umb seins brudern willen den bosen geist lutt, und schwuren einander warheit zcu halden. Der teuffel nam yn auff seinen hals und fürt yn yn dy helle, do sas ein scheutzlicher geist auff eym borne und sprach, was brengestu? Der teuffel sprach: ich! brenge unsern gutten freunt, er wil sehen seinen herren den lantgraffen Ludowich von Doringen. So nam der® teuffel‘ eine bazaune und schrey mitte yn den born und ruffte Ludowich den fursten. Uberlangst quam er mit grausamen flammen aus dem borne, alhy bin ich unselige creatur. Do sprach ") in A zweimal -b) A am Rande. c) im ein hoff D, 1) 12 jar Joh. v. Posilge, Hochmeister-Verzeichniss Ss. III 390. Hat Gr, zielleicht Conrad’s Todezjarr 1240 gekamui? 9) Dusb. IV, 0, 88.
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184 der schwartzkunstiger: euer sen wil nit gleuben euer vorthumbnys. ‘ Ludwich sprach, sag yn das und das, und sy werden es wol geloben, “fol, 768. wen umb der kirchen gutter bin ich vordammet, und vil widder yn den borne. Der schwartzkunstiger quam widder groe wie ein eys und sagte seinem herren alle warzceichen* und von den kirchenguttern. Ludwich aber das gespöt daraus treib und sich nichts besserte. Con- radus nam es zcu hertzen und teilte sich mit seinem bruder in freunt- sehaft und nam weniger, wan ym gehort, sunder rechte guter nach voraunft. 8 3. Von eym mörtlichen zcorne. Disser Conradus het eine stat Frickenhaussen® !) genant, in welche satzte er einen unkeuschen menschen zcum hauptmant . Disser wart nach vieler schmocheit armer jungkfrauen und ehelicher frauen von jungen gesellen mit 5 knechten erschlagen. Der adel wolt wunder thun bey dissem Conrado, worde er darumb nit ein ernst thuen. Conradus nam mit® ym 400 reisige und kompt gen Frickenhausen* und let alle menner ermorden, den unschuldigen mit deın schuldigen, und zceuhet weg. Es wart ym uberlaugst leit, und nam rot von eym bischoffe, und disser yn do einfurte, das Conradus eine offene busse thet also, 4 wochen war er zcu Frickenhausen* und knyete mit abgedackten scholdern vor der pfar- kirchen, und bey im lag ein bunt rutten, und man sagte es den frauen an, welche fraue sich rechen wolde, die solte den fursten mit rutten schmeissen, wie sie selber wolde, an allen schaden. So wart er aber nye geschmissen ag von eym alten weibe, wen ir tochter man erschlagen war, und sy hett 3 bose kinder ane mutter,?) und dy dem fursten ein guttes mit der? rutten gab. Noch gesatzter zceit halff er den armen widder zcu der ee. Nach dissem quam er auff ein schlos Denneborgk genant und ratschlagte gar mit vornunfftigen und gotforchtsammen mennern Dittrichen von Beichen und Lazaren von Eldrungen®) umb seinen stant. In welchem rate sassen sie vorm schlosse under eym klaffhause* , so quam ein gemeyne weib gegangen aus dem pusche und war nas, zcu welcher der furst sprach: von wanne her du wildes thier a) Franckenhausen D. b) haussmann D. c) Am Rande in A. d) fehlt D. ©) kalfhausse D. 1) Dusb, IV c, 38. Vritzlaria. Gr. hat Dusburg’s Bericht an dieser Stelle auch sonst mehrfach corrumpirt. 2) Diese Motivirung fehlt bei Dusb. 1. c. 3) Theoderico de Gruninge, Hartmanno de Helderunge Dusb. 1. ce.
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185 und unsettige wölfynne. Sy sprach: erlauchter furst, war ist das, das ich wilde bin, wen ich bin den gantzen tag im strauch umbloffen und habe nichst erlangel, (zen dissen iaren hetten huren ire buberey des tages yn den welden). Das ich aber unsettigk bin, ist schult mein armut, wen ich kan es ja nit bessern. In solchem sprach der furst: was weldestu vorfallen sein, so du meh wordest sundigen, wen du vorsorget werst. Sy sprach: o got, das ich solch eine gnade hette, das ich in hurereye widder fallen wörde, man solt mir mein leben nit gönnen. Auff welche worte begabete sy der furst und bauete ir mit der tzeit zcu Göttingen® ein haus!) und is wol vorsorgete, dorin setzte er sy und alle dy yres hantwerckes waren, die da wollen bussen, und seint noch heut in vielen landen dy busserynne genant der freyheit. 8 4.* Von sunderlichen guttigkeit gen seine feinde dyses fursten.?) Disser furst in der zceit einen ‚ritter zcu finde hette EN namen Engelteras von Buchemwalt,®) und disser dem fursten mechtigen schaden thet mit brande und ermorden armer leutt. Dyssem stalte man nach, und dy von Erffordt‘) quomen yn an und jagten yn ym gebirge, in welchem vorbargk er sich yn einer pfuntgruben bis an den dritten tag, in welcher zceit ym ein solcher gedanck einfiel: wir glauben, das was got umb> güttigkeit nit straffen wil, das befilt er den menschen, mich dünckt, das mir mein herre ungerecht ist, ich weis aber nicht, warumb es got uber mich hat vorhangen, ich sal vorgeben meinen feinden ire schult wider mich, bin dach keinem rechte nye gestanden, sunder hab mich selber gerochen an armen leutten, dy mir kein leit ye haben gethan, so sitze ich hy, meins lebens nichst sicher bin und forchte meiner selen vordamnis umb neydes willen. In solchen und anderen vielen worten ruffte er Mariam an und gelobte in iren orden zcu zciehen. Nach dissem erschein im seine vorstorbene hausfrau und sprach: tbut das und zcum ersten euch mit dem fursten vortragt. Er sprach: wy sal ich zcu yın gehen, ich besorge, er möchte mich töten. a) Guttinne D. b) g. u. fehlt D, 1) Bei Dusb. I. c. heisst es nur constituit ei cortos reditus ohne Ortsangabe. 2) Diesem Paragraphen liegt Dusb. IV c. 38. zu Grunde. 3) Quidam miles Dusb, ]. c. 4) Auch diese Angabe hat Gr, zugeseizt, fol. 76b
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"fol. 772. 186 Neyn, sprach die fraue, sagt ym, ir seyt des willens, wy er ist, in den orden Marien zcu zeiehen. Die Erfforder suchten und suchten, sunder sy funden niemands. So ging disser zeum fursten Conrado, als er mit seinem adel uber tische sas, und bit gnade, der furste sprach, wie bistu so küne, das du kommest vor meine augen, sint dem mal du der bist, der meinem armen volck so grossen schaden thust, villeicht wiltu dein böse hertze an mir beweisen. Nein, sprach Eingelterns, ich hab kein boses willen, sunder ich bin gekommen deine gnade zcu bitten umb vorgebung und meine gutter zcu setzen an genugthuung armer leutte nnd bin ym sinne yn den orden Marie zcu zeiehen, wie ir, und zcu büssen meine sünde. Als dis der fürste horte, und es doch keinem menschen gesagt hatte, merckte er die offenbarung, darumb sprach er: syat dem du meines sinnes bist, so kom, wir wollen es enden. Von stunden an ritten sie gen Venedige und lissen sich kleiden von Her- manno von der Saltza. Disser Conradus furte gar ein seliges leben, mit welchem er got bewegte, und ym die gnade gab, wo er einen menschen sag, wuste er, mit was sünden er beladen war. Dis wolt ein abt von Gruntall) vorsuchen und nam mit ym ein jungeling, der in der nacht unkeusch* gelebt hette. Als er dissen sag, schrey er, o weg, umber weg, den du bist in der sünde der unreinigkeit. So wart der jungeling bewegt und beichte seine sünde eym prister und quam widder, als yn sag der fürst, nam er yn fruntlich auf und thet ym einen schönen sermon, und mit dissem erkant man so in ym die gnade gottis. Capitel VI. $ 1. Von den ersten streitten der bruder ym lande auf die Preussen. Bruder Herman Balk preceptor ader lantmeister zeu Preussen manchen gutten ritt thet auff dy finde vom schlosse Vogelsang, und war kein hindernis von festen, wiewol etwan die Polen yn Preussen hetten festen gebaut als Chelm itzunt Althaus genant, Prodna itzunt Strasburgk”) genant, Gruntnytza itzunt Graudentz genant mit andern, so waren sie dach von Preussen yn vorigen krigen vorstöret, daramb die brüder ein freyen czog hetten bis an Quesyna itzunt Marienwerder 1) Quidam abbas Dusb. 1. c. 2) Strassburg heisst polnisch Brodaica (Ort un einer Furt).
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187 genant. Der Preusche kyrwaydo mit andern fürsten seines irthumbs worden e8 eins und goben ein volck eym fursten von Pomezan mit semen Peypino genant.') Disser bauete mit grossem volcke eine feste ne moyle vom Vogelsange und nante sy Waro,?) von welcher ging er mit den brüdern in ein teglich kempflen, und werte also 2 gantze jar,?) eins kunde dem andern endtlich nit abgewinnen, und dy bruder Iyden grosse not. So wolt Peypino ein ende wissen und kompt vor den Vogelsangk mit eyım mechtigen volcke und stürmet, die brüder werten sich; als dy Preussen nu müde waren, tzogen sy abe, und dy brüder ya nach* und erschlugen ir mechtig viel, Peypino und seiner schwester son“) bunden sy dem pferden au dy tzegel und schlapten sy gein Vogel- sange®) und hingen sy do an eine eichen, im nu auf? und erstigen Waro der Preussen feste und alles irschlugen und dy feste yn dy grunt branten. Idoch wart in dissem gezcencke bruder Heinrich von Doringen sant Elizabet keınerer erschlagen. *) 8 2. Exemplum vom gebet frommer leut auff erden. Von dissem ist zcu wissen, das dy heilige frau sant: Elizabeth ein hoffmeister hett mit namen Heinrich genant seer ein seuberlicher man von aller gestalt, und er hett ein sunderlich wolgefallen an seinem schönen harr. Die heilige furstynne, wie wol sy nit kunde geergert werden, idoch sie irer jungkfrauen sorge hette. Als sich disser am grossen feyertage sehr geschmöcket hett, predigte ym die heilige Elizabeth lange von der hoffart und gutdänck(*)ligkeit. Noch vilen worten sprach er: es erger sich an mir, wer do wil, ich gebrauche das, was mir got und dy natur vorlihen hat, von welchen worten wart sie bewegt und hub an vor dissen menschen zcu beten. Noch kleinem aber doch an- dechtigem gebet erhorte sie got und. schickte dissem eine krangkeit an das lofende feuer genant, und er hub an und schrey, hort auf, gnedige a) nacht D. db) auch D. c) s. fehlt D. 1, Vgl. Dusb. II. c. 7. ! 2) Die genaue Lage und den Namen von Pippins Burg geben die echten Quellen nicht an, 3) Diese Zeitangabe ist erdichter. 4) Nach Dusb. 1. c. wird Pippin gerade von seinem Schwestersohn verrathen. 5) Nach Thorn Dusb. 1. c. 6) Zusatz Grunau's. *fol.T7Tb.
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188 frau, dan ich gantz börne, und man furt yn aus der kirchen. Er begerte vorbete von ir und geloble, wie er wolde ein geistlich mensche werden, und. sy machte yn durch gebet widder gesunt. So fingk er an das seine‘, zcu ordeniren, wiewol es sich lange vorzcogk, idach wart er von Hermanno Balk lantmeister zcu Venedige geklitt. $ 3. Von eym loblichen gezceugnis uber dy bruder ym orden'). Im iar 1215 wart ein Masur?) gefangen von den Preussen. Disser wart yn dy tagfart der Preussen gen Rickoyoto gefurt, dissen fragte der kyrwayt, ab es war wer, das sie der fürst aus der Masau vorgeben hette, und was es doch vor herren weren, den sie dinen sollen. Ja, sprach der Masur, ir seit umb euer grausamigkeit vorgeben, wen mein herre getrauete nymme euer bossheit zcu widderstehn, den ir aber ubir- geben seit, seint edel und wolgeborne herren aus Deutzschen landen, und yn hat bebstliche heiligkeit hülffe zugesagt, und man vorsammelt auf euch in allen landen‘. volök, die euch :bezewingen sollen. -Inen haben auch zcu- gesagt alle Deutsche fürsten mechtige hälffe widder euch, Uber das die selbigen menner, dy euer herren sein sollen, seint geistlich und eins frommen lebens, umb welches willen glauben wir Masuren, got wirt yn widder euch gesig, vorleihen. Der kyrwayt sprach: das die menschen sein, die auf! uns zciehen sollen, ist gleich, wen wir auch menschen sein, das yn hern wollen hülffe thun, ist möglich, das sy es auch mit der zceit wol werden uberdrössigk sein, das sy aber geistlich sein, bindet nichst mit irem adel, wen wir auch solcher menner genugk under uns haben, sunder das sie from sein, möchte was zcu wege brengen, idach sy mussen so vil daran setzen, als sie gewinnen wellen, uns werden die hende nit gebunden sein. Ag eines ergert mich, das unser heilige göte uns.nymme wollen antwort geben. In disser sachen ist das glücke zeu harren mit uns und mit yn, und lies yn frey. 4) seine fehlt D. db) er A. 1) Quelle ist Dusb. IL c. 11. Ss. 148 aber wieder mehrfach erweitert. 2) A quodam Polono Dusb., die Zahlenangabe fehlt.
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189 8 4. Von eym besondern Romisehen rechte yn zeum besten gewant. *Wy denne gesagt ist und auch berurt wird werden, durch anlan- *fol. 78a. gung der Masuren und ires furstens Conradi bischoff Christianus von Prenssen als ein ambasiator der Masuren bat umb ein creutzfart auf die unglaubigen Preussen, sint dem mal die b.* Deutsches hausses nichst kunden thun widder dy Preussen. Als sich in dissem der babst Gre- gorius IX bedochte, b. Herenwardus procurator Deutzsches hausses') ym namen seins ordens, sint dem mal ym Preussen wer auffgetragen, begerte er auch vor ym und ym zeum besten eine ereutzefart. So fant der babst ein solch mittel, wie Innocencius III aus eim gemein concilio dys gesatzt hette, welche lande durch eine crentzfart wörden gewonnen, solten der Romischen kirchen eigen sein, domit zcu thun, was sie wolte. Dis wart Christiano dem bischoffe vom Preussen vorgestimpt und b. Herenwardo, ab sy ein solchs wollen vorwillen. Dis wolten sie nit thun, sonder sie woltens iren ubirsten kunt thuen. In solchem weil man abe und zcu czogk und antwort irlangete, starb Gregorius IX, und wart yn seine stelle erkoren Celestinus IV, und disser lebete kurtze tage und, er auch auff seiner kirche beste berugete ym statut des coneilii, das so lande® durch die creutzfart gewonnen würden, solten eigen sein der Romischen kirchen. Nicht gar lange dornach starb Celestinuse der babest 4, und dy kirche stunt ane bobst 21 monat, in disser zceit achtete man wenig anff die brüder umbs keisers willen, der die cardinall ge- fangen hielt zcu Malphea, darumb das der babst yn umb sein meyneydrey gebannen hett?). So quam Christiano dem bischoff von Preussen das antwort vom fursten Conrado aus der Mazau und seinen erben, sint dem mal ein solchs durch ein concilium wie ein recht wer eingesatzt, so wolten sy es vor ein recht balten mit der underscheit, das die Masuren die nehesten zen eym gewonnen lande von Preussen weren, der kirchen zcu Rom gleich dovor zcu thuen, wurde es aber den b. befolen und auff- getragen vom bobste, den artickeln der donacion dem* Deutzschen orden ane schaden yn gethan aus gnade der Masuren, adder der Deutzsche orden und dy Polen gleich volck und unkost auf Preussen tetyn umb dy theilung und gnugkthuung der kirchen zcu Rom sol es stehen zeu " erkentnis der fürsten, und dis wart lange zceit gehandelt zwischen dy a) bei D. d) lange D. 0) A Calixtus, am Rande von anderer Hand Celestinus, d) und d. b, and D. e) dem mai D. l) Eine von Grimau erfundene Persinlichkeit, 2) Diese Vorgänge gehören bekunntlich den Jahren 1941—43 an, also viel später, als Gr. sie hier anbringt,
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*fol. 78b, 1% do vices bikten des bobsttamibs, und dy 'b. dis ia keinen wegk kunden angehen, wen yn Deutzschen landen war kriegk und aller jommer, den der keiser gemacht hette, und bleib* also stehen. Dy aber zca Rom vices hilten, domit man nit spreche, die cardinal zeu Rom vor- hindern die christenheit umb ires frommes willen zcu meren und den unglaubigen gewalt lossen, so declarirten sy, man solde das creutz pre- digen auf die unglaubigen Preussenn, so” den zcwe. part weren, die es begerten, so sol es dem part uberreicht werden, dem es hern und fursten aus bebstlicher heiligkeit erkenten zcu vorlehnen, und dis wart ange- nommen. Dy Polnischen fursten quomen, das woren dy fursten, die von anbegyn der cron von Polen eingeleibet sein, als die fursten der Schlesie, Pomern und Casschuben und die andern alle von wegen der b., als und als b. und wepener umb* dy° 100 woren, und dy kreutziger gewonnen Preussen, und so dy bruder ein fus ym lande hetten als das schlos Vogelsang und weren eins frommen lebens, befulen sie den b. Preussen auff erkentnis des zeukonfftigen bobestes, und sy nomens an und woren unglaubigen Preussen freuntlich und gönstig und hetten mönche predicatorum ordinis, und disse predigen und brochten vil von irthum. Als aber Innocencius IV babst wart, bestat er und investirt uber: Preussen: b. Conradum lantgraff von Döringen den hoemeister Deutsches hauses umb? eyn tribut. Wy disser geben ist wurden und wy vorwandelt, wy man’ den Masuren hilt die czugesagten artickel, ist gesagt worden, so viel als man es mag mitteylen yn* historien °.') Capitel VI. $ 1. Von eym greslichen sterben und antwort eines kirwayden umb dys sterben.?) Und dis weis got, ab eg von ym zcu einer vorsuchung kam, addır ab es der vorgiften luft schult war, adder ab is dy mitte brachten, dy zcu den b. quomen Preussen einzcunemen, wen yn Deuizschen landen a) do D, db) aufigen. D. c) A am Rande. d) unnd D. e) A von anderer Hand. 1) Dieser ganze Paragraph beruht auf einer Combination der aus Matthias von Miechov entlehnten Erzählung von dem Vertrag des Ordens mit Conrad von Masovien über Preussen (s, 0. 8. 179) und der päpstlichen Investitur vom I. Oct, 1243, weiche Grwaau in der Thai vor sich hatis. 2) Diesem Abschnitt liegt keine alte Quelle zu Grunde.
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191 beti es mechtig gestorben, und im sibende jare, als dy b. Preussen heiten angeheben zeu regiren nach der: creutzfart, wart ein mörtlich sterben ya der pestilencia. Dy Preussen waren? es ungewont und forchten sich vor dem sterben, wen sy fillen bey: yn nidder yn gesundem leybe. Darumb lieffen sy umb yn den welden wie unsinnigk viech und vor- treten, und werte ein gantz jar. Die luftt wart vollen vorfelscht, und es vorgiugen menschen und viech. Zou disser zoeit sag man nymant von den b, dan dy besten vorwarten sich vor dem“ tode und wolten. mit dem gemeinen man nit vil handlung haben. Im abnemen disser pfloge warf! sieh auff Steynigo vor ein kyrwayt* und begab sich im’ eichwalde mit el 79a etlichen in das waydelen, das sy mochten wissen, wy sie bey ein solche pfage quemen und was sy solten thun iren götten zcu eym dinst, das sy durch die gnade irer götte gefreyet wurden. So weis got, wannen es quam, das sich in der nacht; erhub ein grimmiges ungewitter,' von dissem nam der kyrwayt einen behelff seine mitte Preussen zcu vorgiften und sprach: liben gutten freunde, ir wist, wie gemeinlich unser gnedigen göte mit unsern vetern durch Perkunen iren willen haben geret und uns geoffenbaret, so haben sy auch heynti* gethan und euch durch mich zeu sagen yren willen, von dem plötzlichen sterben der unsern, ist ir straff, wen sy werden von irem volcke, das sy so lange yn mechtiger hülff gehat haben, vorachtet, das sy ein neuen got aufnehmen und eren und dy vorigen vorschmehen. So wist, das sterben, elend, krieg und mort sal ir beste zoeit sein, wie sie nit neben dem neuen gote geforchtet werden wie vor, und dy iren vorhalten, und auff' solche meinung vil rede thet und sprach: ich wil den neuen hern zcu willen sein und mit dem neuen got fride halten, sunder unsern gnedigen göten ein getrauer diner sein, und dys sy alle vorwilleten und vorschwuren, wen‘ der Preussen syn war, der dunner wer gottis stimme, sunder nymaat vorstunt es, sunder der kyrwayt alleine, und gingen von einander und sagten es alle werlt, und das sterben horte auff, darumb sie geweltig glaubten, ire götie hetten das sterben wegen ires vorbüntniss wegk genommen, und beharten gantz darinne. $ 2. Wy dy b. dissen missglauben wolten dempffen und quemen zcu oym ernst. Dy b. vorsamleten sich widder mit der zceit, und b. Herman Balk preceptor satzte dy seinen auff die höffe dy zcu bauen und dy a) A übergeschr., fehlt in D. db) waren fehlt D. c) fehlt D. d) fehlt D. e) heutte D, DAwer g)siD.
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*fo}. 736. 192 underthan zen regiren. So waren etzliche einer sunderlichen andacht, die den Preussen iren willen und den missbrauch lissen, dan sie meinten, got hette nit ein wolgefallen imant zcum glauben zcu zewingen. Eitlich hetten auch gerne etwas gethan, sie hetten aber nit volle gewalt und musten es mit unwillen ansehen, und dy Preussen erwnehsen so fort und fort yn yrem misglauben und sich vorherten. Indem so schreib der homeister b. Hermanno Balk preceptori yn Preussen, er solt zeiehen yn Leiffl.nt und solt den schwertbrüdern das cleit Deutzsches hausses geben und brengen sy zcu der possessio‘). In seine stelle wart gesant b. Germel von Oldenborch prior?) zen seyn, und* disser war ein ernst man und greiff die Preussen mit ernst an und strafte sy hertlich yn yrem waydelen, und sy liden es, gleichwol nit abgiengen ire göte zeu wirdigen, und man begreiff sie vil mal, etlich ermorten, vil-vorlemeten, vile queleten, und waren doch gedultigk und teten den b. alles, was sie wollen, sy lissen die iren teuffen, sie gingen zcun kirchen, sie goben ire zeinse und theten doch auch gleichwol iren göten ire dinste, dan sie hetten hort sagen, das die menschen selig weren, die umb gottis willen liden. In dissem. quelen der Preussen umb? irer göte halben gar viele waren, die do grimmig waren auff dy b., wywol sie nichst dorfiten sagen, so schryen sie dach zcu iren göten umb 'rechung uber die vorstörer ires dinstes. Darumb vorbrante man auch ein gantz dorff mit dem kyrwayt und seinen waydelotten, und dis vordros mechtig dem Preuschen adel ®, und stunden etlichen b. nach zcu töten, und dis mergkten dy b. und rufften widder b. Herman Balk aus Leifflant, und er quam und sante zcum homeister den prior von Preussen und kunde es gleichwol nye vorrichten, wy freuntlich er yn war. In solchem quomen sy weither iu vorhertung ires missglanbens, und weil er sy nit ym ernste straffte, erwuchsen sy aus neidt auf dy b., bis das sy in einen offenen kriegk mit einander‘ quomen. $ 3. Wy man den Deutzschen brudern vil namen gab umb ires ernstes willen. Dy bruder Deutsches hausses, als sy einen fuss yn Preussen ge- satzt hetten, nomen sy es ernstlich vor und meinten so dy iren zcu a) A übergeschr. b) Deutschen adel D. c) denn andernn D. 1) Nach Dusb, III c. 28. 2) Diesen Landmeister hat Gr. erdichtet,
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193 tegiren. Nu war mit den brüdern auch vil guttes Deutsches volckes ya Preussen kommen, dy worden an dy merglichen stellen gesatzt den Preussen vorzcu kommen, wo sy ein aufrur wolten machen, und disse worden schir so schlym wy die Preussen gehalten, das sy nu das yre etwan vorworffen hetten, sy musten do bose gedult haben, und do nu ir elliche iren mut kuleten *, gaben sy yn> den brüdern seer schemliche namen, umb des willen erwuchsen die b. auff dy erbar geste und vor- gossen sich und griffen iren lesterern mit feusten yns maul, dovon etlich von beiden teylen tot blieben. Die namhaftigsten b. understunden dyss und machten ein capitel und beritten sich miteinander, das sy sich forimehr solten nennen, heyssen und schreiben lossen Marienbrüder mit dem ereutze ader die creutzbrüder mit dem weisen mantel und satzten auch iren amptbrüdern ©, das sy meh solten begeren geliebt zeu werden dan geforcht, und man solt leuten zeu gut halten, und theten es auch und gewannen gunst. Do quomen ander von hohem adel und gros pucheten so lange, bis man hant anlegete und auf sy ein krieg stifte, in welchem sy irs puchens genossen. a) gekoleten D. b) statt ay yn-yren D. c—) fehlt D. 18
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*Der VII tractat, wy der babst eyn oreutafart gab den Polen, *fol. 80. und hern und fürsten zcogen umb gottis willen und gewonnen Preussen und nach vorschreybung befulen sy es den brüdern Deutzsches hausses, und babst Innocencius investiret sy‘ dorauff, Capitell. $ 1. Wy dy fursten aus Polen Preussen gewonnen. Wie wol man lange zceit das creutz geprediget het, so quomen dach wenig fursten zcu hauff, wen yn Deutzschen landen waren vill auffrür, darumb im iar 1200 und 25 die löblichen fursten aus Polen aın tage Luce des ewangelisten sich vorsamleten zeu Bresdno, herzcog Conrat aus der Masau der brüder Deutzsches ordens patron mit 4 tausent Masuren, hertzog Lastronogus von Gros Polen mit 22 hundert man, Semovitus der furst von der Coya 2 tausent man, hertzog® Lesko von Crockau mit 2 tausent man, hertzog Heinrich von Legnitz Sant Hedwigen son 3 tausent man, hertzog Cazimirus von Gnysen mit 1500 man, Swantopolcus und Samborius sein bruder hertzoge von Pomern mit 5 tausent man.‘) Disse fursten alle mit bruder Herman Balke und 28 seins ordens brüder mit 100 knechten ezogen am tage Simonis et Jude bey dem Vogelsange uber die Weyssel,?) wen sy von mechtiger kelde hert war gefroren,®) und czogen vor und vor und a) so D. b—b) fehlt D. 1) Quelle ist Dusb. III c. 10. Ss. I 57. 58. Doch sind Ort und Datum, die Vornamen der Herzöge von Cujavien, Krakau und Gnesen, der Herzog Lastronogus von Gross-Polen, die Zahlenangaben und das Jahr 1225 Grunau’s Zusatz, Statt Heinrich Sant Hedwigen son Aa: Dusb.: quem Tartari postea oceiderunt. Es Aundelt sich um die Schlacht an der Sirgune, im Herbst 1233. 2) Zahlen-, Orts- und Tugesangabe wieder von Gr. erfunden. 3) Cum omnia essent gelu intensissimo indurata Dusb, ILL c. 11. 8. 58.
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15 quomen vor Slemmo eine feste der Preussen itzunt Garszeh genant,‘) und da war ein unzceliche schar der Preussen. So machten die fursten 3 hauffen, einer nach dem andern angingk, und huben sich an zceu schlon mit aller krafft. Der Polen sturben viel do umb gottis willen, aber der Preussen unzoelich viel umbs irs ubermuts willen do stortzeten, und das von biutte und schne das gantze felt ran. Auf den abent namen die Preussen die flucht, sunder Swantopalcus und sin bruder begegnete yn und dieselbigen auch erschlugen.?) Dy fursten tzogen weither eyn und erschlugen, wem sy funden. In dem am tage Martini quam Darssgoito der Preussen kyrwayt mit dem adel und ergoben sich yn die hende der fursten®) und schwuren bey der gunst irer gnedigsten götten, man solt sy nit vorterben, sie wolten irs diner sein, und dy fursten haben sy aufgenommen und befulen yn, sy solten vortmeh den brüdern dinen, bis man sy vorsicherte, wes herren sy sein solten, des bobstes ader der Polen, und die brüder solten ire günstige hern zcur zeit sein, und wy fortmehe glauben, beten und leben solten, worden sie yn wol sagen, und dy fürsten zeu eym zceichen, das* Preussen den Masuren gehörte grüntlich, lissen sy *fol.80b. den Preussen das Polnische recht“) und befulen den brudern darnoch zeu richten, und sy hilten es auch wol 22 iar, sunder do yn das lant gefiel und sich fuleten hern zcu sein, vorwurffen sy es sprechende, es were nit ire sproche, und einsatzten das Colmische recht. Nach dissem tzogen die fursten yn eigener person widder an heym. 8 2. Wy sich dy bruder nach dysem ym lande hilten.°) Bruder Herman der lantmeister von? Preussen? sich befles, das dy monche predicatorum, so bey ym woren, welche Polnisch und a) am Rande in A. 1) Für Siemmo, als alten Namen von Garnsee, beruft sich Ketrzynski 0 naro- dowosci Polskitj w Prusiech Zachodnich, Krakau 1874 S, 30, n, 24, auf Lucanus, der Staat von Preussen, Handschrift von 1736 im Gr. Lehndorf’schen Archive zu Steinort, aber diese Quelle ist wohl schon von Grunau beeinflusst, der Nume früher nicht nachzuweisen, 2) Nack Dust, 1. ce. 3) Diese Schilderung und das Folgende ist wieder Phantasie, 4) Nach der Urkunde vom 7. Febr. 1249 (Cod. Warm. In. 19), die Gr. auch sonst kemt, vgl. o, S. 62. n, 2, erwählten die Pomesanier damals das polnische Recht. 5) Die folgende Darstellung beruht auf keiner älteren Quelle. 13°
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1% Deutzsch konden, das sy den Preussen predigten den glauben Jhesu, und sy sagten" yn alles durch dolmetzschen, und vile bekarten sich. Dornach als Preussen gewonnen war, der lantmeister ader preceptor bruder Herman Balck lebete nach 14 jar!) und hette gantz Preussen und Leyfflant inne. Er wolde niemant mit gewalt zcum glauben zowingen, sunder er lies sy? durch dy mönche vormanen, und geschag, das vil Preussen christen worden. Idach besuchten sy gleichwol ir heilige göte nach voriger weyse. Darumb kunden es die brüder nit mit bequemer weisse abelegen. In disser zceit ritten sy‘ umb und machten yn freunde mit dem adel in Preussen und waren seer freuntlich und andechtig kegen got, und das sy die Preussen mit leide darumb beclagten, das es schade were, das so viel frommer menner nit anbeteten ire heiligen göte. Sie ritten auch umbe und vorteilten das wilde vorstroete volck yn die dörffer und vorordenten eym iglichen, was sein solte sein und was er do vor thun soll; sy nomen seuber- liche knaben und schickten sy yn Deutzsche lande, das sy do solten lernen christene sytten.) Welche Preussen bey yn woren, goben den andern gezceugknis, das ire herren fromme herren weren, den neuen christen beweyseten sie sunderliche freuntschafft, sie boten sy- zeu gaste und assen mit yu, wo sy arme sahen, hüllffen sy yn mit dem, was sy hetten, sy namen ire krancken auff und warteten sy selber, dem adel yn iren? hadersachen freuntlich zeusprachen. Sie vorschaften‘ den witwen, jungkfrauen und kinderen, den ir menner erschlagen waren, ein auszkommen und von den andern unglaubigen Preussen nomen sy gelt, korn vihe und damit dissen hulffen, und dy Preussen waren guttwilligk, und so die brüder die Preussen zeinshaftig machten, und bleib solch geben ein recht als gelt, korn, haber, hüner, ochsen, kelber pferde, potter und sonst vil ding mehe. a) satzten D. b) sich D. c) sich D. d) am Rande in A. 1) Also bis 12,39, diese Angabe ist richtig. Hermann Balk starb am 3. März 1939. Jas Tagesdatum nach dem Altenbiesener Nekrolog im Wiener D. O.-Archiv. 2) Nach Dusb. III c. 91. Ss, 1 101 war der Natonger Heinrich Monte im Magdeburg, ob zur Erziehung, ist ungewiss.
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197 8 3. Wy der orden Leiffiant eriangete und sy den orden.‘) *Im iar 1230°) horten dy schwertbrüder, die yn Leifflant waren, *fol. 81a sagen, wie die brüder Deutschs ordens gantz Preussen? hetten, und das sy ein zeuflucht hetten, schickte Volquinnarus ir meister mit willen Alberti des ertzbischofs von Riga ires hern boten zeu dissem lantmeister Hermanno und boten yn umb seinen orden, wen ir orden der schwertbrüder nit bestat war. Bruder Herman ınerckte, das es ym und seym orden zeu thuende ® wer, er schreib dem homeister Conrado von Doringen, und disser kleidete sye® mit vorwilligung des bobsts yn den Deutzschen orden und gab yu Hermannum Balk zcu eym preceptor, und als Hermannus 6 jar ir preceptor war®) und dennoch gleichwol auch! Preussen regirte. Zeu wissen von Leifflant. Dye kauffleut aus Westphalen quamen yn grossen stormen yn ein flys Dzwyna itzunt Dune genant und gingen umb kurtzweil auff spaciren und funden do menschen wonen frembder sprach. Die kauffleut quamen durch Hamborgk an heym und sagten es an Lyvo®) irem fürsten. Disser mit hülff des bischoffs von Ozen- brugge, Hyldesym, Mönster und Mynda gros volck nomen und quomen yn das fliys Dune und nomen das lant eyn unnd besatzten es hin und her mit christen und gaben es eym bischoffe. Disser, domit er den Thwerder, dy nu Moszkvoiter sein, welche des landes herren woren, ınöchte entsitzen, nam er zcu ym die schwertbrüeder und beful yn den streit widder seine feinde zcu füren und gab yn das dritte teyl vom lande, und diesse haben alwege redlich gehandelt. Weither banete der bischoff Ryga und satzte ym do hyn seine wonunge. Er stiffte disse stat Ryga vor ein ertzbbisthumb und Revel, Darbt, Ozel, Kurlant, Wyerlant ‘, Ergenlant zcu bisthumb und wart also vom babste bestat, sunder do die schwertbrüder: an sich nomen den Deutzschen orden, goben sie mit der zceit den priestern das dritte teil und sy nomen das ander. Die bischoffe woren yre herren, itzunt mussen sy yre kmechte sein. Ich werde auch sagen von etlichen stücken des haders zwisschen den brudern und der’pristerschafft, wy sy mit yn ge- handelt habenn. a) Preusserlant D. b) nit z. th. D. c) sich D. d) fehlt D. o) ritterlich D. f) W. feblt D. «) schwartzbr. D. 1) Diesem Paragraphen liegt Dusb. Ill c. 28. Ss. 1 65 zu Grunde, duneben aber auch andere Nachrichten über die Aufsegelung Livlands, die Gr. wieder nach seiner Weise enistellt hat, 2) Dusb. 1, c. giebt kein Jahr an; die Vereinigung erfolgte 1237. 3) Dusb. I, c. am Zade, 4) Aus dem Namen Livland abstrahirt.
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*fol. 81b. 198 Capitel I. 8 1. Wy dy bruder wurden gefreyet von der toylung des landes. Im iare 1230 wart der selige furst Conradus aus der Masau kranck, in welcher krangkeit er boten sante bruder Hanno von Sangerhausen der heiligen frauen Jutten son, dy czum Colmensee im thum leyt,‘) wen disser war visitator der brüder vom homeister Conrado gesant?), und der furste sein testament satzte, in welchem* er dem orden Deutzsches hausses umb gottis willen gab Neschovam das schlos und gantz Chelmerlant* *) und erlys yn dy teilung des landes zcu Preussen. Uber dys wart ein instrument gemacht und der furst starb. Dys testament wollen dy kinder Conradi nye vorwillen, dennoch gleichwol czogk Hanno czum homeister Conrado und schickten zcu Innocencio IV und lissen es bestaten. Synt dissem testament her die Masuren gleichwol von wegen der revocation Culmer- lant und halb Preussen geacht haben vor eigen, wy wol sie nichst besunders dabey gethan haben das’ mit ernste zcu manen. Dan nicht langes darnach fielen die Preussen vom glauben abe und vom gehorsam, darumb schwigen die Masuren stille, wen sy hetten sorge, das sy dy Preussen uberzciehen möchten, wy vor. So war auch der furst, dem dis lant wart zcugeteilt von der teylung veterlichs erbteil, jungk und unachtsam und nam es nit zcu hertzen, die weile baueten die brueder stete und schlösser und befestigeten sich, und do es die Masuren maneten, achtens die brüder nit und behilden, was sy hetten, darumb quam is, das die Masuren liessen mit der czeit die unglaubigen Littawen durchzeihen yn Preussen und das Colmerlant mechtig beschedigeten, wiewol sye auch kleinen nutz do von hetten. Und dy erben von Polen sich umb dis testament und umb ander sache mehe bis auff heuttigen tagk mit viel christichen bluts vorgissen geuneyniget haben. a) Colmerlant D. 1) Von ihr ist im 9. Tractat die Rede. 2) Anno von Sangerhausen kam erst als Hochmeister 1263 nach Preussen, „visitator" war er nie. 3) Hat Grunau die Urkunden von 1230 über Kulm und Nessau gekammt? (Acta bor. 1408 u. 404.) Sein Nachfolger Lucas David enilehnte sie dem Löbawer Archiv, von dort her könnten sie auch Gr, zugänglich geworden sein. Das Folgende ist wieder gefabelt.
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1% $ 2. Wie die donacio bestat wart vom babst Innocenclo IV, Bruder Conrat der hoemeister so balt Innocencius bestat wart, schickte er zcu ym und erlangte investuram also yn der sententz lauttende: Innocencius bischoff ein knecht der diner gottis etc. in warheit aus bewerung der schriftlichen gezceuge haben wir erkant, wy ir dy lande der ungleubigen Preussen habt yn underthan und ir im Colmischen lande, welchs vorhyn dureh christen bewont ist, von vorleyhunge unsers gelibten sones des edlen furstens yn der Masau Conradi, der und sein voreldern yn dem ein herr ist gewesen, und er is euch umb gottis willen vorlihen und gegeben hot, stete, schlosser und festen widder die unglaubigen gebauet hot mit grosser kostung und mühe und darumb wir, wie etwan seliges gedechtnis Gregorius unser vorfar, domit euer gemuet entzcündet werde auff die ungleubigen, thuen wellen, nehmen wir auff die vorleyhung Conradi und nemen die lande von Preussen yn die eygenschaft der gutter sancti Petri und vortmehe der heiligen Romischen kirchen underwerffen, do sy nymant yn zcukunfftigen tagen besitzen sal*, ag der da wirt sein das haubt christlicher kirchen. In dem zeu nutz und gebrauchung umb ein jerlichen tributt, du Conrade gelibter son und dein haus in ewige tage solt regiren, und darumb wir dich itzunt durch unsern ringk ein- weisen auf das ehegenante lant mit der unterscheidtt, das dy heilige Römische kirchen wirt befleissen zeu stifften kirchen und sy zeu begoben von den güttern des selbigen landes und unser ordenirung mit den neuen christen im lande von euch neben anderem zcusagen den selbigen unvorruglich sal gehalden* werden vor ein sunderlich recht. Disse bestetung und investur ist gescheen zcu Anagnie am ersten tage des mondes Octobris im jar 1231.') 8 3. Wie sy schlosser und stete bauten im lande. Bruder Herman Balgk sag mit den seinen, wie sy bestat woren auff gantz Preussen, domit sy ein sicher lant hetten, ab sie ymant wolt anfechten, haben sy die Preussen angehalden dy zcubrochene schlosser widder zcu bauen auch neue stete, darumb haben sy eine a) vorhalden D. 1) Offenbar hatte Gr. die Anvestiturbulle Innocenz ]V für Gerhard von Malberg, d. d. Anagnie a. p. I. Kal. Oct (1243, 1. Oct. um besten Theiner, Monumenta Poloniae-I n. 78,) vor sich, von der er hier eine etwas freie Uebersatzung giebt. *fol 82a.
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*fol.82b. 200 kirche gemauert ym iar 1231!) und eyn stuck au die Weissel und nanten es mit namen Thorn und liessen dy kirche yn dy ere Sant Johannis baptiste weyhen, sunder dy stat ag 4 jar da lagk, und die Weyssel grossen schaden daran thet, wen das wasser gros wart,?) wen sye sehr nidder lag, darumb legt man keinen fleys mehr doran, sunder ıman furte die bereitschafft wegk und bauete das schloss Vogel- sang und nante es Thorn auff eine hohe an die Weyssel eine meyle die Weyssel auf? vom ersten Thorn, und ist dy stat, die nach heut am tage stehet und Thorne heist. Auff der ersten stelle stehet ag eine kirche Sancti Johannis und heyst heut Alt-Thorn. Die bauung der stat Thorn, die nu ist, geschag im jar 1235.°) Item sy baueten widder Chelmo und nanten es das Altehaus im jar 1236*) und mit den christen, die umb gottis willen aus Deutzschen landen zcu den brüdern woren kommen,°) baueten eine stat bey das schlos und nanten sy Culm, und geschag im jar 1239,°) und disser stat und seiner erbarn leutten ym lande gab der homeister Conradus von Doringen ein sunderlich recht und viele privilegia, und war do eine stat 16 iar lang und wart von den Preussen vorstört. Im jar 1251 der bischoff Heydenricus bauete sy ein meyle von der stellen an dy Weyssel under eynen berg.”) Idach lag sy nit vol 3 jar, und das eys ein fart yn der fasten nam sy halb wegk yn eyner nacht, darumb muste man sy auch ubergeben. Item im jar 1254 bruder Eberhart von Seyna lant(*)meister yu Deutzschen landen bauete sy auf den bergk®), do sy nach heutte leyt, und stiffte darein 2 closter, eins predicatorum und eins minorunı ordens?) und lies ir auf ein neues alle privilegia bessern. !®) 1) Den Bau von Thorn [231 erzählt Dusb. III c. 1. Ss, 150. 2) Propter continuam aquerum irundanciam Dusb. I. c. wird Thorn verlegt. 3) 1236, Ann, Thorun., Grunau's Quelie, Ss. III 58. Hieraus stanınt auch die Notiz, dass die erste Burg an der Stelle von Alt-Thorn lag. Mit Vogelsang aber war die zweite Burg nicht identisch. 4) 1232 Dusb,. III c. 8. Ss, I 56. Althaus nach den Ann, Thorun, |. c. 5) Dusb. 1. c. 6) Ann. Thor. I. c. 7) Diese Nachricht der Ann. Thorun. 8s.- III 59, betrifft Culmsee. 8) Ann. Thor. ], c. 60, aber zu 1258. N Zusatz von Grunau, aber falsch Das Thorner Predigerkloster wird schon 1244 erwähnt, Toeppen, Geographie 167 n, 691, das Minoritenkloster erst 1263 von Auno von Sangerhausen gegründel, Altpr. Mon. XII 22. (Perlbach, Preuss. Regesten n. 706.) 10) Ann. Thor. ], c., die Erneuerung der Kulmer Handfesie von 1251.
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201 Im jare 1233 baueten dy brüder Quesyna!) widder und nanten es Marienwerder, ligende nit ferne vom flisse Noyt. Iteın sy baueten ein schlos genant Elbingk im jare 1237?) auft eine ecke des sees Drausen an dem flisse Melbe, und dy von Lubeke doran eine stat machten. Bruder Herman Balk satzte auf das schlos bruder Allexander von Ellyngen ein freyherr zcu eym komptor und stzte yn die stat ein closter predieatorum ordens 1238,°) in welchem jar im winter zcog er in Leifflant und quam kranck heym und starb ym selbigen jare am tage Michaelis auff dem Zeantir und wart do begraben im jare 1238.) Capitel II. $ 1. Vom andern lantmeister yn Preussen. Noch dem tode Hermanni wart gesatzt zcum regenten uber Preussen bruder Friderich vom Foxberge°) und disser lys ser bauen an schlössern und steten und dy Preussen es* alles ımusten aussrichten, und sy waren es ungewonet, auch het mans yn nit gelobet, sunder sy solden nach christlicher weise umb einen bequemen zeins den brudern dinen. Sy kunten ja dawidder nit und Iyden es dach mit böser gedult. In dissem jare 1243° am tage Lucie quam der neue lantmeister vom hoemeister Heynrieo II: von Hoenloch gesant und war mit namen bruder Poppo von Osterna genant, er war lant- meister bey 6 jar und wart homeister erkoren.*) Disser lantmeister a) fehlt D. d) MOCXZXVIIT. ist zu lesen, vgl. $ 2. c) am Rande in A. 1) Dusb, HI ce. 9. 8s. 1 56. 57. 2) Dusb. III ec. 16. 1. c. 60. 3) Den Namen des ersten Comthurs von Elbing, Alexander (von Ellingen ist Grunau’s Zusatz) entnahm Gr. aus der Hundfeste von Elbing, in weicher er als Zeuge erscheint, Cod. Warm. I n. 13., die (irändung des Predigerklosters durch Hermunn Balke 1238 aus dessen Urkmde, Mon. Warm. In. 1. 4) Du Hermann Balke am 13. Febr. 1239 in Würzburg als Zeuge erscheint, wnd am 3. März desselben Jahres stirbt, =. o. S. 196., so ist Dusburg’s Angabe, UI c. 28. Ss, 166, er sei in Deutschland gestorben, doch wohl richtig. Doch war in Preussen im 15. Jahrhundert eine Nuchricht verbreitet, er sei in Marienwerder be- graben, L. Blumenau (Ss. r. Pr. IV 259) berichtet dies mit dem Zusatz: ut quidam volunt. 5) Eine erdichtete Persönlichkeit, 6) Dusb. IIL c. 29. Ss, I 66. prefuit VII annis.
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»fol, 83a. 202 gab den grömönchen die kirche unser lieben frauen zou Thorne.') Er war ein strenger man auff arme leutte. Im wart kunt gethan, wie die Tater durch Reusslant brechen und wolten yn Polen, darumb tzwang er die Preussen zeu mechtiger arbeit an den schiossern, sy gruben, sy hyben und furten ronen tag und nacht und keyn ruhe hetten. Dis iommerte den Preussen, das man sy so gantz eigen machte, nach deme sy ire tage frey und unbeschwert woren gewesen. Widderumb hilt er es mit dem adell und lernete sy hoffe weyse nach Deutschen sitten. In der meynung, das sy den Tatern möchten widderstehen, er lies sy alle zcu seinem ungluck mustern, und sie er- kanten ire macht und goben den brüdernn stoltze wort yn der arbeyt, und wen man sy was hyes*, so thatens sy es, ab sie wollen, und sprochen, was seins vor hern, dy sich für andern förchten. In des quomen dy bruder mit Swantopoleo yn tödtliche findschaftt, dan die Preussen elagten ym yre nöttigung widder das gelöbnis, do er wol von wuste mit andern fürsten, und sprochen, wir hettens nit gelöbet, das der Deutzsche got so ein lügener were, und uns dy seinen so betrogen hette, und der worte vil. So gab yn Swantopolc den rat, sy solden es dem bobeste clagen, des leutte sy weren, und schickete mit yn seine boten zcum bobeste. Sunder dy Preussen erkanten kleine guttigkeit uber ir bekommernis, ag alleyne Swantopolc solte ein mitler seyn zcwisschen den brüdern und Preussen, und als er is tbuen wolde, so ezogk yn an bruder Poppo der lantmeister vor einen vorreter. Dys iammerte ym und czogk heym. Swantopolc war ein furst von Pomeren.?) $ 2. Wy sy das schlos Balga gewonnen und es starck baueten.°) Im jar 1239 quam Poppo von Osterna yns lant, und ym wart gesagt, wy off der festen Honeda genannt ein Preusch furste wer, der sich nach nye dem orden ergeben het. So schickte bruder Poppo vom Elbinge 4 schiffe mit volcke aus noch Honeda. Honeda itzunt Balga genant ist ein schlos und hat von der einen seyten ein wasser 3 mey- 1) Miechov. 135. 2) Diese ganze Erzählung bildeie sich Gr, nach der ihm aus Dusb. bekammien Tatsache der Verbindung der heidnischen Preussen mit Sıeantopolk und der Urkunde vom 7. Febr. 1249, in welcher im Eingange Verhandlungen der Preussen und des Ordens beim päpstlichen Stuhl erwähnt werden, i 3) Nach Dusb. HI c. 18. 19. Ss. 1 61. 62, aber mit Ausschmückung der Einzelheiten.
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203 in breit und 14 langk von der andern seyten ein gequebbe und leyt selber auf eym berge, eyner halben meylen breit. Als das volck quam zcu ande und beschaueten das schlos ym mittag, is war zcu und volck darauff, und sy merckten, das sy zcu schwach woren, sy branten umb das schlos wegk, was do war, und czogen gem Elbinge. Bruder Poppo richte aus 30 bruder mit hundert man und schickte sy gen Honeda. Dy Preussen von Honeda abe und auff die brüder und schlugen sich mörtlich mit yn. Is stortzte mancher gutter man, und dy Preussen nomen dy flucht, dy bruder yn nach, in solchem sy zeugleich mit den Preussen yns schlos liffen, die Preussen erschlugen sy und be- hilden dy Balga. Die brüder baueten es* uff ire weise und nanten es Balga, das ist so vil bedeut, wit haben doran gesatzt unsern balg, das ist unser haut. Weither konden sy nit kommen, wen Mangelo der Preussen kirwayt het Samland mit mechtigem volcke eingenommen, Su- danerlant, Nadrauerlant, Scalauerlant,* Bartlant, Warmlant und Na- tangen, und sy stelleten sich, wie sy sich weren wolden ken die brü- der, wen sy hetten einen vordris uber sye.‘) $ 3. Von den grausamen Tatern und irer zeukunft.?) Ich hab gedocht, wie dy brüder eingesatzt woren, sint dem mol 37 horten sagen von den Tatirn, welchen schaden sy theten und ny- mande schonten, darumbe konten sy keine hulffe haben von den Deutz- schen fursten, dan ein iglicher forchte sich. Hirumb wuchsen den Preussen hörner, und wolten nit gehorsam sein. Zcu wissen von den Tatim, so vil es Polen und Preussen anrurt, das ym jar 1211 ist er- sehinen ein mechtiger comet 18 tag lang umb pfingsten®) ausschei- nende, und dis war ein bedeuten ein zcukunftigen ungläcks. In wel- chem jaren under den bergen Indie hot ein greslich volck gewont, dy hahen erschlagen David irenj konig von Indien, wen her wolde sy nymme haben in seynem lande, dan sy woren röber, mörder und aller schalkeit vol. Als ey aber zcu hauffe quomen und sogen, wie ir 80 viele war, satzten sy einen fürsten und czogen auff iren herren und vor- a) feht D. 1) Dieser leiste Satz ist wieder Grunau’'s Erfindung. 2) Für das Folgende war die Chronik des Maithias von Miechow Grunau's Quelle, vgl. Toeppen, Histor. S. 134. 8) Mensis maji Miechov. 120. *fol.83b,
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*fol. 84a, 204 terbten yım sein gantz reich.) Darnach auff und vorterbten vil lande und quomen an Reuslant, eyne tagrese von Kyoy nu Kyoff genannt, mit yn troffen dy Reusschen fursten, Mycislaus Myscysslawic dy fursten von Hallicia und Kyov, Vlodomyr und Rurikowie®) fursten von Smo- lentzky, sunder dy Reussen vorloren den streit, darumb im jar 1228°) gantz Beussen und nu genant das lant Padulia*) dy stat Rostov vor- störten, sy vorwüsteten Smolentzky mit allen umbligenden landen, das volck ermordeten sy, junge leut behilten sy ag zcum laster. Capitel IV. 8 1. Wy sy dy christen angriffen und vorterbeten. Betan der Tatterische fürst‘) quam ken Lublyn und czog ken Sandomyr, und synt dem mol vil hern yn Polen woren und keinen konig hetten, dy Tater ubeten mechtigen gewalt. Sy gewonnen Sando- myriam stat und schloss, sy vorbranten do den abt vom Pocrywitz*) mit allen seynen mönchen und alles, was do war. Sy vorsamelten mechtig junck volck von den dorffern und kleinen stetleyn und wolden es gen Reuslant treiben. Als sie sich bei dem flisse Carna?) ruheten, so kam Vlodomirus der* palatinus von Crokau mit gutten Polen und schlug sich mit den Tatern, in welchem entliffen die gefangenen yn den walt Stremech und vorkrochen sich, und nach langem schlon bleib Vio- domirus todt mit dem besten volcke, der Tattern auch gar vil blieben.®) Die Tater worden zceornig und beschickten das gantze heer und teilten sioh, Petam nach Crokau, Caydano noch Lantzitia, Syradia und Coya eyleten und sy is gantz vorwusten und weren yn Preussen kommen, sunder Petan der furst von Clemente burgraffe" von Crocau, von Pa- coslao und Jacobo, Raciboro Witzky*) hauptleut von Sandomyria mit a) der b, D. 1) Davon berichtet M. nichts. 2) Wlodimir Rurikowiez Miech, 120, natürlich eine Person, 9) Misch. 129. 4) Terram Szuedalorum hat Miech. 129. 5) Bathi rex Micch, 131. 6, Abbatem Coprziwniciensem Miech. I. c. T) Czarua Miech. |. c. 8) Nicht die Gefangenen, sondern die Tartaren ziehen durch den Wald Stremech nach Russland ab. 9) Jacobus Racziborouiez Miech. 132.
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205 guttem adel ym dorffe Chemelic‘) bey der stat Sidiow wart nidderge- legt, und er sy doch mit dem andern hauffen yn Sydlow belegete und schreib dyssen, und sy quomen eylende und wolten die stat störmen. ' So ezogen dy Polen auff und nach grausam schlon nomen dy Polen dy flucht, do bliben dy edlesten Polen Christinus Sulkowitz, Nicolaus Vitowiez,%) Albertus Stamptowiez,®) Zementa Grambyna, Sulislaus von Nyedwet,“) dy andern flogen. Yn dissem schlon wurden dy Tater och mechtig vorwunt, das sy* nit balde weither zcogen. Under der zceit der furst Boleslaus Pudicus mit seiner frauen Kynga eyleten® auff ein schlos Sandecz am Ungerlande, und das gemeine volck sich auch gantz vorstreuete. Dy Tater quomen am aschermitwoch gen Crokau und funden sy gantz wüste, alles vorbranten sy, Sant Andres kirche aus- genommen, in welcher sich arme leute vor yn erwerten. 8 2. Wy dy Tater Breslau vorstörten und doch vorhindert worden. In grimmigem zcorne quomen sy von Crocau fur Breslau. Breslau war zcu der zceit eine geringe stat von holtze gebauet,®) welche stat dy bürger gantz und gar vorbranten und etliche entliffen yn Behmen, etliche yn Ungern, aber arm volck enthilt sich auff dem schlosse, und wertin sich. So haben es die Tater belegt wol 8 wochen,*) idach er- schreckte sy got, wen auff dem schlosse war der selige man bruder Czeslaus prediger ordens prior mit seinen mönchen und disser horte nye auff alle tage, dy dy Tater do logen czu schreyen mit den seynen, und got erhorte yn, das die Tater plötzlich auffbrachen und czogen gen Legenitz. Auff Legenitz! war ein furste Heinrieus genannt, disser war ein son der heiligen frauen Sant Hedewich und disser het ym ein mechtig heer vorsammelt. Bey ym war herzcog Mytzslans und Casy- a) fehlt D. b) ollende D. c) fehlt D. d) a. L. fehlt D. 1) Chmyelik Miecch. 132. 2) Vithowiez Miech. 1. c. 3) Stampociez Aiech. I c. j 4) Nicht Sulislaus, sondern Christinus Sulkowicz Aeisst bei Adiech, I. c, do Myeduiedz. e i 5) Zusatz Grunau's, 6) Post aliquot dies Miech, 132,
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*fol. 84b, 206 mirides von Oppeln'), Boleslaus Seprolka®) marggraven von Mehren, bruder Poppo von Osterna homeister Deutzsches hausses, mit welchem woren vil redlicher brüder seines* ordens und vil, die das kreutze hetten an sich genommen das laster an den Preussen czu rechen. Dy alle troffen mit der Tater hauffe eine meyle von Ligenitz, so machte der furste 4 hauffen, im ersten war bruder Poppo®) mit seinem volcke und mit den bergekknapen vom Goltberg, und dy wurden ym nu alle niddergelegt, im andern hauffen furte Sulislaus von Crokau, und dy Tater ym dy schlege vorgonten. Im dritten waren die fursten von Oppolen und sie werten sich ritterlich, im vierden warherczog Heinrieh, und die Tater legten yn mit gewalt nidder. In dem furte der teuffel einen von Polen, der schrey: laufft eylende, eylende laufft. Dissem griszlichen® geschrey war gehorsam der furst von Oppolen, Myczlaus ' auch mit den seinen die flucht nomen. Als dys herezog Heinrich sag, sprach er, ach got, nu hilff, nu stehe wir ubel. Drey mechtige heer der Tater wurden nydderlegt?, so quam Petan der oberst furst der Tatter und disser traff mit herezog Heinrich und der Tatter mechtig vil erstochen. So war bey Petan ein bannerfürer, der hette ein mechtiges banner, auff des spyse stunt ein bilde eines abgottes schwartz habende ein langen bart. Der bannerfürer mit seiner teuffelischen kunst bewegete er das bilde, und es gab von im einen grausamen dicken stinckenden roch, welcher roch gros jomer machte yn der christen heer. Unter dem roche worden die christen untüchtig zcu streitten, so quomen die Tatter und schlugen fus vor fuss die christen zcu tode. Im selbigen Steffen graff von Werben und Peter Kusse‘) wolten den fursten Heinrich weg brengen, sunder dem fursten war sein pfert gewunt und starb do, balt ym do ein ander pfert gebracht wart. Im aufisitzen so quomen dy Tatter und schlon auf den fursten, und als er den arm aufhebt und wil hauen, so rant ym ein Tatter den spys in den leib und er stortzte. Sy hiben ym abe sein heupt und fürten es vor das schlos Ligenitz und stat yn zceu hoen. Die Tatter haben dy toden ausgezcogen und eym iglichen ein ör abgeschnitten, domit sie die zcal wüsten. Sie weren gerne weither yn Deutzsche a) geistlichen D. b) A D wydderlegt. a 1) Miech. 132, atürlich wieder eine Person, 2) Szepiolka AMiech, 132, 3) Nach Miech. war Poppo im dritten Haufen, im ersten die Kreusfahrer. 4) Sie nennt Miech. 133 nur unter den Getödteten,
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207 laut gezcogen, sunder das meiste und beste volck war yn erschlagen, und quomen in Ungern zcu Batho yrem keyser. & 3. Was jomers sy yn Ungern stifften mit yrer wuttung. Bathy der Tatterisch keiser quam yn Ungern mit 5 mal hundert tausent man und eyleten nach Pest der stat, do lag Bela IV der konig mit auserweltem volcke, so tzogk der konig mit den seinen nach dem wasser Cysa'‘) und sich doran legte und keine sorge hette, das dy Tatter* solden schwymmen uber einen starcken breitten strom. In der nacht schwimmen sie uber und ym morgen die Ungern rückling ansprengeten und erschossen ir anzcall. Nymant von der herschaft dovon quam, den Bela IV der konig und Coloman sein bruder, do bleib todt Mathias von Gran, Ugolinus von Colotza ertzbischoffe, Georgius von Jauris, Reynaldus von Sibenborgen, Nicolaus von Sybinia bischoffe?) und sust das volck alle. Nach der schlachtung vorbranten sy mit allem volcke Pest. Von dannen czogen sy und vorterbten Slawoniam, Posnam, Serviam,?) Bulgariam und es quam ein gemein sterben under sy, und ir mechtig viel vorgiengen, die andern huben sich zcu allen teuffeln yn unchristene lande. Und wen man sy nach heutte fragt, warumb sy begirig sein die Polen [zu] toeten, so sprechen sie, umb des glaubens willen nicht, aunder das sie vor ozeiten so vil tausent der unsern und dy besten getödt haben yn yrem lande. So man sy fragt, ob sy es mit dem billich vordint haben, das sie sich umb ir leben haben mussen weren, so sprechen die Tatter, nymant sal widder got thun, got hett dy Tatter ausgesant dy seinen zcu bessern, und darumb teten dy Polen widder got, das sy erschlugen seine ge- schickte boten; und vor war dis magk wol sein, hette got die christen nit gepfloget, hette nymmer von den Tattern ein solches geendet mocht werden, got vorhing es. a) br. fehlt D. b) fehlt AD. 1) Cziszam Miech. 133. 2) Die Namen dieser fünf Prälaten nennt Miech. 134. 135. nicht, vgl. Toeppen, Histor. 134, Die drei ersten finden sich bei Dlugoss, Historia Polon. I 683. 3) Rasciam Miech. 134. fol 85a.
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*fol.85b. 208 Capitel V. 8 1. Wy der bose geist auch mit den seinen wunder- zceichen thut.‘) Under Jisser zceit und dovor theten die Preussen vil homut mit den Deutschen, die umb gottis willen zeu den brüdern waren ge- zcogen, etliche tödten sy balde, etliche furten sy fur die eiche irer gnedigen göten und marterten sy, domit sy die götte sollen wir- digen, wen dis woren dy Preussen wol content, das einer christen war, sunder sie wolden auch, das man ire götte solle wirdigen und thun wy sy, und mit nichte der brüder gedencken. Umb dys ubeten sy unaussprechliche grausamickeit mit kinder. Darumb got uber sy vorhingk, das die bose geiste sichtiglich uber sie nomen vollen gewalt, wen die geiste Incubi und Succubi genant so gemein under yn woren, das so ein man bettrecht von seynem weib wolt haben, woren die geiste do und es auff nomen, aber mit solchen grausamen schmertzen der menschen, das sie unsinnig woren, in welcher unsinnigkeit zcurissen sy, wo sy ein kint kunden uberkommen, sy frosen sich untereinander, und geschag weither, das dy nit thoricht waren, mechtig an underlos plötzlich sturben, und dys jamer werte ein virtel jar. Uber das alles dy trollen, das sein boese geiste, liffen umb yn gestalt der menschen, so wurffen sy einen ins feuer und den dritten ins wasser und solcher töde ubeten sie mehe. Unter dissem regiment der kyrwayt, der ir allerheiligeste was, vorsamelte alle wayde- lotten gen* Rickoyot, und sy schintten sich 4 wochen lang und vor- gossen ir blut noch irer weise und boten ein underrichtung, wie man thuen solde, das sie mochten ablegen iren zcorn der gnedigsten göten. Uberlangst wart yn gesagt also yn einem mechtigen ungewitter und donner: ir habt unser göte vorschmehet und einen andern uffigenommen, wir haben es umb euer schult willen vorhangen, das ir seyt ange- fochten wurden, aber ir habt yo mehr die menschen wen uns ge- forchtet. Ane unser begrüssung habt yr auffgenommen neue herren und dy gewirdiget, uns vorschmehet. Darumb solt ir widder vor- schmehet sein und sterben yn den henden eurer finden. Hiraus die unseligen Preussen erschrocken und noch vielem greinen und blut- vorgissen und vorbörnung irer ersten kinder, die nit eins jars alt waren, wen dis war das gröste opfer den götten, beritten sie sich, und die fursten der Preussen legten auff sie ire hende, welchs gar ein mercklichs war vor der eiche, yn welcher die Preussche göte waren zcu 1) Dieser Paragraph und der nächste enthalten wieder Phantasiegemälde.
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209 Bickoyot, und die leyen mochten die eiche nit anrüren, und schwuren bey der gonst und heiligkeit der göte, sy wolten die neuen herren mit yreın glauben von yn vortreiben ader wolten alle erwürgt werden. Doher quam es, das dye Preussen yn solcher wutunge auff die brüder ımbestendig und vorbittert woren, und mörten und horten nit auff, alle die weile einer dovon lebete. Nach dissem gelöbnis lissen sich ire göte hören, wy sy vorsunet weren, und benomen yn von stunden an dy pMoge, dy ay ya angelegt. hatten, und. worden wp ‚wer, und. sy theten irem gelobnis genugk, und wen:Magia die :brädar-sunderlich nit bewart kette (wy wol sy es itzunt iren krefften zeu schreiben) die Preussen hetten yrem gelobnis genugk gethan. Idach wart eins mit den Preussen wır, das sy alle von den brudern mit der zceit wol vordinet ermort wırdenn. 8 2. Wie dy frauen worden gepflogt und auch erhert. Man sagt, und ist auch dy warheit, wen ınan neyt wachsen lest, % kan schaden thun nymmer gestillet werden, also quam es auch mit den Preussen und iren neydischen göten, wen es thet yn zcorn, das sy anfingen christen zcu werden. Als nu dy ınenner gestroffet und ge- büsset waren, ubirquomen die frauen auch von iren göten eine solche pfloge, sunder es werete nit lange mit yn. Dy Preusschen frauen sein von anbegin fruchtbar weiber, wen sy kaum aus den wochen kommen, werden sy widder schwanger. In disser zceit aus’ vorhengnis gottis durch wirckunge der teuffel die frauen unsinnigk worden, das sie ire kinder frossen, wy die* seue thun. So balt die mutter ein kint het, fras sy es mit grosser andacht aus unsinnigkeit. Umb disser sachen dy waydelotten ire göte bekommert haben und fragten sy umb rat. Sy sprachen, es were dy ursach, sy hetten yre menner vorschmehet und auffgenommen neuen glauben und neue herschafft. Idach solten dy frauen gnade erlangen, so sy yn worden eine schwangere christene fraue opffern durch eyn feuer, das sy frey mit* willen* und guttwillig zeum tode were. Dye Preussen lissen yn kein gelt brechen und retten viel chri- stene Deutsche frauen an, aber nyndert wolde volbort geschehen. Und geschag, das ein armes vorlossen weib von alle dem iren gingk es an und nimpt gelt und vorschlemmet es ersten mit gutten gesellen und gibt sich darnach willig yn den todt, und der kyrwayt vorbrante sy mit aller andacht vor der eiche, von welchem Er alle se a) A am Rande, fehlt D. 14 “01,86 a.
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6 entliffen, und ire götte ag alleine einen woigefallen doranne heiten, und wert. bilde mit dei: frauen besser. % 3. Wy dy Johamiter von Pomersilon vortrieben worden im 8. iare irer elnwonung. Sobeslaus der furst von Pomern wolt den seinen auff Pomerellen gantz tröstlich sein, im selbigen als her het Oliva, Sernowitz die closter gestifft,‘) nam er auch rittermessige ımenner auff, und dys woren dy b. des ordens S. Johannis genant dy kreutzhern von Rodys, wen er horte von yn grose ritterliche* streyte und heiligkeit sagen, und es war auch so. Dissen gab er das dorff Staygart, yn welchs bauten sie! S. Johannis kirchen mit eym hoffe umbgraben‘ und sy baueten auch ! Schoneck?) ‚die stadt‘ und bewareben, aye wol, wer. duch den weg waren etwan die unglaubigen Preussen ader Bruten auff Pomerellen eingefallen, und mit irer sorgfeldigkeit und andacht goben sy den neuen christen auff Pomerellen einen sunderlichen trost. Dys kunde der böse geist nit leiden, und geschag, das eim edeln Bruten von Pomezan genant Teypolo, der eyn rise war, etliche gefangene Pome- renyken entliffen. Disse quomen zcu den Johanniter auff Schoneg, welchen auff stunden an nachvolgete der Brute mit wenig voleke und schlohet auff die christenen, die do woren yn der arbeyt, und sagten keine ursache. So ermanten sich die Johanniter und erschloen den edlen Bruten mit etlichen knechten, die andern quomen ken Rickoyoto gleich ins fest, do man dy fraue brante und oppferte, wy gesagt ist. “ Der Bruten kyrwayt war blutgeyrig nach gewonheit und er befull ymı namen seiner almechtigen göte, der furst von Pomezan solde das heilige! blut der Bruten von den christen vorgossen rechen, und solchs war kunt gethan den Johannis b., und stelleten sich. zour were auff Schoneg, und der furst von Pomezan vorzeogk, es was lange, in N 3) A am Rande, b) s. fehlt D. eo) und gr. D. d) a. fehlt D. e) A übergeschr. T ia & am Rande, , 1) Die ältere Chronik von Oliva. Se. r.. Pr. I a; bezeichnet Subislaus als Stifter‘ von Oliva. .:2) Stargard Kin : Wertpreusseny ahd- Wehörtick waren im Besitz der Johanniter. Woher Gr. die Nachrichten dieses Paragraphen entnommen, ist nicht ersichtlich.
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211 w(*)cbem verzeihen die menner von den Johannitern vorsammelt *fol. 86h. worden vordapssen umd crogen weg. In deme quomen die Bruten und nach. kleiner were wonnen sie Schonegk und ermorten, was darinne was, und vorsturtzien Schoneck, als es alt war 6 iar. Disse gutter bliben nuste ligen lange zceit, bys und also lange Mastwynus Swantopolos son die Johanniter widder eynsatzte, und so danne dy b. Deutzsches hausses eyn zcuspruch vormeynten zcu haben auf das lant Pomerellen, wy denne gesagt wirt werden, vorhinderten sy disse im bau durch zeuspruch, wen sy mit yn ym lande woren gewesen, do man den Deutzschen orden ubirzcogk, und darumb als der hoemeister b. Siffridus von Feuchtwangen Pomerellen kauffte, domit die Johanniter nit ein anzceigen hetten, b. Theudolus von Florren Stargart auff ein andere stelle bauete, do die stat itzunt leyt, und man nennet sy heut Stergart. Umb? Schoneck machten sy den Johanniter ein gestalt, wen der b. Deutsches hausses meinung war, das »y alleine wolten regiren. $ 4. Von Swantopolc fursten zcu Pomern und den seynen. Als nu yın anfang dy b. Deutzsches hausses yn Preussen mit hulff quomen, Swantopole der furst von Pomern yn grossen" beystant thete und halff ym Preussen bestreitten. Aber als er sag des ordens zcunemen und freuntschaft, dy dy Polen mit yn hetten, er erschragk is und neydete es yn eynem wege und besorgete sich auch, es mochte so gerochen werden, was er den Polen gethan hette, und vormass sich bey ym selber dy b. Deutzsches ordens aus Preussen zeuvorjagen. Er thet es kunt dem kyrwaydo der Preussen, und disser schickte ym ein mechtig volck uber‘ die nerynge, mit welchen er yn Preussen fill und so mechtigen mort begingk an den neuen christen, das es? unzcelich ist zcu sagen, in deme er so zcu sagen Culmerlant, Pomezaner und Hockerland so wüste machte, und den b. nichst meh bleib dan Alt- haus, Radyn und Elbing.') Dy b. fillen ym widder ein und er widder yn Preussen und sich 11 jar lang hundosten®), und von Jissem ein- fallen wirt vortmehr yn vielen stellen gedacht werden. Zeum letzten a) und D. db) Preussen st. gr. D. c) und D. d) AD est, 1) Dusb. III e. 85. 8s. 169. 2) ib. III c. 67. 8s. 1 89. 108
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212 hern fride machten, und Swantopole gab ym zou eym frideburge seinen iungsten son, und disser starb auff Christburgk, und nach ym sein vater. Im totbette sprach er zeu seinen sonen: liben kinder, volget mir jo nit nach, dan ich durch mein eigensinniges hanpt bin zcu allem armut kommen, und habt fride mit den b. von Preussen.') 1) Dusb,. III c. 128. Ss, I 116.
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“Der VIII, tractat sagt, wy dy bekarten Preussen abfillen "fel.87.. vom glauben und des ordens dinste, wen die bruder hilden yn nit dy ordinationes des herren legaten Wilhelmi. Capitell. 8 1. Von dem ersten abfallen der Preussen. Im jar 1240 der Preussen boten sampt Swantopolcs botten quo- nen von Rom und sagten wenig guttes, sunderlich gantz Deutzsche lant yn forchten were von wegen der Tatter. So dunck es yu geraten sein, Sint dem mal die brüder von dem reiche nit hülffe haben mögen, wollen wir sie umb ire lugne und gewalt vortreiben mit den iren, und wordens im kurtzen zcu rate und auff und erschlugen, wem sye funden von den christen, und den brüdern alles nomen bis au Balga, Elbyng, Althaus und Thora,') und disse wuttung werte 3 gantze jar. Bruder Poppo ozogk umb hülffe yn Deutsehe lande, sunder do war nymant zcu helffen. Er lies yn Preussen bruder Dittrich von Bernheym seinen marschalck.?) Als bruder Poppo im reiche war, so starb den ho- meister Conradus, und balt auf omnium sanotorum 1240 wart ein capittel zeu Venedie von dem Deutzschen orden, in welchem erwelten sy zcu irem homeister den bruder Deutzsches hausses des ordens Sancte Marie des spitals von Jerusalem den lantmeister von Preussen, der ezu der zceit der edleste under yn war genant, bruder Poppo von Österna, und er regirte ein jar, wen 1242, als er mit seinen besten brüudern des ordens wol 28 und tausent man wolde durch die Slesie zeihen, so wolde er dem Heynrico dem fursten von Legnitz heiffen widder dy Tattir bey dem Newenmarckte, so wart er do erschlagen 1) Und Reden Dusb. III c. 34. 85. Ss. I 69. Die Dauer der Kimpörung hat Gras zugeseisi. 2) Ihn ken Gr. aus Dusb. II co. 36. Ss. I 70.
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214 mit alle den seinen nach ostern und leyt zcu Breslau in sant Jacobs der groe monche closter* begraben mit etlichen brudern.‘) 8 2. Wy der legat yn Preussen quam und er mit Swantopolco freunt wart. Als dem homeister Poppo der weg war undernommen dy Preussen gehorsam czu machen, wen ym hülffe uberal wart vorsagt von wegen des einbrechen der Tatter, quam "Wilhelmus der Preussen l6gat durch dy Märcke zou Sivantopolco dem fursten von Pomoren ufid under- weyste yn seines handels mit den Preussen, und Swantopolc erclagte sich seines schadens von den b., er sprach: gnediger vater, hab ich mit eym solchen gebrachen, os ist mir leyt; und der legat sprach: umb einen solchen vordris den brudern von dir® zeugefügt. ist nit genugk, das du dich erkennest, sunder dir ist auch von nöten, das du widder stillen hilffst der Preussen unsinnigkeit. Von solchen worten viele quam Swantopolc mit dem legaten auff oculi gen Elbyage im *f01.87b. jare 1241 und gebot den Preussen, das sy dy brüder widder auff(*Jnemen solden vor hern, und goben dem lantmeister ron Preussen doragff die hant. bruder Dittrich von Berneheym, mit der underscheit, man sulde sy lossen bey dem, was yn etwan dy fursten gelobet hetten. sy ‚gedechten nit schlymmer zcu sein, wen dy Deutzschen, dy yns lant weren konnen. Nach solchem entscheiden tzogk Swantopole an heym, und als der legat warhaftig hort, das dye Tatern gegen Ungern waren geezogen. czog er gen Thorne und teylete Preussen in 4 bisohoffthume, wie denne gesagt wirt werden im 9. tractat. Uber das gelobete er yn. er wolde yn erlangen sunderliche ordinationes von beyden teylen oma halden yın lande,?) a) In A am Rande. b) dm D. 1) Poppo von Usterna uls Nachfolger Conrad’s von Tirüringen kahnt Grukau aus dem Hochmeisterverzeichniss Johann’s von Posilge, Ss. III 390. Das Datam der Wahl und den Wahlort hat er erfunden, die Grabstätte yiebt Miechow 113 (in Monasterio 8. Jacobi Wratislaviensis apud fratres Minores) an, Die Erwähnung von Newmarkt erinnert un die Danziger Ordenschronik Ss. IV 367. 2) Der Inhalt dieses Paragraphen ist nur eine Ausschmückung der Worte Dusburg’s Il c. 33. Ss. 168: qui legatus seripeit et Iiandavit adotöritate apostolica dieto duci, ut a persecucione Hdei et fidelium oessaret. Ort, Tag med Resultate den Verhandlungen sind erfunden,
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215 $ 3. Wem schaden, den dy Preussen mit irem wnioger theten. Swantopolcus war zcornig umb seine schmocheit, den man schalt ya vor ein vorreter der cristenheit, das er hette gethan, wie der legat wolle. Dorumb nam er auff sein volek und quam vor Tborne und stormete, sunder man entsatzte sich seiner, und czogk von dannen und vorbrante alle dorfier und sante das volck in Pomern. Under dissem schadenthun machte sich 'auff bruder Ypolitus Colmischer lantvoigt mit 4 taygept mau upd wollen dem Swaptapelco den xob abeschlon, den er wolde bey Graudentz uber dy Weisel furen, wen es zcumal ril und mercklich wer. So troffen sy bey eym wasser Rensen» genant nit ferne von Graudentz und schlugen sich mercklich. Under langem ritterlichen schlohen, wiewol der Pomer viel blieben, idach behilten sy das felt, und von der brüder volck wurden namhaftige menner er- schlagen von bürgern und scholtzen 1000 man 200 und funffzeigk brüder, und als man sagte, nymant weg quam, und dis ist gescheen am tage Viti et Modesti im jar 1241, und Swantopoleus quam ımit glücke heym, und anff disser stelle stehet heutte eine capella Sancti Sigismundi von eym cleusener.‘) In dissem vordris woren die brüder von den iren alle vorlossen, ausgenommen von Mackone nit. Zcu wissen, Macko war ein son Pey- pino, von welchem obene gesagt ist,”) ein fint der brüder. Diesser Macko war ein furst von Pomezan und seer reich. Disser vorschaffte allen brüdern alle 'yre speise aufm Elbyng, Althauss und Thorne mit den iren. Idach starb er yu kortzen tagen. In seym todtbette lies er etliche brüder kommen und uberantwortet yn sein schlos Cargey mit aller notturft vol. Und dy brüder begruben yn. Dissem exempel wol 13 schlosherren der Preussen nachvolgeten und goben sich zeu den brüdern, und die bruder widder so zeu nomen, daher: quam es, das dy Preussen sich widder goben vor dem legaten under die brüder. Die ursach aber, das sich die 13 herren goben war disse. Macko als er getauft war, wolt yn der teuffel synt der zceit alweg worgen, so wart ym ein creutz yn dy hant gegeben*, und wen der teuffel quam, vortreib a) fehlt D. b) Reusen D. c) daher fehlt D. 1) Griunau's Quelle ist der Annalista Thorunensis Ss. III 59, der Datum und Zehl der gefallenen Douischen, 1200, angiebt, die 50 Ordensbrüäder sind Grunau’s Zusatz, ebenso wie der myihische Laudvogt Hypolitus. Die Jahreszahl des Ann. aber ist 1242. Ueber eine Kapelle zu Kensen ist nichts bekannt, 9) Dusb, III c. 7. Ss. I 56. *fol. 88a.
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:216 er yn mit dem caewsz und'sagke dis Seinen negweru, darumb sy eyne libe gewonnen zcu den brüdern.') Capitel I‘. 8 1. Von dem andern abfallen, und werte auch 3 lar. Im jare 1243 bruder Dittrich von Bernheym lantmeister von Preussen?) meynte, das im die Preussen würden stille sitzen, ezogk er zcum oapitel gen Venedige zcu der erwelung eines neuen homeisters. Im welchem jare am tage Sancte Marie der hymmelfart wart erwelt zcu eyım homeister der bruder Deutsches hausses des ordens Sancte Marie des spitals von Jerusalem der gar edle® bruder Sanct Jutten son von keyserlichem geschlecht bruder Hanno von Sangirhausen, und er regirte den orden mit vieler bekommernis2.) Er quam yn Preussen mit al seinem geschlechte und er gab den monchen Predica- torum eine stelle zeu Thorne zcu eyme closter yn der neuen stat.*) Im abwesen des lantmeisters vormochten die Preussen ir geschlechte, die do woneten auf Sudauen, Nathangen, und brochten ein gros volck auff und czogen und vorsturtzten Cargoy yn Pomezan und die andern 13 schlosser, den ire erbnamen weren berobt yres vattern gutter an den guttern der schlösser,*) und czogen von dannen und vorbranten das spital vor Thorne, czu der zceit als dominus Johannes der ander bischoff von Colmensehe dy kirche weyete, und vorbranten yn do mit vielen gutten mennern.*) Ir hauptıman hyes Meylino Mackonis schwester a) Au. D. 11. d) den-edien A. 1) Matio's Testument, die Uebergabe von Cargey(P) und der 13 Burgen sind aus echten Quellen nicht nachzuweisen. %) Dietrich war nur Marschall, nicht Landmeister. 3) Den Namen hat Grunau aus Posilge Ss. III 391, Ort und Wahltag sind eigene Erfindung. 4) Vielleicht hut Grunau die Schenkungsurkunde in Thorn gesehen, vgl, Alipr. Monutsschrift XII 22 (Perlbach, preussische Regesten n, 706), vielleicht beruht seine Angabe auch auf Diugoss lb. VII. p. 769. 5) ‘Diese Notiz ist nicht nachweisbar. 6) Dusb. III c. 161. Se. I 126. Der Bischof wird aber hier ausdrücklich Heidenreich genannt, der Vorfall gehört dem grossen Aufstande, wahrscheinlich dem Jahre 1263 an. Duss der Bischof dabei umkam, sagt Dusburg nicht, Meylino, Matto's ‚Schwestersohn ist nur Grunau bekannt,
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217 son, Von dannen sie auff und branten aber und morten auf die braeder, und werte ein gantz iar mit yrem ubell. 8 2. Wy man zoum andermal das creutze predigete. Disse clage quam vor Wilhelmam den legaten von Preussen, und er bracht es an den babst Innocencium IV yn der zceit, als er das coneilium hett. So wart das gantze concilium bewegt, sint dem male, das es nu were, das man stritte* ym heiligen lande und Deützsche lant auch nu sicher wer von den Tattern, als sich ‘denne nu die Romische kirche des landes von Preussen hette underwunden, so solt man ein ereutzefart beruffen widder die abgefallene, das man yn solt vorleyen, die do wurden umb gottis willen yn Preussen zeihen, alle herligkeit, freyheitten, gnade und ablas, vorgebunge der sunde, wy etwan wart mitgeteylt den, dy yn das heylige lant solten zeihen, und dys vorwillete der babst und vorschaff, das disse gnade stunt alle die tage, die weile Innoceneius IV lebete.!) Darumb rüsteten sich viele. Brader Dittrich der lantmeister starb von grossem bekommernis im jar 1244 und leit zcum Colmensee ym closter sancti Benedioti ordens begraben.?) In seine stat hat der homeister bruder Hanno zcum lant- meister gesatzt uber Preussen den ehrenvehsten bruder* Heinrich von der Weyda.?) Disser Heinrich von der Weyda war vorsichtig, sander ane rot. Er czog uber dy Weysel und thet dem Swantopolco mechtigen schaden mit brande und ym sein lant vorwuste auff' 30 ıneylen lang brante. In disser zceit sante ym der homeister volck yn der meynung auff die Preussen, sunder er und sein warschalck bruder Heinrich von Bernheym*) nutzten es auff die Pomeren. & 3. Von den schaden, den sy den Pomern theten. Inwendig den jaren 1244 und 1245 und 1246, die weil sich das volck rüstete yn christenem lande, mit dem volcke, das yn dieweil do a) m. au str. I, 1) Das Motiv aus Dusb. III c. 38. Ss. I 68. 2) Davon ist nichte bekannt. 3) Dusb, III c. 57. Ss. I 82. 4) Dietrich von Bernheim ist, wis auch im Folgenden gemeint. “fol, 88b.
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*[0]. 89a. 218 quank, gingen sy tait Serantopolco umb und heiten stets gläcke. Dry Preussen sossen stille ya ireen lande, wen ir waren auch gar viel bey Swantopolco, synt dem mol er umb yrent willen also zcu schaden queme, und sy meynten den b. stargk genugk czu sein, und yn auch manchen abbruch thet ym volcke, und schiekten ym auch volek genugk und wolten sich ym auch ergeben czu eygen, sunder er torst sich irer nit underwinden, den er het#ö sorge, man mecht yn rnit den seinen Forterben und vortreiben. Im‘) jar Christi 1245 bruder Heinrieh von Berneheym der marschalck nam mit ym auf gut glücke 4 brüder und 18 knecht?) und cozogen vom Aldenhauss die Weysel abe 3 meylen noch dem keeptschlosse Swantopolci Sertowytz genant und kompt ym kalten wynter am abende Sanote Barbare vor Sartowitz das schlos, und nymant thet sich mercken.yn der wäche. Inn solchem bruder Heinrich der marschalck, bruder Heydenreich von Dunokelswalt, bruder von Garszliben Otto genant mitt 5 knechten®) quomen zcum schlosse und sy worffen yre leytieren an von seyde® und quomen yn dy stat les. schlösses und funden, das in einer warmen stoben 50 menner logen und schliffen, in welche fielen die geste und erschlugen sy alle. Nach dissem theten sie auff und lissen dy andern eyn und sy besuchten das schloss und quomen yn ein gewelbe. In welchem funden sy ein licht bomen vor eym kasten und eine fraue dovor knyende, so stehet dy frau auff und spricht: seyt mir got wilkommen, heben herren, euch hat die heilige jungfrau Sancta Barbara dys schlos heutte zougefagt, wen in diesem kasten ist ir heupt vorschlossen, und als die brüder dis wissen wolden, sagte sie es yn alle, darumb brochen sy den kasten auff und funden eyn hirnschedel yn silber gefast, umb welchen stunt also geschriben mit gulden buchstaben:*) Innocencius pontifex maximus fratri ac filio Engeltero hoc monile sacrum dive> virginis Barbare caput ut regi catholivo transmisit. Dys worden sy hertslich fro und nomen das heupt mit alle dem, das da war, und quomen am morgen kem Culm, als man die messe wolt anheben vom tag der heiligen Sanct Barbara, und satzten ir haupt auf den altar und lissen do* vorkundigen, wie ay weren kommen bey das heyligthumb, und man sangk die messe mit gantzer andacht. Darnach furten sy es ») so AD u. Luc. Dav. Ill 52 aseitten, Ist seyle zu emendiren? b) dme (domine?) D. 1) Das folgende nach Dusb. III co. 36. Ss. I 69. 70. 2) XXIH armigeri Dusb. 3) Namen und Zahlen sind Grunau’s Fabrikat. 4) Eine Inschrift erwähnt die translacio 8. Barbarao Ss. II 407, der Grunau als Quelle hier folgt, sie aber nach seiner Manier ausschinückt,
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219 äuft das schlos Althats, und do. bleib es bis auf das ar: 1458, m weichen jare es umb Ariges willen vorflechent wart, und als Preussen Merienborgk, das sollles von- der bruder soldendr kaufften, so wart es den Bkntkkeri, da es Auch auff heutigen tag ist yır unser Hbeh frateh Wifthe' yıls rate oapelle 1890.) Sartowitz basstzten die: bruder mit ireit voleke und wachten ‚has, wen die anderı 'gethau hetten. Capitel II*. ‘81. Wy Sant Barbäre haupt yn Preussen quam.’) Im jez 1219 stunden ym studio zeu Parys Engelterus des koniges son aus Dennemargk und Synebaldus eins hern son von Janus. Disse libeten sich. mechtig mit einander und haben sich miteinander vor- schweren wie bruder zeu sein. Engelterus zeogk heym und wart konygk und Synebalduswartmit der zceit babst und hyes InnocenciusIV.°) Czu dissem schickte Engelterus der konigk seine botschafft ym seinen gehorsam ezu thuen und lyes ym darneben einen wunsch der seligkeit sagen® uber seiner prelatura. . Item er lies yn bitten und ‚vormanen umb etlich heiligthumb, domitte sein konigreich auch was besunders hette zcur mebrunge der andacht. Der bobst sagte dys zcu und erlangte von den burgern zcu Aretz den hirnschedel Sanct Barbaren der jungkfrau und mertleryune, domitte sy den babst ereten. So het der babst bey im einen getrauen man Sedensa genant,*) dissen machte er legaten uber Dennemargk und gab ym das heiligthumb schon .eingefast und ein gros stucke vom creutze Christi, und der legate quam gen Lubeke, der koningk war auff Gotlant, wen yn Dennemargk war ein mechtigk sterben. So sas der legat Sedensa yn ein schiff und wolt auff Gotlant, sunder. es ist ein mechtiger storm gekommen und vorsatzte yn an eine insula Hela genant, stossende an Pommeren, a) IV A. b) ccu sagen D. 1) Vgl. Hirsch, Geschichte der Marienkirche I S. 389. 2) Quelle ist die Tramalacio 8. Barbarae Ss. II 400 fi. Das gemeinsame Studium zu Paris und der Name Engelterus sind Grusau’s Zusatz. 3) Woher kat Gr, die richtige Bemerkung, dase Innoeens IV vor seiner Wahl Sinibald Fiesco aus Genua (Potthast, Begesta pontifieum 343) hiess? 4) Dieser Nume (aus sedanda corrumpirt) findet sich nur in einer Ermländischen Handschrift der Translaoio zu Grossen bei Warmdit, Ss. II 898 (Col. E.) u. 401.
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%01.89b, 220 yn der herschafit Swantopolci des furstens.') So .hei er das schalekas recht Rodye, das wer sein lant rürete an urlob, dem nam.er das gut, und er muste das leben lösen und war so lange yn hestrickunge. In solchem rechte vorlor Sedense, was er hatie, Swantopolgus nam das heiligthum und furte es auff sein bestes schloss Sartowitz, von dannen quam es auff das Altehaus, wy gesagt ist warden. Das heilige creutze ist zcu Sernowitz ym nonnencloster, das do stiffte zeu der zceit die furstyane Swantopolei?). Sedensa wart eym groetzmolner? befolen. 8 2. Wy Sedensa. gefreyet wart vom gefongnys. Der furst von Rugen het Swantopolcen schwester, von welcher war der bischoff von Camyn®) und disser quam gerit(")ten ozum fursten Swantopolei und reyt durch ein stetleyn Czanau,*) im reyten horte er eine mennigliche stymme, dye sang von freyem gemiitte salvo regina. Dys vorwunderte sich der byschoff und sante seynen capellan und lys schauen, wer do sunge. Der caplan quam und fant einen personlichen man sitzen, und er treib das grütze® rat.*) Dissen grüste der caplan und fragte, wer er were, Sedensa sagte yms alles, wy es mit ym gefaren were, und sprach: wirt mich dein bischoff erlösen, ich gelobe es ym, das ich vor yn die sache, die er mit dem erts- bischoffe hat, fur dem babst wil vorrichten. Dem bischoffe war liebe und er erloste Sedensam von dem groetzner und nam yn mit ym zoum fursten Swantopolco. Swantopolcus horte dy eigenschaft disses mannes, er liess yn loss und bat yn umb vorgebung des gefengnyss, und 'als “ man sagte, Sedensa predigete dem fursten vor von dem bosen rechte Rodye, wy es widder got were und unchristlich. So gelobet es Swan- topolc er wolde es lossen abgehen und nymme halden.‘) Sedensa thet seym gelobnyss genugk und sich der sache undernam, dy der bischof von Camyn mit seym ertzbischoffe von Meydeborgk") het, und a) lossen D. db) groen m. D. c) groste D. 1) Von Lübeck und Gothlund erwähnt die Quelle nichts, statt Hela heisst es ad portum Gedanensem, 2) Nach der (Quelle gab es die Fürstin dem Kloster Oliva. 3) Cujus erat oonsanguineus Äeisst es nur in der Translacio II 401. 4) Villam quandam Cod, E. 5) Trahentem et laborantem in mola I. c. 6) Davon berichtet die Quelle nichts. 7) Von Gnesen Transl. 1. c. 401.
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321 rm seine sache ane gelt vorschuff zeu enden. Dys war dy sache: der ertzbinchoff hett ein imdult vom hobste Gregorio IX, das ym alle seine suffraganeen musten geben medios fructus zcum bau seiner kirchen. Dis wolt der von Camyn nicht thun, und excommunieirte yn darumb, und er achte es nicht und celebrirte. So wolte yn der ertzbischoff deponiren umb der contumaeia, willen.') 8 3. Wy man Sartowitz störmbte und nit gewinnen mochte. °) Swantopolco dem fursten wart kunt gethan, wy Sartowytz ge- wonnen war, er vorsamlete 7 tausent man mit hülff der Preussen und quam davor am tag Stephani und belegten es. Auff dem schlosse aber war bruder Conradt von Reyneck mit 200 man,°) und lag do vor 7 wochen‘) und stormte es ane underlos, er kunde es aber nit ge- wianen. Den auff Sartowitz nam es wunder, das man sye nit rette, sy schickten einen boten aus, der solte den brüdern sagen, worden sy nit zeu rette kommen, sy musten sich geben, wen es were nymme speyse auf dem schlosse. Im abekommen so fehet man dissen boten ind furet yn vor Swantopolo den fursten. Er fraget yn, warumb er wer vom schlosse gelassen. Der bote vorwante dy warheit und sprach: als uns dy brüder auff Sartowytz satsten, gaben sy uns vil speyse mitte und sprochen: mercket, wie lange ir mitt kunt zeukommen, wirt es not thun, wir wellen euch mehr schicken, so sal ioh yn an- sagen, das wir ein jar lang speise genugk haben. Als dys Swantopolc horte, wart er einst mit den seinen die belehnung zeu ubergeben, und sy thaten es auch am montag nach reminisce(*)re im jar 1245.°) Im abezcihen so quam bruder Heinrich der marchalok*) mit 4 tausent man, dy z0um erster mit dem ereuts kommen waren, und wollen auf dy Preussen, so werden es die Preussen inne und machten ire spitzen. Im selbigen fielen dy vem sohlosse und schlugen auff dy von hynden, und dy Preussen namen dy flucht zu der Weysel und quomen uber, 1) Diese Angabe, die eine gewisse Kenniniss des Streites zwischen Kamin und Magdehrg voraussetzt, findet sich in der Transl, nicht. 2) Dusb. III c. 87. Ss. I 71. 3) Name und Zahl sind Grunau’s Zusatz, 4) Fünf Wochen Dusb, |. o, 6) Von dieser Kriegslist weiss Dusb. nichts, das Datum eiammt abenfalls von 6) Theoderieus marscaleus. Dusb. ]. c. *%fol,%Wa.
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298: idöch gar viel ertruneken, wen es war falsch eye. Dy tbrüder woren zcu pferde und torstan nit nach, und quomen so vom beyden teylen wegk. Capitel IV“ $ 1. Wy sich der furst Swantopolc thet rechen. Noch dissem im jar 1245 befeste Swantopole Nauborgk, Dyrsau, Ginewa') und nam %cantir und banete ds mechtig®} zeum defiger und zcogk von «dannen unnd Graudentz vorbrante?) und bevakte gantı Cutmerlant: allen rob treib er uber die W.eissel und hub an ein schlos zu bauen und nante es -Swetza.‘) Der bruder volek lag auf den schlossera und sogen es an, s0 qnomen’ yas lant der ;her von Strum- borg, ‚der her von Tusys, der her von Westerberg, der her von Mel- dyngen mit 7 tausent man.®) Dy bruder nomen disse und czogem and dy ander seyte der Weysel und wolten Stawetze stormen, runder sy woren czu lange gewesen, und der furst het das sohles zcu seer lossen “ vorbolwergken und vorgraben und thet doreyn 2 tausent.man. Er hielt mit 5 tausent man :auff eym. berge. Dy brader stermkten Swetza, ale mochten ym aber niehst timen, Swantopelc abe vom berge und schlug den brädern abe är heste volek, die ander u und quomen gem Colme.*) ‘Nach dissem am somtage nach Petri und Pauli mert das walck, das ınit dem ereutz war kommen, mit den hrudern zeum Culm aneynst, do war bruder Caspar Hunt lautvoygt zoum Alkterhaus; dieser zetse das volck an umb den schaden, den sy armen leuiten' thetten ya der fatterunge. Sy wolten gutte 'kriegsknechte sein, sunder molten den hals nit doran ‚strecken. Non dissen worten und von andern enkub sich in rumor, die geste sprochen, ir habt uns ins lant geeuscht auf’ die. abgefallene ehristen, wir sein a gefordert, und muussen aufl a) AD. V. db) kirche D. Wysele sita. 2) Dusb. HI c. 45. Ss. 177. 3) Zusutz Gruus, .. 4) Dusb. I c. 46. p, 17. 5) Davon wissen die Quellen nichts, 6) Nach Dusb, III c. 46., die Zahlenaugaben aber sind van. Grunan vergrössert, 1; Dusb. III ce. 32. Ss. I 67. sagt mr: Aue castra sua circa litus
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223 &e ohristen und sterben. Noch vilem ergern wart erschlagen bruder Caspar Hunt der lantvogt, bruder Johannes Reybenicz sein eoınpan mit 31 knechten, und war gros jamer,!) 8 2 Wy er anderswo auch einbrach mit kraft. Die bruder sagten den yren, wie gros volck queme mit dem creutze yns lant, und vortrosteten sy so. Dieweill quam Swantopole mit hälff der Preussen auff Pomezan und auff den berg Crewose er bauete ein schlos und nante es Kerssenborch.) Von dannen cezogk er vor den Elwingk und* wolt den gewynnen, sunder die burger nomen ire frauen und machten yn dy schleyer umb das heupt wy ein eysenhut und hoppenstangen yn die hant und liessen sye auff den pflancken stehen, als das sag Swantopole, meynte er, es weren menner, und czog abe.) Er czogk die quere und dy lenge im lande den gantzen herbst und den winter und, rach sich an den brüdern und quam kem Zeantyr. In dem so wart dy Weysel offen, so quomen hern und fursten gen Thorne, dy horten wie die lande durch Swantopole vorterbt woren und würden wenigk zcur narunge finden umb yr gelt, sy luden 20 weiselkan mitt korne und satzten mit yn 30 gutte menner auff iglich schiff und bruder Conrat Bremer war ir hauptman.‘) Swantopole warte ir mit vielen böten und 300 mau, und sy quomen und troffen, nach vielen langen schlon wardt bruder Conrat Bremer das haubt mitten von ein- ander gehauen.’) So war da gar ein starck ritter bey dem fürsten und disser stackte einen spys dem bruder Gangolffo von Schledorff durch seine backen, welchen spys der bruder ausruckte® und sticht yn dem ritter durch seinen bauch, und die schiffe quomen mit dem korne © seligk kem Elbinge, ausgenommen das etliche todt woren und vil vorwunt. Swantopole nam es kleinen frommen. Dis schlon werte so 3) bruder D. b) auffruckte D. c) A am Rande, im Text ausgestr. schiffe. ; 1) Dieser Abschnitt ist von Grumau hinzugesetzt, er entbehrt der quellenındssigen 2) Dasb, III c. 62 p. 85 kat nur castrum Pomesanorum, der Berg Crewose und der heidnische Name Kersenborg sind Grunauisthe Abstructionen von Kireburg. 3) Dusb, III 0. 48 p. 78. 4) Nach Dusb. II c. 50 p, 79. 5) Bei Dusb. ], ec. verliert er mer einen Zahn. *fol. 0b,
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*fol 91a, 2324 flyssende von der Nauborg au bys vorm Zantyr uber 2 meylen, im tag Gregorii im jar 1246.) $ 3. Wy er ein ander schlon auf dy bruder gewan. Von Zeantir czog er anf das Colmische lant yn der meinung, ab er mochte haben das schlos Potterberg, welchs dy bruder gebauet hetten ken dy Swetza.?) Sein zcukanft wart dem lantmeister gesagt, so schickte er den abgesatzten marschalgk bruder Heinrich von Berne- heym?) und den neuen marschalck bruder Bewon*) mit 600 man und 35 bruder, dan die fursten machten es ja zcu lang mit irem einzeiehen, und dy bruder quomen und funden Swantopoleum yn der ruhe mit den seynen bey eym grossen see ligende. So sprach der alde mar- schalgk: es dünckt mich geraten sein, das wir harren bis dy bruder von Thorne kommen, wir seyn ym zcu schwach, darauff sprach bruder Berwon der neue marschalck: es geh mir wil got nach dem besten, ich wil mich mit yn vorsuchen, und sy sprengten auff den fursten im loger, und erschlug der seinen viel. So kunt der furst vor dem see nit weichen und muste sich weren, in welchem ®s geschag, das der furst uberhant nam und alles von den brüdern erschlug, den alten und den neuen marschalck. Etliche vorlemte brüder quomen weg, welchen begegneten die brüder von Thorne, und als sy horten*, wie es gefaren war, karten sy umbe. Dis geschag im jare 1246 am tage Galli®), und waren seer erschrocken. Swantopole horte, wie der koningk von Behmen, der marggraff von Meichsen, der marggraf von Branden- burgk, der bischoff von Olomuntz, der furst von Doringen und Polnische fursten vorhanden woren, er nam, was er kunde, und machte sich gen der Stolpe und bedocht sich. ®) 1) Grunau zieht hier Dusb. III c. 61 mit hinein, wo bei einer anderen Erpedition dem Bruder Friedrich von Wida die Kinnlade durchstochen wird. Jahr und Tag sind Grunau’s Erfindung. 2) Dusb. IH c. 47. p. 78, 3) Im folgenden ersählt Orimau die oben Cap. I 8 3 schon geschilderte Schlacht am Rensensee nach Dusb. TIL c. 40, Ss. I 78 noch einmal, 4) Berlwinus Dusb, ]. c, 6) Dusb. hat kein Datum, 6‘ Der letete Satz int Grunau's Erfindung.
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225 Capitel V‘ $ 1. Wy hern und fursten zcum andern mal Preussen gewonnen. ') Bruder Hanno von Sangerhaussen quam mit allem volcke yn Preussen gen Thorn am tage omnium sanctorum, in welcher zceit ein mechtiger kalder winter war, in welchem alle flisser, alle see und alle gequebbe gefroren waren mechtig dicke, und zcum ersten zeumol wenigk schnee war. Do war konig Otokarus von Behmen mit 6 tausent man,:) Wladyslaus Tyrytzky sein marschalck,°) Brano der bischoff von Olomuntz*) von hulffe des gantzen landes von Merhern mit 4 tausent man, seyn marschalgk Spyola von der Laute,°) marggraff Friderich von Meichsen mit 4 tausent man,*) marggraff Hans von Brandenborg mit 6 tausent man,”?) Tylemannus der furst von Doryngen mit 12 hundert man,®) Semovytus furst von der Coya und Lesko furst von Calisch mit 3 tausent man,°) bruder Hanno der homeister mit 54 bruder auserwelt. Disse tey- leten sich alle yn drey teyl. So quam Drusiger ein her von Schretental mit 300 schutzen gesant vom fursten aus Osterreich.‘*) Der koning von. Behmen und der bischoff von Olomuntz und bruder Hanno czogen mit yrem volcke die mittel strasse auff den Elbingk, marggraff Fridrich und des fursten von Doringen volck, der her war auf dem eyse ge- fallen und lagk krangk, und marggraff Hans von Brandenborg czogen anf die strassen under Masau, dy Polnischen fursten mit den Oster- reicher czogen auf den herczog Swantopoleum yn sein lant, mit yn der lantmeister bruder Heinrich von der Weyda.'') Disse czogen yn Pomerellen und uber das flys Bro genant bys gen Nackel und vor- a) VI AD. 1) In diesem Capitel combinirt Grunau mehrere Abschnitte Dusburg’s und verbindet Ereignisse, die verschiedenen Jahren angehören, 2) Dusb. III c, 70. Ss, IM. Die Zahl des Heeres, wie auch die der ührigen, ist wieder erfunden. 3) Nach Dusb. 1. c. war der Murkgra/ von Brandenburg Ottokar's Marschall, 4) Dosb. ]. c. 5) Ganz erdichtet, 6) Dietrich von Meissen zog 1272 nach Preussen Dusb. ITI c. 133, Ss. I 116, 7) 1255, Duab. III c. 77. p. 9. 8) „Lantgravius de Thuringia“ Dusb, Il c. 125. p, 118, aber 1265. 9) „Duce Casemiro et duce de Calis‘“ Dusb. III c, 38. p. 72, aber 1249. 10) Drusiger, der Truchsess des Herzogs von Oesterreich (Dusb. III c. 55. p. 81.) Kommt mit 30 Schützen, (ib, c. 45. p. 76.) 11) Diese Ordnung findet sich natürlich nicht bei Dusb. 15
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*fol. 91b. 226 torben es alles vorbornende und vorterbende.‘) Swantopole auff mit grossem volcke und czogk yn nach und log stets die nacht, wu die brüder gelegen woren, und merckte auf ir heer und fant, das er meh volckes hette dan sy. Darumb gab er den seinen einen gutten trost ubirall. j $ 2. Wy dys schion geschag von beyden teylen. Im vierden tag nach dem, als er yn war nach geeylet, so werden sy einander ansichtig vor der stat Nackel auff ebenem felde ym schne.?) Zcum ersten schickte Swantopole aus dem walde, in welchem er hielt, 20 pferde, die brüder widder auch 20 pferde, und dy treffen sich und stortzten alle 40, dornach sante er 100, das ander teil auch 100, und dy morten sich auch, zcum dritten quam der hauffe, in solchem der Drusiger der Österreicher mit etlichen den seynen* dy flucht nam. Dys sag Lesko der furst und volgete ym, aber Semovytus dy seinen vor- mante, und ryten eyn, und erhub sich ein gros morden von beyden teylen, und quam an dy hern selber. Bruder Leupolt von Wexhaussen rante Swantopolcum an, von dem wart bruder Leupolt erstachen, dys wolt rechen bruder Vitall von Plobeurn, und disser heti widder gebrocht herzcog Leskonem, und bruder Vitall rante auff Swantopolcum und rante ym den helm vom_haupte under das pfert warffende und ranie weither under den hauffen, und sy mechtig flogen.®) Herzcog Lesko Swanto- poleus banner nam, nach welchem namen die Pomern die flucht. Man het Swantopoleum wol sehen stortzen und man sucht yn und® fant einen *, der was ym gantz enlich, und dy brueder freueten sich, wen sy meinten, ir feint wer todt. Swantopolc aber quam weg und hilt sich heymlich und bat seinen bruder Samborium, er solde einen beyfride machen, wen Zamborius war ein gros freunt der brüder,“) und sy sagten ym 20 wochen fride zcu. Vor dissem zcusagen störmpten sie Nackel®), und der heuptman gab sich. Disser hanptman hies Wratzel Huge und war ein gruntböse mensch von börnen, von morden, von roben, alle tage muste er eine schalgkeit thuen, sust kunt er nicht schlaffen. Als er a) in A am Rande, 1) Das Folgende nach Dusb. III c. 56. p. 81. 2) Dusb. III c. 55, nennt keinen Ort. 3) Diese Einzelheiten sind Grunau’s Eigenthum, 4) Dusb. II ce. 46. p. 77. 5) Dusb, III c, 38. p. 72,, gehört aber zu 1243.
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327 gefragt wart, wie er dach ein solchs het möcht thun, nach dem er ehristen were, er sprach: mich hat nymant darumb gestraffet, und ym wart gesagt: gedenckst du nit, das dich got möcht straffen, er sprach: seine diner sein vil zcu faul zour straffange.‘) Und als nı 15 meylen lang Pomerellen war vorwüstet, im namen wie Swantopolc vorloren were, sagten sie Samnboris 20 wochen fride zcu, und sy quomen gen Thorn mit freuden am tage invencionis cracis 1247. Drusiger hette gesagt, y sie alle erschlagen weren?), und er muste mit schanden aus Preussen, wen er war entloffen ane schloge. 8 3. Von seer behertzten mennern. Von Swantopolci vorterbunge. Die 20 wochen quomen umbe, und Swantopolc thet ein mechtigen schaden, wen auff der Weyssel nam er schiffe mit volcke und getreyde, wen Zcantyr war von ym vorsorget yn solcher meynung?). Er war aber auff Subitz dem schlosse, dis wart vorspehet dem lantmeister, und er beruffte dy seinen und vorzcelte yn die sache. So war do bruder Friedrich von Lichtensteyn‘), b. Marcial von Woybecken, b. Friedrich von Greiffenberg, b. Otto von Schwelborn, b. Ernestus von Gawelentz, disse alle vormossen sich mit 10 knechten, das sy wolten suchen Swantopolc den fürsten. So war er auff eym hoffe mit seiner ritter- schaft, Swantopolc het ein ritter®) an seym hoffe, disser hette die natur, wen er horte nennen den namen der brüder, so* wolte er amechtig ® werden. Swantopolc wuste* diss. Als er auff eym hoffe eine freude wolt machen den seinen, wan® der ritter quam etwan, so hat er es mit den seinen angelegt, man solt yn besitzen, und wen man auff dem frolichsten sein wurde, so solt einer kommen und solt schreyen, dy bruder kommen. Dys wart so vorschafft im essen, so syhet man vor dem walde her draben dy brüder mit yren knechten. Sy wusten aber nit, das Swantopolc da war, so kompt* der thorwarter“ und spricht: o zeter dy bruder kommen. So balt dys der furchtsam ritter horte, a—a) A am Rande. b) A am Rande. c) quam D. d) thorwechter D. 3) Der böse Hauptmann von Nakel findet sich bei Dusb, nicht, 2) Jahr und Tag sind Grunau's Zusatz, sonst nach Dusb. III c. 55. 56,, der Vermittler ist aber Heinrich von Lichtenstein, nicht Sambor. 3) Dusb. DI co. 45. p. 77. 4) Ofenbur ein Anklang an den Kreuzfuhrer Heinrich von Lichtenstein, Dusb. IH c. 56. 6) Das Folgende nuch Dusb. III c. 9, p. 78, 16° “fol, 92a.
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228 springt er auff und leufft weg. Dis lachten alle hern, balt kompt ein ander und spricht: auff ir hern, do seint die briüder. In solchem Swantopolc auf ein pfert fiel und entrante, bruder Friderich im nach, aber der furst entquam. Dy Pomern konden sich nit enthalden und erschlugen alle die brüder. Dem lantmeister wart gesagt, wie Swanto- polo* auff dem Zantyr were, und er auff und belegte den Zantyr und mit bleyden stormten und gewonnen es, sunder der farst war nit ds, und die brueder bemanneten Zcantir und behilten es‘). Sust ist vil ander schaden gescheen, itzunt von dem fursten auff Preussen, 30 von den brudern auff die Pommor, und wer lange zcu schreiben. So legte sich yn die sache der bischoff von Camyn und machte es mit dem konige und mit den fürsten, das sy Swantopolc fride zeusagten und er yn auch. Dys zcu einer warheit und glöbnis, so gab er yn zcu eym frides pfande Mastowynum seinen ersten son, und geschag im iare 1247 am tage S. Martini zcum Reden?). Capitel VI®. $ 1. Wy dy mit dem creutze stritten mit den Preussen’). Dy fursten, dy unter der Masau czogen, nomen das lant ein ane bintvorgissen und quomen zcu dem konige Ottakaro, als er bey dem Pregel lag. Ottakarus der konig, Bruno der bischoff mit den andern hern quomen zcum Elbinge und logen dobey 8 tage, aus der ursach, wen Maydlo mit volcke der Prenssen hette den herren im gebirge den wegk vorleget und 4 posteyen gebaut. Sunder dy herren machten yu ein wegk und gewonnen die posteyen. Im ligen zcum Elbing so reit ein freyherr Gerolt von Dometen und furt yn die mule schrot den pferden zcu mengsel. Unter dem quam ein frommer ritter aus Oster- reich und wil dis mengsel nemen, do woren widder des freyhern diner und quomen von® worten zeum morden. Idoch stillete es bischoff Bruno, sunder do bliben todt Heinrich graff von Rochlitz, Geroldus der freyherr mit andern 85 gutter menner, und dy andern zcogen widder heym. Bruno der bischoff mit seinem voloke bauete eine stat und nante sy a) der Sw, D. dv) AD. VII. c) A übergeschr. 1) Von dieser Einnahme Zantirs berichtet Dusb, nichts. 2) Dusb. Ill c. 39. p. 72. Datum und Ort sind zugesetzt, 3) Dieser Paragraph nach Dusb. HI c 70, p. 91., aber mit vielfachen Zuthaten.
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2329 Brunosbergk'), welche stat gab er do dem gestifite von Warmia und Anshelmum S. Francisci ordens den ersten bischoff daruber zcum hern machte. Von disser stat der bischoff Bruno aus notsache heym muste und kunde nit weither zcihen. Die andern hern zeogen weither* und *fol.92b. gewonnen das gantze lant. Sie vorstorten Rickoyot und vorbranten die abgötter mit der eichen. Den kyrwoyt ‘Mangelo hiben sy in stücken. Noch welchem hetien sy gautz Preussen, Balga ausgenommen, sie achten es auch wenig, und marggraffe Hans bauete ein schlos und nante es Brandenborgk®), der koningk bauete ein schlos vor den walt Zewan- gesten, und dy bruder nanten es Koningisborgk,’) und sy baueten auch Creutzborg, Luneborg und vil stete mehe inwendig 1248 und 1249, und wurden darnach nit lange zcurstort und widder gebrachen und auch widder gebaut, derhalben kommet so her ein irniss von dem alter der stete im lande gebauet. 8 2. Wy der konyng bey diese andacht quam yn Preussen zcu zcyhen. Ottakarus der konyng hett ein beichtvater: disser langete yn vilmal an, er,solt ym einen namen machen und solt yn Preussen zcihen umb gottis willen. Dys hette er gerne gethon, sunder er hette vor einen fall sorge. In solchen sorgen sagk der konig ein solch gesichte. Im dauchte, wie er stunde vor einer kirchen und sag viele volck vorzciehen, wie man yn ein heer zceihet. So stunt Maria dy mutter Jhesu yn der thür und bett einen grossen weisen mantel umbe und vil engel bey yr und Maria fragte das vorzeihende volck, wo hyn, liben kinder, sy sprochen, umb deinen willen, genedige mutter, ken Preussen. So nam Maria weywasser und besprengete sye sprechend: so zcihet mit seligkeit yn vorgebung euer sunde. In solchem der konyg erwachte und auff und schickte sich yn Preussen zcu zcihen und war do inne 1'/, iar und machte mit den fürsten Preussen gantz gehorsam. Dy Preussen auff Honeda, das ist dy Balga, sich ym ergoben, und czogk mit gelücke und mit eren mit allen fursten heym. In der fasten 1250 so enstunt ym also ein krigk, ein furst starb yn Österreich mit namen Fridericus und er Iyes ein frau 1) Dafür war Grunau’s Quelle Plastwig, chronicon de vitis opiscoporum Warmiensium, Scriptores rerum Warmiensium I 50. 51. 2) Dusb, DI c. 127. p. i14., aber zu 1266. 3) Dusb. UI c, 72. p. 92,
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fol. 98, 2% Margam genant, welche nam Ottakarus oder Primislaus der konyng von Behmen. So war czu der zceit Ulrich furst yn Carnten, Steyermarg und Crabaten ane erbe und seine lande vorkauffte dissem Ottakaro, und er nam dy lande eyn und hesatzte sy *. So war czu disser zceit Rudol- phus graff von Habisbach keyser und disser berumete sich gen Ottakaro, wie her ein erbe zcu den eyrigenommenen landen were, und Ottakarus vorschmeete es aus ubermut, wen Rudolphus war etwan sein marschalck gewesen. Darumb Rudolphus mit den Schweyzern auff und nemen dy vorgenanten lande eyn, Ottakarus wer wol gerne stille gesessen, sımder Marga dy furstynne hilt yn zcum krige an wollende, sy wer nye mensch geworden,* wen das sy ein hern hette, der ym das seine lys nehmen. Darumb Ottakarus der konyngk vorsamlete sein volck und ezogk yn Österreich, ym quam do entgegen Rudolphus der keyser, und schlugen sich, im welcbem bleib der koningk todt mit den besten Behmen.‘) 8 3. Wy dy bruder das lant mechtig bausten umb eioherheit. Bruder Hanno der homeister im jar 12650 beleyte dy hern aus Preussen, und so dan der lantmeister bruder Heinrich von der Weyda gestorben war, satzte er bruder Gerardum von Cleven?) zcu eym lantmeister, und disser hette 3 virtel jar von den Preussen fride, in welcher zceit er dy schlosse befestete und stete anhub und dörffer aus- teilte und darauff Deutzsche gebaur satzte. Er satzte yn einen gewissen zeins und hoffarbeit. Der homeister Hanno cleitte vil brüder und schickte sy yn Preussen, dy solten regiren das gemeine volok, und aller brüder meynung war auff der brüder befestigung und sie achten das gros, und dy Preussen yn solche muhe und arbeit hetten gemacht?. Man hot die pauer zcur busse scherig dorzceu getriben, das sy haben must graben. Sie musten rotten, sie musten pfluggetreyde geben, mit welchem sie ire sohlösser speyseten. Bruder Gerhart war untuchtig zcu solchem lande, wen er war ein gotforchtsammer man und lies seine bräder mit den Preussen umbgehen, wy es yn gelibete, und man achte auch nymme, ab die Preussen heiden ader christen weren, sunder dy bruder woren es wol content, wen sie ir arbeit theten und zeins goben. Darumb vor- a) sich Ü. b) A am Rande gemanret(?). l) Der historische Kern dieser verwirrten Erzählung ist nicht zu verkennen, aber die Quelle bisher nicht ersichtlich, 2) Dieser Landimeister verdankt nur Grunau sein Dasein,
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231 hingk es got, das dy Prenssen heymlich ein kyrwayt auffworffen, Aleps gensnt. Zcu diesem gingen sy, sy waydelten und dinten den göten mit fleisse und sogen wenig auff ire Herren, den dy Preussen merckten, wie ire herren das gelt und nit die selen meyneten. Man fragte den kyrwayt durch ire gnedige göte, ab auch ym kurtzen solcher homut würd gestraft werden an iren berren. Der abgot sprach, es wirt gestraft werden und mehe wen genugk. Solche offenbarung vorschwigen die Preussen und sahen es an.*) Capitel VII‘. $ 1. Von der dritten und grausammesten abefallunge. Man spricht, wen got imands straffen wil, benympt er ym die vornunft. So geschagk es auch mit den brüdern yn Preussen yn dissem jamer. Der lantmeister Gerardus satzte uber Nathangen, Bartlant einen lantvoygt mit namen bruder Wallenrot Wunderlich?) und disser wonte auff Lunenborch,®) welchs do ein schlos war. Disser aus befelh des lantmeisters beful ®, man solde ym einen scheffel weysen* von der huben geben. Noch dissem gebot vorsammelten sich dy edeling der Preussen und wolten yn bitten, er solte ansehen, das sy thuen musten, was sie hissen, domitte wart es vorseumet, das man die ecker nit seete, darumb hetten sy es nit zcu geben. Bruder Wunderlich bat sy alle zcu gaste, und sy assen mit ym. Im essen trancken sye, im trincken beful er es yn, sie solten den weisen brengen. Noch dissem huben die edlingen einen jomer an der mey- nung, das sy den lantvoigt wolten schlon, idach merckte er dis und inachte sich wegk und lis sich nit mercken. Auff sante Burcharts tag lies er zcu gaste bitten nach Deutscher weisse $0_edle Preussen, welche ym dauchten dy vornemesten sein. Dy quoınen, sy trunoken und assen und huben under yn yn voller weyse ein rumor an und schlugen sich, das licht wart ausgeleacht, im finstern hyben sy getrost dahyn, da bruder Wunderlich gesessen hett, sunder er war under den tisch gefallen. Im rumor brachten dy knechte ein licht, und die Preussen woren stille. Man schanckt ein, und sie truncken mit vollen. So a) AD YIU. b) A unter der Zeile, 1) Dieser Paragraph hat keine alte Quelle zur Grundlage, 2) Volradus Mirabilis, advocatus Nattangie et Warmie, Dusb. III c. 88, Ss. 1398. Die Geschichte desselben hat Grunau in seiner Weise ausgeschmäckt. 3) Lencenberg Dusb. 1. c. *f01.93b.
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*fol. 94a, 232 fragte bruder Wunderlich, was vor zceiten bey iren rechten were eine straffe gewesen denen, die iren hern hetten geschlagen, sy sprochen, man brante yn wy ein ubeltheter. Nit gar lange nach dissen worten gingk bruder Wunderlich vom schlosse und warff feuer eyn und vor- brante das schlos mitt allen gesten und quanı zcum homeister Hanno und bussete disse that. 8 2. Was hie vor grausam morden umben geschagk. Dys wart im lande kunt gethan und wer es horte, der erschragk, nemlich die Deutzschen pauern, wen sy waren umb gotis willen yn Preussen kommen, darumb besorgten sie sich, es wurde leib und leben kosten. Do widder trösten sie die brüder, den die fursten ym reich wurden sy beschutzen vor den Preussen. Die Preussen von stunden an zcu hauffe und machten widder dy bruder 6 hauptleutte,!) dy von Samlant hetten Glando *, dy von Sudau Skomando, dy von Nathangen Montnygo Heinrich mit namen genant, die von Ermelant GHappo, dy von Hockerlant Arctomo, dy von Bartlant Dywano genant’, und teilten iglichem 8 tausent man zcu,®) und disse entsagten den brüdern und schwuren bey yren göten, so sy kunden, wolten sie die bruder vortreiben. Aus dem reiche wart den brüdern wenigk hülffe zcu hoffen, idach erlangete der homeister Hanno° zeum dritten das creutz zeu predigen uber dy Preussen. Es czogen vil umb gotis willen ein, es wer aber nichst, wen der hauff quam nicht. Das lant war zeu gros, stete und schlosser zeu viele, und* dy finde zeu mechtig. Darumb im jar 1251 auff purificationis Marie fing sich an der kriegk und werte 7 gantze jar, zen zceiten worden die brüder geschlagen, idach zoum letzten der furst von Brunswig und von Brandenburgk und von Meichsen stilleten sy, und dy Preussen vorloren es gar 1260.°) Die bruder behilten von allen steten Konigsbergk, Balga, Elbingk, Althaus und Thorn, in welchen nöten sy ein frommer Pole ernerete,‘) sust a) AD Glaudo. db) Hier scheint etwas zu fehlen. c) H. fehlt D. 1) Dusb. III c. 89. Ss. I 9. 2' Die Numen der Anführer hat Grunau nach seinem System der preussischen Eigennamen (5, 65, Tract, II. Cap. III. & 2) modifieirt, die Zahl ist sein Zusatz. 3) Die Kreuzfahrt der Fürsten nach Dusb, III c. 125. Sa. I 118. Die Zei- angabe 1251— 1260, beiläufiy 9 und nicht 7 Jahre, ist ganz aus der Luft gegriffen, uber wie wir später sehen werden, in bestimmter Absicht. 4; Dusb. III c. 52. Se. 1 79. 80. Das Factum gehört aber nicht in die Zeit des grossen Aufstandes, sondern in die der Kriege mit Swantopolk.
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233 heiten sie es von armut mussen vorlossen und vou hunger. Zcu der sceit Swantopole auch den friden brach, synt dem mal die bräder ym seinen vorsatzten son Mastwinum® nit wolten widdergeben, und er thet yn schaden. Idach vorterbten sy yn widder und wart vorrioht durch Jacobum legatum apostolioum archidiaconum von Ludich.®) Disser machte auch eine ordinacio yn Preussen, von welchem alles gesagt wirt werden yn seinen stellen. 8 3. Von dem schaden thun Heinrici Montnygo.' Ich bitte meine unschult, das ich schreiben wil den jamer der Preussen yn dissem abefallen, sunder eigen kan ich nicht wissen, ym welchem jare es gescheen ist, ag so vil,?) das es gescheen ist under den gezceiten des lantmeisters Gerardi von Cleven und des homeisters Hannonis von Sangerhusen vom jar an 1250 bys auff 1259. Mont- nygo der furst yn Preussen wust, wie ein ander furst mit namen Girdo genant den brudern seer beylag und hette ynen alle seyne gütter geben. Auff dissen czogk er, sunder bruder Arnolphus von Weylern hey Girdo war, und dy beide vorbranten das schlos Gyrdov und quomen gen Konigsbergk.°) Montnygo war czornigk und czogk vor Wostopolo das schlos nu Salau genant*) und machte ein hinderhalt und vorbrante das schlos mit 200 personen, wen dy bruder liffen aus. So wart ym Bartlant ein schlos vorraten mit namen Wissenborg.°) Dis geschag also. Wissenborg war seer feste und lag yn einem see Gobir genant, und woren dorauff redliche bruder mit voleke, und darumb Montnygo und Dywano vorzcagten dis zcu stormen. Sy funden einen rot, wen sy wusten wol, das dy brüder pflogen widder yre finde von den schlossern abzculauffen und sich mit yn schlan. So schickten sy einen mit namen Meruno genant,*) der solde sich zu den brudern geben, und sy wolten ein hinderhalt machen, und er solt die brüder anreden, das sy auff a) A am Rande. 1) Dusb. HI c. 67. 8s. I 88. ' 2) Diese Entschuldigung nach Dusb. III c. 137. Ss. I 118. 3) Die Aufgabe von Gerdauen nach Dusb, III c. 113. 1. c. 109. Dass Heinrich Monte die Burg einnahm, sagt er nicht, Arnolf von Weylern ist Zusats Grunaw's. 4) Wostopolo d. i. Waistotepil (Dusb. III c, 115. 8. 109, ist bei Schippen- beil zu suchen, 5) Das Folgende nach Dusb. III c. 116 S, 110, 6) Dusb, I. c. nennt keinen Numen.
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*fo].94b. 284 die finde liffen. Meruno quam zcu den bürgern und brudern auf Wissenborg, und sy hutten sich nit vor dissem. Auff ein tag quam Dywono mit 100 man und brante den hoff vor dem schlosse wegk, Meruno schrey die brüder an und er löfft mit yn under die finde, und dy ander lauffen eyn und vorbornen Weissenborg mit allem, das do war, dy aber waren abeloffen, schlugen die besten menner todt. *Nach dissem Montnygo und Dywano stormeten Creutzborgk, sunder sy kunden nichts doran schaffen. Als Montnygo weg war, czogen die bruder abe, wen sy getrauten sich nit meh zeu weren und wolten gen Konigsbergk, sunder auf dem wege troffen sy mit Montnygo und worden alle erschlagen.) Montuygo und Dywano czogen vor Bartensteyn und stormpten, sunder dy brüder hetten do 1400 man?) und werten sich. Montnygo bauete 3 stormheusser, von welchen thet er schaden, dy brüder stritten alle tage, die finde auch, eins kunde dem andern nichst thun. Auff Bartensteyn war ein Preusse bey den brädern mit namen Myligedo,?) disser, als man sagte, thet 30 menner arbeit, und disser thet den finden unezelichen schaden. So lies Ment- nygo einen andren holen mit namen Wango,‘) und disser ruffte Myli- gedo auf ein sunderlich schloen. .Myligedo warff abe die brücke und zcu ym eyn, so liff Wango vor ein pusch, in welchem woren 50 Preussen, und dy sprungen auff yn auss, und Miligedo het eine stange von 8 elen, vol, mit bley gegossen, mit welcher erschlug er Wango mit 20 mennern, und quam heym. 8 4. Von oym aufflof yn diesem belegen under den Preussen.®) Montnygo und Dywano logen yn den stormheussern 4 wochen. Eyn Preusse yn einem stormhausse hette seiner mutter sohwester, in dem andern war her. So hat der Preusse fische, sunder keinen kessel darzcu, so laufft er hin yn das ander stormhaus und bit die frau umb ein fischkessel, und wil yn ym nit leyen. So nimpt er yn und laufft wegk, und die frau ym nach und schreyet, aus welchem geschrey quomen die Preussen zcu schlood. Im schioen vil bruder Hennyngk von 1) Die Einnahme von Kreuzburg Dusb. III c. 118. S. 110. 2) 400 Dusb. III c. 119. S. 110. 8) Dusb. III c. 119, 8. 111. 4) Quendam viram in armis strenuum. Dueb. 1. 0. Grunau weiss natürlich den Namen, 5) Dusb. III c. 120. 8. 111.
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235 Stelenberg‘) mit den seinen von dem® schlosse und schloen alle Preussen abe und vorbranten die stormheusser. Dennoch quomen die Preussen gleiohwol widder und machten ander stormheusser. Als dys die bruder sagen, vorzoagten sie den Preussen widder zcustehen. Darumb sy 8 tage fasteten und berichten sich und czogen yn der nacht abe, ein teil gen Konigsberg, ein teil gen der Balga, ein teil qaomen kem Elbynge.?) Auff ein andern tag gingen die Preussen an ein stormen und sy vormemmen nymandt, sy stigen ein und funden niemandt, nunt einen blinden bruder, der laute zcu der vesper, und dissen erschlugen sy. So quomen Montnygo, Dywano, Auctomo und Glappo vor den Colm, und dy burger aus der stat und schlon sich mit den finden. Sunder dy finde do gewonnen und erschlugen die bürger alle, sy vorstorten Colm gantz und furten weg, was do was.®) In solchem quam bruder Merten Golyn ungewarnet *fol. 95a. gezcogen mit yil gutten leutten* und wolten gem Colm und furte mit ym seine leibliche schwester, die gros schwanger war. Disse fingk man alle. So kunde die schwanger fraue nit gehn ym wegk treiben, darumb hyb ir ein Preus den leib auff, und das kint fiel yn den weissen sant, von welchem bruder Merten sich erzcornete und entsprang den Preussen und quam wegk und thet hindennach den Preussen mechtigen schaden mit morden.*) Eine bürgerynne, die sich vorkrochen hatte, als die Preussen vom Culm waren, gingk sy und suchte® yren toden man, so fant sy yn, das er nach lebete, und als sy yn füren wolte yn ein haus, sprach er: neyn, hy wil ich bleiben bey meinen brüdern, wen Maria hat gestern besprengt all die toden und ire selen zeum hymel gefurt und hat mir gesagt, würde ich hie bleiben, sy wolde auch zcu mir kommen. In solchem reden, so sprach er: bys got wilkommen, o schone iungkfrau Maria, dir befehle ich meine sele, und starb also yn ansehen seiner frauen.*®) Moutnygo und die seinen wolten heym mit allem robe, so eylete yn noch bruder Gerart der lantmeister und bruder Colonotus von a) d. fehlt D. bj) g. s. umb suchende D. r) wurde D, 1) Der Name nicht bei Dusb. 2) Bei Dusb. III c. 121. S, 112 zieht die Besatzung von Bartenstein nach Königsberg und Elbing. 3) Dieser Zersiörung von Culm scheint Dusb. III c. 153 u. 154, S. 124. von Cubnsee, zu Grunde zu liegen. 4) Dusb. III 0, 40. 8. 74. 5) Dusb. III c. 41. S. 74. Dieser und der vorhergehende Abschnitt folgen bei Dusb,. der Schlucht am Itensensee, 1243.
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*fol.95b, 236 Namsen sein marschalgk, bruder Merten Golyn mit 30 brudern und 300 knechten und troffen sich auff der Mockra dem wasser, sie schlugen sich aus allen krefften, und dy brüder vorloren all ir volck. Von dissem schlon flos dy Mockra vor Thorn 3 tage mit blutte, und von den brüdern quamı ag alleine wegk der lantmeister Gerardus todtlich vorwunt, bruder Merten Golyn mit 16 knechten. Montnygo und seine geselschaft wurden auch mechtig gemort, idach quamen sy heym mit grossem robe und vorsamleten mehr volck. Den rob teilten sy yren brüdern mitte und wurden do von gutwilligk.') Capitel VII‘. 8 1. Von dem cleglichen morden der Elbinger.*) Dywano vorsamlete ein volck und quam yn einer nacht yn einen eichwalt, der vor zceiten ist gewesen eine wonunge dreyer iungkfrauen, Pogesana, Meyta, Cadyna genant, von denen obene gesagt ist.°) Disser walt leyt aber stehet von der stat Elbingk 6 pflugk gewende, in dissem hilden 3 tausent Preussen. Im morgen czogen hundert aus dem walde vor die stat und cezunten der mönche zeigel scheune an, in solchem die burger aus, wen sy meyneten ir weren nit mehe. Sunder bey dem Elbynge auff 20 pflugk gewende seint berge yn ebener höhe, zecu dissen vom eichwalde, auch wol 20 pfluggewende, eylten die fynde, dy besten burger yn nach. Im nacheylen ranten dy aus. dem eichwalde und benomen yn den wegk yn dy stat zcu kommen. Als dys die burger merckten, eyleten sy auff eine möle, dy eym bürger anhorte Liffarth genant, und disse* war vorposteyet und leit 3 pfluggewende von der stat Elbingk. Als dy burger auf der molen woren, stormpten dy finde mechtig, sunder sie kunden nichst doran gewinnen. Dy Preussen mergkten, das sy yn nichst thun kunden, sy? goben den burgern vor, wolten sy mit den Preussen fride haben und wolten yn 15 menner zcu frides bürgen setzten, dy sy yn nennen würden, sie a)ADIL b)soD. 1) Das Motiv zu dieser Niederlage des Ordens gab Grunau Dusb. III c. 128. S. 112. 113, die Schlacht im Lande Löbau. Die Namen sind sämmtlich corrwmpirt. Die rothe Färbung des Flusses stammt aus Dusb. III c. 170. S. 130, bezog sich aber hier auf Elbinger Ereignisse, die Grunau im folgenden Paragraphen erzäklt, 2) Nach Dusb. III. c, 170. S, 129, 130. 8) Tractat II Cap. III 8 1. 5, 74.
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237 wolten von der möle zeihen. Dy bürger gingen zcu rote und wusten, das yn der stat nit volck war, und das sy sich auch nicht lange halten kunden, sy gingen solchs an. So war ein bösswicht under yn, der m) der burger kante, aus des eingeben nanten sy den stadtvogt Herman Lyndöck und dy besten burgere bey ym. Dy gemeyne wolte nicht doran, sunder die hern sprochen: angesehen den gemeynen nutz wollen wir gerne wegen eurer sicherheit gefangen seyn, und gingen von der mole abe. Dy Preussen nomen sy und spisseten sye und gingen an eyn storınen und gewonnen die mole und czunten sy an und vor- branten sye. In welchem feuer die burger auff der were Elbingk sogen yn der nacht die selen yrer mitburger zeu hymel füren. Bey der möle fleust ein flyss die Hummel genant, dys floss 3 tage mit blutte. Dis schlon ist gescheen im jare 1252 am tage Bartholomei.?) 8 2. Wy man Fischau, Pusilge und Marienwerder gewan. Von dissem betrübniss zcogen sy vor ein schlos, do Fischau genant, itzunt leit der wüste bergk auf dem felde der vom Neuhoffe, und dys gewonnen dy Preussen und ezogen fur das schlos Pusilga, “ wen disse 2 meylen von einander logen, und goben den andern durch fener yn® der nacht? ein zcechen. Dyss gewonnen sie auch, idoch vorloren sy gar? viel® der yren vor Fischau yın wasser.?) So wurden geschickt Lynco und Colto auff Marienwerder, und dy burger werten sich. So wurden die Preussen grymmigk und stormpten an underlass, kunden dennoch gleichwol nichts schaffen, sie wörffen feuer ein und vorbranten Marienwerder®) mit allem volcke und ınit grossem robe wolten sy auff das schloss Transporen zeihen, heut Preusschemargkt genant.*) Auff dem Reden war kompthor b. Otto von Amychen.°) Diser vorsamlete ein gut volck und eylet dissen nach, und sy quomen n ein dorff Pegausts genant und logen am flisse Sirge genant und a) A am Rande, b) g. vr. fehlt D. 1) 1273. Dusb. III c. 170. S. 129. Der Tug ist von Grunau erfunden. 2) Dusb. III c. 143. S, 120 erwähnt nur die beiden Ordensburgen Fischau und Posilge, sagt aber nicht, dass sie eingenommen seien. 3) Nach Dusb. haben nicht Linco und Colte Marienwerder zerstört, Dusb. III, «, 147. u. 148. S, 122. 123. 4) Tranpere, so heisst der Name bei Dusd. III c. 149, ist nicht Preussisch Mark, sondern Troopen bei Christburg, 5) Zusatz Grunuws,
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*fol. 963, 238 ruheten. So quam forne an Dywano und von hynden Lyneko und erschloen sy alle mit dem kompthor.‘) Im Colmisehen lande war ein schlos Warttenborgk ligende an eym sehe, auf welchem schlosse gut volck der brüder war. So war e8 eine weise, wy am sontage dy gebauersleutte mit jungfrauen und frauen vor das schlos zcum tantze quamen. Nicht ferre von dissem schlosse leyt ein walt*, yn welchem die Preussen logen vorborgen, und als sy auf dem besten tantzten, so quomen sy, und vom erschrecken wart das volck vorblendet und liff ya den see und ertrangk. Die Preussen erliffen das schlos und branten es yn die grunt mit allem volcke, das do war.?) Dywano und Skomando quomen in das Colmische lant und vor- herten es mechtigk. Sy quomen vor eine stat Schonesee genant, yn welcher seer gut volck war. Disse stat wolten sy stormen. So war Dywano yn allen sachen der vornemste und vormanete das volck zcum storme. In der stat war ein gut mau Arnolt Kropff genant und disser spennet sein armburst und scheust Dywano ein stroll yn seine brust, und er stortzte und starb. Als dis die Preussen sahen, sie abe und liffen.°) 8 3. Wy dy Preussen geschlagen worden von der bruder volck. Skomando wolt mit den seinen widder heym, idach wolt er vor eine beute holen, er zcogk yn Galyndier lant, in welchem ein schlos war genant Baseledon, auff welchem wonte Nameda ein erbar witwe und war Montnygo leibliche schwester‘) und eine freundinne der brüder. Disse hette von yrem manne Feluto®) 4 sone erwachsene gesellen. Als sy horte, was dy Preussen gethon hetten, sy rette ire sone an mit ernsten worten, und ir eldester son Posdropoto auff mit 200 man und findet sy ym walde schlaffende und er* sprengete auff sie und erschlug ir mechtig viele, ir vil entliffen. Posdropoto®) fyngk Skomando und bant yn an sein eygen pfert und bant ym undern schwantz dörne und lys yn so lauffen, von welchem lauffen Skomando yn stücken wart gerissen, und nam alles, was do war. a) fehlt D. 1) Dusb, 1. c. 3) Dusd. III c. 158. 159. S. 125. 8) Dusb. II c. 165. S. 127. 128. 4) De genere Monteminorum Dusb, III ce, 174. S, 131. 5) Denselben kennt Dusb. I. c. nicht, 6) Das Folgende ist wieder Zusats Grunaw's.
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239 Dy vorlauffinen vorsammelten sich und machten yn ein hauptman nit namen Capnea!) genant und czyhende mit viel schaden durch die Iande und quomen vor dy stat und schlos Wesela itzunt Hollant genant?) und stormbten mechtigk und worffen feuer eyn. Im bornen wır do ein schneider Andres Wirtel?) genant, disser spent ein arm- brast ym Marien namen und scheust dem Capnes ein pfeil yn sein angesicht, das ym der pfeyl zcum gehirne ausgingk, und er starb. Die burger auff und schlugen die Preussen mechtigk seer, idoch brante ire stat yn die grunt, wen der nordenwint war zcu starck, die Preussen keym und goben sich zeu Auctomo dem fursten und czogen mit ym. Auciomo mit den seynen quomen fur Kirsenborgk itzunt Crist- borg genant und legten sich yn einen walt und im morgen, als die burger korn wolten einfüren, so fallen sy ein und erschlon alles volck. Im nu eyleten sy zeum schlosse und erliffen die erste brücke*), von welchem auf dem schlosse gros jammer wart. So war ein Preuss in einer tymnitz gefangen genant Jaylo,°) als er horte, wy die erste brücke gewonnen war, brach er sich aus und erwüscht ein mechtigen baum und *laufft under die Preussenn und erschlet ire beste menner und behelt die brücke. Do wart erschlagen Baydoso, der 40 iunge knaben hilt der christen kinder gefangen sie zcu vorkauffen. Bruder Hennemann von Thungern®) erschos yn und nam dy knaben czu ym. Jaylo ging nach seiner arbeit widder yn dy tymnitz und hilt gehorsam. Auotomo vorkroch sich ym walde, und als die bruder meinten, wie er wegk were, erliff er das schlos Kirsenborgk und erschlugk do alles, was do lebte, und bauete es mechtigk. Capitel IX, 8 1. Wy sy dy stat Brunosberg vorbranten mit allem volcke.') Auctomo mit Glappo° ®) und ire hälffer quomen vor die stat Brunosbergk, auff welcher war Anshelmus der bischoff von Warmia a) er fehlt D. b) AD X. c) m. irem O1. D. 1) Quelle ist Dusb. III c, 169, S. 129. Der Name Capnes ist Zusatz, 2) Dusd. I, c. Weoclitz (dei Elbing). Der alte Name von Holland war Pazlok, 3) Quidam dietus Wirtel Dusd, I ce. 4) Nach Dusb. III c, 143, S. 121. Auctomo nennt er nicht, 5) Birenes. Dusd. I, c, 6) Quidam frater Dusd. 1. c. 7) Dusb, III c, 140. S. 119. 8) Dusd. I, c, nennt beide nicht. “fol. 9b.
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*%ol,97 a. 240 N und vil gutter leutte mit ym. So quomen dy Preussen und stormeten mechtig, sunder ir gar viel worden erschlagen, so zeogen dy Preussen abe und legten sich yn einen pusch. So meynten die bürger, das die Preussen weg weren, so wurffen sich die besten menner zcu hauffe und wolden futter holen, uber disse fielen die Preussen und erschlugen sy. Als dys der bischoff sagk, er auff mit alle seinem volcke yn der nacht und czogen gem Elbinge. Idoch waren sy nit gar wilkomene; wen man hette yn hülffe gesant, und sy wolten sy nit annemen vor forchte. Dy Preussen quomen vor das schlos Brandenborgk,') sunder sy kunden ym nichst thun. So war ein vihemutter auff Brandenburgk und disse gelobte den Preussen wegen eins wordrisses ir von den brädern gethan, so bruder Philip von Awen?) nit do heyme were, sie wolte es yn wissen lassen. Es geschag, das der komptor gen Konigs- bergk reyt, dys thet das weib den Preussen zcu wissen und sy quomen und vorbranten Brandenborgk, aber 4 pristerbrüder vorkrochen sich hetten auff einer eichen. Dy Preussen quomen’ gem Colmensee, do leyt ein thum. Ein junge frane quam aus der stat gegangen und wolt auff ein dorfl gehen, disser laufft ein junger Preusse nach und wil sy beschanen, so entwirt ym die frau und laufft yn ein gesumppe und er ir nach. Im kotte stortzte der Preusse, und die fraue erstackte yn mit erde und tötte yn.°) Im vorzciehen der Preussen vor Colmenzehe liffen die burger mit den gebauern auss und schlugen sich mit den und fingen Meynuso Auctomo bruder‘) und furten yn yn die stat. Das wolten sie mit viel herten® stöormen 5 tage langk rechen. So logen die Preussen bey eym see, und geschagk, das sie under sich in eyner nacht auff sich selber mechtig schlugen. Nach dissem stifften sy eine solche vorreterey: es quam yn Colmensehe ein Polnisch ritter Iwo Zoborawtzky’) mit 2 stercken sonen und gab vor, wie er yn helfen wolde. Sy geleubtens ym, und er stunt auff der mauer und blies ein horne, den dis was das vorzceichen. Aus welchem liffen die bürger zcu und funden, das es vorreterey war und nomen yn mit seinen* sönen und knechten und hingen sy alle. Als die Preussen ir unglück a) h. am Rande A. 1) Dusd. IIT c. 130. S, 115. 2) Dusb. I, c. nennt den Comthur ansdrücklich Priedrich von Holdenstste, 3) Dusd, III c, 162, S. 127. 4) Unum ex eis virum longissimum sage Dusb. III c, 159. 8. 124. Grunau’s Quelle, 5) Miles de Polonia dietus Nineric, Dusd, III c. 166. S. 128,
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= 241 merckten, boten sy, man solt yn Meynuso geben, sy wolten ire tage nit mehe vor Culmesehe kommen, und man gab yn, und er hielt es auch und quomen ir tage nie widder vor den Culmensehe. $ 2. Wy got vor die bruder streit widder dy Preussen. Dy Preussen quomen an eynem morgen im sonabende vor den Reden stat und schlos und gingen an ein stormen, sunder sie wurden durch feurige pfeyle abegetriben. In der selbigen stunden waren dy bräder bey der fruemessen unser lieben frauen, und werte eine gantze stunde, von dissem wart mit der zceit Meynuso unterricht und lyes sich tauffen und wart der brüder beste man. Dy Preussen quomen fur den Elbingk und wolten sie aber aus brengen ®, und sy liffen auch auss?, sunder dy brüder mit yn und troffen mit den Preussen. Die Preussen vielen mechtigk todt, und nymant von den christen schlugk sy, so wurden etliche von den Preussen gefangen und disse worden von den brüderen gefragt, wy sy so todt weren gefallen. Dy Preussen sprochen, das menner vom hymmel weren gekommen mit feurigen schwertern und disse hetten weysse mentel gehat mitt schwartzen creutzen und dy hetten sye getöt.t) Die Preussen zcogen vom Elbinge vor Heilsbergk, welches Anshelmo dem bischoff von Warmia gehorte, auff welchem waren gutte brüder und sich mit den Preussen schlugen, sunder die heiligen engel stritten aber fur sye. Dy Preussen vorblendeten und liffen yn die Alle und ertrenckten sich. Idach lissen sy nit abe, als dis die brüäder merckten, das sy nu ire pferde gar hetten gessen, quamen sie durch einen heimlichen wegk gem Elbinge, und dy Preussen branten Heilsbergk yn die grunt.?) - Im Hockerlande wonte ein Preusch furste Muso genant, disser Muso hette vom kompthor vom Elbinge entpfangen b. Helwich Goltbach ein sunderlichen vordrys. Disser schwur es, er wolt es rechen, so wart ym vorspehet, wie ein edelman Powida genant auff Nalubey® nu Rapendorff genant den kompthor zcu gaste hette gebeten, a) auff br. D. db) auffs D. e) Nulobei D. 1) Dieses Wunder stammt aus Dusb. III c. 17, 8, 61, wo es aber in die Zeit von 1237—42 verlegt wird. 2) Nach Dusb, III c, 94. 5. 101.
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*fol.97 b, 242 so wart er es zcu rotte, und leget sich zwisschen gebirge und nympt der hern war und fenget sy. Dis wart Powyda kunt gethan, er auf und erlost einen hauffen, yn weichem war der kompthor, den andern hauffen, ehe dan er quam, het man an eynen baum gehangen, einen pristerhern mit 4 knechten.') 8 3. Wy dy Preussen Konsberg mit kraft stormeten. Montnygo mit allen hauptleutten quomen vor Konsbergk und stormeten eg mechtigk, sunder die brüder werten sich ritterlich. Montnygo wart zeu rote und bauete stormheuser, von welchen sy auff die brüder lieffen als die hunde. Auff dem schlosse war solch hunger das etlichen die zcenen gantz los worden.) Darumb wolten die brüder ehe sterben*, dan so leben, sy liffen vom schlosse uber die brücke, welche die Preussen gemacht hetten, und erliffen in dy storm- heusser und schlugen die Preussen wegk und vorbranten die storm- heusser mit der brücke.?) Uber etliche tage quamen die Preussen widder und wolten auch bauen, sunder dy brüder lieffen under sy und mechtigk schlugen, in welchen: schlon liffen die Preussen, so war do b. Wolff Retlitz,*) der hib eym Preussen das haupt wegk, das es yn den sant vill, dennoch gleichwol der leichnam lieff 29 schritte,°) die bruder Wolff mit vorsatz zealte, und fiell do erst. Noch dissem sich Montnygo, Auctomo mit irer geselschaft vorsammelten und quomen mechtigk vor Kongspergk und wolten stormen. Die bruder vom schlosse und schlugen sich ® mit yn, so war do bruder Otto Sichtichvor,®) und der hot eyn arnı- brust gespaunen und laufft auff Montnygo, sunder er felte sein ym eylen, darnach Montnygo bruder Otto Sichtichvor ein arm abhyb. Dis sag der brueder knecht und heut dem Montnygo yns haupt, das er vor todt nidderfiel auf die erde, idach durch gutte erzter ist gesunt a) sie D. 1) Der Name Muso ist erdichtet, das Uebrige nach Dusb. III c. 189. 5. 136, aber die Thatsache gehört in’s Jahr 1277. 8) Dusb. III c. 95. 8. 102. 3) Dusb, III c, 103. S. 106. 4) Dusb. I. c. frater Gevehardus natus de Saxonia, 5) Dusb. ]. c. per spacium modicam. 6) Dusb. III c. 104. S, 107. Henricus Ulenbusch.
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243 worden yn kurtzen tagen, und die Preussen czogen abe, wen sy hetten keinen gewyn. Auctomo und Glappo quomen auf ein ander zceit mit grossem rolcke, under die liffen die brüder, sunder sy wichen widder zeu schlosse. Im abezcihen vorgist einer im grafen einen gespannen bogen, dissen findet ein Preusse und weis nit, was es ist, und henget yn an den hals, so kommen die andern Preussen und beschauten yn, und wy einer den schlüssel drückt, und die nues let loes und schlicht dissem Preussen das haubt vom halsse. Als dys die andern Preussen sehen, lauffen sy alle wegk.') Capitel X. 8 1. Von dem schlon auff Pokarwis nu Crockeyn genant.°) Dy bruder liden grossen hunger auf der Balga, darumb 18 bruder mit 30 knechten vom schlosse und vorsamleten eynen raub. Dis wart kunt gethan eym fürsten der Preussen Thyrwaydo genant,°) disser vor- sammelete ein volck und trifft mit den brüdern. So sogen die brüder, das sie den Preussen nit? kunden widderstehen, darumb goben sy sich yn ein dorff do Pokarwis itzunt Crookeyn® genant, welch dorff nomen sie eyn und sich 3 tage doraus wereten. Thyrwaydo mercket ir hertz, er sprach, wolt ir mir 1 jar fride ezusagen und des ein frides bürgen setzen, wir wellen euch heym zeihen lassen. Auff ein solchs gingen sie zcu rote und vorwilleten es, wen sy hetten sorge, wurde Montnygo kommen, sie worden alle sterben. Dys aber bruder Johann von Synnebergk widder riet, wen er war hauskomptor auf der Balga,“) und sprach: sehet, wie sy den burgern vom Elbinge glauben* hilden, sy *fol. 98a. meinen uns zcu betrigen, und solcher worte viel, sunder die brüder vorwilleten alle zeum fride und goben b. Herman Bozol, b. Johann Radecken, Heynrich von Clausenborgk.®) Thyrwaydo nam sy auff und czogen wegk, sunder Montnygo quam widder und gewan sy und er- a) AD XI. b).n. fehlt D, c) In D von anderer Hand am Rande: Krucken bey Oreutzburgk. 1) Dusb. Ill ce. 105. S, 107. 2) In diesem Abschnitt combinirt Grunau die Schlacht bei Pokarben, 1261, Dasb, Il c, 91. S. 100, mü der bei Krücken 1249, Dusb, Ill c. 66. S, 87. 3) Name und Zahlen sind erfunden, 4) Dusb, Ill c. 66 weiss den Geschlechtenamen nicht, 5) Die Namen hat Grunau zugesetzt.
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244 schlugk, dem hauskomptor b. Johan von Synnenbergk hib er sein heupt ab und stackte es auff ein speer?) und furt es vor dy Balga bespöttende sy und sprach: ein solch ende hett genommen der weysseste under euch. Sy nomen bruder Heinrich von Clausenborgk und britten yn, bruder Johannem von Radecken hingen sy bey den füssen auff und machten einen roch under yn und erstackten yn also, b. Herman Bozol nomen sy und schnitten ym den nabel auft und bunden seyne dermen an einen baum und fürten yn so umb den baum, bis er starb.®) Auff disse stelle bruder Jorge von Synnenberg komptor auf der Balga mit der czeit eine kirche bauete und geschogen dorynne viele jar grosse mirackel. Der hauskomptur war der, der zcu vorgebunge seiner sunde war etwan yn Preussen gekommen ein jar langk zcu streitten und war den christen sehr nutze, dis sag der bischoff von Samlant und bat yn, er wolde noch ein jar bleiben umb seyner eldern willen, und er thet es. Nach dem jare, als er wolt heym zeihen, so hort er messe, - under welcher quomen seine eldern und danckten ym, wen sy weren durch yn erlost. Dys nam her zcu herczen und lies sich yn den orden cleyden. 82. Von einem grausamen schion der brüder und der Preussen. Alles betrubniss der brüder wart lautt yn Deutzschen landen, darumb Hanno der homeister erwarb ‚von Allexandro IV, das er das creutze gab, und rüsteten sich marggraff Hans von Brandenburgk, hertzogk von Brunswyg, ınarggraff Heinrich von Meichsen, sunder ehe wan dy quomen, so czogen vorhyn 2 tausent man von adel, von bürgern yn Preussen und gewonnen widder Culmerlant, Pomezannerlant und vorstürten dy burgk der rysen, den es waren menner 5 elen langk, und baueten stat und schlos Rysenborgk genant.?) In der christnacht erstigen sy das schloss Kyrssborgk und nanten es Christborgk*) und czogen vor und vor und nomen von den Preussen die lande widder eyn. So quomen sy auff die stelle Brandenburgk, so wart yn gesagt. 1) Dusb. III c. 66. S. 88. 2) Ebendaselbst, aber Dusb. nennt keinen Namen. 3) Hier verwerthet Grunau die Kreuzfahrt Heinrich’s von Meissen 1237 Dusb. III c. 14. S. 60. 4) Dusb. III c& 58. S. 83, gehört aber ins Jahr 1247.
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245 wie die Preussen vorhanden waren ym dorffe Slonay genant.!) So war graff Gutther von Querenfart der christen fürer und er schickte eynen ritter auss Westphalen, Seno von Bynthausen?) genant und disser solte schauen, wo man kunte einen hinderhalt auff dy Preussen machen. Disser ritter hette hort predigen, welcher von den henden der heyden stürbe, der fuer vonn stunt* auff zeu gote. Das er abe balde zcu gote queme, sprenget *er unter dy Preussen und wart erschlagen: etliche knechte aber ranten zcurücke und sagten es den andern an, sy alle auff und quamen auff die Preussen gerant und schlugen sich ym schnee einen gantzen tag, am abende Andree,®) und dy christen vorloren, wenigk quam ir wegk zcu lande. So wolten die Preussen irem altem irthumb genugk thuen und nomen einen under den gefangenen und branten yn lebendigk zcur eren iren göttern. Dy Preussen legten ein los, welchen? die göte wolden, so vil das los? auff ein burger von Meydenburgk Hirsshals genant, dissem grauete vor dem tode und rufft Heynrich Montnygo an und spricht: meyn Heinrich, gedenck, als du worest zcu Meyde- borgk yn der schulen, habe ich dir yn meinem hausse guttes gethan, darumb friste mich heutte von dissem grausamen tode. H. Montnygo thet dys, so worffen die Preussen zcum ander mall das los, und traff yn aber, Montnygo erloste yn auch. Zceum dritten mole worffen sy das los, und traff yn auch, und Montnygo wolde yn auch erlösen, sunder der burger erkante seine gnade von gote und sprach: dangk habe Montnygo vor deinen gutten willen, ich sehe das mich got rüfft, darumb so wil ich gerne sterben. So nomen yn die Preussen und bunden yn mit aller seiner gewer auff sein pfert und bunden das pfert an 4 pflöcke und machten feuer under und vorbranten yn also: als er nu tot war, so sag man eine schneeweyse taube fligen ym feur eine lange weile, und dys gab den christen ein trost zeu leiden.*) Dys schlon wart eym heiligen eynsidel geoffenbart ym Francken- a) AD munt. b—b) fehlt D. 1) Im Folgenden verbindet Grunau die siegreiche Schlacht bei Slunien 1262, Dusb. II c. 98. S. 103, mü der Niederlage des Ordens bei Pokarben 1961 ce. 91. 5.100. 2) Miles de Westphalia Stenckel de Bintheym Dusb. III ce. 91. 3) Da Grunau die Ann, Thorun. benutzt, wird man dies Datum der Schlacht bei Krücken (Ss. III 59), die er Cap. X81 (S. 249) mit dieser Niederlage verbindet, 30. Nov., auf sie zurückführen dürfen, 4) Dusb, III. c. 91. S. 101. *oL 98 b.
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*fol. 99a. ‚246 lande.‘) In dieszem tage sag er vorgehen viele bose geyste, die beschwur, er wu sie hyn wolden. Sie sprachen: wir sollen yn den streit yns landt zcu Preussen, er gebot yn, sie solten ym denne sagen, wie es gefaren were. In der nacht quomen sy widder und sagten dem eynsidel, dy unsern gewonnen und tetten, als wir es gerne sogen; der einsidel: wie fur es mit den selen der christen? Sy sprachen, sy quamen alle gen hymmel 3 ausgenommen, wen sy woren do umb neydes willen sich zeu rechen an den fyuden wegen irs entpfangenen schadens. $ 3. Wy dy heuptleutt der Preussen getöt worden. Hern und fursten quomen nach ostern yns lant ken Preussen und man schickte ubirall brudir auff die schlosser. So quomen aus der Masau geritten b. Herman von Froyntzbergk, b. Helwich von 'Golesam mit 20 knechten,?) sie ritten yn der heyde und funden do Montnygo alleine, wen seine kompans woren jagen geritten. Sie be- dachten sich kurtzlich und hingen Montnygo an eine eichen und ritten eylende weg. Dy seinen quomen mit eym hirs und funden yn hangen. Auff Samlant wont ein Preuss Steyno genant ein furste.*) *Dysser hette eine hure, welche Glappo liber sag dan yn, er kunt ym aber nichst offenberlich darımbe thuen. Steyno schreib den brudern auff Konigs- bergk, wolten sy Glappo haben yren feint, solten sy zeihen auff Lock- stetten,*) do würde er vor zcihen auff die zceit. Darumb wart so hyn gesant b. Hugo von Lymmingen mit 50 knechten. Steyno quam zcum Glappo und sprach: dy Samen wellen ein eynfal thuen, sie lossenn dich bitten, du weldest balde kommen, dys gelöbet Glappo, yn der nacht reit er uber haeb und quam ym morgen yn ein dorff, umb kelte willen er ging in ein haus und wermete sich und entschliff dornach, dys worden die brüder inne, quomen und fingen yn und furten yn gen Konigsbergk und hingen yn an einen galgen, von dissem noch heut dy stelle heyst der Glappenbergk. Auctomo, Thyrwaydo und Glando® nomen gros volck und wolten a) Glaudo D. 1) In partibus Alemanie quedam vite sancte mulier in quodam reclusorio Dusb. II c. 92. S. 101. 2) Dusb, Ic, 135. S. 117. Heinrich von Schonenberg und Helwich von Goldbach. 3) Das Folgende, Glappo's Untergang, nach. Dusb, III c. 136. S. 117. 4) Castrum quoddam Dusb. L o.
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247 rechen iren patronen, sy quomen vor Konsbergk, sye wusten aber nit, wie marggraff Hans sein volck da hette. Die Preussen wolten stürmen, sunder die brüder liffen yn entgegen und alle schir darnidder legten. In dissem wart Thyrwaydo erschossen, Auctomo wart gespist und Glando* stissen sy auff ein rat.') Zeu wissen von dissen 6 scheleken, das sie alle christen woren, wen von anbeginne, als die brüder Preussen hetten, nomen sie der hern kinder aus Preussen nnd santen sy yn Deutzsche lande und liessen sie yn die schule gehen und worden getauft, Montnygo hys Heinrich, Dywano hies Otto, Skomando hies Andreas, Auctomo Nicolaus, Glando®* Rychart, Glappo Carolus und Thyrwaydo Johannes.?) Disse wu sie yn Deutzschen landen woren, wer sy sagk, hies sy vorreter, bluthunde umb der eltern willen, welche so vil Deutzschen hetten umbe bracht, und daher quam es, das sie yn zcu leide theten, was ey wusten auff die Deutzschen, do sy widder yn Preussen quamen. Wan sie ritten durch ein walt, schrigen sy yn Deutzscher sprache: ist ymands hinne vorborgen, kommet, die Preussen seint wegk, und so quemen denne viele und wurden erschlagen.°) Capitel XI’. 8 1. Wy man aber Preussen gantz gehorsam machte. Im jar Christi 1258 quamen yn eigener personen marggraff Hans von Brandenburgk‘) und dissem Samlant und Sudau zcugeteilt wart czu bestreitten, hertzogk Otto von Braunschweigk°) wart zeugeteilt Nathangen, marggraff Heinrich wart zcugeteilt Culmer, Pogesanerlant. Disser quam zcum ersten und halff die stat Culm befestigen und umb- s) Glaudo A. b) XII AD. 1) Diesen Untergang der übrigen preussischen Führer hat Grunau eigenmächtiy erfunden, 2) Nur den Namen Monie’s, Heinrich, überliefert Dusb. III c, 89. S. 99. 3) Das Leizte nach Dusb. III c. 167. S. 128. 4) 1235. Dusb, III c. 77. 8. 94. 5) Hier verwerthet Grunau den Zug Olo's von FREE 1239—1240, Dust. Il c. 25-26. S, 63. 64.
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*fol.99b. 248 graben!), dy von Heydenrico bisschove vom Colmensee 1254?) war an- gefangen auff dy stelle, da sie itzunt leyt, und der fürste machte sie gantz sterck. In®) disser stat woren viele wittwen und wenig bürger. Heyden- ricus quam zcum Colm und predigte, welche wittwe einen ar(*)men gesellen würde nehmen, das man menner hette die stst mitte zeu beschirmen, die wurde haben vorgebung irer sunden. Im selbigen tag ging eine bürgerin Uda genant mit irer mayt zcum salve regina ya die kirche, so syhet sy einen feynen jungen knecht auff dem marckte stehen, Hans von Halle genant, und disser gefiel yr wol zcu vorgebung der sunden. Sy schickt ym ir mayt und lis yn bitten, er wolde zen irer frauen Uda nach dem salve regina kommen, und Hans sprach ja. Nit gar lang darnach quam frau Ertmut mit irer magt gangen und sihet dissen Hans und gewan ein gleichen syn, wie frau Uda, und schickte ym ir mayt und lies yn bitten, er wolde zcu ir kommen, und er quam. Mit kurtzen worten worden sy es einst und gingen zcum bischoffe und er treuete sie balde. Als frau Uda quam aus dem salve regina, fant sy eine löbliche wirtschaft von frau Ertmutt mit Hanse von Halle und thet ir wehe, das sy mit Hanse nit* mocht vorgebunge der sunde er- langen. Nach dem exempel frauen Ertmut theten viele frauen und nomen arme gesellen, Hans von Halle wart gar ein redlicher man yn allen seinen sachen. 8 2.2Von der wolthat dss marggraffen Heinrlei von Meichsen. Marggraff Heinrich quam gem Elbinge und er lies machen 2 schiffe, eyns nante er Pylgrim, das ander Fridelant. Disse waren zcu mal wol zcur were gebauet, mit welchen czogk er umb die wasser und wu er fynde wüste, stormpte er sy mit dissen schiffen, man furte den brüdern zcu, wo es not thete.*) a) A am Rande. 1) Grunau eombinirt hier den Zug Heinrich’ von Meissen, Dusb. IH c. 15. S. 60. mit dem des räthselhaften Marchio de Anlant Dusb. III c, 59. S. 83, der Cuba ver- legen half. 2) 1253. Ann. Thorun. Ss. III 60, Grunau’s Quelle, 3) Den folgenden Schwank erzählt Grunau nach Dusb, III c, 42. S. 74, de aber nur vun Namen den des Änappen, uatus de Hallis, angiest. Den Vorfall selbst bringt Dusb. nach der Schlacht am Rensensee, 4) Dusb. III c. 15. 5. 60.
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249 Item er lies uber 3 tausent personen von gebauers leutten aus seinen landen czyhen yn Preussen, und dy baueten stete und dorffer und sich befestigeten vor ungelug.!) Item von seinen erbarn leutten lys er wol 14 cleyden yn den orden yn einem tage und gab yn all seyn resigen gezceug.?) Zceu dissem schickte Swantopole der furst von Pomoren und lies bitten, das er seinen son mochte widerhaben von den brudern, zeu dissem halff der marggraff, sunder der lantmeister het ein capitel mit seinen brudern umb rat, ab man Swantopole solte erhören, der meiste hauffe sprach, man solt freuntschafft mit ym halten, do wider war bruder Rayterus von Rompenheym kompthor von Redyn:?) es duncket mich geraten sein, das man Swantopolco nit getrauen sol, wen wir wissen seine handel vorhyn wol, und solcher worte vil. Do sprach der lant- meister, so getraue ich auch nit den son fortmehe zcu behalden. B. Rayterus sprach, wir wolten yn schicken zcu Friderico dem fursten von Österreich, das her yn uns zeu gutte behalten sal, und dys wart vorwyllet und geschag auch also.*) *Als dis merckt Swantopolc, zceuht *fol. 1008. er yns Colmische landt und treib ein solchen jamer mit mort und brande, das es ungleublich ist, und als die b. widder yn sein lant wolden, so quam der legatus Jacobus und gehot fride auf die christen und eitirte Swantopole ad audienciam. Der marggraf Heynrich ezog yn dissem heym, wen es thet ym hertzlich wee, das die b. yn vorschmebhet hetten ımb Swantopoles willen. $ 3. Von den streitten Ottonis des fursten von Brunswig.°) Auff den schiffen Pylgrim und Fridlant*) fur herzcogk Otto auff die Balga, und es wart niemant inne von den Preussen. Im quam auch yn denselbigen schiffen sein volck noch ynwendigk 8 tagen. Zeu der zceit hetten die Preussen die Balga feste belagert und hetten 1) Relinquens in Prussis multam miliciam pro edificacione castri de Elbingo. Dusb. I. c. 2) Diesen Umstand entlehnte Grunau aus dem Kreuzzug Dietrich’s von Meissen, 1272, der nach Dusb. III c. 133. S. 117. 24 seiner Ritter in den Orden kleiden liess. 3) Frater Rawe de Redino Dusb. III c. 45. S. 76. Der Vorfall gehört in’s Jahr 1244-45. 4) Vgl. Dusb. III ec. 45. S. 77. 5) Nach Dusb. III c. 25. 26. S, 64. 6) Zusatz Grunaws,
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250 stormheusser gemacht, eins hies Zoynckewer, das ander Portegaydo,‘) yn weichem viele Preussen logen. Auff dem einen war hauptman ein edel Preuss Cudrono,?) auff dem andern Piosopo°?) genant. Diesse gingen umbzcech wie blinde thyre an ein stormen, Piosopo war uberal der vornemste, dis sag b. Johan von Luneborch®) und scheust dem Pyosopo ein pfeil yn die brust, und er starb balde, die Preussen vom storme fur forchte abe. Auff der Balga war kompthor bruder Otto von Schleedorff,®) zeu dissem waren viel Preussen umb seiner mitsamigkeit willen kommen. Auf der Balga war ein edel Preusse Pomanda genant, dissen rette herzcogk Otto an, das yn einem schlon viele finde stortzten, Pomando solte auszeihen und dy Preussen mit hauffen an ein stormen brengen zcum schlosse. So wolte dys Pomanda nit angehen, idoch wart ym zcum letzten gesagt, wolt er der brüder gnade haben, so solt er solchs thuen, und Pomanda gingk es an und quam zcu den Preussen. Sie entpfyngen yn kostlich und fragten yn umb den stant der brüder, er sagte, wy ym befolen war, wen man an ein ernst stormen ginge, man gewonne das schloss, ich wolde selber mitte, wen ich weis die gelegenheit des schlosses. Von dissen und andern worten wurden die Preussen behertzt und vorsammelten 5 tausent man, die besten, und quomen yn einem hauffen vor die Balga und gresslich schryen, und als nu hertzogk Otto erkante, das es geschag, wie ers geordent hett, sprengete er auff die Preussen und umbrante sy und ermorte sy alle. Pomanda bleib auch da Dy bräder zcubrochen Czwynckewer und Portygaylo und baueten ein blockhaus Straudeborgk und eine möle da bey und besatzten dy mit 30 mennern, sunder als herzoogk Otto auff Konigsbergk war, Bogeto Pyosopo tochterman vor- störte is alles.*) a) aın Rande in A u. D. 1) In Zeynokewer steckt wohl Snickenberg Dusb. III c. 24. S. 63. Portegayde ist Partegal Dusb. II c. 23. S. 63. 2) Codruno war nach Dusb. III c, 19. S. 62. der Hauptmann von Balga, der die Burg dem Orden verrieth. 3) Pyopso belagerte nach Dusb. III c, 20 Balga vergeblich. 4) Cujusdam fratris telo percussus fällt Pyopso bei Dusb. I. c. 5) Dusb. nennt keinen Comthur. 6) Dusb. III c. 21. S. 62. 63. (Eroberung einer Mühle bei Balga,)
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251 Capitel XO°. 8 1. Wy man Preussen gantz und gar gehorsam machte. *Hertzog Otto quam zcu marggraff Hans auff die stelle, do er *fol. 100b. lies bauen das schlos Brandenborg auff die stelle, do es itzunt leit, und sy wolten, als es winter war, gericht uber das hab, so quam zeu den fursten Gudeno ein her der Preussen!) ein freundt der brueder, disser bat fur sich und die seynen, und ym wart sicherheyt zcugesagt, so lies herzcogk Otto auff das eys gehen 4 tausent und sprach: 'mocht ich mit den Samlant bestreitten. Guddeno sprach: die thun yn nichst. So hies er aber 4 tausent zeihen und sprach: wie denne mit diessen. Gndeno anthwort: es stehet zen glücke. So czogk das gantze heer, und Guddeno sprach: o mehe wen genugk zeu unserm vorterbnis. Und sy quomen auff Samlant und vorterbten alles, was do war. Guddeno und all die seinen von dissemm erschrocken. Dy Sudauer, Scalawonier, Nadrauer und sy? ire kinder zcu frides bürgen goben, und wart so gantz Preussen den brüdern widder gehorsam, und die b. befestigeten sich mit schlossern nnd baueten die. Aber dy brueder vortrauten yn nicht und woren ernst gegen sy und meynten, sye wolden die Preussen forchtsam machen. Man nante sy alle tage ungetraue hunde und sie musten es leyden, wen sie woren uberladen. & 2. Von eym neuen lantmeister und seiner bekerung.?) Zeu disser zceit wart gesatzt zeum lantmeister uber Preussen vom. homeister Hanno bruder Gerardus von Hirtzbergk und disser regirte Preussen mit ernste. Disser Gerardus war ein bannerherr, und ym dauchte, wy ym sein herre Titzemannus der lantgraff von Hessen het unrecht gethon. Därumb entsagte er ym und brante ym 400 dorffer weg. Der fürste stellete ym noch, 'er war nyndert gefunden, wen er hette einen holen bergk, yn welchem er vorborgen lagk. In solchem elende quomen ym solche gedancken ein und sprach: o du unseliger mensch, was wirt von dir werden, wen du hie not leidest umb forcht willen der menschen und dach straff vordinet hast, !dan du host arme a) AD XIN. b) s. überg. A. 1) Zlier bringt Grunau die Sage von Gedune an, die in die Kreuzfahrt Ottokar’s von Böhmen gehört, Dusb. III c. 70. S. 91. 2) Diese sagenhafle Erzählung stammt nicht aus Dusburg.
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*fol.101a. 252 leut umb leib und gut gebrocht, die dir kein leit haben gethan, wie wirt es faren yn gottis gericht mit deiner selen. Nach solchen gedancken wart er seer bewegt und ruffte Mariam an. So entschyn ym ein vorstorbener prister, disser war yn seym leben Gerarts beicht- vater gewest und sprach: dis let dir sagen Maria: wiltu büssen deyne sünde, so zceuch yn Preussen yn meinen orden. Von stunden an gingk er aus der grüben durch das mittel, die yn suchten, und quam zeu seinem fursten Titzeman und fiel vor und sprach: ich bitte umb vorgebung* meiner missethat umb Marien willen, der zeu lobe wil ich yn Preussen yn yren orden zeihen. Balt sprach der fürst: umb iren willen sey dirs vorgeben, und Gerardus vorkaufte das seine und nach vormogen arme leutte den schaden, so er yn gethan, auffrichte eym jedern ein wenigk. $ 3. Wy der legat vil sachen vorrichte. Im jar 1259 nach purificacionis Marie ‚wart gehalden vom legato Jacobo Leodiensi archidiacono ein consistorium auff Christborgk,') zcu welchem wart geladen Swantopolc der furst von Pomoren, und disser quam in eigener personen und clagte seine sachen uber die bräder, nemlich wie sie" in iren zcusagen unbestendigk weren, umb der willen hett er sich der armen Preussen mussen annehmen, und solcher worte viel. Sunder seine worte worden alle von den bruedern auffgelost, und vorclerten yn yn seinen handeln ungetreu. Idach machte der legat umb bequemigkeit willen zewischen den brüdern und dem fursten einen fride?) bey vorlust aller ehren, der yn brechen würde, und man solte Swantopolco seinen son und andere frides bürgen widder geben und alles, was die brüder inne hetten auff Pomerellen. Das erste. theten dy bräder, sunder was sy inne hetten auff Pommerellen, nberantworteten sy es umb sicherheit willen Zamborio Swantopole brudeg, wen er war der brueder freunt.’) Zceu dissem consistorio wurden auch geruffen die Preussen und wurden gefragt, warumb sy eyn solchen jamer heiten gestift. Sie sprochen, wir mögen nichst sagen von den, die todt sein, warumb sy es gethan haben, sunder wir, die wir leben, sprechen, das a) wie 2mal, sich st. sie D. 1) Grunau kannte die Friedensurkunde Jakob’s von Lüttich vom 7. Febr, 1249, gedruckt Cod. dipl. Warm. In. 19. Ein Transsumpt des Ordens war zu Christberg am selben Tage ausgestellt, Voigt, Gesch. Preussens III 672. 2) Dusb. III c. 67. 5. 88. 89. 8) Nach Dusb. III c. 46. S. 77.
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253 man uns nichst heit, das uns die bruder mitt yren fursten ym annehmen zcum christentbumb haben czugesagt. Sy haben uns gelobet, so wir christen sein,!) sollen wir frey sein nach der weissen der christen gebauer anderswu, sunder sein unser tage nye so* geengstet yn schweren dnsten als itzunt, und wolt got, wir hetten nye erkani den christen glauben yn solchem betrigen. Item aller herren satzunge disse war und gar nichst widder got, wir solten haben das Polnische recht,?) in welchem wir weren vorhalden, wie billich ist, sunder die brüder haben das Colmische recht auffgericht, welches yn eben ein vorterbnis ist und uns. Sy wellen, wir sollen sy vor herren halten, sy wellen uns aber - nicht bey unsern rechten lassen, es magk ınit uns uud mit yn sein wie es sal, und solcher worte viel. Item der legat mit sampt den fwsten erkanten, das die sache vollir ungnade were, das man den Preussen zcusage nit hilde, darumb die billigkeit angesehen christlicher redligkeit satzte er ein löbliche *fol. 101b. ordinacio mit vielen artickeln*, und so man sie gehalten hette, hetten die brüder ein iglicher als ein furst heutte® mocht leben, sundern es ist von den brüdern vorsehen, und als sy meyneten die Preussen forchtsam zcu machen, haben sy sy unsinnigk gemacht. ®) Zoum ersten ordinirte her, das die getaufiten Preussen möchten allerley gütter kauffen ym lande und sie besitzen erbweysse mit aller gerechtigkeit, wie in andern landen recht ist.*) Zcum andern mochten die Preussen, so getaufft sein, umb irer seligkeit willen ir testament setzen von allen iren güttern, wem sie wolden von den iren auszcu- richten.°) Item die getaufften Preussen mochten weiber nehmen von den, die do waren auderwuher yns laut gekommen, wes nacionen sie weren, so dy frauenbilde nach christlicher weisse geschickt weren.*) Item der getaufften Preussen kinder möchten zciehen yn alle orden, - wie sie weren yn der kirchen.”) Item die getaufften Preussen und ire kinder mochten zeu ritter &) fchit D. db) A am Rande. 1) Nach der Urk. von 1249, Cod, Warm. 1 S, 28, 2) Erst in dem Vertrage von 1249 erhielten die Preussen das polnische Recht. 3) Dieses Raisonnement giebt Aufschluss, weshalb Grunau bisher die Nachrichten Dusburg’s über den zweiten Aufstand der Preussen chronologisch so völlig verwirrt hat. Um den Orden bezichtigen zu können, diesen Vertrag gebrochen zu haben, legt er den Abfall der Pomesanier, Natanger und Ermländer vor den Abschluss dieses Friedens, 4) Cod. Warm, I 8, 29, 5) Ebendas, 8. 30, 6) Ebendas. 8. 31. 7) Ebendas, 8. 31,
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m) 254 geschlagen werden, nemlich so sie aus edlem stamme sein und ehelich geboren, aust nit ®.') Item sie solten vortmehe gebrauchen des Polnischen rechtes?) und nicht des Colmischen umb gewonheit willen. Item dieweile sie nit wirdigen würden ire abgötte, sunder christ- licher kirchen gehorsam sein, so wollen sy haben disse und viel andere gnade und darmeben dy brüder vor ire herren halden.°) Capitel XIU®. $ 1. Von eym neuen homeister im orden und seym regiment. Als nu herren und fursten mit dem legato alle dingk seuberlich yn Preussen bestalt hetien, und dy Preussen nu den brüdern aus allen furstenthumben dinten, zcogen sy heym ein iglicher yn sein lant, so wart bali auff Michaelis ein capitel im obersten hause zcu Venedie im jar 1259 ein erwelunge eins neuen homeisters der brüder Deutsches hauses des ordens sancte Marie des spitala von Jherusalem, und sie er- weleten den wolgebornen bruder Hartmannum von Heldrungen, und disser regirte den orden 12 jar und er starb zcu Nurenberg und leit zcu Marborgk‘ begraben.) Umb kleiner zeeit willen des glückes seines regiments findet man wenig von ym, nunt so vil, das er sey ge- wesen ein andechtiger man und libhaber seiner brüder nemlich der, die do lange messe losen, wen er pflagk stetes yn’ der messen bedencken, was ein iglich dingk bedeute, was der prister thet. $ 2. Von dem streitte auft Cauerlant und vorlysen.°) *Es stost ein lant an Preussen ligende zwisschen Preussen, Leyfl- laut und Zamayten, Cauerlant genant. Dys hetten etwan gewonnen die a) und s. n. D. d) AD XIMi. c) AD Mayborgk A’ Magdeburg. 1) Cod. Warm. 18. 81, 2) Ebendas. 8. 31. 8) Ebendas. 8. 31. 4) Nach Johann’s v. Posilge Verzeichniss Ss. III 391, regierte er 8 Jahre und starb zu Venedig. 5) Dusb, Ic, 84.85.96, Hiermit lenkt Grunau in die Chronologie Dusburg’s ein.
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255 Deutzschen brüder von Leyflant, sunder ym jar 1260 quam yn Cauerlantt Wittenus der Samayten bayor,‘) das ist ir oberster fürst, und gewan es. Dis wolten rechen dy brüder aus Preussen und die aus Leifflant und vorsamleten 11 tausent man?) und die Leifflender waren alweg die besten und die besten Preussen. Do war der marschalck aus Leiflant b. Herman Rise mit 80 brüdern, aus Preussen der marschalgk b. Werner Doldaw®) mit 33 brädern, des koninges marschalck von Schweden juncker Uthram von Zoybogen,“) alle mit redelichem volcke und sie quomen am tage Sancte Margarete czusampne und machten ire hauffen, wen do war Tranyatho des Wittenen marschalck mit untzelichem volcke und wolt sich mit yn schlon. Der marschalck von Preussen fragte einen edlen Samen Mato von Quedenow, wy sein rot wer, das man sich mit den finden schlüge. Mato? sprach *: mit pferden widder sie zcu streitten ist kein rot, sunder ezu fusse. Ich wil mit den meynen, voran gehen, und ir volget zcu fusse, ich hoffe got wirt uns helffen. Umb disser willen wart Mato vor ein vorreter geacht, und Iyes yn uber eine seyte treten, und er must es auch thun. So quomen die Caurer und boten, man wolt yn widder geben weib und kint umbsust, so yn got hülffe, sy wolten getreulich helffen. Dy brüder schoben dis auff die Schweden, und dy wolten nichst widergeben ane gelt und sprachen, wirt ymant haben das do klinget, wir werden haben das do singet. Uff das sprach brueder Zearateyn: nu arme leutt umb unsern willen das ire vorloren haben, so wirt yn got zeufugen, was do klinget und singet, und wir werden haben, was do glimmet. Nach dissem macht man die spitzen, und dy Cauren hinden gingen. Dy Samayten troffen mit yn und schlugen die brüder fus für fües mit iren grossen keulen. Als dis sogen die Kauer, schlugen sie von hinden zcu und yn 8 stunden also alles volck mit‘ den brudern erschlugen. Mato, als er die not sag der brueder, sprengete hereyn mit Slodo? seynem bruder und mit 200 man und bleib auch tot. In dissen tagen sas ein pauer mit seinen kindern in Preusseu ym mittage und ass und hebt bitterlich an zcu weynen. Als man yn fragte, sprach er, a) Aam Rande. b) Olodo D. 1) Witten gehört dem Anfang des 14. Jahrhunderts an. 2) Diese und die übrigen Zahlen sind natürlich erfunden, 3) Burchard von Hornhausen, Landmeister von Livland und Heinrich Botel der Ordensmarschall waren die Anführer, Dusb. ], c. 4) Dieser ist wohl aus der „milicia regis Dacie de Revalia“, die nach Dusb. I. c. an der Schlacht Theil nahm, entstanden: dass Grunau von der Betheiligung des Herzoge Karl von Schweden (vgl. Ss. 197. n. 2) efoas gewusst habe, ist kaum unzunehmen, r
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256 sehet ir nicht, wie do unser brüder ermort werden von den Samayten, wen es wart ym im gesichte erzcaiget, der gleichen einem cleussener im Franckenlande. ) $ 3. Von dem edien und seilgen manne bruder Zcarateyn.?) *fo]. 102b. *Zcu wissen von bruder Zcarateyn. Aus dem Schwabenlande war bürtigk von Gymmingen?) ein edelman Zcarateyn genantt, der personen seer ein klein man, aber ein grosser diner gottes und nemlich Marien. Er nam ym vor, wie er wolde yn den orden Marien zeiehen, daramb teilte er seine gütter, wie recht war, und wolt reitten gen Venedige den orden anzcunemen. So quam er gen Passau, da war eine freude, auf welcher war gros stechen.) So war do eyn renner, den nymant kunde absetzen, so wart kunt gethan, wie ein Schwebisch ritter do wer, zcu dissem kam der renner und sprach: man sagt, es sein nicht besser renner dan die Schwaben, ich bit dich um der allerlibsten dein, thu mit mir ein riet. Auff dyss vorwillete es Zearateyn. Im morgen horte er eine messe von Marien und umb irer libe willen rante er den andern vom pferde. Idoch alles, was er do mitte gewan, erlis er ym und quam gen Venedige und lies sich kleiden. Mit der zoeit quam er in Preussen und war so eines frommen lebens, das Maria vilmal mit ym personlich : “ rette und ym vil ding offenbart. Am tage annunciacionis quam Maria in der gestalt, wie eine fraue, die do heimlich betrübet ist. Zcarateyn sprach: o gnedigste jungkfrau Maria, was bedeut deine clegliche gestalt? Maria sprach: es jamert mich, das ich euch nit helffen mag, euer sein 5 und ir bittet mich, ich sal euch allen belffen ym zeukonfftigen streitte, 80 wyss, ich kan den zcorn gottis nit abewenden. Als er nu begerte zeu wissen die ursache, sprach sy: es ist in deinen brüdern keine forchte gottis, keine schembde, keine liebe. Die vorigen, wen sie bey einander woren, gedochten sie mein und meynes kindes. Itzunt ist ir gemeine rede ag von fleischlichen sachen, und ir hebt itzt ein leben an, das ir das geringliche vorlisen wert, das euer vorfarn mit schwerheit erlanget haben. Auch wirt ans dyssem ein gebrauch kommen der lesterung und ap mi.D. 1) Dusb, MI c. 86. 87. 8. 98, 2) Dusd. Ill c. 79. 80. 81. 85. 5. 94. 97. 98. 3) Natas de Sweria, Dusb. UI c. 79. S. 94. 4) Invenit in guodam campo multam miliciam in hastiludio congregatam Dus, Ill c. 80. S. 94. 95,
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257 hoen, spottes und werden viel unter euch sein, die sich irer professio schemen werden und sich entsetzen vor dem 'kleide irer profession yn ein werltliche* vorwandelunge. Aller ketzerei werden sy beyfallen und werden viel darumb thun sye zeu erhalten und werden das tegliche opfer yn der messen von meinem sone auffgesatzt zcur seligkeit der menschen ry entechriste lestern und gantz abethuen. Die heiligen nemlich mich werden sie also fordern, das ein offenbar weib von yn mehr wirt ge- achtet werdenn und christlicher gehandelt hot, den wir. Hirumb so lib uns die vorigen hetten, so nomen sie auch zeu. So gefer uns ire nachkomlinge werden haben, so ferr sie auch nichst behalten werden. Dys nym bey dir abe, sage yn meine worte, und wy ire worte werden sein gegen dir wegen disser ansagung, also sein auch ire gedancken gegen got yn den, dy got angehören. Und wys, euer 5 mussen am leib erschlagen werden umb der andern willen, sunder euer selen wil* ich *fol. 108 a. gen himmel füren, und vorschwant so. Bruder Zcarateyn sagte es den andern, o got, was fluchen und vorrettern muste er hören. Nach dissem . sagte er es 4 priesterbrüdern, sie solten es zeu eym gedechtniss ein- schreiben. Zeum worzceichen werdet ir es sehen zcu der stunden meines todes, wie meine sele faren wirt, und sas nach dem auff und reit yn Cauerlant. In der mittagstunde, in welcher er erschlagen wart, sahen die priesterbrueder, wie Maria dissen Zcarateyn zeu himmel fürte, und erkanten dy warheit der oftenbarunge Marie uber sye: Capitel XIV". $ 1. Von der vierde abfallunge der Preussen zcum teyle.') Im jar 1260 als die Samlender horten das morden der brüder, erschrocken sie es nit seher, den yn° gedauchte, sie wollen sich an ine rechen wegen des homutes yn zeugefügt. Es war ein furst auff Samlant Boltzo genant, disser erschlugk am tage Michaelis den vogt von Samlant b. Steffen von Deck mit 4 knechten, wen er hielt ym vor, wie die Preussen ungetraue hunde weren, von vielen worten quamen sie zcu schlegen. Dornach von stunden an quomen dy Samen auf Nathangen und herten. Sy czogen mit macht fur Kongsberg und a) AD wertliche. b) AD XV. c) A übergeschr., ich ausgestr., In D nur Ich. 1) Zier bringt Grunau den noch nicht benutzten Rest des zweiten Aufstandes, vesonders die Kämpfe in Samland an, grösstentheils nach Dusbury. 47
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*fo], 103b. 258: wolten das schlos stürmen, so war Swayno der furst von Neytienbergk, itzunt die neryuge genant, ein furst der Preussen mit schiffen ym Pregel und dem schlos gros leit thet. Dis erbarmete eym bürger von Lubecke, der bey den brüdern war, der lete sich yns wasser und börte locher yn die schiffe,') und sy gingen zeu grunde mit allem volcke, und do ertrangk auch Swayno der furst. Auff Neyttenborgk dem schlosse bleib Seleyno sein bruder. Disser wolt es rechen, nympt schiffe und fert yns tieffe bey Lockstetten und nimpt do etliche bruder gefangen, widder dissen quaın ym schiffe b. Johan Ozemunt und schlugen sich wol, als nu die brüder all ir gewehr vorschlagen hetten, so naın b. Joban die mast aus dem schiffe?) und mit yr die Preussen alle erschlugk und quam und vorbrante Neytenbergk, und ist heutt wüste. $ 2. Von der ander: ursach der abfaliunge.°) Zeu disser zceit war auff Samlant ein kemerer, das ist ein richter, ym gebitte genant Bobeten. Disser war christen und het ein eeliche fraue. 8o sturben ym alle seine kinder und dy frau war alt. Domit aber der kemerer Bonso ein erben lies, gab er der alten frauen sein halbes gut und nam eine junge. Christannus der bischoff von Samlant wolt diss nit leiden und underweiste yn. So wart Bonso zcornig und mit seinem gebitte auff und quomen ym mittage vor das schlos Fisch- aussen gelauffen®), und der bisschoff Christannus schlieff mit allem ge- sinde, und quomen vor das pförtlein, welchs ag mit der klincken ge- schlossen war, und das rymlein, do(*)mit man die klincken aufzcogk, aushingk, und dy Preussen sahen es dach nit. Im gedömmel vor dem schlosse erwachte der wechter und schreyt. Dy Preussen. nemen dy flucht, b. Ditterich von Lydelov der vogt des bisschoffes yn noch, und Bonso war mit seinem pferde gestortzt, er fingk yn und lies es er- kennen vor der Samen edlinge, was todts er vorschuldet hette, und ym kortzen bunden sy ym an seyne arme ein pfert und an die beyne auch pferde bunden und rissen yn also in 4 stücken. Man helt das a) am Rande in A. 1) Dusb. II c, 102, 8. 106. Den „Lübecker“ hat Grunau, wie alle Nanıen dieses Paragraphen hinzugesetzi, 2) Nach Dusb. II, c. 126. S. 114. Der Ordensdruder heisst Ulrich von Magdeburg, 8) Dusb. /IT c, 190. S. 136. 4) Tlier verwendet Grunau die Erzählung Dusb. III c. 110. S. 108.
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259 pförtlein noch heut zcu eym gedechtuiss. Die andern worffen einen hauptmann auff Gerpo genant, der thet vil achaden.‘) 8 3. Wy sie schlugen und geschlagen worden. Bruno der loebliche furst von Mehrern und graff Bernhart von Birbenaw*) quamen umb Marien willen mit guttem volck yns lant. und sy wolden die Preussen schlon. Dys wüste Gerpo, wo die herren wolden zeihen und sie legten 3 tausent man yn einen walt, so wart ein ritter ausgesant aufl ein besehen, und diesser wart von den finden ym walde angegriffen und muste sich weren, idach entran er nach vielen wunden und quam mit bluttigem schwerte und ane wort vil er todt auf die erde. Die fursten merckten aber wol, was die zceitunge war, und czogen mit freuden an und schlugen sich mergklich mit den Samen ym walde und dy Samen nomen die flucht yn ein dorff Slemney?) genant und werten sich, und von allem volck quam nymant wegk, ag graff Bernhart mit 21 personen gen Konsbergk. Die Preussen bliben auch alle todt, dan feur wart yns dorff geworffen, und sy vorbranten. Dis“) wart den brüdern aus Leifflant kunt gethan, und sy be- stimmeten: den brudern von Preussen [durch]* einen gewissen boten stunde und stelle. Die b. von Kongsberg vorlissen sich auff disse vorströstung und ozogen yn der nacht vor Dromenoy ein mechtig dorff ym Bobeter lande,®) do die besten Samen vorsammelt waren. Dy Samen werden yr inne, quomen heraus und schlugen sich mit den b. bis auff mittentag. Do war b. Heynrich Eulenpuss, der erstach eynen iglichen Samen, der umb yn quam, das die toden umb yn wie ein bergk logen. Conayn? ein edler Same erschlug yn und alle die seynen.*) In deme quomen die brüder aus Leifflant und erschlugen alle Samen und vorbranten ire dorffer in dy grunt und czogen auff Kongsbergk. Eyne meyle von Kongsbergk lagk ein schlos, auff welchem wonte ein a) fehlt AD. b) Somayn D. 1) Davon weiss Dusb, nichts. 2) Der Fürst son Mähren ist aus dem comes de Marcha, Dusb. JII c. 98, S. 102., der von Birbenaw aus dem comes de Barbige, ib. c. 93. S. 101, entstanden, 3) Sclunien Dusb, III c. 98. S. 103. . 4) Das folgende nach Dusb. III c. 108. S, 108. 5) Dusb, JII c. 107. S. 108, 6) Zusatz Grunau’'x. 178
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*fol. 1048, 260 {3 Preusch fürste Nalube genant, disser war der brüder todtfint. Disser het ein bruder Sloden genant, der bey den bruedern war, der hette auch Wargello seinen bruder bey yn. Als die bruder aus Leifflant quomen, sy wolten* dissen Nalube vorterben, und dys erbarmete War- gello, er bat dy brüder, das er yn mochte warnen. So wart es ym vorgunt, Wargello quam gerant und sprach zcu Nalube: Auff du unchristenhunt, do kommen die brüder dich zeu morden. Nalube balt auff‘ und wegk, die brüder quomen, und vorbrante alles, was ym an- gehorte. *) 8 4. Wy man dy Samen zcum gehorsam brachte.?) Im winter 1261 die brüder wolten ein ende der Samen wissen, sie vorschuffen, das man czogk von Kong[s]bergk auf Powunden, auf Rudaw und vortan uber: das hap von der Balga °, und b. Heynrich Stange kompthor von Christborgk quam mit auserweltem volck von der Balga uber das hab und quam auff Luxeta das schloss. Von dannen vorbrante er alles bis an Thierbergk, do funden sie einen hauffen Samen, den sprengeten sie an, sunder die Samen gewannen, b. Heinrich der comptor sag, das es vorloren war, er gebot, man solde lauffen. In deme stortzte er mit dem pferde, und die Samen erschlugen yn do. Dys wolt rechen bruder Herman Stange und sprengt unter die Samen, und sie erstochen yn auch do. Nichst deste mynder vorsammelten sich die brüder und mit grossem ermordenn machten sie die Samen gehorsam, und fielen nit meh abe, wen die bestei waren todt. Die bruder merckten ihre unbestendigkeit, sie goben sich auf schlösser bauen, von Luxesta baueten sie Locksteten,®) von Sugurbio baueten sie Tapiaw,*) von Winokelfort baueten sie Schacken®) und die lande mit allen schlossern auch bemanneten, wo es not thet. a—a) A am Rande von anderer Hand, fohlt D. 1) Dust. III c. 101. S. 105. 2) Hier combinirt Grunau die Unterwerfung der Samen nach dem zweiten Au/- stande, Dusb. Ill ce. 107—111. S. 107—109 mit der Niederlage des Ordens bi @ermau 1252/53, Dusb, JII c. 68. S. 89. 3) Loestete a nomine cujusdam Sambite dieti Lauostiete. Dust. ZU e, 112. S. 109, 4) ebendaselbst. 6) Wiclantsort ist bei Dusd. I, c. der ältere Name von Lochstedt.
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261 Alle Preussen, die Sudauer mit iren nogwern ausgenommen, waren den brudern gönstig, wen ir kyrwayt war christen worden.) Disser war Alebs genant und war der letzte kyrwayt. Er quam zcu den brudern auff Kongsbergk und bat umb gottis wille, man solde yn tauffen. So wolten dy brüder wissen, wy er bey solche andacht queme, er sprach: ich habe mit grossem opfern meine göte gebeten, Patollo, Potrympo, Perkuno sy solten uns Preussen helffen, das wir möchten vortreiben die brueder, sy sprochen, sy kunden uns nit helffen, wen der christen glaube wer rechtfertigk, und got hülff den christen umb ires glaubens willen, darumb bit ich umb euren glauben. Und man hot ya getauft ym namen der heiligen dreyfaltigkeit. Von dem langen jaınmer, den die Preussen hetfen mit den brudern, wurden die gebauer erschlagen und viel aus dem lande czogen, der- halben blieben die ecker unbesehet, und wart also mechtig theuer, das die brueder grossen hunger lieden. So war ein Polnisch edelman Jahen von Sandomir,?) der gewan eine liebe zeu den brüdern und schickte yn 20 weisselkan mit* allerley speyse von getreyde und fleische, mit welchem sie ir lant wol vorsorgter. So quam er mit 10 pferden und brachte - gros gut mitte und bat umb den orden, und wiewol viel brüder dowidder waren, idoch clitte yn bruder* Gerart der lantmeister, und ist der erste ol 104b. und letzte undeutzsche gewesen, den die brueder yn Preussen geclit haben. Aber gar viel guttes haben diesses freunde dem orden ire tage getan, und® sie gelebet haben, mit andern frommen Polen ". Disser b. Jahen Sandomyrsky erbauete ym ein schlos mit willen der bruder und gab ym einen namen Brat Jaen, heut heist es Bretchen.®) Capitel XV‘. $ 1. Von eym unbestendigen homeister. Im jare 1283 quomen dy brüder gen Venedige ins capittel und erwelten do zcum homeister der brüder Deutzsches hausses des ordens Sancte Marie des spitals von Jherusalem den gestrengen bruder a) fehlt D. bb) am Rande A von anderer Hand, fehlt D. c) AD XVi. 1) Das folgende ist wieder Grunaws Fiction, 2) Hier bringt Grunau die bereits einmal verwerthete Erzählung Dusb. III c. 52. $, 79. von Neuem an. 3) Diese sagenhafte Etymologie, sowie die Zahlen dieses Abschnittes sind Dusb, fremd,
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2362 Burchardum von Swandien.') Disser war lantmeister zcu Ap- pulea und regirte den orden 6 gantze jar?) und er legte ein capittel gem Eibinge und war do 1285°) und satzte zcu eym lantmeister uber Preussen brader Hartmannum* von Grombach. Disser wart genant Watman, wen es war nach seinem namen ein herter man, und clitte die brüder yns schlimmeste tuch aber gewant, watman genant.‘) Diessem entlieffen 2 brueder b.> Contz Redlitz und b. Siffrid Weitpritz‘) umb mechtiger schult willen, und sy quomen yn Cauerlant und retten das volck an, sy solten widder die b. streitten und solten einen eignen herren auffwerffen. Die Cauern wusten, wie es yn vor gangen het, sie behilden ire geste und schickten dem lantmeister Hartmanno botschaft, wie sy es halten solden. Der lantmeister schickte knechte hin und lies sie holen und er nam yn das creutze und lys sie börmen czum Eibinge auf dem marckte yn gegenwertigkeit alles volckes. Der brüder freunde clagten es dem homeister, sunder er achte es nicht, sie olagten es weither dem babste, und er satzte yn abe von seinem ammacht und legte ym eine schwere busse auff, sunder er entlieff yn kortzen tagen von grossen freunden: und quam in Deutzsche lande und endete sein leben in jomer. $ 2. Wy or satzte das gebet zcu halden im lande von den pristern. In dissem capitel ordenirte der homeister, das die prister im gantze lande solden halden horas canonicas, wie die mönche predi- catorum.®) Bis zeu der zceit man notulam hilt dominorum der Gnesnischen kirchen yn Polen, wen bis zeu der zceit die mönche a) Hermann D. db) fehlt D. c) AD freuden. 1) Johann von Posüge, Ss. III 391. 2) 7 Jahr. eb, 8) Vielleicht kannte Grunau die Handfeste Burchard’s für Elbing vom 2, Febr, 12AR. (Cod. dip. Warm, I n. 77b.) ausgestellt zum Elbinge do wir lant capittel hatten. 4) Dusb. Ill c. 82. S. 95. Der Beiname hiess aber Watmal, 5) Dusb, I. c. hat keine Namen. 6) Von einer derartigen hochmeisterlichen Verordnung ist nichts bakunnı. Jr 37, Febr. 1257 bestätigt Alerander IV dem deutschen Orden eine Lieberarbeitng des Deminikanerdreviers, Strehlke Tab. ordinie theuton. 378 n. 356. Ueber dien Paragraph handelt Krüger in der Zeitschrift des Vereins für die Üeschiche Em- lands 111 694 f.
