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Badisches Sagen-Buch II

Vorzeichen eines guten Herbstes

1 Min. Lesezeit· Bernhard Baader, August Schnezler, Creuzbauer und Kasper

In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.

01

1. Auf der Röttbacher Klinge, dreiviertel Stunden Mainabwärts von Wertheim, tönt in manchem Sommer ein Geklingel, wie fernes Schlittengeläute, welches man die „Schellengäule“ nennt. Es zeigt den vorzüglichen Wein an, der im nächsten Herbste gewonnen wird.

02

2. Zu Waldenhausen im Keller des Hauses am Lindenbrunnen läßt sich, wenn der folgende Herbst gut ausfallen soll, ein Klopfen, wie das eines Küfers, nur schwächer und dumpfer, vernehmen. Dies geschieht in der Zeit vom ersten Advents- bis zum Dreikönigstage, und je besser die Weinlese, desto deutlicher und häufiger das Klopfen. Horcht man darauf oder forscht man dem Orte nach, woher es tönt, so hört es augenblicklich auf.

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Quelle zitieren

Vorzeichen eines guten Herbstes, in: Badisches Sagen-Buch II, Nr. 334, Karlsruhe: Creuzbauer und Kasper: 1846

Archivfassung zitieren

Vorzeichen eines guten Herbstes, Sagenarchiv Verlag Kawerau, hrsg. von Verlag Kawerau. https://sagenarchiv.de/archive/vorzeichen-eines-guten-herbstes/textzeugen/badisches-sagenbuch-ii-334-vorzeichen-eines-guten-herbstes