In historischer Schreibweise · Die Absatznummern verlinken einzelne Textstellen.
Vorhandene OCR mit geprüften Werkgrenzen, getrenntem Apparat und gezielten Stichproben. Erkennungsfehler können verbleiben. Vollständiger erhaltener Fragmenttext „Ortnit C“ in der kritischen Ausgabe Amelung/Jänicke 1873, Druckseiten 3–10. Die Zählungen D und AW aus den beiden Druckrändern stehen hier über den zugehörigen Versgruppen; ihre Sprünge und Umstellungen bleiben erhalten. Punkte bezeichnen die gedruckten Textlücken, Sterne die gedruckten Unterbrechungen. Eckige Klammern stammen aus der historischen Edition, auch wenn sie am Fragmentrand offen bleiben. Die Länge einer Punktreihe gibt keine von uns berechnete Zahl verlorener Buchstaben oder Verse an. Alle acht Seiten wurden auf Gliederung, Klammern, Lücken und Parallelzählung am Scan geprüft. Keine vollständige sprachliche Gegenlesung; keine selbständige Ergänzung verlorenen Textes. Vollständig bezieht sich auf den erhaltenen Editionsabdruck, nicht auf eine vollständige Ortnit-Handlung oder sämtliche C-Zeugen. Der gesamte Textzeuge ist nicht als vollständig kollationiert ausgewiesen; Umfang und offene Lesarten bleiben dokumentiert.
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Abschnitt II
D 177 · AW 164
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . b]istu doch min kint.’
D 178 · AW 165
[Dô] sprach der Lampartære ‘dar an hâstu gelogen. bræch ich niht mîne triuwe, oder wære ich ungezogen, mîn herze ist sô getriuwe, ez mac dir niht getuon. nu sage mir ûf dîn triuwe, bin aber ich dîn suon?’
D 179 · AW 166
Mit zühten sprach der kleine ‘du bist mîn kindelîn.’ ‘des muoz ûf einer hürde werdn verbrant diu muoter mîn, daz vor mîme vater ie kein man bî ir gelac. *
D 183 · AW 171
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . diu frouwe wol getân; sô muoz daz künicrîche mit grôzer arbeit leben. als gewan ich sie ze wîbe: daz sol mir got vergeben.
D 184 · AW 172
An eime heizen tage sie an irm bette saz (sie weint nâch liebem kinde, ir ougen wurden naz) in einer kemenâten dâ entorst nieman bî ir sîn: swann sie sich erweinen wolte, sô liez sie nieman zuo ir în.
D 185 · AW 173
Dô stuont ich vor irm bette und hôrte waz sie sprach. dô wart ich ir schuldic . . . . . . . . *
D 188 · AW 176
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . an sîme lîbe tragen sol,
D 189 · AW 177
Lûter als ein brunne, lieht als ein glas. dô sach er die ringe vor im in dem gras, und einen helm schœne, von golde was er lieht, gewirket alsô veste: kein swert ensnîdet sîn niht.
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D 190 · AW 178
Dô wart der Lampartære frô der ringe sîn: er enmoht ir niht geschouwen, sô lieht was der schîn. dô sprach der Lampartære ‘ez ist ein wunder hie geschehen: jâ mac ich die ringe [vor dem glaste niht gesehen.’] *
D 194 · AW 182
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . dô hân [ich dirs gedâht.] nu hân ich, Lampartære, wol gezieret dînen lîp: wiltu daz ich dir diene, so erzurne niht daz wîp.
D 195 · AW 183
Erzurnestu die frouwen, ûz erwelter degen, sô müez wir su gescheiden die wîle daz wir leben.’ dô sprach der Lampartære ‘ich enbrich niht dîn gebot: ê danne ich sie erzurnte, ich wolte ê sterben tôt.
D 196,1–2 · AW 184,3–4
Mîn muoter dîn geniuzet die wîle daz ich leben. mîn herze und all mîn sinne nimmer wider sie gestreben.]
D 196,3–4 · AW 184,1–2
got lône mîner muoter, von dir ich solch gâbe [hân:] ich wil mich aller dinge an dîne gnâde lân.’
