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Badisches Sagen-Buch II

Sage vom Schloß Windeck

1 Min. Lesezeit· Unbekannt, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

01

„Wir haben fest auf Gott vertraut Und diese Mauern aufgebaut; Gott schützte Alle die da waren, Kein Unglück ist uns widerfahren.

02

„Drum blickt mit dankerfülltem Sinn Zum treuen Himmelsvater hin, Das Herz zu ihm emporgehoben, Laßt uns sein göttlich Walten loben!“

03

„Jetzund auch auf des Burghern Wohl Schenkt’ mir der Knab’ den Becher voll: Nie soll die Burg vor’m Feinde beben; Der edle Herr soll friedlich leben!“

04

„Dem Meister, so den Plan entwarf, Den Riß gezogen fein und scharf, Die Bogen wölbte und die Hallen, Ihm soll das zweite Hoch erschallen!“

05

„Zum Dritten ist der Becher voll; Den leer ich auf der Herrin Wohl, Um die ich ringen will und werben, Für die ich leben will und sterben.

06

„Und wenn sie mich nicht minnen will, So duld’ und leid’ ich ewig still; Hoch stehen auch des Himmels Sterne, Doch labt ihr Blick in weiter Ferne.“

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Quelle zitieren

Sage vom Schloß Windeck, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 246, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Sage vom Schloß Windeck, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/sage-vom-schloss-windeck/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-246-sage-vom-schloss-windeck