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%3 alzeeit ire oapellan waren gemeiniglich gewesen, und die pristerhern von yn hetten ceremonia gelernt, und sint dem mal sy beide einen regel profitiren, so mochten sy och wol eine notula haben, sunder mit der czeit im bisthumb Colmensee, Rysenburgk und Samelant ist es vorwandelt, wen ein iglich bischof macht es yn seym bisthumb nach seym willen, und war seer eine wunderliche notula. Idach heutt ist sie seuberlich ordenirt, das macht der druck.') In dissem capittel satzte er ammachtsleutte und teilte eym iglichen zeu lande, von welchen er einkommen hette, und vorsammelte volck auff ire finde. Bruder Wolffgangk von Heydeck war marschalck auff Kongsbergk ®, b. Theobaldus von Lydelow voyt auff Samlant, b. Ludowich von Rittershaussen auff* Brandenburgk comptbor, b. Nicles von Eschen- *fol. 105... weg auff Balga comptor, b. Rupertus von Stelzenau voyt uber Erme- lant, bruder Aneholt auff Christborgk compthor, b. Johannes Renner auff Elbingk eomptor, b. Ruprecht von Olausenborgk voigt yn Risen- borgk, das Colmische laut solt der lantmeister vorsorgen, und dys wart so von den b. angenommen.?) ‘Der hoemeister czogk weg nach begnadung etlicher stete in Preussen und beruffte ein capitel ken Venedie, in welehem sagte er seinen brüdern das ammacht auff und den orden, die ursach schweige, ich, umd er czogk gen Rodys und nam an sich Sanct Johans orden und starb nach 26 wochen ym neuen orden.°) - 8 3. Wy dy Sudawer und Scalawonier abefelenn. Bruder Hartman der lantmeister gleich als er seinen brüdern thet, so auch dem armen volcke, wie gesagt ist. Die Sudauer mit iren nockwern den Scalawoniern waren den brüdern gehorsam, und ire lande waren unvorterbt, so meineten sie, man worde sie umb des willen in yrem lande lassen mit friden sitzen. Dis kunde aber nit sein, wen die b. baueten schlosser uberheupt, zeu welchem bau wollen sie die vorterbten nicht gebrauchen und nomen die Sudaur und a) Kongberg A, Konsberg D. 1) Das Brevier des deutschen Ordens erschien 1499 bei Geory Stöchs in Nürn- berg im Druck. Krüger I. c. 710, 2) Diese Aemterwandelung beruht auf keiner alten Quelle: vielleicht gaben Grunau die Zeugen der erwähnten Urkunde von 1288 dazu Veranlassung, doch sind die Namen Jast alle erdichtet, . 3) Dusb. IV c.70. 8. 205 und Joham von Posilge Ss, IH 392 berichten nur, er sei bei den Johannitern gestorben,
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264 Scalawoner, und man nam von yn korne und teilten es yns laut. Die sterckesten menner nam man, und musten uberheupt bauen. Umb solches willen murreten sie, und wo sie einen bruder .uberkamen, ermordeten sie yn *, auch wolten sie® schlechts nit yren alten irthumb abthuen, darumb b. German von Eypen uberfiel sie mit 100 knechten yn eyın dorffe, do sy waydelten, ımd erschlug sie alle und das dorf mit yn. vorbrante. Dys 'nomen sich dy andern an und machten ya ein heerfürer Tyrssko genant ein bayor aus Scalawonia und ezogen mit 3 tausent man auft Nathangen und sie worffen yn zeu alle, die do neyt trugen, und vorbranten widder vil dörffer. Dy bruder schlugen zeurücke, dennoch gleichwol streitten sie bey 10 iar langk mit yn und kunten sie nicht gehorsam machen. Die brüder vorloren ire beste menner auff disse, und war eime synderliche pfloge von gote, das disse den b. streittes genugk pflegeten, wen wol 6 lantmeister yn Preussen den tet damon hetten. Die b. theten allen yren fleis, die Sudauen auch. Idach halff got, das dy bruder gewonnen und gantz Sudauen wüste macheten, und ist heutte eine wiltnysse, etliche un- tüchtige dörffer aussgenommen, die nach stehen. Man sal wissen, das die b. nach Inst in Sudauen zcogen des winters, sust kunden sy nit hynein kommen umb wasser.s) Capitel XVI‘. $ 1. Vom 6. lantmeister yn Preussen und seinem regiment. Noch der abesetzung Hartmanni wart vom homeister Burchardo gesatzt czu eym lantmeister ein tüchtiger man von grossem adel bruder *fol. 10bb.Helmericus von Rontbergk. Disser Helme(*)rich machte balt ein herfart auff Sudauen ym sie gehorsam zcu machen, sunder ym besten schlon wart er yn den todt vorwunt und quam kem Elbinge und starb do und wart nach seym letzten willen gem Colmensee gefurt und do mit vielem weynen begraben.?) Bruder Ludwich von Bal- disheyın?) wart nach ym lantmeister, dissem dauchte, er wolde die a) mordeten sie, yn fehlt D. b) sich D. c) AD XVu, 1) Quelle dieses allgemeinen (ieredes ist Dusburg’s Erzählung von den Kämpfen gegen Schalauen und Sudauen, III c. 180 #. 2) Nur das Grub zu Culmsee ist historisch, Dusb, II c. 96. S, 102. 3) Dusb. II ce. 124. S. 113. Alle Details sind Grunau’s Zusatz,
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265 Sadauer schlon auff dem schlosse Wolvy, welchs in eym gesumpe lagk, sander die Sudauer hetten geeyset, und er felt mit dem pferde und vor- lamete ym die gantze rechte seyte, von welchem starb er auff dem Zeantir und leit do begraben bey dem ersten lantmeister. Under disses gezceit vorbrante gentz Thorn von eigenem 'feuer, wen es war ag mit holtz und lehm gebauet.') Bruder Ditterich von Garsliben wart nach ym und er vorgingk yn der zceit der pestilencie.?) Under disses gezceiten quam ein geschrey yn Preussen, wie die 'Thater quemen, darumb vorschuf er, das man die stete vorbrante, aber nit die schlosser, von Colmensee, von Schonesee von Redyn und von Graudentz,?) und er starb und leit yn Marienwerder begraben. Bruder Conradus von Tirbergk der alte wart ym selbigen jar lantmeister‘) und er cezogk auff Sudau mit gantzer macht und vorlor es, so weis man nit, ab er do erschlagen wart, ader ab er auf dem wege starb, und hab ny seiu begrebnis kunt finden, ader wie es umb yn ist blieben. Bruder Bartol- dus von Northusen wart erwelt von den brüdern, aber vom ho- meister nye bestat, wen es war ein unnutze man. Auff dem alten hansse sas er und czelte alzceit gelt, er gab selber brot und bier aus ®,°) Solbinoldo der Litten bayor vorterbte halb Preussen mit feuer und morden under seiner zeeit, und ehe dan die briefie der bestatunge quomen, quomen® die brive der entsatzunge, wen er thet nichst zcu allem schaden des landes. Bruder Heinrious vom Schombergfe®) wart in seine stat oonfirmirt und er schlug die Littaun aus dem lande und machte festen auf die grentze. Er bauete den ersten stog zeum schlosse Marienborgk,”) wen 1282 hetten dy christen gebaut mit der creutzfart eine capelle unser lieben frauen, und da waren etzliche kruge und her- bergen umb der kirchfart willen. Er brach Zcantir abe und bauete den ersten stagk® Marienborg. Auf den winter zeogk er yn Sudau a) Luter seiner xceit Schopwel am Rande in A. db) fchit D. c) stuck D. 1) Einen Brand von KElbing erwähnt die Urkunde von 1288, Cod. Warm. I 0. 77b, ein Brund von (ulmsee findet sich in den Ann. Thorun. zu 1286, Ss. LIT 62, dıraus hat Grimau den Brand von Thorn construirt, 2) Dushb. HT c. 132. S. 116. Der Tod un der Pest ist Zusatz, ebenso wie sein Grab, 3) Ann. Thorun, Ss. Il 62 zu 1286, 4) Dusb. III c. 134. S. 117. 5) Diese drastische Interpretation gab Grunuu Dusburg’s Worten III ec. 192, S. 136: providus dispensator in cura domestica. Berthold von Nortkausen wur nur Cabmer Landcomthur. 6) Hermann von Schönberg, ebenfalls nur I.andcomthur, Dusb. eb. S. 147, 7) Der Bau von Marienburg bei Dusb. IH c. 208. S, 142,
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266 und wardt todtlich gewunt, starb aufl Brandenbörgk und leit do he- graben yn der kirche vor dem schlosse.!) Bruder Conradus von Tir- berg der junge, des alden bruder,?) wart nach im und er gewan md vorstorte gantz Sudau, item er uberwan auch mit eym mechtigen schloa *fol. 1062. Mastowynum Swantopoles son und starb yım drit(*)ten iar seins ampts und Jeit ezum Marienwerder ym thumb begraben. $ 2. Wy dy ungetrauen Sudaur gestillet und vorterbt worden. Die erste reise von den brudern auff die Sudauer gaschagk von wenig volcke, wen sie kunden nit yns lant kommen mit iren schweren pferden und darumb leichtlich der lantmeister geschlagen wart. So wolden dis 4 starcke brüder rechen, als b. Merten Wolyn, b. Conradt Tulkyn, b. Jacob Stobemel, b. Malachyn Kobelentz,?) disse mit 100 fusgenger quamen yn Sudauen ungewarnet und funden den adel auff Swanteyn czu einer wirtschaft, und man harrete ym walde auff die nacht, als die Sudauer logenn und schliffen, die brüder auff und erstachen 300 personen vom adel und mit grossem robe. quomen sy auff Labov vorbornende, was yın wege war.‘) Auff das jar darnach Wilto der edie Sudau mit 5 tausent man wolt dis rechen und quam auff Samelant und vorterbte mit morde und brande 4 gebitte. So war bruder Ulrich von Lauff komptor auff Lebiow°) und die brüder von Konsbergk umbgoben die Sudaur bey Schacken und erwürgeten sy alle. Im jar darnach wart hart winter, und b. Ulrich von Lauff ezogk mit 2 taussent ınan yn Sudau und beging gros mort und er vorlor den streit und wart erschlagen. Disser b. Ulrich wart gefraget, wen er got vormöchte umb eyne leibliche bette, was er bitten wolde. Er sprach, das mich die Sudauen solten töten und das sy mir 5 wunden machten, wye Christus der herre bette, ich wolte bitten, und geschag auch, wen er wart todt gefunden und yn henden und fussen wunden hette und yn seinem hertzen eyn spies.*) Noch dissem 1) Grunuu’s Zusatz. . 2) Dusb. III c. 214. S. 144. Die Einzelheiten sind wieder erfunden. 8) Nach Zusb. III c. 198. 5. 139. Es waren uber nicht Ordensbrüder, sondern latroneuli, strutere. Die Namen sind corrampirt, 4) Alle diese Einzelheiten sind Zusatz Grunau's. 5) Ulrieus Bauwarus comtmendator de Tapiow. Zusb. II ce. 205. 5. 141. 6) Dusb. Ill c. 206. S. 141.
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267 ‘güomen tsusent Sudanen mit Haylube irem fursten und vormeinten Labiow zcu erlauffen, sunder die brüder waren gewarnet, wiewol ir wenig waren, idach legten sie die tausent alle damidder und liessen die edliinge hengen an die eiche, das thet den Sudauen gros vordrys, nachdem sie die eichen wirdigen, gleich wie die christen das creutze Jhesu. $ 3. Von eym getrosten manne yn der czeit seines gefengknis. D) Zeu einer zceit als es gut winter war, so wart b. Ludwich von Libencal komptor auff Labiow gesatzt. Disser quam mit guttem voleke auff Sudauen, so war do ein furst der Sudaur Stolwando genant?) und sy troffen mit den brüdern, und die brüder vorloren. Das volck der brüder nam die flucht, und bruder Ludwich bleib vor todt ym schnee ligen. Die Sudauen funden yn ym auszeiehen noch ein wenigk leben und sy hingen yn die twer gleich wie einen sagk uber das pfert und so weg furten, und das blut rant ym mildigklich ® auss*, und er wart yn kurtzen tagen gesunt. Als er nu gesunt war *fol. 106%. worden, so wart er befolen Cantegarwo dem hern?) und disser wan yn lib, wen b. Ludwich war ein redsamer man und kunt gut Preusch. Canthegarwo bat b. Ludwich, er wolte ym helffen zon der tauffe und beschlossens do beyde, sy wolten auf Konsberg entrinnen. In deme wart eine grosse wirtschafft, zecu welcher quam Canthegarwo’ mit b. Ludwich, so war do Waylubo ein Scalawoner und disser sprach b. Heinrich(')* honlich zeu, b. Ludwich trit vor Canthegarwo® und spricht: edler furst, sag mir, hastu mich auff hönen mit genommen, ader mag es gestraft werden? Canthegarwo® sprach, richt dich auf mich, b. Ludwich springt ber‘ und zceuht dem Waylubo sein schwert auss und hib ym sein haubt von einander. Dis wolten die Sudauer techen, und wart ein aufflauff, suuder Cantegarwo mit den seinen da- widder wars und geschagk gros mort, b. Ludwich und Canthegarvo quomen auff Konsbergk und lis sich tauffen. Auff ein ander zceit b. Bernhart® Prigenitz marschalgk zcu Konigsbergk quomen yn Sudauen mit gutem volcke und der furst 4) wuldiglich D. b) AD Canthewargo. e) auch D liesst Hinrich. d), Camcwargo AD. e) Cantc- wargo D. fj or A, g) A ansgestr. Heinrich, 1} Nuch Dush, IH c. 210. S. 142. 2; Scumandas Dusb. 1. ce. 3) Cantegerda Dusb, Il ce. 217. S. 145., Die Dewils sind (runau’s Zusatz,
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268 Stolwando sich yım irgab‘) und Gudeyto?) mit 600 personen, sunder die b. wolten yn nit vortrauen und satzten sy uff Samlant an das gesaltzene ıneer, da sy nooh heutte wonen.?) $ 4. Von dem ende des Sudauischen iandes und vorterben. Bruder Conradt der junge lantmeister in Preussen wolte ein onde wissen mit den Sudauern, er sante b. Leupolt von der Heiligen- stat, bruder Leuthern von Garlyngen und b. Andres von Ellembom‘) mit guttem volcke an eine seyte und er quaın von der andern seyten. Dy Sudauer auff :Kymenow sahen ir vorterbnys und ergoben sich.‘) Do war Strudo®) der furst mit 2 tausent personen und der lantmeister befulh b. Marquardo‘;von Zcoruen’) und den andern brüdern, mau solt sie auch auff Samlant füren, er wolde do bleiben und gantz Sudauen vorwüsten, als er auch thet. Dy brüder ezogen mit den gefangenen 800 man wegk. Als dy b. yn einer nacht lagen und schliffen, so stunt Strudo auff mit den seinen und erschlon die brüder mit irem volcke und liffen in Scalawonien und teten den brädern mergklichen schaden auff Nathangen, von welchem auch wirt gesagt werden. Sint der czeit hat niemant auff Sudauen gewont, und ist stets wüste gewesen.®) Dis seint nunt die heuptstreitte mit den Sudauern, sust sein vil andere kleine gescheen, den letzsten aber und besten haben sie vorlorn, darneben leib und sele. Capitel XVII‘. 8 1. Von dem ende Swantopolci und von seinen kindern. Im jare 1285 als Swantopole der fürst von Pomoren 97 jar ak war und seine sunde mit kirchen und clöster bauen und mit stiftung a) AD XVII. 1) Dusb. Ill ec. 216. S. 142. Der Name des Marschalls ist erfunden. 2) Jedetus. Dusb. III c. 219. S. 145, 8) Dusb. HI c. 217. S. 145. 4) Alle diese Namen sind erfunden, 5) Dusb. III c. 217. S. 148. 6) Sourdo Dusb, IIT c. 219. 8. 146: er wundert nach Littkauen aus. 7) Dusb. III c. 218. S. 145 nennt einen Bruder Marqwırd von Revelinger. 8) Dusb. IIT c. 219. S. 146.
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269 gottes dinst wol gebüsset hett, starb er und leit im eloster Oliva bey seinen elderu begraben ?.‘, Swan(*)topole ruffte yn seinem todbette *fol. 107, seine söne vor sich und teilte yn sein vortorben lant,! Mastwyno die Stolpa, Zymborio die Mewa, Wratuslao Dyrsaw?) und mit erkentnis erbarer leutte dy lande umbher darzeu und sprach: habet fride, liben sone, mit den brüdern yn Preussen, wen meine fintschafft mit yn hat mein lant wüste gemacht und mein? reich,°) und starb nit gar zus darnach und wart erlich begraben. Mastwinus der furst, nach dem tode seines vaters bedachte er, als er war der brüder fride pfant gewesen, wy man yn gehandelt hett, forderte er widder den willen seiner brüder den Zcantir yn volkommen- heit.t) Auff ein solch fordern hilt man ein tag mit yn, in welchem b. Conradus der lantmeister auff Mastwynen antragen sprach: dys ists, das du und dein vater beyde vorreter ursachen von zcaune brecht widder uns. Darauff sprach Mastwynus: das ist eyne eigenschafft © schlimmer buben, was sy mit schalgkheit vortreten, dasselbige mit scheitwort erholen. Schlimme buben du mit den deinen bist, schweis und bluet der christen haben euch zeu herren gemacht. Ir habt eben an euch das betelrecht, das ir umb ein klein vorsagen grosse smacheit thut denen, die euch zeu herren gemacht haben. Von solchen und andern worten mebe sy eymander absagten. Der lantmetster ezogk auff Dirsaw, Mastwinus schickte auff Culmerlant, und aber mechtig hereten und branten.5) So legten sich Wratuslaus und Zamborius doreyn und machten fride, und so er nit fride gemacht hette, so hetten yn sein adel gehangen. In dem czogk Wratuslaus® ken der Stolpe zcu Mastwyno seinem bruder, wen Mastwinus bulirte zcu der Stolpa mit Fulca der ebtynne ym eloster Premonstratensium,*‘) bey welcher ya fant Wratuslaus und clagte ym sein vorterbniss. Mastwinus sprach: dy brüder aus Preussen haben mir keinen schaden gethan, so du aber a) A am Rande. 1) A Übergeschr. c) eyns ansgesir. A, d) Wladislaus All. 1) Swantopolk’s Grab eninahm Grunau aus der älteren Chronik von Oliva Ss, I 668. Jodesjahr und Alter sind eigene Erfindung. 2) Diese drei Söhne (Sambor war bekanntlich Swantopolk’s Bruder, was Grunau auch oben richtig angegeben hat) fand Grmau bei Dusb. III ec. 213. 5, 143. Die Landestheilung ist Zusatz. 3) Diese Ermahnung nach Dusb. III c, 128. S. 114. 4) Von dieser Ursache des Streites weiss keine Quelle, ebensowenig von den fol- genden Verkandhmgen, 5) Nach Dusb, II c. 128. 129. S. 115. 6) Nach der Chronik von Oliva Ss. 1 693 war Fulca nur eine Nonne im Kloster Stolp,
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270 und Samborius unser bruder der brueder freunde seyt, so haben sie euch belont als schelcke, daramb ich yn nicht vortraue, es werde wie es magk. 8 2. Wy Mastwinus gefangen wart von Wratuslao. In der nacht fant Wratuslaus mit den seinen bequemigkeit, das er Mastwinen fingk und furt yn auff Raczdesky!) das schlos in Cas- schuberlant, und er entquam auff Berlyn zcum fursten, des tochter er hette.?) Der heuptman auf dem schlosse war ein freunt Mastwyno, er thet as kunt dem adel yn Pomoren, sy quomen und erlosten yn°) und sie fingen b. Magnum von Meytlen komptor auf der Balga, der Mast- wynum solt gefangen yn Preussen brengen“), und hyben yn yp stürken. Wratuslaus aber quam wegk, Mastwinus nam seiner brüder lande eyn und stalte yn nach wie vorreter, und stunt also an ein etlich jar langk, inwendigk der zceit enschitte sich Zamborius mit seinem bruder Mast- *fol. }07b. wyno,* dan Zamborius war nit gros in der schult als Wratuslaus. Und Zamborius mit willen Mastwini erbaute das angehaben closter von Maschugio seines grosvatern brudern und nante das closter umb libe willen seines gemahels nach irem namen Pelplyn und vorsorgt es wol mit guttern, dy ym woren zeugeteilt von seinem veterlichen erbteil ym lande Zamboria noch ym genant.®) Und mit der zceit starb er auch und wart yn die Oliva begraben, wen dys ist veterlich begrebnyss. Wratuslaus wart umb seiner frauen willen, die eyne marggraffyn zcu Brandenborgk war, von iren brudern vorhalden etlich jar, und disse woren genant Conradus, Otto der lange, Johannes und Otto der seuber- liche‘) und disse hetten eynen vormunt yres vatern brudern Walde- myrus genant. Zen wissen dy sache mit den kindern Swantopeles a) A willen. D willens- 1) Redzk ed. I 689, 2) Nach Miechov, 155 war Conrad von Brandenburg mü einer Tochter Przomy- alaw’s von Posen vermählt, daraus macht (irunau, Mestwin habe die Tochter des Fürsten von „Berlyn‘‘ gehabt. 3) Chron. Oliv. Ss. 1689. 4) Davon wissen die Qpiellen michts. Das Einzerständniss Wartisiaw's mit des Orden schloss Grunau wahrscheinlich aus seinem Aufenthalt zu Elbing, Cihron. Oliv. S. 690. 5) Nuch Miechov. 171, doch scheint Grunau hier auch pelpliner Quellen bemsis! zu haben. 6) Conrad nennt Miechov. 155, die drei anderen bei der Ermordung Przemyslur's von Polen, S. 191, aber den zweiten Otto nur alter Otho.
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271: mit yrem fangen, jagen werte viele jare, alle die zceit die b. Deutz- sches hausses iren frommen schafften mit den unglaubigen. Wratus- laus, Mastwynen bruder Swantopolos son, wolte sich durch neit an seinem hruder rechen und het ein vornemen mit etlichen vom adel, so er quem, wolten sie ym helffen Mastwynum fangen. Dys war aber eyne vorretereye, wen man [war] Wratuslao nit gut, darumb das er freunt war mit den b. Dentzsches hausses, welche dy Pomemn so schemlich vorterbt hetten. $ 3. Wy Wratuslaus gefangen wart. Und Wratuslaus quam vorborgen yns gut aber vorwergk genant Sernowitz *, do sy es mit ym die vorreterey bestimmet hetten, und sy zeu ym wolten kemmen, so quam Masetwinus sein brader und fyngk yn und wolt yn bakde tötten, sunder es wart vorhindert und man satze yn gefengklich .eyn auff Szrenka das schlos, und ym wart jn kurtz weggeholffen, und er quam widder gen Berlyn.') $ 4. Was nu weiter umb disser sachen .willen geschag. Wratislaus sag, wy es umb yn fur, er gab und vorsehreib seinen schwegern den marggraffen von Brandenburgk Dantzka stadt und schlos mit. umbligender gegenheyt, so sy ym wurden helffen zcu denı seinen, und 87 nomen es an und schickten volck durch Pomern. Disse 3cogen mil, gewalt und nomen Dantzka ein stat und schlos, und was Wrätislaus angehorte:®) In der czeis starb Wratuslaus, und wy’ man wolte, dy fürstin schwanger lies), und dy marggraffischen bemanten das schlos und ezogen heym. Nach dem Mastwynus auff und nimpt ein seins brudern Wratuslai gütter und kompt vor Dantzka die stat und heyscht sy. Sy wusten aber nit, das Wratislaus todt war. So denne die Dantzker Deutzsch waren und dy Pomoren Polnisch, wolten sy sy nit aufnemen und vorsmeheten so Mastwynum. Mastwynus lies umb Dantzka ein volck umb(*)herreitten und lies yn schaden thun, s0*fo] 108a. a) Gannowitz D. 1) Von alle dem wissen die Quellen nichts. 2) Nach Miechov. 155, der auch für das Folgende Haupiquelle det. 3) Zusatz Grunan’s: es ist nicht bekannt, dass Wartislaw vermählt war.
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272 viel sie kunden. Dieweil schickte Mastwynus der furst czu Boleslao dem fursten von Calisch yn Polen und lies ym disse dinge ansagen,') sint dem mal er der nehste erbe were, so‘ thet er nu wol und hulffe Dantzka gewinnen. Bolesiaus nam hulff von den Polen und quamen vor Dantzka und belegeie und stormpte es. Weil dan nu Dantzka von anbegin ag ein fitte ist gewesen, do fischer woneten mit andern bir- breuern, so war sie.nur zcur not ein wenigk zeur were gemacht, das ein itzlicher nit darein kunt kommen. So hielten die Polen auch do vor und merckten, das sy sich doch nit kunten erhalten, ergoben sy sich Boleslao und vorsolten ynı seine reuter, und er sagte yn zeu sicherheit mit willen Mastwini ane schadleydunge, und wurden so ein- gelossen. So lag nü das schlos wol 10 pflugkgewende davon, von Maschugio ethwan angehaben, sunder von Swantopole geendet, mit ezigel und kalck gebaues, wie die b. Deutzsehes: hausses ire heusser baueten yn Preussen, und lag mit der einen seitten am flisse Motlaw unnd Weysel, mit der-andern und dritten. seyttgn an der offenbaren see, mit der vierden am felde. Disse furstan stormpten dis 3 wochen langck zen wasser und zcu lande, und dy do inen woren, werten sich, bas sy nymme was hetten sich” domitte zcu weren, so fallen die‘ Polen ein und erstechen alle, die yım schlosse waren, darnach czogk Boleslaus heym und starb. Als nu Mastwynus do wonte, so quam er mit 30 pferden geritten und wib yn die stat Dantzka, warum) es aber was zcu thun, kan ich nicht wissen. So getrauten ym auch die burger nit und wolten yn nit einlassen und dis triben Arnt von Dunemunde und Jacob von Delfften,?) reiche kauffleutte. Mastwynus nam di® zceu hertzen und machte es mit etzlichen, das man yn ein lies mit tausent man, mit der unterscheit, das er. unschuldigen burgern von seiner sprach nichss thet, dan sie weren nit schuldigk, sunder .Arnt und Jacob mit andern Deutzschen triben ea, welche es auch mit den b. Deutsches hausses in® Preussen» hielten,! darumb das sie seer reiclr waren, von andern ‘ waren sie genyden. Und Mastwynus quaın "ein, dovon erhub sich ein geschrey, die burger meynten yn zcu iagen, sunder er erschlug aller, was ym fur quam.. Die andern ergoben sich, so nam er alle gutter. der vil war, der obgenanten Arnt und Jacobs und die dörfer, die sy a) sie D. b) A am Rande. c) Alı andria? 1) Miechov. 159. Die folgenden Details sind Grunau's Zuthaten, 2, Arnoldum et Jacobum Miechov, 156.
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273 auf dem lande hetten, gab er und zeueigente Alberto dem bischoffe von der Coya aber von Vladisla.') $ 5. Vom ende und testament Mastwini des fursten.?) *Als nu Mastwinus alt war und kein kint hette, so wolt er die*fol 108b. seinen vorsorgen und vorsammelte alle seine gutte mannen* und sagte yn, do weren zcwene erbe°) zu seinem lande, sy mochten erwelen, wen sie wolten, der eine wer Wladislaus Locteka furst zeur Coya und Calisch, der ander Przemislaus furst von Poznaw, und sy erwelten dissen Przemyslaum. So war Locteka dawidder und wolt mit ym darumb krigen, sunder es legten sich hern dareyn und machten es, das nach dem tode Przemyslai Locteka soll her in Pomoren sein, und dy Pomoren vorwilletens auch. Przemyslaus quam yn Pomern, die weil nach Maschwinus lebete, und sy schwuren, und Maschwynus yn also umbfurte. Przemyslaus quam ken Dantzk, und domit er widder die b. yn Preussen eine sicherunge hett, lies er Dantzka mit grossen plancken umbsetzen und umbgraben und machte sy weherlich und iyes in Pomern sein amptleutt. Und Mastwynus starb und leit bey seinem vater und brüdern yn der Oliva. Przemyslaus wart koning yn Polen und het Leukardym der marggraffen schwester zcum gemahel; man gab dem konige schult, er het sie erwürgt in der nacht, darumb ir bruder auff und theten in Pomeren und Polen schaden. Dyst werten die Polen und quomen zcu eym schlon, dy Polen nemen die flucht und Johannes der marggraf von Brandenburgk eilete dem konige nach und ersticht den koning Przemyslaum beym dorff Roguszno mit eigner hant und czogk so heym. 8 6. Wy der Deutzsche orden bey Pomern quam und behilt es.‘) Nach dem tode Przemyslai Wladeslaus Locteka furst von Calisch wolt auf? sein und Pomern einnehmen, wie es den ethwan ym vortrage a) AD mannes. b) Der D. 1) Micchvw. 156. 2) Für diesen Paragraphen benutzte Grunau die ältere Chronik von Oliva Ss. I 693 f. wnd Miechor. 191. 3) Die Chronik von Oliva weiss hier nur Przemyslaw zu nennen, 1. ec. 693. 4) Auch hier ist die Chronik von Oliva, I. c. S. 700 ff. und Miechov. 200. 201 Quelle. 18
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*fol.109a. 274 wart angenommen, sunder er wart vorhindert, wen Przemyslaus wart erstachen am aschermitwoch'), und man gebot balt allen fursten, sie solten auff mitfasten zcu Petrykow sein zcu der erwelung eines neuen koniges, und geschag, das er selber nit quam. Und Locteka wart auch konigk erwelt; Locteka schickte yn Pomern Damaratum pallstinum von Crockow,?) er solt es einnehmen yn seinem namen, und Damaratus quam, do die Pomern vorsammelt waren, so war da einer mit namen Petrus von Schwanczicza genant,?) kentzler und heuptman uber gantz Pomern, und disser manete ein geligen gelt Przemyslao, das er und etliche vom adel ym gelihen hetten. Von dissem manen Damaratus und Petrus mit den andern zcu solchen hader quomen, das dem Da- marato geboten wart gen Polen zcu ziehen, und ar muste es thun. Petrus und sein anhangk merckten, was sie gethon hetten, sy beforchten sich der straffe, darumb machten sy es mit* *den fursten von Branden- burgk Waldymiro und Johanni, das die fursten yn ir gelt goben und nomen Pomern eyn bis auff das schlos Dantzka, das hielt Boguza ritterlich inne und Nyemerza, Polen. Petrus mit den seinen czogen wegk aus Pomern. So war Locteka hinder Sandomyr, do lag er mit den seinen im felde widder dy unglaubigen‘), und kunde Pomern yn keinen weg nichst thun. Boguza und Nyemerza sahen, wie gantz Pomern weg war, besorgten sy das schloss die lenge nicht zeu be- halten, darumb nam er rat von allem gesinde, wie zcu thun were, und sie beschlossen es, Boguza solt zcum konige zeihen, und er thet es und fant den koningk mit den unglaubigen streitten, und Boguza vorzcelte ym alles, und man befles sich, das man mit den unglaubigen hette fride gemacht und also das volek auff Pomern gefurt, sunder die unglaubigen wolten keinen fride halten. Boguza erdachte eyns, das der koningk schreib an die b. Deutzsches hausses von Preussen, welchen vil guts von den Polen wer gescheen, das sy ym zcu gutte Pomern einnehmen, von wegen des geldes Petro von dem marggraffen gegeben er wolt dy fursten content machen und den orden auch von wegen des soldes yn solchem einnemen. Und dys gefyl allen woll, und sie schickten Boguzam zcum lantmeister der b. von Preussen. Der lant- meister nam dis willig an und er quam mit einem heer und nympt a) mit doppeit AD, es fehlt D. b) Goguzam AD. 1) Miechov. 191. 2) Von ihm wissen Grunau’s Quellen nichts. 3) Petrus Swancza cancellarius Pomeraniae Miechov. 200, 4) Von den Ungläubigen weiss Miechov. nichts.
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275 alles eyn bys auff Dantzka schlos und stat ane blutvorgissen. Dy stadt Dantzka musten sie sturmen, idach ehe sie an ein störmen gingen, schreib yn der lantmeister einen brieff, aus dem worden sie uneynet, das etliche den b. von Preussen bey fielen, und disse nomen abirhant und theten dem lantmeister die stat auff, und er reit eyn und erstieht ein iglichen, den er sicht, es war feint ader freunt, wie sie warn. Als nu so Pommern war eingenommen, forderte der lant- meister seinen soli. Boguza gab ym ein fruntlich antwortt, er solde harren, bas der koning ein wenig ruhe hette, er wurd es genuglich geben. Der laudtmeister wolt balt gelt haben, ader wolt das lant von Pomern behalten. Entlich behilt der lantmeister das schlos zeu Dantzka und gab den Polen urlaub. Und sie quomen zcum koninge, sunder er kunde vor den unglaubigen nichst thuen. Ubirlangst wart es mit ym und den unglaubigen- fride. Darnach balde sagt der koning dem lautmeister an eine tagefart auff Radseyo, und sy quomen. Zcum ersten danckte der koningk dem lantmeister darumb, das er umb seinen willen wer auffgewesen, er solt ym nu sagen, was der solt were, er wolt yn ym mit der czeit vorschaffen. Der lantmeister meynte nit den solt, sunder Pomern das lant und sprach: 10 tausent schogk brethe grosschin, auf den tag zeu geben. Der konig sagte ym, es wer ym nit moglich, das er es heut den tag geben solde, sunder er solt ym 4 wochen darzcu setzen.‘)* Der wolt aber nicht und ye mehe sich der *fol. 109b. konigk erbot, ye hertsynniger der lantmeister wart, und geschagk, das der konig den b. undangkbargkeit vor hielt und dy b. den Polen ir armut. Hiernoch huben die b. von Preussen Pomorn zeu bauen und goben den marggraffen ir gelt Petro gegeben und stalten sich zeur wehre, wen die Polen einwolten, und quomen auch, sunder sie richten wenigk aus, dan die b. machten ym nu ire festen. Das dy marg- graffen aber von yrem gekaufften lande vorkaufften,?) ist das lant sewisschen dem flisse Lawe, dem mere, dem Habe, Noyte, Weyssel und Bro gelegen und heist heutt Pomerellen, in underscheyt Pomorn, das sie behilten. Und stunt so viele jare an, und die b. behilten es und baueten. 1) Diese Frist ist von Grunau zugesetzt, 2) Nach der Chronik von Oliva Ss. 1 707. 18?
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*ful.110a. 276 Capitel XVII‘. $ 1. Von eym boswichsten konynge yn Samayten.') Under den gezceiten Burchardi von Swanden des hoemeisters Deutsches hausses ungeferlich umbs jar 1286 war ein furst von Samayten Myndove mit namen. Disser wiewol sein volck von natur wenigk vornunft gebrauchen kan, so war er doch listigk und stargk und musterte so seine unsinnigen und unvorstendigen Samayten, das er ausszcogk und schlugk sich mit Cosalvo dem Reuschen fursten von Kyow itzunt Kyoff genant und gewan gantz Littau?) ein lant? 200 mey- len breith und langk, sunder dys volck yn Littau ist gantz ein simpel volck, und er macht es ym eigen, das sie do ersten musten zeinsen vihe, rinder, honigk und getreyde, do sy ag vor irem hern von Kyoff questen, besem und sust ander schlyın dingk zcum zceichen der unterthenigkeit hetten gezeinst, wen es war seer unvorstendigk volck. So war zcu der czeit yn Leyfflant lantmeister b. Andres von Schirlant, disser sich besorgte umb seines gewynnes willen, er wirt weit wollen greiffen, und dieweil er sein nogwer war, erdocht er sein beste und machte sich mit Myndovo bekant. Zcum ersten freyete er ym gar eine christliche fraue auss Schweden?) ein fürstynne Marta mit namen genant. Sy und b. Andres predigeten Myndowo, wurde er christen werden, er solt ein gemacht koningk sein. Myndovo wart fro und volgete und sprach ja, b. Andres schickte gen Rom und dem bobeste Allexandro IV. die sache alles vorczelte.e Der babst war ethwan legat uber Preussen gewesen und wust umb dy Samayten wol, gab er es zcu zcu trost der christen, wurde er sich lassen tauffen und die seinen darzeu halden, man solt yn zeu eyım konynge krönen. Darumb lies b. Andres machen 2 kronen, eyne vor den hern, eyne vor die frau, und ken Myednicky quam, do Myndovo mit seym hoffe lag, b. Andres, b. Fridrich gro monch ertzbischoff von Ryga, Stephanus bischoff von* Oesel, Benedietus bysschoff von Darbt, b. Bruno von Monheynt) mit vielen andern hern und taufften Myndovo am tage Johannis baptiste und nanten yn Franciscum®) und kroneten yn zcum a) AD XIX, b)leit D. 1) Die Geschichte des Königs Mindowe von Littauen erzählt Grunau nach der älteren Hochmeisterchronik, Ss. III 555. ec. 39-41, 2) Diesen Krieg hat Grunau erfunden. 3) Zusatz Grunau’s. 4) Alle diese Namen hat Grunau eigenmächtig hinzugeseist. Die Hochmeister Chronik nennt nur Heinrich Bischof von Preussen, 6) Tag und Namen erfunden.
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277 eym konige nbir Samayten und Littauen und liessen ym prister, mönche und auch Dentzsches ordens hofmeister, die yn solten mit den seinen underweissen im glauben, in koniglichen sitten und yn allen stücken der rechten, und sy* czogen heym mit freuden. $ 2. Wy disser konyg vom glauben abfyel und schaden thet. Im andern jare nach pfingsten, got weis, ab es von got aber vom teuffel war, thet der donner mechtigen schaden und dy besten gütter weg brante. Dis nam zcu hertzen Thranyato ein furst der Samayten mit andern bayoren, dy quomen zcu yrem hern Myndovo und sprachen: konyngk, so gut uns ist gewesen unser got Perkuno, do er uns halff zcu lande und leutte, so cezornigk ist er itzunt uber uns und vorterbt uns durch sein gewaltiges feuer. Zeu wissen, das die Samayten wy ethwan die Preussen Perkuno, das ist den got des donners und des plitzes, anbetten und ereten yn ym feuer, wie oben gesagt, und sprochen, der synt wir den Leyfflandischen got gewirdiget haben, hot es uns ubel gangen, und wir nicht anders mögen gedencken, wen das sie uns zcu irend knechten machen wellen. Darumb so wiss, wir wellen rechen die unehre unser gnedigen göten an allen den, die® sie vorschmehet haben. Von dissen worten erschrack Myndovo und sprach: was ist zcu thuen, das iss möchte? vorsunet werden. Sy sprochen: unser göte zcu ehren erschlo alle dy yn den Leifflendischen got ® glauben ‘, und zceug yn Leifflant und börne sie widder. Auff eine solche meynung wart dy konige geruffen, und als sie erkante den willen der bayoren und merckte, das sy es nicht hinderen kunde, sprach sy: das thut nicht, das ir wolt erschlan die christene prister bey uns, wen ir got let das nit ungerochen, sunder begobet sy umb iren fleys und lot sye zcihen, und man thet also. Also quamen die geistlichen weg, b. Audres der lantmeister war todt, und Myndovo vorsamlete seine Samayten und quam yn Caurlant und vorstorte es, in Leiflant und vorbranten es und wil uber das flys die Dange genant yn Preussen, so woren yın die b. aus Leifflant zeuvorkommen und hetten gebaut ein schlos und nanten es Memelborgk, do hilden sie die Sa- mayten auff. So waren da vorlauffene Sudauen aus Preussen, die do den schertz hetten von iren herren gelernt, die worgeten schiffe zcu hauffe und machten brücken, uber welche sie lieffen und störmten das schloss. Auff dem schlosse wart erschossene von den Samayten a) fehlt D. db) A am Rande. c) fehlt D. d) AD möchten. e) A am Rande. f) A gelöben Augestr, g) goschossen D.
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278 b. Eberhart von der Goltbecke lantmeister,’) b. Werner von Staden und b. Wilm Hogenstrat. Als nu die Samayten und Sudauen auff der brücken stritten, so war ein knecht der brueder im wasser und disser *fol.110b. borte die schiffe durch, das sie mit allem volcke vor(*)gingen. Myn- dowo czog mit wenigk freuden heym und olagte es seiner frauen. $ 3. Wy Myndovo mit den seinen erschlagen wart. Myndovo wart von seiner Martha underweiset, wie er ubel gethan hette, und er solt daruber offentliche busse tragen und solt es widder- ruffen. Dissem rate volgte Myndovo und beruffte seyne bayoren, und sy quomen. So sprach Myndovo der konyngk: ich habe euch gevolget und habe vortriben dy geistligkeit, die mich gelernet haben den weg der seligkeit, so wist, das ich itzunt des synnes bin und wil mich zcu den b. geben und bekenne iren glauben, das er recht sey, und vor- mane euch den selbtigen zcu halden, und solcher worte viel. Tranyato der edelste bat umb urlaub sich mit seinen compans zcu bereden auf “ ein gutt antwort zcu geben, und man gonte es yn. In solchem bereden wegerten es die bayoren nach irem vornehmen, wurde ir herre das widder anfahen, das die b. auff® Leiflant und aus Preussen wurden sie alle erschloen, und do Tranyato boten, er solde ir konigk sein, wen sie wolten Myndovo nymme haben. Nach eym solchen befleissen quomen sie alle zcu irem konynge und erschlugen yn mit der frauen und mit 2 kleinen kindern und satzten Tranyato auf einen stull und kroneten yn selber. Da war kein bischof nit, sunder sy under sich selber mit der krone b. Andres. Mit solcher weyse fortmehe wart uber Samayten und Littauen zcum konige gekrönet Thrimota, Witteno, Puthywero, Godemyno,?) Ormanno, Northmanto,?) Wesenwylto, Algardo, Keynstoto, Waytovdo, sunder disser wart grosfurst vom keiser ge- macht, Jaglo auch seins vatern bruder son, Sigismunt Swyttrigaylo, a) aus D. 1) Bruder Eberhard (von Sayn) nenni die Hochmeister-Chronik I, c. S. 556 als Nachfolger des Andreas von Steierland, Werner als dessen Nachfolger. 2) Diese vier Namen entnahm Grunau aus Dusb. Ill c. 160. Ss. I 125, Il c. 248. S. 135, Il c. 250. S. 156, III c. 356. S. 191. 3) Damit ist wohl Narmante der älteren Hochmeister-Chronik Ss. IH 593 c. 156 gemeint, Wezewilto ist ein edler lantherre ed. c. 160. S. 596. die übrigen stammen aus Johann von Posilge oder Miechov.
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279 Sigismundus Staroduszo *, Cazimirus Polnischer konygk hyndennoch, Allexander sein son und auch konig zou Polen, Sigismundus sein bruder Cazimiren jungster son, disser war? auch konigk zcu Polen. Wie die alle mit den brudern von Preussen und von Leyflant ge- stritten haben, von irem gewinnen und vorlisen und gantzem vor- terbniss wirt yn dissem buche gesagt werden yn seinen stellen. Heutt aber haben die Samayten und Littauen den konig zcu Polen fur iren herren, der ein christlicher konyngk ist. Capitel XIX“. N $ 1. Wy der Deutsche orden das haus zcu Venedige und Neapolis vorloren hot. Im jar 1290 quomen die brüder zcu dem capittel, das do hielt b. Burchart von Swandyen, in welchem er auch sein ampt ubergab, in welchem sye nach kurtzem bedencken erwelten zcu eym homeister den bruder Deutsches hausses des ordens Sancte Marie des spitals von Jerusalem bruder Copradum 24 von Fuchtenwangen'), und disser war yas dritte jar homeister. Zcu seiner zeit worden* vorloren die gütter *fol. 11a. im reich Apules, Anglie und Lombardie aus disser ursach, wen es wart ein graff von Nassaw keiser und disser hies Adolphus, fur disgem forchten sich die Venediger und der konig von Neapolis und sie vor- schwuren sich mit einander fur einen man zcu stehn widder den keiser. So wart gemacht ein heimlicher anschlacht auf den keiser und seher ein vorretlicher. Disser anschlagk wart dem keiser vor- schrieben, das er die Venediger als sein vorreter schalt, so hat dis den Venedier gebont, und theten fleis, von wannen es wer ausskommen, 80 quam es auf ein rothern, der mit den brüdern Deutsches ordens gut freund war, und als man sagt, man het den rathern gepeyniget, das er yn der marter gestorben sey. Domit aber die Venediger unvordacht blieben vor seinen freunden, nomen sie die bruder vor sich und sagten yn ahn, sie solten sich bey sonnen schein aus der stat Venedige machen, wen sie sögen den bürgern ir heymligkeit auss und schriben es dem keiser irem feinde. Dis hett auff sie ein herr des rats bekant. a) Starotupo D. db) fehlt D. c) AD XX. d) A übergeschr. 1) Hochmeister- Verzeichniss Johann von Posilge’s, Ss. III 392. Hier regiert er aber sieben Jahre. Die folgende Darstellung beruht auf keiner bekannten Quelle und steht im Widerspruch mit den historischen Ereignissen,
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280 Die brüäder begerten, man solt sie es uberzceugen, wie recht wer, es mocht nit helffen, sie musten balde wegk, und die Venediger nomen ire gütter.‘) Ein solche sache allegirte auch der konig von Neapolis und vortreib sie und nam ire gütter. So thet auch der koningk aus Engellant und voriagte sye. Bruder Conrad der hoemeister mühste sich umb disser sachen willen und wart kranck und starb zcu Molhausen und leit zcu Margborgk begraben in sant Elyzabet mönster mit wee- clagen der seynen.?) . $ 2. Von oym lantmeister uber Preussen und seym ende. . Bruder Conrat bestate den erwelten lantmeister von den brüdern yn Preussen, den bis auff dissen gab der homeister zeum landtmeister, wem er wolde, do aber die bruder yn Preussen das privilegium hetten, das sie mochten erwelen, so hetten sie erwelet den bruder Meneko addir Mane- golt graff von Querenfart.°) Disser wirt von etlichen genant Meneko, von etlichen auch Manegolt. Disser als er war ym winter erwelt, balt auf die fasten lies er ein tham schutten durch einen walt kem Elbinge. Er lys den tham schutten auf beyden seyten am Noyte des wassers, wen bas zcu seiner zceit war das lant, das man nu heist gros und klein werder, ein gesümpe und waren uberall ag 5 dörffer. Do aber die temme geschät woren, kunde sich das wasser nymme ergissen und die erde wart so treuge, so gab er iglichem paur 5 jar frey von allen ezynsen, das sie solten bauen, und sy thetens auch. Weither gruben sie mechtige graben, yn welche sich die ubrige feuchtigkeit czogk, und ist heutte das schönste und reichste laut yn Preussen.*) Disser lant- meister wart also geboren. Auff dem schlosse Querenfort bey Halle und Meydeburgk wonte ein graffe Carolus genant,®) disser het eine fraue der eren from, des mundes ander zcu lestern seer behende. Es *fol. 11lb. begab sich, das eine* ritterinne ym lande ein par kinder zcu geleich 1) Dieser sagenhaften Erzählung dürfte nur die Thatsache der Verlegung des hochmeisterlichen Sitzes von Venedig (Dusb. III c. 304. S. 175), die aber unter Siegfried von Feuchtwangen erfolgte, zu Grunde liegen. 2) Conrad von Feuchtwangen starb nach Grunau’s Quelle (Joh. v. Posilge) in Prag und liegt in Dragowitz begraben Ss. III 392. 3) Grunau verbindet hier irrtümlich Manegold von 1280—1282 und Meinkard von Querfurt 1287—1299. 4) Diese Nachricht ist gänzlich unverbürgt. Kein Anderer als Grunau ist Quelk der allgemein verbreiteten Erzählung, Meinhard habe die Noguldämme angelegt. 5) Für diese Angaben und die folgende Sage ist die Quelle zur Zeit nicht nack- zuweisen,
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281 het. Dys legte die greflynne so auss, wie sie mit 2 mennern gelibet het, der graff ir herr sprach neyn, sunder got und die natur vormöcht es, das und noch wol mehe. Do sprach die greffynne, got hyn aber her, ye mehe menner, ye meh kinder machen sye. Nu sprach der graff, frau dis wort wirt gedacht werden vor got, dir zcu einer schande. Die greffiyn wart von irem hern schwanger und sie gebur 9 sone. In deme war der graffe nit do heyme, und die frau sihet die 9 kinder und gedacht, wie sie die ritterynne geacht hette, wurde sie auch geacht werden. Domit sy bey eren bliebe, vorschuf sie mit irer schleuseryn® 8 zcu ertrencken. Dem hern war angst, er quam allein yn der nacht geritten nach seinem schlosse und begegnet ym die schleyserin® mit den 8 kindern. Der graff fragt sy, was sie trüge: mein frau gab mir 8 mangölchen °, das seint 8 hündlein, die mutter stirbt yn der geburt, und ich sal sie ertrencken, und als sie der graf sehen wolde, nam sie den lauffer, der graffe ir nach, mit blosem schwerte bezewangk sie noch seinem willen, sy muste ym do schweren beym tode nymmer zcu offenbaren, er furte die kinder weit in dörffer und lies sy erneren. Auf den dritten tagk quamen dem graffen botschaft, das sein gemahel hett einen jungen son, der graff reyt mit dem boten heym und wunschte der frauen glücke und thet, wied er nichst umb die sache wüste °.. Im sibende jare lies er die knaben alle gleich kleiden, und sy woren einander gantz enlich und quomen vor yn. Do sprach der graffe: sage mir frewlein, welchs ist dein son: die fran merckt den handel und sprach: ich hab mich gen got nach euren worden vorsundiget und troste mich, wen die kinder alle ein- ander enlich sein, went sie sein von einem vater, das ist o gnediger herr von dir. Nu der graff, wie sy hyndennach begerte, ozogk sy in ein frauencloster, Engeltal genant, und bussete do, was sie gesündiget hett mit irem munde. Die kinder wurden alle tetige menner als bisschoffe, ebte und dergleichen yn geistlichen sachen. 8 3. Wy Meneko ein ende nam von herlichem streltten. Auff dem schlosse Poswoytoy‘) yn Scalawonierlant wonte ein . furst Stengo genant, disser vorsamlete ein volck und quam auff a) schlusserin D. db) schlosserin D. c) mongolichen D. d) ob D. e).n. fehlt, nicht w. D. 1) Pastowie Dusb, III c. 246. 5. 155, es lag aber in Littauen. Der ganze Hergang ist völlig entstelll. Caylymo im Folgenden ist die Burg Colayne Dusb. III c. 243. 8. 154.
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*fol. 1128, 282 Nathangen und vorterbie schlosser, dörffer, stete und was er fant, wen es war gut winter, sunder b. Meneko der läntmeister wolt furkommen und ozog mit 3 tausent man czu yn vor das schloss Posswoytoy und stormte es, sunder er nam dovon grossen schaden, und Caylymo uber- fiel yn vor dem schlosse, der bayor aus Samayten, und schlugen sich aus allen krefften. In welchem* schlon wiewol vil Samayten blieben, komen die vom schlosse herab und schlugen der bruder volck fus vor fues weg, in welchem schlon wart b. Meneko der rücke einczwe geschlagen, und kunt nye gesunt werden und er czogk aus Preussen, warumb hab ich nye gefunden und starb ym dorfle Leymbach genant und wart yn den thumb auf Querenfort bey seinen vater begraben. Das lant von Preussen regirte b. Helwicus von Goltbach und er streit mit den Scalawonier.‘) 8 4. Miraculum.?) Under disser zeit fielen etzliche Preussen vom gehorsam der b. und quomen und wolten Christborgk stat und schloss erlauffen, sunder got gonte es ym nicht, idach wolten sie viel volcks in Littau treiben, do sie ire herberge hetten. So war auff Christborg comptor b. Gunter von Grunthayn,’) disser war seer ein kleines menlynd, aber guttes leben und rattes. Er auff mit seinem hofigesinde und uberkömmet sy und schliet yn das genomene volck abe, do war ein Littauscher bayor, der geer ein starck man war, er nam seinen spys und meinete den comptor durch und durch zcu rennen, und das pfert, dorauff der comptor 8as, erschrack und wante sich, im vorwenden der Littau seinen spys dem comptor die tweer durch seinen bauch rante, das der helm am satelbome erbrach. Der compthor erschrack nit von dissem, sunder er® czogk den spis auss und vorstobte den bauch und vorhilt, wie er kunde, und rante dissem nach und hib ym das haupt mit einem haue wegk. Darnach steig er vom pferde und starb also knyende. Die von Christborgk schickten einen wagen aus und lissen den leichnam ires comptors darauff legen und furten yn nach Cristborgk czu. Man hat a) denn D. b) mediyn D. c) or fehlt D. 1) Nach Dusb. III c. 274. S. 165 kehrte Helwich von Goldbach, der aber nicht der wnmittelbare Nachfolger Meinkard’s war, nach Deutschland zurück und starb daselbst. 2) Dusb. DI c. 281. S. 167. 3) Frater Gundramus Dusb, I. c
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283 stets im füren eine taube flihen sehen uber dem wagen, stunt der wagen, die taube auch daroben schwebete, furt man yn fort, die taube such mitte flogk, und dys, bis man den leichnam des comptors yns grab legte vor Sant Annen kirchen. Nach dennoch sag man die taube 4 tage do fligen umbs grab. Auss dissem wolt man deutten, das mans dafur halten solle, das disser compthor seliglich gestorben wehr, auch hat man lange zceit ein licht seen börnen auf seinem grabe, zeu zeeiten auch wol fumffe.
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*fol.112b.*Der IX, traotat sagt von den bischthumbern und iren fun- dationibus vom bobste gesatzt durch seinen legaten, von allen clostern und geistlicheit uberall ym land zcu Preussen. Capitel I. 8 1. Wy Wilhelmus der legat yns lant quam und fundirte dy 4 bischtumb. Im jare 1241 quam Wilhelmus der legat uber Preussen von Innocencio IV gesatzt und sas* pro tribunali zcu Thorne im closter unser lieben frauen der groe moenche am sontage quasi? modo geniti, bey im der bisschoff von Plotzka, der bischoff von Wladisla, der bischof von Breslaw und der ertzbischoff von Gnysen.') Disse mit vielen epten und pristern yn einem synodo vorsammelt das lant von Preussen yn 3 teil teilten und von iclichem teil er das 3. teil gantz frey und geistlich machte und ordenirete es nicht alleine von dorffere, sunder von lande, wie es were, so solde es bey einander sein, und ym selbigen nach willen des bisschofs mochte man es bebauen, wie es der bischof erkente, uud er: solte von den brüdern gantz frey sein, und die brüder ane tribut der Romischen kirchen sollen das ander haben umb erlossung willen des tributes.?) Sie solten die kirchen aber die bisthumb schadlos halten von aller arbeyt. Item die kirchen solten nach dem abegehen der ersten bischoffe ire freye electio haben und sy sollen keinen andern hern haben wen den bobst. So woren 4 menner, welche viel sich yn dem predigen der creutzfart bemühet a) fehlt D. db) anasz D. c) er fehlt D. 1) Das Motiv zu dieser ‚Synode entnahm Grunau wahrscheinlich aus der ihm durch Miechov. S. 156. 157 bekannten Versammlung polnischer Bischöfe zu Breslau, die unter dem Vorsitz Jucob’s von Lüuich im October 1248 stattfund, und an der auch Heidenreich von Culm Theil nahm, 2) Diese Bestimmungen beruhen auf der bekannten Theilungsurkunde von 1243.
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285 hetten, als doctor Heynricus ein thumher zcu Sant Peter ozu Brun yn Mehrern‘), b. Heydenricus ein monch predicatorum, bruder An- shelmus ein gro monch?) und bruder Emestus auch ein monch pre- dieatorum, und disse viere der legat mit den bischoffen weiheten* sie cu bischoffe uber Preussen, und die brüder Deutsches ordens lobeten es, Heydenricum auff Colmezee, Ernestum auff Pomezan, Anshelmum auf Warmia und Heinricum auff Samelant, einen igliohen nach seinem alder die stelle gab, wie sie itzt genant sein, und sie solten den ertz- bischoff von Ginysen vor einen metropolitan haben.) Do wurden auch dy grentzen gesatzt under den bischtumben und vorbriffet, idoch mit der tzeit, als® nemlich Conradus Zolr der hochmeister erlangt ein privilegium °, das die bisthumbe yn Preussen solten ken Riga ge- horen als zcum metropolitan, und geschag, das es etliche hilten, etliche auch nicht, wen die fundacio sagt es nicht, und darumb die kirche von der Frauenburgk es nye wolt angehen und gen Riga gehorsam thuen. Ex quo fratres ordinis theutonicorum habebant Prussiam* per inve- *fol. 113a. sturam donacione condicionali facta per Conradum ducem Masovie, auctoritate pape, factum est, quod fratres in fundacione eeclesiarum Pomezaniensis, Warmiensis et Sambiensis rogatu obtinuerunt, ut titulus principalis esset beate Marie virginis. Legatus autem alios titulos apposuit, ut patet infra. 82. Im eltestend bischtumb, das ist Culmesehe, welchs do fundirt und dotirt hette vor dem einkommen der brüder herzeog Conrat von der Masau, seint 5 monche eloster, 2 predicatorum, 3 minorum. Predicatorum 1 zcu Thorne yn der newenstadt yn S. Nicleskirchen, a) wereten D. b) A am Rande. c) privilegung D. d) edeisten AD. 1) Weshalb Grunau den ersten Bischof von Samland, Heinrich von Strüberg, der aus Franken stammte, nach Mühren versetzt, ist nicht ersichtlich. Samland wurde übrigens ersi 1254 als Bisthum eingerichtet, 2) Anselm von Ermland (seit 1250) war Deutschordenspriester. 3) Oben (8, 284) sagt Grunau: sy sollen keinen andern hern haben wen den bobst, hier wird (aus polnischem Patriotismus) der Erzbischof von Gnesen Metropolitan der Preussischen Bischöfe. Bekanntlich wurden durch die Bulle vom 31. März 1255 (Cod. Warm. In. 35) die vier preussischen Bisikümer dem Erzbisthum Rige unter- gestellt. Dadurch erledigt sich die folgende Bemerkung über Conrad Zöllner.
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2386 die stelle ag vom homeister gegeben Hanno von Sangirhausen‘), das ander* ist zoum Colme yn der kirche S. Peter und Paul, die stelle gegeben ® von Ebirhardo von Seyne lantineister aus Deutzschen landen, als er in voller macht des homeisters visitator war yn Preussen, und es wart confirmirt.?) In dissem closter ist ein monch gewesen ein sunderlicher diner Marien. Disser knyete vor eym bilde Marie, das nach do ist, und betete, so horte er eine stimme, 0 ich sterbe vor hunger. Dys vornam er wol, wen es quam viel volck vor das closter umb almos willen, den es war mechtig teuer, das es eym, der es gag, zeu hertzen gieng. So tet diesser monch eins, die pulmentaria, die man ym gab, dy ass her, sunder fisch und brot, das ym gehorte, behilt er und gab es armen leutten. Ein solchs von dissem bruder aber monche quam clageweisse vor den prior, der prior nam yn vor und sprach: bruder man gibt dir von armuts wegen nit zcu viel von der speise, die kanst du wol alleyne essen, man sagt mir von dir, das du dein teil armen leutten gibst, ich wil dies nit gestaten, und gehe hin und thue es nymme. Der bruder wuste wol, das man got yn solchen offenbarungen mehe gehorsam sol seyn, dan den menschen®,, darumb gab er den armen vor und vor seine speyse. Dem prior wart es aber gesagt, und er vorbot es ym bey schwerer peen und buss. Der monch lies es gleichwol nit, es quam vor den prior, so het der prior ein auge auff yn, das er yn selber mochte begreiffen. Dem“ prior vordros mehe der ungehorsam des bruders, wen die speise. Im kalten winter wart der monch vom prior begriffen? und trug was ym ende seiner kappen, der prior ruflte den monch und fragte, was er trüge, er sprach, mir ist von meinem bau was uberbliben, und trage die spene, das sich die armen dabey warmen. Neyn, sprach der prior, es ist speyse, darumb lange her, das ich dich auf warer that möge befinden und dich büssen. Er thet auff und fant nur spene, und der prior gingk wegk, und der monch quam zcum armen und teilt yn aus die speyse.°) Der prior nam den bruder vor in der beichte und fragte yn umb alles, der mönch sagt es ym auch all. Von der stunden an machte der prior dissen zcum schaffer, und er gab den armen genugk, und yn wuchs ym closter ir speise und trangk zeu sichtiglich. j fol. 113. *Zcu Thorne in der stat yn unser frauen kirchen ist ein closter a) fehlt D. db) geben AD. c) fehlt D. da) fehlt D. e) fehlt D. 1) S. oben S, 216. Anm, 4. 2) Dass diese Notiz falsch ist, wurde bereits oben S. 200 Anm. 9 erwähnt, 8) Diese Sage erinnert an die bekannte Legende von der heiligen Elisabeth.
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287 der observanten gromonche, weichen die stelle gab Poppo der lant- meister von Preussen, als er czogk zcum general capittel.1) Auff disser stelle war ein felt capelle, in welcher Maria gnade beweisete den, die sy da wirdigeten. i Zeum Colme ist auch eyns des selbigen lebens und ordens. In dissem leit ein seliger bruder ires ordens mit namen Johannes Sawr,?) disses gleichen sein orden zcu der zeit keinen im predigen, auch den fursten rat zcu geben hette. So vormochten yn hern und fürsten, das er tzog yn Preussen und er predigete do, wen es stunt auf dem, das dy Preussen weren vom orden gefallen umb mechtiger ursach willen; da er quam, machte er alle dingk schlecht und quam gem Colm und starb, er thet ym leben und auch tode wundertzeichen. So ist eins der Bernhardiner geistligkeit, idach groe monche, zcu der Löbe gebaut, 1495 von Nicolao Crapicio dem bischoffe Culmensi.°) So ist ein haus der Lolhardir, das ein orden unbestat, disse quomen von Schwolle, von Deventer aus Westphalen zeum Colm yn der meynung, das sy do ein universitet* solten aufrichten,‘) sunder a7 mochten es nye so weit dorzcu bringen, wen es woren nioht zeinser dorzcu, idach hetten sy ein solch particular, das sein gleich nyndert war, und sie machten yn philozophia gelarte schuler, theologiam ader jua las man do nicht, ir viel auch gebrauchten nigromanciam, yn welcher kunst sie vorborgen gelt suchten, und funden gantz scheys- heusser voll, das war montze vor die sene. Etliche von dissen waren priester, etliche auch lolbrüder . Zcu Thorne vor der stat ist ein nonnencloster des ordens Sancti Bernhardi Cisterciensis,‘) itzunt gantz arm, dorinne sich die jungk- frauen mit pfefferkuchen® backen erneren, den sy sehr gut machen, und man füret yn® yn ferre lande. Das oloster wart gebauet von den brüdern Deutsches ordens vor elende frauen bilde, der hern und frunde a) universitoon D. b) In D folgt hier im Text: Yann diesenn kloster fiedesta einen grundt im ZIL tractat undernn homeister Ludero, In A steht diese Notiz von derselben Hand am Rande, co) pfferk. D. sie D. 1) $. oben 5. 202. Anm. 1. 2) Mit diesem unbekannten Localheiligen scheint Johannes Lobedaw, über den nur Nachrichten aus dem 17. Jahrhundert vorliegen, der im Culmer Minoritenkloster sein Grab fand, gemeint zu sein. Ueber ihn siehe Ss. 11 392. F. 8) Nach einer von Toeppen, Geogr. S. 240. n. 139 erwähnten handschriftlichen Notiz in Löbau ist das dortige Observantenkloster erst 1502 errichtet, 4) Ueber die Schule der Brüder vom gemeinen Leben zu Culm am Ende des 15. Jahrhunderts hat Toeppen Ss. IIT 516 alle vorhandenen Nachrichten zusammen- gestellt 6) Toeppen, Geogr. S. 240.
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*fol. 1148, 288 umb iren willen von den finden erschlagen worden, und wart dotirt von den guttern, die sie den Litthawr, den Masuren widder nommen, so sie yn Preussen woren gewest, und gleich, wie sy irem arme volcke recht: theten und denen nit widder goben, den es umb iren willen genommen war, also gedeyk es auch mit irem dotiren, wen die gütter der jungkfrauen gleich wie schnee vorgangen sein. Von dissem orden ist auch eins zeum Colm!) und ist also gestifft. Die brüder Deutsches hausses, als sie Swantopolcen vorterbten mit krige, s0 fingen sie edle jungkfrauen auff Pomerellen, disse erlangeten durch vorbette der Deutzschen fursten, das man yn ein haus gab zeum Colme, in welchem sye* ein geistlich leben möchten furen, wie sy es gesehen hetten ym closter zcu Suckau, und die brüder vorgonten es, angesehen das nymands were, der sy neme, wen zcu der zceit ein edle jungkfrau mit nichte torste einen burger nehmen. Mit der zceit geschag es, das eins burgers son vom Colme libete eins burgers tochter auch zcum Colme, und wy man nit auf die jungkfrau sag, quomen sie zcu hauffe und sy gelobeten es eynander, sie wolten sich nehmen und beschwuren dys. Dys quam vor die eldern der jungkfrau, und sy da widder retten, und quam gros jamer doraus. Idoch die jungkfrau und der geselle quomen fur den bischof, und der lantmeister Conrat lag der jungkfrau bey und wolt sie dem gesellen nit gönnen, so sprach der bisschoff ein urteil, die jungkfrau solde yn ein closter zeiehen und der geselle solte kein weib nehmen, die weil sie lebete. Disse* jungkfrau wart von iren eldern vorstossen? und quam zcu den edlen jungkfrauen und erlangete es, das sie sy auffnamen yn ire geistligkeit. Der geselle erkante sich‘ aber und gab dem hausse alle seine ligende gründe und bereitschaft, das do viel wahr, von welchem kaufften sye mit schwerlichem erlöbnys des gantzen capitels Deutzsches ordens von etlichen Polen gutier zcu zeynss. Disse nomen mit der zceit dy bruder ein und goben ire gutter do vor, die do gut woren. Aber also haben sie die jungkfrauen dotirt, wie ire erste fundacio, die ya Mehrern ist auff deın Goldensteyn, aussweiset. Und der junglingk wart ein gromonch zcum Colme, und woren beyde demuttige diner gottis ire lebetage. a) DieD, db) gest. D. c) sie D. 1) Ebendazelbst, Die Gründungsgeschichte ist nicht beglaubigt.
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289 Capitel II. Von den hauptern: dysses bisthumbs, dy do frey sein gewesen.') Dys bisthumb hat seinen thumb yn eym stetlein genant Col- mensehe, in welchem eine selige frau mit namen Jutta genant von Sangirhaussen. Disse war guttes adels der von Mellenburg und wart vortraut dem edlen freyhern yn Dorsngen Carolo auff Sangirhausen und war al ir tag gar ein gotforchtzams mensch, und sie brachte yren ehelichen stant.zeu ym gehorsam gottes und der menschen. Ir herr bleib yn einem feltschlon aufs keisers teil, und seine fraue Jutta mit 3 sonen, der eine hies Hanno, und disser czog yn den Deutzschen orden und wart mit der czeit homeister, der ander wart bisschoff, der dritte nam ein weib und regirte die gutter seines vaters. Disse frau erczog ire kinder gar löblich, wen die kinder was haben wollen, vorezog es yn die mutter und sprach: wiltu so vil und so vil beten, ich wil dirs geben, und dye mutter also mit den kinderu bette und thet so yn andern stücken mehe. Als Hanno ir son lantkompthor auf dem Altenhausse war worden, und yn Doringen kriegk war, nam er seine mutter zcu ym, und sye wonete zcum Colmensee nach irem beger, wen dis war gar ein löblich gestifte *mit gotes dinst zcu der *fol. 114b. zceit, sunderlich der bisschof Heynrieus auch eyns heiligen lebens erhilt sy wie eine dynerinne gottis, wen er war auch ein Doringer und kante sy wol, und wonte ym thumb mit 4 jungkfrauen, und worden vorsorgt mit den guttern der kirchen. Disse selige Jutta dis erwarb, das sy mochte von allen menschen vorschmehet werden, auff das sie komen mochte zeu eym leyden, und es geschag, darumb wart sie auch von iren eigenen jungkfrauen gescholten und vorspeyet, und werte 3 jar langk. Nach dissem quam Christus zeu ir und hot sy von dem erlost, dornoch dinte sy den krancken ym hospitall zeum Colmensehe und het mechtigen fleys. In der selbigen zceit wart die selige frau Jutta beschuldiget von eyın grosten laster, und sy sich des vor den brädern Deutzsches hausses entledigete und muste tragen ein gluenden dreyfuss und sie trug yn ane alle vorserunge. Sy gewan eine libe, das sie mochte lesen, und bat darumb und wart erhort, und der engel hot sie es gelernet yn einer stunde, Sie war grosser bescheuligkeit ®, a) henteron D. b) beschwerligkeit D. 1) Die Ueberschrift dieses Capitels passt nicht zum Inhalt, der nur von der heiligen Jutta handel. Dasselbe ist Ss. II 376 abgedruckt. Ueber die heilige Jutta haben wir ausser einer Notiz in den Canonisationsacten der heiligen Dorothea (Ss. U 375) nur Nachrichten aus späterer Zeit, vgl. Ss. I 374 f. 19
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2% in welcher sy* des morgens ein mol von den engeln ken hymmeln wart erhaben. Als sie 81 iar alt war, nach irem langen und manch- feldigem begeren quam Christus der herre zeu ir und vorsicherte sye irer seligkeit halben. Nach welchem dintee sy eym krancken und ungedultigen pristern, zcu welchem quam sy yn der nacht mit iren jungkfrauen, und wu sie‘ war, schein ir die sonne. Als do quam der morgen, yn welchem tag sy starb, gab ir der bisschof Heinricus die heiligen sacrament und las ir eine messe vor mit der passio, under welchen messen wart von? allen? do gehort ein hymmelischer ge- sangk, und als die messe aus war, starb sye und wirt yn solchem .gesange zeu hymmel gefurt und mit wirden begraben, und gott hot *fol 115, durch ire vorbitte mechtig vil wunder gethan. Sy ist yn got gestorben im 1260. jare der seligkeit. Capitel II. Von den‘ namen der hern bischoffe zcu Colmenzoe. Christianus, disser wart von Conrado dem seligen fursten aus der Masau Celestino III presentirt, das er yn uber Preussen bisschoff weihete. Der furste gab vor yn und sein capitel 100 dörffer, die do gut woren.!) Christianus der bischoff war der geburt von Freyenwalde und czogk zcu Colwitz yns eloster Sancti Bernhardi, von dannen wart er elegirt zcum abte yn der Oliva, nicht ferre ligende von den" Dantz krügen.?) Dissen het der furst erkant vor einen frommen man und liss ym diss bisthumb aufflegen. Christianus der bischoff thet wie ein from man, er lernte die Preussen mit worten und exempein*, es halff aber nichst, und war bisschoff uber gantz Preussen 26 jar, er furte den fursten mit den seinen dareyn, das er den brudern Deutzsches hausses Preussen vorlige. Er bauete ein | closter seines ordens an einem see und nante es Columen adir Domus a) in welchenn s.es d. D. b) dinge D. c) Ir D. d) A am Rande, fehlt D. e) fehlt D. f) fehlt D. g) werete D. h) fehlt D. I) eins AD. 1) 8. oben 8. 117. 2) Die Herkunft aus Freienwalde, der Aufenthalt in Colbats (Colwitz), die Abts- würde Christian’s in Oliva ‚sind Erfindungen Grunau’s, hervorgegangen aus dem Worten der älteren Chronik von Oliva Ss, I 676 cum domino Christiano (de Oliva) ordinis Cistereienais primo Culmensi episcopo.
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291 Columinis, und dis waren seine thumhern.‘) Er wonte do und kunde gut Preusch und den Preussen predigete. Sein closter wart ym aus- gebrant und man gab es den creutzhern schult, das sie es solten bestalt haben. Zcu seiner zceit war Poppo von Österna lantmeister, disser brach den Preussen ir recht und eigente sich zeu von den guttern des bisthumbs. Christianus der bischoff ersuchte dissen, und war alles vorloren, wen er war aufgeblasen wie ein hoffertiger geist.?) Wegen disser gewalt empfingk bisschoff Christianus eine muhe und starb im jar 1241, und seine monche begruben yn yn die vorbrante kirche, man hat auf seinem grabe nach? seim tode* vilmal ein licht seen bömen vom hymmel gesant zeu eyım zceichen der sunderlichen gnaden. Johannes I, disser war ein monch predicatorum zeu Plotzka ym closter, sintdemmal Conradus der furst nach lebete und er nach gantz ein patron uber dis bisthumb war, weil er es fundiret und dotiret het, so wolt er dissem rechte auch gnugk thuen, er sante hyn ken Rom und lies confirmacionem irwerben vor dissen und erl@ngte sy, sundern ym andern jare, als die Preussen so tobeten, weihete® er zeu Thorne vor der stat das spitall, ym sontag exaudi und die Preussen quemen und erschlugen yn mit vielen burgern und ezunten die kirch an, und vorbrante sie alle.?) Disser hett mit den Deutschen brudern mitleiden yn irem vorfolgen und sein tage nye von yn manete seiner kirchen gutt. Heydenricus, dys war auch ein monch predicatorum und war prior provincialis Polonie*) und er war! einer von den, die dy kreutzfart yn Deutschen landen geprediget hetten und yn der legatus Wilhelmus weyhete neben den andern zeum einem bischoffe yn a—a) am Rande A, fehlt D. b) I fehlt D. c) werete D. d) fellt D. 1) In dem Lomyizer Vertrage von 1222, den Grunau gekannt hut, wird dem Bischof erlaubt, in Culım curiam propriam et eonventum qualem voluerit zu errichten, eine Domcurie und ein Kloster. Wutterich, Gründung des Deutschen Ordensstaates 8.234. Den Namen domus columinis Aalte ich für eine Spielerei mit dem Namen Cobnen, Culm. Dass das Kloster an einem See gelegen habe, ist vielleicht mit dem Versiche, in Garnsee ein Kloster zu errichten, in Verbindung zu bringen, von dem Granau gewusst haben kann, beruht aber ebenso wahrscheinlich auch nur auf einer Deutung des Dorfnamens Klösterchen an einem See zwischen Freistad! und Marienwerder. | 2) Eine dunkle Kunde von den Streitigkeiten Christians mit dem Orden scheint Grau gehabt zu haben. Die Zahlen 26 und 1241 sind dagegen willkürlich erfunden. \ 3) S. oben S. 216. Anm. 6. Den Bischof Johann hat Grwmau zwischen Christian jmd Heidenreich, der schon Ende 1245 in Lyon die Weihe erhielt, eingeschoben. 4) Davon ist nichts bekannt. 19%
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292 Preussen. Zeu disses bisschoffs gezceiten die monche ym closter Columen, wilchs sein thumb war, hetten einen raben, der zeumal nach seiner art geschwetzig war. Es quamen auff eine zceit geste ins closter, etlicher brüder aber monche freunde, und die worden vom abte nit hofflich gewirdiget, wie es die monche gerne gesehen hetten, wen der abt war karigk und hielt, was er hette, zeum bau des vor- branten closters. Am morgen czogen die geste weg und danckten nit gar sehr. So gingk der abt mit etzlichen creutzhern, die auch seine geste weren, und beschaueten die erbeitsleutte und quomen vor den raben, der abt sprach zcum raben: corve, corve, quid pensas? Do antwort ym der rabe yn lateyn: annos eternos cum tuo interitu, *fol. 115b. das ist, ich gedenck die ewi(*)gen jare mit deinem vorterbnyss. Aus dissem erschrack der abt und sprach: du bist nit ein rabe, sunder ein teuffel, und lies yn töten. So war do eyn monch von Stetyn der geburt, diessem es zcumole nohe ging, das ym seine freunde und nub seine beste kurtzweile vornichtet war, so lies ers sich duncken, es kem %om abt her, das er wegen der schlechten guttwilligkeit, die ym mit seinen freunden gescheen were, gemorret hette, und auch also yın zcu hoen® den raben het töten lassen, wen kein monch mehe mit dem raben handelte, wen disser, er gingk den gantzen tag und bedaohte sich, und der teuffel besas yn, und als der abt wil zcu der vesper gehen, disser monch giengk yn mit worten an und nach wenigk worten sticht er ein messer in sein hertze, und der abt starb. Von stunden an umb dis willen nam der bisschof den monch in ewiges gefengknis, die ander vorschickte er und brach das closter abe und hub die thumkirche, die nu Colmenzee heist, und erwarb commu- tationem und satzte darein geistliche thumhern von Clodau. Dis vornam der hoemeister Hoenloch und er bat den bischoff, das er jn seine kirche 12 jristerhern Deutzsches ordens setzte, und gab den andern so urlaub. Das closter vorgingk gantz bis in die grunt. Disser bisschoffl, do er fride hette vor Swantopole, manete von dem Deutschen orden yn Preussen seiner kirchen gutter, Christiane seinem vorfar genommen. Auff dis antwort der hoemeister von Hoenloch, er mochte wol gehn und seiner betley warten, und dorfite mit fursten nicht pochen, es wer solcher portecker? fresser art, wen sie yn prelaturen quemen, wolten sy ersten ınit fursten rechten, das sy namkundig worden, und solcher lesterung viel.‘) Heydenricus a) ertbischleute D. b) am Rande In A. c) ym fehlt, za horenn D. d) borttechen. D. 1) Am 19. April 1246 überwies der Hochmeister Heinrich von Hohenlohe den Bischof Heidenreich von Culm gewisse Güter im Culmerlande, Perlbach, Preussisch Rrgesten n. 253. Beruht darauf die entstellie Erzählung Grunaw’s?
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293 appellirte zcum Romischen consistorio und erlangete eine declaration ubir den Deutzschen orden yn aller christenheit, wen sein general- meister war es schuldigk, sunder der bote mit den briffen wart in der Weissel vorlorn, und wie man sagte, dem bischoff Heydenrico wart Sant Johans trunck geschangkt ezum letzsten, und er leit zeum Culme yn der stat, die an der Weisel vorgingk vom grossen wasser im herbste. ') Capitel IV. Von den bischoffen, die do musten das creutz tragen. Fridericus, disser wart von Margborgk aus Hessen?) geholt und war Deutschs ordens, und die thumheren musten yn eligiren, wiewol 17: under yn hetten benumpt doctorem Nycasium pfarher zeu Thorn yn Sant Johans kirchen, sy sogen gewalt an, die der orden ubete, und wie es mit iren sentencien gienge, ein iglicher gedachte, wen ich nur mein lebtage genug habe. *So waren auch die capitulares gut *fol. 116a. homeisters und elegirten causa honestatis dissen intrusum, und er wart mit grosser muhe confirmirt.) Als er yo Preussen quam, resignirte er alle sentencien widder den homeister mit willen seines capittels und orden vom vorigen bischoff erlangt. Idach bequam ym nicht die Preusche” lufft, er war stetes krangk und sein voygt bruder Diprant von Baumbach :*) regirte das bisthumb und gab dem capitel und ym, was er wolde, dorumb schreiben die thumhern yren freunden ken Thorn, sie wolten yn dach ein peltz kauffen und ein gut par schu auf den winter. Der bischoff dorfft dis nit cilagen, wen er a) sie statt 17 D. b) Deutsche D. c) Barmbach D. d) sagen D. 1) S. oben S. 200. Dort wird Culn in den Fasten, hier im Herbst vom Wasser zerstört, fir beide Zeitangaben fehlt eine alte Quelle. 2) Fridericus de Husen, woher ist nicht bekannt, nennen ihn die Urkunden, 3) Von einer zwiespültigen Wahl nach Heidenreich's Tode wissen die (Quellen nichts: aus der päpstlichen Ernennungsbulle vom 16. August 1264 (Voigt, Cod. Pruss, I n. 148) geht nur hervor, dass der Erzbischof von Riga zügerte, Friedrich zu weihen. Es sei gestattet, hier ein für alle Mal zu bemerken, dass alle Notizen Grunau’s üher zwiespältige Bischofswahlen, über das ‘Streben des D. O., seine Creaturen in die Bis- tümer zu bringen, nur seinem Hass gegen den Orden ihre Entstehung verdanken und nach Analogie der ihm von Plostwig in gleicher Tendenz überlieferten ermländischen Nachrichten dieser Art erfunden sind. 4) Culmer Bischofsvögte aus Friedrich's Zeit, 1264—1274, sind nicht bekannt.
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294 muste stets krangk sein, und starb so im andern jare seins bisthumbs und widderrufte, was er resignirt hette, und disser leit zeu Colmensehe ym chore vor der sacristyam.*) Wernerus, disser war decanus zcu Marienwerder, die itzunt alle des Deutschen ordens woren,?) und dy capitulares von Culmenzee, die des ordens waren, erwelten yn, aber die seclir prister ym thum elegirten Walterum den abt von Pelbiyn,?) wen disser war edel und grosser erfarenheit und auch vor dem Deutzschen orden wol gehort. Idach wolt ers nit annemen, sintden die sache litigiosa war, und Wernerus bleib bischoff 16 jar,*) und bei seinen gezceiten wart das gantze capitel des Deutzschen ordens®) bis auf den archydyaconum, disser war familiaris pape, so geschag es, das es einer dem andern resignirte, und quam ad mensem(!) papalem. Wernerus leit zeu Culmenzee mitten yn der kirchen begraben. ‘ Heynricus, disser war ein man sunderlicher unschultt zca der ezeit nemlich *, als ym pflag zcu uberlesen dy heylige frau Jutta, und sy ym auch prophezceite sein zcukonfftiges unglucke. Disser war des Deutzschen ordens und decanus zeum Colmensee®,) und wart eintrechtiglich von den erwelt, die do woren. Disser war demuttigk und vormochte wenigk gesinde und war eym iglichen freuntlich. Und geschag, das die brüder Deutzsches hausses yn Preussen eym Pol- nischen ritter auf Dobirn wonende gewalt teten, die nit klein war, und weil die bruder auf niemants goben, thet er sich also rechen. Der ritter war genant Jan Krusznywytzky.) Disser quam zcum bisschoffe, als er wolt auff Engelsberg® zeihen, und fant yn ym kleinen &) fehlt D. db) Egelberg D. 1) Friedrich starb am 18. März 1273 oder 1274, nach wenigstens zehnjähriger Regierung, wahrscheinlich in Süddeutschland, denn er wird zuletzt in Würzburg am 3. August 1272 erwähnt, Altpr. Monatsschr. XII. 5. 115. 116. 2) Da Werner (von Orseln?), 1275—1291 (Strehlke im Schematismus des Bisthums Culm 1867. S. 8) 10 Jahre vor Einsetzung des pomesanischen Domcapitels (am 25. Febr. 1285, Voigt, Cod, Pruss, I n. 172) den bischöflichen Stuhl von Cubn bestieg, so leuchtet die Unmöglichkeit obiger Angabe von selbst ein, 3) Nach dem oben skizzirten Schema erfunden, 4) Diese Zeitangabe ist richtig s. n. 2. 5) Das wur schon 1264 geschehen, Schematismus S. 8. 6) Auch dies scheinst unbeglaubigt zu sein. 7) Hier verwerthet Grunau die ihn aus Johann von Posilge, Ss, 111.97, bekamnle Gefangennahme Wicbolds von Culm, 1375, durch Hannus von Cruschin. Aus Johom von Posilge eninahm Grunau das Gerüst für seine Erfindwngen zur Geschichte der Cuöbmer Bischöfe bis 1419.
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295 pauerwagen mit eym prister sitzen und der ritter nympt yn und fart yn yn ein gesümpe und hilte yn do zeu mole schmelich. Der homeister von Preussen thet umb yn fragen, gleich wol mocht er yn nit finden. Als der bischoff nu war gefangen gewest 10 wochen 3 tage, schatzte yn der ritter* umb 4 tausent gulden, er solde ym *fol. 116b. erlangen vorrichtunge seiner sachen. Dys vorschrib der bischoff unnd guam widder und machte dem ritter seine sache gut.!) Im gelt- sameln starb er und leit ozu Culmenzee begraben und war yn 2 jaren kein bischoff. Otto,?) disser war des ordens procurator zcu Rom ligende, er solde erlangen confirmacionem vor hern Thomam, der vom homeister exponirt war, sunder er? erlangete es fur sich von Gregorio XI dem bobste.3) Disser quam heym, und der homeister war ym entkegen, idach muste er geloben, das er wolde das creutze annemen, und quam also ad possessionem, sunder er war langsam yn der annemung des ereutzes und manete auch‘ seiner kirchen gutter, das geriet ym so weit, das er von dem seinen muste? weichen, sunder hern machten es gut, und er muste das creutze an sich nehmen, und er starb yn eyner mechtigen pestileneia,*) mit 11 thumhern seins ordens, und wertliche prister do widder thumhern worden, und dis ex provisione pape, und hetten ein privilegium, man solde bey* vorlust aller privilegien nie- mandes dringen, das er den orden solde annemen. Otto der bisschoff hett eyn synodum, yn welchem beschreib man 213 pfarkirchen yn seym bisthumb und uberal' von pfarhern, cappelanen, von vicarien, von altaristen, von pristern, die von iren veterlichem gutte sich ernereten 538.°) Und das bisthumb bleib an ein hern 3 iar' lang,*®) wen der homeister war tot, Lutolff Konyngk, und woren auch nicht capitulares. a) am Rande, ausgestr. hett A, fehlt D. b) er fehlt D. c) a. fehlt D. d) m. v.d.D. ©) fehlt D. N) A am Rande. 1) Die Zeitangaben sind erfunden, das T.ösegeld nach Posilge I. c. 2) Hier lässt Grunau Bischof Hermann (1303—11) und Nicolaus I (1319 bis 1323) aus, Schematismus S. 8. 3) Otto war Bischof von 1324 — 1349, Schemat. S, 8, Gregor XI Papst von 1370-1378. 4) Otto ist in der That zur Zeit der grossen Pest von 1349 gestorben, s, Schemat, 8. 5) Es liegt auf der Hand, duss Grunau diese Zahlen erfunden hat, 6) Am 15. Febr. 1348 erscheint Otto zum letzten Male, am 22. August 13439 wird bereits der Nachfolger vom Erzbischof von Riya bestätigt. Schem. 8.
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*fol. 117a. 2% Jacobus, disser war lantprobst des ordens zeu Kongsberg der thumhern auf der Zala,!) und der homeister Heinricus Dusemer yn eynsatzte und erlangete confirmacionem. Er war ein behertzter man und legte sich mit seym orden eyn und mante das seyne und erlangete es auch, aber im krige wol vorterbt von den Polen auf die bruder. Er erlangte von dem babste, welcher canonicus nit worde ® residiren, der solte seine prebenda vorloren haben *. Weil dan nu die kirche ire gütter widder hette, quomen sye und hielten sich irer privilegien widder den homeister, und der bisschoff teilte auch mit yn die gütter der kirchen, das capittel nam sie halb, der bisschoff halb. Idach die capitulares so wol als der bischoff musten ein ordens bruder zeum voyte haben. Nach vielen ergernissen mit den voyten starb er und leit zeum Colmenzee begraben, und das capittel muste vil nach- gebenn. Wigkboldus,?) disser war gar ein gelarter doctor von der stat Nossen bey Collen.?) Der homeister Wynricus von Knyprode yn sun- derlich wirdigete und war sein lands(*)man und gab im das bisthumb mit dem orden, und war zcu ersten des homeisters grosser freunt.*) So geschag es, das der homeister Johannem den bischoff von Heilsberg wolde erstechen umb des willen, das er mit seinem orden wart inter- dieirt, und so vorbot der homeister, man sold kein sententz aufnehmen, wen umb der scisma willen, die mit dem bobste were, es were nichst. So wart disser requirirt, und er war dem bobste gehorsam und hilt interdict. Umb dys willen, als der homeister ein unsinniger man war, suchte dissen als seinen vorreter czu todten, idoch wart es schwerlich a2) fehlt D. 1) Salau bei Norkitten ist gemeint, aber von diesem Umstande ist nichts bekannt. 2) Hier fehlt Johann Schadland, 1360—1363, Schem. 8. Im Cod. A. hat eine spätere Hand am linken und unteren Rande notirt: Alhie lest er aussen bischoff Joann Schadewaldt, der doch uber 7 iahre nicht hatt das ampt gehalden und ist von Culmischem transferirt worden ins Hildenheimische, da er bischoff worden, an seine stadt ist bischoff worden Wigboldus anno 1367, welchs dan Granau hie vorkheret. Die Annahme des Hildesheimer Bisthums durch Johann ist richtig, Schemat, 8. 3) Ueber Wichold handelt ausführlich Strehlke, Ss. IIT 96. Anm. 1. Er war ein Kheinländer, wahrscheinlich aus dem Geschlecht von Dobelstein. de Velstey nennt ihn der Pupst, vermuthlich ist Develstey(n) zu lesen. Dass er dootor war, ist wohl eine Verwechslung mit seinem Vorgänger, einem Magister der Theologie, ‚Schemat ®. 4) Wicbold war Winrich’s, ebenfalls eines Riheinländers, Caplan, 1352 Domkerr vom “ulm, Ss. 111 96.
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297 . vorricht. So quam nach dissem auch” die sententz uber den orden umb des czehenden willen von wegen des ertzbisschoffs von Gnysen, und wart sunderlich im process requirirt und er war gehortam und sagte es dem homeister an, umb des willen er yn zcu tödten suchte, und es legten sich hern darein und er muste resigniren seine kirche und aus dem lande zcihen und dys vorwillete er. Die weil man yn der sachen handlete, schickte er aus Preussen gen Nossen 21 tausent goltgulden und er ozogk wegk mit einem knechte und eym prister und quam gen Collen, er wart auf dem ‘wege besucht, sunder man fant nur zcerung, dy lis man ym. Wigboldus der bischoff lebete 3'/, jar ym elende und das seine wante yn gotes ere und satzte sein testa- ment hyn und widder 12 tausent gulden und starb und leyt yn eym closter.') Johannes II Sohadelant mit namen ein monch predicatorum. Es quam vor den bobst, wie recht ist, das Wigboldus het must oedi- ren , welohs der babst bitter annam und schreib Wigboldo, was er dobey gedechte zcu thun, Wigboldus aber anthworte, seine heiligkeit solt es nur so lossen bleiben. Der bobst het bey ym dissen Johannem und befull yn ym und weihete yn auff dis bisschthum, und er quam und presentirte sich dem homeister b.? Winrico und legte ym seine brieffe auff, der homeister aber, wiewol er den monch ethwan lieb und wert het gehat, idoch wolt er yn dissem falle seiner keine gnaae haben, und er muste weg, und der babst gab ym mit der zceit das bisthumb zcu Halberstadt. Johannes weyete zou Thorn capellen und altaria und muste wegk.?) Capitel V. $ 1. Von den bisschoffen die widder wertlich weren. Raynhardus, disser war ein wertlich doctor und thumher zeu Culmenzee und erwelt vom meisten teil des capittels, die nit das oreutze a) am Rande A. b) am Rande A. 1) Von allen diesen Angaben ist nur thatsächlich, dass W. (1375) Preussen verliess, aber aus ganz andern Gründen, als sie ihm Grunau unterlegt, «. Ss. IIl 96, im Kloster Altenberg bei Köln (1398) starb und eine jährliche Rente von 500 fl. aus seinem Bistkum bezog. 2) Johann Schadeland, 1360-1363, war der Vorgänger Wicbold’s. Ueber das Thatsächliche s. oben 5. 296. n. 2.
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298 trugen, und er czogk auff, sunder er wart nye confirmirt, wen man wolte nit coactam cessionem Wigboldi annemen. Und disser muste Rome bleiben und starb do in armut, wen ym kunde kein gelt werden. Der homeister sag doraufl, und er war auch selber bisschof und nam die ozynse auff.‘) *fol.117b. *Martinus, disser war archidiaconus zeu Colmenzee und fami- liaris pape als ein auditor, und nach dem tode Wigboldi eligirten yn die capitulares, sunder der hoemeister trugk ym an durch brieffe, wolt er in seinen orden, er wolt ym das bisthumb gönnen und sollt lossen revociren die censuras, so uber yn gegangen. Dis wolt Mar- tinus nicht thuen, darumnb bleib er Rome und treib seine sache und gewan sye, umb welchs willen man yn auff ein abentmal lutt, das man yn am andern tag zcu grabe trugk, und das muste so im fride bleiben. Nicolaus I Sippenpil genant, dieser war ein werltlicher ma- gister und des homeister kentzler, dissem sagte der homeister das bisthumb zo, wurde er seinen orden an sich nemen.?) Dorauff sprach er: ein geistlich man zcu werden ist etzwas grosses, das bisthumb zcu erlangen ist gleich unmoglich, wen der bobst ist zcu vil underricht. Idoch gescheg es, das ich confirmiret würde, ich thet umb eueren willen, was mir seligk were, und warlich, diesem koste die con- firmatio uber 10 tausent gulden, wen man war des synnes, man wollt yn keinen bischoff mehe geben. Er quam heym, und nach eym jare lies yn der homeister vormanen, das er den orden an sich neme, wie er gelobet hette: ich hab gelobet zcu thun, was mir seligk ist, so ist mir das nit selig, das ich yn euern orden zcihe, wen ir seyt alle auff die Polen neydisch, und weil dan neydt vorthümlich ist, wil ich yn euern orden nicht. So war Conradus Zolr homeister, disser gebot ym, er solde permutiren, und dis thet er auch mit dem bischoff von der Coya Johanni Crapidola, und der koningk gab ym possessionem.®) 1) Diese Angaben sind wohl darauf zurückzuführen, dass Reinhard von Sayn 1385 nach Culmsee kam, Johann v. Posilge, Ss. III 137, aber erst 1389 consecirt wurde, eb. 160. 2) Grunau hat den Bericht Johann’s von Posilge Ss. III 167 über die Nack- Jolger Reinhard’s willkürlich verändert: Martin war Caplan des Hochmeisters, Nicolaus Ordensprocurator in Rom. Martin’s Tod ist lendenziöse Erfindung. Die folgende Anecdote über den Eintritt des Nicolaus in den deutschen Orden wird durch den Umstand gekennzeichnet, dass derselbe Ordensprocurator in Rom gewesen. 3) Conrad Zöllner, 1382-—90 HM. wur kein Zeitgenosse Nicolaus Schippenpils als Bischof von Culm, 1391—98. Leizierer vertauscht mit seinem Nachfolger nicht das Bisthum Cujavien, sondern Camin, Johann v. Posüge, Ss. III 224. Johann war jedoch früher, nach Johann v. Posilge I. c., Bischof von Cujuvien gewesen.
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299 Johannes III mit dem zcunam genant Crapidola‘) ein furst von Oppelen permutirte mit Nioolao mit des koniges willen, wen dy Polen hielten yn vor iren vorreter keın homeister, den der bischoff und der homeister waren grosse freunde miteinander, und heymlich vor- dachten yn die Polen umb der Deutschen nacion willen. Idach der hoemeister und sein orden mit der zceit; dissem bisschoffe auch vor- rettereye schult goben, und muste aus Preussen und starb zeu Ligenitz yn der Schlesie, und das bisthumb war ane hern 5'/, jar langk und nam grossen sohaden.?) Arnoldus, dissen satzte der homeister Conradus von Jungyn- gen zou einem bischoff und erlangte ym oonfirmacionem.®) Er war seer ein beret man, darumb sante man yn stetes umb zcu.kern und fursten umb gutten rat, wen dy Polen wolten das ire haben ader wolten krigen. So geschagk es, als er vom keiser quam, war er erfroren, das er den iodt darvon hette. Diesser lies 3 personen, die do werlt- lich woren, yn den orden cleyden und machte sy zcu thumhern, und worden also under yn selber widder parteysch. *Johannes IV Margenaw genant, disser war des ordens und war *fol. 118a. lantprobst des capitels zcu Marienwerder, lantprobst auf dem Schon- berge.*) Er wart geweyt vom ertzbischoff zcu Ginysen aus zculaes des bapsts°) und war bischoff 30 iar lang.*) Under ym war der kriegk auff dem Tannenberge ader streitplatze vorloren von dem orden, gewonnen von den Polen”), und er leyt czum Colmenzee begraben. Zou seiner zceit geschag dis zou Strosburgk, das ein pauer von dorf? hett einen prister zeum sone. Disser als er am sontage solte seine erste messe singen und solte lange fasten, er beclagte sich gen seiner liben mutter. Die mutter war guttigk und nimpt eine brot- wurst und macht die heys unnd tregt sy yn ir schlaffkammer und fordert iren liben son den neuen priester, als man die frue messe 1) Den Namen Kropidlo (Krapidele) fand Gr. in der älteren Hochmeisterchronik, Ss. III 626. 2) Eine Sedisvacanz zwischen Johann Kropidlo und Arnold Stapel hat nicht sinligefunden, 3) Nach Johann von Posilge Ss. III 253. Das Folgende ist nicht verbürgt. 4) Er war Decan von Culmsee, Johann v. Posilge Ss. III 363. 5) Den Erzbischof von Gnesen hat Gr. absichtlich zugesetzt: und wart bestetiget von dem concilio, und wart gecronit in synir kirchin sagt Johann v. Posilge I, c. 6) Von 1417—1457, Schemat. S, 9, T) Nicht unter ikm, sondern unter seinem Vorgänger Arnold, 1401-1416, erfolgte die Schlacht bei Tannenberg,
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300 sangk, und er ist die worst auff und trinckt ein stoff bier aus und geht bald zeu dem altar und hebet seine erste messe an. Dornoch als die prister alle zeu tische quamen, do sprach einer von den pristern zoum neuen prister: werlich, junger herr, mich erbarmet euer, wen ir habet heut lange müsst fasten, weil ich dach wol weis, das ir ein heyshungerigk mensch seyt. Do sprach die libe mutter, wirdigen herren, bet ich nicht meym liben son heutte eine brotwurst gerost, ehe dan er zcu der messe ging, ir het yn sicherlich geteuscht. Von dissen worten die prister erschrocken und yn selber fragten, ab er vor der messen gessen hette, er sprach: ja, ich habe ein brotwurst gessen und ein stoff bier getruncken, sust het ich es nit kunt ausstehen. Dis quam vor den bischof Johannem, und er schickte yn gen Rom pro absolutione, nach welcher wart er ein familiaris eins cardinalen und erlangete ym archidiaconatum czu Culmenzee und quam ad possessionem. Do sprach der bischoff: got von hymmel, hot disser mit einer gegessenen brotwurst vor seiner messen erlanget zcu Rom archidiaconatum, hette er ein hun* gegessen, man het ym das gantze bisthumb gegeben yn unser kirchen. Und dissen nanten sy her Werner Brotwurst. Idach es war ein redlich man yn seinem handel vor die kirche zeu Colmensehe. Bartholomeus, disser wart nach langem vaciren der kirchen, warumb aber habe ich nit kunt wissen, eligirt vom capittel, sunder er quam nye yns bisthumb. Disser war decanus zcu Marienwerder') und war Deutsches ordens, so het der konigk von Polen Cazimirus mit namen itzunt sein bisthumb eyngekronet, das ist eingeschriben, wy ein gut seynes reiches. So hot die crone von Polen dys privilegium, das der koningk mit seym rothe ane erwelunge einen bisschoff mag ein- setzen, wen er will. So wart ym angetragen, wie einer von den? personen ® seiner finden erwelt wer zcu einem bischoffe auff Colmenzee, er sprach: salutem ex inimicis nostris, will er sein gebuer thun und unser cronen schweren, er mochte die kirche behalden. Dis wolt er nit thuen, wen *fo]. 118b.er sprach: die *Polen wurden mir es nit gelöben, das ich yn getrau were, solte ich auch meins ordens schaden vorhengen, kan ich nit voranthworten, und resignirte ius electionis. Der homeister aber b. Ludwich von Erlichausen wolt sein darumb kein gnade haben und must dennoch gleichwol hindennoch wie ein thumher den Polen schweren. 3) handt D. db) aın Rande A. 1) Bartholomäus, 1457—61 nachweisbar, war vorher Culmer Domherr. Schemat. S. 10,
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301 . Vincencius Kyelbassa ein Pole, und syntdem konyg Cazemirus von Polen Preussen het erkriget, so macht er dissen Vinoeneium zeu eym bisschoffe zcu Colmensee‘), und domit er ymands getraues hette, gab er ym auch zcu dissem das bisthumb zcu Pomezan, das ist Rysenborgk. Er regirte wy ein Pole mit vorterbnis seiner gatter. Er getrauete den Preussen nit und war yn auff die Polnische weisse scharff, und seine underthan brachen sich von ym, wy sie kunden, und worden also die gütter wuste. Und er starb auf der Lube und wart yn den thum Colmenzee begraben. Stephanus,?) disser war thumher zcu Colmenzee und pfarher zcum Elbyuge und war reich von gelde, darumb Hans und Nickel von Baysen ym das bisthumb ausboten, und der konigk Cazemirus lies yn eonfirmiren, dornoch muste er ym schweren als seinem herren. Disser war nit hoffertig, sunder wo ein kindelbier war, wo ein wirthschaft war, und yn bogerte, do quam her hyn und war gantz frölich und uam eine jungkfrau bey der hant und spranck er umb auff seinem hindkende beyne wie eyn freyer geselle, umb des willen vorclagte yn sein adel, und der konig vorbot es ym. Dornach sas er anff seinem schlosse ezur Läbe und besag den tag uber die frembde und selzcame muntze, die® er hette, den man sagte von ym, das er sich vorhin beflissen hette, das er aller lande muntze* hette. Dys thet er mehr auss dutheyt ® den anders worumb, wen er war seer ein alter man, und er starb und leyt zceum Colmenzee begraben. Nicolaus II, disser war Crapioius genant, thumher zour Frauen- burgk,?) welcher sehr durch vorbete des gubernators vom lande her Niclas von Baysen zcum bisthumb quam, so dach der konigk: Cazemi- rus ein andern dohin bestimmet hette, und er czogk gen Rom und wart geweihet, den er dovor war‘ gewesen minutarius, und quam widder and thet sein gebür dem konige von Polen und wart bischoff und er war vor und vor ein krancker man, itzunt het er febres quartanas, itzunt die podagra, darumb must er ein adiutorem nemen Johannem Konopat pfarher® zeu Marienburgk. Und disser Nicolaus, got weis aus &--a) fehlt D. b) theutheit D. c) am Rande A. d) pfarner AD. 1) Vincenz Kielbassa 1466—79 Bischof von Cubn. 2) Stephan von Neidenburg, 1479—95. Schemat S. 10. Grunaus Ba über ihn entziehen sich der Controle, 3) Nicolaus III Crapitz aus Thorn, Domherr von Ermland, Bischof von Cum 1495 — 1508. Schemat, S. 10.
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*fol. 119. 302 was andaoht, gab er den monchen Berndiner genant eine stelle vor der Lüben und halff yn do ein closter bauen vor iren orden,!) und Nicolaus starb. Johannes V Kannopat?) genant und war der obengenante adiu- tor Nicolai, und er erlangte von Allexandro dem koninge* presen- tationem°) und wart bisschoff. Disser manete sein pflugkgetreyde gar mit eym ernst und byn arme leutte, welcher ban so gar gemeyne wart, das sie es lacheten, und dem volcke nichst schwerer war, wen das ınan sie nit treuen wollde®, wen do wirthschafften waren, der- halben musten sie sich geburlich halten. Disser machte auch den neuen auffsatz nach dem reuterkrige 1520, das ein mensch ym muste 4 sc. sichel gelt geben, das ist so zcu vorstehn: es sollen zcu z0eiten in Preussen ein 6 tausent personen kommen aus der Masau und Polen in den aust, etliche schneiden das korn mit sicheln, etliche binden, und so vortan. Den schneidern gibt man das meiste gelt, darumb musten ym disse schneider geben 4 sc., und wart dovon im voleke gros ergerniss, und musten es dach geben. Dissen Johannen traff die Luterey, wen zcu irer zoeit war er bischoff, und wy man von ym sagte, wen er sich nicht vor dem konige gescheut hette, er wer so gut Lutlerisch gewesen, wie ander, und dis gezceugnis goben von ym sein bruder, kentzler und alles hofigesynde, die denne alle ketzer woren. Dy konigliche mandat richt er mit fleysse auss, got weis auss welchem grunde, und wen sich die stadt Thorne nit so erbarlich hette gehalden widder dy ketzerey, seinen halben wer es lange vorseumet gewesen. Den al sein ding war nar, das man monch und nonnen vorterbet, pfaffen, die under ym Lutterisch woren, hetten sy was, er legte yn konigliche mandat vor und nam gut gelt vor ire ketzereye. Es wart mit der zceit unter dem konige czwischen dem adel so gantz gemeyn, das sie alle Lutterisch waren. Zcum ersten wolten ym die pauern nit zeinsen, zeum andern wolten sie nit heuchler werden genant, das sie aber zeyus hetten und nit bespot worden, lutterten sye mitte. a) de späterer Zusatz A. 1) S. oben S. 287.3. 2) Johann IV Konopacki 1508-1530. Schemat. 10. 8) König Alexander von Polen starb schon 1506,
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303 8 2. Vom jomer, den her doctor Flickendeutzsch anrichte auff monche. ') Das iar 1524 wart von gemeinem voleke genant das monch jar,' dan was dy Lutteranen vormochten, theten sie den monchen. So waren die regenten yn den steten und wu sust eine obrigkeit war, so gotforchtsam, das sy es von hertzen lacheten, .und viel hetten auch so geregirt, das sie von yren gemeynden gedibt wurden. Darumb hetten sy alle mönch und pfaffen auf die fleischbanck geopfert, das man ir nunt vorgessen hette, abir got fügt es mit der zceit, das sie wurden angegriffen und bestunden ubel gar saat. In solchem gestaten quam einer yn dis bisthumb, und wie man sagt, ein vorlauffen Bern- diner, disser von wegen vieler sprochen, die er sich zeu wissen vor- mass, als Lateinisch, Schwebisch, Sexiseh, Polnisch, Judisch, Greekisch von dem gemeinen volck genant wart doctor *Flickendeutzsch,?) dan *fol. 119b. er mengete yn seinem predigen die sprochen durcheinander. Zou disser zceit hetten die Thorner erlangt, das sie solten die nidderlage haben von allem dem, das auff die Weyssel queme,°®) darumb baueten sie ein mechtigen speicher, wie man sagte von geistlichen güttern, wen sie hielten es dovor, sie worden mit dem speicher gut gelück haben.*) Die Thorner wusten aber nit, wie sy bey dy monche quemen und von yn gelt erlangten, so erbarmte sich disser Flicken- deutzsch von neyds wegen, so er zcu den mönchen hette, und gab vor, wie er einen geist ym daumen hette, durch welchen wolt er innen werden, ab die mönche zeu Thorn auch gelt heiten. Disse worte worden yn Thorn lautbar, und quam vor die groen mönche, die kein gelt nehmen, und wie denne ein gemein sprichwort ist yn Preussen: vorleugnet gut hört den herren, darumb nomen sy 400 mr. und trugen es auf das rathauss zcum bau zcu hülfe. Nu was man von dissen sagte, ist wol ab zcunemen. Dissen musten volgen die andern monche und musten auch 100 mr. geben. Weither das der groen monche gardian ein volkommen namen hette, so gingk her hin und a) auch D. 1) Die wenigen bekannten Nachrichten über den Eingang der Reformation in Thorn stehen bei Hartknoch, Kirchengeschichte S, 864, Zernecke, Thornische Chronik 114, Voigt, Gesch. Preuss, IX, 697 und Wernicke, Geschichte Thorns I 337. 2) Afiv ihm ist nach Wernicke I 314 der Danziger Prediger Böschenstein gemeint. 3) Das Thorner Stapelrecht wurde 1512 und 1518 vom polnischen. König, 1524 ton den preussischen Ständen bestätigt, eb. I 312, 313. 4) Gemeint ist der neue Asch- und Theerhof, zu dem die Kaufleute, Ilandwerker und auch die Geistlichkeit beisteuern musste. Wernicke I 313, 314.
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304 bat dem rot von Thorn, er wolt so wol thuen und dach zcu mn nehmen die clenodia der kirchen, was von golde und silber were, wen es were widder iren regel, sie solten ag czynnen kelche haben. Der rat nam sie es all an und bewartens und lissen yn 4 kelche umb ergernys willen, wen die paur hetten seer ubel darumb gethan, so man yn zceinnen kelch hette gelassen. Nach dissem musten auch dy ander monche zcu sanct Niclas ir armut auffs rothaus geben, so worden die monche ym groen closter unwillig, das sie dem gardian keine obedientz wolt halten, sunder wie man sagte, sy wolten yn ad seorificium füren. Dissem quam der gardyan vor und clagte es dem rothe, und sy schickten die yren hyneyn und liessen den monchen sagen, wer nicht armut wuste vor gut zcu nemen, der mochte gehen, wu er wüste zcu bleiben, und solcher worte vil, und geschag das 12 monche auf die stunde wegk gingen, den andern tagk 8, und disse apostatirten alle und worden des Lutters vorlauffer, bis sie dorfitiglich umb ir leben quemen. Es wart auch manch arm furman durch sie betrübt, aber von andren yn irem namen, und dys quam vom geiste im daumen auff dys mall. $ 3. Wy sich dy Thorner hiiten yn der czeit der Lutterey, und man fant, wo is mit yn’ begraben lagk. Rot und gemein von Thorn durch iren statschreiber zcum ersten *fol. 1203. auffnomen Lutterische worte und dornoch durch *iren pfarhern, den sie satzen ane wust ires koniges, her N. Soysel® genant!), weitber ausgebreittet, so viel es den babst, cardinal, bisschoff, monch und nonnen antrat, darnach durch einen groen monch?), was die pfaffen und thum- hern antrat, darnach durch ein schwartzen monch, was weib nehmen, feyren, fasten, beichten antrat, und Thorn wart sehr gut yn der Lutterey, das man Jhesus bilde am creutze an dy prange nagelte, Marien bilde im rynsteyn, der andern: heilgen [bilde] yın scheishausse fant, ünd do auch noch der menschen andacht vorfaulten. Weill dan Thorn Polnisch und Deutzsch ist, der Polen yo so vill al der Deutz- schen, s0® wolten die Polen nit an die Lutterey. Die Deutzschen ? vor und vor lutterten und die gantze fasten zcu gesellen fleisch frossen a) am Rande A. b) am Rande von anderer Hand: Joannes Seufe A. c) A heilgen ausgestr- d—4) fehlt D. 1) Jacob Sener oder Schweger, Pfarrer zu Thorn, nenn! ihn Wernicke I 338. 2) Ein Minorit Bartholomäus predigte an der Marienkirche in Thorn eb,
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305 quomen yn keine kirche, nur wo man Lutterisch predigte. Do war kein berichten nach beichten, sunder gantz frey, kein forcht und gehorsam zcu got und christlicher kirchen. Der christlichen kirchen predigern man vorbot und legte yr ampt, und aufnomen alle vor- lauffene pfaffen und goben yn burgerrecht, idach brachten sie weiber mitte, behilden sy die, man gestate es yn, aber do nit weiber zcu nehmen. Item sy nomen alle gnadebriffe und der mittegeteilten brüder- schaften uber etzlich hundert jar und leymeten sye an eynander und stalten sy wie ein fischgarn auff die gassen den bebstischen® zcu spotte. Item bey dem bire Deutzsche messen sungen, brot und kanne erhuben und der lesterung aus der massen vil. Und sage, das sie sich vil unvorschampter anlissen, wen wo es etwan an einer stat geschag, das ein Lutter prediger nit so sagte, wie sy yn des abents bey dem bier uberlesen hetten, tratten sie vor den predigstuell und richten yn nach der tabulatur auss und stunden do und sagten, was ya yns maull quam, und das ewangelium der schande wart gantz gemein. Der starost von Dybau und sein hauptman liessen sich hören, wen gleich alle welt schwige von den ketzerischen Thornern, so wolt er es dach koniglicher maiestät von Polen ansagen. Der rot nam es zcu hertzen, ym schein sy wolten straff anlegen, sunder die gemein war dowidder und brochten es so weyt, das der rot bey ym 24 burger stimmen musten lassen, und dis solten Deutsche sein und . nit Polen. Von dissen® hub sich ein gruntzen und grollen von den Polen auff die Deutzschen, dy Deutzschen die Polen diebeten, die Polen die Deutschen vorrettirten und ketzerten, und wart yn Thorn ein wilt wesen. Der rot die beysitzer doreyn furte, wy es der her bisschof wurde urteylen von der Luthereye, so wolden sy es halten. Man schickte aufs Althauss zeum Johanni Kannopat bischof zcu Culmenzee, und ertzelten yms alle, und war der beschloss, eine gutte stat von Thorn were* gut Luttersch. Bisschof Johannes Kan- *fol. 120b. nopat war zcum ersten sehr widder Lutherum, sunder itzunt kunt man nit spüren, wie er war, eyns ausgenommen, das er von der messen wenig hielt, sunder huren waren sein biblia und commentaria, dys gezceugten von ym seine heimlichsten diner. Er het ein kentzler ein ertzketzer und Lutteran, disser lies sich hören vor disser bot- schafft, wen sie gleich alle mönche und nonnen voriagt hetten, es het nit ein bunt darnach gekrehet. Der bischoff gab aber von im dissen bescheit, er wer der eren ungewonet von yn, das sy mit irer hader- sachen zcu ym quemen, drumb wie sie yn andern sachen ane yn gethan hetten, so muchten sy auch itzunt thuen. Die botschaft quam heym a) bebüischen A. b) fehlt D, 20
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*[01.121a 306 und sagten es an den yren, die nu Lutterisch waren, sprachen, der geist het den bisschof erlaucht, er het nu die warheit des ewangelü erkant, er kunde widder sie nit thuen, die aber nit Lutterisch waren, er wechst(!) die hende und wil uns dem konige uberantworten, und geschogen so vil rede und stunt so an. Die Deutzschen burger schri- gen, man soll ein 200 knechte aufnemen, die Polnischen bürger, man sol k. m. hauptman aufnemen. Dy Lutteraner funden rat auf die monche gantz zeuvorterben, und war also: dy Lutteraner beschriben, was yn die closter war gekommen, irer vorstorbenen halben, is war zeur stifftunge gottis dinste, aber testament, aber veterliches anfalles, aber den monchen gegeben wie geistlichen kindern, und summirten es und gingen zcu rotte und besatzten alle clenodia, die sie itzunt auf dem rothausse hetten und auch darneben das gantze closter, und weil den der rat am mehsten Luttranisch war, machten sy das spil gehen, und wolten es kein wort haben, wen ire meynunge war, man solt balde mit den monchen anheben. So hub man an und vorzcelte den monchen die sache, und sie namen 3 tage frist zeu bedencken. Im vierden tag goben die groen monche briffe und sigell der vorzceyhung irer clenodyen der stat zcum besten, man wolde sy weither beschützen, und man nam es an, und danckten nye dovor. Die schwartzen monche quomen vor, und man vorzcelte yn der groen monche gut- willigkeit, das sie yn frey ire clenodia der stat zu gutte resigniret, darumb möchten sy yn auch eine gutwillige gemeine machen almos zcu geben, wolten sie yn nach volgen, das mochten sie thun, sie beten sy nit darumb. Auch wolten sy sy nit dringen. Die schwartzen monche sprochen, sie kunden es nit thun, idoch geben sy es konig- licher maiestat zeu erkennen. So fur hervor ein rather, doctor Kalbfleisch genant, so meynt ir monche euer clenodia mit dorsch und treuge fische zcu vorzceren, neyn,* wir haben sy und sein des sinnes sy mit wiltpret und kelbernbroten auf dem rothausse zeu vor- | prassen. Die mouche sprachen, her doctor, kalbfleisch und wiltpret bezcalt von? eurem gelde® und nit von deme, das yn gottis ere ge- zceuget ist. Noch vielen worten wart die rede geendet, und man vorlys die Luttraner, und clagten und begerten recht uber monche. von allem heuchlen, einbrengen und der schmochrede vil und vil. . Die mönche sprachen alle, lieben hern, man findet in keinem rechte disse manung und bezcalung determenirt, darumb beruff wir uns au k. m. von Polen, was der setzen wirt, sal uns wol und wehe thuen. und wart yn gegont zeu der czeit. Die mönche erlangten ein mandat. man solt sie nymme manen bey vorlost des halses, aber das ire zcu a—a) fehit D.
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307 besitzen umb vorgenumpter sache willen, und dem rote ernstlich ge- botte, das sie den mönchen widergeben ire elenodia. Auff die briffe sprachen die Thor narren also: unserm konige ist eine muhe yns hertze gestigen, von wegen das ym seins brudern son konig Ludwich von Ungern vom Turcken erschlagen ist‘), und darumb weis er nit, was er schreibet, und der lappenteydingen vill. Idoch solten sy auss brüder- licher liebe unangefochten bleiben, bis sy den hern konyngk wurden underweysen. Der koningk wuste allen vorhandelten frevel der Törner und sag yn mit gedult an, dan er het ja zcu vill mitt den Turcken und Tattern zcu thuen und must dys so lassenn ruhenn. 1) In der Schlacht bei Mohaca, am 29. Aug. 1.526.
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*fol. 121b. *Von dem andern bisthumb yn Preussen. Capitel I. Das ander bisthumb yn Preussen ist in Lateyn genant Pome- zania, abir in gemeiner rede das bisthumb von Risenborgk, wen in der stellen, do etwan haben rysen gewont, das seint menner 5 elen hogk,‘) ist nu stat und schlos, auf welchem sein geses hot der bischoff disses bisthumbs. Sein thumb ist zeu Marienwerder yn der stat etwan Quedzina genant und ist fundirt und dotirt von Innocencio 1V durch seinen legaten yn der ere Marie und des heiligen Jobannis des ewangelisten und aposteln, und ym wart zcugeteilt vonn lantgüttern das dritte teil seines sprengels, das ist, wen sein sprengel nur 3 dorffer hett, so solte er das dritte haben. In dissem ist ag ein monche closter yn der stat Salefelt genant, und seint die Berndiner. Das closter stiffte und bauete b. Erasmus Gebesatel marschalck und b. Johan von Tieffen homeister, sunder das celoster wart vorwüstet in der Luteranischen ketzerey durch den hertzogk von Preussen Albertum und durch den nambischoff Erhardum von Risenborg 1524, und sy nomen, was do war?) Carmelitarum: Johannes IV bischoff zcu Risenborgk wolt ym auch ein gedechtnis machen und er gab die kirche unter dem schlosse den Carmeliten von Dantzka,?) sy solten do ein closter bauen, sunder es wolte nyndert den rechten wegk. darumb gab yn bischoff Johannes urlaub, und sy zcogen wegk. Sie hetten ehe drei vorbrast, den eins gebaut. Also aber nu Job von Tobeneck bischoff wart und sag, wie dominus Lucas bischoff von Heilsbergk die Antoniter het auffgenommen, nam er ym die Spiriter 1) S. oben S. 244. Tr. VIII Cap, X 8 2, 2) Vgl. Toeppen, Geogr. S. 240, 8) Ueber die Karmeliter in Danzig a, Voigt, Gesch, Preussens VI 761. Toeppe, Geographie S. 243.
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309 - zcu trotze auff.') Spiriter seyn die, die sich nennen die heiligen geist- bruder, und sein questuarien und furen grossen ablas umben, und sprechen, sy mussen das hospital auffhalten zcu Rom, hospitale Sancti Spiritus genant in Saxia, was sie aber aufhielten, los ich itzunt faren, den es beweist sich wol yn der czeit der ketzerey *, und ein itzlicher nam ein weib zcur ehe und apostatirten und lernten dem volck die ketzerey. Was sy hetten, das nam der bischoff des namens Erhardus und Iys sie buben sein, und also dys vorging. Synt der cezeit das diesse questuarii in Preussen quomen, nomen alle monche, prister, kirchen seer abe, wen sie quomen mit irem so grossen ablas herfur, das alle werlt meinete, wer ire bruderschaft nit hette, der kunde nit seligk werden,?) und* dy bischoff goben es zcu, dan sie gaben ein iar *fol. 122a. langk 10 mr. vor ire admissio. Darumb musten sie dem homeister 60 mr. geben, das sie sein lant mochten stangnieren, also nanten es lose leutte. Bischoff Job erete sye weither und beful yn die pfarre- kirche und das spital yn Risenborgk, und sie vormossen sich alle fund- linge und hingeworffen kinder zcu erneren. Darumb einer ires ordens preceptor Jacobellus genant von der Steyne aus der Schlesia war 3iar lang ir prediger, dy kleine pfennige und schillinge gab er yn, groschen und gulden behilt er ym und quam also aus dem lande. Sie schickten umb alle iar zcu manen das quattemper gelt ein mal im jare, die do waren yn irer brüderschaft, die musten sich mit eym groschen lösen, und wer es nicht thet, dem sagten sie auff alle brüder- schaft und widderrufften allen ablas.. Von dissem geschogen vil wort. In dissem quomen sy ken Dantzka?) und vorboten allen predigern zcu predigen, so waren dy schwartzenn monche do und predigten und goben dem volcke zcu vorstehen, wem man mit rechte mit der predigt solle cediren. Umb dis willen eitirte Jacobellus die mönche und foderte von yn 15 tausent ducaten vor den schaden. Dis nam > zen hertzen der rat und goben dem Jacobello urlob, und er und dy seinen solten nymme kommen gen Dantzka, und so czogk er mit eren a) keterel AD. b) man D. 1) Der praeceptor hospitalis ordinis S. Spiritus in dioc. Pomezaniens. “nsistentis et paucis effluxis annis ibidem erecti wird 1513 in einer Beschwerde der Danziger erwähnt. Hirsch, Geschichte der Oberpfarrkirche S. Marien zu Danzig I. Beilage IX (35). . 2) Gerade damit erregten sie auch in Danzig Aergerniss, Hirsch I. c, 3) Ueber das Treiben der Heiligengeistbrüder beschwerte sich der Danziger Rath bei dem König von Polen im Jahre 1513, 25. Apr. s. Hirsch, Geschichte der Ober- Pfarrkirche von S, Marien in Danzig I, Beilage IX.
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310 aus Prenssen, dan er gab vor, er wolt die schwartzen mönehe gen Rom laden, wen sy solten dys bestalt haben. Er czogk aber gen der Steyne und vorgas Rom auch laden. Als er nu do war, lies er die Preusnischen groschen vormuntzen und leig dem adel auss gelt auf wucher und zeyns yn dy 1700 mr., und wen er truncken war, so war nymant, der die Preussen me vorretirte, bübete, dybete, ezelte, als er. Die ander bruder aber zcu Risenborgk törsten nye umb schande willen seyne doybe sagen, und do begunt es auch ein wenigk kalt zen werden mit den stacionarien. Capitel DI. Vom dem leben und ende der helligen frauen und cleusneryn Dorothee.') ha dere In der thumkirchen disses bisthumes zeu Marienwerder In kleinen chor leit begraben ein selige cleusneryn Dorothea genant. Von disser ist zcu wissen, wie im jar Christi des hern 13462) im grossen werder in einem dorffe mit nauen Grosse Montau genant wonete ein gebauersman mit namen Wilm Schwartz°) und seine fraue mit namen Agata. Disse eeleutte woren eins gutten gerüchtes bey iren nogwern, welchs den nit eine kleine gnade von gote ist. Disse eheleutte hetten mit gote und eeren vil kinder, welche alle nach irem vormogen zcu *fol. 122b. der ere gottis gezcogen, wie sich dan* geburt.*) So hetten sy eine tachter mit namen Dorothea, von der ich itzunt reden wil, und mit disser war got sunderlich von der czeit der vornunft.°) Sie war stilles geberde und ire gedancken dahin gerichtet, das man sie lerete die heiligen ewangelien, die sy yn der prediget gehort, vill mol und stets bedachte. Nymande wolt sie antwort geben, auch mit niemande reden, 1) Schon 1492 erschien zu Marienburg das „leben der zeligen frawen Doru- thev“ im Druck, verfasst von Johannes Marienwerder, dem Zeitgenossen der lleilige; s, Toeppen Ss. II 187. Trotz einiger Abweichungen, die sich Grunuu nach seiner Art erlaubte, war dieses wahrscheinlich seine Quelle für dieses Capitel. 2) Das Datum ihrer Geburt, welches die (uellen micht ausdrücklich umgeben, konnte Grunau aus ihrem Todesjahr 1394 (Johann v. Posilge, Ss. III 195) wd ihrer Altersangabe, Lebensbeschreibung II I, Ss. II 231, entnehmen, hat sich dabei aber um ein Jahr verrechnet, 3) Der Name ist nur in dem Canonisationsprocess überliefert, Ss, II 202. . 1. 4) Ss. 11 208. 5) ym sibenden jore l. c.
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all dan mit vater und mutter. Man sag sy selten essen und doch gleich- wol die erste und letzste auch geschickste war in aller pauerarbeit. Nymmer legte sy sich, sy hett den vor beweinet das leiden Jhesu.!) Alle freude der welt legte sie abe, und wen sie merckte, das man sy wol zcum tantze holen, stys sie iren fuss, das er blut und stis sich ® unter augen, das sie blutte, und bleib so doheim.?} Vater und mutter lissens allens gescheen und sogen es mit ir an. Es quam ein schu- knecht von Dantzka gen Montau mit namen Olbrecht genant®) und disser erlangete sie nach vielen freyen zcum ehelichen weibe, mit welchem hette sie 9 kinder 5 sone und 4 tochter,*) und gleich wie ir andacht war gewesen im jungkfrauen stande, also war sy auch ym ehe- lichen stande. Ir man, wen er nuchter war, war er wie ein engel, und es gefiel im wol, wen er aber einen trunck hette, legte er yr an allen jamer und vordachte sie mechtig,’) wen sie pflag offte zcu beichten und stetes in der capellen Marie am tamme zcu Dantzka yn der stat, die itzunt die schouste und groste kirche ym lande ist. Wen es quam, das die jungen kinder am morgen schrihen, und dy mutter yn der kirchen war,®) must man sy heyme holen, so war do muhe und arbeit mit fiuchen und schelden. Er warff yr alle leisten im hausse nachm koppe.”) So fügte es got, das die kinder alle sturben, inwendigk 12 wochen ym gemeynen sterben.®) Nach dissem warens man und weib eyns und vorkauften, was sy hetten, und gingen mit den ander gen Ach, gein Eynsidel,®) gen sant Jacob, gen Marsilia zcu der heiligen frauen Marien Magdalenen‘'°) und guomen gen Rom. Do starb ir man und leyt auff dem gottis acker!') und sy war des synnes und wolt sich do lassen vormauren. Sunder a) sie D. 1) Nach Buch I Cap. 3—II, uber sehr verkürzt, Ss. II 203-8. 2) Buch I Cup. 12. Ss. 11 208. 3) Einen witzegin hantwerksmann nennt ihn I 2/, Ss. 11 219 die Lebens- beschreibung ; er hiess Adalbert (1 22) und war Schwertfeger (Ss. II 219. n. 2, nach dem Process). 4) 723, Ss. 1/1 220 nun kinder, die Vertheilung beruht allein auf Grunau. 5) Ir owirt was eyn gochezornig man 7 28, $. 226, deeraus hat Grunau die obige Schilderung gemacht. 6) Sy ging gar vru zeur pfarrekirchen zcu Gdantzk / c. 30, 8. 227. 228. T) Ausschnückung von I 28, S. 226. 8) Bis auf eine Tochter, 1 31, S. 228. Die Pest ist Grunuu’s Zusatz. 9) Ic. 31, S. 228. 10) Beide Wullfahrten sind Grunau’s Erfindung, vgl. Ss. II 228. Anm. 2. 11) Nach Rom zuy Dorothea «llein, ihr Gutte starb in dieser Ze. II c. 24, S. 266, -
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*fol. 123a. 312 got lies ir sagen, sie solte widder yn Preussen kommen aber zeihen, und sy quam gen Dantzka und mitte yr eine kamer und war stettes yn der capellen Marie.‘) Zcu wissen, das die zceit ein capelle war yn eym gesümpe zcwisschen der stat und dem schlosse yn der ere Marie, und dahin geschogen grosse gelobniss. Daher* quam es, das sie itzunt die schonste kirche ist in 5 konigreichen mit zeigel gebaut und volbrocht. In welcher wart ir vorkundiget das sie solle gein Marienwerder gehen?) und bitten den hern bischoff Johannem» IIP umb eine clansa, und disser wurde es thun, was sie begeren wurde, und geschag, das ir der bischoff eine clause an der kirchen machen lies und speysete sie all ire tage, die weile sy ynm der clause wonete und yre andacht ubete.°) Und geschag, das yn Preussen zcwene* brüder Deutsches ordens, einer auf Marienborgk hauskomptor, der ander auff Papau pfleger, disser trug eiu pantzer vor ein hemde, als er den orden an nam von dem tage an, bis yn die stunde seines todes, und also wol 2 hette vorfaulet auff seym leibe.*) Der hauscomptor von Marienborgk brochte dissen pfleger von neydes wegen vorm capittel umb gutt und ere, und geschag, das sich der hauscomptur erkante und bat dissen pfleger umb das leiden Jhesu, er solt es ym vorgeben. Ja, sprach der pfleger, es sol vorgeben sein. Im andern tage quam der pfleger zcu disser seligen frauen und fragte sy, was mit der czeit von yn wurde werden, wen sy mechtigk in geltick, reichthumb, yn uberwindungen zcunehmen, und der fragen vil. Sie sprach: gelibter bruder in Christo dem hern, gestern habt ir euerm feinde erlossen seine missethat widder euch, mit welchem ir mehe vor- dint hat, dan mit allen pantzern, die ir auff eurem leibe vorfaulet habt. Darumb moget ir wissen, wie euer orden ist auffm eym hogen berge des gluckes, und gleich wie man mit grosser arbeit auff' den bergk kompt und widder seinen willen mus vom berge eylen, also eylende wirt euer glück und herligkeit untergehen, und die itzunt euer knechte sein, werden euer herren werden, wen hoffart wirt euch vor- blenden, darumb wert ir aus eym vorterbnis kommen yns ander, und solcher worte vill. Dis quam aus, und die bruder Deutsches ordens hielten nichst mehr von ir und vil wort hetten auff den bisschoff, das er die vorhilde, die eine schenderin were yres ordens.®) a) das her A, b) am Rande A. 1) Das scheint ein Zusate Grunau's. 2) II 26. 27, S. 268 3) 1I 28, 8. 271. 4) Das Motiv hierzu lieferte Dusburg IIl c. 146. Ss. I 122, der eine ähnlich Casteiung von Bruder Engelko von Christburg in der Zeit des zweiten Aufstandes erzählı. 5) Diese Erzählung verräth durch ihre Tendenz Grunau's Fiction.
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313 Hieraus quam sye in vorfolgung und leit es mit gedult. So bat sy iren beichtvater doctorem Johannem thumbher zcu dem Marien- werder umb die heiligen sacrament'), wen die stunde ires todes ir ge- offenbaret war?), und er wolt irs nit geben. Do sprach sie, so’ wert ir mir sie auch nymme geben, und geschag, wie in der nacht umb 12 horen ein himmelischer schein und himmelische sussigkeit ym gesange gesehen und gehort ist worden, und werte 2 stunden, mit dem wart sie von den heiligen engeln yn das ewige leben gefurt. Die weile sie * starb und zcu gote auflur, lautten sich alle glocken ane menschliche hulffe, zcum! zceichen irer heiligkeit.?) Der bischoff von Risenburgk quam und begrub sie erlich,*) und geschogen mechtige wunderzceichen bey betrübten leutten, ir grab wart von menschen aus vil landen besucht. Die brüder Deutzsches hausses ag nichst von ir hielden, wen sie meyneten, sie het auf sie erticht ding gesagt, angesehen ire gewalt, reichthumb, beystant, und geschigkligkeit der personen im orden. Capitel II. $ 1. Von den namen der herren bischoffen, die do gebrauchten irer privilegia. Ernestus, disser war ein monch und doctor predicatorum sancti Dominici, von Turga der geburt. Disser war commissarius mit der creutzfart auf die Preussen czu predigen,®) darumb Wilhelmus der legat wit vorwillung des* bobstes providirte yn mit der kirchen sancti*fol. 123b. Johannis ewangeliste. Er bauete Quedsyna und nante es Marienwerder, und man ym und seinen capitularibus die gutter im lande gab, die ym gebüreten, von welchen sie in communi lebeten. Er machte statuta vor den geistlichen stant im bisthumb, die man nach heuttiges tages helt. Ernestus wart seer ein alt man und regirte 25 iar sein lant mit lobe und starb, leyt zcum Marienwerder begraben.®) a) s. fehlt D. I) III e. 41, S. 326. 2) III c. 42, S. 327. 3) Diese Wunder finden sich in der Lebensbeschreibung nicht. 4) III c. 43, S. 329. 5) Von Ernst von Pomesanien ist nur bekannt, dass er Predigermönch war. 6) Ernst starb wahrscheinlich 1259 und scheint sein Grab in Culm gefunden zu haben. Ss. V 391.
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314 Albertus war von grossem adel, als marggrafen Hans von Brandenburgk schwester son, und war ein doctor und quam mit dem volcke yn Preussen zeu streitten widder die ungehorsam und wart erwelt von seym capitel und bestat vom ertzbischoff von Gnysen, und er war auf dem Zcantir yn der grossen vorfolgung der Preussen auf die brüder Deutschs ordens yn gastweyse und wart do krangk und lis sich zcum Marienwerder füren und starb auf dem wege und leit bey Ernesto in eym grabe yn dem thume.') Hoynricus, disser war der geburt vom Sunde ein docter?) und war mit vielem volcke gekommen yn Preussen, sie zeu vormanen widder die unglaubigen und abgefallene. In erwelten 5 thumhern, den ag so vil waren zcum Marienwerder, und er kunt yn 2 jaren ny zeur weyhunge kommen. Zcum letzten weyhete yn Wernerus der bischoff zcu Colmensee durch erlaubnis des ertzbischoffs von Gnysen czu Col- mensee ubir Pomezan. Und er wart auch gefangen von den Preussen auff Preypeinen ®, sunder got half ym gnediglich ®, und starb ubirlangst und leit zcu Marienwerder.°) Christannus, war ein doctor und thumher zeu Marienwerder und war des ordens syndicus, und man begunde itzunt den bischof zcu ınolestiren yn seinen guttern. Die capitulares teilten mit dissem die dorffer, wen etliche von den thumhern hilten ces mit dem homeister, und wart Rome consecrirt und quam heym und furte gar ein an- dechtiges leben und starb nach langer krangkeit und zcu Marienwerder ist begraben.*) Luttolphus, dissen findet man auch Lutto genant, und er war edel, einer von Baldisheim und war ein beret man und gelart. Dissen sein bruder bruder Pantzratz von Baldisheym marschalck kem homeister promovirte, und der homeister trug es ans capittel, und der meiste hauffe elegirte yn. So wolt ers aber nit annemen, idach wart es mit der vzeit gehandelt, das sy alle elegirten, und wart yn seiner kirchen geweyt. Im tag seiner ersten messen hielt er einen synodum und fant a) Priepeinen D. db) sunderlich D. 1) Yon ulle dem ist kein Wort beglaubigt. 2) Jleinrich war wirklich decretorum doctor. 3) Von allen diesen Nachrichten ist nichts nachweisbar. Grunau kannte affenbar nur die Namen der Bischöfe, wahrscheinlich nuch ihren Monumenten in der Domkirche von Murienwerder, vgl. Ss. V 388. 5. Da Strehlke im 5. Bande der Ss. rer, P’rus. die Chronologie der Bischöfe von Pomesunien eingehend erärtert hat, so genügt es hier mur kurz auf die UnAulibarkeit der Nuchrichten Grunaw's hinzuweisen. 4) Auch diese Angaben sind nicht nachzuweisen,
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315 yn seym histhumb 550 pfarher mit 175 vicarien, caplanen, wie denne die ammacht der prister genant sein. Zeu seiner 'zceit erlangte der homeister mit seinem willen das privilegium, das die prelaten der kirchen solten seins ordens sein ane schaden der gutter und der electio. Und er vorging im sterben und leit zcu Marienwerder begraben.') Rudolphus war thumher und lantprobst zcum Schomberge, *der geburt vom Elbynge. Disser wart eintrechtiglich erwelt, wiewol fol. 124a. der homeister vor einen andern bat, so wolten aber die capitulares nit und schickten yn ezum babste, und er weyhete yn zcu eym bischoffe ubir Pomezan und cassirte privilegium yn der sachen dem orden yn Preussen geben. So balt dis der homeister erfur, er rette mit vielen, sie wolten dis bisthumb widder disen Rudolphum aufnemen. So wolt es aber niemant angehen, ausgenommen der korneschreiber zcu Thorne mit namen Fabianus, do auch ein statkint und seer ein vorlosner mensch. Dissen lies der homeister umbfuren und gab ym possessionem und schickte yn mit gelde gen Rom, und solt widder Rudolphum rechten. So quam er in Oesterreich gen stad Wyn? und wart bekant mit seiner liben frau wirtyn, und gingen yn liebe mit einander schlaffen. Der man quam heym und ersticht hurc und buben miteinander. Es wart in Preussen interdict gehalten umb Rudolphum, sint dem der homeister yn nit wol yns lant lossen. Idach vorgont es der homeister mit der ezeit, und Rudolphus der bischof regirte mit vielem betrübniss, wen ym geschag mechtig schaden, und starb, leit zcu Marienwerder ym thumb begraben. ?) Bartoldus, war techent zeu Marienwerder und wart von allen elegirt, widder den willen des homeisters, umb des willen het er kein gutten tag. Er rette Rudolpho dem bischoff oft ein gut hertze ein, do yns aber geburte, war niemant so vorzcagt als her. Disser sag, wie man ym seine kirche mit untrau meynte, machte er sich heymlich weg, sunder man greiff yn in Polen und furt yn auff das Aldehauss und starb do im elende und wie vil sagten von eym trunck mette, und leit zeum Colme? begraben, wu hab ich nit gefunden.°) Arnoldus muste bischof sein, wen er war des homeisters beichtvater, und die capitulares elegirten yn auch, und wart confirmirt, a) Codd. Schadwyn (?) db) Colmesce D. 1) Ebenfulls alles erfunden. 2) Den Bischof Fabian hut Grunau vollständig erfunden, 3) Auch dies ist alles Fiction.
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*fol. 124b. 316 wen das scrutinium wart yns hochmeisters cantzley geschriben. Disser elitte 6 thumhern, dy do waren Deutzsches ordens, umb des willen war ym der homeister gönstig. Dy ander compthores, pfleger, wie sie denne woren, ym nach alder gewonheit schaden theten, und er yn widder. So sy es dem homeister celagten, sprach er, reib dich an. die pfaffen nit, wen sie tragen das schwert ym munde. Als er seine gutter hette gefreyet, schlug yn der schlag und starb und leit zcu Marienwerder. Disser Arnoldus brocht es zcum synne, das die kirchen auff der Nerynge, als Bonsagk, Schonbom, Nicliswalt, Cobelgrube, Pribernaw, Calenbergk, Schoyte seinem bisthumb wurden eingeleibt, die vor ein teil yn Polen und auff die Frauenburgk horeten.') Nicolaus I, dissen erwelte das capitel nach willen des ho- meisters, wen czu seiner zceit ging gewalt uber recht, und der bomeister mit seinen brüdern wolten, das sie weren stifter der bisthumer, und da- widder sprachen dy capitulares neyn. So sprach der homeister, sint dem das ir pfaffen meinen orden nit fur einen collatorem erkennet, so solt ir auch nit defensorem haben, es geschee wie manch gut gesell begert. Aus dissen worten erwuchsen heimlich strauchroeber* der kirchen, und war dem homeister und seinen brudern alles wol gethan. In solcher anfechtunge starb er auff Risenburgk und leyt zcu Marien- werder begraben. ?) Johannes I, dis ist der Johannes, der do vil historien der Preussen hat beschriben und der Deutzschen brüder und war officialis zcu Risenborgk.®) Man gab ym schult, wie er dem homeister gelobet hette, wurd er ym helffen zcum bisthumb, er wold thun, was ym lieb were. Als nu die capitulares sich beritten einen bischoff zcu elegiren, so quam der hauscompthor von Marienborg zeu yn und sprach: mein gnedigester her der homeister wil dissen Johannem den officialen und keinen andern. Do sprachen die thumhern: synt dem mol er wil, so sey er bischoff, und auff solche worte wart er gebenedieret yn seiner kirchen zcu Marienwerder. 1) Darüber ist nichts bekannt 2) Dass Nicolaus zu Riesenburg gestorben sei, sagt Johann von Posülge Ss. III 104 nicht, s 3) Grunau identificirt Jälschlich den Bischof Johann Mönch mit dem Geschichts- schreiber Johann von Posilge, Official von Riesenburg,
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317 8 2. Wie die kirche von Pomezan Ist yn den Deutzschen orden komen und eingefurt. Bruder Conrat von Jungingen homeister langete dissen Johannem an, daser thetnoch seinem gelobnis und zcum ersten nach laut der vor- willigung an sich neme den orden. Der bischoff quam mit den seinen yns capittel und 34 thumhern und gab yn vor, wie der orden gantz Preussen hetten, und umb unwillen weren ire güter yn grunt vorterbet, das sy aber ein stücke brot behilten, were es sein rot, sie nemen das kreutze an sich und den weissen mantel, und solcher worte vil furte er mit bedreuunge der gewalt des hoemeisters mit den seynen, es stunde darauff, es wer yn lieb ader leit, sie musten es thuen. So woren do von alters 6 thumbhern Deutzschs ordens, disse woren nit vocales, so woren do? 15 thumhern, die nomen an sich diese vorwilligunge, mochten sie mit den güttern irer kirchen bleiben bey irer gerechtigkeit, sie wolten den mantel, mit dem kreutze an sich nemen: die andern 13 thumhern appellirten. Im kortzen quam der hoemeister selber und vorschreib sich® höchlich gen ya und clytte die 15 und 5 von den 13, die andern musien von stunden an permutiren.!) Is wart vom bobst confirmirt, der bischoff nam aber 2 monden auff bedocht, und als er nu im grunen dornstage das creutze an sich solt nemen, so fynt man yn tot yn der mitwoch do vor, und man furt yn und begrub zu Marien- werder ‘.?) Capitel IV. 8 1. Von den hern bischoffen, die den Deutzschen orden hielten. Johannes II, dissen musten die capitulares eligiren, und che dan er elegirt wart, clit yn der homeister yn seinen orden, und wart so bischoff. Disser wart so reich, das er nit ein eigen? haus hette, wen er lebete im Tannenbergischen streitte, und die Pollen alles einnomen. Nach irem abezeihen teilte der homeister bruder Heinrich Reus herr von Plau mit seiner kirchen und hilt ym die vorschreibung des ordens, das ers vill mol beweynte. Disser Johannes starb zcu Marienborgk?) und a) do fehlt D. b) sie D. c) D fügt amen hinzu. d) kein, elgen überg. D. 1) Dus pomesanische Domcapitel gehörte seit seiner Gründung 128.5 dem deutschen Orden an. 2) Den Todestag hat Grunau hinzugesetzt. 3) Er starb in Marienwerder, Ss. V 401.
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318 *fol. 1255. wart* zeum Marienwerder begraben, und woren 4 chorales und 2 cap- pelan ag im gantzen® thumb. Es ging seer ungleich zeu, der homeister hette seine gütter ione, wen er rüste sich zcum krige auf die Polen. 8 2. Von eym gutten beichtvater. Zeu der zeit disses bisschofs war ein leichtfertiger prister yn seinem bisthumb ein altarista yn einer stat, disser pflag dem pfarhern helffen beicht zcu hören. Es geschag, das junge gesellen in einer col- lacien sassen und waren seer unbescheiden mit worten. Do sprach die wirtynne: vorwar ir wert® uber die worte grosse busse müssen entphaen. Do sprach einer under yn, dovor sey mein beichtvater her Andres® Lo- rentz, so hies der prister, der keine busse gibt. Sie huben an und sagten, wie er stetes ein gut werck von seinem sone, der im“ beichte gethan, kegen einer sunde rechente und so abequeitte. Under yn war ein jungelingk seer vornemisch und disser sprach: es gilt umb eine tonne bir, ich wil eine busse von ym erlangen, und schlugen ein wette an bey trau und eren die warheyt zcu sagen und zcu halten. Disser jungling ging zcu der beichte und erdachte ym grausame sunden und der vill. So sprach der prister: hostu auch gefastet aber gebetet ader sust was guts gethan, der jungling sprach alles neyn, do sprach der prister: ich hab dich ja nu im salve regina gesehen, der jungling be- kante es. Auff das sprach der prister: mit dem salve regina lesch ich abe alle deine sunde, gehe hyn und sundige nymme. Dem jungeling ge- rau, das® er solde die tonne bir vorlisen, er sprach mit lügne: wirdiger ber, ich hab nach eite sunde auf mich und befare‘ mich, ir werdet zcor- nigk, so ich sy beichtete. Nein, sprach der prister, sage nunt aus, der jungeling sprach: als ir nu nit dohoyme wart, hab ich armer sunder mit euer kochyn eine fart fleischlich gesundiget. Der prister antwortet ym: so hab ich nu yn der fastnacht eine nacht bei deiner mutter ge- legen und hab mit ir all mein lust gehabt, queyt ab, und stund auf nnd ging wegk. Der jungelingk quam zcu seiner geselschaft und war traurig und sprach: liben gesellen, ich hab vorloren, do leit dovor das gelt, dem pfaffen hab ich vorgelogen, sunder ich forchte, er hat mir die warheit gesagt, und ging hin und die mutter mit schweren schlegen a) Aam Rande. b) überg. D. c) A. fehlt D. d) daramb D. e) A am Rande, fehlt D. ) befürchte D,
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319 darumb fragte, und sie sagte, es were war. Im andern tage starb die mutter von den schlegen und schreigk* zceter nber iren son, man legte den junglingk auf ein rat, den priester lies man verhungern. 83. Gerardus, dissen nam der homeister von Konsbergk auff Ma- rienwerder, als er des Deutzschen ordens war, und er muste bischoff sein und wart gekronet zceu Colmensee durch befel des bobestes umb armuts willen.*) Disser machte 5 thumhern und clitte sie, und lebeten mit eynander zu undultiger armut, wen der homeister gebrauchte nach der gütter. Er starb und leit zeu Marienwerder. Johannes III war tbumher zeu Konigsbergk und des homeisters ordens und sein grosser freunt. Dissen schickte der homeister gen Rom und presentirte yn als ein patron und stiffter seiner kirchen, und er quam heym und lies sein lant in 4 jaren mit fleisse widderbauen und 4 jar lang keinen zeins von seinen pauern nam. Als es nu wol besatzt war, grantzte mit ym der* pfleger von Bratchen und zeogk im 400 *fol. 125b. hnben abe, der gleichen auch der compthor von Osterode. Johannes quam zcum homeister bruder Michel Kuchemeister?) und clagte es ym; wie die und dy seiner kirchen nehmen. Darauf sprach der homeister: ich sehe wol, wer ein gutten freunt wil vorlisen, der geb ym ag ein prelatur, sag an, wie vil schwerter hot deine kirche ausgezeogen umb deiner gütter willen deiner kirchen. Der bischof sprach: gnediger herr, es haben gethan fromme fursten yn der creutzfart umb irent willen und nit unser orden, wie ir verineiut zen sagen. Der homeister: woraus hastu das gelernet, er sprach: aus briffen und eronicken ist mirs kunt worden. Der homeister sprach: dominus vobiscum, gehe hin und kom nit widder, ich schreib dir denne; deine briffe, cronicken saltu wol ver- gessen. Und er czog auff Risenborgk und starb do yn harmen und muhe und leit zcu Marienwerder begraben ym thume. Caspar, dissen musten die thumbhern aus befelh des homeisters eligiren, und wart auch geweyhet und war seer ein alt man und bauete sein lant mit fleisse, wen der homeister bruder Paulus von Rusdorff a) schick D. 1) Alles Fiction Grunau’s, 2) Johann III wurde 1428 Bischof, Michael Küchmeister legte 1492 sein Amt nieder,
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*fol. 126a. 320 war ym verwant, idach die ketzer aus Behmen, als sie yn Preussen wunderten, theten sy dissem nit einen kleinen schaden.t) Sunderlich gab man? yn schult, sy hetten das Langewalische werder ausgestachen und das wasser Weyssel und Noyt die schönsten dorfler ertrenckten, wie man denne nach heutte mag sehen die schönen gemaurten kirchen, wen die vorgenanten dorffer ligen yn ebenem lande czwisschen hochen temmen, czwisschen welchen gehen die starken wasser Weyssel und Noget. Diss werder wolte widder bauen bischoff Job von Thobenegk und gewan auch das wasser, das es nicht liff uber den aussbruch des tammes. So waren do schalkhaftige pauer, die lange zceit darauff het- ten mussen scharwercken adder arbeyten, die stochen es widder auss und ist nach heutte wuste 1521. Caspar der bischof starb ein vorlebt man und leit zcu Marienwerder begraben im thumbe. Nicolaus II, disser war Deutsches ordens thumher zeu Kons- bergk®), und der homeister b. Ludwich von Erlichausen ym das bis- thumb czu Pomezan gab, sunder er quam nye yn seyne kirche, zcum teil das er stet krangk war, so wolt er auch nit eingestossen sein. Dis vorezogk sich bis und also lang der krigk angingk mit den Preussen und dem orden, und starb und leyt zcu Konsbergk und wart auch nye geweyet.) Und dys bisthumb stunt wuste yns sibende jar und der koningk von Polen nam es eyn. Vincencius Kyelbaza ein Pole und war gesatzt vom konige Ca- zamiro zcu eym bischoffe ubir Colmensee, und sint dem nu disz bis- thumb von Pomezan vorterbt war, machte er yn administratorem mit der unterscheidt, das nach seinem tode das bisthumb sol des koniges sein, aber die capitulares solten eligiren einen *bruder Deutzsches hausses zcu eym bischoffe, und disser noch dem homeister noch dem konige dorfite schweren, sunder er solde stehn yn seinen privilegien.‘) Vin- cencius der bischoff starb noch langem und bosen regiren yn beiden kirchen zcu der Lobe und leit zcu Colmenzee begraben,‘) zu Marien- werder wart ym ein Polnisch leibzceichen gelegt. Johannes IV, disser war des ordens procurator zcu Rom und a) A am Rande, m. g. D. b) er fehlt D. c) am Rande A, 1) Der Einfall der Ilussiten fand 1433, also nicht unter Bischof Caspar, sonder unter Johunn III (1428—1440) statt. 2) Diese Angabe ist richtig, Ss. V 406. 3) Auf dem Monument in der Kirche von Marienwerder ist Nicolaus als nicht gekrönter Bischof dargestellt, Ss. V 389. 4) Vol. Ss. V 407. 5) S. oben S. 301.
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321 yn clitte der hosmeister b. Merten Truchses von Weizhaussen und nach langem wuststehen der kirchen zcu Pomezan lies er yn zcu Rome weyhen. Disser Johannes war ein gutt freuntlich man und vorschmeete nichst, was man yın schanckte. Darumb fant man nach seym tode ein gantzen grossen kasten vol mit Thornischem pfefferkuche, die ym alle geschanckt woren wurden. Johannes der bischoff machte ym ein ewiges testament und er weyhete alle quartalia, das ezu der zceit von eym bisschoffe ya® Preussen eine grosse gnade war. Er erlangete durch eingeben des homeisters 3 jubilee, die waren 3 fart zculauff ken Marienwerder,') und 8 gefiel mechtigk gelt, wen man gab vor, wie man wol erheben die selige Dorothea.°) Sunder ire meynung war, das sie lösten zeu yn ire vorsatzte gütter, und der® bischoff bauete auch darvon den thurm zeu Marienwerder am ihume.®) Disser Johannes starb, do er was ein alt man, und leyt zcu Marienwerder. $ 4. Von paur tauffe und paur kreseme. In dem bisthum von Pomezan yn der zceit disses Johannis war ein pfarrer zeu Konyngsdorff ym kleinen werder, her Johannes Streyt- hamer genant. Disser furte auff gutt bachantisch sein leben. Ann einem morgen es geschag, das 3 pauer weiber ein kint yn der nacht ge- born und genoettaufft brochten und sprochen: wirdiger her pfarher, wir bitten umb gottis willen, ir wolt dis kint vollen christen machen, wen "ir haben es genottauft. Do sprach der pfarher: womit habt ir das kint getauft und wie habt ir geret? Sie sprachen: es war gros not, und wir heiten kein rein wasser vom flisse, auch nit aus dem borne, sunder eine seuberliche junge fraue, die lies ir freulich wasser yn ein zcinnen schüssel, und dys nomen wir und gossens auf das kint ym eylen und sprochen: wir tauffen dich im namen gottes amen. Der prister legt das kint binder die halle, das es vorriche, und gehet yn sein haus und nimpt ein laxativum und kompt und bescheist das nackte kint mit gantzem drecke und spricht zeu den weibern: ir huren alle, wie eur dorfftauffe a) A am Rande. b) der fehlt D. [ ENREIEHEEEE ER ERBESCE 1) Vol. Se. V 408. 2) Ebendaselbst, 3) Ueber Bauten Johann’s IV in Marienwerder s, Ss. V 434. Ueber diesen ischof (1480—150I) konnte Grunau vielleicht schon aus eigener Kenntniss berichten, 21
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322 ist, so ist mein paurkresem. Wascht das kint, ich wil es christlich® tauffen, und es geschag. Idach erschlug yn des kindes vater darumb im kruge beym bire. 85. Jobus, nach gemeiner rede wirt Job genant, edel der von Thobenegk, dissem schreib der homeister b. Fridrich marggraff zcu Meichsen, und er quam yn Preussen mit 30 rossen alle yn guttem gerete von hamisch und darnach stetes reit ym gerete, darumb hies man yn den eysen bisschoff.‘) Auff Kongsberg gab ym der homeister dem orden?) und das bisthumb, und wart auch do geweyhet. Disser Job war der, der sich *fol. 126b. mit andern auslendern, aber nit brüdern des ordens*, rüsteten zcum krige Preussen zeu gewinnen. Sie gossen büchsen °, aber ir tage nye bezcalten, was darezu kam, und schossen des abends mechtig und wolten die Preussen also erschrecken und schickten sie sich also mit grosser un- kost. In wurden viele briffe aus Doutzschen landen geschickt, und man yn hülff zcusagten, würden sie anheben zeu krigen, und dis dach alles Job der bischoff treib.°) Sunder die stunde war nach nit kommen. Job war ein fürstliche person und wol bereth, er quam zeum konige von Ungern Wladislao, als man zeu Prage seinen son Iudovicnm II kronete, | und woli do vil practiciren, es fiel yn den born. Er wart des Sigis- | mundi koniges von Pölen gefatter, aber der koning wart von ym seer : betrogen, wen Job schreib dem konige, schwur und sagte, wie sich der homeister Albertus marggraff von Ansbach nit rüste auf die Polen, sunder auff die Mosquoiwitter durch Leiftlant rüstete, und Job es dach | wol anders wuste, und het ein wenig gefelt, das er hett gantz Preussen ı und Polen vorraten. Er vorsorgte seine kirche wol mit krigesgezceuhe, welchs ym mit der zceit zcu schaden geriet, wen der koningk Sigis- mundus gewan yn, und muste ym schweren wy seym hen zcu Thorne.‘) Er lies Risenborgk so mechtig umbgraben und vorposteyen, das man sich hette doraus eine lange zceit möcht weren. Er hett dissen namen, | das er gerne baute, sunder nit bezcalete. Er borgte von Dantzka Swe- | a) chriestenn. D. b) do fehlt D. c) b. fehlt D. d) Il am Rande in A, fehlt D. 1) So heisst er auch bei Spati, Ss. V 506. Anm. 3. 2) Hiob war Probst der Deutsch-Ordens-Probstei Zschillen in Meissen Ss. 7 409 3) Her was eyne grosse ursache des kriges sagt der Danziger Chronist Bern! Stegemann, Ss. V 506. 4) Vyl. die Pomesanischen Annalen Ss. V 437. Voigt IX 587. 588.
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323 disch eysen und machte dovon eyseren kaulen* zcu den buxsen, die nam der homeister und gab ym dovor Preusschemargk, Hollant, Morung, Salefelt, Libemole,‘) welche mit der czeit die Polen mit sampt seinem _ gantzen* bisthum gewonnen. Zcu dissem quam ein edele frau, der er schuldig war 300 mr. geligen geit, als er nit wolde bezcalen, sprach die fraue: gnediger herre, sagt mir dach, wil euer homeister krigen; und er schwur: neyn; sy sprach: was bedeutten die 18 taussent man, die do kommen aus Deutzschen landen yn Prenssen, helfft zcu raten, gnediger herr, das ir Preussen nicht vollen wuste machet. Job sprach: frau, uns ist angenemer ein lant, das do wüste ist und meym orden gehöret, den ein schon lant, das den Polen dinet; wist, habt ir was, bewart es, wen der gaule gehet und mus auff euch Preussen gehen, wir haben es gemacht, es hat kein mangel mit uns. Idach fügte es got, das yn sein gaule furte yns beträbniss und vorterben. Wen man ym sagte von kirchen geschmugk, sprach er: es ist alles unnutze gelt, sunder man schicke ym gutte büchsen, dy gewinnen eym lant und leutte. @leichwo) brochten ym seine vielen und kostlichen büchsen keinen trost ein. So balt es fride war wurden vom Francken aber reutter krige, hette der homeister Albertus mit den seinen auf uscensionis domini eine tagfart auf Kongsberg, in welcher* disser Job zeum schalcke wart *fol. 127a. gemacht und wie ein vorreter vorstossen, und czogk so heym und muhete sich, den nit allein sein orden, sunder die Polen sprochen, das er het, vorretterlich an yn gefaren, und der gaule gingk so mit ym, und ala er am sonabende nach pfingsten®) heite gebat, gehet er so umb und sturtzt nidder und bleibt todt, und man begrub yn mit wenig vor- seuffzcen zcu Marienwerder yn den thumb. Achilles, disser war ein Welsch man der geburt von Bononia des geschlechtis der von Crassis’) und war zcu Bononia ertzbisschof und legatus und war auch cardinalis sancte Marie trans Tyberim. Disser quam seine tage nye in seine kirchen und wart also bisschof. Sigis- mandus keningk von Polen hette dissen Achillen czu eym protectori erkorn und darumb presentirte er im dys bysthumb, sunder er solt darauff bedacht seyn, die gütter disser kirchen hetten yn gebrauch der homeister und seyne brüder Deutzschs ordens und er auch eyn teil, die a) A am Rande, fehlt D, 1) 7513, 30. Juli verschrieb der Hochmeister dem Bischof von Pomesanien die Gebiete Preussisch-Mark, Liebmähl, Dewsch-Eilau und Dollstädt, Voigt, Gesch. Preuss. IX 458. 2) Am 25. Mai (Sonnabend nach Pfingsten) 1521 starb Hiob in der That, Ss. V 409. Voigt IX 640. 3) Achillesde Gsossis (Crassi) Voigt IX 647. 21°
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324 er ym wolt eynreumen.!) Achilles nam disse presentacio an und machte es mit Leoni X, das er confirmirt wart, so vormochte er Johannem . Kannopat bischoff zeu Culmenzee, das er superattendirte in pontifi- calibus yn dis bisthum und satzte zcu eym official Nicolaum Schonborn einen vorlaufnen ereutzhern.?) Das die, die under dem orden sossen, musten zcu dissem nit zihen und yn keinen weg gehorsam sein, s0 schickt er auch einen procuratorem yns lant einen Walen®), und disser zcogk zcum ersien nicht zcum konige, sunder gericht yn Preussen. Die bräder gaben ym gutte wort und sprochen, sy hetten von yrem hoe- meister keine schrifft, er solt zcu ym zeihen, sy wolten willigk reumen. Er quam zcu den Polen und forderte der kirchenn gütter, und sy sprochen, so ir erlauchster koning schribe, sie wolten willig reumen. So muste er zcum konige. So wart es bewogen, das es bequeme were, das der cardinal einen auf das bisthumb lies weyhen, voraus der das landes were, und hulff ym per censuras manen die gütter vom orden, so must man ym die selbigen gutter einreumen, den er hette nichst, wu von er lebete. Darumb war dis von den b. ein gros behelff, das sy sprochen, der cardinal und bischoff von Risenborgk ist do heyme ein herre, ym kommen unser armen gutter nit zcu. Dys war des konyges meynung, der bischof gebe dem cardinal eine jerige pensio, wen dis woren die gutter, die do inne hette gehat Job der bischoff Marienwerder, Garzen, Schomberg, Rosenberg, Rysenborgk, Preuschemargt, Salefelt, Morung, Hollant*) die stete mit iren dorffern, was dar zcu gehort. Disse meinung des koniges und der seynen vorczog sich, dan der bote, welchen der cardinal* geschickt het, dem auch muntlich die sache vom bisthumb? befulen war, der wart krang auf dem wege und er quam heym und fant, wy seine herre der cardinal Achilles krangk war, in welcher krangkeit starb er auch,’) aus welches absterben vil aller an- *fo].127b.schlagk yn den born. Bruder Albrecht der homeister von Preussen* wuste wol, wie das lant und gütter disser kirchen dem koninge an- gehorten, und sein orden nichst mehe dorane hetten, nur das die person des bischoffs irs ordens were. Als er nu war yn Deutzschen landen und befless sich bey kern und fursten, das sy es machten, das ym die a) cama). D. db) bischof D. 1) Vol. Voigt IX 647. 2) Nievlaus Schönborn, Probst von Pomesanien, verrieih 1590 den Polen sein ‚Schloss Schönberg, Annal, Pomes. Ss. V 436. 3) Vgl. Voigt IX 648, wo aber der Bevollmächtigte nicht genunnt ist. 4) Wegen der 4 letzten s. oben S. 323. n. 1. 5) Der Cardinal Achilles starb im Nov. 1523, Vaagt IX 693.
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825 Polen das lant zcu Preussen einreumeten, disser rot mit dem bischoff weyhen wart ym vorkuntschafft, so quam es auch, das ers zcum ersten inne wart, das Achilles der cardinal tot war, daramb so er jo nit mehe konde, so wolt er dach ein hader stifften zewisschen den, den der konig wurde setzen und den er wurde setzen. Darumb als der ho- meister umb hulff yn Behmen war bey Ludowico dem konige, war im gelt von nöten, und des fursten von Ligenitz kentzler legk es ynı, der nu des homeisters schwester hette,') und sein kentzler sein veter- lich gut het vorkaufft, andars wu sich zeu sasgen, dan er war edel und reich, und sein nam war juncker Gert vom .Queys,?) dem lies der homeister die freuntschafft des leyens genissen und schreib yn Preussen den tbonmbhern auff Marienwerder seyns ordens brüder, sy solten dissen juncker Gert zeum bischoff erwelen. Dy thumhern wusten es anders, synt dem Job war gestorben des koniges man, gehörte die kirche mit ren personen dem konige an. Das sie aber irem homeister ein willen machten, postulirten sye dissen juncker Gert.°) Dis alles quam vor den konyg Sygismundum und er wart vormant einen dohin zcu setzen, er sprach, was sal ich hader stifften, ich vordenck juncker Gert hicht, er mus dem seinen nachkommen, wie er kan. Gerardus II, noch dem tode Achillis des cardinales wart geclit und auf Risenborgk gesatzt vom hoemeister b. Alberto von Ansbach. Nach erkentnisse ym fride, wem das bisthum wurde zeugesprochen, blibe es dem homeister, so solt her Gert bischoff sein, fiel es aber dem konige zcu, so mocht ers mit ym machen nach gutter gestalt. Als er ıu sag, das gantz Preussen mechtig yn die ketzerey war gefallen, forderlich Konigsbergk, er thet eins und czogk in eigener person umb und hat, selber geprediget ya steten und yn dorffern, das sye nit fillen yn dy ketzerey, sunder sich hielten nach schrifft und gehorsam der heiligen Romischen kirchen. Und quam, das durch solch sein predigen und umbzeihen das volck ym gonstigk wart, und darneben sich vormas widder® die® ketzer lebendigk und tot zcu bleiben. Derhalben bischoff Jorg von Samlant ym nach trachte auff sein vorterbnys und yn» ia so ıcu eym grossen ketzer machte, als er war, und war auch all sein ding, das man monch und pfhffen weg brechte, und was man yn gebe, das solt man yn den kasten legen, noch der Kongsbergischen weise a} überg. A. db) y. fehlt D. 1) Nämlich der Herzog von Liegnitz,: Friedrich II. 2) Erkard von Queis aus Afeissen war früher Kanzler in Liegnitz gewesen, ige IX 694. 3) Fol. Voigt IX 695.
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326 und armen leuten helffen, das sie ym deste basser seine zoinser und zceysen mochten geben. Die feyertage legte er auch abe und sust vil ander dingk mehe, und wiewol er die Lutterey selber predigte, so straffte *f0l.128a.er sich* dach selber yn seinen vorigen predigten, so wold dach sein volck nit doran, wenigk ausgenommen, und auch anfing, das die werlt wurde gemeret.') 8 6. Von eym seer lesterlichen concilio und seiner statuten auff Konspergk. Man hett ein lange zceit geredt, man wurd ein concilium halden, das der babst den Deutschen antworte, es were nichtes newes yn der ketzerey Lutheri, das ein gemeynes concilium nottig erforderte. Sint dem mal nu der Turcke geweltig gedecht die christenheit underzeu- brechen, 80 were es ein besser rot, das man ein solch gelt auf dem eoncilio vorzcerete, wen das man es auf den Turcken vorzcerete. Sie wusten wol, das dy Deutzschen ubel handelten, darumb mochten sye thun, wie sie wolten, so denne ein iglich bischoff vor ein bobst von Lutthero wart declarirt. Bisschoff Jorg von Samlant vorsammelte seins gleichen Gerardum von Risenborg und alles, was Lutters war, alle stete des ordens und adel, und quomen gen Kongsbergk?) und do vil vom glaub handelten, und welcher zceit sag man funff sonnen yn kreutzweise. Do wart gesatzt und fortan gehalten, man solte den gotzin nymme ym ermel tragen zcum krancken, wen man sye yn todes not berichten wolte, sunder es solt einer hin gehen zcum krancken und fragen yn, ab er es auch gelöbte, das da gottis leichnam were, sprech er jo, so solt man nemen 1) Eine active Betheiligung Erhard’s von Queis an der Reformation lässt sich vor dem Krakauer Frieden von 1525 nicht nachweisen. Alles was Grunau darüber erzählt, gehört, soweit es nicht ganz erfunden oder sehr enistellt ist, erst dieser spätere Zeit an. Die einzige Notiz über eine frühere reformatorische Thätigkeit giebt der Königsberger Stadtschreiber Planer, p. 151 seines Memorials: Montags nach Lucdise (1524)... . in diesem hinauszug hat der herr bischoff von Riesenburg Eberhart Queis auf bitten des hauptmanns zu Graudentz pan Sikolowaki sein erste sermon der evangelischen warheit daselbst in der pfarr-kirche gethan. Ada borussica II 666. ö 2) Im December 1524 hielt Bischof Erhard von Pomesanien zu Königsberg einen Ständetag ab (Voigt, IX 735., Johannes Freiberg ed. Meckelburg S, 168.), auf dem Abgeordnete zu den Verhandlungen zu Pressburg gewählt wurden, Dass daselbst religiöse Bestimmungen getroffen, ist nicht bekannt und sehr unwahrscheinlich, dagegen katte schon am 15. Jan, 1524 Georg von Samland ein Mandat über den Gottesdienst in der Landessprache erlassen, Voigt IX 709,
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3277 weis brot, wie es wer, rücken brot, ‚gersten brot, nnd solt zon den sprechen, die da bey woeren, das dissem menschen geschee nach seinem glauben, so koyet alle nidder und bittet den himmelischen vater, er wolt seinen son schicken yn dis brot, wen dys ist sein leichnam. Darnach nam er das brot und legte es dem krancken vor und sprach: schau, do ists, wie du gleubst und begerest. Dornach er yms dohin legte, er mochte da von essen, wen er wolde. So solle er fragen, was er gerne trüncke, 68 were wein, methe, bier, schembyr, molcken, das solt er consecriren, und er mocht davon trincken mit gutter musse. Dys wart angefangen und gehalten. So trat bischoff Jorg* vor und sprach: ich erkenne, das keine sunde sey zcum vordamnyss dem, der do geleubet, wie wir euch itzunt eine zceit geprediget haben, der da nit gleubt, der mus vordampt werden. So hat man .da viel andere dinge gesatzt, yn irer sunderlichen ketzerey, das man hat den steten und adel angesagt, das der herre homeister von in begerete ein erliche steure und bereith gelt, wen er umb ires besten wille d{r]aussen® were, und sy sagten ab mit kurtzen worten nicht ein pfennigk zcu geben. So wart do geoffenbart der ent- sagebriff des koninges von Schweden Just Erici‘) umb den schaden, den der homeister den Schweden hett gethan, die gen Kongsberg quomen und ym zcu fürten, was sie hetten, und er het es genommen vor der brücko zu Konsbergk*. So fragten die Preussen, wo die buchsen *fol.128b. weren, die man gossen hette von yrem gelde. Er anthworte, sie weren vom hern homeister vorligen deme voriagten konige von Dennemargkt und Severino,?) und weren hundert und 7 stücke mit aller zcubehorunge, und sy sprochen, das dancken euch‘ alle die teuffel yn der hellen. So wart yn auch do offinbaret, man wolt yn nichst zcu füren aus Littaw und Masaw umb irer ketzerey willen und gewalt, die“ sy armen leuten hetten getban, das sy die Masuren hetten tzwungen, sye musten mit yn in der fasten fleisch fressen. Domit war ir con- cilium auss, und czogen heym.?) a) J. b. D. b) daussen AD. Oder Ist baussen zu lesen? c—c) fehlt D. 1) Gustav Wasa (Erichson) ist gemeint, 2) Severin Norby, der Vertheidiger Gothlands, für Christian I. 3) Von allen diesen Vorgängen auf einem Landtag zu Königsberg ist nicht bekannt. n
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*fol.129a. 828 $ 7, Von sunderlichem neuen abias yn dissem bisthumbe,. In dissem jare babst Clemens VII aus antragen der christlichen kopyge von Arrogonia, von Portugalia, von Hispania') und von Franck- reich und aus beger der fursten Deutzscher hacion vormanete alle christglaubige hertzen, das sie sich zcum tode schickten und beichten ire sunde, den die es wurden thun, geb er vorgebunge aller sunde. Ursache solcher bereittunge were, wen yn den landen der obgemelten ubrigkeit were ein solche erschregkliche plötzliche pestilentz, das die menschen nit krangk wurden und dach gleichwol an underlas stärben, nach der weise, wie ethwan zcu der czeit Gregorii primi, und itzunt dy lande mehe wen halb wüste weren, und auch der unsettige fint der Turcke yn die 10 mol hundert tausent man hette vorordnet, ein teil auf Portugal, ein teil auff Welschelant, ein teil auff Ungerlant, ein teil anf Polerlant zeu schicken, und so sie denne wüsten, das die lande zcum teile wüste weren vom sterben, im teil uneynst under sich weren, im teil mit dem irihumb der ketzereyen beflecket, und so in dissem die christenheit nbirfallen und vorterben mochte. Auch were es yn der warheit erfunden, das der Turcke hette 30 tausent lantsknecht, in die 3 tausent vorjagter monch und pfaffen von den Luttranen, und disse geben ym all gutten trost und vorsicherten yn mit dem allerbesten geschos. Das got der herre die seinen ansege mit den augen der barmhertzigkeit, die do wolten, möchten beichten, man solt yn erlassen peyn und schult, und solcher veterlicher vormanunge viel. Diss nomen werlich viele lande auff und bereytteten sich mit andacht zcum tode, bis auf die Preussen, welche das gespötte daraus triben, sunderlich Gerardus der eingesatzter bischoff zcu Risenborg und bischoff Jorg von Samlant. Idach theten disse, weil sie ketzer waren, wie die reudigen schaffe. Sint dem mal nu das bisthumb geteylet war, als stete und dorffer unter dem konige gelegen woren dem official gehorsam, der auf Marienborgk wonete, und disse* theten nach vormanunge des babstes, die andern stunden auff yrem thon der Lutterey, wie ein alter Jude auff seym wucher, und dys war 1524. a) die fehlt D. 1) Grunau weiss nicht, dass der König von Arragonien mit dem von Spanim , 1524 eine Person war.
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‘329 8 8. Von einer seer vordamtichen Andacht an der Luttreyen. Zcu der zeeit der* Lutterey dys wart gefunden und hindennach anderswu auch gebraucht, das man von 'Luiters sehriften mehe hilt, dan von den schriften der heiligen ewangelisten, Paul aber der gantzen bibian von den sympeln, wen es war yn ein unglöblichs, das Lutter solt ein boes mensch. 'sein, sint deme er s0 eigen wuste alle handlung der geistlichen. Sie wasten aber nicht, das vil pfeffen.und bürger) allo kirchendinste yn steten und landen ym alle ding schriben, wie es bey yn ym gebrauch were, das man das wasser der taufle ym oster- sonabende nehme und hielte es ein gantz jar ane stangk, item das man sich lies besprengen mit weywasser, co man wolte messe hören aber hette gehört, item das man den rosekrantz und psalter Marie zeu lobe bettete, item das män eym sterbenden menschen ein bornendes und geweytes licht yn die hand thete, item das man den toden so schon nach lenttete, item das man fastete S. Mertens abent fur das fyber, 8, Valtyn fur die fallende sucht, S. Rocho fur die pestilentz, -8. Appo- lonien für? die wehtag der zeenen, S. Otilien® fur die wehtag der augen, und was da ıme von‘ solcher weisse und andacht war yn vielen stücken der lande. Uber disse alle machte Luther bücher und schickte sy yn die lande, und die bücher hilten inne die gröbesten spruche der schen- dereye, das es unglöblich ist. Sunder ein unvorstendigk volck, und die keinen gewissen hetten, hielten es vor engelische? sprüche. Und geschag yn dissem jare, das der meiste hauffe des volckes so grunt boes wart, das es nichst lies unangetast, das es Mariam die heiligen, den babst und sunderlich die mönche mochte lestern, schenden® und zcu rath- schlagen ubir ir vorterbnis, sie zcu vortreiben, ire clöster vorstören und sie zcu morden. Dorczu die pfaffen gar getreulich ritten, sunder got behütte die seinen in vielen stäcken und feyerte sye durch ire vorfolger und sunderlich die vorlauffene monche. Briff schicken. Diss wart warlich gefunden, so ein monch wart aussgespenet und die kappe mit fussen trat, die heiligen lesterte, den bobst und alle geistliche schendete, sich aller christlicher andacht vorschwur, von stunden an schriben es die Lutranen aus, do es ge- schag, yn ander stette wort und werck des apostaten. Diss wart fur ein ewangelisch dingk ausgeschrigen und andern zcum exempel vorgehalten. Also thet man auch, wo ein rother aber sust ein erbar person Lutterisch wart, Christus wart gelobet. a) fehlt D. b—b) am Rande D. c) für D, A) f. dies. s, D. e«) und sch. D.
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330 Su 89. Ein akt nar wirt nit olugk. *Es warl auch von den schriften Lutheri bewegt ein geweyte person ya dissem bisthumb von 82 jaren, der grein aber weynee uber seine tage, das er nit eine fraue hette und solt jungkfrau sterben, sint dem mal Luther von dem elichen stande so vil schribe und sagte, wie alle pfaffen, monche und nonnen musten vorthümet sein, das sie nicht nach gottis gebot die werlet gemeret hetten. $ 10. Collacio mit bilden. ‘) In dissem jare 1524 wart jarmargk zcu Besenburg *, do denne vil volek war. Do selbyst sich die Risenborger beweyseten, sie nomen dy bilde Marie und anderer heiligen und trugen sy in ire heusser und trunoken ya zcu. Das sie trincken solten, gossen sie yn auf den kopf und furten die schmelichsten worte, das es kein heyde het kunt erdencken. Do man beezalen solte, forderte man von den bilden auch gelt, und goben nit, man fragte, ab es ymandt fur sy wolt geben, er mochte die bilde erretten. So woren do gebauer, die selbigen bezecalten die collacio fur die bilde der heiligen und nomen sy wegk, die ander steupet man, hib und stach und schrigen: das bir bezcale, das bir bezcale. Entlich worffen sy die bilde ins feuer, und vorbranten. Ir bischof horte dis, er sprach: es ist recht, ich lobe sy, das sy meiner predigt volgen und sich christen machen. $ 11. Von oym geltsuchtigen official und seiner togunt. In digsem jare 1524, als dis bisthumb keinen eigen geweyten bischoff hette, sunder es administrirte bischoff Johannes Kannopat von Culmenzee, er hette gesatzt einen official yn die stat Marienborgk, und disser solte providiren dy, welche under dem konige woren gelegen, a) A am Rande, ausgestr. Konigeberg, D. Konsberg. b) A am Rahde, ausgestr. sy. 1) Die folgenden Angaben Grmaws über Bildersturm in Riesenburg und Salfeld {8 12.) sind schon von Hartknoch, Preussische Kirchenhistorie S. 270. 271 für wmwahr- scheinlich erklärt worden; übertrieben sind sie sicherlich, Leider sind über die Aus breitung der Reformation in Pomesanien keine anderweitigen Quellen vorhanden, als die oben S. 326. erwähnte Notiz Pilasner’s.
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831 den Gerardus, der sich vormeinte bischoff zeu Biseaborg, providirte die, dy under dem orden waren. Der official hies Nicolaus Schonborn von Thorn und war des Deutzschen ordens czu Marienwerder thum- probst und hilt ym krige inne das seer feste und. wol* besorgte schlos Schonbergk genant im vom bischoff Job und dem capittel vortrauet. $o war er sehr ein ehrgeitzig man, dis wusten etzliche Polen, drumb handelten sy im krige mit ym, angesehen das bischoff Job ein meyneyder wer des herm konings, so wurd yn der konig vorjagen, er solt mit yn gehn yn ein vorbüntnyss und das schlos uberantworten, er solte gewisse bisschof sein. Dissen worten gleubte Nicolaus und gab das schlos auff yn die hende der Polen‘), und mit der zoeit der legat Zacharias yn absolvirte?) von seinem orden und professio, und man machte yn ofhciall. Als er aber in der stat Marienborgk wonete, war er mechtig geitzig und unaussprechlich stunt er nach gelde, und wolte alweg ein mr. haben, so die bruderschaften wolten ir* begeng- *fol. 1308. niss halten, und iglich prister muste im ein iar langk 2 mr. geben, wo er zcu regiren hette, vor das confessionall und solcher aussprech- lichen stücken viel. So geschag es, das im werder wol 5 prister worden erschlagen, er nam vor igklichen 10 mr. und nye interdiet legte und wart so gestraffet. Die von der Lichtenau hetten einen groben hader mit irem pfarher, und er gewan die sache vor ym und gingk wegk. So bliben die paur do bestehende und sich beelagende der schwere busse uber die vorlorne sache; er sprach, wie vil dorffer sein zcu euer kirchen, sie sprochen, siebene; der official: ir amechtigen paum, eur so vil kunt ir nit ein pfaffen bezcalen, wen er yn er- schluget. Sulche sachen und ander mebe brochten es auf den weg, das man yn suchte zou erwürgen. Drumb nam man yn aufs schlos umb sein gelt do zcu zceren, do gewan er erst ein mut und hub mit den monchen an, die das almos under ym musten betlen, sie musten ym was geben, wer es gleich nur ein mandel gnaptwerge », die lies er vorkeuffen, und also vil ander aufsetze, die vor nye gehort weren. So war dis seer ein vorreterlich ding von ym, das er vorbot, kein monch solt fortmehr helffen eim pfarher beicht hören, welcher pfarher es © uübertretten wurde, der solde geben 2 Reinische goltgulden. Dys geschag darumb, den die prister waren alle! mechtig seer mit huren a) A am Rande. b) gnapzwarge D. c) es fehlt D. d) am Rande A. 1) Diese Angaben sind richtig, s. oben 8. 324. n. 2. und Ss. V 436. 2) Im Jahr 1521: war der päpstliche Legat Zacharias episcopus Gardiensis der Vermitter des vierjährigen Waffenstillstandes in Thorn, Dogiel, Cod. dipl. Polon.: IV 215. j
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*fol. 130b. 332 und kinder beladen. Domit sy yn dissem 'done bliben, vorordent er es mit:yn, sy. solten auff ir beichtkinder mercken, welche ehebrecher aber ehebrecherinne weren, und was vonn solchem volecke war, und viele der pfaffen woren, das sie mochten yn gunst bleiben, zceigten sie ymsolche ahn, und :der official eitirte sye und sagte, wie er hett vornommen, das sy berüchtiget weren von solcher und solcher sachen, sie solten' die busse geben 3 gutte mr. Wiewol die armen leutte fragten, wer sy beruchtiget hette, er wolt kein anders er auss, ag, leg auff die busse. Von dissem erhub sich ein grausam vorfolgung der pfaffen tinad Luttrey der paur. So goben ym die regenten auf Marienborgk urlob, er mochte sich eine wonunge schäffenn, wo er künde, so caogk er umb vom eym prister zcum andern und lies ym wie eym bischoffe dinen. 8 12. Von einer ewangelischen wirtschaft zcu Salefelt. In dissem jare im herbste der pfarher, zcu Salefelt der stat disses bisthumb nach laut seines ewangelien freyete ym eine jungk- frau und nam sie zcur ehe, und das es jo lantkundigk wurde den andern pristern zcum exempell, berieff er ein solche löbliche wirtschaft und so vil zcu seyner ere batt, das ym die gantze stat zcu klein und zou enge war. So ist yn der selbigen stat ein monche closter der Bernhardiner und seuberlich gebaut, in dys legte *er seine freude, und das er von niemande worde vorhindert, erwarb er es vom bischofs bruder von Rysenborg, dem dy stat befolen war, das man dy monche als ente- ehristische heuchler ausstribe, und man war ym zeu willen und treib die monche aus und hies sy gehn den paurn dinen, und sie mustens auch thuen, und dy wirthschafft geschagk ym closter und die besten geriohte worden ag bey treugem holtze gekocht, das etwan bilde und taffeln waren gewesen, pulpits und sust stule yn der kirchen, und das der pfarher seinen raum und bequemigkeit hette mit seiner frauen, gab man ym das closter eyn, er solte es besitzen und er thet es auch, und der adel quam am sontage doreyn und machten yn mit singen und springen eine freude, und dys war seer ein ewangelischer ge- brauch und andacht gerechent ym gantzen lande, und viel pfaffen vorseufftzten nach solchem christlichen handel, und quam, das man yn volgenden freytagen ym dissem closter gerne ag der pfaffen wirth- schafft hette, und lissen sich bedüncken, sie würden lautter propheten machen aber sybillen, unnd sprochen: in heiligen stellen mussen
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333 heilige wercke gescheen, und solcher schalckes worte vil und lesterlich, und war von vielen ein* wunder, wy unvorsehampt disse pfaffen worden so yn kurtzer zoeit, und sage eyns bey gutten. treuen, wie ichs habe gehort, gesehen und erfaren. Die leyen woren gut Lutterisch ym meysten, sunder die pfaflen und vorlauffne monche woren erger, wen alle teuffel, es ist ungleublich, wy sie handelten. & 13. Von dem löblichen testament disses nambisschoffs Gerardi. Im advent disses jares 1524 der nam bischoff Gerardus von Risenborg quam vom homeister, den czu der zceit het er nymant bequemer dan yn yn seinen gescheften.‘) So war es nu am letzsten, das der beyfride mit den Polen und Preussen ausgingk, so het der ho- meister seinen willen nach nit ausgericht und vormeinte noch ein volck auffzeubringen die Polen zcu beschedigen, sunder es gebrach ym am gelde, so schickte er dissen umb silber yn Preussen, und er quam und zeu Risenborg-aus der kirchen nam alles silber und den heiligen geistbrädern gab er weiber, und lies nur einen bleyen kelch ungeweyt ya der kirchen. So thet er allen dörffern, und man gab keyn tetzem mehe und opfer den pristern, sie musten weiber nemen und ackern und dovon ezynsen. Die kirchen stunden wüste, und war kein kelch meh auf den dorfiern, es wer denne, das ein alt pfaflf mit eym bleyen messe hielt. Dis geschagk yn* dörffern underm orden und gab den *fol. 131a. paurn ein hertz, das sie got dancketen, das sie .der abgotterey der messhaltunge los weren. Die yn den steten worden dys balde ynne und nomen das ire aus den kirchen und sprochen, wer uns das nemen wirt, sal uns auch den hals nemen. Entlich wo man mit wunderlicher behendigkeit, mit ansgesuchter schalekeit nur was von kirchen ge- schmeide erfaren kunde, lies er nemen, ausgenommen den steten, und sprach: er und ir gnedigster furst und her homeister wolten iren kindes kint ein testament mit stifften, und brochte zeu hauffe yn die 200 marck lottich. So het er yn dissem jar im sommer auch so ans- gefurt zcum homeister von kirchen geret yn die 700 mr. löttich, das ausgenommen, das der homeister selber entfurte von solchem dinge, a) A am Rande, 1) Vgl. Freiberg 8. 168. u. Voigt IX 746
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834 und wart do alles baussen landes vormuntzt und vorschwant dem ho- meister aus den henden, und wart anders wu jo so viel schuldigk, als er entfrembte seinen kirchen yn Preussen, und war nymme yn Preussen zcu holen. So aber dowidder geredt wart, sprachen des homeisters gönner, es ist .besser, das es ein löblicher furst vorzcerte, dan das es die Polen beuten, wen er nur die ketzerey lies, lobten sie yn aus allen krefften. Do nomen auch frembde die schlosser eyn, die ym gelt hetten dorauff geligen, als er im reiche umbreissete, und seins ordens b. czogen alle aus bis auff 10 nahe und lissen die Preussen baden. 8 14. Von erleuchtung des Lutranischen vorstandes ym geiste. In dissem bisthume und andern besundern vielen dis geschag, die denne von anbeginne gutte fromme christen waren, das sie von der Luttrey nichst kunden vorstehen und auch nit doran wolten, sie worden von iren mitbürgern, die gut Lutzisch waren, angeredt, die ketzereye zcu halten, und man sagte yn viel und viel, und die Luttra- nen sprochen: befleist euch, das ir möget dem geist haben, und er euch mocht erleuchten. Dis erleuchten lag iren vielen ym syn, und fragten etliche Luttranen, wie sy ym thun solten, das sy den geist der erleuchtung möchten erlangen. So wurden sie underricht, das sie von dem sscrament des altars nit anders solten gleuben, den das gleich wie Christus ym steyne were und yn andrem brote were, also auch ya dissem brote, und die gantze messe were die grausameste ab- göttereye, die ye gewest were, und alle theurung, straffe gottis queme dovon, und man Iyde pfaffen und monche, die solche abgötterey yns volck brechten. Von Marien und andern heiligen ist nichst zcu halten, dan man findet es nyndert, und sy bey gote seint, synt dem das sie *fol. 131b. solche menschen* sein gestorben, wie wir sterben, und auch so gelebet haben. Das man uns sagt von den saoramenten und wercken der barmhertzigkeit, ist von pfaffen und monchen erdacht dingk, das men sie damit fett aushalte; wolten sie ein geist haben, sie solten ag disse dinge alle lestern, vorfluchen und vormaledeyen, sie wurden besucht werden, und solcher sachen mehr, und viele theten es. So quam @, das etliche in vielen nachten nit schliffen und warten auff erschey- nungk, und geschagk, das etlichen Lutter erschein ym gulden berret, sammet pfaltrock, wie ein freyer lantsknecht und sprach: selig bistt, das du an mich geleubst, dan wys, ich sal die werlt vornowen, und der gleichen. Andern erschinen auch geiste der vorstorbenen und sagten yn, wie sy yn die Lutterey gelöben solten, und underweyseten
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335 yn der schrift, wie die zcu vorstehen, die man furte widder Lutter, ıd war aller teuffels gespenst, wen sie woren besessen, und dis wart so erkant: etliche hetten ire tage keinen Juden nach Grecken gessen und kunden dach aus den bünden Judisch ader Greckisch lesen und losen Lutters bücher gleich auswendigk, von welchen alle werlt sagte, das sie erleucht weren ym geiste. So wurden auch etliche von dissem erleuchten gantz tobende, das man sie muste einsetzen, das: sie sagten, was man do und do gehandelt hette yn der collacio, abir itzunt handelte, wie sie die schrift Lutteri nit vorstünden, den sie hetten * nach nit gantz den geist, und welcher pfaffen und monche addir burger recht den geist Lutteri hetten, so vil ander vorborgene ding sagten. Hiraus das volck allenthalben entsatzt wart und wust nit, woran es war, und die nach recht Luthers waren mit wunderlicher weise und reden hilten sie iren anhangk. So war dys eine gemeine frage und bekommernys, sint dem mal vil waren, die gleich mit gewalt trotzmuttig- lich die ketzerey Luteri hilten, in nichst widderfure, sundern sympeln, die es mehe aus narheit und furwitz theten, ein solche widderfure, und wiewol man dys und das predigte auflösende solche bekommer- nyss, es kunt aber von entsatzung der hertzen nit gefast werden, und ir gar vil bey yn so vorjasmerten. $ 15. Von eym unchristlichen neu Jar armen leutten gegeben. Es war ein gemeine rede, das 1525 auf Fabiani der Deutsche orden mit iren underthan mit dem homeister solten ein tagfart haben, dan er wolt sich nit demuttigen dem konige. So woltens die Polen ein ende wissen, wolt* er nit, so wolten sy yn Preussen. So wuste *fol. 132a. juneker Gerart Qeys der nam bischoff von Risenborgk wol, das ym das bisthumb nit bliebe, drumb® vorsammelte er ym gelt mitt wunder- licher behendigkeit, dan alle kirchen geschmeide, darumb die Lutterey angenommen war, war alles dahyn, und dach® nichst vorschlug, was er ergreifl, nam er unnd machte sich aus Preussen‘), und so er aber jo nit widder queme, gab er yn zeum neuen jare artickel, welche, wie er sagte, von der Deutschen nacion bestat waren, sie solten sich nach a) A am Rande. b) dr. darumb D. c) fehlt D, 1) Bereits am 16. Dec. 1.524 verlies der Bischof von Pomesanien mit den Gesandten der Stände Preussen, um sich nach Pressburg zu begeben, Freiburg S. 169.
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336 dissem richten. Na mercke, mein leser, dy synne eins mannes, der y ya. Preussen vom Deutzschen orden ein bisthumb kaufite, wie er seine scheflein vorsorgte:') Bys hieher habt ir gehalten 7 saerament, es solt un vortan keins mee sein ag der glaube. Es solt nu vortan kein ban sein. Es solt nu vortan keine beichte dem prister gescheen. :Es solt nu fortan kein wandern zou heiligen stellen sein. . Es sollen nu fortan keine processiohes sein. Es.solt nu fortan kein leutten nach singen den gestorbenen nach gesoheen von ymande. Es solt vortan kein wasser, saltz, aschen, palmen, lichte ge- weihet nach gebraucht werden. Es solt kein begengnis 30 aber 7 fur die toden gehalten werden, auch nit fur sie bitten sall. Es sollen auch nymme monche, nonnen, Anthoniter, heilige geistbrüder sein, sunder streitbrüder, wie der Deutsche orden ist, sollen sein. Es sollen bischoffe sein, sunder keinen prister, kirchen, cresem, oell sollen sie weyen. Es sal nu fortan kein freytag, sonabent, quattemper noch faste seyn, sunder man sal alle tage fleisch essen. Es sal fortan kein osterfeyer, pfingstfeyer, weynachtfeyer sein sunder ag allein der sontagk. Es sal nu vortan yn den kirchen nicht gesungen werden noch psalmen, nach salve regina, nach regina celi. Es solt fortan von iderman Deutzsch getauft werden an alle eresem und ole. Es solt auch? fortan kein opfer aber tetzem aber zcehende ge- geben werden. Es solt vortan yn keiner kirchen brot gehalten werden, von dem man so lange hat gesagt, es solt yn sich haben gottes leichnam. Es sollen fortan keine bilde sein nach yn heuser, nach yn kirchen allenthalben. Dy gebot und vorbot der gefatterschaft sollen nichst meh sein. Es sollen fort mehe keine brüderschaften abir gilden sein. a) fehlt D. 1) Diese Satzungen tragen den Stempel der Uehertreibung an sich, Erst im December 1525 erliess Erhurd gemeinschaflich mit dem Bischof Georg von Samland eine. Kirckenordnung, Gebser und lagen, der Dom zu Königsberg I 8. 295. f.
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337 Es sollen vortmehe keine messen gehalten werden, wil sich imant berichten, der gebenedey ym selber das brot und wein und eme @8. *Wo ymant sich aber den glauben etwas zeu thuen understehet *fol 132a. zeur gnugkthuunge seiner sunde, sal vormaledeyet sein. Die erschregkliche abgöttereye am heiligen leichnams tage sal abgethan sein. Alle pfaffen, monche, nonnen* sollen weiber und menner nemen. „Dia :drey. etdei des gekardhbms‘bali man nymma. halten, ag yn einen got: gelöbew:und .siok mit .nichst anders bekammern. ! 8 16. Wie er ein es mit seinen pristern hilt und seiner ordinaclon. Im jare 1525 auff Johannis het disser Gerardus beruffen alle pristerschaft disses 'bisthumes, und. sy quomen, die under dem fursten von Preusgen sitzen, die prister aber unter dem 'konige musten nit kommen, sunder. 4 ausgenominen, (die mit urlaube hinzcogen, dan man wuste, wie er die” obgenante artickel wolt durch sein bisthumb gantz gemein setzen. Und geschag, als er nu gehet und wil die ketzerey abkundigen, kompt ym ein koniglich mandat yn die hant, daraus er anders synnes wart, und sprach: lieben hern, wir vormanen euch in Christo, das ir dem volcke mit warheit vorstehet predigen yn das lauter ewangelium, domit wist, das ir die ceremonien der kirchen werdet halten, wie sie so lange seint gehalten worden. Wiewol wir fur eym jare etzliche artickel in unsern schriften lissen yn sunder- heit ausgehen, disse widderruffen wir und tödten umb etzlicher hern willen, die nach nicht erlaucht sein, und so vil war sein synodum.t) Sunder es traten etzliche von den pristern zcu, der eine fragte dys, der ander das, und er gab yn ein solch antwort, sie solten sich nach dem ewangelia halten, die penen synodalia solten nichst sein. Er wart gefragt von: weib nemen, wem es von noten ist, der thue, wie er mag. Daher quam es, das sy alle weiber namen, den mit der sachen wol war. Die paur goben nicht tetzem, nit opfer, die eheprister predigten nit, hilten nicht messe, tauften, die krancken ym letzten nicht vor- sorgten, und wart so ein wilder glaube, dan die paur sprachen, die a) und n. D. b) fehlt D. 1, Dieser halbe Widerruf scheint von Grunau nur erfunden zu sein, 22
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*fo], 1338. 338 pfaffen haben ir huben, sy erbeiten als wir. Die pfaffen wolten nit iren kirchendinst thun, sie musten von iren huben scharwercken, czynsen wie ander paur, war imant, der mit den sacramenten welt vorsorget sein, er muste den pfafien sunderlich gelt® geben. 8 17. Wie disser bischoff dy ebtyane von Trebaytz yn der Schlesie zeum weibe nam nach selnem ewangelio. Von aller werlt wart dis vors beste angesehn, sint dem mal die kreutzhern aber dy b. Deutsches hausses so ein unflettiges huren leben fureten, das sy eigene weiber hetten. Hiraus Gerardus der nambischoff wart zcu andacht bewegt *ein weih zcu nemen und ‚gab vor, wie er ag accolitus were und zcu keinem pfaffen nach bischofe geschmeret, dem Deutzschen orden geschworen, aber aus unvorsuchten saahen, und sint dem mol ym got die keuscheit nit geben hett, er muste ein freulin® haben und nach gotis gebot die werlt meren. So sagk er sich umb und fant zcu Trebnytz yn Schlesierlant hertzog Victorinen von Troppen tochter, und dy war do itzunt 38 iar ein nonne in Sant Bernharts orden gewesen und abbatissa.‘) Disse wart ym durch hertzog Fridrich von Legnitz und seine furstynne gefreyet,?) und sy bestal das closter mechtigk, alle hantfesten und vorschreibunge der a) am Rande A. b) Krepnis D. c) fremäling D. d) nnd derinne st. Victorinen D. 1) Auch Aier verbindet Grunau in gewohnter Weise Wahres mit Falsche, 1525 und 1526 war Aebtissin von Trebnits Hedwig von Geister (1515—1526): ir Vorgängern Anna (1469-1515) war eine Herzogin von Troppau, die Tocker Herzogs Wilhelm von Troppau (gestorben 1452) s. Buch, Geschichte von Trebnüz im Archiv für die Geschichte des Bisthums Breslau II S. 63—66. Herzog Victorin von Troppau (gest. 1500), der älteste Sohn Georg Podiebrad’s, halte nur eine Tochter Johanna, die den Herzog Kasimir von Teschen heiräthete und schon [496 start, &. Krzisck, Djejine narodu Slowanskych, Tafel VEII, 2) Dass die Aebtissin von Trebnitz und Herzogin von Troppau nicht Erkard's Gemahlin gewesen sein kunn, ist nach der vorigen Note sicher. Wir kennen nur ihren Vornamen Apollonia aus einer Festsetzung ihres Leibgedinges, s. Nicolovius, die bischöfliche Würde in Preussens evangelischer Kirche $. 109, Beilage V. Dass as wie ebendas. S. 41. behauptet wird, eine Herzogin von Troppau gewesen, berichtet wor Grimau, — Zacharias Hartung nennt in seinen handschriftlichen Genealogien preussische Adelsgeschlechter, die auf der von Wallenrodt’schen Bibliothek in Königsberg aufbewahrt werden, S. 428 die (semahlin Erhard’s von Queis N. Fürstin VOlse, d. i. Flürsti) von) Olse, womit jedenfalls die Grunawsche Nachricht gemeint ist,
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339 gutter brachte sie wegk, und man het zcu Strelen hochzeeit, und lebten ym sausen. Und man wuste nu yn Preussen nit anders, dan disser Gerardus und sein furst Albertus wurden die Luttersche ketzereye ubirgeben ; er beweysete* sich yn dissem, das er von einer alten nonnen, als 52 iar, alt eyn junges freulein machte‘) und furte sie auf Risen- burgk und lernte ir Greckisch und Hehreysch in yrem frauenzeymmer ; alles war von kamehen, tamaneliken, samımat und gulden: stück ge- zciret,?) und war alles von chorkappen gemacht, kaseln und anderm kirchengerette, zcur ere gottis gestiffi. Do aber dy vorretterey aus- brach der apostaten Deutzsches ordens, den: Albertus het weiber und schlosser geben, wy sie dy dem orden wolten widder einreumen, er sie umbbrochte und keinen apogtaten vortrauete, darumb hette er such seine bischoff. vordeghtigk. Dissem Gerarda nam er Risenborg, Gartzen, Libenmöle, Morung und Rosenbergk, die stete Pruschemargt und Salefelt und hielt yn zcu Kongsbergk zcum heiligen. kreutze®) wie einen aussetzigen mit seiner ebtynne, hetten sy was van irer dyberey, dovon prasten sye mit betrübtem hertzen. Idach gab er ym aus gnade Marienwerder vor al sein geligen gelt. Den bischoff von Samlant satzte er yn die infirmaria Sanct Marie Magdalene, nam yım alles und speysete yn do, wie ein krancken, und er mochte nit guode erlangen, umb was ursache, ist got heym zcu stellen, der es vorhyngk. a) er beisete D. 1) In seinem Testament spricht Erhard nur von einer Tochter, Nicolovius |, c. S. 110. Beilage VII, 2) In seinem Testament verfügt er über ‚einen grune guldene rook, dy awartze sammeten schaube mit zcobeln, dy weyse tamasthen, dy swarzce sammt schauben mit hermeln, das kleine zcobeln scheublein. 3) Diese Notiz ist sicher falschh Das Schloss Schönberg war Leibgedinge der Gemahlin Erhard's (Nicolovius 109. V.), er selbst hatte seinen Sitz in Riesenburg, dann in Marienwerder und in Liebmühl (eb. 29). Im Testament bedenkt er die Stadt Rosenberg und das Spital von Marienwerder ; er starb 1529 im September zu Preussisch- Holland, eb. 110. 111.
