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Badisches Sagen-Buch I

Sitzenkirch

1 Min. Lesezeit· Johann Jakob Schneider, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

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Auch Sitzenkirch hat sein Merkwürdiges, das genau mit der Geschichte von Bürglen zusammenhängt. Dort, wo jetzt das hübsche Landhaus des Herrn K. steht – befindet sich nebenan ein altes, längliches Gebäude, welches jetzt landwirthlichen Zwecken dient. Dies Gebäude war einst ein Frauenkloster vom Benediktinerorden. Werner, Freiherr von Kaltenbach stiftete dasselbe; seine Gemahlin Itha erbaute es und führte mit ihrer Tochter Himmeltrud das beschauliche Leben darin ein. Unter dem siebenten Abte von St. Blasien stellten sich die Nonnen unter den Schirm dieses Stiftes. Werner versorgte das Kloster mit hinlänglichen Einkünften und übergab den frommen Damen die Schenkungsurkunde mit den Worten: „Da habt ihr euern Sitz in Kilch!“ – Daher der alte Namen „Sitzinchilcha,“ jetzt Sitzinkirch oder Sitzenkirch.

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Quelle zitieren

Sitzenkirch, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 128, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Sitzenkirch, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/sitzenkirch/textzeugen/badisches-sagenbuch-i-128-sitzenkirch