D 197 · AW 185
Mit unverzagtem muote er nâch dem rosse grei[f]: der cleine was behend[e,] er halpt im den steg[eif]. dô sprach der Lampart[ære] ‘ich stüende ê disen tac, sint ich dînes dienstes mich niht erweren mac.’
D 198 · AW 186
Harte vermezzenlîche gurt er sîn rosse baz. den zoum hielt im der kleine biz daz er dar ûf gesa[z]. dô sprach der Lampart[ære] ‘nu reich mir den schilt.’ ‘ich sihe wol’ sprach der c[leine] ‘daz du von mir wilt.’
D 199 · AW 187
Ê er den schilt enp[fienc], dô schouwet[e er daz swert]. er sprach ‘ich bin ze nœten] strites [wol gewert]. swer mit [der Rôsen fliuhet,] der mac [sich wol schamen.’] dô vant er ze [beiden sîten] geschriben sînen n[amen.]
D 200 · AW 188
Diu scheide was von g[olde]: daz der wezzel solte [sîn], daz was ein borte sîdîn und gap liehten schîn. obenhalp der hilzen des guoten swertes slôz, dâ lac ein karfunkel wol einer fiuste grôz.
D 201 · AW 189
Dô wolte der Lampar[tære] von im unde dan: ‘nu müez dich got gese[genen’] sô sprach der wênege [man]. ‘du solt mich niht vermî[den], swanne du darfest mîn: du enkanst mich niht [verliesen die wîl du hâst daz vingerlîn.’] *
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D (212) · AW 201,3–4
[. . . begu]nde er schouwen [. . . . da]nnoch baz. [dô sprach der b]urcgrâve [‘wer sît ir, hêrr]e mîn? [ir müezt iuch alrêst] nennen, [ê wir iuch lâze]n in.’
D 214,1–2 · AW 202
[Sîn stimme sich] verkêrte, [sîn rede diu wa]rt grôz: [do gewan er un]der dem helme [einen ungefüegen] dôz.
D 213 · AW ohne neue Randnummer
[dô sprach der bu]rcgrâve [‘sagt, hêrre, we]r ir sît?’ [dô sprach der La]mpartære [‘ich binz dîn hêrre] Otnît.’
D ohne linke Randnummer · AW 203
[Wer ga]p iu die brünne [und disen helm lieh]t [und ouch den schilt] niuwe? [des entruoc mîn hêrr]e niht.’
D 214,3–4 · AW ohne neue Randnummer
[dô sprach der La]mpartære [‘ich wil dir die wâr]heit sagen: [ich binz ein wilder] heiden [und hân den hêrren dîn ers]lagen.
D 215 · AW 204
[Nu sint ûf diser bürge zwêne und sibenzic man: welt ir daz laster rechen, daz ich iu hân getân? die hât er mir alle genant unde gezelt: ich bîte vor d]er porten, [ob ir in rechen w]elt.’
D 216,1–2 · AW 205
[Dô sprach der bu]rcgrâve [‘entriuwen, daz sol s]în.’ [dô sluoc sich zuo d]er brust [diu edele künigîn.
D 216,3 · AW 205,4
sie schutten an die ringe wîz alsô der] snê.
D 216,4 · AW 205,3
[dô tet den vil getriu]wen [irs hêrren schade] wê.
D 217 · AW 206
[Alrêrste man di]e porten [ûf an den angel] warf. [sie zucten ûf de]r brucken [zwô liehte clingen] scharf. [swie der wirt] von stahel wære, [doch erzurnde in] der gast: [er schriet von im] die ringe [als ez wære ein fûlez] bast.
D 218 · AW 207
[Er sluoc vast hi]n widere, [sîn swert was aber en]wiht [ûf einen erbefür]sten [und verschriet der ring]e niht. [er viel im zuo de]n füezen, [er hete in wol e]rslagen: [dô sprach der] Lampartære [‘heizt in v]on hinnen tragen.’
D 219,1–2 · AW 208,1–2
[Des burcgrâv]en bruoder [was ouch an in] komen: [het er sîn niht ge]schônet, [er het im] den lîp genomen. . . . . . L]ampartære . . . . . . it . . . . . scheiden . . . . . n strît
D 219,3–4 · AW 208,3–4
. . . . . . erwinden. [sîn ist] lange gewesen genuoc: [jâ riuwet ez mic]h sêre [daz ich den b]urcgrâven sluoc.