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*fol. 133b, *Von dem dritten bischthumb yn Preussen‘). nme Capitel Il. g 1. Das dritte bisthumb yn Preussen wirt zcu Latein Warmis ge- nant, auff Deutzsch Ermelant, ader nach gemeiner [rede] das bis- thumb von Heilsbergk, wen das ist stat und schloss, dorauff der bischoff Warmiensis wonet. Dys bysthumb wart fundirt und dotirt wie die andern vom legato durch den bobst Innocencium IV und hot sich allweg gehalten seines rechten, darumb ist es auch bey dem seinen gebliben, wiewol es seer verfolget ist wurden, wen sie wolten sich nye under den Deutschen orden geben, sunder sie hielten sich, wie sye fandirt waren?). Die thumkirch disses bisthumbs ist genant Frauenborgk, wen ein edle® frau noch von den alten kongos, das ist von koniglichem geschlechte, ire wonung zcu einer kirchen gab°), und so ist disses bisthumbes tittel: in der eren der allwegen jungkfrauen und gottes gebereryn und des heiligen apostels Andree‘), und dys seint heutte seine gutter Frauenburgk, Braunsbergk, Melsagk, Wormdit, Gutstat, Seeburgk, Heilsbergk, Bisschoffsteyn, Resell und Tolkemit ‘°) die stete, mit iren dorffern und zeubehorungen. a) feblt AD. b) A am Rande, ausgestr. alte. c) Von anderer Hand Allenstein, Wartinburgk am Rande In A. 1) Für den Abschnitt über Ermland war Grunau’s Quelle hauptsächlich die Chronik des Johannes Plastwig, de vitis episcoporum Warmiensium, Ss. rer. Warm. 141.f. 2) Ermland war bekanntlich das einzige preussische Bisthum, dessen Capitel nicht aus Deutschen Ordensbrüdern bestand. 3) Plastwig I, c. 53. "4) Die Kathedralkirche von Braunsberg wurde 1360 ad titulum 8. Andree apostoli errichtet, (od, Warm. In. 48. 5) Tolkemit lag nicht im Gebiet, sondern nur im Sprengel von Ermland.
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341. 8 2. Von seiner geistligkeit und clerisia mercke. Franoiseus Kuschmalez bischoff disses bisthumbs im jare Christi des hern 1449 hilt ein synodum, dan dy ketzerey Johannis Huss wolt ym einreyssen, daramb vorsamelte er sein gantz bisthumb von pristern und gab yn ein gut anzceigen zeu Heilsbergk mit schrift, das Joannes Hus ein ketzer were, und er fant yn der vorschreibunge, das under ym pfarkirchen waren 625, prister in der summa von vicarien, alteristen, caplanen, 1211,') den die grentzen gehen bis zeu Kongsbergk an den Pregell, und 'grentzet mit dem bisthumb von der Wilna und Plotzka. So hot es ane die grossen prebenden zcur Frauenburgk kleyne prebenden von thumhern zou der Gutstatt?), und über disse ist der bischoff collator, sunder uber die grossen prebenden ist es per abusum geworden Romisch, und der bobst vorgibt sy. So mus gleich- wol der thumprobst dem konige von Polen schweren mit dem voyte. 8 3. Von den Thonges hern. Bischoff Lucas Watzilrode wolt ym ein testament stifften, durch seinen suffraganeum Johannem Symboliensem®) lys dem preceptor ym Thoniges hoffe bey der Wismar antragen, wolten sy yn Preussen stacioniren, er wolte yn geben ein gebaut hospitall bey seiner kirchen mit seinen zeugengen. Und sy nomen es an und quomen ir wol* 6, und bischoff Lucas gab yn, was er yn zongesagt hette, und sie czogen aus und questuirten, dan es war neu und von den Preussen gantz an- genem, und sy erlangten warlich viel, wiewol man die testament den kirchen und clostern ubel hielt, wart aber dissen was bescheiden, es muste gefallen, dan sy geleubten, Sant Anthonius wer? *eyn herre *fol. 134a. übers feuer yn genner werlt. Sie legten aus der massen vil schweine ») wo) feat D. db) fehlt D. 1) Von einer Synode unter Bischof Franz weiss Plastwig nichts. 2) Das Collegiatstift von Glottau siedelte 1357 nach Ghutstadt über, Ss. rer. Warm. 1 54. 3) Ueber ihn s. Eichhorn in der Ermländischen Zeitschrift III S. 140-142. Für die Berufung der Antoniter nach Frauenburg ist Grunau die einzige Quelle, die ebendas. 5, 142 angeführten Stellen aus Treter sind auf ihn zurückzuführen. Erwähnt werden die Antoniter in der oben S. 309. angeführten Beschwerde der Danziger über die Heiligengeistbrüder von 1513, Hirsch, Marienkirche I Beilage IX (26); man fürchtete, sie würden auch nach Danzig kommen, :
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342 zeu, wen alk ir prediget war; wie »y S kntlomius herven wern und nit brüder, und. wer $. Anthonio em schwein gebe mit eym. opfer, der heit gedig* mit seinem viech, und wer allen ablas der kirchen und eloster hette, were wie ein hantvol wasser. widder ein. wasser vm borne, und wer yrem schweine, dem man ein glöcklein yns ör bantt, ain korm umb gots willen essen gab, von eym iglichen 5 jar aplas heite, und solcher stücke meh. Weiter war yn nit genugk, das sie nemlich im werder ire stacio hilten, vonn welcher sie nit ein klein. gelt namen, der gleichen auch schweyne entpfingen, sunder sy furen auch im winter von haus zcu haus umbe und nit boten, sunder wolten. haben 1}, scheffel gerste, wo aber ir mittebruder wonte®, der muste sich zcum wenigsten mit eym scheffel lösen. Dys und ander stücke mehe bewegten b. Albertum homeister, das er yn sein lant vorbot, wiewol sy ym vorhin jerlich hetten geben 40 mr. vor die admissio. Idach sag ers nymme an und vorbot es yn. So woren ‘sie auch trunckene leutt, darumb nanten die pauer den einen swynebawest, soybischoff und dergleich. Entlich ir preceptor wolt ire trunckenheit straffen, so ist eyner do und schlit yn, das er den tot davon hette, und entliefl. Hirumb wolt sy der bisehoff Fabianus yisifiren, und sie wolten nit, darumb so nam er yn, was bischof Lucas geben hette, und dy Lutterey quam och under sy, und sy renunciürten dem capitel locum und ezogen 80 wegk. '& 4. Momehe cioster.‘) So seint auch betelmonche closter yn dissem bisthumb Pre- dicatorum 2, eins czum Elbinge?) und eins zcu Girdauen, und dys® wart wüste yn der Lutterey;®) Heremitarım S. Augustini 3, eins zcu Resel, eyns zcu Patollen, do etwan der Preussen abgotter wonten, und dis wart wüste yn der Luttrey, eins zcum Heiligenbeil, dis wart such wuste von der Lutterey;‘) Minorum 4, eins zcum Braunsbergs und " a) gnedig D. b) mit wonten D. c) eins D, J) Ueber die Klöster in Ermland s. Töppen, Geographie S. 941. 2) S. oben S. 201. Anm. 3. 8) Das Kloster zu Gerdauen it nur aus einer frommen Säftung von 1477 bekannt, Geogr. 241. 4) In einer Verfügung der märkischen und preussischen Augustinerconvente von 1415, Cod. Warm. III n. 502, werden in Prenssen nur Rössel, Heiligenbeil und Comitz genannt. Doch führt Toeppen I. t. 241 nach v. Mülverstedi, N. preuss. Prorins. Bi. 1856. Bd. 2. S, 7, eine Schenkung von c. 1483 für das Kloster Pstollen an.
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343 eins zeu Wartenborg, und disse bliben mit nott. So seint in Welau der stat 2, eyns Berndiner, und dis ist gebrachen umb kriges willen, wor es lag vor der stat, das ander war Martinianer und wart wuste in der Lutterey, und dis treib alles bischof Jorg von Samlant.1) Zeum Elbinge ist ein Brigitten closter, in welchem orden die mater regirt den pater, und eine begine stroft einen geweyten prister.?) An der stat Elbingk ist nach ein raum vom schlosse so gros, wie ein gut schlos, mit 4 stsroken thormen, mit ausgefutterten graben, und it etwan gewesen das kornehaus vom schlosse zcum Elbinge. In welcher stelle die heilige frau Sant Brigitta ist gewesen gast weisse und der brüäder Deutschs ordens leben angesehen, und sie hat mit der ezeit Christum den herren gebeten, was sie von yn halten solle, und do es ir wart offenbart, das sie solten vortriben werden, und do dis geschag, stifften die Elbinger do suf die* stelle irer herberge ein *fol. 184 b. closter und satzten nonnen und monche dohyn irer geistligkeit und providirten sie wol, sunder es wolde mit yn nicht wachsen und nam abe, das nont eine nonne mit einem monche bleib, und ist heutte wüste 1521, prima Juli. Sint dem mal ist zeu Dantzka ein closter ires ordens, und nichst dorften bauen, sy gelobten iren tag zceu Foren and halten yn heutte®. Capitel II. $ 1. Von den namen der herren bischoffen, dy man bey yrem rechten lles. Anshelmus, wart geweyet zcu Thorne, wie gesagt ist vom legato ubir Warmia und dotirt, sunder es war gemeinlich von krigen vorterbet und war ym viel nit? eingereumpt.°) Disser war ein gro- monch, Bruno der bischoff von Olomuntz bauete ym und seynem capitel eine feste und stat und nante sie Brunosbergk, itzunt heist sie &) heatte 1521 D. b) nit fehlt D. 1) Das Minoritenkloster zu Braunsberg wird 1296 begründet, Ss. rer. Pruss. IV 648, das zu Wartenburg 1364, nack Wigand von Marburg Ss. II 545, das ältere zu Wehlau 1350, eb. 313, das jüngere c, 1500, Geogr. S. 242. 3) Dieselbe Phrase oben S. 125. — Ueber das Elbinger Brigittenkloster sind Urkunden in Elbing und Königsberg vorhanden, s. Toeppen, Geogr. 242. n. 156 und die ausführliche Darstellung in desselben Elbiriger ra S, IE 3) Plastwig 5. 49.
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344 Braunsbergk.‘) Er het 3 jar langk von seym. bissthumb alle jar eine silberne mrg. von Crusemole, von welcher er mit seinen thumbhera zcu Brunosborgk yn der ospellen Sanct Andree ire horas hilden, und ‚woren 7 mit dem bischoffe.?) Disser bischoff zeübrsch die heilige stat,°) wan die Preussen hetten einen abgot Curko genant, diessem vorbranten sy jor jerlich die ersten garben zeu lobe und disse stelle nanten sie yn irer sprache swentemest, das ist heilige stat. Anshel- mus beful, das man die eiche solt umbhauen, so war einer do und heuet im: grymme yn die heilige eiche, yn dem haue gleit das bepl und heuet ym selber yn das beyn mortlich,*) und man horte da anfl. Der bischoff aber quam und zcum ersten hib, die andern die eiche gantz vorbranten. Die Preussen erlangten mit behendigkeit das beil und wirdigeten es lange zceit auff disser stelle, do und itzunt von yn Heiligenbefl genant.5) Anshelmus sich mit den seynen befles und erlangeten irer kirchen gutter. Anshelmus wart von den Preussen auff Brunosbergk belegt, sunder sy gewonnen es do nit.. Als die Preussen abczoogen, Anshelmus mit den seinen nomen, was sy hetten, und branten Braunsberg yn die grunt und quomen gem Eibynge. Idach waren es unwilkomne geste.*) Vom grosser muhe yn seym alter Anshelmus zcum Elbinge starb und wart yn Sant Annen capellen auf dem schlosse begraben.) Zcu wissen, wie gemeiniglich alle eronicken sagen, das disser sey ein gromonch gewesen, aber das re- gister der kirchen von Warnia das gar nicht gedencket.®) a) im fehlt D. 1) S. oben S. 229. Quelle ist. Plaswig S. 50. 51. 2) Plastwig S. 49. 50. Die Zahl der Domherren (16 in der Urkunde, Cod. Warm. In. 48) hat Grunau zugesetzt. 3) Die Quelle der folgenden Erzählung ist in des Aeneas Sylvius Capitel d Littuania, avs seiner Schrift de Europa, abgedruckt Ss, rer. Pruss. IV. 238—39, m suchen, woselbst der Bekehrer der Litthauer Hieronymus einen heiligen Baum in Liuhauen fälk, Grunau überträgt diese Handlung auf Bischof Anselm, den Plasteis S. 49. in allgemeinen Ausdrücken als Beförderer des Glaubens feiert, Die Verehrung des (Gottes Curcho kannte er aus der Urkunde vom 7. Febr. 1249, s. oben S, 252. 4) Aen. Sylv. Ss. IV 239. 5) Die Verbindung von Heiligenbeil mit Curcho ist unbegründet. 6) S. oben S. 239, 240, 7) Bei Plastwig S, 50 heisst es nur: sepultus in Elbingo. 8) Ich glaube nicht, das man berechtigt ist, aus dieser Stelle auf die Bemazes einer anderen Chronik Ermlands, als der Plastwig’s, durch Grunau zu schliessen, dem gerade hier erwähnt Plastwig S, 50: prout in registris antiquis (er meint damit den liber privilegiorum antiquus C 1, des Frauenburger Archivs) reporitär. “
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345 Heynricus I. disser war techent zcu Brunosbergk') und wart elegirt und er besatzte gar wol die dorffer?) und er legte auf disse, stete Braunsbergk,.do ay nu leyt®), und lies sy Lübisch recht erkysen,t) Wormdit, Gutstadt ag höffe bey ym woren. Zcu. seiner zceit wonte ein frau,* die witwe war, genant Zoupna,. auf den Sonnenberge, der *fol. 13a. Nartzen vom: geschlecht der alden Preussen guttes adels, und hilt das lant inne auff 3 meyle breyt umbherr. Und sy kein. erben hette, dsumb reumete sy dissem bisschof und seym capittel eyn ire gütter, .dovon bauete er !, meyle von irem. hoffe. kirche und wonunge vor seine capitulares und nanten es Frauenborgk und machten die kirchen zeu einer mutter aller kirchen seines bisthumba°) und lies sy intituliren yn Lateyn Warmia und starb alt und leit yn Warmia begraben. *) Eberhardus, disser war thumher zcu Warmis und wart elegirt und confirmirt, er bauete und gab statrecht Wormdit, Gutstat und Heilsbergk und gab yn das Colmische recht zcum brauch yn. yren hadersachen.’) Zeu seiner zceit hette der Deutzsche orden Bartensteyn eyn, Schippenpiell und sust mehe gütter seyner gütter der kirchen, und er bat Siffridum von Fuchtwangen den homeister, das er yın seiner kirchen gutter wolde einreumen. Er gab ym aber ein unbescheiden antwort, dorumb schickte Eberhardus auff und er- langte vom babst reseriptum, wolden die Deutschen brüder ym sein zougeteiltes landt .nit einreumen, so solten sye wissen, er wolt sie priviren irer privilegia, und der homeister ging es an, und man gab ym seine gütter. Idach er muste einen bruder seines ordens aufne- men zcu eym vogte, und hot.gewert bis sie Preussen vorloren, das ist, bys die zceit Franciscus Kusahmalez bischoff wart.®) Disser kaufite yn es abe. Ebarhardus starb alt und leyt zcu Warmia.°) 1) Heinrich Fleming (1279— 1300) war vor seiner Wahl Domprobst, (:od. Warm. II n. 538. 2) Plaswig S. 50. 3) Nach Dust. III c, 140 Ss. I 119, 4) Plastweig S. 50 sagt nur civitati Drünsberg. . privilegium concessit.) Dass die Stadt mit lübischem Recht bewidinet war, kann Era aus eigener Kenninisse hinzugesetzt haben, 5) Plastwig 5. 51. Die Namen Zoupna, Sonnenberg, Nartz sind wohl nur Zu- sätze (rrunau’s, bei Pi. finden sie sich nicht, 6) Plastwig S. 58. T) Plastwig S. 53. 54. exposuit et.fundavit, 8) Dieses ganze Gerede beruht nur auf der Erwähnung Siegfrieds von Feucht- wangen bei Plastwig S. öf. 9) Plastwig S. 53.
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346 Jordanis, disser war zcu Warmia thumher und dy seinen yn elegirten, sunder er war stetes krangk und war ag 2'/, jar bisschoff und starb auf Heilsberg und leit zcu Warmia begraben ym chore.') Heynrious II, Wogenap genant, der geburt von Kongsberg ‘ein Preusse.?) Disser war thumher zeu Warmia und wart vom capitel erwelt. Er fant ein wuste lant, wen es war fast vorbrant von den undeutzschen Preussen. Dorumb gab er iglichem paur frey 5 jar lang, der do bauen wolde, und besatzte also widder sein bischthumb, wywol man yn dorumb nydte. Er gab den groen mönchen widder ein urlaub ein closter zeum Braunsbergk zcu bauen, wen ire vorige wonunge hetten die burger vom Braunsbergk vorbrant, darumb das ein ubeitheter durch der mönche wonunge wegk quam vom glet* und brante auff die stat.°) Der bischoff starb und leit auff Warmia begraben.*) Jacobus, Michael, Henemannus. Zceu wissen von dissen dreyen, das Jacobus war des Deutzschen ordens ein gelarter magister. 80 hat der homeister bruder Wernerus von Orsolen vil bey hoffe erzcogen, welche thamhern woren gemacht von irem bischoffe durch seine vorbete auff Warmia, und disse auf begeren des homeisters *fol, 135b. erwelten diesen Jaecobum, wen der Deutsche orden* het gerne das bisthamb gebat®. Das ander halbe teil der thumhern waste wol, wy schlym die andern kirchen vom orden gehalten wurden, und wie man ire gutter nam, elegirten Michaelem ein dootorem. Disse beide quomen gen Rom und czogen darnach mit dem bobst gen Avinion, und do lies Jacobus Michaeli vorgeben, und starb. Dis erfur der babst und priviret Jacobum aller seiner gerechtigkeit. So weis ich nit, wovoR wart er auch yn kurtz tot gefanden.°) So balt dis vor den homeister quam, ehe die capitulares zcu der electio quemen, gab er das bisch- a) gelt D. db) fehlt-D. 1) Plastwig S. 55. Die 21], Jahre berechnete Grunzu aus den hier angegebenen Todestagen Jordans und seines Vorgängers, 26. Nov. 1328 und 25. Mai 1326. Dass er stotes krangk war und zu Heilsberg starl, sagt Plastwig nicht. 2) Seinen Geburtsort kemt Plastwig S. 55 nicht. 3) Alte diese Einzelheiten finden sich nicht bei Plastwig S. 55. 4) Pl. S. 55. 5) Plastwig S, 55 spricht hier nur in Andeutungen: eoeperunt igitur duo in discordia contra iustitiae praeceptum pracesse . . . super ecclesiae titulo in caria papae, quae tunc erat Arinione, litigare, quae lis duravit annis quatuor. Tandem unius decessu et alteri non inris praetextu silentio imposito cansa finem sortita ...08t. Grau weiss natürlich die Namen der beiden.
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347 thumb wie ein pstron seym kentzler mit namen Heneniannus genant und schickte yn zcum bobste, sunder es wart von dem capitel erwert, wen sy probirten das, wie der homieister und der Dentsehe orden nit ein patron: were, und Heneman muste heym zoihen. Do vorsohmuren äch die Deutzschen brüder keinen andern bischoff yns lant zeu lossen!), und dis gezeencke werte 8 jar.*) In welcher zoeit die cA- pitulares aussalzten, und die stat Resel gebant wart, Melsagk und Allensteyn, dy stete, mit Colmisehem recht.°) Hermannus eyn her von Erbensteyn aus Merhern des koniges Johannis I von Bemen orator und einiger rot yn noten.‘) Dissem der bobst Benedietus XII durch heymlich underweysung etlicher prelaten wart geruffen und ym do das bischthum yn Preussen auff Heilsbergk uber Warmia gegeben, dan man vorhoffte sieh, der koning von Behmen sein herre wurde ym wol einhelffen, und es geschag such, wie er begert hett. Der koning von Bemen Johannes schickte seinen marschalck mit Hermanno, yn yn sein bisthumb satzten, und der homeister mit den seinen bose gedult hetten.°) Bis zeu seiner zoeit der voyt des capitels naın ein alle zeynser und teylie sie aus, halb dem bisschoff, halb dem capitell. So quomen sie dorauff, das man yn zcu kortz thett, und der Deutsches: ordens was, vorgas sich* nit mit etlich tausent gulden, wen das capitel het aufzcuheben mit dem bisschoff 62 tausent mr. Darumb erlangten sie oommissionem und teilten die gütter, der bisschoff behilt Brammsbergk, Wormdit, Gutstat, Heilsbergk und Resel, Bartensteyn und Schippen- pill, die thumhern 'Passenheym, Allensteyn und Melsagk.*) Item er bauete Seborgk und Bisschoffsteyn und dy neustat vom Braunsberge und starb auf Heilsberg und leit cu Warmia begraben.”) Johannnes I, disser war techent zca Warmia®), und der ho- a) sie D. 1) Henemann und diese Einmischung des Ordens beruhen nicht auf Plastwig. 2) Vier Jahre Plastwig S. 55. 3) Plastwig 5. 56 nennt nur Rössel, 4) Hermannus de Praga decretorum doctor eximius, in curia papae auditor Botae Plastwig 5, 56. 5) Davon ist nichts begründet ‚ als dass Benedict XII. Hermann einsetzte. Plastwig S. 56. 6) Von einer Theilung der Güter zwischen Bischof und Capitel spricht Plastwig S, 57—59. — Pussenheim gehörte nicht zum Bisthum Ermland. 7) Plastwig S. 56. 57. Bischofstein nd den Todesort Heilsberg hat Grunau Ainzugeseizi, 8) Plustwig S. 60.
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fol. 136 a. 348 meister mocht es yn nit vorsagen, das er nit einneme sein bisthumb, Disser erlangte, das seine kirche nymand solt underthan sein, ag alleine dem bobste, wen der *bobst ir. fundator und dotater were, Do- mit der ertzbisschoff von Riga auch betrogen wart, und der homeister mit seym orden. Disser hot geweyhet das oloster zeu der heiligen dreyfgldigkeit, Patoellen genannt, wen nit ferre dovon war Rickoyot der thum der Preussen yn irem irthumb und die unglaubliche grosse eiche mit den 3 Preusschen götten Patollen, Potrimpo, Perkuno, do- von ist gesagt wurden. Der homeister Wynricus Knyprode erfur, wie nach heimlich die Preussen besuchten, er gebot b. Henningo Schinde- kop, das er die eiche mit den götten ummbbibe, und juncker Peter Nagel vom: Sehe ven seym gutte das closter baute!) Johannes der bisschoff fundirte den 'stock zcu Heilsberg yn maur. und lieg yn aus- füllen und ezogk yn auf mannes hogk, der gleichen Resel, dornoch Seborgk und die kirch zeu der Frauenborgk.?) Umb dys bauens willen der homeister mit seinen brüder ym gerne zcu wolten, sander nit torsten, wen sie hetten itzunt den namen in Deutschen landen, wie sie durchechter weren der priester. Johannes starb und leit zcu Warmia begraben.) Johannes II Streyffrock genant, eins burgers son von Leiptzka und war thumher zeu Warmia.‘) Der homeister langete das capitel an, das sy wolten .einen von seinen gutten freunden erwelen, des geschlechte. es umb seinen orden vordinet hette. Im wart geantwort, es möohte nit seyn, ‘wen sy hetten sich nu vorsorget. Disser Johaunes bauete die stat Wartenborgk,®) und sein bisthumb war allenthalben wol besatzt, wen sich? ein knecht ym gantzen lande sassen wolde, zcogk er yns bisthumb, und man halff ym do, sust war im gantzen lande grosse beschwerunge armer leutie. Dem. bisschoff erwuchsen feynde, die ym mechtigen schaden theten mit bornen, und nymant von den seynen sicher war.*) So fing an der compthor von der Balga bruder Siffridus von Hatzenbach und grentzte mit ym und czogk ym abe 600 huben und Bartensteyn, wiewol der bisschoff 100 alte a) sie D. db) ündt D. 1) Von allem bisher von Johann Erzählten weiss Plastwig nichts. 2) Plastwig S. 60. 61. 3) Plastwig S. 61. 4) Die Herkunft giebt Plastwig nicht an, nach .S. 61. war er custos ecclesiae. 5) Plastwig S. 62. 6) Plastwig S, 62.
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349 menner hette, dy es an eydes stat sagten, das die grentzung wer des bisschoffs. Der pfleger von Rastenburgk nam eyn yn steten als® Schippenpil und fest mit 28 dorffern, mit grossen seen umb 800 huben, and man pflückte es von allen seiten, auch nam do maseetheym die stat mit yrem gebitte.*) $ 2. Von oym handel umb gerechtigkeit willen. Johannes der bisschof erolagte. sich der gewalt durch briffe vor dem babste und keyser, und sie schriben dem homeister 'Wynrico, ex solt der. kirchen van Warmia ‘gerecht werden, Dis ging dem ho- meister nahe und saym orden, das man yn fremde lande ‚uber sie kette geschriben von den, die yn inen landen wonten, und ‚man satzte dem bischoff und seym oapittel ein tagk auf Johannis* baptiete mik =fol. 136b, ohristlichem. gehorsam yn ein darf Neukirch genaut ym Tolkemitigchen gebitte.?) Der bischoff und der homeister quomen, der ‚bigschof wart beschuldiget wie ein vorreter der..geschriebenem brieffe halben uber den homeister, der sein patren.were, und soleher worte vil.‘ Der bisschof sprach: ich hab geschriben. mich der gewelt beelagende und ungerechtigkeit, die meiner kirchen geschiet, wie ich es kan beweren. Der homeister fiel ym’ mit zcorn ya die worte und sprach: ach pfaffe, mit bose vortreibt man boges, ir pfaffen fürt ein ubermuttiges® leben mit vorlossenheit yn den güttern, dia euch mein orden umb gotis dinst vorligen hot, welche sie mit dem blutte‘ gekaufft haben, und kurtzlioh, die abgegrentzten huben werden euch nit widder, und solten alle pfaffen unsinnigk werden. Schwerlich gunt man dem bischoffe zcu reden: er antwortet: das wir bose sein, weis got, wer under uns und euch der froımmeste ist und seinen orden recht helt. So ist dach dis nit recht, das man uns das unser nimpt, unvorhorten sachen, das wir sie vorlisen mussen. Auf das ander, so viele briffe bezceugen, so vil ich finde, das Preussen euer ist, das euer orden mit seym blutte nicht eins pfennigs wert uns geben hat. So fiel aber der a) in steten als in A am Rande, in D fehlt als. b) mit D. c) ubermuttiglich D. 1) Plastwig S. 62. sagt nur multasque villas, nemora ot lacus successive soelesiae abstulerunt (magister et ordinis aui fratres). Die sänmtlichen genannten Orte haben nie zum ermländischen Gebiet gehört, vgl. Ss. rer. Warm. I 67. Anm, 34; den commendator Balgensis (Uhich Fricke) ale Beschädger Ermlands nennt Plastwig S. 67. 2) Piaswig S. 63,
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350 homeister dareyn und sprach: und wen ir pfaffen ag .ein. pfennigk hettet, so wert ir dach nit eins pfenninges wert. Dorauf sprach der hischoff: mein wenigsier clerious ist wirdiger dan gentz Preussen, wen Preussen euch umb unsern willen ist gegeben wurden. Da sprach der homeister zcu den seinen: solche werte ‚hetten die hundes- buben von Riga auf dy unsern auch, und brachten die unsern yn not, so wil ich dissem yn Preussen vorkommen‘), und zceut aus eyn silbern degen und sticht nach dem bischoffe,?) sunder der bischoff wart vom comptor vom Eibinge®) wegk’ geczogen, und legten sich hern da- 30wischen, and czogen so won einander. In..dem selbigen nacht der bischof‘ Johanmes und Johannes canter und thumher 'zcu Warmis nomen ire register und ozogen ken Arvinienf) und erlangeten 3 sen- tentz,*) widder disss sppellirte der homeister zeum bubeste gen Rem, wen: es wär soisma in eoclesia.. Under der zceit starb Johannes zcu - Avinion®), und der cantor treib die sache, und wart niehst dorauss, und *fol. 1378. disser. Joannes brochte es so weit, das der keyser Greta IV sein bisthumb dem reiche inoorporirte, 1805.) ' Heynricus Ill Zorbom genaut, eins gewappenten hänge on vom Elbinge, disser war des keisers Oareli IV proourater zcu Avinion durch Johaanem von Essen camtorem und thumhern von’ Warmia. Der bobst weyhete dissen Hoynrieum zou eym bischoffe ubir Warınia®) und beful *yn dem keiser, das er ya vorschaffte yn sein bisthumb. Sint dem mal der orden mit den Polen vil handel hetite vor dissem keyser,?) sie liessen dissen bischoff ein nach begeren des keisers, wie- wol sie alle ein eidt hetten geschwozren, die ym orden woren, keinen werltlichen® bisschoff mehe zeu haben, der nit des ordens were. Das abewesen Johannis Streyfrogk des bisschofs und sein elende werte a) fehlt D. b) AD wertlichen. i) Alle diese Reden sind nur Ausführung von Plastwig’s Worten S. 63. 2) Plastwig S. 63. extracto . , cultello, quo praecinctus erat. . . episcopum interficere voluit. 8) Per circumstantes ebd. S, 63, 4) Plastwig S. 64. 5) Plastwig 8. 75. 6) Plastwig S. 76. 7) Granau scheint die Urkunde Karls IV vom 20. Aug. 1357, durch die er dem Bischof Johann von Ermland alle Freiheiten seiner Kirche bestätigt, gekunnt m haben, Cod. Warm. II n. 266. 8) Plastwig 8. 76. 9) Ofenbar eine Verwechslung mit Sigismund, dem Sohne KarPs IV.
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351 5%, jar,') in disser zeit der hameister. alle zeinse und renta nam, wand der koemeister Conradus Zolr satzte einen pfarker van der Preuschen- eylaw zcu ey thumbern auft Warmia. Dissem der bisschoff und sein capittel nach laut der kirchen privilegia nicht wolten poasesgio- nem geben. Bo war disser prister lange. zceit des. bissohofise auf Heilsbergk sohreiber gewesen und wuste wol umb :die..register..und, . villeicht eins wegkgebrooht. Durch dissas pristers angeben der: har meister aber mit dem bisschoff grentsete umb Wartenborgk, umab.r Allensteyn, umb Melsagk und nam yı 450. huben, den besten geniass der selbigen lande, und wolse yn nach weither molestiren, ..das ex yım solt widder geben allen. nute, den er von diesen. und :sndem ab» gegrentstan landen genommen hetke, und! wiewol ‚der hissahof: aus briffen und lebendigen gezoeiıgen .das seine wol bewerte, meockt ya dach nicht helffen. So legte sich der keyser dareyn und sohickte dem bisekoff von Bresiaw hyneyn, und wart da gemacht ad redimendanı rixam, das der bisschoff renunceirte die 3 sententz, die ‚Johannes Btreifrogk mit so vil tausent gulden: erlanget. Also thet. sich rechen der prister Johannes Posilger genant, pfarher zcu der Preusseneylaw.?) 8 3. Von der sunde und busse der von Braunsbergk. Disser bisschof gewan zcu finde zeum ersten sein capitel, darumb das er die 3 sententz auff dem homeister und seinen orden erlangt von seym vorfar renunccirt het ane iren willen, so furt er auch ein grossen hoff und hielt vil Behmen, und war ein wilt wesen an seym hoffe, hieryn volgte yn der bischoff und gab dem obrigen gesinde urlob.?) Von den sententz aber sprach er, er het eg gethan darumb, das sy ein stücke brot möchten behalten. Den vom Braunsberge vorschmeet es, das sie solten ‚pfsffan- kmechte sein, sie trugen es dem homeister an, ab er sie wolde auf- nemen, sie wolten nymme unter dem bischoffe sein. Der bomeister mit seinem rat wegerten das, besorgten sich, die yren mochten es mit a) und D, i) Am 26. Jan. 1372 war Johann noch im Ermland, Ss. Warm, I. 64. n. 25, am I. Sept. 1373 starb er in Avignon, eb, S. 76. 2) Plustwig S. 77 erzählt, Johannes de Pusilia, plebanus in Ylaw, ses einer der Schiedsrichter gewesen, welche den Bischof übervortheilt hätten. 3) Plastwig S. 78.
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352 der zoeit auch thuen, so man die Braunsberger also wurde aufnemen.‘) Im kurtzen quam es vom’ homeister vor den bisschoff, was die Brauns- bergischen burger ym sinne hetten, der bissohoff quam mit 30 pferden gem Braunsberge und ruffte den rot.vor sich und vorzcalte in alle ir bosheyt, und sie fiellen yn fage. Der bisschoff satzte yn auff eine *fol. 187b. geringe busse, der *rot quam auf :das rothaus und mächten der ge- meineh so grossen grauen, wie unchristlich das man sie handelen wolde, #0 ist die gemeine auff und wolden den bisschoff erschlon, sunder er quam 'hinden auss und. entran zcu fusse.*) Der ‚hoemeister scum exempel der seinen den bisschoff anhielt, er solt es: mit krige straffen. :So nam: der bisschoff sein lant und gquam vor den Brauns- berglt yn kriges' weisse. Ir botschaft vom homeister quam heym und sagten seine worte, er wolte vorreter helffen töten und mit nichte beschirmen. Do bant erst der rat ein iglicher einen strangk an seinen hals:und ging auff blosen knyen vor den bisscheff und erlangten gnade. ‘Sie musten geben 2 tausent gulden Ungarisch adder tausent mr., wen ein Ungarisch gulde galt !/, mr. Preusch, und musten allen schaden widderkeren, den: sie gethan hetten ym aufflauff, und 'musten eine hoche maur bauen an das schlos vor dy stat, die sie* gebrachen hetten.?) So wart zcu seiner zceit homeister yn Preussen bruder Conradus von Wallynrot, der sich offentlich nante gotes frunt und aller geistlichen feint.*) Dissem musten alle geistliche ym lande zcum tische der eren gelt geben 30 guülden Reinisch meh weniger, darnach er ym gonstig war. Vom tisch der eren wirt gedacht werden, so man schreibt von dissem homeister.) Der homeister wolt Rangnit fertig haben und Memel die schlosser, darumb so musten alle paurn umb- ozech, die den geistlichen anhorten, dohyn und helffen bauen, und der das nit thet, dem nam man leib und gut.*) Dys vorbot der bis- schöf Heynricus den seinen, dogegen schickte der homeister reuter und lis allen paurn im bisthumb, die auff: den eckern woren und arbeiten und nicht des homeisters gebot thuen wolten, hende und a) fehlt D. 1) Von diesem Anerbieten weiss Plastwig nichts. 2) Etwas ausgeschmückt nach Plastwig S. 79. 8) Plastwig S. 79. 80. 4) Plastwig S, 81. nennt Conrad von Wallenrod tyrannus marimus et du- rissimus ecclesiaram persecutor, omnis virtutis hostis sceleratus, : 5) Den Ehrentisch entnuhm Grunau aus der älteren Hochmeisterchronik, Ss. rer Pruss. III 619 u. 620. 6) Plastwig S. 81.
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353 fusse abhauen.‘) Drumb die paurn ausrichten 500 man ken der Mymel, 500 ken Ragnyt in dy arbeit, und die zcu der Mymel worden alle erschlageu aın tage des heiligen leichnams von den Samayten.?) Disser bisschof starb, als er hett gebaut Bischoffstein®;, und leyt zeu Warmia.‘) Heynricus IV: war genant Heilisberg vom Vogelsange doctor und thumher zcu Warınia, er quam mit frid yn sein bisthumb und wart zcu Heilsberg yn der pfarre geweyt.’) Zcu seiner zceit vorlor der orden den streit auf dem Thaunenberge, noch welchem Jer konig von Polen Wladielaus Jaglo mit seinen ..hauffen vor Marienborgk 20ogk. Wittoult des konigs vater bruder son wolt mit seyn hauffen nach Kongsbergk. Im czogk entkegen der bischoff Heynrich und yn uberkaufte, das er sein lant nit brente, und es® bleb auch unvorsert.®) In solchem vil der konig von Ungern Sigismundus yn Polen, und die Polen musten sich mit den Littauen weren. Als die Polen wegk woren, wart hoemeister bruder Heinrich Reus von Plau komptor auff* *fol 138a der Mewa.’) Disser nam ein das gantze bisthumb von Heilsberg und suchte den bisschof zcu töten und schalt yn vor ein vorreter, wen die Litten hetien gantz Preussen vorterbt, sein bisthumb ausgenommen.®) Der bischof quam zcum keiser Sigismundo und legte ym seine sache vor, und geschag, das die Polen und der Deutsche orden ire sachen vor dem keiser handelten, und er eutschiedt sie, wie gesagt wirt werden. So wolt der keiser, das der orden den bisschoff solt ein- lassen, wen der hoemeister mochte nit probiren, das der bisschof vor- retterlich gethan hette, darumb solte der homeister der kirchen von Warmia geben 50 tausent Ungarische gulden, aber 25 tausent margk, wen der gulde galt Y, mr. Preusch. Der orden hette 4 jar lang dis bisthumb inne,°) so wart do ein lantvogt gesatzt, bruder Lux von a) 11 D. db) fehlt D. c) sie D. 1) Ebendaselbst, 2; Das Tagesdatum ist Zusatz, sonst nach Plastwig S. 81. 3) Plustwiy S, 79, 4) Plastwig S. 82, 5) Plastwig S. 82, 6) Plastwig S. 82. 83. Doch ist hier auch Johann v. Posilye's Bericht, Ss. 111 319 mit hineinverwebt, 7) Soll heissen: von Schweiz. 8) Nach Plastwig 5. 83. 84. 9) Plastwiy S. 94. 23
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354 Helffensteyn.‘) Disser hett yn seinen beutel von büsse der burger und pauer ag 58 tausent mr. Preusch gelegt.?) Der bisschof quam heym und nam sein bisthumb widder ein und starb im selbigen jare und leyt auf Warmia begraben.°) Johannes III Abetzier genant, eins burgers son von Thorn, doctor und thumbher zeur Frauenburgk, aber zeu der zceit des bobestes Mar- tini V kemerer.*) Disser:wart elegirt und ym concilio zcu Costnitz ge- weyhet.°) In dissem concilio solt es erkant werden, weloh teil kegen einander ungerecht were, die Polen, aber der homeister in Preussen in iren sachen. Die Polen quomen vor und trugen vill artickel® an auf die brüder.®) So war do Johannes von Wallenrot, ertzbischoff von Rige') aus Leifflant, Deutzsches ordens proourator des homeisters. Disser wart voeirt, das er antwort gebe den Polen auff die anclage uber seinen orden, und er alle dingk vorjabete und hub an und vorgzoelte auch die ungerechtigkeit, die der orden hette yn Leifflant gethan, und beschlos, wie sie alle ubeltheter und vorfolger der geistligkeit weren. Über dis protestirten es die Polen, und man bedochte sich in 4 wochen einen sententz zou geben.?) Zeu der zceit der neue bisschoff von Heilsbergk dissen handel dem homeister durch postpferde schreib.?) Der homeister schickte balde botschaften auff und sunderlich durch postpferde dissen batt, das er dissen dingen wolt gutten rot finden, er wolt es mit seynem orden umb yn und seine kirohe vordienen, und der bisschof bracht es auch so weit, das der bobst und das conoilium die sache auffischuben und wolten legaten senden; domit het das eoncilium ein ende. Johannes quam in sein bisthumb, die capitulares sogen, wie der homeister und der bisschof gutte freunde waren, BY langeten yn an, das er den homeister manete umb die 50 tausent a)ira D. 1) Zucas Lichtenstein nach Plastwig S. 85. 2) Diese Angabe hat Grunau hinzugefügt; bei Plastwig S. 85. 86 findet sch nur eine Notiz über die Erpressungen des Hochtmeisters, 3) Plastwig 8. 85. 4) Johannes Abeczyer, oriundus de Thorun, eiusdem eecclesise pras- positus et canonicus deeretorum doctor, auditor rotae in concilio Constantienai Plastwig S. 86. 5) Plastwig S. 86. 6) Plastwig S. 86. 7) Ihn nennt Jokann von Posilye Ss. III 357. 8) Davon wissen die (Quellen nichts. 9) Von hier an folgt Grunau wieder Plastwig S. 87.
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35 galden Ungarisch, er sprach: selet, welche zowetracht unter den brüdern ist, das sie nymande obediren, ich wil ir nach ein weile ent- peren umb frides willen. Dach quam er in grossen has der bru(*)der *fol. 138b. und wolte aus dem lande, sunder zen Thorn durch bete auff hilt, do- mit sein orden nit weither in vorachtung der christenheit queme seinenthalben; und er kart umb yn sein bisthumb und starb auf Heilsbergk und leyt zen Warmia begraben. ‘) Francisous Kuschmalo2”), der geburt von Resel, eines schmides son‘), doetor und probst zcu Warmia. Disser wart erwelt vom capitel und confirmirt vom bobste und wart zeu Heilsberg geweyhet yn .der pfarkzch.*) Disser lies aus Schweden 600, aus der Masau 900 pferde brengen und kü mit anderm viech, wen 2 iar lang war den seinen das viech ganta abgegangen, und teilete es widder aus.°) Disser war gro® freant mit dem homeister zcu seym schaden, und der ho- meister bruder Conrat von Erlichausen legk ym abe 3%, tausent gulden Ungariseh, mit welchem gelde der homeister erlangete, das er mochte yn das capitel Warmia setzen 2: bruder seins ordens. Do- widder was das capittel und appellirte, und wart darunder von beiden teilen vorzoert 12 tausent gulden R., und der homeister vorlor die sache. Und sint dem mol der bischoff mit dem homeister gut freunt war, hetten yn die capitulares vordechtig und vocirten yn yn ir eapitbel und sagten es ym do, wie die freuntschaft, die er mit dem homeister hett, wurde ym ein vorterbnis sein.*) Yn kortzen tagen dy pauer umb Braunsbergk und umb Melsagk wurden angehalden von bruder Gumprecht von Losensteyn, voyt im bisthumb,?) das sy solten dem capitel ag halbe zeinse. geben, wen so hielten es die alden register. Dys gingen die psuer an, Sonnewalt, Gabelen und Lichtenwalt aus- genommen.®) Der bischof celagte dis dem homeister uber seinen bruder, und der homeister gab widder das privilegium, das fortmehe a) w. g. 3mal D. 1) Plastwig S. 87. 2) Kusmalez nennt ihn zuerst das Pelpliner Necrologium, Ss. rer. Warm. III 2983. 3) Duvon wissen die echten Quellen nichts, 4) Plastwig S. 88. 5) Plastwig S. 88, die Zuhlen sind jedoch von Grunau hinzugeselzt, ebenso die Gegenden. j 6) Nach Plastwig S. 89. T) Von ihm weiss Plastwig nichts. 8) Plastwig S. 89. 28°
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*fol. 1398. 366 kein ordens herre solt yn seym bisthumb voyt sein.!) Nach dissem ruffte der bisschof ken Heilsbergk alle eldeste paurn, gleich wolt er ir sachen vorenden, und sy quomen alle auf das schloss, und weysete yn dy register, sy woren aber ires synnes und wolten seinen registern keine stat geben, drumb vorgas sich der bischoff und satzte alle paurn eyn und lies sy fasten, wolten sy auskommen, sy musten thun, was er wolde?.) Noch disser zeeit umb homuts willen und grausammigkeit des neydes der ordenshern yn Preussen wolt das lant von Preussen nynıme leiden, und entsagten dem hoineister bruder Ludewich von Erlichausen und nomen den koning von Polen auff zceu eym beschutzherren Cazimirum. Franeciscus auf mit bruder Heinrich Beus von Plau und mit seym gelde, und quomen zeum keiser Fridrich und nichst be- sunders ausrichten, den das der bisschof vor den orden auslegte 8 tausent gulden Ungarisch, und er quam in Preussen und wart auf Marienborg mit dem homeister 18 wochen *belegt.) Dornach schreib* er seinen steten, sy solten yn heym holen sunder sy sagten ym auff alle trau und guite zeuvorsicht, so ozogk er mit grossem gelde gen Breslau und kaufte ym do zeinse und starb auch do und leyt in Sant Johannis kirche.*) Eneas Silvius. Disser Eneas Silvius war der geburtt von Senis und war zcu der zceit cardinal Sancte Sabine und wart also elegirt.°) Die kirche Warmia, das ist Frauenburgk, hetten die Behmen yone, und ire pferde stunden yu der schonen kirchen.*) So woren die thumhern vorstroet, wen es war mechtiger kriegk yn Preussen, 4 woren zeu Kongsbergk, die man von Allensteyn dohin gefurt hette, und disse elegirten Arnoldum cantorem und thumhern der kircheh Warmia.’) So woren 4 zcu Grosse Glogau yn der Schlesie und disse elegirten Johannem Kutkonem des koniges Cazimiri oratorem zca Rom und techent zcu Gnysen. So woren 4 zcu Dantzka yn Preussen a) fehlt D. 1) Zusutz Grunaws, 2) Plustwig S. 90. 3) Nach Plastwig S. 90—92, jedoch "verkürzt, 4) Plastwig 5, 94. 5) Plastwiy S. 95, 6) Durüber beklagt sich u. A. das ermländische Domcapitel in einem Schreiben an die Cardindle, angeführt zu Plastwig S. 95. n. 95. 7; Plaswig S. 97.
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357 und disse elegirten dissen Eneam Silvium*), und ein iglich part schreib motivum suum, warumb sie disse erwelt hetten. So thet Calixins III der babst eins, angesehen, wie der cardinal Eneas Silvius den Deutzschen augenem war, gab er ym dis bisthumb®), und Cazi- mirus der koningk vorwillete es auch und gab ym durch procuratores possessionem.) Sunder ym selbigen jare starb der bobesi, und Eneas Silvius wart babst und lies sich nennen Pius II in seiner obedienoia.°) Paulus war ein Preusse, edel der geburt, der von Legendorff, diesen weyhete ubir dis bisthumb der babst Pius II von alter be- kentniss wegen und umb seiner frommigkeit willen und gab ym mitte proeessus*), und der konig und der homeister solten ym eingeben . seiner kirchen gutter, und er bey vorlust der selbigen solte keinem teil zen helffen beyfalien, und es wart ym eingereumet, und er hilt es auch mit nymande, sunder er czogk umben, und het gerne fride ge- macht, sunder es war gantz vorlorn. Jdach mit der zceit, als er war ca Thorne, do man fride machte, wart ym vorgeben von eym tro- mitter des homeisters, wie er sich denne offentlich rümete, und er quam gem Braunsberg und starb do und wart do yn die pfarre be- graben, wen es war seer heys und stangk seer ubel.°) Albertus*®, Vincencius, Nicolaus. Disser Albertus hies - Opporoffsky*), und der konigk von Polen Cazimirus sagte ym czu yn die hant das bisthum, sunder er fant yn mit der czeitt auf eym stuck der vorretereye, darumb als Albertus nach zou Crockau war, investirte Cazimirus Vincencium Kyelbaza den bischof von Culmen- sehe und bischof von Risenburgk. Er quam ubir dis dritte bisthum und wolt es einnehmen, so wolten sie nicht, wen Albertus war auch vorhanden und beweysete konigliche vorschreibunge, sy solten sich miteinander vortragen.) Indem ’so quam Nicolaus von Thungen a) in AD am Rande: aliqal 1lbri habent Andreas nomino. N) Plastwig S. 96—97, uber umgekehrt zu Glogueu wird Aenens Sylrius, in Dansig Johemn Lutconis (nicht Kutko) erwählt. 2) Plastwig S. 98, aber ohne Angabe des Grundes, 3) Plastwig S. 98. 4) Plastwig S. 98. 99. 5) Das Gerücht der Vergiftung erwähnt die dritte Fortsetzung der älteren Hoch- meisterchronik, Ss. III 706. Das Begräbniss in Brawmsberg nach einer dortigen In- schrift, s. Eichhorn in der ermländ. Zeischrift I 148. . 6) Er hiess Andreas Oporowaki, erınl. Zeitschrift 1 S. 160. (vgl. Codd.) 7) Die Reihenfolge der beiden Bischöfe war umgekehrt,
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*fol. 139b. 358 genant und war heymlich vom capitel erwelt, und der bobst hett yn auch geweyhet. Dissen nam das lant auff, aber er kunde seine schlosser nit bekommen, es were den sache, das er konigliche brieffe beweysete. In solchem quomen brieffe yn gantz Preussen, man solte bey vorlust leibs und guttes keinen bischof auff(*)nemen, er hette denne vor koniglicher majestat vor geschworen, und dis wolt Nicolaus nit thuen und gab sich zcum homeister bruder Merten Truchsses von Wetzhaussen, und er* schickte yn ein weile gen Leiflant, und die weil mit dem bischtum practieirten, das sy Nicolso schriben, und er quam und nam Braunsbergk ein, Wormdit und Heilsberg zcum ersten und nit lang darnach all sein lant. Der konig schreib dem gantsen lande von Preussen, sy solten den bischoff vormanen, das er seiner kronen schwure, dis teten sy, sunder er wolt nit doran, und machte ein bunt mit dem homeister, der auch nit schweren wolte, auf die Polen. Also schickte der konig 8 tausent man yn sein bisthum yn kriges weyse. Nicolaus meynte, der homeister wurde sich seiner annemen, sunder wart niohst darauss, und Nicolaus ergab sich und czogk zcum konige und schwur ym, do ym sein lant war vorwustet und czu grunde vorheret. In der czeit seyns widdermillens sprach er: got von himel, es ist ein ungleiches, ich bin gantz ein klein man und mus so gros ungluek han; und er starb und leyt zcu Warmin begraben. bt) Lucas war eins burgers son von Thorn, doctor und thumher zcu Warmia.?) Disser wert erwelt vom capitel und zou Rom geweyet,®) er quam yn Preussen und erlangte seine gutter. Dissem war konig Cazimirus nit gutt umb etlicher handlung willen, und wiewol die kron von Polen dis privilegium hot, das nymandt under ir sal bischeff sein an bewust des koniges, und sunderlich gunte er es dissem nicht. Idach wolt man was darumb thuen, als er possessionem hette, sunder a) fehlt D. b) in D folgt bier: von diesem getzang entetund der pfaffenkriegk, von dem du Anden wirst im 18, tractat; In A steht dies am Rande. 1) Dieser Abschnitt ist nur ein Auszug aus dem im 18, Tractaı, Cap. IV ff. ausführlich nach der Danziger Chronik vom Pfaffenkriege (Ss. IV 679...) Dargestellten. 2) Ueber Lucas Watzelrode (1489—1312) konnte Grunuu bereits aus eigener Kenntniss referiren. Vgl. über ihn Eichhorn in der Ermländ. Zeitschrift I 170 f. und ebendas. Thiel, das Verhältniss des Bischofs Lucas von Watzelrode zum deutschen Orden, 8. 244 #. 109 f. 3) Zur Zeit seiner Wahl war er als Agent des Copitels in Rom, Eichkarn S. 170. Wenn sich derselbe, S. 173, freilich uuf Th. Treter für seine Weihe in Rom beruft, so beruht diese Nachricht nur auf Girunau, denn in Treter’s Chronik fanden dwch Creizschmer’s Vermittelung dessen Miütheilungen Eingang.
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369 die Preussen legten sich dareyn, und Cazimirus der koningk war alt und kranck und lies es gescheen,') mit der unterseheit, das vortmehe der konigk solt 3 thumhern von Warmia exponiren, unter welchen das capitel yn mochten einen elegiren.) Dissem Luca woren die brader des Deutsches hauses nit gut, und wen Fridericus der homeister nit so from were gewesen, seine brüder hetten yn seer gepfloget, wen Inoas was aus der masen seer böse ordenisch, und er vorhindert es, das der orden nicht Preussen erlangete, wy zcu regiren yns koninges namen und do von ym 50 tausent gulden zcu geben vor ein tribut.?) 8y wolten sich hirumb rechen und legten es mit dem ertzbischoffe an von Riga, das er yn solt citiren ad synodum, und es geschag, sunder Lucas schreib ym, wie er hette majoritatem durch ein privi- legium, 80 hette er exempeionem per indultum, er wurt nit kommen.®) Lucas war seiner kirchen nutze und brocht es so weit, das er zeyns hette 16 tausent margk, von welehem gelde, loste er Dirsaw, Schar- paw, Tolkemitta.) Er war auf der grossen tagfart zcu Poznaw,®) yn welcher alle welt gemeint hette, das man wurde dem orden Preussen zeasprechen, wen dy brüder sich berümeten, sy wolten dy Polen mit vornunfft erdrücken, sunder es wart nichst daraus. Lucas ozogk gen* *fol 140a. Crockaw czu der wirtschaflt koniges Sigismundi und des graffen tachter von Zeilien und ym heym zeihen wart er krangk und starb scu Thorne’) und leyt scu Warmia. Fabianus doctor und thumher zcu Warmia, edel der geburt, ein Preusse des geschlechtes von Lusyayn.®) Diser wart erwelt von 1) Ueber den Widerstand Kasimir’s s. Eichhorn I. c. 172. 174. 2) Damit meint Grunau den Petrikauer Vertrag vom 7. December 1512, durch den die ermländische Bischofswahl in der ungegebenen Weise geregelt wurde, ihn schloss jedoch erst Waizelrode’s Nachfolger, Fabian von Lossainen, ab. Eichhorn I. c. 276. 3) Ueber diese Streitigkeiten handelt sehr ausführlich Thiel I. c. Grunau wirft wieder Verschiedenes durcheinander. Der Orden war unter Johunn von Tiefen aufgebracht gegen Lucas wegen seines Projectes, ihn zum Kampf gegen die Heiden nuch Podulien zu verpflanzen, dagegen war yerade Lucas der Unterhändler für den Plan, dem Orden ganz Preussen als polisches Lehen einzuräumen. Thiel I, c. 256, 427. (Nach Frauen- burger Archivalien.) 4) eb. 8. 446. 447. 5) Alle 3 Orte gehörten nicht zum Bisthum Ermland; Scharpau erhieli Lucas 1505 vom König Alerander, Tolkemit (früher im Besitz des Elbinger Brigütenklosters, Toeppen, EIb. Antig, 145) 1508 von Sigismund. Eichhorn I, ec. 175 nach Frauenburger Archivalien. 6) Im Juli 1510. Voigt IX 383 ff. 7) Diese Angaben sind richtig, vgl. Eichhorn I. c, 180. 181. 8) Vol, eb. 182
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360 seym capitel und er ezogk zcu Sigismundo dem kenige von Polen und schwur ym wy seym patron. Disser war ag subdyaconus, und frater Johannes Symboliensis, sein suffraganeus, yn zcu Heilsbergk weyete,!) und er sangk auch da sein erste messe und nye keyne mehe sub infula,*) und man schreib yms zcu, das al sein betrubnis darumb were, das er nymmer messe laes* ader sangk. Zou seinem unglücke gab er seine leibliche schwester mit kost und mühe grossen edelleutten under dem orden gesessen, welche yn mit der zoeit seine lande und leutte vorriten. Nymant gelaubt, wie gros- frennt disser Fabianuus mit dem homeister war, als aber Albertus der homeister seyn und seiner thumhern hertz und eigenschafft wuste, er vorhingk es und vorhielt reuter, domit sy ym und seiner kirchen weg branten die besten gutter und der viele. Sy fingen ym seine priester und peynigten sy unchristlich, domit sie gelt goben, und des viele, und wolten alle reich sein von iren guttern.°) So wart yın ein unseliger rot geben, er solt zcum homeister zeihen und sich mit ym vortragen und dys thet er, von welchem die Polen yn vor einen vorreter schulten.*) Und er wart freunt mit dem homeister, in welcher freunt- schaft es kriegk wart yn Preussen. So schickte der konig von Polen Sigismundus gut volck yns bisthum, und sie wolten den homeister angreiffen, dis wolt der bischoff nit gestaten, so forcht sich Barten- stein, Schippenpil und Fridlant vor den Polen, darumb das sie der homeister nit kunde beschützen. Er wuste wol, das der bischoff zeu guttem rote eine mayt war, dan seine leibliche mutter alle ding regirte.®) Man schickte von Bartensteyn eine fraue, die Rommelche genant, des bischofs mutter libe gefatter,*) disse machte es mit der mutter, das die mutter mit dem bischoffe, das die Polen nit solten aaff a) fehlt D. 1) Für diese Nachrichten weiss Eichhorn S. 190 nur Treter, d. i. Grunau, an- zuführen. 2) Auch dies ist nur durch Treter (Grunau) zu belegen, eb, 285. 3) Ueber das Räuberunwesen in Preussen berichtet Grimau ausführlicher im 20. Tractat, 4) In Balga wurde ein Vertrag zwischen dem Bischof und dem Hochmeister 1518 geschlossen, Eichhorn S, 283. 5) Auch dies ist nur aus Grunau bekannt, eb S. 285 Anm. 4. 6) Wenigstens der Name ist beglaubigt; eine Frau Romel oder Romelau trüt im Anfang des 16. Jahrhunderts zu Bartenstein mehrfach auf; auch hiess eine Copelle in der Stadtkirche die Romelausche, s. Behnisch, Geschichte der Stadt Bartenstein S. 123, der aber im Uebrigen für die oben erzählten Faeta nur Leo, d. h. also Grman, als Quelle anführen kann,
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361 ire finde zeihen. So balt die wegk quomen, der homeister, der yın zeusagte sioherunge seiner gutter, dy brante er yın wegk bis auff 21 dörffer. Er legte sich vor Heilsbergk 6 wochen langk‘) und thet alle tage 600 schüsse yn die stat, feuerkaulen, eyne vor 20 mr. dis meste war. Am letzten tag er 300 feur yn die stat warfl, und sy lescheten stetes das fener mit nassen kuheutten. Er schos dy statt- mauer nydder 30 elen lang, 11 hoch, mit 2 thormen, und wolte stür- men. Sunder sein volck wolt nit, wen vor der zcuschosne maur war ein grabe 21 elen tieff und gemaurt. So wolten sie auch gelt haben, das vordint war, und auch stormgelt. Zcu wissen vom sturmgelde, wie es ein recht ist: der do die wochen 1 gulden hot, eber wan er zcu storme gehet, mus man* balt *fol. 140b. geben, 2, die do mehe nemen, als hauptleutte, fenricher und wie sie heissen, disse mussen vor an; und als der homeister nit gelt hette, wen er sie bat umb sturmen, so schrihen sie gelt, gots krafft, gots macht, gots tanff, gots luft, gots sacrament, gots element, schende. dich alles kreutz, monchs, gib gelt, und er* muste mit schanden von Heilsberg, do der bischof sas, und quam vor Gutstat, die auch dem bischoff horte. In disser hette er rutte kuntschaft, sunder es felte ym, und er muste es sturmen und vorlor dovor seinen besten haupt- man?) und gewan die stat und erstach 500 paur und nam weg 300 mr. lottig silber, die hyn geflochent von den paurn und kirchen, tnd satzte dorein Nidderlendische knechte, und disse, als man yn keinen solt gab, hiben sie auf die kasten der paur und nomen nur, was do guttes war, das nichst do bleib. Wen dis war ein wunder, im anfange des kriges riten es die vorreter, die dem homeister die stat wolten zcufrommen, den pauern, nempt aus allen steten, was ir habet ge- fiochent, und furt es gen der Gutstatt, do ist es euch sicher, wen wir haben einen gnedigen fursten am homeister, und geschag, das die panrn dissem volgten und vorlorn leib und gut. Nach dissem czogk der homeister vor Wormdith und thet eyn schos mit eyner carthaunen yn ein fenster 10 elen hoch von der erden und nam weg 2), zoigel, und Hans Garsaw der burgermeister sich ergab, nach dem das er es dem fursten durch schrift het vorsichert, idach alle yn der stat sein genossen, und man nam nichst und auch nymant erschlug. Dornoch e) fehlt D. Y) Heilsberg wurde im August 1520 belagert, Voigt IX 613. AuRiruche, darüber handelt Grunau im 21. Tractat, 2) Sigmund von Sichau fiel am 14. Nov. 1520 vor Gutsiadt Ss, V 338.
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362 vorsuchte er Allensteyn, Wartenbergk, Resel und Seburgk alles des bisschofs gutter; sunder niemant war im den steten, der sy wolt ein- lassen, und er czogk weg.‘) Und sast vil anschlege der homeister auf dissen Fabianum machte, domitte seine hertzliche freuntschaft beweysete, das er sein lant mochte eben machen und eigen und den bisschoff mit dem regiment seiner mutter zcu betler machte, und disse handlunge wart genant die Geldrische freuntschaft. Zcu wissen weither von seym regiment, wie die Läutterische ketzerey durch seine vorseumlichkeit und durch bosheit vieler pfaflen yn seym bisthumb mit gewalt bluete und früchte brachte, das etliche sich auch weiber 'zour ehe lissen treuen, und soloher dinge vil, wie du findest tractat XXII. Umb welchs willen er ersucht wart zeu stören, er solt ein mandat lassen gehen und seynen pristera vorbitten die ketzerey, wen auch viele monche mit den leyen in disser sich ergerten. Er sprach: Lutter der monch ist gelart und hat sein .opinio ya der schrift, ist ymant so küne, er mache sich widder yn, *fol. 1418. und so man schrifte widder *Lutherum einbrochte, sprach er, disser schreib auch nach seiner opinio und ym ist auch zcu* glöben, und solcher worte viel, und wart eyn spruch ym lande, der bischoff mit den vier lippen und sein thumhera tzur Frauenburgk seint vor- retterische ketzer, sunder sein capittel ist ehrenwert.?) Und got vor- hing es uber dissen bischofl, das er yn pflogte mit den Frautzosen,®) welche er yın an sante, so balt er die ketzereye libekosete, und yo mehr ertzeney er gebrauchte, yo krenoker er wart, und sy wart ym yns beyn gebracht, und er lies es ym aufschneiden und erlangt das fewer doreyn und het den tot dovon. Dissem Fabiano woren wenig menschen günstig, der koningk Sigismundus so hyn, wea Fabianus hette gesagt, wen ym der homeister halb sein lant eynneme nach so wolt er es widder haben an alle hälff der Polen. Das lant war ym nit gutt, wen das er den Braunsbergk so vorretterlich vorwarloste, quam ym zcu grossem schaden, und in solehem vorsewmen und nachlessigkeit, ungunst und spotte starb er an der plage gotiis am achten tag Agnetis 1523*) und leit zou der Frauenborgk begraben.®) a) febit D. 1) Von allen diesen Worgüngen ist Tract. 21 ausführlich die Rede, 2) Ueber des Bischofs religiöses Verhalten weiss Eichhorn aus archivalischen Quellen nichts beizubringen, er citirt S. 285 Anm, 6. nur Treter, d. i, Grunau, 3) Ebenfalls nur aus dieser Stelle bekannt, s. Eichhorn S. 285 Anm. 7. 4) Der achte Tag Agnstis ist der 28. Januar; nach Königsberger archwalischen Quellen starb er am 30. Januar 1523, Voigt IX 667 Anm. d. 5) Eichhorn 286.
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363 Mauridiüs Ferber gehant, eins burgers son ven Dantzka, sein bruder war Ebert Ferber!), von dem gesagt wirt werden tra- ctatu XXI, oyn man umb dy 60 iar, und dissen hett der herre konig vorwillet zcu erwelen, noch dem laut des privilegiums der kirchen zcu Warmie.?) Disser Mauricius war anbegyn ein kauffman und ersagk ym eine jungkfrau auss mit grossem gutte, Pilmans tachter,°) welche er meynte zcu der ehe.zcu haben, sunder sy mocht ym nit werden, so fant er ein mittel und sprach, sy het es yım gelobt, sy wolt yn nemen und dy eheschaft zeugesagt, und geschag viel hierumb. Sunder er wart gen Rom geweist, und ym gebrach yo was in allen rechten, das ym die jungkfrau nit wart zceugesprachen. In deme nimpt ay.einen andern, do fiel man ym erst bey und er erlangte in- terdict uber Dantaka auf sein widderpart und quam von dissem bannen, das mit der zeeit die stat Dantzka gut Lutterisch wart, wen das bannen ja zcu gemein war, von welchem oben genugsam gesagt: ist tract. XIX et XXI. Als nu Mauricius merckte, das nu die braut eym andern zcu teyl war worden, er wart prister und erlangte oanoniam tzur Frauenburgk, zcu Lubeoka, zcu Refel und Darbt und die pfarre zu Dantcka und Melebantz*) und wart elegirt 1523 Aprilis 145) und er schwur und wart infulirt zcu Petter- kaw 1523.) Und disser durch ein ersstlich mandat seiner prister- schaft geistlich und werltlich vorbot des Lutters lere zcugebrauchen,”) sunder weil sie uberhant hat genommen, bedeut es wenigk, und er bat auch den hischoff von Samılant Georium durch schrifte, er sol wol thuen, das die apostaten seine underthan nicht vorgiften lies mit der ketzerey, er wolt es mit ym fruntlich und nogwerlich halten, es war aber nichst bewant gen ym yn dissen sachen. 1) Diese Angabe ist richtig, s. Beyer's Dansiger Chronik Ss. V 466. 2) Eichkork 5, 288. 3) Die folgende Darstellung wird bestätigt durch Beyer, Ss. V 477. 4) Alle diese Pfründen Moritz Ferber's sind aus Frauenburger Archivalien nach- gewiesen von Eichhorn S. 287. 5) Für dieses Datum führt Eichhorn 286 Anm. 5 zwar nur Treter als Quelle an, jedoch erfolgte schon am 16. April 1523 ein Capitelsbeschluss über das Wahl- Decret, eb. 288 Anm. 2 aus den Capitelsacten, 6) eb. 288." Anm. 8, 7) Das Mandat ist vom 20. Jan. 1524, eb. 296.
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364 8 4. Wie der gardian von der Neuborg zcum Eibinge ein welb nam. *fol 131b. *Im jar 1524 als der bisschoff Mauricius meynete, das dy Entterey mit seinem freuntlichem vormanen gestillete, richte der tenffel dys dem bischoffe zeu trotze an, das es yn det stat Elbinge wart vorhangen. Es wonte ym Elbinge ein goltschmit Merten Tideke genant, der gebart von Tolkemitte.') Disser zcum ersten so reich war, wan seine fraue wolt fische kauffen, so must sie etwas von irem hausgerete vorkauffen. Er het zenflucht zcu seinem bruder in seinem armat, der da gardian war zcu Nawborgk?), Bonaventura Tideke genant. Disser machte yn seer reich; als nu die Lutterey erwuchs, Merten Tideke wolt tausent mr. an seinen liben? bruder setzen, das er yn aus der kappe brechte. Man merckte wol, das er is im kortzer zceit von seinem hantwerck nit het erobert. Und geschag, das sein bruder der gardian von der Nauborg kem Elbinge quam gefaren und brochte zcerunge mit ym, und mit freuden und jubiliren vieler Lutteristen yn aller gegenwertigkeit die kappe abewarf und niit fussen trat, und sein bruder meister Merten czogk ym an kostliche kleider und nante yn juncker Hans Tydeke, und ym mit der zceit viel nach- volgten und solche lugen und schenderey sagten, das sie auch selber sprochen ken etliche, das die Elbinger narren weren, das sy ein solchs gelaubten. Als er nu vom monche einen juncker gemacht hette, so wol der gardian juncker ein weib haben und berumete sich 3 tausent mr. reich zcu sein. So freyete her noch frauen, die sich mit frommen pristern vorsehen hetten, sy wolten sein nicht. So war do eine, die war ein kromeryn, disse uberkaufte her und machte mit ir vorlöbnnge, welcher gab bald 400 mr. So begert'er nach dissem burgerrecht, und dys wart ym vorsaget mit eym solchen bescheyde, es were lant- kundigk, das er were ein monch und gardian gewesen. So solte er zcum ersten beweys brengen, das er die kappe mochte ablegenn, synt dem mal es nach nicht erkant were, und Lutter die kappe selber trüge; auch solt er beweys brengen, wie er sich mit der rechenschaft seins ampts gehalten hett. Darnach wolten sy k. m. begrüssen, was zen thun were, und ym darnach ein gut antwort sagen. Hieraus eutfill ym der mutt, und ag‘ sein groste bekommerniss war, das er die braut a) ADD. war. db) 1. in A am Rande, fehlt D. c) ag fehlt D. 1) Darum interessirt sich Grunau wohl besonders für ihn. 2) /n Neuenburg an der Weichsel war seit 12823 oder 1284 ein Minoritemkloster, Ss. III 469, V 648.
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365 nicht. besehleffen hett. So horte er auch, wie es. der bisschof bey grosser geltbusse vorbotien hette, drumb vormocht er yn eine collacio pfaffen und apostaten und sust der ketzer mehe, und machten es der braut frutt, eg kunde nit sein, das man. sie treuete, es were nyndert yın ewangelio geboten, sunder der papisten funt umbs opfers willen und der suchetruncke* willen, und der worte vil, und also braut und breutgam, nach deme man yn es nit gönnen wolde, wie eym andern, so wolten sie zcum ewangelio tretten und wolten ehelich sein und ayns dem ander:sein gebur thuen, und gingen: so weg.. Und wie sich es der breutgam berümetg ‚ynd. die braut lachete und dy magt bezceugte, das sy eine nacht bey einander weren gewesen und sich* *fol. 142. vorsuchten, und beweysete sich, ab er auch wer ausgeschnitten. Und war grosse freude mit den Luttern, und sy hetten zeu trotze dem bischoffe eine ewangelische® ehe zeu wege gebracht, sy worden yn der kirchen getreut, umb volcks willen aber nicht. Der bisschoff schreih dem rote, sie solten eine solche unchristliche ehe nicht zculossen geben, der rat nam den gardian vor‘, und sy es ym ansagten, er sprach: ich habe mit dem bischoffe nichts zcu thuende, ich berufl mich auff ein christlich ewangelium, das zeugibt eine eheliche fraue 2cu nemen und vorbeutt lruren zcu halten, wy seine pfaffen halten. Der tag der wirtschafft quamı, und aus der stat ordenunge man auff 6 schusseln sal geste bitten, und er bat auff 26, und ist eine solche hunde hochzceit bey menschen gedencken nye so gros 'gewesen. Der lag quam, das man sie solte treuen, es wart yn angesagt, wy es dem caplan vorboten were, sy gingen zcur treue mit langen messern, und von der einen seitten stunt der Lutterische prediger und sagte zcum caplan, treue sy, aber keine mehe, die ander dreueten yın den tot. Der caplan sprach: ich treue euch, aber nit nach weinem willen, und gab sy zcu haufle. Dys war alles ein spigelfechten, wen der caplan war uberkauft und er hett es yn zcugesagt sie zcu treuen, idach lies yn der pfarker zcu lone gen Heilsberg füren. Beym gardyan ging sein bruder und der prior, vom Heiligenbeyl,') dy stunde war ge- komen, das er dem breutgam zcu eren apostatirt hette, welchen viel der bräder ires ordens nachvolgte, und war do die stat Elbing mit solchen schelcken wol gepreigset, das einer zcum andern yn andern Steten sprach: du bist ein schalgk, der antwort, ich halt das ich hy ein schalck bin, dennoch biu ich gleichwol gut genugk zcum kromer @) suche umb trunckenn D. b) am Rande, eheliche ausgestr, A, c) am Rande A. 1) Ueber das Entluufen der Mönche von Heiligenbeü Voigt IX 716.
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366 kem Elbinge. Und das ginge dorauff, üer eheliöhe gardian nam eine kromerynne und wart auch ein kromer zeum Blbinge, und nit gar lange nach: der wirtschaft wart alle seine sache schlecht, und“ ar faat, dy ym hulffen *, und er erlangte bargerrecht. 8 5. Wy dy kleinen? stete mit behendigkeit Lutters worden gemacht. Nach pfingsten yn dissen jare, als nu der bisschof von Samlant Jorg mit b. Fridrich von Heydeck und andern b. mehe Deutsches ordens hetten yn ire stette umbgeschigkt briffe und vorloffne groinonche, das man Lutteranisch wurde'), und sy eintrechtiglich sagten, sy wolten solcher prediger nit, sunder sie wolten sich ires bischoffs halten von Heylsbergk?), wy sie sein proces het gelernt, bis und also lange, das es vom“ gantzen concilio wurde anders vorordent. So thet der bis- schoff Jorge eins, und alle die prister, die dem bisthumb von Heilsbergk angehorten, die yn seins ordens lande woren, und punirte sio viel yn grossen gelde. So wart es yn seinem regiment beschlossen, man solt die monche schlecht weg treiben, es kunt nicht ehe ewangelisch werden, die weil man die hette ym lande, künt das ewangelium nit recht gehalten werden. Auff dys wort fillen alle Lutteristen und stunden *fol. 142b. ym gantzen lande dor(*)noch, das man die monche vortribe aus allen clostern, das sie weiber nemen, und nymme mit predigen, mess lesen, singen und betten die leutte geheyeten. Darumb wolt man yns ordens lande plat abe keinen meh leiden, ins koniges teil suchte man viel *® mittel, und sie entlieffen selber, und wolt nit werden. So hat man sie mit vorteil angangen, wolt auch nit werden, wen sie scheueten sich eins, worden sie die monche voriagen, so musten sie im closter Polen haben, ‘und wurde die stete also iree feine herligkeit vorlisen, und sich so entsogen. Die bruder aber Deutsches ordens, dy ersten yn Preussen quomen, und yn das lant befolen wart, sie hilten bey yn auff allen schlossen, hoffen, stetten prediger monche, und sy lernten dem unglaubigen volcke den glauben Christi, also theten zeu disser zceit das widderspil die b., wo sie auff schlossern, höffen und steten a—ı) fehlt D. b) In D nur c. c) das st. vom D. d) fehitD. e) A übergeschr. 1) Vgl. Voigt IX 718 nach Königsberger Archivallen. 2) Voigt IX 718. 719.
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867 woren, hielten sie vortsefhe gros mionche;.sint dem: nal man sie nit wolte ya den kirchen zoulassen die Luttrey zcu predigen, man solt zeu ya kommen und horen das ewangelium nach Lutters meynung, und mit dem dy? stetlein Welau, Allenborg, Girdauen, Fridelant, Schippen- pil, Creutsborg, Cyathen, Dompnau, Lunenborch, Bartsteyn, Neydan- borg, Wormdith, Gutstatt und Braunsbergt) auff ir luttera brachten. 8 6. Was ubels aus dem geytz: der thumhern quam von der Frauenborgk. In dissem jare 1524 beflissen sich die thumbhern von der Frauen- borgk iren gemeynden zcu willen zeu sein, wen man wolt nymme opfern, ınesse lesen, singen, die toten mit begengnys zcu begraben, be- staten, wen davon wurden sie seer reich. So woren do etlich von yren thumhern, dy hetten pfarren in den stetten, einer her Tydeman Gieze genant, disser het die pfar zeu Dantzk zcu S. Peter und Paul.?) Dissen gingen die Lutteristen an, sie wolten gehabt haben, wolt er die pfarre haben, er solt yn auff Lutters lassen die schrift predigen, wolt er nicht, so sol& ers sy reumen. So war er ein pfennigsack und sagte es yn zcu, sie solten ym sein opfer geben, votiven gönnen und seelbegengnis lossen volgen, so wolt ers thun, und sy es ym zcu- sagten, sunder nichst hilten. Sunder er steigk auf den predigstuell ym ostertage und sagte selber, wie Lutter recht“ were yn seynen sachen. Er wolt yn ein mitpfarher lossen her N. Hytfelt *, ym solten sy volgen, und er convenirte dem Hytfelt die pfarre,?) sunder der cufentur ym sein tag kein pfennig gab, und solten 30 mr. sein gewest, und also wart disse pfarre Lutterisch von ym. a) A übergeschr. b) gelst D. c) fehlt D. d) Hittfelt D. 1) Vol. Voigt IX 718. 2) Am 31. Jan. 1515 wurde Tidemann Giese der Nachfolger Moritz Ferbar's in der Peter und Paulskirche su Danzig. Beyer’s Chronik Ss. V 468. 8) Bern Stegemann’s Chronik vom Aufruhr 1525, Ss. V 556, nennt zu 1524 Ambrosius Hifeld als lutherischen Prediger an der Peier und Paulskirche in Dansig.
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*fol, 1438. 368 8 7. Ven dem pfarrer auft Marionburgk. Ein ander war pfarher zcu Marienborgk Johannes Krapitz ge- nant!) und disser residirte selber umb seines oppers willen, votiven auf dem thore, der prediger yn Luttersch, den ubelthun eine frolo- chung war, und disser brochte ir viel umb vom wege der warheit, wiewol es der pfar nit auff* ein pfennig frommen nam, sunder das iar wol 60 mr. einbüssete, wie er es sich erclagte, und war kein wunder, wen er hilt ein weib öffentlich mit kindern aus, an der sich alle welt ergerte. So war do ein ander prediger gestift von gutten leutten auf den sermon noch essens, und disser yn keinem weg Lut- ters war, dem vil der erbareste und meiste hauffe bey, sust were Ma- rienborg auch“ Lutterisch geworden, dan disser werte aufs beste er kunde. 8 8. Der dritte thumherr. ‘So war ein ander thumher auch pfar zcu Dantzka in S. Johans kirch, genant Johaunes Ferber, Ebert Ferbers son,?) disser convenirte eym seine kirche, und er auch gut ding lutterte, den andern zcu willen, und machte die gemein auch so ketzer, das er ag? sein opfer und ander ding hetie und er seynen czyns dem herren gebe. 8 9. Von der pfar zoum Eibinge. So war disser Johannes Ferber auch pfarher zeum Elbinge?) widder des rattis willen und gemein derselbigen stat, sunder von ge- bung k. ın., und disser fant ein prediger yn der kirchen, der wol 30 ijar geprediget hette.*) Disser erclagte es ym zeum theil, er kunde a) fehlt D. b) auch D. 1) Johann Crapitz wird 1512 bei der Wahl Fabiun’s als ermländischer Domker genannt, Eichhorn in der Zeitschrift 1 182, 274 Anm. 2. 2) Er war von 1522 —1530 Domdechunt, Eichhorn Zeitschrift III 358, 3) An der St. Nicolaikirche, eb. 358 Anm. 5. 4) Ueber den Einyuny der Reformation in Elbiny fehlt es an zuverlässigen Nack- richten. Die Neueren, so Fuchs und Eichhorn (Hosius ] S. 64—66) wiederholen die aus Grunau stammenden Angaben Ieo’s. Nur in Hennenberger's Erklärung der preussischen Lundiafel findet sich aus Christoph Falconius Elbinger Chronik (er lebe seit 1546 in Elbing) S. 120-126 ein kurzer Abschniit über die reformatorischen Unruhen 1523—1526.
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369 es nymme thun und predigen, er möchte nymme predigen, vorauss muste er nu* eyn neu manir auff predigen haben, er vormochte es aymme, und sie wurden es yn® fruntschaft eynst mit eynander, mit der sceit einen andern zcu vorschaffen. In deme diveil er mit unwillen pfarher war, etliche Lutteristen und bürger vom Elbinge den pfarher umbwendeten, dem pfarer zeu schmoch, und er fiel auf die ketzerey Lutteri und mit allem hertzen ausschutte und die stat mechtig vor- gifte. Der bisschof Mauricius, der schreib ym, es war alles umbsust. 8 10. Wie man meynete sich zcuvorbessern. So wart der pfar einst mit Allexandro eym Berndiner mönche, den man zcu Kongsberg hette von den Lutteristen vortriben, und er wolte noch essens predigen in seiner pfarre zcum Elbinge und das zcu straffen, was sein prediger des morgens hette geret. Der monch war- lich ungelart zcum ersten vormas er yn zcu straffen und fiel selber dorein und gröber, den der alte prediger het gethon. In dem got weis, wu von der alte prediger sich erkante und hort auff mit seinem Lut- ten und gab sich yn vielen worten seiner predigten zcu vorstehen, wie er mit Lutter geirret hette, und so der alte prediger des morgens predigte und wart genant der gemein prediger, der monch nach essens° von 11 bis auff 12 predigte und wart des pfarhers prediger ge- nant, und von 12 bis auff eins wart ym closter gepredigt, und wart der heuchler prediger genant. Und als nu die Lutteristen merckten, wie der alte prediger nymme wolte ir ewangelium der schenderey ausbreyten, vormochten sie ein pfaffen, und der war pfarrer yn der neustat zcum Elbinge, und disser machte es auf gantz gut Lutterisch, das sympel leutt vollen yns yrthumb geritten, dem bischoff und pfarher zcu krige und schmocheyt, und wie den die sache war, so war er dach ein traunckener unge(*)ter man. Er predigte sein ding auf dem predigt- *fol. 143b. stule aus den buchern und sagte zcu zceiten so grosse lügen yn die schrift, das sich die Lutterischen sich sein schemeten. So wolte er es bessern und widderrufte solche lugene yn die schrift und schalt sich selber, das er so vordamlich geret hette. Die gelertsten Lutte- risten wol vorstunden, das er die lugene meynete, die er so öffentlich yn die schrift geret hett, sunder die andern alle, das er Lutterisch ge- prediget hette, und vorachten yn so. a) na fehlt D. db) fehlt D. c—c) fehlt D, 4
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370 8 11. Von Bernhardiner monchen. So wurden dy Lutteristen dys einst und wolten fleis an keren, das sie Allexandrum den Bernhardiner monch des pfarhers prediger auff ire seytte brechten; und merekten, das er ungelart war, sie confe- rirten mit ym ein etlich mal, und er vormas sich ir adducta zen re- felliren, und brachten yn ad redargutiones und uberlosen yn so vil, das er irem teill assentiret, und erfreuete sie, wen er öffentlich ym schein des missbrauchs den kern der warheit vornichte und so denne viele grobe feil thete und machte, das er sich selber nicht vorstunt, beschlos er und sprach: thu was du wilt, Christus und die libe mus dich seligen. Die Lutteristen merckten, wie es wolt gut werden, lo- beten sy yn und sprochen, wirt uns ymant eyn dampf thun, so wirts disser monch thuen, wen alle welt yn fur den warhaffstigsten hilt, und er predigte auch ag aus Deutschen buchern. $ 12. Von den artickeln. Dys seint die artickel, die man von ym merckte, die do gros bekommernis ym volcke machten, und man schalt yn darumb von vielen fur ein ketzer, wen dy Lutteristen hetten ym ubirlesen, und schlechst; abe dorfft man nichst, den den glauben, und sprach: die tauff ist nit von noten, sunder der glaube, licht bornen yn der kirchen ist abgöttisch,. den glauben sucht got, die messe ane glauben ist ein maleficium und nit sacrifieium, Marien dinst vorthumet mehe, wen seliget, wen man zceut got seine ere abe, und solcher artickel viel, dy er denne dem glauben vorgleichete, und wolte sagen, dem glauben vorgleichen, so seint sie nichst ane yn und sprach, sy weren nichst, sunder alle ding wer der glaube, und stunt so ym irthumb. 8 13. Wie die Eibingischen Lutteristen ir cioster woiten sturmen und parteyen. So balt die Elbingischen Lutteristen horten, das die Dantzker Lutteristen die manheit hetten begangen, das sie dy clöster berobet hetten, sie machten eyn voreynung und wolten yrem closter auch thuen. Dis wart den monchen vorapehet und sie ir kleynot yn einen
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371 kasten und befulen es dem rote,') und dys war yn ein vorgift und machten ein lerm und zcum rote und wolten wissen, warumb sy an ir wust und willen den monchen ire clenodia genomen hetten. Sy sagten, die monche haben uns dorumb* gebeten, wir solten es yn zeu getrauer hant vorwaren.?) Hirumb liffen sie wie besessene leutte mit grossem hauffen yns* closter und mit gantzer gewalt eyn wolten, *fol. 144a. sınder man hilt sye dovor, und sprocheten mit yn. Dy Luttranen sprochen: ir vorreterischen mönche lat uns ein. Do woren die monohe widder und sprochen neyn, ir kompt mit hauffen zcu nemen (wen dys war der anschlag, das die bürger die gemeyne genant, der zcall war %, wolten mit den monchen sprechen, und dy ander solten einlauffen und beute holen). Sagt, was begert ir und euer ungestümigkeit ist. $5 wolten es nicht sagen und schryen pulver her, pulver her. Dy monche, so lauff einer und schio zcu sturme, von dissem erschrocken sye und boten, man solt sy einlossen; es sey denne sache, das ein ersamer rat komme, so mögt ir nit eyn, und so euer 200 were, und sie lieffen zeum rote, und es quomen zcwene hern mit 12 Luttranen und sagten den mönchen an, wie vorretterlich und diblich sie ge- bandelt hetten, das sie ane bewust und willen ire clenodia aufs rothaus hetten geflöchent, an wust und willen der gemeyn, do is doch wurde umber vorloren sein. Wir dancken euch, das ir sprechet, das die clenodia unser sein gewest, und wir sie geflöchent haben aufs rats haus, so hats die meynung, wir haben ein befehl von k. m. und ein Tescript, das wir yn nöten einen ersamen rot sollen anruffen widder die Lutterey. Sint dem wir wusten, das man uns das unser wolt newen, haben wir es eyın ersamen rate gethan, sint dem mal die gantze stadt so lange zceit yn vortraut hetten privilegien und gelt, und weren stets yn treu gefunden, haben wir yn auch das unser vortraut. Auff dys der eine dys, der ander das sagte, die monche flucheten, uber alles wolten sie wissen, was ym closter were, und beschriben es und auch theten es. Dornoch gingen sy heym.?) Am 12. tage des mones Septeinbris beruffte man eyne gantze gemein, und ein rot beschwerte a) fehlt D, — un. 1) Dass die Klbinger Dominicaner ihr Kirchensilber 1523 auf dus Ruthhaus abliefern mussten, berichtet Hennenberger, Erklärung der preussischen Landtafel S, 120. nach der Elbinger Chronik des Falconius, 2) Nach Falconius I. c, geschah diese Uebergabe durchaus nicht freiwillig. 3) Nach Falconius bei Hennenberger S. 120 hätte ein Mönch in. Elbing das Gerücht ausgesprengt, die Lutheraner wollten das Kloster stürmen, sei aber, da er sich nur auf zwei Weiber habe berufen können, vom Rathe gefänglich eingezogen. zur
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372 sich disser sachen des anloffes und fragten sy, ab sy es auch vorwil- leten, und nymant wuste, dan die Lutteraner, und da sich warlich ein rumor irhub, sunder es wart gestillet. So begerten sie alle, das ınan yn wolt weisen, was die mönche hetten geflöchent,‘) und man wey- sete 08 yn, und sie woren aller content, und man fragte alles, was die monche lissen antragen, ab man sie weiter wolt haben, aber nit. Die Luttraner sprachen: urlob, seumet sie nicht, so sie weg wollen, die ander sprochen: neyn, wir haben sie nit eingesatzt, so wollen wir sie* auch nit ausiagen,?) und wart so gestillet, quomen sie zcu bitten umb ein almos, wer yn wolt geben, mocht es thun, der nit wolde, hies sie weg gehen, und niemant bey vorlust des halses sie vortmehe uber- lauffen sol. Beute. Die Lutteristen worden beschuldiget, wen man wuste, wie ir anhang das gut ym closter wolt gepartheyet haben, und sie sprochen neyn, und man wuste dach mit warheit, wie einer under yn *fol.144b.eym burger schuldig war 130 mr.*, und disser quam und bat umb bruderliche libe, so er im yn 8 tagen wurde 100 mr. legen an gelde ader silber, er wolt ym die 30 erlossen; er sprach: ja, aber ir must werlich ein gutten freunt haben, der euch itzunt 100 mr. vorleget. Er sprach: ich weis es durch ein gutte beute zcu erlangen yn kurtzem, und meinte das eloster, und als er nu horte, das die clenodia auf dem rothausse waren, sprach er: ach got, nu bin ich ein armer stomper, und er sagte auch iren anschlagk der beute. 8 14. Von volck auffnemen der pfaffen und knechtischer bezcalunge. Am tage als den Elbingischen Lutteranen der hase entliff, und sy nicht dabey kunden kommen, das sie ir closter hetten mocht stürmen und beuten ir gut, das almoss frommer leutte, sie wanten sich zcu den pfaffen, auff, schrihen sy, und die Frauenborgk irrant, do magk man eine ausbeute finden. So waren do bürger und Lutte- ranen, die do meyneten, sie hetten sache auf die thumpfaffen, und a) sich D, 1) /m November 1523 erhob sich in Elbing ein Streü um die Stadt-Privilegien zwischen Rath und Gemeine, Falconius bei Hennenberger S. 120 ff. 2) Nach Falconius bei Hennenb. 5. 120 hatte der Rath geradesu den Mönchen das Verlassen der Stadt verboten.
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373 wolten yn vor entsagen, und wolten wissen, wie stargk sie ausmöchten, sunder es wart nichst doraus, denne dy sachen zcu innen hetten, kunden es nicht eynst werden, wie man yn entsagen solte, und wy hoch eym iglichen dy beute solte lauffen. In dem worden dy thumpfaflen ge- warnet und bemanneten den thum vor eym anlauff der Elbinger. So war do Peter von Donen, der den Braunsbergk hielt im namen des homeisters'), und disser sprach zeu etlichen: ich hette besser ursache auff die thumpfaffen zcur Frauenburgk, wen die Elbinger, wie danoket euch, das ich yn entsagte und mocht den thum erlangen. Man ant- worte ym, dorfite er was anheben, er funde gutte gesellen zour hülffe, und wart so nichst beschlossen. Dy thumpfaffen wusten dys, sy er- boten 20 resigen Polen von Marienborg die wochen 3 ımr., sy namen auff fusskrigesknechte , dy lantzknechte gesehen hetten, dy woche 3 fird., sy nomen anf? Caspar Munckebeck ein vortorbenen prasser von Dantzk fur ein heuptman, unde disser het befehl yn bosknechte aufzounemen, dy woche 3 fird., und er nam auff 30 zcu marcken, und quomen gen der Frauenborgk, und es feilet ein wenigk doran, disse 70 mit worten hetten schir das gantze lant gewonnen und umbgebrocht aller pfaften finde. So theten die thumhern iren soldener und schanckten yn zou einer reverentz 3 tonnen bier, und wart vorsehen, das die eine tonne war® Dantzker bier und der hauptman sie den re- aigen* Polen aus unwissenheit zeuteylte, und nomen sie wegk. In dem quam es aus, das es Dantzker bier were, und die knechte wolten sie haben, die® Polen wolten sie nit geben, und hub sich ein gots martern und feybannen, das sie einander gutte schlege goben, und das man sie mit gewalt muste scheiden, und man gab also den 20 knech- ten solt und urlob, und sie musten weg. Dys thet den 30 bos- knechten® zoorn, und* wolten auch wegk, und man lies es gescheen *fol.145a. und gab yn 3 fird., und sy sprochen, ir hauptıwan het yn 1 mr. zou- gesagt, die yn die thumpfaffen geben wurden. Da widder war der brief und credentz vom capitell dem hauptman geben, darumb kunden die bosknecht nicht dowidder, sunder sie nomen iren haupt- mann Caspar Muckenbeck und rofften ym die hore aus und dy haut vollschlugen und czogen so weg. Von der entsagung der thumpfaffen wart auf dis mol nichst, ag ein spruch, das man sagte: got geb dir ein knechtischen abschidt mit böser gedult. a—a) fehlt D. b) und d. D. c) fehlt D. d) knechten, bos-fehlt D. 1) Voigt, IX 698.
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374 $ 15. Von ungewisser freuntschaft eyns predigers mit seinem woltketer. Es ist obene berurt, das ein gromonch mit namen Allexander genant czum Elbinge des pfarrers prediger war. In dissem jare, weil denne do vom koninge ein pfarrer gesatzt war Johannes Ferber thum- her zcur Frauenburgk, diesem und dem gantzen oapittel der rat zcum Elbinge nit gönstig war umb berurten ethwan sachen, und als der rat nu sag, wie yn der pfarrer ein neue prediget anrichte, und der monch yn begunde das Lateyn zcu lesen, sie machten yn den mönch zcu frunde und Juden yn umbzcech zcu tische und weyseten yn auf den pfarrer. Die sache und not, darumb der rat dissen monch feyerten und musten aus gehorsam yn seine prediget gehen, war, dan ein teil vom rate handelten seer ubel mit dem, dovon der gemein man solte sein narunge haben. Sie machten mechtige theurung yn der statt, heymlich stolen sie ir eigen und furten es gen Konsbergk scu iren finden und ire mittburger seer mit wucher, mit ubersetzen be- stompelten. Auff der fischbrücken sie genugk umbsust hetten, ein ander must es duppelt bezcalen, und also mit vielen andern sachen, welche: alle eym gemeynen manne hertzlichen wee theten *, und sy ire prediger etwan hetten vormant, sie solten offentlich schelten ein solchen missbrauch des rates. Dis wolten sy aber nit thun, nach- dem sy es im ewangelio nit funden. Sie spinnen mit dissem mmonche zcu hauffe und erweckten yn, das er ein sermon thete, in welcbem er babst, mönche und solche ding nach lust und beger der Lutteraner lesterte. Im ander er den bisschoff, thumhern und pfarrer vornichte, im dritten er den rot aus fegete mit irem regiment und sich mit seinem orden von der volkomliohsten liebe gottis und des nehesten preysete, und macht es von allem teil kostlich gutt, das man gerne hette gesehen, das er zcu allen teuffeln wer gewesen. Es begab sich yn dissem, das do 2 Berndiner monch quemen und disse besuchten yn, welche er auch angab fur gutten leuten vor gar fromme und vol- komene menner, und der dinge viel. Im dritten tage nach dissem warf einer die kappen abe und hub an zcu sagen, was er wuste von seinem orden, Allexandro honete dys, und er zcum rothe unde sprach: weysen hern, ich bitte, ir wolt den ubeltheter meins heiligen ordens *fol. 145b.czur stat ausweissen in disser stunden, adder* ich wil nicht eine stunde euer prediger sein. Er wolt zeuvorstehen geben, wolten sie ym nit zcu willen sein, so wolt er weg zceiehen, und denne die Lutteranischen bürger einen sunderlichen predigern wurden auffwerffes, und disser wurde fur die gemeine reden und so einen auflloff widder a) fehlt D.
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375 den rot wurden concitiren. Der rot gab ym aber ein antwort, das ym nit gefiel, drumb es nachbleib, und vil stichworte auf den rot fürte von irem regiment und wie sy ein geschworen eydt hilten, und machte es der heller wert, das es wu yn andern stellen eine froliche collacion rede wart, und werete so eyne weyle, wen es machte gar bittere hertzen von beyden teylen im Elbinge. $ 16. Wie man sache suchte zcu den schwartzen monchen zcum Elbinge, das man sie vortribe. Die Elbingischen Lutteranen woren als die affen, disse wolten alles, was sie von den Dantzker Lutheranen horten, nach thuen. Sie horten sagen, wie die Luttranen von Dantzk mit behendigkeit (alias vorretereye) ire schwartze monche wolten gelosen, weh sye wolten inen in irer ketzerey nicht zcu willen sein. Die Elbinger wolten ire mönche auch von desselben wegen berücken und schmelzten ein solchen rat. Es wonte eine burgerinne zcum Elbinge mit 4 tochter, die menner hetten, und 3 sone, die weiber hetten, alle gutte Lutteranen und der monche finde, von dem pfarrer aus der neustat zcum Elbinge vorkart, der der frauen gefrundet war. Dan disser pfarher yn seiner kirchen öffentlich auss Lutters bücher die ketzereye Lutteri lernte, und noch essens es ein pfaff in der juncker schisgarten bestate, do predigende, und all ir ding auf die monche wanten. Die frau durch angeben der Lutteranen den monchen diberey zceigk, das ire mutter were eine berußene reiche fraue gewesen, sunder sie hetten nit das 10, teil ge- funden der, der sie sich vorhoffet hetten, und sint dem sie die ge- wonheit alleine hette, das sie den monchen gunstig war, die monche musten es genommen haben durch ir geben, und das were durch betrigereye der mönche gescheen, wie denne wol einem alden menschen geschiet. Man begert ein solchs widder zcu keren. Die monche begerten zcu wissen die summa und das gezceugniss der gebung, und wolte sich nyndert finden, wie wol man viele meyde fragte, die ir gedint hetten, und stunt so eine weile an, und geschag so vil lestern auf dy monche. Der eine schrey, man :olt sie aus- treiben und nehmen, was sie funden, an die schult, der ander schrey, man solte dy eltesten nemen, der henger wurde es yn wol abfragen, wie vil es wer gewesen. So® brach die summa aus von der tochter des selbigen weibes, es weren 700 ınr. in golde gewesen *. Dis quam a—a) fehlt D.
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376 vor ein alt weib, die itzunt ym tot bette lag und horte es und* sprach ®: das sie so ligen mögen, vorgeb? es yn got, den al ir gelt ist nit uber 300 mr. gewesen, und waren ag grosschen, wen ich habe es io ausgeteilt wol in 6 stellen, do sie nach lebete. Und dis quam balt aus, und man schickte zeun ir czeugwirdige menner, und lissen sie gruntlichen fragen umb disse worte, und sy hub an und sagte, *fol. 1463. wy sich dy und dy* besorgt, das sy sterben wurde, sint dem sie noch ein stucke geldes hette, und sie ire tochter in irem hausse nit hette wolt leyden, so wolte sie auch ir das gelt nit gönnen, und schickte mir boten und sprach: gutte Compensche °, ich sehe wy unser hernn der stat die testament der burger nit halten, und die meynen nicht mich sunder gelt meynen, darumb vortrau ich euch dys gelt, teyli es - aus yn gottis ere vor meine sele, und so nam ich das gelt und hab es gegeben noch irem willen alle mit einander, den monchen gab ich 1*, mr. @, und sie nante dy stellen, als die monch zcum Braunsberge, Salefelt, Lobe, Antoniter und Heiligengeistbrüder zcu Risenborgk und der gleichen. Und die gingen so weg, und es muste dobey bleiben, die monche wurden von dissem frey. $ 17. Eyn anders. So war ein ander Lutteran und disser meynte dy mönche zou fellen, und man hette redliche ursache® zcu yn. Disser war gewesen auswendig der stat Elbingk und quam heym und ging zcum prior und sprach: wirdiger vater prior, mir armen man im heym faren und meiner trunckenheit ist ein lade, in welcher 36 und 200 mr. gewesen ist, von wagen entfallen; wie ichs bezoeugen kan, euer bruder einer ist dem wagen mit eym drescher nachgevolgt, und ynf seint nachgeritten 4 ieger von Marienborgk und die sagen, wy der bruder die lade gefunden habe. So bit ich euch, ich will euch 3 tonnen bier geben, das sie mir widder würde, dan es ist gewis, das er sie gefunden hett. Der prior antworte ym, wirt dem also sein, es geschee, was do recht ist, und es stunt so an, und die lade nit weiter manete. So war der bürger viele schuldigk, wen man yn manete, sprach er: die mönch® vorhielten ym sein vorloren gelt, würde es ym widder, er wolte gerne bezeaien. Wiewol vil an dissem ein zcweiffel hetten, idach . viele quomen, die den mönchen flucheten, das sie machten, das man sie nit a) fehlt D. b—b) A am Rande, fehlt D. c) Comperische D. d) andert halffe mr. D. e) fehlt D. f) fehlt D.
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377 bezcalte. In dem geschag es, das eyne frane als ein reiche kromeryn sich gen gutte leutte beclagte, das sy dem und dem (und war der, der die monche anfertigte umb die lade) ir lade mit 36 mr. hette gethan, und er spreche nu, das sie were vorloren. In dissem rumor gingen die mönche fur den rot, die sache zen vorhoren, und dem manne und frauen boten schickten, die dy lade vorloren hetten, und boten eine bewerunge des findens halben. Sye fragten zeum ersten im abwesen der frauen den burger, wie vil laden auf dem wagen weren gewesen, und wem sie gehort hetten, und was yn yn gewest war, und ab er alleine dorauff hette gesessen. Er anthworte, es were nunt eine lade gewesen und hette gehort der und der kromeryn, und wie sie ym gesagt hette, es weren dorinne gewest 36 mr., und hette mit der- selbigen frauen dorauff gesessen, und sy vorloren sy auf freyem felde. Die fraue quam und sagte auch 80, so wart ym gesagt, wo weren dennoch 200 mr., dovon er den mönchen und andern bürgern gesagt hette. Die frau sprach: es ist all ir tage nye 200 mr. darein ge- kommen. Er sprach: weissen hern, es ist mir so ein wort von 200 mr. und* der findung entfaren, ich tzeyge itzunt den monchen »fol. 146b. nichst. Dowidder sprochen die mönche, warumb het ers den vor vielen gesagt und ausgeschrihen, und er vorstommete. Den monchen wart gesagt, sy solten iren vorstender nemen und solten zcu ym ein recht begeren, sunder die mönche lissen es durch vorbete faren. Sie woren beyde im gerüohte, und der bürger ein ehebrecher war und die kromeryn ein ehebrecheryn, und sie machten ire lade under sich ledig. Hirvon erlangte der burger den namen, das man yn sein leben langk den laden iuncker nante. & 18. Von eym ewangelischen studio im lar 1524 zcum Elbynge. Am ende disses jares die Luttranen zcum Elbinge dis stifften, das sie im juncker schisgarten auffrichten lectiones yn theologia, und war ein pfaff, der las epistolam ad Rhomanos, und alle spruche, die S. Paul do furte widder die eigenwilligen yn den glauben Jhesu, die wante er auf den babst und seyne cardinal, und quam so weyt, das die weiber, die ir Deutzschen betbuchlein hetten und ynderts ein gebet dorynne funden, das der bobst gemacht ader bestetigt hette, sy wolten es nit beten. Der ander war ein bachant Lampos genannt, disser las epistolam $. Petri und alle spruche von den ketzern wante er auf die
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*fol. 147a. 378 mönche und do mitte machte, das alle werlt nur jomerte, das man die monche ermorte, dan ir armut von silber in der kirchen war yn ge- nommen, und man gab yn auch“ nichst mehe. Dissen lessern hulfen dy prediger yn der neustat und altenstat, idoch der grohe monch, do- von obene gesagt ist, war ymmer an und an, so er einen sermon thet nach christlieher art, thet er 3 nach dem, wie ym die Lutteristen sagten. Im lesen sprach der bachant zeu den frauen und megden: liben schwestern, ir seyt dy, durch. welche erfüllet mag werden der himmel, lat euch erbarmen, das itzunt uber 700 jar unzcelige selen vorloren seint, sint deme die tyranney des babstes monchen, nonnen und pfaffen die ehe gelegt. hat, und sie dem unseligen leben gevolget haben und sich so vorthumet, wen sie gote seine ere genommen haben selen zeuschaffen, sint dem das ir geschigkt seyt, befleist ench, das die werlt voll diner des ewangelii wirt, und der worte vill, und broohte es so weit mit disser sussen vormanunge, ‘das gar viell meyde schwanger wurden, und mit der zoeit die kinder vorschmachten, den die armen huren hetten nichst, und man gab auch nichst umb gotäis willen, und musten umb ein stucke brot den tag umb eselen nnd der kinder in dem nit kunden gewarten, und so zcum tode quomen. Idach war es löblich, wen eins kaum tot war, lebete schon das ander yn mutterlichem leibe. Aber es ia werlich nit arten wolt, wen es waren vi, die do begerten, wenig aber die do kunden. Der huren trost war, wie das ewangelium sagt, das sy wurden ym reich gottis besser sein, den alle romanisten und papisten. 8 19. Gagagack. So man yn der lectio sas, so woren da vil, die liber auf dem spile weren gewesen, dan do: idach goben sie andern umb* Lutters willen ein exempell, und die es vormuchten, hetten Lutters bücher fur yn, und so der lector ein punct las, der den bobst und dy seinen anging, sprach er: schauet yn euern büchern, ob es nicht so ist, und sie schaueten alle und huben an zou reden, gleich wie die gense, wen sie gagern, gagagack, gagagak, gagagak, von welchem die umb- stehenden waren bewegt und meinten, es wer war, und sprachen alle: schauet unser pfaffen und monche haben uns die warheit gestolen und iren tant dovor gesagt, gott schende sy, und der worte vill. - fehlt D,
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379 8 20. Vom kake und ereutze. Von dissem lesen worden die schuler so andechtig, das sie nymmer nuchtern waren. In iren trunckenen collacion sungen sie Deutsche messen und solcher sachen mechtig viel. So quomen irer ein teil einsmols vor das beinhaus der toden an der pfarkirch, do hingk ein creutz mit eym bilde des hern, welchs zcuvor nicht angerurt war yn 60 iaren. Disse schüler der Lutteranischen ketzerey ® yn der nacht stigen sy uber die todenbeyne und nomen das creutz und satzten es auf den kagk und gingen so schlaffen. Diss wart wol von den Lutters belacht, von den christenen wol bejommert. Is gingk so loblich zeu zcu trotze dem rote, das er ein wort widder dis hette gesagt. 8 21. Was eygennutz macht. Dan vil ym rote waren die do luttirten und fillen dissem bey und sy musten es auch thuen, dan sie furchten die gemeyn yn einem aufflloff, wen die Luttranischen rothern handelten in etlichen sachen seer ubel und eine mechtige theurung yn der stat machten, in dem das sie korn, weisse, gerste und solch ding heimlich aus den henden der burger kaufften und furten es vorstolen yns ordens lant, widder koniglich mandat und eigen vorbindung, und musten anderswo daran vorlisen. Von dissen und andern sachen mebe man yn den tot ge- schworen hette. Dys zcu vorhindern woren sy bey den christen, so woren sie widder die Lutteristen, woren sie bey den Lutteranen, so woren sy besser dan sye, sint dem mal die Lutteranen die prantzmacher waren, und sogen, das yn etliche weise hern beyfiellen yn yrer ketzerey, machten sy es mit pfaffen und monchen nach wolgefallen. Dissen fillen bey etzliche monche, die nomen weiber und die pfaffen alle, bis auff 5 alten, so ir dach 31 war in summa. Damit wart das iar geondet. $ 22. Von einer sunderlichen christmessen zcu Tolkemitten 1525. Der menschen kreutziger (also nant man die creutzhern yn Preussen czu dissen tagen) ein iglicher jo het ein sunderlichs in der Lutterischen ketzerey gestifft, so war b. Caspar Schwalmbach pfleger a) AD zcwar. b) fehlt D.
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380 von Tolkemitta‘), noch der seinen orden nit beweist hette. Domit er ym gnugk thete, so nam er ein vorlauffnen mönch von Braunsberg, der weyhe dyaconus, und lernte ym die Deutzsche messe singen und yn der christnacht im jar 1525* bey ym stunt und lies yn singen die *fol. 147b. Deutzsche *messe auff gutt ketzerisch und gab dem vorlaufnen mön- che und dyacono die pfar zcur Neuenkirch bey Tolkemitt, und er weydete do seine schefllein, das sy voller ketzerey worden. Nach der ersten messen yn der christnacht hies man sy kindesfus essen, und die fischer knechte sich vorsammelten, truncken und spileten und schlugen sich. B. Caspar war güttig allen den, die bey der Deutz- schen christmessen und ersten messen des dyacons und vorlauffnen monchs waren gewest, und die es kunden beweissen, dorfften keine busse geben, die ander musten geben. So wart der leibliche vater disses neuen pristers seer gebusset, dan er war ein bürger zcu Tolke- mitta, wen her het gegrynnen, das sein son ein solch frefflich und unchristlich dingk thete und geb sich zcum altar und nicht pri- ster wer und hilte die messe Deutzsch, aus welchem alle mehe ein spot wen ein andacht war. Und man sagt von b. Caspar, wie yn der geist durchgangen bett, dan es war der glaube bey yn, dy yn lobeten, und man kunde gote nit ein grossern dinst thuen, dan das man ein mönch aus der kappen brochte und gebe ym ein weib und die Dentzschen messen hielte und so die ander dor zeu brechte, aber mit nichte nicht ym opferte aber etwas gebe vor seine arbeit, sunder er solt opfer nemen von seiner eigenen arbeit und schweis des angesichts fur sich und die seynen, wie got eingesatzt hette. 8 23. Vorblendung. Disser seuprister’ quam kem Elbinge und fant do seins gleichen bürger, und sy hulffen -ym, das er Deutzsche messe sangk, und war grosse solemnitet mitte, und er muste gleichwol weg, und man fragte yn darnach, was er zcum Elbinge gethan hette: ich habe cluge leutte zcu affen gemacht, und sie haben brot vor got angebet, und solcher honrede viel. So wolt yn got schenden, und er quam zeu‘ der Frawenborg yn die pfarkirchen yn einem sontage, und der pfarrer het a) 1524 D. b) selbig pr. im Toxt ausgestr.: scw am Rande A. c) fehlt AD. 1) In Tolkemit lagen während der Wafenstillstandes 1521—1525 Ordensirupper, Eichhorn, erml. Zeitschr. I 289.
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381 geprediget und wil die homesse singen, so kompt disser selbig prister vom branten wein, und vol, gelauffen und wil zeum altar und wil die Deutzsche messe singen und stost den pfarher vom altar. So ist der pfarher nit so faul und stost yn mit krafft vom altar, so zceuht der sewprister* von scheiden und wil yn den pfarher hauen, sunder dy bürger sprungen zcu und vorhinderten mit den kertzen den haw und nomen yn und uberantworten dem offciali. Er lies yn einsetzen, so quam sein vater mit namen Marx Bomler burgermeister zcu Tolkemitt und wolt yn ausbürgen, sunder der sewpristere wart gen Heilsbergk gefurt, und man satzte yn yn die kammer der vorgessenheyt. $ 24. Wy yn keinem wege den Luttranischen ketzern zcu vortrawen stunt, yo mehe gut sy erlangten, yo boshafftiger eie wurden. Mauricius der bisschoff von Heilsberg im jare 1526 schickte etliche botschaft zcum Alberto fursten in Preussen und* lies manen *fol. 1482. seiner kirchen gutter, dan er hilt ym etliche dörffer vor, die an seine kirche quomen von wegen des vorstorbnen bisschofs hern Fabian von Lusyeyn, und der furst reumete sy ym und vorzceig sich der in allen sachen. Weither so lies er yn vormanen yn krafit des gemachten frides mit dem hern konige von Polen Sigismundo von wegen der investuren uber die pfarnern und pfarren, wen sein bisthumb am meisten teile war unter. dem fursten Alberto, wilchs denn aus seinem vorhengnis meh wen ketzerisch war, und war yn ein brauch kommen, wie ein itzlich pawr es zeum synne brochte, den pfarner zcu entsetzen und auff zeu nemen, dan ein iglicher wolt, so und so solt man aus- legen das ewangelium, und quomen doraus grausame lerme, das man auch vorschmeete die heilige tauffe, und vil hundert kinder erstorben und erwuchsen ane dy tauffe. Dissem vorthumbnis wolt Mauricius vorkommen, er begerte vom fursten, er wolt ym menner erkysen der Romischen kirchen gehorsam und den befelen sein lehen zcu iren lebetagen und so presentiren, vortan was eym ordinario antrit, solche presentati zcu examiniren yn der wissenheyt, und ab sie auch geweyhet weren, wolt er vorsorgen, dan yn keinem wege kunde er es leiden, das seine kirchen von so gotlosen apostaten worden zeubrochen und alle gottis recht und christliche pflicht so wurde vormaledeyet, wie die 4 jar lang mit seym vorhengniss wer zeugegangen und nach zcu- a) selbig pr. A, s. fehlt D. b) sclbig pr. A. c) am Rande A.
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*fol 1486. 382 ginge und wurde jo lenger jo schlymmer, das auch die heilige tauffe vornichtet wurde, und solcher worte vil. Albertus der furste fragte, ab sie auch ein befelh hatten zcu manen die clenodien, die er aus kirchen genommen hette und olostern seins bisthumbs, sie sprochen neyn, und man sagt yn an ein antwort zeu geben am dritten tage‘ Der tag quam, in welchem aus dem rate bisschofs Jorgen von Sam- lant, Gerardi bisschof von Bisenborg, Pauli Desperati, Spoliandri,') Johannis Brissman und der ander seyner® wegesten capita seiner Luttrey und ketzerey durch Gerardum bisschoff von Risenborgk gab man yn ein gefedyrtzi® anthwort, lachende uber ein hundes zcan, das sich unser gutter nogwer Mauricius der menschen bisschoff von Heils- berg bewegt zcum unleiden unser underthan halben, das sie nach seinem wan unchristlichen handeln, wer von ym und seinem beyfal noch Davids wort geret: omnis homo mendax, er dorfte sich der sachen nicht bewegen, den fürstliche irlauchtigkeit worde seine schefl- lein auch vor gote wol vortretten, und der worte viel und viel. Eut- lich er solte wissen, das aller seiner underthan wille und stimme wer nach dem ewangelio: nolumus hunc regnare super nos, und man wolte causiren auf den artickel, das es ym fride machen berürt were; das die pferner sulten von dem bisschoff Mauricio investirt werden, ist war, sunder es ist domit cavirt, das bisschoff Maurieius solt aus heiliger schrifft anzoeigen, das die pfarner noch Lutterischer erclerunge von f. g. zcugelossen, ubel handelten, sed novem ubi sunt, drumb itzunt pfarner sein ane seinen segen, ist sein schult, dan er gibt nit racionem sue spei poscenti. Quag. *Das man handelt yn unserm furstenthumb widder gottis ere und christlicher einsetzung, geschiet nicht, das man got und seine heiligen voracht in ubermut 4, seine sacrament und betthewser, sunder ınan wil den abgot fettes bauches geitziger pfaffen, der hei- ligen geschrifft affen, nymme erneren, dan sie von allen obgenanten stucken ein kauffhaws yres gewinnes gemacht haben, ut probat communis experiencia romanistarum. Idoch® domit vil schreibens, schreyens zeu k. m. hinderstellig bleibe, requiriren wir Mauricium den menschen bisschoff von Heilsbergk, das er umb zeihe, aber die ge lertsten seiner kirche schicke, secundum disposioionem juris vesti, und visitiren die kirchen und erigiren deiect« verbo et exemplo, und wue yn schrift gebreche, das man yn es zcu fülen gebe, se a) t. fehlt D. b) feinigisten D. c) fediıt D. d) in seinem und D, e) fehlt D. 1) Paul Speratus und Poliander sind gemeint,
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383 wolten pro arrogancia patientes, und solcher worte meh. Auff disse antwort der nunctius Mauricii des bisschofs von Heilsbergk: frustra iacitar rethe ante oeulos pennatorum, improbe agit, qui margaritas ante porcos mittit, und so het sich herzeog Albertus gebessert, dornoch das er k. m. schwur seine ketzereye abezcustellen, er solt yn nit mit seiner fürstinne vortreiben lassen. 8 25. Nusquam fides tuta. Eyn anders dissem bisschoffe auch geschag, das er thet grossen fleys, das die apostaten widder gnade erlangeten vom hern konige, woren es monche, er half yn yn die closter, und betrubte manch christlich hertze, dan die mönche protestirten es, wie sie die apostaten mit gezcwang musten auffnemen, wen sie weren es sicher, das® die apostaten kein guts teten; woren sie werltliche prister underm fursten, dy do weiber genommen hetten und do ketzer woren und der sachen do müde woren, sy entliffen und vor Mauricio dy ketzereye vor- schwuren, er gab yn pfarren yn seym patronat, und sy wonten do. So balt sie merkten, wie perfors hertzogk Albrecht die ketzerey widder des koniges wille und mandat vortrete, entliffen sie widder, woren es mönche, so nomen sy ander mitte, und was sy begriffen, so auch die pfaffen, die nomen ander weiber, wie wol die vorigen nach lebeten, und tzogen aller gen Konsbergk und yn ander stete des furstens und hulffen die werlt mehren und disse woren die unvorschambsten yn allen sachen. In gantz Preussen gab der furst Albertus ein solch exempel von ym in der ketzerey, das uberall under dem konige das volck so gotlos wart, das es in keinen weg nach vom glauben wie ym anfang, nach von gote hilten, und worden ir viele also vorstockt, das e8 erschreglich war anzcusehen, vil frome hertzen sprochen, warlich got wirt uns aller pflogen umb des freffels willen, den man handelt, die Luttran schrigen, solt got dys und das bestehen, er mus es dennoch machen, das wir es mögen erleiden, es wird dennoch nach seinem willen nicht alles gescheen, wie er gedencket, und der lesterung vll. Dy von Dantzka ausgenommen, sie woren mit aller macht widder die ketzerey umb gottis willen, sust yn den andern steten het* der rot am meisten den Babilonischen trunck aus der Lutteri- *fol. 149. sa) wen D.
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384 schen flasschan getruncken, das keyne ehre und gottis forcht yn yn wart gefunden. Dis sogen die ander burger, und wie sie auch vom konige ungestrafft bliben, so hilten sie iren don und nomen gar viele mitte, Sie wurden aller von dissem truncke hirnesuchtig, das sie keine schrift und predigt mehe achten, und so wart volendet dis 1526 jar, ich sorge, das neue wirt noch anders sein.
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*Von dem vierden bisthumb yn Preussen. *fol. 1492. Capitulum I. 81. Das vierde bisthumb yn Preussen ist auff Samelant und ist gefundirt und dotirtt wy dy andern 3 vom bobste durch seinen legaten, wie denne genugk gesagt ist wurden, in der ere der mutter Marie Jhesu und des heiligen Adalberti des bisschoffs,') der im selbigen lande getöt ist worden, umb des willen, das er yn geprediget den namen Jhesu, und heist zeu Lateyn Sambiensis, und ym wart auch zcugeeigent das dritte teil seines sprengels, sunder als die brüder gantz Sudawr lant vorstörten, do bleib im gar wenig von Samlant. Disser bisschoff hot ein schlos Fischaussen genant, do er gemeiniglich wonet, sein thumbkirchen war zcum ersten auffm schlosse, sunder es war gantz unbequeme, zcum andern ınal wart sie gelegt yn die kirche S. Spiritus,?) sunder wolt auch umb des spitals willen keine gestalt haben. So quam es, das der bisschoff und die thumhern an sich nommen den Deutzschen orden°®), und dornoch gab yn der homeister b. Luderus von Brunswigk eine stelle auff Pregilmunde, das waren etliche beusser beflossen mit dem Pregel, itzunt ist es ein stat und heist Kneiphofl.*) Den thumb hub der homeister Luderus an mannes- 1) Dem heiligen Adalbert war die Domkirche zu Königsberg zugeeignet, Cod, Warm, In. 122. 2) Die älteste Domkirche lag an der Stelle des heil. Geistspitals in der Altstadt, Königsberg, Faber, Königsberg, S. 43. 3) Das samländische Domcapitel gehörte seit seiner Gründung 1285 dem deutschen Orden an, Gebser, Der Dom zu Künigsberg, I 46. 4) Ja der Translocationsurkunde des Doms von 1333 wird der Kneiphof in der That Pregormunde genant, Gebser I 89, 35
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386 hogk von dem gelde, das dy capitulares mit gnadreichen jaren vor- samleten, wen sy waren yn darumb geben, und wart mit der zceit volbracht, wy sie itzunt ist. $ 2. Von der geistligkeit yn dissem bischthumb :®. In dissem bissthumb seint itzunt nicht 36 pfarkirchen, wen das fürstenthumb Sudaw ist gantz dohyn; so ist auf der stelle, do man hot getöt den heiligen Adalbertum eine kirche, yn welcher seint 6 vicarien prister und 6 chorales gestifft, und disse singen alle tage ag die gezceiten von unser liben frauen.) So ist ein pfluggewende von disser kirchen eine capelle auf der stelle, do do wart erschlagen der heilige Gaudencius, der war ein mönch und ein mitbruder des heiligen Adalberti, sunder als er sag stechen yn den heiligen bisschoff, liff er fur forchte und sich auf disser stelle ym strauche vorkroch der wachandelberen, sunder die alaster uber ym flogen und hetten ein gresslich geschrey, von welchem die Sudawer auff und funden yn und yn auch erschlugen. Do wart er begraben, aber fur keinen merterer gehalten, wen er lif vor dem tode. Und quam, das der hoemeister bruder Albertus marggraf von Ansbach ein andacht gewan zcu den groen monchen von der obser- *fol. 149b. vancia und noch seiner naturb* vil mit yn heimlich handelte ir hertz auszcuforschen. Zcu der zceit die monche nach irer art sich vor ym hören lissen, wie eym frommen bruder under yn der heilige Gaudencius ym gebet entschynen were und ym befolen hette do zcu graben und seinen leichnam in yr newes closter gen Konspergk?) zca geben. Der hoemeister vorgunte dys auf ein vorsuchen, wiewol ers nit glaubete, und der monche 6 quomen bey der nacht und hetten mit yn einen schonen sarch mit wolrichenden ungenten bestrichen, a) die Ueberschrift am Rande nachgetragen in A. db) Hier folgt in A am unteren Rande, in D im Text: von sant Olbrecht wirstu finden die gantze legenda mit körtze im II1I. tractat, capitalo 111. und von seym ende, wen er mit patron disses bisthumbes, 1) 4 Vicare und 2 Schüler nennt Voigt, Gesch. Pr. 1 663 nach dem Entuurf der Stiftung zwischen 1422 und 1424. 2) Im Jahre 1517 räumte Albrecht den Minoriten von der Observanz die Ordes- Airmarie und Kirche Mariä Magdalenü su Königsberg (auf dem Mimzplatz) ein. Freiberg S. 4.5, Faber S. 99,
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387 2 beteten, 4 gruben die gamtze kirche umb und umb, und got fugte es, das sie nichst funden, wen hetten sy aus zcufall einen unglaubigen Sudawen gefunden, hetten die Preussen ir tage durch solch affenspill und narrengetrib einen vordampten fur ein seligen gewirdigt.') Zeu Konigsbergk yn der stat Lebenicht leit ein jungkfrau- eloster vom Deutzschen orden gestifft und dotirt yn die ere des hei- ligen Benedieti. Dis closter quam also auf. Bruder Heinrich Thuzemer homeister in Preussen solt am tage zcu lichtmessen ein schlacht halten mit 3 koningen am flisse Strobena® yn Nidder-Littaw, so thet er ein gelöbnis, würde ym Maria helffen, dis jungfrau closter 2cu bauen zcub irer ere, Doselbst auch viele Mariam gesehen haben yn der luft schwebende, und der homeister gewan, idach achte er es nit gros. Aber mit der zceit bruder Wynricus Knyprode hoemeister bauete es und dotirte Marien zcu eren und dem heiligen Benedicto.?) Do ist auch ein gro monche closter der bullaten brüder. Von dissen ist zcu wissen, wie sie des herkommens sein Berndyner, sunder in vielen landen woren closter, die do nit wolten aufluemen ministrum generalem, der do wart elegirt, do bobst Leo X mit yn unionem machte, und auch nit seine ordinationes. Drumb erlangeten sie eine bulla vom babste Leoni X, domit sy ir regiment under yn hetten und dorften nichst halten von den statuten ires ordens, ag regalam, und solten dach ministrum generalem halten vor ir haupt. Darumb heist man sie bullaten. Als nu Albertus der hoemeister krigen wolde, so gedachte er das eine closter vor der stat zcu Welaw abezeubrechen, und dys woren Berndyner etwan vom homeister bruder Merten Truchsses gestifftt.?) So vorlis sich der homeister darauff, das die monche, wie es denne vom coneilio gemacht war worden, sich solten wol betragen, und‘ hys also dy bullaten auszeihen, das sie sich solten mit den reformaten yn der stat betragen‘. Die reformaten nomen die bullaten auff, sunder yn kortzen tagen bewuschen die geste ire wirte kem homeister, dorumb hies er die alten groe? mönche . wegkzeiben, und dy bullaten solten das closter yn der stat behalten. a) Strokirche D. b) In D. c-c) fehlt D. d) am Rande A, fehlt D. 1) Von einem derartigen Versuch den heil. Gaudentius zu erheben, ist nichts über- liefert, wohl aber hat Albrecht versucht, die Stiftung der Ad:ulbertscapelle wieder zu er- neuern, Voigt I 665. 666. Darauf beruht wahrscheinlich Grunau’s Angabe. 2) An dieser Stelle scheint Wigand’s von Marburg Chronik c, 38 u. 127, Sr. II 313. u. 616 Grimau's Quelle zu sein. Die Angaben sind richtig. 3) Erwähnt wird es erst unter Friedrick von Sachsen, Voigt, IX 307. 26+
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*fol. 150. 388 Sint dem aber die bullaten, ehe dan sie zcu Welaw wurden abgetriben, wusten erlangeten sie eine stelle zeu Konigspergk mit dissem vorteil. Die thumhern zcu Kongspergk seint Deutsches ordens und arm, wen ire lande haben ander und thoren dach nichst sagen ' umb armut willen. Man gab yn* fur 100 jaren ein privilegium, das kein betlercloster ynwendigk 3 meylen solde seyn.!) So het der homeister Albertus einen man an seynem hoffe und eine burgerinne yn der stat, was die begerten, das geschag, der man hies junoker Hans von Schonberg,?) die bürgerin fraw Clara doctorin, her Bogwitz war ir man, und wie gesagt wart von yrem gesinde, Hans und Clara hetten sich lieb, wie man und weib. Bruder Simon der Bullaten- gardian und custos wart mit fraw Clara bekant und er rette sie an yn vorgebung irer sunde, sie solte mit Hansen reden, das sy da yn Kongsberg mochten ein closter haben. Juncker Hans brochte es umb Claren willen an den homeister, und der homeister sagte es ym zet. In dem hot sich juncker Hans an der Claren vorterbt, das er starb, und er bat ym todtbette seinen bruder Ditterich von Schonberg, das der homeister das endete, das er ym hett zcugesagt, und Ditterich brachte es so weit, das der homeister den mönchen zcusag thete. So war zcu der zceit ein kirch yn der eren der seligen busserin Marie Magdalene hert underm schlosse,®) und do wonten bey 12 mansio- narien prister und disse furten ein teil ein hurenleben, drumb hies sie der homeister auszeihen und gab den mönchen die kirche. Fraw Clara berumete sich do ersten, das sie der mönche mutter were, und dis geschag 1517.*) Ein jar darnach wolt der homeister nach alter gewonheit yn fraw Claren hausse baden, sunder dem fursten wart gesagt von irem feynde, dem sy eins nit wolt zcu willen sein, und der sachen viel, sie würd entlich dem homeister vorgeben, wie sie juncker? Hans von Schomberg gethan het. Darumb der hoemeister und® Ditterich von Schombergk vorschaften ®, als fraw Clara dys kein sorge hette und quam aus der monche kirche irer kinder und het ire sunde erclagt, wen ir hertz war ir seer schwer, und als sie wil vor dem schlosse fur uber gehen, so fant sie da einen behangenen wagen a) gesagt D. db) fehlt D. c--c) fehlt D. d) statt vorsch. In D gethan hette. 1) Auch Freiberg S. 4 berichtet, das Kloster der Graumönche wäre errichtet widder alle die privilegia der thumherrn und der pristerschafft. 2) Die Brüder von Schönberg, Wolf, Dietrich, Hans und Anton bezeichnet Gregor Spiess Ss. V 351. als die Anstifter alles Unheils in Preussen. 8) Vgl. Freiberg S, 4. 5. 4) Die Zail ist richtig, Freiberg S. 4.
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389 auff welchen schwangk man sie und furt sie auff Locksteten und do peinigte sie der henger alle 4 wochen eine nacht. Von irem be- kentnis woren vil rede, idach war niohst war. Wie es mit ir bleib, weis man nach heutte nicht.!) Der bisschoff von Samelant Gunterus war weg, so appellirten 7 thumhern, sunder nymant mocht yn apostolos geben uber das, das man yn yre privilegia hett gebrochen und hette mönche eingenominen, sunder der homeister berumete sich *, er wer bisschoff und bobest, keyser und koningk yn seym lande, der widder yn thete, er solt es mit leib und gut bezcalen. Nicht lange hernach brach er den thum- hern ein sache vom eyse und satzte einen doctorem gefencklich, 2 magistros und einen baccalarium, thumhern zcu Kongsbergk, und sy quomen mit grosser not auss.?) Als nu die mönche hetten 3 jar in der ehegenannten stellen gewont, boten sie den homeister umb eine andere, dan die brüder wörden vorstöret yn irer beschewligkeit von den buchsenschissen , trometten, pfeiffen zcu hoffe, vonn dem geschrei der hunde, und solcher sachen viel, und der homeister gab yn* umb 2 tausent mr. "fol. 1506. (wiewol sie dach kein gelt nemen, aber dach ander vor sie zcelten, und waren, wie ir prediger selber sagte, die weile sie vor den ho- meister gelt pracherten, wirdige veter, und do das volek nit mehe kunde geben, schalt man sie vor heuchler und sie voriagten) die stelle des grossen speichers ym Lebenicht,®) do sie heutte ynne nistelen, dach» letzlich auch daraus von anfang des gepredigten ewangelii doraus voriaget’. Und die appellatio ist renoviret und alle dingk hanget am fursten, die weil er lebet, und wurden vortriben im jar 1524 pasche.*) Die Berndiner haben auch zceur Tilse ein closter gebauet im jar 1519, und dis ist vorstort wurden 1524.°) Zeu Kongsbergk wont seer ein® wolthettig volck umb gottis willen. Darumb hilten von erlaubnis der 3 stete zcu Konigsbergk die a) sie D. bb) A ausgestr., fehlt D. c) e. s. D. 1) Darüber fehlt es begreiflicherweise an Nachrichten. 2) Vogl. über die Streitigkeiten Albrecht's mit dem samländischen Domcapitel Frei- berg S, 13—15 und Gebser I 238, 3) Die Uebersiedelung des Bullatenklosters in den „AMünchenhof“ am Pregel erfolgte 1522, Freiberg S. 5. 6, Faber S. 95. und 99, Sie haben also nicht 3, son- dern 5 Jahre ihren ersten Platz inne gehabt, 4) Freiberg S. 6; s. auch Faber, Preuss. Archiv I 205. (Bericht des Bischofs ton Samland über die Vertreibung der Mönche.) 5) Die Gründmgsurkunde von 1519 bei von Mülverstedi, N. Preuss. Provinzial- bläter 1856. Bd. 2. S. 2.
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3% mönche vom Elbinge, die vom Heiligenbeile, die von Girdanen, die von Patollen, die beiden closter von Welaw, die Anthoniter, die Spiriter alle do ire stationes und erlangeten gutte almoss. So balt die Bullaten eynquomen, erlangeten sie vom homeister, das man allen mönchen das almos vorbot. An dem ergerten sich viel bürger und wolten yn auch nichst gebenn. Capitel I. Von den namen der hern bisschoffe, dy yrer mechtigk woren.') Heinricus I war der geburt von Brun und thumher yn Sant Peters monster zcu Brun.?) Disser war seer ein beretter man und die konige von Behmen yn yn vielen sachen gebrauchten, darumb wart er mit vielen beneficien belehnet. Disser Heinricus het ein leiplichen frunt zcu Praga ym? thumb techent, und disser het auch viel beneficia. Disser zcu Praga® war ein gut from man, so viel es leute erkanten, und er starb und dissem Heinrico, als er metten bete zur mitternacht, yn sein kamer quam und® sprachd: o wee und ymmer wee, 0° zceter uber mein leben °, o zceter uber meine bene- ficia und dinstlewt. Heinrich sagk sich umb und erkante dissen und spricht: Maria gots mutter, was höre ich nu, warumb schreyestu zcetir? Zcum ersten, der tode sprach, das ich umber vordampt bin, zcum andern, das ich mit sunden mein leben geendet habe, zcum dritten, das ich viele und grosse? beneficia gehabt und habe dem wenigsten nye genugk gethan, sunder dorauff conventores gehalten habe. Ich habe ir schamlich leben wol gewust, aber umb ir getrawe contributio willen hab ich es lassen gescheen. Do sprach Heinricas: sint dem mal du host gehat dispensationem, gereicht dirs auch zcur pein wegen vieler beneficia. Der tode sprach: o ya, mir wer genugk gewesen an einem beneficio, das ich den mehe gehalten habe, ist aus geitz gescheen, und vorschwant also. Heinricus resignirte auf dem a—a) feblt D. b—b) fehlt D. c—) fehlt D. A) gr. u. v.D. 1) Auch von den Bischöfen von Samlınd hat Grunau fast nur die Name ge kannt, ihre Geschichte ergünzt er durch die abenteuerlichsten Erfindungen, 2) Heinrich von Strütberg, aus Franken, 1254—1270/1275. Beziehungen u Böhmen sind nicht nachweisbar. Siehe über ihn Alıpr. Monassschr. IX 5. 640. f.
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391 morgen alle seine beneficia und zcogk mit Octakaro gen Preussen‘) und wart zcu Thorn mit dem andern zceu bisschoffe geweihet und er lebete lange und bauete ym eine feste an das haeb und nante es Fischausen und starb auch do und wart zcu Kongabergk yn sant Nielaskirche begraben, wen aufın schlosse im thumb war kein be- grebnisa.?) *Cristannus war ein Siesier der geburt und thumbherr zcu *fol. 15la. Kongsbergk, und seine mittebrüder erwelten yn, und war zcu Riga geweyhet vom ertzbischoffe®) und wart seer ein alt man. Zcu seiner zceit fillen die Samlender abe vom Deutzschen orden und quomen fur die fuste Fischausen‘) ym mittage, yn welcher stunde der bisschof mit al seinem hofgesinde schliff, die pforte aber war nur mit der elincken geschlossen, und das rymelein gingk durch die pforte. So kamen die Samen und kunden sie nit öffnen, und dauchte yn, wie das thor und pforte alle eyseren weren. In deme erwacht der wechter und schreyet finde, finde, finde. Davon erschrocken die Samen, und dsuchte yn, das viel volckes nach eylete, und liffen mit gewalt. Die pforte nam man mit der zceit abe, und wirt nach heutte zeu einem gedechtnis behalden. Cristannus starb zcu Fischausen und leyt bey seym vorfar Heynrico.°) Capitel II. & 1. Von den hern, die des Deutzschen ordens woren. Siffridus war von guttem adel ein angeborner freunt des lant- meisters bruder Conrat von Thirenbergk des jungen.®) Disser quam 1) Diese Angabe ist richtig. Heinrich erscheint am 10. Febr. 1255, kwz nach Ottokar’s Anwesenheit, zum ersten Mal in Preussen zu Thorn, Altpr. Mon. IX S, 644. 2) Das Grab Heinrich’s, der zuletzt 1270 sich nach Erfurt begebend erscheint, ist nicht bekannt, Altpr. Mon. XU S. 113. 3) Kristan von Mühlhausen, aus diesem Ort gebürtig, wurde vom Bischof Friedrich von Merseburg geweiht, ugl, @ber ihn die Monographie Hergueal's, Kristan von Mükl- hausen, Bischof von Samland, Halle 1874. 4) Das Folgende hat Grunuu bereits Tractat VIII c. 14. $ 2., ob. 5.258. (au Dusburg) erzählt. 5) Kristan starb und liegt begraben zu Miglhausen: man sieht, wie schematisch Grunau bei der Angabe der Grabstäiten zu Werke ging. 6) Davon ist nichts bekannt. Siegfried war ein Gruf von Regenstein. Ueber ihn Aandelt von Mülverstedt in der Zeitschrift des Harzvereins, Bd, II. S. 97. fl.
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392 yn Preussen umb Marien willen mit vielen herren und fursten, so gab man ym eine thumereye zcu Kongsbergk, in welcher er auch wart zcu eym bisschoff erwelt. Domitte aber ire gütter möchten yn fride bleiben, so man ein czogk auff Samayten thun wolde aber auff Littaw, nam man auff der thumhern gutter speise und futterunge. Als Siffridus zcu Riga geweiet war und sag, wie ire gutter, die vom capitel woren, nicht yn fride mochten bleiben, er berit sich mit ynen und sagte yn, wie er etwan gelobet hette geistlich zcu werden, und dünckte yn geraten seyn, das sie alle den Deutzschen orden an sich nemen, sie hofften, die brüder wurden yn vorwant werden umb irs ordens willen, und trugen die sach an den homeister und erlangeten den orden,‘) und man vorschreib sich mechtig kegen yn ire gütter zcu bessern, ire personen zcu vorhalten,; ire privilegia zcu besseren und der dinge viel; wy man es yn gehalten hat, wirt aus nachvol- gendem offentlich werden. Siffridus war 21 jar* bisschoff und leit ym spital zeu Kongsbergk.?) Johannes I, disser wart von seinen mitbrüdern erwelt und geweihet zcu Riga und er bauete mit hülff des almoss der fürst- genossen, die do woren yn Preussen kommen und kunden dach umb ungewitter auf Samayten nit zeihen zcu irem glücke, die mansionaria mit 6 pristern und 6 choralen auf die stelle, do 8. Albrecht er- schlagen ist worden, und providirte sie ehrlich.) Er vorgingk in einer omechtigkeit zeu Fischausen und leit ym heiligen geiste zcu Kons- bergk begraben neben seym vorfar Siffrido.*) Jacobus der geburt ein Preusse vom Culme. Er war ein seer gelart man, und man gebrauchte yn yn viel sachen, die den orden anstissen, zcu lone erwelt man yn zcu eym bisschoffe und gab ym 3) 5 fehlt AD. 1) Bekanntlich gehörte das samländische Domcapitel seit seiner Stifiung 1285 dem deutschen Orden an. 2) Die Zeitangabe kann richtig sein. Siegfried erscheint am II. Aprü 1296 zum ersten Male (Voigt, Cod. Pruss. II n. 33), er starb nach einem ungedruckten Necrolog Msc. 1083 der Kinigsberger Bibliothek am 12, Nov., wahrscheinlich 1317, da es nach Gebser I 65 in einer Urkunde von 1318 sede vacante episc. Sambiens. heisst. Ueber des Bischofs Grab ist nichts bekauni, doch scheint er in der That in Königsberg begraben zu sein, da sein Name der des ältesten samländischen Bischofs in dem erwähnten Necrolog ist. 3) Die St, Adalbertskupelle @& oben S. 386.) ist erst zwischen 1422 und 1424 errichtet, 4) Johannes Clare (f 5. Mai 1344, Ss. rer. Warm, I294) liegt in der Dom- kirche im Kneiphof begraben, Gebser I 101.
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393 das creutze mit löbligkeit. Er wart zcu Kons(*)bergk ym thume* yn*fol 151b. dem newen chore der angehabenen thumkirchen geweihet, starb zcu Powunden und leit zeu Kongsbergk im thume.!) Bartholomeus thumprobst zcu Konsbergk war, er celebrirte dy jubileen, die der babst zcum bau der thumkirchen geben hett. So war yın zcu der hant der homeisterr bruder Luderus furst zeu Bruns- wigk unde ein ander getreulich holffen.2) Nach dissem czogk er ken Rom und wolt erstreckung der jubileen erlangen, sunder er starb ym warmen bade vor Mont Flaskon und wart zcu Viterbio begraben.?) Theodoricus I, disser war zcu Margborgk ym monster techant und war zcu der zceit von trefllichem handel gekommen von Rom, und synt er des ordens best ausgericht? hett, man langete das capitel an, sie solten iren bruder erwelen umb gelimps willen. Der ander, dem es vom capittel, Magnus mit namen, bedacht war, riet es,*) und sy elegirten Theodoricum, und er starb zou Konsbergk und leyt im thume «.°) Heynricus II, dissen satzte der homeister Wynricus von Kniprode®) aus der ursache, wen die capitulares woren alle sub inter- dieto des bobsts, daruımb das sie nit wolten auff iren hern den ho- meister dy sententz exequiren, die der bisschof von Heilsberg widder yn erlanget bett. Der Heinricus wart Rome geweyet und quam heym, und es ging ym vor und vor ubel mit den seinen, drumb bedacht er sich recht und resignirte dem capittel offieium und wart des ertz- bisschofs von Riga suffraganeus und starb do.”) a) im th., der Rest des Abschnittes fehlt in D. b) bestandt gericht D. c) Hier folgt am Rande in A von anderer Hand: Dieser Ist zu Rhom gewesen procurator generalis ordinis, da er eligirt war, schreib er von Rhom eine briff an alle prister und geistlichen solnos bisthumbs gezeichnet numero 1414, datum 8. Octobris 1970. Die Notiz beruht auf einer Verwechselung Dietrich's I mit Dietrich IT, der am & Oct. 1470 ein Rundschreiben an seinen Klerus erliess, vgl. Gebser, Domkirche von Königsberg I 293 ı®), 1) Von allen diesen Angaben ist nur die Grabstätte zu Königsberg beglaubigt, Gebser I 139. 2%) Bartholomäus war Bischof von Samland von 1358-1378, s. r. Pr. II 109, Luther von Braunschweig 1331—35 Hochmeister. 3) Diese Nachricht ist unverbürgt: in Königsberg ist der Grabstein des Bar- tholomäus nicht vorhanden, Gebser I 155. 4) Nichts davon ist beglaubigt. 5) Sein Grabstein ist duselbst nicht vorhanden, Gebser I 160. 6) Heinrich II. Kubal war Bischof von 1386-95, Winrich von Kniprode starb 1382, daraus kritisirt sich das folgende von selbst. 7) Dass Bischof Heinrich Kubal sein Amt niederlegte, entnahm Grunau wohl der Notiz Johann von Posilge's, Ss. II1 199; da sein Grabstein sich im Dom zu Königs- berg befindet, so zweifelt (ebser ] 161 mit Recht an der Uebernahme der Suffragan- würde von Riga.
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*fol. 1528. 394 Heynricus III, Sefelt genant, die capitulares erwelten yn aus yrem mittel, und der homeister bruder Conradus von Jungingen vor- willete es mit sampt dem, der sein officium het resignirt, und het auch wenig glück. Zeu seiner zeit vorlor der orden den streit zum Tannenberge,‘) und so must er auch seiner kirchen clenodia reumen, domit wolt man den spruch des keisers halten und dem konige von Polen gelt geben. Der homeister bruder Heinrich Reus her von Plaw wart ym feint umb einer brüderlichen straffung willen, und starb, leyt zu Konsbergk begraben.?) Heynricus Johannes, ein wunderlichen namen, vil wunder- liches leben het, der homeister bruder Michael Kochmeister yn zcum bischoffe satzte, wen er war guttes adels der von Schawenborch,?) und er nam an sich das oreutz mit dem orden und wart sein tage nye prister,*) wen er war sein tage in vielen krigen bannerfürer gewesen, und furte ein vorlossen leben mit den seinen yn faulheit und ander unfur viel.) Es war mit den brüdern zcu der zceit, das ein iglicher thet, was ym gefiel. Disser Heinrisus Johaunes wart nach geineiner sprache Hyntze Hempel genant und brochte sein bisthumb yn mech- tige schult,*) widder yn wart geagirt, sunder man fant yn mitler zceit tot zou Fischausen, leit zcu Konsberg ym thum begraben. *Heynricus IV Salefelt, ein Preuss, eins bürgers son von Salefelt?) war tbumher zu Konsbergk, und dy capittulares elegirten yn durch bete des homeisters, und er fant schult 43 tausent mr., die meiste summa von disser war vor wein und würtze, und er muste es bezcalen und thet es auch mit abebruch leibes notturft der seynen.®) 1) Da Heinrich Sefeld von 1395—1414 Bischof war, sv ist diese Angabe richtig. 2) Sein Grab ist nicht mehr erhalten, Gebser I 167. 3) Der vom Papst ernannie Nachfolger Heinrich Sesfeld’s hiess Henrich von Schauenburg, Posige Ss. III 357 nennt ihn Johunnes von Schowenburg, daher stamıni wohl der Doppeiname bei Gr. 4) Johann von Posilge Ss. ILI 363. 5) Das ist wieder Grunau’sche Ausschmückung, die aber bei Gebser 1 173 Ein- gang gefunden hat. 6) Posilge III 363. 7) Das scheint Conjectur aus dem Namen; der Bischof hiess aber Johann vom ‚Salfeld und war ın der That Domkerr der samländischen Kirche, vgl. das Schreiben bei Gebser I 175. Anm. 8) Das Motiv zu dieser Ausschmückung geben Posilge's Worte III S. 363: der homeister tat yın dy koste dorch des armutis willin der kirchin und libe.
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395 Er stiffte die frumesse von unser frawen ym thume zcu Kongsberg') und kauffte dorezu eine möle fur 1700 mr.?) Er starb, und man fant alles seines silbers, goldes 24 mr. wert, und zcu Kongsberg in der thumkirch begraben vor dem frumessen altar.°) Michael Junge ein Preus von Konsberg,*‘) dissen elitte der bomeister bruder Paulus von Rusdorff und schickte yn gen Rom, das er do widder die Polen certirte, die do ein anspruch begerten uber dy hera von Preussen. In der tzeit erwelete yn das capittel, und wart zcu Rome geweihet und quam heym°) und kurtze zeit lebete*) und starb zou Labtaw und leit ym thum zeu Konsberg begraben.”) Nicolaus I Schlotterkop genant, wen er hett ein krangkeit gehat, yn welcher ym sein haupt vorterbt wart mit aderlassen, das er es sein tage nye kunde stille halten.) Disser war thumprobst zou Konsbergk,?) und dy seinen yn erwelten, und wart zeu Rome geweiet, er erlangte interdictum uber gantz Preussen, dan sy woren von seym orden abgefallen und furten ein krig 12 jar langk, sunder widder dis interdiet: wart appellirt. Dissem bisschoffe satzte der homeister 300 reisige auf sein schlos Fischausen, und sy triben grosse gewalt und unfur und wolten nymmer aus. Drumb furte er sy* auf eine jagt und reit heimlich wegk auff sein schlos, als sie quomen, lies er keinen aufl, und sy fluchten ym unchristlich seer. Nicolaus sprach: hela, hela, got von hymel, ir seyt lange genugk bischoff gewesen auff dissem schlosse und ich caplan, zcihet an einen andern hoff und seyt 2) e. s. fchlt D. 1) Die Süftungsurkunde vom 21. März 1421 scheint Gruwnau gekannt zu haben, Gebser I 177—179. 2) Wohl eine Verwechselung mit 15 Mark, die er für die Messe von dem Lehn- gut Molleynen bestimmte, Gebser I 178. 3) Ueber seinen Tod und Begräbniss konnte Gebser I S. 180 nichts ermitteln. 4) Michuel Junge war samländischer Probst, vgl. die Ernennung seiner Procura- toren vom 2. Sept. 1425. Alipr. Monatsschr. X 501. 502. 5) Da Michael gleich nach seiner Wahl den ermländischen Domprobst Arnold Dattebi und den samländischen Domherrn Nicolaus Possesseis su Procuratoren bestellt, von denen der erste auch Ordensprocurator in Rom war (Gebser I 181 n.), so ist der Bischof schwerlich selbst in Rom gewesen, 6) Er war von Sept. 1425 bis Ende 1441 Bischof, Gebser I 186. 7) Todesort und Grabstätte sind nicht bekannt. 8) Dafür ist mur Grunau Quelle, Gebser I 187, den Beinamen Schlotterkopf führt er auch bei Pavi Pole, vgl. Ss. V 190. 9) Das giebt uuch Gebser F 187. Anm. nach einer Urkunde an.
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396 caplan, und spofte sy so weg.‘) Er starb ym alder und leit zeu Konsberg im thume begraben.?) Dietherus von Cuba, ein edler Meichsener, in clitte der ho- meister bruder Ludowich von Erlichhaussen, als er sein kentzler war, und vorschuff yn zcu elegiren,?) und er tzog gen Riga und lis sich do prister und bisschoff weihen. Disser bisschoff wart yo seym thame gefangen und auff Tapiaw gefurt und do vorhungert aber vil mehe erwürget aus vorhengnis vom eym Kawer, disser ursachen halben. Der homeister bruder Heinrich von Richtenberg wüste, wie man gros gelt erlangete durch Romischen ablas, er beriet sich mit seinem capittel und schickten dissen Dieterum auff idoch mit seiner kirchen gelde, domit er erlangete 3 jubileen mit vorgebung aller sunden, und mit dem gelde, das so gefiel, wollt er seine vorsatzten dörffer wider lösen. Dy Polen sprachen aber, sy wolten domitte krigen, so wolt Sixtus IV der bobst die supplicatio nit annemen, *fol. 152b dach erlangte es der bisschoff 3 jar langk* zeu nutz seiner kirchen.*) Dis thet dem homeister zcorn, und schweig doch. Der homeister be- gerte, das man das jubileum auff dem schlosse beginge, der bisschoff sprach neyn, dan yn gnaden sachen must man sich halten nach laut des briffes. Der homeister het böse gedult, und als Dieterus am son- tage zu Palmen das letzte jubileum celebrirte hett. und das gelt sein hauskomptor bruder Wernerus Kalb auf dy Balga gefurt hette zcu bruder Wilhelm von Lichtenhayn, wen sie sich alle 3 besprachen hetten aus dem lande zcu zeihen und umb freyheyt willen widder den homeister zcu® agitiren.*) Der homeister lies das gelt nemen auf dem wege und ging in eigener person yn den thum, am dinstage noch Palmen®), und fant den bisschoff uber dem essen und sprach, pfaff a) A am Rande. 1) Sehr ausgeschmückt und erweitert findet sich diese Geschichte auch bei Pole, Ss. V 190. 191, nur dass die Danziger geprelii werden: Hennenberger, Erkl. d. preuss. Landiafel S. 131 combinirt beides. Nach Gebser I 198. Anm, findet sich auck bei Freiberg S. 200. (Man. d. Königsberger Stadtbibl.) diese Erzählung. 2) Seine Grabstätte ist nicht mehr vorhanden, er starb Ende 1469. 3) Dietrich Cuba war Ordensprocurator in Rom, ist aber, da er 1470 Bischof von Samland wurde, nicht von Ludwig von 'Erlichehausen, der 1467 starb, des befördert, 4) Eine ausführliche Darstellung von Dietrich’s Tod findet sich bei Paul Pole, Ss. V 194-201, die mit der Grunau’schen viel Verwandies hat. 5) Pole Ss. V 196 (und ähnlich die Historia brevis magistrorum Ss. IV 271) berichtet nur von Dietrich's Einverständniss mit einigen Ordensgebietigern, 6) Montags nach Judica, Pole Ss. V 197.
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397 bisschoff gib dich gefangen, und rückte yn vom tische und lies yn füren auff Tapiaw, do must er sterben. Im auffsitzen des wagens sprach der bisschoff: her homeister, ich lade euch in der stunde mei- nes todes vor das ernste gerichte gottes, do mir und meiner kirchen antwort zcu geben von aller gewalt. Dis lachete der homeister, dem hauscomptor nam er das creutz und hingk yn an den galgen, den komptor von der Balga nam er gefangen, idach als her ym uberant- wortet hett, was des bisschoffs war, lies er yn zcu Konsberg ein con- ventzbruder sein, mit dem gelde schafte er seinen frommen und dach nicht lange lebete. Dieterus wart gen Konsberg gefurt und ym thum begraben. ‘) Johannes II Rewinckel ein Preus von Stargardt, magister?) und thumher zeu Konsbergk. Dissem gab der homeister das bisthum und schickt yn auff gen Rom,°®) ab ymandes do were, der sich des gestorbenen bisschofs wolt annemen, und wart ym yn seiner examinatio vorgehalden, sunder er antwortet also aus befell des homeisters: der bisschoff Dieterus wer ein bruder seines ordens gewesen, und seer leichtfertig were er offte den burgern mit der lautte yn ire heusser gangen und do aus leichtfertigkeit off mittentag collationes gemacht. Er were ym sinne gewesen mit dem gelde und clenodia seiner kirchen zcu entlauffen. Dissem vorzcukommen hett yn der homeister gefeng- lich eingenommen. Indem wer er gestorben. So dan nymant auf dis replicirte, wart Johannes geweyet und starb auff Fischausen und leit zcu Konsberg ym thumb begraben.*) 8 2. Was das gebet deus laudem thun kan. Zcu dissem bisschoff quam ein prister und clagt ym uber die gewalt und ungerechtigkeit eines voygtes, der do was Deutsches hauses, dy er ym thett. Der bisschoff sprach: liber herre, er ist mein geistlich bruder, er gehort eym andern zou zcu straffen, wolt ir euch jo rechen, bett ym nach deus laudem 4 wochen langk, ir wert fride fur ym haben. Dis rette der bisschof nicht aus eym befelh sunder aus eym unbedacht. Der prister gingk von ym heym und bettete 1) Schreiben bei Gebser I 218. 2) So auch die Historia brevis magistror, Ss. IV 271. 3) Dass Johann Rehwinkel in Rom war, steht urkundlich fest, Gebser I 222. 4) Gebser 1 224.
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398 deus laudem 4 wochen, und geschag, das der voygt starb. So quam *fol 1532. ein ander und thet diessem* prister auch unrecht, und der prister bette, der voigt starb. Es quam der dritte und disser durch ansagunge der diner dem prister auch unrecht thet. So war der prister bewegt und spricht zcum voygte: herre, es ist mir umb eine kleine mube zeu thun, so must ir auch dohyn, wo euer vorfar. Aus dissem erschragk . der vogt und gedacht, wie der prister seinen vorfarn möcht vorgeben haben, und fingk yn und furt yn zeum homeister bruder Johanni von Tiffen und bat, man solt yn vorsuchen, das man wuste, wie die vogte zcum tode weren kommen. Der homeister sprach: got von himel, Maria won uns bey, dominus vobiscum gehört yns gerichte zcum pax vobiscum, ein deus laudem kan viel ausrichten, thut man widder sye, fuer wegk, und man brocht yn zeum bisschoffe und man begerte, er solde sagen, wie die andern vogte zcum tode weren kom- men. Der bisschoff fragte yn, der priester® sprach: gnediger vater, wie ir mich gelernt habt, ich habe ym noch gebet deus laudem und sy sein, got sey gelobet, gestorben. Der bisschoff sprach: ich habe’ dich eg nicht geheissen, sunder ich hab es aus zeufall geret. Ja, gne- diger vater, ich merckte es wol, das es euch nit von hertzen, ging, idoch hab ich gebet, und meine finde sein todt. Do sprach der voyt: mein pfuff, bett nit uber mich, ich thu mein tag, was dir lieb ist. Das der vogt dissem deus laudem stat gab, dorzeu tzogen yn die worte des hern homeisters. Nicolaus II, disser war thumher zeu Konsberg und za der zceit des ordens procurator zcu Rom,'!) wart erwelt zeu Kongsberg vom capittel, und es dem homeister auch wol gefiel, und er wart Rome geweyet?) und quam heym und wart cin grosser trincker?) und starb auff Fischaussen unnd leit zeu Konsbergk im thum begraben.*) Paulus Waeth genant, doctor yn den rechten und gantz wert- lich. Er war des homeisters Friderici Kentzler der geburt ein Meichsener.°) Dissem trug der homeister das bisthumb en, wolt er den orden an sich nemen, er sprach: erlauchter furst, nit umb ein bisthumb, sunder umb gottis willen sal man geistlich werden, wil einer im selber und andern raten, irlange ich beneficium, so bin ich a) bischof AD. 1) Diese Angaben sind richtig, vgl. Gebser 1 225. 2) Eb. S. 225. 3) Das weiss natürlich nur Grunau. 4) Gebser I 229; er starb am 2. Juli 15083. 6) Paul von Waıh, Kanzler Friedrich’s von Sachsen, Gebser ] 229.
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5% pflichtigk zcu halten offieium. Mit dissen worten wart es beschlossen, man solt ym die confirmatio von Rom bestellen, idoch erlebete ers sicht, do sie quam, und leit zcu Kongsberg im thum begraben, aber nit yın begrebnis der bisschoffe.!) Guntherus, ein Meichsener, edel der von Bennaw, doctor und techant zeu Merseborgk.) Der homeister Fridericus rufte yn und gab ym den orden mit dem bischtumb, als aber marggraff Albrecht homeister war wurden, und dy Meisner alle vor ym aus hetten, und an den Francken alles parlament lag, so schlugk er sein gelt und golt zcu hauffe und schicket es durch Dantzka yn Meichsen, sunder es wart dem homeister vorroten, und er nam es alles. Guntherus nam urlaub und tzogk aus Preussen.®) Auff Hollaut lagk er tagk und nacht, und man fragt yn, ab er auch wolt widder* kommen yns lant.*fol. 153b. Er sprach: dis sey ferre von mir, das ich yn dem lande sein wil, do ein furst ynne regirt, der des* morgens das thut, das ym yn der nacht getreumet hott. Und er quam gen Merseborg und lebete ein jar, und der schlagk schlugk yn, und leit zcu Merseborgk begraben.*) Georgius, edel einer von Polentz, disser wart mit Alberto dem homeister geclit, licenciatus yn den rechten®) und war wol 5 jar zeu Konspergk hauskomptor gewest,*) das ist einer, der die gerichte sitzet. Dissem gab der hoemeister das bisthumb und erwarb im confirmationem vom bobste. Disser wart geweyet zcu Kongsberg zcu eym prister, als man aber yn® solde coroniren und zeu bisschof weyhen von Job bisschoff zcu Risenborgk und Johanni suffrageno von Heilsbergk, so quam der homeister Albertus mit den boten des Mosquoiters darzcu, und dy bisschoffe stunden stille und wolten nichst procediren, umb des abgeschnitten Mosquoiters willen, quia seis- maticus. Als dis der homeister horte, sprach er: los sy vollen ir brot vordinen, aber gots marter sal sy schenden. Und mit solcher a) das AD. b) fehlt D. 1) Paul starb im Sommer 1505, der Hochmeister schmückte sein Grabmal mit einem schönen Epithaphium, Voigt IX 321, 322 nach Urkunden, 2) Günther von Bünau aus Meissen, Domprobst von Merseburg, Voigt IX 322, Gebser I 232. 3) Nur das ist historisch, dass Günther 1516 und 1517 Preussen verliess, Gebser I 237. 239. 4) Gebser I 239, 240. 6) Als solcher erscheint er mehrfach urkundlich, Gebser I 246 Anm, 6) Seit 1515, Gebser I 231.
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*%ol, 154a. 400 solennitet quam Georgius under die infula aber bischofs hutt.‘) Mit dissem dispensirte der bobst Leo X super iudicio sanguinis, wen synt dem mol er ein ordensman were gewest und sein amımacht aus ge- horsam gebraucht hette, nachdem gehgrsam gutt ist, so solt ym nichst schaden, was er geurteilt hetie yn vordinter sache der ubeltheter, und abilitirte yn so ad pontificium. Disser beweisete auch seine geistligkeit yn der ketzerey Lutteri. Synt dem mol Luterum fur ein ketzer scholten der keyser Carolus V, Emanuel der koning von Portugal, Heinricus koning zcu Engelant, Franeiscus konig zcu Franckreich, Sigismundus konig zcu Polen, rot und gemeine von Venedige mit andern fursten im namen christlicher kirchen, und Leo X und Adrianus VI mit iren consistorien und universiteten es bestat hetten, sprach er am tage nativitatis Christi in seiner eigenen prediget:?) liben getrawen, es kommen viel newe büchlein mit newen funden und bedeuttung der schrifft yn zewackunge des geistliches schwertes und der sacrament christlicher kirchen. Wiewol disser bücher und irer meynung die wegesten und klügesten heupter der christenheit widerig sein und Lutterum irer ertichter aus seinem Christo vor ein vorfürer schelten und ketzeren yn, dys sehe wir nit an, sunder das die eldesten fursten unsers ordens freunde ym reiche nichst sagen yn solcher meynung. Das neu wolten wir lesen und bei dem alten bleiben, bis auf besser erfarung der sachen. Was aus eym solchen quam, magk ein iglicher wol abnehmen. Disser bisschof mit seym capitel und vielen andern pristern und mit dem meisten hauffen seiner b. und bürger so lange losen, bis sy uber- quomen das buch Lutheri, in welchem er schreibt, wie wir sollen leben und gedencken*, wy des menschens und des viechs ein ende und vorgengnis sey. Von dissem besserte sich der bisschoffl, er vor- bot alle feyertage zcu halten, das sie aber einen tag hetten sich vol zcu sauffen, gonte er yn den sontag, und welcher aus andacht feyerte, den siraffte er umb das beste pfert. Er legte alles fasten abe, er treib die nonnen aus, sie solten menner nemen, wer do wolte beichten und sich berichten, der mocht es thun. Zcum letzten gebot er noch Lutterischer art messe und beichten und die faste gantz abe zu ® a) am Rande A, 1) Ein historischer Kern liegt dieser Schmähung zu Grunde: russische Gesandte befanden sich damals in Königsberg, auch trafen die Bischöfe von Pomesanien und Erm- land, also nicht der Sufragan Johann Symbuliensis episcopus, zur Weihe Georg’s daselbst ein, Gebser I 256. Anm. 2) Am Weihnachtstage 1523 hielt Georg von Polenz seine ersie evangelische Predigt, s. unten.
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41 tbuen und vorschuff, das auff .igklichen ‚sontag yn der fasten ein prister wirtschaft hette und beylag. Zcu dem ass man fleisch und war wes:;hößichen, auch. speysets:ınan' fsche:mit und s06 pbiter ge- sotten, und es mocht eis iglidher ossew, domach er. starck und schwach im Lutterischen* ‚glauben .war, und. gingk. so yn gantz Kongsbergk zu. , My fleisehbencken woren offen, wie durchs gantze jar, dan alles fasten, beichten, :weywasser, olung im letasten,, lichtweyen, asch-. . weyhen, palmweyhen und solcher alder gebrauch wart schlecht abe vor eine ketgeraye und abgötterey gescholten, alle messen. gingen abe, ag, dy hoemesse: alleyna mit körtze ane sunderlioh .orgelub ausgericht wart. Der bisschof gebot, man solde Deutzsch teuffen und solte Latters ewangelion pxedigen. bey. pen 10 gutter nır. Und geschag, ale die ungelerten ‚die wort zcu ‚Deutzsch horten, sprachen sy: ‚wol geschissen, ist:nıt ein ander meynung mit der tauffe, wen wir itzundt heren, so betheet ich mich umb .die tauffe, ich mag sie mit andern wol entperen, und uns: der glauben seligen mag. O yn stucken ge- hawen monch und pfaffen, dy uns mit dissem sewbade so lange ba- thöret haben, das wir irer enaden haben must leben.. Solche. und andere unfur trieb man, und die kreutzhern. billigten ea am meisten teill, der homeister war vorhorgen und sag es alles an. Hiedureh die b. yn Preussen, Deutzsches hausses unger frauin diner ubirquomen eingun schentlichen namen, das man sie in gantz Polen nante umb irer Lutterey willen unser frauen. schender, wen man het es van. etlichen gehort, das sy hetten, gesagt, Maria wer. ein weib gewesen wie ein ander weib, wen das ewangelion sagte, das Jhesus hette brüder, und solcher lesterung viel, und flueheten dem erentze, das es vorhinderte, das sie nit. mochten weiber nemen. Der bisschof und sein capittel woren yn dissem die vornemsten, und ir viel hetten gerne creutz und weyunge abgelegt, sunder sie scheueten sich vor dem homeister, den man sagte yn, er wer nit Lutters, und sint dem mal er itzunt vil vorzcert hette, und man ym nit wolte zceysen und gelt geben, er were vorborgen, und so° er sich? wurde beweisen, er wurde yn greiffen zcu leibe und zcu gatte. Und dis’ hilt den ıneisten hauffen des ordens volck auff, das sy nicht lutterten.!) a). fehlt D. d)argela D. ce) fehlt D. JeD. 1) Diese Schilderung der Reformation unter Georg von Polenz ist stark über- ‚ trieben, vgl. Gebser I 284—286. a | 2
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402 Capitel IV. 8 1. Von oym sermen, von dem man sagte, S. Augastiaus hette yn nicht so gut gemacht. Im jare 1624 im christage'‘) b. Georgius von Polentz unser frauen orden Deutzsches hausses ein ketzerischer bischoff ven Samelant *fol. 154b. vorgleichete sich dem hanffen der Lutte(*)raner und thet ein sermnen und lys yn aus eym rume drucken, und.alle ketzer sproohen, er were gelarter und christgleubiger, den Sant Augustinus aber Ambrosius, den sye hetten die warheit nit wolt sagen. Und bisschoff Jorge erhub sich disses rumes und wart so vormessen, das er Mauricio von Heilsberg, Johanni Kanypacio Culmensi, Gierardo intruso Pomezaniensi schreib und lesterte sie, das sie yn iren bisthumben vorbotten hetten Lutterisch zcu sein, und wolten sie weiber nemen, er wolte yn die freude machen, und solcher narrenwort mehr, sunder sie nomen es nicht zen hertzen. Der sermon war ubers ewangelium Luce II®): exit edietum a Cesare Augusto, und hette dissen grunt: -ewangelizo vobis gaudium maguum, und vorklerte do Greckisch, was ewangelium zcu Lateyn und zcu Deutzsch hitze. Nach dissem ging er yns Lutterische ewangelium, das er macht yn seinen sermonen per adventum, und hub an zeu les- tern und zcu schenden nach Latterischer weise: hilff got,°) wie lautter ist das ewangelium,*“) das wir nichts thuen sollen, ag* alleine glauben, so sey wir gefreyet von todt,: helle und pein®), und dach itzunt gantz yn den® wint geschlagen und mit mensehemgeiffer be- schmiret, was hat man uns uber das ewangelium®) anders gepredigt und yn hohen schulen und elöstern gelernet, dan Thomam von Aguin, Seotum, Bonaveniuram, Albertum magnum, Oecam und dergleichen, item summen, deeret, decretall, man kan es ia nit laucken, die a) auch D. b) d. fehlt D. 1) D. i. Weihnachten 1523. i 2) Die Weihnachtspredigt Georg'’s von Polenz: Eyn sermon des wirdigen ynn Gott vatters heru Georgen von Polentz bischoff zu Samland, am christag in der thumkirch zeu Konigsberg in Preussen. Im anfang des 24. jares’ erschien im Druck, Grau paraphrasirt sie sehr ausführlich, aber in seiner Weise mit Aus- lassungen und Entstellungen. Wieder abgedruckt ist die Predigt, nach einem Eremplar der Königsberger Stadtbibliothek, von Gebser im Königsberger Umiversüätsprogramm Weihnachten 1840 und von @. v. Polenz, Georg von Polenz der erste evangelische Bischof. Halle 1858. S. 109. 3) Gebser I. c. 11. Polenz 112. 4) Von ewangelium bis pein ist Zusatz Grunau's, 5) uns u. d. ew. Zusais Gr.
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43 bücher seint vorhanden, js und nach: itzunt seint solche prediger, dy ein gamein volok vorfären; o.der ferlichen gceit! Die: weile ich denne euer selen hirte bin, so bin ioh bey meinem blutte') euch schuldigk 00 warnen, so sage ich es euch an, nemet solche. prediget fortmehe nit an, den was sol das apreu unter dem weisen.?) Ir solt och nicht dorueben scheuen habst, bisschoff, keyser, koningk aber fürsten, wan man mus got mehr gehorsam sein, dan den mensphen, die®) in solchem durch neydt,* unwissenheit, gelt, fruntschaft, und wie dan solche vorwandlunge geschiet, leib und leben, und was man hot, widder sy setzen und bleyben bay dem ewangelio.’) Und so ich danne euch wol stetes solde predigen und dach nicht kan wegen der gescheffte meiner zceitlichen ‚gütter, so vorordene ich yn meine stat doetorem Johannem Briesman, welcher ala ein erfarner götlicher schrift euch sagen wirt das reyne ewangelium ane menschen tandt, und ergert*) euch nit an ym, das er ein vorloffen gromonch ist, wen er hat die warheit- erkant und die kappen ubirgeben.*) Sunderlich huttet ench fur den mönchen, die ag. köchen prediger sein, welche umb ein hantvol gersten und stücka brottes sagen, was ir gerne hört, den®) sie meinen iren bauch und: nit das ewangelium, die weil sie aut von gutten weroken sagen, die wir nit dörffen allein den glau- ben.5) Ta welcher meynung der gutten wercken mancherlei orden gefanden sein und gelübde der Cartheuser, Berndiner*) und solchs rolcks mehr, gleich ab got einen menschen wirdiger het als den an- dern.* Dissen volgen nach unser pfaffen, die mastschwein, mit yreu *fol. 15a. winckelmessen umb: der votivechen willen, und so umb geit und geldes wert ire gutte werck vorkauffen dem simpeln volck, welchs doch alles vortbümblich eriogen ist gutte werck zu sein, dan der glaube alleyne.’) Domit ir aber möget kommen auf den rechten plan des glaubens, so werft wegk allen schein gutter wercke, allen trauen und zeuvorsicht zcu den heiligen,°®) sunder alleine befleiset euch zeu haben 3) die durch solchen on. D. 1) bey m. bl. Zusatz Gr. 2) Frei nach Gebser 11, Polenz 113. 3) die dis ewangelio von Gr. zugesetzt. 4) und ergert bis ubirgeben Zusatz Gr.'s. 5) den bis glauben von Gr. zugesetzt, 6) Cartheuser wnd Franciacer. ua Original, das Grunau hier frei benutzt, Gebser 12, Polenz 115. i 7) Gebser 12, Polenz 115. 8) alle zurersicht und. vertrawen auf nnsere guttan wercke, Gedser 13, Polenz 117. 20*
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404 den lebendigen glauben, und hoffet und getrawet in Christi barmbert- zigkeit, sunder dys ist nicht vor pfaffen und: mönch, die ag von gutten wercken mit dem glauben predigen umbs fetten bauchs willen, und ist ia widder sie war, das der glaub alleyne seligk und from macht und nit gutte wergk. So wir dan yn irtkumb s0 gar. ein theuren schatz geringe geacht haben und wenigk erkant, was tauff und gelaube gewesen,') weil man uns die tauff yn vorborgener sprach geben hat, so dach eym yedern etwan wart gesagt, was er glauben solde, und ist auch eym iglichen befolen zcu tauffen, so wollen wir, das man fortme soll tauffen yn eins iglichen sprache?®), die im von natur ist, wen wir finden, das dy ewangelia nit sein Lateynisch geschriben,?) und es sal getauft werden yn anhör seiner mutter von dem, den? sie dorzeu vormögen wirt, das sie möge wissen, wie ir kint vorsorget ist, und wir hoffen,. es wirt was kreftigk doraus entstehen. Das aber arme leatt die mastschweyn, die pfaffen, nit dorften feyern, sal es yn alle ge- meyn sein, wie es im anfang ist gewesen. Und so wir denne hören, wie- und was wir gelöben yn der tauffe, so werden wir .denne von unsern nerrischen gelöbnissen zcu heiligen und andachten pfaff, mönch und nonnen zcu werden auffhoren und denne dy rosenkrentze, coronen und lichtbornen lossen faren und sich geben werden® auf die arbeit irer hende und nicht auff solch unnutz geschwetz.*) In welcher ente- christischer andacht hot man do gefunden die ledige und vorthum- liche faste, itzunt unser liben frawen, Sant Barbaren und der gleichen, die wallfart gen Rom, Sant Jacob, Ach, Trier’) und der gleichen, ablasbrieff lösen und von einer kirchen zcur andern zeu lauffen, do dis umb gots willen, do gens zeu geben. Disse blinde an- dacht und unwissende tauffgelobnis haben es gemacht, das man yn dem tage nit eyer, potter, mitwoch, freitag, sonabent fleisch zcu essen,*) gleich wie es mechtigei grosse sunde und schande were, 50 dach dem menschen keine speise schadet, die er ym glauben mit dangsagunge zcu ym nimpt, wy Paulus lernt. So ist ein erschreck- lichers doraus kommen, in welchem ich auch mechtigk geirret habe, aber vorschwere es itzunt, das man sagt und gelernt hat, das man yn a) D our an. db) dass D. c) wiedder D. 4) fehlt D. 1) Gebser S. 14, Polenz 118. 2) Ktwas frei nach Gebser 14, Polenz 118. 8) Ebendas. 4) Gebser 14, 15, Polenz 119, 6) Ach und Trier Zusatz Grunaws, im übrigen bei Gebser S. 15, Poless 120. 6) Gebser S, 16, Polene 120,
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405 der messen solt handeln fleisch und blut Jhesu, gleichsam ein leben- diges opfer gote fur die lebendigen und die toden, und ist sicher nichst unwarer und vorfürischer, wen das czu sagen und zcu glauben, wen es ist widder alle schrift und ewangelie, und ist nichst meh aus dem theuren testament Christi, dan ein votiffehen plan und kaufman- schatz gemacht.‘) O we, we, weh*, so ist das zcum letzten ein cleg- *fol. 155b. liche blintheit, das die toden fresser babst, bisschoff, cardinal, monch und pfaffen?) aus irem geitz haben erdacht und. gesatzt, messen, vigilien, psalteria, leuten, singen, kertzen solten den vorstorbenen fromlich und nutzlich sein aus der peyn des fegefeuers zcu erlösen. Wu zcam teuffel haben sy es im ewangelio, das ein fegfeuer ist, daraus sie Also mögen erlost werden. Sunder messe, vigilien und solch ding alle ist ir küchengarn, seligk ist der, der nit dorein kompt. Wir heiten noch woll mehe zeu sagen, die czeit ist zcu kurtz, wir wollen auff ein ander zceit do von sagen, Christus wolt uns das gönnen, amen.. Und gingk so wegk. Ein christlicher, leser mag abnehmen, was aus solchem predigen gestifft wart yn den hertzen der kinder Belial, und die Kongsberger volgten irem pastor mit krafft yn die Lutterey. & 2. Von eynem andern sermon von dissem bischoffe pasche 1524.°) Am ostertage hub der bisschoff von Samelant Georgius mit seinen pontificalien die neue Lutterische messe an, von welchem findestu im traotst XXII ca. 23, und thet eyne predigt widder die lere seines ente- christes, der do spricht, wie alle misteria und allegorien menschen tant seyn und nur* lauter tröme und heuchlereye, wen Lutter lestert das mechtig, und man vordunckeli nunt das ewangelion mit misteria und geheymniss® und ketzerlichen felschet. Idach machte er aus seiner gmaden disse misteria. Nu“) wollen wir ansehn, was das steinen grab bedeutt. Dys bedeut uns die heilige sehrift, in welcher dy worheit vor- a) fehlt D. b) vorhemnis D. 1) Gebser 16, Polenz 121. 122. 2) Im Or. steht nur pfaffen und münchen Gebser 16, Polenz 122. 3) Auch diese Predigt ist erhalten und nach einem Weinreich'schen Druck der Königsberger Stadibibliothek mitgetheilt von Gebser im Königsberger Osterprogramm 1843. $. 9-18. 4) Gebser I. c. 12.
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*fol. 1568. :406 borgen ist, wie der corper Christi im grabe. Der stein‘) fur dem grabe ist menschliche weisheit und vornunft, die allezceit die* war- heit vorhindert, das man nit kan die warheit Christi erkennen und wil alle ding dureh eigene kraft anzceigen, die dach yn gotis wort vorborgen sein, wie wir denne sehen, wie menschen lere und eigene werck sich vor gottis wort haben erhaben. Derhalben ‚geschiet es auch, das die grossen hanse, geistlich und weltlich, wie man sie heist fursten, hern, prelaten, dootores, hochgelerte monche und pfaffen sich an dem steyne der unwanckenden warheit stossen ‘mussen, wre Jsaias sagt 28, und meinen die brunnen Isaacs zeuvorstoppen, Gere. 26, snnder is Jacob, est Christus ®, der alle werlt betroigt umb seiner Rachel willen, weltzet er den stein ‘vom brunnen und seine schefllein trincken, :Gene. 29, Und wiewol die Juden den leichnam Christi bewaret hetben mit gantzem fleisse, dennoch wart er offenbar, also auch sein ewan- gelion, wie vil sie do widder toben und blerren. Die sigel®) der Phariseer am grabe Christi seint nicht anders den menschen tant der 'bobste und bisschoffe und ander gesetze mehe, mit welchen sie mönch und pfaffen zcuerst betört haben, und disse dornach einen gemeinen man, und ist so weit kommen, das monchs tröme und pfaffen garme vors ewangelion sein gehallen. Sunder Christus erstunt vom tode und tzurbrach die siegel*, also heut zcubricht das ewangelium alle so- phistrey und alle stricke des gewissen und statuten der menschen, das wir ag gote hören und volgen sollen. Wiewol der tmenschen satzung viele sein, so wil ich dach yn der kurtze eine antzeigen, die widder got, recht und vornunfft ist. Die ewangelisten schreiben, Christus hat gefast 40 tage, wir sollen auch fasten 40 tage, sich welch ein tant ist das. Wir wissen ja, das er leiden hot gehat, und wir sollen frolich sein, sich weither, solten wir nichst essen wie er, es wurden viele eine krancke ostern ‚haben, und so wir meinten ym ein dinst zeu thun, wurd es ym ein undang werden. So wusten die heyllosen sophisten babst, cardinal, bisschoff, monch, pfaffen und hohe schulen nit, wie Christus unser heylant hot gefast yn der kraft, als er die blinden, krancken, besessene und toden gesunt machte und seine wundertzeichen thet, sie thun ym nach seine wundertzeichen, so glaub ich, das ir fasten christlich ist, das sy armen lernen und selber nicht thuen.®) Gebunden tzeit. So ist auch eyns, das das obgenante ge- a) fehlt D. b) Jacob pus D. 1) Gebser 13. 2) Gedser 14. 3) Frei nach Gebser I. c. 14.
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401 schwüren und teuffels drabanten babst und bisschof!) mit seinem anhang, das man io erkente, das sy. grobe erelskopfe weren- und welt- weysey, und die zeeit und speise und sein lob selbst frey gemacht hot, und nennen eine zeeit die gebundene, in welcher zceit die christen scum sacraıaent der allerheiligsten ehe nicht ‚mögen greiffen. Sich, welch ein sagk tragen dissp esels, die speise haben sie auch gesatat, in dem tage lassen sy fleisch zcu, in deme milchspeise ane fleisch, in dem ag fische ana milchspeise. Sich, wie der teuffel durch sie mit uns ym schach zceuht, so dach viel erfunden werden, den offtmals die speise widerigk ist und vordrislich, an welchem got kein gefallen hot, und gleichwol maehen sich viel zeu narren, sich, wie ai gottis erg unterdrücken. Auch haben sie gesatzt am somtage Septugesima®), day man das Alleluia solte legen und singen laus tibi domiue, rex eterne glorie. Vorstehen die unsinnigen esel nicht, Halleluia heist lobt den herren, wen das wirt uns geboten ym psalm 116, mit welcher weisheit sie es vorbitten, mercke es eben abe, also auch ander ding mehe, und fären also den heiligen geist zcur schulen und lernen yn. Vom berichten.®) Was sal ich von den vordampten bebsten sagen, das sie mit irem anhang aus eigner torst* das testament und letzten willen unsers heilants sich unterstanden haben, das ist das sacrament Jhesu in beider gestalt uns gelassen, dem gemeinen man vorboten haben und ag den leichnam haben geben und sprachen, es sey do fleisch und blut. Ja reyme dich buntschuch, so dach der ewangelist ofentlich sagt, trinckt alle dorauss, und man sal es ag einmal zoum wenigsten ym jar nemen, so es dach alle tage von moten were viel mal. Ist es nicht crimen lese maiestatis, und Christus hat sich selber vor uns geopfert, und die papisten sagen, wen wir den leichnam Jhesu handeln, sey es ein sacrificium; höret, ir Jiben laffen, Christus hat nit gesprochen sacrificate, offerte,*) sunder sprach manducate et bibite, thut es yn meym gedechtnis, dis sein klare worte, noch wellen sie es nit vorstehen und thun gleich wie Baleam mit seiner eselyn. So machen sie uber dem sacrificio so vil schirmschlege und krewtshaw über das Iwot und wein, das emer, der es vor mie geseken hette, musie es abenemen, das er es vom foektmeister :gelernet hette, vormeinen mit irem fechten* und gespey den teuffel aus dem brot und wein zcu*ol. 1566. a) trost D. 1) Die Schimpfworte sind von Grunau zugesetzt. 2) Gebser I. c. 15. 8) Vol. Gebser I. c. 15. 16. 4) Gebser 16.
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408 brengen und got hinein zeu setzen, den dach nach himmel noch‘ erde vormag zcu begreiffen, und kompt hieraus, das ir sserifieium ein male- fieium, offertorium ei truffatorium billich von uns wnd allen libhabern des ewangelions sol geacht werden. Behät uns got vor dissen teuftelischen schirmschlegen und ereutzhawen. Ich hette auch noch wol mehe zcu sagen, sunder der tag ist zcu löblich, ich wil es auff ein ander zceit halten. Eyns wil ich itzunt in sunderheit reden vom saera- ment leibs und bints Christi; ich vorsebe mich under meinen scheflein seint viel, die keinen wang dorau haben, das sy mit gob mögen bey- derley gestalt nemen, so ymant wer, der an dissem ein zeweiffel hette, ab er es mit guttem gewissen möge thuen, er sal wissen ja und ireten also zen ym glauben, die haben die hochste absolution und vorgebunge irer sunden, wie Christus gesagt hat.') Monche.?) Ferner wollen wir mereken, was das misterium der hutterey bey dem grabe bedeute, das umb sicherheit willen die hohen prister, Phariseer und eldesten Jnden es bestalt hetten, das Christus nit solte erstehen, disse hätter seint itzunt die betelmonche, den ‘disse mit allem fleisse jo warten, das die warheit nicht komme under die menschen. Darumb sein ir obersten gwardiani genant, das ist ein be- warer, das io mit nichte die warheit an tagk komme, und seint gantz fleisig, domit ir geferbte und getichte heiligkeit mit iren scheinenden gutten wercken, ir gleisnerey, trigerey, affenspil und gauckelwerek nit offenbar werde, sunder yn geschiet, wie den Juden, wen gleich gantz Judisch lant gewachet hett, Christus wer gleichwol erstanden. Also hilft itzunt nit aller papisten, bebsten, bisschoffen, mönche und pfaffen, hochen schulen korren und morren, wen sie sich gleich zen- rissen und beschissen, wirt dennoch gleichwol gottis wort bleiben, das man erkennet, wie sie vorfürer sein. Der fride des herren sey alle zoeit mith euch, amen, amen, amen.°) 8 3. Was der bisschof von Samlant guts handelte mit den seynen zcu pfingesten.*) In dissem jare auff pfingesten spitzte sich alle werlt auff die prediget ires Lutterischen bisschofls, und es geschagk ym achten tage 1) Alles nach Gebser 16. 2) Gebser S, 17. 3) Gebser I, c. 17. 4) Die Pfingst-Predigt von 1524 steht bei Gebser im nämlichen Osterprogramm S. 18—24.
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409 der himmeMart Christi, wie durch gezceugniss seiner nogwera bezceugeh wart, das ein m#i-eins 'gutten sitsamen lebens :zcu Kongsbergk wonte auf dem Steintam;‘ disser starb und wolt ‚sich mit: nichte berichten lassen von einem Lutterischen pfaffen, welehe dan ersten, wen sie zcum Krancken quamen, es war zon welcher zeit es wolle, ‘den leichnaim und blut Christi virmen* aber gesegenen yn smhören ‚des. kranckens.: Und dieser starb am mitwoch der himmelfart Christi umb 12 her, und: viel redlicher leutte vormanten yn, er solt den leichnam und .blut. Christi nach dem neuen glauben annehmen, und:'bleib so siteen dem:halben tag und gamtye niacht: bis an den morgen zeu sibene. Und man wolt:yn-be- graben, das vorbotten die Lutterischen prediger, man solt yn bey deh galgen begraben, als :ein wnchristen*, den andern zcam erschrecken. *fol. 157 & Des toden freunde theten viell und uberkaufften Amandtım den .prediger yn der Altenstadt®), und er dispensirte mit ym, wen er war Beer gelt- sächtigk: Der ym thume war dowidder yn der andern stat' Kneiphiof.?) Die sache wart geschoben auf iren gnedigsten herren den bisschoff, und er quam ym freitage darnach umb 5? hor und erlöbte, man :'solt ya begraben auf den kirchoff, und die nogkwer quomen und welten yn begraben: In deme s0 wirt er lebende und sehreiet uberlaut: o got, wie lange, wie lange ist deine barmbertzigkeit den menschen ein trost yn den sanden, und sust vill wort meh. So woren do vil menschen, die von dissem und von deme frogten, und er antworte eym iglichen nach vornunft. Am sonabende quamen mechtigk viele aus allen dreien stetten nnd fragten von dem neuen glauben, und er antwort yn: es ist ein got,. ein glaub, der alt und new, ir ewangelischen leut, merckt, unser. libe fraw und Sant Olbrecht haben ewer andacht etwan gethan und itzt ewer irkhumb gewogen, und der vil, sunder der irthumb hat gewonnen und‘ ir habt ein kleine zoeit euch zeu bessern. Selig ist der, der dys zcu hertzen nimpt, und wolt nichts mehr sagen. Am pfingstag Amandus der prediger mechtigk auf dis mergklich predigte in der Altenstat und bewerie, es were ein angelegtes dingk, und reb es iren vielen aus dem synne. Nota. In dissem ie dieweil Amandus yn der Altenstat also widder dis redete, predigte der bisschoff auch ym Kueiphoff ym tbame und sagte von ‘den gnaden des heiligen geistes, welche so sye ein mensch nit hekte, der kunde kein christlich leben füren, und vil auff a) oder tirmen (?%) A. b) VID. 1) Ueber ihn s. weiter unten, ‚ 2) Im Dom predigte Johann Briesmann, :
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410 disse meinung sagte: aber, ir Konsberger, seket nu an, wie ir dem heiligen geist habt gehat und wie die sewe ane voraunfft habt fleisch gefressen im freitage und durch die fasten und sust ander stücke mehe, und du wilt sagen, ich hab dichs geheyssen, ich sag, es ist nicht war, so wolt ich itzunt ewer liebe gebeten und geboten haben, das ir solt disse drey tage loblichen feyern und bitten den heiligen geist, das er uns wolt erleachten, ab wir irren, wie es fromme und gelarte lentte ya schrifften anzceigen. O grosse demutt Romische messe“ Und ir wolt auch gedencken auff ein gelt zcu geben unserm erlauchsten hern homeister, der itzunt zcu unserm allergnedigsten herren konige ist gezcogen und wil sich mit ym vortragen euch zeum besten. Ir wolt euch frey nach dem ewangelio halten und menschen gebot nicht leiden, des menschen trost und dinst ist gar in born gefallen, es wirt im kortzen anders werden. Und ging vor den altar, wy ein bisschof, hub an und spren- gete das weywasser und sangk die messe mit seinen thumhem nach Bomischer weise, wie vor, und was do gelart war, sangk zen. chor. Hiraus sich alle vorwunderten, und man sangk den tagk vesper und weyrochte die altar, die nach do waren. Den Lutterischen predigern wolt das hertze reissen vor neyde, und kunden jo dowidder nicht.!) Von dreyen sonnen‘. Am montag zcu pfingsten geschag es, das man von 7 hor bis auff 10 hor gesehen hot yn einem grossen *fol. 157b. zoirckel, welcher war wie ein runder gantzer regensboge mit allen* farben, drey lichte leuchtende sternen, zcwu gleich gen einander uber und der dritte undene ym mittel ken disse. Die obersten 2 hetten scheyne von yn abgehend, wie man ym oomet sihet, die stsolen von der einen gingen auf die Altestadt, von der ander auf den Kneiphoff, wen disser oirckel stunt uber dem wasser Pregel zewisschen den beyden stetten, der dritte stunt fur sich wegk ane stralen. Und war ein tagk mit wolcken, wan die sonne von den wolcken quam und disse anscheen, so daucht eym iglichen, man sege 3 sonnen, und es erschrocken vil hertzen. Dis gaben die Lutterische prediger itzunt den czoberyn, itzunt dem tenffel schult und sprochen, Christus hette gesagt, es solde sich niemant fur den tzeichen des himmels forchten, und retten es also vielen aus, das sy es yn den wint schlugen. Am selbigen tage quam yn botschaft von yren schiffen, die do westwerts woren gesigelt, ey a) R. m. in A am Rande. b) auch D. c) V. d. s. am Rande A. 1) Den Inhalt dieser -Predigt hat Grunau ganz enisiellt wiedergegeben, sie be- handelte die Ausgiessung des Äeiligen Geistes und den Gegensatz des alien und neuen Testaments, vgl, Polenz I. c. S. 33.
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411 solten wol zeusehen, wie sie lutterten, den..man wolt: sie aindert 'ber- bergen und man wolt yn wie ofientliche ketzer nichst vorkanffen und auch nichst von yn kauffen, und besorgten sich schiff und. gut zen vorlisen. Sie hetten itsunt ein .etlich mal mussen das Lutterische ® ewangelium vorschweren, und sy. solten wissen, die vorlauffenen monche weren .von yn entläuflen und heiten die kappen widder angetsogen und disse schendeten sie am meisten, und soleher .zoeitunge. mehe. Von Jissen stucken alle die olugen yn dissen pfingsten wurden entsatzt und wusten nit, woran sie woren, sunder populus Belial hilt seinen den und wolten sich mitt dem teüffel schlon umb Lutters willen. 84 Von foblicher andacht der creutzhern yn der Lutterey mit den yren. In dissem jare 1524 merckten die b.? auff Konsberg, wie ir kasten eynlegen geoffenbart war, und sie masten jo gelt haben und losen den homeister aus der schult, fingen sie ein anders an. Der bisschoff von Samlant ordenirte yn den pfingsten jo zcwene und tzwene, die solten yn die kleine stete zoihen under dem orden gelegen, das sie solten Lutterisch predigen und die messen abelegen mit allem kirchen- dinst, und was von golde und silber war, solt man es yu’ den: kasten legen.) Darumb die Braunsberger, als sie nieht wolten einen vor- lauffnen 'mönch hören, schickte er yn einen vorlaufnen pfaffen, und quam und lies es ansagen, er wolte Lutterisch predigen. Dy gemeine aaff und iagen diesen mit steinen aus° der kirchen und damach mit drecke® aus der statt. Juncker Peter von Donen?) schrey, er hette geleit, man solte schonen, und sy nomen es zcu hertzen und lissen es faren, und er quam also wegk, und also in allen stetlein wurden sy mit gutter vornunft abgeweist, dan sie sprochen, Christus het niemant zcum glauben genötiget, und sie wusten auch wol, das man nicht den glauben, sunder ir kirchengeretbe meinetee Darumb b. Fridrich herre von Heydeck,°) ein* thumher ethwan zcu Babenberg, tzogk aus yn alle *fol. 158a. a) im Text heilige ausgestr., L. am Rande A. b) bey D. c—c) fehlt D. 1) Ueber Massregeln des Bischofs zur Verbreitung des Evangeliums auf dem Lande und in den kleinen Städten s. Gebser I 283—286., 2) Peter von Dohna, der Befehlshaber der Ordensbesatzung in Braunsberg. 3) Nach Voigt’s Namen-Codes 5. 88. war er bie zum 23. Dec, 1524 Pfleger von Johannisburg.
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412 stetlein mit 10 pferden und sagt yn mit ernst an, sie solten dy Lutierey auffnemen, und sy antworten ym, man hot yn gelobet sy bey allen yren privilegien zcu behalten, under welchem were, das man sy beym glauben liesse. Darumb wolt man sy bey irem gehorsam und glauben lassen. ‘Sie wolten gerne gutwillige diuer sein, wo aber nicht, wmusten 'sie den horn 'homeister besuchen. B. Heydeck sprach: so schende euch got, wer tzwingt euch vom glauben zcu tretten, sunder ir sollet ab- 'stellen die gotzerey yn der. kirchen mit dem messhalten und dem ge- schmuck der pfüffen 'yn der kirchen yn irer heuchlerey, dardurch sie ewer gelt meynen und nit die sele, welchs alles umb sicherheit willen geschiet, sint dem mal die pfaffen umb ires bisschofs willen von Heils- bergk entlauffen, möchten sie was mitnemen, und ir must es so ent- beren. Drumb schlist alles silberwergk yn den kasten, und man sal yn bewaren armen leutten mit zcu helffen und nymme hoffart mitte treiben ya dem gotzendinst in der kirchen. Sie sprochen: uns vortrawt der herre homeister die stat, die mehe, wen was in der kirchen ist, und die offen ist. Was in der kirchen ist, das sal bleiben wie vor in gottis ere. Were es kasten wirt, der brenge den schlossel mitte. Armen leutten domitte zcu helffen, die von ewrem krigen gemacht sein, ist viel zcu wenigk. Und disse wort hielten alle stete eintrechtigk, und b.: Heydeck sag nu, das es ym nit wolt geraten, gingk er die closter an, als Girdawen, Welaw, Tilzen, Heiligenbeil, Patollen und nam alles, was da war, und schlossen es yn kasten!) und vorschuff nach gelegen- heit der zceit ag 3 monche, die eltesten, zen halten, die ander hies er 'auszcihen yn dy welt sie zcu meren, und die drey mochten sich ein keleh von zeyn lossen machen und so ire heuchlereye volbringen*) und solten niemands meh aufnemen yn den orden und sich von dem vielen umblauffen enthalten. Sy solten ir hoffnung yn got setzen, er würde sie wol erlösen, so sie nicht heuchler weren, und erlangte so nit ein klein gutt. Wo Lutterische pfaffen waren auf den dorfern, waren sie nit’ wenig irer kirchen vorreter und goben, was sie hetten, und die messen bhieben anstehen, und das volck also mechtigk vorwüste, wen die pfaffen heiten keinen dinst nieht und auch kein tetzem nicht, und die kirchen : im lande stunden wie scheunen. Also wart das gemeine lantvolck in die ketzerey gefurt, und man hilt nichst von den sacramenten, von Marien, von den heiligen, vom fegefewer, vom fasten, vom beichten und a) bei D. b) A am Rande. : 1) Vol. die Urkunden bei Faber, Preuss. Archiv, 2. Sammlung S. 95—97. 2) Eb. und Gebser I 284.
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413 von solchem dinge mehr. Maria wart gescht wie ire weiber eine, mönche und pfaflen wie landtvorreter, niemande umb gottis willen geben wolden, sunder umb brüderlicher libe, dan sie .meyneaten, dis het got geboten, und ging so loblich zcu, das einer nicht gleubete wie der ander. $ 5. Von eym besundern auffrur yn Konsborgk 1524. In dissem Latterischem jare auff Michaelis geschag ein mechtig auffrur zon Kongsbergk und war gleich yn allen dreyen steten und erstundt vom gesindemitten. Es war Preussen voraus Kongspergk anderswu yn Deutzschen landen ein collacienrede, sunderlieh von .den Lutranen, das sie sich schemeten, das ire mit(*)brüder des glaubens a0 *fol. 158b. unerbarlich handelten widder den willen Lutteri. So dan nu: brieff und tractst widder sie gemachet waren, worden die drey prediger zcu Kongsbergk der sachen uneinst mit irem predigen, den einer vil dem bey, das die Kongsberger ubeltheten, das sie aus der lernung Lutteri zcu milde handelten. Der ander im teil so sagte, der dritte predigte und sprach, es wer christlich, und halt so Lutter do widder wehre, er wehr ein ketzer und yn Jhesus banne, und geschag, das die prediger yn iren sermon aus den Deutzschen büchern mit aller not kawm ein wenig vom ewangelio sagten. Vordan weret es die stunde aus, das einer den andern ochsete, eselte, bufete und ketzerte, sunder ir heupt- man war der vorlauffen Antoniter Magnus yn der Altenstat.‘) Das volck ergerte sich mechtigk an ym und vil hundert Lutteri seine predigt vorsachten und vorschwuren. Die prediger gingen vor den hauscomptor und begerten recht einer uber den andern seines predigena halben. Er aber weisete sie an die rete der steie, und disse quomen zcu hauffe und fragten die prediger, ab sy sie vor richter bekenten, sie sprochen neyn, wie sollen wir denne ewer ketzerey predigen stroffen, sint dem ir nicht wolt, das sy sy richten sollen, und der wort mehe, Von dissen gingen die prediger wegk nnnd voreynten sich und he- ganden yn iren predigten sq gantz lesterlich die rethe auszcuwaschen, das es erbarmlich war, sie wolten ire ampte auffsagen, sunder .der hauscomptor und die eldesten bürger, die itzunt von der Lutterey waren abgefallen, wolten es nicht zculassen. 1) Johann Amandus ist gemeint, der 1524 bis zum December an der altstädtischen Kirche in Königsberg predigte, aber das Volk mehrfach gegen Bischof und Rath auf- wiegelie. Vgl. über ihn Bkesa im Königsberger Osterprogramm 1829 u, Freikerg S. 164,
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*fol. 159a. 414 Von uppingem gesinde. So wart ein ander ramer, wie kein gesinde ym hause wolt:diren, do man ynne fastete und hilt sich nach Romischer ördenung,. und‘ die :christen also grossen abbruch irer han- delung liden, und quam, so ein 'christen ein gesinde adder gesellen setzte, der am freitage fisch ass, muste seym gesinde fleisch geben. Und so war alle ding mechtig thewer, daraus der gemein man yu not quam, deu das gesinde wolt am freitage feyren, wolt keine fische nicht essen, und geschag, das die stat* willekorr gebrachen worden, dan der ein Lutter war, vorspente eym andern sein gesinde aber gesellen. Da gingk kein recht nber, hiraus die meister der hantwercker uneinst worden und nach vielem ergern machten sie sich vor den rath. von welchem worden sie vor den hauscomptur geweist. Disser weissete sy an den bisschoff, und er schob die sache auf den homeister, und worden also von gantzem hertzen erbittert. Idach geschag es, das der rat und eldesten der gemein yn der Altenstat irem prediger und pfarrer die kirche und stat vorbotten, und er richte dem volcke ein predigt an yn eines burgers® hausse ym Kneiphofte. *8 6. Wie dy Konsberger iren prediger vorjagten, der yn die, Lutterey geprediget hette 1 jar langk. Ein erbar rot und gutte gemeine der stat Kongsbergk dis gantze jar 1524 mit iren creutzhern und andern regenten (Bartensteyn aus- genommen, wen do war b. Heinrich Rewss herr von Plaw lierre und disser hilt mit gewalt den gebrauch Romischer kirchen, und man muste des Lutters nicht gedencken; ‘) idach muste er kein oreutze tragen, sust het man yn vor ein monch vorspeyet) und irem anhangk noch gemeinem lauff ir leben regirten auff‘ gut ketzerisch und mit fasten, kirchen gehen dem babst zcn Rom, was sie kunden, zeu trotze theten umb seinen willen. Wolt ein monch durch sie reisen und die kappe nicht ablegte und wolt eih weib nemen, man warff yn mit drecke und theten Lutterische 'gebur in solcher andscht durch anstifftunge ires predigers Amandi, von dem oben gesagt ist. Und begab sich am tage a) A am Rande, 1) Vgl. Behnisch, Geschichte der Stadt Barlenstein 203 f.
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416 Barbare yn dissem jare im spitall zeu Sant Anthonient), do starb eine alte witwe, und disse Iys von silberm geschmeide und gutten gulden in dy 2* tausent gulden wert. So hette disse witwe dissen Amandum ethwan zcum geistlichen sone auffgenommen, do er nach war ym hoffe der Anthoniter zcur Frawenburgk ein stacionarius, und hette ym vor- schriben alle ir habe und gutt, drumb als yn nu die Lutterische gemein hette zeum pfarrer yngesetzt uber gantz Kongspergk, gingk er zcu seiner sterbenden geistlichen mutter und protestirte do ire donatio auff yn, und sy also Mariam die mutter Jhesu aus erinnerunge irs lieben geistlichen sones lesterte sprechende, wie sie in allen sachen eym andern weibe geleich were, und die heiligen gants vorlauckent, den babst mit all seiner geistligkeit vorfiluchte und mit unvorschampten worten die messe, die fyrmunge, die oelunge, die pristerschaft befeulete, Sie starb unseligk und wart also begraben. Er forderte sem gutt, und der rot dorfite yms nicht geben, wen es war vom hamscomptur besatzt, bisschoffe und rechten erben. So vorlies sich disser Amandas auff die Lutrenische gemeyn und seyne sermon wante er auf die orewtzhern, bisschoff und rott und machte es so gantz grob, das auch, die nit Lutranisch waren, sprachen, man kunde gotte nicht ein angenemer dinst thaen, dan das man sie ulle yn stücken hybe, angesehen das nıan solche ‚sachen bey yn fünde, wie ir Lutter gesagt hette, und man wuste nicht anders, dan man sy alle stunden uberfallen”solte. Der bie- schoff tzogk aus dem thume wegk, und der hauskomptur? vorsorgte das schloss, der rat bleib alleine. Disser vorsammelte die gemein und legete yn vor alle seine predigten, die er gethan hette auff pfaffen und monchen umb irs geitzes willen, darumb solt man sie vortreiben. ' Er wol yn umb wasser und brot und einen groen rock predigen, -es be- fande sich itzunt anders, das niemandt geitziger, hoffertiger were, dan ehr, und solche wörte viell. *Darumb waren se in allen dreyen steten *fol. 159b. ym harnisch auf! und suchten yn zcu tödten, auch: die ym beyfallen worden. So war ym und? seym weibe, wie sie gingen und stunden, wegk geholfien und quomen mit grossem armut und ungedult gen Dantzka, wen man wolt yn schlechts ab -nyndert vor ein prediger haben.?) Idach machte er® es, das die groen monche reformaten zcum Braunsberge nicht solten ir eloster schlissen, das man. frawen und ») 3 D. b) homeister D. c) auf D. d) und feblt D. e) fehlt D. i 5 1) Mn der vorderen Vorstadt in Königsberg, 2) Des Amandus Vertreibung nach Danzig berichtet auch Plater in seinem öfters erwähnten Memorial, vgl, Rhesa, vüs Amandi S. 8. 9.
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416 meyde solt lossen aus und eyn gehen, wer nur walte, und die mönche auch thun mochten, was sie wolteu, und dem teuffel also ein fastnacht- jagt machte. 8 7. Wy Kongsbergk und das gantze lant underm orden yn der. ketzerey Lutteri bestat wart. I Es waren gar vil burger ya der stat, Konspergk und ym gantzen lande umbher, den die ketzerey mechtigk zeuwidder war, und tursten nichst darwidder umb aufrurs willen. Eym gemeinen hauflen gefiel es wol, das sie nicht,:mehr dorfften thun den glauben, und das yn alle dingk frey wehr. Dye hern vorhingen es und lobten es, das sie irem hoemeister nunt golt ‚und silber aus den kirchen vorschaflten. Er er- langet? es, sunder es gedegk ym nach den seinen nicht. Deuen dis aber widerigk ‚war, trosten sich, wen ir herre wurde kommen, wurde er die ketzereye abelegen, under quam und hett das creutze wegk geworffen und ging yn die Lutterische prediget. Und wie denne der- selbigen prediger; art war, das sie die biblia losen, die denne gor vor- reterlich Lutter gedolmetzscht hette, eine solche biblia hett auch der fürst fur sich und sprach: warlich ich finde es hie geschriben, gleich wie es die ı prediger, sagen, und der worte mehr, und machte den predigern so ein ‚glauben uud vorschuft, das man eym iedern von den predigero, der 3 waren, ein jar langk hundert mr. geben solte, und ge bot yo, das sie monch und pfaffen faren lissen und all ir dingk dahin wenden, das man der obrigkeit gehorsam were und inen hülffe, und solcher worte viell, und man mergkt es, und wart nicht gleich auf- genommen, der eine gedachte dys, der auder das. A RR N y » 88. Bisschoff nam ein weib. So worden sie weither von irem bisschoff Georgio bestatt. Disser uberantwort dem fursten die: gutter seiner kirchen!) und gob es ym an- heym, ab er ym wolte ein stucke brot lassen, und der bisschoff nam eine jungkfraw zcur ehe, und der furst gab ym einen kostlichen hoff a) verleuget D. 1) Die Uebergabe des Bisthums Samland an den Herzog erfolgte am 31. Mai 1525 auf dem Landtag zu Königsberg. Gebser I 292.
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417 von 20 huben,‘) do er auff; wonen: selig zeu seinen tagen. Die jungk- fraw war Conrat Truchses tochter.) Dys war der einige bisschoff, der ya 200. jaren ein ‚weib nam. . 80: trakten. die. landtleutt . vom adel zcu ; wie sie ‚Naren, und boten den fürsten, das ers. mit den pristern ordenirtg, das sie in. form und weise predigten; wie die prediger in Kongsbergk,. ‚nachdem seine gnade das ewangekium. lobeta “Der furst satzte nach irer aller. weynung den pristern und den leyen,einen tagk, darinnen gie es anhören sollen, und sprach zcu. den ‚pristern: ; ir solt euch Lutters biblia schaffen, ‚aus welcher. solt. ir .des sontags, dingstags und donnerstags predigen ®, . sust.halt* es ‚mit. andern dingen, wie ir wist. So tratten die prister zeu * ol. 1602. und klagten, wie yn ir pfarleutte nichst geben,. hetten ir etliche nicht Preussche dörfer, so hetten sy nicht das brot, wen die Preusschen dorfer geben dem: pfarher von.anbegyn 1 32. roth gelt alle quattemper und zeu .optern 14 d. und von toden 1/5. firdung, weil sie dan nicht an die Lutterey wolten, gaben sie dem pfarrer ire gebür. So. sprach der furst: sint dem mal ir dan die prister wolt haben, was wolt ir den ya geben? Sie sprochen: wir finden nichst yn der schrifft, das wir yn schuldigk sein, dan gratis accepistis, gratis date. Sie haben ire huben, ay sehen und austen, wie andere. Neyn, sprach der fürste, sehen und anusten ist nicht mit der "arbeit eynst, das man prediget. .Die aposteln predigten und sehaten nicht, drumb solt ir. sy beym. predigen lassen und solt yn ire huben eckern, seen und austen, und der mensch gebe yn ein grosschen dorzcu. Darauff sprachen die leyen, sie wolten es nit geben, dan sy.funden es nit yn der schrift bestimmet. Darauff, sprach der fürst: so findet ir in der schrift, das got den. pristern den Zcehen- den gebeut zcu geben, und dissen solt ir yn auch geben, und sy sprochen: ehe wir den tzehenden wollen geben, wollen wir ehe pffaffen und furst vorjagen, und schitten so in zcorn von eynander, und thet ein iglicher, was ym gelibte, dan man achte auf keine kirche nicht, wen ir silber .war nu wegk, darumb hett man das ewangelium lassen predigen, sust wer es sein tage nicht auffkommen.°) a) solt ausgestr. A. b) 1 D, 1) Georg erhielt anfünglick das Schloss Neuhausen, später dafür Balga, auch den Hof vor Labtau und Schafsgut, die letzteren meint Gr. wahrscheinlich, ib. 293. 2) Diese Angabe ist richtig. Gebser I 245 u. 294. Die Hochzeit war zu Bar- lenstein, vor dem 27. Juni 1525. 3) Im Jahre 1526 erliess der neue Herzog von Preussen eine Ordnung, in der auch die geistlichen Einkünfte geregelt wurden, Gebser I 299. 27
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418 8 9. Narraverwmt. Und bisschoff Jorg von Samlant het sein weib 1", jar, und se starb ym.‘) Nach irem tode trawerte er funff wochen langk, und rete einen edelman an umb sein tochter. Der edelman sprach: Gnediger herr, so dan Sanctus Paulus spricht, das ein »bisschoff sol sein einer frawen einiger man, wie wolt ir nu die ander nemen. Er antwort: das ewangelion löst Sancetus Paulus gebot auf. Ein bisschoff sal nit 2 zcu* gleich getrewete frawen bey ym haben, und so man jo sophistisch wolt arguiren, so magk ınan wissen, wie 9. Paulus zcu der zceit lernte, darnach die menschen die gnade hetten. Itzunt aber ist die gmade gottis gantz vorloren, iglicher süchet seinen nutz. So bin ich auch kein papistisch bisschoff, sunder ein rechter ewangelischer hirte. Ich lere und weyhe nicht, darumb ist mirs wol zeimlich. Einer sprach von den umbstehern: so dan umb sunderlicher heiligkeit willen Sanct Paul den bisschoffen vorbewt 2 eelichen frawen® tzu® gleich‘ zou haben, mochten wir, die wir unvolkomene leyen sein, wegen unser untraw gesinde und ander! armut vill eheliche weiber zcugleich haben und also durch ire trewe unser not stillen. Der bisschoff sprach: ist es Abraham, Jacob, David und andern mehe nicht vorthämlich gewesen, so ist es itzunt den auch nicht vortumlich, die viele eheweiber haben wollen. Der kern aber ewangelischer ehe ist, das man den frawen genugk thue, das sie nit dorfien die ehe brechen: dis ist vorthumlich; und solcher worte vil mehe. Aber einer sprach: Gots krafft, wir haben *fol.160b. ein milden bisschoff, hurerey zeu treiben, wen er uns* auch ein starcken semper vorlihe, wir wolten yn seer preysen, und solcher rede vil da geschogen. Dem bisschof quomen zceitung yn kortzen tagen, das er sein ander hochzceit lies anstehen bis auff ein ander zeeit.*) a) A am Rande. b) weiber D. c—c) fehlt D. d) A ine ausgestr. 1) Katharina von Polentz starb schon im Jahre 1526. Gebser I 294. 2) 1527 heirathete Georg von Polentz seine zweite Gemahlin Anna von Ileideck, Gebser I 245.
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Von dem funften bisthumb yn Preussen. Capitel I. 81. Es ist zcu wissen, das ein Jant an Preussen stost Pomerellen ge- nant. Dis ist das lant, do nu Dantzka ynne leit, die mechtige stat. Dis lant ist alweg gewest under dem Polnischen bisthumb von der Coya Deutzscher sprache auff Sexisch, und hat auch Sexisch recht ge- hat.) Dis lant erlangeten zcum ersten die Deutzschen brüder, wen Swantopolt war ir feindt, und sie vorterbten es ym, zcum andern mal, so wart es yn gegeben von Zamborio und Wratuslao, disser wart ein bruder Deutzsches ordens, zcum dritten umb sicherheit willen, wen Mastowynus Zamborien und Wratuslaen bruder Swantopolcs kinder dy donatio widderrufft hett und alle seine lande zcugeeigent Primislao, der koningk zcu Polen war, wen disser war sein nechster erbnam. Als aber Primislaus ym streit erstachen wart, Waldemirus der marg*graff von Brandenburgk rechente sich vor einen rechten erben auff gantz Po- meren. Dissem fiel zeu Siffridus von Fuchtwangen homeister yn Prenssen und kaufte ym dis lant abe vor seinen orden, so viel es Primislaus der konig von Polen ynne gehat hette, und wart wol bezcalt und eingenommen. Von dissem habe ich obene volkomlich gesagt ym tractatu ... .. . .b disser eronicka.?) Darumb must man nach heutte geben in dissem lande nach Polnischer weise den peterspfenningk, und hat gehat 14 schlosser und Dantzka, Dirsaw, Pautzka,?) Hela, Mewa, a) m. A am Rande. b) Lücke In A. Gemelnt ist der 10. Tract. c. 8. 1) Damit meint Gr. wahrscheinlich die Bewidmung pommerellischer Städte mit lübischem Recht durch Swantopolk. 2) Vol. dasu daselbst die Noten. 3) Putsig. ) 19 .-
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420 Nawborgk, Swetza, Hamersteyn, Conitz, Fridelant, 'Tauchel, Nackil, Stargart, Schoneck und Lawenborgk, die stete, die nach seyn. $ 2. Von der geistligkeit yn dissem lande. In dissem lande das erste jar im grossen krige, der do 12 jar lang stunt, waren 161 pfardorffer, frumesser, Drieken, mansionarien, vi- carien, caplanen, pfarrer 297.!) Die mönche predicatorum haben ein eloster zeu Dantzka yn der kirchen Sancti Nicolai, gestift von Swantopolco dem fursten von Pomoren durch vorbete des bischofs von der Coya.®) Sie haben auch eins zcu Dirsaw, gestift von Masthowyno Swante- poles? son* yn der stellen, do sein schlos ist gestanden.°) Die gromonche baben eins zcu Dantzka, gestifft von eym ertz- *fol.161a. bisschoff von Collen,*) der mit guttem volck yn Preussen quam den*® brudern Deutzsches ordens tzu lulffe, sunder quomen nye auf die heyden® umb ungewitters willen, us nit winter war. Auch haben sie eins zcu der Nawborgk.®) Dy bruder des heiligen Augustini haben ein closter zen der Conitz, gestift aus zculossung des homeisters von einem edelmanne aus seinen guttern.®) So ist auch ein closter zcu Dantzka des ordens Carmelitarum, die weyse monche genant.”?) a) in A am Rande, fehlt D. b) Das Folgende bis cap. 2. „umb gros geR'‘ Ist in A zweimal vorhanden, auf zwei Blättern von Hand 2 (fol. 161 u. 162) und auf 3 Blättern von Hand I (fol. 163, a, d). Wir folgen der besseren Hand 2 (A), fügen aber die wesentlichen Varlanten von I (A‘) hinzu. Von Grabe+ Hand sind diese 8 Blätter durchstrichen und fol. 163 oben bemerkt: Integra haec duo felia Jam continentu foliis duobus proxime praecedentibus. c) sünder nie auff die heiden komen A’, d)d. w..n. winter A’. 1) Dieses Zahlen sind offenbar von Gr. erfunden, s. oben, 2) Am 22. Jan. 1227 schenkt Swantopolk auf Bitten des Bischofs Michael von Cujavien dem Predigerorden die Nicolaikirche in Danzig, Preuss, Samml. I 326. Coder diplom, Pomeranie ed. Husselbach et Kosegarten n. 160. ö 8) Die Gründungsurkunde des Dirschauer Dominikanerklostere vom 8. Mai 1289 ist nur aus Diugoss hist. Polon. 1 852 bekamnt, vgl, Ss. r. Pr. I 804. 4) Davon ist nichts bekannt. 5) Das Minoritenkloster zu Neuenburg ist 1282 oder 1284 gegründet, Chro. terr. Pruss. Ss. r. Pr. III 469, Ann. minor. eb, V 648.. 6) Das Augustinerkloster zu Conitz wurde 1365 von Winrich von Kniprode ge- stiftet. Voigt, Gesch. Pr. V 381 n. 4. T) Es stand in der 1380 angelegten Jungstadt, blieb bei deren Zerstörung 1453 verschont, wurde jedoch 1463 verlegt. Toeppen, Geographie 243. n. 166.
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421 So ist auch ein closter zeu der Lawenborch, der dy sich die bullaten nennen *,') von den obene gesagt ist worden.?) So ist auch zcu Dantzka ein closter Sanct Brigitte,®) in welchem seint nonnen und monche Zeu hanuffe, aber underschossen, und do regirt die mater den pater, und die genehlewerten?® beginen den geweyten prister,. gestifft von den almosen der kauffleutt und der Schweden, und seint wol mit güttern: dotirt worden °, dennoch gleichwol hoit , welche jungkfraw hinain* wil, mus: gelt geben. So ist auch do ein haus vor die gemeinen frawen, die do ir leben wollen bessern, sunder es ist umbkart, und die frommen‘ frawen sich Aidelı kauffen, die huren wellen es nits hören gedencken. So ist auch yn dissem lande din nonnen closter des ordens Pre- mostratensium, gestifft von der seligen furstin hertzog Swantopoles matter, und heist: Sernowitz. So. ist auch: eins do mit nonnen des ordens des heiligen Bern- hardi, gestift. von der iobliehen fürstin Swantopolts ni und heist BR) . 8.3. Von dem closter Oliva genant. Oliva das closter it gebawet wurden und begobet vom fursten Soboslao des Swantopolts grosvater, und ein iglich furst® hat dis mit der zeit io me! begobet, und ir vil ligen do begraben *,5) und ist ein closter des ordens Sancti Bernhardi und haben abbaten, zcu zceiten ist er infulirt, zcu zceiten auch nit, dornoch der mönch hoffertigk ist und vil gelt hot, wen es kost ym io 2 tausent gulden Ungerisch!. Itzunt a) d. s. n. die bull. A’. b) gesloyrte A’. c)d.w.m.g. A‘, d) fehlt AD, e) dorein A’. N Yon hier an sind 6 ZAldn ia’ A’ kin redhlen Raude durch efadn Brandschaden verstimmelt. g) n. is wellen A’. h) in A am Rande. i) io mit d. z. A, mo fehlt AD. k) d. 1. A. 1) wen—Ungerisch fehlt A’. 1) Andere Nachrichten darüber fehlen, Toeppen, Geogr. 243. 2) Abschnitt IV c. 1. 3) Das Brigittenkloster in Danzig ist zwischen 1396 und 1402 von Conrad von Jungingen gegründet. Geogr. 243 n. 169. 4) Gr. verwechselt die beiden Nonnenklöster Zuckau und Sarnowitz mit einander. Zuckau, dem Prämonstratenserorden angehörig, und dem Vincenzstift in Breslau unter- geben, erhielt von Mestwin, Swantopolk’s Vater, ein (undatirtes) Privilegium, in welchem auch seine Gemahlin (Swinislawa) dem Kloster Güter schenkt. Cod. Pom, n. 90; Sarnowitz dagegen, dem Cistercienserorden angehörig, erscheint zuerst 1257 (Cod, dip. Poloniae edd: Rzczyszewski et Muczkowski II n. 447) und könnte daher von Swan- topolk’s Gemahlin gestiftet sein. 5) 5, ältere Chronik von Oliva Ss, r. Pr. 1669 9., Grunaus Quelle.
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429 ist es ein arm closter, wen es hat bose regirer gehat und gutte zeubrenger. In dissem closter ist ein stein, der brot gewesen ist und ist so erkommen :. Es war ufl ein tzeit mechtig thewer, und vil arınes volcks erhungerte. In dissem closter gab man» ein brott und ein stutz trincken, wer do quam. So kompt ein man, der geburt von Girdawen yn Preussen, und bat umb gottis willen umb ein almos, er quem den ferren wegk von Sanct Jacob, und man gab ym ein brot und ein stutz trincken, und er gingk nach Dantzka zcu. So begegnete ym eine fraw und® tragk ein kint auf dem arme und? eins bey der hant furte, und eins ir nach gingk und rufte weinende, brot, libe mutter, brot gebt mir. So bat die fraw dissen umb Sant Jacobs ere, er solt dach dem kinde ein klein bislein brot geben, das es schwige bis zeum closter. Der man sprach: got weis, das ich nit eine crume habe. Die frawe sprach: seit ir ym closter gewesen, ir habt io ein brot erlanget: Der pilgrim sprach: und ich is gessen habe ‘. Die frawe sprach: O ir habet brof ym bosem, sunder ir wolt nit so vil thun umb Sant Jacobs ere willen «. Der man sprach: von eym steyne ist mir der bosem so gros, und *fol. 161b. gingk so wegk. So quam! ym ein plötz*licher hunger an, und er greif yn den bosem und wil vom brote essen, so ist es zcum* steyn geworden, und er erkapte sich! und lauft veurücke und sagts eym iderman, wie es gescheen wer”, und entpfingk do eine büsse, und das brot henget heutte nach" do ym closter. zecu eym gezceugniss disser dinge. 8 4. Von dem closter Peiplyn genant. Dys closter stiflte Samborius ein son Swantopolci,') und ist gar erlich dotirt, wen do war ein fürstlicher hoff, auf welchem ym vorging Pelpplyna seine libhaberyn mit eym kinde,®) dorumbe fundirte er dis a) her kommen A. b) = &. A’; hier beginnt fol. 169° in 1. c) feht A. de ka d.a fr. A’. e) giebt gebt A’. f) AD und fehlt, I. h. as g. g) u. S. J. e. thaon A’, am Rande fa A, ia D. im Teıt thuen wiederholt. h) do A’. i) 6 Zeilen beschädigt in A’ wie oben. k) und findet wie os st. €. A‘. 1) und her sich irkante A’, m) w.g. A. n)n.h. A. 1) Das Kloster Pelplin, eine Tochter des Cistercienserklosters Doberan, ist 1258 von Herzog Sambor, dem Bruder Swantopolk's, gestiftet. Fundatio monasterii Polpl- nensie Ss, r. Pr. 1809 2) Grunau’s Erfindung nach dem Namen Pelphix.
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423 dloster vor seyne und ire sunde in die ere des heiligen Bernhardi * und dotirte es? yın lande Zamboria!) von seinen guttern. Ein teill gab er von dissem lande seinem bisschoff, das ander alles trug er dem Deutzschen orden auf °.:) Sunder widder dys appellirte Masto- wyus seia bruder. Es ist zeu wissen: Swantopolc het 4 sone, Mastugium, Masthowinum, Zamborium? und Wratuslaum. Mastugius starb noch dem vater inwendig 8 tagen, so bleib do Mastowinus, Zamborius und Wratuslaus. Masteowynus hilt das lant von der Odir bis an die Lawe, Zamborius het das lant vor der Lawe bis an dy Bro, und wart Zemboria genant, Wratuslaus hilt von Crono dem wasser, itzunt das hab genant, bis an die grentzen Zamborii,°) und diese fingen verretterlich Mastowinum.*) Darumb wart es vor hern und fursten erkant °, und musten‘ ire tage keine eheliche weiber nemen und mochten irer lande gebrauchen ane Mastowynen ires brudern gerechtigkeit ane schaden.) Doruber Zamborius gleichwol dis closter stifftte und begobete es seer wol, idach vorwillete es mit der tzeit Mastowinus ©; das aber dem bischoffe war geben, wart auch langksam vorwillet ®$, sunder das dem Deutzschen orden war gegeben, do wart nichst auss. Wratuslaus sein ding alles dem orden! gab, und dis wart auch alles widderruffen. Von dissen dingen ist oben vill gesaget.*) \ 8 5. Von der Carthaus Marienparadeis genant in Pomerellen nu Preussen. Im jahre unsers herren 1381 hot gewont ein edelman auff Po- merellen Johan von Russchitzin?) genant. Disser het keyne erben, ag )dlLeuisided.h.B.e.d.c.f.A. b)fehlt A. c)er dom D. o. aufftrugk A’. &) fol. 168b. im 1. e) v. bh. u. f. is wart irkant A’. Sf) fehlt A’, statt dessen sie. g) Mast. vorw. A’. h)l. "0.4. 1)d. o. alles A 1) Das Kloster hiess anfänglich selbst Samburia. 2) Die Schenkung von Mewe. 3) Diese falschen Angaben über Swantopolk’s vier Söhne (er hatte nur zwei Mestwin und Wrotisiaw) beruhen auf Dusb, Ill c. 213, der den vierten Namen nicht kennt: ihn er- gänzte daher Grmau durch den der polnischen Ueberlieferung (Mascagius Miechov, 191) enllehnten Mastugius (Mestwin), Die Landtheilung ist seine Erfindung. 4) Nach der Chronik von Oliva Ss, r. Pr. I 689 nahm Wratislaus seinen Bruder Mestwin gefangen. 5) Von einem derartigen Schiedspruch ist nichts überliefert. 6) S. oben Tract. VIII, S. 268 ff. T) Vgl. Strehlke Ss. r. Pruss. III 116. Ann, 2, Name und Jahr sind richtig angegeben.
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424 eine schwester; die war eynes wilden lebens, idach dobey eine“ jungk- fraw bleib und wolt yn dissem nymande zeu willen sein, sust ya tantzen, yn anderer leichtfertigkeit, wie einer wolde. Sy wart von eym iderman vorschmehet® zcu der ehe, wen man kunde es nieht be- greiffen, das sie eine jungkfraw were. Man straffte mit worten, wie man wolde, so bleib sie dach der törichten jungkfraw ejme. In disser zceit war ein sterben, in welchem die jungkfraw starb. Nicht gar lange begab es sich *, das! ein Carthewser mönch ‘von Stettyn mit andern kauffleutten ritte ken Dantzka, und aus gottis vorhengnis ritten *fol. 162a.von der Stölpe an irre“*, und die finster nacht auff sie quam ', in welcher ritten sies, und niemant wuste wohin. In solchem: be kormimernis sogen sie! ein fewer. Do sprochen sie, und*..do mussen die! pferdehirten sein vom dorffe, und sie ritten. mit freuden zeum fewer ®, Als sie ‘dolin quamen, do® funden sie eyne jungkfraw ym fewer ligen: ‘Hiruff vorstunt sich balt der Carthewsermönch® und sprach: jungkfraw, im namen Jhesu beger ich? zeu wissen, was das ist, das ich sehe. Sie sprach: es seint die gerichte gottis uber eine arme sunderinne, die ein wildes leben gefurt, yn welcher sich viele geergert haben, und dach gleichwol umb Marien willen jungkfrawliche reinigkeit behalten hot. So lig ich hie in meinem fegfewer und busse meine missethat. So hat mir got genade behalten und alle den meinen freude zcugesagt, wurd es sache sein, das" mein bruder Johan von Russebitzin auff disse stelle wurde ein closter bawen *, nach dem wie'er es ym’hät vorgelommen, utid-ann dem tage, wan. Wuff disser stelle die erste messe wirdt &halden t''werd ich erlost werden. Dis meinem bruder anzousagen seyt ir boten von- gute erkoren ‘, und vor- schwant mit allem fewer. Der monch mit seiner geselschaft bliben do halten, und wardt morgen, so sehen sie einen hoff von schonem gebewde uber einen gutten wegk von in, zcu welchem ritten sie“ und dem hern ansagten alles, was sie gesehen und gehort hatten, dorbey möchte er“ thun, was er wulde. Dis alles nam Johan zcu hertzen und synne” und merckte dy worheit, drumb satzte ers ym für zcu end? zcu brengen, und auf Marienburg umb? urlob zcu nehmen fur sich und die seynen aus‘ seinen guttern ein Carthewser closter zcu bawen. Dis erlangte er vom homeister durch ein groskompter ge a) fehlt A. b) fehlt A’. c) es sich begab A’. d) wie A’. e)v.d.St.a.ser.1.A. Nua e.qa.d.f.n. A‘, g)s.r. A‘. h) fol. 169° in 1. i) le sogen A’. k) fehlt A, 1) der in A’ am Rande m) u. s. m. freud. r. z. f. A. n) fehlt A. 0) auf dis a. b. d. Ü. voraam A’. p) ich bagere A’. g)h. > vorambM.wA. DundA. Jbec.A Uw.d.emgA. )hEmMA. Vis.bikv.gt. ")srA. De.mA'. y)d.aJ.n.i. seinen syn A. z)d.e.s.ymvoresz.e. zb. A’. a) fchk a. b) fehlt A. c) in A‘. d) er Irlangte A’,
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425 nent Johan von’ Tirgart.!) Disser groscomptor':bawbte mit : ntlob seines homeisters. von: seinen :veterliehen gütterm*: etzliche tzeilen und Johann BRüssehitzyn die kirche und czogk gen .Stettin und erlangte; das? der Kartheusermönch dohin quam, dein die offen®barunge ge- schoen war und °solt in der newetı Oarthaus pater sein’. - Und is‘ ge- schagk, als ıtan die erste messe gesungen .hette yn der newen: kirche, sagk man° die jnigkfraw sichtiglichen in weisden :kleidern,: und sie f danokte iren bruder und allen den, die zeu dem baw geholffen hetten. So quam .Renandtor(?)e suffraganeus von Dantrka, wen zcu der: tzeit der 'bischoff von der Coya must zou ‚Dantzka: stetes einen: suffral gaseum Halten }, ‘und disser weyete'die kirche yn der eren Marien, und das closter wart 'und nach heutte Marienparadeys :genamt.. Idoch hetten sie-mit: der tzeit' vil uberlauff, derhalben wordent es die veter zcu röte und sie! brochen disss Carthaus abe und baweten zewisschen die wasser der seen, und. do sie®= itzunt ist yn wirden gehalden. 8 6. Von der Volkammanen N der. PER ER er: bisschthumbe yn Preussen. Noch der teilung und aussetzung der bisthumb yn Preussen kunden die b. Deutzsches ordens mit yn® nit ubereinst kommen*, und *fol. 162b werte 2 jar langk, dan die bruder wolten rewmen, was sie wolten, und weisten die bisschoffe auf wüste gütter, wen es thet den b. zcorn, das sie nicht nach irem willen, dy mit dem legaten gewesen waren °, geteilet hetten.. Darumb quomen sie von beiden teylen® ken Anagnye, do der bobst Innoceneius IV war und sein penitenciarus Wilhelmus legat von Preussen 1243, und die sache wart! do worhort. So wart die sache dem homeister und dem lantmeister befolen, sie solten das lant von Preussen nach! .erkentnis gutter leutte teylen, das® ein iglicher bisschof yn Preussen solte das dritte teyl seines sprengels haben yn ym.u.shvgv.g b. A‘. b) Hier beginnt in.A (2) ein Brandschaden am rechten Rande, durch den 9 Zeilen verstümmelt sind. c) Hier beginnt is 1 fol. 163b. d) solt pater sein A’. e) m. s, A’. N) feblt A. €) in A Lücke Renorstor D. b) e. s. 2. D.b. A. Yimd.z.s.h. A, k) is w. A. l) fehlt A. m) fehlt A, n)’d.b.D.o.k mit in Ar. Jg A. ss 4n. a. 2 fehl AP. rn) mit A’. ©) domit A. 1) 1381 war Rüdiger von Einer PR OR Voigt, Namen-Codex S,6. Ein Grosscomthur Johann von Tirgart ist nicht nachweisbar,
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426 volkomner herligkeit, das ander solten die bruder haben, debey solt der bisschof von Culmensehe haben *, was ym> von anbegin zougeteilt hetten die fursten ven der Masew, und dis gingen die bruder an und teilten und goben yn briff und sigelld uber die geteilten gutter.‘) Mit solcher weisse kommen die bruder Dentzsches ordens bey den berum, und® sy: die bisstkume yn Preussen fundirt und dotirt haben und patzoni sein. Do worden auch die grentasteyne gelegt tzwisschen ig- lichem bisthumb noch der geistligkeit und sprengels. Das bissthumb won Culmensehe ist zwisschen den flissern Weysla, Drada®), das ist Drewantz, Nansa *) und Ossa, das ander bischthum. von Bitenburgk solk sein tzwisschen den flissern Ossa, Weysla‘, Drawsin des sehes, das flys auff Pasolva, das ist Passerie,*) und Quidayn und Zeantir do eingeschlossen ®. Das dritte bisthumb von Ermelant sal sein tewisschen dem sehe! Drawsen und der flisser Passolva und Weosers ym niddergang, im mitientag das frische hab, ym aufgang das fiys Pregora, die vierde seyte das fiys Lipsa®) scheiden sal bis an die lande der Littawen. Das vierde bisthumb sal sein zowisschen dem gesaltzenen‘ mere! bis an das fiys Mymel und Pregora und bis an die lande der Litten, und die genanten flysse sollen gleich hören“ den, die do an grantzen, und disse grentzea nach heute ist. Wie aber das grosse werdor und dy Neriuge bis an Dastzka tzu dem a)db.v.C.eh. A. db) se ym A. c) fol. 1630 ie. )uyb.u.0ng A. e)das AD. N) fehlt D. g) Nausss Ar. b)d.e.Q.u 2. A. I) in A am Rande, im Text flisse ausgenr. k) ge in A übergeschr. 1) Hier beginnt die Beschädigung von 9 Zeilen In A, «. oben. m) s.hb. d.&. A‘, in A die Lücke biutor gieich. .1) Diess ganz verkehrte Darstellung beruht allein auf der Theilungsurkunde Wilhalm's von Modena von 1243 (am besten gedruckt im Cod, Warm. In. 5.), in welcher der Legat zu Anagni Preussen auf Befehl Innocenz IV in 4 Diöcesen iheilt, von denen die Bischöfe 1, der Orden je 2 Drittel erhalten soll, Die zwei Jahre Widerstrebens des Ordens ergeben sich aus der angeblichen Synode von 1241 (TV. IX Ac. 1) Hr sichtlich des Bisthums Culn bestimmte Wilhelm, dass der Bischof die daselbst bein Einzug des Ordens vereinbarten Getreidelieferungen und 600 Hufen behalten solle: un deren Stelle setzt Grunau in der wnverkennbaren Absicht den Orden anzugreifen die Schenkung der Herzöge von Masovien, — Die Theilung in den einzelnen Diöcesen fand bekanntlich erst später statt, 1250 in Pomesanien (Cod. Pruss. I n. 84.), 1251 is Ermland (Cod. Warm, In, 26.), 1258 in Samland (Cod. Pruss. In. 116.). 2) Dieser Name für die Drewenz wird nirgends erwähnt. 3) Diesen Namen vermag ich nicht zu deuten. 4) Nicht die Passarge, sondern die Weeske bei Pr. Holland. 5) Progora sive Lipza in der Urk., Lipsa ist nur ein anderer Name für den Pregel.
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421 bisthumb von BRisenburgk kommet, so is doch: im. es let, BE ich itzunt: nicht vormar wissen ®. Capitel IL 8 1. Wie steh tder)? bisschoff von der Coya uber Dantika‘ hlett mit seiner pristerschaft in der zceit der Luttereye. In den unseligen jaren der Lutterey war bisschoff zeu Wladisla, das ist Coya, yn Polen gelegen einer mit namen Matthias Dfrifitzeky ? genant,*) des sprengel aber geistliche gewalt® reichte bis uber Dantzka und bis ken Lawenborch und das Stobelawsche werder. Disser hielt sich erbarlich‘ widder die ketseriye, er satabe. einen doctorem dohin tzu eym officiall?), und disser thet seinen fleys®, ztu letzt torst er nymme? schlechts abe etwas sagen ', die prister nomen ym zeu trotze weiber, die ander, die denne keine anlage hetten und mit hureh umbgingen, strafte' er umb gros” gelt.* Die aber mit den Lutheristen *fol. 168c. handelten, muste ehr zu friede lossen. Dem bischoff is wardt ge- schrieben, er quam in eigener person®) und vorsamlete seine priester- schafft und in veterlich und mit schriefft vorlegete die ketzzerey Lu- theri und mit schrieff die nyderte, und sy alle do vorschwuren mit vorgestimpten eiden die Luttherey und sich vorwilligten des kriges, s0 sie wurden me luttriren. Sundir sie hilten is so lange, bis das der bischoff wegk quam. Einer untter in in u ab es were widers ewangelion, und ein priester umb nott seines leibes nit mochte ein eelich weib haben. Er sprach, ya, wen du'salt halten dein ge- lobnis, du bist nit ein kindt gewesen, do man dich geweyhet hott, es ist globlich, und du me huren hettest vorsucht, den septem pealmos gebett. Do du dich fundest, und du nicht kundest keusch: leben, wer awangk dich, und du pfafle wurdest. So du is abir bist, so )w.v.A. b)feht AAD. c)n.D.v.d. CO. A’. a) einer — Drfril. In A’ fehlt: hinter werder heisst es: 50 war einer m. n. M.D. g. ©) A’ und eyan sp. u. 2. geist. g. Nundae.b. g)e. ß, tb. A’. b) A amRande, I) schl. abe zu |. e. t. n. e. s. A’: hier beginnt fol. 1696. In A’ (1). k)i. =. tr, 4.pr.o.w A’. Je. s. u. gr.g. ste. A’. m) Hier enden A Hand 3 und Codex D. Es folgen zunächst fol, 168—168b’ die eben mitgetheilten $6 (s. oben B. 420) von Hand 1, die auch den Schluss des 9. Tractats fol 168c.—169 überliefert. 1) Matthias. Drzewicki 1513—1531, Strehlbe im Culmer Schanatiemes 1867 S. 18. 2) Der Official hiess Jacob Longws, Hirsch St. Marien I 241: 3) Ende August 1523 kam Bischof Mathias nach Dansig, Hirsch I 269...
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428 soltu thuh, wie manch irbar man thett, der in seinen redlichen sachen ein jar 3 me weniger von seinem weibe ist und er doch not hatt, sonder auss christlicher trew er helt sein gelöbnis seiner frauen gethon, und so saltu auch gedencken, abir huren werdin fur dich ins himelreich gehen, und solcher worte me. Und gedencke doran, sprach der bischoff, die junger Jhesu, do sie auffnomen, und sie prister solten sein, itzunt hat er in gesagt, wer nit wird ubergebin seinen vafer,.. seine ı ‚Ippkter,. ‚sein weib ‚und. auch seinen . sa] mein nicht wirdig sein, und ‚ging.Ao. „wegK. zeit, diesenn wogten. - 007.82. Vom Garmelltenn mörche. _ Dornoch buben an zu Danzka zu weissen mönchen predigen Lutters, 1) und war ein unmesslicher zulauff, und was vor nit vorgiflt war, dem holffyn sie follen in die ketzerey, und gleichwol von den “ mönchen is nimandt genos, ‚und sie den Lutteristen zu willen predigten, *fo]. 1680’. sunder sie worden me vorfolget und*, hindenoch gantz voracht vonn . iderman und belacht, —m— on x r ee: A ae S [us Po, Fe ul 5) 3. ‚Vonn eim. ‚ernst umb der Lutterei willen. Dem bischof Mathie dis wart 'geoffenbart, wie seine priester- schafft handilten, er vormochte Johannem Laszky‘ den ertzbischoff von Gnysene, und mib im ken -Dantzks zogen, und sie qwemen,?) und Matthias der. bischoff fing ein ‚Lutterschen pfaffina und ein grosin prediger der .Lutterey in S. Jacobs kirche,?) als er mochte in 30 mei- len sein und ungelarter bachant nit war auch so weit wie er, dan er predigte das euangelion Matthei, do Jhesus seinen junger beful und 1) Dasselbe berichtet Bernt Stegmann’s Chronik vom (Danziger) Aufrukr 1525, Ss. rer. Pruss. V 556, vgl. auch Hirsch, St. Marien I 278, 2) An März 1524 kam der Erzbischof von Gnesen Johasın Laski und Matkias von Leslau nach Danzig, Stegmann, Ss. V 554, Hirsch I 274. 3) Nach Borhbdch war es der Capellan Pre Gronmwolt von St. Johann, Ss. rer. Pruss.. V 535. An. und Hirsch I 275.
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420 selten im die eselin holen, solvete,.:bezalt is',im zeit igwttehh‘ groseldi, das ich..magk. doruff reiten, und selokin stucka .tausendt wiel...«Und:ur in lis in ein kamer auff dem pfarhofft) setzin, domit,ı:s0-:er: von .der messe qweme, mit im wolt redin von wegen seiner wissenheit, und ging so in die kirchen und horte messen. In dem der pfaff rette mit etlichen bosknechtin durchs fenster und sagte, wie er schwerlich ge- fangen lege, und man wurde in auff die nacht in Polen führen. Von dissem za, sieh ‚anınmtan. BON baaknaphaıuas armen. desiisschaffs war zwischen dem pfarhoff und: kirehin,.und ‚in, mit greulichin finchen an- fingen zu lestern. Sundir er gingk vor sich wegk, und als er in die thar 'quam, ‘sie int noch’ dem leibe ‘wurffen wurffbeile' 2, -degen 3,?) domit und auch ‘sie stecken bifeben; und wolteh fı den ‘pfarhöff Ind morden, was do war, kundir do woren 2 burgemeister und’ did sich darein legten und is machten, 'domit der geweiete bachändt 108 gwam, Im selbigen tage die bischoffe zogin ungesegnet’ wegk. Is’ qireitt'woh den koningk, und,er den Dantzker durch schrieffte widersinnes dänckte, sie solten es genissenn, got es denn vorhinderte. Und es qwam, wie viel kaufffeut von Dantzk durch Polen ken Poznat, ken Bresslaw itzundt einer, 80 2, so 3’ zogin und sie wurdeti in Polen* irsläzen, *fof, 1644. wen man sie vor ketzer schaltt. Dis giug den andern nuhende, und torsten nindert auss und sie gingen zu rotte und boten, man solte die sache vorrichten, aber es würde ein unlust in der statt ‘werden auf ir regiren. Und werlich rechte henlein der Lutterey die Polen irwuscht betten und umbgebracht, und der rott schickte umb ein vor- tragk zum bischoff; is sal vorgessen und vorgessen» sein, sprach der bischoff, gebt mir in die straffe, aber nicht zum tode, diesse pfaffen und monche Jacob Finckenblock,®) Jacob ‘Molner, prediger ausz unser frauen kirche,*) Jacob Libental prediger von 9. Jacob°®) und den mönch von den Carmelitten genant den schulmeister,*) und die ee schlugen dis’ abe und nit doran walten. Do sprach der bischoff: zihet heim in ewir ketzzirschule und diesen spot gedenckt mit vorigen hon. Und sie qwomen ‚heim, und wart bestossen, man‘ „solle a) A’ übergeschr. b) vielleicht vorgeben ? 1) Auf den pferrehoff unser lieben vrawen in eynen keller Stegmann V 555, 2) mit steynen auch mit messeren Stegmann V 555. 3) Jacob Ilegge, der zu St. Katharina predigte, Hirsch I 264. 4) Nach’ Hirsch I 278 (ebenso Steymann V 358) predigie er zu St. Barbara, 6) Kr wird weder von Hirsch, noch‘ von Stegmann erwähnt, 6) Nach Hirsch 1 278 Matikins Bienwald, s. auch obeh 8 3. 5.'428.
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) sehein, und.'er is. such thet.. Deinoch nam die.'ketzserey mechtig ze, und man »ur trachte alle kirchen zu aa und zu berobin, und stunt so. eine weile an. 8 4. er mann die Karthaus berohethe und die BE domit peinigte.‘) In diesem monchejor 1524, als die Luttranen von Dantzka iren mut mit den mönchin gehabt hetten, man auff die feltkloster gedachte, nnd man sie auch beruckte, forderlich die Carthausse, welche den namen hette und sie reich, und qwam aus diesem. Als im jare 1520 Pomerellen vorderbt war von des ordins folcke, und is friede wart, sy dem adil vorlegten, dovon zcu zinsen, und also auch dem armut, und mit solchem auszleihen is ging auff ein mechtige "summa, und die 5000 marck. Im andirn teile den armen burgern zu Dantzka in ihren *fol. 164h. nöthen sie ligen gelt auff ihr silber geschmeide, und wie es* be zechent war, is sich traff in die 3000 marck. Von diesem sie* ir- langten den namen, und sie musten gros guttir haben inn closter, was sie im gelde und silber vorsatzungk hetten; und als nu die Luttranen in Dantzka sich beritten die kloster zu pochin, sich etlich von in ausz der stadt gobin, wen ir eltirn hetten ir silberwerck in die Karthauss vorsatz, welchs und der dinge 10 sie meynten zu irlangen, und vorsamleten von Pommerellischen adil, von Casschubischen, von Pomerischen die 200 pferde, domit man die kloster Carthaus, Polblin, Suckaw, Oliva, Zernowicz auff einen tagk und nacht solte mit sampt yn den klostern zu Dantzke stürmen und berenuen. Sundir der adil sich 3 tage vorseumete, und die stadt Dantzka war ee bereth und nomen, was nicht ir war. Balt Pelblin ir gut flochenten ken Stargart bei Dirsaw, Oliva und die jungferkloster Suckew und Zernowiez nomen iren. gebauern, und die Carthaus sich vorsicherten gutter nog- werschafft von wegen ihrer hulffe, die sie tetin dem adil bey in, und sich nicht vorsorgten. So qwam is auff eine nacht umb morgen umb a) d. s. ir A’ am Rande, 1) Ueber die Plünderung des Karthäuserklosiers Maries- Paradies berichser auch die mittlere Chronik von Oliva zum Jahre 1524, Ss. r. Pruss, V 642, ebenso Dansige Annalen eb, Anm. 1. Sie erfolgte am 7. Sept, durch pommerellische Adliche,
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481 4.hora, und: is: fillen: in die Cartbaus in. die 100 'pferdeY),' und kam muste in auff tkun alle vorselossene fhur,' umd sie. suchtenr viel galt und süber. und nicht me dan 7.kelch und 71 margk geidis fundin, welches sie nomen und satzten den päter unnd .den seheffer an die pein und sie uncristlich brandten und mit horzelen abir stricken bey dem geseheffte fidelten, sie solten bekennen, wa sie ihren schats hotten begraben,?) und sie sagten, und sy nix me doheime hettön, den das sie genommen hetten, und noch vielem und manehfeldigem. pei- nigen allir.möneh, sie nohmen von hausgerethe, was sie begrieffen und furen kunden, und ritten wegk. Den gebsandten pater und schaffner man furte* ken Dantzka, domit man sie keilte, euudlt der *fol. 165a. pater starb, und dis muste also bleiben. s 5. Vonn einer vorretterlichen neidtstifftung der Lutteristen. zu Dantzka. Es ist oben gesagt, wie ein doctor des groen ordins Alanindie genant der Luteristen zum irsten zu willen war und predigte ihre schrifft,°) darumb sie im diese ehre tetyn und in satzten zum prediger in unser lieben frauen kirchen, und do als er war, gott ym ein andern sin gab, und er mit bestendiger schriefft anzeigte, und die dem Luther volgten, weren vordampte ketzer, und dis lange treb.“) Sy thetin wol vil darumb, und man ihn hett geurlobet®, man in antwort, sie hetten in gesatzt ane alle vorwilligung zum prediger, und hett in so lange wolgefallen, sie solten in mitt schriefft straffen, wy ehr sie thet, dornoch soltin sie ein anttwort hören. Es geschogin vil bewegung eine lange zeit und nix endeten, und die Lutteristen dis irdoohten zu eim ewigen vorterbnis der mönchin. Die Luttranen vormochten man [und weib],° und weren ketzzir des glaubins, gut monchis der gestalt, welche etwan den gröen mönchin vil guttes gethon hetten, vor welchim sie sich auch nichtt hutteten, und diese qwomen zu einem mönche, der ir beider beichtvatir war, eines guttihenn mannes und christens son; a) suchte A’. db) vorher Irlobet unterstrichen A’. c) u. w. fehlt A“, Conj. vgl. S. 489. 1) 36 pferde stark nennt die Eindringlinge ein Schreiben des Dansiger Rathes an die Herzöge von Pommern, Ss. V 642..n. 2) Ganz ähnlich berichtet der erwähnte Brief. 3) Vol. über ihn Stegmann, Ss. r. Pr. V 557, Hirsch I 281. 4) So schildert sein Verhalten auch Stegmann |. c.
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488 . wad.ndok lebete.. Diesem die vorzeir, weib: und mafi,ısagtbn: wirdiget vatir, 50 leuge wir euch habin vertrawt unser seelen, so lange wie itzawt ‘koanen: auff die letzten tage, und: wir finden, wid.wir «300- gelte guldem Retiniseh ‚haben, welche wär mit 'unreoht besitzen, den wir widsen,: wem ib angehäreh, :und'.wir konnen 'si6 nieht wider gebin den erbin, wen. wir.moohten weitter Angefertigett werden. So wolt wir..sie euch thün;; ab ir sie.kundet -widderkeren, kundt hr nicht, so behalt *fol 165b. sie :umb gottes willen und vorbeth sie... Der monch 'vorstünds* ihr antragen' und sprach: ich: getraw. es inn keinen wegk : wol. auszeu- tishten, sumderlioa zuverbrechen, sint. dem. die. .erbin nach lebm, ..ı . suhdir ich wil auch .andir holen, ab. dise is kundten zu siane bringen. Und wart alles wie in der beichte: gehandelt, und die mönche ıquomen, und der irste nit, und sie do handelten. Nach vielen worten sie is do beslossen, is wer ferlich, so man is den erbenn offenbarte, wen sie wurden nicht content sein, sundir sie es wolten annemen und is vor- beten. Auff ein solchs die vorreter, man und weib, gingen wegk im namen, sie Weltön: das gelt: holen, umd'sie is den- LAffhrarien ansogten, wie sie begirlich die mönche gefunden hetten, und sie wurden fro und die .irtichten. erben. woren alle fro und woren Luttranisch. . Die den mönchen so wulten bey kommen, ‚und: qwemen zum irsten mönche, dem es die vorrettir hetten angetragin, und ehr bekandte, wie sy ym ein solch gelt hetten amgetragen zu gehin, und wy im well dauchte, wie ae es ouch do hetten bey in gehabt, wie er es nioht gesehen heite,. sundir er. heit sich und sie nicht kundt domit bewaren unnd hett in geholet irfarner mönche, was sie mit in gehandelt hetten, er is nicht wuste. .Vonn diesem gie- fragten, welche die mönche weren ge- wegen, und er in nantte den gardian und sust andere zwene. Die Luttristen gingen zum gardian und in: frogien.*, ab eine solche sache yor in komen..wer und, in. alles vorzelten. . Er. sprach: nein, der- gleichin aueh die andir. So vormachten sie den irsten mönch und dieser sagte allen handel.. Von. diesem .loignen die Luttristen nomen einen grumdt, und is trotteh zu die irtichten erben unnd manten sie wmb 300 'gulden,: sie berufiten sich auff ein recht und irbotten sich der vorsuchungk, man .solt die: auch vorsuchen, die do sagten, und sie *fol.1668.e8 in geton* hetten. Und die Luttranen kundin nit weitter, so retten sie diesen mönch an, der in hett gesagt vom antrogen des geldis, er solte die kappe abelegin, wen der hengir wurde in sollen reckin und fragen umb dis 'geltt. Dis er'in gelaubte und mit mächte, wie ehr auff die nacht zu im wolt kommen, und auch qwam, und sie in von stunden an kleideten und mit eim schiffe wegk schicketen ken a) frogte A’,
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433 Hollandt und die Luttranen gingen zu seim vater unnd im frutt machtin, dy monche seinen son umbbrocht hetten, darumb und er die worheitt von im gesagtt hette, von welchim der man und: die seinen, gantz gutte christen, sehr unwilligk weren unnd fordertten ihren son. Die mönchen sagten, und is ir hals kostete, sie wusten nicht, wu er wer hin komen. Darumb die Luttranen diesem rieten, er solte beym alten rott recht suchen, und is im do felete, sie solten komen zum newen Luttranischen rothe,') sie is wolten orthelen, und ınan soltte die mönche mit kloster alle vorburnen. Und stundt in diesem handil, domith der rechte roth is nicht wolt lossen kommen an den Luttranischen rot, in welchir zeit gesessene burger von Dantzka quomen aus Hollandt und schrieffite von diesem vorloffenen mönche brochten und schwuren, wie sie mit im viel mol hetten gerett, und is bleb dobey. Die monche gotte danckten vor seine genade. 8 6. Wy man noch diesenn die swartzenn mönche suchte zu jagenn. Die schwarczen mönche zu Danczk in Sanct Niclis kirche in keinem wegk den Luttristen zu willen wolten sein, darumb sie inn legten predigen und *betlen und sy sogin, wie sie noch nicht wulten, *fol. 166b. sy fingen an, und man sie gantz vortirbe, als in dauchte mit rechte also. Es war: in Dantzka ein man Czygam genant, dieser hett ein son im schwarzen kloster zum mönche. Dieser monch wardt mit ungunst vorschicktt in die Slesie, den er war nicht von der besten wollen. So woren auch vater und mutter und all seine freunde im so gutt, domit sie in nicht mochtin sehen, drumb so z0gk er wegk und seiner freunde keinem dovon sagte. So wuste man wol, wie er viel mol pfiogk im kerker zu liegen, und er nu wegk war und nimandt wuste wu. Die Luttristen den vatir und froinde dieses monchis frut machten, wie in die monche getödet hetten und weisetenn brieffe etlicher mönche, die dis bezeugten. Vonn welchim is wartt ein ramor in der stat in ungedult auff die mönche. Die mönche lissen is sich kosten und schickten brive auss und irlangten brieffe, wu er wer, und sie weiseten auff di. Man wardtt noch unsinniger auff sie und a) was vorher unterstrichen A’. 1) Damit meint Grunau wohl die 12 Rentmeister, die seit August 1524 neben dem Rath fungirten. Hirsch 1 279. 28
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dad brochtin is die froinde so nahe, domit man den mönchin satzte eine aeit, in welchir sy in soltten gestellen ken Dantzka, abir man solt ihn täuen als mordern gehörtt, und is geschogin grose wettung, die monche hetten in umbgebrocht, wen er hatt wolt tretten ins leben des heiligen evangelü. Und die möncohe auss und. in funden mit grosir arbeit und in gestelleten ihren froinden. Von diesem geschogin vil rede auff die finde der mönche, wen sie kundten nix me aufi- brengin, dan vorretterey stifftende. Unnd man lis den monch gehen *fol. 1673. zu den seinen, do auch ein hauffen Luttranen waren, und er sprach* zu den seinen: der donner mus euch yrslon, wen ir habt mich aus ehristlichem lande getaist unddir euch ketzzer, unnd ich bin er- froren, .domit ich den todt haben muss, und der worte viel, und sie hetten jo gerne vil darumb getan, is was io der freunt; und qwam auch, wie ehr starb in der funfltin wochin seines heimkomens in kegenwertigkeit seiner froinde. So halff gott den seinen. 8 7. Vonn dem Dantzkerechin Finckenblogk unnd seyner prediget 1524.') In ende dieses jares und die Luttranen zu Dantzka sogin, wie l ir anslege auff die monche in zu rucke gyn und wurden begrieffen mit lugne, sie ein andirs irdochten und endeten. Vor eim jare ein pfaff zu Dantzka war der erste Lutersche prediger zu Dantzka, und den andern zu eim exempel er nam ein vorritenen sack zu einem ee- weibe, der name war Schitteschöttel“. Ein solchis nam der rott zu hertzen, angesehen, wie es k. m. vorbotten hett, und aie is nicht sulden leiden. Und er nun mit seiner lieben braut zu bete war ge- brocht, ein xott im ein sag schickte und lis im sagen, wurde ehr morgen umb die zeit in Dantska gefunden, aber wurde sein tage widerkomen, der sag solte sein todtkittel sein in dem grabe der Mottlaw, in welchem wasser. schieffe von 400 lesten nicht mögen grundt ruren. Umb dieser bottschafft er im morgen berieff seine be- kartten, der noch wenig woren, und hülfte batt, und sie im anttworten, und sie im nicht kunden itzundt helffen, dan es wer jo widders ewan- gelion, und ein prister solte ein solche gemeine hure. zum weibe haben, und sie im ein gelt gobin, und liessen in ken Wittenbergk a) A’ Schittschöttel, aber unten Schitteschöttel, Leo Schiteschöttel. 1) Vgl. Leo 404
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435 zihen, domit ehr von Luther recht untterweiset wurde. Und er zogk hin und studirte von einem birhause ins ander, von einer peccata auff die ander, dan Schitteschöttill bleb zu Dantzka. Dieser eepriester war genant doctor Pfinckenblogk,') und war ein spruch von im gemachts “zum lobe sein im brauthan, den ich zwar umb zuchtt willen losz anstehen. Und man in Finckenblock* nannte, war die ursach. Als*fol. 167b. er ein bachant war von 20 joren, er war auff der schulen zum Elbinge. Aufl eine zeit er ein truncken burgir in der kirchin, als er sas und sehlieff, eine tasche mit silber beschlagen und dorinne an ringen, gulden und sust gelt 52 marck wertt vonan kortel brochte, und die tasche in mit der zeit vorrith, viel me die ringe, und man greiff in an unde in satzte. So hett er Il marck vom gelde zugebrocht, sust wart es dem burger alles wider, und wie denne dos recht zum El- binge, man sagt im an, er solt sich zum galgen schicken. In diesen nötten er is gothe gelobte, er wulte priester werden, und man sich muhete umb seinen willen, und die herren sagten ims leben zu, abir domit sie ihrem rechte genugk thetin, so liessen sie eine bancke vor die bome setzin, und ist die bancke, do ınan allewege auff stoiptt, dy es vordienen, und wirdt genandt finckenblock. Auff ir man yn aueh stoypte, und gobin im ein scotir und lissen yn gehen zu den seinen. Als er nu zu Wittenbergk war, und do viele woren, dy die mönze felscheten, er einer war, und man in suchte, sundir er qwam wegk. In dem is qwam, wie in Dantzka die Luteristen so mechtigk woren, domit sie ein eigen roth koren und sust andir 24 mennir,?) die do solten auffmerckin, nu wos von mönchin und phaffin gehandelt wurde wider den laut des Lutranischen evangelii. So nomen sie alle zu bertzen die smoheit doctor Alexandris des groen mönchs, den sie heiten yn die pfar zu unsir lieben frauen gesatzt, und domite er auff irer seite predigte, und er is auch eine weile thette mit fleisse, sundir er mit der zeit andirs sinnes wartt und widder sie predigte.) Als sy nn horten *, wie ir apostel her Finckelblock im elende war, sie vor- lissen sich auf ire gewalt und schrieben im, er solt sich vorfügen ken der Stolpe, do wulten sie in holen. Und domitte sie ein un- gunst stifiten, sie auff die mönche ein solches irdachten. Von den a) A’ horte. 1) Duss Jucob Ilegge (ihn meint Gr. unter dem Numen Finkenblock) verheirathet gewesen, scheint eine Verläumdung unseres Autors zu sein. Hirsoh I 270 erwähnt nur, dass er einen Schulsänger von St. Marien mit einer Beguine der Dominicaner getraut habe. 2) Die 12 Rentmeister vom August 1524. s. oben. 3) S. oben S. 431. 28°
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436 *fol. 1683. Luttranen* woren gefroindet gutten christen, die den mönchin grose hülffe thettin. Diese gutte leute an alle falsch und wust von diesem einer ging ins schwartze kloster und leg wie in sein gescheffte den wagen*, ein andir zu weissen mönchen ging und leg die pferde, ein andir zun groen mönchin ging und leg ein knecht und spannen 80 ann und furen und brochtin her Finckenblock wider ken Dantzka. Der rott des königes nomen etliche vor unnd fragten, wie sie so kune weren und ein vorweisten man widder in die stadt holeten. Sie sprochin, wir haben sein nit geholet, sundir ewir abgott die mönche, die noch gott noch der menschin gebott halten ?, haben zu hauffe geschost und in haben lossin holen, und der worte me. Der roth die mönche beschickte, und sie hörten, wie sie betrogin würden, unnd geboten, doctor Finckenblock solte auff den tagk mit Schitteschöttel beim sacke die stadt roimen. Auff welchin tagk der Luttranische rott und sust wol 500 man liessen leuten die grose klocke und furten mit einer solempnitet doctor Finckenblogk in die kirche unsir lieben frauen, und is 12 slugk, sy in auff den predigstul satzten und befulen im das evangelium zu predigen, wie ys im Luther uberlesen hette, und er isz auch gelobte unnd hub so an auff das moll zu predigen: Judas der vorretir Christi nam 30 silberpfennige und in teilte in die hende der Juden und heiden, unsir pfaffen und mönche slyınmer sein, wen sie og 18 kopperpfennige nemen und mit irem messen teilen auss Christum den herren. Und also auff diese meinungk er den gantzen sermon tet und beweret also sein doctorat mit dem geiste. $ 8. Wy Amandus der Konigsperger apostell Preussen roimete.‘) *fol. 168%. Balt noch dissem qwam Amandus der* Kongsperger apostel, das ist der sie in die Luttranschen ketzereien gefurt hett,?2) und er is mit der gemein gemacht hett, domit sie ym beystandt tetin, er wolt es zum sinne bringen, sie solten nimme dem rote gehorsam sein, sunder der rot solt in gehorsam sein, und machte gros auffrur in Konigsperg. Und Amandus nu meinete, die gemein solt in nu handthaben, so nam der rott uberhandt und zogk vil der gemein zu sich, und disen vor- a) d. w. Smal in A‘. db) handelen ausgestr. A’. 1) Leo p. 405. 2) S, oben 5. 413, 414.
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437 jagten, und aus genode er das leben behilti. Und qwam, die in kurtzen tagen ir leben vor yn wulltenn setzin, itzundt sie yn suchten zu todten. Und er qwam ken Dantzka und war vielen wilkom, die den ungedig des rottis begerten. Diese woren stetes bey im und er mit in handelte, wie er durch seine predigten dem rote und mönchin wol komen welde, so man im wulde eine kirche vortrauen, und wardt 80 eine grose conspiratio und [anjfindung *. Der rott dis wol wuste, doch sie kunden nix dowider. [Ama]ndus horte mit fleisse alle Lutranischen prediger und [sie] vor ketzer schaltt, den sie be- mentelten Lutbers lernungen und heichelten und umb gunst willen sie swigen den kernn des evangelii, und machte die prediger gantz ummer, und man sie io so sehr vorretterte als die mönche, wen sie stelen in die worheit. Der Luttranische rott nam ein solches zu hertzen und wulten diesem Amando dem prediger aller worheit Sanct Johannis kirchen befelen, als mit der zeit, wen das volck sein wurde gewonet sein, im die gantze stadt befehlen. Diessem wolten vor- komen erbare mennir und christen?® in der pfar S. Johannis und sich vorsamleten in die zweihundert und gingen vor den rott der stadt, wulte man sie vor burger haben in Dantzka, so soltt man ir pfar lossenn bleiben christen. Die ketzzerey wer genug eingerissen vonn nochlossung, sie wulden in ihrer kirchen keinen ketzzir prediger haben, und wurdt man gewalt ubin mit dissem, sy gedechten gewalt zu stören, is qweıne dorauss,, was do wulte, und der worte me. Der rott nam is gerne an und schickten von stunden an zum Amando in die wirthschaft eines Cartheusers und gebothen im beym halse die stadt zu roimen und mit nimande zu redin. So war baldt vorhanden ein fahrman und der führt in noch Pomern. Im vorbogeten® Cassohubin in Pomern und im nomen, was er hett, und lissen ynn zu fusse gehen, noch laut des evangelii mit seiner fraw priesterin.') & 9. Vonn* Lutherischer jungfrauschaftt.°) *fol, 1698, So war ein ander auffrur zu Dantzka. Matthias ein Car- Mendecher mönche®) der irster Lutterischer prediger in Dantzka hett a) Hier beginnt eine 8 Zeilen umfassende Beschädigung des linken Randes: wir setzen das ergänzte in Klammern. db) vorher priester unterstr. A’. 2 prasvenerunt Teo 406. 1) Vol. Rhesa via Amandi S. 9., die dort angeführte Stelle des Plater und den Brief des Amandus über seine Vertreibung aus Danzig eb. S. 13. f. 2) Leo p. 406. 3) Mauhias Bienwald, nach Hirsch I 278. Prediger zu St. Bartholemäi,
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*fol. 169b. 438 ein jungfraw zu der ee genomen und war prediger zu $. Katharksen. Die jungfraw war die nehiste froinden Peter Koniges!) des wegisten Luthers in Dantzka. Und sie nu wirtschafft hetten gehabt, es qwam ein uneinigkeit unter sie, den Mathias sagtt, sie wer nicht jungfraw gewesen, und sie es lugen stroffte, den viel gutter loit sie es wusten, wie sie im krenzlein stets gangen wer, und der worte vil, und die sache qwam fur den Lutherischen rott, den Mathias klagte, sie wer nicht jungfraw, gewesen und, darumb so wer is keine ee, dan ein priester solt ag ein einger man sein der frauen. Mathias wardt ge- fragt, wie er is mochte wissen, er sprach: und ich itzundt dis jor ıit viele[n]? jungfrawenn vorsucht habe, domit ich woll wes die under- scheid[t] zwischen einer frauen und jungfrauen, und der worte me. [Peter]? und sprach: bey meinen christlichen trewen, du must m[eine] froinden fur ein weib halten, adir ich wil dich bannen lossenn ausz allen thüren; und man machte sie froinde, idoch Matthias wolt die hure nicht habin, und sie quam von im, abir Matthias war ein vor- achter man von den Lutthern. ; $ 10. Wie Danntzka widerumb qwam in Römischin gehorsam unnd richte auff alle gestortzte geistligkeit. Summarie als nu alle altaria in S. Kathrinen kirche, $. Ger- trudt, S. Jacob, S. Burtholome, S. Petter und Paul, zun weissen mönchin und zu $. Barbaren gesturtzet woren, bilde und taffeln, sacramentheuser und tauff weg gebrochtt und zurissen woren und vorbrandt, als die kloster aller wuste woren, wen sie die mönche und nonnen vortrieben hetten, und nu wol in die 76 pfaffen, mönche, nonnen weiber und mennir genomen hetten und nu mit gewalt in der ketzzerey Lutheri alle schendung, lesterung und smoheit ken gotte, seine wirdige mutter und lieben h. christlichen kirchen und ihre glidmas geubett hetten, so erbarmete sich der gotsfürchtige Mathias Drzewissky bischoff von der Coya und uber Dantzka und er „be- wegte* den koning Sigismundum, domit er in Erle qwam und, a) Lücke am rechten Rand von 4 Zeilen. b) cognatac vero suae defonsionem suscipiens Petrus Leo 406. 1) Peter König, Grobschmidt auf der Altstadt, war einer der Führer ‚des Auf- standes von 1525, Bienwald’s Verheirathung erwähnt nur Grunau,
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439 zog in Dantzka') und do mit grossem fleisse widder erigirte das vor- störte und die mönche und nonnen widder ihr kloster irlangten, die beweibte monche und nonnen vortreb auss Danzka, die prediger ge- fangen in Polen schickte, die altaria wider bauen lis, die taffeln und bilde widder setzin, was noch vorhanden war, den kirchin, celostern, kapellen wider vorschuff ihre cleinodia, den priestern wider wurden ihre beneficia und altaria. Dem alten rott, die den die Lutterey wol hetten kundt widdern und nicht wulten umb neidt zu den geistlichin, in abesatzte und ein teil lis abehauen, dem neuen und von ihm irkoren rote das gebott gab, domit sie mit machtt wider die ketzzerey weren, üund sie is auch thetin, und auch ein gestrenger ‘Pol öfficialis in Dantzka war. Einer dem anderü halff, und sie qwomen in kurtiet tagin wider zu sich selbist, dan in allen kirdhen woren mönche zu predigern. Und der herre königk zog heim und sich vorsag, s0 Dantzka reformirett were, die andirn stette wurden sich auch bessern, sundirn er wardt betrogin, dan der Luttransche rott bleib in seiner wirden, und diese machtin andere ketzzir, und er sog is eine weile an ®. a) Hier endet Hand 1. Mit dem folgenden Blatt beginnt eine neue Paginirung: es folgt zu- nächst fol. 1-66 „det nepmto-tradtat‘‘, d.h. Meg 24., fol. Ska der 19, Der'gesnaunte Kost der'Handschrift A (fol. 1—667b) ist von einer Hand (3) geschrieben. 1) Am 17. April 1526 fand der Einzug Siegesmunds in Danzig statt, dem aundchst eine völlige katholische Reaction folgte, Hirsch 1305 f.
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*fol. 543. *Der* zehennt tractat sagt von dem kriegen der bruder mit den Scalawoner, mit welchen sie quamen in ewige feind- sohafft mit den Samaiten und Littawen, von irem glück, unglück ®. Capitel I. Von fromen brudern, die da sein gewesen In Preussen im anbeginne ©. Es quemen den brudern in Preussen rittermessige göste unnd* die wurden gelegt auf das schlos Engelsburg °; da frogten die selbigen geste am anderen tage, wie das schloss hiesse, man sagt ihnen, es hiesse Engelspurg ‘, und sie sprachen ®, billich es so heiszt®, wan | die bruder hie furen* ein engels leben!, und wa man geet, do“ sichet man in allen winckenn sie” betten unnd loben got °.') Auff dem schlosse Reden war ein bruder genannt Cunebrecht von Decken und? diser het die bekumernus, ob seine bruder auch zu gotte quomen, dar sint" sie so gernne mentschen blut vergiessen, und disz zu wissen viel in andacht tet. So sach er ein solch gesicht, wie er were im himel! und allerley geistligkeit da sach °, aber seine bruder nit, und er weinte. So’ quam ein engel und diser in fragte”, a) Hier beginnt auf fol. 76a. wieder C. b) dardurch s. m. d. Sam. u. Lftt. 1. e. f. kamen desgleichen von ihrem gl. and ungl. ©. c) so ihm anfang I. Pr. g. C. dA) fehlt C. eJu.w.a.d. schE gel. C. f) da frogten — Engelspurg fehlt A. g) do spr. s. wider C. h).e. h. b. also ©. dan C. bf. albie ©. 1) e. recht engelisch I. C. m) do fehlt C. n) m. sie in C. co) gott. jpben C. p) febtt C. ) ei r) dieweii ©. s) u. v. durch a. 1h.d.2.w. CC. t) w. erim. h. were C. n)® sche aldnall.g. C. det w) u. fragte in ©. 1) Das Motiv aus Dusburg III c. 22. Ss, r. Pr. 163. Statt rittermässigt göste sagt Dusburg religiosi viri.
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441 warumb er weinte, er ea ime sagte *, da furt in der engel vor Maria, die ein weisz grosz? velum an hette, und sie im weisete® under irem mantel die bruder seines ordens. Das gesicht er den andern sagte &.') Bruder Gunebaldt von Grumpen® wardt angeredt,* wief es *fol.54b. immer schade wer, und® ein solcher stolczert schoner jungling im orden were, von welchen wortten er wart bewegt! und gedacht den orden uberzugeben *. So! sach er ein solch gesicht, wie der herre Jesus mit eim kreitz wart gefurt wie zu der martter”; so® stund ein engel und sprach, wer da wil selig werdenn, der helff tragen das ereutz Jhesu, und ir viel lieffen zu und diser mitte, in welchem er erwachte und merokt, was es bedeutte, unnd entpfieng busse uber sein vornemen.?) Drey edelmenner° sassen auf Wasserburg gefanngen zu un- rechte ?. Disen man sagte, wie grosse” gnad were geben den *, die mit den benedirn zogen in Preussen ', so sprechen °: 0. lobesame " junckfraw Maria, und” wir mochten von unserm unschuldigen ge- fengknus* frey sein, wie gar mit grossen freuden umb deinen willen wir da’ streitten wollen. In solchem sie entschliefen ”, und es® stund ein jungling bey in und® der sprach: steet auff und ziehet gen Preussen umb Marien willen. In solchem sie erwachten und fynden ® sich in mittel des folckes, die in Preussen zogen ', und sie tetten irem gelubnus gnug.?) Auff Cristborg war kompters bruder Heinrich Stange, wand, zu disem quomen gestrenge geste und da in mit nement auff* Samlant *fol. 55a. in den streit. Im! morgen, als er wolt wegreitten *, nach seiner ge- wonheit er kniette vor dem leiden Jhesu! unnd es bedachten. So weren die geste, und ir gebet auch tetten °, in der kirchen und sehen, wie dieser bey zwe eln schwebette in der lufft°, unnd eine stimme sprach: gee umb meinet willen, unnd ich wil zu dir komen in deinem todt ?.%) a)ers.esi.l. b)gr. w.C. ow.i.C. dd) saget er d.a.C, e) Grunebaldt von Gryimpen C. Nds C. gdazC. hr ©. Hb.w.C KMz.uC DC. mar me C. 0o)De C. 0) edelleuth C, p) 2. u. gef. ©. q) s.m. C. r) wie also gr. C. #) denen g.w. C. t) I. Pr. 2.C. u)sie sprachen C. v) gelobte Ü. w) wao C. x)v. uns. unsch. g. m.C. w.d.ud.wC. DesC. 8) fehlt ©. db) fehlt C. c) fehlt C. d) empfunden C. e) mitten unther dem v.20.C, f) zoch C. g) w. ein eumpth. C, h) un. die namen ihn mit ©. !) Am. k)hinmeg r.C. kn e. füard.\. Ih.n.a.g. C. m)b.e.C. )UdrRth.i.gmÜ. o)l.di.schw.C. Pit. cC. 1) Nach Dusb. III e. 12, S. 58, der jedoch keinen Namen angiebt, 2) Diese Legende hat Gr. hinzugefügt. 3) Auch diese Erzählung ist von Grunau ohne ersichtliches Vorbild mitgetheilt, 4) Quelle ist Dusburg III c. 69, Ss. 1 90.
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*fol. 55b. 442 Einer wart* im orden ia Preussen und der alle tag 'bedachte üss leiden Cristi® und sich mit ketten sohmes *, das im das blut fies. Bo° wart diesern gebotten, und‘ er solte ziehen vor Jurgobo® des schloss, und solte es" sturmen. So! weren im die Preussen zu starek. In dem -audern tagen“ alss! das leiden Jhesu von im wart bedacht”, die Preussen wolten in® überfallen, sonnder die engel mit feurigen schwertten sie zuruckschlugen? und alss! sein andacht ausz war, das fear vom himel fiel und das schlos mit allem volok vorbraute der Preussen ®.') Es'war ein karwensher !, das ist einer, der die furwerk regiert, bruder Michel Grimpere® genannt, und" diser nemende was vorsagte” umb Marien willen.) Diss* wolt im Cristus so danncken’. Alss ein fart auf dem velde: gieng, er fant‘ seer ein greilichen? mentschen von aussetzigheit unnd geschwer, und das war Jesus der herr, und bat* in umb Marien willen, und er mochte sich wermen® in seiner kamer, und er es vorgonte‘ ihme unde auf den abendt umb Marien willen, er legtet in sein bette. *In der nacht der kranncke viel mal den bruder aufwecktei, itzundt er wolt* disz haben, so wolt er das haben !, und® der bruder war gedultig unnd es im gab" und im*® morgen der bruder steet auffr unnd findet dass bilde Jhesu ligen gleissende? wie eine sonne auf eim’ kreitze, das noch heut zu Konns- berg ist bey dem schlosse und tutt Bene wunderzeichen seinen wirdiger.°) ‘In Preussen mit der creitzfart quam ein ritter Gilbertus von Eylen*) genannt®. Diser schwerlich von den Preussen gemwunt war ' a) Es war eyner (. db) fehlt C. c)d. 1. Jesu b.C. d)o. schmes ».m. LC. 9 Ds Niehlt C. g) 80 C, Jurgeb A. hu e. fehlt A. i) Da C K)amand. tage ©. alu C. m)b. w.C, n) mw. i.d. Pr. C. o) aber C. p) schl. s.m. f. schw. 2.0. also A. Df.d.f.v.h.C. s) m. allen Pr. v. €. t) karbesherr C. u) Rimpltz O. v) fehlt C. w) v. niemandts etwas C, x) Solches C. 7) w. Or. aleo heioknen Ü. 3).A. ere. mal a. das f. 0. a)f. el. d)a s.gr.0. c) der db. C. d) das C. e) daze. sm. w.Ü, wenden A. Nr.e.C. gBi.u. fehlt A HiL.et.u.M.wC, HD.k. wi b.v.mi.d.n.a.C. kw. e. C. 1) baldt was anders C st. so — haben. m) fehlt ©. n)g. e. 1. C. 0) Amm., u. fehlt ©. p) st. d. br. a. C. q) gleichsame A. r) dem C. s) Es kam e. mechtiger t. G. v. E. g. m. d. cr. 1. Pr. C. t) w. schw. v. d.,Pr. gewundet C. 1) Scheint ebenfalls Zusatz Grunaw's, wie die folgende Geschichte, 2) Diesen Zug berichtet Dusburg III c. 79, S. 94 vom Bruder Herman ‚Sarracen, . R j 3) Dieselbe Legende (sie erinnert an die des hl. Martin von Tours) kat Gras bereits Tractat V Cap. VIS$ 3, oben S. 139—140, von einem Bruder in Jerusalem erzählt. 4) Dieser Erzählung Keyt Dusburg HI c. 54, Ss, I 80 zu Grunde, doch nem er nur einen quidam de Misna und giebt weder Ort hoch Diöcese' an (sd quandam villam — venit). Dergleichen persönliche und örtliche Beziehungen hinzuzufügen, lag ganz im Geschmack Grunaus,
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448 und im: warde erschlagen seine diener*. So kranck er wolt? heim reitten und stirbt im dorffe bey Froncfurt des bischthumes von Lebus. Seinen son‘ verlangte sehr 4, wie es umb seinen vater stunde, und‘! er - quam and wolt in Preussen reiten umb erfarung ®. "Im: sonabende und er plib! nacht* in disem dorffe, im! sontag ein bischoff hat die kirche geweicht, in. weyen" Gilberten son auch. war. In kirchweyen muss des bischoff zu. drey mal umb den kirchhof? geen. Alsz er mu sum ersten”. gienge und sprengte weywasser und alss er kompt aaff das grab disses ritters, so springt der tode leichnam ausz dem grabe und lauft an die kirchmaur .stybende. Von diesem? erschrecken sie le. Zum andern .mal thet er der gleichen, zum dritten mal auch alse, und in fragte: der. bischoff ‘, wer er were unnd was sein* lauffen "fol. 562. bedeutie. Da sprach der tode: ich bin Gilbertus ritter von Eylen, unnd der ist mein son, und sint' dem ich die unnd die guetter mit unrecht habe besessenn *, got mich wolt“ verdampt liaben, aber umb meines streittens willen in Preussen got mich erhalten hat’, und ich heut erseheine" in der meinung, und“ mein son wiert wider keren dier genante guetter, so mag ich zu gotte kommen, sonst nit. Alex disz sein son hortte, er meinte: den vatter mit trewen und sprach: solten es die gietter verbieten, nimb* war, lieber vatter, und itzundt mich verzeih> aller gietter, damit du ag? zu gott magst komen ®, Nach disem er dannckte‘ ym unnd sich nyder legtes, unnd der bisehoff in in die kirche grab". ‚Der son hielt sein wort alsz ein frommer und 260g auch in den orden.?) Auff Brandenburg ist gestorben bruder Dietterich ron Gebingen. Diser dieweil er im orden! war gewesen, er nie entpier ein bannczer von seiner haut‘ und so wol drey vertragen het . Im wart geraten in einer grossen kranokheit: und er solte dem kraneken leichnam fugen und solte das bannczer auszziehen", er sprach? : ich bin nit so krannck, :s0° mich gott nit sunderlichen? behiette, ich wol nun ein a)s.d.e.C. b)undw.s. kr. C. c) seine sone A. d)s. fehlt A. e) es fehlt A. f) u. teblt C. g) statt u. e. hat C: nach ihm zu forschen. h) Am. 1). u. fehlt, blieb e. C. k) zu nacht C. Yamc. mb. der b. C. n) st. I. w. hat C dabey. 0) die kirchen C. p) ersten mahl C. q) Hiervon C. Du.dbfeihoenl, s)nachl. Wh.b. m. uC. W)w.m.gC VumgeC. weh. C. 2) daz so C. y) abtreiten von ©. z)m. ec. C. a) sein A. b)i.v.m. nun C. c)daz C. d) auch A. (stets für ag, das der Abschreiber nacht mehr verstand), C und, ag Conjectur. e)2z.g.m.k.C. Nd.e.C. Oles.n C. h)begrubl.i.d.k.C. )w. 1. 0.C. k)thete. n. d. p. v. dem leybe C. }) u. h. der selben w. dr. v. C. m) daz e. dem leyb fugen u. den p. &.s.C. n) do spr. e.C. co) da C. ») Sehit C, “ 1) Der letzte Zug steht nicht bei Dusburg I. c.
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#fol, 56b, “fol. 578. 444 sunde thun konth® und darumb so werde ich es nit aussziehen von meinem leibeb .*) Auff der Balge ist gestorben ein getauffter *Preuss Bussno ®?) genant und nit gar! lannge nach der tauffe totlich* krannck wart. In‘ der kranckheit er stets lage unnd schry: O Jesu, du son gottes unnd Marie kindt, bisz mir gnedig, unnd solcher wort vil. So* fragte in ein priester, wie er wer bey die gnade komen. Er sprach ': als ich zog mit Stomando* und die! cristen verderbten, 50” quemen wir in eine kirche und: da war ein Preuss und wolt? ein jungkfrawen bilde, das auf irem arm ein kindlein hette, in stucken hawen. So? erbarmte ich mich? und rette das bilde. In der nacht quam vor mich dasselbige bildt und sprach: zeuch nicht mehr‘ mitte, und* ich wil dich besuchen mit meiner gmaden '. So: quam sie wider in ver- gangen tagen’ und mich lernete”, wie ich im so” thun solte. In solchem’ er starb. ’ Auft dem Eibinge ist ein komptor gewesen b. Weigandt von Hispen und" dieser im vornam* in den Teutschen orden zu ziehenn®. So° bedachte er erstlichen® die stucke der geistlichkeit, so faut er im° das schwerste were, und er keusch solt leben f, darumb er wolt* sich" versuchen und miette im ein seer seuberliche jungkfran !, die der guter arm were und ir gelobte das eheliche leben *, wurd sie mögen in zu ziehen in der sache des fleisches . Die maigt nam es” an und ein ganntz jar nackent und naokent bey einander lagen" und in mit vil tausent weyssen reytzete°, er wolt es aber nit thunr. Noch eim *jare® er name’ seine jungkfraw und bracht sie" gen Engel- tal und bat, man solt sie da: vor ein nonne aufnemen, und er® gab ir mitte all sein gut und sprach, wie" sie noch jungkfraw were. Auf diese” wort die meydt war beschaut durch frawen’ und wart jungk- a) daz I. nit noche. =. th.k. G. b) v. m. 1. fehlt ©. c) Russas A. d) der n. }., g. fehK © o)t.feht ©. NMUsdi.C. g)Le.st.C. h)DoC. IE. sp. febH A. k) Kemmardo A. 1) fehk A m) do €. u). fehlt C, o) der w.O. p) do C. ga) es m. C. r) verzeich und nim mich A. ») fablt C. 9m. m.gbC WDcC v)ere wC. Wim. C. x) fehlt C. y)in dem CO, z)feaR C- a") nam I. for C. d) tretten ©. c) Do C. d) fehlt A. e) und empfand das ihm C. f) sein warde k. m .C. eg) we C. bh). fehlt A. i) u. name. s. s. j. zur dienstmagd an. C. k) der g. c. die ebe C. 1) da sie ihn dazu vermugen kundt fleischlich mit Ihr za sundigen C. m) solches CO. n) sie b. im maglt m magdt ag A. o) u.r. i.m. v.t. w. C, refete statt reytzete u. w. fehlt A. p) e. a. w. ole willigen C- q) n. ausgang des jahres CO. r)n. e. C. s) fehlt A. t) fehlt A. u) fehlt C. v) gelobeatte das C w) dieselbigen C. x) dieselbige C. y) d. f. beschen C, \ 1) Dus. III c. 146, 5. 122 erzählt von Br. Engelko von Christburg, dass er vier Panzer auf seinem Leibe abgetragen habe, vgl. oben Tr. IX Abschn, 2 Cap. II S, 312 n. 4. 2) Nach Dusb. III c. 207, S. 141. Der Name lautet aber Russigenus,
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445 fraw des compterse® befunden, und man nam sie auff vor ein nonne >, er wart aber? in Preussen gekleydet °.') Capitel U. 8 1. Wie Scalawonla‘ von den brudern: verstert wart". Nach dem tode b. Menekonis wart landtmeister bruder Ludwig von Schimppen®) und! dieser im gutten* wintter machte ein herfart auff die Scalawoner!, wan” es seer gutier wintter wer“. Die Scala- woner wusten, wie° man sie meintte, sie machten? ein bundt mit den Samaiten iren nachpern und stunden vor einen mann. In Scalawonia waren siben tausent man, der landtmeister mit dreytausent man, die? traffen mit einander und schlugen sich ein ganntzen tag. Im fliehen" bliben der Scalawonier furssten Stomoy, Stutoy* Prowano und Meyngolo mit allem volcke. Der laundtmeister het auch! von diesem streit den todt, bruder Carolus von Salmen mit den besten bruder und volck da bliben todt°, die andern versturten gantz Scalawonien, und wie sie wolten, und man es wider bawen solte‘. Auf das vliesz Niemen", das ist" *Mymmel, und auf die Ronga ein flusz so ge- nannt ’, sie bauweten: eine feste Landtskron genant, zu diser* ent- haltung sie liessen’ umbher cleine dorffer bauen, sonder ausz Preussen sie die paurn namen“. Bruder Ludwig der landtmeister war bey eim jar krannck? und starb auf* Konsberg und ligt im hospital ver- graben '.°) @) a. noch eyne reyne junkfraw ihres leybes C. b) dan. m. s. für e.n. a.C. c) er A. 4) fehlt A. e) gedacht A. f) Sclavonla CO. g) v. d. br. feht A. h) zarstort worden C. i) fehlt C. k) fehlt C. 1) Schlavonier C, Berlawoner A. m) dan C. n) es war ein s. hartter w. C. 0) daz C. p) da m. s. C. q) ale C. r) schlahen C, ») so C und Leo 111, A Stonida und Siutoy. t) fehlt C. u) bi. d. auch C. r)und Hessen es nicht w. b. C. w) Jayenn A. x). fehlt A. y)u. a. das fl. Ranga C. e) b. s. C. a) derselben C. b) 1. ».C. c) und setzten dahin p. a. Pr. C. d) lag darnach wol ein I. kr. C. e) st. letzlich zu ©. f) dal. er I. h. begr. CO. 1) Die bekannte Erzählung Dusdurg's 111 c. 236 5.151 von dem keuschen Bert- hold Brühaven, später Comthur von Königsberg, legt Grunau mit einigen Erweiterungen (dem Eintritt ins Kloster) einem erfundenen Eibinger Comtker Weigand von Hispen bei. 2) Ludwig von Schippen Landmeister 1299—1300; nicht er war der unmittelbare Nachfolger Meinhard’s, sondern Conrad von Babenberg, Ss. r. Pr. 1165 n. 1. 3) Nichts davon ist nachweisbar, weder der Krieg gegen die Samaiten noch deren Führer, noch der Bau von Ragnit, das nicht Landskron, sondern Landeskute (Dusb. II c. 235 8, 151) hiess, noch die Grabstätte zu Königsberg; nach Dusb. III c. 273, S. 165 wurde Ludwig von Schippen in Culmsse begraben, *fol. 57b,
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%fol. 58a. 446 ‚Naeh seim todt wart. erwelt und bestei® gu einh lanndtmeister in Preussen’ bruder Helwicas von Golitbach und‘ dieser fieng: den jamer mit den Samaiten an,!) zu zeiten gewan er‘, zu zeiten die Samaiten gewonnen, und® zum letzsten er wart! abgesatzt von dem homeister® Hoenloch und leit zum Colmesee begraben.?) Diser wart umb seiner gerechtigkeit willen seer beclaget, wann" er wart armer leut vater, sonderlich der nenncheni im lande.°) Im! jare 1292 auf Andree aposioli auf Margborg ist geworden ein capitel“, zu welchem quemen, die da solten sein!. Nach“ vielem handel sie haben? erwelt zum andern mal, alsz er nun® seer alt war und wunderlich, zu einem homeister der bruder Teutsches hauses des ordens Sancte Marie des spitals von Jherusalem bruder Heinricus 2 ader Gotfridus von Hoenloch. Disen seine brive nennen’ Heinricum “der die cronicken Gotfridum ı* Gotfridus hiesz er von der tauffe und Heinricus vom namen, den man in geben hat im annemen des ordens.*) Diser war seer geist- lich, darumb er hielt ein capitel zum Eibing in Preussen 1302 ®) und satzte da gar schwere ordinationes, wider dise appellierte der gantze orden. So® wart er unmuttig und sprach: sinttemal ich muss vor eur seele” antwurt geben, ich euch” dise habe gemacht. So ich euch aber“ nit genugig” bin zu gebietten, so seit ir mir nit gut gnug, und: ich eur hohmeister sein soll. Darumb a. b. c., eur ho- meister bin ich nymme,* und stunt auf und ritt ausz Preussen. a) besteitigt C. b) Pressen A. c) fchit C. d) zu—er fehlt A, In C: bisweilen g. c, bisw.d. 5. e) g.n. fehlt C. NDw,e. C. g) landtmeister A. h) dan C. I) C hat’hier als Leberschrift: Gottiridas von Hoenloch oder Helaricus II. der hoemelster in Preussen. k) 4. a. Marlenborg e. c. gehalten w. C. Bee kommen sein, die dazu gehoren C. m) und n. ©. n)h. 8. C, o)nit A. p).n. s. br. c. VG. von Hoenloch C. r) fehlt A. s) h. e. C. t) 1295 A, 1292 in C ausgestrichen, 1302 verbessert. u) Da C. v)fure.s.m.Ü. w) auch A, hab I. e. d. ordenung gem. Ü, x)a.0.(. y)gut genug Ü. 2) dar l. a) nimmer mehr C, 1) Der Krieg mit den Samaiten (Litthauern) begann viel früher, schon wir Conrad von Thierberg 1283, Dusb. III c. 221, S. 146. 2) Gr. vermengt hier die Abdankung (nicht Absetzung) Helwig’s von Goldbach, Dusb. III c. 274, S. 165 u. das Begräbniss seines Vorgängers in Culmser, vgl. S. 445. Anm. 3. 3) Zin ühnliches Lob ertheilt Dusb. III c. 279, S. 166. seinen Nachfolger Conrad Sack, Gr, scheint es von ihm auf Helwig übertragen zu haben, 4) Vgl. oben Tractat V Cap. X1.$ 2. S. 149.150. Grunau combinirt dem ih aus der Elbinger Handdfeste von 1246 bekannten Hochmeisier Heinrich von Hokenlole mit Goffried von Hohenlohe, den er bei Dusb. III c. 283. (Ss. I 167. 168) fand. 5) Nach Dusb. Ill c. 283. S. 168. Die Vorgänge auf den (Cupitd kai Gr. wieder in seiner Weise drumulisch zugespilzt
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447 So: kamen die bruder wieder zusammen? und erwelten in: seine stelle den landtkompter von Österreich? brader Seifridum von Fichten- wangen,‘) diser aber wolt es umb ergernüs willen nit annemen und erbadt die brader, wurd ir hemeister sich erkennen und wurd es widerruffen, sie wolten‘ in wieders vor.iren hern halten, und disz.sie gelobeten *. So' schreib im nach bruder Seifridus. unnd im heimlich riet*, wie er im! thun solte und bruder Heimrich der homeister im folgete® und durch ein umbgeenden brief er widerruffte ®, wie er ausz bewegung unnd von unbedachtem mutte es gethann® hette, wan? ausa übermiettigen worten dess landtmeister von Preussen bruder Helwiei von‘ Goltbach er entsatzt were ',* und darumb er in auch von sein ampt absatzte. Unnd b.* Heinrich der homeister blieb in Preussen eine ! weile und besuchte die sohlosser, darnach er zug® wider" in Temtsch- kendt und da starb” unnd er“ leit zu Margburg begraben im monster.?) 82. Von eim landtmeister in Preussen und seinem ende’ . Bruder Heinrich vonn Hohenloch der homeister: satzte den Preussen zu eim ianndtmeister bruder Conrad. ven Sakka. und. iser in grosser anfechtang regiertte* vier jar®) und starb auf Labia? von eim erfrisen auf den Kurischen habe, alsz er wolt auf! die Samaiten ziehen, und wart gefuert auff Konaberg und leit im hospital.‘*) Alsz diser solt nemen die sacrament im letzten® , er falzettef seine hende und sprach: ich arıner sünder® , ich danck dir guettiger herr ‚Jhesu a) Da C. db) waren st. k., w. z. fehlt A. c) an O©. d) Osterrode C. e) der C. f) so wo, a. © DO fehl A. b)g. =. ihme CO. 1) DaC. Kr. 1.6.0. 1) fehk C, m) volgetbe 1.C. m) u. w. eo. d. «wubr. C. 0) w. e es a. b. u. unbed, gemuthe g. h. 0. p) danC. gq) fehlt C. r) w. e, ents. C. )esst.b. A. 1) keine A, ein zeylt] lang C. n) z. e. ©. r) wiederumb C. w) st. alda Ü. x) u. e. fehlt C. 7) Diese Veberschrift fehlt C. 2) Dieser hoemeinster br. C. a) u. fehlt, d. r. mit gr. anf. C. b) La- baw A. c) von frost C. d) wieder C. e)am 1. s. daz sacr. n. C. S)f.e.C, faste A. 8) fehlt C. 1) Nach Voigt Gesch. IV 175 war er früher Comthur von Wien, 1298 aber Deutschmeister. a 2) Gr. enistellt hier Dusb. III c. 283. S. 168, der gerade das Gegentheil be- richtet, Ueber Godfried’s Grabstätte ist nichts bekannt. 3) VI annis Dusb, III c. 279 S. 166. 4) Qui tandem fatigatus laboribus et debilitates infirmitatibus officium saum resignavit, habitansque in osstro Goluba, quod ipse eomparavit, mortuns est et sepultus fuit in ecelesia cathedrali Colmense, Dusb. I. c.- Da nach Dusb. e. 285, 3. 169 Conrad einen Zug über das kurische Haff wnternahm, so interpretirt Gr, die labores durch diesen. “fol. 68b,
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*fol, 59a. 448 vor deine straffe, du hast disz gesagt mit deinem munde der warheit, wem es hie übel geet umb deinet willen, dem sol es wol geen in jehnem* leben. O guttiger Jhesu, und® ich bezeuge es mit dir, sint° der zeit und? ich das kreitz hab getragen umb deinen willen, es mir nie wol het geganngen °. Eins! waisz ich, unnd« ich ader die meine eg ja umb dich miessen haben verdienet}, es sey! wie im wil, dein name sey gebenedeit, und so starb“. Diser landtmeister in legte nider' mit b. Ludwich* Libenzeller unnd mit. zwetausent man Bonisiaum den furssten von Maslinia und" siben tausent man, wan° sie im vorbranten? mit allem folcke das schlosz Weyszna und er ag allein entquam® in Littaw.‘) Diser lanndtmeister schlug Tranyato den konig der Samayten auf Samlandt mercklichen seer, wie wol er cleinen frommen davon hette, wan‘ im pliben die besten bruder unnd die besten Preussen, umb der willen die seinen gar undultig waren auff in °.2) Capitel II. Von den erschrecklichen und langen kriegen der Samaiten ‘. Im jare 1293 ein grauer munch in Preussen war" mit namen Friederieus Syner’, ein mechtiger” prediger, und er dem volcke seer tröstlich war“ in vermanung, und durch seine vermanungk er das volck auf die Samaiten gantz” gutwillig machte, wen: Samaiten ge- hort nit gen Preussen und in auch nie‘ geben ist: zu bestreitten, sonder was sie gethann haben, das haben sie gethan umbe rechung ®, wan sie da Sudawer und Scolawoner stercken auf sie‘. In Samaiten sint acht mechtige furstenthumb und ein? iglichs sein boyor, das ein a) deinem A. b) fehlt ©. ec) nach C. d)daC, e)iste m.n. w.g. C. Nundst. A g) daz.C. h) u. d. m. vord. C. ij) ihm s. nu C, k)at. also C. 1) erlegte, in fehlt C. m) fehlt C. n) mit C. 0) m. fehlt, dan C. pr. 1.C. a) u. e. entk. unde (auch A) al.C. dan. ale unged. w. C. t) Von grossen langwierigen Kriegen mit den Samaytten ©. u) A wiederholt in welchem la und hat st gr. m. gnade, w. e. gr. m. I. Pr. C. v) Sehner C. w) sehr gutter ©. x) derw.d.v. st. ©. y)erg.(. z)danC. a)nicht C. d)h. s. umb (unde A) rach willen g. C. c) dan die S. u. SeL st. sie a. die C. d) und — furstenthumb fehlt C. 1) Die Zerstörung der masovischen Burg Wisna erfolgte 1294 unter Meinhard von Querfurt, Dass Ludwig von Liebenzelle dabei mitgewirkt habe, berichtet Dusb. III c, 258. 262, Ss, I 158, 160, Grunau’s Quelle, nicht. Die Zahlen sind erfunden. 2) Von einem Einfall der Samaiten in Samland zur Zeit Conrad Sacks weiss Dusb, nichts.
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449 fursst, het, uber sie alle ein konig war, Tranyato genant. Da waren dasz furstenthumb* Iragola® , sein bayor Raysno° mit sechs tausent man, Myodnyky? * unnd sein bayor Trusdo* mit zehen tausent man, *fol. 69b. Chrosse mit seim® bayor mit sibenn tausennt man, Rossena und sein boyor mit siben tausent men, Viducki und sein boyor mit sechs tausont man, Vyeluna" und sein bayor mit funftausent man, Chel- üny' und sein bayor Mitlo mit acht tausent man, Ctzetra® und sein bayor mit sechs tausent man, Tranyato der ander het! , und were alle heidenn, wan® sie das feur gott nanten.') Tranyato, der da® erschlug Myndova seinen hera und wart konig nach im, den erschlug Trymots und liesz sich zu eim könig kronen über Samayten und Littau nach der weysse, wie ich obene gesagt hab,?) und disen wart verspehet, wie in die Preussen wolten überziehen, darumb er nam° ein volek und quam auff Samlanndt und es verbrannter und trib weck funf tausent man und weib.’) Disz kunden die brueder nit weren, wen? Bonislaus ein furst von der Masaw gab in zu schaffen auf Galynder' landt, und sie da musten® weren.) Auch so musten die bruder mercken auf Landiskron' , wan® da wolten einbrechen die Littauer, dan Samayten und Lit- tauen stunden vor einen ıman auf*.die Preussen, 8 2. Von einer ordinacio‘ In lannde zu kriegen. *Bruder Conrat der landtıneister hett ein versamlung der seinen, *fol. 60a, und es da wart’ gemacht, ein” iglich compter mit seinem volcke soll ja® ein ritt thun des jars® zu zeitten auff Samayten, zu zeitten auff Littaw, unnd so einer zu schwach were, der ander im helffen sollte °, a) und — furstenthamb fehlt C. db) Trago)o A. c) Raysnen A. d) Wyoduyky A, Midnigki C. e) Crusdo C. f) Crosse C, Chnosse A. g) und sein C. h) Vyduna JA. I) Choldiny A. k) Creltra A, » Tr. selbst h. dar a. volck C. m) dan C. n) d. d fehlt C. od) n.e. C. p) v. e. C. q) dan C. r) Galyder A. s) m. aldaC. t)a.L.m.C. uw)danC. v)d.1.e. C, w) wieder C. x) ordenung C. y) w.d. Ü. a) daz e. C. a) fehlt O, dafür zum wenigsten. b) im lahre C. c).i.d.a.h.C. 1) Von den Namen der litthauischen Landschaften fand Gr. die vier ersten bei Dusburg, Jragolo ist Erogel, erw. Dusb. III c. 255 S. 158, Myodayky Medeniken c. 320 S. 180, Chrosse Krausima c., 209 S. 142, Rossena Russigene c. 340 S. 186; die anderen Widucken, Wielm und Koltiniany erwähnt gelegentlich ‚Johann von Posüge, Ss. ul 74. 157. 276; Caeira vermag ich nicht zu deuten. 3) Tracks VIII Cap. XVIII8 3 S. 278. 279. 3) Gr, meint wohl die Verheeruny Samlands von 1289, Dust, Ill c, 237 S. 151, 4) S. oben S. 448. 29
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*fol. 60b. 450 und die bruder giengen es an und so umbzech einzogen? und Sa- mayten und Littawen verterbien °, und diesz einziehen und verderben werte hundert und ein und sechzig jar, wie wol das eine jar ıne wan' das ander, wan® ausz Preussen in krieges weisse mag man nit kemen in Samayten und in Littaw , ag® soh es kalt! wintter ist ader heisser‘ sommer ist, wan! es sein feuchte lannde. Zum” ersten" den schaden auff Samlanndt wolt rechen bruder Gumbrecht von Tiffental marschalck und er mit dem voyte auf Samlandtr zogen auf das fursstenthumb Czetra® und es mechtig branten ?, diewsil die Samayten auff eim see dasz eisz umbhiben? und sich gehn den brudern satzten’ und stunden in ein schlaeen. In solchem die bruder namen’ die flucht und quamen auf den gehauten' see und da ver- giengen alle °,!) und disz die bruder gar seer schwechete in Preussen ' unnd sie auch schauwe macheten *, wan sie“ sprachen, der geitz und der neid wirt uns betriegen, so’ wir wollen nemen *, was uns nit angehört, wir verliessen* das unser, das* wir itzunt besitzen, und in warheit es ist gesehen mit int. $ 3. Von getrosten mentschen in sonderlichem schlaen ‘. Bonislaus der ungetrawe furst von Maslinia hielt bey im ver- lauffene Preussen nach irem herkomen edel, und der zwentzig quamen in Preussen und hulten einen kostlichen rob von harnisch den bruder genomen auf Marienwerder, wan die waren von in er- mordt, alsz sie wolten auff Kristborg ziehen f. Disz wart gesagt‘ bruder Severin Colmer komptor auf Thorn, diser: schrib bruder a) gienge A, fingen C. b)u.z. s.we C. Ju.v.$ uw L. C. d)dan C. e) dan (. N) man a, Pr. In 8. u. I. nicht mag k. I. kr. C. g) auch A, nurn O, ag Conj. h) wan C. i) ein kaltber C. k) böser A. 1) dan C. m) fehlt, den schaden so Trimotta gothan a. 8. C. n) rechnen hinter Samlandi, mit sampt dem v. v. 8. C. 0) Czelra A. p) u. br. sehr daselbst C. q) indes h. d. 8. ims.d.e. a C. r) u. ». sich darnach gegen d. br. Ü. s) Als aber d. br. ubermannet, gaben sie C. t) gehewbenen C. a)“ ersoffen da allo C. v) Solches schw. d. br. g. s. i. Pr. C. w) u. m. s. sehr scheu ©. x) daz sie ancı letzlich ©. y) dan in dem C. 2) n. w. C. a) v. w. auch das, so Ü. db) Wie es den auch I. w. letzlichen m. i. aleo ergangen ©. c) Von eynem getrosten schlahen der bruder mit etzlichen verlauffenen Preussen U. d) die ihres herkommens edel C. e) u. fehlt, derselbigon C. f) welchen sie d. br., so auff M. waren und die sie ihm zuge n. Christburg (Kirchberg A) e., genom. hetten C. g) Solches w. angezeyget C. hi) der C. 1) Dusb. III c, 256 S. 158 erzählt, im Jahre 1294 habe ein Ordensheer einen zugefrorenen See passirt, ohne durch dus Eis zu brechen. Gr. verkehrt kier dieses Wunder ins Gegentheil. Gumbrecht von Tiffental, der Marschall, ist von ihm erfunden. Die yanze Erzühlung verräth durch den Schluss die tendenziöse Erdichtung.
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451 Fridrieb von Crimenstein® komptor auf dem® Reden und bruder Mertten von Gebin, sie solten ein auge auf die rober haben °.!) Dise ıwene bruder mit achzehen?) knechten sich legten‘ in ein stelle, da die rober musten durchziehen. Die bruder satzten® auf eine hohe einen knecht, und er solte umb schawen, wan sie quemen, sie legten® sich ein wenig fort in ein weg und harreten" ; in solchem der ander knecht einer sich auszzeucht und* sich badet und sucht auch! krebische.°) In dem quamen die Preussen und finden den wechter schlaffen, in sie mit schlegen aufwachten® , und in da bun- den an einen baum, und wie die beryn lieffen auf die bruder ®, und sieh da hub? ein grausam schloen. Der gebunden knecht wart ® loss* unnd entquam’ wie ein lewe und schlug mit freuden darein, *fol. 61a. der nackte knecht im wasser das horte®, er auf unnd so nacket haut under sie!; alsz sie nu miede waren, sie rueten” sich von beden teilen unnd wider an’ und” sich wider rueten und wider schlugen”, bisz und also“ lang sie alle todt pliben bisz auff bruder Mertten, welchen man im andern tag’ fandt und auf einer tragen vor todt auf den Reden trug,‘) er blibe lam sein tag von disen schlegen *.*) Nach diseın die bruder ordenten *, etliche von in sollen auf Samaitten, etlich auff Littawen, etlich auf Bonislaus seen, und die bruder hetten® gnug zu thun. Capitel IV. $ 1. Von disem vilgedachten furssten Bonislaus °. Man sol wissen 4, wie® von dem iungsten sone des seligen ' furssten Cunradi in der Masaw sein geborns drey sone Casimir, &) Chunensteln C. db) d. fehlt C. c) daz sie doch wolten achte h. a. d.r. C. dLs»C. e) ordneten C. f) u. fehlt, der C. g) der knecht legt s. C. h) wartet C. i) fehlt A. k) fchit C, 1) fehlt ©. m). weckeni.a.m.s.C. n)u. b. i., da fehlt C. o)darnach .s.2.d.br.w.d.b. CO, p)h. s., 4. feat. YwarA. Dkaml. Jh.d.i.wOC. Vu.shC. or. ».C. v)u. w. schlagen O. w—r) fehlt C. z) bis so C. y) am tage C. z) disem schlagen C. a) ordinirtten d. br. C. b) also h. d. br. teglich C. c) Von Bonislao und seynen brudern C. d) Alhler ist zu w. C. e) daz C. f) sellgen fehlt C. ©) E. wein Cl, I) Hier verwerthet Grunau eine Erzählung Dusburg’s (III c. 157 S. 125) aus dem grossen Aufstande, aber natürlich ausgeschmückt und entstellt. Die Namen der beiden Comthure sind erfunden, Martin Golin (nicht Gebin) war nicht Ordensdruder. 2) XVII Dusb. I. c. 3) ad capiendum cancros transnatavit 1. o. 4) semivivam ...... duxit in Redinum I. ce. 6) Dieser Satz ist nicht nach Dusburg. 29*
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*fol. 61b. 452 Lestiko unnd Bonislaus.‘) Diser mit aller schalckheit umbgieang *, und er wolte totten seinen bruder, darumb das sie in uberguemen und umb gnade willen sie in vertribeun. So? kom er zu Wiiteno dem konige in Littaw und Sameyten, so‘ war Witteno ein streit- barer mann, und diser sein veldtheuptman®), und gewonnen treffliche streitte auff die Reyssen und in* namen® viele stette alsz Maysan unnd Maslinia und dise statt‘ Maslinia Witteno dem Bonislaw gab'. Bonislaw die groben unverstendigen Littauen streitten lernt*, und sie wurden seer begerende zu vergiessen das blut der mentschen !?) Ausz eim solchen Bonislaw wolte sich rechen”“ an seinen bruder und gedacht auf ein volck, darumb schrib er ein brief? zu bruder Heinrico von Hohenloch dem homeister, sint® dem die donacio lautte, unnd' die bruder solten heiffen den erbnamen? Conradi, so bett er sie, sie wolten im beistandt thun wider seine bruder, wan sie in zu unrecht vertriben hetten «, ader so sie es nit thun wolten, sie" solten still sitzen und seinen brudern nit helffen. Darauf schrib der homeister, sie wusten einem’ offentlichen übeltetter nit zu helfen. Die furssten in der Masaw Casimirus und Lestiko betten umb hilff, und b. Conrat der landtmeister quam mit viertausent ınan, die furssten hetten über sechtzehentausent man“) unnd quamen wider Bonislaum zu velde. Lestico alsz er die Littaw sach, er nam’ mit disem! besten volck die flucht.*) Casimirus aber traff mit Bonislao «, und Bonislaw volck nam die flucht, unnd die hern nach. Von disem schlagen” b. Conrat a) D. Bonislaus ging m. a. sch. umb C. b) w. seyne eigene bruder toden C. c) sie aber aber- kamen Ihn, erzeygten ihme gnade und vortrieben ihn C. d) Da C. e) zu, darüber ibn C. N) daC. g)a. 1. C. b) statt feblt A. ig. W.d.B.C. k)B, lerntte d. gr. u. L. str. C. 1) begierig menschen blut au- vorglessen C. m) w. s. B. 1. C. n) mach C. 0) daz C. p) erben A. q) den a. h. i. z. u, vertr. C. 1) & sie es aber nicht thun wolten, solten sie doch C. =) n. er C. t) dem C, u)m. dem B. C. v) item A. ") v. d. schl. her C. 1) Der dritte Sohn des jüngsten Sohnes Conrad's von Masovien, Semovit (er war der jüngste derer, die den Vater überlebten) hiess nicht Lestiko sondern Wiladisiaw (L»- kietek), Lestiko ist wahrscheinlich aus Lochoto bei Dusb. III ce. 248 S. 155 entstanden. Grunau’s Quelle für das Folgende, wieder ganz Verwirrte und Entstellte, is Miechov, S. 189 u. 190 und hauptsächlich Dusb. III. c, 250 S. 156; c. 258 S. 159. 2) Bei Dusb. III c. 250 wird nur ein verrätherischer Wofenstillsand zurischen Viten und Bonislaus erwähnt. 3) Das hat sich Grunau aus dem Zusanmenhange der Ereignisse ergänzt, tkal- süchlich ist nichts davon, ebenso wenig, wie die ganze folgende Darstellung, 4) Vgl. Dusb. III c. 248 S, 155; Meinhard von Querfurt zieht Casimir und Lokietek zu Hilfe gegen die Lithauer. 5) Bei Dusb. I. c. fliehen beide Herzöge,
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453 der landtmeister und der furst Casimirus den todt erlangeten') mit der zeit, wan® die Littawen mit irem* drimmelen® hetten sie gerurt. Bonislaus, damit er seinem fromen hertzen gnug thuet, er widerrufte® die donacio seines groszvattern uber die brueder, als von den undanckbarn ?, und Preussen zueigente der® eron von Littaw, unnd sie eg aufnomen.?) 8 2. Wie die bruder ein land‘ in Samaiten verderbten. Bruder Cristernus von Mocken® marschalck nam mit sich 50 bruder unnd zwe tausent man und zogen in Samaiten und schlugen sich mit Thrimoto dem konige, in welchem die besten menner und bayoren der Samayten pliben. Die brüder kunten aber" nit weiter ziehen, sie' waren mechtig‘ verwunt, sonndern sie versterten' das ganntz fursstenthumb von Czetra und das folck mit allem rob gen Preussen furten”, und* sie doch wenig erfrewet wurden, wan° auf dem Kurischen habe erfros es am meisten teil, und ir eigen volck darzu mit in». In disem quam Lutsemynno? ein boiar ausz Littau und versterte' die feste Landiskron und wolt weiter in Preussen. Im quam entgegen b. Wolfgang von Treppenaw und" sie schlugen in zu- rucke. B. Wolfgang’ war landtvoigt zu Bartten, er versamlete drey- tausent Preussen und eylte in nach. So’ must er ligen in einem walde !, in welchem* die Preussen einer dem andern sein leid clagte, wie sie wurden gehalten daheime, sie musten geben was sie woltenn ®, und die bruder sie nottigten” zu den Samaiten und doch” wenig gluck hetten mit in. So“ war Baydowo ein edel Preuss, der sprach: nichts besser dan erschlagen alle bruder’. Disz quam vor den landtvoigt, and er machte sich auf und zog wider heim und nit gar lang darnach ") dan C. db) h. s. m, i. prüglen geruhret C. c) w. e. ©. d) unangeborn A, e) zu der C. N) e. stück landes C. g) Christieraus von Mogken C. h) aber kundten C. I) den s. C. k) seer C. 1) zer- stersten C. m) u. fureten d. v.m. a. r. g. Pr. C. n) dessen s. d. C. 0) wan es A, dan es erfr. a. m. t. & 4. K.h.C. p)m. I. d. C. g) Luthsymynno A, Luthsemine Leo 118. r) und — Wolfgang fehlt C. s) De e.YyYmwm.C. Jan meg ws. heiten C. v)n.s. CO. w)u. hetten doch noch C. x) Do C. Y) a br. schl. C. 1) Kasimir wurde zu Pfingsten 1294 von den Litihauern erschlagen, Dusb. III e. 250 S, 157, Conrad Suck starb viel später, s. oben S. 447. 2) Davon wissen echte Quellen nichts. *fol. 628. *fol. 62b.
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%fol. 638, 454 er fing Baydowo und? elff menner und liesz sie an eichen hengen alle.d.1) Der froynde auf und erschlugen al ire priester auf den dorffern, etliche sie die zene ausschlugen‘ , etlichen das heupt zwischen die bretter questen 4,?) darumb wan ein priester hett* ir vil lassen setzen ' umb seins tetzems wille, und nu mit disem sie meinten sich zue- rechen *. Die aber von Bobeten" namen iren priester, damit er nit von andern getott wurd ', und furten in auf Konszberg: sehe unnd bewar deinen got basz, wir kennen in nit* beschutzen. Von disem die bruder auf!, und vertriben solche alle, und sie quemen in® Sa- mayten und Littaw. Doch da wart gesatzt ", und die da nit erschlagen ire priester °, solten iren pfarren ag” 12 d. geben ein jar! unnd nicht me, unnd es heutte wiert gehalten von in" wie ein recht. 8 3. Von* eim schlagen der bruder unnd der: Samalten. Die Samaiten kronten nach irer weisz zu eim könig uber siech den mechtigen bayor Witteno. Diser unverwintlichen schaden den brudern thet! seine tage, idoch sie im ganntz Samayten wider ver- derbten °, damit‘ er in Littaw muste wonen. Die bruder hetten auff das fliis” Mymmel gebaut ein schlos Tilse®) genannt *, disz wolt ver- storen Witteno ’, so* ordennte der kranncke lanndtmeister Conradus, und? fortme die bruder solten rotmeister sein, und alwegen ein rot- meister solt® haben 150 man zu rosz aber® zu fuss. Witteno vor die Tilsse quam, da? auch bruder Heneman der marschalck mit 42 brudern a) mit OÖ. b)u. }. =. alle C. c) schl. =. d. z. auı C. d)e, verknirscheten s. d. b. zw. brettern C. 0) hett nA 2 mul Ni.v.b.e.1.C. gu. m.sien.m.d.z.r. C. h) Pobeten C. 1) das er m. v. den andern g. w. C. k)noth A. 1) waren d. br. a. CO. ın) fehlt A. n) idoch w. d. geordenet C. 0) das die so n. i. pr. e. hetten C. p) A auch, C. nur. g) oc. 1.g. C. Fr) u. w. noch henttiges tages v. L geb. ©. s) mit den C. t).d. th. den br.C. u)i. verd s.i.w.g.8.C. v)daz C. w)schlos!A. x)e. schl. T. g. geb. C. y) W. zast.C. 2) doC. a)dsC. b)wersaw.h.ÜO. c)ader A 4) W. kam fur die Tilsen C. d) dahin C. 1) Die Personennamen dieses Paragraphen sind sämmtlich imbeglaubigt: ein Land- vogt von Barten ist eine unhistorische Persönlichkeit, nur Pfleger von Barten sind be- kannt, Voigt, Namen-Codexr S. 82. 2) Diese Todesurt erwähnt Dusb. III c. 90 S. 100 zur Zeit des grossen Auf- standes, Grunau bringt sie hier an. 8) ». oben S. 37. Anm. 3. 4.
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455 und irem folck quemen und sich schlugen: und die bruder gewonnen. Sie zogen ins lannd Keltini in Sameitten und sich haben gegeben die bayorn® Churdeycol *, Zyboi t, Tulwido, Czayska und Maysio° bruder mit irem schlos Czanzo mit allem volcke, die sie in Preussen gefurt haben‘ und das gantze landt Keltini verstert haben @.') Capitel V. 8 1. Von dem jamer, der da war in Lifflannt '.*) Im jare 1296: wart ein ertzbischoff zu Riga in Liffland* mit - naınen Fridericus genannt,?) ein gromonch. Die stat ist der kirche gewesen Sant Petri, ehe dan! die bruder sein ins landt kommen.* *fol. 63b. Dise statt hetten die bruder von Liffland unther sich gebracht", damit® der bischoff nyemandt darinne kunth zu° recht helffen, sie ? weren kauffleut und es dem volck abdrutzten «, und die burger musten nochseen. Solten sie" irem gesinde lonen, sie geben‘ im davor ein burgerinne zu lon, ander stuck und gewalt übungen ich schweige® von in umb zucht will. Mit gewalt sie baweten ein mechtig schloss’ an die stat. Die burger giengen zu irem erbhern dem bischof unnd es im clagten”, er sprach: ich stets und lanng die bruder habe gebetten *, unnd' sie wolten es abstellen, ich bin nie: erhort worden, so taug* mir nicht zu fechten, sonnder ich wil betten. Die burger sich mit kurtzen beratten® und erlieffen das schlos und erschiugen alles, was dar war, und zu ireın unglicke, damit ire stat . a) schl. s. C. db) u, diese db. h. s. ergeben C. c) Churdercayl C. d) Zuboy C. 0) Meysne C. f) diese h. s. I. Pr. gef. C. g) zerstoret, haben fehlt C. h) Von eynem lamer, so in Ieiffland goscheen C, i) lar wiederholt A. k)i. L. fehlt A. }) dan fehlt A. m) underbrochen A. n) das Ü. o) zu fehlt A. p) sie die bruder C. q) u. trotzten alles d. v. a. C. r) die brader ©. s) sog. s. i. C. t) burger Jane A, burgerin C. u) schw. 1. CO, v)». b. e. m. sch. mitgew. C. wu. c.e.i.C. z)i.h.st a1 0 s)fehlt C. x) aber nicht C. a) geburt C. b) d. b. bereytten sich C. 1) 8 2 und 3 des vierten Capitels sind von Grunuu nach den vielfach von Dusburg geschilderten Kümpfen des Ordens mit den Litthauern frei erfunden, Züge echter Ueber- lieferung lassen sich in denselben nicht nachweisen, 2) Grmau's Quelle ist Dusb. III c. 269 S. 163, doch ist der erste Theil seiner Erzählung, die Motivirung des Streites, seine Erfindung. 3) Erzbischof Friedrich von Riga gelangt erst 1304 zw Regierung, 1296 war Johann III Erzbischof; den ersteren erwähnt Dusb. III c. 356 S. 191 und bszeichnet
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“fol. 648. 456 schon lege, sie wolten das schlos nit brechen *, sonnder sie es? be- manneten. Von stunden‘ die von“ Liffland schriben den in Preussen umb hilff, und zur selben° zeit quam bruder Albrecht von Brunheim ! mit zweutzig brudern und irem volcke.!) Die von Riga schriben Witteno dem Samaytischen konig , er solte kommen auf ir gelt und solt vor sy streiten. Dis het er gernne® lengst gesehen und quam und gewan das schlosz Karthaus?) unnd* erschlug vierzig bruder und hundert man.) Er weitter zog: und versterte das beste land unnd quam mit grossem robe an ein flies Threydora! genant und sich da ruste und ruete®k. In solchem ruhen fandt! sie b. Bruno der landtmeister in Liffland unnd sich schlugen”, und® die Samayten verloren, wan° ir konig der erste war, der da rante?.*) Indem quamen die ausz Preussen? und eylten den Samaytenn nach, sonnder sich wante des konigs marschalck" Naylobe mit funftausent man und sich schlugen *. Die Preussen wurden geschlagen und quemen in die flucht, so! überfielen die Samayten das schloss Neuemule und da zwe tausent personen totten %.5) Die bruder sich wider ermanten ' und erschlugen die Samayten wenig auszgenomen. Die bruder hetten ein Preussen mit in” Geyduse genant,*) diser hew uınb sich, wie ein berg von den totten leichnam heitte *, er war ein rise und het ein schwert von zwe steine schwer, damit er totte’, wen er rurtte. Nach dem® schlahen kundt er das schwert nit ausz der handt thun, wan* es war im so verstorben,’) unnd er bat umb ein trunck, sobald aber als man im den gab, er sturtztev und starb von® stund an. a) w. 8. d, schl n. br., daz I. et. dester schoner daheer lege C. b) fehlt C. c) v. et. an. zum vorigen Satz gezogen ©. d) die brader v. L. C. eo) zu seiner A. f) Brahelm C. 8) 1.g.C. k)und s.w. C. 1!) Theydora A. k)u. r. alda, raste fehlt C. 1) fehit A. m) schl. e. C. n) aber C. o) dan C. p) A. die Aucht gab. ©. g) d. bruder auss Preissen C. r) aber d.k.m. w.s.C. s)schl. & C. t) do ©. vn). t. d. 2000 p.C. v)erm. e. w. C, w) sie C. x) d. hette umb sich von totten leichnam v. e. d. C. Die Stelle scheint verderbt, vielleicht ist zu lesen: diser hew umb sich, daz er umb sich w. e. b. v.t L hette. y) 4, erschlugk er ©. 3) dinem C. a) dan. b)e.b.mi.a.d.g,e.e 0. c)rwe mal in A, 1) Berthold Brühave mit vielen Brüdern und Knechten, sagt Dusb, III c. 269. 2) Carthusen hat auch Dusb,, Karkhus b, Riga ist gemeint Ss. I 163 n. 5. 3) Vier Brüder mit ihrem Gesinde Dusb. |. c. 4) In der Schlacht an der Treyderu siegten im Gegentheil die Liuthawer, Dusb. III c. 269. 5) Gerade umgekehrt: bei Neuermühlen siegte der Orden Dusb. I. c. Von Nor lobe weiss Dusburg nichts. 6) quidam Prothenus de Sambia, Dusb. I. c. Q et obrigesceret gladius in manibus ejus, Dusb. I. c., das Folgende ist useder Zusatz Grunau’s,
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457 8 2. Wie die sach verricht wart In höse freuntschafft. Bruder Richartt Donner: comptor auff* Parnaw und die *fol. 64b bischoffe von Reffel und Terbt? sich legten: in die sache und? quamen ins capittel gen Elbinge, und b. Clemens von Heldrungen ausz befelch des hoemeisters verhortte die sache !, da® der ertzbischoff Friderich mit der Riger wortte sich erklagten' ders gewalt und unge- rechtigkeyt der bruder in allen ‚stucken. Nach vielen worten der widerredet b. Clements sprach! ein solch urtell: sint dan* die bruder in Lifflandt das schlos zu Riga gebaut hetten, sie solten! es ag" vor eine herberge besitzen und solten kein kaufschlagen thun, unnd die statt solte der kirchen und dem" bischoffe gehorsam sein, und er solte der gantzen Lifflender überherre sein, und das wart so gelobet und vorbrievet, und sie quamen° heim.') Friderich der ertzbischof satzte siben bischtumbe in Leifflandt mit namen Coronien ?, Fuyonen 4, Ruthensis, Wayonen ", Semigallen, Ozilnensis *, Tarbaten !?) und bau- weten da kirchen guug zu und in gab" ein gutten auszkomen. Disz thet dem landtmeister zorn, und verbrante, was da baut wart, und sprach ': lieber ist mir ein land vol wiltbret, und es“ mein ist, wan vile pfaffen, die ein ander angehorn. Alsz umb disz redte der ertz- bischoff* Friderieus, man sagt im’, er solte seiner kappe warnemen, wie Francisens sein vatter, und hern und fursten® nit regiern, und er muszt weichen ausz dem* lande *. Von disem verstören sich mit der zeit Clemens V der babst beclagte® im coneilio zu Wien in Franck- reich °, als er vertilgete die Tempelsherrn *, in welchem diser auch gedacht wart, und wenig felte, man es auch gedacht zu thun *.®) &) Reichartt Donmel C. b) Termpt A. cl.» C. d) und — sache fehlt A. e) da fehlt C. f) bekl. sich alda C. g) fehlt A, h) aber d.w. C. i)epr. b. CI. C. k) nach dem C. I solt. e. C. m) auch A num C. n) fehlt A. 0) zogen C. p) Coramen A, Coromensis C. q) Fuys- nensis C. r) Wayonensis C. s) Semigallenses, Ozilienses (eb. A) C. t) Trabaten A, Trabutensis G wm)g.1.C. v)u.opr. fehlt A. w) das do C. x) als umb die brote! A, a. d. o. F. umb das teddete C. y) s. m. i. C. z) solte f. u. h. C. a) aber or würde a. d, |. w. mussen C. b) bekl. s. m. & z.d.b. Cl. V.C. c) Osterreich ©. d)d. T.v.C. eo) u. f. ein w., das man es ihnen 2. th. ug C. 1) Alle diese Nachrichten entbehren jeder Begründung, ebenso wenig lassen sich die Personen (ausser Friedrich von Riga) nachweisen. 2) Das Erzbisthum Riga erhielt bekanntlich schon 1255 ausser den vier preussi- schen Bistkümern zu Suffraganbisthümern Oesel, Dorpat, Kurland (Coronien Gr.), Wier- land (Fuyonen Gr.), Ruthenien und Wersovien (Wayonen Gr.), vgl. die Urkunde im Cod, dipl, Wurm. In. 35. Vielleicht kannte Grunau diese; Semgallen (mit Kurland als Bisthum identisch) hat er hinzugesetzt, 3) Die Aufhebung des Templerordens fand Grunau bei Dusb. IV c. 109 (Ss, I 211). Im Uebrigen ist hier die Chronik von Oliva Quelle, Ss. I 712. 713: ordo . . illo *fol. 65a.
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*fol 65b. 458 Friderich der ertzbischof quam im Preussen und es anclagte', sonnder man in nicht wolt horen® und er zog° umbe, bisz er starb. Nach seinem abscheiden? die bruder mit den ‚Riger wunderlich han- delten *, und die Riger ir nit schonnten ', etlich quemen ins lanndt Roxolania nu Moszko genannt und namen volck ans und den brudera ir landt verderben ®, dergleichen auch etlich in Samsyten und machten Lifflandt so blos, damit! man in dreyen tagraisen keinen mentschen fanth. Darnoch gleichwol wolte* der rechte hauf von Riga nit, wann! sie besorgten sich, wurden sie sich von Riga abgeben", die stat wurd" das schlos brechen, und’ litten grosse not.-: Nichte deste mynder iu? gantz Liffland der bruder gutter waren im interdiet? ins funffte jar, und sie es nit achten ', sonder sie gaben den knechtea von Derpten !, Refel, Ossel, was sie wolten, und waren ir eigen.') 8 3. Von einer starcken resen auf Samayten von den b.: Nach dem tode Conradi des lantmeisters wart erwelt und be- steet'’ zu einem landt(*)ıneister bruder Heinricus vou Plotzaw unnd er wart der letzte landtmeister in Preussen, wan” in seinen gezeitten quam der homeister bruder Siffridus in Preussen unnd es selber re- giertte*. Diser wart gemacht zum groszkompter” und acht jar lang grossen schaden den Samayten thetten ”, idoch zum letzten sie in mit vil tausent mannen erschlugen °, unnd got weiszt sein begrebnusz.‘) In? Samayten im fursstenthumb Rosena wonte ein bayor und diser meinte, er wolte den brudern ein schaden thun. Diser hiesz Zayrecke.®) So° war ein sehr streitlicher man auf Mimelborg b. a) klaget e. a. C, b) m. w. i. abern.h. C. co) trog A. d) tode C. e)h.d. br. w m.d.R.C. Nsch.i.n.C. g) an fehlt A. b)u. v.d. br. i.1.C. i)dasC. k)w.g. C. Ti dau C. m) sich u. abgeben fehlt A. n) so w. d. st. C. o) da sie ©. p) in fehlt A. q) underdict A. Tu.808.0.n.C. s) sie fehlt C. t) Dermpten A. u) r. d. br. in Sam. C. v) gesetzet C. w) das ©. z)u. r. das ampt s. ©. y)d. w. ein gr. k. genandt C. x) u. thet d. 8. 14 lang gr. sch. (. a) aber zur letzt ersch. e. i. m. v. M mau. C. b) vgl. Leo 182. 0) do C. d) streitbarer C. tempore multum infamatus fuit per archiepiscopum Rigensem .. . ita quod de minus praediotus (Johann XXII) et tota Romana curia ordinem exercebant in tentum, quod de ordinis deletione multum timebatur. 1) Dies ist wieder alles leeres Gerede. 2) Nach Dusb. III c. 295, 304 u. 338, S. 173, 175 u. 185. 3) Quelle ist Dusb. III c. 186 5. 134.
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459 Lorentz graff von Deck,') disem sehrib er, er so wol thette* und queme und hilff im zu der tauffe b, sonnder“ umb sicherheit willen er solte! gut volek mitbringen. Dis gelobte im der b. Lorentz kompter und nimpt auserwelte bruder funffzehen mit sich saınpt ! irem volcke.?) So«s waren vile Samayten in einem walde, da man muszte uber einen lanngen tham ziehen, auf welchen es war bestalt ", und man da! die bruder solte derschlagen* haben. Vor dem walde begegnete dem oompter ein vorlauffen Sudaw ausz Preussen?) und sprach: wiltu mir widergeben meine kynder' und wiltu mich halten vor" ein Teutschen paur, ich" wil dir heut dein unnd der* deinen *fol. 66a. lieben fristen.*) Disz schwur im der compter unnd alle die bruder, und er sagte im, was die Samayten versamelt hetten auff sie. Da sprach der compter: waistu nit ein weg durch den waldt, damit ich komen mochte zu Zayrecke®. Ja, sprach der Sudaw, und er in fiertte ®. In der zeit sasz Zayrecke und gedachte, wie die seinen den compter im walde wurden die tauffe ansprengen. So‘ quamen die bruder geranth und erschlugen alles volck umb Zayrecko und in namen sie gefanngen !, und so wart es nacht‘, und die bruder mit irem volcke lagen’ und schluffen von grosser” müdichheit, und Zayrecko mit einer ketten an einem baum war“ gebunden. Im schlaffe, so weisz ich nit, und Zayrecko wiert los’ und ergreift ein schwert und meinte, wie* der comter bey im lege, und ersticht b. Jeroldum von Heynen®) und ander me. So* erwacht der compter und er? hub Zay- recke sein heupt mitten von einander, und starb also °, und“ die b auff und verbranten gautz Rossaner landt*) und das volck mit dem viech sie triben® in Preussen unnd sie musten da ziegell streichen und stette begraben. a) daz ers. w. thun wolte C. b)u.i. 2.1. h. C. c) aber C. d)solter ©. e) der fehlt C. f) eo. ». fohlt A. g) do CO. h) b. w. C. i) daz m. alda C. k) erschlagen A. }) m. k. w. C. m) wieC. n)sow.i.C. o)a.»v.b. C.p)dazichm. 2.2.k.C. qyu.e.f.i.C. r) in des Z. eC. 8, Da C. yu.ni.g0. wWdowe.n.C. v)un.d. br 1.C. w) fehlt A. x)u. 2. w.m. ek C. y) i. solchem schl. i. w. n., wio Z. 1. wart O. x) daz C. a) Da C. b) fehlt C. o) so starb A. d) fehlt C. e) triben sie C. 1) Dusb. nennt den Namen des Comthurs nicht; der Vorfall gehört ina JaAr 1276. 2) assumptis ..... fratribus quibusdam et armigeris Dusb, I. c, 3) quidam vir Dusb. 1. c. 4) Von einer derartigen Bedingung weiss Dusb. nichts. 5) Dusb. I. c.: unum fratrem et tres armigeros interfecit. 6) Nach Dusb, war Sarecka ein Schalauer.
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*fol. 66b. “ol. 67a. 460 Capitel VI. $ 1. Wie des“ Witteno ir konig thet rechen. Witteno ir kunig disz so thet rechen zu seiner zeit». Ausz Littaw er schickette‘ * aoht tausent man in die Masau unnd ein rob holte . Der fursst Lestico wolt wissen, warumb er ein solchs hat gethan °. Witteno sprach: ist euch schaden gescheen, ersucht‘ es an den brudern in Preussen, wan® sie auch mein landt Samayten so" be- schedigt haben. Der fursst Lestico das dem homeister liesz vorlegen ' und liesz im so sagen, wilt ir es rechen, er solt es* balde machen, er wolt ime helfen. Darumb! der lantmeister auf mit sechtzig b. und irem volcke, dergleichen auch der fursst Lestico und quamen ia Littau. So” machte bruder Heinrich der lantmeister funfl haufen, einen er beful" b. Sandaw vom Imbaw, und er solt ziehen auf Ey- kogel, den andern bruder Otto von 'TThubenegk auf Pasteme ”, den dritten b. Conrat vonn Eschetzaw auf Geyzen, den viertten b. Jutter ® von Bleybach auf Sindoy und dise wurden alle erschlagen. Der landtmeister aber ınit dem furssten suchten den konig und dreissig meilen in Littaw sie nit ein stuck und mentschen liessen" und que- men heim. Alsz disz hertte der konig‘ Witteno !, vom erschrecken er fiel® in die schwere kranckheit und kunde nie gesundt werden und doch so eine lange weyle lag in notten '.') Den brudern geraw, und” sie den konig nit heiten. So“ quam zu in ein verretter* mit’ angebung des koniges und er stalte sich vor den brudern, wie im Wytteno schaden unnd unrecht gethan:, er batt* umb zwehundert pferde, er in gelobtte® Octokaym*®) und den konig zu gewheren. So verschwuren sich drey compters b. Mattern von Elinbogen coınpter auf der Balga, b. Caspar von Grympen compter auff Brandenburg, b. Dietterich von Schawenborg‘ compter auff Labiau,®) sie namen? ir krieges gereth und folgeten disem. Alsz sie quemen vor Octokaym, man wuste® ein zceichen, und die bruder a) solches C. b)d. 2.8. 2. also th. r.C.c)e.scha.L.C. nu.herC.ogh C. f) sucht A. g) dan C. h) also C. i) 1. d. d. h. also furlegen C. k) eo a. er es C. 1) D. war 4.1.C. m)DaC. n)o. b. fehlt C. 0) und fehlt, der C. p) Pastenye C. q) Gunther C. Le n. oe. st. noch m. C. »)d. k. fehlt A. t)d.Kk.W.h.C. wWf.e v. solchme. C. v)i.2.1C. w)dasC. x) DaC. y)inC. z)g. hettC. a)o. b. sie C. b)g. i. C. co) Schramberg A. dm .0. ew.ım.C, 1) Auch für diesen Zug lässt sich die Vorlage bei Dusburg micht nachweisen, 2) Bei Dusb. Oukaym. 3) Die Namen der preussischen Comthure dieses Paragrophen sind sämmtlich erfunden.
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461 wurden umbgeben, wie wol sie sich wörten, sie pliben alle da: unnd wurden erschlagen, sie wurden da” lebendig gebratten, drey bruder ‘ mit iren pferden und gewer zu lobe irem gotte. Girdilo ein Preusch herr grosz jammer machte mit den seinen aufl den landtmeister, das ınan ire freunde so verwarlost het, und es war not zu stillen. 8 2. Von einer wiertschaft unnd ires nutzes. Witteno der könig starb und Puttywero') sein son nach irer weisse wart® über Littaw und Samayten konig. Diser zum ersten } war ernst vor den seinen', mit welchem er erzornte eiın bayor im lannde Peluso genant*, und diser quam auf Konsberg und bath umb hilffe.?) So! wusten die bruder wol, wie* es vor gefaren" were, sie im nit wolten glauben, sonnder® zwen starcke bruder b.r Jacob Stobemel und b. Conrat Teuffel?) namen urlaub unnd mit zweintzig getrosten mennert und mit Peluse sie quamen in Littau‘, des nachtes sie giengen’ unnd des tages sie im strauchen lagen!. So“ quomen sie in ein dorf, in welchem des Peluso’ freunde wonnten, und die in sagten ”, wie auf morgen der konig wurde im dorffe sein * zu einer wiertschafft mit allen seinen herrn, und sy bliben da stille mit freuden. Dem konig hette es’ gedremet, unnd er blib daheim, sonnder“ all sein hoffgesinde zoch dahin? zur freude. In» der nacht alsz alle paurn sicher schlieffen, Peluse® auff mit den brudern und durchstochen® von allem geschlecht der mentschen zwehundert per- sonen, allen iren geschmuck sie nomen® und in ein schiff legten! und a) bliben sie doch a. d. C. b) da w. alda C. co) IH br. L gebr. C. d) machte m. d. s, sr. i. wider C. e) also C. f) von noten C. g) w. n. i. w. Ü. b) ernsten A. i) d. w. z. e. d.s. etwas ernst C. k)e. b.i.1. P.g.e.C. 1) Da C. m) gangen C. n) u. w- i. n. helfen C. o) aber C. p) b. fehlt C. m.20.g.m.n.u.C. r)un. zogen m. P.i.L.C. o)g.0.C. t)1.e.C. u) Da C. v) des fehlt, Pelusal A. w) sahen A. x) i.d.e. w. C. y) fehlt A. x) aber C. a) fehlt A. b) und i. d. n. ©. co) wartt P. C. d) erstachen da C. e) und namen a. C. Nn.l.C. 4) Pucuwerus bereichnet Dusb. III c. 248 als Vater Witen’s. 2) Quelle ist Dusb. 1IT c. 228. 5. 149. 3) Conradum diotum dyabolum et quendam dictum Sturemele nennt Dusb. l. c. neben Martin Golin, *fol. 67a.
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*fol. 688, Aß2 furen auf den Susz Boygki und quemer in die Weichsel, von dannen sie mit freuden gen Thorn quemen. *') Nach® disem Heinrich der landtmeister mit grossem‘ volek, das im ausz Teutschlannden war komen ?, er zoch® mit zwelf bruder und irem volcke in das furstenthumb Jragola’ in Samsiten. Sor quemen sie in einer nacht auf eine schone wise und da pliben ®. Puttiwero aber der konig liesz etliche schleussen auffzziehen !, und das wasser quam mit grau[samer]‘ gewalt* gedrungen und den bruder dasz futter verderbte ', und bald alle ire pferd da pliben =, ir® harnisch und das meiste volck °, die ander mit jaıner? heim quamen. B. Heydenreich Eylingerr und b. Wilhelm von Koburg' die wurden gefangen *, und die sie zu lobe iren gettern verbranten! nach irer weisse und schalckes geawonheit. Disz verliesen die bruder jemerigk machte ‘, die Preussen bitter, die Teutschen verdrossen im helffen.?) $ 3. Von eim brieffe bebstlicher‘ helligkeit. Konig Puttiwero mit den seinen wol wuste “, wie* es die bruder nit liessen ungerochen ’. Von anbegynnen: eines verlaufenen Polen sie schickten zu dem babst und botten *, man solt den brudem in Preussen fride gebietten drey jar lanng’, wan® der konig von Littaw und Samayten wolt die seinen underweisen zu der entpfienung? der tauff, und der babst es thet*, sonnderf b. Heinrich der lanndtmeister sich beriete und erkante, wie ein solch fride die heiden stercken wurde, und ein ewigen schaden davon haben wurden, darumb sie appellierten! wider die brieve.®) a) und v. d. schiffeten s. m. fr. g. Th. C. b) Leo p. 123. c) guttem C. d)d.i. we Deutschl. komen C. e) z0g vor Heinr. C. f) Trogala A. g) Da C. bh) bi. alda C. i) flossen auss- siehen A. k) fehlt C. grau (Ende von fol. 67b.) A. 1) m. v. d. br. C. m) u. bl. schier a. i. pf. C n») fehlt C. o) v. alda C. p) nit mer A, d. a. aber zogen m. j. wieder h. C. g) Heiorieh Kibinger A, in C Heydenreich aus Heinrich verhessert, Heidenricum Eylingerum Leo p. 123. r) Koberg A- ») w. da gef. C. t) u. d. v. s. ihrem gott z.1.C. u) m.d. br. j. C. v) von b. bh. C, w) waste wolm.d.s.C. x)dssC. y)n. u.1. C. z) Darumb schickten sie ans eingebung e. v. P. C. a) batten ihnen C. b)är.j. 1. fr.g.C. c) und C. d)empfahung C. eo)th.e. C. f) aber C gb eC. bdarl. iJamC. 1) Die Rückfahrt auf dem Bug und die Ankunft in T’horn stanmi aus einem von Dusb, III c. 239 ereählten Abenteuer Martin Golin’s, — Beide Unternehmungen gehören ins Jahr 1286. 2) Für diesen Abschnitt ist keine Quelle nachweisbar. 3) Nach Dusb. III c. 356 S. 190. 191. (Die fulschen Briefe Gedimin’s, 1323).
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463 Domit® man aber eine feste auf die Littauen und Samayten b hette, die bruder auf das fliesz Myınmel und das‘ fliesz Range und an das fliesz Nitte sie bawetten? ein schlos und nanttene es Memell*, Rangnit, itzunt aber es Rangnita heiszt ‘.!} In disers zeit Puttiwero quam* auff Samlandt und es verderbte !, mit grossem rob*®) er zog in Samayten*. Die bruder verschuffen ', und” b. Seiffridus von Meyben landtrogt auf Samlandt und er“ mit ein here in Samayten zoge, wan® es were sehr gutt wintter, und er es auch thet?. Er quam in Samayten und verderbte die lande Iragola ', Crossen und mit mech- tigem robe glickselig heim quam !.®) Dem landtmeister wart gesagt, wie Pautthiwero auf Collaina dem schlosz were, welches da lag auf der grentze Sameyten und Littaw «, darumb versamelte er in’ nu alle Preussen und quam da- vor und es im hartten wintter sturmte” on underlasz drey tag“ In disem stormen mentschen blut wie clein regen sich sprenget ”, und die blancken am schlosse mit rottem blut befroren :.' Zu langen sturmen die Preussen werden ungedultig® und eintrechtiglich abe traten ®, welchen nachrentte b. Weigel Raschdorf: marschalck und sie wider vor brachte d. In der zeit aber? Puttywero der konig und Surmino sein marschalok vom schlosse quemen wegk ®, die bruder quamen und gewonnen das schloss und es mit vielen" gewunten verbranten' und sie‘ zogen in Samayten, verbranten! das gantze landt Vyducky"* unnd Vieluna und quamen” mit groszem raube heim.*) a) das C. b) die Sam. C. co) das fehlt C. d) d. br. baw. a. d. f. C. e) bauweten! A. f)b. e R. C. g) zur selben C. h) kam P. C. i)v.0.C. k) und zogm.gr.r. i.8.C. I) ver- schluffen A. m) daz C. n) u. e fehlt C. o) dan C. p) th.e.a. C. q) und kam C. r) Tragala A. ») Cleesss A. t) u. kam m. m. r. gl. h.C. n)d. 8. u. L. gr. C. v) fehlt A. w) u. st. e. i. h. w.C. x)4tageo. u.C. y)apr. #0. m. bl. C. z) befr. m. r. bl. C. a) Die Preouse. w. u. im 1. st. C. b) u. e. haben tragen A. n. zogen e. ab. Ü. c) aber b. W.R. m. r. i. n. C. Czaschdorf A. d) u. br. s. w. dafur C. e) indes, aber fehlt ©. Sf) Gyrminno A. g) w. kamen C. bh) allen C. i) n. v. e.C. k) fehlt C. I) und v. C. m) und V. A. n) zogen C. 1) Den Bau von Ragnit (Landeshute, 1289) erzählt Dusb. III c. 235. S. 151. 2) Dush, III c. 237. S. 151, aber vom Herbst 1989. 3) Dusb. I. c. fügt hier nur die Abwehr des Br. Heinrich von Dubin an, 4) Mit einigen Zusätzen nach Dusb. III ec. 238. S. 192. *fol. 68b. *fo]. 69a.
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*fol. 69b. 464 Capitel VI. 8 1. Von eim homeister, der zwier: erwölt war. Im jar 1308 wart ein capitel auf Marpurg?, und da waren‘ die eltisten bruder des ordens. Zu disen sprach b. Seiffridus von Fucht- wangen: eurm liebden? ist wissentlich, wie es is gefaren® im capitel zum Elbing in Preussen, in welchem mich‘ erwelte der orden ®, sunder" umb ergernusz willen ich nie habe es wolt gebrauchen !. Sint dann“ aber nu in got verscheiden ist unnser alter herre, ich mich entledige! aller gerechtigheit zu dem amscht der homeistereye® und bit euch", und wolten® got vor augen haben und euch” ein andern hern erwellen, und sie es auch tetten °. So auch’ ausz eim gantzen® ratte sie erwelten' zu eim homeister der bruder Teutsches hauses des ordens Sancte Marie des spitals von Jherusalem den vor- genanten hern unnd tugenthafftigen bruder Seyfridum von Fuch- tenwangen, und er quam gen" Preussen unnd auf Marienburg re- gierte” im iar 1310 und mit stetter kranckheit und betriebnus.‘) Er starb und leit zu Marienwerder im thum begraben,*) wen" auf Marienburg der erste stock ** ag’ war, auf welchem Sanct Lorentz kirche steet, der ander war angehaben, aber nit gar” volbracht oben der erden. $ 2. Von einer behende schalckheitt der Littaw.°) Bruder Bendolt von Wehawsen compter auff Rangnet und bruder Rudolf von Samlanndt‘) namen vier bruder mit irem volck und sassen in ein schiff unnd furen das wasser die Mymmel auf® in Littaw unnd® suchten den könig Puttywero, idoch sie mochten“ nichts a) zweimahl C. b) Margenburg A. Marpurgi Leo 137. c) welten A. d) leben A. e) zugangen ist C. S) auch A. g)d.o. e. C. h) aber C. i) auch wie habe wolt gebr. A, bab iche nicht w. gebr. C. k) nach dem C. I) e. i. m. C. m) diesem ampt des homeisters C. zn) auch A 0) ihr wollet C. p) auch A. g)th.e. a. C. r) ydoch C. s) gemeynem C. t)e.».C. u)int. v uraM.C. w)danC. x) stein A. Leo 130 stock. y) auch A. d. a. M. nur d. e. at. wer C. x») fehlt A. a) u. f. auff der Mimmel ©. b) fehlt C. c) m. 8. C, 1) Die Wahlrede Siegfried's und den Wahlort kunnte Dusb. nicht: Quelle war für Grunau nur Dusb. kurze Notiz III c. 304. S. 175. 2) In Cuimsee sagt Dusb, UI c, 309. S. 176. '3) Dusb. II c. 239. S, 152. 4) Erneko commendator de Raganita .. et .. fr. Josunes de Wienna Dusb. I. ce.
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465 schaffen, sie quemen wider an heimfaren ?.: Sarmino::der: narschälek ' het 'bestalt: 62 starcke :mmenner, die legen hiuder einem beige. So” hetten: sie einen: Masur‘): wie ein weib angezogen, und wie: ein be- triebte frau weynete® und- bat, man solt sie 'umb. Marien: willen zum: ehristen? lande fueren, wan sie‘ wer ausz Rreussen von Risenburg.”) Ein schiff gieng far *, und die wolten nit erheren, das ander quam, und sich bruder Bentolt erbarmtef und: liedz anlegen, in dem..:so, springt der verretter zu und .erwuscht die kette vornen am schiff und wurft sie umb ein baum® und schreit, so komen* die Littawer .herfut. und: sich mit den bruder sohlugen !, idoch mit.mercklichem schaden* *fol. 708. die bruder gewonnen und die Littau erschlagen“. Von den im schiffe wenig quemen lebendig hinweg ', niemandt ist bliben uber vier wochen”, wen" die Littaw hetten feur under sie geworffen von stinckender matteri, welchs sie totte.°) In Samayten auff Mednyeki wonte ein bayor Jerzybuto genant‘), diser nie® wolter wider, die bruder thun, ‚und das wusten die bruder wol. Jerzybuto wolt ein rit auf die Masaw thun und bat den landt- meister umb urlaub, ‘und? er mochte von Rangnit nit 'weck ziehen ', sie solten ansehen seine freuntschafft zu in, wan er'nie in het wollen * schaden thun mit seinem foleke. Der lantmeister und die seinen wolten: thuın umb gottes willen! alsz die fromınen und im“ solchen zog auff die Masaw weren, und es im absagten ", sprechende: die freundtechaft deines hern auf eins andern schaden 'beger wir nit"; in - zu vergonnen schaden zu thun auf die Masaw thun wir mit nichte nit. Alsz dis Jerzebutto horete, und sprach”: mir helff mein got Perkuno, ich wil sie vertreiben ausz irem lande’,®) und ‚gebot ein herfart auf und wolt in die Masaw ziehen mit zehen tausent man: und zeucht zwischen Littaw und Preussen und sich ruüttee am fliesz a) und zogen also w. bh. C. b) Da C. c) u. weynete w. e. b. fr. C, d) ersten! A. eo) lehr A. Ne.s. C. g)den kan! A. h) da apringen C. I) u. schl.s.m. dä, br. €. Ku.e.d.L. C. 1) kamen w. I. h. C., w. q. leben, hinweg fehlt A. m) keyner i. u. 4 w. bliben C. n) dan C. o0,wieA. pJw.n.C. g)daC. nvorR.nwz A, forR we C. s) denerh.i.n w.C. t) w. esth. u.g.A,w.u.g. w.th.C. u) niA, fehlt C. v)u.8.0.i.ab C. w) mit nichte nicht C. x) spr. er C, y)a. deml. vortr. C. BJ) r.=.C. 1; Bei Dusb. heisst es: unus ex eis (den Zitthauern), qui lingnam seiret Polonicam. 2) Diese specielle Angabe ist Grunaws Zuthat, 3) Bei Dusb. werden die Ordensbrüder im Schiff von den Litthauern erschlagen, Grunau war dieser Ausgang zu einfach. 4) Jesbuto Dusb, III c. 241 S. 153 6) Gr. veründert den Sinn der Worte Dusburg’s sehr wesentlich, ‚bei leizierem ist Jesbuto ein geheimer Freund des Ordens, der vor jedem Auszug denselben benachrichtigt, %
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*fol. 7Ob, *fol. 7La. 466 Lieka.!).. Im. morgen er liesz ’* nach seiner weisz erfaren den wille seines gottes®, Sie namen einen christen man gefangen und in ben- den: an eynen baum und im ein pfeil ins hertze schiessen 4, sprang das blut’ gericht: ausz und lieff, so were es ein zeichen, das er seit geluck haben, lieff es aber‘ so nyder, disz war! ungläck.*) Jerzybutte sein unglick sach? und sich bedachte?. Im bedencken so’ qnam geranth b. Heinrich Zuekschwerdt der voigt von Barten®) mit wenig aber guttem folck und sich da schlugen“. Im langen’ schlaen Jerzybutto dem b. Heinrich den lincken' arın abhibe,‘) s0® wart er erzurat und nimpt ein sper und mit macht den Jeraybutto® durch- rantie, und die Samayten nach disem namen° die flueht. \ 8 3. Wie das letzte lannd in Samayten verderbt war. Bruder Pantolus von Benspen ‚somptor auf Rangnit nam volck und quam in Samayten in das landt Myednycky? und es in grundt verderbter und alles volck und viech sie in Preussen triben' und liessen die welde in Preussen auszroden und dorffer bawen’ und satzten darein paurleutt!, etlich auch musten“ ziegel streichen zum schlosse Marienburg und das umbgraben, und" also hetten* sie ver- wustet ganntz Samaytterlanndt“, wiewol die paur, die entloffen waren, mit der zeit ia* wider quamen und bauweten, aber nyrgendt so gut alsz vor’. Die brueder meintten, sie weren nun: sicher vor den Samaytten und nymmen augen auff sie hetten®. Sob versamelt Puttywero der konig° ein volck und im kalten wynter quemen? uber das Kurisch hab und verderbten das compter ammacht von Rangnits und’ Labiaw umb Cremitten, Caymen und mit mechtigem rob sie aleC. be.gewf. C. o)b.i.C. duac.i.C o\greaäc. DeowecC. g) sebe a. u. C. h’u.b. m. C. i) fehlt C. k) un. schl. a. da C. 1) solchem C. m)doC. ud J.m. m.d.r.C. o)u. nach d. d. 8. C. p) Nyednycky A. gq) u. zerstort es i. gr. C. tr. =. i Pr. C. s) u. baweten dahin d. C. t) u. s. bauerleutt d.C. u) m. a.C. v) und fehlt C. w) g- Samaitten ©. x) ia fehlt C. y) zcuvorhien C. x) nur A, d. br. m. nun ©. a) u. h. kein achiung 00 b)Ds0. o)d.k.feblta. dAu.kami.k. w.C. e) vonC. 1) inter... Lickam et Naram Dusb, 2) Dusb. !. c. sagt nur missa sorte. 8) Bei Dusb. hat er keinen Titel, er war Voigt von Natangen, 4) digitum amputavit Dusb. III c. 246 S. 155, aber dieser Umstand gehört in eine spätere Unternehmung, ebenso wie der Schlurs des Paragraphen,
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467 quamen heim °, cleinen schaden sie entpfiengen ?, ag und® ir heupt- man Belsko erfroren war! mit etlichen menner. Die bruder theten niebts darzu, und die Bamayten stelleten wider an und sie wider bauweten® steite und schlosser und sie umbgruben! nach der weise, wie sie in Preussen gesehen hetten, die dorfier nit bauweten :wie- vor ®, sonder sy mit rasen die heuser daokten ", unnd halten Auszreutter; damit sie wusten, wen die bruder quemen. Sie die graben und: fliesser fertig machten! auff befestigung. . Disz bauen ‚wolte. versteren der compter von der Mymmal b.- Gerart von Deupen* und er thut auszerwellen volck, quam! ins. land Croske .in: Sanaayten, unnd in die Samayten in eim wasser danider legten mit seim voleke", den compter sie lebendig zu lobe iren.götten brantten °*, damit sie in in iren feindt* beschert hetten.‘) ‘Von disem compter ist zuwissen,?) als er noch ein weltlich ritter war, so’ wart er ein mal? mechtir seer krannck, in welcher kranekheit er nam auf die heilige sacrament". In derselbigen stunde. er rotie" eine iungfraw an, die im diennte, sie wolte im! zu wille sein, diez. mit niohte die jungkfraw thun wolte" und sagte im vom heiligen saorament, so” apringt er aus dem bette und wirfit die jungk- fraw under sich und thut-imn”, was im lieb was. Nach disem namen in die teuffel und firten in in die* lufft umbe und sprachen, er ist unser, wan er hat geunehret die heiligen sacrament’. In solchem er ruffte® Marien an, er wolt in iren orden ziehen, wurd sie im helffen *, So: quam ein ander teuffel und sprach, ach immer lat in fallen *, wan‘ er hat ein guten willen, und sie liessen in funff meylen von seim lande in ein gekvebe® fallen, ausz ‚welchem er mit not quam und liesz sich heim fueren, der maigt gab er genug und quam‘ in , Preussen. a) on. kamen m. m. r. h. C. b) keynen schaden e. 8. C. c) auch und A, nur ir C. 4) w. erfr. C. erstochen wart A. e)u.b.C. Nm sich. g)b.sienit w.v.C. he.s2.d.d.h. m.r.C. i)s.m.d.gr. C. k) Berart von Derpen A., d. b. w.d. c.v.d.M. b. @. v. D. weren C. b u. kam mit ausserweltem v. C. m) n. d. 8. erlegten i. ın. allem volcke i.e. w.d.C. n)d.c. aber verbr. s. 1. z. lobe i. g. C, zu toto’i. g. A. 0) furt! A, daz er ihnen ihren C. p) fehlt C. g)e. m. m. fehlt A. 7) e. das h.a. empfing. C, a) Zurs. st.r.e.C. t) daz se. i.w. 0. u) daz w.d, j.m.n.tb.C. v)DaC. w)onC. x)i.derl.C. y)danerh.dash.e.g.0. zIr.eC. a)w e.i.w.b.C. b)daC. c)a. last i. ummer f. C. in fehlt A. d) dan C. e) geknobe A, gehecke C. in paludem Dusb. f) zogk U. 1) Diese beiden Abschnitte haben keinen historischen Hintergrund, 2) Flier verwertket Grunau die Geschichte eines Königsberger Comventsbruders, der 1324 starb, Johann von Gülberstedt, die Dusb. Ill c. 350 S. 189 erzählt, 30* *fol. Tib,
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468 Capitel VIH. ‚8 1. Wie Primislaus der konig von Pomerellen erschlagen wart. Ich habe obenen erzelt,‘) wie Mestowinus der furst von Pom- *fol. 722. mern mit willen seines landes satzte zu eim 'erbnamen* Primislaum *fol. 72b. den fursten von der Coya ®, und hindennach wart konig ‚in Polen ®. Diser Primislaw. hette des: marggraffen Woldemiri von Brandenburg leibliche schwester mit namen Leucardis genant, und war eine böse ehe mit. in‘. Idoch zum letzten Primislaus die furstinne Leycardis erwurgete.?2) Disz thet Woldemiro we, und het mit Primislao ein tag, in welohem er von im“ forderte christliche genugtimuung vor das er- morden. seiner schwester, umbsonst und nicht®. Zum andern er solt im‘ gerecht werden umb Pommerellen, das an Preussen stost, wan ® er so nach darzu gefreundet were, alsz er, und: im testament Mesto- winus!: und sein landt im und seiner gerechtigheit nit hetten kunth das seine nemen. Von* kurtzem bedenncken Primislaus batt im ein schlaen an! und sie quemen zu felde im iar= 1307. Woldemirus bracht die Polen in die flueht und der konig Primislaus entrsnnte * in ein dorff Rogosana genant. So sagen etliche bucher, unnd’ Wol- demirus im nach rantte?, etlich sagen, und° die Polen sein eigen volck in da erstochen haben.*) : In seine stat erweiten die Polen Wenceslaus‘ U den konig von Behmen, und alsz sich der’ schickt und wil einnemen sein. konig- reich °, so wirt er erstochen in Mehren! von seim diener, wan es“ war gar ein junger und boser mentsch in vilen sachen.) Woldemirus wart verloren und plib etliche jar auss,°) in der zeit ein fursst von Printzlaw war" Sogoslaus genant, und” diser nam ein“ desz Wolde- miren landt wie ein erbe.*) So” schicket er an den landtmeister b. 8) Pr. d. f.v.d.C.z. e. satate C. b) der darnach k. w. i. P.C. c) im A. d) v. i. fehlt A oJ un. umb.n.C. Neei.C. g)danC. h)u.fehlt A. i)der M. C. k) mit C. 1) bott i. Pr. e. schl. a. C. m)i. ier fehlt A. n) rennete C. 0) das. C. p) nachgerant 0, q) Wenislaus A, nersich©. s)u. wolts.k.e.C. t)da wartteri. M. orst.C. ü)dnerl. we f.v. Pr. C. wu. fehlt C. x) A n.d. W.l.einC. y)DaC. 1) Tr. VIII Cap. XVII8 5 S. 273. i 2) Nach der Chronik von Oliva, Ss. 1 695. Dass Lucardis eine Schwester Waldemar’s war (thatsächlich eine Mecklenburgerin), sagt die Quelle nicht. 3) Mit einigen Zuthaten und der ganz falschen Jahreszahl 1307 nach Miecko. Ss, 191. 192, 4) Gr. wirft Wenzel II mit Wenzel III zusammen; Quelle ist die Chronik von Oliva 1 S. 700. 5) Das wusste Gr. aus der Chronik von Oliva, Ss. I 725. 6) Eigene Erfindung Grunau's,
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469 Heinrieum von Plotzaw und liesz in’ bitten, er wolte im reumen* sein erbthum Pomerellen. Er liesz im sagen, Pomerellen wer seins ordens, das wolte er beweren vor der cohristenheit, wie recht were auf in», und gedacht im nichts zu reumen °. Die bruder in dem schlosse zu Danntzke? triben grossen gewalt, sie kauffschlagten, sie® schanckten bier und der matterie vil, und darumb die Dantzker .den brudern ! nit gut waren. In solchem so® quam mit viertausent man Sogoslaus der furste und nimpt die stat Dantzke ein», so! quam widerumb b. Heinrich der lantmeister mit dem besten volck, so! drangen die Pommerengke ausz und sich mit den brudern schlaugen*, und die bruder gewonnen. In dem etlich burger. der bruder freunde die thor auff tetten und liessen sie ein, die bruder aber gaben! in das lon und erstachen die redlichste® burger. So war da® ein abbt ausz’ der Oliva Rudiger genant unnd Jiser von eim zum andern lieff und sie beichte horte ®.°) j Nach disem die bruder gebotten ', man* solt vortme kein hausz bawen ader bessern in® Danntzke, sonder man solt: bauen under das schlosz ', und sie bautten mit unwillen in das gesumppe ein pflug- gewende vom schlos, und heiszt heutte" die altestat. Doch mit der zeit umb fridens wille, alsz sich Woldemirus wider het funden, die bruder kaufften im das landt von Dantzke Pommerellen ab’, und es mit gereitem gelt bezalten”.‘) Von welchem auch wiert gesagt werden im nechsten tractat ®. 8 2. Von eim capitel unnd seiner satzung vor des landes nutz’. Zu diser” zeit war ein generalcapitel auf Engelsburg, in wel- chem waren einunfunffzig comptores *, und die® mit willen des ho- meisters unnd der lantmeister zu eim nutz des lanndes zu Preussen a) er. w. I. s. erbth. P. einr. ©. b) a, I. fehlt C, dafür w. e. Im bew. c) un. g. es i. nicht Ü. d)d. br. auf d. schl. far D. C. e) und sch. b. ©. f) anff de dr. C. g) In demme kam C. h) ein m. “00 m.C. 1) doC. k) u, schl. s. m. d. br. ©. N) aber d. br. e. C. m) r. 2mal in C. n) doselbst w. ce. ind. PiLre.ra.C. Vuh.eb. ©. n)geb. ddr. C. »)20uC. tu. d. sch. b. C. u) noch heuttiges tages C. v) Ydoch zu d. 2. alas. W.w.h. f kK.i.d.br. div D.P.abC. w)ub. e. m. bahrem g. C, gezalten A. x) g. wird werd. C. y) zu nutz dem1.C. n)derC. a)i.w.Sl.c. waren C. b) die satzten, und fehlt C. 1) Nur dieser letzte Satz ist zu belegen: Chronik von Oliva Ss, I 707. 2) Chronik von Oliva I 707, 708. *fol. 738
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*fol. 73b. 470 sie saczten die mass unnd wichte* aller kanfimansgutter ven den guttern, ‘die im lande in gebrauch haben’, wen man sie® im lande machet;, und sich arm und reich davon ernehret 4,1) Zum ersten 100 ® sol. sein ein oentner *®. 32 lot ein pfundt. 50 quintlein ein lot. 16 lot ein mark. . 2 lot ein untze. 8 untzen ein marck. 32 eln sol haben ein tuch gewanndt. 42 *eln ein barcham‘ tuch von mittel garnne. 22 ein barchen vom posten ®, - 24. schien* eysen ist ein schiff pfundt. 12 cimer ader eimer ader thonne ist ein fuder wein, last nu genant'. 64 stoffe ist ein thonne wein ader bier. - 86 stoffek ist ein thonne mette. 132! stoff sol® haben ein Reinisch fas. Vom acker. Item 3 hacken machen 2 huben. Item® eine meile hat 200 bette °. Item® ein bette die lenge 10 messrutten. Item? ein meszrute 7'/, ele. Item” 60 rutten ein gewende. Item® 30 gewende eine meyle. Item 30 morgen eine hube. Anno? 1370 wart gesatzt ‘Ein stein soll haben 34 #. Funff stein ein oentner. Drey centner ein schiff pfundt ?. a) gewichte C. b) eingebracht h. A, gebrauchlich sein C. c) die man. ©. d)u.a.u.r.s.d erneren C. e) In Ü beginnt dieser Abschnitt: Zum ersten im lahr 1370 wardt gesalzt: ein stein solt haben 84 pfundt, 5 steyne eynen contner, 3 centner ein schiff pfundt, 100 pfundt solt sein ein centner: in & folgen diese Bestimmungen hinter den Flächenmaassen, ebenso bei 1,eo 126. fl parchem C., g) ren pass (d. 1. bösesten, geringsten) A, villoris ulnas 22 1,60 126, vom besten CO. h) schon A. i)wirn.LgC. k) st. in A am Rande nachgetr. 1) 192 A, 133 C. und Ieo. m) so A. n) fehlt C. 0) 200 A, 3 C, duo sulcos Leo. Alle drei Zahlen sind falsch. p—p) s. oben. n. e. 1) Nichts von diesen ist nachweisbar : Gr. erfindet nur einen bestimmien Anfanz der zu seiner Zeit gebräuchlichen Maasse,
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41 ‘Ein last sol haben 60 scheffel *, so.es getraid wer, so es were thonnen gut? 60 thonnen °. . Der scheffel sol haben vier virtel '. Ein virt) vier metzen gantz °. Ein metze und‘ ein man mochte mit zwe henden begreiffen zu s 10 mal. . ’ Dise und ander vil mer satzung seint im lande gewandelt umb viler ursachen‘ und nicht. mer ist“, dan der nam!, wan” in einer stat ist das masz cleiner grosser nach* kaufmans gewyn, ausz dem es itzundt kompt, und vil® in Preussen haben ein scheffel °, damit sie messen, wann sy vom paurn kauffen, unnd ein cleinern, so? sie eim armen burger etwas verkeufen. 8 3. Von eim unsellgen romor auff Nathangen.') Zar der zeit Seiffridi des homeisters waren" erbare geste in Preussen, sonder verlemet‘ im streitte von den Samayten. Diese rometten sich ihrer tadt! und wolten grosz verhalten sein von den bruedern. Den bruedern sie aber weren ein beschwernus“, wann’ sie logen auff Nathangen und namen, was in gefelt. Auf Bartten dem schlosse war pfleger bruder Herman von Mortangen” und diser den Preussen ein hertz machte *, wan’ sie quemen unnd clagten uber die geste und ire gewalt. Zum letzten sie nomen von im” ein bescheidt, sie solten gewalt mit gewalt vertreiben. Disz quam vor die verlembte geste unnd es sie jamerte*. Idoch sie erdachten® ein rat sich an in zu rechen, sie wusten wol, und® die Preussen den brudern nit gut waren. In® mitler zeit es sich ergab, unnd® der pfleger ausschickte seinen a) 70 sch. C, 60 A und Leo. db) so es th. g. Ist C. c) scheffel C. d) virl A. e) g. fehlt C. D als ©. g) m. zw. h. m. begr. mit 10 m. C. h) gewandert A, geordenet C. I) u. willen C. k) u. f. nichts mehr, zweimal in C. !) man! A m)danC. n)dazihrv.C. o)e. sch. b. C. p) wan C. ag) sonnder A. r) kamen br. S. d. h. C. s) aber sie waren v. O, t) sich übernomen irer lar A, ganz abweichend Leo 130: voluntaril ill plurimam exprobrabant ordiol, quod cam pro eius defensione ultro venissent, non parem tamen gratiam ab Iliorum subditis reciperent. u) s, w. a. d. br. beschwerlich C. v) dan C, w) A. d, schl. B. war d. H. vr. Marttangen pfl. C, Montangen A, Mortangus Leo 130. x) d. m. d. Pr. e.h. C. y) das C. )n.0.v.1fehltl. a)i.n.C. bes. c)dar Cl. 4) fehlt Ü. e) bogab e. s. daz C. 1) Der Inhalt dieses Abschnittes ist auf keine alte Quelle zurückzuführen, *fol. 74a.
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"fol. 74b, 412 packomor im dorffe paurn zu pfennden, die nit pflugkorn hetten geben, wan® es war in vielen enden versessen. Der pockomor hielt sich unbarmhertzig mit den paurn und sie schlug °, dawider* waren die paurn und erschlugen den packomer. Disz wart dem pfleger an- gesagt, und er nimpt 50 gutter menner und quam ins dorf und er- schlug alle, die den packomor angerurt hetten. Under disem® reit ein verlempter gast in etliche dorffer und sagt es den Preussen an, wie man sie alle wurde ertotten. Die Preussen auf! und satzten Wympino den edelman zu irem hern und überguemen den pfleger, sie im all sein volck erschlugen* und in brieten sie' zwischen zween kolhanfen. Die verlempten geste, die disr, bestalt hetten, quemen ge- ranth und wolten ‚sehen, wie es die Preussen hetten auszgericht, sobald die Preussen auf“ und hiengen sie alle an die beume. Nach welchem' Wimpino den brudern mechtigen" schaden thet und het die bruder ferrer" geengstiget, so er zu Angerborg nit ertruncken wer. Disz zu stillen der homeister Seifridus schickt° den landtvoigt vom Altenhaus b. Gebenhart? von Eilenburg, und diser sich verschribe * gehn die Preussen es nymer zu gedencken, sie solten nur stille sitzen, unnd schanokte in rocke und geschmucke, und es die Preussen thetten °, wan sie such kein heuptman hetten !, und so traff ungetrew seinen hern ®.*) a)s.p.n.C. b)dan. ce) sch. 0. C. d)indes C. eo) dar C. N) da waren d.Pr.a. C. e) enC. h)u.ersch.. a. v.C. i)u. br. i., sie feblt C. k) Da namen sie d. Pr. alsbalde und Ü 1) diesem C. m) grossen C. n) sehr C. 0) sch. d.h. S. CO, p) Sebinhart A Gerardus J,oo. q) u. F. 5. dieser fehlt C. r) solcher nimmermehr C. s) u. 4. Pr. th. es C. t) dans. h.a.k.hC. u) Ako traf untrew solnon aigenen hern 0,
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*Der elffte tractat sagt vom’ stannde des lanndes, als” es "fol. 75a. die herrn homeister haben regiert in eigner person mit iren amptleut, alsz groszkompter, marschalck, spitaler, trappier, treseler, pfleger, voigte, und wie dan all ir namen im orden sein‘. - Capitel I. 8 1. Wie die homeister Preussen selber regiert haben. Im jare unnsers heilandts? 1310 quam mit wonung in Preussen bruder. Seiffridus der homeister °, wan alle hoffnung‘ wider zu haben das hausz zu Venedie® war dahin, darumb bald auf pfingsten er hielt ein capitel auf Marienburg* und satzte' es fortme* vor das oberste hausz seines .ordens, er satzte da die comptereyen im lande zu Preussen, nemlich die oberste bruder solten sein bruder Heinrich von Plotzaw, welchen er absatzte von der landtmeisterey und machte in groszkompter ',') das ist die nechste persone nach im, welcher alle sachen solte verrichten, was er aber nit thun kunde, das sol man vor den homeister bringenn. Darnach satzte er ein marschalck, der@ die kriege solte ordiniren, und diser solte wonen auff Konsperg, und disz was bruder Helias Grompaw. Darnach satzte er ein spitler, und der solt ordinieren alle spitalia® mit iren dienner, und wie man sie balten solte, unnd° diser wontte auff dem Elbing und war bruder* Conrad *fol. 75b. a) von dem, sagt fehlt C. db) wie A c) u. w. sle d. sein fehlt A. a. w. t. n. 1. 0. a. seindt €. 6) heiles A. c) kam db. S. h. i. Pr. alda zu wonen C. f) holung A. g)d.h.z.V.w.z.h.C. h)d, b. er be. c. 2. pa. 3. C. is) ordente ©. k) fort one! A. 1) zu eynemgr. C. m)derdad.C. n)a. die ep. 0.0. 0) fehlt C. p) fehlt A. j 1) Quelle isı Dust, II c. 304, 8.175. Die Namen der übrigen ae welche Grunau im folgenden angtebt, sind erfunden.
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*fol. 768. 474 von Manselen *. Darnach satzte er ein trappier, unnd diser® die muntze zu nemen und zu geben den soldener und arbeitsleutten macht haben °, und was gelt antrat 4, regieren solte,') und diser auff Cristborg wonen solte °, und war bruder Conrat von Oledorf . Dar- nach er satzte einen dreseler ®, und diser solte schatzmeister sein, und er bey dem homeister solt das gelt verwaren! und es geben, wen es der trappier befulhe, und dise funf* solt man yhe! mit namen nennen in den brieffen”, die der@ orden auszgebe auff ewige zeit, in welchem sie nit weren, der solt falsch sein und untuchtig °. $ 2. Von einer gemeinen wilkor der bruder, des adels und der burger In den stetten alle ?. In welchem capitel wurden dise artickel® erkoren und gesatzt ' vor ein recht ewig zu halten bey pusz unnd pen, die sie wurden brechen, unnd damit man ia ein augen: darauff hette, man einer iglichen stat alsz dem ratte den dritten pfennig zuteilte ‘, und lautten also in iren artickeln:*) 4. Got" zu lobe und" Marien zu ehere, der dienner wir sein, wir setzen” und wollen, damit“ kein Jude, kein zoberer, kein schwartzkunstiger, kein weideler, und wie sie danne genant sein, die mit hulffe des teuffels im irnusz* des glaubens sein, sollen in unserm lande zu Preussen nit’ verhalten werden, und so? sie iemandt wurde verhalten, er sol® das leiden, das die ungeligen verdient haben.?) a) Manselsw CO. db) u. d. solte . c)m. h, feht A AHanrll. JAuds.a.C. wc. N Gledorf C. 8) s. 0. e. tressier ©. h) fehlt C. I) bewaren A, u. b. d.h.d.g.v.C. Kyf. fear Cl. »feht A. m)brodern! A. n)daA. o)f.u.u. 3.0. p) In alien st, C. q) a. in A zweimal. r) em gesatzt u. goordenet w. C, 5) achtung C. t) teilte man eo, i. st. C. u) vgl. Leo 180. 181. v) Schul ws. w C. x)dasC. y)inC am Rande nachgetragen. z) so fehlt A, u. so ym. s. C. a) s. e. C. 1) Der Trappier war vielmehr der Aufscher des Huauswesens im Hauptkausz, Voigt IV 258, 2) Die im Folgenden mitgetheilte Landesordnung emlehnte Grunau aller Wahr- scheinlichkeit nach der Landesordnung Herzog Friedrich’s von Sachsen und des Bischofs Lucas von Ermiand von 1503, welche Voigt IX 312, 313 erwähnt: sie lag mir im einer gleichzeitigen Abschrift im Königsberger städtischen Archive vor. j 3) L. O. Friedrich’s & 35: das zaubere und zcauberinne, lesterer und les- terinne gotis unnd des geloubens werdenn ubir alh ufgehalden unnd gebust nach rechte.
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475 2. Item sint dan und* wir itzunt nit eigene muntze haben, Colmische vierchen® auszgenomen, und Bemische muntz in unserm lande ganghafitig ist, so wollen wir, und‘ 30 Bemische groschen sollen ein gute marck in Preussen sein, wan '' gottes son umb 30 pfening vorkaufft.ist° worden.) 3. Item wer Preusch gesinde hat ader underthan, sol‘ verpflicht sein sie zu halten, damit sie zu der kirche geen, alle sontag ir beucht thun und Preusch nyme reden }.2) 4. Item wir setzen, wie in stetten, vorstetten, Deutschen dorffern, hoven, kriegen und keutelschiffen kein Preusz sol gesatzt werden ander zu regieren ader zu haben amacht der obrig- heit 5, sowol’ die frawen* alsz die menner, unnd sonderlich bier zuesohencken , sonder sie sollen reymen! wuste erbe und da wonen, die ubertretter sollen bussen drey gute marck der herrschafft.?) 5. Item so man mieth ein knecht”, den soll man mietten auf ein jar.*) Ein knecht der sein geschier wol kan mächen und den pflug weis zu gebrauchen, sein lon sol ssin 3'/, gute marck, eim ferttigen® wagentreiber 2'/, gute marck, eim pflugtreiber 1"), gute marck, einer gewachsenen maigt 2 marck*, einer kinder meigt '/,, m., einer kranokenwerterin die woche 15 ferchen, eim tagloner 6 ferchen, welche her- sehafft me ader weniger geben wurde, er° sol: legen ins gericht peen’ hundert marck. So sol man auch bey der selbigen busse nyemandt mietten es sey dann mit wille des nechsten freundes. 6. Item und« ein dienstbotte entlieffe seim herrn ', er im nach mag folgen °, und wo' er in begreifft, in mit einem ohre magk annegelen °, er sey' ein dienner eins herren, wie mechtig unnd a) nach dem, und fehlt ©. b) comische forchen A. c) dax C. d) danC. e)fehlt C. f) der sol C. g) daz C. h) u. nicht mehr Pr. r. C. 1) oder das ampt d. o. z. h. ©. k)d, fr. sowol C. }) reyne &A,w. e. reumen C, ipei vero doserlos fundos colant Leo 131. m) s. m. o. kn. miedett Ü. m) f. fehlt A. oder C. p)a.i. dasg. logen, peen feht ©. a0 C. r)u.h.e.C. a) eorfebt A,m o.i.n.f.l. t) wan C. u)m. ei. mit e, o. ann. ©. v)c.d. s, er fehlt A. 1) Dieser Paragraph ist Zusatz; über seine gänzliche Werthlosigkeit handelt Voss- berg, Preussische Münzgeschichte S. 80. 2) L. 0. Friedrichs $ 34: das die Preuszen unnd Littaun eher under- weiset und geczoogenn werdenn zcıt dem gelouben von irer ie unnd herrenn, den sie dienenn. 3) Dieser Paragraph findet sich nicht in Friedrichs Landesordnung. 4; $ 22 besagt, duss das auf ein Jahr gemietheie Glesinde diese Zeit über im Dienst bleiben soll. Die Lohnbestimmungen sind Gr. Zusätz, *fol. 76b.
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*fol. 77a. 416 geistlich er will. Und es geschee *, wie” ein dienstbott von seinem hern wurde verstossen on ursach, er sol! im geben sein ganntz lon bey voriger busse. Keim muessiggenger sol man leiden. *) 7. Itöm so dienstbotten mit einander wolten® in die ehe tretten, es sol‘ in vergont' sein, sonnder geschieht es® im augste ader" heyschlag ader im weinlesen,. die dienstbotten sollen irer hern arbeit auszwarten !, noch welcher: sie mogen! zu hauffe siehen, die hier® wider thun, die® bussen mit der verlurst ires lons und der herschafft 3° gutte marck.?) 8. Item die meltzenbreuer in den stetten sollen ir bier schenn- cken durch sich ader kretzmer? auf den dorffern und mit michten :nit durch bier hocker? bey der peen 6 gutte marck.’) 9. Item* alles was man wil verkaufen’, man sol es in die stette fueren und wirt iemant ein vorkauff thun, die war sol er’ verliesen unnd 30 m. bussen.*) 10. Item alle handtwercker auff ire arbeit sollen machen ein zeichen !, damit man mag erkennen, wer es gemacht hat, - pen’ 3 gute m.®) 11. Item in wiertschafften ader kostungen ader kindelbier die da gemein freyen unnd scholezen sein, sollen haben auff sechs schissel geste, die burger und vorstetter 4 schissel, die paurn 2 schissel und ag" den montag alleine, pen 10 gute m.?) a) und so ea sich begebe C. b) dm C. Avr.w.Ü. Ds.aC. Jwm.e.Cl.DseC. ©) geschichte aber O, h) fehlt C. 5) s. d. d. I, arb, auszrichten C., k) doch w. A, noch solcher C. I) m. s.C. m) und d. h. C, d. bey A. n) die fehlt, sollen pussen Ü, 0) zwe A, 3 C, tres Leo 131. p) ader durch kr. ©. g) hagken! A, hocker C, höcker Leo 131. I v.w.CO. s)s.erd.wC. J)ea.l.merz m.C ud.m.ese m C. v)den! A. w) such A, aura CO. i — 1) $ 41: wellicher pauer adir dinstbothe . . seinem herrenn entlouft adir entgehet, der zalh in keiner stadt, schlos adir houfenn gehalten werdenn, sander man zalh bestellen uf allenn ferenn, das dy nymant obirfure; wo dann sein herre, adir der ien nochfolligt, uberkumpt, ime zalh frey gelaosszenn werdenn unnd strofen noch irkenntnisz der herschaft. 2) 8 24: zo knechte adir meyde ime aust adir hoyschlago zcum sacrament der heiligen ehe greifen wullenn, eh wenn ire mitte auszgehet, das zahl ien nicht geweret werden, sunder der knecht adir mayth zullen irer herschaft den gemelten dienst durch sich adir eynen andern, doran die herschaft genugsam is, bestellen und auszrichten bey vorlust seines lones, 9):$ 38 regelt den Bierverkauf. 4) 8 52 verbietet den Vorkauf auf dem Lande, 5) Findet sich in dieser Landesordumg nicht. 6) $ 6: gemeine freyenn unnd scholtzen ... . 6 schuszlen und die bauren uber 4 nicht setzen. In den''Städien soll es nach der alden wilkurh gehalten werden.
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12. 13. - sol trineken, pen 3 gute m.) . Item n6oh die freyen, noch ein? handtwereker in ee stetten 411 ‘Rem in dem kirchgange der frawen und. vörlobung zu der ‘ehe ein -malzeit und nit uber 4 schisseln, pen :3 gutie m.') Item zu dem fyrmen» der Preussen man ag‘ ein ühonne bier noch die paurn® sollen fortme brüche' setzen auf: bier zu kanffen, sonder wer da gebricht, der gebe gelt, und man ein solohs anlege auff harnisch unnd gewer, pen 10 gute m.') . Item kein marckt® s6l an heiligen tagen gescheen, ehe dan die homesz ansz ist bey verlurst der gueter.?) . Item kein gemacht oleid sol man fleren. uber lanndt" zuver- keuffen und auch kein gewandt ferben auff sehwartz, sonder* es lassen, wie es ist, bey vorlurst der guter!.®) . Yem kein gebaur ader freyer ader scholtz ‘sol furwercken ader kaufschlagen, sonder er sel seiner ecker warnemen E, idoch die krieger, die das privilegium haben, megen bier, hering, oel, honig, saltz und! weiszbrot höckern”", 80° sie es ausz den stetten gekauft haben, pen 10 gutte m.*) 18. Item niemandt sol sein erbe, und. so es im auch were an- gestorben ader den? seinen, verkeuffen one wust und BauneuBE ‚geines-‚erbhern bey verlust der erben. . . Item niemandt sol gebrauchen wuste guetter one erleubnns 4 des’ hern, des die gueter sein, pen 10 m.S) . Item niemant sol fordern ader aufnemen verlanffene® paur : ader dienstbotten bey peen 30 m.*®) . Item umb keinerley schult man sol lassen ner viech !, das eim man teglich zu nutze steet, peen 10 gute m. . Item kein gertner sol uber zwe pferdt halten one urlob bey vorlust des uberigen pferdes. a) zum Ö. I. den k. A. b) sstman! A. ce) auch A, nur C. d)in A, dieC. e) e. sollen d. fr. die h. 1. d. st. u. d. p. sollen C. f) nicht br. =. U, g)marck A. h)u. 1. f. (& I) sub poena amissio- als rei et 10 b. marc. setzt Leo p. 131 hinzu. $ 1730 fehlen bei ihm. k) wacher (?) CO. 1) und fehlt C, m) hacken A. n) wen Ü, 0) kein A. p) die C. q) eriebans A, r) seines Ü. s) verkauffens A. 1) sol n. das v. pf. 1. C. “ i l) Für diese drei Paragraphen findet sich in der Landesordnung von 1503 kein Analogon, 281 3) $ 36 verbietet den Verkauf alter Kleider. 4) Der erste Theil (bis warnemen) in 8 21, das übrige scheint Zusatz Re s_ 6) $ 32 regelt die Benutzung wüster Hufen. 6) 5 42. Die Busse beträgt jedoch nur 10 Mark. *fol, 77b.
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*fol, 78a, *fol. 78b. 418 48. Item niemandt sel" rutiemholtz auff dem seinen. hauen ader Nahen es. were dan? sach, ex welte aoker Iunchen pen 3m. 24. Item eim itzlichen‘ ist frey ohn dem. verichige seinen scha- .den im lassen auszrichten* nach erkentnus gutter leutt, 25. Item alle jar die scholtsen mit iren ratleutien sollen‘ ire grentzen bereiten, und 'wa® sie sehen, und" sy wuerkentlich sein, 60! sollen sie die: vornewen bey. der pen der Pranene des sohadens, der da mocht auszkomen. _ 26. Item niemandt sol toppelspil! thun ader verhengen, 68 say wie gering es wil“, pen 10 gute m.!) :27. Item im gerichte wer iemandes wirt’ kaslagen u und er sich beruft auf ein eidt°, der sol rum ersten schweren und dar- " „nach, wer da wiert angeclagt, pen ist 20 gute m. vom richter. : 28. Item vorzunder sollen alles gut lassen beschreiben der, die . sie vormünder sein, und sollen es dan uberantwurten wider? nach erkentaus gutter menner, pen verlust seiner ehren. 29. Item ein iglioh scholtz nach Martini in vier wochen seinem . pfarter. sol einmanen. seinen detzem *, die ungehorsamen er : - sttaffen mag mit arnste" ader sie pfonden.?) 30. Item alle scholtzen sollen haben. vier freye huben und» davon ‚sollen sie ein hengst und ein harnisch spe einem manne halten und sollen auf ire zerung zu irem herrn raisen, pen verlust die: freiheit und des amachten. 31. Item den santherren ', dy’ die hern bischove* in drey jarn ein mal auszschioken, soll man” beystandt thun wider alle‘ . boszhafitige, wan’ es nott that, pen 3 gutte m. 32. Item in allen stetten, dorffern® unnd gemeinen sol man dige satzunge drey mal im jar offentlich allen lesen’, zu cathedra Petri, zu pfingsten unnd auf Michaelis, bey der busz der auffrichtung des schadenns, der da mocht auszkomen. a) so A. db) dan fehlt A. c) deze. w. C. djesnem ydem C. e) mit d. g. A. und zuerst In C, in C olin übergeschr. N) s. 4. sch.m. i.r.C. g)woO. h)dasO. Hfehlt C. x) die fehlt A- ı) doppel spl ©. m) sey C. nD)werd.i.w.a.i.g.C. o)rent!A Pwul VeLawedMe. pf. s. d. e. C, dazu die Bemerkung vor (Martini) setzt Kosten Chronik:, einmauren! A, r)m. e. sis. m. c. ©) u. fehlt C, t) der ©, u) gesandten C. v) ey A. w) fehlt ©. x) Dior: »)woc. 2) 531 auch bei Leo 131; santherren übersetzt er durch risitatöres. a) d. st. A. b) a. 0. ablesen C, 85. 2) 9 31.
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479 Capitel Il. $ 1. Von sonderlicher: gnade gottes ein sondern beweis. Zu dem homeister Seiffrido in Preussen quam ein edel Dhorin- ger mit namen Williger von Korneburg genant. Diser ein ser ver- lassener mentsch war: und gotz vergessen, in doch got so bekorte 4 zur busse. Diser Williger war ein strassen reuber® suf dem. Dhorin- ger wald, im spurten nach die von Jena! und in erlangten ins ge- sicht® zwischen bergen und sie im fast nach eilten". Williger sach, wie' es unmentschlich was, und* er in entqueme, idooch zu Marien er sieh wante! und fiel auf seine knye und ir gelobete=, wurde sie im davon helffen, er wil bald in Preussen ziehen und iren orden annemen, unnd es gesohach, . wie” seine feindt. umb in reitten und doch nie- mandt sahen. Williger quam heim und es ansagte’ seiner ehelichen frauen*, die er vor zweiff wochen genomen heit, was er gelobet het in notten Marien ?.!) Sie sprach: da ir wolt ein monch werden, ir solit mich nit genomen haben, ich het wol meins gleichen bekomen, unnd solcher wortte vil. Williger alle tag die frawe umb urlaub bath ", sie in mit stolezen worten abweisete®. Im Maria in diesem so halff!: nach dem versagen. es? quam alle” mitternacht ein geist vor sein bette und sprach: wollauf, Williger, wol auf, deine bruder gehn zur mette, unnd disz werte lannge, von welchem die fraw verdrossen ward”, und es iren freunden clagte*, und man ir es rieth’’, sie solte iren hern lassen? sein gelubtnus volbringen *, ader es were zu besorgen, nnd sie es wurde mit dem leben bezalenn °. Darnach sie im urlaub gab, und er quam“ in Preussen und entpfing den orden und wart im ein sehr nutzer man. 8 2. Von eim andern strassen rober im Thoringenland. Ein ander war Heintze von Contzenaw genant ein edler Dhorin- ger unnd ein grosser strassendieb, er es vor ein gewonheit het und a) v. eyner =. C. b) edelman aus Doringen C. co) w.e.s.v.m. C. d)d. bekeret I. g. also C. ey römer C, DLeben ?) A, d. v.J. sp. i.n. C. g) u. ersahen ihn einsmals C. h) u. s. e. 1. sehr n. C. )dasC,. KMdRC, )i.wern.z.M.C m)ugi.C. v)dal. ou. sagteesC. p)w.e dee Min. g.h.C. 9) soltet irC. r)batt alle t.d. r.u.u.CQ, s)s.w.imstw.a.C. t) aber “M.hibmi.d.C. u)esfeht C. v)inm.C, w)darnwd.fr.v.C. Ju.c.esi.f.C rei, ©, 2) fehlt A. a) verbringen © b) da C. c)s.e.mdi.b.w.C. Yaabei.u C. e)zog C. 1) Der Schluss dieses Paragraphen und der folgende beruhen auf Dusb. III ec. 284, S, 168. . *fol. 79a.
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*fol. 79b, *fol. 808. ABO. keinen tag liesz hingehn, er nam eiwas ‚auf der strasse. Es quam in einem tage, und er nichts genomen* kunte. Disz im hertzlich laid war, und stundt im 'sonnen undergeen vor*: seinem schlosse und harrete: auf seinen vorkuntschaffter.: In. solchem harren quam ein bosser geist in der gestelt seiner dienner .eins und spricht: Cuntze,*) wollauf, es ist etwas vorhanden. Der edelman mit freuden schnel auff sein rosz und eilte im nach und, wie? im dauchte, er ritt zum Dho- ringer wald zu, und in. kurtz es wart gantz finster®, in welchem finstern Contzen begunde zu grawen ‘, und ruffet dem zu, der vor im rith, sonder niemandt wolte antwurt geben. In dem startzte das 1032; darauf Cuntze sasz, und seer wilde thet *. Da sprach der Cuntze, daz es Maria walde, wie ist es umb mich, und. hieb sein ' pferdt mit spora mit‘ allen krefften, und es“ welt nit fort. Da! stig Countz vom .:sattele und sach sich umb, in dem, der vor im rith, war ei brinnende feur® und mit eim .erschreoklichen geschrey er sprach °: wol dir unnd dur ‚hast die genant, die unns zwinget, sonst wolt ich dich itzt gefurt haben, da du solt ewig vorhindert sein. worden armen leutten das ire zu.nemen, und so vorschwand *. Nach diesem er von angst: entschlief ', in morgen er:sach® vor sich inn ‚eim.schritte ein solchen tiefen tall, damit °, so :er wer" im finstern*:darein gefallen, in eleine stucker wer" gerissen. Da erst er nider knyete::unnd Maria dannekter und gelobte in iren: orden zu ziehen ih Preussen® unnd sach sich umb und von ferris sach er ein man nach gemsen* steigen, zu disem er quam® unnd in fragte °, wo® er were. Im wart gesagt, or wer uber Lucernen am Pilatussee im Schweitzer laundt 82 meilen von seim schlosse, und mit hilfe dises mannes ex quam*® auf eben laundt und gienng’ auf sein schlosa und war so graw, alt unnd un- gestalt geworden, damit? in nyemandt kante, idoch er seiner frauen ein warzeichen? sagte !, und sie ınuste glauben *, wie es ir herr were '. "n).als a mi nemen.k. C.. ID. w. 1. 5:10. c)n.: wartele seiner auskandtschafter C. &) fer C. Ju.wi.kgf. Cl, Ni. demeb. C. z. gr. C. g) Im antwortten CO. h)u. th. w. C. i) am 0. k)es fehlt ÜL 1) Da fehlt A, m) von seldem rosz Ü. n) und der vor lm, der w. wie e. br. f. C. 0) u. er spr. m..e. e. 8. C. p) w. d.. dan d, GC, wol dir du fehlt A. Qu. e. v.also Cl. r) e.er for. C s) des morgens sach er Ü, t) streitte! A. u)das ©. v)fcht C. w) ft. Id.kn.eenstn. Cl y) u. dancket Marien C. 2) 1. Pr. x, ». 0. a)gennsen A, db) z, dem ging ©. C, co) fr.i. C, d) wer e) kam er C. f) zog C. g) daz Ü. h) wortzeichen A. Yi.s.e.2. fr. k)daz s.g.m. C, I)dazeres wC. 1) Henricus de Cunce natns ds Thuringia Dusb. 1, ce. 2) Dusb. I. c. nennt keine bestimmte Gegend.
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481 Von ir er nam? urlaub und quam® in Preussen und nam an sich den orden Marie unnd auf Rangnete® endete sein leben.) $ 3. Von elm ritterlichen und menlichen schlaen der bruder.?) Auf Samlandt war voigt bruder Philip von Bollandt, diser wolte zu des homeisters? zeit manheit beweisen, er nam elff bruder und 400 man?) gutwilliger Preussen und zoch in Littawen. Nach merck- lichem bornnen sie haben versamelt mentschen ein merckliche schar ® und viech mechtig vile '. Disz* alles wolten sie gen Preussen treiben. Sos quam Puthywerus der konig von Littaw*) und trifft mit den brudern und sich mechtig schlaen *, aber gar mechtig ungleich'. Die bruder hetten 200 man mit dem robe nach Preussen sandt *, und der voigt wult noch mit 200 man me! .roben, in welchem in uberfelt"® der konig. Im" ersten anrennen der konig rante auf bruder Lenhart Bollandt ?°) und in durch rante‘. Disz sach sein leiblich bruder der voigt und wolt in rechen und rannte under die Littawer und ir vil ermordte '. Disem auch der konig ein spies in leib rante* under dem rechten arm eyn und in also tötte !, und entlich die 200 Preussen alle do pliben “. Disz schlaen wart den’ bey dem robe angesagt, und sie quamen wie die beren gerant, bruder Bernhard von Hawenstein, bruder Johan von Reifenfeldt, b. Steffan von Eglofstein®) und ir folck", und dise“ waren seer mude, dannoch gleichwol sie die Littawen in die flucht schlugen ’, sonder sie sich wanten® und erschlugen die Preussen? alle. Von disem geschach dem homeister seer we, wann ® seine beste kriegsbruder waren da plibenn , rn) n.e C. b) zog C. 0) langnete A,n.e. starb a. R. C. d) bey dieses b. z. C. e) h. s. wider e. grosse sch. m. v. C. f) u. sehr v. viehes C. g) Da 0. bh) un. schl. s. sehr C. i) a. sehr ungleich C, a. g. m. unglück A. k) nach Pr. gesandt O0» 1) n. m. rawen C. m) i. dem 2.i.C o)undi.C. oor.d.kC. pbr. L.vonBC Judri.i.. NDwei.v.C n)d r.d. k. a. e. sp. i. 1. C. t) u. tödten i. a. ©. n) entlichen a. d. bliben C. v) fehlt A. w) miti. volcke C. x) sie C. y).d. schl. 8. gl, C. z) aber s. w. ».C. a) .d. bruder C. bj dis thet C c) dan C. d) aldo bl. C. 1) Auch diess fehlt bei Dusb. 83) Nach Dusb. III c. 291. S. 171. 3) CC viris Dusb. 1. c. 4) Bei Dusb. I. c. wird der Name des Königs (Witen ist gemeint) micht gerannt, 5) frater Bolandus junior Dusd. 1. c, 6) Der erste Name lautet bei Dusb. Bernardus de Hoensten, die beiden andern sind Zusatz, E11 *fol. 80b.
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*fol, 81a, 432 8 4. *Von eim erschrocklichen ungewitter im lanndt.‘) In der zeit dises homeisters im Augstmonden war* ein solch erschrecklich sturmen und ungewitter, damit man auch meinte, das landt solt vergehn ®. In disem sturmen sich erfüllete das schone tieff beim schlosz Lochstetten 4, und ein anders ausarisz° gem‘ schlosz Balga über unnd Braunsperg *. Da auch das tieff? zwischen Fog- lern! und der* Schmergrub erfullete, und nur ein tieff! plib ins” habe ausz dem mere. So quam noch ein greulicher sturmen" am tage Donati,?) damit vil dorffer vergiengen vom eim mechtigen reynen ? ‚ &n den stromen Weichsla, Drewantz, Lawe, Bro, Noyt‘, Syrge, *fol. 8ib. Passerie, Pregel, und vil aokers verderbten' mit irem ausbrechen. So quam zum dritten mal am tag Michaelis *°) ein sturm und unge- stymmigkeit viel erschrecklicher dann vor!, in disem® vergienngen alle mulen im gantzen lande bisz auf funff, nach welchem quam ein sterben,*) in der pliben’ namhafftig personen 17 tausent” im, gantzen lande, dienstbotten und kynder nit gerechent, die Preussische paurn wurden nie* gezelt. Dem homeister sturben aber 112 bruder und 2000 gesinde im gantzen lande. B. Seiffridus aber der homeister* hielt hausz in diser phlagen® zu Margenthum? im Franckenlande, und werte disz sterben von Omnium Sanctorum in iahreb 1308 bisz auff® Ascensionis Domini im iahred 1310, in welchem jare auch verfaulete in Preussen alles getraid, wan® es niemandt achte, und war auch nit? gesinde und auch vor unnd vor® regen !, und die Polens thetten a) wart i. A.m. Ö. b) untergehn C. c) e. 8. C. d) Lostetten A, Lochstetten C, Lock- stete Leo 131. e) r. a. C. f) gegen dem C. g) Brausberg A. h) flis C, bei Leo fehlt d. Sat i) Feglern A. k) fehlt C. 1) fie C. m) n.bl.n.e. flisz ins h. C, inh. A. n) so qu. auche greslicher, stormen fehlt U. Sed maior orta fuit tempestas Leo 131. 0) daz C. p) v. e. so pressen regen C, v. e. m. reynte A ex qua pluvia Los 131. q) Broneit A. r) u. verd. v.2.C. s) De kam a. t. M. x. dr. m. C. t) und er. d. zuvor C. u) u. vond. C. v)undbl.C. w)iTt.n.pC., octodecim milia Leo 182. x) nicht C, me A. rurioolis non numeratis Leo 132. y) abe fehlt C- 2) i. d. sterben C. a) so A, Marienthumb C, Marieti in Galliis Leo 133., gemeint ist Mergentheim. b) i.i. und auf fehlt A. 0) alles ger. im lande an Pr. v., dan C. d) a. w. kein g.C. e) war A. f) regnette C. g) D. P. aber C. g 1) Dusb, III c. 287. S. 170 berichtet von einem Erdbeben am 8. August 1303. Die ausführlichen Nachrichten Grunau’s über die Tiefe auf der Nehrung halen aller Wahrscheinlichkeit nach nur diese Stelle zur Grundlage, 2) Der Tag Donati ist der 7. August (Weidenbaeh, Calendarium 5. 126) Dusb, I, c. hat den 8. (VI Id. Aug.) 3) tribus vieibus Dusb. 2. c. 4) Aus Dusb. Worten: quid autem. iste terre motus innaturalis significarerit, in seguentibus apparebit macht Gr. die Schilderung einer Pest und Hungermoth, von der sonst Niemand etwas weiss,
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488 wie getrewe nachber, wan drey jew lanng sie getraide genug zu furten® unnd gaben die last korn umb drey gutte marck, sonst auch ® alles genug und? umb seer gering gelt. Capitel IH. $ 1. Von einer neuen reformacion im orden Teutsches hauses. Auff exaltacionis Crucis quam° bruder Seiffridus der homeister mit seinen brudern ins capitel auff Christburg im iahr 1312 und hat da 61 menner in den orden gecleit *, er nit ensach! den adel, sonnder so sie age von Teutscher nacion weren und unbeflecht geruchtes, welche er satzte' auf die schlosser und sprach:. lieben! !hern, seit eingedachtsam* der straffung gottes in! vergangnen tagen uber unns erschinen, gedennckt, warumb wir” geistlich sein worden, wisset ®, und der nam° und auch nit das geistliche cleid unns wiert seligen ®, sonder* die geistlichen wercke. Was hilfft dem® andern zu gebieten *fol. 82a. und sie zu regiern, so einer nit selber’ gehorsam pfleget und sich nit weiszt zu regierenn. Gedennckt, werden wir got vor augen haben, unns wiert nichts gebrechen, werden wir aber got vergessen unnd wir® werden gedenncken hern zu sein, bald! ausz der gerechtigheit gottes umb unnser synde willen aller welt zu spot, wir werden knechte sein® unnd den dynen, die wir itzundt nit geruchen anzu- sehen, zu weicher zeit es’ uns wirt widerfaren”, was“ itzunt wir be- sorgen, unnd solcher wortt’ viel, von welchen wortten* die bruder wurden enzunth”" und gelobten ire regel zu halten, sonder es quam, wie von stetem kriegen die” bruder gantz verwillerten unnd vergassen regel unnd alles, was iren orden angehorte in der geistlicheit.') a) dan e. dr. i. 1. g. g- 2. f- C., getr. gon. fehlt A. 1) a. und n. fehlen A. c) zog C. d)i.t. fehlt A. e) u. h. alda 61 m. gekl. i.d.o.C. Ne.n.a.C. g) auch A nura O, b) welcher e. sie s. A. i) liebe A. k) eingedenck C. 1) so inC. m) war w. sindt C. n) ws ist A. o)man!A. p) wie. d.n.un.d.col. w. u. on. selig machen C. Jdaz. r)s.n.C. Ww. feblt ©. t) so werden wir b. C. u) werden C. v) fehlt C. w) wid. w. C. x) wa es A. y) dinge C. 2) w. fehlt C. a) ee. w. CO. b) aber e. kam durch stettiges kr., daz die . 1) Das Chpitel und die Rede sind von Gr. erjunden, sı*
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*fol. 82b. 484 8 2. Ordinacion. In disem capitel wart gesatzt, unnd® die priesterbruder solten alle nacht nocturnum® halten simplex, duplex und totum duplex, aus- genomen wer es trium lectionum, gleichwol sie solten® nocturnum halten und lectiones von heiligen ausz diser ursach, wan® die ritter- bruder kunten under der mettin ir patter noster nit, beten. Item* do wart auch gesatzt, unnd alle’ priester bruder? solten “noch ein iglichen horamb sprechen, fidelium pater noster, ave Maria, *fol. 83a. Salve regina, in omni tribulacione protege.‘) $ 3. Wie der orden bey Pomerellen quam und von czeisen. Es stost' ein land an Preussen und ist 15 meil lanng in et- lichen ortten und 8 meyl* breitte, darnach es die wasser nit vor- hindern, und heist Pomerellen, das ist clein Pomern, und es der orden! zu der zeit in besitz hette, sunder mit anspruch, und® wie sie dabey quemen, ist obenen gesagt worden. Alsz Primislaus der konig von Polen von Woldemiro marggraf zu Brandenburg in offenn streit erstochen wer worden, welcher konig auch herr in® Pomer- ellen war, Woldemyrus sich anzoch° vor ein rechten erben über Pommerellen. So dorfite er gelt, unnd sinttemal Pomerellen dem Teutschen orden? so nahent gelegen war in Preussen %, und auch wol wuste, wie’ sie bald kunden gelt vorsamlen, er es dem homeister Seyfrido anbott‘ zu kauffen. Der homeister es mit den seinen weger- ten !, wie wol® der orden vormal es het ausz aufftragung unnd auch durch krieg* erlannget. Idoch es dauchte” in geratten, unnd” man es auch kauffte, unnd sie wurden es mit Woldemiro* eins und gaben im dreymal hundert tausent gulden Ungerisch, und wa’ gelt gebrach, sie legten® Bemische groschen zwelf vor einen gulden Ungerisch, welch a) w. geordenet, daz d. C. b) nootivum A. c) solt s. C. d) nostivum A. e) dan C. f) daz diese C. g) br. fehlt A. h) herts! A stunde C. i)stots A. Kifhlt A Yu.d.aetl. m) fehlt ©. n) uber ©. )rm..C. p)o.fhltA. ED oi.Pre.n.g.w.C,e n. fehl A. n)dazcC. s)b.ere. C. t)d. h. aber nicht d. 8. solches w. C. U) w. w. 0: C. Y) gedachte @i.C. w)dazC. x) m. dem W.C. y)woC. z)LeC. 1) Nur der zweite Absatz dieses Paragraphen aus Dusb. Il c, 305, S. 175.