D 220 · AW 209
[Hie mite wolt] ich versuochen [ob ir getri]uwe sît. [vergebt mir die] untugende, [ich bin iuwer] hêrre Otnît.’ [dô sie in erkand]en, [sie liezen i]n hin în. [dô sprach der] Lampartære [‘wâ ist diu muot]er mîn?’
D 221,2 · AW 210,2
[Dô wîsten in] die liute [dâ er sîn muoter] vant.
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D 221,1 · AW 210,1
[alrêrste si in] enpfiengen, [ir hêrren sâ zehant. [sie hete in schiere erkennet, [sîn houbet] was et blôz. [si begund von liebe] weinen, [ê was ir l]eit gar grôz.
D (222) · AW 211
[Dô gienc der La]mpartære [dâ der verhowen lac: ‘[nu] müeze ez got erbarmen [daz ich strîtes i]e gepflac. [ez riuwet mi]ch vil sêre, [ir sult mir] ez vergeben: ich hâns iuch balde ergetzet, behaltent ir daz leben.
D 223 · AW 212
Vil schiere sprach die muoter ‘wer gap dir daz gewant?’ er sprach ‘dô reit ich hin zuo der steines want: dâ hân ich dîn genozzen daz ich dir vil wæge bin.’ Otnîdes âventiure ist diu ander nu dâ hin.
Abschnitt III
D 224 · AW 213
Zehant sprach diu muoter ‘wer gap dir daz houbetdach?’ dô seite er ir diu mære wie daz im geschach. dô enmohte niht geleuken daz tugenthafte wîp: ‘ich gibe an dîne gnâde, lieber sun, mînen lîp.’
D 225 · AW 214
Mit helsen küssen flêhte si im, biz er ir friunt wart. dô nâhte ez vil schiere des küneges hinevart. dô bleip er ze Garten biz umbe quam daz jâr. die im dâ helfen solten, die quâmen alle dar.
D 226 · AW 215
Er bevalch dem burcgrâven die muoter und daz lant. die helde im hulde swuoren; dô huop er sich ûf zehant. er nam mit den helden urloup zer muoter sîn: dô reit er vil schiere zuo der stat Messîn.
D 227 · AW 216
Harte minnenclîche enpfienc in manc heidensch man. die kiele wâren schône bereit: dô schifften sie von dan. sie wâren gein eim jâre mit spîse wol geladen: den enker sie dô lôsten und fluzzen von dem staden.
D 228 · AW 217
Dô fuor harte frœlichen der Lamparter und sîn her: in der sehsten wochen dô quâmens über mer. vil schiere der marnære an den mastboum trat: ‘ich sihe die burc Sunders und die guoten houbetstat.’
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D 229 · AW 218
Er rief mit lûter stimme ‘wie sol uns geschehen? nu hân wir daz guote lant ze Sürjen an gesehen [und ouch die stat ze Sunders, diu lît uns nâhe bî. nu luogent wie wir fliezen, daz man ân angest si.’]
D 230 · AW 219
Dô sprach der schifhêrre der der liute pflac ‘sît ich iu nu guotes niht mê gerâten mac, die wind slahent uns ze verre, wir enkomen niemer wider. lânt uns die kiele rihten und lânt die segel nider.’
D 231 · AW 220
Dô sprach der Lampartære ‘kanstu mir niht gesagen, sîn wir geflozzen rehte gein Fargan in die habe? und ensagstu mir niht rehte, ich nime dir dîn leben. ich wil dir zwelf guldîn bouge ze botenbrôte geben.’
D 232 · AW 221
‘Wir sîn rehte geflozzen gein Fargan an die habe. doch wil ich iuch trœsten daz ir niht sitzet abe, sît daz wir zuo der stat zuo geflozzen sîn; ze Sunders in der vesten ist manic roupgalîn.’
D 233 · AW 222
Dô sprach der Lampartære ‘mir ist niht kündic wol. ich flœre gerne fürbaz, so enweiz ich war ich sol. den ich ûf der verte ze meister hete gekorn, der ist mir ze verre; ich hân in nu verlorn.