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485 gelt zu Calisch* in Polen wart uberantwurt von® her Stibor von Sti- bowitz2.‘) In disem lannde ist Danntzka die heuptstat. 8 4. Die erste czisa. Der homeister unnd die seinen das gelt also erlanngten ‘. Sie tetten ein bette an gantz Preussen, unnd man wolt in geben‘ den zehenden pfennig irer guter, und sagten dem volcke vor, was fromen und was° nutz daraus komen mechte, so man Pommerellen kauffte ader nit kauffte, und sie gaben es zum ersten willig, und es war nyrgennt gnug ‘. Sie satzten es zum anndern mal, unnd man es auch gabs mit unwillen, und es war noch nit genug. Zum dritten mal man wolt? es haben, sie! musten es auch geben, da man vile* gestocken und geplockt het darumb. Unnd! disem gelt versamlen das landt- volck vile namen gab“, idoch der meiste hauffe es nante zeisse ®, und so noch heutt alle ungelt man zeisse heisst in Preussen °.?) 8 5. Wie Samaiten und Littauen verbrannt ist wordenn. *Ritterlichen streit zu fieren umb Marien willen quemen in Preussen herrn und furssten ?, alszı Wernerus graff von Hohenloch, Wilhelm graff von Hohenborg,?) Johannes freyher von Mellenburg, Ernolphus von Wyntmolen ',*) Dittrich von Ellern, Friderich sein son,®) Albrecht von Meldingen, Wigman von Reppin, alle gebornne hern, mit 75 reuttern® und elff tausent knechten. Dise der homeister Seiffridus teilte, ein teil mit b. Eberhart von Virnenborg marschalck®) a) Calls C. b)durh . Je.d.g.eC. HYdazmi.wgÜ. e)wfeltl. De w. aber weyt n.g. 0. g) undm.g. e.a. aber C. I) w.m.C. i)unds. C. k) ir vile daramb C. DVD. fehlt C. m)g.d.l.v.nc. n)dohn.ed.m.h.z.C. o)n. also h. m. n. heut a. mi. Pr. oseiss. C. p) Es kamen i. Pr. etzliche f. u. h. ritt. daselbst zu streytten umb M. w. C. q) a. nemlich C. r) Eruolphus v. Wyntivolen A., Arnoldus von Windtmölen C. es) tittern CO. UD.%.d.h.98.C 1) Quelle ist hier Miechvuw S. 204, der aber die Summe auf 10,000 Mark böhmi- scher Groschen angiebt und als Gesandie Placzko von Lessow und Luthko von Voel nennt. 2) Davon lässt sich nichts nachweisen. 3) Wernerus comes de Hoinbergk Dusd. Ile. 288. S. 170. 4) Adolphus de Winthimel Dusb. I. c. 5) Theodoriens de Einer cum fratre suo Arnoldo Dusd. I, c. Die anderen Namen und die Zahlen hat Grunau hinzugesetzt, 6) Eberhard von Virnendurg war Comthur von Königsberg Dusb. Ill c. 289. S. 170. *fol. 83b.
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*fol. 84a. 486 in Samaiten schioktenn *, der? ander teil mit b. Heinrich von Plotzaw groszcompter in Littauen quam. Niemandt mag‘ genug sagenn, welch ein börnnen und versteren sie übten, wan? gantz Samayten ward verstert, und® brachte 21 tausent personen gefangen. Sonder die in Littaw wurden underricht ®, wie der konig Puttewero wer auf Po- graudo!) ader auff Lemigho, sie sturmten Pograudo und es gantı verbranten ', der konig aber war auf Lemigho, und sie quamen, da der konig war, aber er war wegk!, und sie funden auf dem schloss Lemigho 20” bayoren, dise sie nomen" und verbranten Lemigho in die grundt° und wollen mit unzelichem rob in Preussen ”.*) 80: wonte ein bayor* zu Littaw Swytilloy3) genannt ein grosz freunt der bruder und diser bath die hern zu gaste" auf sein schlos und in guetlich tett°. So quam Friederich von Ellern zu eim bayor, der von in: gefanngen war, und diser erwiste Friderich sein schwert und er- sticht in auf der stund an“. Bald’ die bruder auf. und zünten das schlosz ires wierttes an und in mit all den seinen und die gefangen bayoren verbranten”: und quemen“ ken Preussen.) Die aber in Sa- mayten waren gewesen, wurden auch angesprenget in eim gesumpe und holen wegenn. In’ einem anrennen blib tot b. Hermann von Thases. Disz wolten die ander rechen. Im" eylen durch die grundt da* stortzte mit dem rosse b. Wolffgang von Mistelbach ®,®) und das gantze hör rante über in® und brachten die Samayten in die flucht. Alsz nun? das hör wegk war, so® stunt b. Wolfgang auf und fant' sich noch gesunt, sonnder® sein rosz war wegk, so? sach er sich umb und finth' ein knecht halten auf einem schwartzen pferdt, zu disem gieng er und bat in umb das pferdt, sonder er es im versagte *, so! wirt er zorning und reist den knecht vom rosse und springt darauf a) sch. e 1. 8. O. b) das C. ce) kundt C. d) dan C. e)n. fehlt C. N) aber C. g) bericht C. h) a. P. a. a, Lemingo w. C. i) verbrauten A, u. v.0.g. ©. k) u. s. zogen dabis C. 1) schon w. C. m) und 20 A. n) d. namen s. gef. C. o) u. v. das schlos i. gr. C. pr. wiederumb n. Pr. ziehen C. gdaC. u.undz.g.feltC. Jurti.gC. Hdaging;vri fehlt C. n) von at. a. C. v)B. warn C. w) u. v.i.C. x) u. zogen in C. y)undi.C. s)und 1.0. s)dafeblt ©. bb. W.v.M.m.d.r.€©. ouji.hinC. dnurA e)daC. TS) beim | .C. g) aber C. h) da ©. i) siehet C. k)abere.v.eei.C. I)daC. 1) Territorium Lethowie dietum Pograudam verheert bei Dusb, I. c. Eberhard | von Virnenburg. 2) Bei Dusb. I, c. lagert das Heer vor dem castrum Jedemine (Lemigho äsı Gr. daraus gemacht) und auf dem Rückwege werden 20 Litthauer erschlagen. 3) Swertil Dusb. III c, 290. S. 171. 4) Dusb. I. c. berichtet nur, dass die Burg Oukaym zerstört wurde. | 5) Heinrich von Wolpherstorph heisst bei Dusb. III c. 290. S. 171 der Held ‚des folgenden Abenteuers,
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487 und wie ein schneller* windt® dem höre nach, und als er abe sitzt, so *fol. 84b. verschwandt das pferdt, unnd da erst das hör erkante ®, wer in gefurt het, und sie quamen mit* freudenn, heim zu den iren ®. 8 6. Wie aber herrn und furssten quamen In Preussen. Im andern jar nach diesem quam hertzog Hanns von Lutzen- burg konig Johans von Behmen son?) mit wille und hilf seins vattern, and quam° Wilhelm graff von Eyloff,?) Heinricus fursst von Bayrı, Ludwig marggraff zu Brandenburg mit 13 teusent‘ man’), und sie lagen lang zu Konsperg, und war den brudern ein grosz beschwernus, und war doch ein wech wynnter, damit man nit auff Littaw konte fromen schaffen °.%) Und die furssten hielten processiones und mach- ten gestiffte in ewigen messen, und gott sie erhortet, wan! alsz sie geschickt waren heim zu ziehen im tag Valentini, s0* quam ein blitzlich gefrost! und fros vier wochen lang, damit" das volck in Littaw zoch,®) unnd verstereten Tropeyno und Pileno die mechtige stette®) und brachten viel volck und gros gut. Die pliben in Preus- sen und ein iglich baut im ein schloss, Johannes bautte auff* Nothan- gen und nantten es® Lucenburg itzunt Lunberch,?) der fursst von Bayrn baute ein schlos unnd nente es Bayrn,®) graf Wilhelm quam todt in® Preussen und leit zu Konsberg.°) a) w w. w. e. schn. w. C, u. w. e. schn. er war A. b) u. d. erk. or erst ©. c) in C. d) in ehren C. e) fehlt C. f) 8000 C. g) daz m. in IL. nichts k. sch. C. b)e.e.C. i) und C. k)da C. 1) bl. frost A, plotzlich gefr. C. m) daz C. n)n.n. e. fehlt A. 0) gen C, 1) Joannes de Luccelburgh rex Bohemie Dusb. Supplem. c. 9 S. 215. Der Zug gehört in's Jahr 1329. Für das Folgende benutzt Grimau die Tihorner Annalen zu den Jahren 1336—1338, combinirt also wieder zeitlich getrennte Vorgänge, 2) comes Wilhelmus de Hollandia, Ann, T’horun. Ss. III 72. 8) 18,000 nemt Dusb. |, ce. 4) Eine Randbemerkung der (einzigen) Danziger Handschrift der Thorner Annalen erwähnt die milde Witterung. Ss. III 72. n. a. 5) Das ist wieder Grunau’s Zusatz, 6) Terram Troppin et vastrum Pileno verheert nach den Ann. T’horun, Ludwig von Brandenburg. 7) Lunenburg, im Bartherlande, erbaute 1326 der Comthur von Balga Dietrich von Altenburg, Dusb. Ill c. 362 S. 194. 8) Ann. Thor, Ss. III 72 zu 1337. 9) Unbeglaubigte Notiz Grunaws, *fol. 858.
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*fol. 85b. “488 Auch starb in disem iar b. Seifridus der homeister,') der auch landtmeister war in Teutschen launden gewest* seer ein® guter kriegsman, von eim unachten® des febris, und der groszcompter re- gierte das lanndt, der groszcompter war b. Heinrich von Plotzaw 4 und er rufite alle amachtsleut ins capitel. Capitel IV. $ 1. Von eim grossen morden unnd blutvergiessen. Es vielen die Littaw in Preussen unnd tetten ein ınercklichen schaden, so war auf b, Heinrich von Plotzaw® unnd quam‘ vor Garta®), und® das zuemal wol gebaut war sich davon zu wören. Vor dem schlosse war ein stat, in welche die bruder quamen des morgens mit dem auffthun f, wan es ein mechtiger nebel war !°), und sie branten die stat auss, nach welchem der nebel vergienng*“. Alsz aber die voın schlosse sahen, wie man ken man war, sie” vom schlosse und sieh mit den brudern und Preussen schlugen bis® auf den mittentag, darnach von beden parteien sich rueten® ein stundt und sich schlugen bisz auf die vesperzeit und sich aber rueten? und darnach sich aber schlugen’ bisz in die nacht,*) in welcher die Littaw* ag‘ hundert in das schlos quamen !, die andern wurden alle ermordet“. Der bruder beste volck auch plib’, und die davon quamen, ir tage wurden wie ritter verhalten”. Von disen noch heut am tage“ in Preussen ir ge- schlecht heissen die Preuschin freyen. B. Heinrich von Plotzaw der groscompter? schickte die verwunten bruder in Prenssen heim mit a) auch at.d. 1. w. i. T. 1. g. A, am Rande nachgetragen b. Seuffridns, i. d. i. st. a. etc. bis war gew. C, b) e. 8. C. c) omachten C. d) d. br. A. v. Pl. w. gr. C. e)dawb. H v. Pl.a.C. f} zog C. g) u. fehlt C. h)d. m. fehit A, d. m. m. d. auffschliessen kamen C. i) dan e. w. 6. grosser n. C. k)n. diesem v. d.n.C. 1)dezC. m)dakamens.C. n)uscl.sC, bis fehlt A. o)d. r. es. auffb.p. C. p) u. achl. e., die fehlt C. q) u.r. wider ©, r)u. sch. d- C. 8) auch A nurn C. t) u. kamen C. u) erschlagen C. v) d. b. v. d. br. blieb auch da C. w) w.i.t. fur r. gehalten C. x) heuttiges tages C, h. vom t. A. y)d. gr. fehlt C. 1) Nach Dusb, III c. 309 S. 176. Der Rest des Abschnittes ist eigene Zuthat. 2) Kämpfe um Garthen (Grodno) berichtet Dusburg III c. 292. 293, Ss. I 172. 8) Der Nebel stammi aus Dusburg II c. 292 S. 172 bei einer Unternehmung Conrad Sack’s auf Garthen. 4) Dusb. Ill c, 293 S. 172 173.
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489 vielem* voleke unnd mit Spudoy,') Zkomo, die da farsten waren und des konigs Puthywero schwester menner, und sie musten ir tage in Preussen kalckstein und leim graben und schlosser bawen. B. Hein- rich der groszkompter zog‘ unnd verhorte Petnykaym, Cartzone, Ju- rayn und Berinykaym?®) und quam mit freuden heim 4, 8 2. Wie Samland verterbt war under diser zeit. Mansto unnd Sudargo zwene fursten und bruder des volckes Samayten wusten, wie der homeister todt ward und der regennt des landts mit den besten kriegszmennern in Littawen warf, sie machten sich auf mit aller macht und quomen auff Samlandte und verderbten mit brandet alle dorfer bis! an Caymen und Wargen, das volck sie trieben* über das Kurische hab* unnd sie zogen umb Rossitten! zue *fol, 86a, lannde.°) So war zu der zeit” ein compter zu" Konsperg b. Friderich von Wildenstein,*) diser mit seer gutem volck volgetee nach unnd bey dem berge Peleipo sich die Sameiten teilten”, unnd als der compter one ordenung zoch, die Samayten in im snee uberfielen? und in ermorten' mit allem volck und brachten® weg, was sie genommen heiten. In disem‘ b. Heinrich der groszcompter quam kranck heim und er“ das volck alsz siben tausent man mit bruder Wolo von Diro- ezin und 12 bruder mit" schickte in Samayten, unnd in entgegen Mansto und Sudargo” und sich so mortlich mit einander schlugen, damit“ die Preussen, die” bruder unnd auch” die Samayten todt pliben, bruder Helffart von Romschertzin, b. Juntter von Niderstein, a) ihrem C. b) 121 A. co) 2. ferner C. d) u. zog darnach C. e) das C. f) fehlt C. g) Do m. sis sich a. u. zogen m. gr. m. in 8. ©. h) u. zerstorten mit brennen C. i) bin A. k) und d. v. tr.s. C. 1) und ralsseten A. m) Do war zur z.C. n)aufC. )d.v.i.m.2.g.v. ©. p) aber d. 8. th.s.b.d.b.P.€. Yu.i.d.8. 1. on. C,d 8. in in seer übel fl A. r) u. er- schlugen in C. s) brache alez hinweg CO. t) In dem kam C. m) u. e. schickte d. v.C. v) mit feblt ©. w) dem M. u. 8. entg. C. x) u. schl. s. so m. m. a, das C. y) und br. C. e) u. fehlt C, auff ausgestr., dar. auch C. 1) Spudo, ein Freund des Ordens, wird Dusb, 1II c. 301 S. 174 genannt, 2) Die Verheerung von Putenicka, Scronsyte und Biwerwate erzählt Dusb. III e. 301. 302 S. 174. 3) Dusb. III c. 303, S. 174, 175: Mansto und Sudargus brechen über die kurische Nehrung bei Neuhaus in Samland ein und verheeren die Gebiete Powunden und Rudau (1308, 23, April). 4) Friedrich von Wüdenberg, Comthur von Königsberg, genannt von Dusb. III c. 307 S. 175. Die folgende Darstellung bis zum Schluss des ee entbehrt des historischen Hlintergrundes. .
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"fol. 86h. *fol. 878. . 4% b. Siffrid :von Rampenstein mit 64 Preussen totlich gewunt ausz- genomen* und Sudargo der Samayt auch weg quam®., So vil in Preussen Orayso des konigs Puthywero marschalck im gebiette Rastenburg‘ und mechtig schaden thet. Disen niderlegte mit funftausent man der pfleger von Barten b. Jernundt von Buoloch und b. Nieles von Dietrichstein, voigt auf Ermlandt®. Oroysen sie hienngen‘ an ein eiche, und also* wart zugleich froyde und jamer im Preussener lanndt ®, 8 3. Von einer zumal" beirenden verrettereien. Puttywero der konig von Littaw het an seinem hoff einen gelerten Masur mit namen Zandors, und er war sein cantzelarius !.') Diser on alle anlangung, er sich vor seim hen vermasz *, er wolte von den besten mennern von den brudern und Preussen in! uberant- wurten. Das” gefiel dem konig wol unnd im satzte ein ehrunge, wurd er is thun®. Zu diser° zeit quemen die bruder in Littau unnd wolten das schlos® Garta verstoren, das nun? wider gebaut wart, auf welchem Zandora war und er sich gab" gefangen, und man furt in mit andern gen Preussen auf die Balge. Und die brueder sahen, wie es’ ein beretter man wer im Lattein und seer menlich in seim thun, darumb geselleten sich zu im etliche conventsbruder!, und in umb seinen konig fragten *, und” wa er doch gemeinlich were, er sprach auf dem schlosse Lisikeim in der wiltnis,?) welches gleich ungewonlich war” und ag* durch ein verborgen weg man darzu queme. Von disem weg die bruder vor auch gehort hetten. Uber etliche tage der compter von der Balge* langete Zodoren an“, ob er in auf disen weg mochte bringen, er es zum ersten lestertev ein solchs wider seinen hern zu thun, idoch mit der zeit er liesz sich? über- a) bliben, ausgen. etc. C. b) kam a. w. C. c) Do fiel der O.d.k. P. m. in Pr. ein ins g. B. CO. d) th. grosse sch. C. e)d. 1.d. pf. v.B. b. J. B. (von fehlt) u. b.N.v.D.v.aE m. 5000 m. darnider O. NUndO.h.=.0. g)u.w.a.z.j.n. fr. i. Preussen O. h) uberaus C. i) cantzler C, k)d. verm.».v.0.h.0.2.8.C. )o wimd.b.m.v.C. m)disC. n)u. ver heist i. e. verehrung, so o. das onden w. C. 0) der C. p) d.schl. fehlt A. q) nur A. r) gabs, C. s)daserC. t)d.erg. s. etzliohe =. i. etl. oonv. br. A. u)u fr.i.C. v) fehlt C. w) wie u.ist A. x) auch A, u. m. keme nurn darzu C. y) vorhin O. z)1.d.o.v.d. B. dan Z an C. a)o.e.i.m. C. b)erschlng.os z.e. ab C. c)dasere.s. w.s. h. th. solte C. d) idoch 1. e. a m.d.z.C. 1) Quidam Lethowinus qui camerarius fuerat regis Lethowie Dusd. IH c. 312 S. 177. 2) Bei Dusb. I. c. handelt es sich um Garthen,
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494 bitten, er* furte. sie ein meil von Lisikeym in einen heslichen wald. Daselbigist” wiert einer begriffen von Liszkaym!) unnd diser es den brudern sagte °, was Zandors sich vermessen hett. In solchem sie griffen in an, und er es bekanted, wie° er sie verfurt het. Sie in fragtenn ',?) was sie ime zu leide gethan hetten, er sprach, ich sag, unds ir eurn trost von got hat gewant unnd in gesatzt in® verretter, durch welche ir euch ein namen macht. So wolt ich mir auch! ein namen machen und wolt euch es lassen abenemen *, sonder! ich musz es nit erleben. Unnd sie bunden® in an einen baum uund ein itzlicher hub im ein stuck von seynem leibe und in so in stuoken liessen ligen®. Nach disem bald quam° Puthywero auf sie in der- selbigen stel? und erschlug b. Anshelm von Transen den compter von der Balge, bruder Steffan von Weybern compter auf Brandenburg, den voigt von Barten b. Israhel von Duxen mit 22" bruder und 250 knechten, die ander entranten. Capitel V. 8 1. Von Carolo dem homelster und seiner electio. *Auff Marienburg quam b. Heinrich von Plotzaw der grosz- compter ins capitel’ mit seinen mitbrudern am tag S. Johanns Baptista im jar unser erlöszung‘ 1312°), und da waren die electores « partheisch, ein teil het erwelt b. David von Camerstein compter auf Danntzke ‚*) das ander erwelte den ernvehsten bruder Carolum Bosphoron von Trier®) unnd war der 16." homeister seines a) und f. 8. C. b) daselbst C. ce) sagt 0. d. br. C. dJaufs.gr.n.i.a.u.o.b.eC. e)daz C. NDafr.s».i.C. g)dazC. h)u. an seyne statt g. v. O. i) ench nur A. k)u. w. euch denselben a. 0. I) aber C. m)u.dab.=.C. n)u. liessen i. also i. st. 1.C. o)kam b. C. p) auff ders. st. wider 8 0. q) 12 C. r) B. H. oto. kam a.M. i.0.C. e)m. s. brudern 0. t) unsers erlösers C. u) d. aller thorisch! A. v) 13 (XTII) C. 1) De exploratoribus regis virum unum senem Dusd. I. c, 2, Alles Folgende ist wieder Zusatz. 3) Das Jahr 1312 stammt aus Dusb, III c. 314 S. 178. 4) Den Comthur von Danzig David kannte Grunau aus der Chronik von Oliva. Ss. 1 712 713. Von einer zwiespältigen Wahl 1311 wissen die echten Quellen nichts, 5b) Den Beinamen Beffart führt Karl von Trier schon in dem Hockmeister- werzeichniss Johann’s von Pasüge, Ss. UI 393. *fol 87b.
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*fol. 88a, 492 ordens. Diser hette ag* eine stymme uber das halbe teil der erweler, und wider dises redete® der obegenante b. David und: wolt einen under in untuchtig machen, sonder? der homeister bruder Carolus in vertrat° und disem gab‘ zu erkennen, wer er und sein geschlecht wore®. Von welchem es quam, unnd: b. David des homeisters ver- folger war, unnd mit der zeit auch der homeister dem orden das amacht resignirte!) und zoch ins ordens geschefte gen Bom,?) wie denne gesagt wyrt werden. Dises homeisters groszcompter zum ersten war! b. Heinrich von Plotzaw, darnach b. Pantalion von Ey- dingen,?) sein marschalck b. Werner von Orselen,‘) sein spitler b. Friderich von Tolnaw,°) sein trappier b. Luderus hertzog von Braun- sohweig,5) sein schatzmeister b. Johannes Schrappe *,5) *sein lanndt- compter b. Bernhart von Winten.®) 8 2. Petrispfoning. Zu der! zeit dises homeisters durch den ertzbischoff von Gnisen und durch den ertzbischoff von Riga der orden war vor den babst geladen",*) antwurt zu geben uber vorhaldung kirchengutter ", unnd wie danne berurt ist, umb b. Davidts willen. Er sagt" in auff das amacht unnd quam? zum babste und verantwurt die seinen, so? best er kunde. Darnach zog er gen Trier und besuchte seine" freunde, wan’ sy waren vertriebene Romaner von Anthonio Carcallat dem kayser, unnd starb zu Trier und leit im prediger closter begraben.”) r #) such A. nurn ©. b) das dritte! A. co) u. fehlt A. d)aberC. e)v.i.C. Ng 4.C. g)w.e. were ue.g.C. h) Hieraus kam das C. i) w.z.0.C. k) Schroye A. 1) zur C. m) wartt d. 0.C. n)der k.g. C. o)e. der hom. CO, satzt A. p) zog C. q) auffe C. r) die s- fr. C. s) dan Ü. t) Oaroella C. Caracalla Leo 182, 1) Chronik von Oliva I. c. 2) stetit . . in curia Romana Dusb. III c. 314 S. 178. 3) Eine erfundene Persönlichkeit. 4) W. war nicht Marschall, sondern von 1315—1324 Grosscomthur, Voigt Namen-Codex S. 6. 5) Diese Angabe ist richtig, Namen-Codex S. 11 u, 13. 6) Chronik von Oliva, Ss. I S. 712, vgl. auch oben S. 457. 7) KurPs Aufenthalt zu Trier und Begräbnies (apud fratres suos, d. A. in der Dewsch-Ordenskirche, ebenso die Chronik von Oliva, Ss. V 609) berichtet Dusb. IH
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493 8 3. Welssagung. Disem homeister wart geschriben, wie die selige konigin von Schweden Brigitta genant* het ein offenbarung gehapt von seinem orden, darumb vom Elbing über wasser er schickte ‚b. Valtin® von Colewanntz compter vom Elbing unnd liesz sie im auszschreiben, sonnder? alsz er sie hette gelesen °, er sie keinem mentschen vortme woltf mitteilen und sie behielts in seinem schatze. Wie diese: lautt, wiert auch gesagt werden. 8 4. Corpus Christl. *Diser homeister zwanng die gromönche in Preussen, und! sie musten halten festum corporis* Christi, unnd disz er thet ausz bevel der bebsten Johannes des 22. Ausz neyde sie nichts woltenn davon halten ',*) wan der heilige Bonaventura ires ordens ein doctor hett gemacht ein officium, sonnder® disz wolte die Romische kirch nit beweren und bewerte da" eins, das.da gemacht het Sanct Thomas von Aquino, der da ein monnch war predicatorum. In disem neide die groen monche wurden? seer verfolget, unnd der homeister thet in viel verdriesz, bisz sie sich verschriben. $ 5. Wie Christmimel gebaut wart das schios >. Bruder Carolus der homeisterr zu einer befestung des laundes zu Preussen auf den uberzog ', da die Littaw uber die Memel, ein flus® so genant, phlogen in Preussen zu fallen, er bauwete ein schlos und es nante Christmemel und leit ober Rangnita das fliesz auf.) Er rn) g. fehlt A, dafür die. b).d. sch. e. C. co) Vitum C, d) aber C. e) hortte lesen A. Dwes.f.mC. gb.eC. h)w.sieaber C. i) daz C, k) Jesus corpus! A. I) a.n. w..C. m) aber C. n)d.fehlt ©. o) w.d.gr.m. CO. p)d. schl. g. w. ©. q)h. bawette s.C. r) zugk C, s) am schlos! A, e. 314. Seine römische Abkımfl hat er wohl nur Grunau, ebenso wie der folgende Pa- ragraph seine Entstehung, zu verdanken, 1) Ir dem Streit der Minoriten mit Johann XXII steht Grau als Dominicaner auf Seiten des Papstes. j 2) Dusb. III c. 135 S. 178. 179. *fol. 88b.
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*fol. 89a. *fol. 89b. 494 das schlos bauwete* in holtswerek in vier wochen,‘) wann da? waren funfftausent personen, die da arbeitten,?) und alsz es nun gered‘ war, man sanng? eine schonne lobliche mesz von der geburt Jhesu,’) und man satzte* zu eim pfleger b. Gangolff von Andelau‘) unnd liesz im 40 gutter schützen mit andern knechten und der homeister zog heim.*) Bald es’ quam die botschafft, und’ Puthywero°) wolt die « Christmemel sturmen, so wolt im vorkomen der homeister und schickte 12 schiff vom Elbing mit volck und! harnisch, mit arm- brosten, mit! spiessen, auch speyse” auf ein halb jar, und alsz die schiff quamen vor Labiau® ins Korische hab, von eim starcken sturme sy wurden getriben® an den Steinorth und aldo vergiengen ?.*) Idoch die sich auf Cristememel entwerten® der Littau, wen" b. Couno von Steinnach hauscompter zu Rangnita mit sechtzig gutten menner quam in der nacht vor dem vorziehen‘, unnd der konig muste® da ' abeziehen.”) 8% 6. Wie der teuffei einen in den arss böse" .®) Zu diser* zeit auf Rangnita war ein diennst knecht zum krige ein schutz und seer gewisz”. Diser wan er schlafen gienng, so macht er ein creutz uber sich, eines vor sich und* eins under sich unnd danne sich so legte‘. So war diser beladen mit der sunden molli- ties® genannt und mechtig seer‘. Auf ein‘ abent, als er lag und trib* seine alte gewonheit, so quam ein teufel und beist in hindene in die arszkerbe' so mortlich, damit® er auffsprang wie ein unsynniger a) e. b. d. schl. Ü. b) dan aldo C. c) ferttig C. d)s.m.C. oe) es fehlt C. N) daz C. 8A tehlt C. mdarwi.d.h.v.C. i)v.mith. CO. k)m. fehlt c. 1) undm.C. m) a. sp. fehlt A. n) v. L.kamenC. o)w.e.v.ewt.ol.g.O. p) u aller. A,u. v. aldo GC. g) i. erwert. 8. d. 8. Chr. C. r) wan C. s) Stein rach hanns c ! A. t) kam i. d. n. m. 60 g. m. ehe der konig darfur zog C. u)m.d.k.O. v)da wideramb C. w) aber setzt A hinzu. x)der C. yı x kr. eins. g. ach. O. x) u. fehlt C. a) und legte sich dan also C. b) sondern molecie A c) under w. mecht. s. b. m. d.». M. g. Ü. d) den C. e) no fehlt C. f) arschballe C. g) heftig, daz C, 1) I" 3 Wochen wurde nach den Ann. Thorun. Ss. III 72. 1337 die Baierburg erbaut; es darf nicht Wunder nehmen, dass Gr. diese Notiz hier bei einer andern Ge- legenheit anbringt. 2) Dusb, L c. spricht nur von der Menge der Schiffe. 8) Dusb. I, e. 4) Zusaiz Grunau’s. 6) Witen, Dusb. III c. 324. S. 181. 6) Der Sturm stammt aus c. 315 und gehört in die Zeit der Gründung der Burg Christmemel. 7) Ebenfalle Zusatz Grwmau’s. 8) Mit einigen Erweiterungen im Geschmacke Grunau’s nach Das, II «. 315 Ss. 179,
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495 unnd machte ein solch lesterlich geschrey, damit* daz gantze hoff- gesinde erweckt wart®, und sprach®: welcher teuffel hat mich so‘ ge- bissen. In solchem sich im beweisete der bosse geist und sprach: ich bin es, der dich gebissen hat, wan‘ forne, obene und undene hattestu ein creitz, sonder® hindene war keins, und® da mocht ich zu dir. Lasz ab von der sunden mbollieiei ', und es ist* das beste creitz, wen! got es nit findetr'in seiner gerechtigkeit, und: er helffen mag zu sunden in seiner barmhertzigheit. Von diser® stunden an der schutz gar ein from mentsch wart ?, idoch der bisz im sein tage nit wolte heilen. 8 7. Wie die bruder seer gut volck verloren In Littauen '.') Nach gewonheit der bruder b. Carolus® der homeister schickte auff Littawen' b. Heinrich von Plotzaw den groszeompter mit 40 bru- dern und viertausent mannen gutter Preussen. So wuste der konig Puthywero wol ,?) wie man nur" seine person am* meiste‘ suchte, darumb er wolt” mit den b. das glickrad ziehen, er“ liesz sich sehen, als er in die stat Bissena zog. Bald disz der groszeompter wuste unnd eilte zum konige, wan im war gesagt, wie” der konig vil volck hette, sonder wenig zu der where tugennde®, und darumb gab im der groszcompter selber gewonnen. Der konig mit seim volck eins tett® und sich vergrub , wan° Bissena die stat lag mit dreyen seitten an einem gesumpe, da‘ es auch eim hunde unmuglich wer zu gehn, von® der vierte seitte heiten: sie ein harten sandt mit grase be- wachsen. Und disz! veld liesz der konig machen in seer kurtzen tagen* mit graben! dreissig eln brait und dreissig tieff® und den sand alsz® in die stat fieren hinder die blaucken und liesz lange und schmale’ stengelen auff die gruben legen und sie mit rasen belegen ?, a) das. b) erwachete Ü, co) u. der schutze apr. C. d) so fehlt ©. e) in d. bew. s. d.b.g. C. NamC. g)aberC. bh) u fehlt C. 5) molliari A. kK)dasi.Cc. WinQ. m)Le. 2.C. m)das(. o)d.tehltCc. p) w.d.sch.g.e.fr.m.C, geinsg.v.c niLvtO, e) b. ©. fehlt A. t)2.b.C.d.h.inL.C. u) wol fehlt C. v).n. fehlt A. w)w.e.C. x) und C, y) B. w. sd. gr. C. ») dasC. a)aber C. b) dienentte C. Jth.e.C. d)v.=.C. e) denC. N das A. g) auff C. h) aber h. =. CO. i) in dasselbige ©. k)i.s. k. zeit A. 1) einen gr. machen C. m) Sein t.C. n) lies er allen O. o)n. 1. fehlt, schmale 1. C. p) und lies s. m. r. be- decken C. 1) Lusb. IM ec. 316, S. 179, 2) Den König wwähnt Dusb, hier nicht, *fol, 908.
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*fol. YOb. *fol. 91a, 4% damit man ag* blosz veldt wie vor sehe. Und die brader quomen, und sint den? sie wusten, wie‘ ir feindt da war, sie gienngen mit freuden an die stat zu sturmen 4. Im anlauffen die b. mit irem volck fielen in die gruben' und ertruncken alle °* bis auff b. Heinrich von Plotzaw den groszcompter, der mit aller nott ward auszgezogen !, und er quam ag’ mit sechsundneunntzig mannen gen Preussen, unnd war grosz iamer.!) 8 8. Schiffe *.°) Disz wolt rechen b. Werner von Orselen des ordens marschalck’) und von Ragnita er liesz abgehn drey schiffe!, die waren gemacht wie die schiffe Pilgrim und Fridelant, davon oben gesagt ist worden,‘) und dise hetten marsen”, das ist obene auf der mast ein runde where von holteze vor 12 man vol® mit steinen. Und er fur das fliesz Memmel auf und quam ins fliesz Wangra, auff welchem man kompt zwischen Littaw unnd Samayten °, da seer ein gut? stuck landes war und unverderbt umb der wasser willen‘. Und da an eim grossen see und tiffen' leit° die mechtige stat Bischonada,®) und man sagte, wie der konig Puthywero da were. Als nu die schiffe quamen wol sechs pfluggewand an die stat ‘, so erhept sich ein mechtiger sturm- wynt® und treibt ein" schiff mit gewalt an das lanndt* nit fernne von der stat, und die Littau ausz der stat und schlugen sich mechtig* mit den b., idoch die b. brachten“ das schiff mit grosser muhe und’ arbeyt vom lande in die tieffe und warffen ancker und harreten nach gutten wynde.*) Disz harren sich verzog, under dem: Puthywero der a) d. m. auch A, daz m. num C. b) nach dem C. o) das C. d)g. s. m. fr. zur dieselbige z. st. C. oe) Aber i.a.C. Ni. d. gr. .C. g) a. e. in A 2mal, da aller C. &) berams gezogen C. h auch A, u. e. zog nur 46 m.g. Pr. C. k)fehltinC. Yu.1l.v. BR sch=C. am) marschen CO. Luo. Dav. 7 183 marschen. n) und m. st. A. o)a.w. m. aw.L.u.S.KC. Pe.2g.0. gu. von d. w. unvorsehret C. s)gr.u.t.u.0. sn.daligt CC An.daw. 6 pi. a. d. st. kamen ©. u) da erhub e. so e. m. st. C, v) das eine C. w) hefftig C. x) i. brach ten d. br. C.- y) m. u. fehlt A. =) v. s, und u. des C. 1) Alle diese Details kennt nur Grunau. 2) Dusb. III c. 317, S. 179. 3) Comthur von Ragnit nennt ihn richtiger Dusb. I, c. 4) S. oben 5. 248: der Vergleich fehlt bei Dusb. 6) Junigede Dusb. I. c. 6) Bei Dusb. III c. 317, S. 179 heisst es nur fratres ovaserunt.
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‚497 konig von. Cauno!) schickte 100 cleine schiff abe“, in eym iglichen b sechs menner zum streitte,?) die da arbeitten auszgenomen °, und sy quomen, da sie der b, schiff funden, wie? sie Bischonada sturmpten, wan sie von den marsen obene® viel volck erwurffen, damit sie.nymme f steine hetten. So war do® Staldo der bayor?) unnd er warfft in ein schiff ein bundt hanf mit hartz und pech durchganngen! und het es angezundet. . Ausz disem einwerfien er entztinte* das eine schiff, und es wart bormende' von starckem wynde und auch! verbrantte mit allem volck und gewher, so aber iemandt ausfiel", der ertrannck. Surmyna® war heuptman uber die cleine schiff“) und er sich mit den b. schlug° vier umbgende tag, im: vierten tag heuth einer das eordel entzwee, doran das schiff vor angker lag, und der wint es jagte '. So war b.* Wernero nit me zu thun, sonder er zog auff die *fol. 91b, segell® und lieff vort wynde zu dem® ende des sees, unnd sie sahen, wie in von fernnes die veinde nachquemen. Als sie aber nymme speisz hetten nnd auch vile nymme geschos’, sie wurden es zu rathe”, und tratten auf das lannd und mit grosser ferligheit und an- stos sie. quamen auf Cristmemel betriebt gar seer“. Surmyna® quam zu den schiffen und sie auch verbrante’.,) Wiewol vil tausent Littaw pliben, idooh ea war“ ein triumph, und man het die schiff ver- brant mit dem gewhere.. 89. Wie vil edie und geborne herrn todt bliben In Samaiten. Unnd von nattur und die b. musten es nit lassen*, und zu irem verderbtnis sie wolten es rechen. So? weren feine hern in Preussen komen, dise nam b. Heinrich von Plotzau groszeompter mit im mit ® &) 100 kl. sch. schickete, abe fehlt C. b)i. e. glicke! A. c)a.d. daarb. C. d)daz. e) o. fehlt C. sie (wiederholt) viel A. f) daz s. nicht mehr C. g) Da w. C. h) fehlt C. i) durch- lanffen C. k) einw. fehlt, entz. sich C. 1) u. e. w. b. und a. fehlt C. m) f. a. ym. heraus C. a) Steurman! A Surminus Dusb. III c. 318. eb. L. D. V 186, Leo 138. 0) schlis C. p) 4 tag lang C gyundamC. 1)i.2.C. »2.d.s.a.C. t)furdem w.C. u)d. iehlt C. v)a. nicht g. ©. ww. e.z2.2.C. x) kamen s.2.Chr. g.=b.C. y)u.v.»..C. 2) w.e.C. a) Von n. kundten ed. br.n.].u w.e.r.'C. b)DaC. 0) sich, in A, das 2. mit fehlt A. 1) D. i. Kowno; Dusd, III c. 318, S. 179 rex Lethowinorum ohne Namen. 2) Die Zahlen auch bei Dusb. 1. ce. 3) Scoldo Dusb. 1. c. S. 180. Dust. lisst ihn bei dem Kampf um das Schiff Jallen, 4) Dusb, |, e. 65) Bei Dusb, handelt es sich von Anfang an nur um ein Schiff, welchns die ZLitthauer verbrennen, Grwmau hat zwei daraus gemacht, j 82
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*fol, 928, *fol. 92b. 498 dreissig bruder und viertausent man und zog in Samayten nach Met- nikayn, da konig Puthywero kranock lag.‘) Die Samayten wusten ir verderbnus, darumb ehe die b. zu in quemen, sie haben sich geteilt in einen waldt *,* da nur ein gequebe ist®, sonder‘ gleichwol ein tham dardurch ist? zwo meile lang. Auff disen die b. quamen stilschwei- gende° und meinten, der Samaiten keiner solt es wissen, und alsz sie nu auff dem tham ritten und giengen in der ordnung, von vorne? die Littauen werfen die brucke abe, von hinden die Samaiten der- gleichen und die b. von hinden und fornnen engsten®, und so die b. dan! schwere geile und gerette heten, wa“ sie vom dhame quamen, da! bliben sie bestecken im mutte”, und einer den andern erlrette, wan von hinden und vorne man sie angriff®, und die bruder pliben da alle°. B. Heinrich von Plotzaw sich mit den fordersten hetter mude geschlagen und hat sie in die flucht bracht und quam zu den hin- dertsten geranth und wolte sie auch retten, sonder im sein pferdt sturtzter unnd® in die Samayten erschlugen !, unnd also nam der edle herre Heinrich von Plotzaw ein ende,®) der mit seiner handt umb gottes willen manchen stoltzen Littaw und Samayt erstochen hat. Disz sint die namen der weltlichen hern und ritter, die da pliben = der herr von Pleyfelt, der her von Anses”, der her von Papenheim und" der herr von Goldacken;°) die namen der* bruder, die da herrn der geburt waren: b. Heinrich Reiss herr von Plaw, b. Heinrich’ von Tettingen, b. Robe her von Eisenberg“) b. Engelhard her von Myno- ren und b. Albrecht her von Rodenberg;’) ritter waren der von &) d. h. sie s.i. 0. w. verth., e. d. br. z. i. kamen C. b) der n.e. g. i. A, d. 2. etzlich sehocke war C. c) aber C. d) fehlt ©. e) kamen d. br. stilschweigente C, stilschweiges A. N ferane A. g) w.d. L.v.v.d. br. a.C. b) u. engstigen d. br. v. h.u. v.C. i)u. weil den d. br.C. k) und. 1})ds fehlt C. m) motte ©. n)d.m.gr.s. a. v.h.u.v.C. o)alle alda C pP) h.e.C. q)u.8, i. d. fl. getrieben C. r) aber a. pf. st. mit imC. s) und fehlt A. t)u.d. Be. i- C. a) totd bl. C. v) Auses A, Nuses L. D. V. 208. w) u. fehlt C. x) da feblt A. y) Ulrich ker v. T.C., wie A such L. D. V 303, 1) Für das Folgende ist Dusb, III c. 320, 321 und 338, aber viel/sch som Grunau erweitert, Quelle, er combinirt drei verschiedene Züge gegen Medenicken, 2) Dusb. III c. 338, S. 185. 3) Alle diese Namen hat Gr, hinzugeseizt, 4) Henricus Ruthenus, Uiricus de Tetinge, Rebodo de Ysenburgk /allen 1314 bei einem Zuge Heinrich's von Plock gegen Medenicken, Dusb. III c. 321, 8. 180. 5) Diese beiden sind wohl auf Gerhard Rude, der mit dam Marschall 1320 jalk, zurückzuführen, Dusb. IIl.c. 338, S. 185.
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499 Lerchau, der von Sehertingen, der von Arffberg *, der von Bibrau und her Hoyer und Keabar gebrueder von Krkwisen '*) alle mit irem volcke. Capitel VI $ 1. Wie der homaister ‚aus Teutschen landen hilffe begerte, und sie: im auch quam.. Bruder Carolus der homeister sich dises niderlegen beklagte 4, und wer es sache, und er nu were verlassen °, so vergienng alle arbeit und gestifft der Teowtschen nation in Preussenn, wen sicher‘ die Littaw und Samayten wurden überhandt namen, darumbs Ruprecht pfaltzgraff am Rein wart angelannget umb hilff unnd er sprach: euch ist geben Preussen zu regiern und zu bekeren, umbt des willen hern und furssten' ir volck haben lassen einziehen *, und sie es besatzt haben nach Teutscher weise!, die zu beschutzen vor den ungleubigen herrn und furssten® viel mol in kriegsweise hilf? haben gethann, itzunt* aber ir wolt® konige bestreitten, so° euch nit befolen, und darumb ir nicht glick mast haben ?, und e3 were, man‘ euch in Preussen zu wolte, ir soll von unns :hilff haben, und der worte gnug *.?) Idoch die ern- vheste herm alsz herr Bernhart graff von. Wirbenaw,®) Anszheim ! graff von Bergen,‘) Adam Abraham gebrüder graff von Mompolgarten und Ryneg ®, Ditterieb von Elleren,°) Wilhelm vom Schonberg '*) und Ludwig von Spanheyn,?) dise mit siben tausent man quomen” auf Kons- berg. So war auff Konsberg* compter b. Gabriel von Dhegenfeldt unnd er mit den hern zog’ uber die Kaurische neringe in Samaiten a) Noszberg L. D. V 208. b) Berent u. G. g. v. Erkarisen L. D. V 208. c)es A. d) anclagte A, b.e. d.n. Ü. e) gelassen A, daz er n. v. wurde C. f)dand.L.n. 8. w. schier u. mc. ggdı.wR. C. h)undu.C. i) haben die h.un. f.C. k) hinnen ziehen C. 1) u. 8 e.n. D.w.b.b.C. m) und diese von d. u. z. b. h. etzliche f. u. h.C. n)w. i. C. 0) so fehlt C. Pde.i.ngl.hb.C. Ywedendam.C. nsoosi.C. Ju.dw.vilC. t)eoAundL. D. V 206, Arolphus O0. u) Zinegk C. v) so A u. L. D. V 208, Steinberg C. w) Dise kamen C. x) Da war daselbst C. yJu.e.2.m.d.b.C. 1) Für alle diese Namen fehlt jeder Nachweis, 2) Von dieser abweisenden Antwort eines Pfalzgrafen weiss Dusb. nichts. 3) Bernardus dux Wratialariensis Dusd. III ec, 340, 5. 186 zu 1322, 4) (comes) de Berga Dusb. III Suppl. c. 9, S. 215 zu 1329. 5) Dusb. III c. 288 und 296, S. 170, 172 zu 1304 u. 1307. 6) (comes) de Scowonbergk Dusb. Suppl. c. 9. S. 215 zu 1329. 7) Joannes do Spanheim Dusb. 21 c. 296, 8, 173 zu 1307. . 233* *fol. 93a.
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*fol. 93b. 500 ‚und quamen vor Criwykaym!) und es stormpte* mit grossem schaden, und wogen vor Noyada,?) da war Puthywero der konig, unnd man wusi e nit. Der konig sich mercklich wörtte *, und da in dem sturmen pliben * todt der compter von Konsberg, der graff von Elleren, der graff von Bergen, der graff von Reynegk und sonst vil hern,®) und die ander musten abeweichen °, wen sie waren seer mude und verwundt. Dem hauffen zog nach b. Heinrich von Diettrichstein mit bundert und dreissig pferden,*) unnd dise furten* die speise des ganntzen heres, auf welchen fiel David’ der marschalck des konigs «®) und erschlug ir vil und die speisse alles nam }. Da erst das Teutsche hör not het!, wann die hern mil den iren im wusten land waren* und darzu seer vermundt, idoch überlengst sie speisete! der compter von der Memelborg. Dise berrn quamen® heim unnd sie verseunfzen, wan sie horten Preussen godenncken ". $ 2. Wie man Samalten gewan und Littaw auch° wolt besitzen. Den bruder disz honete, und man solch? redlich volck verlure auf so eim’ heilosen volcke, alsz die Samayten und Littauen weren, sie erlangeten vier tausent man vom furssten aus Bayrn und Meissen.‘ Der homeister mit seim eapitel sich verschwuren entzwer* die feinde zu underbrechen! ader zu sterben ritterlich “. Er nam b. Panthalion’ von Eydingen?) und im gab” das amacht der groszcomptereye und im gab’ die beste bruder, herrm’ der geburt, als b. Lasar Truchses von Pomers- a)st.e.C. b)woA. c)w.s.m.C. d)u. bl. d.i. st. t. C. e) meinten überweiche! A. N undd.m. d. k. A, auch bei L. D. V 206 fehlt der Name. g) w. D. d. k. m. uberfiel C. b)u.n.d.ep.all.C. ij) D.h.er.d.D.h.n.C. k) w.i.eynem w.1.C. 1)ep.s.C. m)gqum A, zogen h. C. n) ers, w. s. des landes Pr. h. g. ©. 0) m. und a. fehlen A. p) d. br. thatt es wehe C. q) so C. r) wieder ein so h. CO. 5) v. s. entweder C. t) zuvertreyben C. u) r. z. st. C. v) Pantholden A. Pantbaleon von Eiden L. D. V 331. w)g.i.C. xz)g.i. C., i. thett A. y) und h.d.g.C. 1) Der Zug nach Kriwitschi gehört ins Jahr 1315, Dusb. III c. 322, S. 180. Grunau mengt hier die einzelnen Capitel Dusburg’s bunt durcheinander. 2) Parva Nogardia Dusb. I. c. 3) Von diesen Unglück findet sich bei Dusb. nichts. 4) Namen und Zahlen hat Grunau hinzugesetzt, 5) David Castellan von Gariken Dusb. III c, 322, S. 181. 6) Davon weiss Dusburg nichts.
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501 felde,‘! b. Berengart von Aldenberg,*) b. Friderich von Queiss,®) b. Otto von Sangerhausen, b. Diettrich von Buolachin und b. Seiffrid von Hohen*landtskron,“) und welch? volek und® wie vil sie wollten aus *fol. % a. gentz Preussen von burgern und Preuschen freyenn und von paum, und sie zogen in Samayten am tag Martini in eym herten wynter und ge- wonnen gantz Samayten, wen? auf Noyoda des koniges heuptman und auff Bischonada der bayor mit andern sich ergaben®), und es? gieng den brudern nach willen’ unnd sie bewoneten Samayten. Auf Noyoda satzt man b. Hugo graf von Monpelgard*) mit zwetausent man, auff' Bischo- nada graff Petter von Eydingen mit 2000 man ®, und der ander hauff z0g uber die gefrorne strome zum hauffen, do der homeister inne war, in Littaw zu ziehen. 8 3. Herfart. Zu wissen, wie: der homeister b. Carolus?) versamelte funffczig bruder und funfftausent man und quam in der meinung Littaw under sich" zu bringen, ader so anzurichten, damit er sich nyme vor in 80 dorfite furchten *. Sonnder got wolt im so nit fugen!, wen” es ge- schach, wie das volck aus Samayten zu im quam® vor eim mechtigen ° hedewalde und sich umbr muedigheit des volckes muszte lagern, die nacht da zu ruhen °, wann" daz* folck war in® den dritten tag geeylet und hat nichts gessen, umb die mitnacht erhub sich ein solch er- schrecklich gedömmel, damit man fermeinette, die welt fielet, in welchem sich die pferde aberissen, und mit aller nolt man sie schwer- a) Knolachin A, eb, L. D, V 386. b)sovilC. c)u. fehlt C. d) den C. e) es fehlt C. Nn. ihrem w. C. g) a. Bisch. — 2000 man fehlt A, ebenso fehlen diese Worte bei L. D. V 328. b) Es ist z. w. daz C. I). fehlt A. k) oder in -also anzur., dax sich niemandt fur i.d. f. 0. dabrg.w.oi.n.LC. m) danC. n) z I. qu. fehlt O. 0) grossen . p) wegen C. q) d.n. d.m.l.z2.r.C. r)danC. s) nun inC, t) das m. etc. C, d. m. meinte von ferres die w. f. A. 1) Zwei Herren de Pomerio nennt Dusb. II c, 296, S. 173 zu 1307 als Kreusfahrer. 2) Dietrich vun Altenburg Pusb. III c. 329, S. 182 zu 1316. 3) Fridericus Quitz Dusb. I. c, 4) Die leizien drei sind nicht nachweisbar. 5) Die Vorburg von Junigede („Bischonada‘) erobert der Hochmeister 1315, Dusb. IIl c. 325, S. 182. 6) In ihm steckt wahrscheinlich der von Dusb. III c. 330, 5. 183 genannte Vogt von Samland Hugo (von Almenhausen). 7, Das Folgende geschah nach Dusb, III c 331, 5. 183 auf einem Zuge Heinrich’ von Plock im Jahre 1317. *fol. 9b.
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"fol. 95a. 502 lich mochte 'ergreifien *, und vil knmecht den todt davon hetten », wan es war hart und glat eyaz one schne, auf welchem die knechte den pferden nachlieffen und sich todt fielen auf dem eyse °. Bruder Carolus der homeister disz vor ein warnunge von gott nam und zog vom walde Nymaym nach Preussen, und auf Christmemel dem homeister gesagt wart d, wie konig Putbywero ein solchen anschlag auf in gemacht het, davon in ag*® got hett mocht freyen und kein mentsch ‘. $ 4. Ein hulff von Marien gethan irem dienner «. Bruder Hartwig von Rosenstein® compter auf! Raugnita!) im sommer nach disem jamer?) ritt! mit viertzig pferden®) in Littaw und fieng Mymulo* unnd Jaudele gebrueder bayoren des konigs!,‘) wan dise im sonderlichen schaden gethan hetten®, und bracht" sie wegk,* sonnder° es wart lautbar, unnd man eilte im nach, der compter mit den seinen gab die flucht rennende”. In dem sturtzt ein pferdt mit dem knecht®) und der knecht beschweimet, überlangst er zu im selbe quam und sag‘, wie es gefaren wer, er sich nyder kniete und sprach: o mutter aller betruebten kynnder, entthue heut mit mir gnade und hilf mir von disen heiden zu deiner diener, und stund auf und so in seim’ hamisch gieng, alsz im dauchte, nach Rangnit zu und quam in ein Littausch dorf und fandt vil volck bey einander. Er fraget sie unb den weg gehn Rangnita, und sie in im auch weiseten. Alsz er nu wegk quam in den strauch, es gerauwete® den paurn, und sie in nit erschlagen hetten, und sie bald mit hunden ausz und suchten in. Der knecht disz merckte und er sich under die crometbohenstreucher, das ist kattichstrauch, wider kniete und bette zu Marien. In dem quamen die hunde, hinder im und vor im sie lieffen, und doch nit a) u. m. mit a.n. 8. schw. e. m. C. b).d. t. bliben ©. c) hart und f. s. a. d. eyaz an tode im naohlauffen der pferde C. d)w.d.h.g.C. eJauchAnum(. Ngu.km.b. mug fr. ©. g) Veberschrift fehlt C. h) Resentey A. i)r.i.s.n.d.i. C, im sonder! A. k)den M. C. D)u.d.kb.C. m) dansieh.i.s.sch.g. C. n) furt ©. 0) aber C. p) u. sie gaben d. A C. Von hier bis zum Schluss dieses Paragraphen bietet C nur einen gedrängten Auszug, am Schins desselben steht: fabula. q) sagt A. r) im sein A. s) gerauweten A. 1) Frater Hartmannus Dusb. III c. 332, S. 183. 2) Eodem anno in ostate Dusb. I. c, 3) Cum LX viris Dusb. |, ce. 4) Davon weiss Dusb. nichts. 6) Der Held des folgenden Wunders ist bei Dusb. Il c. 333, S. 184 trater Albertus de Indagine.
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508 meiten. Die paurn nach langem suchen sie nyemant funden und zogen wider zu dorff zu, und der kneeht quam gesunth auf Rangnita unnd sagt, wie im Maria het geholffen. 8 5. Einfall ».*:) efol. 95b. Mit dem volcke, damit Surmina®) dem compter nacheilte, er brach ein®, also nun® Ritterszwerder hat gelegen, und quamd durch Girdauen auff Nothangen*) und nit brante °, sonder alles paursvolck erschlug‘. -Disz wart kunth gethan dem voigtts zu Bartta b. Micheln von Rollen, und er im den weg vorlegter an einem fliesz, da sie eine brucke gemacht hetien, wider umbzukeren, so es not thet. Dem pfleger von Kreutzburg '*) es auch wart kunt gethann, wie die Littauen im lande weren, er aufft und trifft mit in, unnd die Littawen nemen! die fincht. und eilten zu irer brucken, unnd da der voigt sie entpfienng®, und sie alle erschlagen* und ersoffen die Littaw, als man in der zal achthundert personen auf den dorfern gemörth hetten. Capitel VI. 8 1. Von dem jamer der von Liffland zu Riga, und wie der homelister zum babiste citirt wart.°) Es ist obene gesagt worden,*, wie die burger von Riga die Teutsch bruder umb irer ungerechtigheit und schnedigheit willen ausz a) Ueberschrift fehlt in ©. b) br. or 0.0. e)nur A. d)erkamC, e)br.n.C. Ne ea.p.C. g)d.v.k.g. vonB.C. h)v.i.d. w. C. i) Konsperg A, a. w. o. d. pf. zu Kr. noch zu wissen g. C. k)undo.a.C. 1) gaben C. m)n.d.e.e.d.v.C. n)es.a C, o) der Lieff- tonder ©. 1) Nach Dusb. III c. 337, S. 185. 2) David von Garthen bei Dusb. I. c. 3) Territorium Prussie dietum Wohenstorph Dusb. I. c. 4) Ulricus de Drilebe commendator de Tapiow ot frater Fridericus Quitz socius ejus Dusb. 1. c. 5) Die sehr detaillirie Darstellung, welche Grunau in den ersten fünf Paragraphen dieses Capitel von dem Streit des Ordens mit Riga giebt, ist aus einzelnen, bereits oben 8. 457 458. angeführten Netizen Dusburg’s und der Chronik von Oliva pragmutisch zu- sımmengeselzi und in gewohnter Weise dramatisch zugestulzt; die wenigen Stellen der Quellen gaben ihm Veranlassung ein den Orden schmähendes Bild zu entwerfen. 6) S. oben S, 457.
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*fol. 968, *fol, 96b. 504 irer stat verdribenn und sich hielten ires® hern bischoff, den sie ag? alleine vor iren hern* haben sollen °, wan“ gantz Lifflandt ist der kirche von Riga, unnd sie hat belehnet den orden darmit *, wie dann vor ge- sagt ist worden. Sonder‘ zu der zeit des homeisters Heinrich von Hohenloch die b. wolten® vertreiben den ertzbischoff von Riga und sein capitell, sonder? sie wurden von den besten gutern vertriben. Idoch der vorgenante homeister es mit dem capitel von Riga machte ', damit* vortme der ‚lantmeister in Lifflandt soft vom ertzbischof lehn! ent- pbahen, und disz wart verbrieffet, und man nam sie wider auf und gab* in possessionem. Im selbigen iar starb der ertzbischoff und durch wunderliche practica der bruder: wart erwölt ein grau mönch edel der geburt ausz Westphalen van Osenbruge und war mit dem Teutschen orden seer gutt freundt, und sie es auf ein vortheil thetten °. Der graue. monch hiesz? Fridericus Lebenstert ') und er wart geweicht über Riga, unnd der landtmeister verzog ausz ertiohter kranckheit das lehen zu entpfaben. Die weile ordenirte Friderious der ertzbischeff vier bischoff ‘zu Lifflandt und machte newe bischtumbe nach dem! laut seiner gerechtigheit. Disen er gab” mit iren capitalen gute prori- siones, und stunde so an ins dritte *iar”, in welchem der lanndtmeister starb, und es wart einer erwelt zu der zeit" des homeisters Caroli und bestet mit namen b. Eberhart* von Monheim.?) Diser war ein eigen- synniger man und er zum ertzbischoff quamr und es im ansagte®, er solte seine pfaffen zu im* nemen von des ordens gutter, aber er wolt sie im beim schicken mit unvernunfft, und quemen so’ mit worten zu einander, damit‘ der landtmeister dem bischofe Friderico entsagte, von stunden alle bischofe und priesterschaft von Friderico gesatzt vertrib und die kirchen verbrante? und alle burger von Riga, die bischoffisch waren, er anlegte mancherley martter ‘. Fridericus es clagtes dem ho- meister, es war nichts, er erlangte vom babst den bann, und die b. & nicht achten®. So! thet er eins, und* alsz sie zu Riga ein capited betten, er es mit Sanct Peters knechten, so hiesz man die, die es mit a)u.h. san i.h. b. C. b) auch A, nurn C. c) wolten C. d) dan ©, e) darm, bel. C. NAber C. Jwäbd.evBvusctC h)eberl. Dm.edv.nC. kydasl, Ida 1 ©. m)u. meng.C. n)d. br. fehlt C., dafür w. erw, von den bradern. 0) u. s, th. e, auch a. e. v.C. p) lieez A. q) Lawensterck C, Lobenstat L. D. V 209. r) gedachter A. s) in des. t) dem fehlt ©. wWg.e.C. v)i.dr.i.enC. w)zurz.C. x) Ebhart A yJuokamzel 2) u.sagte ©. a) sich C. b) sie A, also C. co) dazC. d) undv.st.anv.e. u. verbr. d.EC. -0) die b., die febt C. DLe.m.m.anC. g) klagte «0. h) a. e. nichts ji) DaC. Ku fehlt 0. 1) Nur den Vornamen und den Mönchsorden giebt Dusb. II c. 356, S. 1%. 2) Seinen Namen fand Gr. bei Dusb. Supplem. c. 16, S. 218.
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806 dem capitel hielten, bestalte *, damit man die b. ausstrib, und alsz' sie ® sich wolten wheren °, man ir etlich ersehlug & Von disem der landt- meister auf und durch verreiterey et nam ein alle schlesser und stötte des capitels von Riga, Riga ausgenorhen «,* und liesz dem Priderioe "fol. 97a. ansagen t, sie hetten sich frenndtschafft! zu im versehen und: derumb * sie es so weit gebracht hett!, und man= in erwelt het, so seit er itzunt wissen, er wolt seinen weissent mantel nicht waschen lassen, er wer den mit dem bint des ertzbischofs von Riga besprenget. Von disem wart bewegt das capitel °, und der ertzbischof und der thumbropet mit andern thnmhern quemen wunderlich? wegk und sie® oitierten den landtmeister mit den dreyen eltsten b. vor den babist, die drey b. quamen, aber der landmeister getraute im nicht '. Citsoion. In dem ward auch geladen der homeister in Prenssen von wegen der peterspfeninge* vom! ertsbischof von @nisen, und er gestundt und antwort gab wie” ein fromer. $ 2. Wie die bruder Teutsches ordens In Lifflandt und In Preussen angeciagt (wurden) ’. Bruder Carolus der homeister wolt gnug thun der ladung”, er versamelte zum ersten‘ seine comptores und in da sagte” seine mei- nung, wie: er nicht gedacht wider zu komen, sie mochten sich mit eim andern versorgen, wen sie* wollen, und so dan* der groszcompter b. *fol. 97b. Pantaleon eben die zeit mit todt abging ?, er machte: zu eim grosz- compter b. Werner von Orsellen und im befuld sein amacht uber Preussen und Samayten und quam° gen Avinion antwurt zu geben seinen anclegern ', und sos die sache die kirche antrettende: war, man hilt ! ein consistorium, in welchem stund auff Fridericus der ertzbischoff mit seinen capitulares von Riga und also sprach *, Anclage. Ich clage heut got und seinem vicaryo auf erden über die b. Deutsches hauses, welche die kirche von Riga hat begnat e)b.eresm.den8.P.kcC. b)soA. c) wolt w.C. d)e. m.i. etl. ©. e) ward. C. Dun.d.v.—einO. g)diestet B.a. 0. h) sagen C. i) feindtschaft A, ebenso Luc. Dav. V 210. k) wel ©. 1) h fehlt C. m) m. fehlt C. n) w. fehlt C. 0) v. solchem w..d. co. b. CO. p) wunder- licher weise C. gq) sie fehlt C. r) wolte ibnen n. trawen O. s) des ps. C. t) von dem C. og. a alsC. v) fehlt AO. w)d. 1. einen genngen th. ©. x)undv.ime.C. „u.a.idaO,. ») daz C. 8) =. fehlt, weil O. c) b.P. todt war A. 0) m.e.C. d) b.i.0. e) zog danach O, Da. ankl. a. 2.8.0. g) weil C. h) antreffende C., antretten 4 i) h. m. U. xk) auffetundt u. spr. also C.
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*fol. 98a. 506 durch Albertam: den dritten 'bischoff mit dem dritten teil. irer guter, in der meinung, und® sie solten streiten vor sy> uff die unglaubigen, von welchen guettern sie. sollen zu. ewigen zeiten lehn entpfahen von eim iglichen ertzbischoff, sonder sie heute: wie desperaten! verschmehet haben oristliche und vetterliche. straffe, den ban, uber das die gutter der kirchen habem verretterlich eingenomen und ein schalckseydt ge- sohworn mich zu ‚ermorden, sonder mir got hat wegkgeholffen '. Bischtumbes. Item sie funff bischtumbe mit allen* iren kiroken von. meinem vorfarn gestifft »uf die: gueter irer kirchen ver- retterlieh haben eingenomen !, unnd sprechen, in were lieber ein harzen buseh *, dan ein pfaffenhaus. Uncristlioh ding'. Item sie den priestern und dienern® der kirchen von Riga ein" solch jammer und schmacheit anlegen °, damit es unoristlich ist zu sagen, und solcher sach vil er vorbracht %. *fol. 98b. 8 3. Antwurt des homeisters auff dise anclagen. Bruder Carolus der homeister. so antwort ': ich alsz ein untuch- tiger regierer Teutsches ordenns verantwurt* die meinen von Lifflandt in der gestalt. Diszt ist die bewerte warbeit, und mein orden ist in Lifflandt gesatzt worden“, die heyden zu verhalden vorm beschedigen ' der cristenen, umb welchs” willen wir zu auszkomen“ das dritte teil vom lannde” haben eingenomen® von® belenung der kirchen von Riga und haben davon gestritten und den heyden vil lannde abgewonnen und von eim solchen gut wir uns berumen®, wie unser eigen sie sein“. Wolt ir aber sagen, und sy euch sein zugeteilt? nach der* weise der dyocesen, disz wir nit angeen ', wans wir haben sie mit unserm blutte* bekrefitiget. Vom lehen entpfahenn ich nichts weiszt, so es auch die briefe nicht auszweiszenn !. Antwurtt*. Das sie sollen sein desperaten! , ist unbewert unnd a) daz C. b) fur 8. str. C. c) aber s. h. heut CO. d) d. sie (wiederholt) A. e) haben sie C. f) aber g. h.m. w. ©, g) fehlt C. h) aus den g. C. i) Item sie haben verstort C. k) hasenbusch C©. )u.d. fehlt C. m) n. d. fehlt A, in C am Rande nachgetragen, n) fehlt C. 0) Item nie iegm — an. p) das C. g) br. e. vil (wiederholt) fur C. r)a. also C. s)i.v. dem. vilL.nenr. C, verantw. hinter Liff, wiederholt in A. t) Das C. u)dasm.o.i.L.i.g. w.C. v) abexuh. ia dem b. C. w) des C. x) zum a. oder unterhalt C. y) des lands C. s)u.hb.C. s)fehlt A. bJb wutC o)daıs.ues.C. d) ee es e. auch 3.0. ©) der fehlt C, N d.,gebm w.n.mC gdanl. Hwi.n.C. i)dae.d.br.a.n.a.C. k)fehlt C. 1)s.d. sein C,
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507 sie den han nicht geacht haben, ist daraus komen, wan sie nie vor ver- manet sein worden ®, und sie es vor ein gedicht. hielten ®. Das sie eur gutter haben eingenomen, ist nicht gescheen one merckliche sache °, wen man sich versach zu eur fromigheit , und damit ir eurm neidischen herizen hettet? mogen gang hun, ir het‘ die selbigen guiter den heiden eingereumet., damit sie unns dester ehe hetten kunthe vertreiben. Disem ist man vorkomen unnd man hat sie den ! kirchen zu gut eingenomen und wiert sie reumen, wem man will. Evasio!. Dasz man eur person hat gesucht, ist die ursach, wen ir mit den ungleubigen hapt” ein bundt gemacht, und ir wolt euch geben in iren beschutz® umb ein ierlichen tributt, unnd° die unns solten engstigenn. Der eyt von dem ermorden. ist mir unbekant, es mocht denn ausz eim leiden was geret sein mit zornne,* die meinung got *fol. 99. richt ?. Versturen« Item vom verstören" der bischthumer ich sag, wie’ sie sein in unser guter one unsern willen gesatzt und gleich unns zu trotze', wir sie verstert haben ®, wen gotte nicht angenem ist ein gut werck wider die gerechtigheit des nehesten. Item die von Riga wir nit wie diener Sancti Petri, sonnder wie verretter der christenen haben’ geinartert, wen sie haben eim heid- nischen konig ir stat wolt" offnen, unser beilieger zu“ ermorden, und solcher worte vil. 8 4. Wie man sich in diser sach beriet über ein sententz. Der sententz stund an vierzehen tag, unnd der homeister solt das’ beweren, das der ertzbischoff die gutter seiner kirche den heiden wolt® einreumen, sie zuvertreiben er mit in einen bunth gemacht het ?. Auf disz der homeister legte auff® die briefe des ertzbischofls und der von Riga zum konige in Littaw gesandt, der ein heide war, und wie er in vermante zu komen, und? was er ime geben wollen und wie er ziehen solte,* unnd® wie ein igliche sta ein warzeichen hett, bey welchem‘ er siee kennen wurde, und sie® in wurden aufnemen, unnd wie a) w. s. wie ver vormutet! A, den s, vorhin nie sindt verm. w. C. b) h.e. fur e.g.C. ei. o, m. ursache n. g.C. d)d.m.e.2.e.fr.v.C, e)hetten AC. f) ao h.i.C. g) konnen C. h) fehlt C. iy der C. k) wen C. 1) efasio A, fehlt ©. m)denirh.C. n)u.w.ei.irb.g. C. o) u, fehlt C. p) getet s. m. zwirne, d. m. gut recht! A. etwas aus 2, g. ®., dise m. richte gott C. 9) v. fehlt C. r) von dem zerst.C, es) 8.i.dasC. t) n.n.gl.z.tr.C. u) h.w.s. zerst. C. v) Item w.b.d.v.R.C. w) wollen C. x) in A. y) ee C. z) hetto wolt C. a) und daz er m.i. e&. b. g. h. die bruderz.v.C. b) Dal.d.h.d. br.a. C. 0) von. d) u. fehlt C. e) auch C. f) dabey C. g) a. fehlt C. h) welche, u. fehlt C. “fol. 995,
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508 er die b. solt angreiffen, damit sie alle ermört wurden *, und solcher anslege vi. Man gnam mit liste dabey, unnd der ertzbischofi sich bekante zu den unseligen brieffen®, und er sprach: ich thet wie ein ünderdructer man, verlassen von allen hern ich mich im befull°, von welchem ich gemeint het entsetzung® zu erlanngen. Mit kurtzen man hat disen® Friderioum deponirt, und im ist genomen seine kirche umb diser brieff willen ‘, und er hat zugebrachts sein leben im closter seins ordens, unnd der homeister must da ein eyt schweren, und die kirchen von Riga solt ir gutter wider habent, So wart ein! ertzbischoff zu Riga, der war ein bruder Teutsches hauses, und disem sie gaben was sie im gonten“, davon er muste! den landtmeister imediger herre heissen und im underthan sein“. Und stunt aber so ein weile an *, und man sich schickte’ die von Riga zu plagenn. 8 5. Wie der orden In Preussen wart angeclagt vom ertz- bischoffr von Gnisa aus Polen. "fol. 1008. *Der ertzbischoff vou Gnisen auch da war unnd clagte den ho- meister an und die seinen in Preussen ", wie sie seinem suffraganeo * nit wollen decimas' geben und auch nit den petterspfennig.‘) Auf disg der homeister antwurtte": und wir decimas” nicht dorfien geben der fruchte, so es gesatzt ist, und man hat fundirt kirchen” mit ligenden grunden umb der decem willen, wan ex indulto* unser paur nit dorffen’ decem geben, sonder: umb stetes krieges willen sie miessen ® geben pflug getreide, das ist vom hacke ein virtel korn und ein virtel baber. Darauf sprach ein cardinal, er solt eg beweren ex signatura ®, und es wart zu lange zu suchen. Vom petterspfenninge verwillele der homeister, und in solten geben?, die da wonten im bischthumb Wiadislaviensi auf Pommerellen, sonnder‘ Preussen were frey ex in- ‘ )} das s. a. erschlagen w. C. b) daz d. e. solches bekandte C. c) v. a. b. verl. i. bei. m. d. C. d) beschntzung (. e) in k. aber h. m. den C. f) wegen d. br. C. g) u. co. h. s. leben zu- bracht O. h) das d. k, v. B. i. g. solte wiederbekomen O. i) da w. erwelet ec. k)d.g. w. 8. wolten C. 1) m. e.C. m) zu s. A, underthenig C, n) U. e, st. aber e. w. so an Ü. 0) sch. =.C. p) von dem bischof C. d) w.a.dC. r)d.h.u.d.s i. Pr. an C. s) funfragamenten! A. t) doome! A, u) a.d. h.C. v) dann! A. w) daz m. k.h.f.C. x) dan e.i.C, w.osin dauchte! A. y) d.u.p.C. x) aber C. a) m. s. O. b) signatora Ü. c) sachen A. d) mans. i. geben C, e) auss A. f) aber C. 1) Den Streit mn den Peterspfennig kannte Grunau aus der Chronik von Oliva Ss. V 610. 611.
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609 dulto* von anbegin umb viles krieges willen,‘) und man het legatum geschickt Salinum> bischoff zu Ydronto?) und durch in den petters- pfening zum gange gebracht °, unnd noch heut gehet den Polen zu gutte im jare 1521 4, 8 6. Petterspfoning. . 2a wissen von disem ‚peterspfeninge °, der ersk gesalkgte konig nach cristlicher weise war Boleslaus Chabrzi ‘,* und diser starb und liesz *fol. 100b. drey sone alsz Myeszko, welcher regierte Polen ®, Casimirum, und diser Cluniacum? ein monnch Sancti Benedicti war '!, und Boleslaus, der da erschlug den heiligen Stanislaum *. Von der ungerechtigheit wegen got straffte! die cron von Polen, und sie verlor die erben alsz Boleslauen kynder, und niemant war, dan® Casimirus der konig, der nun® ein monch war. Umb seines vatter willen s0° beflissen sich die Polen », da- mit? der babst mit Casemiro dispensirte und in von der obediencia seines ordens absoluierte und im gebott' das konigreich zu regiern. Casimirus wer vil lieber im closter gepliben, idoch in ein gemein nutz drang *, und man hat im mit einer solemnitet die kappe abgelegt‘, und er nam ein weib und wart gesalbet zu einem“ konige. Disz zu einem ewigen gezeugknus Casimirus solte fundiren und dotiren’ zwelf eloster seines ordens, und ein iglicher mentsch gesessen under dem primas von Gnisen ” soll jar“ ierlich zu ostern, so” er das hochwierdige: sacrament neme, ein pfening geben zu einer enthaltung* der kirchen Sanct Petri zu Rom, und das wart verwillet von* den Polen? unnd wiert auch: heut #fol. 1012. gegeben,*?) wiewol es die Teutschen mit unwillen than und doch werlich sie! im banne sein, so sie: in nit geben. Zu diesem primas von Gnisen gehoren dise bischtumbe, da man sol geben den peterspfening !, Gnetznensis, Cracoviensis, Culmensis, Plocensis, Posnaniensis, Wratis- a) e. i. fehlt A, dafür eine Lücke. b) Salium A. c) in schwanck bracht C. d) u. erg. LP. n.htagz g. C, gehert und i. i. fehlt, 1521 am Rande A. e) Es ist v.d.p. =. w. C. N Obabsri C, Casimiril A. g)der®.r.C. b) Oulmacum! A. i)n.d.w.C. k)derd.b. St. C. hv. w. dieser a.str. g. C. m) als C, n) fehlt A. o) fehlt ©. p)d. P. fehlt A. g)dasC. r)g. 1.0. s) dr.i.derg.n.O©. m. mli.—abC. u)sumcC. v) dareniA w) so u.d.pr. v. Gn. ges. C, pivat! A. x) fehlt O. y) dan C. 3) fehlt C. a) erhaltung C. b) n. dis w. v. d.P. verw. C. co) noch ©. d) fehlt Q. ©) so fehlt, die C. f) d. m. d. p. mus geben. Das Folgende bis zum Schluss des Paragraphen fehlt in A. 1) Die Chronik von Oliva betont I, c. im Gegentheil das Unerhörte des päpst- lichen Ansinnens. 2) Papa... misit legatos versus Poloniam, Chronik v. Oliva I. c. Gr. muss natürlich einen bestimmien Namen angeben, 8) Im Ganzen nach Miecchow S. 38. 39.
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510 laviensis, Lebusensis, Vilnensis, Samaytensis, Wladislaviensis, aber Po- mezanien und Warmien geben ihn nicht, warumb Ihnen das privilegium ist geben, weis ich nicht. 8 7. Was man umb Pomereilen willen handelte mit einander :. Die bruder in Preussen Teutsches hauses wurden seer übel ge- handelt von allen grossen? adel, und: man sprach: sie hetten von Pommerellen wegen mit den Polen verretterlich gehandelt 4, darumb Carolus der homeister wolt® diser sachen ein gestalt machen und es erlangte ', damit konigs Wladislaus Locteka und sein son Casimirus zue Brest? mit im ein tag hielten.‘) So' hat b. Carolus der homeister begert, unnd der konig wolt im Pommerellen* an ein summa gelts schlaben ‚auf einen tag zu legen, so wolt. er auch ein closter bawen mit 40 personen, disz solten seine vorbitter sein, und disz wolt begaben nach seinem willen !, über das das schlos Nyeszowa umbsonst wolt widergeben”, damit sein orden mit gutem gewissen mochten Pomerellen *fol. 101. besitzen. Darauf der konig* bot den geforderten solt vom lantmeister etwan und auch die besserung nach erkentnus,?) wann° sein vetterlich erbthum wer im nicht feil noch zu kauffe?. B. Carolus der homeister sprach, ia wen? mit kwheitten mocht ir wollen bezalen, und quemen #0 scharpff mit wortten zusammen", damit’ der homeister sprach !: wollen die Polen was haben, sie mogen es in Pommerellen suchen, und zogen 80" heim.?) Der konig von Polen Loctecka versamelt im ein volck ausz Groszpolen und wil in Pommerellen, in disem’ so quam im .die botschafit, wie die stat Crackaw” mit wust“ und willen etlicher vom adel ausz Cleinpolen hetten aufgenomen vor iren hern Boleslaum den farssten von Oppeln ’, darumb so must er auf und weren *, unnd als er quam, da fandt er, = itzunt Boleslaus wolt in ziehen in Crackaw !, a) m. fehlt C. b) gr. fehlt C. c) dan C. d) s. h. P. halben m. d. P. v. gehaldet C. e)d.w.c. Dale. g)das, k. fehlt C. h) Bresskoc. i)DaC. Kldari.dk.P.w Du wean.s wil.b.C. m)undü.d. w. ed. schl. Neiszosa u. w.C. n) homeister A. 0) wan im A p) zuvorkauffen C. g) fehlt C. r) z. feblt A, 5) das C. t) A wiederholt hier noch einmal is — bezalen. u) also C. v) dem C. w) Orauckaw A. x) bewusst C. y)h.B.d.£.v.O.furi.hb-et. z) muste w.C. a)d. B. it. w. i. Cr. z. C, Bonislaus und Crauckaw A. 1) Nach Miechow S, 204. Der Sohn Kasimir wird hier nicht erwähnt, 2) Dieses Anerbieten hat Miechow nicht, 3) Die Unterredung ist Grunau’s Eigenthum.
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511 und Loctecka da traff mit im* und in niderlegte® mit all den seinen, und er darnach Crackaw® sturmpte und ubertengst gewan und sie alle plindert vor die vorretterey 4.1) 8 3. "Wie man In Preussen und die Marke vil umb. Pom- . "fol. 10a. mereiten‘ wilien, und so verterbten ®.?) Der konig von Polen Wladislaus Loctecka und der konig von Littau Gedemynus waren feinde gen einander, ire sone aber weren gutte freunde, des von Polen hiesz Casimirus, des von Littau hiesz Men- dogus?), und dise so weit under sich brachten, damit! die alte hern freunde wurden, und Mendegas gab Casimirok seine sahwesier zur ehe, unnd gieng alles zu, wie es eristliche sitten' inne haben.) Gaude- minus und Mendogus namen sich der sachen an, die” die b. von Preussen mit den Polen gehandelt hetten. unnd bringen auf drey höre °, eins furte Locteka auf Pommerellen, das ander? furte Gedeminus auf die Brandenburgische marcke durch Polen, das- dritte furte Men- dogus uf Preussen durch Caurlandt. Disem Mendogus quam entgegen ia Curlandt bey Sanct Jargensberge: b. Heinrich von Hurnhutzen landtmeister zu Liffland,°) mit im" auszerwelte b., da war auch h. Carolus von Eyfftelen marschalck von Preussen ' *) mit erlessenem velcke, und sie traffen mit Mendogo beym fliesse Dhuren?), und Men- dogus sie alle* erschlug!' und quam“ auf Samlandt und zum ersten er *fol. 102b. es benam ', darnach verbrante"” und quam” auf Nothangen und dem a) tr. d. m.-1. C, der at. da A. b) erschlugk ihn C. c) Cranckaw A, u. st. d. Or Q. d) u. g.sie ab. u. pl. s- aller fur d. v. C. e) ind. O. fJ) Pommern A. g) u. s. v. fehlt C. k) Bee tecka A. i) u. d. br. es. s. w. zwischen ihnen, daz C. k)u. C.g.M.C. 1) secten C. m) wie C. 2) v. Pr. fehlt O. o) u. br. IIT h.=. ©. p) eins O: g) Jergus Berge As r) und.m. i. C„in A. »)b. C. v. E, (Eyffland A) m. v. Pr. w.2.d.C. t)e.m. 0.0, u)zogk ©. v) u. b. es z, ersten (, . w) d. brennete er C. x) zogk C. 1) Die Empörung Krakaus nach Miechow S. 205. 2) Im Folgenden combinirt Gr. die Schlacht an der Durbe 1260 mit dem Einfall der Lithauer in die Mark 1326. 8) Mindowe wurde 1264 ermordet, Gedimin herrscht seit c, 1320. 4) Die lithauische Heirath Kusimir’s berichtet Miechow S. 307, 5) Der falsche Name Heinrich (statt Burchard) von Hornhausen erweist als Quelle Miechow S. 165, der die Schlacht jedoch ganz richtig zum Jahre 1968 erzählt, 6) Henricus marschalcus Prussiae Miechowo 1, c. 7) juxta fluviam Durom Miechow 1. c,
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512 auch 50 thet*, und umb grosser menge> willen des robes sie musten ‘ gem Littaw. auf ein widerkomen.‘) Gedeminus aber zog durch Polen in die Marke und sie also vorherte 4, damit man weder hundt, vihe® noch mentschen fandt. Von disem zoge und anderm me sagt dise' cronica in iren stellen, wie gar® grausam sie gehandelt haben. Casimirus Loc- teka son quam in Pomern und fusz vor fusz gewan: und nimpt ein Pommerellen, sonderlich Dantzke stat unnd schlos wol bemant und bewart. Von dannen er zog! in Preussen und die“ lande Pogezan, Pomezea unnd:Colm ar berobebe und mit allein volok, daw er begriff, er zog heim in Polen, und stund= so den wymter an, unnd der ho- meister b. Carolus merckte, was weitter hieraus wolt werden mit im und den seinen ®.?) & 9. Von der grausamigheit des homelsters uber die statt Dantzke. Der homeister wolt im ein namen und forcht machen, er het sein *fol. 1082. volck im °* geschicke und harrete bisz auf den Danntzker Domennigk. Zu wissen, wier die Danntzker iren jarmarkt haben auf den tag des heiligen vatters Dommiici, zu welchem es kompt unzeglich volck', sonderlich ans Littaw und Polen unnd® so auch von andern landen. Alsz nu auf ein solchen Dominigk viele Littau und Polen' waren komen, b. Carolus quam! vor Danntzke®), und wie er dann vorhin mit den burgern" het abgeret unnd verschworen niemanndt ein haar zu kmmmen, er wart eingelassen und von stund au verschuff zu morden und die seinen, wen sie ersahen, den erstochen sie, wan da wart nit gesebont iemandes”, sonnder wie man sie sach, siee wurden erstochen,‘) dan seine meinung war die stat wust zu machen, sint dem’ sie sich dem Polen willig ergeben het. Nach dem morden sie: giengen an ein nemen unnd" namen" alles, das da war, und schickten es gen Preussen " 8) u. th. desgleichen C. b) meinung Ü. c) m. muste u.gr. m.C, dv.e®% ce 6) noch heut noch sicht! A. I) dieC. g)fehlta. bYu.g.f.farf.C. i)n.eC. k erzg in die 1 C, und beraubete d. 1.C. D’»o0. my east. C. n) m. i.u. d. = wolt w. C. o) vol im wiederholt A, i. g. fehlt O. p) =. w. w. fehlt C. q).v. fehlt C. r) 2. w. unzelig vil v.E € e—) und — Polen fehlt C. t) zog b. C. der homeister C, u) u. w, er es d. m. burg. (dem fehlt} C. v) ver.v. st. a. C. w) dan d. w. niemandes g. C. x) da sach, so w. s, C. iy) weil C. ») sie bis unnd fehlt C. a).n. sie wegk C. 1) Mü dieser Verhesrung Samlands und Natangens scheint der Einfall Wiens son 1211, Dusb, III c. 306 S. 175 gemeint zu sein, 2) Dieser Sivgesaug Kasimirs ist von Gr, ganz erfunden, 3) Quelle ist Miechow S. 202. 4) Miechow I. c.
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613 ud sie namen ein gantz Pommerellen *, sonder? auf dem schlosz Dantzka wonten gute Polen und dise: sich werten, idoch in niemandt zu hilff quam ®, sie haben* sich mit dem iren abgethedingt!), und so ' quam das schlos wider an den orden. $& 10. Von der Schwetza ®. *Sob quam der homeister b. Carolus vor das schlos Schwetza *fol. 108b. und das grausamlich sturmpte*, so! waren auf dem scohlosse zwen farssten von Gnyekaw” Primislaus und Casimirus. Dise sich ritterlich werten, damit® auch des ordens volck muede wart von der langen be- legerung und vil blutronstigen sturmen und wolten weg °, so? flerte der teuffel einen verretter darein, ein Polnischen ritter genant Andreas Czedrowitzki, disen überkauffte der homeister mit hundert schock be- reiter@ groschen, und diser in der nacht hewt’ abe die rone *, die an den mauren hingen umbs anlauffs willen, und verdorpte die wurffpleyden unnd vil geschutz‘. Im morgen die Preussen giengen an ein sturmen, sonnder® die furssten sie triben ”, unnd alsz sie nu” sagen und horten die verretterrey, sie dingten* sich abe, und also nam ein der homeister die Schwetza das schlos 7.?) & 11. Von eim sonderlichen gotsvergesser und seiner straff. Vor dem schlosz Schwetza mit andern lag” b. Seiffridus her von Weissenfelsz compter auf Graudentz.?) Es ist ungleublich, wie neydig und feindt er* den Polen war. Er mit seinem hofgesinde nichts anders thetten®, dan nur daz sie die *Polen hingen an die galgen °, den sie *fol. 104a a) u. n. wieder g. P. e C. 'b) aber ©. 0) P., die a. C. d) kam i. n. z. h. C. e) hatten ©. N) also ©. g) Veberschrift fehlt inC. bh) Do C. i) kom. fehlt A. kK)u.st.d.gr.Ü. 1)doC. m) die f. v. Gnickaw C, Gnyeckaw A. n)D. w. s. r., das C. 0) u. w. wieder abziehen C. p) do C. g) breyter ©. niet A- su. d.b.i.d.n.d.r. =. C. t) geschos A. u) Des m. starmpt. d. Pr., aber C. v) tr. s.C. w) fehlt ©. x)d.». sich. y)u.n.d.h. a. d. achl. e. C. x) 1. auch b. 8. h.v. W.o.a. Gr. m, dena. ©. a)diserC. b)e. th. m.e.h. n.a.C. c)nur auf d. P.A,a.deng. h. C. 1) Miechow S. 201, 2) Miechow S. 202. 203. 8) Ziffridus commendator oppidi Gnyew (Mewe). Miechew S, 202. 33
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614 an den® berg gebaut hetten, under welchem das? schlos leit, und triben dis alles zu spot denen °, die auf dem schlos waren. Eins morgens gantz frue b. Seiffridus auf! unnd rufte die seinen an °, sie solten auf sein, er wolte mit in auff Bromberg umb was Polen‘ zu hengen, und lud auf ein pferdes sechs schock silstrenng unnd er got ein eydt schwur ®, er wolt nit essen, er het dann an ein iglichen strang ein Polen gehanngen, unnd er es auch thet! und kumbt* wider vor die Schwetza unnd ist und trincket! und sich berumet” seines henngen '. Nach dem essen macht man ein mechtig® feur, da denne die furnemstea bruder und man bey sassenr und heiten an dem ein wolgefallen °, wie sich die armen Polen wider den todt entsatzt hetten und wie sie ge betten hetten unnd solchs dings vil, unnd disz’ lacheten ausz gantzem hertzen. So‘ sasz uberlanngst b. Seiffridus und sagte: nu lieben hern unnd bruder, sagt mir eins, wo mogen die selen sein der Polen‘, die ich heut gehanngen habe, sint sie bey got im himel ader nicht‘. Auf dise frage ein itzlicher das seine sagte”, und war kein endtliche rede nit. So® sprach b. Seiffridus: unnd* ir mir es nit sagen konth, so 0}. 104b.kan* ich nit frolich schlaffen, ich waisz es denne, darumb so mus ich in genne welt, da man solch ding bald erferth; unnd stund auff unnd gieng zum feur und’ springt gewaltigelichen mitten in das grosse fear’ und spricht *: aus diesem feur in ienes feur, damit ich mein Polen mag sehen’, unnd so stirbt‘ und im nu wie ein schutte stro also er auch verbrannte. !) ‘8 12. Wie der konig von Polen begerte der crenung vom babste? und disz ciagte. Bisz auf dise zeit Wladislaus Locteka war wol konig zu Polen‘, | idoch er war noch‘ nit gekronet, wann das reich dorffte niemant _ kronen an des babstes willen umb des mordes willen Sanct Stanislaus *. a) eynen ©. b) dis C. o) dann C. d) stunät b.S.g. fr. a. C. e)u. r. den seinen Cl NdieP. z.h. C. g) einem pf. auf C. h) u. schw. erg. e. eydtC. i)th.e. a. C. k) zeuget C. l) itzunt! A m)b.».C. n) benkes A. o) gross. p)d.s.d. f. br. u. m. C, d. d. die weaiguke br. u. niemants b. s.! A, vielleicht schrieb Gr. d. wegesten br. g) u. horten mitw. C. r) u. sieC. a) Do C. t)n.e. fehlt C- u) wie m. der zalen =. d. P.! A,d.e.d. P. sein C. v)sint se aber}. 14h. A. w)e.eoi.d.seinec. x) weilC. y) und — fdur fehlt C. z) sprach C. a)a.d!. gieungs f.!A. b) dazi. mag m. P.s.C. o)st.e.C. d)diecr. v. babste b.C. eo) war WL ıL febit) w. k. in P.C. f) auch A, aber noch n. g. C. g) von wegen d. m. Stanislay C. 1) Bei Miechow S. 203 heisst es nur: subito a demone correptus, jugulatus est et tandem in ignem proisctus.
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516 80° war auch schisma, und man hette zwene bäpst?, so quam es“, unnd der kayser viel dem zu, der zu Avinion wonte, darumb disem auch’ die Polen beyfielen . So* schickte Locteka® den bischof von Crackaw' Gerwardum mit vielen starosten und Polnischer ritterschaft, nnd er thete dem bapst seine huldung und begerte die erönung.!) So* het der homeister auch geschickt zum bapste, damit man erzelte, wie ungetraulich der konig von* Polen gehanndelt hat auff die cristen ® «fol. 1054. durch Gedemivuum* und Mendogum und solcher elagen vil'. Darauf sprachen* die Polen, es wer nil gescheen, und man het wolt den glau- ben Cristi verleugnen !, sonnder man het Pommerellen gemant, welch man so und 80 hett eingenomen, die weile die Polen sich hetten mussen der ungleubigen umbs glaubens willen” erwören, und verzelten da" alle sachen, und die b. es bekanten °, die vom homeister da waren hingesant?, dmb welchs willen ir etliche auch mit der zeitt im ge- fengnus hunger siurben. Der bapst mit gutem ratte er verurteilt den orden, damit* er den Polen vor den gelitten schaden solt geben dreissig tausent marck Polnischer zal Bemischer muntz und vor den nutz von Pommerellen entpfangen' hundert und funfftzigtausent schock Bemisch, und disz solten manen mit dem panne® Janusius’ der ertzbischoff von Gnisen, Damaratus bischoff von Poszuaw und" Nicolaus abt von der Mogil, sonnder* die b. triben das gespote daraus.?) 8 13. Von grosser vermessenheit und eristlicher antwurt.°) Den homeister b. Carolum und die seinen stach der neithart, sy vermassen* sich den konig von Polen zu veriagen’ unnd ein newen ein- zusetzen. Darum er schickte: zu Johann von Luczenbyrg konige von * Behmen und es im ansagten, unnd wolt er, sie wolten in konig zu Polen machen». Der konig Johannes: sprach: wir danncken got vor disz lon und begeren seine hilffe, damit? wir den unsern wol vorsten, *fol. 106b &a3)Do C. b) u. m. zw.b. h.C. c) e.que. fehlt C. d) d. feim d.P. a.mC. e) Vladislaus L. C. f) Crauckaw C. g) wieder die cr. g. b. C. bh) Grodamum! A. i) und das clagte vil A k)sprechen A. 1) daz m. d. gl. Chr. wolte vertilgen C. m) d. w. s. d. P. d. nngl. umbs gl.w. h.m.C. n)aldaC. o)b.ce. C. p) gesandt w. C. q) deshalben auch darnach ir etzliche €. nfehltC. S)dazC. tu. f.d.e.n.i.P.C. u)u.a.d. m. mit d. banne C. v) statt Jan. ‚In A damit sic! w) fehlt A. x) aber C. y) zu P. A, zuvertreyben C. z)e.0.C. a)zuA. b) u s.i.2., w.e,sow.8.C. c)J. fehlt C, d) daz C. 1) Miechow S. 206 ist Quelle, 2) Miechow S. 206. 207. 3) Der folgende Paragraph ist wieder von Grunau erfunden und entbehrt jeder
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“fol, 1068, 516 unnd* ein ander fromer herr solt mit unrecht vertriben werden, und er da solt® konig sein, da behiet in got vor, got mechtt im zufiegen, was sein gotlicher wil were, sonnder‘ er solt im ia nit zufiegen ein solch gut“. Wir haben vil umb eurtwillen gethan* durch gottes lobe ' unnd euch bestettiget haben in Preussen ®, und werlich aller herren und furssten meinung war ®, so! die ungleubigen auf die cristen wollen ein- dringen *, ir wider sie solt! streben, unnd gewindt ir so was", das solt eur? gein. Sonder und® ich verste, wan fromme hern im streitte sein auf die heiden ?, dieweil ir ire lannde einnimpt uud helt sie in mit frevel vor und sehet kein gericht noch urtel an. Es sey ferre von mir, und" ich mit verrettern ceristlichs bluts freundtschafft beschliesse *, dan gewiss ist es‘, das sie heut iren lehenhern“ thun*, morgen’ sie mir es auch thnn, so ich sie erzurnte. Darumb gehet hin und" suchet euch ein andern, mit dem ir die helle bauet, got mich vor ench bewart hat >. Unnd sie zogen so weck, und sinttemal’ er viel- dem teil bey, die den homeister wolten entsetzen °, und wer auch ein ursach ?, unnd der bapst in luth. Capitel VIU. & 1. Von einer listigen buberey der burger von Riga auff die bruder Teutsches hauses. So bald unnd der ertzbischof weck war komen °, der landtmeister von Liffland auf die burger von Riga vil drauworte trib? und schwur in allen den tod, darumb sie funden® einen bosen rath und schickten aus getrewe' botten, einen mit brieffen zu Puthywero dem konige in Litlaw und einen zu Zareck dem fursten in der Muskwa s,') unnd* sie solten kommen auf ir gelt unnd streitten wider die b., sie solten vor- geben ', wie sie zu Riga den* tauf wolten entpfangen unnd solcher a) fehlt C. b) u. e.e. k. aldaC. c) aber C. d)abere.s.i.eina.g.n.2.0. eo) gr bandelt C. f) liebe C. g) u. ei. Pr. b,, h. fehlt C. b) u. war warl.a. f.u.b.m. C. i) wın C. k) d. u, wieder d, chr. dringen wolten C. I)i.e. C. m) also etwas C. n) eo. eygen Ü. o) aber, u, fehlt C. p) w. fr. wieder d. heid. streitten C. q) indes nemet ir ihnen ihr land ein C. r) daz C. s) feintschafft beflisse C. t)i. e. fehlt A. u) 1. in A am Rande, im Text ausgestr. lande. v) mogen A. w) fehlt C. Jg. h.m.v.e b.C. y) u. nach der zeit Ü. 5) etundt er O. ae. w. C. b) eine seele A. c) als d, e. hinwegk kam C. d) tr.d.l.v. L.a.d. b. v. R. v. tranwortt C, vil der worte A. e) erdachten sie C. f) ein getrewen, aus fehlt A. g) Maskwa A Muskaw C. b) fehlt C. i) furwenden U. k) die C. i l) Gr. kannte wahrscheinlich den Titel des russischen Grossfürsten Csar.
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517 meinung viel *.') Die furssten giengen es an unnd schriben gen Riga, man solt auf ir gelt verschaffen futter®, wan° sie wolten kommen in Riga unnd wolten® die tauff entpfangen. Die von Riga sich darauf schickten °, sonnder der landmeister die furssten nit wolt' lassen ein- ziebenn und verlegte dem Mosquoiters den weg* unnd auch? Puthywero, *fol. 106b. darumb die furssten verterbten das ganntze landt von Derbt®) und die b. schlugen', idoch im dritten tag die b. namen‘ überhanndt und triben die heyden ausz dem landt. Die von Riga disz bald irem bischoff schriben !, sie wuszten aber nit, wie er abgesatzt war, und diser ein grosz geschrey davon machte=, damit auch der babst den ho- meister b, Carolum vor sich forderte unnd es im vorhilt“. Der ho- meister sich mit den seinen entschuldigte und bath, mau solte lega- tum? schicken uff sein gelt unnd erfragen die warheit ®. Legacio'. Do wart gemacht legat mit voller gewalt* in diser sache uber Preussen und Littau unnd Lifflandt Bartholomeus bischoff Electensit unnd im pro® adiutoribus wart geben Bernhardus abbas Aniciensis’ und Ferdinandus” prepositus Spirensis.?) Unnd dise quamen in Liffland, zu Dunemunde man hilt das iudieium, und da quam der lanndtmeister mit zwelff comptores, und man in fragte“, warumb er verhindert hat die tauffe der furssten ’. Darauf antwurt der lantmeister und erzelte dem legaten® allen anschlag auf sie® der von Riga mit den heiden. Do? thet der legat wie ein weiser man und wolt sich weitter* *fol. 107s. befragen, er Bernhardum schickte zu Puthywero unnd Ferdinandum zum furssten in der Mosquo 4, und sie fragten ®, ob es war were, und sie hetten zu Riga die tauff begert‘. Der Moschkowitter sprach, unnd ich mich vil mal beratten habe ®, unnd ich mochte cristen ermorden ", und mir ist! nie im synne gewesen cristen zu werden. Der botte fragte, ob auch die von Riga mit im ein anschlag gemacht hetten die b. zu ermorden, er sprach, er wuste von keinem anschlag nit. Puthywerus a) u.8m.v. fehlt C. b) f,v.C. 0) dan. d)w.fehltC. e)sch.e.d.C. NMa.d. .d.f. C. g) Mosoowitter C. h) fehlt C. i) Dar. v.d. f.d.g.1.v.D. u. schl. d. br. C. .n.d.br.C. Yachr. d.b.i.b.C. m)n.d.me.gr.g.d.C. nuhei.furl. o)s. s.e. C, sichm.d.2.d.b.s.e. A. p) ein legation C. Ju.d.w.e.C. r) fehlt C. 6) D. . aller g. z. 1. gem. C. t) Election A. u) por A- v) Inicien A. w) Perdinandus A. x) fr. ywmed.td.f.vhC. z) D.au.d.tiae.d.leg. A, d.a.d. la. d. le. u. verzelto in ©. a). fehlt A. b)daC. Jo.8.B.C. d)i. die Muszkaw C. e)u.e. fr. ihn C. f) daze. zR.h.cC. gih.moftb.C. hd.i.o,e m. C, ernierden A. i)nurmC. k) ein crist C. ) mager are: 1) Dusb. III c. 356 S. 191. 2) Die Verheerung von Dorpat eb. c, 341 5. 186. 8) Die beiden ersten Namen sind richtig nach Dusb, III c. 356 S. 191, der dritte ist erfunden,
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518 der konig von Littau seinem ein antwurt gab: in meinen brieffen ich habe geschriben criste zu werden, ich es aber nie verwillet habe>, sonnder damit ich unverhindert ins land gqueme, so schrib ich, ich wolt zu Riga getaufft werden °. Der botte fragte, ob auch die von Riga im ein solche eingeben hetten, er sprach, und ich zu in wer komen , sie mir die ersten zu ermorden weren gewest «. Die botten quamen heim und sagten, was die furssten geantwurt ‚hetten. Die von Riga, alsz sie merckten, wie’ nichts hervor quam, sie machten ein aufflauffs und wolten die b. erschlaen, sonnder disz verhinderte der legat ®. 8 2. Wie Riga belegert ist worden, gestormet und gewonnen wart! .') *fol. 1076. Nach disem b. Eberhert von Monheim* landtmeister versamelt ganntz Lifflanndt bey hundert tausent man und belegte Riga ein gantz ' jar, 17 wochen und! 5 tag,?) in welcher zeit der landtmeister manchen sturm® thet und gut volck verlor, wan die Rigar sich ritterlich wertten ®. So° warden die burger partteisch, das eine teil hiesz nach irer sprach Banct Petters botten und stund dem capitel bey, das annder hiesz Jhesus kynder unnd dise stunden dem landtmeister bey und die part under sich viel schlaen heten? in der stat, unnd gemeinlich die Jhesus kynnder gewonnen °, von welchem glicke es quam, und’ man dem landtmeister von den Jhesus kyndern zusagte, man wolt in einlassen.’) Der tag quam und von beger des landtmeisters. die Riger musten ire mauren nmiderlegen bey dem thor, da er solt einziehen, dreyssig elen breyt‘, und also einzog mit magnificencia‘. Disz reyten® sach eine fraw und sprach: o got wie sich verkert” die welt, vor ein Teutsch b. gienng" durch ein pforte anderthalb elen breit, itzundt sie vom a) antwurt e. C. b)i. h. geschr. i. m. br. ein chr. z. w., h. e. aber n. verwilliget C. $ichw.z.B.g.w.A, 8. dazi. wi. |. keme, 8. schr. i.. dazi.z.R.w. g.w.C. d) wirni. k,n.febltC. Je w.m.d.e 2.0.8.0, zufehtt A NA.d.v.R.m,das(. g) m... auf- rhur ©. h) aberd.1.v.ee 0. i) b. g. u. gew. worden C. k) ver.d. E.v.M.C. 1) fehlt A. m) stetten th.! A. n) dan d. Riger w.s. r. C. 0) DaC. p) u. diese partes schlugen sich offte und vil ©. g) n. gem. gew. d. Ju. k.C. r) daeC. 5) br. fehlt A, m.d.R.i.m.b.d.t.d.ee eins. OD eb. n.1.C. $) u. x. also m. m. e. C. u) einreitten C. v) verk.e.C. w)g. e, T. br. d e. pf. ©. 1) Dusd. Suppl. ec. 16° S. 218. 2) Fere per annum Dusb. L c. ; 8) Dusb. I. c. erwähnt einen Aufstand, qui timebatar inter reotores ciritatis | et communem populum.
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519 schweisz armer leuth so dayn sein geworden, damit* sie ein thor von dreissig eln mussen haben‘) Alsz aber der lanndtmeister Riga hette®, er sach nit an Jhesus kynnder auch nit Petrus botten ‘, sonder wer da reich war, muste sterben, .etlich* gehanngen, geredert, * fol. 108%. gebranth, gespiszt und solcher totte viel, und man nam, was da war. Ire frauen‘ unnd tochter man iren diennstknechten gab’ zur ehe, unnd solche soldener da burger wurden ‘. Justicia®. Dise burger, die vor der b. soldener waren, alsz sie nu der ermorten burgen guter hetten uund funden, wie' man golt und silber von den burgern genomen hett unnd sie gleichwol getodt hette, es gieng in nach*. Item sie auch sahen!, wie die b. sie gleich andern Lifflender hielten, und man sie wol verretter hiesz =, wie die andern, es thet" in wee, darumb sie berieten® sich miteinander, wen? sie sahen, wie sie die b.° schlimer achten, die in der stat Riga waren, wan die gefangne heiden. Die b. waren gar ernst wider sie" und meinten, sie wolten die underthann so* forchtsam machen. Die neuen burger und conspiraten geben in ein namen und hiessen sie die wrecker ', und es quam, wie” dise ir not clagten einmal und der gantzen gemein”, von welchen und umb welches willen sie zumal von den b. lesterlich auszgericht worden”. Dis namen die vrecker, die Jhesus kynnder und die Pettersboten“ zu hertzen und auf" und erschlugen, wen sie funden* von den b. unnd irem gesinde, und *fol. 108b. brachen das hausz unnd schlos auff die grundt® unnd reinigten ire stat von* ubelthetter; was die bruder hierumb thetten d, wer es wil wissen, der lese eronicam von Lifflandt ®. a) i. sein @. v. schw. a. ]. 8. daun w., dazC. b) nu R. h. eingenom.C. o)s.e.n. a J.k. oder P. b. C., baden A. d) iungkfrawen A. e) gaben (so auch A) sioi. d. C. f) w. alda b. C. 8) fehlt C. h) nur A. i) befunden, das O. k) h. fehlt, g.e.i.n. C. I)sah.a.C. m) u. m. h. sie sowol v. w.d.a.C. n)th.e.C. o)b.e.sich C. p) dan C. q)dasd. br. d.C. r)d. b. w. sehr e. gegen sie C. ®) also C. t) verretter A. u) begab sich, daz C. v) sie ire u. d. g. gem. not cl.C, w) w. fehlt A, e. v. d. br. sweymal Il, w. a.C. x) baden A. y) n. waren a.C. 3) schl. u. h. auff aus dem gr. Ü. a) vor A. b) w. aber d. br. bierwiederumb thetten ©. c) d. Leifflendische eronicks. O. 1) Nach Dasb. I. c. Alles Folgende dagegen ist unbegründet, ebenso wie die An- spielung auf eine vländische Chronik am Schluss des Abschmittes.
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*fol. 10V. 520 Capitel IX. $ 1. Wie die b. in Preussen volck erlangten und In Littaw zogen. Damit’ die Samäyten und Littaw den’ Rigern zu diser zeit nit hilff thetten °, b. Werner von Örsellen der landtregierer nam? das volck alsz funfftausent man, das der homeister b. Carolus in Teut- schen landen aufgebracht° het umb Marien willen, und beful sie b. Hartınanno von Eyffelden und b. Gerhardo von Reyden ‘, und sie‘ solten ziehen gen Methnicain, und disz war eine stat ligende ezwischen Littau und Samayt im Lottawerlandt, sonder Davidt desz konigs mareschalck wolt sie so weit nit lassen komen* und verschwur sich mit den Littaw aller zu sterben ader zu gewyunen, und sie traffen miteinander, und die b. verloren, dan! im ersten anrennen b. Hartıman plib® tot, so war da b. Gerndt von Reiden der das pannir furte, unud er nam“ die flucht und quam mit dem besten volck in den hinderhalt der Littaw, und sie in dharniderlegten mit seim volck° und namen in s0 lebendig* unnd bunden in auf sein rosz und gaben im unnd seim rosse, was in zu streitte dienet, unnd das panier in sein handt. Das rosz an vier plocke sie bunden? und in also zu lobe irem abgott Perkuno verbranten , inn welch feur zu im worffen alle, die sy ge- fangen hetten, und sie verbranten . Darnach die Littaw viel freunden spiel begiengen zu lobe irem abgott.!) Nott®. Wiewol ja noch die b. Samayten hetten !, sie kunden in doch nit helffen“, wan sie betten nit volck" bey in, unnd die bayoren halten” auff sie, damit“ sie die brueder umbrechten, wie sie dann zu Moylayn und zu Wyssayn gethan hetten in irem grymme. a) daz aber C. b) der A. co) tb. fehlt, mit h. A. d) nam b. W.C. e) zu wege bracht C. D) G. Rode Leo 185. g) fehlt C. h) Lythaurl. A., zw. L. u. 8.1. L. lig. C. i) aber C. k)k1.C )anA, wblibb.H.C. n)gebd.fl.C. o)u.a.l.i.d. m. s. besten v. C. p) wmd d.r.a v. pfiookea.b.C. g) u. v. i. C, Pertkuno A. r) w. u. v.a. C. s) fehlt C. t) rbetien A, deb.i.n.C. Wi.k.si.n.h.C. v)dans.h.n.vilv.C. w) hielten C. x) das. 1) Hier verwertiet Grenau noch einmal den unglücklichen Zug Heinrich's vor Plotsk und Gerhard Rude's gegen Medenicken Dusb. IIl c. 338 S. 185.
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521 $ 2. Wie die Littaw in Preussen quamen: und schaden thetten mit brandt. Poszdroya ein mechtiger boyor ausz” Oberlittaw Puthywero seinem konig zu wolgefallen er quam in Preussen ‘, und verderbte Galinderlanndt, Ermlanndt, Barterlandt und Nothangerlaund bisz auf stette unnd schlosser, sunst alle dorffer und hove sie weg branten 4 und das volck also weg triben° und hetten allen iren willen, wan niemandt in entgegen‘ war, und war ein straff von* gotte, damit « *fol. 109b. die b. zu der zeit erschrocken waren, damit" sie nit wusten, was zu thun i, und Poszdroya quam* weg, wiewol in der wuste zu seim ver- derbnus b. Engelterus von Bubach im nach eilte, doch er nichts erlanngte !.') Ins Culmerlandt quam Schumelto der boyor ausz Littaw und verstorte Cleynentz, Thuernitz und” Haselecht mit zweundviertzig Deutsch dorffer, wen" disz waren flecke unnd marckte der Teutschen paurn. Wider disen quam b. Wernner von Orsellen unnd in ausz dem lande trib °, idoch Schumolto brachte weg alles volckr unnd was er gerobet het.?) $ 3. Von eim fromen bruder und seiner offenbarung.°) Zu diser zeit starb ein bruder auf der Balge mit namen b. Tbanno? von Tronaw genant.‘) Diser in 30 jarn nie vorm schlos war gewesen’ zu kurtzweil ader sich zu erlustigen, sonder vor und vor ag alleine das leiden unnd leben Jhesu Cristi bedachte‘. Er faste alle tag, grosse fest ausgenomen, zu wasser und zu brote, sein leine hembdt war! ein bantzer, und wan er het genomen das hoch- a) kamen in Pr. C. b)inc. c)kani. Pr. P.e.k. z.w.C. dbr.e.w.C. e)tr. alle w.C. Nwi.e.C. g)dazC. h)soe. w.,dszC. i) w. 2. th. wer. k) zog C. I) w.i. i.d.w. 2... v. br. E. v. Buband n., ydoch e. ern. C. m) u. fehlt C. m) danC. ou. tr.i.C. p) i. br. der Sch. (Schumola A) a. v. w. C. q) Thonns C. r)d. w.i.30:.C. sInurd.Lul. J. all. b. C., auch st. ag A. t) das w. C. 1) Posdroya erinnert an den Preussen Posdraupote, den LDusb. III c. 174 $. 131 erwähnt. 2) Gemeint ist der Zug Scumand’s ins Kulmerland im October 1277, bei welchem nach Dusb. III c. 192 S. 137 auch die Burgen Turmitz und Clemait zerstört wurden. 3) Dusb. III c. 339 S. 185. 4) Frater Thammo natus de Misna Dusb. I. c,
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*fol. 1108. *fol, 110b, 522 wirdig saersment “, dea tag er.ein trugck matte tragck ". Diser wart gefragt‘) im letzten tag seines’ lebens, wamit der orden ein solch* betriebnus verdient hette, wie er dan muste in Preussen und Lifflandt leiden °. Er sprach: got ist gerecht und musz ung geben, was wir verdiennt haben, want er war es® uns schuldig. So ist auch gott barmhertzig und er weniger strafft ‘, wans wir verdiennt haben. So wolten die b. in weitter fragen umb alle ursach, er sprach: und? es wiert in kurtz ein brieff gelesen werden, welcher da leit ins ho- meisters schatze, und da ir wert horen!, was Cristus der herre seiner geliebten brauth Brigitta in Schweden von unns gesagt hat, unnd wie wir seyn, wank dasz sint ag! vorbotten zu eim langen be- trubnus. Von disem brieff und offenbarung wil ich auch sagen in disom tractat“. Die b. aber giengen vom krancken und sprachen *, er weist nit, was er redt. Capitel X. $ 1. Wie ein new heer° quam In Preussen aus Teutschen landen ?.?) Ir jamer wart kunth gethann den hern und furssten? in Teut- schen landen, und haben ein volck versamelt" alsz sechstausennt man, und disz waren die fursten, die sie furten: graf Bernhardt von Wir- benaw®) zum andern mole, graff Dietterich von Julch,*) graf Sigmundt von Liechtenberg®) und die freyhern von der Saltza Arbogast unnd Fasolt®). Dise mit grosser zerungk* quamen in Preussen® und sie furtet b. Andres Ringenberg’) in Oberlittaw, und war ein grosz kalt wyonter, und sie versterten die mechtige stette Waykaym, Rosyeyn, y3u.w.edhehbgtl. biredt.mmet.mC ywed—Ii.mC. A)danc. oJ) fehlt A. Nue str. w.C. g) danC. h)n. fehlte w.euchC. U w.i.b.C. k) dan C. 1) auch A, nurn C. m) i.d. tr. fehlt ©. n) sprach A. 0) herr A. p) a. Deutschland is Pr. kam C. gf.u.h.C. r) u. versamelten ein v. C. s) d. kawen m. gr. 2. i. Pr. C. tf.eC. 1) Das Folgende ist tendenziöser Zusutz, 2) Quelle ist Dusb. III c. 340 S. 186. 3) Bernhardus dux Wratislaviensis Dusb. I. c. 4) Primogeniti filii comitum de Juliaco Dusb. I. c, 6) Dominus de Liohtenbergk Dusb. I. c. 6) Die beiden letzten hat (ir, hinzugesetzt. 7) Dusb. nennt hier Friedrich von Wildenberg, den Landmeister, uls Führer.
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523 Erogail® und Neymoin ?,!) keinen mentschen liessen sie leben, sonder alles erschlugen ‘, und war affte ein solch morden, damit? schne unnd blut gleich rannte durch tieffe wege‘. Zum letzsten sie. sturmpten ! ein heuptschlos im lannde Pistonyn genannt?), und die auf dem schlosse sich werten, damit das blut von den menner durch die plancken spranng, gleich wie es cleinlich geregnet hette, damit? ir vil rot vom blut waren '. Zum letzten sie ergaben sich“, und die hern quamen ein und funden, wie! vil menner verwunt waren, sie namen, was in geliebte, unnd zunten das schlos an, unnd es mit allen krancken ver- brante”, unnd quamen" mit freuden heim in ire land. Zu diser zeit war kein konig in Littaw, wan° Pythywero war todt, unnd zur Schma- lentzki sie kronten Gordemino? sein son zu eim“ konig uber Littaw und Samayten, und darumb war den fursten nyemandt under augen. 8 2. Von eim uncristlichen werck und seiner huss '.°) So plib in Preussen von disem volck ein ritter* ‚Johann von*fol. 111a. Gilberstein und er ausz seim gelubdnus zog in Teutschen ordenn. Von disem ist zu wissen, wie diser Johann gutes adel[s] war und seer reich. Diser wart ein fart so kranck, damit der artzt sprach, er solte sich mit got vereinigen, er konte im nicht gehelffen. Darumb er nam das sacrament Jhesu. In zwo stunden in disem kaum ver- giengen, im erstund ein lust der unreinigkeit so hoch, damit im dauchte, mochte er es volbringen, er wurde gesunth. So diennte im ein jungkfraw von 23 jarn armer leutb kyndt, dise er sie anlanngte, sie solt im zu wille sein, wan er merckte es sicher, unnd er wurde a) Rogail A. b) Nejmoyn C. ec) e.2.C. d)daz C. e) daz scho. u. bl, zugleich d. d. 1. w. dos C. f) zur zeyt st.=.C. g) w. 8, dazC. h) daz C. i) wurden C. kle.sienC. l) daz C. m; u. verbrandtes m. a. kr. C. n) zogen C. 0) dan C. p) kr. s, Widemino C. q) zum € r)C lässt dies Capitel ans und giebt nur eine kurze Inbaltsanzeige: alhie-war eyne historjen eyner vordrigen gleich, wie ein ritter Johau von Gilberstein in kranckheit nach empfengnis des h. söcraments (d. h. s. übergeschrieben) ein arm magt notzwang, welche umb rettung schrie, er vom teuffel hinweg gefurt, do er den orden anzunemen gelohet in ein stinckent wasser gewarffen etc. und in orden zog. ») adel A. 1) Territorium Waykinam — BRussigenam — Erogelam /üsst Dusb. I, e. verheeren, 2) Castrum Pistam Dusb. I. c. 3) Hier wiederholt Grunau noch einmal die bereüs oben Tractat X Cap. VII 838.467 aus Dub. III c. 350 erzähle Geschichte Johenn’s von Gülberstedt,
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*fol. 111b. “fol. 1128. 524 gesundt werden. Davon die junckfraw sie das sich entsatzte mit vilen worten unnd im absagte. Er sprach: liebes medlein, bisz mir zu willen, du solt es geniessen mit all den deinen. Die jungkfraw sprach: gott trest das reichtumb, das man mit solchem handel er- würbt, mein herr, lasz ab von solchem uncristlichen begern und gedeneokt, wen ir heut entpfaungen hapt, und solcher worte vil. Und an solchem reden er wart grimmig und spranng auf und ergriff’ die jungkfrau unnd warf sie under sich und thet, was im geluste. Alsz die jungfraw lag und schry umb hilff, niemandt von mentschen da wer, sonder es quemen die teuffel und* furten in wegk, und ein iglich teuffel in was vorhielt zu hone unnd spotte im. In eim solchen sprach Johann in seynem hertzen: O Maria aller mentschen ein trost, verleich mir zeit meine sunde zu bussen in deinem orden in Preussen. Baldt schry der teuffel, der in furte: o zetter wie ungleublich schwer wiert diser Belial, ich musz in lassen fallen, und er fiel in ein stinckendes wasser, da er mit aller arbeit ausz quam. Von disem erschrecken er wart gesundt und quam in sein schlos und der maigdt er das abboth, was er ir gethan hette, und sie mit allem irem geschlecht hot ehrlich versorgt? und trug auf seine gueter, den sie von rechte solten, unnd zog mit den‘ vorgenanten hern in Preussen. 8 3. Von gar behertzten mennern? mit irem handel ®. Diser Johann‘ war auf dem schlos Bartta. Under ander seiner anudacht disz eine war, und® er mechtig gewarsam war, damit die Littaw nit quamen so ofit in Preussen, alsz sie wolten ®, wan durch den walt Grauden genannt sie pflagen einzufalleni. Sok war diser Johann! mit dem mechtigen" starcken manne Musko,') der ein Preusch fursst war gewesen, und sonst mit 20 ander menner auf. Eine zeit sie* erwurgten hundert Littaw, auf ein ander zeit sie brachten in die flucht den bayor Posdroya° mit viertausent Lit- tawen, unnd die Littaw, so sie nur herten von disem sagen, sie er- a) erschrencken A. b) versorgte A. c) dem A. d) belitzten (P) menner A. eo) m ihrem handelungen C. f) Johannes C. g) w.d.e,dazC. b)n.s. o. i. Pr. kam, wan sw. C i) Dans. pf.d.d. w. Gr.g.e.C. k)daC. 1) JohannesC, m)seer ©. n)e.u.C. 0) schlagen ».d.b.P.i.d.fl.C. 1) Mucko latrunculus de episeopatu Warmiensi Dusb, III c. 352. 53 5. 190.
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625 schrocken *, ‚und man -torste’ sagen, wann dise [nit]‘ gethann hetten, die Littawen hetten Preussen eingenommen ader io auf das? wenigste gantz? vertorben mit robe und mit brannde. Capitel XI. 8 1. Vom bruder Wernero von Orseilen, wie er homelster wart °. Im jar 1328 auf Bartholomei‘) quamen ins capitel ®, wie es darzu beruffen war, sobald unnd' man hortte, wie b. Carolus der homeister' todt were, welch capitel war auf Marienburg *, und alle ! b., die da gehoren zu der" erwellung des homeisters sich berietten und wol bedachten®. So wurden sie® es zu ratte unnd haben in erwolt? zu einem homeister den groszcompter zu® Preussen, den fromen und ernrhesten b." Wernner und sprachen alle in sonderheit: Wernerum von Örsellen ich erwöll itzunt® generalmeister des spitals von Jherusalem des ordens Sancte Marie Teutsches! hauses, und war der 14. homeister seines ordens und wart erstochen im dritten jare seines regiments von einem b. seines ordens, wie ich dan me" sagen wil, und leit zu Marienwerder begraben.* Diser war *fol. 112b. grossens adels’ und eins geistlichen lebenns ein man, sonder” von wenig glucke. Sein groszcumpter war b. Servatius von Giech *, sein marschalck b. Ignacius von Lermaw ’, sein spitler b. Wernner von Nyderthor, sein trappier b. Johannes von Goltdacken, sein treseler b. Luderus furst von Braunsohweig.?) a) no. derhalben w. d. L. nur v.d.h.r,soe. =. C. b) troste A, dorfto C. c) fehlt Cod., der Sinn scheint aber eine Negation zu verlangen. d) d. und g-. fehlt CO. e) Werno A, v. br. W. (v. O. fehlt) dem h. in Preussen C. f) MIIIo XXVIIA. g) i. o. auff Marienburg CO. bh) als C. i) vonb.C.d. h. das. C. k)w.c. w. a. M. fehlt C. 1) und fehlt, aller C. m) zur C. ») und s. da wolb. n.b.C. o)u. w.e.C. p) un. erwelten za C. q) von C. r) fromerb.n.e. A. 8) e. i. sam C. t) des Dent. h.O. u) w.i. d. weitter dan C. v) von gr. a. C. w) aber C. x) Sonnder a. gr. w. b. Germanns von Gilch A, 8. v. G. auch Leo 142. y) Vquacium (!) a Ler- mano Leo 143. 1) Die falsche Zahl 1328 stammt aus dem Hochmeisterverzeichniss Johann's von Posüge Ss, III 393. i 2) Von dieser Gebietigerliste ist nur Luther von Braunschweig historisch, der edoch unter Werner von Orselen nicht Tressler, sondern Trappier war. '
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“fol, 113a. “fol, 114b. 526 8 2. Von einem ernsten general capitel, do den b: ire verderbung gelesen wart °. Im® andern jare seiner horneistereye umb vil sachen sein orden antretende° er hielt? ein general capitel auf Marienburg °,1) und da waren inne‘ 200 und 19 bruder, zu disens der homeister Wernerus also sprach: geliebten b., unnd ich euch bey dem leyden Jhesu ver- mane, und* ir wolt zu hertzen nemen, warumb ir geistlich geworden seit!, damit ir durch ware geistlichbeit., erlannget* ware belonung. Wist nit der nam noch der habit uns dise erlannget !, sonder der brauch” der guten wercken. Unser gehorsam ist zu streiten wider die feinde Jhesu, aber unnd’ mich beduncke, unnd° ein iglicher gote ungehorsamer sein grosser feind ist. Der streit in unns teglich ist, und wir unsern eigen willen gefangen nemen und in halten,* damit der corper thue, was got wil. Eins solchen? gebet got angenemer ist“, dann zehen tausent sünder mit iren stercken’ mogen auszrichten. Gedenct, und* ir im felde wider die ungleubigen ritter, und gen eurn underthann engel, in der kirchen priester, in essen und trincken unnd in aller mitsamigkeitt monche solt sein“. Niemandt von euch anderm sol sein ursach und verfuerung’ uncristlichb zu handlen, sonder eur leben soll sein, wie es den” angehort, die sich ernören des almusz“* und gute cristen umb Jhesus unnd Marien willen helffen, und solcher worte ein ganntze lange predigt, und der vil vorzelte. $ 3. Vaticinium $. Brigittae ’. *Eur liebe sol auch wissen, wie b. Carolus seliger gedechtnus verstorbener homeister in seim heimlichen schatze hinder im habe gelassen ein propheceie geofenbart der seligen Brigitten in Schweden’ a) da da gelitzten (!) wart eine v. A. Lb) A wiederholt hier irrthümlich die Schius- worte des vorigen Paragraphen b. Lud. f. v. Br. co) nmb — antr. fehit C, antreten A. d)h. e. C. o) vieler sachen halben C. f) war i. A, w. beysamen C. g) dmen C. b)gb,„i.v.eab.dl. J,dazC. ij)» geistl.g. C. k) irerl. A. daz i. d. w. g. w. I. erlangen moget C. 1) habet A, habit L. D. VI 87, der n. u. unser geschickligkeit erl. u. d.n. C. m) gebrauch C. n) unad fehlt C. 0) daz CO. p) ein solche C. @) i.g. a. C. r) m. i. stroytte C, m. i. grossen sterke L. D. VI 81. ») daz ©. t) muerawigheit A. u) sein ». C. v) sole. a. u. u. volfuren C. w) dan d.C. z)d.e d. a. e. C. y) Ueberschrift fehlt in A. A stellt diesen Paragraph hinter den nächsten fel. 114b.—115a., C. u. L. D. VI 88 bringen ihn vor denselben. 2) der heiligen Br. i. 8. g. C. . 1) Das Generalcapitel stammt aus Dusb. Supplen. ce. I. S. 213. Nätürhch sind die Details erfunden.
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627 uber ans durch Cristum, der alle ding weis, ehe dann sie geschehen, und wolt gott, ein iderman under unns sie zue hertzen neme *, und laut also: Der gutten binen art — und sich mogen erkennen vyl. Ein- leitung 8 8. S. 15, aus den Revelationes S, Brigütae lib. IT. e. 19, mit geringen Abweichungen hier wiederholt. Nach* disem sprach der homeister: ein iglicher geruche im *fol. 15a. selber nach dem geiste des hern dise vermanung auszzulegen ’, wann immer me es wirt in unns gefunden °, wie gesagt ist, umb welcher übertrettung wir haben die meisten und besten b. verloren . Wolt got, und auch nit ire seelen darumb not leiden °. Unnd warlich ge- dennckt ‘, wie wunderlich unns got zu disem stuck brot hat geholfen in Preussen *, und wir nit werden thun wie recht, ich mich befare, unnd geringlich unnd wunderlich wir es werden verliessen *, unnd der worte vil. Spott!. Viel von den b. diser wort lacheten“ und sprachen: wir sint auch wol gelobet! mit eim so meydischen® furssten, der von weiber thedingen also vil geplodern mag, unnd wenig waren, die es zu hertzen namen, und dise die ander“ nanten die b. von Saba. 8 4.* Ein ordinacion über monche, voraus der betier ordenn *fol. 118.. genant, wie sich die mit der zeit erhalten sollen °.') In disem capitel wart angetragen, ob es auch zu thunder were, und man solte closter wa stifiten in Preussen *, nemlich Cartheyser, und ob man auch billich die monche betler erden in die stet liesz bawen auf den puren bettelstock ', so doch Sanct Paul spreche, wie ® mit der zeit die liebe der cristen erkalten wurde, in welcher zeit die monnch umb armut wegen! musten entlauffen und die gebeude nur a) dass. ei. u. u. wolte 2. bh. nemen C. b) a. fehlt A, dafür und ausszulegung C. odane wi.minusg.C. Yu.wü.ww.d.m.uob. br. v.b.C. o)dasi. s nun.n.d. 2.1.0. Nu.g.wC. g)i.Pr.g.h. C. h) u. zu besorgen, wo w. n. w. busse thun, das wir e. w.n.g.v.w.C. i)fehltinC. k) v. aber v. d. br. 1.d. w. C. 1) besorget GC. m) neidischen C, n) d. a. bruder C. 0) Ueber die Reihenfolge der Paragraphen s. oben 8. 526 y., in C. lautet die Veberschrift: e. ordenung uber d. monche, w. s. dieselben m. d. £. a. e. u. voraus d. b. 0. geramett. p) thun C. g)f. fehlt A, das m. otwa i. Pr. a. cl. st. C. r) bettelsack C, bettel stab L. D. VI 90. a) sprechen A, das C. t) a-.. willen C. 1) Yon einer derartigen Verhandlung uuf einem Generalcapitel des DO, bericht die Quellen nichts,
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%fol. 113b, *fol, 114. 528 mit? grosse ‘cost und muhe? aufgerieht, wurden zerfallen, ob es in® nit dunckte geratten zu sein, unnd man nyme aufneme «* und den, die nu weren *, ein gut forwergk, wisen unnd! welde zueigente, damit sie nit so® vor und vor arme leut überliefien, dann sieher: von solchem überlaufen ir vil wurden verruckt in irer geistligheit, und solcher worte me. Auff dis geschehen vili antwurte und bewegung und der* groste teil vom capitel! es verwillete=, man in was zu eig- nete °, und so damit sie auch" betler bliben unnd sie ag ir not mit stilleten *, und man in einsatzte, wie offte die leute zu besuehen ‘. 80 .war da b.’ Bernhartzs‘ von Lintzenstein prior des hauses za Franckfort am Mein!. Diser war vom Teutschen meister zu disem capitel gesannt nach des ordens weise unnd er sprach also: erwyr- digester herr homeister und ir: alle geliepten bruder, es ist kein rath nit, unnd’ ein mentsch strebe wider das, das von got ist einge- satzt ”, dan“ es nimpt kein gut ende. Sint dan und wir es’ gleuben, wie die cristliche® kirche vom heiligen geist regiert wiert und also von seinem eingeben die cristliche kirch die orden der bettelmonch bestet hat in bevelende das ampt zu predigen und beicht zu horen, durch welche und ir gutem? exempel vil. des simpeln? folcks auf dem lande seer gebessert wiert. Weiter so dan disz Cristi wort sein ®, der da gibt, dem sol widergeben* werden, sintemal Cristus in disem fal ein schuldener ist, damit unsern underthan Cristus gibt *, lath ' die monch zu in ziehen, were da vil, gibt, 'der ermanne Cristum umb vil, damit" sie gnug haben, Zu der’ zeit unnd die liebe erkalten wiert*, es wiert so. wol in geistlichen. sein alsz ‚in, den weltlichen ', und wa nit in den geistlichen, got wirt im® auch behalten, die in geben werden. Seet nit auff die materlichen gebeude, sonder seet darauf, und» sie ir observantz halten, das ist der nutzlichste baw. Und ir in was zueigent, unnd musten gleichwol dabey betlenn, vilen paurn wurd® es ein spot sein und nichts geben, sint dem? zur not sie ein auszkomen hetten unnd in ein spot er dan ein almnsz geben, und sich so von beden teilen wurden ergeben. So ir ja wolt was' thun, ir hapt gemeinlich bey allen steten schlosser, uff welchen in a) som.C. b)m.gr. m. n. arbeit C. c) alsz es im A, ob es sie C. d) daz m. de- selben mnnche nit mehr a. C. e) vorhanden w. C, f) u. fehlt C. g) also C. hisich A, d. i. r. w. sicherlich v. s. u. i. chr. g. v. C. ij) wale! A. k) aber d. C,d. fohlt A. 1) des capitels C. m) bewilligte &aC. n) z. eigen gunte A, das m. i. etwas 2.0. o)u. s. sie dennoch C. p) auch 4, daz =. nurn ji. n. damit st. C. q) u. aotzten i. ein, w. 0. sie d. ]. ersuchen solten C, r) Da w. ein b. v. L. genant C. 5) B, feblt C. t) a, M. gelegen C, u) g. br.a.C. v) dazC. w) «i.C. x) das A. y)nach d. v.C. z) daz.d. heilige or. C. a) d. welche ire gute C. b) einfeltigen e) e. feblt C. d) s. d. Christus spricht C, e) daz er. u.u.g. O. f) so lassetC. g) und w.C. b) daz C. i) der fehlt A. k) w.d. 1. e,, unnd fehlt C. 1) den g., sein am Ende C. m) ina, w. g., im fehlt C. n) dae ©. 0) wurde v. p. C. p) nachdem C. g)ere. ep. C. spot A. r) was w.C.
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529 eurn capellen laszt sie* mesz halten, darvor gebt in® korn, fisch, fleisch unnd was in von notten ist, und‘ sie mogen gedencken, unnd sie es nit ausz rechte sonder ausz gnaden haben *. Veldteloster ader Carthaus zu bauen wil ein fulles® und fridsam lannd haben. Es ist aber mit euch, lieben hern, nit also, dann die ungleubigen sint euch an der! seiten, wu sie euch nit meinen, so must ir sie meinen,* zu *fol. 114b. welchem euchs alles, was ir habt, selber wol nutze wiert. Solche wort" und der worte me da! vil geschähen, welchen sie alle beyfiellen und batten ', man wolte im so undk nit anders thun. $ 5.* Von einer seer nutzen ordinacion', wie sich die bruder fol. 115b. unnder einander nennen sollen. Geliebten b., ich euch weiter vermane® unnd gebiete, ir solt wyrdigen unnd in sonderheit ehren ®, die da handlen die sacrament unsers hern Jesu Cristi °, das seint? seine gesalbte priester. Wist, es sein etliche buchschreiber, die unns umb diser unerung willen in iren schrifften weltkundig gemacht haben, und ire schriften lautten also: es sint in cristlicher kirche vorhaltene menner umb die wolthat irer vorfarn, welche zu eim zeichen der reinigkeit weisse mentel mit eim schwartzenn creutz tragenn. Dise sein der kirchen ritter genaunt unnd sie die cristen sollen beschurmen' vor gewald der ungleubigen. Disz die alten fromiglich gethann haben* und damit ir nachkomling in grosz gutt nnnd ehere gesatzt haben, in welchen ir leben under andern vielen bosenn stucken disz eins ist, was sie den heiden sollen vor verdries thun “, das thun sie den cristen. Ein hundt, der ein wilt” beist, in angenemer ist wan ein priester”, der in das sacra- ment gibt, den hundt* loben sie, den priester schennden sie, den hundt kauffen sie, den priester darvor verwechselen sie’, den hundt speisen sie,* den priester erhungern: sie. O grosser adel, 0 grosse *fol. 1168. manbheit, von den sie sich fursten grosz rhumen unnd doch beweisen werck der ungerechtigheit *, und solcher wort vile. Ordino®. Damit‘ aber unser orden ausz eim solchen gerucht s)l.e.i.ec.C. db) i. fehlt A. c)dazcC. d) =. habens a. r. n., 8.2.8. C. e) er fullendt 4. N) e. fehlt, an ander A. g) e. fehlt A. h) feblt C. i) da — batten fehlt A. &k) u. feblt A. l) ordenupg C. m)v.e. w. C. n) daz ir d, mit sonderlicher chre s. verhalten C. o) da dazs, u, bh. J. C.b.C. ps. fehlt A. q) vorhabennde A. r) u. d. c. sol. a. b. O. 5) fromigheit A, d. h. d. a. fromlich g. C. t) vilb.C. u) füarv. th.s. 0, v) wilprett C. w) i. ihnen a. dan e. pr. C. 3) dan itzunt!A. y)s. d. v.C. z verb.C. aJu.d.w.d.ub.C, b) fehlt C. co) daz C. %
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*fol. 116b. “fol, 1178, 530 quem, unnd uns* das laster under unns selber dringet, ausz welchem wir es mit der warheit prufen, wie dem so sey®. So ist euch auch wol kunth von der zwitracht vieler b. under uns der stellen unnd des namens halben, wan unser vorfarn umb nutz des lanndes haben geclit °, wer da quem, unnd haben von etlichen wol ein pfennig geniesz, aber uber! zehen gulden verdriesz, wan® ir vil bey den kelbern‘ erzogen, sie offte ochsen bringen zu tisches und solche mit der priesterschaft, ritterschaft und" herschaft kein underscheid und durch sie in ein vorcleinung!' des geruchtes komen. Damit aber ein itzlicher wurd angezogen nach seinem stande, wir wollen, gebieten * und setzen nu und zu ewigen gezeiten disz zu halten. Nempt war, unnd! wir haben alhier® uf Marienborg vierley bruder alsz priester, herrn der geburt, rittermessige menner mit iren vier schilten und die® b., der geschlecht* dunckel ist. So sal man zum ersten sie® nennen b. Robertus Namegist khorherr, b. Philipus Scholez khorherr, b. Simon Dreer korberr unnd dergleichen, er sey priester ader wil priester werden. Darnach’ b. Dominicus® herr von Hohenloch, b. Theymo herr von Querenfurt, b. Stachyus’ herr von Kiberg, b. Diett- rich herr von Spanheim und dergleichen, die herren von geburt. Die von adel also b. Ulrich von Hobenberg,. b. Steffan von Rotlinszbach, b. Wernner von Oyseynen °, b. Ulrich von Borschen , b. Friderich von Fiessen“ unnd dergleichen. Die annder bruder aber one ir’ vier schilte soll man so” nennen: b. Hans Leynigar”, b. Junter Dieritzer ’. b. Caspar Spalenwindt*, b. Peter Strom: und wie dann die andern heissen mit namen ®. Dise sollen kein velum noch braune kugeln® tragen, sonder stets die? liechtgrawen mentel mit eim hutte und nymier ausz grosser wolthat in befelen ein amaoht‘, das da wiert genant‘ in unserm stattuten, sonder die understen amacht als das amacht der karwenagut ®, der fischmeisterey, der kuchmeisterey ", der kellermeisterey, der mul- meisterey, der garnmeisterey, des strandes', der jagerey*, unnd wie sie *denne mit der zeit mochten gesatzt: werden, idoch mit disem ei iglicher homeister. gewalt hat es zu verandern !. a) u. fehlt A. b) daz w. e. m. w. bekennen, daz d, also a. C. c) dan n. v. kb. gekleidet (gecht! A) u.n. willen d. 1. C. d)alsz ir A. e)dan CO. f) in A fast wie kellern, so las anch L. D. VI 91. g) br. of. aber o.z.1.C. b) u. fehlt C. i) vorlenung A, vorlehaung C. k) wol, w. und 8.0. D fehlt C. m) allerley A. n) der A. o) a. zum e. aleo C. p) dennoch A. JmsoA u. L.D. V1 92, Vincentius C. u. Leo 141. r) Eustachius C, HeinrichL. D. VI 9%, fehlt bei Leo. sw Au L. D. VI 98, Beseynen C. t) Belschen L. D. VI 92. u) Sussen C, Füssen L. D. VI 98. v) ir fehlt C. w) also C. x) Leinynger C., Leungar L. D. VI. 92, Leimiger Leo 141. y) Gunter D.C, Günther Doringer L. D. VI 92. x) Spaltenwind L. D. VI 92, a) Storm C. b) n. fehlt A.m.n.k ©. 0) kogeln Leo 141. d) einC. dw.i.ne a augr.w.C. Ng.w.Ü. g) krawemng- 4. karbenstgutter C. h) kormeisterey A. i) stannte A. k) gernigel A. Di. u. eig. h.ger.er.C.
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531 Die geringen bruder, von den nun® gesagt ist, worden seer un- tichtig $, damit® auch etliche apostatirten, die andern alle, der vil war in Preussen, hertzlich stunden‘ nach eim streite, damit! sie dar- innen pliben und biesseten also iren verdienst, diesz wen in dauchte, wie in gewalt geschehe an irer ehern ®. 8 6. Von der ordinatio götlichs‘ amachts und sonst auch von! anderm me.) Item da auch von gemeinem beger renoviert wart, und* die kor- hern solten nooturnum halten, so man nit festum duplex ader tottum duplex hette, wy es dan vormols angehaben het!. Item alle sonabendt, so nit festum darin weren, man solte halten solempniter von unser frawen” alsz von ihrer patron. Elisabeth". Item das fest der heiligen frauen Sanct Elisabeth man solte° halten mit der octava solempniter. Metten?. Item von pfingsten an bisz auf erhebung crucis im anbroch des tages man“ solte zu der mettin geen® unnd* niemandt »foı. 1170. so] ligen pleiben dan die kranneken unnd die geste. Die aber gottes diennst" wurden verfaulen ader verseumen, die solte der oberste korher biessen mit wasser und brot‘. Sonnstt durch das gantze iar soll man singen mötten® zu miternacht. Item im kore, im capitel, im refenter sollen die b. tragen ir velum” und umb ire heupt unnd halsz die brune runde kugel und nymer obn das creutz sollen gesehen werden. Item one urlaub und nöttige sache kein” b. vom hause sol abegeen aber“ mit weltlichen mienner reden, essen oder trincken und disz alles mit kortzen auszrichten. Straff’. Item und iemant wurd on urlaub vom hause geen ® s) nur A, itzundt C. b) unmüttig C. co) das C. d) aber der v.w.C,daA. e)st.h. ©. ndazC, g)dane. d., es were i.g. gesch. a. i.e. C,anini.c. A. h)desg.a.C,. i)a.v. fehlt C. k) i.d. w. a. ause.g. b. r., daz C, revenirt! A. 1) angefangen war Ü. m) 8. m. »0- lempn. b. v. u. lieben fr. ©. n) fehlt C. 0) sol m. C., solten A. p) fehlt O. q) man — geen fehlt C. r) den g. d.C. s) m. w. u. br. busen ©... t) 8. fehlt O. u) metten ».C. v) i. v. tr. ©. w)solk.C. z)ader A. y)fehlt Cl. 2) i.wi.w.v.h.g.0n.0. 1) Diese Bestimmungen sind mit wesentlichen Aenderungen den Statuten Werner’s ron Orseln (Hennig, Ordensstatuen S. 12022) nachgebildet, die in den früheren Puragraphen erwähnten Satzungen dieses Capüels haben dagegen keinen historischen Hintergrund. 1.72
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*fol, 1188, *fol. 118b, 632 item und sich iemandt wurd gewonen* zur trunckenheit aber? zu fluchen ader leut° zu schenden und? sonderlich sein b., item und iemandt ° stelen wurde, item und! iemandt sich mit weibern vermischen wurde, item und iemandt im ungehorsam gefunden wurde®, man sol int zwe mal hertlich straffen mit der schweren busse, er sol tragen den grauen mantel unnd fasten zu *wasser unnd brot, und er es zum dritten mal thut, man sol im kercher brot geben sein tage, unnd er doch! aus- queme, so sol er doch kein ritterlich amacht haben. $ 7. Wie der homeister Wernerus“ in ungunst quam der Teutschen furssten im reiche. Zu seiner zeit warff sich ein geselschaft zu hauffe und sie! trugen weisse mentel mit grunen Sanct Andres” kreutzenn‘) und dise gaben vor, es in wer" offenbart, und° sie solten mit guter leutt hilff das heilige lanndt gewynnen, darumb sie heten zumal? grosz beyval vom ganntzen reiche und sie mit urlaub des babstes und des kaysers zogen umb? und versamelten unglaublich gelt’. Dise Wernerus der ho meister in die Newe Marcke und in Preussen nit wolte* lassen gelt zu‘ samlen, welchs im seer zum ergsten wart auszgelegt. Es schriben etliche" fursten vor sie, es mochte nit helffen, unnd man zalt es in zu zum neyde *, und sie" sprachen: nu unser blut den Teutschen b. zu guter hat geholffen, sy sein* begierig auf ander gutter geworden und auch das mit unser hilff wollen bestreitten, das in auch nie geben it* worden ’, sonnder sie dorffen sich darauf nyme verlassen® unnd ein iglich ia zum wenigsten von in retthe und sprach tichtende® also: Es ist dem einen betler leid Der® ander vor der thure stet. s) so s. ym. g. w.C. b) ader A. c) die 1. C. d) fehlt C. e) niemendt A. wi. C. N. 00 C. g) item — wurde fehlt G. h) fehlt C. i) u. wenn e.iaC. k)b. W.h.C. Dirt. m) Andreas C, Anders A. n) w.i.C. o) u. feblt C. p) h. s. ubersusgr. C. Jue2.mudh uk undund () C. Dun. vilg.C. s) D. wolte W. C., diser A. t) fehlt C. u) a, fehlt A. v)ı m. hilte es dafar, er tbette ee ans neyde C. w) ». fehlt ©. x) seney Cl. Duws.dmch b„d.i.n. istg. w. C. 2) aber s. d. s. nimmer mehr d. verhoffen C. a) sprache tichteo A, t. fehlt ©. b) daz d. C. 1) Quelle sind die Ann. Thorn. zu 1325, Ss. 111 65. Gr. kat die ka Nachricht derselben nach seiner Weise ausgeschmückt,
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583 Idoch mit der zeit es quam in® zue eim grossen lobe, wand die vorgenante geselschaft namen ein bosz ennde, und gelt® und gut waren verloren. Capitel X. “ 8 1. Was Godeminus der konig von Littau thet auf die bruder in Preussen 4. Sobald der konig Gedemyno° in Littau sich mit dem Moschko- witer vertragen het, er zum ersten die b. ausz Sameiten trib‘. Idoch die warheit zu sagen, die b. sahen, wier sie kein gehor- sam von den Sameyten hetten, und man in auch nit zu hilffe quam, sie machten sich" heimlich weck, und der konig nam Sameyten ein. Von dannen und' ausz Littaw er versamelt* siben tausend man und er beful sie dem bayor Jaynoho, und sie® zogen vor® Cristememel!) und drey pfluggewennde sich davon verbarg im pusche’ in der mei- nung, und im morgen er? wolt das schlos ersteigen. Sonder? es war ein fischer auf der Mymmel* dem fliesse" und diser es dem pfleger #fol, 119. heimlich ansagte*.?) DB. Wolffram von Rappelstein' pfleger =) die 'gantze nacht sein volck verordnete mit gewher in iren stellen, unnd mit schweigen sie erharten‘, bisz die Littaw quemen, und des morgens sie quamen” und wolten mit grossem hauff uf ansteigen *, sonder’ die b. mit steinen und ranen under sie wurffen, und nach viler tode sie wichen: abe. Da quam Jaynoho der boyor und schlug sie wider zu schlosse*, in welchem schlahen ein gromentler in im absah® und scheuszt im ein pfeil in den halsz, damit: er stortzte. Den korper*) wolten die Littau zu schiffe schlepen, sonnder? die b. all ire schutzen darauf ordneten, und quam ®, io mer die Littau darzu liefen, io mer ir da erschossen wart, damit wie ein berg darumbe war. Die b. meinten, es solte der konig Gedemyno sein, darumb sie a) i. kam e. i. darnach C. b) dan. c) n.das g.C. d)a.d. br.i. Pr. th.C. e) G. d.%.C. Ntr.e z. erst.C. g) daz C. h) m. sie sich C. I) u. fehlt A. k) v.e. C. ]) er fehlt Ü. m) sie fehlt C. n) von A. 0) u. verb. s.d. 8 pf. i. p. C. p) daz er des morgens C. q) aber C. r) d. fl. fehlt C. ®) u. d. sagete d. pfl. h. C. t) b. Wilfram v. BR. A, W. v. Roppelstein C. u) der pfl.C. Das. CO. w) d.m. fehlt A, kamen s. C. x) hinaufisteigen C. y) aber C. 3) w.e. C. a)u. trib. s. w. zum schl. C. b) im den absag C, o) daz C. d) aber C. e) qu. fehlt C. f) derdsc. 1) Dusb. III c. 355 S. 190. 2) Fatres premuniti per quendam piscatorem Dusb. lc. 3) Dusb, nennt keinen Namen, 4) Bei Dusb. tödten die Ordensbrüder quendam virum nobilem, um dessen Leichnam sich der Streit fartseizi. Grunau kennt natürlich seinen Namen.
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*fol. 119b. *fol, 120a. 534 mit freuden in die heiden schossen, und die Littew uamen* die flucht. Nach welchem die b. vom schlosser und funden dreyhundert man tot und den bayorn und sie alle verbranten °. 8 2. Wie die ediynge? in Liffland die Samayten in Liflandt furten sich reehande ®. *Unnd von anbeginne und diesz ein unbillich vornemen war ' der b. in Lifflant, 'unde sie wolten stet mit wissen, wa man zur ehe eine edle iungfrau® wolt geben. So war ein edel iungling in Liffland und diser freyette umb! ein edle iungkfraw, und sie* wart im zugesagt von iren eltern. Disz quam vor den lantmeister, und er sie zugagte einem! , der bey hofe war, wan" man pflag in also abzulonen. Disz zuesagen widersprach der vatter, die mutter, die iungkfraw und ire bruder, umb des willen sie wurden alle eingesatzt umb des ungehorsams willen °. Desz?. breutgams freunde auf unnd vermochten Gedemyno den konig, und er gab in Samayten elf- tsusennt®. Dise durch fuerung der Leifflendischen edelleut sie quamen in Liffland" und mechtigen schaden thetten *. Sie gewonnen den fleg Dunemunde und ermorten alles, was darinnen war. Vil mal in vergangen zeiten die heiden in Lifflandt‘ hetten schaden gethann, sonder" in disam zoge geschach der groste, und die Samayten triben mechtig volck weg” und waren seer wegktragen viel mechtig gut”.* Unnd alsz die boszwichte ausz Liffland in Sameytische* grenntzen quamen, sie logen unnd sich rutten und auch teilung hielten’. In dem überfelt sie b. Hugo von Ripenstert und sie ermordt am meisten theil® unnd nam wider alles, was sie gerobet heiten. Die verretter sie namen* und liessen sie sitzende in einer braupfanne sieden, damit sie sturben.') a) gaben CO. b) v. sehl. kamen C. c) u, fehlt, aller A, u. s, verb. sie alle C. d) edel leut C. e) zu zechen ©. N Vonanb.w.d.e.C. g)dxC. b)w.m.e.cod.i. wollzeg. 1) im A. k)dieC. I)u.erm.sioe. z.C. m) den C. n) demit!statt d. m. A. o)u.d. ung w.L w. 2.0.0. p) Da waren d. C. q) in in $. 11000 man C. r) d. zogen d. anfuerung L. edell. in L-C. s) u. th. grossen sch. C. t) V. m. h. d. h. vorgangener zeit i. L. GC. u) aber C. v) vil volcks his- weg C. w) u. war i. ranb sehr g. C. x) i. die C, y) logerten sie s. u. h. ausstheilung 0. s)ı 0. dasm.t.C. a)n.e.C. b) bis. 1) Dieser Einfall der Littkauer in Livland ist auf Dusb. III c. 358 5. 184, die Verheerung Rosittens, zurückzuführen,
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535 8 3. Wie sich die Masawischen furssten auch schelcklich" hielten. Lestycko der furst in der Masaw sich richterlichb erzornte® uber etliche woywoden, das waren freyherrn und furssten in der Masaw. So entquemen? im dise unnd botten Gedemyno den konig umb hilff, damit® sie sich mochten rechen. Da sprach der konig: und! wie sol ich euch helffen, so ich alle stunde warte s, unnd die b. ausz Preussen mir ins lannd werden ziehen". Zu wissenn, und der homeister Wer- nerus' wart überbetten von seinen b., und* er in vorgonnte ein ge- meinen zug zu thun auf Samayten, und er es vorgonte!. Sonnder die b. konten nit geret werden”, so disz, so das ander gebrach ®, und ‘war nemlich kein wynter° nit, und stund* so lanng an, bisz? es in *fol. 120b. verbotten wart durch eine solche weise ’. Gedemynot der konig nam rath von den verlofnen Masuren ', wie er sich mochte entschutzen ® vor den b. ausz Preussen unnd Lifflandt. Die verretter sprachen, unnd' es wer zu thun, das man dem babste schribe, wie ir wolt mit den eurn gernne“ cristen werden, sonnder" von stetem kriegen, die euch tetten die b. in Preussen”, ir kunth’ nit rue haben, damit die eurn underweiszt wurden. Er bett hierumb sein heiligheit umb ein gute underweiszung. Der babst mit seinem consistorio disz gelobte und schribe Gedemyno *, wie® er wol thet, und» sich mit den seinen seligen wolten durch die tauffe‘. Er sagte im zu drey iar lang ® fride vor den b. ausz Preussen und Lifflanndt, mit der underscheid, und® er noch die seinen die vorgenante bruder nit uberzoge. Dem homeister b. Werner der babst schrib‘ ein mandat, unds er solte dreyt iar fride haben mit Gedemyno dem konig in Littaw!. Disem war der homeister gehorsaın, wiewol er es merkte, und* es der konig tet auf ein grosz vorteill! .?) &) schemlich C. b) rechtlich C, ritterlich A. 0) e. s. r. C. d) Da entgingen C. e) daz ©. N fehlt C. g) fehlt A. h) dazm.d. br.i.1.2.w.C. ij) 2. w. fehlt, den d.h. w. u.C. k) fehlt ©. I) u.er v. os C. m) aber db. kn. bereit w. C. n) bracht A, itzundt gebr. d., baldt ein a.C. o)uw.k. harter w. Ü. p) bis — weise fehlt C. g) Daramb G.C. r) sich m. d. v. M. bereyt ©. s) w. e. s. schutzen m. C. t) fehlt C. u) wolt in A wiederholt, w. i. g. w. C. v) aber C. w) den e. d. br. i. Pr. zufugen C. x)k.i.C. y)g.esihmc. z)anG.C. a) dez C. b) das ec. )d.d.t.ewcC. d)\fehltC. e)dazC. MD. b. schr.b. W.d.h. C. 8) dar C. h) zweo 4,3c. Dm.d.ki.L.0.C. k)desC. 1) a. e. forth. th. C. 1) Dusd. III c. 356 S. 190. 191.
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"fol. 121a. *fol. 121b. 536 8 4. Wie sich die b. In Preussen gaben auf stette zu bawen und schlosser zu befestigen. *Inwendig’ disem friden die b. zalten® ire gefanngen Littaw und Samayten unnd funden ir sibentzig tausent man. Sod wurden die ausz geteilt in ganntz Preussen und sie muszten ziegel streichen und° kalck graben, die stet mit wallen beschiten, und die b. richten so ir stett an. Der homeister sach an, wie‘ vil dorffer waren im lannde ®, die da vol paurn* weren unnd genug! wuchs, sonnder ir ware sie weit musten fieren zum marckte *, und wan sie quemen, vor vilen wagen sie kunten! nicht ausz noch ein komen. Darumb s baute er ins grosse werder an das wasser Schwente” eine stat und nente sie Neuteich., B. Herman von Öttingen obrister spitler bante stat und schlos Moringk,‘) b. Heinrich her von Eyssenberg* maurte das schlos Gerdawen und baute daran eine stat;?) b. Heinrich von Libental bawte die Libstatt, b. Heinrich von Schretental baute Deytz- eylau °, b. Rugerus von Wolckenstein baute Newmarg,°) b. Arnolphus von Eylenstein bawte Preuscheylaw, b. Dietterich her von Aldeborg baute Lunborg,*) b. Leopoldus Wulffach bauwete maurende das* schlos Preuschenmarck ?, b. Gebhart von Giechen bawete Hohenstein maurende, b. Leopolt Sefelt baute Salfelt. Disz bawen sol man also versten, die b. waren die angeber unnd regierer, die Teutschen Preussen die maurere, die Samayten und Littaw die arbeitsleutte, got weiszt, wer das lon gab. &) begaben, auf fehlt C. b) unther C. c) zeleten d.b.C. dYDoC. e) u. fehlt A. N an feblt, daz C. g) i.1.w.C. h) und dieselben v. p. C. i) ihneng.C. k) abers mi". weit z.m. f.C, ». i. w. sie es weit A. 1) k. 5. fur v. w. 6. m). fehlt A. n) Eysenbarg C, eb. Leo 141, fehlt L. D. VI 81. 0) da ycz eylau A. p) d. gemaurtte schl., m. fehlt C. 1) Den Bau von Mohrungen durch den obersten Spiler Hermann (von Oettinger nennt ihn Dusb. nicht, der Name ist jedoch richtig, vgl. Voigt, Namen-Codex S. 10; erwähnt Dusd. Suppl. c. 2 S. 214. 2) Dusb. III c. 360 S. 192, 193. 3) Neumark wird vom Kulmer Landcomthuwr Otto von Lutterberg gegründel Dusb, I. c, 4) Dusb. III c. 362 S. 194. Die übrigen Schlossbauten sind von Grunau kin zugeseizi, Zu Libstadt, das von Heinrich von Libental den Namen hat, gab ihm Friedrich von Liebenzelle, der Wartenburg und Gutstadt gründete, das Motiv. Nesisich, Deutsch und Preussisch Eylau, Salfeld und Hohenstein sind eigenes Fabrikat Grma'si Dusburg nennt statt ihrer Plut, Bischofswerder, Bartenstein und Gilgenburg.
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537 8 5. Vom letzten capitel Werneri und seiner ordination ®. Im iare Cristib 1330 am tag omnium Sanctorum Wernerus hielt° ein general capitel auff Konsperg, in welchem er satzte, und @ in Preussen ein igelich priester nach seiner mesz solt lesen evan- gelium Johannis in prineipio erat verbum®, und so er sich nider kniete, so’ solt er sprechen: et verbum caro faotum est, darnach col- lectum® omnipotens sempiterne deus dirige actus nostros }.*) Merke!. Item und* man solte keinen miessiggenger leiden im lande !, sonnder man” sie auff die Littawisch arbeit halten solte, so sie nit dienen wollen“, und man liesz° alle quartalia in iglicher stat ein wagen umbgehn,* auf welchen man satzter alle, die on*fol. 122a. diennst waren, ıneyde und gesellen, wie sie weren, und sie? musten neben den Littaw und Samayten arbeiten. Capitel XII. 8 1. Wie die Masaw durch böser cristen einfiern ver- törbet wart.’) Godemyno der konig alsz er durch" ligen erlanget het, damit « in die b. in Preussen und in Lifflandt nit anfechten durch krieg, und wie‘ er gelobet het mit den seinen, sich lisz underweisen von boszwichten *, nit cristen zuwerden, sonnder coristen zu morden, und geschach also. ÜObene ist: gesagt worden, und! etliche woywoden ausz der Masaw weren entlauffen umb sohalckeit willen’, und er- langten von Gedemino zehentausent man und Davidt seinen mar- schalck zu einem herfierer und sie quamen ungewarnter” sache in die Masaw und branten wegk hundert und dreissig pfarkirchen,®) vier nonnencloster, den heiligen sacramenten sie grosz unehre tetten =, iungfrawen sie wol elffhundert sunderlich gefanngen furten ’, in eim 8) ordenang C. b) Cr. fehlt C. 0) b.W. eo. g. c- zu K.C. d)das 0. e) das ev. J. i. pr. o. ve lesen ©. f) da C. g) colection A. b).d. a. n. fchlt A. i) fehlt C. k)feblt Q. Yi.lal.C. m) m. solsieC. n) w.sien.d.C. 0) s0o1.m. C p) und eatzten darauf O. g) sie fehlt Q. r)als er nun d.C, m) e. h. fehlt, daz C. t) dazC. Wv.b.u.C. v)u.e. w. waren e. C. w) unge wartner A. z)th.a. gr. u.C. y)f. s. w. 1100 C. 1) Dusb. Supplem. c. 1 S. 213. Ort und Datum sind jedoch Zusatz. 2) Dust. III c. 357 S. 191. 8) CXXX villas ... . . ecelesias parochiales XXX Dusb. I. c,
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538 *fol. 122b. andern hauffen des volcks kein zal war‘, Unnder den *iungfrawen war” eine seer schoner gestalt, zu diser quamen zwen bayor, und ein iglicher sie zum ersten beschemen wolt und quemen zu langem hader und fluchen. Disz wart inne David der marschalck® und er‘ quam gerant und hieb die schone iungkfraw mitten von einander und sprach: da teilt mit einander das stucke fleisch eur zwetracht, und giengen abe 4.‘) Sunst die andern iungkfrawen wurden auch ge- unehert, und ir? zwene eine hielten und der dritte sein schande teth, und io me die iungkfrauen schrien, io me die bluthunde ire freude mit hetten. 8 2. Von loblicher‘ frawenlist im disem liammer.?) Under disen betruebten hertzen war ein closternonn gross adels und seer ein® schones mentsch. Dise begriff ein namhaftiger boyor und wierft sie darnider und wil mit ir volbringen sein wollust ®, und die iungkfraw sprach i: here mich *, edler herr, und ! lasz mich pleiben, die ich bin, ich wil dir® ein kunst lernen, damit ® *fol. 123. dich dein tage kein schwert moge verwunden. Der *bayor fragte, wie möchte das° gescheen, und? die iungkfraw sprach, und? es sint kurtze wort, welche worte ich wil uber mich sprechen 4, und versucht es an mir. Ja, sprach der bayor, spricht sie her und saume nit lang. Die non kniet sich” nider und sprach: her Jesu in deine hennde befel ich meinen geist. Nach dem der bayor haut her und geringelich ir das heupt weg nimet‘. Alsz dis der bayor sach, er sprach ”: o wie boslieh bin ich beraubet meiner wollust mit dir‘, ich getrawe mein tage keiner in diser sache. Unnd die Littaw waren auf und zogen nach Littau” zu irem konige. a) wart A. b) D. d. m. i. C, Dies w. inne und d. m.! A. c) fehlt C. d) u. ritt hinweg C. o©iaC, Neinerl.C. go. 5ch.C. h)s.w.v.C. i)apr. fhhlt A k) such Ast. m. )) u. fehlt ©. m) dich C. n) daz C. 0) möge dis C. p) u. fehlt C. q) welche i. u. m. apr. w. Ü. rn)». fehlt C. s) n. diesem bewet d. b.hinC.Yu.n.i.g.d.h.wC. uJ)sp.e.C. uddA w) u. 2. heim z.i.k.C, 1) Diesen Vorfall erzählt Dusb. III c. 361 S. 193 bei der Verheerung der Mark Brandenburg durch die Littauer im Jahre 1326. 2) Auch diese Geschichte gehört in die Verheerung der Mark und wird von der ältern Hochmeisterchronik c. 152 Ss. III S. 591 erzählt.
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539 8 3. Wie man in nacheilte und sie erschlug und in nam *, was sie hetten. Der bischoft von Plotzka uberlengst aufb, wen° der furst war is bey dem konig in Polen ®, und eilte den nach. So hetten sich die Littau geteilt in drey teile auf drey wege, ein teil war mit den iungkfrawen, und in diesem teil waren die wegsten‘ bayorn umb irer wollust willen, und dise erlanngete der bischoff und sie ermorten © und die iungkfrawen wider heim*% furten'. Das ander teil waren *fol. 123b. die edlingen! mit den verrettern und die quamen wegk. Der dritte hauff war mit David dem marschalck. Zu disem sich zu rechen het sich gesellet: ein edel Masur Andreas Gostzusky! genannt.'!) Diser zu nehest dem marschalek Davidt reet, und sie quamen in dem” walt, in welchem war ein flies”. In disem der marschalck hielt ° und trenekte sein pferdt?, in disem Andres vom leder zeucht? und baut dem marschalck das heupt ab’ unnd mit seim Tosz quam weg *.*) Im begegenten die Masuren, und er korte mit in zurucke und erlangten allen raub, den sie genomen hetten, und erschlugen, wen sie begriffenn von den Littawen. Ag! das dritte teil mit den verrettern quam weg". Capitel XIV. 8 1. Von eim erschrecklichen gesichte und seiner bedeuttung. Im jar Cristi 1330 in der nacht aller heiligen’, die weil b. Werner der homeister auf Konsberg” im general capitel war, so quamen von der metten ganngen auf dem schlosse Gerdawen b. Otto her von Liechtenberg, b. Otto von Grunbach, b. Caspar von Ellen- bogen, b. Johannes Plechschmid und b. Ulrich Stoch ir korherr und Sando* der edle Preusse* und sie sahen ein solchs gesichte, wie am *fol. 1248. himel war ein gulden creitz’. Im nu erhub sich ein ungestumer wynndt, mit ‚welchem wynde es quam ein mechtig hör gezogen" wie s)e.0u.n0.3.C. b) war u.o. C. u. a. guamı A. 0) den C. d)wai.b.d.k.zuP. A,is fehlt C. e)i.3t.g.C. fj mechtige C. g) u.e.s.allerC. b)u.f.di.w.h.C. I) w. edelleut C. k) g. »., h. fehlt C. 1) Gostutzki C, Goszriusky L. D. VI 86. m) einen C. n)e. fl. w.C. 0) darinnen h. d.m. C. p) rosz C. g) in dem z. A. sein achwert C. r) sein h. weg C. 8) n. gab m. e. r. die flucht C. t) auch A, sber ©. un) davon €. vi.a.h.n.C. w) der — Konsp. fehlt C. x) 8. ein edelman aus Preussen C. y)e.g. cr. stundt C. z)e.m.b.g.k. C. 1) Andreas Gost HMchronik I. c. 2, HäMckronik I. c.
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540 in kriegsgeschefften unnd das hör streit mit dem gulden creutz und es doch nit kunden gefanngen®. Von disem sich erhub® der wyndt und naın das creutz und warff es in den niderganng der sonne, nach welchem erhub sich ein greuslich plitzen und donner: und werte alles gesichte drey? saiger stundt und verschwan. Die vorgananten b. legten es aus manigfeltig °, idoch in disem sie übereins quamen ' und sprachen: es wirt unns ein offenbar schand übergehn.!) Es quam, unnd wie diese b. am tag Cliemente sassen und gedachten dises gesichtes und waren gantz betrubet, so? quam ein reitender bott von Marienburg, damit die b. gewarnet weren, ob die unglau- bigen wolten einfallen !, und disen sie fragten, was man guts horte auf Marienburg *, unnd wie es dem hern homeister gieng. Der botte kunte vor iamer nit reden eine launge zeit, idoch zum letzten mit greynenden worten er sprach!: unser bomeister ist erstochen" am abendt Sancte Elisabeth von b. Johan Grundorp" und ist tot. Von *fol. 124b. disen worten* sie erschrecken alle °, damit ir keiner in langer zeith kunth ein wort machen ?, uberlenngst spricht einer zum@ andern: und’ da haben wir das laster. $ 2. Von wem und warumb der homelster Werner: erstochen wardt. Von den b., die da! gern weren!: gestorben im streite, darumb ' und‘ der homeister wolt”, und‘ sie solten ein geistlich leben fieren, war’ auf Marienburg einer genant b. Johann von Grondorp" ein Mercker.?) Diser ein seer boser mentsch sein tag war gewesen *. Auf eine zeit er war” in der predigt, in welcher er horte, wie" man a) u.%k.o.d.n.fangenC. b)ind.o.2C Jn.w.e.—e.C. d) die g. zwoC, drey such L. D. VI 109. e)m.e.C. f)i. kamen 2.i.d.u.C. g)E begab sich, als dieb. a. t d. beiligen Cl. C. h)dac. Je w.C. k)u.d. fr.e,w.m.g.M.h.C. 1) yd. sp. eC. m) e. worden C. n) Grundern A, J. von Gröndorf L.D. VI 110. o)e.e.2.C p) ds —k reden C. q) zu den C. r) fehit ©. #) Wernerus d. h. C. t) fehlt C. u) begerto d. h. C, v) aus denen w. C. w) b. J. v. Grundorp g. C, Grandorfius Leo 140, Grondorp L. D. VI 110. x) .d. war e.t.C. y)w.o.C. z) welcher C. 1) Quelle ist Dusb, Supplem. c. 11. S. 216, welcher von einer wunderbaren Himmelserscheinung in Gerdauen berichtet, Daraus macht Grunau das Vorzeichen der Ermordung Werner’s von Orseln. Die Namen der Brüder sind sdmmtlich unbeglaubigt, Sando der edle Prousse ist quidam Pruthenus vigil dei Dusburg. 2) Fr Joannes de Endorph Saxo Dusb. Supplem. c. 20. S. 219.
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541 in Prenssen zoge umb Marien wille, und so er im streitte sturbe, seine* seel one pein queme von mundt auf zu himmel®. Dis nam Johan zu hertzen unnd ist in Preussen? komen unnd gar redlich streit*. Disz sagen etliche b. unnd sie in anretten ', er solte den orden an sicht nemen, und er es auch thet}, unnd in cleite der homeister b. Carolus von Trier'.‘) Wiewol er nu ein begebene person war, idoch ein verlossen leben furte*, und Wernerus al! sein tag ein! augen" auf in hette und in vil mal bruderlich strafte". So wol er das nit leiden und’ entzunth* von? worten seiner mitoompans, er *fol. 1258. wolt auch viel lieber erschlagen werden, dann vil capitel leiden.®) Darumb alsz sich b. Wernerus auf die Littaw und Samayten rüstete, disem man nichts zusagte 9, und war die’ ursach, wan* er hielt sich ungeistlich mit gefanngnen! weibes bilde.) So" gieng er zum ho- meister und sprach: her homeister, was zeicht ir mich, und" ir mich nit auch mustert zum krieg, so ich doch umb des willen in den orden bin kommen. Der homeister sprach: b., ich habe kein pferdt vor dich, dienne du got vor deine sunde.e B. Johan gienng weck und wart es zu ratte”, und er“ schickte einen botten zue seinen freunden, und sie schickten im zwe pferdt, die seer gut waren, und gereth’ darzu mit eim knechte. Die pferde quamen, und b. Johann sprach zum homeister: herr homeister, ich hab nun® eigene pferdt, ich wil nu® mitte ziehen. Nein, sprach der homeister, du wierst nit mwitziehen® und du solt auch nichts eigens haben nach dem: laut unnser profession.. Der homeister b. Johans pferdt einem andern thette . Disz thet b. Johann zorne °, und schickte vile boten zum homeister, und auch in selber bath, er solt in seine rosse selber lassen reitten auf* die feind Crist. Nein, sprach der homeister, du meinst *fol, 126b. nit die feinde Cristi, sonder den gebrauch der unreinigheit, unnd gehe weck und nim der kirche war. Da sprach b. Johann ‘: her homeister, a) nnd at. i. str., dee C. b) keme 0. p. von mundt auf in b. C, von nur A, von mund L. D. VI 110. co) Joannes C. d) u. z0gi.Pr.C. $u.str.g.r.C. Mu.ri.a.C. g) fehlt C, btk.e.aC Du.dh—k.i.C kKifee v.1.C, 1) fehlt C. m) achttung C. n) u. str, i.v. m. br.C o)u. wart C. p) v. den C. q) sagte er d. manne n. darvon C. Fr) w..d. u. fehlt ©. s)danC. t)deng.C. u)DoC. v) dasC. w) u. bereit sich C. x) feblt C. y) bereit C. s) nur A. a) fehlt C. b) m. reytten C. ec) Sehit C. d)d. bh. gab br. I. pl.e.a.C. eo) imsos.C, N) Johannes C. . 1) Davon wissen Grunauws (Quellen (Dusb., die Chronik von Oliva, die ältere HMckronik) nichts. 2) Quod ipsum pro excessibus suis increpabat Dusb, !. c, correotionis impatiens quam sibi pro exoessibus suis .... magister injunxerat Chron, Oliv, Sa. I 714. 8) So interpretirt Grunau die exoessus der (Quellen.
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*fol. 1262 542 es so mein leben” ader eur leben kosten, und. gienng so weck. Im andern tage nach: disem® er gienng? in die stat Marienburg unnd kaufft im ein reiszmesser, das ist ein messer, da® ınan grosse fische mit in stucke schneit, und stest es so’ blosz in den ermel und wil weck gen. So schreiet im nach® die frawe, ob er nit wolte die scheida mit nemen, er sprach, ich wil! heut das messer stechen in die edelste scheide®, die in Preussen ist, und gieng so weck, die fraw achte der worte da! nit=.!) Und b.” Johan quam auf das hausz zu Marienburg® und sihet sich umb, ob auch iemandts im weg were. So? fand er, wiet der homeister seine zeit hielt in der capellen Sancte Catherine der iungkfraw und mertlerin, und’ plib aussen steen und sach, wie‘ niemandt bey dem homeister wer. In solchem der homeister ausz der capelle gienng !,?) in solehem trit vor b. Jo- hann® und sticht im das new gekaufte messer in sein* hertz unnd spricht: sehe hin und nim mir me das meine. Der homeister stortzte und sprach: b. Johann das vergebe dir das leiden Jhesu. Das messer lies er stecken, und der homeister viel aufs angesicht" und im selber das messer noch tieffer eindruckte”. B. Johann“ gieng weck, und die hundlein, die dem homeister pflagen nach zu lauffen, und sie zumal heslich tetten ’, und b. Johann? sich mit not irer erwerte. In solchem bellen® komen die camerer und wollen® sehen, was die hunde vor- baben ©, und finden den homeister todt, von welchem es wart ein auf- lauff im schlos *, man sahe das getreste blut am weissen mantel, den b. Johann! an hette*, darumb sie griffen in an und sprachen: o du verreter, du hast ermordt deinen hern. B. Johann" sprach ': Das hab ich gethann nit wie ein verreter, sonder wie ein kriegsman, ich hab im offentlich entsagt.°) Mit kurtzet man satzte b. Johann a) fohlt A, in C übergeschr. b) fehlt C. c) fehlt C. d)g. e. Ü e) dommit C. f) stie esalso C. g) Do schr. i. d. fr. n. C. h).o.e. d. sch. n. auch w. nem. C. i)i. w.,spr. &, C. iaw. A. k)d.m. h. in d. olteste (ed. verb.) sch. st. C. 1) fehlt C. m) n, ibergeschr. C. n) fehlt C. 0) schloss M.C. p) Do C. g) das C. r) u. fehlt, er bl. C. ws) dazC. t)i.demg.d.h. C. n)da tr. br. J. herfur C. v)a. sein @. ©. w) u. dr. sich d. m. selb. n. t. o. C. x) Johannes ©. y) tet. überans h. ©. x) Johannes O. a) fehlt C. b) wolten C. co) vorhetten C. d) do erhub sich i. sehl. « anffrhur C. e) getrenschte C, frische L. N. VT. 118. f) Johannes C. g)a. sich b. C. h) Johannes C. i)b. J. spr. fehlt A. k) m. k. worten C. 1) Alle diese Details kennen die Quellen nicht; das Messer (cultellum) erwähnt die Chronik von Oliva. 2) Dum magister cantatis vesperis exiret de ecelesia Duxb. 1, c., ebenso die Chronik von Oliva. 3) Alle diese Details sind erfunden,
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543 ein, und da muste sterben“. Den leichnam des homeisters® man begrub‘ zu Marienwerder am tag Clementis 4.!) 8 3. Von einer geweltigen herfart und von einer newen peyn. Gedemino sich boslich hielt® gen die b.* in der zeit des frides, *fol. 126b. sonder vor und vor er schaden thett ‘. Sein newer marschalck Ile- cuto® seine manheit begieng: und quam! auf Nathangen und das verderbte *.?) Disz der homeister Wernerus den Teutschen furssten clagte, unnd! umb Marien willen so quamen dise hern und furssten in Preussen gantz zu vertreiben die heiden".°) Es war der junge Jo- hannes hertzog von Lucenburg,*) Bolko hertzog von Munsterberg, Johannes hertzog von Falckenberg,*) Arbogast® graff von Deck, Ar- nolphus graff von Lymagin,®) der her von Oringen °,”) der her von Hohenloch, der her von Neuwenar,®) der her von Wiltaw,°) der her von Hanaw, der herr von Wittenberg, !%) der ritter von Schonberg, 't) der ritter von Kerpin, der ritter von Gera”, der ritter von Bergaw, der ritter von Rotenstein unnd? der ritter von Kotwicz!?) mit secht- zehentausent man. Mit disen zog b. Ditterich herr von Altenborg ' marsohalck am tag Andree' 1330 in Littau, aber wenig auszrichten, wann! die Littau hetten sich mechtig® vergraben und verbolwerckt, unnd man kunde sie nit balde gewynnen ’. Darumb vor Noydoy, '?) a)u. m. alsost.C. b)d. 1. aber d.h, C. co) b. m. C. d) Clemeati A. e)h. a. b. C. Nu. th, fur uf. sch. C. g) Allocuto C. b) b. 8». m.C. i) zogC. k)v.es C. 1) D. klagte d. h. W.d.D. f., unnd fehlt C. m) und da kamen etzliche f. u. h. i. Pr. d. h. g. zuvorderben C. n) Ar- bogan A. 0) Oringaw ©. p) Geraw C. q) u. fehlt C. r) Allenborg C. ») im jahr 1830 C. t) 8. sie r. w. 3., dan C. u) auch m. v)daam.s.n.b.g.k. 0. 1) Chronik von Oliva I. c. doch ohne Angahe des Datums. 2) Hiervon wissen die (Quellen nichts, 3) Dusb. Supplem. c. 9. S. 215. 4) Joannes de Lucelburgk rex Bohemie Dusb. I. c. 6) cum... duce Siesie de Valkenbergh Dusb. I. c, 6) (comes) de Lininge Dusb. I. ce. 7) De Otinge Ausb. I. c. 8) Ninenar Dusb. |, c. 9) Wilnow Dusb. I. c, 10) Wirtenbergk Dusd. I. c. 11) De Scowenbergk Dusb, I. c. 12) Diese Namen stimmen mit Dusb, I. c. überein. 18) Der Zug ging gegen die Burg Medewage Dusb. I. c,
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544 *fol, 1272. da man sagte, wie der konig Gedemyno were,* sie zeit zubrachten ® und doch nit funden, in dem gienng der wintter geringelich abe, und sie quamen heim selig ®. Wunderliche pen. Im heimziehen zum Braunsberg der herr von Nuwenar fant“ seiner knecht einen, der im etwan entsagt hette sich an seinem leben zu rechen. Disen mit urlaub des marschalcks der herr fieng? und fragte in, ob er im ein solch‘ schaden gethan hette, der knecht sprach ja, der herre fragte, so’ du mich zu der zeit hettest erlanget *, alsz du mich jagtest, was wolt du mir gethann haben. Der knecht" sprach: schentlich wolt ich euch gehandelt haben und getodt!. Der her sprach: so vergib mir es auch, und es dir so tbun werde®. So! liesz der herr nemen ein frische hauth von ochsen®, in welche er® nackt liesz binden in und schur im das haar abe und beschmirte das heupt mit honig und liesz in hengen in einen garten °, da weren vile bynen?, und alsz! es war in der ersten warmen zeit, die bynen ausz und sich erzorneten' und disem sein beupt durchstachen bisz auf das gehyrne °, und so im funften tag so in grossen pein starb '!. «fol, 127b. 8 4. *Von der manheit b. Werneri" des homeisters vor seim ende. Zu den gezeiten des homeisters b. Werneri" von Orzellen war fursst in der Masaw einer mit namen Wanko ader Wenslaus” ge- nannt.‘) Dieser bett einen vordries auf: Wladislaum Loctecka den konig zur Polen, von wegen und Gedeminus im sein land het ver- derbt im durchziehen auff die Marcke von Brandenburg, wie obene ist gesagt worden *, und er dem konig zu schwach war, so? machte er ein bundt mit disem® homeister, und er im bilff thet 4, er wolt sich an Polen rechen. Und nach zusagen sie quamen ins felt und zogen in die Coya, und der furst Wancko trib in sein lannd viech 8) D. br. s. fur Moydoy, d. ın. a. daz d. k. w., vilz. x. C. b) n. zogen frisch und ge sun? b.C. co) J.h.t.d.h.v.N.C. d)D.f.d.h.C. eo) auche.a.C.Nwent. g)eh.C. b) ke fehlt A. i) geb. u. get. b. C. k)esm. a, so ich disand. t. w. C. )) DaC. m)v. einmeo. C. DLweinnb.LC. Vameg.Ai.eg.htl. p)dv.b.wC g)a.febtl. u al d. b. auszflogen, e. sich sich (1)C. s)u. stach. d. s. h. d. b. aufs g. C. t)u. st.also am f. t. mit gr. p. €. u)b. fehlt A. v) Wernero A. w) Wentesslaus C. z) D. h. e. v. fehlt, dafür das A.! Y)vonC. z)dazi.Q.C. a)g.i. geworden C. b) u. e. w.d. k. 2. schw., do C. ce) dem, d)s e.tb.i.b.C. ©) a. den P.C. f) U.n. dem z. 8. zogen i. f. u. quamen C. 1) Chronik von Olive Ss. V 610.
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545 und mentsch, was er begriff. Vons furssten theil watt Wanko der fursst veldheuptman, vons ordens wegen b, Berengart von Distelstein comptor zu Thorm.!) Dem konig disz wart kunth gethann, er von stund an auf und trifft mit Wanko dem furssten, und zum aller ersten entran der furst, und im volgten nach seine Masuren’. So bliben da® des ordens volck und sich schlugen“ mit den Polen,* *fol. 128a. wann es waren gar vil b. von grossem adel, die .ag‘ zu gesellen waren mitgezogen, und dise alle da von den Polen wurdens erschlagen. In disem zoge der bischoff von Piotzka dem konige seer half!. Und stund so den wynter ausz! , in welchem Wanko mit den seinem sich mit dem konige versünetten‘ und liessen die b. von Preussen aussen. B. Wernerus homeister sich mit den seinen berieth' und funden, wie sie es mit nichten erlassen wolten®, und" sie Wanko umb ir adels ° blut gebracht hette, weiter er? sich mit den Polen gefridet het und sie auszgelassen, umb welchs willen es stund darauf®, und die Polen wurden in Preussen fallen. Darumb die b. ausz Preussen auf und ziehen’ in die Masaw und sie mit robe und brandt verderbten' und sie belegten Plotzkau ®), unnd die burger sich werten”, idoch sie muszten sich mit der zeit ergeben”, unnd die b. zogen ein und namen ansz der thumbkirche alles*, was in geliebte, und zogen so zu rucke ’ mit mechtigem reichtumb, wan sie blinderten alle kirchen und heuser der burger *, und quemen auf Dobryn* und nemen es ein unnd sie *fol, 128b. stormpten Bewerall das schlos*. So® war auf dem schlos ein heupt- man Spitzymirus genant und diser stand ausz zehen trefflicher sturme, idoch zum letzten er sich abedingte °, und man satzte darauff zu einem landtcompter b. Cristinum? von Oppenberg.®) Von dannen sie zogen® gen Leslaw und sie zum ersten stat unnd thum und die a)D.w.d.ko.k.g, sowsre.v.st, a. al. ID) udfem. ae u.v.i.e M. bald vach C. c) Da bl. allein C. d) u. schl. ». C. e) dan os w., gar fehlt C. f) auch A, nurn c. gJu.d.w.m.C. h)i.d.r. tbettd. b. v. Pl. grosse hilffe C. i) u. st. alaod. w.anC. k)i. ws. W.m.dkvC. )be.mdesOC m)dass.om.h.e w.C, w. fohlt A. n)dazC. 0) also u. i. edles bl. C. p) w. daze. (. q)d.st. C. r) D. waren d. br. 2. C. e) zogen C. t) u. v.2.C. u) u belegerten Pl. C. v) w.s. C. w) i. m. a. sich darnach geben C. x) a. fehlt C. y) wieder z.r. C. 3) h. und b. A. a).d. schl. Beweral C. b) Da C. e) ydooh ding. e. s. zu letst abe C. d) Christianum C. e)z.=.C. 1) Nach der Chronik von Oliva I, c. fiel bei diesem Zuge der (ungenannte) commendator Thorunensis. 2) Quelle ist Micchow S. 209. 3) Kerstrannus crucifer heisst bei Miechow I. ec. der Comthur von Dobrin. Paul von Spiesimir übergiebt die Burg, ib. S. 208.
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*fol. 129a., 546 hofe des bischoffs und der thumhern plinderten® unnd branten alles in die grundt®.t) Mathiam den bischoff und seine priesterschafft sie schickten zu fusse zum konige unnd liessen im ansagen, was da ge- scheen were. Und sie quamen zum konige, sonnder er bath sie! umb gedult zu haben mit im® neben andern armen leuten, me wan sie arme leut beschedigt weren ‘, er verse sich der gerechtigheit zu gote im rechen, es wurde alles vergoltenn werden®e. Vilen von den b. disz ein priekel war, und den bisohof mit seinen priestern: hetten loszgeben zum konige zu gehn’, und also wart gerechent das ent- lauffen aus dem streitte des furssten Wanckonis* ausz der Masaw. $ 5. Gnade one barmhertzigkeit. *Mathias der bischoff mit den seinen quamen auf Pommerellen unnd wonten im dorffe Czopka und lebeten von den guttern, die sie auf Pomerellen heiten. So bawete er da die feste von zigel'!, die noch heut da stet, und der homeister Wernerus stalte sich: freuntlich gen im und die seinen und trug im an”, sie solten ansehen der seinen auf Pommerellen armuth und. solten nymme nemen von den paurn die zehentgarbe ", sonnder man soite im vom erbe geben sechs breite groschen, er wolte ir gnediger her umb diser giette sein °. Und der bischof beriet sich mit dem capitel und urmbs beste willen sie .gabens im zu’, darumb wart auch vom orden gesatzt, was ein ig- licher pfarrer haben solte. Nit gar lanng dem bischof mit denn seinen wart urlob geben, unnd? sie solten sich aus des ordens landi machen, wan’ sie weren verdechtig, und: sie dem konig zuschriben, was sie ‚horeten. Der konig wolt! ir keine gnade: haben, wan sie ®) u. pl. erstlich die st. u. th. dernach d. h d. b.n. d. th. ©. b) zu grande C. N C. d)underbatC. e) sie solteng. m. i.h.C. f) n. den arm. 1., dan die a. I. m. b. w., dan 8. C, beschuldigt A. g) e. w. a. in rechten v. w. C. h) war diese. pr., daz e. d. b. m. dan pr- C. i) ziehen C. k) u. a. w. — wieder gerochen C., u. a. w. g. ausz dem d. entl. dabey furssten ires ankomens! A. 1) und b. c. ein feste d. mit z. C. m) u. lies ihnen anzeygen C. n) u. 8. nit mehr v. d.p.d. 2.8.n.C. 0). m. 8. sie v. e, als 5 br. gr. zalen, eo w.e.i.gn.h e. umb d. guttheit willen C. p) u.».g.i.2.u.b.w.C. g)n.1. darnah w.d.b.mitd.e m @.. und fehlt C. r) dan C. a) dez C, t) aber w. €. 1) Miechow I. ce.
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547 hetten deh aeliendt verkaufit one :seinan willen, und:sie nam auff umb gostes willen .der ertehischoff. von Gnysen unnd sie versargeta*.'). : te . ve B $ a E > OR EG " a ar ee $ 6. *Wie die bruder mit listigkeit? die Preussen vom übrigem *fol. 129b. biertrincken bringen: wolten. Und? dem homeister und seinen b. in Preussen thet abir gelt von nötten, und man° hielt ein capitel auf dem Elbing und man rat- schlagte, wie bey gelt zu komen ‘. Der meiste hauff den rath gabs, man solte ein geringe gelt setzen auff alles getraide und speise, das dem mentschen von notten wer, und sie es musten haben, dar wider war b. Melchitzedech von Adelstein groszcompter ein man seines ordens unnd der seinen" ein einiger liebhaber unnd diser sprach: giettigen wolgeborn herrn und b., wie wol unns gelt von notten ist, so ist eg doch in keynen weg unns zimlich' und auch nit eristlich *, unnd wir wolten da unnsern gewyn auf setzen !, davon ein iglich arm man sein leben musz enthalten”, wie denne das getreide bey den beckern, das fleisch in der bancke, die vische auf dem marckte und der gleichen, ymmer und es kompt® auf ungelt, der arme verschmachtet, dem reichen es nit schadet°. Solche und vil ander wortte er da**fol. 1308. verzelt? unnd sprach: sehen wir an umb gottes willen das armut ®, und’ im nit sein ein verlemung seins lebens, sonnder und wir umb gottes willen die armen lieben werden °*, gott ir patron unns was wiert zufuegen!, was unns selig ist. So dunckt mich es geratten sein“, sint dann in’ disem lannde zu Preussen wir zweerley geschlecht des mentschen haben, die vil uncristlichs gebrauchen ”, alsz die kauffleut, unnd die geben unns iren wucher halb von allem, korn unnd weissen auszgenomen *. Das ander geschlecht ist der truncken leite, die dann wenig guts auszrichten, und dise trincken’ zwen stoff bier der a) aber d.e.v.Gn.n.e.n.g.w.a u v.».C. b) lustigheit A. c) abhalten C. d)U. fehlt C. e) m. fehlt C. f} w. g. au bekomen wero ©. g)g.r.C. b) scinigen C. i) ji. k. w. zu leyden C. k)erstlich A. 1) daz w. darauf u.g. w.s.C. m)erh.C. n)y.ke.C. o)sch e, n.C. pls. u.s v. w.erzelete. d. C. q)an in A wiederholt, s. w. d. arm. a,u.g. w. C, r)daz wir st.u.C. s) daz w. u. g. w. d. armen I. mochten C. t) w. u. wol zuf. C. u) Also aber deucht ts mich gerattener sein C., auch st. mich A. v) nach dem wir in etc. C. w) die weil u. gebrauch inA. x)halfv.a. a.k. u. w. C. y) truncken A. 1) Diese Nachricht beruht auf Miechow S.209: (magister) distrietum insuper Czechoczin (daraus macht Gr. Subkau) ad mensam opiscopi pertinentem occupans aulli alteri nisi magistro et ordini oblationes ac tributa persolvi mandavit. 36*
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548 man ader wein ader mett, damit er seinen durst stillen kan, wa! er me wil trincken, er gebe vom stoff ein fierchen und trincke an- dern on schaden. Unnd verzelte da° alles verderbnus der stuelreiber und der trunckener, und das gantze capitel viel darauf, und ir gelt auf die kauffleut und in satzten °, wie sie war geben solten, und so auch die tonne bier, unnd pleibt so ein recht in Preussen in der zeit der zeissung. 181 a zn a) s0C. b) so PR er C. o)alda Q. d) stulrotur! A. e) a. i.C.
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"Der 12, traotat sagt’, wie die bruder mit den Polen sein *to. 1506. gekomen zu unuberwintlicher mortlicher feintschafft? bisz auf heutigen® tag, und wiert nymmermer vorricht. rn en Capitel I. $ 1. Wie ein fursst homeister wart und von seinem regiment '. Im iar 1330 am tag der geburt Marie wart ein capitell,') in welchem der trappier des ordens von den b. wart erwölt zu einem homeister der bruder Teutsches hauses des ordenns Sancte Marie des spitals von Jherusalem der hochgeborne fursst von Braunschweig und seer‘ andechtiger man der geistligheit bruder Luderus fursst und her von Braunschweig und war dert 15. homeister seines ordens® und regierte vier ganntze iar und darüber?) mit vielen an- fechtungen und betrubnis. Er war ein seer gut man,°) sonderlich vil mal muste' thun, was die seinen wolten, ausz welchem, was da quam *, wirt gesagt werden. Er hub an zu bawen die thumkirche! auf Pregelmunda” itzunt Kneiphoff genant zu Konigsberg von dem gelde, das mit applas erlangt wart. Er* starb den freitag nach *fol 131a. ostern in der kirche, alse er fult sich gantz" schwach, darumb er ®) s. fehlt C. b) z. u. m. f. komen seindt C, in A am Rande acts anno 1880. c) a, den h. t. C. d) von fehlt A, Vom b. Ludero fursten von Braunschweig dem 16. hoemeinster in Preussen nu. 8.1.0. eo) ew.ÜC. N) u.eins.C. g) der fehlt C. h) d. 15. h. in Preussen C. i) aber e. m. v.m.C. k) wart A, was hieraus kam C. 1) e. h. e. d. th. z. db. C. m) Pregimude A, n) g. fehlt C. 1) Auf ein Capitel lässt die Notiz der Chronik von Oliva Ss, I 714 schliessen, den Tag aber geben die Quellen nicht an, am 8. Sept. 1330 kann es keinesfalls slatt- gefunden haben, da Werner von Orseln am /8. Nov. ermordet wurde. 7 2) Johann von Posilge's Häverzeichniss Ss. 111 393. 8) Chronik von Oliva Ss. I 716.
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550 liesz® sich furen in die kirche unund liesz im lesen die mesz mit der passio, nach welcher er starb ®, wart zu Konsberg in die newe thumb- kirche begraben in die kormaur.!) Official. Sein groszcompter war b. Conradus Kesselhuth, sein marschalck b. Theodericus her von Aldenburg, sein landtcompter b. Johanns von Wildenberg, sein obrister spitler b. Seiffridus von Hohnegk, sein trappier b. Guntter her von Schwartzburg, sein treseler b. Ludolf® Konjg.?) Ordinacio. Im selbigen capitel seiner erwellung wart gesatzt, und vor’ dem homeister und hinder im sollen hern und knecht ‘gehn, und‘der homeister sol im erwellen einen”b.‘: und durch disen der .‚homeister solt mit den reden, die wass vor .im ‘zu than hetten, und diser 'solt des homeisters coampan genant sein,. er stets tag und nacht solt ein aug* auf den homeister haben, da es nit me not thet, *fol. 131b. wie es in kurtzen tagen geschehen were, und da wart* zu eim compan vom homeister genomen b. Servatius' graff von Henneberg.?) ‘ e 73 $ 2. ‚Von einer gotlichen amonlelen* in disem capltel. Nach gesatzten amachtleutten Luderus hub an! unnd sprach: geliepten bruder, und® ich wolt euch stets” ermanet haben, damit ir wolt gedencken? an eur profession °, wen: wir spitler sein ?, den da « gehert zu tragen ein gutwillig hertz" und andern® in diemut vorgehn, darumb ist unser patron Maria die lobentsame und diemutige iungk- fraw, unnd wirt‘ wenig nutz der hohe adel, werden wir nit gefunden in geistlichen wercken, vor gottes augen“, unnd solcher worte viel. Item ich euch verinnere” der worte des herrn Jhesu uber unns gereth ” sa) l.e.C. b)et.e.C. e) Ludel CO, Ludwig A, Lndolph Leo 148, L. D. VI 115 d) der ©. 'e) vn&A N ei.ein. b.erw. C. g) was fehlt C. h) weg! A. wen. st.t.n.n.a.d.h. achtung geben C. i) Germanus A., 8. C n. Leo 141. k) admonicion Q. YN.dng.aLbL.a C. m) u. und st. fehlen C. n) stets g. C. 0) possession A. p) den w. 8. sp. C. g) dasu C. r) 0. gutth.z.tr.C. ») dena.C. t) wart A. u) fur dem angesicht gottes O0. v)i. in. a C. w) so ub. u. ger. C. 1) Die Quellen (Chron. von Oliva, Posilge, HMchronik) berichten nur von seinem Begräbniss zu Königsberg im Dome. 2%) Diese Liste (sir scheint aus einer Urkunde zu stammen) ist im Ganzen richtig, doch hiess der Spüler Siegfried von Sitten ans: 10), Landcomtker war de Grosscomthur (eb. S. 16). 3) Schon 1312 wird ein Compan des HM. Zune Namen-Codez S, 108.
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b5t durch Brigitten von Schweden der heiligen frawen. Die vernunft- und die* schrift unns das lernet», damit ungehorsame und hoffer- tige® sollen gepflagt werden, wie eg den offentlich ist mit den engelen. Preceptum. Item in* Kraft des heiligen BEN ich gebitte, *fol. 1328. unnd® ein iglioher sich befleisze, damit er seinem gelobnus der geist- ligheit gnug thue gott und Marien geopffert. Ebrietas. Item ich verbiette alle trunokenheit unnd gemein- schafft der personen, dardurch iemandt? under uns mochta in berich- tigung komen seiner unnd" seiner b. ehere. Discordia. Item ich verbiete alle zwitracht, EN ver- eleinung, und wie es mochte sein genant', durch welches jemant zu zorn ader verdriesz mechte gezogen werden. Dona. Item ich verbiette allen amachtleut, damit niemandt gabe umb urteil neme von iemandes *, wan! wir sein pflichtig einem iderman in seinen rechten sachen zu helffen. Proprietas. Item ich” verbiete und niemandt under euch sich zueigene seines ordens gueter® und die in frembde hende bringe °. tan Item und ich gebiete, unnd? niemandt sol *fol. 132b. vorhindern den willen im letsten unnser underthann, so sie ligen im totbette’, wan gedenckt in aller masse’, wie wir werden ein ander messen '!, uns wierf" wider gemessen werden, und darzu einen grossen ausschlag habenn werden.‘) Capitel II. 8 1. Wie einer geschendet wart unnd von Marien getröst wart”. Vom b. Ludero dem homeister wart in den orden geclit” ein herr von Schonwalt. Diser het ein fromes weib, auch guter hern 8) fehlt C. b) leret u. dis C. co) das die ung. u. h.C. d) dieA, .i.gi. kr. C. e) daz C. f) befleissige, daz e. dem g. seyner g. C. g) niemandt A. h) oder C. i) g. s. C. k) das n. geldt nemen sol v. ymanden u. u. C. N dan C. m) fehlt A. n) daz ibmen. u. 0.8.0.8. 2.% C., under euch hinter g. wiederholt A. o) oder i. fr. h. lassen sol. C. p) J. i. vorb. daz C. q)d.l. wcC. rn wendiei.t.l.C. es) dang,i.a. ın. fehlt C. t) w. w.e. a. m. w., so C., wir werd. einmessen (}) A. u) w. n. O. v) O giebt von diesem Paragraphen nur folgenden Auszug: wie ein her von Sterchenwaldt sein weib, darumb daz sie gern mit den gesten frolich war, verdacht und ihm schlaff mit eynem kussen erstickt, von eynem besossenen verrathen, eingesetzt, von Maria ent- ledigt, in orden anno 1932 eingekleydet. In A am Rande acta anno 1982. w) geecht! A. 1) Alle diese Vorschriften Luther's hat Gr. erfunden,
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562 geschlecht, sonder sie ein igelichen manne so gantz freuntlich war, da sich an orgerte und sie verdachte* ir man und herre. Er es ir verbot, er sie schlug und übel helt, und sie es gelobete, sie wolt es abstellen. Nit gar lanng darnach ir her war nit daheim, und im quamen geste, den? der her nit hold war; von disem die arme fraw nichts wuszte. In dem so quam der herre und findt, wie die fraw so ganntz lieblich, freuntlich unnd frolich wer, alsz im daucht von einbildung, und er sie sein tag so freuntlich nie gesehen hette, und *fol. 133. er innerlich schlechte weg sie verdachte* des ehebruchs halben, das sie doch unschuldig war. Auf die nacht herre unnd fraw gienngen schlaffen, da hebt an der herre und zalte seinem frolichen vor alles, was im hertzen was. Das frelein fiel und fuge* und sprach: edler herre, und ich es. got clage und euch, wie ich es nit lassen kan, wan ich musz mit gesten freuntlichen sein, dabey solt ir meinen ehrn sicher sein. Von disen worten es geschahen me worte, und der herr sprach, unnd ich wil dichs benemen, es gehe mir, wie got wil. Und sie sich legten; alsz die fraw im ersten schlaf fest schlieff, der herre über sie und mit eim küsse sie verretterlich erstackte. Im morgen und er stund auf und thet, wie im nichts darumb were, und let anrichten und will bereiten. Und die stund quam, das man essen solte, man fraget nach dem frewlein, er sprach, ich hab ir heut morgen auch im bette gesehen, und er schickte eine jungkfraw nach ir, und sie wart todt gefundenn. Der her erschrack auf ein schein und olagte sein fromes weib. Bey disem glauben pleiben die *fol, 138b. geste, der troppe* het das frewlein geroffen 4, und man sie begrub von grosser weheclage vom hen, und er thet, wie er sich seer betruebte. In disem er quam zu einer wiertschafft, und in welcher er warb in angehör seiner vorigen frawen freundschafft umb ein jungkfraw. Die freuntlinge giengen zu einander und sich berieten, da war nit ferre davon in einer olausen ein besessener und diser sprach: 0 we du fromes hertzlein, erlanget er dich, er erwurgt dich, wie die vorige. Auf dise wort er erschrack und gantz verstorrete. In ein solchen der totten frawen freunde nomen in an, und es 'bekante, nach welchem sie in einsatzten und gedenckten in schenilich zu totten. Disem quam Maria °, wan er ir ein lobnuss tett, unnd er 'wolt ir getrawer dienner sein. In eim solehen im schlaffe auf alle gefengknus, von allen ketien er ist‘ losz geworden unnd fandt sich . a») sie s. a. ergerten n. s. verdachten A. b) dem A. c) so A, otws im zu fuze? d) getroffen? e) Hier scheint zu hilfe zu fehlen. f) es A.
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653 in Meissen auf einer wyse, da sein rosz grasen gieng, auf welches er gieng unnd ritt gehn Preussen und thet, wie er gelobt hette. 8 2. *Von straffe gottes über ungehorsame bruder “fol. 1342. in der zeitt*. Im ersten jare der homeistereye b. Luderi waren? in Preussen drey b. seines ordens, und dise gewonnen eiu andacht zu dem grabe des hern Jhesu, darumb sie traten vor den homeister und botten umb urlaub. Der homeister sprach: neyn, mein liebe b., ir solt nit ziehen, wan ir habt in unserm orden und kirche das heilige grab, thut, wie geistliche menner angehort, und ir mogt erlangen vergebung der sunden, und solcher worte vil. Die b. aber heimlich wegzogen und quemen zum heiligen (?) bisz gen Stettin, da sich der eine bedachte unnd sprach: lieben b., so alle ding durch gehorsam got angenem ist, und wir im ungehorsame sein, so forcht ich, und wir werden me unns verdammen, dan seligen mit unser reise, und gesegnet die zwen und quam zum homeister und erlangte busz uber seine ubertrettung. Die zwen quamen gehn Niernberg, dem einen im schlaff ein geist sprach: zeuch bald heim* unnd thue busse, wan es ergeet dir nit wol, *fol. 184b. wierstu weiter gehn, und diser quam zum homeister unnd erlanngte busz. Der dritte rith wegk und quam in eine stat, in welcher: got in so strafte. Da wonte ein alter man und diser seer ein schon weib hette, und er war nit daheime. Der boze geist? nimpt an sich die gestalt des bruders und bricht zum hause ein, im hausse wiert ein geschrichte, und die wache quam, und disen fiengen und furten in unders rathausz und in binden. Im morgen wart der böse geist losz und laufft in die herberge, da da inne lag diser eine b., und er war aufgestanden und war bey seinem pferde. Die statdienner lieffen dem bösen geist nach und funden disen in seiner gestalt und sie in nomen und zu spot in an den prange bunden, und da muszte steen in viler® behonunge. Und der alte man quam heim und liesz in ein- setzen und sein recht thun. Im gefengknus er sich erkante und rufte Marien an, und er sich nente, und man sein geschlecht wol wuszte, a) Auch von diesem Paragraphen enthält C nur folgenden Auszug: wie drey brader heimlich nsch verpott des hoemeiustera zum heyigen grab ziehen wolten, 2 beretten ihn zeyt und der drit ihn gros und gefengnis kam von Maria erledigt. b) wart A. 0) welche A. d) besogist! &. oe) vilen A
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554 *fol. 1358. darumb man halff im ‚ausz, unnd* er quam zu seinem hemieister ia *fol. 135. Preussen unnd hielt seines ordens busse davor, wann er sagt allen, wie in got gepflagt hett. $ 3. Von einer ernsten’ straffe eines hössen richters. Luderus der homeister het got vor augen, er beful allen amachtsleutten, damit* sie einem iglichen recht hulffen, sie theten aber, wie sie wolten. Under disen war einer in einer stat® und° diser hielt ein sach lanng auf zwischen eim burger, der ein schon weib hette, und einer witwe 4, die eine schone tochter hette. Der richter dem burger sein weib gebrauchte nach aller lust, bisz er ir ganntz uberdriesig war. Er gab der witwe zu versteen, wolt sie im ire tochter vergonnen, er wolt ir die sach zuteilen, und solcher worte vil. Die fraw aber mit cristlichen wortten sich des entschuldigte unnd es in abesagte ‘. Mit kurtzen der richter auf seinen tag dem barger umb seiner frawen willen die sach zusprach® und der witwe abe. Die witwe nam rat und quam* zu dem homeister Ludero und disem alle sachen vorlegte!'. Und* der homeister verschuf, damit!’ der richter, der man* mytt dem weibe, die witwe mit der jungkfraw= solten vor im gesteen. Der homeister nu alle sache hortte und fant ®, warumb der richter dem burger die sach hette zugeteilt. Zum ersten er fant° die witwe gerecht, darumb er ir die sache zuteilter. So* fragte er die burgerin, ob es auch des mannes geheisz were, unnd' sie. sich vom richter solt lassen gebrauchen, sie sprach ja, und es der man bekante‘. Darumb so liesz er in‘ vierteilen, die fraw mit eim creutz zeichnen, und dem richter ein starckes rosz an sein fusz bynden® und es liesz jagen’, von welchem jagen” der richter in stuck risz. a) daz C. b) C am Rande: sol Salfelt sein, setzet auch Kossken oronica. c) a. fehlt C- d) u. fehlt, eine w. A. eJ)o.g. darnachd.C. es. d.m.c.w u.» e.i.abec. g) Im der kurtze ap. d.r.2.0.1.d.b.d. 82. u 8 fr. w.C. h) beriet sich u. 208g C. i)u.Libmee fur ©. KU. fehlt ©. 1) daaC. m) undd.i.m.d.w.C. n)d.b. h. nun a. s. u. befandt C. 0) befandt e. ©. p)d. tl. e.i.d. s.2.C. q) Daruach fr. C, r) w. gewest, dazC. s) u.d.m. bh e. auch C. t) dal. o. den buxger 0. n) u. den r. mit einem fuss an e.at.r. b. C. v) u L ihnen i. C. w) davon C.
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:BbB " Capitel II. ..$ 1. Von dem uasellgen und verdamplichen ursprung der feintschafft zwischen den Polen und den b. in ET ‚und der Iren®.. In dergleich und: mit digen gescheftend sint erstanden die nort- lichen feindsehafften. Wiewol vorhin die Polen unud die b. von Preussen vil. zank‘ und ksieg auf einander! gefurt haben, so haben aber nie die b. von Polen etwas bemannet und ver das ire gereohenut, wie sint* diesem kriegen.* Unnd also wil ich‘ zum ersten sagenn *fol. 1366, von der verursachung. Verhörung Preussen®. Vladislaus Looteka, konig zu Polen ®, horte sagen, wie der newe homeister von! Preussen, b. Lu- deras fursst von Braunschweig, ein. gerechter man were. Er schickte zu im etliche botschaflt: und maneie* sein vatterlandt Pommerellen und ezbot sieh mit dem gelde zu geben, wie etwan '. Der homeister het= ratt darüber, und sie funden® vil ehe° Polen Preussen einzu- leiben dann Pommerellen von Preussen zu lesen ?, und vil ander worte me. Darumb Locteoka verband? sich mit dem Gedemino dem konige ausz Littaw und «Wittegeno konige aus Samayten, und’ sie wolten Preussen umbkeren.‘) Disz wusten die b. wol und legetten* alles volck auff die schlosser und in die stette. Und sie brachen ein mit drey hern !, eins furte Wyttigeno durch Samlanndt und es ganntz ver- brante “, das ander" Gedemynus durch Jorgensberg und verbranth Notbangen und Galyndiam”, und quemen* beide heim unangefochten. Loctecka der konig von Polen Hockerlandt, Pomezanerlandt* unnd Cul- *fol. 136b. merlandt verwuste” und wil über die Drewannez heim unnd disem die b. nach? und ergriffen in bey Strasburg an Sanct Luxtag* am abendt und sich ein wenig schlugen, und? es wart nacht, und man must ins leger, in welcher nacht®) die Polen zogen vor unnd vor° und quemen &) den irigen C. b) In dem wil ich und mit disen g. A, von solchen und dergleichen 8. C. c) zwang A. d) wieder e. C. e) #. bh. doch d. b. v. den P, n. e. b. oder L di. g., wie in © S)Bo w.i.0. g)v. Pr. fehlt C. h)k.z. P. SehltC. i) in CC. k) begerte Ü. I) u. es. etws 8.2.8. C. m) bilt C. n) befunden C. o) ehe den C. p) lassen C. q) D. v. s. L. der konig von Polen C. r) das C. 8) frolocheten (?) A. t) u. ». brachten m. e. dr. h. A, u. s. br. m. dr. h. e. C. Wu.v.eg.undgerC. v)d.a furte C. w) Galinder landt ©. x) sogn Cl. y)v. H.P. u, C. C. z) aber d. b. eyletten im nach C. a) a. B. Lucastag C. b) u. schl. s. &, w., dan 0. ce) fur u.f.z.C. 1) Den Bund Wiadislaw's mit Witen berichtet die Chronik von Oliva Ss. V 609. 2) Die Drewenz und Strassburg (poln: Brodnicsa) erweisen als Quelle Miechow S, 210.
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556 zu den iren®. Wittegenus hatte den robe abgelegt und quam wider und fant, wie itzundt die pawr von den schlosser weren gelassen, und er begreifft ein mechtig volck° unnd trib es wegk. Im nach? b. Heinrich Reusz herr von Plau lanndtcompter und bey Salsenyka‘) os ime abeschlecht alles volck°. In der faste Wittigeno quam wider‘ ?) und aber grosz volck weg trib ®, in welchem waren tausent und vier- hundert jangkfrawen ®,3) sonderlich zum unflat auszerwelt, und zeucht! heim und leit am see Trusst‘) und in ansehen der junkfrauen Wittegeno schitte ausz einer buchse hostien, die man da hett vor die kranoken* mit dem leichnam Jhesu, und trat! die conseerirten hostien mit fiessen und sprach: gleich und ich" eurn got zu nichte mache, »0 *fol.140a.nauch eur hern wil ich zu* nichten machen °, und solcher worte vil.°) In dem felth uber siee b. Heinrich Reusz landteompter®) und sie mechtig schlug und alles behielt®. Wittegenus wart ins heupt totlioh gewont,, und die jungkfrawen furte man wider zurugk® unnd gab in die wal, wolt jemandt ein nonne werden und got danncken! , man wolt® in ein closter bauen. Und von dem gute, das sy da funden, sie baweten zu Thorn ein nonne eloster und es mit zinssen versorgten gnug ’.") a) bis sie z. d. ihrigen kamen ©, b) sabe daz Ü. c) u. er hatt vil v.C. d) ex eylette i.n. O. e) u. begreff ihnen b. 8. und schl. i.a.v.ab C. DD) k. W.,w.C. g) u. tr. & vil v, hinweg C. h) unthor w. 1400 i. waren Ü. i) zog C. k) d.m. fur d. kr. heit C. 1, im beisein d. j. u. tr. C. m) gleich wie i.C. n) fol. 137-139 fehlen in A durch ein Versehen is der Peginirung, ausgelassen ist nichts. Wir behalten die alte Paginirung bei. 0) ao w.i.n.e h. mittfahen C. p) ubertelt sie C. q) u. schl. a. alle, u. a. b. fehlt Or) verwuudt und geb die Aucht C. m. f.d.i.2.C. t)g. darfurd.C. u)eo w.m.i.C. v) U. eb. ihnen z. Th. eo. ol.v.d.g.d.ed.f.u. v. ec. gnugsam m. 2. C. 1) Salsenicken ist bei Dusb. III c. 313, S. 178 ein Gebier Lithauens, weiches Heinrich von Plock 1311 verheert. Vielleicht war auch die ältere Hälchronik c. 138, Ss. IIT 587 Quelle, 2) Der Einfall Witen’s zur Fastenzeit (in carnisprivio) gehört ins Jahr 1311, Dusb. III c. 306, S. 175, HMchronik c. 134. Ss. III 586. 3) Grunau geht hier zur Beschreibung der Schlacht von Woplauken über. Quelle war die ältere Hochmeisterchronik c, 135. Ss. III 586. 4) Uff dy wiltnisse bey Barten HMechronik I. c. 5) HMehronik I. c. 6) Hinrieh von Ploczk groszkumpthur HMchrmik I. c 7) HMchronik c. 135, Se. III 587.
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557 : 8 2. Wie man Polen einnam: von den bruders. Wladislaus Locteka der konig von® Polen in disen geleufften satzte abe von seiner herligkeit den heuptman von Posznau genant mit namen Vincencius Pomorsky ‘, welches abesatzen gieng disem mechtig nach , damit er im vorsatzte sich zu rechen.!) Und disz abesatzemt hette. zu wegen gebracht der ‚bisahaff..vom. Poznaw !.*) Vincencius qyam zu Ludero dem homeister unnd im schwures und bat}, man wolt im ein folck geben, er wolt den orden reohen umb ’ entpfangen!' schaden von den Polen, und der* homeister thet* im b.*fol. 140b. Theodericum von Aldeburg marschalck, b. Ottonem von Lutterburg lanndtcompter®) und mit andern vilen !, und die” zogen gericht zu in die guetter des bischofs von Potzusw °*) und namen, was da° war, das ander sie in die grundt brantten? und zogen wider gehn! Preussen. Disz thet Vincencius zum ersten", So’ versamelt man ein grosz hör in die sechtzig tausent man) unnd machte Vincencium zum feldtheuptman®), und was er gewonne, solt des ordens sein, und sie zogen in Polen und namen ein dise stette und feste, welche ag! verschut waren umb anlauffs willen ®: Brest ",”) Conyn, Calisch,®) Syratz ”®,) Lanczieia,®) Spilenberg, Jung Leslaw”) und sonnst ander me, damit“ man acht comptores in Giros- Polen satzte, und’ die eingenomen stette von stund an sie huben an *® zu bawenn mit ziegel und kalck und sich zue begraben, in welcher arbeit die Polen gar mechtig beschwert wurden und sie: seer un- muttig und verdrossen zun® b. in Preussen, unnd sie da erst ver- a) W. P. eingenomen wart Ü. b) zu Ü. c) setzte zu diser zeitd.h.v.P.a.v.s.h. m.n. V. P. C, sagte abo A. d) welchem abesagen A, welchs im 20 m. wohe thett, das C. e) abe- sagen A, ®. solches h. d. b. v. P. C. f) Plocuaaw A. g) u. schw. 1. C. h) u. er b. ihnen C. i) u. den e; C. k) gab C. 1) m. den a., v. feblt C. m) diese C. n) Plotznaw A, i. des ertsb. v. P. g. €. 0) alle w.d.C. pd.a.b.si.gr.C. QinC. r)z.e. mahl C. s) Darnach C. t) auch A, aurn C. no) w. fehlt, ums A. v) Bresske C. w) Siryts A. x)dasQ. y)st. m. inA. z)h.e. me anC. a)». fehlt GC. b) auf die c. M 1) Mischow S. 210, 2) Diese Angabe fehlt bei Miechow, 8) Miechow 5, 210. Dass Otto vom Lutherberg Landcomtkur war, wusste Gr. aus der Chronik von Oliva Se. V. 611. 4) Siupezam oppidam episcoopi Posnaniensis coepit et incendit Miechow !. e, 5) Die Zahl nennt Miechow S. 211 nicht: multo majorem exercitum. 6) ducente Vincentio Miechow I, c, 7) Micchw S. 210. 8) Miechow 8. 211.
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568 *fol. 141a stunden *, we. daa:Tewische ‚hand* im ;::slo“eylien aW dem baw, wan der konig Locteka sich auf sie ruste b,_ 3 3. Wie Vincenolus seine vorretterey beweisete au dem br. 2 Überlenngst quam konig Loctekat mit ser gutem ‘und frembdem volck und nam wider ein die gueter®, die im im wege logen, und “sich legerte beys Conyn ans wasser, ‘) wan® dahin wart die schlach- tabg‘ bestymet, ‘und &s "quamen in ein feltschlahen der konigk Locteka mit den seinen und Vincenetus mit den b. von Preussen! unnd schlugen sich ein gantzen tag Ausz allen crefften, und doch niemand 'gewan, im abent man bliesz auf*, und ein iglich her die seine zu hauff! brachte, und es" verwilligten auff den morgen wider zu streiten. In der nacht bedachte sich Vincencius und durch ge- trewe menner er sich mit dem konig versänete unnd Vincencits schwur dem konig.?) Von disem allem nichts wuszten noch merckten die b. von Preussen, dan der komig Ing in einem haufen, des ordens marchalek b.: Theodoricusr mit dem besten folcke im andern *fol. 141b.haufe, Vincencius mit dem gemeinen haafen* im dritten, unnd Vin- centius sich verlosz*. Im morgen‘ konig Locteka machter seine spitzin und des ordens marschalk auch, Vinceneius hauffen wer* ver- hassen. Und die Polen ziehen an und nach cleinem schlagen sie fingen b. Teoderieum marschalck' und lassen im weg fueren nach Crackaw zu und in wol behalten“, welchen auch mit der zeit der orden gar theur muszten lösen. Und der konig muste da pleiben umb der verwuniten willen. So’ quam das geschrey gen Preussen durch b. Ottonem von Lutterberg landtcompter, welchem der ho- meister den" Preuschen adel zu zellete mit dem landtvolcke, sonnder es war ein grauen komen in die Preussen, damit sie ausz solten, sie sich verkrochen *, und so mit aller not man sie aus brachte’, dan man het den marschalck gernne gelest, und sie" quamen ins leger s)u.v.d.e.C. b) dan sich L. d. k. sich wieder 8.1. Q)seinerr Aev.a.dbh. ©. hL.dekO. Jund.g.weoc NamcC. uln.gmC. hdanl. JudkLl — m.d. b. kamen zu felde C. k) ame. bl. m. a.C. ]) zusaımen Ü. m) es fehlt C. nu er. ». d. die trawe m. ım.d.k.O. ov.d.m A. b.n.m.n. w.C. p) Tüeodorus O, g) verkhr s. (. r) am m. m. der k. L. C., Rocteka A. s) aber war O. t)u fregten A, f.s.b. T. denm.C. a li. weg nach Cr. f. u. b. i.w. C. v)De 0. w) derC. x) Und es kam d. Pr. e, gr. aa u r.s. darumb dazs.a.8.C. y)ı m. s. also m. a. n. hinaus br, C. z) 5, fehlt C. 1) Miechow 8. 211. 2) Miechow S. 211. 12.
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659 und funden, wie Vincencius bei dem konig war, und diserb war ® des konigs feltheuptman, und sich da traffen die b. von Preussen und die Polen‘, die? Polen gewonnen.. Da blib tot b. Hermamus Schweiteler eompter* von Elbingk, b. Albrecht von Sangerhausen ol, 1425. compter von Danntzke!) mit sonnst vilen b. und gar gutem volck. $ 4. Wie konig Locteka seinem sone Casimiro die sache befui mit Polen . Ieh!. kan nit wiesen, w& von. dan! der kenig.Löetek wart töt- lich kranck wegkgefurt? von diser walstat®, ein teili sagten, er wer gewundt worden, ein teil' sagten wie er von vergift“, und weren so vil reden. Idoch er wart gefurt gen Peterkaw'!, da dan” versamelt war das gantze reich, und er da seim sune Casemiro Polen beful ® und gab ims’ folck, damit er gestriten hette, und? er solt einnemen stet und festen ®, die da begunden fest zu machen die b. von Preussen ", ehe dan sie bewuchsen', so sie nyemandt wurde mogen veriagen ", Und’ er nam das volck unnd er sie von etlichen festen und stetten veriagdte, von etlichen auch nicht kunde veriagen ‘, und sic bliben “. So war von disem das geschrey in Teutschen lannden, und die Polen nemen überhandt* und die b. ausz Preussen vertrieben. Die herrn und furssten in Teutschen landen, die dan* etwan 'vil umbs’ ordens *fol. 142b, willen heten gethann =, die wnrden bewegt unnd vermochten Johannen den konig von Behmen und® schickten im volck und er zoge unnd den Polen zu schaffen gabe, damit sie von den b. liessen, und Johannes der konig quam® und belegte Posznaw.?) Sod muste Casi- mirus die b. lassen und beweren® und quam‘ gen Posznaw und sich mechtig schlug mit den Bemen und mit den Teutschen s, unnd got im gmade verlich, damit" er die Behmen aufs heupt niderlegte, a)dazC. b) d. w. fehlt C, c) u. e. alda d. br. m. d. P. schlugen C. d) aber d. C. eo) m. den P.C. N) i.—d. fehlt C. 8) w., gefurt fehlt C. h) kan nicht wissen worvon C. i) etzliche C. k) ibme were vergeben mit giffte C. 1) i.w.e. 8. P.g.C. m) denne C. n)u. e. befahl a. a. C. daz landt Polen C. o) im.das C. p)n. fehlt C. g) flecken A. r) d. br. in Pr. .z.m. C. s)e. fehlt A. t) einwurtzelten C. u) dan so m.s.n. veri. ©. v) u.—vari. fehlt C. w) u. also da bleyben C. x) Dowv.d.i.D.l.d.g.dad.P.un.C. y) vile A, umbdssC. z) g.h.C. a) die fehlt C. b) u.—qu. fehlt C. co) belogerte 0. d) Da C. e) u. daselbst weren C. f) zogk C. ®) u. schl. a. seer m. d, B.u.n.C. h)u.g. vr. i. gn. daz C. 1) Nur die Vornamen hat Miechow 8. 212. Otto von Lutterberg Jumdcomthur nemt Grunau statt Otto de Brunsdorf Grosscomthur hei Miechow. 2) Miechme 5. 213.
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*fol. 1438. *fol. 148b. 560 wiewol er es auch wenig fromen hstie an seinem voleke. Idoch Johannes entrante® mit wenigen.) Und Casimirus wolt mit gewalt ahn Syritz, das sie mechtig vergraben hetten, die b. ®, sonnder Casemirus wart uberbeiten, er solte der seinen sehonen, wan es wurde mit der zeit sich wol selber loschen das feur der troygheit !, Und so quam es auch, wen° die von Syridia vertriben selber die b, von Preussen ire hern‘ umb hochmut willen in angelegt ein lange zeit werennde €.?) 8 5. Wie sich die: b. gen den! Polen gediemuttiget haben. *Die b. von Preussen sorgten, wie* in die Polen auf diesz mal überlegen weren !, sie fulen in fuge" und batten, man wolte die sach der® Polen mit den b. auf gute menner setzen, und wie es die enden wurden, und° also solt es geendet sein. An disz wolt Casimirus nit, sonder? der krancke vatter Loctekat es verwillete", und es wart ge- macht ein beyfride* den b. zum besten, mit! welchem die b. mit un- zeglichem gelte ire gefangenen loszten, mit welchem gelt Casimirus al sein kriegsvolck follen solt gab, und die Preussen es gernne geben ®, das man sie ag” nit in stucken hibe. In der sachen zu er- kennen” von wegen der Polen war konig Carolus von Ungern *, von’ wegen der b. in Preussen konig Johannes von Behmen, und zu Wischagrod quamen sie zu einander *.?) So* war da vons ordens wegen der abegesatzte landtcompter b. Heinrich Reusz her® von Plaw, b. Marquardus von Spannenberg, compter zu Thorn, b. Conradus von Grymenstein °,*) compter von der Schwetza. So erlanngten sie die urtel®, sie sollen den Polen reumen, was sie in Polen hetten, der- gleichen Pommerellen und* Dobryn, unnd die Polen sollen den b. »)e.JC bd.dbmrvr.htl. oJ)aberc. Ydnewemde.weldt d. getrewigkeyt C. 0) u. e. geschach a., dan C. f) die h. d br. v. Pr. O. g) u. angelegter h. w so e. 1. z. werete C. h) die fehlt A. i)die C, k) sahen des C. Du.w.a.d. m. C. m) fielen ihnen zu füasse ©. n) den ©. o)u. fehlt C, p)aber ©. JL.feht C. rec. Jub.eC, t) inC. u)gab.e.g.C. v)anch A, nurn C. w) in dieser =. x. urtheylen war C. z)k.C. zu T. vw. d P.C. y)undv.C. x) zusammen C. a) Da U. b) h. fehlt A. c) Seymmenstein C. d) Ds C. e)d. bey u.A, dis u. C. 1) Miechow S. 213. 2) Bei Mischow findet sich hier die Eroberung von Kosten (Koscsan) S. 213. 3) Micchow S. 223. 4) Conradus de Brunestein Miechow I. c, Die beiden andern Nasen stimmen.
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561 einreumen Culmerlandt und Michelawerlandt.‘) Diser entscheidung widersprachen die b. und zogen so wegk, von welchem die konige mechtig verbittert* wurden auf den orden. Die b. wusten itzunt hilff, die inen? wurd zukomen, darumb verschmeheten sie die konige. Locteka der konig nam rath, wie zue thun°, unnd im wart geratten, er solt es dem babste clagen, und er bracht seine sache vor.?2) Unnd der bapst nu@ horte, wie sie die urtel irer erwelten menner ver- schmehet hetten®, ehe‘ dan er weiter procedierte, er schicktes drey hern disz zu erfaren Gallardum de Carceribust, Petrum Gervasy und Odonem von Tulleyn!,®) und dise quamen* gehn der Warschaw!, aldahin hetten sy bestymmet ir consistorium® und sie schickten gen Preussen? Nicolaum den thumprobst von Oppeln®) und durch Nico- laum Finck pfarrer zu Marienburg®) liessen den homeister vor sich laden, und die b. auch schickten nach diser ladung gen der Warsaur nit ausz diemut sonder auf ein spot. Und die legaten verklerten da den auszspruch der konige, wie es gotlich* unnd recht were, und gie *fol. 1442. in auch sprechen, und die b. solten reumen Polen‘, Pommerellen und Dobryn bey verlurst einer suma gelts und benemung: der inves- tirten lanndtschaft von Preussen. Auf das die b. appelierten® de papa et iudicibus legatis male fidei ad papam et iudices legatos' bone fidei. Die legaten dise appellacion bewerten“, wie sie were wider alle recht unnd vernunfft und darumb so’ wer sie nichts. Es mochte alles nichts helfen, die b. wusten hilf, sie sprachen, wil der bapst den Polen beysteen, er mit volck in zu hilffe”", es wirt wol not thun. Und sie” zogen so wegk. Die Polen aber suchten ire sachen weitter beym babste. Petterspfennig. Geroslaus der ertzbischof von Gnysen’ elagte vor dem bapste an den orden in Preussen“, wie er nit wolte a) soor erb. C. db) w. b., d. i. itz. C. c) beriet sich, wie er im th. solte C. d) fehlt C. e) versamelten, h. fehlt A. f) ebe fehlt A. g) s. e. C. h) corceribus A. i) Odomen von Tellen A. k) zogen O. 1) Warsowia C. m) dahin h. a. i. cons. best. C. n) u... Pr. s.C. o)l.sioC. pPud.b.a a aufd.i.g.d. W.C. qyus.opr.i.aC. r)dazd. b. den Polen r. & Pomm. C. s) a. dis ap. d. b. C. t) legsto A. m) b. diea.C. v) mo fehlt C. w) so thu ei. m.v.h.C. x)5. fehlt ©. y) v.G. fehlt C. kl. furd.b.d.o.i. Pr.an C. 1) Nach Miechow ward Pommern im Gegentheil dem Orden zugesprochen, wes- halb Polen an dem Spruche Anstoss nahm. 2) Miechow $. 224, wo aber nicht von Wludislaw, sondern von Kasimir die Rede ist. 3) Miechow bezeichnet Gullhurd de Curceribus als prepositum Titulensem, dluraus macht Grunau einen dritten (esundten Odo von Tulleyn. 4) Miechow S. 224. 5) Diesen zweiten Boten hat Grunuu hinzugesetzt,
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*fol. 144b, *fol, 14ba. 562 itzunt‘ geben Sanct Petters pfening. von Pomerellen und Culmerland, und sie es” den iren bey grosser peen verboten. Ich hab obene gesagt vom herkomen dises“ petterspfening, idoch wiltu me noch wisse, sich ahn° tractat 4 von Casemiro I in disem* buch.) Und wie ich auch gedacht habe,?) und‘ der homeister Carolus von Tryer es verwillite in offentlichem consistorio den petterspfenning zu geben. Sonnder seine b. in Preussen wolten nit ausz der ursach, unds sie sprechen: solten wir den petterspfenning geben, so beweren wir: mit unserm geben, unnd’ die lande Culm unnd Pommerellen gehern under die cron von Polen.) Umb disz willen wir es nit wollen angeen!. Wider den peterspfennig die b. auch appellieren”, wiewol etliche comptores in geben®, angesehen und® es verwillet het ir homeister®. Interdietum. Dise und andere hader me” zu verrichten wart geschickt ein legat aı later. Diser sach an die gerechtigheit der Poleu und gebot, man solte den peterspfening geben, ir appelacion war vom babste wie ein frevel geachtet unnd getilget. Der legat merckte die hartsynnigheit der b., er legete interdietum auf gantı Pommerellen und Culmerlandt, bisz sie den pfennig" geben, und dis intertict stundt® 14 jar lanng‘), und musten hindenach in!* doch geben unnd noch heute: geben. Von vilen ergernus solt ich wol sagen, das da geschach in disen jarn’, wie da verschmehet wart von einem bie vom andern da der gebrauch des geistlichen schwertes”, sonnder umb ergernus ich lasz es farenn“. Es quam so weit, und man hielt ein consistorium’, ob man nit gnugliche* ursach het den Teutschen orden auszzuleschen*, sonder herrn und furssten? machen es zu gutte. a) Jdase.i.n. w.O. b) u. es auch O. 0) des ©. d) die meynung w.Ü. ce) such im C. f) dag C. g) das C. bh) bewere vor A. i) b. w. damit, daaC. kK)u.d.or.v.P.gC. HU. des w. wollen w. 0.0.2.0. m)d.b. a. auch. w.d.p. C.n)wi.e.ogtC yei.hb.r.&C p) mebr h.C. a) do C. r) petterapf. CO, 5) st. fehlt A. t) in darnach C, u) heuttiges tages C. vdadai.d.i.gC. wwdgdg.e.vehv.e.d,v.wC. x) abern. c. willen 1. i. f. C. y)daz m.e. c.h. C. z) gnugeam C. a) auezutilgen C. b) aber etzliche f. u herrn C 1) Tracı. IV. Cap. V 8 5.8. 81. 2) Tractut XI Cap. VII 5. S. 508. 3) Chron. v. Oliva Ss. V 609. 4) El. Ss. V 610.
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8 6. Von der ander ursachen der vorgenanten ewigen feindtschafft. Zu der zeit des® homeisters ist gewesen ein compter auff Pa- paw® b. Rulanndt von Holenstein. Disem war wol mit schelcken, er verhing, und? buben die kauffleut aufhuben® und sie strofften umb alles, was sie hetten. Umb diser unnd ander sachen me Luderus im botten schickte‘, er wolt aber nit komen. Er gebot denn Thorner, und sie solten in fanngen, sonnder" er nam, was im gelibte, und etliche ® mit im! und sich verhulten, wa sie kunden. Sie nomen vil Thorner gefanngen und sie schetzten‘ unnd triben auf! iren eigen orden ein grossen iamer, und war die ursach, sie weren von den Tornner gem” homeister zu unrecht verclagt, das wolten sie an* in rechen. Den b. thet ir hon we, und sich beratschlagten», *fol. 145b. sie wolten den Polen, die die buben verhielten, auch so thun. Idoch sie ersten dem konige Wladislaw Locteka wolten? schreiben, und? disz war die meinung, so er ein heruffter konig' unnd im wolt ein namen machenn mit Teutscher nacion’, er solt umb Pommerellen sein manheit! beweysen unnd® nit seinen neydt® und verhalten bosz- wicht”, die auff sie” schaden tetten. Fir solt mit den seinen wissen, sie solten sich ires schadens ergötzen. Auff dise meinung der konig antwurt schrib, sonder" der both wart erwurgt auff dem wege und die brieff verbranthr. Argwon:. Die b. meinten, unnd sie der konig verschmehete*, unnd sie auff® und wolten suchen die buben“, wan in wart verspehet, und sie solten auf einem edlen hoff? sein bey Crusswitza“. Und sie quamen dahin, sonder‘ sie funden niemant das, went auf den Nackel heiten sie ir nachtleger. So! war der pfleger von Bergelaw mitte b. Helwiens von Trotten und diser entzunte den hoff und in verbrante* mit vielen guten leutten unnd zogen weitter unnd branten umb annd umb. Die verbranten* Polen auf unnd weglogen des pflegers "fol. 146a mit den seinen" unnd in erobern, und wie die krotten an die spisse steckten und so schemlich totten vor iren schaden». Rechnung°. Nach disem die verbranten Polur sich zu a) dieses C. b) Dapiaw A. c) Bolland von Hollenstein C. d) daz C. e) aufsuheben A. f) ursach halben e. i. L. eynen b. €. g) fehlt C. b) aber C. iin A. k)uch. a. C. I) wieder C. m) gegen dem C. n) b.e.O. 0) d.dad.C. p) i.w. =. zurohrn C. g) an. fehlt C. ni be-- rußener k. were C. s) u. w.i. en. m. m. der D. n. C. t) manschaft C. u) u.—n. fehlt O. v) u. nicht b. v. C. w) d. ihnen. x) schr. d. k. a, aber ©. y).d. b. wurden v. ©. z) fehlt C. a) .d. %v.e, u. fehlt C. b) waren derwegen a. C. c) d. b. s. C. d) dan i. w. angezeyt(l) daz =. s. a. e. edelmans h. C. e) Creutzwitza A. f) aber ©. g)aldaC. h)denC. yDac. kvr.i.C. um. w. fehlt C. ın) Dieselbigen abgebr. P. wartten d. pf. ım. d. ». auff dem woge C. n) n. eroberten sie u st. sie w. d. kr. (w. sie kriegten! A) a. d. ep. u. s. also schendtlich t. v. i. ach- C. o) feblt C. p) » d. abgebr. P. C. 86*
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564 hauffe schlugen und quamen* in Preussen und .erlisffun Bergelaw, Wentzlaw® und Freidecken die sehlosser, und sich worten. Zur not die b. sie belegten unnd sturmpten, sie kunden sie aber nit er- langen. Darumb der homeister muszt in gerecht werden vor iren schaden, unnd sie die schlosser reymeten®. Im abziehen der landt- compter b. Johans von Wildenberg den botten mit den brieffen fant und anzeygete, wie’ der konig von Poln vil tausent gulden und gutte guter in Polen verhieschs, sie solten im die schlosser überantworten. Darumb auff den konig man alle sachen legteh. . In Polen‘. Die b. brachten auf ein volck* und quamen! in Polen, unnd die Polen traffen mit in, die b. mit list brachten in die flucht”, in welchem sie fiengen etliche b.” Dise man auszteilte, wie° sie schaden entpfanngen hetten. Sor hat man die b. ange- bunden, unnd ein? iglicher Pol trat zu unnd hib im ein stuck ausz *fol. 146b.seynem leichnam’, und die b. wurden* alle so zerhawen. Der ho- meister het anstoss von dem konig Gedemino von Littaut, er be- griesste Wladislaum Locteka umb ein beyfride ein iar® und erlanngte es’ von im.!) $ 7. Von der dritten ursach der ewigen feintschafft. In der Masaw war fursst Wancko" und diser umb teilung willen etlicher gueter mit dem konige von Polen quam in feint- schafft“, unnd der konig behielt, darzu im’ dauchte er von seinem vetterlichen erbthumb gerecht het, wan er auch ein fursst in der Masaw war. Wancko der fursst liesz es geschehen zur zeit, die raisz auff Littaw war auch verlorn. Idoch hertzog Wancko sich zu rechenn quam zum homeister® und wart sein henptman übers volck sich” zu rechen am konig zu° Polen.?) Und er zoch mit des homeisters volck in Polen unnd ein solchen uncristlichen schaden &) zogen Ü. b) Wetzlaw A. co) u. d. b. wereten #. z. n., die Polen b. n. st e., aber s. k. nichts . C. dym.i.d.h.C. e)u.r.d.schl.C. fa, fehlt A, dasc. vr. fehlt A bD l.m.a.d.k.C. i)i.P. fehlt C. k) machten A, br. e. v. a. C. 1) zogen C. m) u schlugen d. br.m.Li.dfl.C. D)i.m.meb.f.C. oD.t.ma.woC. p)DaC. gydaneC, r) leib C. »)a. fehlt A. yenav.O.d.kv.L.C. u) e.i.langC. v) e. fehlt A, erlangte C. w) We- nako A, Wangko C. x) v. P. fehlt A,k.m.d.k.v. P.i. f. C. y, b. im, dasu als im U, z) dan e w. such e..i.d.M.C. a) J. kam der furst W. 0.2. r.2.h.C. b)o. fehlt A. o)in C. 1) Der Inkuli dieses Parugraphen ist uuf keine Quelle zurückzuführen. 2) Chronik von Oliva Ss. V 610.
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565 thet*, das ea iamer ist zu sagen, mit nıorden, mit? bornen. Die. Polen auff und disem entgegen‘, und hertzog Wancko‘ wart verraten, unnd in der konig hielt auf’ Petterkaw gefanngen. Der b. volck quam® heim, so: versamelte der konig von Polen! seine ritterschaft im nsmen zu rechen den schaden. Der homeister aber wolt in nit in Preussen lassen und im begegnete b.* Gilbertus von Manss- "fol. 147a. feldt compter auff Thorn! mit siben tausent gutter menner unnd sih vor Brist schlugen”. Nach allem willen der compter wart erschlagen unnd vier tausent seiner besten menner. Des konigs meinung war nachzuedrucken, sonnder es im widerrietten die seinen, wen® sie gaben vor, die Tatter wolten einbrechen, und er volgete zu seinem verterbnus. Da aber eirist wurden zu stucken gehawen die gefangne b., wie vor. Und man nam auff beyfriede auf anderthalb jar?, unnd wart? gehalten. ') Capitel IV. 8 1. Wie der homelster sich mit voick versamelte und gedacht sich zu rechen. Luderus der homeister nam das’ spil zu hertzen, es im nichts gefiel’, darumb mit rath seines capitels schribe in Teutschlant sich zu beclagen! den" gewalt von überfallung der cristenen alsz der von Polen unnd der Littaw alsz von ungleubigen. Darumb er begerte” hilff von in. unnd wer es wie iemanudts were, und” nit umb gottes willen wolt in Preussen komen, sie solten komen, man solt inen* iren sold geben.?) Von disem erbietten sich haben versamelt’ eilff a)u.t.e8.u.8.C. b) und m. GC. c) Da waren d. C. d) und zogen dom Wangko «C. e) aber er ©. f) aber d. k. h. in zu C, Pertkaw A. g) 208 C.- bYdoC. i)v.P. fehlt C. Kd.ez.rcC. )u.bGv.M.c.a T.b.i. C., Albertus von Mattisfelt A. m) u. schl. a. fur Br. C. n) aber d. =. wieder r. ©. 1., dan C. o)d. w.a.d.g. b. z. at. g. C p) 11/, Jahr frieden a. e. ywauhgtl. ndsC. Sogi.nitl. Vdam.re.ei. D. sich beclagte C. un) der © v)b.e.C. w) und so i. w., der C. x) denen wolt man, ». s. k. fehlt C. y) V. d. versamelten sich ©. 1) Alie diese Details haben zur Quelle den Satz der Chronik von Oliva Ss. V 610: In cuins ulecionem transierunt domini cruciferi Wyslam cum eodem duce et exereitu et partem terre Cuiauiensis vastaverunt et tunc factus fuit confictus cam Polonis et oceisus foit commendator Thorunensis. 2) Chronik v. Oliva Ss. V 611.
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“fol. 147b. *fol. 148Ba. 566 tausent man!) mit seer gutem adel, der aller heuptman* war hertzog Johannes* furst von Luczenborg, hindennach? konig zu Beh- wen und diser quam zum dritten mal in Preussen umb Marien willen, und war gleich die zeit, alsz er wart konig zu Behem erwelt und gekronet. Johannes der konig zoch mit gewalt wider willen der Polen durch Polerlandt one beschedigung, und? der homeister mit im und die besten b. unnd quamen in Littaw und nach grau- sainen® verderben sıe gewonnen‘ Bystrina?) stat und sohlosz aber mit cleinem berumen, wan sie® seer gut volck da verleren. Da auch" der seer woltettige b. Conrad Kesselhuth groszeompter ver- gienng mit vilem gutem adel?), unnd die ursach war die, unnd sie verachten ire feinde' und tetten einen unweislichen anschlag und #» vergiengen“. Nach disem sy im ersten eilten gen! Preussen und da® weren. 8 2. Wie sich die konige von Polen unnd von Littaw® auch® verbunden vor einen man zu sten. Wisdislaus Looteka konig? zu Polen und Gedemyno konig zu Littaw horten und wuszten, man sie gedacht zu uberziehen® in kriegsweyset, darumb sie wurden” es auch” zu ratte und verschwuren" sich mit einander* vor einen man, den glauben auszgenomen, wan* der konig von Polen war cristen’ mit seinem reiche, der konig von Littaw wer® ein heide, sonnder er es gelobte, unnd® hilff im got, er mit den seinen wolt° cristen werden, und es machten‘, wurd man die Littaw von den Preussen uberziehen®, so wolte Polnf in Preussen fallen, und fielen die Preussen in Polen, die Littaw woltene in Preussen ziehen.) Von disem es quamt, alsz der homeister mit a) Hans C. b) darmach ©. c) den willen C. d) d. fehlt C. eo) grossem C. Ng.s.C g) dan s. alda C. h) da blicba.C. i) Du. w.,dazei.f.v.C. k) u. kamen daruber um C. }) musten s. eylends inC. m)aldaC. n) d.kv. L.uP. (PonA)C. o)faltc. pvam. 2. st fehlt C, dafür wieder die bruder. q) derk. C, k. fehlt A r) inC. e) dazm. s. n. wurd € t)i. kr. fehlt ©. u) w.e. C. v)a. fehlt G. w) verschwuren fehlt A. x) dan C. y)w. eis ehrist C. z) und d.C. a) fehlt ©. b) aber er, g.c u. fhlt C. Je wC. Yu.m.e.aleoC e) w. die Pr.L. u. C. f) wolten die Polen C. g) w.d. L.C. h) Hieraus kan e. Ü 1) Magna multitudo CAron. v. Oliva I. c. 2) Chronik von Oliva Ss. V 610. Der Zug gehört ine Jahr 1329 unter Werner von Orseln. 3) Davon berichtet die Quelle nichts. 4) Chronik v. Oliva Ss. V 609.
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567 dem konige Johannes von Behmen auff die Littaw waren zogen“, Wladislaus der konig mit denn seinen quamb in Preussen unnd das ganntze Culmerlandt verwuste® mit brannde',) Er verstorte stat und schlos! Cauwernig?) mit® grossem robe, unnd alsz erf horte, wies sich der homeister mit den gesten wendete, auff die Coya quamk unnd erharrete!, ob iemandts in Polen woltek. Vindiota!. Der homeister quam und zog auf Dobryn das lanndt= unnd nam es eyn, ıınnd haben es gebaut" mit schlossern und wol bewart°.°) Sor wolt der homeister die Masaw einnemen und auch® Polen, sonnder die Teutschen tratten zu und sprachen, sie weren komen ungleubige® zu bestreiten und cristen nit zu morden **, *fol. 148b. sie wolten heim ziehen, unnd so auch ınit dem konige von Behmen ires weges ziehen. In disem verderben der groste schade war, und’ man im Colmischen lannde die weinreben verhieb”, wan“ es war ein schones weinlanndt.*®) .5 3. Wie die Polen aberr In Preussen quamen und schaden tetten gnugsam. °) Iın andern iar nach disem einzoge es sich begab, unnd* Wla- dislaus Locteka der konig von Polen? ein mechtiges her versamelte unnd quam durch die Masaw unnd nam ein Dobryn das lanndt® unnd wild uber das wasser Drebintz, sonnder die b. in nit wolten® lassen ziehen, wann sie lagen mit hereskrafft im entgegen. In einer nscht er teiltee das hör unnd halb es zocht die Drewantz auf, gleich wie sie ein pfort gefunden hetten. Disen entgegen quamen die b., der konig sich aber verbarg. Alsez nu die b. weck waren: er in dem uber die Drewantz und nimpt ein die mechtige ınolek, a) gez. C. b) kam W. d. k. von Polen m. d.2.C. c) v.d.g.C.C. d) zerat. achl. o.st.C. e)undm.C. false. aber C. g) dasC. h)zogera.d.C.C. i) verh. C., erhorete A. k).o. i. w. i. P, einfallen C. 1) v. fehlt C. m) d. 1. D.C. n) bawesten e. C. co) u. bemanten os wol C. p) Dac. g)a. fehlt C. r) aber ©. s)dieu.C. t)u.n. chr. z. erm. C., nm) u. zogen a. m. d. k. Johanni iren w. ©. v) daz ©. w) verherte A. x) dan C. y) abermals C. z) gn. fehlt C. a)b.e8,dasC. b)k.v.P. fehlt ©. ou.n.D.eC. d)woltC. e)aberd.b. w. i.n.C. Ddeas Li.mb.keoC g)oti.e.n2C h)zehC. i)d. kamen’d. b.e,d. ka v.s.C. kd.m.m.e.—g.i.C. 1) Eb. S, 610. 2) Zusatz Grunau’s. 3) Chronik v. Oliva Ss, V 610. 4) Defectum lignorum im Culmerlande erwähnt die Chronik von Oliva Ss. V 610. 5) Chronik von Oliva I. e.
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568 die wie ein schlos ist gebawt, Lubitz genannt, unnd quam in Preussen unnd das ander halbe hör quam auch da uber. Die b. quamen auch zurncke unnd schlugen auf* die Polen, sonnder es *fol. 1492. war* vergeblich’, unnd® die b. nomen die flucht unnd bemanneten die schlosser und stett mit den paurn. Die Polen aber mit allem nichts liessen steen! im Colmischen® lannde und etliche stet und schlosser im von bosen b. wurdenn eingegeben auff bete armer leuth. Von disem verderben das Culmerlant wart! seer wuste, wans man kunde nit holtz haben, damit man es gebaut hette.!) Der konig nach 21 wochen er bemannete! die aufgetragne stet und schlosser in Preussen und zoch mit mechtigem gut ink Polen. Der homeister nit ruete!, sonnder mit macht auff unnd ge- wynnet, idoch von” auftragung wider ein nimpt, was die Polen innen hetten, unnd schickt in Teutschlandt gelt umb, volck zue versolden, unnd es im quam® auf sein gelt zu schiffe neuntausent? man. 5 4. Von dem feltschlagen vor Bryske und seinem ende.?) Der homeister von den gesten und von den Preussen * machte drey hör, das vierte mit dem marschalck in Preussen plib? auf eine warnung. Das eine" zog auf den Nockil, und das fierte b. Otto von Lutterberg lanndtcömpter, das ander auff Syritz und diesz fierte *fol. 149b.b.* Thomas von Treussen, das dritte furte b. Otto von Bausdorfl groszcompter, unnd zog nach Warschaw unnd alles verbrannte in den grundt*, etlich stet auszgenomen. Und dise cristene mit den gefanngen waren so barmhertzig‘, wie die ungleubigen. Unnd ale sie nu nach Preussen wolten, so" zogen die b. one ordnung heim",‘) das volck het nit futterung, wann es war alles verbrant. Das wuste der konig von Polen, er sich auff machte” mit aller macht und zog* a) auch a. C. b) aber c. w. ungleich C. c) u. fehlt C. d) I. n. m. alle st. C. eo) Comischem A. N w.d.C.C. g)dan C. h)dazC. i)N.21.w.b.d.k C. k)genC. Ira. ce. mw)mitC. n)wekami.C. 0100C pmSshvrd.g.uvdPrC Jdavbm dm. C. r)d.e.herC. s) u v.3.i.gr.C. t) w.e.b.m.d. g. C., den fehlt A. u) da C. v zogen (wiederholt) b. A. w) und m. a. a. C. x) zeucht C. 1) S. oben S. 567. Anm. 4. 2) Auch für diesen Abschnitt war die Chronik von Oliva,Ss. V 611 Gras Quelle, 8) cum 'redirent ..... inordinate ac divisim L. c,
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569 ia nach, unnd die b. mit zween hören sich legen* vor Brist unnd sturmen. In dem leszt sich der konig sehen unnd er? zoch den orden zu treffen®, er auch wol wusztet, wie die b. pflagen zu treffen. So* hette der konig sechs buchsen,*) ein? igliche zwo ele lanng und warff ein stein, wie eins mans kopf groszs. Der buchsenmeister war den b. eins schuldig und er es ın da gar getreulich zaltet. Desz konigs spitze wart gemacht, damit! sy sich one schaden kuntteu teilen. Im anrennen der* b. die Polen sich teilen!, und eine buchse gieng an= und traff« unnd merklichen schaden teth®, und der b. garr vil bliben. Idoch die ander wider zu hauffe unnd springen an« auff die, aber eine buchse gienng" und auch mil* mercklichem schaden *fol. 150n. traff®, also die buchsen alle. Die b. wusten von keinen buchsen in kriegesgeschefften zu gebrauchen und darumb sie sich vor den mit buettent. Alsz die Polen ir vorteil sahen, sie auff“ unnd bisz auff wenige nach die zwe höre sie niderlegten. Da blib b. Otto von Baysdorff?) groszeompter, b. Hermann von Daubitzhein* compter zuuı Elbinge*,®) b. Albertus von Hohendorfr compter von Danntzke*) und sonst wol“ 70 weise unnd redliche b.’) In disem schlahen die Polen wurden* gantz mude, so quam geranth b. Otto von Lutterberg der lanndtcompter und eylte den Polen nach unnd begreifft® die buchsen unnd erleszt die gefanngen unnd viel Polen fuszgennger, die verwundt waren, erwurgted. Der konig zu der Clodowa nacht lag’. Unnd die h. sich umb hilff gen Thorne machten und die buchsen mitnomen’. Cristlich werks. Der bischoff Mathias von Wladislaw die totten b. begrub’ unnd auff dem felde ein ewige messe vor sie stiffte'®) unnd gar ehrliche zinsse darvor machte. Von disem sich &) legten s. m. 2 h.C. b)e, fehlt Ü. c)in statt don A, gegen d. z. tr. fehlt C. d)dan e. wuste w. C. e) Da C. f) e fehlt C. g) st. eines ın. heupt gr. C. h) u. d. bezalt or es i. g.C. i)daz c. k) die A. }) thoyletten ©. d. P, C. nı) u, man lies e. b. ab C. n) u. tr. fehlt C. o) die t. grossen sch. C. p) g. fehlt C. g) sprengten auf sie C. r) da lies man a.e. b.ab C. e) die fr. a. m. mordtlichem sch. C. t) d. h. sios. n. v. domme C. u) ersahen, waren s. wieder a. C. v) u. erschlugen die ubrigen b. a. w. von d. z. bh. C. w) Tobitzbeim C. x) zur Eulenburgt A. y) Hegkondorf C. x) sonsten, wol fehlt C. a) Von d. schl. w. C. bydaC. o)ergr.C. due, v.P.f.,sov. w.C. e)d.k. 1. dieselbige n. =. Clotewa C, Coldowa A. f) machte A, zogen g. Th. u.b.u.n.d.b.m. sich C. g) er. w. fehlt C. 6) b. d. t. hr. C. 5) u. st. a. deieselbigen felde C. 1) Von diesen weiss die Quelle nichts, die Geschütze hut Grunau hinzugefügt. 2) Otto de Bonsdorf Chron. v. Oliva S. 611. 3) Frater Hermannus commendator de Elbingo !. re. 4) Frater Albertus commendator de Gdanczk I. c. 5) Et alii multi de ordine dominorum viri sapientes et honesti. 2. c. 6) Chronik von Oliva 5. 611.
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*fol, 150b. *f01.1528.v 570 Luderus der homeister nıuhete®® unnd starb unnd. begraben wart), wie gesagt ist wordenn. Capitel V. 8 1. "Was da= neidische hertzen konnen erdencken, unnd von den buchsen. Ich habe obenen gesagt, wie ins kunigs höre buchsen waren, mit welchen er das volck niderlegte. So ist zu wissen, wie? ein edelman quam zu b. Werner von Orsellen dem homeister und bat umb den orden. Nach gewonheit der geistlichen er seinen convent darumb fragte. So war da bewegt, und er solt ein hurenkynndt sein, wann funff viertel iar nach dem tode seynes vattern er ward geborene, dabey seine mutter sint die zeit irer empfangung sie nirgent nit war» und auch nit von bette quam' und starb auch am tage der geburt*; von disem alle welt wol wuste!. Sich namen etliche hern® der sache an und es handelten", zum ersten mit den ertaten, unnd funden, wiee es muglich were, unndr ein fraw durch stette kranckheit mochte schwannger sein und gebören; disz der kay:er Heinrious III ein gezöugnus gab“, mit welchem gezeugnus er vor den homeister quam und sein convent", sunder* er wart von einem basz ausgericht, den! vom andern, damit er voller schandfleck muste weg reiten”. Diser, ausz was eingebung gott weiszt,* unnd er in" dise buchsen gosz, das zu der zeit wol gehort wart, sonnder* von vilen wie’ ungleublich gehaltev, damit man ausz buchsen solte thun®, das den hindennach unnd heut geschiet. Unnd also tet sich diser ver- stoszner rechen an den b. von Preussen und quam» wegk. a) Datumb m. 8. L. C.,d. b. fehlt A b)w.b.C. o)dafehlt Cc. dydesC. Jaft. e.c.d.C. f) da wart angezeygt, u. fchlt C. g) dan 0. w.g.C. h) d. w., die m. nach der z. empfahuug nye gesundt C. i) u. kam a. uye v. b. C. %) sondern st. im t. irer g. C. 1!) wunte x.w.C. nm)e.h.n.2C. n)h.e. C. 0) befunden, ds C. pdazC. gd.g.e.g.C. nu ce. kam C. s) aber C. t) alaz C. u)dse. mit schande phlag A. v) fol. 181 ist bei der Pagi- nirung in A fibergangen, es fehlt nichts, w) Diser g. i. d. b., das übrige fehlt C. x) aber C. p»ferC. z) das th. C. a) das den noch heuttiges tags thutt C., das dhenen hindensch n. lest A. b) zogk C.
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671 :8 2. Was böse mentschen eim mögen thun‘, so man sie nit straffte. Zu der zeit, alsz die b. in® Preussen so mechtig mit drey hören anff Polen zogen, sie quamen vor das schlos®e Nackil und es sturmpten®, wan in demselbigen schlos es geschach grosz übel® auff Preussen, und war ein wunder, das ein mentsch, alsz der heuptman da was, ein solchs‘ mochte verhenngen. Darumb die b. von Preussen® allen iren vleis darauf legten, unnd® sie in mochten haben und es im! verbieten. Iduch er werte sich umbs leben, überlenngst die b. waren im! zu starck, und er sich gab", und sie im da vorhiel- tenn® alle seine missethaten und sprachen: warumb er? einen solchen uncristliobenr jamer auf arme leut mocht“ stifften, wie dan offte ge- schehen were aufft wunderliche peynung® der gefangnen ausz Preassen. Er sprach: warumb solt ich* es nit thun, wan mir e8 "fol. 162b, nyemandt verbotten hat! unnd mich auch nyemandt darumb gestrafft hate, und so ich dan ein abgesagter feindt bin” gewesen der von Preussen von meins hern wegen”, ich meinen feinden* so we habe gethann, alsg ich gekunth habe, unnd ist mir leid, ich in nit kunthe mer thun?, solcher worte vi. Und die b. sprachen: was wurdestur uns thun, so du unns hettest gefanngen. Er sprach: damit ich mei- neın hern eine freude machte, ich wolt euch schentlich“ spissen lassen. Die bruder sprachen: so wir dich auch totten wollen®; er sprach: noch sterbe ich wie° ein getrewer seines‘ hern.*) 8 3. Wie die Littaw in die Marcke fieien und mordten mit anderm® schaden. ?) Wladislaus Looteka hette ein son Casymirus ‚mit namen‘, ders des koniges von Littaw tochter hette zu einem weibe. Disem wart a) than können, e. fehlt C. db) von C. c) schl. fehlt A. d) stumpten A, st. ©. C. e) dan von d. sch. gr. &.8.C. f)dere.n.C, g)v. Pr. fehlt c. h)das C. i)i.solehn C. k)i. wo.s.u. dasl.C. 1) n. worden i.d. br.C. m) u.ergabe.C. n) u.e.h. i.d.furl. 0) w e. doch ©. p) unchristen C. g) hette mogen ©. rn) durchC. s) pein C. t) danm.h.e.n. v. C. Wehnm.no.dgC. vynei.dbineafgC. w) umbmh wilnC. z)h.i.m.f.C, y) daz i. i.n. k. weher th. ©. z) woltestun 0. a) w.i. e. sch. C., i. wil schemplich, oe. fehlt A. b) s. wollen w. d. a. t. C. c) so st. i. doch alaz C, d) meynes C. e) m. grossem sch. C. f) C. ge- nandt ©. g) d. fehlt A,d.h.d.k.v. L.t. C. 1) Dusb, Supplem. c. 13 5. 317. 2) Miechow S. 207.
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*fol. 1538 *fol. 153b, 572 Polen befolen, Wladislaus der konig in der Podolis war im streitte, der son aber, damit er sich reehete am marggraffen Woldemyro* umb einnemung des lanudes von Pommern, er nam» zwelftausent ungleu- biger Littauen und liesz sie ziehen auf den marggrafen von Branden- burg* unnd sie im sein lant schentlichen verderbtene unnd vile kirchen verstorten®, in einer gie dem hochwierdigen sacrament Jhesu ein erschrockliche schmahe tetten®, von welcher‘ sich die erde auff teth und die verschlang, die so handeltene. Von weichem die andern zue rucket und kamen zu Casemiro unnd sagten, wie sie der cristen got geschendt hetten. Casemirus in gab! alle gefangne mentschen, unnd sie furten die* in Littsw, und da mit der zeit in irthumb unnd unglauben quamen!. Pen". Disz wart dem babst geolagt, unnd er vatter unnd son beraubter koniglicher ehere über Polen, sonnder sie nichts darauf gaben, wen Wladislaus der vatter war unschuldig und so es nit achter, der son war ein spottera und es belachter. Schaden*. Das volck aber der Littaw, die da waren auff den marggraffen gewesen, sie zuruckzogen unnd umb Lublin alles wegk namen, was da war, unnd so konig Wladislaum auch in den seinen verderbten.!) $ 4. Wie der homeister Luderus die Stolppe gewann. *Woldemirus der marggraf von Brandenburg hette das Stolbi- sche lannd verschriben einem panerherrn genant Belselaus von Geyslin an seinem solt umb in verdient‘. Diser Belsellaus war mit dem compter von Dantzig uneinsz umb etliche verlauffenen” paurn willen, unnd quame es so weit”, und“ der marggraff es’ dem homeister er- laubte, unnd er mochte in überziehen in kriegs weise. Und der pannerher sich mit den Stolpner werte* und dem orden gut volck abschlugen, damit? sie ınusten heimziehen. Von disem die Stolpner wurden hoffertig und die b. mit den iren lachten®. Von solchem b. a)d.es.a.m W.rCc. b)n.ec $Ju.ev.isch.sel.C. d)uzeas. v.k. C e) th. #. d.h. 2. oe. ©. schmacheit ©. f) umb welches willen C. g) u. verschluckte alle so damit b. ©, handiteten A. h) z. r. zogen C. i)g.i.C. kK)d.f.a.C. u. kamendaC. m) fehlt C. n) u 0.b.C. o)abere.g.n.d,danC. pu.a.e.n.C. q)e. man! A. r) u. verlachet os C. s) Dieser Absatz fehlt C. t) n.i. v. verschr. C. u) Besol von Geysslin C. v) verkaufnen A. w) u. kamen ».w.C. x)daz C. y)fehleC. z)daze i.m.i. kr. w.0.C. a) w.s. m.d.8t.C, b) dar C. ey in dem w. d. St. h. (hefftig A) u. verlachten d. br. m. d. i. C. 1) Für dia beiden leszten Absätze findet sich keine (elle.
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573 Luderus war bewegt und schickt b. Ditkerum her von Altenborg mit seer gutem voloke?, und erlaufit die stat Stolpe und nemen ein das ganntze Yanndte.!) Sie auf Sagaritz vom hoff des pannerhern ein seblos maurten und es starck machten‘, sie® darauff ein compter sataten, unnd disz war b. Ulrich Haugwitz unnd besessen das Stolpi- sche land bisz zu der zeit des homeisters b. Paul von Rusdorf. Zus der zeit alsz die ketzer- in Preussen waren, zu welcher zeit aucht die b. under ein ander ganntz zwitrechtig waren, zu diser zeit auch!* *fol. 154a. trunckne b. auff Sagaritz dem sohlosse bey der Stolpe waren und ge- meinlich den ganntzen tag im luder der tafernen lagen. Und quam ea, undk vile paurn waren, die ir pfluggetraid muszten bringen auff Sagaritz das schlos! und die paurn quamen und funden einen trunck- nen kernschreiber und disem sie das korn zu massen® und werden es im messen uneins. Nach vielen freveln und drutz unnd die pauren vom schreiber und straff dorfe und fallen sie doffeln(P), von denn Stol- pischen paur der schreiber wart erschlagen. Und die paurn sich be- dachten° und wusten, es wurd ir? halsz kosten, sie söhlossen zu das schlos®, der compter quam, er” echalt unnd fluchte, idoch er muszt* wegk. Die burger. von der stat! quamen und namen, was da war, und brachen das schloss auff die grundt“. Das worzeichen’ steet noch im walde. - Wie sich aber der homeister b. Conradt von Erlichhausen mit den furssten von Pommern umb disz vertrug, und der fursst das Stolpischen lanndt heut” innen helt“, weis’ ich itzunt® nit zu schreiben. ?) a) Darumb wart b. L. der hom. C. db) Oiterum h. v. Alleborg A, v. A. aus, m. 0. g. v.fhltC. e)u.n.—e. C. d)s.m.a.8. (Gayritz A) v. (vorn A). d. p. ©. sch.u.m.o.st.C. e)u. satzten C. S) U. fehlt A. g) eben z. C. bh) zur selbigen 2. d.b.u.o a, C. i)Daw.a.C. k)Da begab es wich, daz C. 1) v. p. m. i. pl. g. aufle sch. S. Ur. C. m) d.m.2.d.k z,u. fehlt C. ») so liest, wohl verderbt, A, in C nur: und nach vielen schelten und fluchen dos schreibers wart er von den Stolpischen pawrn erschlagen. 0) b. =. U. p) inen ir C. g)d. schl. zu CO. r) er fehlt C. »ım.e.C. t)v..d. Stolpe C. u) n. zerbrochen d. schl. in gr. C. v) wortseichen A. w) u. d. f. noch heut d. St. 1. C. x) hielt A. y) was A. z) itzt ©. 1) Duss der Darstellung Grunau's keine alte Quelle zu Grunde liegen kann, ergiebt sich aus ihrer Verkehrtheit. Das Gebiet von Stolpe verpfändeten 1326 die Herzöge von Ponmern auf 12 Jahre dem deuischen Orden, Ss. r. Pruss. I 716 n. 115. Quellen für Grunau waten die Worte der Chronik v. Oliva 5. 716 (612): illo teınpore, cum domini haberent terram Stolpensem et frater Ulricas de Hugwicz (s, unten) easet commendator in Stolpa. 2) Schon 1341 wurde »tolp vun den Pommern wieder eingelöst, Ss. 1 716 n. 115.
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*fol. 154b. *fol, 155a, 574 Capitel VI. 8 1. Wie Teodericus der her von Aldeborg homeister wart“. *Im jar 1335 auff assumpeionie Marie!) eilende umb mott der feinde die von Teutschen landen, von Lifflant und wa sie weren, die zu erwellung eines newen horneisters.gehoren, quemen ins capitel auf Marienburg mit grosser muhe unnd arbeit der veinde halben? und sie nach guttem ratte haben erwelt“ den vorsichtigen und adelichen‘ hern von seinen 4 schilten b. Theodorieus burggraven*® von Aldenburg zu einem general meister der b. des apitals zu Jhem- salem des ordens Sancte Marie Thheutschse hauses, und er war der 16. homeister seines ordens unnd ein? man vom 80 jarn, aber in allen sachen wolgeschickte. Und? er bauwete unser lieben frauen kireh auf dem schlos Marienburg mit dem hohen! thurme, under der kirchea Sanct Annen grufft, und disz solt sein das begrebnus der homeister*?) und sonnst gebornner bern, und darbey ein gotsacker vor den convent, und er starb zu Thorn und wart zum ersten gelegt wie ein ho- nieister in Sanot Annen grufft!. Sein grosscompter war b. Bartlome von Lompaw, sein mar- schalck b. Heinrich Duzemer, sein lantcompter* b. Valerianus von Hitten”, sein spitler b. Otio von Lauwingen», sein trappier b. Otto von Degenfelt, sein treseler b. Albertus von Nyderthor, sein oompan b. Heinrich von Buoloch°,?) und regierte mit vilen betruebnus ins dritte jar. 8 2. Von ursprung der gliden in Proussen.*) Diser homeister aus sonderlichem rate er satzte, unde in iglicher stat die tuchmacher, die fleischer, die vischer, die schuster, a) Von b. Theoderico burggraffen von Altenburgk dem XVI hoemeinster in Preussen C. b) kamen j.c.a.M. eyl.m. gr. m.u.n.d. f. h. d. hern a. D., von L. u. w. sie w., d. 2. erw. en b.g.C. o)h.sieeo.C. d) edelen C. e)b. fehlt C. N u.er were. Ü. g) war geschicht & h) u. fehlt C. i) holtznen C. k)d.h.b.C. I) we.h.i.8. A.gr.g.C. m) V. v. Hitten Lev p. 148, V. v. Hutten C, Walterinnus von Hetten A, Walter von Hetten L. D. VI 119. n) Loettris- gen C, L. A, Lawingen Leo 148, Lauwing L. D. VI 119. 0) Hohenlobe L. D. VI 119. p) near ine €. g) a. a. einem s. r, daz C. 1) Das Jahr aus der älteren .HMchronik c. 155. Ss. II 592, das Tagesdatum ist Zusalz. 2) Chron. v. Oliva Ss. V 615. 3) Von dieser Gebietigerliste is! nur der Murschall Heinrich Dusemer historisch, Numen-Codex 5. 8, den Grunas aus einer Urkunde von 1336 entnommen hut, wgl. unten zu Cap. VIII & 1. dieses Tractata. 4, Davon berichten die (uallen nichts.
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516 die schneider, die schmide, die brauer und® dise solten ire gemeine haben zu» ires hantwercks noth, wan es in noth tet“, und die busse der verseumung irer ordinacion fordern ader nemen, idoch solte die bussen nit? tretiten uber ein pfundt wachs nach cramer gewicht ader 1 scot Colmische firchen, und sie sollen dabey sein mit iren kertzen, so man von den iren ihemants begrabet®. Item sie sollen zu ein- ander legen und davon ein altar und priester halten. Von dien! dieselbigen gilden vil andere vermerung mit der zeit machen, und nu ein recht ist, und ag mentschen unverruckter ehre da inne miessen® sein, und gie es ein mal im jar mit dem getzencke und quose begehn loblich®, dann so kysen sie* einen eldermann, unnd'! der musz sie *fol. 155b. von dem seinen aushalten einen tag*. Sint der zeit auch etliche handtwereker mit wust! unnd wille eins= rats auch gilden gestifft haben unnd sein». $ 3. Wie sie muntze schlugen im lande in irem namen. ') Diser homeister auch muntze schluge” nach seins ordens privi- legien alse. Es wonte ein burger zu Torn Bernhard? Schilling ge- nannt der geburt von Lignitz. Diser bet ausz dem bergkwerk Niclas- dorfr umb 30 centner silber, von welchem er aus bevel des ho- meisters eine runde muntz schlug, dise von im den namen gewan®, und man sie schilling nante*, und noch heut der name pleibt“. Dise war so gestalt’: auf der eine seite war ein schilt mit eim creutze, wie” es furen die gemeinen bruder“, die umbschrift moneta dnorüs Prussie, auf der ander seite ein schilt mit eim oreutz, auff welchem ein elein schilt mit eim adler, wie in furt der homeister”, disz* umbschrift: frater® Teodericus ıngr, und war dicke, halb silber und galt sechs heller ader 4 firche. Der homeister es weiter setzte, und funfftzehen schilling sol ein fierding sein, sechtzig eine marck und* a) fehlt ©. b) und zn C. e)dane.t. i.n. C. d) eol (wiederholt) nit A. e)u.s m. vdid.b,».sionm.i.k.d.s,C. fı nach disem C, g) u. mpsten such (ebenso A) C. h) m. s. die bruderschaft i. ishre. m.d.g.n.g1.b.C, i)u. fehlt C. K) et.v.d.».a.h.C. I) be wust ©. m) de ©. n)n. a». fehlt C. 0) W. die b. in ihrem muntze schl. i. d. 1.C. p) schlug a. mi. ©. qQ) so C, Leo 148, L. D. VI 141, Lenhart A. r) Nisdorf A, fohlt Leo u. L. D. «) bekam v. |. d.n.C. ty) u.m.n.e. sch. C, n. m. =. sch. muntze A. u) u. bl. n. h. dieser n. C. v) in C ist die Reihenfolge der Seiten umgekehrt. w) die A. x) .d. g. b. fureten C. y) dominorum C. 2) w.i. d.h.f.C. a)dieC. bb. A. o)undh.s. ciber A)C. d)e. w.,dazC. 1, Die Werthlosigkeit dieses Abschnittes hat WVossherg, Geschichte der preussi- schen Münzen und Siegel S. &1 dargethan. *fol 1568.
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576 man solte sie vor gut nemen, wan* die Preussen wurden mit der Polnischen und Behmischen? muntz sehr betrogen. So schlug man auch heller auff Cristborg, der sechs so gut waren®, als ein schilling, welchs auch heute? gehalten wiert. 8 4. Von einer vermessenheit teuffel zu bannen In besessnen. In der zeit dises homeisters war zu Thorn ein priester her Heinrich Knotte genant. Diser sich vermasz* teuffel auszutreiben, und sie waren im gehorsam auf iren gewyn, wan‘ er furte nit ein leben mit diser begnattungs. Unnd est geschach, wie die priester ire begengknus hetten bey eim burger Niclas Rese mit dem quose. Under dem essen von gutem wein truncken sie wurden! redeselig und buben an, itzund disz und so das ander gedachten* und furten schentliche worte, in! welchem sich vil ergerten von weltlichen, die ire mitbruder weren und da bey in sossen, in welchem schenden plitzlich ein grausamer hundt under den tische quam geganngen®, von welchem sie alle erschracken und sich zeichneten®. Sor sprach der priester: o hundt, o du boser geist im hunde, ich dir gebiete* *fol. 156b. und: hebe dich wegk. : So” satzte sich der hundt nyder* und sprach mentschlich: sot du doch ein fromes leben furtest, ich solt mich nicht gerauen, und" ich dir muste sein’ gehorsam, sonder dein leben" ist nit geistlich, und du* dich doch ein solchen grossen gewalt underwindest’. Gedennck, und® es wiert got in kurtzen tagen ver- driessen, und ich‘ mit den meinen es* werden gelten. Der priester sprach: es fare, wie recht ist, sonnder® du verschwint, und er ver- schwant. Nach disem der priester nit got danckte, sonder er es der kraft seiner vielen worte zuteilte. Nach welchem er wart ge- nomen“ unnd wart® auf deu tisch geworffen, darnach auf die banncke, darnach auf die erde unnd da starb‘. Viele da® waren, die den corper nit wolten auf das geweichte graben, wan sie es erkanten#, umb lesterung gottes in got! getot hette. So war da ein jung a)danC. byB. u. P.C. ce) wose A. d)a.nochh.C. e)v.8.C. NdanC. g) nach d. begnadunge C. bh) es fehlt ©. i)w.2.C. k)soi.d.s.desa.g.C. ]) au C. m) wetten! A. vo) k. herfur g. C. o)u.2.5 C. p)DaC. gg.d.C. nDaC. os) m fehlt Cl. vwatl. a) solt m. n.g., dazC. v)einA,g.8.C. w) aber C, den, 1. fehlt A. x) du fehlt C. y)Ja ger. e understehest, ein fehlt ©. 2) O bedenck, u. fehlt C. a)es fehlt C. db) del. J)n.et.wt. 9)g.w.C. dw. fehlt C. fu. st. also C. g)dafehltC. hYdans.e. Cl. i)dari.g.ng. 1. willen c.
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577 priester und eoliasienbruder®, diser in begrubeb, sor gan der tode annd in erwurgte vor vielem volcked, Capitel VIL. 8 1. Wie der homeister Pelen einnam und es baute und besass.') Den b. waren komen soldener® unnd sonnst umb gottes willen raisiger gezeug‘, mit welchem sie auff und* zogen auff die Coyas*fol. 157a. und in Grosz Polen unnd es gewonnen: fusz vor fusz. Die b. wolten rechen iren schaden in gethann von den Polen!, sie zogen mit drey haufen unnd hetten es in 18 wochen alle inne. Der Polen niemanndt werte. Siek namen ein Altleslaw®) unnd darauf compter satzten! b. Reinhart von Schlingenaw®, sie namen ein Chruswitz”®) und darauf satzten comptor° b. Conrad von Eifeldt, sie namen ein und ge- wonnen Brischa,*) darauf sie satzten" den b. Columanum von New- kirchen, sie* gewonnen Conyn und da comptorem machten b. Con- radum Kolematzer‘, sie namen ein Cola und da zum compter machten" b. Heinrisum’ von Rodeburg, sie gewonnen Calisch, und da landtcompter wart” b. Friderich von Landisberg, sie namen eyn Syritz“ und da compter sie machten’ b. Otto von Straitteheym, sie gewonnen Landtschitz, und da wart compter b. Michel Leinyng:, sie nomen ein Ritzonysch?’) und do ein pfleger hin satztenn“. Auf Spilenberg sie ein voigt satzten und dise bemannnten sie. Die paurn musten sie bald umbgraben, und mit der zeit sie wurden aD. wrepr wj.cb.C. b)db.i.C. c)daC. d)u.e. i. zu lohne fur allem v.C. Ja.gek.C. Hazeugk C. g)a.d.C.z,a.nfeblic. he.eC. üWi.schr,ei.v.d, P. widerfsren C. k) die A. 1) u. s. d. zu einem C. m) Sohlingenhsus C. n) Cleuswitz A. 0) u, s.d,c. fehlt ©. p) n.e. u. fehlt C. g) Brischke ©. r) und e.d.C. se) u. eatzten darauf C. t) Calomanzir C, u) u.d. z. c. m. fehlt C. v) Hamyn! A. w) u.d.w.l.C. x) hwitz! A. y) u. satsten daranf C. z) Leyninger C. ») un. s. dahin e. pf. C. b) s. fehlt A. 1) Quelle für diesen Abschnitt ist die Chronik von Oliva S, 611 u. die ältere HMchronik c. 154 Ss. III 592. Die Namen der Comihure sind »dınmtlich von Grunau erfunden; beide Quellen erwähnen, dass Cujavien längere Zeit dem Orden unterworfen blieb, 2) Chron. v, Ol, u. HMchronik I, c. 3) Krawschewitz MMchronik, 4) Chron. von Oliva u. HMchronik. 6) Redszin HMchronik. Die übrigen Burgen sind Zusatz Grunau's, 97
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578 gemaurt*, und® der b. meynung war das lanndt vor den Polen zu *fol. 157b. behalten, und sie es auch tetten‘, sonnder* sie* kunten den Polen ir tag nie gut Teutsch lernen. Das land sie werlich lang zeit in- hielten‘, und umb gewalt und unrecht die underthann mit der zeit sich zum konige wurffen und die b. erschlugen® und die iren®. Die b. wol wider einzogen! unnd wolten stet unnd schlosser gewynnenk, sie kunden aber nit, wen zu irem schaden sie hetten sie! zu fest ver- graben unnd sie musten anderstwu® weren, und von disem verliesen® werd ich guch° me sagen zu seiner zeit. 8 2. Wie sich die Polen wolten rechen umb> dises einnomens.') Wladislaus der konig von Polen im verschuff? volck, wanr im der konig von Ungern hilff schickte, der konig ausz Littaw im auch schickte", und versamelten ein grosz volck* unnd bald nach ostern in die Masaw quam® unnd nimpt ein Dobryn das lanndt” unnd wil in Preussen, sonder der homeister mit dem lannde auff” unnd zeucht im entgegen mit aller macht“, und sie sich begriffenn zwischen zwe mechtigen seenY®), und war nichts verhannden, wan® der todt. So giengen die b. zue einander und sich berietten*: mit. diser zeit wirt’ es gescheen, unnd sinttemal® wir nun lantvolck! haben und wir ge- *fol. 1582. wynnen ader* verliesen, sie werden unns die unnsern erschlagen unnd so° ein wuest lanndt machen, unnd denne unser fynde nit mogen bestreitten‘, wir wollen sehen, mochten wir die schlachtung ver- hindern; unnd namen vier wochen ein beyfriede auff. Inwendig diser zeit es geschachyn von den frawen in Preussen, die menner im streite weren, grosz gelubdtnus und innigheits, von welchem got es fueget?, und! die bede herm alsz der konig von Polen und der ho- meister zuk Preussen wurden es eins!, unnd der kayser unnd der ®,)n. w.m.d.2g.C. b)danC. o)feblt A. Yyu.s.t.e.a.C. JebrC. Hai bk.ew.l.2i.C. g)e.d.u.z. km. d. 2. schlugen u. ermordten d. b. C. h) u. d. ibrigen C. i) 2. w. wieder e. ©. k) wieder einnehmen C. 1) sich A,d.s.h.e.2.i.sch.(l. m)wı m. a andern ortten w. C. n) witzen! A. o) fehlt C. p) von wegen C. gq) versamlete ihm C. r) dam C. a) sch. 1. 2.C. t) u. brachten e. gr. v. zu wegen C. n)zogeri.d.M.C. v)u.nsımD.d. Les C. w) aber d. h. macht sich a. C. x) m. a.m. ©. CO. y) und kamen zw. 2 grossen s.C. =) alas C. a) b.s. C. b) wart A. c) daz, weil C. d) nur lauter A. e) also C. f) als dan m. wir u. f. (fybde A) n. gestrieten C. g) in d. x. geschach v. fr. i. Pr. ein gr. g. n. i., die ihre i. ın. str. hetten C. h) umb welchs willen e. g. f.C. i) das C. k)aus C. ]) eine w., 6 fehlt C, 1) Chronik von Oliva S, 611. 612, 3) Inter duos lavus eb.
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579 konig wen "Brett: solkeh: as erkemnans,. welsker ‚dem: andark unrecht were, unnd dieser sobt "gboretten: ‚ummd gneg: tinin,. und wies dab versigelt ein beyfriede, und zogen so. heim ungeschlagen® unnd sehick- _ tin ausz ire botten die sach zu erkennen“. In diser zeit starb..‚Wie-: disisus der konig,') und die b. mit dem reich verneuerten den fride mit der underscheidt einem iglichen teil seiner rechten hanndlung one schadenn. : Ban $ 3. Von einer warnung von Marien irem diener gethan. Zu diser zeit Ludovicus zu Ungern konige war unnd‘ .diser sehickte zu hilffe dem konig von Polen auf die vorgenante *herfart« *fol. 158b. Wilhelm den graffen zu® Zilien mit drey tausent man. Dieser Wil- heimus ein dienner Marien war!, darumb Maria entschin im und sprach: warumb zeuchstu auff cristenblut zu vergiessen.?) Er sprach!: o gmedigste iungkfrau, ich umb meiner gutter willen meinem konige musz gehorsam sein”, und der hat mich heissen ziehen. Und sie sprach: kere umb, es solt kein blut vergossen werden, wann® die b. sein umb irer sunde willen erschlagennr, unnd den Polen umb irer 'sunde willen ir landt verderbt, unnd sie sich bessern werden, darnach aber new sunden ire straff werden fordern. Im morgen er dem volck ansagte, wie” er wolt zuruckziehen, sie solten auch wen- den. So’ wolt das volck nit und machten in ein heuptman und quamen* zum konige von Polen. Graff Wilhelm half Maria sonnderlichen, damit“ er dem tode entgienng, wann auf dem Ungerischen Rackysch?) er wart angezogen wie ein verretter”, das er war widerkart”, idoch mit der zeit es wart verricht*, sint dem und’ sie sich nit geschlagen hetten. a)dasesd.k.n.k.v.U.eork.C. b)aldaC, c)u.h.C. d)n. sch. b. ibre sachen 3, e.C. e) k. z. Hungarn C. f) u. fehlt C. g) herff zeitl A. b)vonC. i)w.e.d.M.C. k) Mr rien A, d. ersch. i.M. C, 1) e. spr. fehlt C. m)i.m.m.g.w.m.k.g.=.C. n) u. fehltC. 0) dan €. p) in C erstorben anegestr. q) new etr. f. w. ©. r) Des morgens n. e, d v.,dazC. s) Da C. t) zogen C. u) M.h. gr. W. 0, daz ©. v)danera.d. U. Ragkich w. erw. c.v.2.0. w).d.e. wk. werC. x)i.w(warA)em.d.xv.C. y)nschd,, n. fehlt C. 1) Chronik von Oliva 5. 612. 2) Diese Vision nach Dusb, Supplem, c. 18 5. 218. 8) rokosz poln. Aufruhr, Empörung, gr
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580 8 4. Von einer totten frawen und begraben, und wart doch“ x anderstwa wider lebendig gefanden?. "fol. 159. *Zu der zeit der homeistereie alsz Theodorieus der homeister het Polen eingenomen, zum Culme wart kranck und lang lag eine edle fraw des geruchtes gott®, wann man ir fromigheit wuste. Dise starb unnd wart von den juden® begraben, unnd wie es quam got weist, der compter von der Mewa sie fandt bey Dantske am weg sitzen, unnd alsz er wol wuste, obs die! tot war, und auch wol kantte, er sich verwunderte, damit sy da sasz. Sie sprach: ich weisz, wie schwerlich ich krannck lag, sonnder wie ich gestorben unnd begraben bin, da waisz ich nichts umb, das ich aber bin gefurt worden in die pein beschawig der eurn, es mir wol wissentlioh ist. Von disem wolt der compter wissen und sie weitter underfragte, sie sprach: ich hab den und den b. gesehen, und sie nannte und sy zetter unnd immer whe umb des unschuldigen bluts vergiessen ausz den neyde der b. auff die Polen, unnd sag° auch do den und den b. werffen in die filamen, etliche wuste der compter, wie sie todt weren, etliche auch nit, und die hetten gesagt, fraw gehet hin, saget disz an unsern b., sie mussen hieher, es stee an, wie lanng es mag, waun der neydt auff Polen, die oristen sint, disz fordert, und solcher *fol. 159b. rede viel. Der compter furte die* fraw auf die Meuwas unnd schrieb vilen comptoren, unnd sie quamen und wolten dise sehen, sonnder ir wortte gefullen in nit, und man mag sie anziehen uber ein himel- porten‘, unnd sie die comptores liessen vorburnen, wann sie sagte auch, wie die b. umb dises neydes willen solten verliesen leib und gutt.‘) s) durch A. b) In C steht nur folgender Anszug aus diesem Paragraphen: bie volget. wie ein gestorbene edele fraw von Colın bey Dantzk durch den oompthur von der Mewe gefunden am wege sitzen, die ihm vil von seyner b. peyne gesagt und hernacher such vor vielem gethen, denen sis angezeygt, das sie umb ihres neydt willen leib und gutt verlieren wurden, daramb asch in die peyne komen, sie aber hotten sie für eine hirnepryttin gehalten und verbrandt. c) so liest A, beide Stellen scheinen verderbt, statt juden ist wohl ihren zu lesen. d) sie A. e) sagt A. f) anziehen ist wohl aus ansehen, himelporten aus hirnepryttin (vgl. C) corrumpirt. 1) Die Quelle dieser Wundererzählung waren die Ann. Thorun. In dem wm erhaltenen Ezemplar findet sie sich zwar nicht mehr, wohl aber bei Deimar Ss. III 70, 71, der ebenfalls die Thorner Annalen benutzte. Grunau hat die Geschichte ia saner tendenziösen Manier erweitert,
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581 ‘ Capitel VII. $ 1. Wie volck* in Preussen quam umb Marien willen, und sie: zogen In Littaw. Es quamen in Preussen umb Marien willenn zu Theodorioo dem homeister im namen die heidnische Littaw den coristen unnder- thaın zu machen, wen Gedemino der konig het den in‘ Lifflandt durch seinen son Gwaligotto° ein mechtigen selisden‘ gethan; da war Ludwig, der graff von Baden, Philip der graff von Nähmens, Budol- phus und Paulus graff zu Hennenberg, Otwart graff von Mantsi!, Johaun her von Rippenstert, Otto von Bergaw und Heinrich sein son von Aronten*, Andreas von Dobrogast!, Arnolphus graff von Vieraden, Conradus freyberr von Eschenaw“, Winmarus von Grymmingen®, Fry- derich von .Colampna°,. und Cristof ‚Monnoh von Baselr. Dise alle hetten viel ander hern mit in unnd gut volck achtausent* unnd sie *fol. 1608, logene zu Konnsberg und umbher, unnd’ es war nit wynther*, damitt sie in Littaw weren gezogen. Sie tetten eins, unnd sie" legten zu hauffe und stifften Sanet Jergen spital und kauften darzu gutte zinsse.‘) So” gab got nach liechtmessen ein solchen harten wynter, damit” sie in Littaw quamen unnd gewonnen Pileyno stat unnd schlos, aber mit irem mercklichen schadenn, unnd geschach also. Die forssten und grafen pliben in Preussen bey dem homeister, sonnst das ander volck mit dem marschalck b. Heinrich zoch vor Pyleinox.°) Pyleino in sich hette” des koniges hausfraw unnd cleine kynder von Littaw unnd war seer feste, wan" es war ein bolwerck® von ganntzen &) ein gross v. C. b) . fehlt C. c)in A von anderer Hand am Rande: anno 1889 ut Cromerus. d) zu C. e) Bwalegoto C, Gwalogette L. D. VI 199. fj grossen sch., e. fehlt C. ©) Wohsm A eb. L. D. VI 190. h) grafien von C. ij) Otnyart gr. v. Mas A. k)u.....H. r. &. C,, Ottenten A =. L. D. VI 130. 1) Luderns v. Dobergast A n. L. D. m) Eschaw A u.L.D. a) Gymmyngen A, Böningen L. D. 0) Tolmapan A u.L. D. p) Bifel A, Bisen L. D. q) zie aogen A. r) dan (). ») wynndt A. t) das. u). fohlt ©. v) DaC. wIdesC. z)v.P..C. y) P. feblt A, h. i. =. C. =) hulwerek A, polwerck C, 1) Diese Angabe beruht auf einer Urkunde. 1336 proxima feris quints ante festum besti Gregorii (6. Märs) Königsberg, beurkundet der Ordensmarschall Heinrich Dusemer (s. oben S, 574, Anm. 3), dass die in der Studi Königsberg anwesenden fremden Ritter und Edle in der St. Georgskirche einen Altar gegründet und mit 13 Mark dotirt haben. Zeugen: Ludwig Markgraf von Brandenburg (bei Gr. Graf von Baden), Philipp Graf von Amen (Namen), Johann und Hermann Grafen von Flennenberg (Hu- dolphus und Paulus Gr.), Wilhehn de Rubo, Heinrich von S. Anton (Aronten Gr.), Johann von Eckerich (Conradus Freyherr von Eschenaw), Heinrich Mönch (Cristof Monnch von Basel). Das Original dieser Urkunde befindet sich im Königsberger Stadt- archiv, 3) Alischow S. 234.
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*fol. 160b. *fol. 161a. 582 ronen 83 spannen hoch und 52 dicke, es het umb sich einen graben 26 schuch dieff, 50 breit und gut volck. Die b. nach irer weise sturmpten* und mit volcke sie die graben erfilleten unnd schier alle verwunth. In solchem sie musten® abtretten. So war da@ ein ritter Werner von Rondorff und® diser hette dreissig gutter schutze under im. Sof nam er zehen schock seiner pfeil und schos die an under- lasz ius schlos, und got gab, und es wart bormnendes und* auch im grundt brantte mit allem, was da wart, unnd das volck, was! da war, quamk wider gen Preussen mit! wenig freudenn. H ı bi Ad rt. t „ ı.: hi AO ' an 5 ‚$ 2. Wie sie mit den von Lifflanndt auff Samayten zogen und von irem glucke.') Die b. ausz Lifflandt und die b. ausz Preussen machten ein anschlag auff die Samayten, unnd ein iglich hörr” griff an in sonnder- heit die feinde. So° war b. Heinrich Thuzemer marschalck auf mit zweintzig b. und dreytausent man, wan in war zu wasser hulff komen, und kamen? vor Pystewoy, da Godominus der konig selber war mit grossem volck. 80° hetten die b. mitte drey buchse, die sie den Polen hetten genomen, dise sie furten" fornnen an der spitze unnd zogen fusz vor fusz auff den konig zu. Der konig sach, wie ir wenig waren, er eylte mit hauffen® auf sie, und die b. teilten sich unnd lassen eine buchse gehn, unnd sie truft und* die annder auch unnd die dritte baszı, So waren sie des ungewonndt’ und sie” meinten, ir gott Perkyno stritte mit dem donner wider sie, und sie namen* die flucht mit irem konige, die br gewonnen Pistowoy. *In eim® andern ortt man schickte* b. Ulrich von Byntenheim mit im zweintzig b. unnd dreytausent manb, und sie ubeten® grossen iamer mit: morden, darumb der bayor Mydoyo unnd er die b. mech- tigen schlug‘, und® sie musten die flucht nemen! aufl' ein wuste Yst.n.i.w.C. bu erfull.d.g.m.v.C. )m8»C dD.wC eu. fell. f) Da C. g) daz e. brennende w. C, ueWw. bornnen A, h) u. verbr. a.m. 3. w.d. w. in gr. C. iD) das C. k) zogen C. ]) aber m. C. m) theil C. n) gr. d. f. sunderlich a. C. 0) Da C. p) zogen C. Q)dr. b. m. sichC. r) f. ». C. s) gantzen h. C. t) u. fehlt C. u. d. trifft besser C. v) Sie w. dis u.CO. w)s. fehlt C. x) u. gaben C. y)undd.b.C,p. A. xJaneinen C. a)s. m. C, b) «mc, A. u. L, D. VI 134. dreyt. c) thotten C. d)d.d. b.M.d. b. seer schl. C. e) das C. D gebesC. 1) Dieser und der folgende Paragraph sind uus den (uellen nicht zu belegen
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6583 sohlos, unnd sie sioh davon werten®, so beste sie kunden. So° quam der stille freitag, unnd die b. ubeten ir-andacht im leiden Jhesu unnd s0 ir panner mit dem bilde Jhesu ausz hetten gestackt. Indem s0* quamen die wngleubigen unnd gienngen an ein sturme‘. Im stormen hat der herr Jhesuss vor sie gestritten, wan von dem bilde Jhesu gienngen feurige pfeile unnder die feinde, und sie wurden totlich verwunth und sie! musten weichen, unnd die b. quamen* heim. $ 3. Wie ein bruder den andern erloszte durch seln gebet vom tode!. In diser reyse am dritten orth war b. Alexander von Frischbronen compter auff Rangnitta und er thet ein anschlag unnd war daruber wol geschlagen, und im wart abgefangen b. Bruno von Westerberg. Umb dises willen der compter got unnd Marien bath, damit sie ime den b. zufiegte lebendig, unnd also funf gantze tag knyete unnd bette, Im 6. tag fiel die maur ader das bolwerck umb vom engel* umbge- *fol. 161b. schlagenn, unnd die b. lieffen frey ein, sonnder es war in verbotten, unnd man solt niemants totten, die gefangen sie erloszten und quamen heim mit wenig freuden und sie gedachten vil mal an die wortte, und umb neydes willen sie wurden geben leib und gut, wan sie tetien vil anschleg, unnd wenig gluck darin ‚hetten, von allem zu sagen, es wer iamerlich und langkweilig zu schreiben. Capitel K. 8 1. Wie die bruder ir unglick clagten, und sie sich tetten rechen®. Der homeister sein not schrib® in Teutschlant umb hulff und sich hochlich beolagte° der gewalt der Littawen, und im quam volck, wan? es war zu der zeit, wer@ in Preussen umb Marien gestritten a) u. sie w.8.d.C. b)aufisbate C. c)DaC. dyu.hb.i.pmdbd.a.C oe fehlt C. f) u. fingen a. zusturmen C. g)i. st. fehlt, d.h. J. h.C. h) dan i.d. sturmen g. v. d. b. I. f. pf. auff d.1.C. i) fehlt C. k) zogen C. 1) Dieson Paragraphen übergeht C und giebt our einen Auszug: alhie volget sin fabula von eynem brader, der den andern REG hette, m)r.t.0©. n)schr.s.n.C. o)u.b.e.h.C. p)danC. q)derO. !
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*fol. 162a. 584 hat", der war adelicher, dann ein ander. Darumb so quam Wilhelm marggraff zu Merhern, Heinrich hertzog von Bayren, ader nit der wolt kayser .sein,‘) Bonslaus furst von Rugen, Rugerus graff von Heynau, Adolphus. graf von Landisberg, Gotfridus her von? Obenberg, Eberhardus graff von Zinnenburch®, Israhel her von. Beamont, Gerhart %er von Groningen‘, Arnolphuss her von Bolland, Dietteriea unnd Daniel®. gebrueder freyritter von Ellem.?) Dise von gutem adel und knechten hetten ein hör und! zehen tausent mannen* zu rosz und zu fusz, unnd sie waren alle versamelt zu Konigsberg auff* Martini, und damit got mit in were, sie legten zu hauf ein gelt! und kaufften ein zinsz auf einer mole, von welchem zinusz man solte halten dienner”, damit alle tag ein fruemesse wurde gesungen? von Marien zu ewigen zeitten, und die thumhern solten es in irer kirche ver- sorgen, welche messe noch heut zu tag wiert gehalten.) Do gab’ got einen guten winter, und die b. zogen, wier sie wolten, sy ge- wonnen? gantz Samayten, Littaw und Underlittaw halb und die heiden den b. gehorsam machten”. Damit aber der farsst von Bayren in Preussen im* ein gedecht- nus liesze, zu einer befestigung des lanndes an das wasser Wolyna er baute‘ ein schlos und nante es Bayrsberg‘) unnd es wol be- mannete“. Vor disem schlosz es” bliben drey tausent Littaw und kunden sie” es nit gewynnen. Alsz nun Samayten, Letten und ein grosz teil des lanndes Underlittaw* der b. war, und es besatztenY, sie quamen* wider gen Preussen und ir viele gewanen den orden*, wann’ ‚die b. waren hern über lannde hundert meil brait und lanng®, von a)g.b. u. M, willen C. b) sis C. co) aber n. d.daC. d) v. fehlt ©. e) Erhardas (v. fehlt A) Zeienburg Au. L. D. VI186. f) Grymingen A, Grüniugen L.D. ge) oA. D., Aroldus C. b) so Au. L. D., Psul C. i) von C,u.A.u.L.D. k) fehlt A., umb L. .s.egz2.b.C. m)s..m.d.h.C. n)daza.t.f.m.g.w.C. 0)D.g.fehlt A. p) wo undg.©. Dn.m.d.h.d.b.g.C. s)i. fehlt A. t) b.e. ce. schl.2.b. d. 1.a. d. w. W. nube w.C. v)efehltC. we. fehlt C. x)gr.t. von .C. y)b.2.e.C. z) zogen . a) u. v. kamen in d.o.C. Wdant. lub. C. v L. t 4 gr. u. D. c g c. c l) non ille ogoupatpr imperii Chromk von Oliva S. 618. Den Vornamen Heinrich geben die Ann, Thorm. Ss. 11] 72. 2) Von allen diesen Namen sind nur die Grafen von Hennegau (Heynaw) und Beaumont (Beamont) aus preussischen: Quellen nachzuweisen. Sie werden von Gras den Thorner Annalen entlehnt sein, finden sich ‘zwar in dem erhalienen Auseug derselben nicht, aber bei: Deimar, Bs. III 72. 3) Die Frühmesse im Dom zu Königsberg stiftete, wie Grunau selbst im 9. Tract, $5, 395 angegeben hat, Bischof Johann Il Saalfeld von Samland im Jahre 1421 von den Einkünften des Lehnguts Molleynen, welches Gr. schon an jener Stelle (s. S. 395 Anm, 2.) mit einer Mühle verwechselt. 4) Chronik von Oliva 5, 613.
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585 den Teutseben sie wurden verhalten®, von® den ungleubigea und iren feinden geforcht. Die furssten quamen* heim*, die b. aber regirten‘ *fol. 162b. ir gewennen lsndt mit ernst*, damit man 'sie furshten solte‘. 8 2. Wie die b auss etlichen stetten in Folen Ya E ar wurden. y 5 et Unnd disz von anbegin ‘der ‘b. weise "wars, unnd sie me von iren ünderthannen wolten geforcht sein, umb des willen sie streng und muttig gen sie waren!. Mit diser weisz die b. verloren? gunst und gut ih Polen, 'nemlich die burger von Syritz!, von® Lontze, von Cola, von® Conyn es eins wurden®, und die b. auf einen tag an- giengen und sie die b. erschlugenr, die da nit entlieffen. Und so“ sie feste stette unnd schlosser hetten, sy stalten" sich zur were, wan® die b. zu irem unglick überheupt sie! eylten, dainit® in seer kurtzer zeit die stet unnd schlosser wurden gemaurt und befestiget”. Der homeister satzt elff tausent man gen Siritz, wan disz ehe das an- heben war”, und sie gewonnen die stat am abendt Mathei, und die burger waren im prediger closter, ausz welchem sie sich wertten und in der nacht sie quomen wegk“, darumb die b. namenY 'ansz dem closter, ‘was da war, und es in die grundt verbranten®, die stat sie auch verwusteten*, und wolten umbziehen und thuen auch den ann- dern also, wan sie da zweyfelten ane°, ob sie durch den spruch Polen ‘wurden *behalten“. Die burger mit eim hauffe scheicke sich #fol, 163. versamelten®, der heuptman war Colderosky, one des konigs wust und wille, wie es bewert wart, unnd sie traffen mit den b. vor eim ge- sumpe, welchs itzant vilen’ von den b. durchzogen warens, und Polen von hinden und fornen quamen und sie darnider legten*, auf! wenig aus genomen. Nach disem die b. ander volck in Polen schicktenk, unnd dise lagen in des bischofs gutter von! Wladielau und sie &) w. s. wol geh. C. db) nnd v. CO. co) zogen C. d) begerten A. e) erste A. Na f.C. g) war v.a.d. br. w.O. h)a. fehlt A, daz sio seer C. i) waren s. str. C. k)v. d. br. C. l) Gawicz A. m) v. fehl ©. n) mad Conyn C. o)w.ae.C. p)n.#. allee. C. gq) u. dieweil C. rs) st. sieC. s) danC. t) sehr C. u)desC. v)b. u.g. ©. w) dan dieselbigen burger die anfenger waren O. x) u. zogm i.d.n. w.C. y)n.d.br.C. s)u.v.e.i.dengr. 0. e)v.s. a. C. b) u. d. a. auch also th. C. 0) dans. zw. daran C. d) w.P.b. C. e) v.s. m. e, h. sch. ce D vil C. ge) worden C. 1) u. da kamen die P. h. u. v. u. erschlugen s. alle C. i) a. fehlt C. %) sch. d. b. ©. 1) fehlt A. 1) Dieser Abschnitt entbehrt der Begründung.
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586 ganıtz verderbten® und so da lagen® uund nit weiter zogen, wan® man het gemeint, und :der konig von Polen solt disz getriben haben, und man hatte sich versehen®, ur solte' sein in Preussen geruckt‘, sonnder® es war nichts dar ane. $ 3. Wie Mathias der bischoff von der Coya den orden byen? drey jar lanng. Der bischoff von der Coya ader von! Wladiszla clagte sich genn homeister*, wie im seiner kirchengutter verderbt wurden, wider got und recht. . Der homeister und seine b. ein unredlich antwurt gaben!, darımb der bischoff auf und erlangte richter Janusium den ertz- bischoff= von Gnysen, Domaratum® den bischoff von Posonaw° und den abt Nicolaum von der Mogyle.‘) Dise gesatzte richter vom babste quamen zu hauffe gen Landtsche und dahin luden® den ho- *fol. 163b. meister* mit den sechs eltesten brudern im lannde dem bischoff ant- wurt zu geben sine appellacione. Der homeister schickte Albertum Neuhoff doctorem und thumherr zue Marienwerder?) zu in alsz seinen procuratorem ‚unnd liesz appellieren, wann® die sache trifft‘ die Polen an, und die richter auch Polen weren®, und die bevelung wer ver- dechtig, wan’ sie. vorbotten die appelacion. Die vorgenanten richter hielten”: sich irer commission und sie damnirten* den ordenn, er’ solt dem, capitel von Wladislaw geben vor gethanen schaden 60 tau- sent Polnische marck® unnd solt im einreumen seine eingenomen* gutier, und das: solt gescheen inwendig vier wochend, So quam es, unnd die b. ausz disem das gespotte triben® und wolten der sachen keine thun. Darumb die vorgenantte? judices tetten in den bann den homeister und seinen rat°. In disem banne die b. sich ungehor- 3uv.e8C bYuld,sfeltl. Ja.2.n.w,danl. dyu.d.kvr.P.d.e h.g. 0. e) u.ım. huthe. vor im ser A. fa. g. C. g) aber C. h) bannete ©. bey! A, i) fehlt C. k)eg.d.h. bekl.C. 1) g.ine. u.a. C. m) Janisenm d. bischoff A. n) Permoracam A, Demorsoum CO. 0) Piotzaw A. p) tragil! A. q) 1. d. C. r) seine appellaciom A. s) dan C. t traf C. n)sow.d.r.a.P.C. v) dan Ü. w) verhielten C. x) da murten! A, y)dase. C. 2) für den g. sch. 60000 P. m. g. C. a) eigenthume A. b) u. disz s. innerhalb v. w. g.C. c) Aber d. b. tr. hieraus d. g. O. d) vorigen A. e)d.t.d vr. j.d.henb.u.n.r.1.b,. C. 1) Diese drei Prälaten kannte Grunaufjaus !Miechow 5. 206, woselbst sie aber als Richter in dem Process Polens gegen den_Ordenjvon 131920 Kerschiinm. Den Bann des Bischofs von Leslau erwähnt Miechow S 217, aber aus anderen Gründen, 2) Als Ordensprocurator nennt Mischow S. 206 Siegfried von Papau.
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587 samlich verhielten: und schaden teten. Die Polen aber dise skahen? in iasttumentem satzten, gleieh wie sie vor auch gethann heiten, unnd schickten sie in die schulen der juristen, :und sein iglioker dooter dar- auff schrib° sein gutduncken, disz die Polen wol bewarten®. $ 4 Wia dise:. aach vorsicht wart und der homelsser gtarb.') In! diser veraebtung des. bannes die b,*. erlanngtens ein bosz *fol. 164a. geruchte. . Diez erbarmte sich Carolus konig Johanns son von Behmen, welcher Carolus marggraff zu Brandenburg wer, und er mit gelet quam® durch Polen gen Thorn in Preussen. Zue im quam der homeister Teodericus, und Carolus! die sache verrichte, damit das espitel von Wladislau oontent war und verwilligte in die absolucign. Nach disem der homeister zu Thoru plitzlich kranck wartk ie einer nacht, baldt er rufte! den groszcompter zu der zeit b. Ludol- phum Konig. und in mit andern hern zum marggraffen schickte, und er quam, und so zog” sich der, homeister an und sasz auff seim bette und dem marggrafen danckte vor seine muhe und der worte vile und sohon machte. Zum letzten sprach er“: erlauchter furst, und° ich mich besorge?, wa erst mein wyrdiger orden wiert? not leiden, unnd ime hilff von notten wirt sein’, darumb. ich in euch unnd Marien be- fell’, unnd solcher wortte vile. Und der homeister im morgen starb* unnd durch marggraff Carolum er wart" auf Marienborg beleitet. Nach disem er quam” mit leide heim.) .: Regennt". Das laandt zu Preussen regiert. b. .Carolus* von Schwartzborg und ar war seer ein ernster’ man,?) darumb fulen* auch &) hilten ». d. b. ungeburlich u. t. es. C. b) D. P. alles. C. c) achr. d.C. d) d. vew.d.P.w.C. 0deO. NAusO. g) e.d.db.C. N) u. eo. zog m. geleite O, m. gebet A. DC. fehlt A,0u.C.v.d.eC. k) w.d.h. 5 T. plötal. kr. 0, Yr.eC. m) u. fehlt, da C, 2) fehlt A. 0) u. fehlt C. p)i.b.m.C. ynmw.m.w.oC. Dumi.w.h.v.n.eC. o) b. i.in e., d. fehlt C. st. d, m. ©. u)u. w. d.m. 0. C. v) N. solchem zog e. C. w) fehlt 0. x) Oarolus A. g. L. D. VI 148. Conradus .C, uad Leo 148. y) e. 8. e. C. z) erfulen A, äellen C.. ; 1) Chronik von Olva S. 615. 2) Diese Details stammen eus der Chronik von Oliva I. c. 3) Ihn fügt Grunau eigenmäcktig ein.
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588 *fol, 164b. etzliche* oompthereyampter* abe in Polen. Die b. noch der konig namen sich der sache an®, sonnder sie wolten es erlindern®, idoch die b. im selber ra verlorenn. Capitel X. 81. Von elm newen könlg von Littaw und seiner handlung. ') Gedemino der konig von Littaw versamelt alle seine bayoren auff Schmalintzky° und sprach also: lieben getrewen, nempt war, unnd? ich eur konig bin gewesen mit eurm aller willen, so hab ich wich beflissen, und ich unser reich hets wolt meren mit eur hilf, sonnder* es ist in der warheit verwenigert!', wan wir es verlorenk haben hundert meyl lang und breitt. Ich mag sprechen, unnd? die b. von Preussen und von Lifflandt! uns entpfrembt uber zweimal hundert tausennt personen”, unnd all mein anschlag mit in ist mire zueruckeganngen. So dan ein mentsch me glick hat dann® der ander, vielleicht es mein schult ist?, so geb ich euch auf das konig- reich, irwelt einen von meinen kyndern, ich getrawe zu unsern götten, und sie" im beystandt tbun werden. Darumb ich euch uberantwurte meinen son Örmannowit, nempt war, er ist der, der mit eur menlichin ritterschafft die Tatter zue* drey mal nidergelegt hat, durch welchen ich” glaube, unser blut an den b. wiert gerochen *fol. 1658. werden, unnd solche wortte vil. Nach disem die Littauen* alle unnd kronten in zu einem konige” uber sich unnd sich verschwuren feinde zue sein“ unnd zu’sterbenn der b. vonn’ Preussen und von Lifflandt. Kynnder* Diser Ormannowit hette zwen brader Algardo und Kinstote, und disen Gedeminus die lannd teilte“, damit sie wussten, was sie solten haben. Nach seinem tode Ormannowit verhilt sein bruder und er het° ein solchen gehorsam, damit? wan er sprach zue a) compter irem ampt A, commendatores L. D. VI 142, eommendse Leo 148. b).d. b. aber n.d. k.n.e.d. s. nicht a. C. c) erbarren C. d)i.g. ihnen d. b. 0. C. e) Smolentsky C. 1) das C. g) b. in A übergeschrieben. h) aber ©. i) vernigtert A. k) dan w. h. e.v.C. Dam Iflendt C. m) uns u. 800000 p. e. C. n)i.mirm.i.C. oJalsC. pJr.i.e.m.sch.C. Je andern C. r).n. gott, dazer C. s) uw. i.e. OÖ. t) fehlt C. u)erobert C. v) als i.C. w) kr. I. d. L.C. x) schweren! A. y) zu C. z)k. fehlt C. a) t.@.d.1.0. b)dasC. c) hielt A. 1) Dieser und der nächste Paragraph sind nicht quellenmässig zu belegen,
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589 seim underthann, sie hin und totte dich, wann® du hast .den..tot ver- dienat, unnd er eg auch tet von stund and. 8 2. Wie die Littawer tributarli: wurden dem homelster. Gedemino der konig starb, und Ormannowit wolt im ein namen machen, alss er nu wuszte, wie in Preussen kein homeister war, er sehickte? ein hauffen mit Wiczilo nach Rangnit, unnd die erwurgten b. Theobaldus von Poberitz coinpter auf Rangnita unnd b. Bebo von Transden von der Tilze heuptman auf der jagt*. Ungelungf. Eymene andern hauffen sie auszrichten® und die solten sagen, sid wolten in die Masaw, sonder! sie quamen bei Drin- gefort* ein und mechtigenn schaden tetten!* unnd mit grausamen "fol. 165b. guttern heim quemen®, Rechung*. Die b. sich verssmelten® und wolten mit maohte ein, wan? Ormannowit der konigt hat wider eingenomen alle landt von Littaw unnd Samayten’. So® gieng der konig mit Algardo unnd Kinstoto seinem bruder zu ratte, damit* sie das lanndt mochten wider® bawen und nit ganntz in den” grundt verderbt wurden, sie wolten” den b. ein tribut geben unnd sicheren fride vier ja. Die b., ausz was meinung got weist’, und sie in zusagten fride* umb iren tribut, wann die b. sich vor den Polen forchten* unnd irem hanndel. - 8 3. Von eim zartlichen korhern auff Konsberg>. Teodericus der homeister het an seinem hoff ein wolgeschickten jungen jungling von frommen sonder armen leutten geborn. Diser war in vilen sachen gebraucht, unnd er es weislich auszrichte, und es quam, wie er zog in den Teutschen orden, und man machte in zum obersten korhern. In dieser ehre der gute man so zierlich war, damit man gemeint hette, unnd er eins furssten son solte gewest a) denn C. b) u. e. t. e, auch fehlt O. co) tributory A. d) sch.e. C. e) isigl (M) A. N) fehlt C. g) tetten A. b)s.r.e. a. h. a. C. i) aber C. k) Pringefart A. 1) u. t. grossen sch. C. m) u. zogen m. grossem sch. h. C. n) fehlt O. 0) v.8.0. p)danC. Yd.k. fehlt C. vr) h. a.1l.vL.u.8wetC s$DasC. t)dezC D)wm.C. vd fhltl. wet. z)ai. langk C. yJw.g.C. s) 2. ij. fr.=.C. a) dan d. b. f. s. C. b) In C. steht von diesem Paragraphen nur folgender Auszug: hie volgette von oynem faulen chorkern, eo nicht eher zur metten wolte auffstehen, es were dan sein stube warm und gerouchert und vom teaffel beschissen, des stancks sein tage nicht ledige kundt werden.
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5890: sein, aymmer wolt: er aufeteen,; sonnder die stube war: wirm und *fol. 1668. mit** weyrauch gerechert. So hett er ein faulen. knecht und .diser er muste alwegen wacken. In der heiligen cristnacht zu der metien man gab das erste zeichen, unnd der korher ruffte seinen knecht ein zu heissen, der knecht entschlieff unnd auch sein herre. So laut man das ander unnd das dritte, dannoch gleichwol der korher wolt in die kalte lufft nit und sprach Im zorn zu seinem knecht: sag an, 'das dich der teuffel schende, ‚und wie warm ist meine stube und wie raucht es? Indem so horte er ein stymm» under dem bette und sprach: fragent, wie warm die helle ist vor gleiszner, die mit dem namen geistlieh sein und mit denn wercken erger dann layen sein, soltestu du sie eine stunde versuchen, es wurth dich alles wasser der welt nit mogen leschen ; wie es aber darinne reucht, nymp war, unnd diesz ist unser siessigtere rauch unnd balsam, und bescheisst in im bette. Unnd er auf und disen rauch vor eine vermanung nam und er ablegte seine gleisznerey und buessete seyne fauligheit. Sonnder all sein tag er kunde des stanckes ny gelesen von im. Capitel XI. 8 1. Wie Ludolphus Konig homeister war von seinem ende‘. *fol. 166b. Im jar 1343° ceircumeisionis domini ausz* Leifflandt, ausz Teutschlandt, wo sie regieren, die ein homeister solten erwellen, sie quamen auff Marienburg ins capitelf unnd nach gutten und geist- lichen bedenncken sie haben eintrechtigelich erwelt zu dem 17. ho- meister der b. des spitals von Jherusalem des ordens Sancte Marie Teutsches hauses den gotfurchtigen unnd geistlichen man hern und b. Ludolphum Konig her von Weytzawos. Diser nit 3 jar homeister warb und von mhue er verlor! seine vernunft unnd er sein amacht dem orden resingnirte* unnd er wart gemacht compter auf Engelsberg! und nit lanng lebeter und starb unnd® leit zu Marien- werder begraben bey dem homeister Wemero.') a) u. m. 2mal A. b) Conj., hette e. e. steyn A. c) siessischer A. d) W. L. K. ber von Weitzaw b. wardt ©. e) 1342 C u. Leo 148, 143 Au. L.D. VI 148. NDkaımenaM.i.cd @. L. a. D. und wo sie her waren, die C. g) Weytzaw C. h) w. fehlt A, d. w.n. droyi.b €. i) für mahev.e,ufeltC. kin.eo.rm.8.d.o.C. ]) u. w.g.c. a, Engelspurgk C. m) =. l.n.1sC. n) fehlt C. 1) Johenn von Posilge's HMiverzeichniss Ss, 7/I 394. Der Wahltag war jedoch Epiphania.
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591 Ordinacion®. In disem eoapitel wart vorb ein recht gesaizt, | - weich b. wurde eins von denn sachen übersretten, die. da werden berart im oapitel der schweren sehult“, ein eolch: b., 80. er: wurde::da ianen gebiesset zu drey malt, fortme er soll sein ein. -grawmentler® unnd sol verloren haben ritterlich Deinepium bounder man disz ny breehter in eya gebrauch. Offieislen*. Sein groszcompter b. Berengaries® von *Bi-*fol, 167a. bach,!) war!, sonnder die andern amachtsleut blibenk a, wie sie key dem. vorigen homeister sein gewest?. $ 2. Wie man handelte umb die abtrettung willen der gutter in Polen von den brudern. All sein syn nach eim gemeinen begeren stund darauff, damit“ er fride machte zu ewigen zeiten mit den Polen und den Preussen. Ich habe obene gesagt, wie die b. und Wladislaus Locteka® konig zu Polen ire sachen zu erkennen bequomen° auf Ludovicum? konig zu Ungern und den kayser. Nu so weren zwene“, der ein iglicher sich” kayser nentte, Ludovicus fursst von Bayren und Friderich fursst von Osterreich,*) und darumb kuntte man nicht handlen in der sachen. Die Polen zogen auff umb rath zum babste*, und diser in gab* iudices und sie ins lanndt schickte, Gallardum de Carceribus thumprobst Tittullensem’, Petram thumhern Anicienses" und Sixtum referenda- rium.?®) Dise quamen und funden Casimirum II* konig erwelt und gekronth über Polen’. Dise haben ken Clodaw ins closter den ho- meister ader seine elteste b. 6 mit foller macht geladen antwurt zu geben. Sonnder® der homeister muste da thun, was neydische a) fehlt C. L) dax fur C. c) welcher b. eyne v. d. s., d. d. die b. beruretten i. c. d. schw. sch, w.u.C. ds.e.d.m.d.g.wC e)e.e.v.e.gr.s.C. Nu.rp.v.h Ö,r. hanlnng (f) A. 8) aber m. brachte ©. n.C. h) Berengienus A, Berengar auch L. D. VI 148. )w.b.B.C. k)s. sonsten bl. d.a.8.C. I) g. waren ©. m) daz C. n) Lockyeezke A. 0) z. e. gaben C. p) Ludovico, auf fehlt C. q) wies. A,n.w.ir2C. r)dies.O. o)d.P. 20.2. b. u. r.C. 8.1.0. wm. ach. ».i. 1. C. v) thumbbrost thumhern A. w) Avicien O. x) CO. denan- dem ©. y).P.g.C. s)aberC. 1) Grosscomtkur unter Ludolpk König war Heinrich von Boventin, Namen-Coder 8. 6. 2) Chronik von Oliva S. 606. 8) Miechow S. 224. s. auch oben S. 561. Hier ist der referendarius Sixtus von Grunau zugeseizt,
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592. *fol. 167b. hertsen* weiten, und nyemanndt* sante, nur ein .briefl, in welchem were ir meinung®, unnd sie heiten frembde nie begert zu richten‘, soander sie wolten harren auf iren kernn kayser. Die logatem tasten irem amacht.gnug und gebotten, die b. von Preussen selten abtretiek alles, was sie! in Polen besessenn, und vor schande und schade and : vor gebrauch solten® geben hundert unnd neuntzig tsusent marck Polnisch,') und. sogen weck. Die b. hielten sich in diser sachen seot ungeburliok unnd uncristlich, ‚von danne es quame im comeilio Wyenensi, alsz man die tempelhern® vertilgete, unnd’! man irer auch gedachte, und so da nit forderlich got* were gewesen, man in hel! was zugetrachtet.?) Judicia®. Der homeister es so weit mit seinen gonstiger brachte”, und° ein iglicher in besonderheit? von? den kaysern schrib Ludovico dem konig von Ungern’, und® er in voller macht die sache verrichte, und disz auch tet!, wen nach gutem bedencken er sprach ein urtel®, und die b. solten reumen Polerlandt”, von gelt zu geben vor schaden unnd gebrauch der gueter soll ansteen auf” ein freyes concibum, in welchem es solten erkennen die naciones*, was zu thun *fol. 1688. wer. Darumb so quam es, unndy im concilio* zu Costnitz den b. wart abgesprochen das lanndt von Polen®, und auff das gelt geben man sich bedencken wolte*, uud es heut verborgen istt. 8 3. Wie hern und furssten® zu hau! quamen und sich verschriben hoch‘.®) Nach den ausspruch des konigs von Ungern Casimirus und* der ertzbischof von Gnysen, der bischoff von Posnaw, der von Plots- kaw, der von der Coya und der von Crackaw‘) mit vilen starossten „fehlt A Dim. werC. J)e.h.n.f.z.r.b.,n. fehlt C. d)a fehlt A. Ja sie 0. f) hinwegk C. g) hieraus kam es C. Li) tompel des hen A. i)dnzC. kyu.s. g. a. f.der- fur ©. 1) h. m. i. auch C. m) fehlt C. n) br. e. =. w. m. dena.g. CO. o) das. pri. b. fehlt c. YvorA nv. U.schr. C. s)dazC. yu.ert.sa.C. uDdnen.mitg.be ul nd b.e.P.r,u. fehlt C. w)bisa.C. x)i.w.e.d.n.s. erk. C. y) N. geschsch e., das C. s)d.L vP,ws.C s»)wmwsad.g.gb.C. b)u.i.ncochh. v.C. c) W. etzliche C. de v. haben O. e) u. in C übergeschrieben. 1) Zur Zahlung von 180,000 Mark wird der Orden im Process von 1320 vwe- urtheilt. Mischow S. 207. 2) Chronik von Oliva 5. 608. s, auch oben S, 457. 3) Chrmik von Oliva Ss, V 615. 4) Den Bischof von Krakau nennt die Quelle nicht.
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698 umi palatisen von: :einem' teil, : b;: Ludolphus:. mi dem ‚bischofe von Samlendt,; dein ven Heilsberg, dem von Risenborg, dan der* von .der Lobe,‘) mit: seinen comptbribus vom andern teil sy :quamen ‚auff: einer sehonen wisen- zwischen Brist and 'Wiadisla?) unnd so dg einen ewigen friede stiften? ahnd werschwuren: sich‘; Die. Polen ir lanıd..Coya namen? wider ein 'unnd es nock hemt besitzen im jahre 1521°. Frenntschafft‘, :Zu.eim ’'zeichen'der freantschaft, damits die Preussen "sicher ‘weren: der Polen gonst, so'.überbatt® der homeister den konig Casimirum, und:er mit im zog gen Thorn in Preussen, und: er disg aueh tet! und da war funff: tagek, und der hameister: im tet! alle ehre; in Kara fanff agen der IR verzerte”. viertausennt merck. ' *Un oberen, Im seohsten tag konig Casimirus im nungen *fol. 168b, frae zu fusse mit etlioien herren giehg° ins grokloster eine mösse zu:horen, 80 gieng' er vor ein hauszr über, aus welchem hanszı im fennster ein alt weib gosz ein top mit seicher und begeust den konig ganntz und gar. Die Polen disz hoch achten‘ unnd schwuren es zu rechen und zogen weck in:allem zorn, idoch Casimirus der .konig war gedultig unnd es leet“, dy Polen aber wolten es nit vergessen undY ir vil gaben den Littaw. weise”, wie man* im thun solte, unnd siev stifften mit der zeit, wie* die Littaw iren a ar wibae wider rufften, von welchem such iamer genug wart.?) :& 4. Von elm unsettigen* wucherer und: seinem handel. In diserb zeit alsz der homeister mit dem° konig zu Thorn was, begab sich ein sölcher hanndel, und wie? ein burger von Thorn, der sich der tauscherey und des wuchers ernörte, gieng spaciern vor a) den fohlt, dom C. b) u. st. dae. ew. fr. C. c) u. fehlt A. Adn.i.l.C. Ju. en. houttiges tages i. i. 1521 C., i. ij. 1621 fehlt A. f) fr. fehlt C. g) dar C. h) da orbat C. Du.et.e.a.C. kyuw.aldabt.langkC. Yt.i.C. m)v.d.k.C. n)U. fehlt C. 0) des Borgens fr. &.d.k.C. m. co. b.e. 1. C. p)dag.e.h. furu. C. gqyh. fehlt C. r)e. a. w. aus khft.et.m.28C »„ud.kgu.g.b.C. t)a.d.hb. C. nv) ydooch w. d. k, g. u. leyde e. k v) uw. fekitC. w) riettend.L.C. x) sieC. y) ®. fehlt C. =) daz C. a) uns fehlt C. »der C. 0) dissm A. d) b. es. =., das C. SEEN BEE 1) Nur Bischof Hermann von Ermland wird vor der Chronik von Oliva erwähnt, bch fand Gr. alle vier als Zeugen des Friedensschlusses; s. wnien, 2) prope Wladisslaviam in quodam prato Chronik v. Oliva 1, c, 3) Von der Anwesenheit des Kinigse in Thorn und dem schimpflichen Vorfall Beta wissen die Q@ llen nichts. .
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694 der“ statt under den? : weingarten; und im: tet..noth seimem misst m- verschitten. Zu diser arbeit er. lefte! seinen 'gurtl abe, dam wer ein bewitel- mit hundert guiden. Nach volbrachter srbeit er gieang *foL1722.°heim‘. So quam in’ derselbigen stundt. gegangen*. ein Maser‘ ein tagloner und ‚diser”: fant den gurtel mit dem bentel und das gelt Er es hub! auff und trug es in .die stat und fragte mit vleisz, ob jemandt verloren het ein solche“. Es waren vil, die verloren hetten!, sonnder® niemandt konnte im das warzeishen sagen. Sy” quam der? ‚burger und von ansagtem warzeichen er nam. das seine und dem: Masuren nichts gabe, sonder er gieng hin und erwarb es, ‚damit man den Masuren einsatzte, unnd. es geschsch. .So” heit der Masur ein gezeugnus von den burgern, und! er ein from getraw man war, : -derumb etliche" zum hauszcompter unnd boten vor den Masuren’ und im erzelten allen handel. Unnd der. hausscompter es dem ke- meister ansagte” und“ darneben, was er auff den burger wuszte. Der homeister schickte dem burger und Masuren botten’, und man salte das gelt mit dem beutel auch bringen, und es muste gescheen®. ‚Der bomeister fragte den Masuren, ob disz der beutel were, den er ge funden hette. Er sprach, ia, er es wereb, sonnder er nit wuste“, was darinne were. Den burger man fragte, ob der beutel sein were und wie vil er dar inne hette°; er sprach: er’ ist mein, und ichs habe darin hundert gulden gehabt, da ich in. verlor. 80* schutte der b- *fol. 172b. meister das gelt darausz unnd fant hundert gulden und sprach zum burger: sint dan du findest dein gelt!, warumb hastuk den arme Masuren! lassen einsetzen? Unnd” der burger sprach: unnd der Ma- suren art ist", unnd° sie muessen stelen, so versehe ich mich, und es musz :me: ihm beutal sein gewestr, dan die hundert gulden, das er mir gestolen hat? im gnugihun’ seiner naturen, Der homeister sprach: weystu du auch eigen‘, ob me da* ist, gewesen; er sprach nein So“ schutte der homeister das gelt ausz und gab dem burger den ledigen beutel unnd sprach: nach deinen wortten finde ich, und der beutel dein ist, das gelt aber nit, wan es nit ist” sovil, als du a) vor die C, von d. A. b) oynen ©. 0) u. wolte daselbst sein notturft them C. dl. 2.d.arb.C. o)g.e.h.C. NDak.i.d.s.st.o.M.g.C. g) Die Paginirung springt in A mi fol. 168 zu 178, ohne dass etwas fehlt. Der Sprung geschab schon bei fol. 167, des vom alter Hasd (anscheinend der des Sohreibers) mit 170 bezeichnet war: 167, 168, 189 sind von jüngerer Hand rei bessert, bei 169 ist aber die alte Zahl 173 stehen geblieben. h) d fehlt €. i)h.e.C. k)es. vr. €. Dir v. d. sich darzu bekenneten C. m) aber C. n) Da C. 0) derselbige C. p) nach =. v. ed.eu.g.d. M.n. CO. q) heim A, er fehlt CO, r) u. verschafte das C. s) u g. auch C. 9“ C. n)gingne.C. v farinC. w)eu.eod.h.a.C. x) nfehltC. y) sch. nach d. b. = Mi, bot. fehlt C. =) u. solten C. a) u. siokamen C. b)erw.®C. Jabro.w.C. mi! C. e)d. gehabt C. Ne A. gi fehlt C. h) DaC. i)weildud.g.f.C. k) ist A Di® man. m)n. fehlt C. n)eei.d.M.a.C. o)dazC. p)g.=.C. q)d. fehlt Cl. rn) sur ge tbuung C. ©) eigentlich C. t)d.m.C. nu) DaC. v)beindei,dar CC. w)derei.m.C
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306. sagest, und. gab dem. Masuren 10. gulden und sprach: hei ar saine? nettur welt genug than,.er het es alles behalten, und: so alles seit auszteilte in® gottes ehere und zog weck. De u . : f Pa et . 1) i Er Nez ‚Capitel Xu. a 3. Von ran wie Dantzka© gebaut wart mit seiner kirchen‘. Im iar 1343 war ein weicher winter, von welchem quam. ein mittelmessig.. sterhen®, doch es war dem homeister me dan. zu grosz, da er gemeiniclich seine beste b. verlosz ‘. Danntzkes. In diser zeit ausz andacht die sohone kirche unser frawen wart angehaben. Zu mitfasten da wart gelegt der erste stein',*') wank in ganntz Dantzka! nur eine pfarkirche war" #fol, 1734. Sanct Catherina kirche”, die da lag under dam. schlosse‘, da auch wart gelegt der? grund zu den mauren und thurmen, die itzt ‚sein umb Danntzke‘, und sindt” der zeit die statt Dantzka‘, in welcher ist unnser frawen pfarre, Sanct Johanns pfarr und das schwartze clostert, so gebaut ist“, wie man sihet, die weile man sihet, das annder die a)u.t.n.n.g.n.zuC. b)v.d. fehlt C. c) Dantzke A. dm.s.k.g.wC. oe. m. st. k. C. f) dan e. verlohr da schier s. b. br. C. g) fehlt C. I) w. ans and. d,.s. k. C. i) und 2.m.w.d.estg.C. k)damE©. 1) Dimtzke C. my w.n. e. pl. €. 'n) k. genähdt ©. o) dio n. dem schl. 1. C. p) auch da die C. q).d, i. n. Daıtske sein, Y}sseit A. =) Dantzke A. 1) i. w. 0.1. pf.8.I.pon.deci.t. Dr \ 1) Zine Randbemerkung der (einzigen) Danziger Jlandschrift der T’harnar Annalen berichtet Ss. HI 74. Note b: 1343 in XLma positus primas lapis muri civitatia, Gedanensis et osclesie beate Marie. Ob wir in dieser Stelle (die Handschrift gehört dem zeiten Viertel des 16. Jahrhunderts an, Ss, JIT 14) die Quelle Gruuuu's und nicht vielmehr eine Ableitung zu sehen Aaben, ist zweifelhaft; den Mauerbau berichtet nämlich auch die Chronik von Oliva S, 613: iste otiam magistor (Dietrich von Alten- berg) teinpore suo castrum Gdanze ... muniri de latere procaravit. — In der ‚ ‚Sakristei der Marienkirche zu Dunzig befindet sich folgende dem 14. oder 15. Jahr- hasmdert angehäriga Juschrift: anno dei 1343 feris quarta post Letsre positus est primus lapis muri civitatis Danczk et postea proxima feria sexta positus est .primus lapis muri ecclesio beste virginis Marie etc. Zlirsch, Geschichte von S. ; arien S, 3]. u 441. Diese Inschrift war vermuthlich Grunau’s Quelle neben der ! Notiz der Chronik von Oliva, vielleicht auch die des Albschreibers der Thorner Annalen. s8”
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586 Altenstat geheissen wiert®., .Simt® der zeit bat Danntzke mechtig zu- gönomen in reiehtumb des eigen auksee, Sn 'es heyte gleich* "wie ungleublich ist zu horenn. “ol, 174b. 8 2.* Wie got einen fant, der dem todt ontlauffen wolte‘. In disem sterben war auf Marienburg ein b. Steyno von Netten genant und diser umb forcht willen on urlaub entritt ausz Preussen und vermainte dap todt zu fliehen. Algz:;er qusm gebe der Lawen- burg er starb plitzlich und da der pfleger in liesz begraben im die kirche erlich gar seer. ‘Im morgen man fand in Auf dem 'grabe ligen, und‘ dise drey tag nacheinander geschach, von welchem die stat wart bewegt und schickten zum homeister disz ansagende. Der homeister schickte den hauszcompter hin, und disser den totten b. *fol 175e.mit dem schwerte schluge* unnd sprach: b., ausz bevell meines b. unsers generalmeisters in der crafft des heiligen geistes ich dich straffe umb deines unglaubens wille, und nit fortme, unnd ruhe im friden gottes und pleib ligen in der stellen gottee. Und man in begrub, und er pleibt ligen. $ 3. Wie man sprechen sol, so man hört sagen von eim geiste ader sihet‘. In dem vorgenanten sterben in eim monchcloster gieng em verstorbener monch umb, gleich wie ein lebendiger, und war in allen stellen mitte und war freuntlich, age niemanndt er rede geben wolte. Disen man noch tet im gebette, was man wolte unnd kunde, es blib in einer weisz. Disz war sein amacht, und er die faule monnche mit unvernunfft zu der mette trug, damit sie es in kranckheit be- ligen. Von disem horten sagen etzliche ordens b. Teutsches hause und sie quomen ausz vorwitz in zu beschworen® unnd in auch be- schwuren in zu sagen von disem und deme. Er in erst winckte, a) itzt w. d. a. theil d. A. g. C. b) nach C. o)daz e, gl. h. C. d) A schiebt hier 5 4 ie. der Anfang von $ 2 und 3 nimmt aber auf $ ı Besug. In C. folgt nur ein kurzer Ausug: Alle volgett von eim ordenssherr heimlich vorm sterben geflogen, zur Lauenburg gestorben mieht ie | grabe het bleiben konnen, bis ihn der hoem. mit dem schwerdt liesz schlagen. e) s. Con), sau A | ©) in C. nur ein kurzer Auszug: Item wie ein verstorbener munch nach seynem absterbem zoc lang ihm closter umbegangen. g) auch A., ag Conj., praeterquam quod nemini loqueretur Lee 11 b) idoch sie in mer und grosser A, ansgestrichen.
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597 sie sollen irer-ıwege gehn, idoch sie in mer. unnd.-grosser beschwuren, so nam er den, der die worte furkte, und in. auf ein glos dringter, damit er sein tage nie 'gesundt war, wiewol er doch lannge deraach lebte. Der. obrister im selbigenn closter disz nam zu. hertzen sampt den brudern* unnd sonnst viler menner und er nam .den> ‚geist. war *fol. 175b. unnd. sprach: ‚Jhesus unser .erlaser sey dir unnd unus durch .die: vor- bitte° em gnediger richter; der. geist ‚sprach: amen. . Der: monach sprach: im name Jhesu sage unns, warumb ‚gehestn 30. siehtigelich umb under den lebendigen. Der geist sprach: unnd..disz wil got verbergen haben in meyner pein, Der monnch sprach: aint wir dir haben nachgethann unnser pflicktung, und du eins fromen laben warest, warumb? sich .got über: dich erzürnet hat. Der geist: all eur gebet ist miz ‚nichts trostlichs gewesen, wann ich war es andern schuldig und den: hat es got zugeteilet.. unnd mir bevante. .: Von mentschlicher fromigheit in gots gerichte wart nichte gedscht. Wolt ir.mir. me was gutes noch. thun,. es mecht mir itzundt helffen, und habt got vor. augen, .es ist ein betrubausz vorhanden. Die monnche ein iglicher. : mit willen des obersten im zusagten :drey messen, und ® im danckte und versehwant. $ 4. *Wie sich konig Casimirus I} noch grossem *fol. 1732. schaden nemen diemmıtigte und sich verzoch, zu dem: er recht hette vor ander‘) ae ma disem jar 1343 am achten tag July entte sich der mortliche krieg unnd verderbung beder theilen zwischen Casymiro dem II dem konigo von Polen und’ Lutolpho Konig homeister Teutsches ordens in Preussen umb diser ursach willen. Die eron von Polen hat gut beweisz, unds Culmerlandt, Michlerlandt und Pommerellerlaundt ir: ist, und etwan dem Teutschenn orden verligen zur herberg, daraus die ungleubigen Preussen zu bestreitten und denne! es wider den Polen einzureumen. Der orden aber hat sich mit* ein testament* und *fol. 173. sonnderlich donacion von Conrado den furssten ausz der Masaw be- a) Auch L. D. VI 180: und setzte in auf ein glasz, darauf drang cr in ete., Leo 149 nur adjnrantem compressit adeo. b) der A. c) per intercessionem Mariae virginis Leo 149. d) wa na A, warumb L. D. VI 151, cur tibi Deus irascitur Leo 150. e) n. seynem gr. schaden de- muttigte (diemutige A) CO. N v.a.r.h.C. g)dar ©. hYerA. i)d, fchlt C. k)nit A. 1) Die genauen Daten dieses Abschnitles zeigen, dass a die Friedens- urkunde selbst benutzt hat; s. Dogiel IV n. 62.
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698 rumett und die iannde gebaut und'besessen, 'nnd die Polen in nichts daramb kunthen* tim. So? quam es, wie der 'heuptman des sehlosz Nessaw gewalt auf diee Polen übette, darumb der konig Casimiras in fing® unnd 'thet im: sein recht. Wideramb der komeister b. Ludol- phus® Konig im. wieder ein seer edle män fienug und tottef, von welchem die Polen:'waren aufs nnd quameh* in Preussen unnd mech- tigen: schaden tetten!, der orde widerk in Polen auf die Coya und hamen, brandten und erschlugen. Ein! soleh einziehen, ein teil auf das ander tettem, werte ins dritte jarr. So war da> :David der Reussen fursst, er in dissm vile in Polen wmb* schaden 'zu thun, sonader die Polen in beranten" in: einer stat, da er innen war und harrete nabh dem 'konig, darumb etliche Schlessische farssten farten den konig darein zu Calisch®, unnd er machte ein ewigen friden mit dem orden und den Preussen mit disen artiokeln und verzeichung. Zum 'ersten er Sich verzieh® aller getechtigheit, die er, sein erbe und nschkomlinge hetten Zum Celmischen, Michlerlautide und in sonderheit *fol. 1742.zu dem schlosse Nessaw und” den rittergutter Orlam unnd* Morin unnd sie dem drden bestatte mit aller gerschtigheit. Dergleichen auch des landes zu Pommerellen, das ist da Dantzke” inne leit, damit* er sich nymme davon hertzog schreiben soltes, wappen unnd namen ausz sigillen und cleynotten er nemen solte*. Disz alles beschwur der konig vor sich un Adelheydis seine un ummeb sein erben! - -.. . Nub ‚hatte; Garoltıa der: kanig von Unngern disne Ossimires fraw Elisabeth leibliche tochter,‘) damit das*, Polen mochte rhue haben aber sich am Beussen gnugsamlich® rechen, er sich mit seiner konigin und vor ir erben auch verzigenn® und ir recht dem ordenf anftrnges in den obgenanten lannden, schlosser, stetten unnd hoven und gaben darübers brief unnd sigil.?) So ist es, unnd die fursten ausz der “)ki.b-0 b)Da0. v)d.teblt im iug A, 1.d k. 0.0. 0) Leopold A b, fehlt. C. Nf.ihnen w. e. foynen edelman u. liesz ihn todten 0. g) d. P. bewegt warden C h) zogen C. i) u. t. grossen schaden C. k) d. orden fiel wc, ) inA m) t.fatCl. av. drey i.C- 0) D. w. C. p) der fiel i. deme C. g) fehlt ©. DJ) b.i.C. eo) dmk. u. C. dakis bewogetten Q. t) daz em. d.o a.d.P. ae fr. m. C, n) vs. der konig C. v) von 4 w) Danntzig A. x)dar C. y) s. b. schr. C. z) die waffen u. n. a. s. u. cl. solt e. bensimen U. #) u. s. Adelheits konige A. b) Nu so C. eo) darumb d. U, d. die A. aa. R.ngCQ. eve ziehe e. s. a. m. s. k. (konige A) u. v. i. e. C., A wiederholt sich vor auch Nd.o.i.r.C. gi? fehlt A. 1) Miechow 234 erzählt, dass Kasimir’s Gemahlin mit Hinterlassung eıner Tochter Elisabeih gestorben sei, diese macht Gr, zur Gemahlin Kar?s von Ungarn, weicher ir Wahrheit eine Schwester Kasimir’s geheirathet hatte, 2) Dogiel IV n. 62.
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500 Masaw herrn über: Preussen haben dem orden die. donscien ‘über Proussen geshann, so waren zu :der. zeit brudere furssten in der Masaw alsz* Semovitus furst auf Wisehma, Poleslaus fuist auf Plotzke ' und aber? Ziemovitus farst auf Cirsschna.!) Damit aber dise oomteut waren,’ so° vermochte .konig Casimirus,:. und?! sie sich auch verzigenn aller anherung, zuesteung, 'erbschafft. und gerschtig- heit, die sie uand ir erben mochten haben über 'Culmer, Michler, Pommerelleriaundt‘,* Nessaw, Orlow 'unnd Moryn, und war: grosz *fol. 174b. jubiltera in Preussen, .von wegen und sie ein! komig:zwungen hetten, und er nach irem willen sich® het muszt verschreiben.?)' ‘Umd men halff armen: leatten auff Culmer und Michlawerlandt, und? sie wider baweten. Unnd disz war nun! die elffte verderbung desz Colmer und Michlawerland.. Und ist* daz Michlawerlandt, da Strasborg stat unnd schlos inne leit, und wie der orden dabey! quam, ist auch obene gesagt worden: ‚Und Casimiruz quam zu dean seinen: und: fiengen den furssten Davidt, aber mit der zeit im wart® weggeholffen. | rn 8 5. *Von zeichen, des metteschenckans unnd seiner. nattur. ER In der zeit dises homeisters in Preussen mett und wein gleich teur war. So war in einer stat ein witwe mit irenr kyndem und dise des methschenckens sich ernörte“, und if verturben ein mal" vier thonnen.* Sie ratfragte gutte freunde, und sie rietten ir? ein fol. 176« kraut' darein zu legen, und sie es teth®, und der mette wart gırt, und man in seer trannck”, idoch wäan 50” 'ein neige ii’ der kanne plib uber nacht stehen“, im morgen sie wart gefunden vol-cheine wurmer. Disz wart dem eompter geolagt, und er fant* durch seine dienner, wie im wurt gesagt®. Er' nam die witwe vor, unnd sie’es bekant®,. wie a) Also ist os gescheen, das J. f. a. d.M. als; das Vebrige fehltC. b) a. fehlt ©. N) do G. dasC. eJundP.1.C. HdenC. ge. n.i.w.C. h)dena.1.C. i)nur A. k) u. dier i.C. 1) auch d.C. m)a.i, w. darnach C. n) s. oben 8. 596 Note d. 0) war der m. u. (fehlt A.) w. seer t. C. p) vielen C, iren A. u. L.D. VI 151 ge s.d.m.C. r)e. m. v.i.C. ®) freundin 4 Hdiei.denr.C. u)t.e.C. vitr.i.8.C. w)e. fehlt C. x) u. .n. st. fehlt A. u. L.D. VI152. y) w. =. des morgens v. kl. wurmlein gof. C. 2) befandts C. s)w.i.g. war. b)u.2.b.0.C. 1) Diese drei Fürsten stellien darüber eine besondera Urkunde aus, Voigt, Cod. dip. Pruss. I1I n. 36. ; 2) propter quod omnibus paois amatoribus in amborum dietoram domino- rum terris letitisa cum graciarum actienibus omnipotenti deo non modica fuit orte. Chros. v. Oliva S, 615.
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600 sie also gelernet were, weiiter morgen die andern auch“, und sie weyseten, wieb sie.eg gelesen hetten, und man erkante, wie sie waren one schult. Und’ da geboten sy, man .solte ein orautz aushangen, da man .mette schenckte und sich zum erstem vor gift segaen solten‘. VYil wurden .krannck, die von disem mette Weäranehan haben, aus einbildung der wortte halbenn. Ki a Orgeln.. Under diser zeit ein en seh zu Tern in Preussen die. erste. ofgel machte‘, und was gress sagen davon, oa weren darin .22 pfeiffen, annd man tritt die Katie wie der grobschmid itzeunth thut. 8. 6. Wie ein Jude einen vischer lernete, und‘ er reich wurde, Es wontene Juden in Preussen und dise tetten irer nattır gnug. Einer ein armen vischer lernete!, undk er solt nemen den *fol. 176b.leichnam* Jhesu unnd solt in in ein holtz spynnen! und solt in an sein garn hanngen, und der unselige vischer es tethm und er fieng ausz der massen vil visch unnd er“ wart reich unnd stoltz und er wonts nur Böhwetza: "So quam es, wie° diser Jude mit andern sachen wart begriffen und er umb me erfarung. gemartert?, in welchert er disz bekennte. So wurden auszgeschickt knechte, unnd sie den vigcher fangen solten”, sonder alsz der vischer sah‘, wie frembdt : volck quam, ert es wol sorge hette, man. wurd in wollan fanngen, und! er verliesz sich“ auf sein schwymmen unnd springt in die Weichsel unnd entrynnet‘. - So” wust. man nit, in welchem holtze es war, so hat man in der nacht gesehen ein liecht* uber dem holtze, in welchem sie es funden und es mit andacht consumirten’. Sint der zeit kein Jude in Preussen het mocht® wonen, bey verlurst der stat- rechte, wan man im heuser vergonnte. a) Man nam d. s. auch für ©. b) wo C, dass L. D. VI 158. c) w. war o. sch. A, dar e. 0. sch. w. CO. d) far vorgifft, eolten fehlt C, sich vor segn. wiederh. A. ec) zon der ı machte C. f) dazC. g) waren C. h) fehlt C. iV e.1.e.a.v.C. k) feblt C. 1, spunden C- m) t..e. C. n) fehlt C. 0) Da kam e. dgz C. p) u. wart u. mehrer e. willeng.C. q)i. * marter ©. r) Do waren kn. a. d. v. zu fangen C. s) sasz A, aber a. d.v. d. fr. v. e. kommen ( t) er — und fehlt C. u) v.e.s. C. v) ertrinckt O, entrann L. D. VI 153. w)DaC. ı)abem h. des nachts e. 1. g. C. y) conspunirten! A, u. man co. e.m.a.C. z)%att k, J. i. Pr. do«ffen C.
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601 a IN. ee ae g.1 ‚Wie. der. konig. auss. Ungern,. aus. "Engellandt, aus. Dopmarck, „Ire furssten und harrn in Preussen schickten. ')... -. ‚lan! andern: jar des regiment. ;b.. Ludolphi.die Samayten init iren nachpern Lättowy nach item abefallen. nie hrachien ein unzelig volck anffd. mit: Carkoy* dem furssien, etliche nagten, umd sie wollen Buff *fol.178a.° Samisandt :in Preussen, etliche segtan, sie wolten in: Eäfflandt‘, So wagen den b. komen.:in Preudsen 57. taubent man*, ei teil von Lndovioo..dem konig. von Ungern, ein theil vem konig:anaz Engel- kandt,. ein: teil: vom: konige ausz .Denmazck?) und mit. in: medhtige furssten. : 80° weren zu zeit vom den b. in Lißlaued gefallenn und die inseln: von Ialannndts und der farst. von Ozel.?) Spk war. das. ge- schrey in Lifflant wie in Preussen, und die Samayten wolten einfallen, darumb der landtmeister von Liffllant schrib den homeister bittende!, er eilent solt mit den seinen ziehen auf Samayten*, damit er nit in Lifflant fiele, er wolt bestreitten seine abgefallne”, und disz im gewisz zusagti#"'ter homeisfer--unnd-'hidsze "in steif“ darauf verlassen, und die :geste in Preussen waren darzu gantz willig, unnd man zog ein? -und wolt ganntz Samayten verderben‘, und so quamen” bosten und did sagten, ‚wie! die Samäyten’ quemen mit den Littawen® und wolten Samlandt verderben, unnd darumb der 'homeister. sioh. be+ dachte’, und” eg wera besser, und* er die: eristen beschutzta, dann die heiden .bestritte,:und allss volek- wider: kerete’ Aue Sämlandk unnd sie auff die gutter verteilter.‘) . *In diser zeit die Samıayten Br -Littowi REN in’ ‚Leillandt *fol. 178b. unnd niemants. daheim funden?, darumb Karkusz das schlos sie ver- sterten® und zogen funffzig meil in Lifflanndt und tetten,: was sie a)undd.C. bı br. d. auff 8. 0. u. (unselig A) v. .min.L.n. r. a. c 0) fol. 177 ist in A. übergangen, ohne dass etwas fehlt. d) Reumwen A. e) Da w. d. b. i. Pr. 17000 m. k. C, die b. A. N Da C. g) die inseln (inslen A) v. Lifflandt g. C. h Da C. i)d. schr. d. I. v. L. d. b. und bet ihnen C. Kb e. wote.m.d.e.8.8.2.C. I) daasieni.L.f.C. m)e.ab. © n) md.ei.g.d.h.zuC. 0) Mens A. p) sie zogen aus Ü. gq) zerstoren C. r) u. fchlk, da C. s)fehlt C. t) dasC. u)m.d.L.kemenC. v)d.b.2.d.h.C. w) feblt C, z) dasC, »Du.wkav.C. z)u.v.»a2.d.g 0. sa) kamen d 8.uL.C. mi f.n.d.C. c)d. zerst, a. d. schl.K. C. 1) Quelle ist die Chronik von Oliva S. 615. 16. 2) Nur Ludwig von Ungarn ist von diesen 1344 in Preussen anwesend, die englischen und dänischen ‚Schaaren hat Grunau hinzügeseist - 3) Der Lundmeister von Livland zieht aus ad Impagnandas gentes Bartones, Eystones et Osolienses, que illo tempore a fide apostaverumt. Chrom. o. Oliva I. c. 4) Alles genau nach der Chronik von Oliva S. 616.
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*fol. 1798. 802 wolten, und unzelich raub ten volcke sie heimbraohtenn®.‘) Disz sich der lanndtmeister beclagte®, wie in die seinen der homeister verratien hette, von weichen jamer die furssten und es homelsters Srdensb. im affterkoseteu®- und 'im flucheten: ' und 89 Sude® wär zu horen. Der eine es im so auezlegte®, der. .annder so, von disem der hosheister quam! in unsyonigheit, damite.'er sieh suolter selber wmldzubringen, und quamt, wie et wolt:niemandtk amtwortt geben und war wie ein besesseh. mentsoh., Der groszcompter, der! marschaick, der! epätier, der! trappier, der: treseler nomen dies. zue hertzen und sie ‚satsten® im ‚ein stareken: jungliag zuıh oemeren und farten in auf Engelsburg, annd solt° auf in sohen. So quain es, unndr der .komeister wolt sich tetten“, Diez verhiuderte der comerer. So” hib im der homeister ein wande ins:heapt, damit er den tet davon hette mit der zeit.®) - $ 2.. Was man tett in diser zeit im regiment‘, Die .hern .nand farssten sogen wegk zornig* gar sear“, die b. gieangen zu einander: und bedeuten den homeister, wie sie kunden, damit er ein vioedom machte über Preussen”, unnd er machte” h. Heinrich Duzemer den marschalek, unnd diser von stund au berafi’ eih capitel zu erwelen einenn newen homeister.°) ‚810en?. Bruder Heinrich Dazemer welt im ein namen machen und zog von Mommel auf Samayten und versterte eizliche wider- j gebatste &uter. Beunder: ‚die Samayten waren auf und im niderlegten sein velok durch vortheil* und quam kom mogR von welchem er auch spot. erlanngte. Bechung“. Idoch er sie auf ein andern ortt angriffi, da er gar vil niderlegte® und erloszte ausz der massen vil oristen, Leifflender‘, a)u.br.e. nm (wege v.v.wegC. b} bekl. e. d. 1. C. 0) in affterkieseisn 4. d) das e.schande ©. e)d. e. 1. im ao a».C. f) aus d. kam d.h. O. g) das C. h) durchte A 3) nu. q. Rhli C, wieg. on. A. 'k).n. fehlt A. 1) fehlt C. m) und tr. C. n) n. gaben C. o) der ©. C. p) Und es begab sich, daz C. q) d.s.d.h. w.t.C. r) doC. s) das e. dernach muste sterben C. t)diez.i.r.t.C. u) hinwegk und waren e. z. C. v)daze. o. vitztbumb &. Pr. m. ©. w) satte C. x) b. v. st. a. C. y) fohlt C. z) aber C. ayu. erschl. i. e. v. C., d. v. feblt A- b) u. er kam schwerlich C. 0) fehlt C. d)i.gr.e. =. ..0.a.0.0.t. 0) u. erschl. d. 8. vilc. D) aus Leifflandt C. " 1) Chronik von Oliva I, c, Karkhus md die 50 Meilen zind jedoch Gramm'r Zusatz. 2) Chronik von Oliva 8. 616, 3) Eb.
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608 und sie in :Lifflant schickte - Von diesem die Leifflendische b. wider ein kertz gewonnen vor das vorige verraten.!) Befestigungt. ‘ Die b. von Lifflannt bemanineten. Eistender® and Ozsler iind meinten fride zu haben, sonnder die Eislender* zaufft und fallen von glauben unnd erwirgten zu Padis im’ veldtoloster Sanot Bernbatdi achzehen monncoh?) und. es ganutz verstorten®,* uthd er- *fol. 179b. sohlugen alles, was im gantsen? land war, das da nit war ires glan- beis und sprochee. .Dise mit grosser hilfie Ba b. von Liflannt aenrenliel, konden is machen. i t 8 3. Von eim ergernus, das ein monch auff den andern predigte. Zu Torne zu diser zeit war! ein gro imonch ein mechtiger* pre- diger.. .Disgy!. umb ehsre willen wart” gabetien, und gr wolt auf den eristtag in Sanct Johanns. pfarkirche ‚predigen. Er nam es willig an, in derselben predige er hub an unnd sprach und digzP mit vielen worten wolte beweren, wied Maria den herm Jhesu im herczen corperlich getragen het und nit in der stelle der mutter. Jhesus’. Item wen man sehe gemalt den namen Jhesu, da solt man sich niderknien, wie vor dem heiligen sacrament, und es‘ wer nit gnug, und man sich neigete. Maria. Item wier die frawen nit hetten wolt glauben, das Maria iungkfraw were, bisz und alse lange” sie sy" besagen”, und ausz allem vleisz predigeter, was im ketzerbuch ist der iugent "unsers hern Jhesu von eim artickl zum andern. _ *Monuch. Wider disen t auf ein schwarz monch im *ol. 180. closter Sanct Nicola zu Torn und im aufleste* alle seine anschleg, damit er die beweren wolte, wie es were wider die erkenung der a) widerumb C. db) fehlt ©. o) Estlender C. d) waren a.C. e) u. zerst. 0. g. und ger ©. Ne. fehlt C. gd.d.n.i.gl.u.sp. w.C. h)diek.d.b. in L. m. g. bh. schw. g. m. C. yZud.zw.z=T.C. k)grosser A. I) dies A. m)w.u.ow.C. n)dasC. o) pr. woltG. p) das er C. g) daz C. r) diese und die drei folgenden Ueberschriften fehlen C. ») d.n.J.g.® 0. t)fehlt . DJ waA v)u.a1. fehlt C. w) as. dieselbige C. x) besorgen A, beschen C. y) u. pr. mit a. vi.C. 5) u. losette i. a. C. 1) Diese beiden Absätze beruhen wohl nur ey der Chronik von Oliwa I, c.: qui - eontra Litwynos seraper fait pagnator strenuus et virilie. 2) Chron. von Oliva S. 616.
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*fol. 180b. 604 Romischen ‚kirchen*: Der gromonch>. wider auf und verhielt disem allen den gebrechen®, der. da wer gescheen von anbegin durch die personen des :onlens predicatorum, und.es so weit! brachte, unnd® die moanche. von: Banot Nielis‘ wurden aan, unnd sie solten auszien®, unnd es auch ‚geschacht. Verriohtung. "Bonnder. ala! die landtmeister in Preussen quamgen ins: capitel, sie mit Heinrioo Dusemer lantmeister es macktent, unnd! man die-monnche wider einnam in ir closter® und den hader- macher die kynnder mit dreck ausz. der stat triben®, und wie man sagte, wie er° auf dem überfaren in die Weisel vor muhe war ge- fallen, unnd es wer ein wunder, was ergernus die monnche machten in disem lannde zu Preussen.P') ee EN a ‚Oapitel xıv. & ss I. Wie da wart erwölt zum homeister Heinrich Duzemer und seinem Kriegen. x ins capitel, *da auch® der dolle homeister war, und wie etliche sagten, er wer wider vernunfitig geworden, und diser da übergab! sein amacht und er wart da bestet zum comptori auf Engelsborg und auch da starb’.S) Nach gutem rate in disem capitel sie wurden es einsz" und sie haben erwelt* zum 18. homeister und? generalmeister der* b. des spitals von Jherusalem des ordens Sancte Marie Teutsches hauses den woltichtigen man b. Heinricum III* Duczemer von Arff- berg, unnd diser regierte den orden funff jar und starb auff Crist- borgk und leit auf Marienburg begraben in Sanct Annen grufft‘) bey " sein, vorfarn b. Theoderico von Aldenborg. a) wie e. wid..d. erkentnis a. R. k. were ©. .b) der grew atundt C. c) u. hielt im fur a. g. C., verlet A. d) wart s. w. C. 0) daz C. rn) Michele A. g) d. m. v. 8. N. mussten =. C. h)u.0...g. fehlt C. i)a.aberC. kK)m.s.e m. H. D.,Lfeblt C. 1) dazC. m) unndi. cl. A, ii. cl. C. n) tr. d. k. m. kotto a. d. st. C. o) daz C. p) welch ein gross e. i. d. d. m. i. Pr. m.Q. q) krie A, von Heinrico Duzemer von Arffbergk dem hoem. in Preussen C. r) electatores A. s)d.a. fehlt A. t)u.d.C. u)m e. w. gesatst zu oyaem Ü. v)n.st.a.aldal. w)w.s. i.d. ce. 0. C. x) u.,erweletten C. y) oder CO. z) den A, einen C, der Conj. a) die Zahl fehlt C. 1) Von dieser Keizerei wissen die Quellen nichts. 2) an sonte Luogentage, Posilge, Dean Se, III 394, 3) Chronik von Oliva S..616. 4) Posilge's HMverzeichniss lässt Heinrich - Daran . Jahre regieren und Mariendurg (oder Bratthean) sterben.
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606 . Sein groszoompter.. war b.. ‚Weinricus* : von. Kiripprode;, seim marsohalok b. Cuno von: Bleyberg”, sein. spitler bruder Hermankus von Uchten*, sein. trappier ..b, Eberhard von Biegynd, sein treseler b. Eberhart- von. Knbselen*, sein odmpan b:' Cearadus: lee: da! aller ke war . Littaw. Funee rap zu m Es zr 82. Von seyners muntze. _ Disert schlug ‚muntze in der wyrde unnd grosse!, wie die 'Beh-, mische grosche weren, wank die Preussen wurden ia zu seer mit falscher muntze betrogen aus Polen und Behmen!, Dise muntze hat dise gestalt:* auf einer seitte ist ein oreutz, auf iglichen ende eine *fol. 181a, lilge®, die umbschrifft Hen: III. ma: ge: do: te:®, auff der andern seitten des homeisters wappen, als er es vom orden® het, die umb- schrifft honor mgri iustieiam diligite, ‚anne golten 20 ein Ungerischen gulden.?) 8 3. Wie Samlant verterbt war in guttem zuschen, Im jare 1846 Ormane der konig von Littaw*) wart gemant umb seinen verwilligten® tribut von dem homeister", darauff er sprach’: ich wil in im gewisz schicken mit dem getreusten mane, den ich habe, und die b. zogen heim. Nit gar lannge dem homeister quamen briefft, wie Ormano der konig seinen bruder Kinstoto mit zehen tausent man a) Heinricus C. b) so C, Hinno von Kieyberg A, Tuno de Bieyberg Leo 150. e) Uthten A, d) Stegy A, Stegin C, Segin Leo 150, Striege L. D. VII 8, e) Casselen C, Krasselen Leo 150. f} diser C. g)v. ». fehlt C. h)d. hom. C. gr.u.w.C. k)danC. ı)a.P.uB.b. ©. m)lile A n)e. A. o) von alder A. p) diliget A. g) verwilliten A. r)w.O.d.k.v.L. v. (fehlt A)d.b.u.2.v.tr.g. C. o)spr. e. C, t)N. 1. darnach kamen d. h. br. C. 1) Historisch ist nur Winrich von Kniprode, der unter Heinrich Dusemer Gross- comikur war (Cihron. von Oliva S. 617); Gerhard von Stegyn nennt dieselbe Quelle I. c. als Comthur von Danzig. 2) Die Werthlosigkeit dieser Angaben erörtert Vossberg, Münzgeschichte S. 82. Grunau schweben bei denselben die Halbachoter Winrich’s von Kniprode vor, (Vossbery, I. e, Tafel IV n. 106. u. 113.) 8) Chronik v. Oliva 5. 617: rex Litwinorum. Narmante der Rewsen konig fallt nach der älteren HMchronik c, 155 Ss, III 593 an der Strebe,
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606 weit auf-Samlant schioken.‘) :.Darumb der homeister mit ınscht auff und :barrete sein. In dem harren: das. volck teil schade arınen leutten®, und da .niemandt quam, der: homeister ‚liesz®. das volok heim- ziehen und 4quam‘ gen Dantzke.ein hader zu richten." So.kald der homeister funf tag war‘ wegkgewesens, Kynstdto quam auf Samlandt und es verbrante® und furtte me dan das dritte! teil volck wegk* und quam wegk! one schaden. Zu disem der homeister und die seinen hetten” bose gedulth und umb der pestilencis willen. *fol, 181b. *Im jar 1348 Kynstoto quam» und gewan Welau?) unnd wol vierzigtausent personen furten° .in, Littaw. und lag siben wochen auff Nothangen, und im niemannt nichte tetter, unnd er zog mit freuden heim. Von disem schaden der homeister sich schemete, wann? er is nichts darzu teth. u nun $ 4.. Von eim ernsten schlahen in Littaw von Marien. Im jar 13494) es® quamen in Preussen der fursst von Holstein und sonnst von Franckreich,') von allen lannden, da* waren gesant hern unnd furssten* vor hauptleut mit" achtzehen tausent man,*) mit welohen der homeister, 80” es gut winter wer, am tag conversionis” Pauli in Littaw quam* unnd iemerlich mortten, und sie niemant liessen leben’. Alsz in nu dahnchte, und sie hetten 'iren mutwillen kuelet*, sie wolten* heim», sonnder® in verlegete! Ormano. der konig mit zwelfftausent man, Northmanto ein furst ausz der Moskaw mit acht tausent man, Kynstoto des konigs bruder mit zehen tausent man, a) und io da nieınandt quam ausgestrichen in A. b) th.d.v.=.1.0ch.C. co) 1.d. h.C. d’erzogC. e)n. aber d.C. S)5t. darfar w. C. g) w. gezogen C. h)kamK. ea. B. nr. e.C. i) halbe C, dritte A. u. L. D. VII 4. k) hinwegk C. I) sog w. C, w. fehlt A. m)z2.d. h. ©. n)kmKC 00 f.w.400p2.C. pJu.n.t.i.n.C. q)achken.=».d.h,danC. vv. M. sehlt ©. ») fehlt C©. t) f.n.h.C. m) und C. v)doC. w) confersio A. x) 208 C. y)u. Ln. leb. C. 2) daz er h. seynen m. gek. C. a) wolter C. b) h. zichen C. c) aber ©. d) aber ji. be gegnete Q. 1) Chronik v. Oliva I. c. 2) Der Rückzug nach Danzig fehlt in der Quelle. 3) Chronik v, Oliva 1. e. 4) Die falsche Zahl (statt 1348) stammt aus der Chronik v. Oltea I. ce, weiche die Einnahme Wehlaus ins Jahr 1348 setzt und darauf fortfährt: anno sequenti. 5) hospitum, qui tunc de Anglia et Franeia venerant Chrom. v. Oliea ! e Einen Grafen von Holstein nennen die Quellen nicht, er wird wohl auf den Grafen Wilhelm von Hollund, den die Chronik von Oliva S, 615 u. G18 erwähnt, zurückse- führen sein, 6) XLmilium, Chronik 1. ce.
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607 Algardo mit. sehen tausent. mem* auch des konigs bruder!) und siehb am sbent kiechmessen hey, dem ‚wasser Strawa treffen?) Det: ho- meister ‚atsach das volck der ungleubigen und wunte, wie! die -Reinen am meren: teil arfroren weren®, mit ratte er begerto‘* stilkeitung des "fol. 1828. schlaens auf den: tag Marie. Disz beiachtene die heydenn und es im zulegten der forchte® und hiesgen ilmem- anziehen zu schlagen: Da! Imyete nider der ‚homeister* und, gelabte. Marien ein. iusgkferelostar su stifften, wurde sie im belffen, unnd! ‚er die heyden soldlug. Unnd gie. zogen ‚an und schlugen® sich erlich auf? Marien troat mit den heyden. Und war, wie ein iglich cristen vor seinen .zugen sehe Marien bild schweben nach der ‚form, wie es war» im. Em. deaz ganntzen. hares.?) Mordt=. Das” schlaen gienng also zu. Nortmanda war ein starcker man, unnd er mit seinem haufen nach dem pannir drange, darumb er vil der b. errante”, wannı die b..musten aueh mit haufen halten, so’ war b. Ulrich von Fuldach, der das banner furte, unnd bey im der homeister mit dem* oompter von Daanteks, von Goluha,*) und nach manchem ritterlichen schlaen Nortmanto blib! tot,*) wigwal die comptores auch.*) Von disem totten war ein heylen, und Ormanno quam gerant, wider disenn b. Erich" von Rippenstert einlegte unnd wirfft in abe, doch sie bede tott pliben”. Mortt”. In disem und under disem* Algardo des koniges bruder mit dem fursten Wilhelmo* von Holtzstein traff und nach *fol. 182b, vielem errennen von beden teilen’ Algardo blib tot*.”) Mortt*. Im vierten hauffen hielt Kinstoto auch des konigs bruder unnd diser traff mit Heinrich Kitteliez unnd sich ausz allen bunden schlugen”. Idoch es wertte® nit lanng, alsz Kinstoto wart a) fehlt O. b) a. fehlt C. c) zusammentreffen C. d) das C. e) w. fehlt C. De. b.m. r.C. g)val.l. bWu.lei.zurfiz.C. i) u. h. feblt, in diesem a. des sch. A. k)d.h.n. C. )) daz ©. m) fehlt C. n) dis. o)u.e. trang C. p) trannte A. gydanC. r)daC. s)un.der C. %)b.N.O. a) Eyrich C. wyydoch bl.s.b.t.C. w) fehlt C. z)u. nd. fehlt C. y)v.b. t. fehlt ©. J)b.A.8.C. a)fehlt C. b) u. schl. s. a. a. binden C. c) w.e.C. 1) Narmant, Algerd und Kirstuit nennt die ältere HMchronik c, 155., Ormano tet eine erfundene Persönlichkeit, die Zahlen hat Grunan hinzugeseizt, 2) Strawa Chron, v, Oliva 618. 3) Chronik v. Oliva I, c. 4) Die Comthure von Danzig u. Golub nennt die Chronik von Oliva 617, den Bannertrüger kennt nur Grau, 5) Acliere HMehronik 1. ce. 6) Chronik v. Oliva. I, c. 7) Das weiss nur Griman.
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608 pemmgi*; wie Northmanto, Ormano:-unnd Algardo tot werem, er: mam> die fiacht, im nach die besten® unnd quamen? tiber das fliesz Biraws, als: aber der gemeina hauff quam der :Littaw und wolten übers fiesz, IT gi brochen® ein unnd vergieiingen vilf- me, dann: da: erschlagen waren, wan-von dem mentsebenblut'da vergessen, das sich zu fliise gezogen 'hette, das eysz war: halb sufgedawft>, unnd vergienngen heufkg, alsz sie’ vor 'vorcht ver 'dem 'homeibter unnd: seih ‘folck :lieffeu, im fiesse!.1) ‘Der homeister' gernnk Hstte 'nachkefulgst, sonder: die seinen von wunden und' mhuedigkeit' tt: mochten, und: sie! auch nit kunden über das fliekz koınan, idoch die” gröste ursach war, unnd= die hern wolten den ni$° nacheylen, den got weg 'geholffen hat, so diez schlsen durch Marien gewonnen war?, anders nit. Der homeister quam! heim: und stiffte das iungkfer closter zu Konsberg im Lebenich,?) und die herrh zogen heim.-: Von beden teilen pliben elff tauseat *fol. 1838. man,®) und die redlicher menner. Kinstotto was konig* uber Littaw* unnd Samayten erweit unnd gekrönet ven den seinent. Sone“. Der kunig von Littaw hette sohe Witovdum, nach dern eristen namen Alexatinder, Patrickig, Staradel". Algardo lieszz zu furssten über, Padulia in Reislannt Corbota, Jagyoldo und Sudemant, Skirgello”, Switregello, Borisch, Vigaut, *fol. 183b. Korgal, Narmunt* die sone, von disen allen’* gesagt wirt“ werden in den nachfolgenden. % a)g.w. C. b)n.e. C. c) mit seynen b. volck C. di kam C. e) fiber das f., br. s ©. NDirv.m.cC. Ddire w.C. h)dand.e w. ha. v. der m, bl, das alda v. und e. z. fl. ver- zogen C. i) zum A. 1. furf.d.h.u.8v.C. k)aber C. 1) u. foblt C. my i. disz d. C. n) das C. o)d.n. w.C. p) Also w. diese schlacht 4, M. g. C. q) zog C. r) redligsten C. se) w. der k. C. t)e.n.r.d. s. gekr. C. u) In beiden Handschriften stcht dieser Abschnitt, dessen Veberschrift in © fehlt, hinter $ 6, gehört aber offenbar an diese Stelle. v) Patrickis, Staradus C. 'w) Bkirgelle A. x) Warmunt A. In Ü folgen die Namen Skirg.—Narm. hinter Staradel, so dass aie als Schat Kynstutt's aufgeführt werden. y) dieser aller A. z) g. war worden A, w. g. w.C., 1) Chronik v. Oliva S. 618. 2) Das berichtet auch Miechow S. 238. Demnach ist es oben Traetat IX S. 387 nicht erforderlich Wigand von Marburg, dessen Benutzung durch Grunau sich sonst nicht erweisen lässt, als Quelle anzunehmen. 3) 18000 Litikauer fallen nach der Chronik v. Oliva 618 w. Miechow 238, 10000 nach der HMchronik. - 4) Diese Namen finden sich bei Miechow S. 264, Staradel und Sudenend scheinen corrumpirt.
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609 8 5. *Von eim langen sterben und vom® eim gulden jare.) *tol. 1888. In funf jaren hat es nacheihaunder im land zu Preussen ge- storben® und auch darneben in aller oristenheit, darumb Bonifacias der achte der bapst vorkurczte die zeit des gnadenreichen jarsı, das ag vor im hundersten jar was, und er e8 da satzte* ins funfftzigiste jar?), und disz gnadenreiche jar war in der zeit dises homeisters Heinrich Duczemer. So war esf ungleublich, was mechtiges volckes ausz Preussen gen Rom lieff,®) damit dorffer ganntz wuste und stette halb wust warene, wann im leidigen sterben das volck gienng und nichts sich zur narung staltet, und die noch lebendig pliben, die lieffen! ohn underlasz gen Rom unnd quamen wider und begerten zu sterben, wannk sie gleubten, und! in wer vergeben pein unnd schult; da wart erst gemercket, wie Preussen durch sterben" verwuste. 8 6. *Oliva.‘) *fol. 183b. Zu dieser” zeit im stillen freitag, alsz die monche sossen im refectorio° und essen wasser und brot, sor waren die kuchenbuben da, sie wolten den rusz ausz der feurmaur mit stro bornen, unnd sie mercklich vil stro trugen und es anzuntten. Sor war ein mech- tiger* westenwindt, diser nimpt den flam, der obene ausschlug, unnd damit anzünte die kirche‘, das schlaffhaus unnd kurczlich alles, was da war im gantzen closter, unnd es verbrannte, und war“ ein cleglich ding, unnd’ man nichts retten kuntte. So pliben nichts me steen vom gannezen closter”, dan die wende. Der homeister Heinricus Duczemer, der groszcompter Wynericus von Knipprode, der abbt Ger- hardus von Pelplina,°) der bischoff Mathias von der“ Coya, der a) v. fehlt C. b) Gantzor f. in. starbe c. i- 1.2. Pr. ©. c) d. (der A) 2. d.g. i. v. C. d) such A, d. v.numi.b.i,w. CC. e)s. erd, m. es feblt C. f) E. w., s. fehlt C. g) das g. st. ‚n. d. bh. wust blieben C. h) dan i. Jangen at. lieff d. v. hinwegk u. achten der n. gar nichts C. i) zogen, d. feblt C. k) dan C, 1) u. feblt C. m) d.diest.C. n)derC. QJi.r.s.C. p)daC. q) um, tr. sehr v. st. zum. 2.0.2.0. r)DaC. »)gromerC. t}u.2.d. k. dam. a. C. n)es w. © v) dazC. w)dabl.v.d.g. el.n.m. st.C. x)d. fohlt A, 1) Für das Folgende ist die Chronik von Oliva S. 619—21 Quelle. 2) Chronik von Oliva S. 622. j 3) Eb. 4) Eb. 622. 23. 5) So lesen (statt Eberhardus) die späteren Ilandschriften der Chronik von Oliva, s. J’erlbach, die ältere Chronik von Oliva S. 151. ”
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#10 bischof ‚Johannes Streifftock von. Heildberg, dominus Jaeobus bischof vom Colmsee, dominus Johannes bischoff von* Samlanndt,‘) dominns Arnoldas® bischoff von® Pomezen, dominus Javra auff Cassuben?) tetten ire merckliehe hilffe, unnd man das closter im jare wider bauwete?, und davon es kompt°, unad es‘ die Teutschen b,s sprechen, wie sie Oliva gebaut habent, j a) uf C. b) Alnoldus A. c) t. grosse C. d) u. m. b. d. cl. 1. oynem i. w.C. eo) d. ke, u fehlt C. f) daz, e. fehlt C. g) d. T. bischoffen b. C. db) w. fehlt, a h..O. &. C. 1) Jaoobus ep, Samb. (Aron, v, Ol. I. c. 2) In ihm steckt wohl der Probst Johannes Institor von Marienwerder Chrom r. Olwa I, c.
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"Der 13, traotat sagt* von der magnificencia, glucke, mech-*rol. 184. tigem reichtumb’, vernunftigen mennern unnd irer weisheit . propheceyen und mechtigem° übernemen der streite, “ [ De: Kamen. en Capitel 1. 8 1. Wie got ein vernunftigen man homeister wardt(h*. Im jar 1351 auf Marienburg wart ein capitele am tag Johannis babtiste, von allen brudern. wart erwelt eintrechtigiclich‘ zu eim ho- meister der b. Teutsches hauses des ordens Sancte Marie des spitals vonn Jherusalem bruder Wynricus herre von Knyproden unnd er wart der 19. homeister ader generalmeister und er regierender® über 30 jar und starb und leit in Sanct Annen grufft auf Marien- burg.‘) Diser den orden und das landt* loblich regierte! nach welt- lichen sachen ader steten, sonnder er wenig von der satzung der Ro- mischen kirchen hielt* unnd nichts vom banne, darumb er machte! im und den seinen ein bosen namen, und wie er sich hielt gen der geistligheit, ist obenen gesagt worden.*) In geim totbette sein beicht- vatter in absolvierte” vom banne sub ratihabitioner des babsts, wan® die kirche Warmia het wol drey sententz wider in. Sein? tage het er" vil amachts leut, wanr er liesz sie nit gernne zu hoch steigen und* zu lannge mit gewalt faren, und darumb man *fol. 1840, s).s. fehlt ©. b) rechten A. c) grossen Ü. d) so A, von Winrico hera von Knie- broden dem 19. hoem. in Proussen C. e) w.e.c. a. M. C. f) in welchem v. a. b. e. erw. w. C. g) regiertte C. bl. fehlt A. i)D. r.C. Klatreh.w.C. imeC. m)aiehb.C. nr. fehlt A, dafür eine Lücke. 0) dan C. p) A giebt diesem Absatz die Ueberachrift intrech (?). ge. fehlt A,e.b.n.t. 0, r) dan C. . 1) Posilge Häfoerreichnise S. 394. 9) Tracat IX S. 349. 50.
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612 kan® nit wissen, welche im anheben, im mittel, ind ende seine amachtsleutt waren. Er hielt offte capitel, darin er vil entsatste und lannge sich bedachte? ein andern zu setzen, er wolte überall selber wissen, es traff an weltliche ader geistliche sachen. Mit kriegen er sich wenig verwar‘, sonder stets war geschickt zu widersteen seinen feinden.. Er mechtig gernne baweter und er überall selber war!, und wie man es nit* tet machen nach seinem angeben, daraus wart muhe und arbeit!. Sein ding war, und man solt weit und brait von im sagen und von seim ordenn, und er es auch erlangete= und sich furstlich hielt®. 8 2. Wie er die stette in Preussen und burger begnadete zu sonderlichen freuden. Zum ersten und damit 'man eynen rathman erkennte®, er gatzter, und im winter. so solte. ex? .ein marder tragen umb seipgp halsz und ein langen mantel forne offen, im sommer und sonnst im jare er trug" ein hut mit drey gilberin knepflein und ein silberin gurtel mit eim silberen degen, sonder diser* tracht blib nit lannge nach seinem ®fol. 1868. tode, und die* bruder nomen gelt, unnd sie es eim iglichen so erlo- betent, wie er wolte zu gehn", unnd quam, wie es heut’ ist, damit in Preussen man einen vor dem andern nit erkante”. “ Vom kauffm ann. Den* kauffleuten vorgonnte er? guldine ringk zu tragen mit irem kauffmanszeichen, die da zum wenigsten ein kreutzlein in den strichen sollen haben, unnd dise auch von seyden eine jopen mogen tragen". Gemeiner man. Dem gemeinen manne er gab* zu tragen Lindisch tuch unnd nit hoher, und sie mochten silberine malgen?, da: sein heffte, tragen am koller® der jopen, wan es gieng einer hanth breit auf. Solten sie! auch alle bertte tragen unnd die mentel vornen zu und auf der rechte seitten offen.!) a)d. k.m., m. fehlt ©. b) oder imC. c)undd.C. u.bel.C. eo) walls C. f) Er kriogstte wenig C. g) aber doch st. gerust w.s.f.s.w.C. he.b.m.gC. dur u. s. darbey ©. k) u. som. e.n. C, nit fehlt A, machte C. Ida w m.u.2.ausC. m)eel «.n.C. nba10 o)Z.e dasm.e eyn.r.C,d.m.ineak.A pecaC gJdsair solte O. r) tx. & ©. 5) aber dise C. t) n. erl. eyn. igl.C. u) z.e. fehlt O. v) ach Cl w) das m. keynen fur d. a. kennete C. x) aber st. den A. y)e. fehlt A. z) mochten a. vr. ee iuppen tr. O. a) g. e. C. b) molgen A. c) golner A. d) Biee. C. 1) Die Thorner Annalen erwähnen zu 1387 S, 149 eine Kleiderordmmg vor Thorn, in welcher den Bürgern seidene Kleider und dem Gesinde der Ordensrütter silberet Gürtel verboten wurden,
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613 Schiessbaum. Item er in* satzte vor ein igliche stat ein schieszbaum und darauf ein vogel von holtoze gelawen?, wie eine henne grosz mit auszgerackten fligeln, und satzte eim ein geschenok zu geben, wer im* ein stuok abeschosse und der den fogel gantz, aber® bey stucke, ader das letste stuck abschosse, der solte konig sein das gantze jar, und diser trug einen übergülten vogel 'mit einer silberne kette stets im feirtage am halsz unnd zu nechst dem“ rath gieng in der prooession. ERS Und er machte in ein schieszgartten, in *fol. 185b. welchem sie hetten ein zilstat®, da sie mit bogen und armbroste zu schossen und darbey wetten, wer der nechste wurde zum zeichen‘ sein, und mit solcher weise gutte schutzen machten im lande,. wan sie sich übeten alle tagt. Frawen. Die frawen er begnadet, sie® mochten samethhauben tragen!, wie da sein die furssten hutte, und disz mochten alleine die ratfrawen und die kaufffrawen tragen, sonnder* itzunt ist dise hoffart gemeine. Jungkfrawen. Die jungkfrawen er begmadete, und! sie mochten perlin krantz tragen, so sie ratleuth kynnder weren, und= die annder tragen" von silber unnd übergilt ein krone° und vor irer brust ein übergilten? vorspan, und solcher meinung vile und hofflichı er aufl- brachte im lannde” und machte im die Preussen ganntz gutwillig. S 3. Wie er seine b. zum studio hielt und zu observacio‘ Ires ordens. Zu* seiner zeit wiewol das lannd von“ Preussen mit Lubeschem, Maidenburgischen und Colmischen rechten wol versorget was,* den- *fol. 1868. noch gleiehwol umb" volkomner erfarung so” hielt er auff Marienburg Welsche* und erfarne dootores im kayserrechte, die lesen den b. die- selbigen, die zu eim solchen’ geschickt waren. Und es war zy, seiner zeit*, wann ein amachts b. solte ein urtel fellen, er muste ein spruch ader eineb historien sagen, aber muste eine natturliche ursach a) feblt C. b) gesatzt A. c) oder Ü. A) beim C, e)e.2.h.C. Nziel C. g)u.m. mit s. w.g. sch. i. 1, dan siee. a. t.u.C. h) b. eo. dass. C. ji) irgend st. tr.A. k) aber ©. D) b. eo, das C. m) fehlt C. n) tr. narn C. 0) eder übergulte krone C. p) vorguldtes O. a) Meichtlich A. r) br.e. i.L a. C. ®) zur observantia C. t) inzuA. u) zuC. v)unud A, w) feblt C. x) welche A. y) die dazu C. z) geschicht werden A. a) u. w. zur selbigen =. C., e. fehlt A. b) fehlt C.
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*fol. 186b. 614. ausz der schrifft der oristlichen lerer vernemen, aus welchem* er sein urtel fellete, und quam, wie? auch ausz Tentschen landen treffliche sachen wurden compromitiert umb irer weisheit willen, und gespigkt® aus3 voTsaor, einer sein rede vorbrachte, sie im ein solution darauf geben‘. Von disem es quam, und° man von in ein spruch machte in Teutschen lannden: bistue klug, gehe hin und teusche‘ mir die b, in Preussen. !) Notta. Item zu der zeit welch geschlecht vom adel ein freundt im orden zus Preussen hette, das gedauchte ernnvhester vor eim andern sein» und sichs rumete!, wan er sich hielt nach satzung seines ordens, und man hielt gar erbarlich die regel der observancıa, und waren solche bruder, damitk kein convent war, es hielt in! zwene b., die= tuchtig waren homeister zu sein.?) Zu seiner“ zeit stund das land von Preussen unnd die b. in voller blutte der zeitlichen* seligheit, wan° alle ding, die weil sie mit den Polen fride hielten?, war wolfeil unnd genug.°) Man bergwerck fant@ im Hockerlanndt, wiewol mit mechtiger uncost. Es wart gebaut und man kauft ein marck lottig silber umb” elff firdung Preuscher müntz vom homeister geschlagen. Die m. het 16 lott ader 20 geschot gewicht. Ein zentner kupper 7 fir- dung, ein centmer eysen 1°, m. Er schlug muntz schöter genaut 24 vor ein m., das stuck vor 15 d.‘) Er schlug schilling 60 vor 1 m., das stucke vor 6 d.°) und dise war seer gut, wie man sie noch heut im lannde findet, unnd solche munntze vil. Pfennig schlug die stat vom Colm und war auf einer seitte ein creutz durch und durch, auff* der andern seitten auch ein creutz durch und durch*, mitte ein schilt mit ein adler. So“ gienngen auch Pommersche fierchen, dise waren zwen vor ein Preuschen pfening. Und er satste 6 scooter ader funfzehen schilling a) welcher C. b) geschach, daz C, co) geapot A. d) e. geben i. e. c. (solviern A) d. C. e) kam es, daz C. f) bist clich gyhe u. tretech A. g) in C. bh) d. dauchte sich oe. a fur e. C. dr.0.C. k)daz CO. DerhetteiaC. m)d.daC. n)Z.derC. o)danC. p)hetten C. Of. b.C. r)und C. s) schottgewioht C, 24 L. D. VII 38. t) auff — durch fehlt A, u) Da C. 1) Aeliere HMchronik c. 169. Ss. II 399. 600. 2) Ed. S. 599. 3) Ebendaselbst, 4) Grunau verwechselt die unter Winrich geprägten Halbschoter, deren 45 as die Mark gingen, mit der Rechnungsmünze Scot, dem 24. Theil der Mark; Vossberg, Münzgeschichte 19 u. 83. Die Halbschoter galten 16 Pfennige. 5) 60 Schillinge gingen auf‘ die Mark, uber 12 Pfennige auf den Schilling, Vossberg I, c.
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615 sole ein fierdung sein.) Ein Unugerisch gulden sol bezalt werdenn seiner muntz mit 12 scoter,?) aber 30 sz., ein Reinisch gulden vor 8 scoter,”) und welch goltschmit seine muntz verarbeyt?, dem liessen die b. verlemen eine hand.‘) Seine muntze war funff marck montz von einer mareck lottieh, das dritt veil kupfer ward. 8 4. *Wie er die convent aussatzte in Preussen auff den “fol. 1878. schlosser. i Diser homeister zehen jar frid hette®, in welcher zeit er verteilte die b. auf die schlosser unnd machte ein solehe ordinacion under in. 12 ritter b. und 6 prister b. er einf convent nenthe, der aller heupt der gebietiger aber compter wars. Darumb auf Schaken ein oonvent warb, auff Labiau 1 convent, auf Tappiau 1 convent, auff Konsberg 2 convent, auf! Lostetten 1 convent!, auf Brandenburg 1 convent, auff Balga* 1 oonvent, auf Rangnita 1 convent, auff Barten 1 oonvent, auf Elbing 2%/, convent, auf Dantzke 2°, convent, auf Mewa 1 con- vent, auf Putzka /, convent, auff Schlochau 1 convent, auf Schwetza 1 oonvent, auf Althaus 1 eonvent, auff Birgilaw 1 convent, auf Thorn 2 convent, wan es quamen vile geste hin!, auff Gulbau= 1 oon- vent, auf Strasburg 1 convent, auf Predicken® 1 convent, auf Reden 1 eonvent, auf Cristborg 1 oonvent, wan da waren die furssten prove- nert° (?), auf Preuschmarkt waren die verlembte ritterschaft, auf Holandt 1 convent, auf Moring 1 convent, auf Osterrod 1 convent, auf Marienbarg vier convent, eins in Sanct Lorentzen* kirchen, unnd *fol. 187b. die hielten horas vom leiden Jhesu, das annder in Sanct Bartholomeo kirche, und? die hielten horas? von unser frauen, das dritte in Sanet Annengrufft, und die sungen vigilias, das vierte in unser lieben frawen kirche sang nach des ordens rubrica, und ein igelich convent het in seiner kirche seine gesatzte zeit, wan sie solten anheben und enden die amacht', unnd alle weren® von vier uhr bisz auff elff ur, damit so a) solten C. b) verderbet C. o)e.h.v.C. d) w.k.C. oh. 10i. fr. C. MimA, n.e. eln C. g)d.g. odere.w.d.a.h.C. h)w.a.8.C. i)auf — convent fehlt C. k) Balgau &. 1) dan e. kamen da v. g. hin C. m) Golba C, n) Brettchen C. 0) d. f. probener (?) ©. p) u. fehlt C. dq) b. fohlt C. r) u. ir ampt onden C. s) wertten alle C. 1) Diese Angabe stimmt, Vossberg 1. c. 2) 1393 11 Scot 15 Pf., Vossberg 75. 3) 1399 9—10 Scot, Vossberg 1. c. 4) Eine derartige Bestimmung erwähnen zu 1385 die Ann. Thorm. 5. 147.
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616 es in einer kirche ausz war, in der ander man anhub*, die vigilia sanng man nach essens. Item ein igelich convent, wab sie woren, musten zu der metten umb elff ur anfsteen, die kranncken und geste aussgenomen, bey der ‚busse, und auff alle grosse feste sie nomen das heilige saerament nach geistlicher weisse.!) _Capitel I. 8 1. Wie er stette bauwette und die gebauten mit handlung und narung versorgte. Diser homeister bauwete im jahr 1356° die stat Tolckemuth, wann da wonten‘ vile fischer, und war grosz olfaung, lachsfang unnd stoerfang®. So’ bauete er auch Molhausen wider das capitel zur Frauenburg, wit welchem erf in feindtschafft lag, und sintemal das *fol. 1888. Hockerlandt vol dorfer war*, sos baute er Molhausen, und sie da ir war solten® hinfueren unnd nit gen Wormdith ader! Braunsberg. Vorsichtigkeit*. Weiter er teilte! das lanndt in drey teil alsz Colmerlanndt und Dobirn mit den Polen musten ir war nider- legen zu Thorn, da verkauffen® unnd nit weiter furen. Annder®. Das ander teil von Pomezan und gen Masau wartı und ausz dem Hinderlande das ire musten fueren gem Elbing und da verkauffen und nit° weiter zu fieren. Konnsbergr. Das dritte teil vom Samerlant und Nathangen und von Littaw das ire fuerenı gen’ Konnsberg unnd nit weitter. Die burger es dan® weiter furen gehn Danntzka und es antwortten!, dan die von Lubeck mit iren schiffeon quamen“ und es von in keufften”. Und” also die stette namen mechtig zu, wan” alle ding waren gesatst, wie man es kaufen solte, es war von essen und trincken, wie es war mit allem hanndel. a) hub m. i.d.a.anC. b) wieC. o)i. i. 1356 fehlt A, daselbet am Rande acta amıe 1356. d) dann d. waren C. e)stier fang A. f) fohlt C. g) da C. h) daz eie ihre w. s. dahin C. i)'noch gen C. k) v. niederlage C. 1) so t.e. C. m) zu verkauf. CO. n) fehlt ©. o)n. fehlt A p) fehlt C. q) fuhreten d. i. O. r) nach C. a) d. b. davon e. C. t) anwerden A. n)aber dr. L. kamen m. i. sch. C. v)u.k.e.v.i.C. w) fehlt C. x) dan C. 1) Der Inhalı dieses und des nächsten Paragraphen lässt sich nicht nachweisen.
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617 8 2. Von eim auffrierigen Domnigk zu Danntzka.') Im jar 1361 war der beyfriede mit den b. unnd Littawen® ausz auff Jeorgi*. Der homeister ware kunthschafft hett?, und Kinstoto *fol. 188b. der konig von Littaw kein volck versamelte, er sasz auch stille und auf keine herfart dauchte. Und disz geschach, wie Kinstotto ein solche vorretterey heimlich stiffte. Es quamen ausz Reussen vil Littawen mit weisselkan und mit den guttern auff den Domenigk, das ist auf den jarmarckt gen Danntzke in Preussen. Und zu wissen von diesem: von anbegin unndf Danntzka ist ein stat ge- wesen, die fischer auff eim santwerder in einem gesumpe ligennde, bauweten ein capelle in der ehere des heyligen Nicolai. Mit der zeit Schwantopoldus der fursst von Pommern dise capell zu einem eloster gab! den monnchen Sancti Dominici Predigerordens und heissen heut daselbst die sohwartzen monche.?) Dise nach laut irer privi- legien am tag des heiligen Dominiei und sie haben grossen ablaszk und vergebung der sunden. Darumb von anfang und! alsz die monnche® da wontten, die fischer und umbligende paurn sie zogen auf den ablasz auff genanten tag”. So° quamen dahin kuchenbecker, paudelkremer, gurtler und solche annderr me und da feil hetten«, und so dan diser tag in bequeme war, und erlangten" die einwoner der stat Dantzka, unnd man in gab den einen jarmarckt* auff!*fol. 189. Sanct Dominigks tag, von diesem" der jarmarckt zu Danntzka noch heut der Dominig heist. Zu welchem in diesem jare quamen’ achthundert Reissen und Littau mit schiffen unnd zu rosse und brachten vil, sonnder” der gemein man nit wuste*, was der anschlag ires koniges war, er hette ag? iren firem die meinung entplost, wie sie® thun solten, und er wolt plitzlich auff sein und wolt in Preussen fallen. Die* meinung, die sie auf Dantzke hetten, war dyd. Im sontag nach Laurenti am abendt die Littawen giengen? gassen breit mit iren harpffen und die boszknecht auf einer andern gassen unnd 80 gingen® mit iren lautten‘, und sich troffen aber miteinander sich begegnetens, und einer? dem andern nit wolte weichen. Von welchem sich erhub! ein romor und sich begunten mechtigelich® zu schlaen. Die Littaw sahen, wie! sie der bosleut mechtig weren, sie sa)u.denL.C. b)h.w.k.C. o) gedachte a.k.h.C. d)a.L. v. RB. A, mit etlichen Reussen u. L. L. D. VII 48. o) u. fehlt C, f) daz C. g) sicher! A. h) Nioolaio A. i) M.d. x. 8C. k) u.» fehlt, h. gr. a. C. 1) fehlt C. m) dise Dominick m. C. n) s. fehlt, zogen a.g. . zama.C. o) daC. p) 2.2.C. q)h.d.f.C. r) n.siserl.A. e) u. d. einw. d. st. D. e. C. t) fehlt A. u) davon O, v) quam A. w) aber C. x) n. w.C. y) auch A, nurn O., h, fohlt ©. a) dieC. a)derA. b)dsoC. c)amC. d)g.d.L.C. e)g. auch also CO, f) lentten C. g) u. b. es. tr. a. feblt C. h) koyner, n. fehlt C. i)e.0.C. k)b.s. sehr C. 1) das C. 1) Aeltere HMchronik Ss. III 594. 2) S. oben Tractat IX S. 420,
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*fol, 189b. *fol. 190a. 618 teilten sich unpd ermorten die burger, wen sie fundem. Von disem man schlug sturm“, und die Littaw legten feur an, dieb frawen leschten, unnd die menner, under die Littau und sie brachten zum tode°, den die sachen befolen wer worden‘, griffen und sie bekanten®, wie sie das schlos sollen! erlauffen, unnd die stat auszbrennen,* wann Kynstotto wolte sie rechene, unnd solcher meinung mer. Und man het in genommen ire war! und in getban jr rechtk. Forteil!. Kinstoto hielt sein wort und er! quam bey Ortels- burg in Preussen und keinen schaden tet”, sonnder" er wolt anderstwo umb Heilsberg eine beutte holen und sioh ausz Preussen bürnen. Sonnder® b. Tammerlandus° von Feltingen marschalck mit 30 b. und vier tausent auf in unnd triben in zuruck und zogen im nach und quamen vor Caimayn. In wart gesagt, wie er da were, sonder: er war heimlich weck, und mit iren buchsen sie logen darvor neun tag und es gewonnen“, und’ sie funden da Narwot und‘ Naboye die kynder Kinstoto, er war aber weg, welche sie gefangen nomen und die andern ermorten und verbranten das schlosz unnd wollen heim- ziehen, so® überfelt sy Kynstotto unnd schlug sich mit, unndr da plib der marschalck mit 12 b. unnd sechzehenhundert man, 18 b. wan fieng* und furte sie ins gefengknus und auch dar storben® im elende, nnd musten so’ pleiben zu der zeit.‘) 8 3. Von einer sonderfichen straffung gottes über Preusser land. - *In disem jar auf crucis exaltacio war ein solch erschrecklich wetter und blitzlicher windt, damit” umb die 60 schiff clein und grosz auf der rede vor Dantzka und im habe bliben. Vil® schoner spitze auf den thurmen fielen und in den kirchen mechtigen schaden tettenY sie im* einwerffende, der zal überall im lande 37 war.?) a) schl. w. zu at. C, b) aber d.C. c) u. d. m. erschlugen d. L. C. d) word. fehlt C. e) g.».u.b.C. f) daz s. solton d. schl. ©. g) retten A h)vill. dirgug.C. k) en. {in A. übergeschr.) j. i. r. g. ©. 1) fehlt C. m) t. k. sch. C. n) aber C. o) Tammorandus A. p) fehlt ©. yul.mib.dp.t.n.gewetC. vr) faltl. ») daC. t)f.m.O. u)ust.a.del. v)alooC. w)dazsC. x) viler C. y)u. tett i. d. k. grossen sch. C. 3) i. fehlt C. 1) Afis diesem Zuge meint Grunau wahrscheinlich die Einnahme Cauens (Kowme, bei welcher Waidot, Kinstutt's Sohn, gefangen wurde, Ann. Thorwn. u. Johma v. Posiler Se. III 81. 82. Freilich erzählt er denselben weiter unten noch einmal. 2) Johann von Posilge Ss. III 79, 80, der aber die Wirkungen des Sturm nicht so drastisch schildert.