D 234 · AW 223
Ich solte wider kêren. waz hilfet mich diu vart? ich bin ûf der verte nu niht wol bewart.’ mit vil grôzem leide er umbevangen was: ‘du maht dich wol getr[œsten]’ sprach von Riuzen Elyas.
D 235 · AW 224
Dô sprach der Lampartæ[re] ‘nein, ich enmac. nu müeze ez got erbarmen deich gelebte ie disen ta[c]. der mir nu solte helfen von den grôzen nœten m[în], des ist mir vergezzen: darumb sô muoz ich trûric sîn].’
D 236 · AW 225
Dô sprach von Riuzen Elia[s] ‘du hâst doch alle die die dir helfen wellent, die sint bî dir hie. ze sturme und ze strîte sint sie wol bewart, drîzic tûsent helde in ringe wol bespart.’
D 237 · AW 226
‘Ich hâns besten nu vergezzen’ sô sprach der künic rîch. mit jâmer sach er umbe: bî im stuont Elberîch. dô wart der Lampartære von herzen sêre frô. er vergaz al sîner sorge, vil lûte rief er dô
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D 238 · AW 227
‘Vater unde hêrre, waz hât dich her brâht? êrst sô wil ich lachen, des ich hete ungedâht.’ er zucte in an den arm, er kuste in an den munt. mit zühten sprach der kleine ‘daz ist dir gar unkant.’
D 239 · AW 229
Dô sprach der Lampartære ‘durch got, bewîse mich, sage mir ûf dîn triuwe, wâ hâstu verborgen dich? er sprach ‘oben in dem kiele ûf dem mastboume ich saz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Abschnitt IV
D 309 · AW 296
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nim hin den sturmvan. bevilh ich in ieman anders, sô sint sie unbewant.’ dô quam er in dem strîte nie ûz sîner hant.
D 310 · AW 297
Dô sprach der künec von Riuzen ‘du solt es mich erlân. fünf tûsent sneller helde, die ich her gefüeret hân, [den ich vil billîche daz beste râten sol. ein sô getâniu menege bedarf eins hêrren wol.’
D 311 · AW 298
Dô sprach der Lampartære ‘ich mac dichs niht erlân, sît ich dich durch helfe her gefüeret hân.] wir strîten wol nâch êren under einem vanen lieht: die uns hânt her gevolget, die entwîchent uns ouch niht.’
D 312 · AW 299
‘Daz weiz ich’ sprach der Riuze. ‘sô gip in mir in die hant.’ einen vanen swære man im ane bant. dar ûz sô lûhte ein lewe, der was von golde rôt: [sie brâhten manegen heiden in angest unde in nôt.]
D 313 · AW 300
Sie wurden schône bereit, ê ez wurde tac. vil lûte ruofte ein heiden der ûf der mûren lac ‘ir sullent alle wachen, uns ist ein koufman komen: swer nâch dem koufe gâhet, im wirt der lîp benomen.
D 314 · AW 301
Wir mügen sîn wol engelten: er ist eins küneges kint. drîzic tûsent helde vor der mûren sint in den liehten ringen wîz alsô der snê: ich vorht sêre daz uns werde von dem koufman allen wê.’
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D 315 · AW 302
Dô winkt man manegem heiden der dô slâfes pflac. dem erschein ze leide diu sunne und ouch der tac. sie muosten alle glîche daz leben hân verlorn: Otnît dranc zuo der porten, er blies ûf daz herhorn.
D 316 · AW 303
Dô huop sich in der vesten ein vil lûter schal: do besament man die burgære in der stat über al. mê dan vierzic tûsent heiden quâmen an die schar, dô sie der fremden geste wurden dô gewar.
D 317 · AW 304
Ein schar ungefüege gein den cristen reit. von Lamparten Otnît neben dem künege streit. ‘nu wert iuch fromeclîche’ sprach der künec Otnît. dô sigen sie zesamen in sorgsamen strît.