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619 Zu Wyspelschwalde') stunt ein glockenthurm it drey glocken, die groste von 30%, centner, die cleinste von 2%, centner. Disen thurm- sp yon holtze gehmat und auf grosse. faltsteina gesetzt, der wint in wegk nam® und über ein gantz pfuggewendt ig einen gartten warffe one schaden, Pestilenoia‘. In disem jar anzuheben Miechaelis®, se erhub sich ein gross und blitzlich sterben, wertte bisz auf liechtmesse, und man hai in den grossen stetten! die totten beschriben, su. Thorn dreytausent drithalb hundert 21s, zu Danntzka 13 tausent 65°, zum Elbing 7 tausent 92', zu® Konsberg 5 tausent 87!, von den b. des ordens 117, von den diennern auf den schlossern 3000 und 12, von den® dorfiern war es unzelich.?) Straff®. In diser fasten nach dem sterben war zu *Dannizka *fol. 190b. ein boszknecht verterbte, genannt Gertt? Birnnebaum einı Sachse: Diser umb sibenhundert mentschen ermordt sein tag" unnd het doch nichts jemandt genomen etwas*, jo seiberlichert sie waren, jo lieber er sie mortte“ und man griffv in und fragte”, warumb er ein" solchs gethan hette. Er sprach: etlich ich tette, damit” sie mir ausz den augen quamen, und die* da seiberlich weren, und» ich mochte. sehen, wie sie im todt gestalt weren, etlich ich ertote? unıb rumens willen, und° man sagen solte, und® keind kyner starcker war komen den® er, und solche schalckheit rede vil‘, und man tet im sein recht, und men® stiesz im arın unnd bein zwir entzwe und legt in so lebendig auff ein rad, zu welchem giengen? vil burger und in vermanten zu leide! uud zu rheve, und er schry, o ea ist mir immer leid, und die burger fragten“, was im auf dem! leitsten were, er sprach, und= ich dem nit sein messer hab im halsz» geschlagen, der mit dem messer seine zen gestackel® het, damit? ich gesehen, wie er sich vor dem tode gestalt het; die burger die disz horten, sich daran ergerten und gingen“. a)mddC. bai.wC. Juwiiog.ueg pf.C. d) fehlt C. e)M. a C. D fehlt A. g) 4820 C, 4000 L. D. VII 38. h) 3065 C, 1366 L. D. i) 7000 L.D. k)z. fehlt A. I) 5097 L. D. m) der A. n) fehlt C. o) in C. gerichtet übergeschrieben. p) Nlert A. q) inA. r) d. bett s. t. bey 700 m.e.C. 8) u. h. d. niem. e. g. C. t) und yhe schoner C, ia sicherlicher A. u) ermortte ©. ergrift C. wu fr.ioC. x)e. fehlt C. y)t.i. daz C. z) etzliche, die C. a) daz C. b) todtei.C. c) dazC. d) ein A. e) alsz C. f) schalcksrede me u. v. C. 8) fehlt ©. Yu. mg.2.imC. i)u.v.i.z. leydt C, bede A. k) fr. inC. Jam C. m)dazC. 2) i.h. e. m. hab C. 0) gestackelt C. p) daz C. gq)e. ». daran u. g. wegk C. 1) Mispilswalde Johann v. Posilge S. 80. 2) Die Pest erwähnte Posilge zwar auch S. 80, giebt aber nur an, dass zu Eibing 13000 Menschen gestorben seien; die übrigen Zahlen hat Grunau hinzugeseizi,
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620 Capitel II. 8 1. Wie Kinstoto der konig von Littau der b. feindt von in gefangen wart, und wie er entquam.*) “fol. 191a. *Im jar 1361: die b. machten ein erdinaoio*, unnd man schickte die beste b.b auff die schlosser unnd an die grennizen, und dis ritten alle tag ausz und versicherten die strassen, damit° niemandt ungewarater sachen in Preussen fielle in? kriegsweise, wie vor vil gescheen were, und ein igelich schlosz hette sein genante stelle, und nit weitter da sie ritten‘. In solchem umbreitten der pfleger von der Lickaw b.s Wilhelm von Cronesfelt?) mit 20 pferden in der wiltaus umbritt umb sicherung. In disem er findet® ein Littaw, welchen er fraget, wa ir! konig Kinstoto wer. Der Littaw sprach: so du mich nit woltest melden, ich wolte dich inwendig! einer stund fieren, da du Kynstoto findest auff' der jagt allein, und er schwur im” ein eydt, er wolt im geben ein frey gut erbe. Und der Littaw sasz hinder einen knecht auf sein pferdt und furte den pfleger in einer stunde ader ein wenig me und sie funden, wie” Kinstoto der konig von Littaw bey dem garn gehet unnd harret auff wildt, auf die b. er keine: sorg hettee. Und sie in ansprengtenr, unnd er gab sich ge- fanngem, wan hett er“ geschryen, so hetten sie in erstochen, und ia 6. tagen sie in auf Marienburg brachten‘ unnd in einen thurm *fol. 191b. satzten* und befulen in dem getrausten knechte Michel von Leaf‘ genannt, und diser solt im diennen und sohawen, damit" er nit darch verretterey davon queme”. Von stund an die b. grosse hauffe brief sohiokten” in Teutschlanndt, unnd* sie hetten einen konig im ge- fengknus’, und war vrolooken* und triumphieren mit in. Dem Littaw der homeister gab* den hof zu Wangaw mit 40 freyen huben, und die seinen hiessen die Namelkoner, und Kynstoto 7 wochen gefangen warb. ?) a) m. d. b. e. ordinantia C. b) daz m. d. b. br. a. d. schl. ach. C. JdasC. HL fehlt A, i. fehlt ©. e) vormale ©. f) eo weyta.n.w.e.r.C,. g)b. tehlt A hf. C. dw der C. %) fehlt ©. 1) inC. m) fhltC. m dazC. )heak.s.C. p) n.s sp. i.nC. q) den soe.h. C. r) br. #.i.2.M.C. s) u.a. i. ine. th. C. t) Lauffen C. u) das C. v) name A- w) sch. d. br. gr. b. br. C. x) dazC. y) e.k.i.g.h. C. z) verloren! A, gros iubiliera C, vr. Cor. Jd.h.g.d.L.C. Mw.6wo.g.VK. 1) Johann von Posilge 80. 81. Aeltere HMchron. 593. 2) her Cranchsvelt Joh. v. Posilge. 3) Diese Details finden sich in den Quellen nicht.
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621 Michel®.!) .Gott erkante, undb die b. in übermuth waren ge- fallen. und in uppige freude, .er sie alsp. wider betruben wolte“. . Auf eyuen tag ‚Michel von Luff@ und Kynstoto quamen zu .reden® und Michel sprach: her konig, was gibestu einem, der dich erfreyete vom gefengknus, und solcher wortte me. Er sprach: ich setze dir zu pfannde, von dem ich hab leib:. und seel, wann ich habe drey sone zu meinem lande, und der mir weg hulffe, soltes der vierte sein. Sob wuste Michel. wol augz der gezeugnis! der b., das Kynstotte in seinen. wortien redlich war, und was er eim zusagte, das hielt er im, und sie quomen zue vielen worten und sich verachwuren** redlich zu *fol. 192a. hanndlen. Knecht Michel fant weyse und ein! rat, und er! bracht Kynstoto in sein. lanndt. Der homeister war am dritten tag des auszkomens frolich. unnd schickte nach knecht Michel, sonnder man in nyrgenth fanth”, man bald» erschrack uud zum tum und man , niemandt fant‘, wiewol man auszrantte und schicktenr mit allam vleiez, doch man niemants fanndt°. Merck’. Kynstoto so bald er heim qnam, er schrib* zaruche unnd sich gegen dem capitl auff Marienburg bedanckte vor die her- berge unnd sprach: helffen im seine gotte, und im ir homeister* zu teil wurde, er wolt in vil basz bewaren, wan er bewart wer worden, und solcher wort vil, und“ sie solten auch weiter niemandts ver- denncken, wan’ niemandt zu seinem weckkomen hette geholfen, dann seine gotte und sein son Michel vo Lauf, Was aber von disem Michel ist worden, hab ich nie mogen finden etwas". 8 2. Wie der homeister ein herfart auff Littaw machte und zog*.?) Der homeister wolte rechen allen schaden, den’ Kynstots ge- thann hette, er vermochte* Heinricum von Schauenburg bischof auff® *fol. 192». a) M. feblt C. b) daz C. c) daw.e.e. w. also b. C. d) v. fehlt, Lauf C. e) z.r. kamen C. Ndan C. g)dere.C. h) Da C. i) geheimnus A. k)v.s. C. i) fehlt C. m) aber nı. f.i. ninders C. n) halb A,m.0.b.C. o)u.f.n.C. p)u. suchte c. g)i.f.m.n.C. r) fehlt C. ») schr. e. C. t) das i. der C. u) daz C. v) dan C. w) ninder f. konnen C. x) sa. L. z. mit eynem here C. y) alle schade rechnen, die C. z) von C. 1) umb sente Michels tag entfloh (nach der ültern IlMchrorik S. 593) Kin- stutt; das giebt Grunau Veranlassung den Befreier (mit hulfie eyns knechtia, Z.Mckron.) Michel von Luff zu nennen, 2) Johann von Posilge S. 81. 82.
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622 Samlanndt,*) der in vil anschlegen der krigen gar ein guter heupt- man etwan gewesen war, und nam? elfftausent man und dreissig bouchsen, die wurffen steine wie ein heupt grosz, unnd man thet zwen schos auss einer den ganntzen tag,?) und quamen® vor Cawen. Auf dem schlosse war Weidot der eltste son K'ynstoti. Alsz diser das her sach vor das schlosz sich lagern, er gienng® vom schloss zum homeister und bat umb die heilige tauffe?), und man hat in sufge- nommen®. Die andern bayorn sich werten‘ und der homeister sich wolte lassen erkennen® unnd gieng an ein sturmen: und es auch gewan!. Die bayorn furte er* in Preussen, das schloss mit dem laude auf 6 meil er brante! in diem grundt. Es entstauit ein rumer ins homeisters her umb der beutte willen, und man sioh besorgte, und* ‚die Preussen wurden den feynden® beyfallen. . Sie zogen heim . auff dem wasser, und aufr Konsberg der bischof tauffte Waydot und nannte in Heinrionum. Der homeister in schickte! zum keyser Ca- rolo IV, und diser in machte" zuın hertzog,*) und er quam wider in *fol. 1938, Preussen unnd auf 'Welaw wart wie* ein fursst gehalten und er anch ein oristlichs leben furttet. Ungenade". Disz oristen werden Waydoti Kynstoto nit übel anf nam’, sonnder seine sone Skyrgaylo und Bwitrigaylo” sich ver- schwuren an im unnd den b. es zu rechen“, so sie das regiment in die hand wurden erlaungen. Kymstote ınachte mi® dem homeister einen beyfriden auf drey jar, in der zeit er bauwette Cawen wider stat und schloss’ und sonst annder schlosser me nach Preussen und nam anderszwo® folck und satzte es darauff und meinte ein schaden zu thun. r )wRC bmmA )zgmG, gel u.mmnmmia.t. HwnC. o w.ne)1C. h)ußngaznst.C. dn.go,a. febltC. Klef.d.b.C. YvabreC m) fehlt ©. n)b.0,dazC. o)d. f.w.C. p) u. fehlt, nach C. a) .i.C: ri n.derm.i. C. )u.wa.W.C HuLec.1.C. wfehltl. v)D.n.K.n. ü. a, dar seyn son W. chr. worden war, aber ©. w) Gkyrg. u. Switteg. A. x) woltena.r. a.d. br. C. y) b. e. wicderumb d. st. C. u. d, schl. C. z) ander A. 1) unde der bischoff von Samlant war ouch mete, sagt Posilge Ic. Den Ne- men ergänzt Grunau fälschlich durck Heinrich von Schaumburg (Bartholomäus mei Posilge), vgl. oben Tractat IX S. 394. 2) Bei diesem Zuge erwühnt auch Johann von Posilge Geschütse, 8. 82. 8) HMchronik 595,
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628 $ 3. Von einer unseligen zeit und von straffung Bette übers land*. Im jar 1362 und 63° got plagtee Preussen, wan“ alles getraide war tob‘) so genant, wann“ es gab kein mel nit, und wa jo was® war, da‘ frossen es die meyse, der ungleublich vil war, und man kaufte ein scheffel korn umb 1%, m., wane vil paurn nichts seeten®, sint dem! es teb war, sie meinten,: es..wunle niehie daraugz, etlich aber seheten und erlangten schon getraidt. So liessenk der bischof von Plotzka unnd der bischoff' von der Coys nichts zugeht!, wan= disz war in vom babste verbotten umbs® vertribenen bischoffs* willen *fol. 193b. von Heilsberg vom homeister.?) Pestilencia‘. Sor quam in diser teurung ein annder be- trubnus, und es? waren weiche winter und heisse sommer, in welcher es starb unmessig seer,’) damit" Thorn, Newmarckt, Teutscheylaw, Graudentz, Risenburg gleich wuste* sturben unnd wurden verlauffen etlich jar. In disem sterben es war, und* offt ein nachper zum an- dern quam und wusten nit von den gegenwertigen" totten, und vile erschracken auch, vile erlangten böses’, und” da wart es gemacht, und wa ein totter were“, man solte’ ein tuch aushengen vor die thür, wa ein* leiche war, und disz ist noch heutte*. Verrichtung®. In diser tewerung war vil wein in Preussen® gewachsen unnd heten auch vil honig, daraus sie mette brauten, den stof wein sechs fierichen, den stoff meth umb 12 fierichen. Idoch die Preussen waren? zue disem getrennck ungedultig, wann gersten bier ir hertz ware. Die sach mit dem bischoff war verricht‘ vom kaiser Carolo IV, und dise busse wart gesatzt: hundert marck goldes Unge- tisch, der. dem andern wurde. gewalt thun in seinem®, und da der a) straffe g. ü. d. 1. C. b) i. i. 1368 C. c) p. g. C. d) dan C. e) und do etwas C. D) fehlt C. g) dan C. h) =.n.C. i) darumb C, k) Da lisz C. 1) zufahren C. m) dan C. n) umb des C. o) fehlt C. p Da C. g) fehlt C. vr) daz ©. a) gl. wie w. C. t) geschach es, daz 0. uw) fehlt A. v)dazs. b. erl. C. w) fehlt C. x) wa e. yder t. war C. y) das. m. C. z) woria C. es) wirt n. h. gehalten C. b) fehlt C. Jw.i.Pr.C. )i.w.C. Jw.i.b.l. die selbige zeytt w. d. a. v. m. d. b. C. g) in dem seinen C. 1) Posüge S. 81. 83. 2) Der leiste Satz ist tendenziöser Zusatz Grunaws, 8) Dis Quellen (Detmar, Johann von Posilge) sprechen im Gegentheil von grosser Kälte.
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624 *fol, 1943. kaiser im und seinem rTeiche* disz bischtumsb von Heilsberg incorpo- rirte zu ewigen zeitten mit dem privilegien, wie die bischtumb sein im reicheb.!) 8 4. Von reichen dieben und darnach In armut fallen°.?) Umb dise zeit die becker auf Marienborg weren® grosz bier- lappen und spiler und hetten iren auszgang zu einem burger genant Werner Wittenborg,?) zu im vil mal die becker rock und hembdt verspiltene, und derf wart gut man mitte. Der beckermeister mit dem wierte redtes von vilem gelde, das da lege im tresellthurme, der hert am backhausz stunde, ausz welchem ınan leichtlich gelt unvermerckt moge nemen®. Der wirt und der beckermeister es be- schlossen! vor einen compank zu steen, und im ein Semisch kissebret zu gelde legt!, und der backmeister” mit seinen vier knechten brachen ein und namen ag“ das Reinische goldt, das sonnderlich gelegt war, 12 tausent gulden‘) und sie es mit einander teilten° und sich weck machten”. Sonder der backmeister war truncken gewest, in seim langen schlaffen er wart begriffen, wan: man fant den einbruch“. B. Paul von Roteustein treseler solt im morgenn’ Reinisch golt haben *fo]. 194b.und den tresel er erbrochen* fant”, und man schickte baldt ausz unnd erwuschten einen in der fere bey* Thorn, einen zu Soldaw nach der Masaw, einen zu Rugenwalt in Pommern und einen zu Konsberg.®) Soy wart der backmeister gemeldet durch ein offenbar weib und man fieng in und bekante* auf seinen wiert, und sie be- kanten, wie das golt lege in einer thertonne, und man teth in ir recht. So* bequam man das gelt alles bisz auf drey hundert gulden, und die a)tagenC. b)i.r. 0. © c) die doch i. a. lebotten C. d) waren d. b.C. e) beyi. vers. d.b. oft h.u.r.C. T)d. wirt war ©. g) rathe A, r. m. d. w. C. h) leicht u. (unvermengt A)g.n.m.C. i)b.o.0. k) manC. 1 und der wirtgabi.0.8.k.hb. 2.8.0. m) bergkm. A. n) auch A, num ©. o) th. em. C. p)u.m.s. w.C. q) Aber C. r) burgkm. A. s) griffen A, ew.b.i.s). schl. C, t)dan C. u)e, bey A. v) des morgens C. w) u. e. f. d. tr. serbr. U. xyand.f.e. C. y) Da C. z)erb.C. a)DaC. 1) S. oben Tractat IX S, 350. 2) Quelle ist Posilge S. 83. 3) Wyttenberg Posüge I. c. 4) Diese Detnils kennt nur Grinau, 5) In Deutschland wurden die Diebe gefangen; Posilge I, c.
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625 hette der eine .-dieb in* Marienwerder in denb kirchenkasten gelegt, und die liesz man der kirche pleiben. Capitel IV. 8 1. Von unbesorgtem einfall in kriegsweise in Preussen‘. ‘) Im jare 1367 alsz zu® Smolentzky Kynstoto kranck lag‘, sein sons Skyrgaylo wolth seinem eyde gnug thun one wust! seines vatters, er nam* an sich ein hauffen buben, und im wart verspeet, wie! auf Rangnita wenig volck war, und er auch wuszte, wer" im das schlos wolt verraten haben. Darumb so” quam er vorgeranth° ungewarnether sachen, die verretter wolten bald irem amacht gnug thun und sich zum thor hielten”, idoch die anndern namen* überhanndt? und die *fol. 195a. verrether erstachen " unnd stalten sich zur wehre. Skyrgaylo mit den seinen mechtig sturmpte einen ganntzeu tag unnd wurden gantz mude, und sie zogen abe und verstortent Splittern", Castritten und Hackelwerg”,?) dasz waren grosse gerichtshofe, mit allen iren dorfern”. Von disem wart Kynstoto underricht*, wie sein son gefochten’ hett, unnd er es straffte, wan* es war zwischen im und dem homeister gemacht, und solte eins dem andern ansagen,?) wann er kriegen wolte, aber die stelle nit, wa er wolte einfallen. Und es quam, Skyrgaylo® Kynstoto son auf Tracky! ein loblich fest hette unnd tranck gute trincke unnd gienng mit vilen freuden schlaffen, im morgen aber man fant® in todt ligen. a) zuC. b)d. fehlt A. c) disez C. d) v. eynem oynem (!) nnvorbersehenen e. i. Pr. C. e) feblt A. N) konig 1. A. g) fehlt C. h)w.s.5.8.C. i)bewust ©. k)n.e. C. 1) ange- zeyget, dag C. m)n.e. w. 2, dieC. n) fehlt C. o)v.am Rande in A,u.s.v.C. p) h.e.C. gyydn.detl.C. ed v.C. mDe.g. t. st, m. fohlt C. t) verschurten A, zerst. C. n) Spionern C., Spiltnern A. v) Hnckerwerg A. w) m. no. i.d. fehlt C. x) dem K. angezeygt C. y) gestritten C. z) str. es C. a) danC. by daz einer d.a.=.n.C. c)n. e. geschach, daz er 8. C. 4) Droszky C. e)f.m. C. 1) für diesen Abschnitt ist Posilge S. 87. 84 Quelle, doch unternahm Kinstutt den Zug selbat, 2) Splittern, Caustritin unde das hachelwerk vor Rangnith. Posilge I. e, 3) FMHMchr. 393. 94. «0
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*fol. 195b *fol. 1962. 626 '& 2. Wie der homeister Gotswerder baute in* den überzeg der Littawen. Im jare 1369 nam diser homeister nach ostern® mit im® funff- tausent man mit aller bereitschafft und zog an das flisz Bocky? und da bauwete® ein schlosz auf seine seitte von geschurztem bolwerck und es umbgrubf tieff und breit und es auch wol besatztes mit b. „Thimotheo von Dilhausen und nante es Gottiswerder* und wart vol- bracht in 23 wochenn, wanb iu diser arbeit muszte kein heilig tag nit! sein.') Notta!. Auf disem schlos ist diszE gescheen, unnd’ Swittri- gaylo Kynnstoto annder son ein geschworner feindt der b. auf den nehesten wintter nach dem bawen darvor quam mit grossem volck” und sturmete mechtig® und muste kein abende weichen®, und die b. auch’ meinten. und die Littawen weren ganntz wegk“, und sie giengen ins Salve regina, und man da sach” offentlich, und® Marin mit einem sprengel alle die besprengte in sonnderheitt, die da waren, und verschwannt. In disem quamen die Littaw wider und wolten es er- steigenn, sonder Maria sie zuruck stieszu, und disz sie offentlichen sagen’.?) Kinnstoto entsagte und quam selber vor das schlos und nach mechtigem”* harten sturmen gewan er es“ und er niemandt totte, sonder sie alle gefangen nam” und hielt sie also gefangen, damit* ein iglicher den seinen schreiben muszte, die Preussen erloseten die iren, sonder’ die b. musten pleiben.. Kynstoto Gottiszwerder besatzte! unnd zogk wegk.°) *Der homeister auf® und gewan Gottiswerder mit fenr ein- geworffen und ertette da® mit brandt, was da war, unnd also Gottisz- werder wust wart und noch! heut ist. Vom antragen der b. der homeister durch b. Heinricum Schindekop säsz mit Kynstoto zu Cawen das wechsel mit den gefanngen**), und man gab zwelff bayorn, a)undd.C. b)n.o. fehlt C. cJ)eichC. dBugC. oJb.d.C. Nuetl. gu b.e.w.C. hdanC. dfehltC. K)wC. 1)dezC. m)darfurm.gr.v.kamC. n)u.steo sehr ©. o) u. m. des abents w. C,nitw. A. p)fhltC. J)dedLe.wgw(t. Da.dC. s) dazC. t)i.s. fehlt C. u) aber M. st. s. 2.C. v) u. d. sahen s. 0. C, sagten A. w) manchem G x)gee fehlt A. yue6.doechn.C. z)8e.n.8.0.8.C. a)dazC. b)aber C. ce) da bl.C. d)b.G.C. e) wara. C. f) einwerfien C. g) fehlt C. h) u.a. wardtt@.wC. is also n.C. k)m. K. z. C, eynen w. s. d. b. Honningum Sch. m. d. g. C. 1) Aeltere HMchronik S. 595. Der Comthur ist eigene Erfindung. 2) Die Wundergeschichte fehlt in den Quellen, 3) Aeltere HMechronik 1. e, 4) HMechronik 595,
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627 das sein Littawische herrn, umb einen b., und mit den übrigen bayort sie sonnst.all ir volck erlöszten von im*., 8 3. Von dem Rudawischen® feldtschlagen auf Samland.') Im jar 1370 Kymnstoto sagte dem homeister an, er wolte in be= suchen und rechen seine verbranten. So“ het zu der zeit der ho- meister den adel ansagt auff Marienburg auf fasznacht ein frey tarnieren,?) und? darumb so® muste es pleiben ansteen. Und man machte drey hör, wanf im war verspeet, wies Kinstoto in drey enden folgk versamelte, unnd darumb der homeister ein hör schickter ins! Colmische land, und da war heuptman b. Wigelk von Thomansdorf compter auf Goliba, das ander auf Neidenburg und das furte b. Adam von Thobeneg voigt auf! Heilsberg, und" das dritte furte b. Heinricus” Schindekop ımarschalck auf Konsberg®) und iglich *hör° het 6 tausennt *fol. 196b. man. Kinstoto quam durch Samayten über ein ecke des Curischen oabs auf Samlandt mit zwelftausent man”, uund sie verbranten die gebiet Caymayn, Schacken, Powinden und Labtaw unnd sich legten« in die rhue vor Rudaw. Der paccomor, das ist der Jandtrichter, am sonabend vor fasznacht quam* und sagte es au, von stund an das hör auff* in der nacht und quamen den morgen“ gen Rudaw, und der märschalck liesz in mesz lesen und darnach meth und wasser Sanct Johanstrunck segnen und zog an und machte die spitzen, Kin- stoto dergleichen und gienngen an ein schlacht” und schlugen sich den gantzen tag im schne, damit” er mit blutte flosz, unnd die b. den streit verloren.‘) Disz' sach der marschalck unnd im grimmen rante* er zum Littawischen bayor” und wolt in erstechen. So war da® ea) erl. sie a. i. v. ©. b) Littauischen A. co) Da C. *d) fehlt C. oe) daC. fr dan C. &) angezeygt, daz Ü. h) a. fehlt, de. d. h. O. i) eins (wiederholt) ins A. k) Weygel Ü. 1) voigt fehlt, von C. m) n. fehlt C. n) Henningus C. o) fehlt C. p) m. fehlt C. l.a. C. r) landt- rentter C. s) kama.s.C. t) ward.h.a.C. n)imm.C. v) u. g. zusanımen Ü. w) dez C. 2) r. 1. gr., e. fehlt C. y) banniere C. z) den C. 8) do w. der C. i [u | 1) Posilge 88—91, HMchronik 395. 96. 2) Der Hinweis auf Fastnacht stammt aus Posilge. 3) Nur der letzte (Henning, d. i. Johann, Schindekop) ist historisch. Die Jol- genden Details verdanken Grunau ihren Ursprung. 4) Aus den Quellen ergiebt sich das Gegetheil, 408
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*fol. 197a, 628 Wyssewilte Kynstoto schwager‘) und» diser entpfing den marschalck und sich solang schlugen®, damit sie bede tot fielen zugleich auf die erden“. Der b. volck nam die flucht, und die Littaw zogen umb und triben alles volck wegk und verbranten Samlandt unnd weren gerne weitter gezogen, sie sich aber besorgten, unnd® die* strome wurden aufftauwen, und sie auch vil krannck volck hettenf und zogen so heim, sonnders unzelich volck in todt plib? im schne vom erfriessen!.?) Da bliben tot mit dem marschalck gebornne hern b. Albrecht von Sangerhausen, b. Diepolt von Haczenstein compter auf Brandenburg, b. Albrecht von Scheraw sein hauszcompter, b. Ulrich von Stogheim, b. Walterus von Ringaw, b. Paczoldus von Karbis compter auf Labaw*, b. Salintus von. Eysenberg, b. Arnoldus Loriches und fast 37 b. mit dreytausent man zwehundert 21!, Litiawischer” eorper weren umb acht tausennt.°) Capitel V, $ 1. Wie ein mechtiges volck in Preussen quam die b. zu rechen an Kynstoto dem konige".*) Dise botschaft quam im Teutschlant, unnd war grosz clagen umb die b.° Auf den zukomenden herbst zu gesellen es? guaamen in Preussen der furst von Österreich Albertus,*) die furssten® von Bayrn Steffanus, Friderieus, Georgius gebruder,°) dier furssten von Oppeln Woytzech und Girsycka gebruder,?) der lanndigraff von a) feblt C. b) u. schl. ».201.C. co) dazC. d) e. t.bl,.a.d.e. fehlt Cl. ab. RER Na.b.e.v.kr.v.C. g)aberC. b)bl.i.t.C. i) von frost C. k) Labia C. 1) 11 C. m) der L. C, Lifflender ausgestrichen in A. n) W. vil v. i. Pr. kam d. br. a.K.z.r. C. o) Die b. darumb A. p) z. g. e. fehlt O. g) der furst A. r) nnd statt d. A. 1) Wezevilte ein edler lantherre findet auf der Flucht seinen Tod, HMchr. 5%. 2) HMchronik u. Posüge I. c. 3) Für die Gefallenen ist Posilge IL Quelle, doch verdreht Grunau die Name mehrfach und ergänzt Vornamen, so den des Comthurs von Brandenburg; der Haus comthur hiess von Btocheym, Peczolt von Karbis ist Comthur von Reden, Armold ren Tıoreche (kein Ordensbruder) stammt aus der HMchronik, die Zahlen sind alle willkürlich vergrössert, 4) HMchr. 596. 6) hertezog Leupolt von Ostirreich, HMehr. I, c. 6) Den Driüten hat Grunau hinzugeseizi, 7) Czwene hertozogen von Polan, HMehr. I. c,
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629 Lochenberg Wyınmarus,‘) der freyher von Wohalden Sigismundus?) mit im elff graffen, awehundert ritter und zehentausent knecht*3) *fol 197b, und sie lagen auf Konsherg und prasseien* und ja sovil schaden teiten, alsz all ir kriegszzeug wert wer. Und war eine pflag®, wie" in den beden haben den gantzen wynter durch nit ein gerichte vische wart gefanngen, unnd! darumh die geste essen® in verbottner zeit, was sie begriffen‘, darumb die Preussen sprachen, unds got sieb straffte, ‚damit! ‚sie kein wintter* hetten, darauf sie auff die Littaw mocht ziehen!.*) - 2 ‘ Discordia®. In disem ‚wurden die furssten auez stetter faul- heit under ‚einander uneinss, wie® etliche lose b. sprechen, die fürssten von Oppeln ‚waren ire verretter, wan® es weren Polen. Die zwene ‚ferssten es namen“ zu hertzen und es elagten den andern fursten sprechende’: unnd® wie wol wir der sprach Polen sein, unnd des glanbens wir cristen sein‘, umb" des willen wir sein ins” land kommen. So” fielen in bey die furssten van Bayern* und die b. zu- mal ernstlich auszrichten, und’ damit under dem hör ein aufflauff* wart und viel mordt. Alsz nun alles auff Samlandt und Nothangen verhert war durch sie.in der futterung, sie zogen* heim und sagten den b. wenig ehere® und fromen nach, und die fursten von Oppeln es in mit der zeit: wol einbrachtene.®) 8 2. *Wie die b. Littaw überfullen und es mechtig‘ . *fol, 198a. beschedigten. Im jare 1373 waren wider Kynstote Jagil und Corbot gebruder Algarden kinder, der da war Kinstoto bruder gewest: dise hette er- zurnet Witoltus®, der da entkommen war ausz dem gefengknusz eins a) in Preussen A. 1) e. straffe C. c) dar ©. d) fehlt C. e)e.d.g.C. f)ergr. C. e)dazC. h)s.g.C. i)daz C. k) wetter ©. I)a.d. IL. zu 3. C. m) fehlt C, n) dan C. 0) bose A, p) dan C. gq) namens C. r) und sprachen C. s) dar C. t) seindt w. doch d. gl. er. C. ® und u.C. v)indisC. w) DaC. x)b. fehlt, d. f.v. B.zuC. y) fehlt C. 2) auffruhr C. u 2.0. C. b)statt e. in C danck (übergeschrieben). co) br. e. i. darnach w. ein. C. d) seer C. d.h.W.eC. 1) Der lantgraffe von Luckenberg, 4Mchr. 1. c. 2) Der graffe von Halle, HMchr. 3) Die Quelle giebt keine bestimmten Zahlen an. 4) Die HMchr. berichtet nur vom weichen Weiter. 5) Von dieser Zwietracht wissen die Quellen nichts.
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630 mechtigen hern von der Moska®, welchs 'Wytoldus Kinstoto sen war. Die rede gienng, unnd? Wytoldus wolte 'erwurgen die fursten aus Reistant Podulia genante and er nmb der. sachen: willen. war zu in komen‘, sonder sie® wurden es inne, dief die kmaben versorgten, und Witoltum wolten faungen; unnde er ink epntquam in! ein sehlosz . wmmd da sie in belegten*, umb :des nee der vatter Kinsteto quam und in erlesatel,t) : Einfatl®.?2) Die be von RE disz waszten®, 'darumb b. Rugerus von Haczenstein marschalk?) mit drey tausennt: mannen am tag Bartholoimei zog in Littaw° umd verherten Ruschyayn, Wydukula, Waykaym, Agaleyn», Dernawa«, Galmeyn, Getzewoney und Boschows.‘) Vom folcke sie niemants tetten", sonder alles -volck sie in Preussen furter mit Daphne! robe von‘ andern guttern me, a unsehlig, *01.198b. : Mordenn’.* Gleich. in dinee zeit b. Wendel von Katzenstein eompter von der. Mymmel, b. Heinrich Schussau voigt von Sam- lanndt mis‘ andern. b. 12° unnd sechs .tausenat man :.und” zogen in Samayten und da. branten* die gerichte von 'Wyducky, Chelenn, Bartyhey’. In disem bornnen? die Samayten ‘mit allenn dena irenn in grosse welde sich verkrochen hetten*, in welche welde.die b. un- wens quamen® und im gesumpe die Bamayten' auf sie unnd sie er- schlugen, wann die schwere geule der b. kundten nirgendt ausz‘, sie verbranten lebendig b. Gondosalum her von Julich und fiengen ‘b. Vitum von Gompsatz, b. Erasmum von Monchheym, b. Wernerum von Myspelbach, unnd sonst gutes adels Preussen unnd sie alk schanckten* irem 'hern 'konig Kynstoto, und diser lesete mit in alle Payas ‚gelanngen bayorn und sonst me gut volck.d) Kynstoto machte a) aus d. Muskaw C. b) anz C. ©) das W. 4. aRP.gewtC d)u.sogund 8. halben 2. i. C. ce) aber dieC. t) soC. g) aberC. b) fehle C. i) auf. Kb. ni. )kendv.Kwei.C. m fehltC. n)w.d.C. o) m. 400. t. Bi. Iı2.C. p) Galeys A q) Tornaws A. rjt.s.n.C. 8) sond. f.a,v.i.Pr.C. t) undC. u)u. w. fehlt C. v7 fehlt C. w) u. fehlt ©. x) u. vorbr. da C. y) Chelmi, Bartehei C. z) brennen C. a)h.e.d 8.C. b) dahin d. b. kamen unvorsehens Ü. c) n.i.g.e. »..d.b. C, d) dan die b. hetten schw. g- © k. nindert a.C. eu. sch. ».a.C. 1) Vgl. HMchr. 0602 u. 603 zum Jahre 1383 (statt 1382). 2) HMchr. 596 (zu 1371). 3) Rotger (von Einer) oberster Marschall eb. 4) HMchr. 596: Rosyene, Vydukelen, Wayken, Eragelen, Pernawe, Gakt. Geosawe, Bastowe. 5) Diese Niederlage bezieht sich wohl auf den unglücklichen Zug des Camtius von Ragnit im Juli 1375, den die HMchronik S. 598 erzähl. Die Namen sind ir Grunau’s Eigenthwn.
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‚631 mit den b. ein friden zu seinen - und in rorlich hielt em halb jer® und in aufsagter. . Notam®. Der homeister von etlicher b. anhaltenn jlase suchen und? die register lesen, wie lang .der streit mit den Samiayten gewert hste unad. wie vwil man volcks° auf sie verloren hette und wie vil b. da gepliben weren*, unnd’! man fant wie. es wars 85 jar,. in welcher *fol 199s. zeit. man hab auff sie verloren® 49 b. geringes adels und 28 .gebornne ‘bern ‚und amathts leut im lande, dreytausent! burger, elffhundert edelleut ader ‚Preusch freyen, achttausent dienstvolok, von gesten und bern umb gots. willen eingezogen funffozehentausent, der gebauers. dentt. erschlagen und wagkgefuertt acht ange sechezigtausennt, und die, man wuste.!) $ 3. Von eim zuchtigen lusthaus under basem leben’. Umb- dise zeit starb auff Brandenburg b. Janterus! von Hohen- stein, daselbst compter zu Brandenborg. Diser mit urlaub des ho- meisters von seinem vetterlichen erbgutte er banwete 16 derfikirchen und’ sie: schmuckte nach allem lust, wie es da ein sitte war. Diser alsz er: eifi junger ınan war ‚und ein schon und freuntlich ınan war, umb disz willen in vile frawen begerten, er aber sein tage disz nicht ig syıune het gehat mit: weibern zu vermischen si®h. Unnd es quam, und er wart: hawszcompter in einer namhafftigen statt, ausz welcher der homeister einen burger nem umb seiner getrewigheit willen unnd schickte in in des ordens geschefften* ein ferre weg, unnd diser liesz #fol. 1996. ein 'jangk nerrisch weib daheim. In disem abwesen es sich begab, und diser b. Juntter vor dem hause vorgienng des burgers, unnd die fraw stund in der hauszthur, so wolt er nu ein ehrwort thun unnd sprach: liebes frewlein, hapt ein gutten muth, wann wir haben bot- schaft, und es eurm manne und seiner geselschaft wol geet, und sol- cher worte vil. Die fraw wart entzunt und sprach: und ich mocht ein kihdlein von so eim schonen man haben, ich wolt mich mein tag e)u.h.i.eh.i.fr.C. b)usi.2.0. c) fehlt C. d) fehlt A. c) v. m. C, f) fehlt A. g)vor A. bh) u.a. v.hette C. i) 4000 C, L. D. VII 100: 3000. X) C giebt von diesem Paragraphen nur folgenden Auszug: Alhie foigett, wie ein frewlein ihn abwesen ihres mannes von b, Guntbero von Hocnstein etwas auszurichten begeret, er es auch ihr mit freundtlichen wortten zusagette, allein sie hette bose feuchtigkeyt bey sich, dadurch die frucht za grosser unreynigkeyt und kranckhcyt verursachet wurde, wolte sie etzlich® zeytt zuvolren zu wasser und broilt fasten, “0 woit er ihr zu gefallen sein, welchs sie 14 tag gethan, in solch amechtigkeyt gekomen, (az sie solches nicht mehr von ihm begeret. 1) Matheus A, s. aber weiter unten u. C. 1) Diese Berechnung verdankt nur Grmau ihren Ursprung.
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*fol. 2004. *fol. 200b. 632 wolgehaben. B. Junter vernam des weibes narkeitt, er sprach mit lachendem mutte: unnd warlich, mein hertzlein, wiltu es, soll dir werden, und sie mit freunden verwillete.. Er sprach: und ich sehe, wie ir ein bose feuchtigheit in euch hapt, und solt ir ein solchs ent- phahen, ir wurdet ein groblich kyndt tragen und mit vilen gebrochen beladen. Sonnder umb meinetwillen fastet morgen zu wasser und brot, damit die feuchtigheit verzert wurde, und sie es verwillite. Und geschach, wie er sie mit solcher subtiligheit 14 tag aufhielt, und sie fastete, damit sie onmeehtig wart unnd todt krannok lag. Ds er quam zu ir unnd fragte sie, ob sie* lustig were zur sache, er wolte itzundt ir begier erfullen. Da sie sprach: so behiet mich got, wie solt ich lust haben zu eim solchen, s0 ich mich verhungert habe, damit ich nit wol reden kann unnd erkenne, wie man mit mir ihn theuscherey umbgeet. B. Junther hub an und lachete und under andern vielen worten er sprach: sag mir, mein liebes frewlein, wie solt es dir unnd mir umb solcher sachen arganngen haben in 'gotes gerichte, so ich geschworen habe renigheit und du eheliche enthaltung, wie soll e8 mir erganngen. sein, und ich in abwendung deines mannes ia meines ordens geschefften im sein ehegemahel beflechte unnd im ein kyndt in seine gutter setzen, zu welchem ich mein tage nit ein pfennig bin fromlich gewesen, und solcher cristlicher worte vil, unnd ich dich also durch fasten geteuschet habe, damit dein böser wollust nit weitter zu schadenn deiner seele nit gewuchse. Von solchen wortten unad anndern me die fraw sich erkannte und sprach: o edler herre, dannck hapt* von eurn underweissung. Alsz aber ir man heim quam, sie es im selber alles sagte, und alsz der man horte, wie b. Juntter todt wer*, er es von im sagte unnd damit die fraw nit nante, wann sie waren beide tot.) $ 4. Von elgonsynnigheit des homelsters und seiner? b. Zu® der zeit dises homeisters quam in Preussen ein cardinal? unnd legat von Urbano dem VI gesannt und diser umb merglicher* a) apt A. b) seinen A. c) InC. d)e. co. i. Pr. C. e) grosser C. l) Das Motiv dieser Erzählung (welches auch Goeihe, Werke Stutigart 1640 Bd. 19. S. 260—82 in den „Unierhaltungen deutscher Ausgewanderten‘‘ verwertkei) findet sich in dem Ehebüchlein des Albrecht von Eyb, zuerst Nürnberg 1472 (Augsbws 1540 L. 4 f.), dann in dem Magnum Speculum eremplorum Strassburg 1487 IX stinctio X exempl, 14; vgl. Düntser, Studien zu Goeihe’s Werken S. 28. 29.
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« 638 not willen der Romischen kirchen, unnd® alle geistliche. sbllen gaben den zehenden irer guter in gelde ein mal. Disz:der legat den 'geist- lichen ansagte?, und sie es verwilleten®, und' er zog zum konig‘ von Pelen umb disen sachen. In Preussen liesz er! ein molnek predioa- toram* :genant Nieolaus! bischoff zu -Salubriee, und diser solte den zehenden aufnemen und er zum Colmen lag* unnd war seharpff, die geistlichen mante!, und sie es dem homeister clagten*, under sieh mit seinen b. bereth! unnd verbot bey hohen pfannde nichts zu geben, unnd sie des gernne horten” und sich dawider saizten, und der-bischoff sie sdmonierter gehorsam zu sein. In° welcher zeit Nicolaus der bischoffe starb, der logat disz horte®, interdietum: auf‘ ganntz Preussen legte, sennder troste den® got, der es hilt, uhd disz war Wyboldus der bischoff vom.Codmsee alleine, under machte im eine ewige feindt- schaft damithe. Der legat* quam* zum babste unnd wenig gute den *fol. 201a. b. in Preussen“ nachsagte, det babst sie vermaledeite bannender, ya sis ag lachten”.') Capitel VI 8 1. Wie der kayser sich vermeite ein anspruch zu haben aufs Micheieriandt in Preussen gelegen®. In der zeit diser verachtung des bannes babst Urbanus VI dem kayser schrib’, wie man mochte die ungetrewen b. in Preussen straffen, er solte helffen zu ratten. Der kayser erdachte* und. die b. ansprach umb Michelerlaundt in Preussen alsz sein angestorben landt und begerte ein abtrag und ein vergnugung.?) Und sie zum ersten das gespet darausz triben*, sonder? der kayser mit namen Ca- rolus der IV versamelte ein beystandt‘, darumb die furste alle in der a)daalc. bdas.di.d.g.e.C. c)v.o.C. d)i. Pr. tehlt, er. ).C. e) predicatori A. MN. g.C. g) Colubrig A. b) l.x. C. C, au C. auch A. i) u.d.g. was sch. m. C. k)n.s. k.e.d.h.C. Dweb.sC. mh.eg.C. n)a.s. C. amonierte A. 0) ich! A. p) von Colmensee alleine ansgestr. A. q) alsz er d.h. C. r) legten A, l.e. i. a. g. Preusserlandt C. s) aber, d. fehlt C. t)z0g ©. u)u.d.b.i. Pr. w.g.C. v)v.s. C, bannete A. w) aber e. 1. e. C. x) fehlt C. y) schr. b. U. VI. C. z) bedachte ©. 8) u.a& tr. z.0.d.g. dar. C. b) aber C. o)imb.C. 1) Der Inkalı dieses Paragraphen lässt sich nicht nachweisen, 2; Die HMchronik c. 169 Ss. III 601 erzählt, dass der Kaiser das Ordens- haus Roggenhausen beanspruchte. Daraus macht (Frunau Michelau.
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634 Schiesie, Rupertus der pfalizgraff am Bein, Ludwig der Bomer ge -nannt hörtzog in Bayrın, Johannes marggraff zu Merhern*, Arnestas ‚ertzbisehof zu Praga, Heinrich’ graff zu Decken und Montfort unnd sonhst viel 'hern und stette sich mit dem kayser verschriben auff die b.. von Preussen, und disz bestete Urbanas der babst wie ein rechten krieg. Dawider die furssten im reiche dem orden rietten den kayser zu freunden.*) *fol. 2016. :.*Michlerland war gekauffte. Der homeister versamelte is kurtz seine b. ins capitel unnd mit in die sach wegeten® unnd sie eg fandan® ire verachtung nichts guts wurde briegen‘, darumb das capitel 'hat auszgemacht#. b. Bartoldum von Brauchenberg compter auf. Torn,. b. Conradum Oslermuat compter auff Engelsberg, und dise® zum oayser schickten? und sie sich mit im umb ein gelt ver- ‘ trugen und es geben!. Sok wart zum babst geschiekt Johannes Wildenberg,:- Johannes Lochaw und Ambrosius Landaw, thumherm von der Frawenborg unnd Colmensee, und sie auch gelt gaben und die b. wurden absolviert!.?) 8.2. Wie die Samayten und Littaw” in disem zwitracht: R . tetten.. In diser zwitracht, die Samayten° von? anhaltung Witolti und die Littaw vonr anhaltung Swittrigoli Kinstoto son mit willen des vatters zogen‘ in Lifflant und tetten, was sie wolten. In disem solte der landtmeisterr aus Leyfflandt heimziehen‘, und auf in warten vier hundert Samayten‘,?) man wuste von disem wol“, unnd man“ wolt es nit gleuben. Idoch der compter von 'Goldingen*) rith” im walde ö '@) zum Mchren ©. b) Heinricus ©: ec) M. w. g. fehlt U. dı wegerten A, erwogen C. w. Conj. e) u. befunden, wie C. f) br. w. C. g) d. schickte d. cap., h. a. fehlt C. h) u. d. a tebtC. Jusevremi.wegug.eC. KDaC. I)g.agetud.bawcC mL 0.8.0. n)i.d.z. fehlt A. 0) zogen d. 8. C. p) ausz C. gq) A wiederholt vor z. die Sam. rd. meister C. s) a. L. h. fehlt A, dafür d. b. lang. t) u.400 8.2.1.0. u)fektC. vy.r.de v.06C. 1} Davon berichten die Quellen nichts, 2) Posilge S. 91. 92 berichiet, dass herr Brandenburg Comthur von Thorn. Conrad Calmunt Comthur von Strassburg und Johann Wildenberg 1372 zum Kaiser ge schickt wurden. Von einer Gesandtschaft an den Papst weiss er nichts. 8) HMekronik d 163 S. 597. 4) Der voyt von Grobyn, HMohr. I. c,
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635 umb und niemant fante, darumb® -der lantmeister 'reet® von’ Konus- *foL2036.° berg abe? mit viertaig: pferde unnd b. Eberhardt herr von Hohenloch') im beleittee mit viertzig‘ pferden. ‘So# komen ule im einen waldt, da musten® sie über schwernmen 'Aber ein fliesz, in welchem die Samaiten komen'! unnd erschlugen alles volck. Der lanndtmeister mit b. Eberhardo sich im walde verlieffen! unnd qnamen auff die Memmel, gar vil® im wasser pliben. Swyttrigaylo Kynstoto son quam in Preussen und verderbeten Bartland und Galynden und er, nam mit im ein° grossen raub. Im volgete nach b. Tilleman von Brombaw eompter auff Rangnita unnd findet anf einer-freudin viel bayorn und a er henng und sie in Preussen furtte.?) $ 3. Wie Samayten „gewonnen wart von den brudern’. Im jare 1378 Albertus furst von Osterreich, Eberhardus von Katzenelnbogen graff mit gutem volcke quam in 'Preussem.*) Sot zog der: fursst in‘ Samayten unnd es gewan on alle wehtumb und der homeister satzte den” landtmeister darein b.' Dionisium Baum- stock” unnd-'gab im knechte genug. Notabiler. Der graff aber und b. Rudigerus von* Ellern *fol. 203b. marsohalck' zogen in Littaw und hetten gernne viele gebranth, sonder? de war wenig. ‘So war Kinstoto auf der Wilna®, Swyrtigaylo auff Trayky®, Witoltus anff Cawen. Kinstoto begerte mit dem graffen und marschalck® zue reden, unnd sie zogen zu im, dieweil@ Swyttri- gaylo das volck ansprengete mit dem futter und sie erschlug® und! darnach eynem andern hauffen den raub nam und ihr vil &rschlugkt. Als der graff vors Kynstoto quam, sprach erb: o graff, sich dich wol umb', du bist von den b. verratten, sonnder ich lasse dich entgelten a) f.n.C. b) fol. 202 ist bei der Paginirung von A übergangen, es fehlt nichte. c) r. 4. 1.C. d)fehltC. e)b.i.C. N60C. g)DaC. b)undm.daC. i)in dem kamen d. 8.C. k) eich m. A. ])v.2.i.w.C. m)g. v. volcks C. n) zerstorte C. o) fehlt C. pf.e.C. q)u.f. «Pr. C. r)v.d. br. g. w. C. s) kamen i. Pr. Alb. d. f.v.0.C. t)undC. u)u.g.e. o. wehe C. v)eynen C. w) Bonevisium B. A, Bonstog C. x) fehlt C. y) aber C. z) Da C. a) Wille C. b) Troszky C. c) m. u.gr.C. d) indesC. e) e.».C. N und — erschl. fehlt A. g) von A, zum ©. h) epr. o. fehlt C. i) w. fur ©. 1) Hinrich von Rambow 1. ce. 2) 1374 verheerte Kinstutt Soldau und Neidenburg, Porilge S. 94. 3) Ponilge 5. 105. 106.
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*fol. 204a, 636 deiner: unschult unnd gebe dir sicherheit“ in meinem launde. Von disenn wortenu der graff sich 'mechlig seer ergeriteb unnd gewan ein hasz. auf die b. unnd zog heim und es. aller welt clagte‘, wie sie in hetten wolt verraten auff den heiden?.!) $ 4, Von eim loblichen gezeugknus uber woitedige menner.’) Es ist.obene gedacht worden®, und es war ein sprichwortf, bista clug, so gehe® unnd teusch mir die b, in .Teutschen lannden ader ins Preussen. Und es geschach, wie! ein monnch Predicatorum: Simon genannt, disen! der kayser wol kante, wen® alsz der kayser in Frankreich ernehret wart”, er Jdisen Simonem wol gemerckt hetter. Alsz der monnch zum kayser quam*, sor stunt der kayser unnd rette lanng mit im, unnd disz thet seinen furssten zornig‘. Sor war da’ hertzog Botko‘ von det SIchwedenitz ausz: der 'Bbhlesie unndt diser war desz kaysers schwager und er sprach: irlauchter kayser, es ist unns allen ein .verdries, unnd sollen" hie steem und harren umbs' monnchs willen mit dem e. g. so begierlich reth. .. Der kayser sprach: und? soltestu ‚vernemen unger reden”, sg solt dir ein lust sein ansı- horen*, wen mein tag clugeren unnd gelertern man ich nit gewust habe”. Da antwort Bolko: ist er.dann so gar? clug, so gehe er in Preussen ‚unnd die b. teusche*, die da* nichts auf den babst geben, und solcher wortte vil. Der kayser sprach: der stathalter Jhesu hat ein recht, mit welchem er den b. we gnug thun wiert®, so ein“ hertz fromer man ‚darf! sich nicht beschmechen mit teuscherey, unnd er es such nit umb gottes wille tette.e Und der kayser gieng da erst mit disem monche umbe. a) freybeyt C. db) e. sich d.g.=,m. fehlt C. c)u.kl.e. =. w.C. d)dasi.dieb h. w. v. wider dich. C. e) E. 1. 0. gesagt C. N) daz ein spr. w.Ü. g)g-hinC. I) fehlt C. i) daz CO. k) predicatori A, predicator munch C. 1) dieser A, d. k d.k. w.C. m) da C. n) wiertwar A. Vh.e.d.8.W.g.C. p) daC. g)zorm C. r) aldaC. e) Belto A. t) fehlt C. u) daz wirs. C v) umb des C. w)rede C. x) zu horen, an fehlt GC. y) den i. h. meyne tage n. e. kl. u. g. m. gew. C., men t. olage in n. gelerten! A. z) ganntz A. a) t.d. b. C., tbewste A. b) kan thun €. c) und ein solcher C. 1) Quelle ist Posilge S. 105, jedoch bedeutend enistellt. 2) HMchr. c. 169 S. 600.
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637 oben? Ögpitel VL: st e/ e . ‘ a ie 1. Von eim getlichen beweiss üher die b. von Freuen 2 in zue ehrn*. “Im jar 1378 K zum kayser ein legat ausz Hispanien Primes Ailordum unnd diser im clagte die noth, die sie hetten von den Moren und Marauwen* unnd bat umb hilff den zu widersteen. In solchem *fol. 204b. bedenheken so waren bey einander der kayser unnd legat, so .liesz sich, ansagen b. Sigmundt von Hohenkron compter auf der Mewa. Diser umb des bischoffs willen von Heilsberg zu im wart esandt. ‚Diser b. war eine furstliche person und all. sein ding stundt im freuntlich an. Er het umb ein schneweisz velum unnd darauff ein schwartz ereitz einen schonen gelen bart und rette seine wortte wie mit einer mittel- messigen bausaunen. Darnach im der kayser eine antwurt gab unnd liesz in abfertigen. ‚Nach disem fragte der legat den kayserb, was das vor ein man were. Auff welche frag der kayser im sagte von allen streitten, die sie mit den heiden gefurt hetten und noch heutte fieren, und sprach: unnd ich gleube, durch sie Hispanierlannt wurde beschutzt vor dem Turckenn, so sie darinnen weren. Der legat nam disz in ein bedacht unnd im vorsatzte mit gottes hilffe zu erfaren, ob sie trost- liche Hispanien weren, so man von den iren ausz Preussen neme. Der legat faste drey tag zu wasser und brot und bette im tag ein psalter, in der nacht ein psalter, im ınorgen er lasz messe und bat got, er solt im lassen wissen* durch das erste wort, das er wurde *fol. 205a. finden im messebuch im auftbun, wie er sich mit in solte® "halten. Nach der messe er nam den kayser zu im und sagte im sein ver- nemen, und an trug ein meszbuch, er nach machung . vieler, ereutz unnd etlichen gebette, er thet auf das buch im namen Marie, und funten das erste wortt: sedete hie‘, donec vadam illuc et oremus. Von disem der kayser und der legatt gott dancckte.) a) Dieser Paragraph fehlt in O, es findet sich auch keine Inhaltsengabe. b) im sagte ansgestr. A. c) solten A. d) gedete hic sedete hie A. 1) Diese Anekdote findet sich in den Quellen nicht.
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638 8 2. Von gutter und: bpser zeit mit der bruder orden*. Im jar 1379 war sger ein» fruchtbar jar, wann® es war? einge- augst m Jahammis baptista®), unnd der wein War im köNer Bartho- lomeie. Es war sovil getreyde und wein gewachsen, damit? man es nit hette zu schitten und zu fassen. Den scheffel kam man kauffte umb 2 sc.® und nit gar gernne. Der homeister naın korn am zinsse und auch auffkauffte® im gantzen lannde 4900 leste!, welchs auff das ander jar die Lubecker mit iren schiffen zu Marienburg luden und kaufften den scheffel zu 8 sz. und war theur geachtet, idoch sie es mustenk haben. *fol. 205b. Anfall. “In disem jar nach ostern die b. meinten®,* sie wur- den nu inn guttem fride und ruhe Samayten besitzen. Nach dem tode b. Dyonisio des! landtcompters der homeister setzte b. Gallum‘ von Teyrichwalt in Samayten zu eim landtcompterr und gab im b. und dienner gnug. Sonnder sie nit lebten? wie die vorigen, darumb etliche bayor mit Wytolto anlegten', wie sie der b. mochten gelesen’. Witoltus war witzig, wiewol er jungk war von 19 jarn, disz one bewust des vatters bestalt, und‘ man solte die b. ausz Samayten treiben, unnd geschach also. B. Gallus war ein gutter wedeman, er war offt ein tag drey in der jagdt unnd liesz daheim zu sehen so hin und hin. Es sich begabet, er mit 21 personen auf der jagdt war und verschufl‘, und” man solte ein scharwerk halten und ein graben machen umb den innerlichen stock“ zu Fridlannd, zu welchen es quamen viele paurnY und da sie* ir zeit ersagen, sie auf® und erschlugen, wen sie begriffen, ein teil ausz und» erschlugen den landt- eompter mit alleın volcke, ein teil wol zwehundert® zogen gen? der Mymınel unnd sie auszbranten die stat° und ermorden viel volcks unnd sich wider gaben® under Kinstoto, unnd er in gab? Witoltum seinen son zu einem hern und erben!.?) a) brudern A, mit den b. im 0. C. b)e.8.C. c) dan C. d) fehlt C. e) am tage BC. NdazC, g) k,m. m. 2 schotter ©. bh) k.auch a.C. ji) 4t.l.und9 let A. Km.mnel ) fehlt C. m) m. d.b.C. n)s.d.h.C. o) Gallium A. p) compter C. qlabere. 1.n.C. r)d.l. es e. b. m. W. (Wytilto A) a. C. s)dieb.g.m.C. t)b.d. o. b. b. v., daz C. u) es genchach, das C. v) verschluffl A. w) fehlt C. x)steig C. yj v. p. kamen, es fehlt CO. z) die Samaytın C a) waren s. a. C. b) a3. u. fehit C. o) bey 20C. dynach €, e) u. br. d. st, a.C. f) ermerkt a. Dr WC. b)ei.C. iJeu.h.C. 1) Johann v, Posilge S. 112. Das Folgende ist jedoch (irunau's Zusatz, 2) Nur der Brand von Afemel findet sich bei Posilge S. 110. 111.
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839 88. "Wie disz wolten rechen die b.* und: ‚kamen 2m UrOsser *fol. 2062. schmaheit.!) Disz wolte rechen der compter von der Mymmel '». aaa von Rischeynd,®) er mit hilffe des homeisters brachte auf acht brueder®) und viertausennt man, und war alles auszerwöltes volck, unnd quamen® in Samayten unnd branten vor und vor, unnd ir mei- nung war, wie® sie es gantz wust wolten machen‘. Die Samayten aber sich hetten’ in ein mechtigen wald verhawene, durch welchen wald der b. volck zoch one ordnung», wann! die Samayten hetten vil wege mit’ holtze gemacht über das gesumpe, darauff ‘sie Ketten! bawholts auszgefuert zum schlosse Fri@lanndt, auff welchen: wegen® die d. zerstrewet® ritten. : Die Samaytenn von hinden zu, die wegen zarmomen, und die Samayten von fornen auff, da ein hanffen, hie ein hauffen angrifen unnd mit iren keylen die pferde vor die koppe schlugen und dy den von den wegen® ins? gesumpe springenn und sie manchen gutten man erwirgten. Die aber sich! wenten, ' die lieffen an die hindersten Samayten* und zu totte: sie die b. it ge- sampe des zubrochenen weges® schlugen’, vil: auch sie ‚fienngen” unnd schimplich* totten und vil mwarter anlegten. *Dienstherzeit’. ° Bruder Margaardum in seinem kriegs- *fol. 2066. gerette auf ein pferdt bunden und das pferdt an vier plocke bun- den® und ein feur machten? und in also zu lob iren gotten: vor- brantene mit grossem schalcked. Sie nomen den b. von Quereufori?, sie mit stricken die hennde bunden! und in aufzogene auf einen baum unnd giengen zu mit starcken prigeln und im zum ersten die benne, darnach die arme und" darhach den: gantzen: leichnam! zer- schlugen, und also starb. Sie namen b. Wilhelmum von Steigsheimkt) und im seine fusz zu hauff bundenn! und hingen in also mit einen: strang an die fuesse gebunden an den sattel= unnd dem pferde a) die b. w. rechnen C. b) d. w. d. c. v. d. Memelb.M.v.R.r.C. c) e. br. a. m. b.C. d) zogen C. e) dazC. f} m. w.C. g)d.B.a. bh. e. i. e, grossen w. v. C, verbawen A. b).d. welche d. b. v. 0. 0.zogen C. iD) danC. Kv.wg.m.b.C. H h.e. C. m) w. Smalin C, wagen A. n) d. b. zur state! A. 0) wagen A. p) in daz C. q) u. also m. g. m. erdruckten ©. nma0C. s)d. griffen d.h. 8. an ©. t) tettn A. u) das 2. wegonns C. v) ud. b. i. ge: d. 2%. w.2.t1.schl.C. w)v.f.s.n.C. x) schendelich C. y) fehlt C. 2) b. M.b. sieÜ. sa)u. b. daz (mal) pt. C. b)u.m.ef.C. Juvi.n.z.l.i.g ©. d) schalleC. e) d. fehlt, für den Vornsmen eine Lücke A, NN. v.Q. L.D. VII 118. Nu.b.ibnd.h.m.str.C. au.n.i.al. b) fehlt C, i) leib C. k) Stoszheim C, Steichschein L. D. VII 113. 1) un. b. i. e. f. zusammen C. m) m.den f.a.d.2.C. 1) Aeltere HMchr. S. 616. 617. Der Vorfall gehört iıs Juhr 13R0. 2) Marquart Raschau, HMdr. I. e. 3) 9 Brüder, HMchr. 1. c. 4) Conrad Stogheym, AMcr. I. c,
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*fol. 2078. 640 schargde ::dpramer wmder: den .' seliwamtz bunden: -und es #0 liessen: lauffen und in also in stucke liessem® reissen. Sonnst vile marter sie den andera anlegten und totten, von allem voalcke quamen weck tausent sechshundert® man. Eu Wie die b.. fride von Kynstoto begerten? und es gar schwerlich erlangeten.') Die b. sogen iren unfal in vielen sachen, in ein landteapitel sie es° verwilleten* und. wusten‘, damit man machte. zehen jar fride mit Kinstoto und seinen sonens, darumb b. Seiffridus von Hamer- stein? groszcompter und b. Cuno von Hazenstein! compter auff Rang- nita?) mit etzlichen pferden quamen gen Schmaleniskik in die grosse tagfart der Littaw, der Reussen, der Samayten, der Moschkowiter unnd der Tatter. Die b. ‚begerten zehen jar ein! fride, sonnder es” wolt ‚nit verwillet werden unnd mit not sie” erlanngten® drey jar lanng fride,. uber daz? sie mustenı da resignim alle gerechtigheit, die sie mochten über Samayten haben‘, und die b. es tetten‘, die da! waren gesant®, govil- alsz” gie es mechtig waren. Die b. waren so geengstiget zu der zeit”, damit“ sie umb frides willen ein grosser gethan hetten.®) In Lifflanndt es not were unnd arbeit”, wen sie under einander sich mortten® und kriegeten mit den von Enlanndi*, in Teutschen launden war nymmeb txost von mechtigem sterben we- gen‘, die Preussen waren unmuttig, wan? sie ire beste menner ver- loren hetten, und. sprachen, es wer nit anders, wen® die b. ire* hoffart mit irem blutte stifften mit in. .s»)Lee.C bal.i.ai.8.C 0)60C d)f.b.v.K.C. efalC. Hure. fehlt C. g) dez m. 10i.m. RK. u. 2.0. f. m, C. b) vom homeister A. i) Knie von Katzensteis A. L. D. VII 114 wie C. k) mit 20 pf. suff Smolentski sogen C. 1) fehlt C. m) aber das C, ») fehlt ce. ou.em.nC. pn.daA,sberdl. mel. nd.e.uS.mhCl. rel. t) fehle C. w)g.w.C. v)fehlt Cl. w)z.d.r.s.g.0. x)dar C. y) war wuhe u.a. (. z) de s. erm. einander C. a) Einlandt C, England L. D. VII 116. b) nicht mehr C. c) fchlt C. d) des C. 6) num statt i. C, 1) Posüge S, 113 (zu 1379). 2) Rüdiger von Einer der Grosscomthur, Kuno von Hatsigenstein der Marschall, Dietrich von Einer Comthur von Balga und (rinther von llohenstein Comtkw ra Brandenburg waren nach Posilge I. c. die Gesandien, 3) Das ist alles tendenziöse Entstellung Grunau's.
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641 $ 0. Von einer offenbarung von gotte uber die b. in Preussen. *In diser zeit lebete b. Willembolt ein korher zu Konsberg *fol. 207b. eins gar heiligen lebenns. Alle seine tag diser horte im capitell, unnd man solt got* bitten umb hilffe, sonst miessen sie verlassenb, was sy hetten, und solcher wort und meinung viel, und ire beste b. schendtlich ermordt wurden. Disem gienng es zu hertzen, unnd sprach: unns geschicht® nach dem evangelio, wer da mit dem schwert streitet totennded, der sol wider vom schwerd sterben. Weiter er gedachte, unnd alle gedancken deiner b. sein roben, erstechen die heiden®, die ja mentschen sein, was wiert mer‘ ausz diesem werden. Darumb er fastes 30 tag zu wasser und brott, und got in erhorteh unnd liesz im also sagen, du begerest ein ding, daraus du! betrueb- nusz haben wurdest, idoch damit* deiner andacht gnug geschiet!, du solt= wissen, dein orden ist auff den berg komen der glickseligheit unnd steet stille, wen“ gleich alsz einer® mit arbeit auf ein berg komett, soP auch eur vorfarn mit muhe unnd arbeit zu disem glick komen sein, und wie einer mit eilen und ungestümigheit den berg unnderlaufft und zu zeitten im schaden thut, alsz so‘ auch die deinen von geistlichem leben fallen unnd schnelliglich komen werden zu irem* verderbnus”, unnd solcher wortte vil. Und disz nim bey dir *fol. 208a. abe, wann® du solt es sagen im capitel, wie sie dir thun werden, also sie auch mit mir; und er quam und sagte es in au, da erst er- hub sicht jamer auff disen" b. von den andern b., der eine disz, der ander das sagte”, vieler b. wort war", unnd* man solt inY sacken, wann er die b. verzagt machte”, unnd hielten übel mit im haus®, unnd es im verbotten® bey dem halse, er solts fortme die b.° nit gedencken. Capitel VIIL $ 1. Wie Conradus Zolner komaister wart, und von vilen matterien und geschichten unnder im‘, Im jare 1382 an purificacionis Marie quamen ins capitel auff Marienburg alle, die da solten sein, und sie nach gutem bedenneken a) daz m. g. 8. C. b) verliehren C. 0) gehet es C. d) totet C. e) daz sie d. Ih. mogen e. C. f) num statt m. C. gIf.e. Cl. h)e.i.C. i) darnmb d. einC. k)dazC. 1) gutes widerfahre C. m) soltu C. n) den C. o) alsz auch e. ©. p)aleooC. qyaleoC. r)z.i.v.k w. c. SdanC. t) erh.s.e.C. u) dnC. v)d.e.s.d,d.a.d.C. w) warw.A. x) fehlt C. y)feblt A. z) dane.m.C. a) auszA. b)v.e.i.C. %) e. solte f. m. dieses C. d) Von b. C. II Z. dem XX h, in Prenssen C. i j 4
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*fol. 208b. *fol. 209a. 643 erwolten zu dem 20. homeister ader generalmeister der b. des apitals von Jherusalem des ordens Sancte Marie des Teutschen hauses den ernvhesten hern bruder Conradum III Zoolner von Rottenstein. Diser mit vielen anstoss seine tage der homeisterey* zubrachte, er war compter auff Cristborgk, und darumb er zum aller betruebsten war unnd kranck, so zog er auff Cristborg unnd den glauben hettet, im wurde da basz,* unnd es quam mit der zeit, und® er schwerlichen krannok war, als er vieitierte auf Strasburg‘, und nach seiner gewon- heit und beger man furtte® in auff Cristborg, und er da starb‘ und wart auff Marienburg in Sanct Annen grufft begrabenn. Diser ho- meister behielt alle amachtsb. in iren ampten, auszgenomen seine compans waren b. Conradus von Jungingen und b. Hellemboldt«.!) In disem capitei est wart begert von vilen b., man solt sie! nymme b. heissen, diszk ist ein name der monnche, und sint dan! sie heren® weren, man solt sie nennen creutzherren". Auf disz an- tragen der homeister sprach°: disz® ist jo war, unda wir der geburt hern und edel sein, aber werlichenn des standes, cleides und almosz- verzeren wir geistlich sein’, und spreche, wir sint so wenig monnche, alsz wir mentschen sein, und der worte vil. Idoch ir viele disz an- sagen, unnd* es die meisten im capitel begerten, in deme* ein ding unnd sache in irem orden beschliessen, sie schriben sich also in iren titteln und brieffen: Martinus von Hohenloch compter auff Labiaa, ereutzher Teutsch ordenns, unnd quam!, wie ire nachper sie’ nannten der mentschen creitzker”, etliche erucifixer, unnd solche hoenrede me.*) 8 2. *Wie diser homeister das lant von“ Preussen” unnd arm’ leut< mit trewen meintte. Diser homeister sach an“ das elennde der einwoner auff Na- thangen, wie” sie von den Littaw viel mal verbranth woren, unnd a) seyne h. seyne t. m. v.2.C. b) u. h.d. gl., wen ec. am b. u. kranksten w. a. 2. gen Chr. C. co) daz C. d) a. Str.v.C. eo) f.m. C. f) st.d.C. g) Fillenfoldt A. h) feblt C. i) daz men =. C. k) den d. ©. 1) nach dem C. m) und edele in C fibergeschr. n) s. m. sie er. 2. © o)spr.d.h.O. peC. gdazl. r)e.w.g.C. s)dazC. t)dieden C. an) no. geschach C. v) daz sie C. w) creutziger C. x) fehlt C. y) die armen C. z) das C. 1) Johann von Posilge S. 120. HMchr. 602. Conrad Zöllner war Cowtkar von Christburg gewesen, starb jedoch auf Mariendurg. Posilge S. 164. Compane ware die von Grunau genannten zur Zeit Conrad Zöllner’s nicht, s. Namencoder S, 108-112. 2) Diese Anordnung kemmt nur Grunau,
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643 daruımb nit am dritten teyl gebaut wart, er thet eins und schrib ausz, wer jemandt, der auf Nothangen* ein wust erb wolte annemen, er solt drey jar sitzen zum halbe zinsse, wann® er wolt im mit gelde helffen zum bawe unnd zur° anstellung, und es quamd, wie ir vil dis® annam, die anderstwo uberig weren, unnd der homeister teilte in ausz dreissigtausentf marck, idoch der ander, der nach im ho- meister, mit der zeit in solch gelt abschatzteh.!) Zu seiner! zeit weren grosse wasser in der Weissel und dem Noytte, damit«k die themme wolten reissen,?) die paurn musten alle wachen, und sint den! etliche priester unnd pfarrerm auch ecker haben, sie auch da ınusten® zum thamme helffen. So waren da jung priester etliche unnd zogen ire beste kasel an und den kelch in die lingke hanndt und den spaten in die rechte hanndt und quamen? also zum thamme: der ein paur den anndern ansachen und spra- chen“: wie sein unser priester truncken noch" von nechten, und man die priester fragte*, sint dann sie nit ein solchs gezeugt? hetten, wa- rumb sie es so unreinten“. Die priester gaben in spettische* redenn *fol. 209b. unnd sie behonneten’, von. welchen die paurn wurden ungedultig” und die priester mit den kaseln in drecke mit den harenn zogen unnd sie schlugenn, damit“ man sie vor todt muszteY heimfuren.*®) Von pfarrer®. Der homeister und Johannes der bischoff von Risenborg sich des annamen* und doch nichts mochten darumb» thun. Sonnder man verbotte ausz dem grossen und cleinen werder alle scholezen unnd ratleut und in befell®, sie solten sich mit iren gemeinen bereden, was sie nemen wolten und wollen die priester frey halten in der arbeit des thammes, und sie sich berieten® und for- derten drey tausennt marck bereyt gelt°. Disz gelt nomen die ausz dem grossen werder und es auszteilten‘ under sich auf ire huben, und wer da mer gelt nam, der muszt me arbeiten, und war verbriefft« und gehalten. Die priester ihnwendig zehen jarn ınusten eint solch a) w.i.a.N.,d.C. b) danC. c) fehlt C. d) un. geschach C. e) er v. der A. f) 3000 C, am Rande in C: Koseken Chron. setzt 30000 m. g)d.a.h.n.1.C. hi.e.g.m.d.z, woi 8. C. i)Z.der ©. k) dazC. ]) nach dem C. m) die pr. u. ihre pf.C. n) m.2...d. ©. 0) Da w. e.i.p.C. p) giengen C. q) m. spr. fehlt A. r) n. tr. C. se) u. m. fr. d. pr. C. t) gezeng A, sinttemal s. es s. n. g. h. C. n) also nnehreten C. v) honnetes CO. w) u. w.C. x) u. schl. s. daz C. y) m. fur t. ©. 2) V. pf. tchlt C. a) n. n. dieses an C. L) d. m. C., d. man tlıun A. )b.i.C. d)b.8.C. obarg. ©. Du.th.e. a. C. g) verkauffti! A. b) fehlt C. 1) Die Ann. Thorun, berichten zu 1382 S. 124, dass der Ilochmeister den Be- wohnern von Samland und Natkangen 30,000 Mark geschenkt oder erlassen halıe, 2) Ann. Thorm. zu 1379 S. 110. 3) Von diesem Vorfall weiss die Quelle nichts, 4r
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*fol. 210n. 644 gelt geben in den tresel. Die priester aber im cleinen werder es nit wolten* angehn unnd darumb sie auch musten themmen in heutigen tag®.') 8 3. Wie gott einen straffte, der da pflag° vil mal den teuffel nennen‘. Under der zeit dises homeisters war auf Marienborg dienende dem homeister® junker* Sebold von Tirschaw‘ unds diser die bose gewonheit hettet, damit! er vor und vor den teuffel nant, so 10, 20, 50, tausent. Got in also darumb straffe. Eins mols er quam seer truncken heim von” einer frolichen wiertschafft und wolt sich ausstiffeln und doch nit kunte vor folligheit”. Son rufit er seinen dienner, und die ja so truncken waren’, wie er, und lagen unnd schlieffenr. So? wart er zornig unnd spricht: so@ dann kein verdampt huren kyndt von meinen knechten nit horen wil, so kom teuffel unnd zeuch mich ausz. Bald da’ quam ein stimme und dier sprach: das solt gerne gescheen, liber juncker, und reisset ime ab mit vielem und grossem schmertzen die stiffelu“, die hosen unnd alles fleische an den beinen. Nach welchem er lag 21 wochen krannck! unnd also stanck, damit es gleich wie® tottlich war deme’, der zu im muszte gehn", unnd starb. Capitel RK. $ 1. Wie Kynstoto seins brudern kinder wolt umb ir landt bringen unnd sie verderbt«.?) In’ der zeit alsz Kinstoto.mit den b. fride hette, so* beful er Samayten Swydrygaylo und Littawen Witolto seinem sone und er zoch mit grossen volck in Reusz- ader Poduler*lanndt wider die kynder s)w.0.n.C. b) m. s. a. t. n. heuttiges tages C. c) plag A. d) vr. m. d. t. pf. z. >». ©. e) d.d. h. fehlt C. f) Taraschav, der d. h. dienette C. g) fehlt C. h)d.b.eyneb. g.C. i) daz O. k) 0 10, so 20, so 100000 C. 1) str. i. n.d. C. m) von — foll. fehlt C. n) Da €. 0) u. fehlt, d.w. i.». tr. C. p)lag u. schlief A. JDaC. nr) fhlt C. s)u.ri.dseram v.n. gr. schm. C. t) von w.e. 21 w. kr. 1. ©. u) dar e., gl. w. fehlt C. v) fehlt A. wg. m. C. x) vertrib C. y) Zu C. z) fehlt C. a) Podulier- C. 1) Auch dies scheint nur Grunau’s Erfindung zu sein. 2) Quelle für diesen Abschnitt ist die ältere HMechr. ce. 171 S. 602. 3, dech hat Grunau sich beträchtliche Abweichungen erlaubt,
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645 Algardy seines bruders, umb was ursach ist nit zu wissen, idoch das meiste war, und got wolt in schenden®. In Padulerlanndt von All- jarde, der® auch herr und erb in Littawen war®, regirtten zwene jung- ling genandt* Jagieldo unnd Wyrthodo. Diser under die Tattir° lieff*fol. 210b. unnd sich in vertrawete. Jageyldo quam zu fusse unnd unbekant gen Sandomyr unnd da dem staroszten diennte. Kinstoto nam ein die Podolia®, unnd Jageyldo wart erkant, der starost in vernam’ und er® fragte, ob er sein verretter wolte sein, damit er so heimlich bey im were. Jagyeldo sich verantwurte!' unnd sagte, wie es umb in were, unnd disz ausz gemeinen horen der starosta auch wof wuste. Sok hette der staroszt ein bruder mit nomen Badyotha, ertzbischof zu Gnisen, disen er anlangte! umb rat Jagaylo beystanndt zu thun, und es so weit brachten”, damit” sie beyfall hetten von Gerwoto® dem Reussischen bayor und von etlichen herrnr bayorn in Littaw, und sie quamen ungewarnter sachen unnd sie fienngen Witoltum Kynstoto son auf der jagdt bey Grodna und mit im einnamen die Willda, daselbst sie Witoltum einsatzten in ein gefengknus und vier starcke menner zu im satzten in" zu bewaren. Disse weile im ein grosse hilff aus Polen quamt. Kynnstoto viel in fuge und begerte ein freuntlichen hanndel, sonnder" Jageyldo unnd die Polen liessen sich wol suchen. In diser” zeit ausz erleubnus fraw Iszwa Witolten weib‘) mochte” zu ihm gehn ins gefengknus, so* legte er mit ir ein solches* ausz, unnd es war ein grosse wiertschaft in Littaw, zu wel-*fol. 21a. cher auch war gebeten fraw Iszwa’, darumb sie nam* ein grosz legel und tet darein ein strang von seide geflochten 20 claffter lanng und gosz darauf methe bis obene an und liesz es tragen zum tburme®, auf welchem sasz gefanngen Witoldus®. Die fraw sprach, sie wurde in vier tag nit heim komen, sie brechte im auff® die weile essen und trincken, unnd man es gleubte‘. Die fraw zog zur wiertschafft, die bestaltee guter pferdt zwe unnd sein harrete‘. Im selbigen tag Wytoltus nam® den stranng heimlich ausz und auf den abenndt mit dem methe die vier bruder truncken machte unnd in der nacht a) i. die die grosste w., daz i. g. w. straffen C. Lb) d.—w. fehlt in A, nur uand hinter Alg. J)l.n.d. T.C. d) u. dien. d.C. e)n.d.P.e. C. f} und d. st. nam i. vor C. g) fehlt ©. bdazC. i)v.e0. k)DaC. Iy1.e. a. ©, m) nm. bracht o. s. w. C. n) daz C. 0) Corwotho C. p) fehlt C. g) Wildaa A. r) in zu bewaren in A (später wiederholt, wie in C). s) und i. A. t) Indesk. Jag.gr.h.a.P.C. u) aber C. v) der ©. w) m. fr. J. des W. w. a. erl. (er- lebnnus A)C. xs)dal. y)fr.J.w.g.C. z)n.e.C. a)z. th. tr. C. b) Wytoldo (Wiltoldus A) g.»C. ce) auchC. d) u.m.gl.e.C. e) und b. C. f) horete A, warttete ©. g) n. W.C. b) vier tranek trincken ınochte A; statt b. in C scheint wechter zu lesen zu sein. 1) /n preussischen Quellen wird ihr Name nicht genanni, bei Mischow S, 266 heisst sie Anna,
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*fol. 211b, 646 er sie ersticht mit irem gewher* und leth sich vom thurme und quam zu seiner frawen unnd sasz auff sein pferdt und eylete nach Preussen zu unnd quam auf Bangnita zu b. Wiohando? von Balders- heim do compter°'!) unnd er sich mit seiner frauen im vertrauwete‘, wan er wolte thun alles®, was eyn wyıdiger orden wolte. 8 2. Wie Witoldo wart angenomen unnd getauft und im? lannd und ieitt vertraut warte. Die botschaflt quam zum homeister, wie Wytoldo auff' Rangnita wer und begerte beschutzung des wirdigen ordens und er wolt thun wie ein fromer. Der homeister* schrib dem marschalck und dem bischof von Samlandt, unnd! sie solten in annemen unnd fieren wiek ein furssten auff Konsberg, unnd bestumpt im ein tag, in welchem er wolt auf Konsberg sein. In diser zeit Swydrigaylo in Samayten wart gefanngen von Jageildo von seinem eigen ergeben auff gnade. Jageildus und er! in auff Lutzkaw basz verhielt. Der bomeister quam, unnd Wytoldus sein wort durch ein tolmetschen machte und begerte die heilige tauff, ausz was andacht got es! weiszt, und man hat! in getaufit und genant= Alexander und seine fraw man nannte” Margretha. Die b. aller hetten ein getrauen’, er wurde thun, wie sein bruder Waytoto, und die b. im auch erlanngten furstlichen namen beym kayser Carolum III. Unnd er sich verschribr, wurde im got unnd der wyrdige orden helffen zu seim fursstenthumb, er wolt in ganntz Samayten und ein gut stuck landes von Littaw abtretten. Die b. gaben Alexander Wittolto zu einer enthaltung Tapiaw unnd der frawen Cremitten und Legiten die gebiete?) unnd man sie verhielt wie‘ furssten. a) n. erst. 0. i. d. n. m. i. wohren ©. b) Wigando C. c) c. doselbet ©. du v. ei. m.e. fr. C. e)dane.w. a. tb. C. f) u. man i. A. g) worden C. h)das C. i) fehlt C. k) als C. 1) m. tauffte C. m) nannten C. n) m. n. fehlt C. o) vertrauen C. p)v.0.C. g) hielt ihm w. eynen C. 1) Die (Quelle nennt nur den Hochmeister; den Comthur von Ragnit, Wigand von Buldersheim, kennt Grunau aus Johann von Posülge. S. 130. 2) Zu Tapiau wurde Witold geiauft, Posige S. 308; zu Cremitien Äielt sich seine Gemahlin bei seinem zweiten Uebertritt nach Preussen 1391 auf, eb. S. 176.
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647 8 3. Wie Kinstoto ein onde nam zu seinem verdampnus. *Kinstoto versamelt grosz volck und wolte Jageyldum ausz Lit- *fol. 212s. taw vertreiben, sonder al» die Reussen mit im quamen» an die grenntze, da Jagieldus auch lage, die Reussen wurden es eins und namen Kynstoto unnd in fienngen® und überantwurten in Jageyldo. Jageyldus aber liesz in fieren uff Tragky? und da gefangen hielt*, demit er quam in 80 grosz leid, das er im auch ein messer selber insz hertzen stichte unnd so sich® totte.‘) Der Tatter tod!. Jageldus bruder Wirthodok, der zu den Tattern war komen, es so weit brachte!, damit” viel tausent Tattern auf weren zu rechen an Kynstoto die vertreibungk. Dise versamlung der Tatter wart verspeet den Polen und Preussen", und sich mechtig forchten. Die b.° verliessen Grawdentz, Neumarck, Lessen und sonst ander stete mer, und die paurn namen in? die wherlichste schlosser.?) Jageldo wart bekomert vor den Tattern unnd sich besorgte“, wie” villeicht sein b. Wirthodo vor sich allein mochte Reislant aber* Podolia einnemen, er mit rate lieszt ausz Swydrygaylo und im beful auff sein trewe Littaw und Samayten, unnd mit nichte aufneme Alexandrum Witoltum, der nu zum cristenthumb getretten" war, sonnderlich* zu den die” sein lannd verderbt hetten, unnd er zog in *fol. 2126. Podolia sich zu entschutzen” vor den Tattern. Aber in der rustung der Tatter Wythodo starb und die reise plib ansteen, idoch man sich alle tag besorgtex. 8 4. Wie Schwitrigaylo regirte, damit’ er ermordt wart:.?) Switrigeilo regierte mit ernste eine kurtze zeit und wolte seines brudern keine gnad haben, wann es im auch het verbotten Jageyldo*, damit» er Alexandrum Witoltum nicht aufneme, und dennoch gleich- a) aber da C. 1) kamen m. i.C. c) f.i.C. d) Pagky A, Traszky C, Tro darüber- geschr. e) u. b. ind.g.C. fj kam e.C. g) sties ©. h) sich 0 C. i)D. T. t. fehlt C. k) Weyetedo A. 1) br.c.a.w. C. m) daz ©. n)d. v. w. d. P. angezeygt u. den Pr. C. o)u. d. b. e. seor f. und v. ©. p)einC. q)b.a.C. r) dasC. 8) oder ©. te. i.m.r.C. w)z or. glauben g. C, geruten (?) A. v) sie A. w) =. z.sch.C. x) b.m.2.C. y)dasC. z) war A, a) den J.h.e.i.a.v.C. b)dazC. 1) ZMchr. c. 171 S. 6083. 2) Hier verwerthet Grunau noch einmal die bereiis Traciat VIII Cap. 16 $ 1 oben S. 265 mitgetheilte Notiz der Ann, Thor. zu 1286 Ss. III 62, 3) Die Quellen sprechen hier nur von Skirgal. r
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*fol. 2138. 648 wol® Witoltus sich nit sparete® und machte im freuntschafft bey den bayoren in Littaw. Herrfarte. Und es quam, wie? Alexander Witoltus mit Wil- helm graff zu Katzenelnbogen unnd sonnst mit gutem volcke und einnam von ergebung Cawen® stat und schlosz und vergonnte, damit‘ die b. bauweten auf die Caurische nerungk ein schlosz unnd es nannte Marienwerder.!) In® der zeit der bawung Witoltus. zog' inns lanndt unnd brachte volck unnd speise, unnd die b. es be- satztenk unnd zogen heim. Verretterey!. Nit gar» lannge darnach Swytrigaylo* durch verretternusz es einnam und verderbte. Der homeister disz wuste”, wie er ınit streitten wenig° wurde gewynnenr, darumb er achrib? an Swidrygaylo, und" er wolte sich verfuegen auff Bischawnen, da wolt er mit im ein tag haben, ob ınan mochte versunen den zorn anft Witoltum,. und er es in zu schribt. Der homeister und® der bischoff von Risenborg, der bischoff von Samlanndt mit im quamen am tag Epiphanie, und war kein schne, sonder gantz glat gefroren.?) So’ hetten ‘die b. schwere geyle unnd dise fulen auf dem glatten eyse und dem volck mechtig” schaden tetten. Alsz die b. waren nu® auf benannter stelle, Swydrigaylo liesz in’ sagen, sie solten sich balde weck machen, er nit gedachte” nit verretterey zu sprechen®, und solch wortte viel. Ungunst®. Die bayoren waren Swydrigaylo nit gut unnd in suchten zu totten und doch nit kunden darbey komen. So® hette Swidrygaylo ein berinne gewenet, und? die pflag® stets bey ime zu geen unnd vor seine camer zu ligen, unnd dise‘, wann sie anklopte, er ir auf theths unnd sonnst niemande. Das} merckten die oonspi- raten!, unnd auf ein zeit sasz sie nit davor*, sie klopten an!, wie die a) dauımocht gleichen A. bj) spürete A. c) fehlt C. d) U. e, geschach, daz C. e) C. v.e. einnahmen, u. fehlt C. f) daz C. g) nenneten & C. bh) ZuC. i)z.W.C. kKiun.d. ben es, b. fehlt C. 1) fehlt C. m) sehr C. n) w. d. C. o) er (wiederholt) w. A. p)g. w. C. VseC. r) fehlt C. 8).d. z. v. wider ©. t) u. e. schr. esi.2.C. u)u. os war C. v) Dr C. vw) gromes C. x) nunw.C. y)l.i. Sw. CO. z)dene. g. nitC. a) m. verrettern x. reden ©. b) fehlt C. c) Da C. dj) fehlt C. 0) pflags A, pflegte C. f) fehlt C. g)t.e.i.a.C. h)diess C. i)d. bam- ron C. k) alsz s.n. da war C. ]) kl.=. a. C. 1) Johann von Posilge 129. 2) Damit scheint Grunau die ihm aus Johann von Posilge S. 126 bekannte Ze- samnenkunft des Hochmeisters, der Bischöfe von Pomesanien und Ermiand mit der lithauischen Fürsten in Juni 1383 an der Dobissa zu meinen.
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649 beryane, unnd der furst tet auf, und die bayorenn springen zu im ein und erstachen iu* unnd quamen* zu Witolto.') "fol. 213b. Capitel X. 8 1. Wie Witolto zu eim fursten In? Littaw ward aufgenommen, und wie es den brudern ergleng. In der stat Wilna wonnte ein burger mit namen Johann von Meldorp® ein vertribener burger von? Riga ausz° Liffland.?) Diser der‘ rette die burger an, man solte Alexander Witoltum aufnemen vor ein herrn®, wann" er wer bey den b. in Preussen, denn nymandt kunde widersten, und solcher worte vil, unnd die burger es verwil- leten!' unnd im botschaft in der meinung schicktenk unnd mit gelde hulff, der adel aber war, man solt Jageltum aufnemen, wann des sie weren!, und er auch die Polen zue freundt” unnd die Tattern, und solcher sachen vil, und sie auch nach Jageyldo schickten». Der homeister versamelt vier tausent man° unnd mit im sein bestesr volck und quam in Littaw‘, er kam" und maurte Marien- werder das schlos, im wardt aufgeben Tragky das schlos‘, uff wel- ches er satzte dare““ „. syohannem von Rabenstein zu eim compter°), und zog mit Alexandrum Witolto auff Wilna, unnd von ergeben sie nomen sie ein“.*) In diser zeit war verweser des lanndes zu Littaw im’ namen Jageyldis” vom adel gesatzt Waydbuto* der bayor°), und diser kompt’ in* Preussen unnd ein mechtigen schaden tett* mit bornen umb *fol. 214s. 8) zogen C. b) von C. c) Meeikerp C. dı ausC. e)in C. f) fehlt C. g) fur iren b.a.f. h)danC. i)u.siev.e.C, k) u.sch. i.b.i. d. m. C. 1) dann des weren sie C. n)u.ehb.a.d.P.z.fr.C. n)u.e sch. an. J.C. o) fehlt A. p) m. seim besten C. q)i.L, eog C. r) nam A, a) d. schl. Trossky C. t) fehlt C. u) n.s. die state. C. v) fehlt A. w) Ba- geyldis A. x) Woydibutto C. y) kam C. z) u. t. grossen sch. C. 1) So starb 1440 zu Troki der litthauische Fürst Sigismund. Grunuu kannte diese (reschichte aus Miechow 309 und verwerthet sie hier auf seine Weise. 2) Hans von Rige, HMchr, c. 171 S. 602. Er war aber nach der Quelle ein Anhänger Jagello’s. 8) HMchr. c. 172 S. 604. Johan Raben. 4) Die HMchr. c. 173 S. 605 berichtet nur von der Kinäscherung der Siadı Wilna. 5) Miechow S. 274 nennt einen Günstling Jagello’s Voydilo.
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*fol. 214b. 660 Bassenheim,') Neidenburg und den strich, und zog dem homeister under augen unnd sich traffen am* fliesz Norgay® under Cawen?) So° waren die b. in einer bose stette! zu treffen, darumb irer zwe- tausente quamen durch den fort, auff welche die Littaw fielen und sich schlugen‘. Sos will® das annder volck der b. disen! zu hilf kommen und eylenk durch das wasser, im übereylen! sie ertrennoken einander” im wasser. Vom anndern teil wurden sie geschlagen von den Littaw®, Der homeister mit den schlimmsten° in aller not ent- quam auff Rangnitar. Da ertrannck graff Wilhelmus von Katzeneln- bogen, b. Johannes her von Eybenitz, b. Johannes her von Logen- dorfi, b. Junterus her von Marienstein,) b. Heinrich BReuss her von Plawen und sonst vil stolezer b. unnd hern und knechte tet pliben® im wasser unnd zu lannde, wan mit den schweren geylen und schwerem harnisch sie nit kunden komen zu der wöre, und s' verloren. Alexannder Witoltus aber war her zu der! Wilda. $ 2. Wie Jagieldo" und Witoltus mit einander handelten. Witoltus sich übernam” der gewalt und tyrannisch regierte” und nach seinem verheissen er sagte an etlichen stetten unnd schlossern unnd Samayten, sie solten* die b. in Preussen aufnemen vor herren’, dawider sie alle waren® und zogen zu Jagieldo unnd es im clagten®. Jagieldo schickte botschafft zu Witoldo, unnd die mit im handelten?, wolt er ein tribut geben Jageyldo° und seiner beylege angeseen, wie? er seins vattern b. son were®, er wolte zu seinen leb- tagen Littaw unnd Sameyten imf vergonnen, und solt sich vor alle a) u. tr. zusammen C. b) Nergaw C. e) Do C. d) i. 0. gegen stelle C. ce) bey 0% C. N»schl.C. g) DoC. h) wolte C. i) den b., d. fehlt C. k) eyleten CO. 1) herüber e C. m)er.s.ein.C. n)v.d.L.g.C o)m. d. aller schl. volck C. p) zur n. a. R. kam C. gqibLt. C. r) also C. 8) a. w. fehlt A, dafür vil hern. t) zur 2mal C. u) JagielA v)ü.e.cC, wir .Cc. D)s.eC. yfurhac JwsnC Kkl.ei.C. b)h.ni.C. co) dem)J.C. d)daz C. fehlt C. he wi.z.u.1.C. 1) Nach Johann von Posilge S. 136 wurde 1385 die Stadt Passenkam ge 2) Für die folgende Darstellung sind die Ann. Thorun. S. 137—139 Que. — Norgay ist die Nerga, jetzt Wilia, 8) Der erste und dritte finden sich ebenso in der Quelle, statt des vierten Gun terus de Mergenwalde. Da die Ann. Thorun. bemerken, es seien 4 Ordensbrüder ge blieben, so kennt Grunau auch die Namen der beiden anderen,
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651 ding verzeihen. der: freuntschafit der b. in Preussen*, der keins wolt Wytoldus thun, darumb die Littaw diesz anfienngen, und Wytoldus sich® het lassen tauffen und sie vorgeben iren feinden®, sie fielen“ Jageildo zu, unnd er quam unnd sich vor Tragky legten. Der compter sich werte‘, idoch zum letsten er sich mit den seinen ab- dingete® unnd zog in Preussen.!) Alexannder Witoltus mit alle den seinen q4am zum homeister®, uml ne nam ein: Littaw! und Se- maytenn. Begnadung Wittoldo*. Der homeister gab Witolto eyn Jorgenborg, Rittetszwerder, Jokannsborg,*) von dannen mit der b. volcke er zog’ in Littaw und wiechtigen schaden tet®. Jageyldo sich vor disem forchte® unnd durch mitler er suchte mit Witolto heim- lich frenndtschaffte zu machen. Wittoltus war den Preussen nit an- genem,* wann? umb seinen willen sie heiten" einen grossen ‘schaden *fol. 2152. entpfanngen unnd schmaheit, unnd die b. in ein verretter hiessen unnd solchs dings vil. Unnd wie er dan® ein unbestendiger man war, er gienng* es an freindtschafft" mit Jagelto” zu machen unnd zogen . zu hauffe” on des homeisters bewust unnd wille und nam Littaw ein. Nit lannge damach Witolto, damit er mochte haben der seinen gonst*, er liesz sich tauffenn nach der Reussen weis’. Das also Ja- geldo ein hertz machte“, unnd suchte vile weg seine verschreibung mit Witolto zu glosiern. So* wart Witoltus underricht, wie Jagelto quem wnnd wolt in gefanngen nemen, darumb Witoltus auff mit den seinen? unnd quam° zum homeister und im gab seine sone unnd seine fraw iren b. unnd den konig von Schmalenisky zu einer burge®, er wolt nu nymmef thun, dass wider den orden were.) Unnd er »)d.b. fr.i. Pr. v.C. b)dass. W.C. c)un.».i. f. übergeben wolte C. u) f. e. C. e) u. legtes.C. 1) w.3.0. g) yd. rodtene.es. 2.1.m.d.sa.C. h)z.b.zogC. i)nL.e. ©. k)B.W. fehlt C. Hr.e.mdb.v.C n)u.tgrsc.C nf.ev.dC. yuwedm C. p) feindtsch, A. g) dann C. r) h.e.C. v»)darnach A. t)g.e. C. u) feindtsch. A. v) m, J. f. ©. w) z. sammen C. 2)d.W.d.n.g.m.hC. yles.n.d.R.w.t.C,. z) Die m. erst J. behertzt C. a) Do C. b) D. war W.m.d. =. 8.0. c) 208C. d) g.i.C. e) zuner A, zu friedesburgen C. f) nicht mehr C. g) was C. 1) Den Fall von Tracken berichten die Ann, Thorn, und Johann won Posilge zu 1384 S. 128. 2) Mariendurg (in Litthauen) erhält Witold nach den beiden Quellen 1. c. und der HäAfchronik, Da er Jorgenburg nach den Ann. Thorn. und Posilge S, 131 verrieth, glaubte Gr., ihm sei auch dieses eingerdumt, 3) Diese Geiseln stellte Witold bei seiner zweiten Verbindung mit dem Orden 1390, Johann von Posilge 162. Seine Söhne waren nicht unter denselben.
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*fol. 215b. 652 nam ein seine vorige schlosser® und mechtigen schaden auff Littawen tetten® mit den Preussen, die im beystunden. $ 3. Wie Witolte sein kinder wurden getättet:, und wie er entran mit mechtigem schaden‘. Die b. unnd die Preussen Witolto nit vertraweten® unnd sie in verretetern‘ unnd der gleich. Es quam, wies ein kriegs(*)imecht der b, wart verzornnet von Witolto. Diser qdam auf Konsberg und vergab beden sonen Witoltot, und sie sturben in einer woche.‘) Disz aber Witoltus thet, wie! es im nit hertzlich were. Idoch heimlich er sich beflis*, damit er mochte komen in Jageyldo freuntschaff. Unnd es etliche ausz Polen unnd Masaw verschuffen!, damit” sie sich ver- sehriben. So® wolt nu Witolt den tot rechen seiner kinder? unnd er schickt heimlich wegk seine frawre unnd nam sein hoffgesinde unnd quamı vor Jergensborg.?) Im abender zu im gienng der pfleger und in bat‘, er wolt auffs schlosz gehn. Nein, sprach Witeoltus, ich musz beym volck pleiben, wenn“ ich wil frue auf sein, ich hab ge- wisse botsebafft, unde die Littaw wollen auff Ritterazwerder*) einfallen. Unnd’ darumb so wollen wir ag” ein wenig ruwen“. Soy baten in die b.:, er solte seiner frawen b. Sudemundo* mit in lassen gehn, unnd er disz vergonnted.) Sudemundo* quam auff das schlosz, im thore er erstach 6 korhern®) unnd fort” 18 knechte, dend pfleger sturtzte® in den graben‘) und zunthe das schlosz an, unnd es brante in die grunt‘. In kurtzen er wars auflv Taplacken unnd auch” Rit- 8) 8. v.achl.e.C. b) u. t. m. sch. a. L. C. c) W. des W. soneg. w.C. d) u.e. m. grossem sch. entr. C. e) v. W.n. ©. f} verrettetenn A, v. i. C. g) daz C. h) beiden des W. ». ©. i) D.t.a. W. gleichwie C. x) betrnebet A, b. e. ». h. C. 1) es fehlt, diz v. C. m) daz C. n)DasC. o8.Kk.r.C. p)=. fr. b.w.C. q) zog C. r) des abents (nachts ausgestr.) zum vorigen Batz bezogen Ü. an) d. pf.g.2.i.C. t) h.i.C. u) dan C. v) fehlt C. w) auch A, nern C. x) ruhen C. y) DacC. z) d.b.inC. a) Gudemundo A. b) v.esC. ce) erster. C. d)der A. e)st.er C. f) u. verbr. i. gr. C. g) w. 0.C. 1) Davon, wie überhaupt von den Söhnen Witold’s, wissen die Quellen mchts. Grunau braucht jedoch ein Motiv für Witold’s Verrath, 2) Dieser hier Jolgende Verrath gehört ins Jahr 1385 nach seinem ersten Bündniss mit dem Orden. Quelle ist die ältere HMchronik c. 173. S. 605. 3) Ragit u. Splütern nennt die HMechronik |, c. 4) HMchronik I. c. 5) zwene pristerheren, HMchronik 1. c, 6) Bei Johann von Posüge S. 132 wird ein Priesterbruder in den Grobe ge slossen,
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653 terszwerder und auch verbrannte* Bayerstein‘) unnd quam vor® Rangnitta unnd wolte* darauf, sonnder® der compter wart gewarnet ®fol. 26a. von eim entlauffenen? knecht vor Jergensborg,?) darumb alsz disz merckte Witoltus®, er zog‘ das flisze Memmel auf unnd alles ver- brante von hofen, flecken, schlessern® der b. unnd in vergalt irer trewen bey im gethann unnd quam zu Jageyldo und sieh da entlich vertrugen!.®) Capitel XI* $ 1. Von geschichten und geschefften in Preussen, sonderlich von theurungen. Alsz disz geschach!, war ein nasser sommer, unnd kein getraide kunth reuff werden, unnd wa” was war, das plib ligen auf dem velde" unnd wuchs ausz und niemandt zu nutze war°, darumb so quame ein erschreckliche theurung, unnd die last korn galt 15 m. geldes, der weitze 21, die gerste 17 m., der haber 12 mr. Theur‘ Das ander jar darnach wart es noch so theur, unnd* quam‘, wan* man nichts het" gesehet unnd ausz Polen man auch nichts brachte”, unnd wart ein gemein sterben unnd ein® erschreck- lichs, damit aber die schlosser wie wuste stunden” unnd® auch stette, wann sie sturbenn ader sie waren geflohen“. Nach diser zeit quam in Preussen wider’ ein gute zeit, unnd wart sovil getraide, damit* man nit wuszte, wa* zu schitten. Der* homeister nam getraide an *fol. 216b. den zinssen® unnd noch auffkauffte mechtig und vile unnd auf den schlossern, die am wasser@ ligen, schitten®, die last umb 5 m., wann so wart es gesatzt im lanndef.*) aau.v.a.C. b) auffC. c) aber C. d) vor. C. a W.m.C. f) z. eC. g) schloss A. bh) und schl. C. i)m. v.n.d.c. O0. k) die Capitelbezeichnung fehlt C. 1) Zu dieser zeyt w. ce m)doC. m»bl.a.df.l.C. ow.w.n.s.n.C. p) daraus kam C, dq) seldee febit, 16 m. 8. C. rn) auch 12. m. C. s) fehlt C. td danC. m)b.n.C. vynu.m.br.e.n.n.P,.C. w)dard. schl. gleich w. st. C. x) entzweder sie st. aber pflogen C. y) wardt wiederumb i. Pr. Ü. z) daz €. a) wohin C. b) a. zinss C. c) u. sehr vil darzu a. C. d) an den wassern C. e) u. schitt e. a. die schl. C. f) deu sow. c.i.1.g. ©. 1) Beiern ist der andere Name für Jorgenburg, Ann. Thorun. S. 130. 2) HMchronik S. 606. 3) Eb. S. 607. 4) Quelle für diese Angaben sind die Witerungmotizen Johann's von Posilge, 5. 136, seine Mittheilumg über eine Theuerung in Preussen 1389 S. 158 und einige Preisnotirungen der inn. Thorun, zu 1386 S. 147.
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*fol. 217a. 654 Golt*.!) 80 waren gewesen schwere krieg inn Frannckreich und Engelanndt>, damit da® kein korne war, so@ quamen drey han- dert schiff in die Balga unnd vor Dantzke?), unnd die burger im lannde zum ersten ir korn verkaufften umb 9 m., unnd darnach der homeister umb 12 m., und man in gab° gut golt, welches er liex muntzen und schlug gulden in korne unnd gewichte, wie die Rei- nische weren, unnd hetten dise gestalt. Auff der eine seitte stand ein bilde des homeisters im ganntzen harnisch, ein gros velum umb‘, ein schilt mit seinem wappen in der lincken handt und ein schnei- dens schwert in der scheide in der rechten hanndt habennde. Die umbsohrifft laut also: Conradus III mgr. gnalis, auff der andern seite des ordens n3ch dem amacht der homeisterey wapen miten ein® im zwifeltigen creutze, welches® auf iglicher seitte eine lilier hette, die umbschrifft laut also: Mo: aurea nova dnor. Pruss. und galten seiner seoter 30. $ 2. Wie ein semelbrott zum stein iste worden. *In der zeit der theurung war! ein besondere fromme fraw in Preussen, dise mit hulffe fromer herrn hette nach irem begern von got erlannget ein seuberliches kindlein*, damit aber sie! beweisete, welche liebe sie zu des kindes herrn het, sie es also warte”, damit auch nie kein? bosz augen darzu quam, wann° sie des von einer alten frawe hette gehert?, wenn die mutter vom“ kynde were, unnd je- mandt das kindt schnel aufweckte, es quam davon ein ungehor‘, und das kindt wurde sein tag ungehalten. Darumb die mutter umb des kindes willen nit stelle hette, damit! die den leichnam Jesu bet kunt sehen Unnd ess quam auf ein zeit, wie die" fraw semelbrot hat’ gehollet, unnd ir begegnet der herre vater des kindes und sagte ir esse an, unnds er wolt das kindt schauwen, und sie eylennde heim" a) fehlt C. b) da w. i. Fr. u. E. schw. kr.g- C. c) dazaldaC. ddaC. gi ©. Sf) fehlt A. g) fehlt C. h)line! A. ji) tberung, w. feblt A. k)eina.k.eor.C. Ddass an GG. m)w.».0.n.C. n) dar nicht ein C. o)denC,. p)h. disv. e.n. fr. g.C. gq; von dem C. r) ungehewer C. 5) h. . wm. n. st.,u.d. k. w. fehlt C. t) daz C. w undd.C. v)h.zC w) lieff eyl. h. C. 1) Ueber die Werthlosigkeit dieser Notiz handelt Vossberg, Münzgeschichte S, 100. 101. Die erste und einzige Goldprägung im Ordenslande Preussen erfolge unter Heinrich von Plauen. 2) Während der Theuerung kam ein Schif' mit Weizen aus Fingland nach Danzig, Johann von Posilge S, 158.
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655 unnd findet, wie* sich das kindt unrein gemacht hat, unnd sie bald nymmet» die krumen ausz der semel unnd wuschete dem kindt das hinder ende mitte, damit* im hauth und fleisch hernach gienng, von welchem die fraw erschrack, wann° die semel wart zum stein. Inn dem quam der her vatter und disz sach, er lieff weck und schri miraculum, mirsculum® auf! die magdt. Das-liebe kyndt war tot‘. Disen stein noch heut im tage man in sihet ine Danntzke in unnser liebent frawen kirche in der libraria!. $ 3. *Wie ein closterbrott zum steine wart eim Jacobsbruder*.') *tol. 219a. In disem! selbigen jar der theurung die monnche im closter Oliva geben alle tag ein genantes ausz von brotte von covent unnd von zuemusz umb gottes willen. Auff einen tag quam ein schuknecht der geburt von Welaw ausz Preussen von Sanct Jacob geganngen unnd diser quam vor das closter und nam ein almosz nach seiner satzung, das zumusz er auszasz®, das trincken in seine flasche gosz®, das brot er in seinen bussen stackt° unnd gieng nach Dantzke. Auff dem wege im begegnet? eine arme fram, ein kindt sie trng« auff dem "arme und eins ir nach folgete" und bitterlich weinte* unnd schry umb brott. Die mutter! disen Jacobsbruder hochlich umb gots willen bath" umb ein stickle” brot dem kinde, und er sprach: und es weist got, ich keins habe”, Die fraw sprach, o ir hapt“ brot im busem, sonnder’ ir es nit wolt" umb gots willen mitteilen. Der pilgrim sprach, nein fraw, sonder ich hab ein stein im busen vor die hunde, unnd gieng so weck. Alsz er nu® ein guten* weg ganngen war‘, s0d=fol. 219b. quam in ein hunger an, unnd er nimpt unnd wil ins brot beissen und findet es», wie es sey ein steind, und er sich erkante®, wie er hette gesundigetf, und gieng zurucke unnd es aller welt sagtes unnd a)dasC. b)n.b.C. c) den C. d)e,d.C. o) miragulum 2mal A. f) auf-tot fehlt C. 8) s. m. n. heuttiges tages zu C. h) fehlt C. i)i.d. 1. fehlt A. k) In A geht fol. 217b. bis 219a. der zweitfolgende Paragraph voran: wir hehalten die Reihenfolge von C bei. 1) Im, d, fehlt CC. m) aze3C n)g.eisf.C. date i.eb.C. p)bi.C. gq) di tr.e.kcC. r) volgeti.n. C. ») w. b. C. t) darumb statt d.m. A. u)b.d. J.e.C. v)stucke C. w)w. ee. g.,i.h. %k.C. x) h. 2mal CC. y)aberC. n)i.w.e.n.C. a)stuck A. b) fehlt C. ce) w. e. g. w. kommen C. d)daz e. einst. ist C. Je... C. Hdazeg.h.C. g)s c.a.w.C. 1) Vgl. oben Traciat IX E. Cup. 1$ 3. S. 422.
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656 i das brot, itzunt aber den stein*, da zue eim ewigen gedechtaus im closter hienng alda». $ 4. Wie zu mittag das ave Maria leitten ist auff kommen. ') Bruder Adolphus®e von Aybachen in disem jar auf Danntzke compter war. Dieser ein gelerter man war? und ein diener gotte. In der zeit diser theurung er versorgte die schulen mit eim solchen, die da waren in unser frawen glockeney, so es 12 schlug, sie musten‘ schlagen an eine bort drey schleg an die groste® glocke, zum anderen mal auch drey unnd zum dritten mal sechs? und eylende nach ein- annder. So bald disz wart gescheen!, in unnser frawen kirchenn die schnler sungen* gande dei genitrix, die zu S. Johannes in monte Oliveti orabamus ab patrem, zu S. Katharinen tenebre factae sunt und! dise schuler hetten essen und trincken nach hoffweise vom schlosse, unnd disz quam mit der zeit in das® gantze lannd unnd noch ist in etlichen lannden=. *fol. 2176. 85. *Von eim fursstlichen monche und seiner arbeit?). In den gezeitten Wladislaus® Locteka der fursst von Gnyokar schickte® seinen son genannt den weissen Wladislaum gen Parisz ins studium generaler, unnd er war da drey jar“, und ausz welchem geschicke got weiszt', unnd er wart ein monnch zu Avinion®.®) So” quam es, wie’ im wart gesagt”, wie’ alle die seine tot weren, und wie es under dem regiment Ludwici seer wunderlich und verterblich in Polen zugienng*, und der zeitung me. Diser Wladislaus sich bald bedacht’, er name urlaub seins abtts, ausz dem closter gienng* unnd a) d. br., daz zum st. worden C. b)h.e.a.i.cl.z.0.g. C. c) Dolphus A dr. e. em.C.eov.eC. NMm.eC. g) grosse. I) auch 6 C. i) Dad. g.w.C. k)e. d. sch. C, das Folgende bis sunt fehlt A, dafür eine Lücke von 11), Zeilen. 1) ins C. ın) und—landen is C mit kleinerer Schrift nachgetragen. n) W-y.C. o)a.d.f,v. fehlt ©. pe. st.C. Qıidcl r)u.g. w. a. w.geiste C. s) w.e., u. fehlt ©. t) Dunion A. u) Dal. vydazl. w)igw. ©. 9)2.1.P.C. p)bed.s. 1b. C. z)e, g. ansz erlaubnie e. a. a. d. cl. C. ? 1) Zu Grunde liegt wohl Johann von Posilye’s Notiz über dus da pacem [isen zu 1400 S. 240. 2) Miechow S. 950, 8) Zu Dijon, MMiechow I, c,
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657 kam® zum babste unnd bat dispensacion vom» orden unnd von der weihung und verzelte im die sache®. Der babst verstiesz in und er* wolt in nit horen.‘) Er quam“ darnach in Ungern zu Ludwico unnd vermocht disen, unnd er dem babste schribe umb die dispensacio, unnd Ludwicus es thet, sonnder® er konnte nichts erlangen.?) Darumb Wladislaus? die. kapp ausz und nimpt an sich ein hauffen strauch- rober®) unnd erlaufft das schlos Gnikau unnd nichts gar lange dar- nach auch: das schlos® Wiadislaw dem bischoff von der Coya an- horende!. Sok machte er ein compact! mit den b. von Preussen, sok es im von notten were umb hilff“, und mit irem* willen er *fol, 218a. bauwete” ein schlosz auf drey grenntzen Polyn, Preussen unnd Dobrin, da zu hauffen° komen Drewantz unnd Weissel, unnd es nannter Slo- tereyaa.t) Disz nam zu hertzen Sandowigius der heuptman von Lantzitzia®) unnd sagte es. dem konig, unnd im gebot! der konig, er solt in überziehen, unnd er es tett" und gewan im abe Wladislava’ und Gnykaw, Slottereya@ war zu fest, er rufite die b. von Preussen umb hilffv, sonnder er nichts erlanngte*, wen’ Vincencius Pomorski het sie betrogen. So” muste Wladislaus das schlos Slottereya Sando- vigio* uberantwurten mit dem» bescheit, Wladislaus wart zum konige Ludwico, er quam und hochlich bat, sonder unerhort er muszte weg® ziehen. Da erst versamelte er‘ buben, und dise* robeten auffe Polen, Preussen unnd Masam, auf ‘der Schlotterey hetten sie ire herberg, unnd geschach mechtiger schaden von int. Zum ersten Sie wolte! stillen b. Gilch von Eyfenbach compter auf Thorn und er den dieben verstellet* mit 20 pferden. Disen die dieb erschlagen! mit den seinen”, dergleichen auch der marschalck ausz der Masaw Semovitus Dralamski mit 24 pferden wart erschlagen von in", so® a) nam! A. b) vom — sache fehlt C. ce) fehlt C. d) zog C. e)th.e, aber C. f) zug wı.C. og) u fehlt C, n. fehlt A. 6) d. schl. a. A. i) zubehorig C. k) Da C. I) comport A. m)i. u. h.v.n. w., es fehlt C. n)b. oe. C. 0) zusammen C. p) nenneten es Ü. %) Glatteyrera A. r) Bandowigio A. ») fehlt A. t) gelobt A,u.d.k. 8.1.0. u)t.e.C,. v) W.a.C. wh. an C. x)abere.erl.n.C. y)danO. z)DaÜ. a)fehlt C. by disem C. co) wolte C. d)b. h. C. eo) aber e. m. u. hiowegC. f) D.v.e. erst C. g) auız A. h)v.i.m.sch.C. I) w.2.s.(,s wolten s. sollen A. k) verstillet A, v.d.d.C. e.d.d.C. m) m.allendene.C, nv. i.e C. 0) also C. 1) spe dispensationis apud papam frustratus Miechow I. c. 2) Repulsam autem passus Miechow I. ce. 3) Damit dewet Grunau wohl auf die simplices viri meohanici der Ann, Thorun, oder auf die gemoyne lute Johann’s von Posilge S. 98, die dieser Ereignisse ebenfulls gedenken, hin. n 4) Das Schloss Zlottorya nahm Wladislaw gleichfalls ein Miechow I, c. 5) Sandinogius de Subino capitaneus maioris Poloniae Miechow I. ce. 42
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*fol. 218b, *fol. 2198. 658 auch Jasko Kmytzki palatinus* von Siriez mit 50 pferden wart er- wurget.') Dise morde nit auf einen tag, sonder igelicher in sonderkeit quamen vor Ludwicum deu konig*, unnd er gebot Sandowigio, er solt in uberziehen, so® bracht er auff dreytausennt man, Casimirum den furssten von Stettin, Bartusche den bannerhern von Weissenberg®,') und der homeister mit tausent mannen,°) und sie quamen unnd sahen, wie sie jad mit der belegerung nichts konnen thun®, sie stifften ver- retterey, unnd Hanko ein molner sich vermasz? umb ein gelt, er wolt in ins schlosz helffen. Unnd disz wuste Wladislaus unnd liesz Han- konems mit 30 mennern eyn unad sie aller totten®.*) Darnach se werden! es zu ratte und machen flosser* von ronen unnd bringen! sie an das schlosz unnd sturmpten einen gantzen tag. Die im® schlos wurffen mit pleiden ins her, unnd die aus dem here wurfien ins schlos und die® diebe schir aller° totten. Auff den abendt wurt erworffen Casimirus der furst, unad ınan horte auff zu sturmen.?) Auff den andern tag Wladislaus sich abe tedingte, damit er? mocht zum konige, und die Slotterey nam Sandowigiusı, Ludowicus der konig gab dem Wladislawo zehen tausent gulden von Gnyekaw, unnd er zog wider ins closter.*) Stets nach disem es" wonten rober auf der Schlotterey, und nyemandt kunth es bessern, bisz unnd" so lange der homeister b. Ulrich von Jungingen* disz sturmpte unnd es gannts verwuste, wie man es dann" noch heut sihet ligen® in seiner ver- storung‘. Wladislaus auch wenig gute in seinem closter tet nach disem“. a) poluntunns A, woywode O. b) da C. co) Weissen-stein ausgestr., darüber -burg C. 4) dar s. ihmeC. e)th.k.C. Nv.o.C. g) ankoman! A. hIt.e.a.C. i) w. s. C. k) schlosser &. 1) brachten ©. m) vom C. n) fehlt A. o) sch. wira.C. p)t.=. W.a,desC. gu San 4.800 r)fehltC. B1.eC. t)zers.C. WN.d. at W. w. gutei.e.d.C. 1) Die beiden ersteren nennt die Quelle nicht, der letztere (Jassko Kmiths eapitaneus Siradiensis) belagert Wiladislaw. 2) Miechow 8, 251. 9) Von einer Theilnahme des Hochmeisters wissen die Quellen möchte, 4) Miechow S. 251. 6) Miechow I, c.
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659 Capitel XI. $ 1. Wie ins reich von" Polen frembde hern wurden gesatzt+ und von° Irer reglerung.‘) Kasimirus der II Locteka sonn starb konig zu Polen® unnd liesz keinen son, sonder ein tochter fraw Elisabet, die het zu gemahel konig Ludwich von Ungern, umb welcher frawen willen die Polen nach dem tot Casimiri II sie erwolten konig Ludwic zum herrn unnd konige, unnd Polerlant ist mie‘ so übel gestannden, wiee zu seinen gezeiten, want nyemandt war aieher von! strauchrober.?) Inwendig seins regiments die b. aus Preussen furten die schwere krieg mit den Samayten und vonk Littaw, wie danne ist gedacht worden in diser eronika!, wan" er war der b. von® Preussen freundt. New konig. So° stund die sorge beder reiche an im, unnd liesz? keinen son, sonnder von fraw Elisabeth seinem gemahel hettet zwe tochter, eine Maria hiesz", die ander Hedwig. So° nam im vor Ludovicus der konig* und wolt den jungkfern menner geben, die die! bede konigreich mochten versorgen“, darumb er rette” mit den we- gisten” hern ausz Polen und in nante”, den er wolt seiner tochter Maria geben, unnd disz* solt ir konig sein, unnd war Sigiszmundus *fol. 220b. marggraff zuy Brandenburg, und dise mit Clein-Polen darein ver- willeten umb gabe: willen.®) Sigiszmundus mit Maria het wiert- schafft® zu Offen, unnd® da waren vil Polnische herren unnd brachten Sigiszaundum mit in Polen, von etlichen er wart aufgenomen, unnd sie im schwurend, darwider® war der ertzbischoff von Gnysen Bodyota aber Branzotus und Grosz-Polen, Reislant? und alle, die nit gaben entpfangen heten. Disem vil bey der woywoda von Crackaw unnd wolt Sigiszmundum nit auf das schlosz lassen, wie- wol Sigiszmundus in der stat lag unnd sich gehn idermann gar freuntlich erzeigte. Ludwicus der konig schrib und gebot, man solt in aufnemen, idoch die Polen wolten nits, und war grosz ergernusz under den Polen. Disz und ein ergers zu vermeydent Sigismundus e) r. oder landtzu C. b)g. w. C. co) fehlt A. d) fhliC. Jk.xr.P.L u st.C. HwieA. galezC. h)undC. i) furdenC. k) fehlt ©. I) i.d.er.i.g.w.C. m) danC. n) ausz C. 0) N. k. fehlt, daC. pP u.batek.eC. Zh.erl. )u.M.C SL.d.kfurC. t) die da die C. u) versohen ©. v)r.e. O. w)grosten C. x)n. i.C. y) von O, z) u. goties w. 4& JhwmM.C. b) fealt C. ec) w.e.C. d) schw. i. C. e) daronter A. f) und RC. e) w. d.P. 2. C. h) vermnten A. 1) Auch für das Folgende war Miechow S. 253 ff. Quelle. 2) Nach Miechow S. 253. a 3) Miechow l.c. Im Folgenden entstellt Gr. die von Miechow 5. 254. 55 er- zählten Ereignisse nach Ludwig’s Tode, 43%
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660 renuutierte aller gerechtigheit zum reiche von Polen und zog in seine Marcke, über das er schickte* Nicolaum den bischoff von Vesperin in die tagfart Radomski der ‘Polen und liesz absolviern alle, die im geschworen® hetten, und nit gar lannge er wart konig in® Ungern und mit der zeit kayser*. 8 2. Wie Ludwicus ein anndern auesatzte, und‘ er mochte konig sein. *fol. 221a. *In derselben zeit war in Österreich ein furst Wilhelmus ge- nannt. Disem zusagtes Ludovicus der konig von Ungern unnd Polen die annder tochter mit namen Hedwigk.‘) Von disem die Polen nichts wusten" unnd sie quamen unnd baten, man wolt in geben Hed- wigen!, damitk sie konigin were zue Polen, sonnder! sie wart in versaget vom konig Ludwico. Nit gar lanng darnach Semovitus® der furst ausz der Masaw liesz erlich umb sie werben zum gemahel, und sie wart im auch versagt. Es wer dan sache, unndk die Polen wolten aufnemen Wilhelmum den furssten von Österreich vor ein konig. Umb dises willen die Polen hielten® ein tag, unnd es waren etliche daran, sonnder! der meiste hauffe erwolte Semovitum den fursten ausz der Masaw, und sie furten in gen Siritz und in da Bandyota aber Banzantusr der ertzbischoff zu eim konig gebenedeiter, und sie im alle schwuren.?) Die crone und zepter, und was dan solchs me ist, het fraw Elisabeth mit ir genomen, da man het gecronet Ludo- vieum”.*) So bald die konigin Elisabeth das erfur, one wust des | konigs sie schrib‘ unnd vermochte b. Conradum Zolner homeister _ von Preussen, unndk er suchte im ursach“, damitk er die Masau ver- derbetev unnd Polen, unnd er im also teth” unnd verbrante die Masav | und nam zu eim besitz Warsaw, Sochatzeff und sonnst* annder stet unnd schlosser, also auch etliche stet in Polen alsz Conyn, Cola, *fol. 221b, Radzeio,* Jung Leslaw. Und sich die Masuren unnd Polen schick- ten auff Preussen, so’ quam Wladislaus der furst von Oppels, s) sch. e. ©. b) alle d. abs. Ü. c) geschriben A. d) fehlt A. e) u. auch darnsch k. C. N) einsetst, das C. g)e.=.C. b)w.d.P.n.C. i) Hedwigum A, H.8.C, k)dasC. I aber C. m) Seneritus A. n)h. d. P.C. o)n. etzl. w. d. C. p) Gerdyota o. Godzanto A. g) i.dxe k.ben.C. nL.b.gC. »disd.ke.C. t) schr..C. u)i.u,s.C. v) zerstorstte C. w)t i.2.C. x) sunder C. y)daC. 1) Micchow S. 257. 2) Miechow 8, 255. 3) Miechow S. 250.
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661 welcher disz Semoviti tochter hette,‘) machte friede, und der ho- meister reumete die Masaw. Auff die nacht nach der entscheidung Semovitus der konig von Polen starbe ae ») wann im war vergebenn. 8 3. Wie Ludovicus seine tochter Hedwig den Polen gab zue einer konlgin®. Nach dem tode Semoviti die Polen hielten? ein tag unnd zogen zum konig Ludovico unnd batten in zum dritten mal, er wolt in geben seine tochter Hedwig zu einer konigin®e, unnd er sie in gab‘, unnd sie quam unnd regierte gar weislich funff jar. Sos wart Wil- helmo dem fursten" von Österreich geratten, er solt in Polen nach! Crackaw ziebenn unnd solt sich mit den Polnischen hern bekannt machen, vielleicht sie so ein hertz zu im gewonnenk, Und er quam und lag in der stat, auf das schloss wolt man in nit lassen, wiewol es die konigin verschuff.?) Wilkelmus richte .an costliche gast gebot unnd bsth die Polen, sonder! niemanndt wolt kommen, dann sie scheubeten sich vor b. Conrado von Czirnehausz, der vom homeister zu disem Wilhelmo verordnet® war unnd er alle ding wie sein” hof- meister regierte.) So die Polen dan’ wol wusten, unnd? man hette Semovito ver(*)geben, sie sich auch besorgten" vor eim solchen unnd *fol.223a.° gienngen nit zu gaste. Sonderlich sie verdechtig hetten disen b. Conradum® alsz iren totlichen veindt, und wart hindenach* erfunden, sintemal® die b. in Preussen sie” mit disem Wilhelmo so grosz freunt waren, sie in darumb in keinen weg wolten vor ein konig”. Das die Polen verschmehet die gastladung*, gieng Wilhelmo mechtig nahennde’, und in allen seinen widerwillen, den er sach von den Polen, im in” bussete jungkfraw Hedwig die konigin, die denne des a) plötzl. st. C. b) dann C. c) konige A. d)h.ıu.P.C. e)e.w.i.8.t.g. zur k., HR. fehlt C. Wuo.gei.C gDaC. Hd. W.f.C. Dgnt. ke.n.w.eoh.z i.C. 1) aber C. m) geordn. C. n) ein C. 0) so dan d. P.C. p)daz C. q) fol. 232 in A Üübergangen, es fehlt nichts. r) b. sie es a. C. eo) u. h.s. d. b. C. v. C. t) darnach C. u) nachdem C v) fehtC. wWw.si.di.k w.v.o. k, haben ©. x)d.g. 1. v.C. y)sehr nahe C. 1) Mischow 261. 2) Miechow 261. 3) Miechow 269. 4) HMchronik c. 175 S. 608 (Conrad von Czirnaw). .Puss er ein Orden bruder und vom Hochmeister zu Wilhelm geschickt war, berichtet die Quelle nicht,
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662 tags quam ins grawnıonche closter* mit irem hoffe, unnd im rempter sie den tag ausztanntzten und machten in so ein freude.‘) In sol- chem tannezen eins vlagteb dem anndern sem mott® unnd wurden.es einst, sie wolten einsmals in die kirche spaciern gehn unnd da wolten sie sich lassen trewen“, und der tag wart bestimmet. Sonn- der® die Polen quamen disem vor und liessen Wilhelmum nymme' zur konigine. Darumb er mochte das leid nymme‘ ansehen unnd verbottet! die Polen und sprach: mir ist von vatter unnd mutter sı- gesagt zu einem* ehelichen gemahel eur konigine, so bin ich auf ein solchs herkommen sie zu nemen, sinttemal! ir mir siem nit gonnet, 80 hapt sie euch, unnd werde an euch gepflagt, so dor ander gewalt und unrecht wiert gestrafft werden, und zog so wagk mit vilem pochenn.?) *fol. 223. 8 4. *Wie Jagello der furst von Littaw- die konigine und das reich erlanngt mit gonnstr. Nach? disem starb Ludwig der konig von Ungern und von Polen°®), so triben es die wegisten" und weisten hern von Polen durch brieffe, damit! Jageillo furst inn Littaw und Podolia nach irer koninge freyete, unnd er es angieng und schickte etliche potschaft und gelobte sich lassen zu tauffen mit seinen brudern und wolt mit im bringen die schetzer seines vattern, wolt sie in nemen“. Und sie schluge es im‘ zornigen gemuth ausz" und sprach nein. Zum andem mal er schickte® wider unnd verheisch die tauffe zu nemen, die schetzer zu bringen, Littaw dem reiche Polen einleiben?, die Schlesis unnd Pommerellen zu bestreiten, unnd sie wolt nit daran‘) unnd vorhielt®, wie er im gefengknus het erstochen Kynstud seins vattern bruder. Und® da trat vor Wytavdus unnd sprach: Kynstud ist ea) i. gr. m. cl. kam C. b) klaget e. C. co) s.leydt C. |d) tr. 1.C. e) Aber C. Damme | C. g) kopige A. by m. e. C. i) verbotten A. k) zum C. I) nachdem C. m)s. wm. C. n) de de ce. VdLvLsebltl. pm.geC. QMitC. rv) fehlt C. s) grosten C. t) ds C, u)ma .w.nC Watt. Wal gmneCl „Jzapezul.C. z)hiavCc. 3 Keavbh e. C. b) fehlt C. c) berfur C. 1) Mischow S. 269. 2) eb. S. 269. 3) Alle die erzählten Vorgänge erfolgten lange nach Ludwig’s Tode, 4) Micchow S. 268.
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663 gewesen der vatier mein“, und ich entschuldige Jagellonen, unndt er im im gefengknus nit hat ein handi* angesatzt noch verschafft‘, Sonnder ist® es denne gescheen, und? in jemanndt getot hat, so hat es gethan Poraxa' der bayor, der es im geschworen het umb seine schadens wille,') unnd disere es 80 bekannter. Es mocht! aber nit belffen, sis sprach, sie wolt in nit haben.* Die Polen sahen der *fol. 224a. jongkfraw bestendigheit, sie wolten es ein ende machen und wolten ein konig bey in haben, undk sie schriben und schickten botschaflt zu Jagellum, wolte er die gelobte stuck halten, er solt komen unnd solt ir konig sein, dan sie sprochen!: wiert die jungkfraw= den schonen jungliug Jagello sehen, sie wiert annders synnes werden, dann es war in wie® vil lannden nit schoner® jungling wie Jagellor. Hedwig die konigin schrib irer mutter allen handel und bat gutten ıata,. Die mutter hat vorhin den babst vermocht, unnd die jungkfraw von Wilhelmo gescheiden, darumb schickte ir die brieffe und hiesz* verwillen, so er sich wurde lassen tauffen‘. $ 5. Wie Jageilo getaufft war mit seinen brudern.’) Und Jagello quam" mit seinen brudern und nehesten freunden und mit grossem volcke, und man in lisz ziehen’ auff das schlosz zu Creckaw. Die weile” war jungkfraw Hedwig die konige* vier meil auf eim andern ‚schlosz. Nach etlichen tagen Jagello schickter Wi- tovtum mit den wegisten® der Polen zu der jungkfraw unnd liesz sie werben zum gemahele, und die Polnische hern ir es rieten*, damit» das reich mochte ein man habenn, üher das sie welten e8° von. ir gehapt haben.* Sie sprach: so wil ich doch nit ein ungetaufften man *fol. 224b. nemen“, und solt ir mir gleich anlegen alles leid; und disz wart Jagello gesagt, so fienng er an von Michaelis und nichts anders teth, dann er lernte die dinge, diet im glauben Jhesu! von notten 8) Kinstotto i.m. vr. g. C. b) dar C. c)n. e. handt h. C. d) verschaff A. eo) i. feblt A. f) Proxag. C. g)dise A. h)u.d.b.e. auch ©. i) undm. C. k) fehlt C. 1) und spr. C. m) w. d. konigin C. n) fehlt C. o)n. ein sch. C. p) alsser C, q) umbg.r.C. r) sch. sis ir wiederumb die CO. s) liess A. t)tr1.C. JfhtO. vum.li.20. w)derzeitC. z)d. k. fehlt C. y)s. J. C. ») wenigsten A, grosten Ü. a) r. e.i. O. b) daz.C. c) so w. zie e, auch ©. d)baben C. e)al.1.anl.C. N unddaC. g) Michaelum A. bh) so C. i) Jhosum C. 1) Den Mörder Kinatwt’s nenn: Mischow S. 266 Proxza. 2) Miechow S. 269.
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*fol. 225a, 684 sein, und also auff den tag Sanct* Valentini, der im fasznacht sonn- tag war, er wart? getauft von Badyato dem ertzbischoff und nach ostern darnach mit jwngkfraw Hedwig wiertscha@t hette°, unnd sein namen in der tauffe im gegeben war? Wladislaus, und es wurden auch getaufft all sein bruder. Nach der tanffe Wladislai am® ascher- mitwooh Bodyota in gegenwertigkeit aller rethe von Polen, er Wla- dislaw Jagellum gebenedeite‘ zum konig uber Polen, den cren, appel, ceptrum und sohwert war ins Ungern,') wie gedacht ist® worden. Nach der wiertschafft Wiadislaus hielt! tag zu Petergaw* unnd die seine entschitte und zog mit der koninge in Littaw, und damit! die b. in Preussen nit dorfftenn sprechen, sie stritten mit den Littaw und Samayten umbs glaubens willen, sor het sie Wladislaus Jagello und Wytovdus mit bubsoher weise bracht zum glauben, davon wiert anderstwo° gedacht in disem buche. Alsz sich die konigin fant gros *schwannger?, damit Polen nit beraubet wurd seiner erben®, mit urlob sie zog" ken Polen und quam auff Crackaw unnd mit der zeit in die wuche quam°® unnd sie gebar ein tochter und sturben bede in der wochen.?) Von welchem tode es war grosz clagen in Polent,*) ein jar lang nyemandt dorfte tantzen“, nyemand pfiffen, auf der leyr ziehen ader lauten schlaen unnd dergleichen eine freude machen, und eg” jemant thet, er wart angenomen alsz einer, der den konig gelestert hette”r. Wladisiaus Jagello sich mit Wytoudo wol vertrug und teilten miteinander Littau unnd Samayten, und Witoudas mit seinen brudern Staradus, Switrigaylo und Patrikus“, damit sie im dannckten. Wa- dislaus Jageilo sich mit seinen brudern auch behulffen von dem andern und sie alle überlebte: und alle seine freuntschafft; und“ Wia- dislaus muste in Reislannt unnd weren. Diser Wladislaus Jagello und Wladislaus Locteka haben die groste arbeyt gehapt mit kriege vor alle konige in? Polen. So waren sie doch ganntz dultig* darber und in got ir getrawend satzen. a) fehlt © b) w. c.C. c) u. d. m. J. H. w. machte n.0.C. d wartig.C e) an der C. Sg. W.J.,c. fehlt C. ge) zuC. byfehlt C. i)h. W. C. k) Petterkaw C. 1) das C. m)daC. n) brachten A. o)a.vonA. pPgr.e.f.C. n.s.eb.w(. Dze.m.n(C. ») u. kam damach C. t) g. kl.i. P. war C. u) n. in Polen e. gantzj. Lt. d.C. ou Cl w) der w. wie ein lesterer d. k. ang. O. x) Swirgaylo A, Patriges u. 8.C. y)dazC. s)ü.=.2 CO. a) fehlt ©. b) von ©. c) gedultigk C. d) vertr. C. , 1) Miechow S. 269—-70. 2) Miechow S, 275. 3) Dorumb das ganoze lant czu Polan swerlich was betrubet, Jokonn es Porige S, 228.
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665 Capitel XIU. 8 1. Von der forchte der b. in Preussen, die sie hotten In disen geschichten. Die b. in Preussen sich besorgten von* disem, unndb die Polen *fol. 225b. unnd die Littaw es wurden® eins werden auf Preussen, wand disz war war®, und Witoltus quam zu Wladislaw‘ dem konige von Polen unnd sich mit einander verschwuren und verschriben, darumb sie schickten® ausz in alle cristennheit und verclerten® die meinunge der Polen, wen! sie ein ungleubigen man zu eim furssten genomen haben*, damit! die heiden ein sichern zutrit zu in hetten, und solch beszmeisen vil”, und sonnderlich sie begerten" hilff auff den unge- trawen man Witoltum von Littaw. Der konig aber in® Polen Wla- dislaus sich erbott? mit vernunfftiger botschafft unnd furstliche erunge, wie ein gut from cristen, und die fursten? sagten im gut nachperliche und cristliche" freuntschaft zu. Hörfart®. Idoch in Preussen quamen*: auf Witoltum zu . ziehen im jar" 1389) Clements der fursst von Bayren,?) Ulricus der marggraf von Baden,®) Wilhelm der graff von Hennenberg°) mit irem volck unnd sie lagen den gantzen wintter da inne” und wol ze- retten” und zogen darnach” heim, wan’ es wolte nit wyntter werden, in Littaw ader Samayten zu ziehen.) Den sommer darnach b. Ulrich von Jungingen wart gesatzt, und er solte musterher sein, das ist einer, der da versuchet kriegesgezeug*, und wiewol er ag 20 jar alt war,* dannoch gleichwol° nymant so wol geschickt war alsz er, *fol 2268. unnd tet im auch genug*. a) so s. die zeit h. C. b) b. s. von diesem, daz C, wie statt von A. c) w. e. C. d) dan C. eo) wart C. N) 2. Vi. kam C. g) sch. ».C. h)ercl. C. i) dan C. k)d. s. hetten C. 1) dax C. m)u» worttvilC. n)b.e.C. o) vonC. pJe.8.0. g)d.f. fehlt A. r) got moge ver- leiben und trostliche! A. a) fehlt C. t) kamen i. Pr. C. n) fehlt A. v) in Preussen C. w) zer- tretten ©. x) fehlt A. y) dan C. 2) daz c. monsterher solte «. C. a)d. daz kr. g. (z0g A) v. C. b) auch A, nurn C. c) damocht A. d) u. t. seim ampt a. g. C. 1) 1386 Johann v, Posilge und Ann. Thor. S. 144. 2) Dux de Bavaria dietus Clemens Ann. Thorun.; von Beyern Clemme Joh. von Posüge. 3) Den Vornamen nennen die Quellen nicht. 4) Johann v, Posüge und Thorn, Ana, |. c.
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666 $ 2. Wie sie: Samayleın wider einnamen mit gewalt? und besatztenn. Im jare 1389 än tagee omnlum sancforam quamen ausz Engel- landt Diewerdus? der fursst von Loncastel unnd her Johan von Thergewisch ein mechtiger pannerher auch® ausz Engellandt. Dis quamen zu schiff gen Danntzke mit seer gutem volcke der meinung’ Samayten zu gewynnens. Im ausztretten so werden® es uneinsz des furssten gesinde mit des pannerherrn gesinde, unnd wart ein mechtig! aufruhr, in welcher der pannerher erstochen wart. Der furst sich vor den seinen forchtek und zog zuruecke, damit im nit schaden ge schee von des pannerhern geschlecht, und quam so weck mit wenig freuden.') Samayten!. Der homeister hette sonst gut volek, disz er mit b. Connrado von Wallenroth groszcompter schickte in Samayten®, unnd es einnam on alle whe, wen" Witoltus hielt ein mechtig schlaen° mit dem Moschkowiter, welchem er zu den zeiten angewan ein land über hundert meylen. Der hameister satzte in Samayten einn lanndtcompter. b. Gothardum von Gelnaw mit guten dienst- *fol. 226b.knechten*, alsz aber. :die Samayten heim quamen, sie fielen? auf Mimmel® und da’ ersohlugen achthundert man in der arbeit, alsz sie die stat bauweten.?) Dem bischoff von Heilsberg gehorten an funf- hundert man, wann* dise nam der homeister mit gewalt unnd sie dabey schickte‘, das sie arbeiten.) Den laundtcompter sie belegten und in hungerten”, damit” er sich must geben, und disen sie ge- fanngen namen* und in zu.lob iren gottern verbranaten.*) Disz aber Witoltus an in ernstlich roch’ und dem meisten theil vertriben liesz darumb:, a) W.dieb.C. byin. g. e, w. fehlt C. oa. t. fehlt A. d) Dulwerdus A. e) eine a. E.A. Dinm. CO. g) eiozunemen Ü. h) wurden, es fehlt C. i) grosser O. k) ff.» furd.e ©. fehle C. m)i.S. sch. m u.n.e ein o. a, schaden. den C, 0) schlacht C. p) f. =. C. q)a. dieM.C. r) fehlt C. s) dan C. t) u. sch. s. dahin C. u)b.e.C. v)h.i.C. w)darC. x)8.n.8.C. y)e. a. i. rechette C. z) a. d. m. adel d. verderben C. 1) Quelle ist Johann von Posüge 5. 164 zu 1389 und S. 182 m 139. Hannus von Tergawisch war jedoch kein Engländer, sondern hie us deme lande, Joh. v. Pos. le. 2) Die Einäscherung von Memel berichtet Posilge zu 1393 S. 189. 3) S. oben Tracat IX Adschn. IN Cap. II & 3. S. 332. (nach Plastwig). 4) Slugin wol LX man tot und eynen herrin. Poailge I. «.
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667 8 3. Von eim paurn grentzen und ein furssten fiengen im zog®. ‘ Der b. paur umb der® Lauenburg sich veruneinten mit den paurn umb die® Stolpe der grenntzen halben, darumb frau Sophia fursstine unnd witwe zu Pomern schickte jungker Eghart von Woldaw iren lanndtheuptman auff die grentzen, unnd der homeister schickte b. Ulrich von Jungmanshofe compter auff Swetza, unnd diset mit iren pauren grenntzten am tag Michaeli und den tag darnach. B. Ulrich liesz sich bequeme finden und vil abtrat, unnd ja me die Pommerischen paurn wolten haben®, unnd quamen ausz fulheit unnd vorigen? hasz anfeinanders, damit? die paurn one bewust! und wille**fol. 227a, der herrschafft über einander fallen unnd sich morten, damit drey- hundert von beden teilen tott plib, die herrn entrannten. Des an- hebens dises mordens waren der b. paurn.!) Ane geleet*. In disem quam durch Pomern gezogen Carolus der fursst von Geldern?) gar mit schonem volck viertausent unnd wolt in Preussen den b. zu hilff uff die heiden unnd lag nacht zu der Schlaue!. Juncker Egkart wuste, wien die b. von Preussen nichts ungerochen liessen, er sich besorgte, unnd® mit disem sie® ‚mochten in Pommern fallen, und® darumb er quamr zum furssten unnd be- gerte ein bescheid von im, wa er hin wolte. Der fursst im sagteı die ursach seiner raise, juncker Eggert in fragte" umbs gleite, der fursst het keins, darumb so® nam in juncker Eggert gefanngen mit der underscheid, unnd* man in mit seinenn ‚guten leutten nit bemante unnd totten“ solte, unnd der furst wartgefuert auf Falckenburg”. Dem homeistör wart dis” gesagt, darımb er sohjekte" b. Conradum von Wallenrot groszeompter und b. Ulrich von Jungingen®) mit ser gutem volcke unnd liesz den furssten mit gewalt one seinen willen vom schloss nemen, unnd sie in furtenY in Preussen. Im der *ho- *fol. 227b. meister entgegen ritt.zu” Dirschaw, sonnder* der fursst schalt vor verreter alle, die® in hetten one verwillunge des, der in hette gefann- a) n. wie c. f. gefangen ward C. b) fehlt C. c)d.=. fr. 8.C. dydieC. e)h. w.C. £) voriges C. g) wieder oe. C. h)dasC. i) wust C. k)A.g. fehit O. 1) des nachts zur Schlahe C. m)dazC. n)b. s. und feblt ©. 0). m.d.C. pk.e.O. Dmi.C. r) de fr. ihnen j. E, C. s) Sehlt C. t) dae C. u) n. t. oder dioselbigen benemen C. v) F—berg A., —burg L. D. vII28 w diehltA De0C. yf.iC. zydh.r.i.c.genC. a) aber C. b) a. die v.v.,die 0. 1) Diesen Vorfall scheint Grunau erfunden zu haben, um die Gefangenschaft des Herzogs von Geldern zu motiviren. 2) Quelle ist die ältere HMchronik c. 180 f. S. 614 F. Den Vornamen des Herzogs von Geldern (er hiess Wilhelm) mennt sie nicht. 3) Die HöBfchronik nennt den Marschall, Posilge S, 155 den Grosscomthur und den Marschall,
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> 668 gen*, vom schloss haben genomen?. So‘ wart der homeister auch zornig unnd liesz in wider hinfueren.‘) Im heimziehen der grosz- compter wolte bochen® und verderbenn® Koslin die stat in Pommern, wan‘ sein wiert het im ein uncristliche bufferei gethann, sonnder arıne leutt batten sich abe, unnd sie musten dreissig clafter lanng die statmaur! nider legen unnd den wiert und seink geschlecht zur staupe schlaen, im ein creutz an die stirme! bornnen und in” zur stat auszweisen.?) Der furst mit der zeit losz wart" unnd quam° in Preussen auff Samlanndt gen Judenkirchen?®) und da Maria sein opfer teth“, wen da’ gescheen grosse wunder dinge, und zog wider heim. Den b, gefiel seine raise nit, unnd® darumb sie nichts von im hielten‘, und alse mit wenig nutze er in sein lannd quam. Diser furst zu diser raise ausz eim solchen quam“. Er quam gantz* won- derlich mit dem furssten zu” Brabant zu feintschafft, welcher sich versorgte mit der hilff des konigs von Frannckreich, darumb der .fursst von Geldern teth” ein globnis Marie, wurd:* sie im helffen, damit er behielte sein landt unnd unverderbt’, er wolt* umb ireat- willen mit den b. in Preussen ziehen auf* die heidenn, und es ge- schach, wie er begerte, unnd er auch zog, wie gesagt istb.t) Capitel XIV. $ 1. Von eim monche und seiner reutterey: umb der gutter willen seins closters. Der orden Teutsches hauses het etwann eim furssten von Oppeln Johannes Crapidola genannt das bischtumb zum Colmensee gegeben, unnd disz er permutirte! mit dem bischtumb auf der Coya Wiadisla, und es® der konig von Polen Wiadislaus vergonnte‘, unnd es quamf, a)g.h.C. b) v. schl. nemen C. co Da C. d) w. d. grc. poohen C. e) verderbteua A. fyden C. g) aber C. h) fehlt C. i) d. st. m. dr. cl. 1.C. k) sampt seim C. 1) sturme &. m) fehlt A. n) w. darnach 1. C. 0) zogk C. p) Judenka rechen A. q) u. 1.d.M.s.0.C. r) alda C. ») u.als auagestr. C. t) bh. o.n. CO. u)D. f. reysette deshalb in Preussen C. v) im C. w)dt.d.f.v.G.C. x) unnd statt w. A. y) daz e. s. |. unzerstoret b. C. =) w. e. C. a) wieder C. b) u. 2. a. w.g. i. in Preussen C. c) rotterey A. d) pmuitirte A,p.e.C. J)erA ra auch C. g) geschach C. 1) HMchronik S. 614. 2) Bis auf die Stäupung HMchronik c, 181. S. 615. 3) HMchronik |. c. 4) HMchronik c. 180 S. 614.
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669 wie* Urbanus VI der babst deponierte Bodiatham den ertzbischoff von Gnysen® umb grosser ursach willen unnd satzte in seine stelle: Jo- hannes Crapidolum unnd auff der Coya er satztee Johannem ein fursten von der! Lignitz ausz der Sehlesie, sonnder® dawider war Wiadislaus der konig von Polen unnd appelierte wider die .deposicio und die provisiones, unnd es blib mit den bischofen wie vor, wann alles war revociert‘.‘) Dem Johann Crapidolo nach disems entsagte ein ritter Abraham Fiselsky® genannt unnd inen vil schaden teth,?) sonnderlich dem closter Pelplin in Preussen, wan! etliche gutter des bischoffs und des closters grenntzen mit einander. Die monnch e8* *fol. 228b. olagtenn*, niemanndt wolt recht helffenn, wann! sie forchten sich vor dem ritter. 80= war ein laybruder zu Pelplin genant b. Gregorius Iserhart,®) unnd diser mit etlichen paurn, den schaden war gethan, auf? unnd fiellen° mit vielen schlagen auf den ritter unnd in fiengen? unnd furten in auf Sartowicz das wuste schlos. Die Polen viel darımb tettenı, dannoch gleichwol er muste" sich verschreiben unnd den paurn das ire geben, unnd er teth sovil, unnd es im moglich war zu erstatten. 8 2. Wie sie umb die gutter in Behmen quamen, die des Teutschen ordens waren. In diser zeit starb der ertzbischoff von Riga unnd sein capitel erwolten denn cantzler des kaysers Caroli, der ir canonicus war. Umb diser erwöllung willen der lantmeister von Lifflandt aufe und nimbt der kirchen von Riga ir” beste gutter, wan” er liesz in an- sagen, sie solten irer b. einen erwellen ader einen, der da von stunden das creutz an sich neme“. Disz wolten sie nit thun, wan” die b. ires ordenns, so eingestossen, hetten die kirche von Riga seer be- schindet. Die capitulares’ quamen zu irem electo und im sagten 8) daz ©. b) B. d. bischoffl v. G. d.C. c)s.e. C. d) fehlt C. o) aber C. f) renoviert! A. g) N.d.e.d.J.C.C. b) Sipelski CO. i) danC, k) cl. e. aber C. I) dan C. m) Da C. 2) w. g., sich auffmachte ©. 0) f. feblt A. p) f.i.C. yev.dC. r) m.e.O. ©) ali.C. t) zu orstattung C. u) machte sich d. 1, aus L. a. C. v)dieC. w)danC. z) einena. 0. d.d. v. st. an d. cr. a. 8. n., erw. Ü. y) capitulatores A. 1) Quelle ist Johann von Posilge 159 u. 253. Der neue Bischof von Cujavien war Herzog Heinrich von Liegnütz. Vyl. auch oben Tractat IX Absch. I Cap. 11$ 1, S. 299. 2) Johann von Posüge 5. 159 nennt den Ritter nır Abraham, 3) Ein Münch von Pelplin — der Name wird nicht angegeben — war Vogt des Bischofs.
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*fol. 229a. *fo]. 2295, 670 alle geschichter, er mit hilf des kaysers wart? geweihet unnd begerte durch procuratores vom lanndt(*)meister possession, sonnder® er wolt nit daran, unnd die procuratores muszten davon‘ sterben. Daremb der ertzbischoff sein bischtumb dem kayser underworf in seins reichs eigenthumb, es’ mit willen seins capitels incorporirte, auftruge umd' gabe.!) 'Behmen!. Carolus der: IIIT kayser?) schrib dem lanntmeister in Lifflant, er solte zum ersten einreumen alle guter und herligheit der guetter, die der kirchen von Riga angehorten, wie sie vor alters gehat hette!, unnd solt aufnemen den hern bischoff vor seinen her. Der lantmeister im sohrib*, er wer kayser und babst in seinen landen, er gedechte des keins zu thun. Vom babste er wer! oft gebannet, und das brot im gleich wol gechmacht hette®, ob er nu vom kayser wurd angefochten", er wer unerschrocken, er wolt eim zornigen kayser noch wol entsetzen®. Ueber diesz der kayser hielt ratt?, unnd wart so beschlossen, und® ınan solt in nemen all ir gutter in Behmen‘) und sie geben zu seinen lebtagen des ertzbischoffs und seiner capitu- lares", und geschach, wie sie inwendig*t vier wochen alle waren aus Behmen gewandert®, und der ertzbischoff nam ein Dragkowitz”*) unnd die andern gebiete, und quam, das man auf sie robete auf der see”, und sich die b.* von Lifflanndt darein gaben*, damit’ sie den ertı- bischoff ‘wider auffnamen unnd gaben im seine guetter. Sonnder alsz man in solt wider geben ire guetter“, dab hetten sie annder in versatzung, und der orden het nit gelt.*) Dise gueter sie noch wider erlanngten°, sonnder? Wentzelaus der Romisch konig unnd® zu Beh- men in wider nam dieselbigen im jahre 1399? umb der ketzeres a) n. erzelleten im a. g. C. b) e. w.ın. h. d. k. C, or wisderlolt vor w. A. e) aber C. d) daruber ©. e) undergab C. f} nnd es m. w.C. g) u. g. fehlt C. I) fehlt C. i) dieselbigen g.h. €. kaschr.i.C. I)e.werev.b.C. m)h.i.gl.w.g.C. n) sbernmer.k.waC. o) entsitzen C. p).Ü. soichen h. d. k. r. C. g) fehlt ©. r) sie g. dem. e. z.s. u. der c. LC. 8) daz, e. fehlt ©. t) innerhalb ©. u) waren gezogen C. v) Briokowicz A. w) a. d. s. ». den ibrigen rawbte ©. x)u.d.b.g.2.d,v.L. fehlt C. y) dazC. »)AberC. yini.g.ewC. b) fehlt C. c)e. sn. w. ©. dyaberC. 0) fehlt C. tn. i. w.d. Cd. i. i. 1999 fehlt A. 1) Quelle ist Johann von Posilge zu 1393 S. 182—184, aber von Grmau riet jach entstellt. 2) Nicht Karl IV. sondern Wenzel nakm sich der Rirche von Riga gegen des Orden an. 3) Johann v. Posilge I. c. 4) Diese Ordensbesitzung kannte Gr. aus Johann von Posilge's Hochmeisterve- zeichniss Ss, 111392. 6) unde gab dy huser yn synen lanthern, Johann v. Posilge 183.
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6X willen, wann* sie widers gebot des konigs verhieltenn die ketzerb unnd prediger der ketzerey Johans Wigleff*, unnd pleiben nu wol weck. $ 3. Von eim uncristlichen morden‘ eins schulmeisters in der kirche. Umb dise® zeit war in Preussen in einer stat seer ein gelerter magister, zu welchem quamen auszerwelte starck bachanten unad von im lermetene schulkonnst. Dabeyt sie. auch buben waren, unnd es sich begabe!, wiek am sontage das volck nach essens mechtg! in die predig eylte in ein closter. Von dem volcke vil der» frawen und junkfrawen vor der schulen muszten übergehn®, so° lagen die. baehanten in den fennstern unnd sahen? die weibesbilde vorgehn und sie schatztent sprechende: schaw, welche eine soll die haben, schaw, wie genne thun solte mit einem starcken gelerten, schaw, wier ein schon par huren ist das, unnd solche schalckes wortte vil unnd lange sie schrien'. So* sasz der schulmeister unnd solte das lattein *tabu- *fol. 2308. lieren unnd diesem muszte” zu horenn unnd schreibt falsch, so” wiert er z30rnig und sprioht: so das euch ein bösz jar angehe, da each so wol mit huren was, da’ solt ir sein gebliben” bey eurn mutternn, ir nit dorfften hieher komen sein“. Von disem die bachanten wurden? lausigk und auf in schloen*, so* meinte er sie solten die kirche schonen unnd® in entlaufft in die kirche, sonnder® sie im nahe? und in erhuben® in der kirche. Von disem wart vil, und man die bachan- ten griff‘ und sie auff ein rade stiesze. Capitel XV. $ 1. Von eim sehr eigenwilligen homeister, der von gott unnd von der priesterschafft wenig hieltt. Im jare 1390 quamen die ordenshern zu hauffe! auf Marienburg, die da von rechte sein solten in ein capitel® der erwellung auf Mar- a) dan C. b) lester C. c) W. heimlich v. C. d) ermorden C. e)in diser ©. Des. ©. 9u.1.vi.C. b)undd.C. i)b.s.C. k)dazC, I)a.a.n.e.d.v.seer C. m) fehlt C. n) furüberg. C. 0) da C. p)schrien A. g) sch. s. C. r) welch C. a») n. trieben es ]. O. t) Ds C. a) m. d.C. v) fehlt C. w) da bliben a. ©. x) ihr hett h. n. dorffenk.C. y) w.d.b. C. 2) u. schL a. i.C. a3do C. b) unnd — E. fehlt C. c) aber C. d) die i. nach C. e) erhieben i. C. Du. fehlt, m. gr. C. g) u. st.».a. er. C. h) Von Conrado IIII dem XXT, hoem. in Preussen C. i) zusammen C. k) d. d. in e. c. gehorten O.
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672 2 a 2 - tini und sie sich berietten* unnd erwölten den groszcompter zu dem 21. generalmeister des spitals von Jherusalem des ordenns Sancte Ma- rie Teutsches hauses bruder Conradum III Tyeber von Wallen- rod.!) Diser homeister war ein seer eigenwilliger man und ein durch- echter» der briesterschafft, wan® er sie alle nannte? hundesbuben.?) Von *fol, 230b. disem noch heute* die b.° die weise haben, damit‘ sie ir korhern b. hundesbuben heissen. Diser nit lanng regierte*, sonnder als er quam vom tische der erung, den er hielt under Cawen in Littaw mit vl grosser solemnitet, in got pflageter, unnd innerlich hett! dasz lauffende four, unnd quam* auff Marienburg unnd in einer nacht so kranck war!, damit® er schry umb gottes willen bittender umb einen trunck wasser, idoch der artzt es verbot‘, unnd es im nit wart?®), unnd er wart? unsynnig und sich mit den bunden besz’, unnd so starb und leitt in Sanct Annen grufit! begraben.*) Sein groszcompter war b. Helmboldus“ von der’ Oue, sein mar- schalck b. Cuno von Hennenstein”, sein spitler b. Johannes von Haczenberg*, sein trapier b. Conradus von Jungingen, sein tresier b. Johannes von Langerocken, sein truchses b. Seiffridus von Zircken, b. Czander von Blumenstein und b. Cuno von Ebeleben sein com- panes’.°) Zinss®. Diser homeister machte die pfarrer, die da waren seines ordens*, zinsshafftig, vor jerlich® der pfarrer von unser lieben frauen zu Dannzig° huudert gulden Reinisch, von Sanct Johanns 8, von Sanct Barbara 10, von Sanct Catherina 40, der von Thorn aus der Altestat 80, aus der Newestat 30, der von Marienburg 100, der a) b. sich C, berutten A. b) verachter C. c) danC. dyn.e.a.C. e) d.b.a.h ©. NdazC. g)r.n.1.C. bh) straffte i.g.C. i) h.i.C. K) zog. 1) m. wardti.e.n.C. m)dezC. n)n.g w.batu.e tr. w.C. 0) v.e.d.a.C. p) w.i.n.C. g)daruber w. e. C. r) u. beisz 3. m. d.h. C. s) u. st. 8. C. t) 2mal C. un) Helmdoldus A. v)den A. w) »o A nnd Leo 175, Hommenstein ©. x) Hertzenberg C, Hatzinberg Leo. y2.cb.C.v.Bu.bC.vEC. x) fehlt C. a) d.d.e.o.w.C. b) v.i fehlt C. co) must ierlich zinsen C, 1) Den Beinamen Tyeber hat Grunau vielleicht dem dietus Julianus der say. Chronica terrae Prussiae JIT ATI, weiche mit den Thorner Ann. in enger Verbindung steht, nachgabildet, 2) Wallenrod!'s Abneigung gegen die Geistlichkeit berichtet die ältere Hälchromik c. 186. S. 619. 3) Johann v, Posilge S. 188. 4) HMchronik |. c. 5) Nur der Trappier und der Tressler aus dieser Liste sind historisch, doc war Conrad von Jungingen Tressler, Johan von Jangerack Tressler von 1346-1356. Voigt Numen-Coder S, 14.
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673 von *Elbing 120, zu Konnsberg hette der thum die pfarre* unnd *fol. 31a. nichts dise gaben?, wann® sie hetten auch nichts ausz dem, wen® alle geste, die da quamen, nomen von iren paurn, was sie dorfften. Sonnst in den stetlein die pfarrer ires ordens musten® oontribuiren, der wenigste ja sechs, gulden und must als golt sein. Von disemf es quam, wies in die seine nanten waldrude® umb seiner wuttung wille.t) Von gots gnade!. Diser der erst war, der sich schrib nach seines ordens privilegia und kayserliche begnadung: Wir b. Connradus Tyeber von Wallenroth homeister Teutsches ordens zue Preussen und disz von gots gnaden. So! wolt er auch sein® groszcompter, mar- schalck, spitler, truchsesz, trapier® unnd alle gebornne hern sich solten schreiben furstlichen tittel von gots gnaden, unnd sie es auch angiengen°, und noch heut ist eine gewonnheit?.?) Dorothea. Disen sach die seeliget cleusnerinne" Dorothea von Marienwerder in grosser qual nach dem tode unnd horte sein weh- elagen®) unnd sie es sagte den b., sie wol erschracken‘, sonnder da war keine besserung ausz“, unnd sie musten stille schweigen gantz”. 8 2. *Wie Witoltus die Samayten bekerte unnd kirchen baute.*) *fol. 931b Witoltus horte, wie” der konig von Polen Wladislaus Jagieldo von den“ furssten in Teutschen lannden wol“ verhalten war unnd gelobet, er wolte im auch ein namen machen, mit wust, beystandt und wille des konigs von Polen, damit” die b. nicht dorfiten sprechen, und” sie stritten umbs glaubens willen auf in’, darumb er erlanngte* vom babste benedictionem®, und er stifit das bischtumb Wilnat, das bischtumb zu Smalenitzki® und das bischtumb zu Myethonigki@.°) In a) die kirchen C. b) u. d. dorfften n. geben C. c) dan C. d) stetten O. e) m. d. pf. i..0.C. f) daher C. g)dazC. h) 50C.u.L.D. VII 251., walchrudde A. i) V. g. g. feblt C. k)w.d.e.C. 1)DaC. m)dase.C. n)undtr.C. oJu.a.g. 0. (fehlt A)a.anC. p)u.i.n. b. ein gebrauch u. gewonheit ©. g) selbige A. r) closter nonne ausgestr., clyster inne A. @)s. «. C. t) =. e.w. C. u) aber es volgete k. b. daraus C. v) u. musteg. u. gar st. schw. davon U. w) daz C. z) fehlt C. y)n. gl. w. wieder i. str. C. x) erl. er. C. a) b. fehlt A, dafür eine Lücke. b) zur Wilda C. c) Smolenssky C. d) Wyeth. A, Miedtnicke C. 1) Dieser Abschnitt dient nur zur Illustration des Hasses gegen die Geistlichkeit. 2) Auch dies bedarf keiner Widerlegung. 3) Vgl. die Appariciones venerabilis Dorotheae, Ss, II 371. Anm, 4) Nach Miechow S. 271, der aber die Bekehrung Wiadislaw Jagiello selbst zuschreibt. 5) Zu Aliedniki gründete Windislaw eine Pfarrkirche Miechow 272. 4
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674 Samayten, da* baute er die kirchen unnd gab in monnche und pfafen, da sie® solten lernen*, er die layen oleite in plaw gewanndtd, das gar ein erlichs bey in war®, die sich in seiner gegenwertigheit liessen tauffen‘, und zoch so heim. Der bischoff von Samaytens mitt seiner geistligheit zog umb und predigte unnd verboten in die schlange unnd die eiche nymme! zu wierdigen, wann* es was bey in ein gewonnheit, und! sie eine lebendige schlannge ernörten in der® eichenn unnd diese sie vor got hielten. Alsz aber die Samayten disz nit wolten abe- gehn, der bischoff den heiligen walt liesz abhawen® unnd vorbornen. *fol.2838.2 Von dem die Samayten* auffe unnd erschlugen den bischoff mit aller geistligbeit unnd verbrannnten die" kirehen alle‘, Witolt und Wla- dislaus in Samayten quamen® und spisseten die ubeltetter und in ein- satzte ander geistligheit‘, unnd sie sich verwilleten”alles zu thun, was sie sollen, auszgenomen und man in ire heilige walde nit breche. Die furssten sagten in es” zu?), angesehen wie” sie die geistligheit mit der zeit wurden davon gewenen, und itzunt sie sein“ cristen, damit wan man sie fraget, wie sie glauben, sie antwurten®: ich gleub wie mein her konig, unnder tausennt einer sein gebete nit kan*. 8 3. Wie es quam, und der homeister? so ein bösser christ war.?) Disem homeister angeborn wardt, und® er vernunfft mit gewalt gebrauchte. Lanng zu fornne ehe dan er ins amacht quam, er ver- hielt® einen doctorem, der war ein artzt und ein‘ mathematicus. Zu disem er s0 verflissen wart, damit’ er in vor ein engel hielt, und diser sein nöhester rat war!. In dem* ersten jar seiner homeisterey a) fehlt C. b) dies. C. co) lehren C d)e. kl. d. 1. i. bi. kleydt oder gewanndt C. e) d.g. ehrl. w. b. ihm ©. 9) t.1.C. g)v. 8. fehlt C. h) nach A. i) nicht mehr C. k) dan C. )dazC. m)einerC. n)un.d.h.e.v.g.C. o) 1.d. b. d. h.w. umbh. C. p) waren d. 8. a. C. q) fol. 232 in A übergangen ohne eine Lücke. r) verbranndto da A. s) kamen i. 8. C. t) u. satzten i.a.g. C, u. i. ander eins. ander g. A. u) fehlt C. v) es inC. w) fehlt C. x) seindt a C. y) dazC. 2) soa.0C. a) k.n.e.0.g.C. b) Warumb d.h. C. c) D. h. von anbegin und A, a. w. daz C. d) braucht C. e)v.e.C. f) fehlt C. g) hier folgt in C: disz ward. L, — dieses b. engel. hw.e.e.v.C. Du.wenrtC. k)imC. 1) Davon berichtei die (Quelle nichts, 2) Dies erinnert an die Erzählung des Aencas Syloius in seiner Europa, Capüc de Lithuania, $s, IV 239. 8) Die im Folgenden erzählten kussitischen Rayımgen unter Conrad von Wallen- rodt sind nirgend nachweisbur und offenbar von Grunau nur zur Illustration des pfafem- feindlichen Hochmeisters erfunden. j vo“
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675 sein doctor schrib* ins ganntze lanndt zu disputirn umbs fear. dise stuck und artiokel. . Disz war° doctor Leander von Sanctonio ausz Frannckreich ein Albanischer ketzer, darumb gesucht zu totten‘, sonder entquam® und wart dises homeisters engel. Errores?.* Alle die, dies ir almosz geben monchen unnd *fol. 233b. pfaffen, die sein des teuffels ganntz und gar, wann: sie erndren miessiggenger, sint dan got die mentschen zur arbeit verflucht hat im paradisz. 2°. Alle fursten unnd hern, die da closter haben gebautk, die weile sie steen, sie mogen! nit zu gotte komen". 3°. Alle monnche unnd pfaffen sein ketzerische lugner ausz dem, wan” sie das nit halten, was sie gelobt haben, und sie das nit® thun, das heissen aber lernnen?r. 4°. Alle prediger sein des teuffels, wann? sie verbietten vermi- schung mit frawen", die doch got zugeben hat. 5° Eins itzlichen gebet, stand, werg, glaube got gleich" ange- nem ist, unnd ist kein helle ag! vor die, die da versagen, waz die begierde begeren®. 6°. Messen lesen, predigen, beichten, singen, feyren, fasten, nit zu nemen, da in sein libe zu tregt, ist alles erfunden ausz der pfaffen geitzigheit. . 7%. Alle, die da hielten” vom babst, von” seinem abplasz, von seinen bannen, von seinen rechten, kunden nit selig werden vor dem jungsten tag. *8°0. Alle frawen, die eim mannesbilde versagten den gebrauch der mynne und widerumb die menner, die wurden got beschawen *fol. 2348. wie durch ein finster tuch, unnd* sie tetten denne busse mit gemein sein auszwendig dem ehelichen stanndt. Disey heuptstucke unnd ander correlaria me namen zu hertzen die monnche” unnd quemen gehm Murienwerder und sie wolten alle sterben, der doctor solte es widerrueffen. Sonnder* das lanndt und die b. sich darein legten? und vor denn homeister tratten, idoch er wolte@ ir keine gnad haben, unnd der docter zog gehm Marienwerder zu der® disputacion, sonder* er quam beyf der ziegelscheune vor Ma- a) schr. 8. d. ©. b) z.d. u. f. fehlt C. 0) (vgl. S.674g) und his C. d) d. wolt man in totten C. e) aber er entgiengs C. f) fehit C. g) so C. h) dan C. i) Dieser Artikel ist in C noch zu 1 gezogen, daher ist die Zahl der folgenden um eine Einheit niedriger. k) g.h.C. 1) m. s. C. m) z.g.n.k.C. n) a.d. fehlt, dan C. o) fehit C. p) d. es. h. nnd lehren C. q) dan C. r) mit den fr. C. 3) e. yden st. g. gl. und w. gl. g. C. t) auch A, nurn C. u) noch d. b. b. A, qui non obsequuntur appetitni suo Leo 179. v) balten ©. w) fehlt C. x) fehlt ©. RA. zIn. d.m.2.h.C. s) aberC. b)l.2.d.C. ©) u. d. h. vortratten C. d) w. e. C. e) zur C. N fur C. 43°
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"fol. 284b. 676 rienwerder und da muste* ertrincken im dieffen leimgraben», und muste so pleiben da. Seine ketzerey aber blib in vielen hertzen der b. und des adels, damit® sie gantz nichts auf die? geistligheit achten, und lose leuth übeten alle iren muttwillen® mit armer geistligheit unnd‘ auch noch und‘ heute 1510 zu der geistligheit haben, und haben auch sint diser® ketzerey alle zeit abgenomen, bisz sie nu knechte sein. Capitel XVI 8 1. Wie man ein tisch der ehrung: anrichte, damit man volck ins iandt brechte auff Littaw !.') *Der homeister mit seinen b. hette sich gerne an Witoldo ge- rochen, sonnder* sie heten nit volck und scheueten sich auch vor irem unglicke. In eim capitel sie erfunden! eins und wolten aus- schreiben furstlichen sold” unnd darneben einen tisch der ehrung zu haltenn eim iderman nach seinem verdiennstnus”. In der rat? ge schach in der 23. woche seiner homeisterey, unnd man schrib es aus in alle Jande, und es zoch mechtig viel volckr in Preussen von hern und« fursten und dienstleuten, etlich umb Marien willen, etliche umb soldes willen, etliche umb ehrung wille unnd auch viel umb vorwitz’ willen und der tisch der 'erung und die versoldung* solte gescheen am tag Egidi zu Jungk-Cauwen in Under-Littaw.?) Da quam Fridericus marggraf zu Meissen,?) Bupertus graff zu Wirtenberg,*) Hindelmudust graff zu Duglas® ausz Schottland,*) Rudel- dus’ graff ausz Engellandt*) und sonst viel herrn unnd ritter in der zal mit iren knechten 46000”, und der homeister bracht auch auf achzehen tausent guter man* und zogen auff gen Jung-Cauwen etwan a)m.d.C. b) u. m. da i. eynem t. 1. gr. e. C. c) daz C. d) a. fehlt, der C. e) willes A. Nu. feblt ©. g) nach der C. h)ordnung A. i)dsm.v.inl.br.C. k)abr CC. Deu ©. m)f.e.a.C. n) verdienst C. o) Diser r., in fehlt C. p) seer v. voloks C. g) fehlt C. r) firwitz C. s) benold. C. t) Hildemudus C. u) Duglis A. v) Radtbadus C. w) 46000 — auf fehlt A. x) g. feblt C. 1) Den Ehrentisch erwähnen Johann von Posilge S. 172. 73 und die ale IHMchronik S. 619. 20. 2) Das Datum und der Ort nach Johann von Posüge I. c. 8) Posüge S. 171. 4) (Eberhard) von Württemberg war nach der HMchronik e. 192 S. 625 138 in Preussen. 5) Eyn herre von Schotlant der von Duglas. 6) Die Quellen machen nur Engländer im Allgemeinen namhaft.
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677 Marienwerder genannt, eine meyle under Cauwen in eim fliesse ligende, die Memel genant, in eim werder, da etwan ein schlos ge- stannden hat der b., sunder* da verstortb, unnd gienng also zu. *Magnificencia®. Die da° furssten unnd geborne hern *fol. 2358. waren, die° waren bey dem homeister under eim theuren gezelt auff dem werder Jungk-Cawen') mit etlicher ritterschaft, auf der seitte gen auffgang der sonne war des ordens marschalok mit den Preussen über dem fliesse, auf der seiten ghen niderganng war der grosz- compter über dem fliesz? mit dem frembden volck. B. Ulrich von Jungingen in Preussen war wartende, ob der konig von Polen. wolte? einfallen.?) 8 2. Von den fasttagen, feirtage und kirchgieng:, spelssung des voickes. In der zeit dises homeisters wart angesehen die verwilderung'! des volckes ausz der ketzerey erlanngt*, damit! es ganntz wenig auf gote gab, vil weniger auf die oeremonien der cristlichen kirchen. Ein iglicher, wie es im geliebte, so er tete”, der homeister aber mit den wegisten® b., die nit bestallet waren von? der ketzerey, sagen es vor grosz nott an, und" man ir underthane reformirte. Darumb die ketzerischen b. sie verjagdten unnd mit den hern bischofen sie qua- men‘ in ein synodum und da” bey leiblicher busse dem verachter beym halse gebott”, und” in fasttagen man* nit fleisch, eyr, butter, unnd kesz esse’, unnd in allenn stetten und* dorffern wurden gesatzt«, die* hierauf seben, dergleichen auch damit” man under messen» und *fol. 285b. andern gotlichen ampt nit collacion helt unnd nit spacirn gienng, sonnder in der kirchen were, und wart feste gehalten, got wuste dies hertzen etlicher, dann man gebrauchte sehr ein grossen? ernst mit den® eigenwilligen, damit! auch viele entlieffen von allem iren#. a) aber C. b) zerst. C. c) fehlt C. d) fehlt A. e) w. in Pr. u. wartet C. N) in P. wurde C. g) und f. ©. h) ihrn kirchgehen C. i) verwilleung A. k) entsprungen C. 1) daz C. m)t.w.e.i.g.C. n) wenigsten A. 0) besudelt C. p) mit C. gq) nit, a. fehlt A. r) des 0. e) v.2.d.kb.C. t) u. kamen m.d.b.C. u) aldaC. v) d. verrether b. holtze! g. fehlt A. w) das C. z)m.i.f. O. y) essen solt C. z) fehlt A. s) waren eingesatzt C. b) u. der m. C. c) der A. d)e.s.gr. A. e) fehlt C. f) davon ©. g) v. allen den ihrigen C. 1) Zcu alde Kawen uf dem Werder #/Mchronik 620. 2) Diese Details berichten die Quellen nicht.
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*fol. 2368. 678 . Item auch die toden beruchtiget*e unnd überzeugt in der ketze- rey wurden® umb die galgen ader auf die Preuschen ‚kirchhofe bestat, wie hunde. Nach laut des rechten der kirchend inn wart angezeigt zu fasten mitwoch, freytag, sonabendt® in den vier Quatemper des jars, ganntze fasten‘, den sontag auszgenomen,. aller Apostel abendt, Philippis unnd Jacobi auszgenomen, den abent der geburt Cristi, den pfingstabendt, Sanct Johannes, Sanct Lorenntz, Marie himelfart, aller heilige, die drey tag vor der himelfart Cristi, den abendt eins iglichen kierchspils patron, idoch mit allen fastungen und speisen®, die da zu ‚betta ligen, auf weren komen vorn tode, kranekheit! ader alte leutt weren, schwanger ader segende weiber*, ader die den tag schwerlich! arbeiten, ader® nit haben, unnd” sie sich auf eine zeit mochten saet? essen, dise mit urlaub ires pfarhern mochten? essen, was in not *were, sonnst bey halse nit. Disz sint die gebotten feirtage, newjar, dreykonig, liechtmesz, der bosschaft, ostern, montag, dinstag, himelfart Uristi, plingstagk, monntag, dinstag, heiligen leichnamstag“, alle aposteltag, Johannis”, Laurentzentagk, S. Michelstag, aller heiligentag, S. Niklistagk', Weichenachten vier tag, der patronentag, feyrtage von rechtlicher gewonheit: Sanct Pauls bekerung, Sanct Albrecht, den stille freitag und Sanct Marxtag halb, Sanct Peters stulfeir inwendig der faste, bederley S. Creutztag, besuchung, geburt, entphahung* Marie, Sanct Mariat Magdalenatag, Sanct Mertin, 8. Elisabeth, Sauct Catherina, Sanct. Barbara”. Item unnd solt auch niemandt” im totbeth bericht werden, er 'beicht dann vor" das sacrament der heiligen* olung, und wa er nit* wolte, man sol im nieht geben den leichnam Cristi”, unnd er sturbe*, “der racker in ausz solt schleppen“, unnd er auf quemeb. 6 sonntag vor dem fanen solt° nacket gehn. Hirnach weiszt sich ein iglichert zu richten, unnd wart auch so ernnstlich und fest gehalten, unnd est wart in vielene unnd* vilen* sachen besser‘. In solcher masst man nam ein iglichen, der nit ein weib vertrautt hette unnd bet doch sonnst eine, einen itzlichen gotteslesterer! und schennder aaJ).esw.2.d.t.C. b)i.d.k.b. m. di. C, berichtigen A. c) w. dich. C. d) d rechts ind.k.C. ey) unds. C. f) dieg. f. C. g) Sanct Ph. C. b) i. dise m. a. fasten u. speim nemlich C. i) todtlicher kranckheit C. k) fehlt C. 1) un. d. auch schw. d. t.C. m) aber ©. n) daz ©. 0) fehlt A. p) m. m. n.i. pf.e. O. g) leichinanstag A. r) Joh. — 8. N. t. fehlt A s) empfangnis C. t)fehlt C. u) S. B. tagk C. v)J.n.0.a.C. w)e. nemed. vorhinC. zw @n.C,nust.nittA. yJs.m.i.n.d.1.C.g.C. z) u. st. e. darnber C, st. fehlt A. a) id r. a. schl. C. b) keme e. a. auf ©. c)s.e. 6 (fehlt A) s. fur der f.C. d)e. yeder C. e) wiles A. f) a. beschlossen! A. g) Item s. m. C. h) getrawet w. C. i) ein itzlicher lesterer A.
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679 der pristerschaft, und der* den 'bann verachte, unnd dise wie Juden *fol. 236b. wurden gehaltenn.') 83. Wie die erung zugieng mit irem* essen uf die zeit. Under dem gezelt wart angericht ein tisch vor 12 personen, nack der anrichtung nam man das gezelt wegkt, damit‘ man es mochte . sehen von beden heren. Auf dem. tische von gefesse war nichts anders, das man aufftrugk, ag? es war ‚ganniz golt ader über- guldet, man hat 30 geriehte unnd zu itzlichem new teller, new leffel, zue iglichem getrenncke, das ausz allen lande da war, sonderlich® geschiere und nur ein trunck daraus gethann, bald ein ander? becher mit desgleichen getranckes, und war, worauf ein iglicher asz, wa ausz er trannck, wie offte es quam, sein war unnd es behielt!.2) Die weil man asz, da warenk vil herolden, und! die da reeitirten die manheit derer“, die hilff und ehre gethann in Preussen dem wyrdigen orden. Die sonne war helle und sie schien" auf den tisch, von wel- chem das guldeng gefesz sich erglantzfe einen weitten weg, ‚Ueber ein iglichen° hern man hielt? ein breiten huet vom guldene stuck, unnd sie essen von elffa ur am morgen bisz auf zwe zur vesper zeit. Disz waren die personen am tische und ire redliche tath. *Der erste war Kinodius von Reichartzdorf ritter ausz Osterreich, *fol. 237a. wann" ime liesz nachjagen der fursst in Turckey 40 menner in gutem gerede*, und er allein sie darnider legte und erschlug mit manheit**.) Der zweite” marggraff Friederich war‘, wan" sein ‚geschlechte ein wyrdigen orden nit” hat verlassen in seinen nötten. Der dritte war“ der graff ausz Schotlant, des vatter. sich totten liesz, damit? sein herr der konig mochte leben pleiben, alsz in totten wolte der konig von Engellant*. 8) m. oynem C. b) hinwegk C. c) daz C. d) dan nurn gantz g. C., d. m. auch aufftr., oe. w. g. g. a. ibersilbert A. e) sonder C. f) an A. g) trencke A. h)alles.C. i)b. e. ©. W)w.d.0O. 1) u. fehlt O. m) fehlt A. n) sie fehlt C, u. e. schen A. 0) ydmC. p) h. m. C. V9C. Ddanl. SLdLi.T.60m.i.g.g.n.C. t) u. m. m. erschl. C. u) Diese und die tolgenden Zahlen fehlen in C ganz, in A stehen 1-4 am rechten Rande, am Schluss jedes Absußses, 5—7 fehlen auch hier. v) fehlt O.. w) nie ©. x) fehlt ©. y)dasC. 2)a.i.d.k. aus EtwC. . ee 2. 1) Vun einer derartigen Einschärfung der kirchlichen Gebote derichten die Quellen nichts. . 2) Alle diesa Einzelheiten finden sich nicht in den Quellen. 9) Die HMchronik c. 186 -S. 620 nennt als Vorsitzenden den österreichischen Ritter Conrad von Reichartsdorf, der nach dem heiligen Grabe gezogen war. Die übrigen Theilnehmer nennen die Quellen nicht.
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680 Der vierte war* der graff von Wirtenberg, der ausz diemat nit wolt annemen das kayserthumbt, wiewol er doch erwolt war worden, sonnder er gab es in° wider auff. Der fünfte war der homeister, der reich von guttern war unnd im wart angetragen ein auszerwolte schonne und reiche jungkfraw zu der ehe, sonnder® er liebete Maria keuschheit und es alles abschlug‘ unnd wart ’geistlich. Der sechste war Degenhardus ein pannerher ausz Westhphalen, der seinem finde, der im geteth het seinen vatters, disz vergab, alss er in bath umb Marien willen?. Der siebente war Fridericus von Buchwalde, der sein tage nie ime da was! versagte, der in bat umb Sanct Jergen ehre, unnd also die ander funff wurden gesatzt und geehret nach bewerung* der *fol. 237b tugent von in* gethann, die herren namen es vor gut uund sagten dem orden hilffe zu. 8 4. Wie sie zu Irem ungiucke mit mechtiger! wuettunge auf“ Witoitum zogen. Nach disem essen von bete der b. die furssten unnd hern haben erlobet irem volcke”, sie solten auf® den ungetrewen man Wytoltun ziehen und solten ein wyrdigen orden rechen an im und den seinen. So liesz° der homeister ausschreyen, er wolt ein tisch der erung halten auf Konsberg unnd einen auf Marienburg, und man solt einen igelichen ehern und solden nach seinen wercken, die er thun wurde auf diser raiser, unnd sie wurden alle entzinth mechtigelicht auf Witoltum und sie theileten® sich in drey teil, die solden ziehen unnd verderben Littaw* und gewisz auf den tag der geburt Marie sich finden" vor die Wilna, da wer Witoltus, den wolten sie sturmen mit gewalt”. O0” blut” seyffer". Witoltus wuste, wie man in meynete, er sich auch mit Teutschen, mit” Polen, mit” Littaw, mit” Reussen, mit” Moschkowiter unnd mit” Tattern versorgte und hielt in derr stille und in hut. Der b. volck an dreyen heren waren alles und alles *fol, 2888.2we und funfftzigtausent man. In umb(*)ziehung* verderbenn sie, a) fehlt C. b) a. k. 0. C. co) fehlt C. d)d. de r.C. oJaberO, Nu schl.ea abC. g) d.i.ev.g8.h.C. b) u.M.w.b.C. i) wie A, n. imande etwas C. k) bewerbung A- l) grosser C. m) wider ©. n)b.d. f.u.b.ausb.d.b.i.v.erl.C. 0) dahissC. p) d.ea d.r.t.w.C. g)alle ser ontz. C. r)s. fehlt O., hielten A. t) u. LI. zerstoren C. u)n.ng.& d.t.d.g. M. v. d. Wilda f. C., funden A. v) n.g.3.C. w) fehlt C. x) drumbr.e a. C. y)i. dem C. z) umbsiehen C.
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681 wa sie quamen und arme leut* funden.. Die Littawe schrien: o ich *fol. 2388. bin ein crist, der annder sprach: ich bin getaufft, ich heisse so und so, und etliche sohrien: o lat mich Jeben, ich kan mein gebete, und so ein iglicher® sein wort furte. Sonder der b. volck sprach: seit ir nu cristen, das euch disz und der bestee, und sie erstochen, sprechende®: die pfaffen haben euch getaufft im wasser auf Littawisch, und wir euch tauffen‘ in eurm blut uf Teutsch, unnd quamen mit solchem morden all drey her vor die Willes. B. Conradus von Kyburg aller heuptman war'), unnd sie sich legten: gen das schlosz auf einen weissen santberg und woren ganntz muede, hungerig unnd nasz, wan! es war kalt und hette geregnet tag* und nacht, unnd man vor ire schwere geule nit futterung fant'. So quomen” die Tatter under den Tatterischen pannerhern vor® unnd schlagen auf die abgestigene‘, nit lanng darnach von einer andern seite quamen ausz der stat Wilna die Polen und Reussen, zum dritten quam Sudomunt mit den Littawen und schlugen auf die b. unnd da sie im schlaen niderlegtenr 30 tausent beschribener? man vor die tauffe, die sie seinen armen leuten* hetten getann, die*fol. 288b. übrigen entrannten" und es ansagten den® furssten, auff welche! die Tatter eyleteu und koma mit aller not den leichnam® davon brachten. Sonnst was sie von tische der erung hetten erlannget” mit den iren, blib alles da”, und sie zogen heim unnd sie* sagten vil, wie man sie geeret het in Preussen unud in Littaw geweihet. Sint diser’ zeit die b. quamen* in Littaw nymme*, und Witoltus auff nnda nimpt alles wider ein, was zu Samayten und Ober-Littaw gehort, und besatzte es.?) / s)w.».a.1.f. v.s. die C, i. u. und verderbung, we. A. bundh.C. oJu.e 1. also C. d) aber ©. e)e. s. und sprachen C. ft. e.C. g) Wilds C. bh) u. 1. sich O. i) dan C. &) t. in A übergeschr. 1) u. m. fantn. f.v.i.e.g. C. m) Im absitsen da k. 0, n) hervor O. 0) abgesessene C. p) u. sie erschlugen alda ©. q) fehlt C. r) entrannen C. s) dem A. t) welchen ©. u) des leibea C. v) e. bh. C. w) bl. alles sampt d. i. alda C. x) fehlt C. y) Nach der C. 2) zogen d. b. C. a) nimmer mer i. L. C. 1) Ihn kannte Gr. aus Johunn v, Posüge 5. 212. Der HM. schickte ihn 1397 als Gesandten nach Deutschland. 2) Von allen diesen Unglücksfällen weiss nur Grunau. ‚Sudemwmt wurde nach Posilge S. 194 zu 1394 bei der Belagerung von Wilna gefangen und mit den hessen ufgehangen.
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*fol. 239a. 682 Capitel XVo. : 1. Wie man mit den Polen under disem* handelte, damit® man ursach hette. Der konig von Polen Wladislaus umb gemein nutz® der seinen er! verbot in seinem reiche, unnd niemandt solte ausz dem lande fueren, was essen und trincken war antretende® vor die mentschen, wan? niemandt wuste, wie es in mochtes ergehn, so ubermutk ge- sterckt wurde in den b.+') B. Ulrich von Jungingen wart geschriben, wie der homeister wurde! ein tisch der ehrung halten auff Konsberg und auch einen auf Marienburg, er solte darzu verschaffen speise*, so wart! es in Preussen auf* gezeret mit dem frembden volcke, so” schickte er gelt® in Polen auf zu kauffen vitalia, sonnder® man wolt im nichts lassen volgen unnd man torst? auch kein gelt nemenn. B. Ulrich disz verdrosz«, unnd schribe dem konig von Polen, er het gelobt gut nachper zu sein eim wyrdigen orden, und es funder sich . itzunt ganntz anders, wan* er het den seinen verboten mit den “ Preussen zu hanndlen!t, und darumb sinttemal er“ nit wolt umb gelt *fol. 239b. vitalia’ _verkauffen, er solt wissen, es mochte im so ein” antwurt geschriben werden, er wolte komen unnd es umbsonnst wegktreiben unnd fueren*. Der konig im widerschrib’, angesehen komerhafftigkeit seiner lannde, wen? da wenig were“, es heite® verbotten auszzutreiben unnd zu fieren, was speise antrit°, damit wer gute nachperschafft nit gebrochen. So nem in disz@ wunder, sint° den sie so grosses ge- mutes unnd reichtumb weren, das sie nit ein zeit schlimmer leut‘. wie die Polen von in geacht weren, kunden entperen. Wurde er aber über das komen in Polene weckzutreiben unnd zu fieren vitalia umbsonnstt, er getrauete in got, und ir! homut sol es zu straffen bringen, damitk sie me in Polen wurden verliesen, in dem das sie brachten, wen! das. sie wurden holen.* B. Ulrich wart zornig und a) su\er zeit C. b) dezC. c)n. willen O. d) fehlt C. e) antreffende w. C, antreiem a. SıdanC. g)i.nochm.C. b)i.d.b.gest.w.C. i)fehlt A. ki) sp. v.C. 1) da war. m) da ©. n) fehlt ©. o) aber C. p) dorfte ©. q) v. d.C. r) befundo C. 8) danC. t) d. Pr.m d.s.z.h. v.C. u) weile. C. v).n. vietalie u. g. w. C. w)e. soleh C. x) w. f. u. tr. & y) schr. i.w.C. z)denC. a)werw.C. b)h.o.C. c)antrift C. d) fehlt C. ©) nach C. f) schaner lit A. g)i.P.k.C. b)v.u w.C. ij) u fehlt, derC. k) daC. DdenC. 1) Das Handelsverbot des Königs von Polen erwähnt Johann v. Posiige S. 162 zu 1390.
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683 wolt in Polem, sonndet* in: guarhem die boischaflien :susz Ilttaw, unnd er satelie ab unnd plib in Prowssen.‘) 8.2. Wie man gelt versamelte auf die kostung des tisches der erung. Der tisch der erung unnd die versoldungb wart von h. Conrat von Jungingen sumiert, unnd die suma wart funffmal hundert tausenat m.° Preisch, und disz gelt ausz Preussen und der Newe Marck wolten die b. so gehabt haben? zu samlen. Von eim igelichen heupt vich, das eim manne stundt zu verkeuffen® 2 se., von eim igelichen hauaz- wiert vor sich unnd sein weib und kind 6 sc., ein iclich diennstbote 2 sc., von allen beweglichen und unbeweglichen gutern von ..der m. 2 sc., von igelichem scheflel getraide 2 d., den« eine gab, der in kauffte,, den andern, der in verkauffte. Von eim fasz wein °, m., von der thonne mette ein f, von der thonne bier vier schilling, von® ein ochsen !, f., vonk ein kalb 2 sc. unnd ein! schweine 2 s2.*, yon» ein par huner 4 d., so man es schlug. Und disz gieng' ein jar, 80 war es nit gnug, unnd man sagte es dem lannde an, sie waren wol unwillig", idoch die bischoff es vorwilleten® vor. ir volck, unnd, so auch die andern* es musten° gebenn. Disen unwillen niemant me*fol. 2408. beweisete, dann die welczenbrawer, unnd darumb sie musten? geben vom bier? 2 Ungerische gulden", Im dritten jar man wolt* es haben‘, die lannda sprachen, sie wolten es nit geben unnd solten sie daran setzen all ir. gutt, wan® die b. schaffen’ nur jamer und hoffart mitte unnd machten, damit” man mit den Polen unnd Littaw nit mochte hanndlen. Unnd der homeister starb, unnd so plibz.?) . a) aber C. b) bes. C. co) gulden A. d) so gelt h. CO. e) daz ein man wolt kenffen C. n1.C. g)der C. h) vor A. i) voneinem ©. k)2s5c.Ü. 1) u die b. gieng A, e. i. lang von statten da C. m) unmuttig ©. nv.e.C. ou.».m.e.a.d.and.C. pjm.s.C. q’v.b. g-C. )2U.4.A s)w.m.C. t)e. auch haben C. u) dan C. v) d. bischoffen A,d. b. stiften C. w) damit das C. x) n. bl. auch also C. w Dies soll offenbar zur Illustration des Handelsverbotes dienen, beglaubigt ist es nicht. = 2) Diese Abgaben sind für diese Zeit ganz unbegründet.
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684 8 3. Von eim ritter, der da wolt ehrung haben: und doch mit schande must heimb.') Mit den herr, die da quamen in Preussen umb ehrerlanngung, ein ritter ausz Sachsen auch quam genannt Hilgar von Trassen.”) Diser von seer edlem geschlecht war®, unnd nam eine maigt zu der ehe one willenn seiner freuntschafft, wanf sie war berichtiget von heimlicher bullerey. Dise fraw war mit eim abbie von Dompnaw bekant, der auch gutes adel war, genannt Otto von Kampaw.’) Umb diser kundtschafft willen die fraw warte gestrafft, wen sie gernne mit den monchen pflag zu reden, noch worten die fraw warts auch 'wol geschlagen von irem ritter. Die fraw und der monch abbt es eins wurden! unnd ziehen in Preussen, der abbt der! legte die kappe abe, die fraw zoch manscleider an. Alsz sie aber in Preussen quamen, *fol. 0b. Otto zum Thiergarten* im dorffe schulmeister wart=,“) unnd die fraw war® wie ebelich bey im. So° wart er bekannt mit b. Kilian von Saussfelden, als diserr compter war auff Brandenburg, er den Otto- nem hoffmeister machte“ auff Morkalhoffer,®) und sich da so erbarlich hielt*, damit* er in satzte in die stat Fridlanndt zu seim verweger. Unnd! alsz nu die hern unnd fursten® ins lanndt quamen, 30” zog mit in der homeister unnd lagen die nacht auff” Brandenborg, so” muste die landtschafft wiltpret gmug zufieren. In solchem auch quam ge- faren Otto der vorweser“, und in erkannter der ritter unnd sagte* es dem homeister an von allen sachen. Der homeister gab im dienner und man Ottonem fienng*. Die weil der ritter weg war, so! war dem homeister verzelt die weise diser® freyung, der homeister fragte, ob dissem so were, er° dem ritter sein weib entfiert hette. Otto es be- kannte“, unnd man setzt in ein unnd man eylent die fraw auch liess holen, und der homeister sie fragte‘, ob der ritter ir man were, unnd ob es ir wille wer gewesen, unds sie der monnch hette weckgefurt, a) holen in Preussen C. b) bh. m. C. ce) i. Pr. kamen C. d)u. e. e. willen, kam a. c. r.2.8.C0. o)d.w.C. nn dan C. g) w. d. fr. C. h) dan s. pf.g. C. i) w. e einst C. k) zogen C- 1) fehlt C. m) w. sch. 2. Th. (Thorgarten A). i. d. C- nm fehlt A. 0) Da C. p) diem A. qm. e.d.0.h.C. r) Mergkeshofle C. ©) u.b.2.d.2.eC. t) daC. u)f.uh.C. vdac w)zuC. z)k.a. O. mit wiltpret g. ©. y) do erk. ı. C. 3) zeyget C. a) d. O. fiengen C. b) der e. JdsserC. db.e.C. Juel.m.d.fraCl. Nfr.e.C. gdasC. 1) Johann von Posilge S. 168. 169. 2) Den Namen kennt die Quelle nicht. 3) Otto vom Kampe . . apt von Luneburg von Senthe Michel. Posüge I. © Zu Dommau wurde er enthauptet, 4) Glöckner zu Thiergart Posilge I. c. 5) Merkelshofe Aosüige 1. c.
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685 sie sprach alles ja. Der homeister fragte den ritter, ob im die fraw etwas* entragen hette, er sprach nein. Der homeister weitter fragtet, was er begerte von in°, der ritter sprach, unnd sie sollen sterben ein schentlichen todt!.* Der homeister gab das urtel also: sintemal du *fol. %41a. sie begerest® zu totten, sag mir: wustes du auch‘, ob die magdt from ader nit were. Er sprach: sie het ein bosz gerichte, und ich sie nams wider meiner freunden wille, unnd meinte: sie so! zu ehrn. Da sprach der homeister: umb disz unnd du solt* sie selber totten, so! nam der ritter unnd sie lebendig bede begrub=. ') a) auch etwas ©. b) fr. w.C. co) v.i.b.C. d) das so. sch t.st.e.C. e)b. 0. D) wuste es a.C. g)n.s. C. h) vermeinte C, i) also C. k) solte, a. fehlt C. I) da C. m) begr. .bLc 1) Bei Johann von Posilge I, c. wird Otto zu Domnau enthauptet, für Grunau war dieser Ausgang zu einfach.
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Der 14, tractat sagt* von dem grymme der b. auff® die cron vonn Polen, mit welcher sie ein streit hetten uf dem Tannenberg, und‘ die Polen gewonnen den streit®. Capitel L $ 1. Von eim gar zuchtigen unnd jungkferlichen homeister*. Im jare 1393 am tag des heiligen Andree hielt man ein capitel auff Marienburg, in welchem wart erweltf zu einem homeister Teut- sches hausese des ordenns Sancte Marie des spitals von Jherusalem der jungkfrewliche bruder Conradus V von Jungingen.‘) Diser jungkfreulicher und gottforchtsamer herre regierte mit vilen anfech- tungen, sonderlichen von seines ordens b., unnd war seer gedultig. Er starb selig auf Marienburg unnd leit in Sanct Annengrufft be- graben.?2) Diser von dem amacht der treslereye wart erkoren® zu *fol. 241b. dem 22. general(*)meister seins ordenns,’) unnd so grosz als sein vorfarr war durchechter! der geistligheit, so grosz diser war sein* patron und forderer. Nach alter weise er hielt vil! capitel und offte vernewete die amacht b.»© und ander satzte, under den sein grosz- compter war b. Israel von Reisenstein, sein marschalck b. Ulrich von Jungingen, seines brudern son, sein spitler b. Stefan von Wiltaw, a) fehlt C. b) wieder C. c) aber C. d).d. str. g. C. e) Von Conrado V dem 22. hoem. in Pronssen ©. f} c. w.C. g) h. ansgestr., ordens A. h) D. w. e. v. d. a. d. tr. C., der weiste ieyet A. i) ein vorechter w. C. k)sogr. w. d.einC. 1) vier A, cb. L. D. VIII 2, e b. oM u. v.cona w.C. m)n.o.d.a. der b. ern. C. 1) Posüge S. 190 dessen HMyverzeichniss 394. 2) HNMverzeichniss I. c. 8) Posilge I. c. Oben Tract. XIII Cap. XV.$ 1. S, 672. hatte ihn Gruss /älschlich als Trappier bezeichnet,
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687 sein trappier b. Albertus von Schwartzburg, sein treseler b. Deme- trius von Homberg, .b. Junter von Nassaw und b. Albrecht Weltzer sein Companns*.?) $ 2. Wie eim legat Ins land quam und: verhort etliche sachenn?.:) Der konig von Polen Wladislaus unnd Alexander Witoltus der fuarst von Littau vor 1, jarn sich beolagt hetten vor dem babst® über die grausammigheit, die die b. gethan hetten under den newen eristen in Littew, sie also ermordende. Der legat war Raymundus ertzbischof Messanensis®) unnd er hilt sein consistorium zu der® Stolpe in Pomern*) unnd da® quamen hin bede teile, die Littaw das ire, die Polen das irf clagten, wie man sie erkante alsz ketzer®, wann sie 14 jar heten" gelegenn im intertistto umb des petter- pfenniges willen vom Colmensee und Pomerellen den Polen zu geben. So! waren die *b. vom homeister* gesanndt, die vile ubrige wort*fol. 242a. furten und es zu male wunderlich machten. Der legat aber liesz sich nit dureh ire wort unnd hoffart entristen und die angetragenen! sachen sohwererm machte. Alsz disz merckte b. Melcher: Mayenreisz thumprobst zum° Marienwerder, und er sprach: unndP ist disz nu so grosz geachtet umb ein solch ermorden der newen cristen, so dooh vil mal die Littaw, dier Samayten und die Preussen vielmale meins wyrdigen ordens new unnd alt cristen gemordet habenn, unnd man solch legacion nie hatı erfordert. Aussrode‘ der bruder. Auf der Polen clag er also ant- wurte, man het in versagt den peterszpfennig, wen‘ sein“ wyrdiger orden gedachten nit zu stercken seine feinde” mit eigenem” gute, unnd die personen des ordens heten das interdiet geliten 14 jar“, wanY es a) u. c. b. Gunther v. N. nu. b. A. Welitzer C. b) dies. C. c) h. s. etwan fur 11 j. vorm. b. bekl. C. d) zur C. e) fehlt C. f) auch d. iro C. g) w. m. s. die Preuschen herren für ketzer e.C. b) dans. h. 14 i.g. i.i.C. i) Da C. k) w. v. h. etzliche b. dahin C. ]) ungetrawen A. m) schwer ausgestr., darüber wundorlich A. n) Melchior C. o) thumbrost A, vom C p) fehlt C. gu.m.h.C. r) Antwort C. ») antw.e.a.C. t) den C. u) ein C. v) gedachten. f.n. z. st. C. w) m. ihrem e. C. x) 14 j. erliden C. y) darumb daz C. 5 1) Nur der Marschall, sein Bruder nicht sein Nefe, und der Trappier sind historisch; den ersteren kennt Gr. aus Posilge 5. 286, den andern aus der HMchronik e 192. S. 625. 2) Posilge S. 186 zu 1393. 3) Johannes bysschoff von Massann. Posilge |. c, 4) Zu Thorn, Posilge I, «
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688 war im scismate* gelegt und es noch heut scisma ist”. Sie ge- dachten kein senntentz zu halten von den legaten von in geschickt zu aller® zeit.t) $ 3. Wie der homeister gar einer grossen sachen vorguam. Der legatus nach Sicilischer art sich wolt? rechenn unnd schrib dem capitel von Camyn und capitele von Brandemborg, dem capitel von Lebuss, dem‘ ertzbischof von Gnysen, sie solten komen gen *fol. 242b. Breslau* auctoritate apostolica ein senntentz uber die b. ins Preussen approbiern", damit! man solte sagen von bues uber ire contumaciak. Und sie quamen zu hauff! inwendig“ siben wochen. In diser zeit der homeister nam" zu hertzen, unnd es im unnd den seinen moechte zu vorfal komen mit anndern vorigen sachen, er eins erkor° unnd sobickte b. Ruthyger von Sonnenstein compter auf Schwetza, b. Erya- gardum von Zollenr compter auf Strasburg unnd b. Wilhelm von Understrasz compter auff Schlochaw? und mit in" gar ein" erlich volck zum konige von Polen Wladisla unnd mit im ein friden machte zu iren lebtagen unnd von im ’erlanngete, damit! die lannde von Polen und von Preussen mochten miteinander‘ handlen. Der be- meister jar jerlich dem konig gab" gar mechtige” konigliche gaben, und die Polen waren es content. Conpellacior. Sie zogen weitter zum ertzbischof von Gnysen unnd sich mit im auch” vertrugen unnd zusagten den peterspfennig® und quamen mit im auf ire zerung und den legaten auch content machten und zogen alle heim mit frider. Mit Witolto sich der homeister auch entscheite und erlesete seine gefangne b., aber die besten die bayoren heten* verhalten unnd sprechen, sie weren gestorben. a) sasmete A. b) es A. 0) yder C. dy w.s.C. e) dem c. ©. f) und dem C. g) wa C. bh) zuap. C. i)dazC. k) fehlt A, dafür eine Lficke, }) zusammen ©. m) innerhalb C. n)n.d.h.C. o)'ererkuhr eins C. p) Ermigardum von Zeien C. g) Schlusw A. r) ieblt C. »)e.v.i.C. t)mit.m. CO. u) g. jehrlichen &. k.U. vgrose Cl. WamiC Jusdp au0. y)m.frh.C. z)entschiedt s.d.h.a.C. a)h.d.b.C. 1) Yon diesen Verhandlungen berichtet die (Quelle kein Wort.
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689 a Capitel H. s 1. . "Von straf? boaer leutte und des almecktign gattaa-- '*fo], 24Ba. ‚ Im land. Mm der zeit unnd diez. sich begab), das der ai "om: nig einem sein leben gonntte umb seiner freuntschafft willen, den sie doch mit gott und mit rechte hetten mocht vil mal lassen hengen:. Diser in ein solchs wolte wider? vergelten, er quam im tag der heiligen drey konig über eisz unnd anlegte? die holtzhauffen, im ersten schläle im.:jar E35, uud'eh- wart ein stätcker nordenwinth, diser. das. .feur trib®, damit ‚das holts 'alle® unnd alle ire:speicher, die nit .fetne. vom holtg stunden, und die gerte. Grabenheim ''genant mit der halben bracke weg brantte, die da gienng über das fliesz Meibing!, und also. treffliceh gut# in den speichern verbramnte‘,; wan! zu der zeit a5” war guter handel im a Diser Arkoal. schwechet die stas sone.) .. A asnerächadene: In disem jar gesehaen. gross nd vile regenn, in welchem alles getreide verfaulete im ganntzen lander.°) Die Weichsel wart. so ktefitig,. damit° sie ober ‚Gimudenntz: grouse santberge umbrisz und also mit dem sannde den Noytr .unnd das BI- bimger tief! und die? einfart vom kabe in die Weichsel verfulte, unnd noeh. heut so ist. Die Weichsel risg ausz im" Furstenwerder, das* unther Marienwerder ligt*, und er ertrennckte* das :gunntze See- *fol. 24Sb. werder. bey Daxttzke.) Item :der Noyt‘ ausbrach" unnd erttenokte das gammiz Nebraische werder,‘) das under Marienwerder leith, und sonst ander refer” me im iannde an ınulen, stetien, dorffern" unnd an andern guttern unvorwintlichen schaden teth. a) V. str. gottes fiber d.1.C. b) u. A. fehlt, b. =. C. c) v.m. b. m. heng., 1. fehlt C. d) w: i.e..m.C.. e) fehlt C. f) anclayte A, un. 1. di b. an CO. g) tr. 8.1. C. by das alle h., damit sehlt C. Da.d.n.dAf.M.g.C. k)u.v.a.tr.g.i.d.sp. ©. 1} danC, m) fehlt-C. m)i.g- 1. v. ©. 0) daz ©. p) Nogot C. q) fehlt C. r)zu C. s,das-igt fehlt A. t) Nogot C. u) br. a. ©. v)refys 0. w) undd.C. 1) Quelle ist Posilge S. 206, der aber nur von einem Speicherbrunde. zu Elbing zw Marii Magdalenä 1396 berichtet, 2) Posilge S, 225 zu 1398. 8) Einen Ausbruch der Weichsel, bei dem besonders dus Amen beschädigt wwrsurde, berichtet Posilge S. 153 zu 1388. 4) Leute aus den Werdern von Stangenwaid und Nehrae estranken 1399 beim Weberseizen in der Weichsel, Posilge 227. — Man sieht; wie Grunau verschiedene An- graben seiner (alle hier verbindet; daher scheint auch der: folgenden Netis über das Lochstädter Tief, die sich nicht aus Posüge erklären lässt, keine m beizumessen zu sein, “4
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6“ Storm“. In disem jar amı :tag. Lamperti hub sich anb ein nordensturm und werte funf tag, in. welchem sich erfullete das tieff bey Loekstetteni und ‘ein newes ken demd"Rösichenberg 'duszrisz und war zehen® faden tieff zum ersten a ist noch heute das beste ins landt von Preussen. = “ og $ 2. Von olm verretterscheg bischeff in LiHamdt.t) ‚In diser‘ zeit war ein bischoff in Liffiäat su Darpts. mit: namen Heinrich vom. Domptaw genante®)' unds disbr''quam mis dem inndt- meister "und seinen .b:: ie Lifllandt zu: ıfeindtschafft: und .satzte im vor, was.er nit kande mit dem .schwert rechenn, des wolt #8 mit verretterey 'erlanngen. . Er’ schrik!. au Witoltum; den ‚fersten: von Littaw unnd Samayten, wer es sache, unndk er sich am Tentschen erden! wolte rechen, se mocht er aufbrizigen sein welck®: und Komme izunt. in Läfflandt”, er wolte im eingeben sein. landt und schlossen, *fol. 2443. damait* er.die.bertimonnche .vertribe, und solcher meinung vil.?): Wi- taltus im auch nitt glöbeter unnd schickt die briefl' des bischoffe dem lantmeister unnd schrib im darmeben, itzunt nim war, 'alsz diss® war sey, das mich die deine sehelten, und es": mit verreiten: halte, sinttemal ‚und® ich mit* .dir. dise. genade. thue wind wit. wil in dedw lannd komen, wie dann dise brieff Inuttenn.‘) Der: famitmeister wen ersten dasckte" Witoltum unnd auffr unnd . verderbter Derpte das bischtumb®). unnd et. den: biseheff, sonder er: in nit kunde: ” wynnen. ae Von hinderlist’. Witoltus in disem auf: und nimpt ein Wysikaym stat unnd schlos,*) das die b. von Preussen so lanng noch* hetten, und es besitztev. Der homeister sich 'besorgte‘, Witoltus 8) fehlt C. b) fehlt C. c)u.d.t.b. L.e. C. d) fehlt C. e 8C. HderC. g) fakkt C. b)inC. i) und schr. C. k)daz C. 1) D. o. in Lifflanndt C. m)einv.a.C, a) witet.i L. kommen C. 0) s.1.u.schl.e.C. p) gl.i-a.n.O, g) ob d.O. r) daz ichs €. =) fehlt C. % fehlt C. u):d. erstlich ©. v) n. machte sich a. O. w) zerstorte 0.) ec k.i.n.. y) V.h. fehlt C. #) machte sich i. demo a. C. a)n. a. 1. C. b) basstsise. C, o).b.e. 0. 1) Posilge S. 203, 209. . 2) Dytterich Damprow Posüge 203, i 3) Ausgeschmückt nach Posilge I. c, 4) Und dese ding melte Wytowt selber uf dem > Dr 204. 6) Posüge I. a 6) 27 Wyse Posilge 205 (Wima an ds Narew,)
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691 mechie in Lifflend fallen, er :vermechte den bischoff.. ven Heilsberg und den bischoff von Risenburg und: sannte. b.. Friderich von: Wentzaw troseler, b. Arnoldum von DBorgelen, unnd sie haban dem. bischoff van Derpta sicher gleit geben zum homeister, unnd er quam, So* wart auch der landtmeister von Lifflannd geladen und er gestundtb, unnd® der homeister die sache verrichte! unnd. zogen gute freundt* beim, idoch der bischoff mit lebete lang nach disem‘.N).. 8 3. Wie der homeister auffs land« Dobyrnn geit gelihen hatt.?) *In disem jar 1396 starb dem furssten von Oppeln das landt*fol. 244b. von Dobirn an, das da leit zwischen Polen von einer seiten unnd der Masatr von 'der-amndurn geite mıd-Michelan: von der dritten und Preussen vont der ®tden, tünd es''seheide we. Preussen das flis! Drewannte, und war. zugeteilt Nadispar dem fursten.. von. Oppeln.?) Nadisper der fursst qua unnd .eyn* unnd liesz im. hukdigen und. wolt nit loben: entpkaken von: den Polen!; darumb Wladislsus der konig vom Polen auf®: unnd schickte volok yn Dahbryn, der. furgst aber weich in Preussen zum homeister, unnd. der fıwsst -satzte: auff Dobsyn ein hauptman genannt Woyzech Padelsky*), unnd diser® hatte velck varı homeister, mit welchem er trib die Polen von Dobrin®. Der konig me schickter, unnd..dise zogen uber. die Drewenntz unnd namen futter in Preussen. Soa machte sich auff b. Leonhardus von Fuohsstein‘) mit zwehundert pferden unnd: den Polen den port? durch die Drewanntz verlegte und auch so’ ir gar vil ertremnckte. Der furet Nadispar war weck unnd sein: keuptman. konte sich nyme balten‘, darumb er trug“ das lant ren” Dobryn dem ıhomeister auf, damit” sie seinem furssten davon ein gestalt machten. Die b. a) Do C. db) standt C. co) fehlt C. d) v.d.s. C. co) also in guter freundtschafft C. n yd.1.d. b.n.d.n. sehr 1. Q. g) fehlt C. h) fehlt A. i) schlos A. k) u. nam en e. C. 1) vom P.C. m)D.d.kv.P.W.aC. n)disC. o) d.P. v. D. treyb. C. p) s. mehr volcks C. g) Do C. r) die pfort C. ») u. also C. t) es nicht mehr erhalten C. u) tr.e CO. v) fehlt C. w) d. daz C. ‚ 1) Posilge 209. 210. 221. Den Bischof von Pomesanien nenni die Quelle nicht als Vermittler; Friedrich von Wenden, Comthur von Thorn (ala Tressler kamt ihn Gr. aus Posilye 5. 190 zu 1399), war 1398 is Dorpat, Posilge 291. 2) HMchronik c. 187 S. 621. \ 3) Den hertezog von Oppiln, der his her Nadirspan HMchr. 48. = nagy span wagar. Grossgraf). Gemeint ist Ladislaus von\ Oppeln. 4) Die Quelle nennt keinen Namen, 44*
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692 *fol. 45a. gienngen e8* 'an*,. wann» von 'anbegynne ausz Dobryn entsprossen, die den Preussen vil schaden teten.: Der fursst Nadispar mit der zeit dem orden versatzte es umb 60. tausent .gulden Ungerisch') unnd der furst Nadispar zog mit dem 'homeister auf Dobryn unm namen ein Bewerall stat unnd schlosz,. unnd da zu eim preceptor wart gesatzt b. Gilch von Lienpen?.? Die b. damit sie einen sichern antritt® unnd einfärt hetten? in Preussen, so® sie wurden von den Polen® gedrungen, sie bauten! die schone muhle Leybitz wie ein schlosz auf die grenntzen und auf unnd in das fliesz Drewanntz und sie wol bewartenn. : %, z EN > u U Tarot rot Fr} 8 4 wie die h. Gatlandt gewonnen, von! grossem, ablas. wi : von® straffe gottes ‚uber sie. Im jare 1397, auf die faste anzuheben, waren viel seerober unnd dise namen auf den® orden unnd auf ire leuttee auss Preussen und auszr Lifflandt und. sie mit der ersten segeineionı meohtigen" be- scohedigten®). unnd wurden in Gotldnt verhalten. Gotlannd geheorte zus der zeit fraw Margaretha konigin* zu Denmarck und war ir leib- gedinge. Die von Preussen es clagten®, man gab in aber” keine *fol, 246b.antwurt, darumb der. homeister schickte von Dantsig*" b. Conrat von Bebiraw“ unnd mit im. viertausennt man zu schiffe, und sie ge- wonnen die stat Wisbuge” unnd das gantse land Gotlanndt wand tetten da* den seereuber ir recht,*) Sie hetten Gotianndt inen drey jar® uand umb vorbitte des kaysers sie gaben das wider der ko- niginneb mit dem underscheydt*, und“ die. konigin muste sieh ver- schreiben® unnd ir lannde zu pfande setzen den schaden aufzurichtenn, 8) ein C. b) dan c. 0) & fehlt A, v.em.d.z.C. d) Julich von Lympen C. e) x tritt. Diehl. 9 do. )r.dP.w.C. Db.aC. Kuan.feltl. I) madr.c. m) fehlt ©. n) dem, a. fehlt C. o) iren leutten, a, fehlt C. p) fehlt C. g) segellais A. r) mecktig sehr ©. s) horrte, zu fehlt C. t) derk.C, u)k.eC. vamg.i.C. wech.d.h.,v.D. fehlt CO. x) Cuno v. Leberaw C. y) Wisburge A. s) fehlt C. dr. z.i.C. b)g.e.ed.kw. ©. fehlt A. d)dazC. oa.d.k.m.v.O. 1) Vor LM goldin HMchr. c. 188 5. 621. 2) Der Vogt von dek Leype zoy. gegen Dobrin HäMtchr. I. c. — Bewerall i= Bebeeren der Quelle (j. Bobrowaiki). 8) Posilge 215 zu 1397. : 4) Posilge 217 zu 1398. Das Heer war 5000 Mann stark; den Nam de Anführers nennt die Quelle nicht.
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693 der fortme da ausz Gotlanndt auf (die* Preussen. unnd Leifflender wurde gescheen, unnd wart wider gutt. Von ablass und gnadeb.’) In disem jar die vorstender des spitals Sanot Elisabeth zu Danntzke sie erwarben ablesz alsz ver- gebung aller sunden? von pein unnd schult am tag der erhebung ires heiligen geheines, und stunt ein fart, unnd davon wart ein sprichwort: wie‘ ist es mit unns geschehen, wanne Rom ist unns hinder den offen komen, und solcher honreden vil, sonderlich wie sie auch sundigten auff solchet gnade, darumb der homeister den ablasz ahlegte!, wen* er bet in suspectum. 4 Unnd auch!. in diesem jar am sontag nach* Corporis Christi *fol 246a die grawmonch zu der Neuburg hetten® kirchweiung, in welcher sie heiten anch ein solchen ablass®, wie zu .Danntske wart im, spital Senct Elisabeth. Zu° welehem ablasz. quamen vil volckr, die gebaurn umb Risenborg. unnd Marienwerder quamen an die Weichsel gen Stangenwalde -unnd ir wol hundert personen satzten in der flösz unnd der sturın trieb sie auff ein rane, und sie bricht, unnd das volck alles ertrannck“.?2) Disen ablasz der homeister auch ablegter unnd allen andern, wa* er war" im lannde zu” Preussen. Moyse"”. In disem jar war seer vil getreide gewachsen, sonn- der“ es waren so’ vil meise unnd ratten, damit* sie das getreide auf dem felde ganntz zu nichten maohtenn, quam ja* etwas in die scbeune, das verderbten die ratten. Pestilenoia®. In disem jar auf'Bartholomei erhub sich ein pestilenneie und schnelle and 'erschrecklich® über das ganntze lanndt unnd werte vor unnd vor, wan“ es war ein weicher wintter mit vilen stinekenden nebeln, in welchem auch die mentschen® plitzlich ver- gienngen.°) Salve Reginat. - In disem sterben sich etlich burger ver(*)- *fol. 2465 bunden«, unnd sie die ganntze fastenn wolten alle abendt! das, Salve a) den, a. fehlt C. b) V. a. n.g.fehlt C. c) J. d. i. erw., sie fehlt C. d) der a. C. 0) gebendos! A. f) nun st. wie C. g) danC. b) wieder dieQ. i) 1.d.a.abC. k) dan C: ).U. a. feblt C. m) b.d.gr.m. zur N.C. n)s.a.5.ablh.C. o0)in A. p) v. volcks kam C. g)ea..C. n1.d.h.a.abC. ») u. andere alle C. t) wan A. u) sie waren C. v) 1. z. fehlt, inC. w)fohlt ©. x)aber C. y) fehlt ©. z)der C. a) kamden C. b)febltC. )au.me. plotzliebe, sehn. p. C.,. A wiederholt pest. hinter erschr. d) dan C. e) d.m.a.pl.C. DS.R. febit C. g vorb.s.0 C. h)dasl. i)a.a.w.C. i 1) Posilge S. 215 zu 1397. 2) Posilge 227 zu 1399. 8) Posilge 222 zu 1394. Der vorige und die folgenden Abschnitte finden sich
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*fol. 2473. 694 Regina singen unnd fort me alle sontag durch das ganntze jar, die aber* nit kunden ‚singen, sieb waren darinne mit den iren und hielten soolares? vor sie. Rorate. So° auch einsz lan in soloher verbindung, sie wolten im advent umb vier uhr selber das rorate singen und auch da inne sein mit den irent, wie im Salve Regina sie! gelobel, heiten, unnd es wart auch plitzlich wider aller mentschen gedanncken besser. ' Newjar backen. Ink disem quam es auf, und! in eim iglichen hause am” abende” circumeisionis domini man machte von teige bilde und sonnst was man kunte und im morgen man schickte es® denne zu den nachber zum zeichen der freuntschaflt, dabey ein strefflichs tetten. So ein person jemant lieb hette unnd der anderstwo was, 80° nam die person em teig und machte ein kiechlein unnd legte es in die kachel, gieng es hoch auf, so? wär es ein zeichen, undt er frolich war und es" im wol gieng, gienng es aber mit auf, s0 ge leubten sie, unnd’ es stunde nit wol umb in ader were tott. Capitel M. & 1. *Wie furssten Ins: land quamen Witoltum zu verterbenn‘, und wie der. homeister verachtet wart. In verganngner zeit Witoltas der furst von Littaw durch seinen staroszten von Samayten vilen schaden het gethann, item unnd® er in der loszung” der gefanngen vil gebornne hern unnd b. verbergen het" und verleugnet, item und® er Tapelaucken mit andern festen verstert* hette. Disz unnd all sein hanndel die b. es schribenr in Teutschlannden unnd begerten hilff umb Marien willen in zu stillen. So* nam sich disz* an der furst von Geldern Wilhelmus, der fursst von Brabanndt Rupertus‘) und quamen mit gutem volcke. Der furst a) d. daa.C. b)die ©. o) doch d. C. d) schuler C. e) RB. 8. fehlt ©. N A. w. sie e.C. g) dass. ©. h) m. d, ibrigen darinnen s. C. ij) 8.1.8.R.C. x) N. fehlt, nach d. C. 1) des man ©. m) fehlt C. n) sch. m. e.C. o)fehlt ©. p)daO. DdasC. r)fehlt C. a)ia das C. t) zu vertreiben C. u) daz C. v) erlesung C. w) h.v. ©. x) zerst. C. y) schr. d br. e fehlt C. =) Do C. a) fehlt ©. 1) Der Herzog von Geldern zog 1399 nach Proussen, Posilge 235; den Herzos von Brabant hut Gr. aus Missverstäridniss von Posilge S. 331 (in desin ezitin cxog die frouwe von Brabant uf den herczogen von Gelre) Ainsugeseizt.
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695 von Geldern angesehen kranckheit ‚sbiner personen» widerkerteb, !) sonnder* sein volek. in Preussen -quam‘, unnd der furst von Brabant* wart vom homeister freuntlieh aufgenomen, . unnd sich gem fürsten der homeister‘. wie ein ziehtige jungkfram erzeigete unnd scheiden so voneinander. Der furst fragte b. Albertum graf® von Schwartz- berg, warumb die &. ein solchen unschuldigen so. zu eim! schweren amacht ormeli hetien. Er sprach: unndh ich: in meinem teil hab* angesehen sein tugenntsames leben! und mich verseket, ‚die annder b. baben disz auch” angesehen. ?) 8 2. Rathschlak wieder Samayten und christliche antwortt des homeisters®. *Hern? unnd fursten, die da waren komen®, ratschlagen, wie sie *fol. 347b. quemen in Samayten’, die b. under vielen worten sagten die schwer- heit der sachen unnd® sie anretten, unnd der homeister wart ange- reth, er* verhinge auf Polen zu ziehen und vorzelten inen die ur- sachen. Die herrn retten mit dem homeister“, warumb seine gnade von den Polen ein solohs lieder, damit. sie ein solchs” auff. Preussen hetten gethan, unnd die sache anzogen*, wie sie. denne bey? b. Ulrich von Jungingen in den tag gebracht hette, unnd die hern waren dem homeister scharpff unnd feste mit worten unnd sprachen: wir wollen euch hilffe* verschaffen ausz dem gantzen reich, seit nitb so simpel unnd alzu° from, wie eur@ b. sorgen, unnd ir damit die® Preussenn bringt in verderbnus von den Polen. Der homeister in antwurtf: unnds ich mit den Polen habet einen cristlichen fride zu meinen leb- tage unnd den ich halten will!, so wil ichk auch nit sein denn Polen undanckbar!, wann” sie meinem orden haben" geben° das erste stuck brott umb gottes willen, mit welchem wir zue Preussen komen sein. Auff die hilff der fursten im reiche ich mich nit verlasser, wen so got wider mich ist, von der mentschen hilffe mir kein trost* ist". *fol, 2488, a) wegen s. kr. C, a. kr. dreissig personer A. b) karett w. umb C. c) aber C. d) kam i. Pr.C. ©) v. Br. fehlt A. NMu.d.h.e. ».w.e.2.j. gegen den f. C. g) also O. bh) fehlt C. i)z.e0.C. Ki.h.i.mt.C. Deatl.a.C. m)vmC n)a.dcC. mA lautet die Ueberschrift nur: ein ohristlich antwart. p) Die h.C. wc. ni. 8 kC. ») dezC. t)dazerC. u)r.d.h.anC. v)hitte A. w)dazs.,e. s. fehlt Ü. x) angezogen A, y) fehlt C. =) vest u. sch. C. a) fehlt A. b) s. nurn n.C. co) also A. d)ein A. e)doen C. f) a. 1.C. gl fehlt ©. Yi.h.md.P.C.b)w.i.h.C. k) fehlt A. I}diennstber! A, d.P.n.u.e.C. m)daoC. )ah.m.o.C. o)fehltC. pv.i.m.nC. g)danC. z) bab ich v. d. m. k. tr.C. 1) Posüge S. 225. 2) Asliere HäMchronik c. 193 5. 625. 26,
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%fol. 248b. 696 Ich danncke es gette unnd den, die unns zu disem fride unnd ge- rugten* tagen gebolffen haben. So? meine b. iren willen wolt haben, sie- ıhetten mich nit dorfit zu homeister erwollen. Ers gluck das mogen siet auff Samayten wegern mit unsern kriegen, 80° wir auf‘ sie unser redlichste b. verloren haben. In jamert nach kriege mit den Polen, .‘mit diesen in kurtzen. tagen sie werden® kriegenm, damit? sie der Polen knecht werden! sein miessen, und solcher wortte vil, und sie sich daran! bessertenk. !) 5 3. Wie die b. wider bey Samaiten quamen' unnd. es Ba besatzten. ' Witoltus wuste wol, und in» Samayten er vor® den b. nit zu- friden plibe, darumb het er es versatzt° Sbyrwaylo eim vertribenen konig von Schmaleniski umb etlich tausennt schock. Die furste tetten redlich unnd schriben an Witoltum, ob er mit bequemigkeit weolte Samayten? aufgeben, wie ein land von den b. vilmal gewonnen und von im den b. verschriben. Witoltus wart guts ratt, damit er Littaw behielte, ‘er schrib? dem homeister mit. den" fursten, sie solten es einnemen, er wolte Sbyrwaylo ein genugen darvor thun. Dise brief er sannte* mit seiner furstinne Margreta, unnd sie quam in Preussen* und besuchte in andacht Sancte Juttam* zu Cölmensee, Sancte Do- rothea zu Marienwerder, Sancte Catherinen heiligthumb zu Brannden- burg und unnser frawen Judenkirch", unnd man sie hielt fursstlich” überall.®) Die furssten zogen in Samayten und namen es ein unnd sie bauweten Thobischhein®) und satzten” darauf zu eim voigte des ganntzen lanndes b. Dionisium von Andelaw, unnd er anderstwo Hiesz® ı a) roabigen ©. b) Da 0. c)z.h. n. dorffim C. d) i.gl dieb. m. C. oe) dan C. f) wieder ©. Je w.mdi.kt%.C. b).dar ©. i)fehltC. kK)usieb.s.C. I) w. 8. wien- getten C. m) dez ihmC. n) e. fehlt, von C. 0) vorsatzts er es C. p) 8.w.C. gq) echr.e. CC. r) undd.C. s) se... t) fehlt A, dafür eine Lücke. u) suJ.C. v) um. he freyf.C. w) fehlt A. x)l.a C. 1) Dieser Paragraph ist nur eine Uhnschreibung der angeführten Stelle de HMchronik, in welcher die Friedfertigkeit des Hochmeisters geschildert wird. 2) Den Besuch der Gemahlin Witold’s erzählt Posilge 238 zu 1400. Er be ginnt item noch Margarethe, daraus ist der Name der Fürstin entstanden. Die k. Jutta und Judenkirchen (Juditten bei Königsberg) hat Gr. kinzugessizi. 3) Eyn hus uf der Thobesze wurde im Sommer 1407 erbaui, Posüge 286.
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697 holtz fellen wrind in bauwete* sohlosser und darauf satzie> getzeue menner. Witoltus sioh liess® erkennen. wie ein guter freundt unnd 8 4. Wie der fromme homelster narren antwrt mit wait unnd ernst.‘) Diser homeister het ein kropel bey im, der seer kurkeweilig war, Mirica mit namen‘.”) Disen der homeister wel mochte* leidenn,disen retten an etliche b.‘, er solte denn homeister versprechen, wans die Polen hetten den furleitten pferdt auszgespanen, unnd gaben im ein, wie er reden solte. Miricar quam zum homeister und sioh stelte!, wie er zornig were‘. Da sprach der homeister: Miricab was sagestu guttes. Er sprach: was solt ich sagen, wolt ‘got umnd! du ein monnch werest im eloster=,* unnd wir ein furssten hetten, der’die unsern beschirmete. ol. 249s. Es haben die Polen da pferdt auszgespannen unnd da khue genomen, unnd solcher worte vil. Der homeister merckte wol, von wannen ea her entsptosz°, er sprach: Miricar, ich mit den? meinen so wenig menuche sein’, alsz da ein krobel bist, unnd sage den, die dich auff- geloffelt® haben, die weil wir leben, die weil bussen wir mit* pferden und khuen vor“, nach unnserm tede wier werden’ daran setzen leib unnd sele. Vil der b. namen die wort zu RAR, vil sprachen”, es besteo in. Antwort des homeisters eynem bisohoffen, ») Nach disem quam zum homeister Johans Crapidula ein fursst von Oppeln und bischoff von Wiadisla auf der Coya in Polen, unnd* disen aueh anrette* b. Ulrich von Jungingen, unndb er solte dem homeister ein gewissen machen, unnd° damit? die Polen überzoge unnd. stillete die roberey, die man tette von’ dam® schlosse Slotterey“ in Preussen, unnd solcher rede vil. Unnd der bischoff quam zum homeister und hub an unnd im ein ganntze predigt machtes unad im die schrifft hervor- »)bi.C. bed.C Jls.C. dym.nm.M.C,MiraA om.d.h.C. Debe, ©. g) dan O. h) Morica A. f)st.e.C. k)abw.e.z.C. I)dasC. m)i.c.wC. n)m. eo w. 0. 0) es kam. p)e. spr., M. fehlt C. 9) i. und die deynen C. r) seynät #6, w.m. C. e) ansgel. C. t) b. w. zuvohr m. C. m) fehlt C. v) werd. w. C. w) v. spr. auch C. x) vor eim bischoff, Überschrift in A. y) fehlt A. ») fehlt ©. a) d.r.a.an ©. b) fehlt CO. c) e, hertz m., u. feblt C. d) das er C. ©) vom ©. f) Glotterey A, g) u.m.i.e.g. pr. C. 1) HMchronik c. 193 S. 626. 2) Marszyke HMcAr. I. c. 3) HäMchronik e, 194 5. 636, etwas uusgeschmückt von Grmau.
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698 salle*, wie? er übel. thet unnd®.wite kriegie unnd! alcher worte mer vil& Der homeister kub an zu antwurten“; unnd. sprash: sint dar *fol. 249b. zeit und geistlicher haben zues* furstenhofen? angehaben unnd sigk gemenget in die rette der konige und furssten!, so haben sie stets abgenomen unnd die fursten, die ink gefolget haben, sint under iren retten verterbt!. Itzunt eur geistliche sein ist”, damit ag” eur m wierf. 'geseftiget,: eur 'göhlu‘Hithr, -damit Fil erkerı I Werden, und vil unschuldiges blut vergossen wiert: Herr bischoff wist, unndr ich neydische: hertacn* mit: werde volgen* unnd ein krieg anfahen*,. sonn- der :in kurtzer zeit, ir wert” krieg genug haben mit den Polen. r2 5 b. Wie die newstetter zu Torn, zum Elbiag auss neide vergonnt wurden zu bawen’.') Siderr dem todt des. homeisters Conrat von Walinrot, unnd die seine b. des ordens® mit im waren, die ketzereye der fratrioellen gesehwanngert hetten, unnd sie ire fruoht under ir armesz volck gossen, damitb. sie aller geistlicheit unnd ceremonien feint wurden und ablegten, unndb sie alle zugang hette, das bisit umbsohlug, unnd.die. Preussen in: feinth wurden, unnd sint dem das° sie gelstlieh weren und grossen: breng, gewalti und unrecht triben unnd der *fol. 2503. stucken mehe®, die Preussen ruefften got an, unnd® die* Polen über- hanndt nemen. . Die Preussen sich auch tröstens der wolverwarten stetke, darımb die b. Teutsches ordenns sie wolten diemntigen unnd dies esfunden?, damit! an: den Elbing, Thorn newestat* wurden gebant!, zu Danutzke der Pogenpul®, zue Konseberg der Lebenich”. Zu merken ist?, wie” vorlenngest umb zunemung“ der steite der er- den hat in Preussen gesatst’, wie vil hanndtwercker von allen hanndi- werckean sollen wonen; damit” eins das ander nit verderbe. Item unnd! ‚niemandt sol ein hanndtwereksman ‚sein ader burger nur der“, a) u.8. ji. d. schr, für ©. b)dazC. oJ)er n.C. d)n—vil fehlt C. eo) antwart i. C. N u. fehlt, dieg.C. g)z. 3mal A. h)z.f.h,bab.C. yueidr.d.kuf.g.C. k) irm ratte C. I) verdorben. C. m) J. i. e. geistlicher sin nuro dahin gerichtet daz (. n) auch A, nur C- 0) g. w. C. p) ir gebet r.C., er A. q) daz nurn v. armer C. r)dazC. s)euremn.h.O. ft). wC. we.kra zu£C. v) aber i. w.i. k. tsgenC. w) nowatetter A. x) und s. C. y) In C gebt dioser Paragraph dem vorigen vor. z) Nach €. a)n.d.b.#.0.C. b)dazC. c) nachdem, u 4 fehle C. d) fehlt A. 0) daz C. NA. P. fehlt C. g)undt.m.a.C. b)ed.C. ddl k) vorstette A. 1) g.w. ©. m) Poggenpful C. n) Lebenicht C. 0) Esi.2.m.C. p) das C. q’uw.derz.C. r)i. Pr. g.h.C. se) darinnen =. w., daz C. t) u. feblt C. u) er C. 1) Dieser Abschniu lässt eich. aus den (Quellen nicht beiegen.
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699 wer denne der* geburt von vater, groszwatier unnd urvatter ein Teut- scher, darumb? Preussen, Polen, Cassuben unnd ander Unteutsche kein burgerfecht® erlangten und mochten so ‘anch® in atatfeı nit handlen. So hat auch itzlich hanndtwerck sein rollen und stattuten, wer wider! die tette mit willen®, wart vom handtwerck verstossen. Der homeister und seine comptores versamelten disz® obgeschriben volck unnd in vorley! die ecker, die dan grosz und vil waren, zu den schlossern unnd sie auff die schloszfreibeitk liessen bawen unnd: durch scharwerok in hulffen unnd gaben in frey an zinsz! drey jar zu wonen, unnd was man dorfite von arbeit, von schneider, schuster, bottyger®;* *fol. 250b. kannengiesser, schmide und dergleichen, sie es 'umbs gelt auszrichten; das vor alles die hanndtwercker in stetten umbs® gelt gemacht hetten. Die hanndtweroker in den® 'newstetten dorffen kein geburt, 'dorffen ” kein? essen und trincken dem handwercke geben, welchs dan seer vilt gestet unnd kostet’, unnd sie nomen einen itzliohen‘, wie hoch er dem* hanndtwerck untichtig war anderstwo. Da wurden” ‚meltzen- brewen Preussen", Polen, Littau, Samayten, Kauren, Cassuben der geburt unnd zogen“ den rechten stetten das brott ausz den mulenr, tand man hielt da marckt bey in® in kauffen unnd verkeuffen, dann durch dise die oomptores und ander b.. sie* kauffien das getraide auf® und ander war me, unnd es wider verkauften®, alles! den rech- ten stetien zu vorfalle. Sie es wol olagten‘ dem homeister, und er in antwurts, sehet an eur privilegia, ist es darwider man soll es abstellenn, wo aber nit, sie solten® sich zufriden geben. Die stette! kunten aber nit: beweisen, damit namen diese mechtig! zu, unnd spotteten der annder, unnd wart me folok und besser harung in den newstetien”, wan in den rechten®, und es geschahe vil° morden von disen, wier sie sich? begriffen, aber man lag" den newstetten* bey, *fol. 251a. die rechtstetterr musten so* mit ungedult ir verderbnus ansehen. Sie hetten gern vil darumb gethan, sie kunden nit", idoch got ir hertz wuste”, und stund so an in neyde, eins” auf“ das annder war mit übermutt. a) von ansgestr. C. b) und d. die C. c) burger A. d)a.e.C. e) etzlich A, ein yglich C. N fehlt C. m, w.t.C. MdasC. i) v.1.C., a i. volberg unnd A. k) also (aus gestr.) =. d. schlosser also freyheit C. 1) a. z. fehlt C. m) becker A. n) umb C. 0) fehlt C. pP) d. auhk.C. Je.undv.C. r)k.u.g.C. ») o. yglichen auff C. t) auch d.C. u)a. u w. C. v) Es waren da ©. w) fehlt A. x) entz. C. y) dem maule C. z)dab.i.m.C. a) fehlt C. bd.g.a.k.C. co\v.e.w. C. d) fehlt C. e) vorfangk C. Mkl.e. w.C. g)a. i.C. h) solten °.C. ;) D. st. aber C. x) nichts C. 1) sehr C. m) u. war m. v.i.d. n.st., auch b. n. Ü. n) dan i. d. alten C. 0) geschahen vilen C. p) wo C. g) einander O. r) stundt C. «) und d. alte stette C. t) sie A,alm C. nu) aber n.C. v) w.g.1.5.C. w) und e.C. x) wider C. „inc.
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1m | Capitel IV. $ 1. Wie. die, Preussen zogen zu dem gnadenreichen jar gen Rom’,‘) Es wart ein gnadenreich jar zu Rom 1400®, zu welchem es wolten ziehen vile Preussen®, sonndert die b. es verbotten®, wan zie hetten vor die ire sorgen, damit? sie nit ein jamer machten, in dis sich ire vile nit korten® unnd machten eine geselschafft und zogen zue rosz, zu wagen! durch Polen gen Rom, wen sie gedauchtek, sint dan die! im banne weren, die die pilgrym* beschedigten, die Polen in nichts wurden” ihun. So° waren in einer geselschafft Diettrioh von Delaw ritter, Ludwig von Mortangen ritser, Dietterieh von " Osohetzaw ritter, : Lamperdus von Waplitz ritter, juneker Festus von Baysen?®) uand: duamen also eine partheye nadh der ander gezogen gen Calisch in ‚Polen hundert achzehen personen vem adal, von bur- gern und wie sie danne weren. Der heuptman zu Calisch sich des verwunderter: unnd besorgte, er tett eins und sie alle da@ bestrickte. So° war Wladislaus der konig" in Reuslanndt, unnd im der keapt- *fol. 251b. man* vom". Calisch" schrib' von den bestrickten Preussen, was er mit ia tkun solte, und‘ der konig wider schrib", wer es sache, unnd” die Preussen. hetten ein beweisz”, wie“ sie ag’ umb gnaden willen weren auszzogenn,. man 'solt sie lassen ziehen", wo* disz nit wer, man solt? sie bestricken auff ‚weiter bestellung‘. Die brieff wurden den Preussen gelesen, unnd sie-kein beweisz hetten! vom homeister, darumb mas hat* dem homeister geschribenn und angelangt umb hurgschafft‘, sonnder® die b. dem 'homeister disz wider rietten®. Idoch der ho- meister tett wie! ein frommer und gut vor sie war, unnd die Preussen muster ire speis unnd. trenck wol bezalen, damit ir auch gar vil! betlende heim quamen, unnd inen war auch wol geflucht von den: brudern. 8) zum gn.i.g. Rz. C. b)i. i. 1400 C. co) v. Pr. w. z,,es fehlt O. d) aber C. $v.e.Q. NdssC, g)and. C,indas A. hk.ei.v.n. C. i) und w. C. k) dan ia dauckte C. 1) das die C. m) pilgersleutte C. n) w.i.n.C. Dal. Pr.e.dC. LaC. n)icht | C. s) u.d. h. schr. i. C. t) fehlt C. w schr. w. C. v)dazC. w)e. b.h.C. x) daz C. y) auch &,2umC. 2)8.m.z.1.C. a)wieA. Lb)s.m.C. c)a. w. best. bestr.C. A)h.k.C. ok m. C. Nu.b.a.C. g) aberC. h) w. r.esd.h, den h.d. w. ratte A. Ji.t- di alsC. k)wartg.C. 1)d.a.i. v., gar fehlt C. 1) Quelle ist die HMchronik c. 185 S. 618 aber zu 1390. 2) Die drei ersten aus der HMchronik |. c,, die beiden letzten kat Gr. km zugeselzt.
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701 be N Ba dates le ar . -fauren. In disem ganatası jar es® geschahenn mechtige> und mahileh brennde und vil im ganntre lande, etliche ven in selber, etliche 'von bosen leutten angelegt, unnd war grosz wachen überall, und got hulff, wie! man fant die anleger, und sie bekannten auf etliche kauffleut, den das ire im wasser‘ verganngen war, unnd was davon zu strannde quam, die b. nach irem* rechte namens vor ir „.igen, unnd dise *fol. 3628. gaben gelt unnd liessen sor bornnen. . Stette& Dranten!. Es brannte Aus von FERNEN Osterrod stat unmd schlosz, 2: im selbigen tage auch vom donner Preusch Eylaw. ‘Es brannte vom donner gantz Allenstein?) ae auch PAhttR one die schlosser ag! die stette. Es war angelegt Newteich® unnd brannte ausz; es war:angelegt Cristborg® unnd' braunth ausz, es war angelegt Risenborg® die sat) unnd branıth ausz unnd vile mentschen darinne. Es war angelegt das eloster Olivar unnd es brannte alles ausz bisz auf die kirche.*) i Marienborg“ Es wart ängelegt der groster speicher mit allem korn auf Marienburg und alle kormenszhofe zum schlosse und sie verbrannten® alle bisz? in den grundt.®) = Elbingk«. Es brante ausz von verwarloszung Armer leutt die kirch Sanct Jeorgi vor dem! Eibingk, die ‘in holtzwerek gar sehon wart gebauet? und“ gemaurt, unnd gruntlich verbrannte“, unnd man: im abraumen suchte” nach dem hochwierdigen sacrament” Jhesu, unnd man fant, wie alles verschmolzen wart, düinne es‘ gestannden hat, sonder“ das seglin’, da innen es wärt® ‚gelegen mät* (drey cleime ostien "fol. 262b. a) fehlt C. b) grosse ©. derheiehllihe 0. 4) daz C. 9a .2c. Di.w. the ©. Dned.b.n.i.r.C. hy sie A, also C. i) St. br. fehlt C. k) verbr. C. 1) auch A, nurn ©. m) N. n.C. n)C.a C. 0) Rosmmburg OÖ. 'p) d.cl.O. a.C. 4) fehlt CO. 7) grome O. ») branndten ©. t) furm C. u) bis in grundt, in gr. v. fehlt C. v) u.m.».C. w)dash.s. U. x) aber C, y)seglein C. zı darin e. war Ü. 1) Nach Posüge 239 zu 1400. 2) Posüge 239 zu 1400. 8) Ann. Thorn. 97 zu 1375 (exuata est suo igne). — Die Brände in Preuss. Eylau, Seeburg, Neuteich und Christburg sind aus den Quellen wicht zu belegen. 4) Vielleicht eine Wiederholung der oben Tract. XII Cap. XIV. $& 6. S. 609, snitgetheilten Notiz über den Klosterbrand von 1350. 5) Diese Notiz scheint dem Eibinger Speicherbrande s, oben 5, 889. nachge- bildet zu sein,
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702. war ‚genia,*) an: mamseg erkubh:unittggouser ueleruniiuk amd b. Hel- wicus Schwangb?) mit willen des heimeisters mit seinem® procuriern erd bauwete ein kirche in der ehere® des leiohnams Jesu, unnd steet noch heut in tage, unnd ‚gesohehen grosse wunderzeichen darinne. 3 3. Von einem kirchendiebe unnd seiner offenbarung.°) .. In disem jar. ein bube brach? in die kirche zum Conratzwalde und .exbricht: das. sgcreriums unnd ein. silbarin buchslain mit zmwo hostien vor die kranncken nam? unnd quam gehn Marienborg und auf! den ahendt gieng'! ins* gemeine frawenhausz sein bosheit zu üben. In der finster camer die hur sach! über im ein liecht über dem heupte! unnd ein liecht im busem, des erschrack das weib unnd zeter, zeter schry überlauti=. So ist des” vil, wer in Preussen bey nachtzeit° zeter schreyet, im schreyen® gest die wache vor unnd es horten? upnd. brechen ein, sonnder" der dieb quam durch ein fenster ausz* und lieff, die wache sach das liecht über im, und: sie im nach, im nacheylen, damit man nit das warzeichen* bey im finde, er wirft“ das buchslev mit dem sacrament in einen rinstein, unnd es kaulete *fol. 2635. under eine brucke ein stigil genannt, unnd es hrante ein liecht* darüber, den dieb man griff”, und er alles bekannte“. Noch in der nacht eg quam’.vor den .homeister unnd er bald auf unnd nimpt alle seine geistligheit* und gieng hin. unnd nam es auff mit aller wyrdig- keit unnd trueg es in die kirche. . Im morgen* man legeteb den dieb auf ein rad unnd so* totie, Der pfarrer von Connertzwgldt wolte das sscramenti, der pfarrer von Marienburg es nit woltee geben. Sie quamen vor recht, der pfarrer von Marienburg es verlosz unnd es geschahen vwil wunderzeichen, unnd den nutz sie bede meinten® unnd appelierten ire a) erh. es C. b) Schwan C. c) vone.C. d) ShltlC. ) zueC. Nbrakb.c. g) sacratum A. bu. n.e.2.b.m.2.h.furd.kr.C. i)u.gad.a.C. kK)indesC. Yad. h.,u.d. fehlt C. m)n. schr. ü. z. 2. z. C. n) So i. es C. o) b. der nacht C. p) in solchem sehr. ©. Qh.e.C. r) aber C. s) hinaus C. t) wortzeichen A. u) warf e. C. v) buchslein C. w) =. begriff d.d.C. x) m.erb.osa.C. y)J.d.n.kame.n. €. 2)». mit aller g. C. a) Des morgen ©. b)1.m.C. c)n. ihnen soC. d)s. haben Cl. Jw.en.C, Nverire. ©. Bus hm. d.n.C. 3 1) Posülge 238 zu 1400. 2) Diesen Namen nennt Posilge nicht. 3) Posilge 253 zu 1401.
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308 sächen gen: Rem, sorindert der homsister liess ‚mente Aoden, kitz wid die hestien sonsumieren®, und: das aa ee 73 u na De _® : ni . e 3 . . In N da ee ee) ; 2 “ . \ K R 5, ı. m ss 4. Von’ wasserrecht unnd seiner elnan vom tande i e Re in gemelnne, ; n Under® disem’ ‚homeister vergiengen. vil schifle, auf ‚den ronen, die in den grossen rofierenn lieffen unnd anch ‚under denn wassernt logen von. der. sindtflut ‚getriben,. da obenen von® gesagt ist worden, Die kaufleut ‚von Thorn, vom Colmen, . von Graudenntz, von Mews, voR Marienburg, von Elbing, vom Braunsberg, von Konsberg,* unnd *fol. 268b. wa sie. denne wonnten, suchten ire, yerlornne , ader vertorbene ‚gutter an dem» schiper von den vergangenen schiffen', unnd disek kunden nichts geben, wann! sie hetten nichts, unnd quam so vil mortschlag daraus, darumb diser homeister versameltem das gantze lanndt unnd mit iren ertichten® er disz recht satzte°, unnd es quemer, wie ein schiper eins schiff mit kauffmansgut ‚verluhre, wurde der schiper etwas darausz retten, das sein ader einem and angehorte, . er solter Nav all „bezalenn, " 'sonnder quem, Ye ag! mib' seinem‘ Teichnam«. und ander mentsche ii botfe weck, ‚en solt! ‚nit sein schult sein. f 5. Von den: wrakere. Sich’ beclagten in diser versamlung die von Danntzke”, die von Konsperg, da die” gueter in die schiffe wurden geliffert, wie* sie ausz dem lanmde mit bösem gute wurden beladenn, unnd sie es also in frembde'lannde schickten und namen dardurch eine? schmachheit, und der cleger vi. Da wart gesatzt, und“ die stete solten ein man haben, der solte schworen dem armen alsz dem zeichen, dem finde, alss den freunden, dem frembden alsz dem einwonner umb gottes willen sein gut besghan, und wan er funde* verterbte ware, solte era sagen?, was man daran solte abschlaen, unnd solte dem* abegeen, *fol. 24a. a) aber ©. b) und lisz d. hostieo. C.c)u. soh.d. b. g. C.C. d) also C. e) Sonnder A. f) u. d. w. a. C. g) davon ob. C. h) den A. i) vergannges schiffe ©. k)u.sieC. dan. m) v. der bh. C. n)m.i. ratt C. 0) e. dies einsätzte C. p) da ee sich bagebe C. qrarfehlt A. r) m. ©. C. s) keme e. aber C. t) auch A, fehlt O. u) leibe C. v)D.v. D.bei.d.v.unddv.K.C. w) die da A. x) der C,. y)u. kamen d. inC. z) d. fr.a.d.fe.C. a) faondn C,v.w.f. A. b) so 9. 0. 228. Ü.
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704 der das gat verkauffen. wolte, unnd: dis maa ‚beute. nannte brackart, das is? schetmer des kanffimanagut®, und sie haben ir lon vom rai- hause, unnd werlich disz sein die‘, die ein armen jungen kauffıman zum betler machen unnd zum juncker. Es sein vil, die da® habenn ir vetterlich gut daran gesatzt unnd kauffen flachs, hoppen und kauffen solche war im Hinderlanndt umb 20 sc. den stein, unnd etlich vor ein hundert marck achte solahe‘ ware hat, gr kompt gen Danntzke, die bracker findens den "ax: was geringer, er dem ver- keuffer ofte drey marck auff die” last abschlecht!, den hoppen der- gleichen, unnd wiert so gebracket, damit so die gueter itzundt? ohne kost unnd muhe! verkaufft wurden eim frembde zu der see, gut und ungebracket pleiben, wann“ sie werden geschickt aus der stat® unnd er gewynnet, sonnder® wer sie hinzu fuert, der tregt den gewyn an den® schuen weck, unnd also geschicht? in anndern dingen me, ich schweige? vom weger, wie der thuth, sagen arme leutte genug.') . Capitel V'. 8 1. Wie die Preussen von gezeugnus der Dantzker einen lose man vor den konig von Denmarck erreten und einsatzten.?) "fol. 254b. Der konig Olavus® von Denmarck wolt* in Schweden segeln unnd vorgieng in eim grossen* sturme, idoch mit gottes hilff vil quamen ausz“, sonnder” der konig ertrannck, idoch vil sagten”, sie hetten in seen auszkomen, upnd man schrib ausz umb erfarung diser sachen“. Unnd’ es quam*, unnd* die Danntzker wolten nach Thorn: auff trium regum und sie lagen nacht* zu Graudenntz, und“ da war ein trunekner Juntros®®) der sprache, des alters, der manheit und aller monierung wie konig, Olarus. Die Danntzker in ansahen* unnd einer dem andern anzeigte, es wer konig* Olavus.. Da sprach einer a) nemmet m. noch h. wracker C. b) fehlt A. co) der k. gutter ©. d) wm. w.dC. e) fehlt ©. f) solcher C. g) der wr. findet 0. h) ein wenig.g.,fl. i) er schl. of d. v. 3 m. 2.4. Lab.c. KHi.dgCc. DmukcC. w)danC. n)ad.st.g.C. o)aberC. pJg.wl. g) geschw. C. r) VIA. ») fehlt C. t) im ein grosser A. un) ihr v. k. heraus C. v) aber C. w) augen v. O. x) die sache xu erfahren C. y) fehlt C. 2) geschach OÖ. a) daz C. b) ge TA. w. C. c) des nachte C. d) fehlt C. oe) lonthroe C. fs. i.an C. g) der k. C. 1) Fr: d du 5 fehlt die quellenmässige Begründung. 2) Posilge S, 260, 261 zu 1402, von Grunau in seiner Weise ausgeschadicht. 8) eyn arın gebrechlich man. Posüge I. c.
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706 von den Danntzker: gutter freund, ist euch auch bekannt die stat Koppenhagen® in Denmarcken und: der berre, und der? lontros aut- wurte mit verseufzen°: den unnd den‘, dae wont er, und‘ kenne sein wols, unnd ist nit gar langet, da war ich gar frolich zu Koppenhagen, unnd solcher worte vil. Von disen worten die Danntzker fielen! darauf und nomen in heimlich vor und sprachen: warlich ir seit konig Olavus unnd wolt ir umns esk Iassen geniessen, wir wolten euch ins reich helffen. Der luntros stiind unnd sich wol bedachte! und sprach: ich bin denne, wer ioh bin, ich versehe wich, ir werdet mich nit verratten, unnd ir mir gats werth thun,* ich es-euch wilm *fal. 2558. vergelten mit dem besten, das ich habe, unnd schaut eben auff, was ir thut», wann° der konigiune hertz ist nit bey mir. Die Danntzker machten es bald lautbar unnd sier in cleitten und mit geleite zum homekter furten. Der* luntros alle bescheidenheit wuste, dan! er hatte spiritam familiarem!. Der homeister in mechtig verhielt“, unnd man es schrib” in Denmaroken, unnd alle welt wolt in sehen, und wann sie quamen, sy schwuren”, und er es wer“, man schickte schiff auf pfingstenr den konig heimzufieren® unnd auf der insil Schone man* sich versamelte, unnd die Preussen quamen» mit geleite, und die konigin in entpfienng unnd selber sprach*, er es were, idoch in- wendig° drey stunden ausz‘! heimlichen reden mite einanders die konigin war® zweiffeln an imb, wie! es nit ir herre ‚were, und rette heimlich an ire voyte*, unnd! sie solten anf die nacht nit ferre von ir sein. Unnd! es wart in grossen freuden nacht, und man! furte konig unnd konigine in ein gemach, die fraw zog den narren, unnd er sich legte®, unnd sie gab vor, sie wolte bald komen zu im= unnd in zudecken. Sie grif im auf den nackenden bauch unad erkennet, wie° es nit wer ir konig?, wanne der rechte konig hette seinen nabil wol wie” ein hunerey auszligennde‘,* unnd kunde mit nichten leiden, *fol. 255b. unnd* ınan im umb den nabel griff. Nach disem die konigin gienng*® zu iren voyten und es in ansagte”, wie es nit were der konig”, unnd sie lannge rat schlagtenn* unnd schickten nach den Preussen, und sie quamen unnd musten sagen, wie sie bey dem konig weren komen?, und sie es sagten®, unnd die voyte zu iın* unnd namen in gefanngen, a) d.st. K. b.C. b) fehlt C. c) versefzen A. .d)d. u. d. burger C. e) und d.C. f; feblt ©. g)k.ichsehr w.C. h)achr l.C. i)f.d.D.C. KDem.C )be.w.C. mi. w.eseC. n) w.i. th. fehlt ©. o)danC. p)feblt C. qykl.i.C. rru.f.ibnm.g.z5.C. s) und d. C. t) dan — fanı. fchlt A, dafür eine Lücke. u) i. ehrlich h. C. v) schr. c. O. w) schw. s. C. x) u. e. fehlt, es w. der konig C. y)a. pf. sch. ©. z) zu holen u. h. 2. f. C. a) 8. m. feblt CO. b) zogen C. c) spr. s. C. d) daz es der konig were. e) innerhalb C. f} an C. g) fehlt ©. h)a. I. zweiffelde C. i) daz C. k) mit i. vogten C. fehlt C. m)L».C. n)z.i.kC. 0) dazC. p)i.k.w.C. q) dan C. r) so grosz als C. s) anszligen Ct. t) daz ©. n)g.d.k. CO, »n.2i.0C wdkwC x)r.schl.i.c. y)kw.C z2)0.0C. a) gienger zi.C. 46
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706 und er es bekante*, unnd sie in auff dem morgen brannten®, und die Danntzker ausz gnaden heim quamen° mit beiachenn‘. $ 2. Wie der homeister gantz zu Im lesste die Newe Marcke*.') Nach disem der homeister gantz unnd gar zu im leszte die "Newemarck?, wann® sie hetten vorhin eim. wylden furssten grosz gelt darauff gelihen unnd sie auch das landt in erholung der zinssen ge- brauchten". So! starb es im jare 1404 an den kayser Sigiszmundam als an ein erben unnd marggrafen von Brandenburg, so wart im gelt mott, unnd wol wusztek, wie! under allen furssten niemandt so vil gelt hette, wie® der homeister in Preussean, darumb® umb hundert tausent unnd sechtzig tausent goltgulden?) er im die Marcke ver- “fol. 2568. sohrib° zu lesen. Disa gelt her* Stibor von Baysen ritter°) mit gelett durch vorbit des kaysers zu Calisch überantwurte den botten des kaysers?. , Vorsichtigheita.. Die ursach, darumb" die b. verwilletenn, unnd® man ein solch grosz gelt auff ein oleines lanndt wagete*, war dise, die b. erkannten den unwillen der Polen, und sintdemmal die Newemarck an Preussen stoszt", durch welche, so es in not’ tett, ein" volek ausz Tentschlannden mochten bringen, wan* umb diser sache willen die vorige homeister die Newmarcker hielten unnd im dem furssten darausz zinszten. Sie bauten darein stet unnd schlosser alsz Santoch, Landsberg“, Costrin, Clein-Bernaw*, Konsberg, Schonnfliesz>, Soldin‘, den thum Frideberg, Trisel, Newwedil, Altwedild, Werden- stein, Satzke, und da hielt hoff b. Weilanndus graff von Mont- fordt° der lanndtcompter, und inwendig acht jarn war alles bereth vom bawes. a) b, os ©. b) u. des morgens verbr. s. in C. c) zogen a, g. h. C. d) verlachen c. 9 W.d.h.d.N.M. erlangette C., Dd. N. M.g.u.g.21.1.C. g) denC. h) mit kobe rung mit den zinsen brachten A. i) Da C. k) wusto wol C. I) dag C. m)alsz C. n) darauf C. o)v.e.i.d. M. u. 160000 g. C. p) d..gesandten d. k. ü. CO. q) fehlt C. r) werumb C. ») das C. t) wagente A. u) stiesz C. v) von notten C. w) sioe. C©. z) dan C. y) Marcke A. z) Lotzberg A. 8) Cristrin, Olyn B. A. b) so A u. C, in O sm Rands: Kosk. Chro. Sehonfeldt. c) Golling A, Goldin L. D. VIII 10. d) Weryl A. e) Monselgarit A. f) innerhalb C. g) w. es a. gebaut C. 1} Posilge 261. 262 zu 1402. 2) 63000 Gulden Posilge 1. ce. 8) Stibor von Styborwitz nennt Pusilge 1. c. den Gesandien Sigismund's.
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707 $ 3. Was neidische mentschen erdenoken mogen in argem‘, ‚Zu Crackaw: im .closter Sanete Trinitatis prediger® yydenns leit ein heiliger mogek. Jaeynotus, gensnnk . desselbigen ordens unnd diser tet vil mirackel.. Wladislaus der konig disz ansach® unnd mit seinen reten es beschlos, sie wolten sich bearbeiten®,* ‚unnd sie *fol. 266b. mochten disen Jacinetum erheben lassen, unnd es denne vile kost, sie erworben vom babst ein jubileum auf ein ganntz jar, das ist ein gnadereiche jar, unnd sint danns die Polen, Ungern unnd Preussen vil vom abblasz halten, auff die erste stacion est quam vil volck unpd gefiel grosz gelt. Die b. in Preussen disz sturten! also: sie schriben dem kayser, unnd der kayser dem babste, wie: sie einen! wuszten, wie® die Polen nyt umb erhebung des heiligen, sonder ehe zu ver- derben der b.” ausz Preussen ein solchs jubileum erlanngt hetten, da- mit° sie gelt bequemen unnd solcher materienr vil, unnd der babst widerruffte das jubileum von den*® Polen ausz genannter ursach“.!) $ 4. Wie dio b. In Preussen den trossel widerumb fullotten.. Die b. hetten den tresel gelediget mit dem gelde auf die Newemarck, sie in also wider fulleten. Man satzte ein zeise in’ alles lanndt, vom fasz bier ein Reinisch gulden, vom fasz wein zwe Ungerische gulden, von der thonne meth ein marck, disz war vor die schenncker, der brauer drey marck gab, vom schefel getreide zwen d., uand den zehennden pfennig von iren güttern, unnd gienng ag! ein jar, vom heupt viech, das man schlachte, 1 f.,* von dem*fol 257a. fleischhawer, vom pferde so es verkaufft wiert, ein f. von igelichem®, und sonnst vil aufsetzte me war auf gelt varsamlen” von in erdacht.?) a) Wie die Polen vom bapst oin gnadenreich jar orlangetten und cs die b. storetten C. b) predicatorum C. eo) 2.d.a.C. d)n.b. e.m. s.r.C. e) benrweytten C. f) des C. g)n. fehlt, dieweil d. C. b) fehlt ©. i) st. os C. k) das C. I)eoygenC. m)dazC. n)d.b.z. vor derben C. o) daz C. p) wortto ©. q) nbg. u. halben C. r) die Überschr. in A lautet nur deysa. ») f.i.a.w. C. t) auch A, nurn C. n) ydem C. v)g. zu v. C. 1) Quelle ist Posilge 288 u 1407. 2) Unbeglaubigt, a. Acten der Ständetnge Preussens Iırsg. vo. Toeppen I 8. 163. 46°
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708° Capitel.VI*,- 8 1.: Wie vile Samaytische bauren crieten wurden und wie sis wider abfuslen und schaden fetten. Die Samayten hetten ein auszerwoltenn fromen man zu eim regenten, von dem obenen gesagt ist, umb des willen sie vil tetten,, unnd er ir auch durch die bayorn, die er vorhielt, vile zum glauben brachten, wann“ er die bayorn nach Teutschem adel hielt® unnd ir kynnder bey sich hette und sie Teutsche mores lernte‘, darumb von seiner underweissung wol elffs bayorn quamen auf Marienburg® und begerten vom homeister die hulfe, und! sie mochten getaufft werden, ') and* der homeister taufft sis durch seinen caplan!, unnd war gros fest und freude unnd berumen! der b. B. Dionisius ir voigt starb, unnd iu seine stelle quam b. Hillebrandus von Faraw, und fromlich alsz® der erste seim orden unnd loblich den Samayten war, so schedlich dem orden unnd gehessig den Samaiten diser wart unnd sie wie undeutsche hund hielt. Disz nam der gemein man zu hertzen unnd sie die bayoren anrettenr, dise es mit Sbyrwaylo iren *fo]. 257b. vorigen hern eins* worden, unnd® er wider zu in queme. Diser, al man sagte von den b., mit Witoldo er es” auszlegte unnd Sbyrwaildo quam* in 'Sameiten unnd mft hikf'der bayorn die b. gefangen nomen ınit den iren unnd:niemandts totten umb irer kynder willen, der sie vil in Preussen hetten, uund also zum letzten umb Samayten die b.' quomen. $ 2. Was die b. umb disser abfallung willen tetten. Der homeister nam disz zu hertzen unnd mit rat seiner b. schickten“ zu” konig Wladislaw von Polen unnd in fragten”, ob es auch sein wust unnd wille were, uud®* Witoltus den orden umb Samayten gebracht hette, unnd der worte vil. Der konig von Polen in antwurt/, und er es nit mochte glauben, unnd* Witoltus es* a) VIA b)t.».v0C o)i.av.ddb,de aufb,C. dydaal. de 4.b.n.Da.C DuleD.m.Ü g) 21C. hb)genM. kamen C. i) dasC. k)u,— pt fehlt A. )) vilb. C. m) fehlt C. nm) so sch. d.demo.n.2.8.d.8.w.C. Je. w.u.bC. p) a. redtened. b.anC. D.weinsnm. 8. i.v.b.,dasC. r)febltC. JaogC. HiAb.e. 8C Vuz.m.rsb.C v)aumC. w) fri.C. x)daC. yJaiC J)om.mngi daz, a. fehlt C. a)e. W. C. 1) Posilge 284 berichtet zu 1407, dass die Sumaiten nach Marienburg kam und um Kulmisches Recht boten, — Die Namen der Ordenayebietiger in diesem Abschmät sind erfunden, Sbyrwailo soll wohl Swidriguil sein,
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709 gethann hette, idoch irren und zu reehen® ist mentschlich, er wolt im schreiben, er solt sich des entledigen, wie ein frommer fursst. Der konig schrib Witoldo, und diser legte ein tag dem homeister und den Samayten® gehn Jung-Cawen®,') und man liesz ein wort ausz- geen, wie der homeister selber wurde komen, darumb die- Sameiten "sieh beretten®, wurd es nit gut vor sie geendet, sie wolten? den .ho- meister mit allem* volcke im heimziehen ermorden. Dirzs dem. ho-+ *fol. 2588. meister wart kunth gethann auff Tilsen, unnd er schickte b. Wilhelm von Helffenstein groszcompter, b. Marquardum von Sulczbach compter auff Rangnit, unnd sie quamen, unnd sich da Witoltus entsehuldiget manchfeltigt, idoch die b. es gleich wol im zueigten, unnd gar mit vilem ergernus sie von einander zogen, unnd wie gesagt ist, lag Sa- maiten sie ermordten im heimziehen. 8 3. Wie es der babst'! durch den kayser und konig* verrichte umb einen tributt. Die b. es dem babst clagtenn!, der babst es dem kayser befall= zu entscheiden, der kayser in diser sache legt® ein tag den Littau unnd den b. gen Preslaw, und sie quamen alle, unnd die gesatzten judices vom babst waren Sbyngerus bischoff zu Prymisla unnd der bischoff von Preslaw.®) DB. Fridericus von° Wallenrothr das wort furte® im" namen seines ordens und brachte her vor alle schentliche stucke, die sie wuszten auff Witoltum*, und stiffte vil zweytracht auff die Littaw. In derselbigen tagfart Sigiszmundus der kayser unnd die legaten alle sie” verhorten die Littaw, und dise nach entschul- digung der angetragne von den b. verletzung, sie waren” über(*)bottig, *fol. 258%, wurde man ren hern überkomen in der abfallung auff disz mal der Samayten* unnd ermordung der b., und der reder vil. Die hern alle ding wegerten und namen die sachen zu erkennen in folle 'gewalt as) sich zu rechnen C. b) d.h. n.d. 8.0. t.C. 0) J. Crackaw A. d)dasz ©. e) be- rietten =.d.8.C. fo w. a. C. g) der Schines des Paragraphen bis heimziehen fehlt C. h) ein ausgestr., m. darüber A. 5) W. d. b. diese sache ©. k) k. von Polen C. 1) kl. e. d. b. C. ni) be- fühle. d.k.C. n)1.i.d.e.C. o) fehlt C. p) Wlarenroth A. q) f.d.w.C. r) inA. s)er A. t)a.W. w.C, u) wiederC. v) fehlt ©. w) worden sie C. x)d. $.a.d. m. C. y) d. worteC. 1) Einen solchen Tag erwähnt Posilge 289 zu 1408. 2) Gr. verbindet hier durchaus getremte Ereignisse, den Sag m Bresinu 1410, Posilge 313, und die Gesandtschaft Friedrich’s von Wallenrodi .an den böhmischen Hof 1403, eb. 268.
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710 unnd sie es erkanten mit hilff unnd rat“, man solte etzliohe hern zu Witoldo schicken, und der konig? sie ehrlich in Littaw schickte, und zu Draky sie in dieser sschen handelten, und wart erkant von den herren‘, wie* Witoltus unschuldig war. 8o gienng man an, unnd Sbyrgaylo‘ solte Samayten dem orden® reumen, disz wolt er nit than, wann: Wytoltus het im nit zu geben sein golt! unnd auch* nit ander launde!, darumb” im Samayten versatzt war, und es so weit quam, unnd® Sbyrgaylo sich verschrib den b.° von Samayten ein tribat zu. geben jar? jerlich, unnd die b. musten 80° content sein, aber den tribut Sbyrgaylo nie gab’, darumb wolt in uberziehen b. Niclaus Herbist* hauszcompter von der Mymmel, unnd er plib‘ mit allem volcke. j O4 zetter uber Samayten“. Da wart gerechnet zum andern mall die summa der b. unnd des volckes auf den Samayten gepliben” *fol. 2698. hundert ein(*)unndsechtzig b., funftausent einundzweinzig mann, unnd der homeister verrette in” Samayten zu” ziehen”.') Capitel VI. 8 1. Wie die Polen Dobrin wider* lossten vom homeister umb berait gelt.?) Janisius aber’ Johannes der furst aus der Masaw nam sich des landes Dobryn® an alsz sein vetterlich gut unnd het es doch nit zu lesen. Auf eine zeit und die lantschaft auff Dobrin waren mit den b. nit wol daran, darumb der furst es manigfeltig verhienng*, unnd man die b. auf Dobryn zwagte. Der homeister mit rath etlicher b. er schrib unnd bote Wladislaus dem konige freuntschafft an‘, wolt er lesen Dobryn® unnd wolt® widergeben, was man verbaut het, er wolt a) m.h.u.r.erk.C. b)k. von PolenC. o)h.2.Dr.i.d.sC dyu.w.v.b,d fehlt C. e) das C. f) Da sagte m. 8.0. g)d.0.8.C. h)YdanC. i)a. geltzug.C. k) ach Deina.1.C. m)derenC. n)n.e.k.s. w. das. o) den b. fehlt A. p) fehlt C. q) also C. ND8.gd.t.n.C. J)b.N.H.u 0. t) bl. todtC. u) 0o—8. fehlt C. v) und waren in ums ©. w) fehlt A. x) fehlt ©. y) oder ©. z)vonD.C. a)v.e.d.f.m.C. b)dazC. c) plages ©. d) fehlt ©. e) bat A. Dumbfr.a. A. gJD.1.C. h) fehlt C. 1) Dass diese Berechnung sich in den Quellen nicht findet, bedarf kaum der Er wähnung. 2) Posilge 271 zu 1408.
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711 es ime lassen zusteen. Unnd der konig nam es au unnd quams gehn Tome unnd gab” funffzigtausennt gulden Ungerisch unnd dritt- balbtausennt® schock Bemiseh') vor die besserung. Der homeister hielt den konig frey seahs tag“, und er verzerte funfftausennt° marck Preusch, und also ernsuwerten? ire freuntschafft. Lotterey®e. Der konig von dannen zoch® und auf der Coya au der Weichsel er richte an wider! das schlosz Ratzantze, das etwa ungewint(*lich war, und die b.k in von den Polen! iren schweren *fol. 259. krigen [nit] gewonnen hatten”, sonder® es brannte ausz von eignem feur. Disz° der konig wider? bautte, unnd es fest machte? auff ein warnungk.?) 8 2. Von eim monchschen furssten.°) Disz schlos im selbigen jare wart erlaufen durch etliche buben, die Bemen waren”. Zu® wissen, wie* ein furst von Geygerdorf*) ge- nant der weise fursst ein son hete, unnd diser, ausz was andacht ich nit weisz®, unnd er” ein monnch war im orden Sancti Bernhardi zu Heinrichau, darausz er apostatirte” unnd wart ein canoniens regularis, ausz disem er auch apostatirte* unnd wart aller schelcke meyster. Dise mit im quamen’Y und erlieffen Ratzantze und von stund an sie fielen" in Preussen und nawen alles genug, damit sie das* speiseten auf acht jar, unnd sich dab versamelten ein haufe schelcke und manchen schaden tetten®, unnd disz schlosz nannten die Preussen von der tat: das schlosz zur Schlotterey, das ist ein herberge vieler lotter. Die Polen zogen vor, die Masuren quamen auch, sie aber nichts gewonnen unnd zogen heim unnd die buben nach und machten vil jamers. Der homeister schrib dem konige von Polen, ob der**fol. 269a. fride also® gehalten wurde, sint dan‘ von seim schlosse unnd ausz a) zoch ©. b) fehlt C. 053500 C. d)6t. fr.C. 8500 C. N) vorm. 8.C. g) fehlt b)z.v.d.C. iJ)u.r.waadC.a.d. W.C. k)u. baut es wider d.b.A Diis.k d. P.C. m) g. h. feblt A, nit fehlt AC, Conjootur. n) abor C. 0) und d.C. p) widerumb C. m.ef.C. r)i.s j., alsz disz schl. gebaut wart, w. e. v. e. b.,d. B. w., o. C. ») Alhie ist zu e. Wwin.C. vV„uweofehlil. w)a.eC. x) ae auch C. y)D. kamen m. i. ©. »uf.v.st.e.C. a) daz man es mit C. b) alda ©. c) t. grossen sch. Ö, d) g.a.n.C. e) »0 C. f) nach dem C. 1) Diese Zahlen sind richtig. 2) Davon und von der eben erwähnten Anwesenheit zu Thorn berichtet Posilge nichts. 3) Hier wiederholt Grunau die bereits oben 5. 656 f. erzählte Geschichte Wia- dielaw’s des Weissen, wie es scheint nach den Thorner Annalen S, 98-100. 4) Darin steckt wohl der dux albus qui fuit olim in Gnibekow 1 c. 98.
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Q12 seinem lannde im* ein solch schaden geschehe. Der konig im schribe, er konth den buben nit geratten, er es im erlobete*, er mochte sie straffen. B. Ulrich von Jungingen quam darvor unnd auch da lag®, es war umbsonst‘. So gienng er mit im in ein vertrag, unde man solt im® geben zehentausennt gulden Ungerisch unnd jar! jerlich zu seinem lebtage eintausennt,!) er wolte wider insk closter. Und die cron von Polen und! der furast von der Masaw und der homeister es verwilleten= unnd gaben das gelt unnd tratten zu® unnd verstorten® das schlosz in dier grundt, unnd noch heutigs tags wuste istı. Den monncohschen furssten erstschen seine companes im gelt teilen zu der Olse in der Schlesien unnd quamen" wegk. 8 3. Von eim capitel und gemeiner versamlung des landes unnd seiner ordinaclion.?) Diser homeister hielt am tag Andres apostoli?) ein capitel auf Marienburg, in welchem er entschiet den tresslischen® hader ‚mit den b. in Lifflanndt unnd mit dem bischtumb von Riga, vonn* Dorpte, vonn" Revel unnd Cauren, und sie” zogen heim unnd waren ag” vier wochen lanng gutte freundt.*) "fol. 260b. *Wilkore der Preussen”. Zu disem capitel quamen auch die Preussen unnd begerten eine reformacion etlicher gebrechligheit“, sonnderY die da* im capitel waren, machten in ein solche wilkore. 1. Und" niemannt solt fortme bischoff in Preussen* sein, er were dann ein person ires ordens, wann® disz het in gegeben Inno- cenoius der VIL, und‘ dergleichen auch ire capitel, sonnder® wider disz appellierte das capitel zur Frawenborg aber Warmia der ver- lenung halben zum kayser, der kappe halben zum babist.®) ») a. 8. ]. u. v. s. schl., im fehlt C. L) schr. i. wiederumb C. c) erl. es im C. d) wel str. C. 0) u. 1. a. alda O. 1) e. w. aber u. 0. g) Da vertrag e. sich m. i. dax ©. h)i.eC. i) fehlt C. k)in das C. 1) fehlt ©. m) v.e.C. n) u. tr. z. fehlt C. o)zerst. C. p) fehlt C. Ywudi.mh.t.w.C. vr) zogen C. s) treflichen C. t) fehlt ©. u) fehlt C. v) auch A, num C w) Ueberschrift fehlt ©. x) g. halben C. y)aber C. z) fehlt C. a)i. Pr. ein b. C. b) dan C. 6) fehlt C. d) aber C. e) oder C. : 1) Ann. Thor, u. Posilge 102. 103. 2) Posüge 294 S. zu 1408. 3) am irstin sontage des adventis. Posilge”l, c. 4) Von diesem Ausgleich berichte Posilge nichts. 5) Diese Bestimmung findet sich natürlich nicht in der Landesordnung von 1408 bei Posige, Innocene VII kannte Gr, aus Posilge 275 u. 283 (1404 «. 1406).
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713 2. Bs solt auch fortme* keine stat vergonnen iren hannt- werokern®, damit sie morgensprach hielten, ag! einmal im jare, und dabey sollen sein vier ratleuth, peen hundert mark silbers.!) 3. Es selt kein kauffman, burger ader sonst, wer er were, an den adel, geschos über landt fueren, pen 10 gute marck.?) 4. 80° solt kein! ritter im lannde fieren uber zehen pferdt zu seinem sattele, sonnder® die comptores ag! hundert‘, pen vom pferde bundert marck.?) b 5. Mann solt keinen verurteilen zum tode!, er het dan vor® gebeicht® und bericht, pen verlurst° der stat recht.) 6. *Item® sonntage unnd heilige tage esı solt zum wenigsten "fol. 261s. ein person in der kirche sein ausz iglichem hawse, vorausz auff dorffern’, pen 10 m. der kirche,*) 7. Alle weideler, pilweysen, schwartzkunstiger, wie solche got- vergesser heissen, sol man totten, wa man sie uberkomet nach erster vermanung, pen verlurst des rechtenns.*) 8. Unnd jemandt* entlieffen sein gesunde‘, der her sol im selber nachvolgen, unnd wa® er in erwischet, mit eynem ohre” an ein baum” mag plocken* unnd in so lassen steen’ mit dem* angenagelten ohre* unnd im nichts nemen uberal*. 9. Einen grossen knecht sol man eyn jar geben® 6 m., eim cleinen 3 m., eim pflugknabe. 1, m. unnd einer magdt 2 m.° 10. Welch man ader weib nicht beicbten wurd vor mitfasten, dem sol man kein recht helffen in keiner sache. 11. Unnd wer ein man, der in der acht were ausz übermut, und in jemant unıbbrechte von notwere, es solt im nit schaden®.®) 12. Auff keiner geweihten stelle solt man etwas thun, das. schannde ader sunde anbringetf, peen, ist es eins weltlicher, ein handt, ist es aber ein geistlicher, verlurst der» stat.*) a) auch fehlt, forthin C. b) i.b.v.C. c) dazC. d) auch A, nurn C. e) do C., dieser Absatz in O vor dem vorigen. f) such k. C. g) i.}. u. 10 roez z.». 2. f. ©. h) aber C. i) anch A, nurn C. k) h. marck! A. 1) z.t. v.C. m) vorhin C. m) gebracht! A. 0) fehlt C. pr am, 3. fehlt C. g) fehlt ©. rya. dend.C. 9 Do ym.C,. ye.g.eC. WO. v)m.eo fehlt A. w)nagel A. x) nageln C. y)et. 1. C. 2) mit — ohre fehlt C. a) u.n.C. b)e.m.g fehlt A. c) einer — m. fehlt A, d) fraw C. e) dieser Absatz fehlt C. f) einhr. C. g) i. e. dom C. h) die A. 1) Eine derartige Verfügung erwähnen die Ann. Thorun. zu 1385, S. 148. 2) Aus der Landesordnung von 1408 Posilge 294 8 3. 3) Ebendaher $ 4. 4, Au 85 u 6. 5) 88 8—11 finden sich nicht in der Lundesordnung bei Posilge. 6) Wohl aus 5 7 bei Posilge: Waaren sollen nicht an geweihten Stellen feil ge- boten werden.
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*fol. 261b, *fol. 2628. 714 . 13. Alle goltschmid, kannengiesser, grobschmid, cleinschmid, botcher*, eimermacher, gschiermacher, zimmerman, rotgiesser unnd* maler® an alle ire arbeit sie sollen ir zeichen machen, damit! mau weszt, wer der meister ist, pen verlurst desselbigen guts unnd 10 m.') 14. Welcher eine jungkfraw ader wittwe® entfert, es sey mit irem wille ader nit, der frawen person sol verzeihen‘ alles, was ir mochte zu komen von erbgutterne, unnd der man soll sein in der doybb acht zu seinen tagen.?) 15. Aller jungkfraw beschemer sollen lesen iren halsz! mit dem, unnd* sie die person zu der ehe nemen sollen.?) 16. Welch gebaursman seinem pfarrer wurde mit frevel! ver- halten seinen detzem®, opfer ader seelgelt, dem sol man mit keinem reohten helffen, so er über ander leut klage furet®.°) 17. Mit nichte man sole ein packomor, das ist ein landtbotte, uneheren, peen, unnd er? sol lesen seinen halsz« vom herren desz pookomers.?) $ 4. Von böser und gutter zeit auff arme leuttr. Im jare 1405 war ein schwerer krieg auf die von Schweden von den Denen, so versamelten® 20 krafel mit grossem volck unnd sich vermassen’ ein beutte ausz Preussen zu holen, wann” die b. in Lifflanndt stunden den von“ Schweden* bey, so’ quamen die b. auf “ die see unnd furten eyserne* buchsen in iren schifen, das* nie gehort war worden, und sich mit den Daenen schlugen® und vom schiessen alle ertrennckten.*) a) botbner A, b) muller ©. c) eo. a. (fehlt A) a. i. a., sie fehlt C. d) daz ©. e) wit fraw a. j. ©. f) verliehbren C. g)i.v.e.m.z.C. h)diebe C. i)i.h.1.C. k)der C. U) m. fı. wC. m)s.d.v.O. n)».e. u. ader beelagt wiert A. o)s.m.C. p)man,u fhkC. ah. 1.C. rn V.g.u. b. 2. in Proussen C. e) wieder C., t) schw. kr. der Dehnen (übergeschr.) C. a) Von diesen v. sich C. v)v.s.C. w) und C. s) fehlt ©. y) da C, z) fehlt C. a) davon rır- hin C. b).n. sch. =. m. denselben C. 1) 8 14. S. 295. 96. 2) S. 296 Nr. 1. 3) 8 16 w. 17 nicht bei Posilge. 4) Das Motiv zu dieser ganz enisiellien Ersählung gab Posilge's Bericht über die Einnahme von Gotland 1405 S. 273. 74.
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715 In. disem jare war es so wol geraten das getreide*, damit? man die last koru keufte vor 6 m. Preusch, den weitzen 7 m., die gerste 3%, m., den haber 2", m., eine thonne honig‘ 5 f., eine thonne grob saltz 20 sc., eine thonne clein saltz 2 m., wan® es war nit vorhannden, ein scheffel erbisz? 2 sc., die thonne hering ';, m., und der homeister, der kauffte 78 last heringk, 52 lest honig und drey tausent last korn, gerste, haber, arbeyss und solche versorgung anff Marienburg.*) Auf den wynter darnach der farst ausz der MoschgüA entsagtet den b. in Lifflant unnd sich mechtig schickte! unnd liesz in sagen, er wolt in in demk Palmsonntag zu Riga die palmen weichen!, so® waren die b. in Lifflanndt seer übel versorget, wan® die lanndtschafft war wider sie, darumb Witoltus der fursst in Littaw erlangte vom homeister hilffe, mit welcher er sich auch an dem Moschkowiter wolt rechen, unnd er entpot im am tag Martini, er wolt zu Moschquo im dem fursten selber? die geweichte asche am rechten aschtag auf sein heupt thun. Sor war im ausz Preussen geschickt b. Friderich von Nippenhein,* b. Eucharius von Lobenstein® mit funfitausennt *fol. 62b. man, unnd sie gewonnen mit Witoltum dem Moschkowiter . abe 162 meilen lanndes, unnd sich vertrugen mit einnandert, unnd in also daheime behielt“ mit seinem palmweichenn, unnd die Preussen quamen” heim.?) Der homeister starb in disem wintter‘) unnd das landt von Preussen sich satzte” wider die b. umb des Schalwes korne willen.t) Zu wissen, wie* von anbegin die b. vil streit furten, zu welchen sie vil volcks unnd speise mussten haben. Disz zu erlangen sie satzten’ durch das ganntze lanndt von der hube zu geben 1 virtl kom, 1 virtl gerste, 1 virtell arbeissen® unnd milchspeise nach der a) ward.g.». w.g.,es fehlt ©. b) dazC. c;umb C. d) e. th. bier C. e) dan C. Q) erbeis C. g) erbsen C. h) c.d. f. a. d. Musskaw d. b. i. L. C, i) starck rustete C. %) ihm auf da C. Dd.pw.z.B.C. m)daC. n)danQ. o)v.bo.h.e. C. p) fehlt A. ge wi. i.d.M.d.f.s.C. r) sh. strewen. Do C. s) Evcorus v. Robenstein A. t)e.m.e.v.C. u) u. db. i.0.d.C. v) zogen C. w) sa.8. C. z) Alhie ist x. w., daz Ü. y) sa. ». C. z) erbsen C. 1) Eine Notiz über Kornmessen zu Marienburg 1405 Posilge S. 282. 2) Witold’s Zug gegen die Russen nach Posilge 282. 283 zu 1406. Die preussische Hilfsschaar führten Friedrich von Zollern und Michael Küchmeister, Grunas hat das Palmweihen, die 162 Meilen Landes u, s. w. hinzugesetzt. 8) 1407 30. März Posilge 285. 4) Posüge 284. 285 zu 1407.
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716 not, uund disz wart gemant* zu diser zeit mit® ernste, sonnder man es in ganntz absagte“, unnd auch heut? nichts geben. Capitel VL 8 1. Von reichen und stoltzen baurn in Preussen und von ihrer® übermutt. In der zeit des regiments dises homeisters im verganngnen See- werder zu Niclaswalde wonnte‘ ein gebaursman unde diser hette alle gegent innen mit seinem fy und er zinssete jar® jerlich auf Marienburg funff last butter, über disz von jungem fich und ander *fol. 2638. aufhaltungb der ochsen der fleischer von Dantzke er *im versamelte! elff thonne gelt von pfeninge unnd schilling unnd von groschen, wann*k er kein golt nit nemen wolt!. So quamen gar erliche geste ins laundt zum homeister auf Marienburg“, unnd dise sprachen zum homeister: gnediger herr, got hab lob und ehere, wen* eur wyrdiger orden hat ein schones landt unnd darinne reiche paurn", die auch im silberin geschmeide geen. und solcher rede vil. So° trat hervor b. Heinrich Reusz her von Plaw treseler unnde diser sprach: unnd? ich weisz ein paurn, von disem? es? sagte sein gesinder, unnd“ er habe elff thonnen geldest, unnd disz wurd“ vonn allen vor ein lugne aufgenomen. In solchen von eim andern disz wart gesagt, unndY der paur itzunt vorhannden were, er” muste vorkomen und er es bekante, wann” er wuste wol. verleugnet gutt gehort den herrn, unnd sprach, die 12. wer me, wan’ halb vol. Unnd der homeister verschuff, und: man solt sie im* fullen, damit? man sagen mechte, unnd® in Preussen weren‘ pauren, die ein last geldes hetten. Und die thonnen waren alle new in masz, wie die sein®, da man‘ das grobe saltz ine verkaufft. Unnd disz gelt mit der zeit dem homeister b. Heinrico Beusz herr von "fol. 2680. Plawen gar nutze wart. Der paur* war ein solch man, wann er zum kruge wolte geen, so nam er drey kese mit ime, unnd wan ‚a) genannt A. b) nit A. c) aber m.» o. i. g. ab C. d) u. noch heuttigen tages C. e)ihron C. Dwz.N.C. g) fehlt C. h) auferh. ©. i)v.e.i.C. kKdaC. Derwr.kgı C. m) Es geschach, daz g.0.g. 2. h.a. M. kamen C. n) r. p. seindt U 0) DaC. p) feat C. q) v. welchen C. r)u.g. sa. C. s) dns C. t) 11 th. g. hatt C. m) d. voeit DA, v).e wer. e8.d.g, das C. w)onde.C. x)n.b. es, dan, er fehlt C. y)danC. z)dasC. a)sieiaC. b) dan O. c) fehlt O. d) es woren i. Pr. O. e) inmaasen so grosz alex d. 5. C. f) damit et. d.m. A,
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717 er‘ die vertrunoken hat, so gienng er heim, er sprach: ich mag das liebe gelt nit anzuren, und lit kummert. — $ 2. Von eim monch, der da must eyr iegen. . .... Iın grossen werder leit ein dorf Grosz-Liechtennaw genannt, und° in disz dorff quam ein weisz monnch von Danntzke!) am monntag vor Corporis Cristi terıniniren? gefaren in der zeit dises ho- meisters Wand. er qulam. äu den .‚ksug“: da. die paurn- froäidk waren, disen monnch ereten‘ mit geschencke, unnd er wart truncken, unnd die paurn in narreten, monchetene unnd solcher lappentedingen» viel machten. Der monnch wart zornig und sie nante! esel, ochsen, sewe, ackerschollen unnd solcher versprechung vil. Die pauren wur- den heimlich schollig* unnd im doch nichts dorfften thun!, wann“ sie forchten des bannes. Sonüderr der monch sich vor niemandts forchte® und sprach: so ich nit me, dann eur schonte, ich wuszt wol, was ich tett. Die pauren wurden es zu ratte unnd namen einen grossen hoppensack und in im hause vor die* stubenthur sperreten? *fol. 264a. unnd in hielten vier starche paurns. Sor giengen ander* in die stube unnd zogen von leder und schlugen im finstern auf einander unnd war nur, das sie den monnch wolten verjagenn. Alsz* der monuch merckte der paurn schlagen, er auff, und® damit er nit wurde irregu- karis’, unnd laufft zu der stube ausz unnd laufft” in den hoppensack. Die paurn bald und hingen den monch so iın sack über das fuer unnd machten ein roch. Von disem der monnch wiert* ungedultig unnd flucht manchfeltig; als er nu sach’, das sie nichts dorauff gaben, er hub an“ zu bitten, da sprachen die paurn: die henne kackelt gut ding, darauf fielen die aundern und sprachen, unnd wer- lich, es sey dann sache, und® die henue wiert eyr legen, so kompt sie aus dem neste nit, und disz werte lang; so" lieff ein alte fraw auf den boünen® unnd wirfit dem monnch eyr heinlich® in den sack. Von disem der monnch wart? erfrewet unnd sprach: lat mich ausz, * a) 1. also k. C. b) 1. und sio essen. C. c) Jar C. d) tormiereu 4. e)i.einkrC. D) sie e. d. m. €. g) u. d. b, hiessen ihuen eynen narren, munch C. 1) lappenteydung C. i)n. s.C. k)scholdig C. 1) u. dorfiten i.d. n. th. C. w)danC. n)sberC. o)f..v.n.C. p)u. maebten i. i.b.v.d.st.C. Du.4st.p.i.h.C. $)DaC. wdiea.C. t)unda.C. u) fehlt ©. v)i. w. 0, irteregulares A. w) zur st. binaus, u. 1. fehlt C. x) w.d.m.C. y)a.e.abers. C s)h.e.aC. a)dazC, b)buhnenCl. )h.eC. dyw.d.m.O, 1) Ein Karmelüer,
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*fol. 264b *fol. 2658. 718 liebe herra, ieh habe vier eyr gelegt. So* varnomeh es. die paurn, unnd® der monnch sich® beschissen hette, und ‚sprachen, wurde er eins von den® essen, so wolten sief in auslassen, unnd er sprach ja, .man liesz in ausz, unnd® sie brieten im die eyr, *unnd er asz eins unnd gienng weck und quam: heim unnd starb. Ausz disem wart! nichts, wann* geistliche leut sollen nit! Auahan, von den sie das almos erheben zu® leben. a ui 33 8 3. Wie dieselbigen paueren ein Jacobsbruder gantz brieten. In disz dorff Liechtenaw quam ein Jacobsb. gewanndert und vonn eim hausz zum anndern gienng" betlende°, unnd man im nit gabP zu seinem genugen, s0% wart er zornig und quam in den krug gegangen unnd findet da die paurn alle zum biere, unnd dise im schanckten”, und er wart truncken. In trunnckner weise er sprach: und* ich bin gewest got unverwust® vier mal zu.Rom, ein mal auf Sannct Michelsberg, drey mal” zu Sannct Jacob und” kome nur vom Finstersterne, da leit der liebe herr, der cleine Sanct Jacob”, unnd da hab ich gelautt die grosse glocke von Iyndenblettern gemacht, welch Jacobsb. die leytet, mit eim iglichen anschlage ein seele er erleszt?, unnd solchs’ berumen viel, so bin ich doch mein tage nit gekomen under schalkhafftiger, verdampter, unbarmhertziger paurn, wan® die sein* in disem dorffe, da man mir weniger hat gegeben, dann* hie, darumb in der craft des heiligen S$. Jacobs ich fluch® in alles ungelick, den donner und den tot, bisz und also lannge ich vor sie mein gebet wyder thue, und solcher schalckesworte vil machte. Die paurn ausz der predigt wurden bewegt zu zornne® unnd sich be- rieten®, einer® sprach: duf seliger glockner der wunderlichen glocken zums Finsterstern, was gelust dich zu essenn, damit? du von unns wendest deinenn grym unnd fluchen. Er sprach: bringt mir ein stuck gebraten. Die paurn in namen! unnd in bunden* an einen ‚wisenbaum nacket unnd in zum feur legten!, wie ein bratten, und in so umbwendeten, sie in mit heusser puter betrofften=, damit® die hauth aller aufflieff. Alsz disz wart aller lanng getriben°, sie nomen? #a) Ds C. b)darC. c)e. d. m. C. d) wolte eo. C. c) davon C. f, fehlt A. g) fehlt C. h) 20gC. i) war A. k) danC. Yn.denn.C,. wm zımC., yugrehraC. 0) betteln C. pPJu.m.g.i.n C. qg)daC. r)sch i.C. s)spr.e C. t) fehlt C. u) auvorweist ©. "small. w) u— Jacob fehlt C. x) dor orl.e. 8. C. y) solche A. z) dan C. a)aw. bYA.LC db. wad.pr.zxs.bew.C. d)b.e.C. eo) unde.C. NdenA. g) ec. b) das. i)n.i.C. X)b.i.C. Yu.l.i.xnf.C. m) s betreuffeten i.m. b. p.C. n) des C. 0) die enge w.g.C. Pn.eC.
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719 in abe, sie besehntien* in mit cleinen sale, unnd ar. gienng ver das dorff und starb. Disz blieb auch ungestrafft, wen» betler sollen gute keutt zum almosz nit* dringen mit ligene. Der krug noch heut zur heile heist! 8 4. Wie sie ein kosselblesser In ein pferdt bundenn‘. In disz dorff nach gewonheit des landes* esse quam ein kessel- "fol. 265b. biesser, diesen schrien honiclich an die paurn im kruget, der eine sprach: da kompt ein regenfogel, der ander: es wiert kom felen, es wirt ein ungewitter disem! nachfolgenn, unnd solcher worte vil. Der kesselbiesser wart unleidlich unnd schalt unnd nannte sie gots- verreter, erlose buben und solcher fluche vil. Die paur von nattur bose jm ein solchen funt funden!. Imm tage zu vorne war ein mechtiger® gaule vom schlosse da gesturtzet unnd plib tof°, den kesselbieszer sie baten?, er solte das asz auszschleppen, wan? ange- sehen, wie" Marienburg, Newteich unnd Dirschaw mit iren kyndern und knechten besatzt wurden, sie von den iren niemant wolten das asz lassen wegfieren®, sintdemal die racker und pferdtschinder mit den kesselbiesser gezecht weren, sy wolten est im lonennt, er solte es ausschleppen. Von disem anmutten der man wart gantz zornigk’ und sprach: in hundert tausent teuffel nam, ich bin ein gut handtwercks- man, und wen wir teten, so miszt ir doch” die fische im arsse* sieden unnd so essen, und der worte gnug. Mit kurtze sie nomen? in unnd stackten in in das pferdt und liessen im das heupt auszen® und die rechte* hanndt unnd gaben im eine keule in die hanndt, *fol. 266a. unnd also* die hundt abeiagenn, nund er lag so in den dritten® tag und er sich® verwillete das! pferdt auszuschlepen, unnd es auch tet*. Nach diesem er gieng‘ weck, unnd die pauren pliben ungestrafft, wann® kesselbiesser sollen nit gutte leith boszwichte heissen. a)unddb.C. b) dan. co) n.2.a. €. d) heist n. heuttigca tages x. der b. Ü. e) W. diese pawren C. f) binnen C. g) fehlt C. h).d. p. i. kr. hoenlich an C. i)d. e. u. C. k) grosse ver. ©. 1) erfunden e, ». f., i. fehlt C. m) Am C. n) gromer C. o) t. blieben C. p) =. b. d. k. C. q)danC. DdasC. sJ)w.e.v.d.i.n. 1. w..d.a. fehlt C. t) fehlt C. u) dafür 1.C. v) w.d. ım. g. grimmig OÖ. w) d. i.C. x) in asse A., im hindern C., i. a. Con). y) =. ». 0. x) aust- nemen! A. a) u. solte damit (’. b) i. diedrey C. c) fehlt ©. Yad.0. Jr... Nge ©. g) von A, dan C.
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720 En 5. Von iosterung gettes und der seinen von disen paurn gescheen*. Dise Liechtenawer® hetten einen fromen unnd urn priester zu eynem pfarrer mit namen Wulffram Lidaw, diser sie in seinen predigten straffte! unnd in verkundigte*, wief sie got mueste straffen und solche wortie vil, die pauren nomen es zu hertzen unnd ge- dachten im auch ein buberey zu thun, sie batten in zu der® wiert- schafft, snw* kindgibiere, zum ‚Johannsbier! und, wa -wag vor® freude war, sonnder er nyrgent quam!. Und es sich begab= nach dem tote “ des homeisters Conradi, unnd® sie truncken pfingstibier®, sor war disz ir weyse, wann sie ein thoune bier hetten gelediget®, so bracht man sie ins". hausz mit den hefen. Zu der letste collacion quam ein wmechtige saw under die thonne unnd stiesz sie umb und soff sich so® truncken an den hefen, damit” sie da” lag unnd kruchzete. Die paurn ausz eingeben des bosen geistes sie* schickten eylent zum "fol. 266b. pfarrer, er solte eylendtY* komen unnd er: einer krancken person das sacrament geben. Disz tetten sie auf dise meinung, wurde sie der pfarrer im krug schelten, sie wolten im es bezalen, der da in ge- prophezeyet° hette, wie? sie got wurde straffen. Unnd er quam gar erbarlich mit dem sacrament Jhesu geganngen. Die sew sie in ein beth hetten? gelegt. Unnd der pfarrer quam unnd bald erkeunte ire bosheits und sich doch nit liesz® mercken unnd sie alle hiesz! ent- weichen, in dem er namk* heimlich in den busem das buchsie mit dem sacraınent unnd rieffte die paurn zu hauffe unnd sprach: liebe kynder, die person ist seer krannck, und" sie auch! nit ein wort machen” kan, darumb ich wille hie lassen das sacrament steen®, unnd wil die heyliger olung hollen, ich hoft, got mocht ir die gnade verleihen; und sie es vorwilleten‘, und der pfarrer gieng in die kirche unnd satzte das sacrament wegk" unnd auf ein" pferdt und fant den hauszcompter von Marienburg zum Newenteich* unnd es im verzelte®. B. Andres von Weitzelin hiesz der" hauszcompter unnd er mit follem rennen mit vier knechten quam gehn der Liechtenaw” unnd findet den glockner noch“ da knyen, unnd er? clingelte, und die paurn *fol. 2675. sassen und mit* truncken, auf welche er hieb* unnd schlug, idoch «) V. gotteslesterung dieser pawren und straffo uber sie ©. b) Liettenawer A. e) ze pf. fchlt A. dd. str.e.i.m.pr.C. c) v.i.C N dazO. g)zur C. h) fehlt C. i) fh A k) fehlt C. 3) aber e. kam nindert C. m)b. 2.0. n)daz ©. o) pf. tr. C. p) doC. q) h. ausı- getrancken C. r) in das O. 5) calacion A. t) grosso C. u) fchit C. v) dasC. w) fehtt C. x) fehlt C. y) bald C. 2) fohlt C. a) reichen C. L) woltens i. C. c) gopropheciert A. d) dsa C. e) erbarmlich A Ne. b.d.ni.e.b.C. g)i-b.e.C. h)u.1.s. d. nicbte m. C, i) hienz a. 2. C. kin.eC. Nichlt C. m)redn Cl. n)w.i.C. o)d.s.albiest.4 0. p) fehlt A. gr.e C. nd.s. nieder ©, s)seinC. t)z.N.v.M.A. u)u. solche i. der. pfarher erz. C. vı lies dm A,h.d.b.u.c. fehlt ©. w) zgm.Ako.m.v.r.gL.C. 2)0.d.gLO. y) fehlt C. 2) klingelnde C. a) fehlt C. b)s.n.h. C.
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121 die pauren nomen*® uberhanndt unnd in mit seinem langen borte über die stubenthur in ein loch nagelten® unnd lieszen in® so hanngen. Alez aber seine knechte sahen, wie® ir herr von den paurn wart ubermannet‘, sie ausze und brachten alles hauszgesinde von® Marien- burgk, unnd sie! quamen gerant. Nach* vielem morden unnd erstechen sie fiengen! die paurn alle und furten sie auf Marienburg, da ir gar vile®= starben im gefengknus", unnd sie musten° bawen den rundenn thurm am Noyte? auf dem schlosz Marienburg®, heist noch der Lichte- uswer thurm'. Capitel IX°. 8 1. Von Ulrico dem homeister und seiner regierung, seines j streites und tote‘.') Im jare 1406 auf Johannes®) waren bey einannder alle b., die zu® erwellung des homeisters gehoren’, und da wart erwolt zu einem” generalmeister der b. des spitals von Jerusalem des ordens Sancte Marie Teutsches hauses bruder Ulricus von Jungingen unnd er wart der 24“ homeister seines ordens unnd’ er wart getot in eim offenbaren“ feldtschlaen von Baygarden, dem heuptman der Tattern=, wie denneb wiert gesagt werden, unnd der konig von Polen Wladis- laus den seinen vergonte‘, unnd® sie den totten homeister auff* *fol. 267b. Marienburg furten unnd in in Sannct Anna grufft bestatten®. In dem‘ capittel er macht® b. Friderich von® Wallenrott zum! marschalck,°) b. Humbertumk von Gruntbach zum groszeompter, b. Albertum von Schwartzburg trappier, b. Carnoldum von Eybingen spitler!, b. Baltzer® Zaun, b. Wolffgang von Tiffaw, b. Friderich Leininger waren tresler, b. Michel von Fullenstein, b. Gilch von Kystauden, b. Hermegast von Tettingen und b. Vitus von Ehe- a)n.d.p.C. b) u. n. i. den hausscompter ü.d. st.m. =. 1. b,i.e.1. fchlt C. ec) fohlt A. d)dieC. e) daz C. f) überwunden wart C. g) lieffon s. heraus C. h) auff v. C. ji) fehlt C. k) und nach ©. 1) f. e.C. m) sehr v.C. n»)i.g. st. C., starb A. 0) die andern aber m. C. p) Nagott C, Wyte (cl) A. q) zuM.C. r) h.-th. fehlt A. 5) c.1. A. t) V. U. von Jungingen dem 23. hoem. in Preussen u. s.r. C. u) d. da zur C. v) gehortten C. w) zumC. z)23.C. y) febit C. z)ofenen C. a) von der Taur! A. b) w. dan davon C. co) v.d.s.C. d) der. e) legeten C. f) disem O. g) m. e. C. h) Fridericum, von fehlt C. i) zu eynem C. k) Hubertum C. 1) pitler A. m) Balthazar C. n) Totsngen C. 1) Posilge S. 285. 286 zu 1407. 2) am aontage noch Johannis Baptiste 1407. Posilge I. c. 3) Posilge 286. 6
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“fol. 2680. 122 schwanngen* waren seine compans, her Iszwart von Dollenborg sein eantzler.!) Strafflich verwilleten®. In disem capitel wurden geoffen- dart aller b. wille im ganntzen orden, man sollte keinen vertrag unnd fride angehn mit dem konige von Polen Wiadislaw° uand mit ‘Witoldo dem ungetrauen furssten vond Littaw?), in sonderkeit man nichts solte® haltenn den Samayten, wan“ sie hielten irens tribut nit, dem orden zugesagt. Magnificenciat. In disem capitel, in dem mal sie! zum kriege verwilleten, so wart dak verrechent ir vermugen!, und man fant ein homeister, 1 groszcompter, 1 marschalck, drey bischoffe, 28 comp- tores, 46 hauszcompter, 81” spitler, 35 karweshern,* funff unnd sechzig kellermeister, 40 kuchenmeister, 37 pfleger, 18 voigte, 39 vischmeister, drey und neuntzig® mullmeister, b. die nit zum streitte tochten von alter unnd krannekheit 114°, gemeine ritter b. 706, corkerren und geistlicher ampter? der priesterschafft 162, thumhern 35, pfarrer des ordens waren" 25, dinstknechte unnd hoffgesinde 6200, gewisse zins aohtmalhundert tausennt marck on alle moncze und ander zufelliger gelt, achtzehen tausent 368 dorfer, freyhove* zwetansent 640, pfar- dorffer® dreytausent 85, dorffer da kirohen in waren”, aber nit priester dabey, acht tausent 31, der stete” waren 55° und vol volcks, der’ schlosser waren 48° wol gebauet und wol* versorgt. Von disem die Preussen so gewonnen» ein mueth.?) a) Eschw. C. b) St. v. feblt C. c)k.W.v.P.C. dJawuC. )s.m.d.S.n.hC. f) dan O. g) den C. h) fehlt C. i) sintemal s. 1. d. c.C. k) fehlt C. Yi.v. ber. C. m) diek 8 A. auch die folgenden Zahlen sind in A zu dem Vorbergehenden bezogen. n)-98 C. o) 114 b. d. n. 2.2.1. v..a. u. kr. wegen C. p) 700 g. r. b., so auch die nAchsten Zahlen voran in C. g) gest lichs ampts C. r) fehlt C. 5) sonst z. C., a. zinesfelligs A. t) 18000 d. n. 368 frh. C. u) 2640 pf- ©. vw) in fehlt, 3086 d. d. k. w. C. w) 831 da nit pr. w., der fehlt C. x) w. fehle, SS et. C. ra v. v. waren, der fehlt C. z) w. fehlt, 48 schl. C. n) fehlt C. b) so fehlt, g.d. Pr. C, ink steht dieser Satz (in Pr.) hinter zufell. gelt. 1) Von dieser Liste ist nur Albert von Schwarzburg historisch. 2%) So benutzt Gr. die Worte der älteren HMchronik ec. 196 S. 628 und was den Polen gar gelıas. 3) Von dieser Zählung wissen die Quellen nichts.
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123 5 2. Von elm oomet“, und wie auch nerren> wares, unnd zukunfftig diog mogen gesagen°.*) . Im selbigen jar, alsz dad war gestorben b. Conradus der ho- meister*, unnd. der orden noch kein heupt hette, hat man gesehen elff tage laung tag und nacht ein comet bornende wie ein liecht. Von disem war vil rede, sonnder‘ es wenig zu hertzenn namens. Sob lag ein narre?) kranok, mit welchem der homeister sein tag vil freude* +fol. 2686. gehapt hette!. Dieser* war mit nahmen genandt Christel herr von Leppenhaus, im todtbette* als er lag, es quam vor im vom comet die rede!, unnd einer sprach: herr von Lappenhaus, was mag es bedeutten. Er sprach: zukunfftiges und ewiges betriebnus, wapn unns got hatt vermant durch die seinen”, und wir uns nit gebessert haben? unnd ag° erger gewordenn sein?, er weitter ausz seiner miltig- heit durch offentliche zeichen ermanit‘, unnd’ wir nit auffhoren, es ist" zu besorgenn, hie unnd dort wir* verdampt miessen® sein, unnd solcher worte vi. Unnd’ nit lang darnach er starb. Von disen wortten war vil romor under den b., unnd es dem narren nach seiner narheit auslegen, ausgenomen* b. Albertus graff von Schwartz- burgk compter auff Cristborg, er’ verseifftzee und des narren wort bestette, von welchem es quam, unnd® er alle gnade verlohr. Vom teuffel befelen. In» disem es auch quam®, das b. Albertus der compter im tage, alsz er muste ins veldt schlahenn® ziehenn, er wart von eim corherrn gefragt, wem er das schloss befele, er‘ in ungedult antwurtte: ich bevell es dir unnd allen bosen geisten, wanne er disen streit widerrietht, von dem es kompt!, wie sint* des priesters tode, wie wol es wuste ist!, auff Cristborg ganntz erschröcklich ist. - 8) oonvent! A. b) n.2.C. co) sagen m. C. d) fehlt C. e)a.b. C. g. w., d. b. fehlt C. NDaberC. gIn.e. ..h.C. bh)DoC. i) fehlt C. k) D.—t. fehlt A. 1) kam es i. v. das men vom c. redette C., ein c. st. vom A. m) ang.b. n.d.d.=s.v.C. J)u.w.h. u.ngC. 0) sach A,namC. pPu.m.ne.gCQ. yevermunwsm.deztC. ns0. s»)i.eC. t) daz w.h.n.d.C. un) fehlt ©. v) aber ©. w)st.e.C©. x)u.Led.n.e.n.zu(,n.s. aus legen x. n. aufgenomen! A. y) fehlt C. z) v. es C. a) umb w. willen, u. fehlt C. b) V. t. fehlt, Von ©. "kame.a.C. d) fehlt C. eo) und ee. gefr. w.C. N feblt C. g) dan C. h) w.d. str. ©. i)k.e.C. k)darnach C. I)er w. es! A. 1) Den Kometen erwähnt Posilge zu 1402 S. 256. 2) Er stammt aus der im folgenden Paragraphen erzählten Geschichte nach Johann von Posige S. 287. «“.
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724 *fol. 2598 8 3: *Wie dieser narre den totten- pfarrer wolte henngen.‘) In der stat Marienburg wart pfarrer® b. Engelhartus® von Jayn Teutsches ordenns unnd ein doctor.?) Diser war dem homeister gar sagenem, und b. Conradus der homeister im in vilen dingen volgete. Diser pfarrer mochte den narren leiden keinen weg®, unnd wa er in sach, da sprach der pfarrerf, ey nar gehe wecke. Soh kanth man auch dem narren nit gremer! thun, dann man in nar hieszk. Unnd der! pfarrer starb und= war» in der kirche vor den hohen altar begraben. In dem® dritten tag der nar leszt sichr in der kirchen beschliessen® unnd in der nacht den toten leichnam auszgrebt? und im ein stranng an den halsz bindet. So* war ein schon Marienbild in der kirche, disz er in das grab des pfarrers warff* und nimpt den totten leichnam des pfarrers und zog“ in under den hohen altar, der ganntz hol war, und dabey sasz’ und harrete, bisz man anff teth. Im morgen der glockner schlosz” auff unnd sihet“, wie es gefaren war”, er laufft ausz? unnd sagte*, wie es gefaren wer», unnd es leufft alle welt zu, so° leufft der glockner zu der® lampen, die vor dem® sacr- ment ‘hing, und wilf ein liecht anzinden unnd felts über die beyne des totten pfarrers, wann: der altar het nit raum», und der nar in het "fol. 2696 ganntz hineingezogen'. Im fallen* der glockner schryk uberlaut: hilff Maria reine magdt!, der narre sprach uberlaut lachennde=: botz fledermausz, wie kraftlosz ist der glockner, damit" im auch meide miessen helffen, unnd solcher worte vi. Unde das volck liefe mı und funden wie es gefaren war. Unnd sie tetten was sier wolten‘, sie kunden in vom totten leichnam nit‘ bringen, so lannge und® der homeister b. Conradus Miricamt seinen cropil schickte, mit disem gienng der narre und lachete des fahls" des glockners; Der homeister fragte den narren’, warumb er den pfarrer het auszgegraben, er sprach: ich wolt inn gehenckt habenn, wann” er mich stets narr hiesz, so ich doch von allen herr von Lappenhause werde genannt. Der a) eynen t. C. b) war ein pfarher ©. co) Engelbertus C. d)gante C. eJi.k vl 0, Nd.e.erC. g) hinweg C. h) Da C. i)n. gebossigers C. k) ale wann m. i. eynen n. b. (. ) u.alsd.C. m) fehlt C. n) wurdeer C. 0) im C. p)liess. d.n. ©. q) vorschl. C. Ju. gr. i.d.n.dt.laC oubi.DaC. Jdisw.e.i.d.gr.d.pf.C. w)zeucchtl. nadl. w) des morgens schl. d. g. a. C. x) u. schier A. y) was dg geschecn war C. z)hersus C. a). 0. b) w.e.g.w. fehlt C. c) e. lief vil volcks zu, da C. d) zur C 9 form C. D) welt. 8) u. fehlt, da Sel er C. h) w.—r. fehlt C. i) dann i. d. n. n.g. kundt h. ziehen C. k) schr. d. 8. C. dr. jungkfrew A. m) und lachte C. n) dar C. o) fehlt C. p) lieff—sie fehlt C. gq) tett w. oa wolte CO. r) k. man i. doch n.v. 1. 1.C. s) bie a. 1., u. fehlt C. t) Morieem A. u) d volcks! A. v)d.n. fr. C. w) dan C. 1)_Posige 8, 287. 288. 2) Johann von Myndin Posilge I. rc.
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7125 homeister eprach: warumb hastu das schone jungkfraw Marie* bildt ins grabe geworffen, der narre antwurt: so sie ein schone jungfraw ist, warumb kompt sie auch® nicht aufs schlosz zum tanntze, wie ander statjungkfrawen mussen thun, was stet sie da unnd hat keinen buben. Und es muste dabey pleiben im lachen. 8 4. Wie diser narre ein jungen monnch kasteiete mit schiegen?. Unnd es sich begab*, wie? diser nar ein mal im® mittage in einem heissen tage sasz in* der kirchef unnd schlief ims gestiele, *fol. 2704, so? quamen zwen monch ganngen, ein alter unnd ein junger, und gie! gienngen und betten mit einander ire tagzeit unnd machten es viL Alsz sie offtmal vor den narren übergiengen*, einmal sprach der narre freuntlich: junger monnche, verschweig dem alten und nit murre also!. Die monnch es lachetenn®, nit gar lanng sie quamen® wider und beteten, der narre sprach mit zorm: monchlein schweig, ader® ich besitze dich, und» die monche es lacheten? unnd gienngen vor und beteten. Alsz sie nu" wider quamen im auff und aufgehen», so springt ausz dem stule der narr* und wurfft den jungen monch under sich unnd mit dem narren flegel cleglich zerschlug®. Der alte monnch lieff ausz unnd machte ein geschray, damit vil voleks quam’ zugelauffen und den monnch rette. Disz wart dem homeister gesagt, und er den narre fragte, warumb er den monnoh so geschlagen hette: er sprach : umb seins bosen mauls willen, wen” er gienng und* sich mit dem alten kiffelte” unnd im nichts verschwig*, sonnder ein wort umbs annder gab, unnd wan* er nymme kunde reden, so? sach er inns buch unnd gab im kiffeley gnug, unnd ich ims verbot°, er wolt nit aufhoren, so ich dann bin ein herre, so muste ich kiffeley straffen unnd hab in wol geschlagen. Und disz muste auch so pleiben, idoch der homeister* liesz° den monnch wartten, wan! er war unschuldig. »foi. 270b. a) fehlt C. b)e. j. m.achlug C. c)b.2.C. d)desC. ©) zu C. fJi. dieser k.s. C. g) in eynem C. h)daC. i) fehlt C. k)d. n. furgangen C. I) m. n.2.C. m)l.e C. n) kemen ».C. o)alder A. p) b. dir, u. fehlt C. gi l.e. C. r) fehlt C. s») a. u. a. gienngen A. t) s. pp. d. n. a. d. gestuele O. un) zu schl. C. vydak.v.v.C. w)danC. x)g.u.feblt C. y) k.s. n.de.mO z)v.i.n.C. o)werA. b)deC. c) verbotsim C. dyunderQ. e)l,d.h.C. D tehlı C.
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*fol, 271a. 726 $ 5. Was vor jamer diser narre unwons* stiffte auf Preussen?. In der stat Marienburg wonte ein arm edelman unnd diser het ein seer schone fraw zu der ehe from° unnd erbar. Des homeisters hoffgesinded sassen ihn einer colacio unnd sprechen® under einander: ich wilf der frawen zehen gulden vor einmal geben, unnd solcher wortte vil sie da retten. Das horte der narr und geth auf den andern tag in das hausz diser frauen, dat sassen vil erbar leutt!, und sprach zu* irk, unndk werlich ir seit eine schone fraw, ich gebe vor ein mal zehen gulden. Die fraw sprach: zehen gulden miessen! ver- dampt sein, der narre bot immer mer und die fraw im hibschlich® antwurte. Der nar sprach zum letsten: und". ich gebe tausent gulden, die fraw sprach: unnd» tausent gulden gut sein nit erworben. Da sprach der narr: potz fledermausz, die hure wer hie, wer da konte unnd gelt hette, unnd gieng weck. Disz quam ausz und die fraw quam umb ir erbar geruchte, gleich wier sie umb gelt halb zu- gesagt hette. Es quam auffı ein zeit von denn freunden diser frawen der narre oleglich geschlagen wart‘, damit auch mit der zeit der narre* den tot davon hette. Umb disz willen mann griff‘ den zu leib unnd zua® gute, und die waren in Dobryn unnd vil schaden auff Preussen thetten vier jar nacheinannder unnd sich wol ruchen’. Von wassersucht”. In diser krannckheit der nar seer trannck” unnd erlanngte die wassersucht. Alsz der artzt zu im quam unnd die kranckheit erkoute, er sprach, wie’ er die wassersucht hete. Der narre spricht schreyende”: potz fledermaus, nym weok disen essel unnd ligner, solt ich die wassersucht haben, so ich mein tage nie wasser hab* getruncken, stets? guten wein ader sonnst gut getrenck. Ein gutt antwurt“. DB. Conradus der homeister in besuchte in diser krannckheyt?, unnd da wart im gesagt die histori von den Liechtenawer, wie sie dem monnch gethan hetten. Der -homeister sprach: 0 got wie kompt es, das itzt die pauren solche bose eristen sein. Der narre sprach: unnd itzt® die hern bose seinf, die pauern in volgens®. e) fehlt C. b) a.Pr.st.C. 0; 2.d.zeite. fr. A. d) geindeC. e) u. s. Amal C. n3. wolte C. g)r.s.d.C. h) da 2mal A. i)d. v.e 1. waren C. k) fehlt C. 1) die mustem C. m) hofflich C. n) fehlt C. 0) =. g. mit ehren e. C. p) gleichsam wie C. qQ dasa.C, r)dn el.g-w.v.d.fr.d.fr.O. 0) dezC. t)g.m.C. n) fehlt C. v) rechten C. w)V.w.fehltC. x). d.n.s. 0. y) spr. e. daz C. z) sprach und schtey C. a) a. i. h. m. t.o. w. C b) sondern st. G. o)E.g. a fehlt C. d)b.i.C,i.d. kr. fehlt A. Jitzun C. NDd.h.ei.b.C. ri
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127 Capitel X*. 8 1. Wie die b. herfart machten auff? ire feind in Samalten und auff® Dobryn. Der newe homeister b. Ulrich war eins adellichen hertzen unnd? er wolte rechen® schaden und schmaheit in gethann ausz dem? lannde°* Samayten unnd Dobirn? von den verfluchtigenn, unnd man *fol. 371b. hielt eine versamlung des ganntzen lanndes unnd in da verzeltes alle mishandlung der Polen, der® Masuren, der! Littaw unnd deri Sa- mayten von anbeginne, und. die Preussen wurden gefragt, ob sie es mit dem wyrdigen orden wolten helffend rechen, sie antwurten, s0 es eim wyrdigen orden nott thet, sie wolten thun wie die fromen. Ceysa®, Da wart gesatzt ein zeisg vier jar lanngk von der mark wert 1 sc., von heupt mentschen 2 sz., vom viech 1 sz., von biere 2 gulden Reinisch, wein und? mette unnd“ getreide war frey, unnd ausz iglicher stat unnd dorff den dritte man in eigner person mit seim besten geschicket. Darumb von Thorn man musterte und ER 400 man, der beuptman war Tile Jungeman, bannierfierer Hanns von Sagen unnd iglicher sein spieszknecht. Vom Colme 200 man, der heuptman war Steffan Wolschlaer“, bannerfierer Heintze Dameraw. Von Danntzke 1200 man, der heuptman war Albrecht Manntel, bannierfierer Andres Fechter mit iren knechten. *Vom Eibing 600 man, der heuptman Herman Fellenwerder, *fol.273a! bannierfierer Nielos” Quast mit iren dienner. Von Konsberg 800 man, der heuptman wart? Wolff Nardost, bannierfuerer Tidemann Heiliger mit iren dienern, unnd also ausz allen stetlein® und dorfer. Sonnst sie namen° ire landtschaft mit iren soldener unnd zogen in Samayten unnd namen ein Tobischayn und ander stette, ein? meyle adar dreissig ins landt unnd es besatzten“.‘) Von dannen zogen sie zurucke auf Dobirn uund es mechtig verderbten’, im namen* unndt sie suchten ire vorfluchtigen", die auf sie genomenY hetten, unnd wolten weiter in Polen ziehen, sonnder" a) c. IIA. b)ein her versamletten wieder. C. co) fehlt C. d) fehlt C. e) a. d. I. 3mal A. De.wdens.n.dies.i.a.8.g.ua.D.C. g)v.i.d.C. b)m.s. b. geruste C. i)d.m. u.r.m.v. Th. C. k) Wollenschlaer ©. 1} fol. 273 fehlt in A ohne eine Lücke. m) Hans ans. gestr. N. darüber C. n) stetten C. o) n. s.Ü. p) fehlt A. q) b. e. C. r) zerstorten a. schr C., s) in meynung C. t) daz C. un) aiei.v.». C. v) welche auf den irigen Ü, w) aber C, 1) Alle diese Details sind erfunden,
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728 Sigiszmundus der kayser disz im verbei*, wenb Wiadiszlaus der konig von Polen war in eim harten streite auff den Tatter®, unnd satzte in eynd fride auf 11/;,° jar. In diser zeit kunden es gute her ent- scheiden wol gut, sof aber nit, sie mochtene es mit dem schwert vergleichen, wo ein dem andern ungleich" were, und disz wart ver- willet von beden seiten!,*) 8 2. Wie man volck versamelte von beden tallen auf ein schlaen*. Die b. schriben in Teutsche landen zu iren gonnern, sonnder! *fol. 273b.da war niemandt daheim, ag” brief man in sante zurucke.* Idoch der keyser in gelobter zwelff tausennt husern umb ir gelt, unnd sie anch nit quamen®. Ausz Lifflanndt wart in volck geschickt unnd ausz Schweden. Vil volekr. Dem® konig von Polen" Wladislao disz wart kunth gethann*, in der meinung in zu erschrecken, wie die b. hetten frembdt volck dreissig tausent man, darumb mit rath seines reichs er schrib ausz freyen sold* in Behmen, in Ungern unnd in Teutsch- lande, unnd sich zu im verstolen arm edelleut, unnd® die dem orden ein gram schuldig waren. Thatter. So” naın er an” der Tatter kayser ader Bayothnay einen umb ein tribut* zu eim beschutz hern unnd disz sie noch halten in heutigen tagk, unnd diser im schickte” seinen heuptman genannt Baygardon mit* viertzigtausent man,’) so® zalt man der Polen 60000?, der frembden ein und zweintzig tausent gezalt. So‘ wart ganntz Polen gemonstert! auf ein warnung.°) Littaw. Der konig® von Polen mit Alexander Witolto quamen zu ein gesprech zu Lublin und sich da verschwuren und verschriben a) v.i. solchs C. L) dan C. c) zu der zeit hefftig mit den T. stritt C. d) fehlt C. o)2C. fwoÜ. g)s0om.s.C. h) unrecht C. i).v. b. t. vorwilliget C. k) w. sich beyde tbeil rustetten wieder ein ander zu ziehen C. 1) aber C. m) auch A, m. s. i. nurn die br. wieder C. DDi.gi.dkC ookanO. pV.v.febltl. gderA,dancl, )v.P.iatl. ri angezeigt C. t) s.e.fr.s.am.r.e.r.C. u) fehlt C. v) Tb. fehlt, da C. w) e. a. fehlt (. s)tr.aenC. yJsi.C. z) fehlt C. a) daC. b) zehentausent A. c) Da C. d) gemustert C oL.undd.kC. 1) Die Friedensvermittelung Wenze’s, nicht Siegisnnd’s, berichtet Mischer S. 277. 78. 2) Den Tartarenkaiser (ohne Namen) erwähnt Miechow S. 278. 3) Diese Zuhlenangaben finden sich nicht in den Quellen.
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729 mit einander“) und er brachte mit im dıeissig tausennt man zu fusse, zwelf tausent? zu ros2.?) -*Teurung‘. Zu allen dinge die Polen unnd Littawen hielten? #foL 374 die strassen ‚geschlossen, unnd man nichts in Preussen* furte. In Polen es wart! wolfeil, in Preussen versasz das getreid mit einander, unnd wan sie nit alt getraidt gehat hetten, es wer im lannde. gross komer worden, sonnderlich die gerste war wie ein rase in einannder geflochten unnd nichts wert.?) Andacht der Polen. Dies zwe jar lannget, die weil man sich schickte in Polen!, man hetk alle frende spil verbotten bey grosser peen, unnd gienngen im montag, mitwoch unnd! freitag umb mit der letenie” und fasteten unnd tetten solcher andacht vil umb hilf von gotte. In Preussen man war frolich unnd man° prassete, wen sie° sprechen, die beute aus Polen es wurder bezalen, in dauehte von wegen? redliches volcks, guten harnisch, grosse buchsen unnd solche" krieges gerette die dybischen raben in nichts wurden thun in gewynuen®.*) $ 3. Wie man zu dem fride handelten unnd doch kein tell woltte®.°) Im jar 1408 man hielt" eine tagfart zue Praga® TDise wart ge- satzt vom babste unnd vom kayser’ umb entscheidung der sachen zwischen den Preussen unnd Polen”, damit“ sie nit quemen za einem erschrecklichenn* blutvergiessen der mentschen, unnd dise tagfart ’fol. 274b. hetten heimlich zu wegen gebracht auff ir gelt die bischoffe des s)m @ v.C. b) 12000 man C. co) fehlt C. Yh.d. P. uL.C. 0) i. Pr. n.C. N w. e. C. g) Ueberschrift fehlt, dise C. h) fehlt C. i) i. P. ruste C. k)h. m. C. 1) fehle C. m) littaney C. n) aber w. m. C. 0) dan man C. p) w.e. C. gq) eie trosteten sich ©. r) des O. e) w. i. n. abgewinnen C. t) W. zwischen ihnen zu fr. und eynigkeit gehandelt w. u. d. k. t. vor- willigen wolte ©. D)b.m.C. vr. b.u.vkg 0. w)denP,.O. z)dazl. - 1) Zu Brzescz Litewski Miechow 278. 2) Diese Zahlenangaben finden sich nicht in den (juellen. 3) Eine Theuerung in Preussen erwähnt Posilge 298 zu 1409. 4) Die tendenziöse Erfindung dieser Bemerkungen leuchtet ein: die grosse Büchse stammt aus Posilge 292 (zu 1408.) 5) Im Folgenden enistelli Grunau die ihm aus Posilge 303 . bekannten Ver- Aandlungen zwischen dem Orden und Polen 1409.und 1410.
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70 reichs von Polen, wann* sie gaben in selber verloren zu eim veldt- schloen. Unnd da gestunden bede part, manb hanndelte in cristlioher weysse zum besten, so° tratt vor b. Gangolffus herr von Czerbist unnd protestierte, wie sein wyrdiger orden gernne- wolte gehn in einigkeit‘, sonnder in grosse nnd treffliche® verursachung nit liessen von den Polen unnd Littawf, unde: sie haben aber! auff ein mowes die Samayten angenomen, die mit grosser verreiterey. von unns zu in seia gefallen, die unnsern boslich hanndleten! und sie doch mit unns ein solchs nit zu thun* vereiniget haben. So ist wüusten, unnd! das verschriben zwischen dem konige unnd Witolto auff ir verderbnus were, wie vor, wan" sie stunden keiner verrichtung der mitler®. Unnd° man auf sie ein grosz volck versamelt hetter und mit grossem soldes, und sollen sie ab zien one schaden’, es stunde nit zu gleuben, unnd wer auch kein rath. Die Polen heiten die strassen geschlossen auff Preussen", welchs von anbegin ein zeichen der feintschafft were von den Polen auf* die Preussen. ö *fol. 275. Der wyrdige orden Teutsches hauses es muszt"* ein ende wissen”, ob das wort” war were, wann“ die Polen sprechen, wie Preussen iny angehorte, unnd sie es meim orden verlenet hetten umb ein* genant stuok. yo. Bisz hieher die b. ausz Preussen mit den Polen vor herrn unnd furssten mit worften eine lannge zeit* gestritten hetten? unnd es nicht baben kunth zum ende wissen®, itzundt sie hetten im willen? ein feltschlaen zu thun, darauf sie gelt gespilter® hetten und! disz sie nit woltene verloren haben unnd siet wolten thun ir bestes in gottes namen. 8 4. Wie man verschmeheten Witoltum In seinen brieffen ' Den Polen wart gebotten disz zu verantwurten, sok war da! doctor Steflanus Zawszky von wegen der Polen unnd! diser sich er- a)danC. b)undm.€. oJ)daC. Di.e.g.C. eo) cristliche, g. u. fehlt A. Nd.P. u.L.1.s.n. dazu CO. g) fehlt ©. h) abermals C. i) gehandelt C. k) e.s.n.2. th.m. u C. 3) sie wusten das C. m) dan C. n)d. m. zu o) fehlt C. pM..h. wieder s. a. gr. v.v.C. ds gehalten C. r) o. sch. a.C. ») a. Pr. g.C. t) wieder C. n) m. e. ©. v) ondtlich w. C. w) teklt C. x)eey, dan C. y)dazi. Pr. ©. z) fehlt C. a). 1, z. fehlt CO. db) haben C. co) u. haben keis ende konnen w. C. d) h. s. willens C. e) gespillert C. f) fehlt C. 8) w.=.n.C. b) fehlt C. 1) W.mitebr.v.C. k)daC. 1) dehlt C. .
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731 beut zu antwurten, s0® man zum ersten wolt annemen briefie kho. mt. von Polen® unnd Witoltie von Littau. Umb disz die botten der b. gefragt wurden, sonnder? sie sprechen, des konigs von Polen® sie wolten? annemen, des verretterischen boszwichts Witolti aber mit nichte nits. Die Polen sprechen: unndt wir es in befel haben! nichts zu handlen in den sachenk des! einen one des! andern, wan ir ver- binthnus, unnd nit sonnder® grosse ursache, helt es so inne. Die hegra retten b. Gangwelfdsn, an, unnd er augh.sprach”, es wer im in eigenheit°* mitgeben?, er solte des uncristliohen hundes *fol. 275b. Witelten brief nit aufnemen“, und wurden" vil stunden inne® zu- gebracht und nichts verschaffen* unnd zogen also" weck in ire landt. Idoch die furssten im tage nomen b. Gangolffum vor” unnd im ver- zelleten” dye schwerheit der sachen und irem lestern* aufy Witoldum unnd rieten im, unnd® die b. mit den Polen in ein vertrag gienngen, unnd solchenn rat vil sie da gaben®. Ein® getrewer® botte?. DB. Gangolffus quam° heim und es alles getrewlich sagte, wie alle ding weren zuganngen, unnd riet, man solte freuntschaft suchen mit den Polen. Disz auch b. Albertus von Schwartzborg compter auf Christborg lobete unnd wenig annder® me, sonnder‘ sie wurden alsz verreter ausz dem capitel von allen getriben, wanne got wolt sie straffen umb ubermutst und sie totten wolte!. Urlobk zu* stelen*. Von stund an man gab! urlaub auff die futterey zu reitten, die b. ritten auf die Coyaw, Dobrin, Masaw, die Polen vielen überall in Preussen unnd begynnen” es erbarmigclich zu beden seitten”.*) Nott* hilff*. Etlich unnd vile b. ‚vermochten den grosz- mechtigen hern Heinrich Beuss herr von* Plaw, der da war ein*fol. 2768. weltlicher® herr unnd des compters von der Sohwetza vattern bruder, unnd er zog zum kayser eylennder, damitı er ein tagfart satzte gen Torn in Preussen Witolti brieff aufzunemen. Zue diser wart geschickt a) da C. L) des konigs v. P. br. C. co) de W.CQ. d)aberC. SP. brief ©. we ©. g) witA. h) fehlt C. i) w.h.einen b.C. Kk)ni.d.e.xh.C. ]) desA. m)soA, sonndern C. n)s.2.C. o)i.c. fehlt C. p) befolen C. q) ann. O. r) waren O. s) darumb C. t) on. doch n. schaffeten O. u) auch so hinw. C. v)b. G. von. C. w)v.i.C. x)in i. besten A. y) wieder ©. z) das C. a) u. g. solches r. v. d. C. b) fehlt C. 0) zug C. d) bey d.C. e)a.w. ©. N aberC. g)danC. h)n. ihre u wilenC. i) uw. ».t.C. k)fehlt O. 1) g. m. C. m) begingen C. n) partten C. o) wetlicher A. p) e. 2. k. C. q) das C. 1) Posilge 302. 303.
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132 der grosse graff aus Ungern Swarislaus,') sonnder* die Polen wolteu dahin nit koınmen, und dasb geschach im jar 1410 zu Mitfasten. Capitel XI*. & 1. Vom handel der b. und Irer underthan In Samayten. Im jare 1407 war? landtcompter über Samayten b. Martialis' von Helpenbach ein ernster man den seinen. Disem die Samaytischen bayor nit gut warene, darum sie lanngeten: Witoltum an, ob er sie wolte wider annemen, sie wolten die b. vertreiben. Witoltus zu rath mit den seinen! ir beger er in zusagte*, darumb die Samaytischen bayorn ganntz widerspennig waren, der lanndtcompter sich des ver- wunderte und fragte! Spyndoy den bayor, wann® diser den b. seer verwandt war, was doch die ursach were, unnd® er sprach: mich bedunckt, wie° es die sache seyr von Thobeschayn, wen da het sich ein b. wider got, wider sein orden unnd wider sein underthan gar ungeburlich gehaltenn, unnd er es viel mal lachete. So riet Spyndoy, *tol. 276b. man solt die bayorn versamlen und solt sie content *machen über die sache”, oder es wurde ein grosz übel daraus koment. Der land- compter es teth" unnd verbot auf Frideborg alle bayoren’, unnd sie . quamen. So hept der lanndtcompter an und verzalte den bayorn” alle Samaytische stuck von anbegin in gethan, die des ordens waren gewesen, solchs* ir noch heut under’ euch korrennde verneyet?, sagt an, #s3 soll ich thun, ir* mogt gesettiget und gestillet werden in eurm ungetrewen hertzen. Der tolmetsch war ein schalck unnd die worte gantz grob vorbracht, unnd die Samayten sprachen, er solte inn dem* ernste seinen b. straffen, wie er sie wolte straffen?, so° sie es getbann hetten, unnd dise wortte der tolmetsch auch‘ nach seinem beger sagte. Der landtcompter wart zornig unnd sich ungeburlich a) aber ©. b)disC. o)c. III A. d) wurtC. e)inC. fJ Michaels A. g)D.w.d Samaytten b.n.g. 0. b)1.=.C. i)mitr.ders.C. ke. ini.b.e.C. 1) fehlt A. m) das. n) fehlt C. 0) daz CO. p) fehlt O. g)danC. r) DaC, es) fur diese. C. t) entstehen C. n)t.e C. v)dieb.O. w)dav.i.d.]. c., das übr. fehlt C. x) sechs (f) A. y)n.— v. fehlt C. x) das i.C. a)imC. batr.w.O. oa wanC. d)a.d.t.C. 1) Die Anwesenheit des Girossgrafen (Nicolaus von Gara, die Quelle nennt da Namen nicht) kannte Gr. aus Posilge 314 zu 1410. Den Herrn von Plauen, den Velier des Comthurs von Schweis, erwähnt Posilge 318.
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738 hielt unnd sprach, umb ungetrewe hunde willen er nit gedechte® ein edel blut zu peinigen, unnd solcher worte vil me®, und die bayorn wyder worte gaben? unnd man hiesz sie einsetzten gefengelich®. So huben die bayorn anf und erschlugen den landtcompter mit all seims gesinde, in der nacht sie quamenb vor Thobischayn und es gewonnen durch! verretterey und all schlosser der b. sie verstortenk, ir gewer sie behielten! unnd quamen vor die stat Mymmel* unnd sie‘ in die *fol.278.” grundt branten® und das volck erschlugenn®. Disz muste so pleiben, wanP die b. sich zum veldtschlaen schickten“ auff? die Polen.) $ 2. Wie man zu velde zoch von heden partheyen‘.?) Die begerte zeit quam, alsz die faszuacht im jar 1410, in wel- chemt die Polen und die Littaw zogen ins landt za® Dobryn und: sich legten an das wasser Drewantz” auff die grenntze unnd harzeten des tages mit freuden. Im harren" man auf Preussen mit nichte keinen schaden teth*. Ein gutter syn zum toder. Die b. auch mit frolichem hertzen quomen® und sich an die ander seite des wassers legten an ein dorff auch auff die grentze*, unnd die Preussen zogen mechtig au> mit grossen buchsen unnd machten raum feldt zum horziehen‘. Der konig und seine Polen tetten, wie sie wolten ein brucke machen®, unnd furten viel holtz gen disem über. Die b. gruben ein ire buchsen, damit in sie frey zu schiessen hetten, und warten mit.sleisse. Der konig aber mit den seinen in der nacht auf unnd zog dasz wasser auf und findet ein port durch das wasser und quam vor tage mit allem volck® über drey meile von der b. hör unnd: da.sich legerteb unnnd also der buchsen entquam!, unnd den b. die sonne unnder a)b.euC. b)gen.C. o)fehltC. d)g. widernmb umutze w.C. 0) &. e. 0. f) da worden d. b. zornig C. g) allem, se. fehlt C. bh) k. a. O. i) gewonnens mit C. k) u. zerst. ».».d.b.C. })b.s.C. m) fol. 277 in A übergangen ohne Lücke. n) u. br. a. i.gr.C. o)u. e. d.v.C. p)danC. q)z.v.8. ch. C. r) wieder C. s) W. ın. v. b. theylen 4. £. 2. C. t) welcher ce. wil.zgnl. vu22d.wD.1C w)i.selbeah.C. s)t.m.ea.Prks,m.n fehlt C. y) E.g.» 2... fehlt C. z) kamen am. fr.h.C. a) u... auch a. d. a. 8. d. w. ibn e. d. auch a. der gr. O. b) sehr hinzu C. c) ein z. C. d) hertzigen O. e) machten A. f).d. sie in die Polen C. g)allseimv. C. hu.i.».aldaC. i) u. e.a. den b. C. 1) Quelle dieser entstellten Erzählung ist Posilge’s Bericht über den Aufstand der Samaiten um Memel und an der Duhissa, 1409 S. 300, und die Einnahme von Friede- bug S. 308. 2) Die Schlacht bei Tannenberg schildert Grunau nach der Beschreiting Miechow’s S. 278—280, dock nicht ohne En’stellungen.
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734 *fol. 278b. augen sinndt. Im margen?* die b. sahen°, wie die Polen wegk? waren, und erfunden, wie°. sie in auf dem ruoken zue wolten, sie aaff alle unnd eylten zu inn und quamen geranth wie die adeler und waren schier muede vom eylen und funden, wie? die Polen ire spitzen hetten gemacht und da stundent. Die! b. ire auch bald machten: unnd auch stunden. Dem homeister thet verlaungen, wann! er der sonne under augen forchte, unnd das die Polen so stunden und nit anzogenn", er es der forchte zuschrieb”, darumb er nam° zwe schwerter') unnd eins bluttig machter, das ander blanck liesz? unnd durch seinen heroldt dem" konigk schickte sprechennde: was bistu verzagt, wiltu streitten, niın das bluttige schwert unnd were dich, wiltu gnade, nim dasz blanncke schwert unnd thu gnug vor schaden. Andacht‘. Der botte quam unnd fant den konig, und er wolte ıness horen*, und er nam das bluttige schwert,” dieens: licet mibi deus dederit gladiorum: sufficientiam, attamen et istos summam in omen, quoniam reliqui mei erunt“.?) Der konig von Polen disz vor ein andaoht hette”, unnd alle tage er” drey messen horte, eine von unnser frawen, die annder von dem leiden Jesu mit der passio, die dritte vor alle elennde seelen, und darumb stunden die Polen stille, damit* ir konig die andacht volbrachte. So bald aber der homeister erkante, wie der konig’ streiten wolte, er zog an ins treffen und war gantz begierig. *ol. 279%. 8 3. *Wie sich der homeister verrette: unnd feindtschafft erlangte. Dieweil nu bede heere* so stunden geordnett unnd harten auf das anheben, so? quam ein Bemischer herre mit acht hundert raisigen pferden unnd auff das aller beste auszgericht‘, wann“ in dauchte, wie a)u.d.s.d.b.n.a2.8.C,dieb. u. seine u. 2. st. A. b) des morgens C. Jad.b C. &) daz d. P. hinwegk CO. e) merckten, dax C. N) sahen, daz C. g) g. b. C. h)u. st. alda 0. i) der A. k)m.i.spitse a. b. ©. 1) dann C. m) angezogenn A. n) e. meinte, sie furchten sihC. on.e.C. pe.m.e bl.C. q) Lerbl.C, r) dieselben dem C. s) fehlt C. dk bey der messe ©. u) Das Lateinische fehlt A. v) h. disea.C. w) daze.nt.C. x) dal. y) daz er O. z) vorriet C. a) die b. b. C., b. herrn A. b) da C. c) ausgeputzt C. d) dan. e) daz C. 1) Miechow 279. 2) So ähnlich bei Miechow 279: quamvis sufficientes gladios habeam, pro maiori tamen suffragio etiam hos duos gladios sccipio,
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785 die.Polen dem orden unrecht weren, darumb »c* bot er dem homeister diennst an, der herre hiesz Medudius vonn Trauttenaw. Der homeister mit kurtzem ‚bedencken er im also antwurte. Ich bin Ulrich von gots ‚gnaden homeister zu® Preussen und nit Cristus, ich daxff keins verretter nicht, wen er wolte weuend, die Polen hetten in subordinirt im schlaen, er 'solt auf den homeister sohlaen®, unnd hiesz? in weck ziehen. So® quam er zum konig, der itzundt umbrannte unnd iroste die seinen, diser in auffnamb ganntz freuntlich unnd sprach: steet bey! und sehet auf mein person unnd ziecht an, wen ich euch sagen werde. Der konig auch wol sorg hettek var verretterey, idoch er nichts sagte!. Alsz die Bemen horten, wie® sich der konig vertraute”, sie wurden inbrunstig zornther° auff die b. unnd in? hertzlieh ver- langete, damit sie mochten ziehen“ und schlagen auf die sie verretter genannt® hetten, so sie doch! ausz eim* mitleiden zu in komen weren.') Capitel XII”. $ 1. Wie sich die Polen mit den b. schlugen und die Polen gewonnen das veldtschlaen mit macht. *Am” vierzehenden tag des monats July umb 7“ ur die b. zogen *fol. 279b. auff ein veldtschlaen’, alsz sie vernomen, wie* der konig das bluttige schwert het angenomen, und die Preussen ausz den dorffern traffen mit denn Littaw unnd schlugen sie umb unnd darnider, gleich“ wie man clein strauch auszrottet unnd® umbheut.?) Zindryanus® Matz- kowitz des konigs marschalck°) disz sach unnd er zum konig ranntte® und sprach: konig unnd' troste dein volck, wanns die Littaw baldh aller gar! ligen. Der‘ konig? sprach: von dieser messe gehe ich nicht!, solt mich mein feindt hiek totten. So bald! die messe ausz a) fehlt C. b) a. i. also, e. fehlt O. 0) in C. d) dan e. meinete Ü. ©) a. ins schi. wieder d.h. C. f)lieszz C. gBDaC. b)n.i.a.C. i)st.hieC. k)h.a.we.C. De.c.n. ©. m) dazC. n) ihnen v. ©. 0) w. s. sehr zornig C. p)sieC. g)dass.z.m.C. r)n.a. die b. =. 0. 5) geheissen C. t) fehlt ©. u) IIIA. v) d. P. die schlacht gewonnen CO. w) Auf den C. x) sechs C. y)2.d.b. zum f. schl. C. z) daz C. a) schl. s. aller gleich C. b) oder C. 6) Das 2. A. d) fehlt A. eJu.r.z.k,e, fehlt C. f) fehlt C. g) dan C. h) schier C. i) v.d. m. glick nit ()A. k) auch m. (am Rande) f. alhie C. 1) s. b, aber C. 1) Böhmische Söldner der Polen erwähnt Miechow S. 280, die Details aber sind Grunaw’s Eigenthum, 2) Die Niederlage der Litthauer Miechow 280. 3) Zindramus de Maszkowioze gladifer Graceo. AMicchow 279.
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“fol. 2808. 186 war, er nam* Sanot Johans trunck unnd satzte sich auf sein ro und quam mit den Behomen® über eins, unnd® sie solten auff in sehen. Im gedrenngnus der Littaw liesz der konig seitling eindringen die Podulier® von der einen seite, von der anndern seitte die Tatter und mitten die Unger und das Teutsche diennstvolck, unnd sich schlügen® ausz allen krefftenn, und die b. wurden so muede vom schlaen, damit° sie nit krafft! hetten das schwert ader gewher zu erheben. Da erst gericht zums pannier zus, da die besten b. waren, von der eine seitte trafien die Behmen, von der ander seitte die Polen und nomen überhandt! unnd darnider legten der b. hörk unnd gewann das panir, da pliben tot der groszcompter, der marschalck, *der trappier, der oberste spitler unnd sechshundert ritter b. und vierzig tausent man.‘) 8 2.-Wie der homeister b. Ulrich von Jungingen erstochen wart.®) Alsz nu das panir unnd volck! lag, der homeister sich durch schlug” unnd quam auff* ein cleinen berg unnd wirfft denn helm abe*, das® illuminir® auff, das ist das blech vor dem angesicht, unnd sihet, wiea das panir und sein volck lag’, er sich hin unnd her wannte*, in dem so quam auf in gerannth Baygardon der Tatter* heuptman mit eingelegten spiesse. Der homeister verliesz sich auf sein gutten harnisch unnd mit seim blossen schwertte mit plosem® angesicht auff in wider” rante. Im rennen der homeister mit dem heupte schwintte”, damit das illumynir fallenn solte, sonnder’ got nit wulte”, und der Tattir rente in sein spiesz durch den munt in den halsz unnd in so seitling vom pferde war. Nit gar lanng nach disem etliche von den b. flucht® nomen uund vile Preussen mit in, unnd mocht sein umb 5 uhr. Die Polen weren® gernne nachgefolget, sonnder? sie waren ganntz mude, und in auch dauchte, wan® sie das panir und veldt a)n.e.C. db) dem Bemitter A. o)dazC. d)d.P.e.C. o)sch.s.C. f}n. macht noch kr. C. g) Da richten sich die Polen zu C. b) fehlt C. i)u.alon.C. kKyu.l.d.b.b. d. ce. Dw.derb.C. m) schl.e.d.h.d.C. n) fihlt A. 0) fehlt C. p) odeei.C. q) der C. rs) fehlt A. sJ)ew.o.h.u.h.C. t)theur A. u) und bl. C. v) wideremba.i.C. wım.d.h. schuttelte C. x) daz C. y)aberC. z)w.n.C. a)u.w.i.s.s.v.pf. ©. b)dief. C. c) hetten ©. d) nachgerandt aber C. e) u. sie d. a. dar C. 1) Die Zahl (40,000) aus Miechow S. 281, die Gebietiger nach Posilge 317, der aber den Spiller unter den Geretieten nennt. 2) Miechow I. c., doch sind die einzelnen Züge von Grin erfunden,
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737 hetten, und sassen ab und sich verkudern* and auch» essen. In der nacht gar vile verwunten sich auff machten und quemen® heim und diset sagen, wie es gescheen war mit dem streitte®. 8 3. *Von schaden und schmaheit der Polenn auff‘ die Preussen. *fol. 280b. In .dem andern tag nach dem schlaene man gienng an ein® Plundern und die man noch faut im leben‘, sonnderk verlemet, die sie nach-vilem laster erstachen! und= ermorten® unnd funden genug.') Es" war zur zeyt ja ein burger, der eynen sylberen gurtel umb sich hette, was war dan geldt». Baygarden wolt wissen, wem er seinen®. spies. in den halss ge- rannt hette=, sie quamen und funden, wie® es der homeister were. Da erst erhub sich“ ein freudegeschrey, unnd man im ableseter die kienbacke* mit dem grossen unnd® schonen® falen bartte und stackten in* an des Tatters spiesz unnd mit den bannirn des ordenns sie hingen" zu Crackaw in die kirche auff dem schlosz uber das grab Sancti Floriani, da man sie’ noch heut sehen mag.?) Den corper des homeisters der konig den b. auff Osterrode gab", unnd sie in furtten* auff Marienburg unnd begruben in ihn Sanct Annengrufft bey die’ anndern homeister.°) Unnd zu irem unglucke die Polen pliben® auff dem streitplatz beligenn,*) unnd wan sie balde vor Marienburgk weren gezogen, sie hetten es eingenomen one wher*, wann? es war nit versorget, wan® man auch. nit gedacht‘, unnd» die ®) verbunden e. C. db) fehlt O. c) zogen C. d) dieC. e) im at. gegangen w. C. In O. folgt hier: captivantur Cazimiras longus dux Stetinensis, Conradus dux Olitzensis. Johannes duz Saganenesis, Otto dux Monsterbergensis, Georgius baro de Ketzirdorf ex parts ordinis. f) wieder C. g) dieser schlacht C. b) ing m. a. zu C. Dbeiml.f.C. Koderl. )Dd.e. e.mitv. L.C. ın)fehlt ©. n) Es— geldt fehlt A. 0) wen e. mit 5. C. p)daz ©. YD.o. 2. erst C. ryl.i.a.C. s) d.eineb. (DA. t)sieC. )u.b.e.m.d.p.l. Val. WDKgd.cdhcl. fi ©. YsudnC. zypl.dP.O. »Jo.weC. bYdanl. Jg...n.C. 1) und 1ys plundirn dy irslagin, Posilge 317. Ueber die Beute s. a. Miechow 280. 2) Dass die erbeuteten Fahnen in der Krakauer Kathedrale aufgehängt wurden, sagt Miechow 5. 282. Was Grunau von dem Haupte des Hochmeisters erzählt, klingt wie eine Erinnerung an die Mongolmachlacht bei Liegrüz von 1241 und is nirgends beglaubigt. 8) Posüge 317. 4) czwene tage Posilge 317. «
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138 b. solten verliesen. Disz alles wolt gott so* haben in seinem keim- lichen gerichte.!) *fol. 281a. O boser handel.* Die Tatter? unnd ander me in diser zeit: überfielen Ilgenborg?) unnd die stat gewonnen unnd grossen jamer darinnen stifften, die jungkfrawen sie nacket auszziehen® unnd mit in tanntzten unnd® darnach sie beschempten! unnd gienngen ab unnd zu, damit® auch ir: vil tot pliben. Nach disem sie namen! 700 per- sonen, wan ein volck war hinein geschlagen* umb der feinde willen unnd furten sie zu eim wasser unnd wolten sie ertrenncken, sonnder! der konig es verbot“, und sie musten sich lösen, ein itzlicher mit eim halben scöter, das war ein Polnischer halber groschenn, 'unnd darnach sie in die kirche und nomen* alles, was da war, die hostien ausz dem 'viatico vor die kranneken 'behalten sie wurffene auff die erde unnd darüber liefen, unnd sonnst? vil lesterung da geschach oristliches namens“, und branten Ilgennborgk ausz’) unmd zogen weckt. Capitel XIU*. ss 1. Wie der konig mit seinem volck vor Marlenburg zog aber zu spattet.*) Der konig Wladisiaus und sein velck quamen am tage Maria ' Magdalena fur Marienburg“5) unnd es belegte’, mit eim andern hanfle :Witoltus nach Konsperg zog" unnd namen ein Osterrode“‘) unnd sonnst viel ander stet und schlosser, der bischoff von Heilsberg sein a) also C. db) Überschrift fehlt C, ritter! A )J.d.ed.Tuau.mtC. de “a, n fehlt C. e) u. t. also nackent m. i. u. fehlt O. Hb.a. dieC. g)dazC. hyi.a C. )n.e.C. k)dan vil v. w. in die stat geflogen C. 1) aber ©. m)v.e0. nud.naide | %00o#.=0. pfeltl. Yugvl.an.O. vJalow.C. 4)XIIC,5&. t) zu apox ©. u) geramnt, fı M. fehlt A. v)h.e,0. mz.W.n.E.C. Dnım(.eC. ' 3) Posilge 320. 2) Die Plünderung von Gilgenburg erfolgte vor der Schlacht, Posülge S. 315. 8) Posilge |. c. 4) Posüge 317 S. 5) Jacobi Miechow 281. 6) Osterode nahm der König ein, Posilge 318. Den Zug Wickie wm de- | selbe 8, 321. Ueber den Bischof von Ermland s. oben Tractat IX S, war neben Plastwig auch Posilge 321.
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738 land ‚mit grossem gute in golde, in muntze, in silbern kuohen, von kirehen gerede geschmeltatflosieP. *B. Heinrich Reuss herr von Plawen vompter auff der Schwetza *fol. 281b. sich unaderwandt® ausz eignem synne das landt zu regiera. unnd er quam® auff Marienburg,‘) und die von Danntzke im schickten‘ 400 boszknecht mit pollexen,?) sonnst er nam® speise und tranck? auss den werdern, unnd war alles gnug, buxen auszgenomen®, wann® die der homeister ins veldt schlaen het! genomen.’) Man brante umb Marienburg alles weck, was auszwendig der mauren war,*) uand sich stalten® zur where. Da war auf dem grossen! stock des schlosses Marienburg ein bannerher her Heinrich Renss genannt mit taussant kneehten,?) auff dem anndern war b. Gälmach von Zeopfen®) zit awen tausennt man, auf dem dritten war b. Heinrich Reuss herr von Piawen ooınpter auff der Schwetza mit allem volck ausz ‚dem werder, und die Polen quamen unnd es belegten= und sich vergruben? unnd schossen mit den buchsen ein, die der homeister im veldt schlahen gefurt hetter, unnd disz werte ein und sweinzig wochen, und die Polen zogen abe.”) Behenndigheit“. Disz wart die ursach. Der landmeister auss Teutschenn landen nam gelt unnd« gelte unnd es gab* mit willen des kaysers dem grossen graven in Unngern, und diser *nimpt *fol. 282e. sein volok unnd kompt* in Polenn unnd gewynnet Teschen® die new- stat, ungetrew Buntzel unnd sonnst vil me. Disen zu stillen der konig von Polen muste” eylenndt heim unnd weren.®) - In diser belegerung war der Noit unnd die Weichsel so clein, damit" man an“ vilen enden ag” uberspranng, darumb die Polen in die werder unnd namen, was sie funden, idoch sie nit brannten® arme leuth.?) a) fehlt AC, der Binn verlangt ein solches Verbum. b) u. s. ©. c) zogk Ü. d)e.t. ©. )n.eÜ. Dem volck mann maaiA. g)ab.C. h)danl. i)d.h.d.h. ©. k)st.e. C. }) grosten A. m) b. 6. C. n) v.».C. o) hinein ©. p).d. d. h. mit sich genomen b. C. q) fehlt. %) homeister A. s)g. e C. t) zencht ©. u) nimpt T.einC. v)m.d.k.v.P.C. w) dazC. »)iaQ, y)auh A,nurC. z)b.e.n.C. 1) Posilge 318. 319. 2) Posilge 320. 8) Posilge 319. 4) Posilge 319. = 6) Pusilge 318. 6) Jän konnen die Quellen nicht. 7) 8 Wochen Posilge 320. 8) Der Ewmfall der Ungarn bei Miechow S, 281. 82, er traf die Gegend von Sandecs, 9) Posilge 320. " «u.
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710 Danntzker* manheit“. Sieh versamelten® 700 Polen und ziehen bey dem Bonsack über unnd wollen auff die neringk, wann® da het man hingeflenet in eyle grosz gut! ausz dem lannde, sonder* da waren gute leuth von Danntzke unnd die alle erschlagen todtf.!) $ 2. Wie der konig von-Polen das lant von Preussen bedraute .. mit solchen. schrifften®. "Wiadislaus von gots guettigheitt konig zu Polen,, ein erbe der Reussen und itzundt. ein bestreitter der Preussen alle denen, die da wonen auff. Pomerellen, . Colmerlant, Pomezanerlanndt, Hockerland, Ermlanndt, Gailindien, Barthen, Notthangen, Scalawonien, Nadrowien, Sudawen, Samlanndt!, alle Preussen geheissen, konigliche® gonnst unnd freuntlichen grusz! mit erbiettung aller gnaden unnd ungnaden *fol. 282b. den gutwilligen* unnd den verschmeher unser schrift”. Audechtigen unnd lieben gutten freundt, ir in verganngner zeit wider da:selbige reich der Polen :alle verwillet hapt? unnd darzu gebraucht hapt alle synne und orafft°, damit? ir dasselbige hett macht sohwechen unnd ganntz versturen, daraus allen lannden ein spot und frolockung zu? machenn. Disem grossen laster ist got durch seine milte gnade vor- komen unnd uber euch das verhenngen, das ir den unschuldigen Polen hat gedacht zu thunr. Idoch die ein solchs haben getriben®, haben aufgenomen ir lan*, unnd sie itzunt sein in gottes gerichte*, das’ ir-aber hapt gethann, ist zu entschuldigen, wan ir unnderthan seit gewesen”, unnd darumb wir* euch nichts zu ziehenn von disem übel wider unns gehanndelt. So ist dann itzunt unser gnedigliche warnung?, und ir euch verleihet dem willen gottes® und dem gelucke, sint dann* wir mit gottes hilff eurn übermuettigen herrn haben nider- gelegt, fortmehr. mit in in unser eigenthumb seit gepflichtet®. Und werlich eur hern etwan das lanndt von der Coya besessen mit dem behelff°, sie! es mit dem schwert hetten gewonnen*®, sint den und sie! 8) fehlt C. b)Eav. 2.0. o)denC. d)i.e. gr. 8. hingefuret C. e) aber C. f) aller t. 0. C. g) ın. eynem schreiben b. O. h) gnaden C. i) u. 8. C. k) erbietten wir k. C. 1) in fr. er. C. m) u. d. verachtern zuvohren (?)C. n)i.h.a.v.i.vz.w.d.e (selig A) r. d.P. C. 0) gebraucht wiederholt A. p) daz C. q) fehlt C. r) z.th.g.b. O0. s) g. h.C. t) ireal empfangen ©. u) un. itzunder i.g.g.0.C. v)wasC. w)dani.s.u.g. 0. z)wer A. y) De- halben s. i. i. u. gnediges an ench vormahnen C. 2) dazi.e. d. w. g. vergleichet C. a) mach dem C. b) so ei. nun mehr mi. i.m eg. C. 0) beiell A. -d.dsa.O. Jg.h C rast. \ 1) Posüge 320.
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141 den. -konig in die flucht: hetten gebracht”. .. Vil machtiger mein recht istd, unnd° Preussen: mein ist, wann“ die meinen der ‚Preussen herren* *fol. 283a. in offentlichem schlahen erobert haben.bis in den tot. - So erbarmet mich auch eur beschwarnus, in welchem ir in verterbnus seit komen, euch weiter zu überziehen, ausz welchem euch follen queme ein ver- derbnus‘. Seitenmal unnde wir steen nach dem gedeihe. unnser underthannen?, so ersuch ich! euch mit ernnst durch diese unnser brieffe, unnd® ir zu unserm reiche kompt und im schweret, wie under- thann. Und eink solchs nit geschee unnd verachtet wurde, es! solte ein ernnst® daraus komen, damit es kindes kindt solte beweinen. Weiter ausz sonderlicher gnade, unnd° jeimanndt sagen wolte, die strassen sein unsicher, sie® schreiben ir holdung, unnd? wir sein est mit unserm reich content. Geben auf dem schlosz Stum am tag Jacobi appostoli im jare 1410.') ‘8 3. Wie sich das lannd hieit in’ disem schreiben In oylen-. Der brieff wurde in* allen stetten überantwurt, 80° gienngen die burger zu den b.,. die sie bey in auff den schlossern hettenn, uund. in die schriften weiseten’” und darneben wegeten, wie” sie das reich“ von Polen nit: kunden entperen, unnd auch- forchtenm, sie wurden überzogen, und sinttemal die besten menner von den Polen ersehlagen weren, wie solten sie sich weren, und der wortte vil. Sos weren die b. unwillig*,* der eine disz, der annder das sagte, der eine fluchte *fol. 283b. das ungeluck, der annder riet, man solt sich geben umb ein tribut, wan® es were dem orden nit muglich, unnd° er das lannt konnde beschurmen.. So? traten zu alle stet unnd schlosser, welch auch die &) b. fehlt, geschlagen C. b)i.m. r.C. c)dazC. d)danC. e)i.o, schlacht b, i. d.t.o. bh. C., b. fehlt A. f} vollendt e. gros v. entstunde C. g) fehlt C. b) w. dann n.d.g. u.u. trachten C. i) wir C. k)im fahl C. 1) fehlt C. m) e. solcher e. ©. n)daz C. 0) so C. p) die ©. „fehlt ©. Te w, e. fehlt C. e) Was far ein antwortt die Preussen dem konige wiederumb zu schrieben C. t) fehlt C. u) daC. v) u.w. i.d. s. C. w) wegerten A., bewogen, daz Ü. x) landt C. yJf.sicha. 0. 2) Da C. a) unenndtlich A. b) dan C. 0) dazC, d)DaC 1) Vielleicht hat Grunau ein Schreiben Wladislaw’s an eins preussische Stadt, sich ihm zu unterwerfen, vor sich gehabt und in seiner Weise ausgeschmückt; erhalten haben sich mehrfache Aufforderungen desselben an Thorn, #. Toeppen, Acten der Bag Preussens I, S. 142 ff.
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*fo]. 2848. 143 b. innen Ketten, unnd schriben: brief, in’ welchem sie umb ein tribnt holdegeten alsz irem hern, der sie mit dem schwert gewonnen het, unnd der könig nam sie auff.') Es® war stet unnd "schlosz von Marienborg, das® schlosz zw Danntzke, das schlosz zu Schwetza, das schlosz Schlochaw, das schlos Balga, das schlosz Brandenburg, das schlosz Ragnit?) und das gauntze Samlanndt dawidere unnd wolten sie nit huldigen unnd sprachen, wil er unnser herr sein, er beweise? sein macht mit unns® unnd kom her und thu, was er kan. Der konig nam ein die schlosser unnd stett im Colmerlanndt, Thorn auszgenomen, und sie den soldener an irem solt gab‘! und schrib umb volck in Polen die genannte stat und schlosser zu über- ziehen. Sonnder® im quam bose botschafft, wie® kayser Sigmundt und konig!' zu Ungern umb der b. willen in liesz* ins land fallen durch her Stibor von Stiberwitz, und nam ’ein das! furstenthum Teschen, darumb musten die Polen reumen Preussen” unnd *dort stillen.®) Und" Wladislaus® gieng zu fusz von Nyepolonioz° bisz ans? grab S. Stenntzlaws unnd opfferte dier panir im streit erlangt‘) und er reumete Preussen .im eylen und quam* gen Crackaw .unnd,,alle ding stilleten unnd zog wider gen‘ Preussen, sonnder® auf dem weg er plitzlioh kraunek war“ und lag nit lanıge, im” wart geholffen unnd wart auch” sein tage. nit recht gesundt, unnd vil sagten, man heit im geben ausz der Venedische: flasche”, dannoch gleichwol so schwach er quamY Martini in Preussen in dieem* jar unnd wartete des hosneisters nach entsagung*.’) “Dat. bandd. ©. o)fealt C. duhb.e.C. J)amıuC. Hun.g.eC. g)Am C. b)dan C. i) u. derk. C. k) lieszen im u. C. 1) das gantzC. m)P.r.C. n)feblt, dfr ' eusz ding satzung (?) A. 0) Mepelonicz A. p) aufs C. q) Stansslai C. r) daC. es) ze C. dam ce. u wep.kC vdani.C. w)e.w.er u febltC. x) ad. V.f.otwısg.C. y)dar- nach kam e. g. C. z) im selben C. a) einsetzung A. 1) Der Abfall des Landes vom Orden nach Posige 318. 319. 2) Posilge 319. Statt Ragnit steht bei ikm Redin. 3) S. oben 8. 739, 4) Micchow 282. 5) Fälschlich verlegt Gr. den Einsug des Königs in Krakau ine Jahr 1410 wi muss ihn daher noch einmal nach Preussen zurückkehren lassen,
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748 Capitel .XIV*®. $ 1. Wie der konig von Polen das landt zu Preussen begnate, die weil er vor Marienburg lag. Wiadiflaus von gots guettigkeit° konig zu Poln, erbe der Reussen und ein bestreiter der Preussen. Unsere? konigliche miltigheit hatt« angesehen die getrewigkeit und eigen erkentnus dess meisten teils der einwoner des lanndts zu Preussen, wen® sie zu dem? erbe der cronn von Polen wie sie! zu irem erbteil sein getretten unnd im geschworen alsz underthann®, disz unns bewegt, unnd® wir in miltigheit! mitte teilen unnd sie in* sonderheit begnattung wollen erfrowen!, darumb zum ersten unnd forderlich wir in bestetten=® unnd crefftigen® alle privilegies, hanndtvesten, urteln spruche, und wie sie® begabet weren von aller welt?, sie seint geistlich* ader weltlich, adel abert burger *fol. 284. und sonnst ander ackerleut, unnd in geloben" an stat des ordenns sie zu handthaben unnd zus beschutzen nach unnserm vermegen und gottes willen. 2%° Unnd es wore*, wa* jemanndt von den einwoner des lannts zu Preussen in disen geleften® sein hanndtfeste und spruchbrieffe ver- loren 'hett unnd er es° von unns begerete newen’”, wir es im weolten" geben, so* er mit gezeuge das” kunde bewerenn ader man unser schrift, unnd*: er die alte* gehat hette. 3%° Wir auffheben auss ganntz Preussen unnd RE : totten® alle ungelt unnd zeisse in lobegelb und pfundtzol° und verbiettenn alle zolle unnd gschosgelt, ag“ allein ires alten zinsses sie ' sieh ver- sehen sollen®. 4° Die sohatzung unnd das ungelt genannth marschrot! wir gamtz verbieten, und kein gut man es fordern soll® and: auch kein güat man 68° geben soll zu ewigenn zeittenb, Marschrot war ein geltgebung! von eim iglichen überhanndel, das ist liesz sich ein burger einschreiben in die zechen® der schuster unnd wolt gleichwoi mit zulegen inn kauffmanshandel, er must geben ein jar! 50 mr. der stat. 5°%° Bischiecher° die hern der gewalt unnd eigennuta über Preussen sich haben” zugeeignett aller verganngne gutter gutter® leutt*,=fol. 2858. e)18C,6 A. b) von OÖ. ce) g. gnaden CO. d) fehlt A. e) danC. MsumC. g)au. & C. b) der CO. ij) m. willm A. k) wir A. 1) oe. w. 0, willen A. m) bestätten’w. i. C. n) bekr. C. o) fehlt C. p) v. ydstmenniglich O. q) edel ader C., ader aber A. r)g. i. 0. e) u. so « w.C; t)das ©. u) louften C. v)n. begeren wurde O. w) wollen w. sie i. O. x) so ferne O, y) solche m. g. b. w. O, x) auszschrift C. a) ein solchs 0. b) W.h. a. u. g. t. ibn g. Pr. Q. eo) in pt. C. d) auch A, num C. e) sollen sie s. v. C. f) Hier folgt in O. die Erklärung ünmittel- bar in Klammern. g)m.».0.1.C. I)z. “uB. 80 3) dez #..e. g. geben O. k) zeichen A. yJe.J.g80. m)h.sC. n) ausgestr. in O,
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144 wie wol arm* leutt esb bezeigt, haben, unnd* sie ir sein gewesen, wir aber got vor augen wollen haben‘, unnd uunser gebot ist ernstlich® solche gestranndete gutter iren hermm widerzugeben‘ dem bergegelt one schaden, welchs den® zutkompt, ‘die es auffs landt gebracht haben mit irer saurer arbeit. Die! stet in Preussen etlich Maidenburgisch etlich Lubisch, etlich Colmisch, etlich Preusch, etlich Polnisch* recht haben! gehalten, disz wir int stercken®, bestetten und eu machen" zu ewigen zeiten. Die° grenntzen des lanndes zu Dielen: wir globen zu halten in aller masz, wie sie heute sein. Die sachen des lanndes zu Preussen wir wollenr gleich den sschen unnser cron handlen? unnd darneben irer gutter gleich der cron Polen. meren’ unnd niemanndt versetzten in keinerley weise". Sintemal muntze* ein nutz einer stat® einhbringt, so erloben" wir dem launde zu muntzenn bisz anf golt hoch, idoch in der wierde und korne, wie die jetzige ist. Vielmal eym lannde sechen entsteen”, dardurch sie mussen iren hern ersuchen“, so dan wir ausz gottes vorsichtigheit grosse lannde *fol. 285b. haben, in welchen wir* zu zeiten muessen wonen, das aber die ein- woner unnsers.gewonnen landes auff ungelt nit_ werden gebracht, wir in hie heim geben’, unnd* sie mogen ein stelle* setzen, in welcher ire sachen man verhort unnd gericht mogen werden. Nu® walten“ wir allen kauffleut, die einwoner sein desz lanndes zu Preussen, die freiheit gebenn, sie® mogen in Polen, Littew, Masaw, Reuslanndt, unnd unsere grentzen reichen ‘, ir gut fueren unnd ver- keuffen, wie cristlich ist. i So wir auch wollens, unnde auff solcher kaufflaut sachen über sie angefertiget auszwendig Preussen von niemannde soll gehanndelt werden, dann von unns. So thun wir auff. alle landistrassen durch unnser lanndt in Beislanndt und durch die Walachey in Unngern unnd! in die Schlesie, in die Marcke, in Samayten und in .Littaw, in welch die einwoner! in! Prenssen mogen zieben, dem zolle one schadenn. Diser' ding! zu sicherer warheit* und orefitigung! wir disz privilegium a)diea.C. b) fehlt C. deze. dYW.wagvahl. Ju. weg f) widerung A. g) davon C. h) fehlt C. i) In C folgt hier dez Ahsats: die sachen d. 1. te. k) Beminch A. }) h..etlich M etc. r.C. m) et-w.C. n) u.m. solche kr. O. 0) Dieser Ab schnitt steht vor: die stet etc. in C. p) globen w. C. zu h.C. vemanc. sJ)i.kw.n v. 0. t) feblt A. u) der st. Q, v) vergonnen C. w) Ee stossen offtmals eim I. =. fur C. Zi. e m. ©. y) stellen wiri.LC, »).dasC. 8) e.ortC. b) daC. ce) Wie (9) A, nun vorm. en. e) daz s. C. f}-R, u. in unserm gantzen reich Ü. Dn 0 N . 3) fehlt O. k) Jn wahrer sicherheit C. 1) beor. Q. k
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745 haben vernigelb mit :oigener kalt: - Gehen »mıfi' dem: wehloss Stum mit wust und willen des gamszen- reichs zu Polen im jare unser® selegbeit® tausennt, vierhundert unnd zene am ergten tag Septembris.‘) wg 92 “Wie den Preussen dies priviiegium wart genomen. und fol, 2868. ‚auch wider geben von Gasimiro*. Disz privilegigm kam nie zu seiner crafft, wanut alsz b. Hein« rich Beusz her von Plauen homeister. dag? Janndt unnd stete über- zoge unnd sie wider .einnsm, wand der. konig wart fere unnd darzu krannck®e, unnd die Polen, die‘ auff etlichen schlesser- waren, in nit kunden# helffen,. unnd..gie sich wider. ergeben under den orden. So bald .disz exfur der konig!, er Nuasrane- und vernichte alle seine zusage unnd privilegium. ‚.. Sein.son aber Casimirus 14561 dis seien vernewertem mit, välen andern stucken, wen? er dar einnam Prenssen®. Die gezeugen. dis. privilegium waren Sbigneus bischoff von Crackaw und vardinal S. Prizeaer, Johannes bischoff zu Wladisla, Andres bischoff zu Pogs- naw, Johannes von Tazitzau ritter, Lucas yon. Gorkaw starost auf, Syrade®) unnd sonust vil annder. Disz privilegium ist nie gebrochen von den Polen, sonnder wolb von den Preussen selber, und disz umb nott irer stette, wann“ es kompt offte, wie" new welt new recht fordern. Hatt man aber der eron von Polen gelt ausz Preussen geben*, es ist‘ ausz bitte ge- schehenn, und man hat in-wenig gar'sdet® geben. Fr us say za hm PT ee LE I .” ze ‘ a. w. 3 ‘m. & B.g. u. tunderschr.C., Venice A, b) fehle ©. W. der, König d. p. widerrufte u. sein sohn Casimirus wider (ruffte ausgestr.) ernewerte C. d) dan C. ef w. Kr.n.fvondnt. De0. grk in. b)dar es. sich CO. DA.d. ke 'O Kw.s.e.C. 1) im jabr $486.C. u) v. widerumb d. pr. C. p) zu dar seit ©. 0) Pr.o O. p)8. priester A. quv.d.P.g,C. r)dazC B)g.g. 3. Pr.C. t) wi. e.C. u) w.gnug C. 1) Dieses Privilegium ist. eine wunverschäwie Fälschung Grunau’s, welchem das Besitzergreifungspaient Kasimir’s von Polen vom Jahre 1454 (Dagiel IV Nr. 107. $ 145-149) zu Grunde liegt, wis Auslassung des erzäklewden Eingangs, 2) Diese Zeugen sind die ersten der eben erwähnten Urkunde von 1454. Jchenn von Tzizau ist Joannes de Caysom, Lucus von Gorkow Lucas de Sr page Posnan. Dogiel, I, c. 149. 3 2
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146 83. ME SON. Ss Prewseen Tannen, Muerohenn. In gun! 3 der Polen. *fol. 286b. *8o bald die stet gehuldigt hetten, viel "burger umb homut der b. wurden® gnt konigisch, sie liessen scheren ire berte und® sie legten ab ire mentel. Zuf wissen, wies imb lannde zu Preussen von allen ehemennern! disz vor ein recht gehaltenn, unds sie bertie trugen wie die b. ire herrn und sie* auch kugeln trugen* ynnd keine! hut wie ire herrn, sie mente) trugen®, ‚aber nit weisz wie die b., und waren überal zu, über dem rechten arme offen, und rock enge” umb den halsz und umb den° hennden, under den elnbogen ein laungen spitzen sack, darinne ein? ein bet biechle und im atdern ein pater- noster. Disz alles sie ablegten bisz! auf heutigen" tag unnd new tracht erfunden:. :Sonnder* der homelister b. Heinrich Reuss es in wol ein- trennckte" und abelegte”, damits sie kom ein rock hetten” an zu zieben, und ja er me* gedachte die Preussen forehtsam zu machenr, je me sie wuttennde wurden auf in® und® die seinen‘. Ir vil, da sie nit ganntz Yot mochten tragen, ‘welchs der Polen farbe war unnd braun der b., sie liessen® iren frawen und kyndern oleider an- sohneiden von vier stuckenn von rottem unnd braunem geaadt alweg eins umbs ander, die kugeln sie den panren gaben». Capitel XV®. . *fol. 287%. 8 1. *Wie den b. recht gelont wart und Iren verrettern auf dem schlos Stum. Der homeister b. Conradus Wallenrothi versatzte eim freyherm Guntzel von Wisbach genannt stat unnd schlos Stumb. Diser war from und starck unnd liesse drey son, der eltste im veldtschlaen blib* mit 20 knechten, die jungsten‘ war auff dem schlosz Stumb. Alsz nu der konig quam und lag auf Risenborg, er zu disen schicktes, ob sie sich wolten wören ader nit. Sie sich mit kurtz berietten®, im »)1.d.P.g.0. bw.vb.ub.db.C. c) Das zu erweisen 1.2. C. d)i.b.e-C., schworen (!) A. e) fehlt O. N Ks ist'z. O: g) das ©. h)'dm ©. I) v.w. remonir () A. *) tr ..xkc. ]) keinec. DW &tr.m.O. n)arC. 0) deal. p) ineyaımC. gq) ae abe ©. Ddah.l, J)uen tr. t)aberl. DeroieQ. vyu.Linnelksabl. mh C. z)m.e. ©. y)d. Pr. plagete a. f.=.m.C. z) wider i. tobten CO. a)l.e.C. De. db C 9&7,0.14. d) von W.C. ey bl 1. d. Teltschlacht C. N) der jungen A gHenndl »a b. s. kurtslich ©.
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741 antwürt gaben“, wolt er in ir gellhenn gelt vom irem vatter aafl das schlos berait gebean unnd wolt sie zu ritter schlagen, sie wolten im das schlosz überantwurten, und der konig es: gelobetet, er in das gelt“ alsz 12 tausent galden Reinisch gab unnd sie zu ritter schlug? nund Hesz sie reitten, sonnder® die Polen ohn des konigs bewust! in nach- eyitene und namen in das gelt wider. Die .jungling quamen in 'ir vatterlanndt, sie aber nyemannt vor ritter hielt®, unnd der kayser in ein meroklioher strich durch den schilt thet!.*) or Gewalt und* unvorsichtigheitk. Disz waren die sohlosser; die der konig inne het’ wnnd eingegeben seinen diennstbotten?: Oster- rode, Risennberg, Preuschmarckt, Moring, Holanndt, Stumb, Graudenntz, Mowa, Soldau, Goluba, Reden, Bretdecken, Birgelau, Althaus, Fri- decken, Papaw®= unnd Marienwerder. Die b.* unnd diennstboten von *fol. 287b. disen schlossern waren auff“ Marienburg unnd sie das bemanneten® unnd auch erwereten mit gewalt®' von den Polen wnnd Littaw.' $ ‚2. Von. verretterel. und sanderlich. gottes straff über verrether". Auff Marienburg heten die b. einen diener, dem sie vil ver- traueten, angesehen® sein erbar geschlecht. Diser ein heimlichen neid auff die b. trug‘, in disem er sich so wolte® rechen. Der konig von Polen hett einen buchsenmeister Teutsch der” nacion von Tonaym ausz Merhern, mit disem in einer legacio zum konige der verreter bekannt wart” und mit kurtzenn worten unnd® der verretter gab im ein wor- zeichen’ mit eim rotten hat, wa er hin schiessen solte, und da er wurd® geringclichen ertotten die d. die beste* unnd ire dienner. Auf den anndern tag erlieffen die Polen die mechtigeb pasteie auf der bruck am Noyte vor Marienburg, in welche sich der buchsenmeister legete mit einer gewissen buchsen unnd harrete auf das zeichen mit dem roten hute. Unnd es quam*, wie die wurden verbotten alle b. )ugi.al. bMgenÜ. Jogi.d.gl. dusches.rtC. eo) abe. Do.wdkO. gei.n.C. 5b) wuerde s von. f.r.ge.C. Ht.i.em.sird.dsC, k)feht C, I) u.e.0..d. O. m).Dabau A. n) wieder! ©. 0)b.d.O. DB wa.m.gwQ. getr. g-C. r) fehlt A. 0) a. Schlt, dfür-ein.geselle A. Hir.e. In. wieder d. br. 0. Ju. mei d. also CO. v) Deutscher ©. w)ward.v.i.e.1.2.%.b.C. z)fehliC. yJgid.vewO. a)w.e.C. a)d. b. b. e. CO. b) grosse C. ce) u. geschach C.
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*fol. 2888. 148 unnd. beste menner auf dem schloss. Marienhurg* 'im ein: morgensprach ia des hemeisters rempier, 'welchs gar ein schon kayserlieh ‚gemach ist .35 schuch lanng und auch sovil breitt, und dises gemaches ge- wolbe stet mitten auf einer cleinen ‚senle.* Alss nu die herren aller dab waren unnd sich mit irer nett bekummerten, 50° gienng der ver- retter nand satzte einen netten. huth ind ein fennster gleich der seilen uber und gieng weck. Alsz die b. im ‚irem® besten rath weren, so scheust der buchsenmeister. abe und falt umb drey finger brait der seule, damit‘ der stein in einems schorstein steeken plibe. in der belen maur. Die b. bald auf unnd weak annd wurden es innen», der! verretter! ir getrautk:dienuer. war weok, und man hat den stein in der maur befestigt, unnd darüber sie sohriben also!: Alsz ınan schrib tausennt yierhundert unnd zehen” jer, > Des: sage ich und® idermimniglich vor war, Diser stein; wart? geschossen in dise want, - So must er allein? pleiben zu einem ewigen pfand.') "3 Wie Marla een "huchsenmelster phlagete unnd verdambtte«.’) j Witoltus‘ "het, “einen Reusson bey im, der seer gewiset ı war zu schiessen’. mit eim "hanndtbogen, So" gab Witoltus. dem Teutschen Buchsenmeister* grosz gut unnd. er, disen buchsenmeisterya lernnte, damit? .er ‚jemanndt ‚hette zur nothr. Der Reisz ‚wart yon bosen eristen underweiset, er solte var an ein, ‚ Jhesus ader Marie bildt schiessen, so mochte er* alle tag drey ‚gewisse schusz habenn. Disem "fol 288b. glaubte der Reusz und stelte über den’ multeich eine gewise buchae* unnd, schosz nach eim Marie bildt. Zu wissent, b. Conradus* von Jungingen homeister liesz giegsen von kupfer? und "es im feur über- gulden ein Maria bildt von 12 eine hoch unnd. es ‚gatzted ane ein s)d.a.b.ub.ma.de 'M. versamlet w. C. b) alda ©. c) de c. djfar C, eo) im ©. f) dax C. g) uber ein C. b).d. verretterei i. C. i) fehlt C. k) aber i.g. C. I) u. schr. a. d. ©. m) Mund vier C.un& X C. n) alien =. 0. o).:W,d.st.C.. p) Und m. alkie C. q) W. gott ©. b. etraffte C. Tr) s. gowis schiessen kunde -O.: e) DaC. t) den A., d. b. von Cmaym Q. DdasC; z.n.b. C- w) vum Ü, x) wurde o.«C. y)’ubeen ©. z) Z w. fehlt, den C. a) Os- relwA. br. ke M.b.gÜ dvr.i8eh.u1. 0.8.0. -da.o. 0. e) ihn O. 1) Auch diese bekannte Ersählung stammt nur aus ae 2) Posüge S. 321. 22, Be rer v
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148 biind* fenster vornen an die kirche auff den hochsten stocke. Nach dem» der boszwicht der Beuse* scheust und es felte imd, zum anı- dern.:mal er auch scheuste und wart plitzlich bliedt unnd plibe sein tage blind, wie wol er schone augenn .bette unnd doch "nichts sach. Das. wunderzeiehen der buchsenmeister. von Tznaym verlachete‘ und wolte zuch® sehiessen, und die bushse zerspranng unnd ersohlug Bey- gardon der Tatter henptmann unnd sonnst vil annder hern me, von. welehem die Tatter auff unnd erhauen den eostlichenn Bier zu! stück - ' . i ‚Capitel XVIf., er 81. Wie den b. rotterg "guam ‘von’ yuttbh Trounden, Ale Polen . aber! waren weck.') In dem unnd man® horte in 'Lifflenndt unnd in Teutschen lannden, wie® die Polen das feltschliaen® gewonnen hetten, sie schick- ten? zu wasser volck in Preussen, auf Samlant unnd Notthangen quam b. Arbogastus von Psppenborg marschalck in Lifflandt?) unnd nam da ein die stette ann: sohlosser unnd versorgtem'. - Wider disen zog* Witoltus, unnd alsz er quam vor Braunsberg,?) bischof Heinricus sich unnd die seinen zum andern* mal lesetet mit'silbern kuchen. Die- *fol. 289. weil man zuzelte das gut*, so” quam ein botte, wier der konig eylende aufbrach und zog in Polen und” sich alda zuweren”. "Darumb Witoltus auch zuraok zoch” unndY er zoch mit dem konig in Polen und sich da werten’. Im ausz zien man da erst schaden teth” auf den bischof von Riesehburg®, unnd man kudh gannte seer Colmerlant verderbte®, wann? darin waren gepliben vil Polen® auff der fatereye, unnd sie auch umb Thorn weck triben, was da warf, und die wein- reben ganntz verhibens. Disz tetten bosek bubenn, die nit solt hetten, s) klein A. b) disem ©. c)d. Reusche b. C. d)f. ei. fehlt C. Ju. 0.2.C. Nd. b. vor zeugen vorbrachte! A. g) wil, a. fehlt C. h)d. war A. iJinC. k)150,8&A. 1)a.d. P. C. m) Als m. su diser zeit C. n) das O. o) d. felt O. ‘p) sch. ». 0. gq) Ruffebegastus C. Iv.siel. Jd.z.amRandel. H.s.b.H.n.dez.m.mÜC u) Demirmdg. 2.30. v) daC. w) u.— weren fehlt A. x) 2. W. a. wieder z. & y) u.— werten fehlt. ©. 2) .t. m. e. sch. ©. a) wieder ©. b) Heilsberg A. 0) u. m. zerstorte a. schier.g. C. O. d) dan C. e) v. P, al ©. f) u. brandten a, w. alles, w. u. Tb. w. C. g) u. v.d. w. g. und gar Ü.. hi lose O. 1) Posilge 321. h 2 9) Den Namen des Marschalls kat Grwsau, wfunden. s 8) An die Passarge Posüge I. c.
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760 “nnd get balff, das man ir wol drey tausent erwirgte im überziehen der Weyssel, die aber die schlosser inne hetten in Preussen*, hetten sich? zumal wol, wen’ dieweil man: die groste steit wider! einnam, unnd ehr die frembde quamen, sie auss® unnd blinderten mechtig‘ vä dorfier, wann° es war überal genug unnd war nichts geflschnets, unnd sie® sassen auf den festen. schlossern unni heiten ein gutien miıth Die pausen musten in zufleren, die es nit teiten, die brannten sie ausz, bisz unnd also! lanag, das misn sie mit grossem gelt muste abe- kauffen, da erst da’ sie verzagtenn* der gesundtheit des konigs von Polen. !) 8 2. Wie auch‘ volck ausz Teutschen landen quam! unnd , sterben“ mitbrechte. Be *fol. 289b. Zu Lubeck sassen in schiffe 6000. Kant unnd quamen" in Preussen. Dise wurden dem° laundtmeister. in Teutschen landen von berrn unnd fursten dem orden .zu hilffe geschickt, unnd es’ qnam under sie ein pestilenntz, unnd »io lagen hinder Heel und fusz vor fuss sturben, und die dar zu lande quamen, weren. nitı 2000 and’ wenig gesunt, unnd man legte sie in die besten heuser und da sie mit irem wirtte und wierttinae umb gienngen‘, unnd weitter quam® dise” plag in das” ganntae! landt, unnd war ein gross gemein sterben von kindern unnd reichen mennern, und sonderlich viel monneh und nonnen *starbeu, damit“ auch in etzlichen olostern von 60 monnchen kom vier’ pliben unnd die verlebstenn. Sonnst war es ein sonnderlich genade*, wa ein eheman sein weib unnd ein* kynndt behielt, wann’ entzweder der man unnd die kinder, ader vatter unnd mutter liessen ein clein kynadt zum!’ erbe‘, unnd wart jamer unnd arbeith, unnd halff keine artzney.?) a)d.a.i. Pr. d.e i. bh. O. b) dieselbigen gehabten s, C. co) dan C, d) wiederumb Q. .0) sogen s. a. C. fj fehlt CO. g) gelohent ©. h) dieC. i)eoC. kyv. 5.0. I1)in Proume kam ©. m) das st. C. n) nogen O. 0) vom A., und dem orden ©. p) fehlt A. q) nituber C. na. doch O, #) 8. d. 0. t) dahin g. A. u) demit kam, un. w. fehlt CO. v) die Ü. w) ine C. x) ine C. y) kaum 80. z2)8g. von gotte ©. a) fehlt ©. b) dann gemeinlih C. Je.cLk.rn.eL C. 1) Vol. Poeilge S. 323. 324. ®) Deutsche Ailersppen wahl Bug 935, din Ps ar in Omar Erfindung.
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751 8 3. Von besonderer -manhelt und ureprung der von Baysen im land. In diser zeit quam auch in Preussen ein ritter vom Hartze genannt Conradus von Zeylingen unndb diser war ein gar“ erfarner* *fol. 2308. man in kriegsleufften‘, wiewol er den schlossern®, darauff die Polen waren, nit dorfft antasthennf, so hiett er doch dies Polen, damit? sie nymme dorfitend auff die futterey reitten. In solchen er fienng! einen vom schlosz Altenhausz genannt und disen ausfragtet, wie es stunde auff dem schlosse!, unnd der Pole es im getrewlich sagte”, wie ir ag" zweintzig da obenen weren unnd weren® truncken ınenner unnd heiten wenig geschos, sonder° von essen unnd trincken genug, diser worte vil, die® er im» sagter. Juncker Conrat vermocht gute gesellen 56, unnd kommen“ vor das schlosz Altenhaus2 und im ersten schlaffer sie quamen* mit steigleittern ein von seide gemacht! unnd bemanneten das thor und erlieffen das thor unnder dem rechten stocke“ unnd sich also mit den Polen schlugen in tag und nacht”. Etlich” von® den® Polen wolten mit in sprechen’, disz* wolten die Teutsche nit“, unnd da erst erhub sich® ein mordtliches schlahenn, damit die Polen aller pliben® unnd 32 dere Teutschen, unnd die wurden gleich nach ein- ander‘ von den ziegeln des tachs ermordet, die einer zugleich abe warff, unnd juncker Conrat behielt das schlosz. Sies losten in aber die b.E mit 7000 gulden Beinisch, und alsz nun! der bischoff von Heils- berg Heinricus mit dem* homeister nit woll daran stund und er gelt*fol. 290b. dorfite, er nam von disemk gelte, und versatzte im das mechtige! unnd schonnste= dorff Baysen. Von disem die seine noch heut? die von Baisen werden genannt, wiewol sie itzunt das dorf nit mer haben, man hatt sier abgelest.*) a) i. 1. zu Preussen C. b) fehlt ©. 0) g. e.C. d) e. krigeman OÖ. e) die sch. Q. f) an- taschenn A, angreiffen C. g) sobald e. durch d. A. bYdasC. i)f.e. O. k)fe.d.e.0. Ha.d. s.st.0. m)s.0i.g.C. n)auch A, nurn O, o)aber Ü. p)s.e.v.C. gq) zogen O. r) s. des machts O. a) kanm ©. Ym.et.v. u g. binein O. ü)stucke A., u. © d. th. untherm r. st. u. b. es ©. v) un. schl. =. a. C. w) eynen gaatsen 2. u. %, C, x) entliob A. y) reden C. 2) aber, d. febltO. a w.n. O. b)e. s. erstlich C. c) das O, d) totd pl. C. e) fehlt ©. f) gl. fehlt, mit e. CO. © d4uO. b) Ad. abe. I) nA. k) v. jascker Conradus O, I) grosse O. m) dehone 0. n) heuftiges tages C. o) fehlt C. p) dann man h. es inen 0. 2 1) Dieser Ahnkerr des Hauses Baisen und seine Thaten sind durchaus wbe- glaubigt, vgl. Voigt Gesch. Preuss.. VII 362. 363.
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*fol. 291a. T75R 8 1. Von zween b. In iiber und andacht zu einannder ire gericht. In der zeit der homeistereye b. Conradt von Jungingen waren zwene b. desz ordens gemeines adels auf Marienburg, der eine ein Turinger genannt b. Fridericus von Dombach, der ander ein Sachse genannt b. Hermann von Wulffersbude, bede menner sonnderlicher andacht unnd geistlicheit vor den mentschen. Dise eine solche lieb- ligheit zu einander hetten, was der eine wolte, es der annder auch ‚wolte, unnd mit kurtze beichte der eine, der annder auch balde, und alsz in allen stucken, an die do geistlich und mentschlich sein zu tbun, sie eins wurden unpd weren. Sonderlich sie sich mit einander verschwuren auff Marienburg vor den hochwirdigen sacrament Jhesu, und sie wolten alle tag ein sonnderliche andacht üben“, damit sie got wolt erheren, unnd sie in einer stundt sturben und in ein grab quomen*. zu legen, unnd solcher stucke vi. Es quam in kurtzen tagen, unnd b. Hermann wart aussetzig unnd muste von gehorsam auf den hoff Wieckeraw am Noyte ligende, wan da war solcher kranncken b. siechhausz. B. Friderich der homeister mit gute? kaume behalten kundte, und sich so musten scheiden. Unnd es quam wie im jare 1410 am pflngsttage b. Herman starb, unnd disz an der mitwoch darnach b. Friderich gesagt wart, da erst sich ein betrubnusz erhub. So weren ander b., die machten im ein hertz unnd namen in mitte und. wolten seen, wie die stette zum veldtschlagen zogen, unnd er rett mitte und sprach: o got sol ich es .geloben, unnd du got bist, lasz mich heut sterben, unnd ich moge bey meinen b. sein. Nach disem wurtte, wie im geschach ader nit, gott weiszt, er viel plitzlıch vom pferde unnd plib totd. Und der homeister b. Ulrich wart under- richt® von irem leben, er verschuff, man sie bede in ein grab legte. $ 2. Von anndern zween‘, die sich beschwuren mit . einander. In diser- selbigen zeit des todes diser zween, davon gesagt ich, waren noch ander zwene, die dä lannge hetten vor conventzt b. gr 8) 16 C.,9 A. b) bilibe A, in C. fehlt dieser Paragraph, nur folgender Auszug Andel sich; hie volgette, wie 2 b, sonderliche andaght begertten. zu hanff sterben und hagraben werden, und sie gestorben doch nicht an einem ort noch zugleich, doch in ein grab gekomen. c) über d) gote A. e) underlicht A. f) zw. b. OÖ. g) m. einder A., m. e b. C. i
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153 standen zu Konsberg*, der eine wart genannt b. Philip von Tzeistelen®, der ander* b. Wichanduse von Quaßiborchd. Dise sich hochlich mit*fol. 291b. einander verbunden®, wer? zu ersteti sturbe, unnd es im gott gonnte, er dem andern solte entscheinense unnd in fragen!, wie es stunde in jhener welt!. Und es geschach, wie* sie wurden genomen: von Kons-- berg, der eins -wiert gesatzt hauszcompter auff Labiaw, der ander mulıneister! auff Osterrode, und diser plib tot im streitten. In der nacht nach dem schlaen® wer b. Philip in seiner camer, so qnam plitzlieh im harnisch -b. Wichandus® unnd sprach: b. Philip, ausz sonderlichen genaden gottes kom ich nach meinem tode ine unserm verbintaus zu dir, so frage, was nutzlich ist, wann“ hie musz ich nicht lannge pleiben. Der lebendige sprach’: b.*, wie geet es zu in jhener. welt, der tote antwurtt: wie es ein itzlicher verdiennt hat, also hat er auch kurtzweil, unnd® wie er dort unnser knecht etwan ist gewest.- unnser herre sein”. Der lebendige fragte: wa bist du unnd* in welcher kurtzweile, der tote antwurte: ich bin da, da einer auszgeet unnd tausent eingeen, und unser kurtzweil ist, damit” unns ein stunde zehen tausent jar duncken und uns darnach tunzegliche barmhertzigheit ge- schicht. Der lebendig weitter fraget*:* unnd wie stehet es doch® umb "fol. 2924” unns inn gottes gerichte in disen schweren geleften®, sollen wir ge- wynnen ader verliesen. Der tote sprach: ich hab es* angesehenn*, man® wug vor° gotte unser gutten und bosen weroke‘, sonnder* ich sahe nit, welche schale undergienng, wan‘ ich wart weck gefordert unnd dir haltens meine verschwerung, unnser gewynnen wierstu mor- gen horenn, sonnder® wisz eins® zur letze, in kurtzen tagen unnd® disz* wiert! gescheen, wie® berrn knechte werden und unnser furssten- thumb werden frembde besitzen, unnd also verschwant! vor seinen augen. 8 3. Wie das schloss CGristborg mueste wiest werden und noch Ist«. Von dem gespuche” auf Cristborg nach dem veldtschlaen° were vil zu sagenn, sonnder® es verpleibt? allein, bisz es werden wenig” a) Es waren z. c. b. auff K. C., alles übrige fehlt. b) Zwietelen C. c) Werchandus 4. 6) Qualend. C. e)v. u. h.m.eo.C. f} welcher Ö. g) s. e. d. 0. ersch. C. h) n. ahnesagen C. )i.j.w.st.C. k) dasC. |) zu synem O. m) t.i. str. bl. C. n) n. seynem tode C, 0) kam plotzl. i. bh. b. W. zu b. Ph., der i. der k. w. O, p) nach C. q) dannC. r) b. Philip antwurte CO. ») fehlt C. t%) sprach C. u) no. wisse O. v) daz diee. k. bey unnsg.. d.u.b.s. 0. w) daz C. x) fr. w.C. y) fol. 299 in A hinter fol. 298. 2) lenften C. a) gesehen C- b) das m. C. c) vonA & d)w. hatt gewogen C. e) aber C. fj) danC. g) haltedir C. h) noche.C. i)w.ecC. k) das die © 1) v.a. ©. m) C. verwustet worden Ü. n) den geschichten C. o)n. d. streitte C. p) das verbeut es O. g) das C. r) ir wen. w. gl. C. 48
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*fo]. 292b. *fol. 2938. 154 glauben. Zum ersten vielmal® den b. disz geschach, unnd® in ir essen und triucken, synlich zu begreifen, blut wart gegossen®, unnd wen sie auf dem schlosse essen ader trincken, disz geschach‘, so sie aber in der stat essen, hat? es kein nott, und es muste verandert werden. Zum andern uial man den compter b. Guntherums von Frawenborg in dem grosten bornnet im. schlosz an die hennde hienng’, aust wel- chem* sie mit aller not kaum kunden bringen. Zum dritten ein mal im schlosse der compter war! auff des turmes dach gelegt, und® von dannen man in mit grosser ferligheit gewann. Zum vierten® im schlosse dem selbigen compter manP den bartt anzundet unnd in = mal= erschrecklich? verbrannte. Nach disem er wolter nymme zuf dem schlosz pleiben, unnd man es versuchte mit andern, und ee* wart‘ erfunden, darumb es= wart me" kein compter darauf gesatst, Zum funfften’ vil mal auff den abendt”, 90“ das gesinnde wolt in den” stal gehn, sie wurden? in die melcamer gefurt, unnd also” über“ all es® war” wider denn straum in allen sachen. Zum sechsten», es= war vil mal, eg” war" ein greuslich heulen der hunde unnd der wolffe da® gehort, von welchem auch etlich erschrocken, unnd sie den todt davon hetten‘, unnd muste 50° wieste steen unnd ist noch heuttef ein schloss, und wen man es sturmen solte, man mieszte 10000 man haben von wegen tieffer!' graben, starckerk maurenn unnd hoher und= staroker thurme, die da® sindt. 8 4. Wie sich Wiadislaw Jagello mit Sigismundo dem kayser!' vertrug.') Wladislaw Jagello der konig von Polen* nam zu hertzen, das die feintschafft mit Sigiszmundo dem kayser im zu keinem gutten ende komen wurde, darumb unnd® er nur» ein wenig rue hette, er zoch° zue Sigismundo keyser? und konig zu Ungern unnd sich gen im diemuttigte und bat in umb die cron und sceptrum von Polen, welche etwa fraw Elisabeth koniginne zu Polen unnd Ungern mit ir a) vil ©. b) daz C. 0) gegessen A. d) u. .d. g. allezeyt, w. s. =. d. schl. © oder iz. ©. 9doh.C. f) m. fehlt, hatt O. g) Gualterum C. h) an d. gr. bauhm C. i) mitd. L su sammen gebunden gehangen C. k) von C. 1) wart e. m.d. o. a. d. tb.d.g.C. m) fer n) gef. bekam C. o) dritten A. p) hettesd.n.c.e.m. i. schl. C. g) greulichC. rn) w.aC- )veC. t)w. 80 C. u)'furthin C. v) vierten A. w) des abents ein m.C. z)als C. yw.k ©. 3) gienng a. C. a) alles C. b) funften A. c) alda C. d) das s.d. sterben musten C. e) his also C. f) heuttiges tages C. g) festes achl. C. h) dan wen C. i) der tigen. k) wid starcken C. 1) konig A. m) damit C. n)fehlt ©. om e.C. p)k. SC. 1) Quelle ist Miechow 5. 282.
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155 genomen* het, unnd er sie im gabt, mit welchem auch darnach Wla- dislaw Jagello gekronth und gesalbet wart zu Cratkaw° auf dem schlosz, wie eim konig angehort. Sunst wolt auch Wladislaw Jagello? vil fride mit? im“ befleissen zwischen im unnd dem kayser, es wolt aber in keinen weg nit Sigiszmundus®, idoch uberlenngst mit sohwacheit er? sagt im zu, wurden die Polen nit fallen in Ungernf, die Ungern soltense nymme fallen in Polens. Mit solchen trösten! quam* Wiladislaus heim. a) weg g.C. b)g. ei. C. co) Crauckaw C. d) fehlt C. co) a.8.w.n.C. food. P.n. w. i. Hong. f. C. 8) s.d. H.C. h) P. auch n. uberziehen C. i) vertrosten C, k) zog C.
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Verlag von Duncker & Humblot in Leipzig. wunnerere n Neun und sechszig Jahre Preussischen Hofe. Aus den Erinnerungen der Oberhofmeisterin Marie Sophie Gräfin von Voss. Mit Portrait. Zweite unveränderte Auflage. 28 Bogen gr. 8. Velinpapier. Eleg. br. 9 Mark; geb. 10 Mark 80 Pf. Zwölf Bücher PREUSSISCHER GESCHICHTE. Von Leopold von Ranke. 5 Bände. gr. 8. 1874. Preis 25 Mark. “ Acten der Ständetage Ost- und Westpreussens. Herausgegeben von dem Verein für die Geschichte der Provinz Preussen. 1. Band. Unter der Herrschaft des deutschen Ordens. Herausgegeben von M. Toeppen. 1. und 2, Lieferung. Preis 9 Mark 20 Pf. Steffonhagen, E., Deutsche Rechtsquellen in Preussen vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. Preis 5 Mark 20 Pf. Beheim-Schwarzbach, M., Hohenzollernsche Colonisationen. Ein Bei- trag zur Geschichte des preussischen Staates und der Colonisation im östlichen Deutschland. Preis 12 Mark. Ranke, L. v., Zur Geschichte von Oesterreich und Preussen zwischen den Friedensschlüssen von Aachen und Hubertusburg. Preis 7 Mark 20 Pf. Köulgsberz, Hartungsche Buchdruckerel, |