D 318 · AW 305
Dô huop sich gein der dicke von Riuzen Elyas: do enwiste nieman schiere, wâ cristen od heiden was. der heiden der quam alsô vil daz man ir niht fürbaz liez, biz daz der künec von Riuzen den sturmvan ûf gestiez.
D 320 · AW 306
Dô frumt der Lampartære den heiden grôzen schaden: [sie heten in ûf ir arbeit gefüeret zuo dem staden.] swem der ungefüege nu gap einen slac mit sînem guoten swerte, wie balde er tôt gelac.
D 321 · AW 307
Sîn guot swert Rôse im in der hende erklanc. vil manic schiltgespenge von den slegen zespranc. manegem übelen heiden nam er dô sîn leben: daz quam ouch den sînen weiz got gar uneben.
D 322,1–2 · AW 308,3–4
‘Nu lâz wir die helde strîten’ alsô sprach Elberîch, ‘wan uns well überrîten der heidensch künic rîch.
D 322,3–4 · AW 309
die porten sint nu alle leider zuo gespart: die vor offen wâren, die sint alle nu bewart.
D 323 · AW ohne neue Randnummer
Möhtestu daz erwenden, rîcher künec Otnît. sie verbrennent uns die kiele und allez daz dûffe lît. du hetest sîn immer schande, næmst du sîn grôzen schaden: du quæmest mit dînen êren nimmer ze rœmschen staden.’
D 324 · AW 310
Der Lampartære snelle einen heiden twanc: er slôz ûf die porten, mit den sînen er ûz dranc. sie muosten im entwîchen, sô kreftic was sîn her. er sluoc ir vil ze tôde: daz gedrenge wart ie mêr.
D 325 · AW 311
Als balde der Lampartære dem Riuzen dô entweich, dô wart dem künege mære ze strîten alsô weich:
Druckseite 10
D 325 (Fortsetzung) · AW 311 (Fortsetzung)
sie frumten im schaden grôz den er niht kunde verclagen. er verlôs fünf tûsent helde und was selbe nâch erslagen.
D 326 · AW 312
Dô quam Elberîch vil schiere ze dem künege dar geriten: ‘nu hœr mich, Lampartære, du hâst ieze genuoc gestriten. nu kêr bald wider umbe und rich dînen zorn, wan ez hât der künic die sînen alle verlorn.’
D 327 · AW 313
Dô sprach der Lampartære ‘lieber œheim Elyas, nu müeze ez got erbarmen daz ich bî dir niht enwas. ich muoz nâch dîme tôde immer trûric sîn. nu kêre balde widere und hilf im ûz den sorgen sîn.’
D 330 · AW 315
Dannoch hete der Riuze die banier in der hant. [daz swert in der andern dâ er in ligende vant.] swie daz er von slegen wær worden ungesunt, und swie daz ern ligende funde, so enwas er niergent wunt.
D 332 · AW 317
Ach wie jæmerlîche der künec von Riuzen sprach, dô er sînen œheim durch helmes venster sach: ‘nu müeze ez got erbarmen, daz ich ie wart geborn. fünf tûsent sneller helde die hân ich verlorn.’
D 333 · AW 318
Sich fröut der Lampartære daz er in lebendic vant: er huop in von der erden vil schiere dô zehant. er sprach ‘an solher verte muoz man mit schaden wesen. ich getrûws iuch wol ergetzen, müget ir danne genesen.’
D 334 · AW 319
‘Du kanst michs niht ergetzen, daz mir ist getân, fünf tûsent sneller recken die ich verlorn hân.’ er sprach vil klegelîche ‘waz sol mir daz leben? nu lâze ich hie ze solde manegen küenen degen.’
D 335 · AW 320
Dô sprach der Lampartære, der edel künec Otnît ‘swer liute und ouch sich selben füert in ein herten strît, swaz er dâ verliuset, des muoz er sich erwegen. du maht niht mê strîten, lâz mich des vanen pflegen.’
D 336 · AW 321
Dô sprach der künec von Riuzen ‘dâ von enscheide ich niht, mir werden danne vergolten die man hie ligen siht. ich wil dir gerne helfen. lâz mir den sturmvan. ich muoz hiute sterben od ich riche mîn dienstman.’
D 337 · AW 322
Sie werten sich vil sêre der starken heidenschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . .